An einem Kaffee-Vollautomaten in einer Reparaturwerkstatt werden elektronische Messgrößen ermittelt (Archivbild).

Ihre Meinung zu Neue Rechte für EU-Verbraucher: Reparieren statt wegwerfen

Ein Gerät geht nach genau zwei Jahren kaputt und es ist günstiger, ein neues zu kaufen, als es reparieren zu lassen? Das soll durch ein neues EU-Gesetz künftig anders werden. Von Paul Vorreiter.

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121 Kommentare

Kommentare

Nettie

Reparieren statt "wegwerfen" ist zwar nicht nur im Sinne der 'Verbraucher' - also aller Menschen - und des vernünftigen bzw. 'wirtschaftlichen' (heißt: ressourcenschonenden) Wirtschaftens bzw. Umgangs mit den im Moment gegebenen ('vorhandenen') Ressourcen ihrer gemeinsamen Existenzgrundlage Erde, aber 'systembedingt' leider nicht in dem derer, denen es nicht um deren Bewahrung, sondern ausschließlich um ihren eigenen kurzfristigen - und daher nur vermeintlichen - 'Profit' geht.

Nachfragerin

"'Unsere Handys, Laptops und Waschmaschinen können wir in Zukunft einfacher, schneller und kostengünstiger reparieren', lobt die Grünen-Europaabgeordnete Anna Cavazzini die neuen Regeln."

Das ist derzeit noch Zukunftsmusik. Erst einmal müssen die EU-Länder diese neuen Regeln umsetzen. Und dann wären Kontrollen nötig, ob diese Regeln auch eingehalten werden. 

Handydisplays sind verklebt und Elektrogeräte irreversibel geklickt oder mit Einwegschrauben verschlossen. Die Hersteller werden auch in Zukunft alles tun, um dem Endkunden einen Neukauf aufzuzwingen. 

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Juwa

Neben Kontrollen sind auch saftige Strafen notwendig. Ich denke so an Geldstrafen im Bereich von 5% des Jahresumsatzes oder sogar mehr.

Nettie

Statt Kontrollen und Strafen wäre im digitalen Zeitalter auch einfach nur völlige Transparenz bezüglich aller Datenflüsse innerhalb der Wirtschaft, die den kommerziellen Bereich betreffen (also alle Bereiche des öffentlichen Gemeinwesens, in dem Geld fließt, also nicht den rein privaten) möglich. Und vor allem zielführender.

Seebaer1

"Nationaler Reparaturfond"- Schon für dieses Wort hat sich der Aufwand gelohnt. Denn sonst sehe ich eigentlich keine wirklich signifikante Veränderung der Situation. Wie bisher werden Waschmaschinen repariert und Wasserkocher ausgetauscht. 

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D. Hume

 Welcher Aufwand? 

Verlängerung der ges. Gewährleistung, kostengünstige Reparatur nach Ablauf eben jener, technische Vereinfachung der Gehäuse, damit Bastler wieder Spaß haben können etc.

Meiner Meinung nach sind das signifikante Verbesserungen zum Status quo.

Wolf1905

„Die neuen Regeln machen es auch Tüftlern und Bastlern leichter, selbst wieder ein Produkt zu reparieren. Das beginnt bereits bei der Entwicklung der Produkte. Hersteller werden verpflichtet, darauf zu achten, dass die Produkte reparaturfreundlich sind, also keine Hindernisse bei Soft- oder Hardware eingebaut sind, die es schwierig machen, die Geräte mit handelsüblichen Werkzeugen zu öffnen.

"Unsere Handys, Laptops und Waschmaschinen können wir in Zukunft einfacher, schneller und kostengünstiger reparieren', lobt die Grünen-Europaabgeordnete Anna Cavazzini die neuen Regeln.“

Dann gutes Gelingen! Wenn das Leute versuchen, das defekte Gerät zu reparieren und noch mehr Schaden anrichten als vorhanden ist (auch das kommt vor!), erlöschen i. d. R. die Garantieansprüche. Da muss ein Hersteller nicht mehr den ganzen Schaden kostenlos reparieren.

