
Ihre Meinung zu Bundesinnenministerium zieht Bericht zu "Muslimfeindlichkeit" zurück
Das Innenministerium will den Bericht des "Unabhängigen Expertenkreises Muslimfeindlichkeit" nach einer Gerichtsentscheidung so nicht mehr verbreiten. Zwei Islamismuskritiker sahen sich diffamiert. Von Sascha Adamek.
Da fragt man sich doch, was das für ein "Expertengremium" war, wenn einfach Falschbehauptungen in die Welt gesetzt werden. Und dass das BMI sich einfach aus der Verantwortung stehlen wollte, indem es diese von sich weist, wirft (mal wieder) kein gutes Licht auf Frau Faeser.
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Die Frage hatte ich mir schon bei der Veröffentlichung des Berichts gestellt, wo der teilweise ja auch schon in den Medien verrissen wurde.
Und wie kann eine Studie gefördert werden, in der offensichtlich die Persönlichkeitsrechte verletzenden Aussagen getroffen werden, wie zB die im Artikel erwähnte: „Über die Bloggerin heißt es in dem UEM-Bericht, sie selbst bezeichne sich auf Ihrem Blog als "Islamismus-Expertin", "trotz fehlender fachlicher Expertise oder relevanter Sprachkenntnisse" ?
Wo nehmen die vermeintlichen Experten dieses Wissen her und warum muss man da einzelne Akteure überhaupt beim Namen nennen?
Ich werde das Gefühl nicht los, dass Frau Faeser Ihrem Auftrag, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden, nicht im Geringsten nachkommt.
Ich werde das Gefühl nicht los, dass Frau Faeser Ihrem Auftrag, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden, nicht im Geringsten nachkommt.
Erstens:
Die Studie wurde 2020 in Auftrag gegeben. Frau Faeser kam fast zwei Jahre später ins Amt.
Zweitens:
Inwieweit ist dem deutschen Volk durch diese Studie Schaden entstanden?
Frau Faeser macht es sich wie immer zu leicht.
Es ist ein leichtes, den Bericht nach wie vor online zu finden und der beginnt direkt mit einem Vorwort von Frau Faeser. Insofern ist ihre Ausrede beim Rückzug der Studie eine ebensolche.
Es mag sein „dass diese kein Bericht des BMI ist, sondern ein Bericht eines unabhängigen Expertenkreises ist, der vom BMI lediglich veröffentlicht worden ist“ aber mit Ihrem Vorwort steht Frau Faeser doch dahinter. Und jetzt plötzlich nicht mehr, weil es unangenehm wird?
Aus früheren Berichten (die ich nach 9 Monaten aber auf die Schnelle nicht mehr winde) und bei einem ersten Blick in die Studie betrachtet diese das Thema aber recht einseitig ausschließlich aus der Sicht der Muslime - für eine objektive Studie braucht es aber in meinen Augen immer beide Seiten.
Noch einmal:
Die Studie wurde von Horst Seehofer und nicht von Frau Faeser in Auftrag gegeben. Daß sie als Nachfolger des Auftraggebers bei der Veröffentlichung ein Vorwort schreibt, ist absolut Usus.
Aus früheren Berichten (die ich nach 9 Monaten aber auf die Schnelle nicht mehr winde) und bei einem ersten Blick in die Studie betrachtet diese das Thema aber recht einseitig ausschließlich aus der Sicht der Muslime - für eine objektive Studie braucht es aber in meinen Augen immer beide Seiten.
Eine Studie sollte weder aus Sicht der Muslime (aller? Oder nur einiger?) geschrieben sein, noch aus der irgendeiner anderen Seite. Wer hier mit „es gibt immer zwei Seiten“ argumentiert, schreibt völlig am Thema vorbei. Denn zwei Seiten gibt es hier nicht, das ist eine grobe, unzulässige Vereinfachung.
Nunja, aber Herr Seehofer hat sie wohl nie zur Kenntnis genommen denn er war da schon längst nicht mehr da. Wäre interessant gewesen, ob er das genauso abgeknickt hätte.
Und die Aussagen auf v.a. Befragungen von Muslimen zu stützen ist eben einseitig. Es gibt schließlich einen Hang, sich immer in irgendeiner Form diskriminiert zu fühlen (und es teilweise auch zu sein, da hier jeder entsprechende Erfahrungen - leider! - haben dürfte).
Hätte da noch zwei Links zum Thema:
https://www.welt.de/politik/deutschland/plus246205804/Diskriminierung-I…
https://www.nzz.ch/meinung/der-andere-blick/fragwuerdiger-bericht-zur-m…
Vielleicht sollte man sich mal fragen, was „Experten“ sind und sowas gerne auch mal im Verlauf nochmals hinterfragen. Dank Corona dürfte ja der große Teil der Studie eben in der Amtszeit von Frau Faeser entstanden sein.
"Es ist ein leichtes, den Bericht nach wie vor online zu finden und der beginnt direkt mit einem Vorwort von Frau Faeser. Insofern ist ihre Ausrede beim Rückzug der Studie eine ebensolche."
Es ist mir nicht gelungen, den Bericht im Internet aufzutun.
Könnten Sie mir bitte helfen?