Hände eines Physiotherapeuten weisen auf ein Skelettmodell, daneben sind Hände eines Mannes zu sehen, die in den unteren Rücken und auf den Oberschenkel fassen.

Ihre Meinung zu Mit evidenzbasierter Physiotherapie gegen Arthrose

Jedes Jahr werden in Deutschland Zehntausende Gelenkersatz-OPs an Knie oder Hüfte durchgeführt - aber sind alle wirklich nötig? Mit der richtigen Physiotherapie könnte die ein oder andere vermieden werden. Von Birgit Augustin.

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108 Kommentare

Kommentare

SirTaki

Verschleiß in den Gelenken, Entzündung und Abnutzung sind bei der Arthrose auch altersbedingt oder erblich.

Ich kenne nur Gelenk-Ops im Umfeld, wo jahrelange Physio Symptome lindern könnte, aber irgendwann der Austausch erforderlich war.

Es ist zu pauschal, den Ärzten Freude an Ops und Geldverdienst zu unterstellen.

Dass Sport und Ernährung hilfreich sein können, ist bekannt. Dass Physio Wunder bewirkt, eher anzuweifeln.

Die Branche scheint hier eher Marketingstrategie verfolgen zu wollen 

 

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R A D I O

Ich habe es so verstanden, dass GLA:D etwas mit der Wissenschaft zu Muskeln, Gelenken, Knorpeln, Knochen und Nerven zu tun hat, deshalb Projekte wissenschaftlich begleitet werden. Studien, die bereits vorliegen, kann man entnehmen, dass der Vorteil von Physio Grenzen hat, aber wohl da ist. Wunderphysio, so Ergebnisse dazu gefunden werden, dürften dann wohl mit Kennzahlen und Statistiken untermauert werden. Das Marketingkonzept für eine entsprechende Strategie ist mir noch noch nicht bekannt. Wer hat es erstellt? Ohne ausgefeilte Marketingstrategie geht es nur ins Geld, die muss schon richtig und ausdifferenziert konzipiert werden. Der Wille, was verkaufen zu wollen, ohne Sinn und Verstand, und dann einfach drauf loszulegen funktioniert meistens nicht. Will sagen, Marketingstrategie bitte darlegen (oder Link dazu bringen etc.), dann gucken wir weiter.

SirTaki

Ich gebe Ihnen keinen Link, aber die Empfehlung, in eine beliebige Suchmaschine Physio Marketingstrategie einzugeben. Da werden Sie fündig.

Hintergrund: Jedes Unternehmen braucht Marketing, gegen Konkurrenz Alleinstellungsmerkmale usw. zu finden.

Der Inhalt ist von dem Betreiber bestimmt. Und Physio und Arthrose sind ein Komplex. Und der Arzt als verordnender Mediziner ist mit im Boot.

Also, keine Unterstellungen, sondern einfache Analyse und Beobachtung am Markt.

R A D I O

Besondere Marketingkonzepte in der Physiotherapie werden nur benötigt, wenn auf ihren Märkten für die Generierung von Umsätzen klar definierbare und quantifizierbare Engpässe vorliegen oder der Wettbewerb stark ist. Das sehe ich derzeit nicht, der Bedarf ist groß genug. Die größten Probleme für Patienten und den Praxen liegen offensichtlich in den Regulierungen, Kostendeckung etc., seitens Krankenkassen und bei den Rezeptmöglichkeiten von Ärzten. Da Marketing hohe Kosten verursacht, will es gut überlegt und analysiert sein, wie man unter solchen Umständen vorgeht. Nur weil Marketingberater und vergleichbare Unternehmen ihre Angebote allen möglichen Branchen anbieten, bedeutet dies nicht, dass die Ausgaben dafür viel Sinn machen. Physiotherapie ist arbeitsintensiv, Fachpersonal knapp (Arbeitslosigkeit hier sehr gering), Da ist nur begrenzt mehr aus dem Markt rauszuholen, höchstens aus Privatpatienten oder von denen, die sich Zuzahlungen leisten können. Muss genau geschaut werden.

schabernack

➢ Hintergrund: Jedes Unternehmen braucht Marketing, gegen Konkurrenz Alleinstellungsmerkmale usw. zu finden.

Meine Freundin ist Physiotherapeutin seit Jahrzehnten. Physio-Praxen spezialisieren sich, es gibt sehr sehr viele verschiedene Therapieformen, und allgemeine Ausrichtung einzelner Praxis-Betreiber, oder von «Physio-Kliniken».

Sie - die Freundin - hat sich früh in ihrer Karriere ausgerichtet auf «Reha-Pyhsio». Das war und ist kein Marketing. Das sind Spezialwissen und besondere Arten von Therapieformen.

Das Marketing der Physio-Praxen ist Bekanntmachen,
was die eine kann, und die andere nicht.

Bahnfahrerin

Ich glaube nicht, dass die Physiobranche sich mit dem Programm eine goldene Nase verdient, steht schließlich vor allem die Eigeninitiative des Patienten hier im Vordergrund und nicht möglichst viele Behandlungen. 
Abgesehen davon sind gute Physiopraxen so gut ausgebucht, dass man auch eine Weile auf Termine warten muss. 