Bei den vielen Produkten, die aus China kommen, kann man das ja mal versuchen, aber ich bin skeptisch, ob das wirkt.

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BILD.DirEinDuHättestEineMeinung

Sie wissen schon, dass sie innerhalb der Garantie die Reparaturen nicht selbst vornehmen müssen?

Dazu, oder zum Tausch des Gerätes oder zur Rückabwicklung des Kaufvertrages ist der Verkäufer verpflichtet!

Wolf1905

Ja, das weiß ich natürlich. Ich habe Bezug genommen auf die Aussage der Grünen-Abgeordnete Frau Cavazzini, die von eigenen Reparaturen gesprochen hat (so habe ich deren Aussage auf „Tüftler / Bastler“ verstanden) - und da geht der Schuss schnell nach hinten los, weil man Rechte verwirkt.

fathaland slim

Aber wer bastelt denn bitte an einem Gerät innerhalb der Garantiezeit herum? Deuten Sie die Aussage von Frau Cavazzini wirklich so, daß man das tun sollte?

FakeNews-Checker

Dieses  Gesetz  ist  an  Naivität  nicht  zu  überbieten.  Entweder  Händler  oder  Hersteller  verlangen  so  hohe  Reparaturkosten,  daß  die  Verbraucher  freiwillig  auf  eine  Reparatur  verzichten  und  lieber  kostengünstig  neu  kaufen.  Oder  wenn  das  Gesetz  zu  niedrigen  Reparaturkosten  zwingt,  dann  werden  da  die  nächsten  Sollbruchstellen   bei  der  Reparatur   eingebaut,  die   das  Gerät  zum  Dauerreparaturfall  und  Kostengrab  machen.

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hans-rai

So ist es! Ohnehin gibt es die Handwerker, Techniker usw., die man dafür bräuchte, überhaupt nicht. Um kostengünstig reparieren zu können, müsste man im Niedriglohn-Niveau arbeiten. Schon ein Akkutausch für das Handy bei Saturn Fehlanzeige. Kein Mitarbeiter mehr im verwaisten Reparatur-Shop am Eingang. 

TeddyWestside

"Entweder Händler oder Hersteller verlangen so hohe Reparaturkosten, daß die Verbraucher freiwillig auf eine Reparatur verzichten und lieber kostengünstig neu kaufen. "

Das ist der Status quo. Genau dagegen soll das Gesetz ja vorgehen, steht auch im Artikel. Ob das so funktioniert, bleibt abzuwarten, da bin ich auch skeptisch. Den plakativen Vorwurf kann ich aber nicht nachvollziehen...

FakeNews-Checker

Läuft  aber  zum  Wachstums-Mantra  komplett  konträr.

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Nettie

Was genau verstehen Sie unter "Wachstum", bzw. das von was genau?

Nachgedacht

//Und dann kamen die Erfindungen, die eine Reparatur fast unmöglich gemacht haben. Da hätte gleich gegen angegangen werden sollen.

Aber die Hersteller waren/sind ja sowas wie "heilige Kühe", denen man möglichst wenig in die Suppe spucken wollte.//

 

Ist das jetzt infantile Naivität oder das von Ihnen gewohnt phrasenhafte Draufgehaue auf die bösen Kapitalisten? Denn deren "Erfindungen, die eine Reparatur unmöglich machen" nutzen Sie ja vermutlich ganz gerne. 

Mit an Sicherheit grenzender Wahrschnlichkeit werden auch Sie haben Ihren Röhrenfernseher schon vor Jahren gegen ein internetfähiges LED-Gerät getauscht haben.  Sie nutzen Smartphone und PC, haben in der Küche vermutlich einige elektrische Helferlein wie Microwelle, Geschirspüler u.a.m.

