Ein Flixtrain und ein Zug der Deutschen Bahn.

Ihre Meinung zu DB und Flixtrain im europäischen Vergleich eher schlecht

Verglichen mit anderen europäischen Bahnbetreibern schneiden DB und Flixtrain tendenziell schlecht ab. In Sachen Pünktlichkeit ist die staatseigene Deutsche Bahn sogar fast Schlusslicht.

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129 Kommentare

Kommentare

M.Pathie

Kein Wunder, dass die DB die Rückleuchten im internationalen Vergleich stellt, wenn man jahre- und jahrzehntelang die Investitionen in die Infrastruktur vernachlässigt hat. Es gibt allerdings keine Alternative zur intensiven Investition in unseren Schienenverkehr, nicht zuletzt aus ökologischen Gründen sowohl für den Güter- wie für den Personenverkehr.

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Lucinda_in_tenebris

Es ist verwunderlich, dass das Narrativ "die GRÜNEN an allem schuld" auch noch von der CSU kolportiert wird, die hier entschieden zum Verfall des Streckennetzes beigetragen haben. Denn in Bayern zählt halt nur die Autolobby.

'Pegasus7000

Ein Segen, dass ein tolles Land wie Bayern mit BMW und Audi eine ebenso tolle Autoindustrie hat, welche zusammen mit den Zulieferern für zigtausende Arbeitsplätze sorgt.

fathaland slim

Das nützt mir überhaupt nichts, wenn ich von Hasbergen nach Lengerich will.

'Pegasus7000

Mit dem Auto kein Problem.

fathaland slim

Ich benutze mein Auto so selten wie nur irgend möglich.

CommanderData

In meinem Deutschland werden gerade "zigtausende Arbeitsplätze" von der tollen Autoindustrie wegrationalisiert. 

M.Pathie

Die CSU weiß natürlich ganz genau, dass Sie jahrelang das Desaster der Bahn mit heraufbeschworen hat, zumal sie jahrelang den Verkehrsminister stellte. Die Liste ist eine einzige Blamage für die bayrische Regionalpartei: Ramsauer, Dobrinth, Scheuer...

CommanderData

Wenn man überlegt, woran die Grünen so alles schuld sein sollen ... das setzt ja geradezu eine allmächtige und omnipotente Macht der Grünen voraus.  

Ich habe den Eindruck, die Grünen haben die besten Ideen, würden den alten Mist der Altherren-Parteien auch gerne aus dem Saustall D auskehren, aber die Altherren haben den Saustall ideologisch verriegelt und verrammelt und sich mit stolzgeschwellter Brust auch noch Tomaten auf Augen und Ohren gelegt. 

'Pegasus7000

Oh Mann, diesen Kommentar muss man erstmal sacken lassen. An Polemik nicht zu überbieten. 

Karl Klammer

Sie verwechseln Äpfel mit Birnen

DB-Cargo und seine Mitbewerber haben nix mit der Infrastruktur zu tun.

Das DB-Cargo Problem ist der Wasserkopf , denn unten wo das Geld verdient wird fehlt es massiv an Lokführen und Wagenmeistern. Die Mitbewerber sind da besser aufgestell und zahlen auch besser

Bernd Kevesligeti

Diese Resultate sind auch kein Wunder bei der Bahnpolitik der letzten Jahre. Seit 1993 zu heute sank die Länge des Netzes, also die Gleise um 17 Prozent, die der Bahnhöfe um 16 Prozent, darüber hinaus in vielen kleineren Bahnhöfe nur stundenweise Personal. Die Zahl der Weichen sank um 54 Prozent.

Bei DB-Cargo soll es nach dem DB-Vorstand zu Entlassungen kommen (siehe GDL-Internetseite).

Verständlich sind in dem Zusammenhang die häufigen Durchsagen wie "S-Bahn soundso fällt heute aus, Regionalzug-fällt heute aus.