Ich finde es eher erschreckend, dass man in Deutschland so wenig Interesse an erfolgreichen Modellen aus dem Ausland hat. Das in DK gibt’s ja wie der Artikel schreibt schon länger - lange genug, um es sich mal abschauen zu können…

SirTaki

Dass man im Gesundheitswesen neue Wege sucht, ist in Ordnung. Studien gehören dazu.

Nur sind Auslandsmodelle auch aufgrund anderer Krankenkassensysteme und Modelle nicht 1:1 auf andere Länder zu übertragen.

Bahnfahrerin

Die Barmer macht ja vor, dass das hier auch gehen würde. Sicher ist nicht alles übertragbar, das was Dänemark hier macht hört sich aber nicht so an, als wären es Leistungen, die es hier nicht problemlos auch so geben könnte. 

Lichtinsdunkle

Altersbedingter Verschleiß wäre durch richtige Ernährung und Bewegung nicht vorhanden und erbliche Dispositionen wären durch diese ebenfalls beherrschbar. 

"Es ist zu pauschal, den Ärzten Freude an Ops und Geldverdienst zu unterstellen."

Richtig, es geht auch nicht darum die Ärzte allgemein zu verurteilen. Es ist die Architektur des Gesundheitswesens in Verbindung mit Gewinnorientierung, sowie die Grundidee mit der wir im Westen den Körper und Geist und damit Gesundheit und Krankheit verstehen. 

"Dass Sport und Ernährung hilfreich sein können, ist bekannt. Dass Physio Wunder bewirkt, eher anzuweifeln."

Ich würde es andersrum sagen: Sport und Ernährung wirken Wunder und Physio kann sehr hilfreich sein. Problem ist dabei freilich der schon fortgeschrittene ist-Zustand, in dem die Probleme so weit sind, dass oft nur noch ein Eingriff hilft.

fathaland slim

Altersbedingter Verschleiß wäre durch richtige Ernährung und Bewegung nicht vorhanden und erbliche Dispositionen wären durch diese ebenfalls beherrschbar.

Bewegung und Ernährung verhindern altersbedingten Verschleiß?

Sind Sie da sicher?

Warum nennt man diesen Verschleiß denn dann altersbedingt? 

R A D I O

Viele Menschen haben so ihre Vorlieben, wohin und in welchem Ausmaß sie die Komplexität des Lebens und seines Gerüstes reduzieren und einkreisen wollen.

Lichtinsdunkle

Weil es in unserer Gesellschaft nicht normal ist, Bewegungsabläufe bewusst und gesund zu machen, sich gesund zu ernähren und zu bewegen.

Ich kenne genügend Menschen, die in ihrem Leben auf Ernährung und richtige Bewegung geachtet haben und diese Menschen haben diese Verschleißerscheinungen eben nicht. 

Wir haben das Bild des altersbedingten Verschleiß aufgrund unserer Lebensweise geprägt. Dies ist auf eben diese Lebensweise zurückzuführen und nicht auf das Alter per se. 

Ich weiß nicht, ob Sie schonmal einem "alten" Menschen zugeschaut haben, der eine Lebenslange Yogaroutine geführt hat und sich nicht hat zu sehr gehen lassen mit dem Essen als "Genussmittel". Fit wie ein Turnschuh, wie man so schön sagt. 

Es ist recht einfach, halten Sie Ihren Körper ein Lebtag in Schuss, können Sie ihn das ganze Leben genießen. 

Das ist aber nicht einfach in einer solch zügellosen Gesellschaft. 

fathaland slim

Ich bin ein zügelloser Mensch und mache nach Ihren Maßstäben wohl alles falsch, blieb aber bisher von altersbedingtem Verschleiß verschont, trotz meine achtundsechzig Lenze.

Lichtinsdunkle

"nach Ihren Maßstäben wohl alles falsch"

Ich glaube nicht, dass Sie tatsächlich einschätzen können, was meine Maßstäbe sind. Dafür habe ich hier nicht genug preisgegeben. Maßstäbe an sich sind auch nicht immer gleich anwendbar. 

Nun, Sie haben einen Vorteil: Sie sind ein kreativer Mensch. Sie sind Musiker. Musik ernährt die Seele. Ein freiheitlicher Mensch, der seinen eigenen Weg gegangen ist. 

Hätten Sie Ihren Lebensstil als Angestellter in vielleicht sogar in praktischer Tätigkeit gehabt, sähe das ganz anders aus.

Ich glaube Sie unterschätzen die Kraft des Geistes. 

Ein Mitglied meiner Familie, Jahrgang 1910, sein Lebtag getrunken und geraucht, aber wacher Geist, sehr reflektiert und Zeit seines Lebens im Symphonieorchester, entsprechend Musiker gewesen. Hat es bis auf wenige körperliche Gebrechen bis 93 gebracht. 

