In diesem Bild aus einem von der NASA bereitgestellten Video beschreibt Steve Altemus, wie Odysseus auf der Mondoberfläche gelandet sein könnte.

Ihre Meinung zu US-Mondsonde "Odysseus" offenbar auf der Seite gelandet

Das kommerzielle US-Mondlandegerät "Odysseus" ist bei seiner Landung offenbar umgekippt und auf der Seite liegen geblieben. Die geplanten Experimente könnten aber dennoch möglich sein. Von Katrin Brand.

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153 Kommentare

Kommentare

Sisyphos3

kurzum ne Umschreibung dafür dass es ein Mißerfolg war

"die Operation ist hervorragend gelungen nur der Patient wachte aus der Narkose nicht auf" 

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Stein des Anstosses

"Jetzt jede Nacht den Mond anzusehen und zu wissen, dass wir jetzt dort neue Ausrüstung haben, dass wir daran beteiligt waren, das war wirklich ein märchenhafter Tag", so empfand es Tim Crain, Mitbegründer von Inuitive Machines.

Nein, nein, man ist glücklich.

Sie dürfen mich jetzt aber nicht fragen, ob ich das nachvollziehen kann. Ich gebe mein Geld für Lebensmittel, Kleidung und Urlaub aus und habe daher im Vergleich einen tierisch begrenzten Horizont.

Mein Glück sähe ganz gewiss anders aus als seines.

ich1961

Das Glück ist ja - bei den Bildern - fast greifbar.

Und ich kann es verstehen. ;-))

 

Nettie

Aufgeben ist keine Alternative. Besonders nicht in der Wissenschaft. Und glücklich macht es schon mal gar nicht.

Coachcoach

Nun ja, immerhin gelandet. Ich finde Raumfahrt mäßig spannend - ein großes Spielzeug, sicher mit Wissenschaft.

Mit der Seitenlage wird dann das nächste Level sichtbar - viel Erfolg!

ich1961

Es wäre schade, wenn die Vorhaben nicht realisiert werden können.

Aber immerhin ist Odi da gelandet wo er sollte.

Und wenn wenigstens ein paar Ergebnisse die Erde erreichen ist das doch auch was.

 

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Sisyphos3

was das Ding wohl zur Erde funkte ?

 

Houston, wir haben ein Problem!

:-)

Heiko.H

Man beachte die immensen Schwierigkeiten bei den Landungen auf dem Mond. Da spielt es keine Rolle welche Nation. Daraus wird erkennbar, was die Pioniere der Mondlandungen damals mit Rechnern der Kapazität eines Taschenrechners geleistet haben. Sicherlich war auch viel Glück dabei, jedoch einen unglaubliche Anstrengung der damaligen Pioniere. Aus meiner Sicht zeigt uns dies, das wir noch lange keine Raumfahrernation in Form von Weltallreisen sind. Leider!

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ich1961

Da haben Sie recht. Mit den Möglichkeiten heute - sollte man meinen - wäre es einfacher, ist es aber nicht.

Und die Raumfahrernationen werden sich wohl noch bilden.

 

Nettie

„Mit den Möglichkeiten heute - sollte man meinen - wäre es einfacher, ist es aber nicht.“

Grundsätzlich gilt: Je komplexer (und damit zwangsläufig komplizierter), desto störungsanfälliger.

Was allerdings noch lange nicht den Umkehrschluss zulässt, dass ‚einfacher‘ grundsätzlich besser (oder schlechter) wäre.

Stein des Anstosses

Aus meiner Sicht zeigt uns dies, das wir noch lange keine Raumfahrernation in Form von Weltallreisen sind. Leider!

Ich kann damit leben.

Ich bedaure, dass hier Forschungsziele nicht erreicht wurden und eventuell viel Geld in den Sand gesetzt wurde, aber es gibt aus meiner Sicht Wichtigeres.

ZB all die hilfreichen Projekte auf der Erde, die „umkippen“, um im Bilde zu bleiben.

Vielleicht lehrt das diese Geschichte ja: das Unmögliche probieren, aber daraus für das Alltägliche lernen.

JoB2

> Daraus wird erkennbar, was die Pioniere der Mondlandungen damals mit Rechnern der Kapazität eines Taschenrechners geleistet haben.

Die Steuereinheit, die Apollo 11 gelandet hat, hatte durchaus deutlich mehr Kapazität als ein Taschenrechner. Die hieß nämlich Neil Armstrong, war erfahrener (Test)Pilot und hatte "den Taschenrechner" abgeschaltet - eben wegen der (unerwartet vielen) Steine an der eigentlich geplanten Landestelle. ;-)

Jimi58

Der Raketenantrieb hatte Werner von Braun entwickelt, ohne dem hätten die Amerikaner es nicht geschafft..

Nettie

„Der Raketenantrieb hatte Werner von Braun entwickelt“

Stimmt. Der hat allerdings leider seine Begabung bzw. sein technisches Wissen und Können in den Dienst der Nazis gestellt. Aus welchen Gründen auch immer.

Woraus folgt - dies zu „ohne dem hätten die Amerikaner es nicht geschafft“ - dass das Schicksal aller grundsätzlich nicht länger von individuellen Entscheidungen (also denen Einzelner) abhängig sein darf, um die Überlebenschancen aller zu gewährleisten.