Fahren eigentlich DB-Vorstandsmitglieder zu irgendwelchen Terminen mit der Bahn ? 

  

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fathaland slim

Fahren eigentlich DB-Vorstandsmitglieder zu irgendwelchen Terminen mit der Bahn ?

Was für eine Frage.

gelassenbleiben

„Fahren eigentlich DB-Vorstandsmitglieder zu irgendwelchen Terminen mit der Bahn ?“

ja


 

Bernd Kevesligeti

Ja, gut. Aber zu welchen. Oder sind es nur Protokollstrecken für die Medien (PR) ?

schabernack

➢  Seit 1993 zu heute sank die Länge des Netzes, also die Gleise um 17 Prozent, die der Bahnhöfe um 16 Prozent, darüber hinaus in vielen kleineren Bahnhöfe nur stundenweise Personal. Die Zahl der Weichen sank um 54 Prozent.

Die Bahn soll auf dem Schienennetz, das es・jetzt・gibt, pünktlich, zuverlässig und möglichst preiswert fahren. Verglichen wurde das, was existiert an Bahnfahreralltag, nicht abgewrackte Schienenkilometer. Das ist unwichtig für die Funktionsfähigkeit des Vorhandenen.

Andere zählen Weichen, deren Anzahl gar kein Kriterium für die Güte der Bahn ist.
Bei Weichen gilt nicht: mehr ist besser.

Ist ein Bahnhof sinnvoll versorgt mit dem, was Reisende brauchen (Fahrkartenautomaten, zuverlässige Anzeigetafeln), kann der Bahnhof ohne Probleme stundenweise (oder den ganzen Tag) ohne Bahnpersonal auskommen.

Im Bahnhofskiosk steht sowieso keine Bahnfrau hinter der Theke,
und um die Klos kümmert sich nicht der Bahnmann.

melancholeriker

"Eher schlecht"? 

Wäre zu wünschen, wenn mal was eher ankommt als zu spät oder garnicht. 

Dann kriegt man vielleicht den Anschluß. Aber nie mit Ministern der Auto - Lobby. 

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M.Pathie

Vor einiger Zeit habe ich auf der Fahrt nach Köln tatsächlich erlebt, dass wir 2 Minuten zu früh ankamen. Der Zugbegleiterchef kommentierte es mit Humor: "Erzählen Sie es auch Ihren Kindern, Enkelinnen, im Freundes- und Kollegenkreis und in der Nachbarschaft." Bei Verbindungen mit Umstieg plane ich regelmäßig mindestens 30 Minuten ein und mind. 45 min Puffer bei der Ankunftszeit: So geht's eigen ganz gut. 

fathaland slim

Bei Verbindungen mit Umstieg plane ich regelmäßig mindestens 30 Minuten ein und mind. 45 min Puffer bei der Ankunftszeit

Das tue ich auch. Trotzdem reicht es oft nicht. Der RE2 von Osnabrück nach Düsseldorf hat bei Ankunft in Essen, wo ich umsteige, wenn ich nach Frankfurt und weiter südlich möchte, oft mehr als dreißig Minuten Verspätung. Wenn er nicht gleich ganz ausfällt, wie es mir letzte Woche gleich zwei Mal passiert ist. Dienstag und Mittwoch. Am Donnerstag wollten dann Freunde, die mich besuchten, den ICE von Osnabrück nach Frankfurt nehmen. Der fiel dann auch aus.

Aber meine BahnCard 100 kostet in Zukunft fast fünftausend Euro. Ohne mich, das kann ich mir nicht mehr leisten.

Der Service bricht zusammen, und die Preise steigen ins Unermessliche. Irgend etwas passt da nicht.

M.Pathie

Da habe ich im Vergleich zu Ihnen wohl mehr Glück gehabt. 
Die BC100 konnte ich mir noch nie leisten bzw. dafür fahre ich dann doch nicht genug Fernstrecken. Für mich ist die Fortführung des sog. Deutschlandtickets wichtig.