Wie ich schon sagte, es sind viele Parameter, die zusammenkommen. Nicht alles ist auf alle anwendbar. 

fathaland slim

Ich glaube nicht, dass Sie tatsächlich einschätzen können, was meine Maßstäbe sind. Dafür habe ich hier nicht genug preisgegeben. Maßstäbe an sich sind auch nicht immer gleich anwendbar. 

Ich beurteile Ihre Maßstäbe lediglich nach den Worten Ihres Kommentars, auf den ich antwortete. Worte, die Sie mit dem Kommentar, auf den ich jetzt wiederum antworte, wieder relativieren.

schabernack

➢ Altersbedingter Verschleiß wäre durch richtige Ernährung und Bewegung nicht vorhanden.

Altersbedingter Verschleiß ist immer vorhanden, und der beginnt nicht erst im Alter von 60 Jahren, sondern viel früher. Wäre es anders, würden 50 bis 90-Jährige bei Olympia um die Goldmedaille rennen.

gelassenbleiben

Ja man kann viel machen. Als ich vor 10 Jahren Probleme mit Hüfte und Rücken hatte, hat mir meine Ärztin ein DinA4 Blatt mit Rückenübungen gegeben ( Horst Evers hat auch ein schönes Stück darüber gemacht) und ich bin zum Rückensport gegangen. Gegen die Schmerzen im Knie half gelenkschonender Muskelaufbau (radfahren). 

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1970JohnDoe

Wenn ich eines wirklich nicht brauche, dann sind das ihre Ratschläge. 

goe101

Sie müssen sie ja nicht annehmen.....

rolato

@gelassenbleiben

Wenn ich eines wirklich nicht brauche, dann sind das ihre Ratschläge. 

Sie müssen auch keine annehmen, nur Ihre Bemerkungen sind ohne Inhalt. Sie liefern entweder nur Zustimmung oder Ablehnung zu einem Kommentar. Bei Ihnen fehlen Meinungen und Fakten. Solche Spielchen betreiben leider einige Foristen hier! 

schabernack

➢ Wenn ich eines wirklich nicht brauche, dann sind das ihre Ratschläge.

Das war gar kein Ratschlag. Woher sollte auch irgendwer hier wissen, dass, und wenn ja, unter welchen physiotherapeutisch zu behandelnden Leiden Sie leiden.

Das war subjektiv das, was wem anderes in seiner Situation geholfen hat.

Miauzi

Einfach nur "Radfahren" ist aus therapeutischer Sicht viel zu ungenau!

In meiner Reha-Kur nach meiner Hüftgelenk-Op sollte ich auf das Fahrrad-Ergometer - was ja dem "normalen" Fahrrad entspricht.

Das ging aber quasi "nach hinten los" - denn da war ja noch ein 18 Moante alter Bandscheiben-Vorfall im Lenden-Wirbel-Bereich ... der triggerte massive Knie-Schmerzen. Warum? -> die Sitz-Position!

Also wurde ich auf das KNIE-Ergometer gesetzt - die halb liegende Sitz-Position "beruhigte" die Wirbelsäule ... und ich konnte mit dem Muskel-Aufbau halbwegs schmerzfrei beginnen.

Also bitte - keine pauschalen Ratschläge von einem Laien ... viele ältere Menschen haben multiple Beschwerde-Bilder - da muss man sehr gezielt vorgehen!

schabernack

➢ Das ging aber quasi "nach hinten los" - denn da war ja noch ein 18 Moante alter Bandscheiben-Vorfall im Lenden-Wirbel-Bereich ... der triggerte massive Knie-Schmerzen. Warum? -> die Sitz-Position!

Bei Ihnen sind das mehrere Beschwerden an unterschiedlichen Orten im Bewegungsapparat. Die wirken alle aufeinander ein, aber das ist nicht immer so mit «nur Hüfte».

Bei meinem Vater waren es Nachwirkungen von sehr schweren Verletzungen als Soldat in WK2. «Schwere Beschwerden» mit Rücken, Hüfte und Knie(n) werden Sie bekommen.

Haben was weiß ich wie viele Ärzte zu ihm gesagt.
War aber nicht so - war nur Hüfte.

Miauzi

Mein Vater gehörte mit Jahrgang 1930 zu "Hitlers letztem Aufgebot" - quasi von der HJ direkt an die Front.

Er hatte wirklich Glück - dass der Verband noch vor dem Einsatz an der Ostfront (Gebiet Görlitz) aufgelöst wurde - der Jahrgang über ihm wurde wenige Wochen zurvor bei einer "Gegenoffensive" dort verheizt.

Seine Rückenschäden stammen aber von der Arbeit als Jugendlicher in der Landwirtschaft - die bauern und Kechte waren ja in Wehrmacht und Waffen-SS an der Front - da wurde er kein Flak-helfer sondern wie viele anderen als "Knecht"-Ersatz auf die Höfe geschickt.

So lernte er z.B. mit einem Pferd das pflügen ... das tragen der schweren Kornsäcke hat ihm den Rücken dauerhaft kaputt gemacht. 