Wie viele Ihrer Haushaltsgeräte haben Sie 1985, 1995 oder 2005 wirklich repariert? Und warum verzichten Sie jetzt nicht konsequenterweise auf Geräte, die Sie nicht reparieren können und nutzen Ihre alten weiter?

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Nachfragerin

"Und warum verzichten Sie jetzt nicht konsequenterweise auf Geräte, die Sie nicht reparieren können und nutzen Ihre alten weiter?"

Weil sich irgendwann im Laufe der Jungsteinzeit Gesellschaften mit Arbeitsteilung entwickelt haben. Deshalb wohnen wir in Häusern, die wir nicht selbst gebaut haben, essen Lebensmittel, die wir nicht selbst anbauen, und nutzen Geräte, die wir nicht reparieren können.

PS: In meiner Familie sind noch einige Küchengeräte aus DDR-Produktion im Einsatz. Die wurden für Langlebigkeit konzipiert und laufen bis heute ohne Reparaturen.

BILD.DirEinDuHättestEineMeinung

Ein guter Plan!

Ich finde es schlimm dass man, auch als technisch erfahrener Mensch, oft vor Geräten steht, die schon beim Öffnen "Sollbruchstellen" aufweisen und bei denen Verschleissteile verklebt, vernietet oder anderweitig unlösbar mit dem Rest verbunden sind.

Reparierbarkeit könnte einen grossen Beitrag zur Reduzierung unseres Rohstoff- und Energieverbrauchs für die Herstellung von technischen Geräten leisten.

Wir sollten aber nicht vergessen, dass ein grosser Teil bestimmter Geräte wie Fernseher oder Smartphones nicht wegen Defekten ersetzt wird - sondern weil man ein neues, vermeintlich besseres Gerät haben möchte, oder weil z.B. Softwareupdates nur für eine "Lebenszeit" des Gerätes von teilweise 3 Jahren verfügbar sind!

Insofern sollten wir auf Aufrüstbarkeit, Updatefähigkeit achten - und den Markt für Gebrauchtgeräte stärken.

Gerade für Letzteres sind die neuen Regelungen ein Meilenstein!

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Kaneel

"Insofern sollten wir auf Aufrüstbarkeit, Updatefähigkeit achten - und den Markt für Gebrauchtgeräte stärken."

Für Verbraucher/-innen, die ein neues Smartphone allein aufgrund einer optimierten Kameratechnik kaufen, wäre es sinnvoll, wenn es möglich wäre nur diese Komponente einfach und preislich attraktiv gegenüber der Anschaffung eines Neugerätes austauschen zu können.

Giselbert

Tja, bin mal gespannt, ob und was sich da ändern wird. Heute muss man sich doch schon überlegen, ob man anstatt ein paar neue Druckerpatronen einen neuen Drucker kauft.

Und die meisten Ersatzteilpreise sind doch nur die pure Abzocke, egal ob Waschmaschine oder fürs Auto.

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Demokrat 2014

Wenn man Ersatzteile bekommt, dann ist das schon gut. Bei Elektronik muss man ganze Baugruppen ersetzen, die dann den Wert des halben Gerätes ausmachen.

TheWickedGerman

Das mit dem neuen Drucker ist ein Irrglaube. Neue Drucker kommen mit Mini-Patronen. Die Drucken villeicht 20-30 Seiten und sind dann leer, während eine normal befüllte Patrone 1000 Seiten druckt. Patronen von nem 08/15 'Tintenstrahldrucker kosten so 10-30 Eur Je nach Marke, größe und ob Farbe oder Schwarz. Dafür bekommt man keinen Drucker. Vor allem keinen gescheiten.  Und Drittanbieter Patronen, die nicht schlechter sind, bekommen man noch günstiger als die originalen. 