Bahnfahrerin

Genau das ist in meinen Augen eins der Probleme. Bei der BC100 stimmt seit dem Deutschlandticket das Preis-Leistungsverhältnis schlicht überhaupt nicht mehr. Denn die Karte wird seither jedes Jahr massiv teurer bei konstant schlechter werdender Leistung, vor allem im Regionalverkehr, wo es vielfach nur noch zu Stehplätzen reicht. Man hat fast Gefühl, dass damit ein bisschen die Einnahmeausfälle infolge des D-Tickets kompensiert werden sollen. 

Ich sehe daher gerade auch in dem (zu) günstigen Deutschlandticket ein Problem, warum immer noch mehr Geld für die Infrastruktur fehlt und diese noch überlasteter ist, als sie davor schon war. 

fathaland slim

Das werde ich ab April auch nutzen, gemeinsam mit der Senioren-BahnCard 50, wenn ich mal über Berlin, Frankfurt und Hamburg, wohin ich mühelos mit dem Deutschlandticket komme, hinaus muss.

Als die BahnCard 100 auf 5.750 DM ermäßigt wurde, vor vielleicht 25,30 Jahren, habe ich sie mir zum ersten Mal gekauft. Für mich war das unschlagbar günstig. Aber mittlerweile reise ich nicht mehr ganz so viel wie damals und verdiene vor allem nicht das Doppelte von dem, was ich damals verdiente. Schon seit Corona war die BahnCard 100 für mich eigentlich ökonomisch nicht mehr sinnvoll, jedoch habe ich mir die Freiheit, meine Reisen nicht Wochen vorher durchplanen zu müssen, etwas kosten lassen. Aber irgendwann ist die Grenze erreicht. Und zwar jetzt. Eine fast zehnprozentige Erhöhung? Ja, spinne ich denn?

Mauersegler

Ja, solchen Galgenhumor von Bahnmitarbeitern und -mitarbeiterinnen habe ich auch schon manchmal erlebt. Die machen auf jeden Fall gute Laune! ;-)

fathaland slim

Sehr schön war einmal die Ansage, als mein Zug in Duisburg einfuhr: „Liebe Fahrgäste, lassen Sie sich durch den Blick aus dem Fenster nicht täuschen. Das ist kein Lost Place, es ist wirklich Duisburg Hauptbahnhof.“

wie-

<< Sehr schön war einmal die Ansage, als mein Zug in Duisburg einfuhr: „Liebe Fahrgäste, lassen Sie sich durch den Blick aus dem Fenster nicht täuschen. Das ist kein Lost Place, es ist wirklich Duisburg Hauptbahnhof.“

Das war im welchen Jahrhundert? Der Hauptbahnhof Duisburg wird seit zwei Jahren großzügig modernisiert. Dessen Architektur macht dann sprichwörtlich "die Welle". Gut passend zur durchrenovierten Innenstadt Duisburgs. Vier Gleise sind bereits fertig.

fathaland slim

Ich bin öfters mal auf dem Duisburger Hauptbahnhof. Von großartiger Erneuerung habe ich noch nichts mitbekommen.

Bahnfahrerin

Hatte ich jüngst auch. Da war der ICE unterwegs gute 15 Minuten zu früh und musste die Zeit dann in Esslingen und Bad Cannstatt abstehen, da Stuttgart noch keinen Platz für ihn hatte. Am Ende war er leider 5 Minuten zu spät in Stuttgart und bei der Abfahrt von dort wg. technischer Störung sogar 20 Minuten zu spät. Ist schon schade, wenn man wegen zu geringer Kapazitäten der Infrastruktur solche Vorteile nicht nutzen kann … aber wenigstens war’s unterhaltsam. :)

CommanderData

Diese Vernachlässigung (Schienennetz, Pünktlichkeit, Innenausstattung) ist wirklich überall zu spüren. 