Sein Orthopäde behandelte ihn wegen seiner Knie-Schmerzen - dass das Hüftgelenkt inzwischen laut knirschte - weil die Knochen ohne "Schmierung" waren - übersah er aber.

Bei der Reha nach seiner Hüft-OP habe ich ihn für 5 Wochen begleitet - war vor 20 Jahren

 

Kaneel

Aus dem Post von "gelassenbleiben": "Gegen die Schmerzen im Knie half gelenkschonender Muskelaufbau (radfahren)."  Darin sehe ich eine Beschreibung dessen, was dem (!) User u.a. geholfen hat, keinen Ratschlag oder gar eine Verallgemeinerung. Sie schreiben, dass Ihnen eine Hüft-OP geholfen hat, ein Fahrrad Ergonmeter für Sie (!) kontraproduktiv war, aber ein Knie-Ergometer nützlich. Auch das ist vermutlich nicht auf jeden Menschen mit Athrose übertragbar.

Meine persönlichen Erfahrungen (nicht übertragbar!) hinsichtlich des Radfahrens sind, dass ein Knie muckt, wenn ich längere Zeit nicht gefahren bin und es dann nicht ausreichend ruhig angehen lasse. (z.B. weil ich es gerade eilig hatte) Bisher sind die leichten Schmerzen glücklicherweise nach ein paar Tagen jedes Mal wieder verschwunden. 

Ich bin davon überzeugt, dass unser Körper lange Zeit vieles an Fehlhaltungen, Bequemlichkeiten oder Überlastungen kompensieren kann, aber irgendwann kann es zum schmerzhaften Streik kommen.

Kaneel

Sorry: Arthrose. 

Miauzi

Das dies nicht auf jeden übertragbar ist - brauche ich gar nicht ergänzen - das sollte eigentlich als Kontext von alleine verstanden werden.

Nein - der Körper kann es nur scheinbar kompensieren - die Schäden sammeln sich an ... bis es zum Knall kommt wie bei mir.

Durch meinen sehr leichten Hüftschief-Stand (kaum 1 cm) hat sich 30 Jahre lang eine Fehlbelastung der Bänder (Lenden-Wirbel-Säule zu Hüfte) aufgebaut - die dann sich in einem ziemlich heftigem ISG-Syndrom äußerten.

Der Bandscheiben-Vorfall war dann quasi ein Kolateral-Schaden - weil ich vor Schmerzen weder Liegen noch stehen noch sitzen konnte.

Pride

"Wenn ich lange nicht gefahren bin" wegen Krankheit, ist es bei mir auch so, dass ich das Fahrradfahren anfangs entprechend schonend angehe, weil der Muskelabbau während der Fahrradpause doch enorm ist. Bei langer Pause könnte der aber nur vorübergehende, weil ansonsten hinderlich im Muskelaufbau, Einsatz von Bandagen kommen, bis die Muskeln doch schon wieder schnell zur Knieschonung aufgebaut sind. Die wohltuende Wirkung der schnell entstehenden Gelenkschmiere beim Fahren ist auch nicht zu unterschätzen

 

Pride

Natürlich muss das Fahrradfahren passgenau sein. Und für Knie und Rücken ist die Einstellung der auch richtigen Fahrradgrösse für die richtige Körperhaltung absolut wichtig. Mensch muss sich da schon gut informieren und selber ausprobieren.

Miauzi

Ja toll - natürlich wäre eine Physio-Therapie besser als eine Operation bzw. den Austausch des Gelenkes.

Nur dann dürften nicht die deutschen Krankenkassen die Physio-Therapie flächendeckend kaputt machen!

Ich bin seit vielen Jahren in Behandlungen wegen diverser Probleme - quasi ab dem Oberkopf bis hinunter zu den Knie und erlebe - wie die KK den Orthopäden immer weniger Behandlungen (vor alle. Manuelle Theraphien) gestatten 

und parallel dazu die (bezahlte) Behandlungszeit in den Physio-Praxen immer kleiner wird ... inzwischen ist eine einzelne Behandlung so kurz - dass sie aus therapeutischer Sicht gar keinen Sinn mehr ergibt!

Letztlich blieb mir keine Wahl ... vor 6 Wochen habe ich mein rechtes Hüftgelenk "austauschen" lassen.

 

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Nettie

Es ist halt ein Hauen und Stechen um den Zugang zu den ‚Geldtöpfen‘ der Keks. Und wer die stärkste Lobby hat, ‚gewinnt‘.

Die Patienten verlieren bei diesem ungleichen Kampf allerdings immer.

Miauzi

Neben den Patienten verlieren auch die Physio-Therapeuten ... denn diese bezahlen ja ihre "Zulassungs-Lehrgänge" (nebst Wiederholungs-Prüfungen) selbst aus ihrer eigenen Tasche - obwohl sie Angestellte einer Praxis sind.

Das Ungleichgewicht zwischen Verdienst und Lehrgangsgebühren wird immer größer ... nicht wenige entscheiden für sich - dass es sich nicht mehr rechnet ... also fehlen immer mehr Therapeuten.