FakeNews-Checker

Sogar  deutsche  Markenhersteller  wie  Siemens,   Bosch  und  Miele  haben  mittlerweile  China-Ware  in  ihrem  Sortiment,  die schon  wegen  ihrer  Markt-Kurzlebigkeit  nicht  auf  Reparatur  ausgerichtet  ist.

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gelassenbleiben

Fake-News Verchecker will hier wieder verwirren

Bosch Miele und Co halten länger und da lohnt sich auch die Reparatur 

Demokrat 2014

Wenn ein z.B. Übertrager für 5€ defekt ist, muss man die komplette Steuerplatine ersetzen, weil man an Einzelteile nicht ran kommt. Kostenpunkt > 300€ ohne Einbau.

Reparatur lohnt sich in diesem Fall leider nicht. Weil Service und Baugruppentausch dann auf in die hunderte Euro gehen.

gelassenbleiben

bei meinen Miele. und Bosch geräten waren die  Reparaturen immer i) selten und ii) deutlich günstiger als eine Neuanschaffung oder Ersatz durch Billigmüll

Juwa

Schade das Reparaturrecht nur für bestimmte Geräte gilt. Am besten es gilt für alle Geräte. Aber trotzdem, das Gesetz ist bereits jetzt weitreichend. Damit es auch einen Erfolg haben wird, müssen die Verbraucher zur Reparatur bereit sein. Ich fürchte genau das wird der Knackpunkt sein warum das Gesetz nicht seine volle Wirkung entfalten wird.

Insgesamt muss jetzt das Bewusstsein für die Vorteile der Reparatur gesteigert werden, denn Reparatur bedeutet nicht nur Umweltschutz und Ressourcenschonung sondern auch Zeit- und Geldersparnis für uns Verbraucher.

franxinatra

Nach knapp 20 Jahren im Einsatz gab mein 3mix allmählich unangenehme Gerüche beim Teigkneten ab. 

Beim Nachfolger, eigentlich auch ein namhafter Hersteller, brach gut zwei Jahren der Knethaken ab, als ob der nicht aus einem Stück wäre. Ersatzteil plus Versand 15€. Neues Gerät 55€. Keine Kulanz, auf Anfrage, aber immerhin Bedauern, dass ich mit dem Service nicht zufrieden sei...

Wieder beim vorherigen Hersteller gekauft, auch wenn mittlerweile eine ganze Reihe vertrauter Marken von einem französischen Konzern 'zusammengeführt' wurden. 

Ich hoffe das Gesetz greift!

Hartmut der Lästige

Unsere Tiefkühltruhe ist über 40 Jahre alt, unser Auto 38 Jahre und die Waschmaschine auch bereits über 30 Jahre. War also früher alles besser ? Nicht unbedingt, aber die alten Geräte kann ich wegen der noch überschaubareren Technik noch selbst reparieren, was natürlich im Laufe der Zeit auch öfters geschah. Übrigens beziehen wir unseren Strom größtenteils vom Solardach, weshalb uns die etwas schlechtere Effizienz der Elektro-Geräte nicht weiter stört.

Aber die Verhältnisse von gestern, wird kein Gesetz mehr herbeiführen können.

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crumble

Die Geräte müssen schon sehr teuer oder sehr geliebt sein, damit sich die gekauften Arbeitsstunden lohnen.

Ein gebrochenes Display, geplatzter Schlauch oder leckende Dichtung lässt sich ja noch schnell finden. Alle Kondensatoren einmal durchzumessen wird schnell teuer und die Erfolgschancen hängen stark vom Jahrgang ab.

Richtig teuer wird es, wenn man dann auch noch eine neue Zertifizierung bezahlen darf. Da ist der neue gebrauchte PKW dann deutlich günstiger, als eine neue ABS-Steuerung. Wenn man Pech hat und die generische Versicherung zweifelt die Zertifizierung an, kann es dann noch mal so richtig teuer und nervig werden.

Schiebaer

Leider wird das reparieren teurer als ein neues Gerät,auch wenn es oftmals sinnvoll wäre.