Dafür ist die DB weltweit aktiv. Mit 43% erwirtschaftet die DB ihren Umsatz im Ausland (DB Schenker, DB Arriva, etc.). 

Vielleicht sollte sich die DB einfach mal mehr auf das konzentrieren, was ihre orginäre Aufabe ist -  das deutsche Schienennetz flott zu kriegen. 

M.Pathie

Die Verantwortung für den Ausbau und die Erhaltung des Schienennetzes liegt beim Bund. Lenken Sie bitte mit Ihrer deutschtümeligen Falschinformation nicht davon ab, dass es jahrelang das Versäumnis vorrangig der CSU-Verkehrsminister war, die das sträflich vernachlässigt haben.

melancholeriker

Mich überrascht auch immer wieder die Ruhe, Gelassenheit und der Galgenhumor, mit dem die meisten Fahrgäste die Ausnahme von der Regel (Ziel verfehlt haben) quittieren bzw. das Erwartete hinnehmen als würden sie nur eine gerechte Strafe akzeptieren. Eine Art kollektiv akzeptiertes Purgatorium als Quittung für die Duldung von schmierigen Auto - Lobbyisten in fast allen Regierungen seit Adenauer. 

fathaland slim

Als regelmäßiger Bahnreisender braucht man ein sehr, sehr dickes Fell, buddhistische Gelassenheit und ein Gemüt wie ein Fleischerhund. Anders geht es nicht.

M.Pathie

Den Fleischerhund hätte ich nicht so gern als Sitznachbarn. Beste Grüße von Bahnfahrer zu Bahnfahrer. 🙋‍♂️

'Pegasus7000

Was haben Sie gegen Vertreter der Automobilwirtschaft? Es handelt sich um die deutsche Schlüsselindustrie!

CommanderData

Die Autoindustrie ist keine Schlüsselindustrie mehr. Sie demontiert sich gerade selbst. Was heißt gerade ... eigentlich schon seit den 90er Jahren. 

Deutschlands neue Schlüssel-Industrien? Umwelttechnologien - wenn sie nicht wieder von Altherren-Parteien (Nostalgiker) abgewürgt wird. 

Mass Effect

Sie stehen also für die Deindustrialisierung von Deutschland. Zurück in die Steinzeit ist ja offensichtlich ihr Motto.

fathaland slim

Was soll das? Müssen Sie wirklich derart albern sein? So, wie Sie es betreiben, artet jede Diskussion in Gebrüll aus.

M.Pathie

Geht's auch ne Nummer kleiner? Der User beklagt zu recht, dass die deutsche Automobilindustrie viele Entwicklungen verschlafen hat und deshalb auch die Rolle als Schlüsselindustrie selbst aufs Spiel gesetzt hat, und dass es eine Zukunft nur gibt, wenn man auf Umwelttechnologien setzt - das ist für Sie Zurück in die Steinzeit? Alles klar.. 

melancholeriker

Wem nützt die "Schlüsselindustrie" außer den Vorständen und Anlegern? 

Solange das Auto der geschützte Feind eines konkurrierenden und eines schier rettungslos verwahrlosten Bahnnetzes inklusive dessen im Regen des berechtigten Unmuts seiner Nutzer stehenden Mitarbeiter ist, wird die Bahn auch weiter zielgerichtet zerlegt. Jeder unzufrieden sich weg drehende Bahnkunde ist potentieller Autokäufer. 

Ja — so primitiv ist das. Jetzt können Sie gerne wieder mit Ihrer Schlüsselindustrie kommen, die den Zug dummerweise verpasst hat, weil China und Indien nicht nur für Gernegroße produziert. Sogar Uganda ist eingestiegen mit einem Elektrobus. 

werner1955

Vergleich eher schlecht?

Troz der Mrd. die alle auch die diese System nicht/nie nutzen wollen oder können.  