Als Folge: Die Praxen können keine Neu-Patienten mehr annehmen - weil sie mit ihrer Kapazität längst bei 100% sind.

Patienten (Mitglieder der gesetzlichen KK) die über genügend private finanzielle Mittel verfügen - bezahlen einen Therapeuten inzwischen direkt "in die Hand" ... da kann man auch die Länge einer Behandlung nach therapeutischen Gesichtspunkten festlegen!

Nettie

Korrektur: ‚Geldtöpfen‘ der Krankenkassen

harry_up

"Letztlich blieb mir keine Wahl ... vor 6 Wochen habe ich mein rechtes Hüftgelenk "austauschen" lassen."

Ich bin ziemlich sicher, dass Sie sich bald fragen werden, warum Sie das nicht früher haben machen lassen.

Alles Gute!

Miauzi

Das Gelenk selbst hat faktisch gar nicht geschmerzt - das eigentliche Problem war ein 18 Monate zurück liegender Bandscheiben-Vorfall im Lenden-Wirbel-Bereich - der verhindert das ich auf dem Rücken liegen kann.

Um das aber zu therapieren hat sich dann das Hüftgelenk als Hindernis erwiesen ... vor 20 Jahren hätte mir ein Orthopäde noch die für den konservativen Weg (also ohne Operation) nötigen Behandlungen verordnen können/dürfen.

Heute geht das leider nicht mehr ... also um den Bandscheiben-Vorfall (einer Operation wurde auch vom Neuro-Chiro abgeraten) dauerhaft in den Griff zu bekommen - musste das Hüftgelenk heraus.

Schon am Ende der Zeit in der Reha-Klinik zeigte sich - dass dies der Lösungsweg für mich ist.

Bahnfahrerin

Das kann ich bestätigen. Musste mit chronischen Rückenschmerzen damals regelrecht um magere 6 Einheiten betteln und das bei mehreren Ärzten. 
Und ein Freund von mir sollte nach einem Bandscheibenvorfall mit 6 20-minütigen Einheiten abgespeist werden… derweil hätten die in beiden Fällen mehr geholfen als die viel teureren Arztbesuche…

Miauzi

20 min waren mal ... früher ... inzwischen ist man bei 15-18 min angelangt - die die KK bezahlen

Bahnfahrerin

Das ist dann wirklich ein Witz. Ich kenne noch die 20 Minuten was aber wohl daran liegt, dass ich meine Physio-Einheiten seit 10 Jahren immer selbst bezahlt hab …

schabernack

➢ Letztlich blieb mir keine Wahl ... vor 6 Wochen habe ich mein rechtes Hüftgelenk "austauschen" lassen.

Mein Vater hat das vor Jahrzehnten auch machen lassen. Ca. 3 Monate hat es gedauert, in denen er unsicher (auf den Beinen) war. Nach der OP gibt es ja den Zeitraum mit Bewegungs-Einschränkungs-Verordnung gegen Fehlbelastung des Implantats.

Danach war er so was wie 10 Jahre jünger. Konnte er wieder Fahrrad fahren ohne Schmerzen beim Aufsteigen über das Oberrohr vom Herrenrad. Fahrrad mit Tiefeinstieg wollte er ja nicht …

Bei allen (älteren) Menschen, die ich kenne mit «Neue Hüfte» war oder ist es wie einst bei meinem Vater. Mit oder ohne Fahrrad.

«Hätte ich mal besser was früher gemacht».
So was hat er mal gemurmelt … der Vater.
Auch bei Ihnen ist die Wahrscheinlichkeit hoch,
dass Ihre Hüft-OP zu Ihrem Guten ist.

Miauzi

Ich wurde 6 Stunden nach meiner Operation von den Physios aus dem Bett gebeten für die ersten Gehübungen. 6 Tage nach der OP konnte ich bereits die Treppen bis ins 3. OG alleine steigen ... hochgetragen hätte mich ja sowieso niemand.

Die Reha begann zwei Wochen nach der OP - bereits nach 1 Woche habe ich die Unterarm-Stützen weglassen können - bin mit Erlaubnis vom Chefarzt zu meinen Nord-Waking-Stöcken gewechselt ... weil ansonsten eine alte "Sache" mit meinem Schultergelenk aufgebrochen wäre.

Nach 2 Wochen Reha Treppensteigen im Wechselschritt ohne Probleme ... in der Reha-Klinik waren sowieso 50% der Fahrstühle dauerhaft kaputt - also 6-7 mal am Tag vom Keller ins 3. OG.

Ja - ich bin 62 - viele Patienten dort viel älter und nicht wenige haben zu lange gewartet mit der Operation - da waren Fälle mit 9 Wochen die immer noch kaum laufen konnten.

Die 3-6 Monate braucht der Bänder- und Muskel-Apparat sich um den Op-bereich zu regenerieren - darum die Einschränkungen!

Miauzi

Speziell zu den Einschränkungen:

Da ja u.a. die Gelenk-Kapsel aufgeschnitten und die Bänder/Muskeln beiseite gedrückt werden - ist für die ersten Monate der Bewegungsbereich eingeschränkt.