Juwa

Besser als Reparatur ist, dass die Geräte erst gar nicht kaputt gehen. Das spart sogar nochmal deutlich mehr.

Das Problem, das fast alle Geräte heute haben, ist die „geplante Obsoleszenz“. Das heißt, dass die Geräte nach einer vom Hersteller fest definierten Zeit von alleine kaputt gehen. Daran hat sich die EU nicht herangetraut.

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BILD.DirEinDuHättestEineMeinung

Klingt wie eine gute Erklärung - ist aber bei genauerem Hinsehen zur Hälfte Verschwörungstheorie.

Tatsächlich machen sich Hersteller Gedanken darüber, wie lange ihre Geräte halten müssen - wegen der durchschnittlichen Nutzungsdauer. Das kann auch Ressourcen sparen!

Diese Überlegungen hängen aber eher am tatsächlichen Verbraucherverhalten, der Wunsch möglichst oft ein Gerät zu verkaufen ist m.E. da nicht maßgeblich.

Es gibt seriöse Studien, die besagen, dass viele Geräte nicht ausgetauscht werden, weil sie defekt sind, sondern weil der Verbraucher ein Neues Gerät haben möchte.

Bei bestimmten Geräteklassen wie Computern, Smartphones und Fernsehgeräten ist der Anteil der nicht wegen eines defekten Altgeräts neu angeschafften Geräte bei bis zu 90%!

Bei Haushaltsgeräten liegt es oft am Ekelfaktor...

Bei TVs, Computern und Handys ist es hier eher das Marketing, das die Produkt"lebensdauer" bestimmt!

Reparierbare Geräte können hier aber den Gebrauchtmarkt fördern - wie z.B. bei den Autos!

Glasbürger

Jetzt entdeckt man also das wieder, was es früher schon gab und völlig normal war. Mal sehen, ob das auch in anderen Bereichen des alltäglichen Lebens Schule macht. 

Demokrat 2014

Ich habe eineSpülmaschine einesNamenhaften Qualitätsherstellers. DieSpülmaschine war dann kaputt und auf der Suche nach der Ursache erkannte ich ein defektes Netzteil. Ein defekter Übertrager Kostenpunkt vielleicht 5 Euro. Bekommt man aber auf dem Markt nicht zu kaufen, weil speziell für den Spülmaschinenhersteller in Serie angefertigt! Auf der Suche nach dem kleinsten Ersatzteil kam ich dann auf die gesamte Steuereinheit für > 300 €.Ein normaler Nutzer wäre gezwungen den Service zu kontaktieren, die kommen nicht umsonst. Mutmaßlich > 200€. Die nehmen das Gerät dann vermutlich mit, und man bekommt eine Rechnung für die Baugruppe s.o. und die Einbaukosten. Ich würde schätzen alles in Summe nicht unter 700€. Da kann man schon eine neue Maschine für kaufen. Wegen einem defekt von 5€. Glücklicherweise hatte ich einen Reparaturdienst gefunden, der die von mir ausgebaute Baugruppe, per Post verschickt für 100€ reparieren konnte. Läuft wieder seit über einem Jahr,viele müssen neu kaufen

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Kaneel

Meine Waschmaschine habe ich mir von einer unabhängigen Werkstatt kostengünstig (inklusive gebrauchtem Ersatzteil) reparieren lassen. Neues Ersatzteil vom und Reparatur durch den Hersteller hätte mich ein vielfaches gekostet und hätte ich mir aus rein nachhaltigen Gründen nicht leisten wollen bzw. können. Meine Abwägung und Kalkulation wie lange die reparierte Maschine würde halten müssen damit sich die Reparatur anstatt eines Neukaufs lohnt, ging gut auf. 

wenigfahrer

Die Idee ist zwar ganz nett und auch richtig, nur wo sollen die Werkstätten herkommen und wer soll dort arbeiten, und bei den Stundenlöhnen so im Handwerk zu bezahlen sind, werden sich Reparaturen nicht immer lohnen für den Kunden.