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melancholeriker

Sie zahlen auch Steuern für Dinge, die Sie evtl. nicht nutzen wollen oder können. Denken Sie außer an Ihren persönlichen Geldbeutel auch an die, die in ländlichen Gegendenden auf den ÖPNV angewiesen sind, weil sie z. B. kein Auto haben oder kein hilfsbereites soziales Umfeld? 

Ich kenne übrigens Nichtautofahrer, die für die Straßen aufkommen, auf denen Sie mit Ihrem "kleinen Diesel" die Reifen abreiben. 

Mauersegler

Können Sie Ihren Satz nochmal so ordnen, dass er einen Sinn ergibt?

fathaland slim

Das war auch mein erster Gedanke.

Anderes1961

Kann er nicht. Das wurde hier schon des öfteren kommuniziert, auch vom Foristen selbst. Er hat eine Schreibschwäche. Und wenn man sich ein wenig Mühe gibt, versteht man durchaus, was der Forist meint. Er wundert sich, daß die Bahn so schlecht abschneidet, trotz der Milliarden Euro für ein System, daß viele nicht nutzen. 

fathaland slim

So etwas ähnliches hatte ich auch erraten.

M.Pathie

Die Kritik an der Aussage ist trotzdem gerechtfertigt: JedeR zahlt auch Steuern für Dinge, die Sie evtl. nicht nutzen wollen oder können.

Carlos12

Mein Eindruck ist, dass die DB in neoliberalen Zeiten kaputt gespart wurde. Insofern sind die mäßigen Ergebnisse keine Überraschung. Wenn die DB besser werden soll, muss der Bund mehr investieren. Unter der Ampel-Koalition gab es diese Tendenz. Schauen wir mal, wie es weitergeht.

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CommanderData

Sie wird immer noch kaputt gespart und von Managern geführt, die selbst keine Bahn fahren und die Bahn nur als Pfrund ansehen, aus dem man Boni entnehmen kann. 

melancholeriker

Das ist die neoliberale DNA. Alles mitnehmen, was das Investment an Ausquetschbarem und Verzinslichem hergibt und sofort aufs Nächste stürzen. Nachhaltigkeit, Sozialverträglichkeit, Haltbarkeit und Zukunftsfähigkeit ist nur was für Idioten und sentimentale Weltfremde.

 

Mass Effect

Das Schienennetz in der DDR war in einem kläglichen Zustand. Das war die Sozialistische DNA. Da waren doch ihre Kommunisten an der Macht. Aber als Linker verdrängt man solche Tatsachen ja gerne.

M.Pathie

Sie wollen mit den katastrophalen Zuständen in der DDR die Versäumnisse der CSU-Verkehrsminister rechtfertigen? O weia.

P.S.: Lassen Sie doch bitte Ihre albernes "Ihre Kommunisten" bzw. "Ihre Linken" bzw. "Ihre Grünen". Die sog. Kommunisten in der DDR waren garantiert nicht die Kommunisten des geschätzten Users melancholeriker.

Vielen Dank.

Nettie

"Auch mit Zuverlässigkeit kann die Deutsche Bahn nicht punkten"

Kein Wunder. Hierarchische Strukturen - und die DB dürfte da als Musterbeispiel dienen - sind schon deshalb besonders kostenintensiv - und gleichermaßen besonders ineffektiiv (ineffizient) -, weil sie keinerlei Flexibilität zulassen. Also auch nicht die volle Ausschöpfung von Potentialen.

Dafür sind sie umso besser geeignet, für maximale Kosten (unverhältnismäßig hohe Preise) und maximalen 'Frust' auf allen Seiten - Kunden, Belegschaft, Umwelt- und Klimaschützern - zu 'sorgen'.

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Egleichhmalf

„Kein Wunder. Hierarchische Strukturen…“

Die Bahn hatte schon immer hierarchische Strukturen, aber ich bin alt genug, mich noch erinnern zu können, dass die Bahn einst superpünktlich war. Man konnte im Grunde die Uhr danach stellen. Mit der Hierarchie kann das also kaum etwas zu tun haben.