Daran sollte man sich wirklich auch halten - weil ansonsten der Gelenk-Kopf aus der Pfanne springen kann ... was dann ein neues Gelenk bedeutet oder im schlimmsten Fall gar kein Gelenk mehr!

Durch den Bandscheiben-Vorfall kann ich nur sehr eingeschränkt auf dem Rücken schlafen ... durch die OP MUSSTE ich 1 Woche nur auf dem Rücken liegen ... die Schmerzen hatte ich im Knie (die Bandscheibe reizt den Nervenkanal für das Knie)

Und ich durfte (rechts operiert) nicht auf der linken Seite liegen ... Kniekeile hatte man früher dazu verwendet - davon ist man abgekommen - die Gefahr das der Kopf aus der Pfanne geht ist gerade nach der OP viel zu groß (ich hatte dazu längere Gespräche mit den Fachärzten die mich operierten!)

Auf der operierten Seite schlafen? Erst nach 4-5 Wochen möglich - stundenweise.

Sisyphos3

also mein Schwager 85 fühlt sich seit seiner Hüft OP wie Neugeboren

wie es anderen hilft ??

ihm hat es geholfen !

Montag

Ein Schritt in die richtige Richtung. Wenn das in Dänemark funktioniert, funktioniert das bei uns auch.

Allen Betroffenen: Mögen diese Maßnahmen Ihnen helfen. Gute Gesundheit.

Nettie

„Damit nicht zu voreilig operiert wird, können Patientinnen und Patienten sich vor Knieendoprothesen bereits eine Zweitmeinungeinholen, ab Juli dieses Jahres gilt das auch für Hüftendoprothesen.“

Das sollte  grundsätzlich bei allen OPs gelten (und hätten Patientinnen und Patienten schon immer können sollen).

Account gelöscht

Zitat:

"In Deutschland reicht die Palette der Therapien von Wärmebehandlung über Ultraschall und Elektrotherapie bis hin zu Massagen. Nichts davon ist qualitätsgesichert auf seine Wirkung bei Knie- und Hüftarthrose untersucht." 

Also in Deutschland wird bislang Kniearthrose nach dem Motto therapiert: jeder macht was er will, wenn er kann, weil er darf, wenn jemand es bezahlt?

Mein kostenloser Tipp : Radfahren! 

pasmal

evidenzbasierter Physiotherapie gegen Arthrose
Is das am Ende nicht nur die Fortführung der Einsparungspolitik, nach den Krankenhausschließungen, nun Einsparungen durch Keine künstlichen Gelenkeinsetzungen? Evidenzbassierte Methode ist also nix anderes als ein Fachbegriff für, es wird nix mehr gemacht bei den Knochen der Alten. Wären ja eh keine Krankenhäuser mehr da, die das machen könnten. 

draufguckerin

Das Operieren von Menschen mit orthopädischen Problemen hat überhand genommen. Fachärzte verschreiben nicht gerne Physiotherapie, weil das negativ auf ihr Budget drückt. Statt dessen gibt es Schmerztabletten und Salben, wenn die nicht mehr helfen, wird die Operation vorgeschlagen.  "Mein" Orthopäde hat mir deutlich gesagt, dass nach drei Physio-Verordnungen (d.h. innerhalb von 2 Jahren insgesamt 3x6 Behandlungen à 20 Min) Schluss ist. 

Schmerztabletten will ich nicht wie Brot essen, deshalb nehme ich jetzt Physio "schwarz" bei einem Ruheständler, der das sehr gut macht. Ich muss dafür genausoviel bezahlen wie Privatversicherte, nur die Steuer (Umsatzsteuer?) spare ich dabei. Ich finde das ziemlich üppig, aber anders geht es nicht. Ich bin Kassenpatientin, eine Privatversicherung würde viel teurer. Zusätzlich mache ich jeden Tag Übungen zu Hause, denn eine Operation will ich unbedingt vermeiden.

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rolato

Das Operieren von Menschen mit orthopädischen Problemen hat überhand genommen. Fachärzte verschreiben nicht gerne Physiotherapie, weil das negativ auf ihr Budget drückt.

Das kann ich nicht bestätigen. Bei meiner Rhizarthrose habe ich Physio bekommen. Diese Übungen mache ich zu Hause weiter und haben die Beschwerden auf ein erträgliches Maß gesenkt. Ebenso bei Schnappdaumen plus 2 mal Cortison. Schnappdaumen ist weg! Die Ärtzin hat mir eine OP als letztes Mittel empfohlen!

Zusätzlich mache ich jeden Tag Übungen zu Hause, denn eine Operation will ich unbedingt vermeiden.

Eine Mitwirkungspflicht seitens des Patienten ist wohl selbstverständlich.

draufguckerin

Wunderbar, dass Sie Ihre Rhizarthrose im Griff haben. 