Es fehlen Räume und Fachleute die so etwas können, das lernt man auch nicht in paar Tagen, das Problem liegt eher an den Artikeln die möglichst mit viel Gewinn gebaut werden, es gab jetzt mal im TV einen Vergleich bei einem sehr bekannten und beliebten Waschmaschinen Hersteller.

Ein Bauteil was früher 20 Jahre und mehr gehalten hat, gute schwere Qualität, wurde durch eine andere Form und Material ersetzt, das hält dann nur noch ein Paar Jahre, die Monteure in der Reparaturwerkstatt haben als Vergleich beide nebeneinander gelegt.

Und das ist nur ein Teil was geändert wurde als Beispiel, und die Geräte genau dieser Firma sind sehr hochpreisig, warum ändert man etwas im Innenleben mechanisch was sich bewährt hat seit 20-30 Jahren, billiger in der Herstellung?.

Account gelöscht

Das ist Wunschdenken. 

Warum?

Es rechnet sich für viele Menschen nicht, da es zu teuer ist. Nicht jeder kann eine dreistellige Reparaturpauschale für den Kaffeevollautomaten zahlen.

Und das Reparieren von Billigprodukten kostet auch etwas.

Im Text steht:

"Verbraucher, die ihren kaputten Staubsauger reparieren lassen wollen, sollen das in Zukunft auch leichter bei unabhängigen Werkstätten tun können."

Klingt gut, schade nur, dass es diese Werkstätten nicht gibt.

NieWiederAfd

Verlängerung der Gewährleistungspflicht und Reparaturanspruch auch danach: 2 sinnvolle Schritte in Richtung Nachhaltigkeit. Jetzt müssen sich nur noch die bei vielen grassierende Wegwerfmentalität und der Billigwahn mit verändern - das geht leider nicht per Parlamentsbeschluss.

Humanokrat

Das Gesetz geht in die richtige Richtung und war überfällig. Die Kosten für Wegwerfware entstehen nicht nur beim Kunden, sondern auch bei der Allgemeinheit in Form von Energieverbrauch, Abfall, Sondermüll und sonstige Umweltverschmutzung. Dazu kommen die sozialen und ökonomischen Folgen in den Ländern, wo die Rohstoffe gefördert und Zwischenprodukte hergestellt werden. 

Ich repariere seit 50 Jahren bei mir alles, was kaputt geht und mein Haushalt besteht zu mehr als 80% aus Gebrauchtware, die ich aufrische oder auf moderne Standards umbaue. Wenn Besucher unser 'kostspieliges' Interieur bewundern, kann ich oft nur schmunzeln. Gute Dinge haben sehr lange Wert.

Sehr gut, wenn diese Kultur demnächst wieder eine wirtschaftliche Grundlage für Reparaturbetriebe aller Art bietet. Man könnte das Gesetz aber noch um eine Reparaturpflicht für z.B. 5 Jahre ergänzen. Dann würden die Hersteller sich noch mehr bemühen müssen, dass nichts rasch kaputt geht. 

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werner1955

Reparieren statt wegwerfen?

Besser wäre das die Garantie auf die typisch lebensdauer der Produkte verlängert: 

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TeddyWestside

Da sehe ich zwei Probleme. 1. müsste der Gesetzgeber für jedes einzelne Produkt von jedem Hersteller die "typische" Lebensdauer ermitteln. 2. würden dann die Hersteller in einem freien Markt natürlich dazu übergehen, die Lebensdauer der Garantie anzupassen. Oder wie wollen Sie das verhindern?

Herr Mann

Ich habe keine große Hoffnung, dass ich das noch zu meinen Lebzeiten werde nutzen können. Die Lobbyisten werden schon dafür sorgen, dass der Goldesel Neukauf anstatt Reparatur weiter funktionieren wird.

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