Im Übrigen ist Hierarchie, wenn sie nicht dem Selbstzweck - also etwa allein der Pöstchenverteilung - dient, durchaus sinnvoll. Wenn meine Mitarbeiter bei aller Kreativität grundsätzlich nur das täten, was ihnen gerade in den Sinn kommt, könnten wir unsere Projekte nicht bearbeiten mit dem Resultat, dass die Finanzierung eben jener Mitarbeiter nicht mehr gewährleistet wäre.

nie wieder spd

Es braucht keine weiteren Untersuchungen, Studien oder Tests, um wieder einmal festzustellen, wie schlecht es um die DB oder andere Bereiche bestellt ist. 
Viel schlimmer ist doch, dass wir bzw die Politik das seit Jahren bis Jahrzehnten wissen und sich ebenso lange nichts verbessert. 
Es fehlen:
Pflegekräfte seit mindestens 40 Jahren. 
Lehrer, Erzieher, Polizisten seit ca 30 Jahren. 
Investitionsstau im Bildungsbereich seit mindestens 30 Jahren.
Digitale Vorrausetzungen in allen Bereichen seit mindestens 25 Jahren. 
Personal im ÖD seit mindestens 20 Jahren. 
Ausbildungsplätze grundsätzlich haben von Mitte der 1970er Jahre bis 2000 gefehlt, weil Wirtschaft und Politik zu kurzsichtig waren und nun fehlen uns die Auszubildenden, weil über viele Jahrzehnte schlechte Familienpolitik geleistet wurde.  

Aber an welcher Stelle wird für Abhilfe gesorgt? Bei der Bahn soll das in ca 45(!) Jahren gelingen. 
Das soll eine Lösung sein? Im Ernst??
 

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Jimi58

In St.21 haben sie auch Geld verpulvert und man weiß nicht, was es am Ende noch kosten wird.

nie wieder spd

St.21 ??

fathaland slim

Stuttgart 21.

nie wieder spd

Natürlich. Danke

CommanderData

Es geht nichts voran, weil Altherren-Politik (Totsparen an den den falschen Stellen) als Fortschritt verkauft wird. 

Und wahrer Fortschritt (grüne Transformation) verteufelt wird. 

Altherren-Parteien sparen so lange alles tot, bis alle wieder zu Fuß gehen. Die konservative Variante von Klimafreundlichkeit. 

fathaland slim

Richtig. Und wer das moniert, ist natürlich ein Ideologe…

Breizhavel

PKWs first. Autobahnen wurden stets weiter ausgebaut, trotzdem lange Staus und bröckelnde Brücken allerorten. Für das Schienennetz wurde nach der Privatisierung 1994 in Personalunion durch Verkehrsminister M. Wissmann (CDU) und H. Dürr, seinerzeit Bahnchef, kein Cent mehr in eine stabile Infrastruktur investiert. Heute haben wir ein kaputt gespartes Bahnnetz, das eines für den Industriestandort Deutschland materialisierte Bankrott-Erklärung darstellt.

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'Pegasus7000

Hier hilft weder CDU-Bashing noch andere Polemik. Und nicht zu vergessen, dass die SPD in den vergangenen Regierungskoalitionen fast immer beteiligt war. Und von den Grünen erwarte ich noch weniger.

Breizhavel

Also sollte die Parteizugehörigkeit nicht mehr genannt werden? Muss sich die CDU/CSU denn für ihre Verkehrsminister schämen? Die haben doch in den letzten Jahrzehntes großartiges geleistet

fathaland slim

Wann gab es denn den letzten sozialdemokratischen oder grünen Verkehrsminister?

Sherlock Holm

Wer von den verantwortlichen Verkehrsministern gehörte SPD und Grünen an? M. W. nach alle CSU und oder FDP! Pegasus 7000, ich halte Sie für einen sehr einseitigen Grünen - Basher. Und jetzt, ran an die neuen Sondervermoegen, die bislang den Namen Kredit trugen! Mit der neuen Regierung fallen die Schranken der sakrosankten  Schuldenbremse. Jetzt wird investiert, die Grünen sind ja weg. 