Ich selbst habe abgenutzte Wirbel im Hals-Nacken-Bereich mit Ostheophytenbildung, zusätzlich verstärkt durch zwei Fahrradunfälle mit Landung auf dem Kopf (Hals-Wirbel-Syndrom). Das ist an sich keine große Sache, aber an die daraus resultierenden Verspannungen im Rücken komme ich alleine nicht ran. 

Meine Mobilisationsübungen  mache ich selbstverständlich täglich. 

Miauzi

Den Fachärzten wird ihr Buget für die Physio-Therapie von den KK immer mehr zusammen gestrichen!

Die würden viel lieber statt einer Operation ihren Patienten die NOTWENDIGEN Behandlungen verschreiben ... dürfen sie aber nicht!

Und den Physio-Praxen werden die Zeizten für diese Behandlungen immer mehr GEKÜRZT ... inzwischen unterhalb eines Zeitrahmens in dem diese behandlung überhaupt noch einen therapeutischen Sinn macht.

 

draufguckerin

Das ist auch meine Erfahrung, und das ist eben schlecht. Vermutlich würden mit rechtzeitiger Physiotherapie manche Verschlimmerungen gar nicht erst auftreten.

Miauzi

Definitiv - denn die verstärkte Abnutzung meines Hüftgelenkes ist laut meines Orthopäden und meiner Physio-Therapeutin auf die Fehlhaltung zurück zu führen - die mit der Bandscheiben-Vorfall "eingebracht" hatte.

pasmal

Es muss unbedingt am Krankensystem eingespart werden. Was will man auch mit lächerlichen ca 240 Milliarden jährlicher Krankenkassengebühren durch die arbeitende Bevölkerung, groß machen. Das reicht nicht vorne und nicht hinten…(wenn man die Kohle zum Großteil für ganz anderes wegnimmt)

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werner1955

Ja so ist es. 

Die Leistungserbrinnger sin die letzten die etwas davon erhalten. 

draufguckerin

Zwei meiner Freundinnen haben berufs-/belastungsbedingt je eine Arthrose, die eine im Knie, die andere in den Fingern. 

Kniearthrosen sind sehr schmerzhaft und behindernd, weil jeder Schritt weh tut. Bei einer Arthrose in den Fingern kann man sich oft kaum noch anziehen, weil man kaum knöpfen kann. 

Als Therapie haben beide Schmerztabletten bekommen, dann wurde beiden eine OP angeboten. Auf eigene Kosten bekommt jetzt eine Hyaluron-Spritzen ins Knie, die andere bekommt Röntgenstrahlung auf die entzündeten Gelenke.  Ein "neues" Knie oder eine Versteifung der Finger wären kostenfrei für sie, aber wer will das? Wer möchte das Risiko des Misslingens mit lebenslangen Folgen tragen?

 

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Sisyphos3

Wer möchte das Risiko des Misslingens mit lebenslangen Folgen tragen?

 

sorry

aber das Leben erscheint mir in jedem Fall ein Risiko

Garantien gibts kaum, letztlich muß jeder nach seinem Bauchgefühl urteilen

Coachcoach

GLA:D ist sicherlich hilfreich, aber nur ein Ansatz. Mehr in die Richtung wäre hilfreich, nicht nur für Knie und Hüfte, sondern auch für die Wirbelsäule - wenn ich sehe, wie oft falsch gehoben und gesessen wird - fürs Atmen, die Schultern und Füße (Gruß an die Frauen) u.v.m.

Herr L. aus B. sollte massiver reformieren.

H. Hummel

Ich war vor vielen Jahren wegen einer Erkrankung in einigen Kliniken vorstellig. Tenor: an einer OP führt kein Weg vorbei. Da ich ehrlich gesagt Schiss hatte, suchte ich daher weiter nach Alternativen … und fand sie schließlich in einer Knappschaftsklinik. Nach 3 Wochen Behandlung und 4 Wochen Reha bin ich heute noch, nach über 20 Jahren, beschwerdefrei.

Ich will , auch aus Kenntnis weiterer Fälle, nichts unterstellen; aber es drängt sich mir der Verdacht auf, dass es vielfach eher um das füllen der Belegbetten geht als um den Patienten.

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Coachcoach

Mir wollte der Chefarzt schon 1965 beide Beine amputieren - der Oberarzt rettete mich bzw. meine Beine, auf denen ich noch heute gehe.

Und das ist gut so - trotz allem.

Lichtinsdunkle

"Ich will , auch aus Kenntnis weiterer Fälle, nichts unterstellen; aber es drängt sich mir der Verdacht auf, dass es vielfach eher um das füllen der Belegbetten geht als um den Patienten."

Ich denke es ist kein Geheimnis, dass Gesundheit ein enorm kapitalstarker Markt ist. Und dementsprechend gibt es zweifelhafte Anreize für zweifelhafte Menschen, die zweifelhafte Maßnahmen anbieten.

Die englische Sprache ist  da ein wenig ehrlicher und spricht von "health industry"

Parsec

" "GLA:D" steht ursprünglich für "Good Life with osteoArthritis in Denmark" "

Es wäre so einfach: man tausche "Denmark" gegen "Deutschland" aus, gibt zwar 'nen Sprachmix, aber man könnte sich etwa Gutes vom Grenznachbarn abgucken. 

"Das primäre Ziel von GLA:D® besteht darin, internationale Best Practice Richtlinien umzusetzen", so zu lesen auf der deutschen GLA:D-Seite: https://glad-deutschland.de/fuer-patienten/

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Nettie

„… aber man könnte sich etwa Gutes vom Grenznachbarn abgucken.“

Gutes ‚abgucken‘ könnte man sich nicht nur vom Grenznachbarn, sondern von überall. Und sollte man auch.

werner1955

Behandlung mittels Physiotherapie?
Leider nicht immer sinnvoll möglich. Auch hier fehlen Fachkräfte.  Wer 6 Monate auf eine Termin wartet, oder einen Unfal hatte hoff dann auf eine Op. 

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rolato

Behandlung mittels Physiotherapie?
Leider nicht immer sinnvoll möglich. Auch hier fehlen Fachkräfte.  Wer 6 Monate auf eine Termin wartet, oder einen Unfal hatte hoff dann auf eine Op. 

Das nehme ich Ihnen nicht ab das man für einen Physiotermin 6 Monate Wartezeit benötigt!

Alm Huck

Och, je nachdem, wo Sie wohnen, können sechs Monate ein kurzer Zeitraum sein...

rolato

Mag sein, nur habe ich obwohl ich schon verschiedenste Wohnorte hatte, in weniger als 8 Wochen einen Termin bekommen. Wenn man auf Helgoland wohnt oder auf den Halligen kann es schon sein. Der Forist der das meinte wohnt aber in Düsseldorf.

Alm Huck

Danke für Ihren Hinweis und ein schönes (unfall- und schmerzfreies) Wochenende. 

rolato

Danke ebenso-:)

werner1955

, in weniger als 8 Wochen einen Termin?

GKV oder privat?

werner1955

Leben Sie in der Großstadt? 
Dann vieleicht. 
 

Lichtinsdunkle

Natürlich ist Physio und einiges besser als ein Eingriff, jedoch sollte man es garnicht erst dazu kommen lassen. Das ist nicht erst seit gestern bekannt.

Mit der richtigen Ernährung, richtigen Bewegungen, täglichem Dehnen und Gymnastik wäre dies eine weitere Zivilisationserscheinung die es nicht gäbe. Ist nur leider für viele Menschen unvorstellbar, dass das Gros der eigenen Gesundheit in den eigenen Händen liegt und nicht bei der "Autorität" im weißen Kittel. 

Dafür fehlt uns aber leider auch gesamtgesellschaftlich das nötige Wissen, wie man atmet, steht, geht, sitzt, isst, sich motiviert, gute Routinen etabliert, Komfortzonen zuvorkommt, schläft, im allgemeinen konsumiert, dem eigenen Ego widerspricht und misstraut. All das und noch mehr gehört dazu Mensch zu sein, doch aus gesellschaftlicher Sicht leben wir lieber in den Tag hinein, dies sei unser Charakter und Gesundheit sei reine Glückssache. Bequemlichkeit kommt noch oben drauf.

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rolato

Ist nur leider für viele Menschen unvorstellbar, dass das Gros der eigenen Gesundheit in den eigenen Händen liegt und nicht bei der "Autorität" im weißen Kittel. 

Das nennt man Mitwirkungspflicht des Patienten.

Lichtinsdunkle

Und nun? Ändert das irgendetwas? Nein.

Darüber hinaus sollte diese Sorgfalt über die Weisungsbindung des Arztes hinausgehen. 

Beides ist nicht der Fall. Da kann es zehnmal eine Mitwirkungspflicht geben. 

rolato

Und nun? Ändert das irgendetwas? Nein.

Doch, manche halten sich aber daran auch wenn es die wenigsten sind!

Ich brachte lediglich zum Ausdruck das es diese Pflicht gibt, nicht wie oft diese eingehalten wird und ob es ohne oder mit Weisungsbindung geht.

 

Lichtinsdunkle

"Doch, manche halten sich aber daran auch wenn es die wenigsten sind!"

Vielleicht war meine Aussage missverständlich: 

"Ist nur leider für viele Menschen unvorstellbar, dass das Gros der eigenen Gesundheit in den eigenen Händen liegt und nicht bei der "Autorität" im weißen Kittel."

Natürlich gibt es welche, die sich daran halten. Aber der Großteil eben nicht, weshalb ich den Vermerk auf die Mitwirkungspflicht als irrelevant erachte. 

Sie schrieben:

"Das nennt man Mitwirkungspflicht des Patienten."

Ich habe nicht gesagt, dass es diese nicht gäbe. Ich habe gesagt, dass die meisten Leute gern Lösungen inform von Medikamenten oder Therapien bekommen, ohne dabei irgendetwas selbst leisten zu müssen. Und ich glaube da sind wir der gleichen Meinung. 

Ich bleibe also bei meinem "es ändert wenig bis nichts."