Nettie

Das Elementarste bzw. essentiell Wichtige für die Ermöglichung jedweder Art von Flexibilität bzw. der Fähigkeit zu schneller Anpassung an aktuelle Erfordernisse - zum Beispiel an Marktbedingungen oder örtliche Gegebenheiten - ist durchgängige Interkonnektivität.

Die zu schaffen setzt allerdings sich auf dem aktuellen Stand der Technik befindende Netzwerkinfrastruturen voraus, - also dass nicht (wie bisher jahrezehntelang) weiter ausgerechnet an der Schaffung einer zeitgemäßen und funktionsfähigen öffentlichen Infrrastruktur 'gespart' wird.

neuer_name

Hätte die Ampel mehr Geld in unser eigenes Schienennetz investiert und im Gegenzug weniger Geld zur Rettung der Welt bereitgestellt, würde der Vergleich sicherlich besser aussehen.

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Jimi58

Ach ja, wieder ihre alte These die Ampel. Was war denn vor der Ampel, haben sie da auf einem anderen Planeten gelebt?

Mass Effect

Wie oft war auch die SPD in den letzten über 40 Jahren mit an der Regierung? haben sie da auf einem anderen Planeten gelebt weil sie immer alles einseitig der Union in die Schuhe schieben wollen?

fathaland slim

Ja klar. Vor drei Jahren, als die Ampel antrat, gab es diese Probleme ja gar nicht. Aber dann wurde die Bahn innerhalb kürzester Zeit aus Gründen der Weltrettung kaputt gespart.

Ich lebe ganz offensichtlich in einem anderen Land als Sie.

Sherlock Holm

Das denke ich auch manchmal, Sie und ich sind da auch nicht alleine. 

Alter Brummbär

Hätte die Vorgängerregierungen, nicht auf den Börsengang der Bahn gewartet, der nie kam wäre das alles nie passiert

Mauersegler

Richtigstellung: Hätten wir nicht seit Jahrzehnten Verkehrsminister der CSU, die das Geld aus ihrem Budget vorzugsweise in den Autobahnbau in Bayern geleitet hätten, stünde die Bahn sicher anders da. 

Wie schnell, glauben Sie, könnte man die Bahn sanieren, die gesamte Infrastruktur renovieren, neue Züge anschaffen, Personal gewinnen? Innerhalb von drei Monaten? Oder von sechs? 

Ihr Versuch, den Zustand auf drei Jahre Ampel zu schieben, ist in höchstem Maß lächerlich. 

Traumfahrer

Manches Geld, das für die "Rettung der Welt" aus gegeben wurde, ist auf Dauer nicht schlecht investiert. Nein, D sollte mehr Geld von den absoluten Topverdienern einsammeln, weniger Ausnahmen im Steuerrecht zulassen, und mehr die Geldwäsche ins Visier nehmen. Da könnten sicher ein paar Milliarden zusammen kommen, die nur in die Infrastruktur fließen darf. 

Naturfreund 064

Jetzt einmal unabhängig vom Zusammenhang finde ich den Begriff, Rettung der Welt so abfällig zu benutzen schon ziemlich erbärmlich. Die Welt in der wir leben ist schließlich unsre Lebensgrundlage, die einzige die wir haben. Meinetwegen kann man ja die Meinung haben, dass man Geld anders einsetzen soll, aber das kann man auch ohne abfälliges Benutzen dieses Begriffes "Rettung der Welt" schreiben. Auch saubere Luft und Umwelt sind Wohlstand und saubere gesunde Lebensgrundlagen.

Breizhavel

Jahrzehnte lange Versäumnisse durch CDU/CSU-Verkehrsminister können nicht in 3 Jahren aufgeholt werden. Das müsste selbst Ihnen klar sein.