JoB2

> Der Raketenantrieb hatte Werner von Braun entwickelt

Also für die Geschichte der Raketentechnik fallen mir noch ein paar andere Namen ein ... aber um wieder zum Thema zurückzukommen, von Braun paßt natürlich deswegen besonders gut hierher wegen seines berühmten Zitats:

"Der Mensch ist die einzige Steuereinheit, die man mit ungelernter Arbeit in Massen produzieren kann."

Jimi58

Die  Amerikaner hatten nach dem Krieg einige deutsche Wissenschaftler zu sich geholt, auch von anderen Ländern.

Miauzi

Und genau deshalb landet man auch mit einem "Hochhaus" statt mit einem flachen "Bungalow" ... weil das "Hochhaus" ja niemals bei der kleinsten Schieflage der Landestelle umkippen kann ... "oh Mist - unsere Sonde ist ja doch umgekippt"

Ehrlich - das habe ich fast erwartet ... da hat kein "Räum-Kommando" die Landestelle ausnivelliert!

 

NieWiederAfd

Na ja, vielleicht ist "Odysseus" ja auch vor Scham umgekippt, weil es an diesem 24. Februar wichtigeres gibt als in private Mondlandungen zu investieren.

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Jimi58

Das dachte ich bei mir auch. Und zu dem, will man das ja wirtschaftlich nützen, da stehen schon die Dollarzeichen manchem Unternehmen in den Augen. Wenn auf der Erde nichts mehr geht, ist der Mond dran und immer so weiter. Zu dem, man bedenke mal den Weltraumschrott, wer sammelt den auf?

werner1955

will man das ja wirtschaftlich nützen?

Gut und wichtig das private das eigenvrantwortlich,schnell und richtig machen. 
Danke. so ist das geld sinnvoll ausgeben un dkann nicht für links/grüne idiologien abgezogen werden. 


 

melancholeriker

Sie wissen aber schon, daß dieses Projekt rein US - amerikanisch ist und die Rakete nicht mit Diesel geflogen ist. Auch nicht mit Atom. 

saschamaus75

>> Na ja, vielleicht ist "Odysseus" ja auch vor Scham umgekippt

 

Naja, evl. sollten (vorbelastete) Namen wie 'Odysseus', 'Titanic' oder 'Ikarus' in Zukunft einfach nur vermieden werden. -.-

 

R A D I O

Sie meinen, Sie fühlen sich einem medialen Ablenkungsversuch ausgesetzt, verstehe ich sie richtig?

sosprach

Schon beim ersten Foto habe ich gedacht, huch ist der Mond umgefallen? 

Schiebaer

Dann muss gewartet werden bis in 2 Jahren wieder ein Mensch auf dem Mond gelandet ist und Odi aufstellt.

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Miauzi

Sie wissen schon wer den Mond-Lander für die NASA-Mission bauen wird?

Nein -> ich sage es ihnen -> SpaceX

Die wollen dann mit ihrer BFR landen ... BFR ist der firmeninterne Spitzname für ihre Riesen-Rakete.

Nun - derzeit explodiert diese Rakete bei allen Tests ... auch deshalb ist die NASA-Mond-Mission verschoben.

Und diese Rakete hat ein Höhen-zu-Durchmesser-Verhältnis von 8:1 ... die kippt noch viel leichter um als dieser Mondlander

axo - damit dieser Lander nach dem Start in den Erdorbit überhaupt den Treibstoff für den Transfer zum Mond und die Landung dort hat - müssen 7-9 Tankflüge mit der Falcon-Heavy in den Erdorbit unternommen werden!

Die Astronauten kommen dann per SLS (start ca. 2 Mrd US-Dollar) zum Mond und treffen dort auf das 10 mal größere Lande-Raumschiff.

Hört bzw. ließt sich für mich - der die Apollo-Landungen live im TV erlebt hat - komplett absurd

Schneeflocke ❄️

Wieso hat man denn in die Füße nichts eingebaut, so dass das Teil sich wieder aufrichten könnte? Dass da Steine rumliegen, weiß man doch. Und jeder, der mal versucht hat, z.B. einen Campingtisch oder -stuhl auf unebenem Grund aufzustellen, weiß doch, dass wenn man die Fläche nicht vorher begradigen kann, man sich am Tisch oder Stuhl etwas zurechtfummeln muss, damit man damit nicht die Schwalbe macht...

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Tada

Vermutlich wegen dem Gewicht. 

Man könnte bestimmt alles mögliche an Pipapo einbauen, aber jedes Gramm Gewicht ist bei einem Flug zum Mond nun mal unglaublich teuer.

Schneeflocke ❄️

"Man könnte bestimmt alles mögliche an Pipapo einbauen, aber jedes Gramm Gewicht ist bei einem Flug zum Mond nun mal unglaublich teuer."

 

Und jetzt liegt der teure Müll da rum. Dann lieber vorher ein paar Gramm mehr bezahlen, als alles noch mal von vorne.

Sisyphos3

warum hat man nicht ....

interessante Frage

ersatzbeine, ersatz akkus, ersatzantenne, ersatz meßgeräte , ersatz    .......

nachher ist man immer schlauer

rolato

nachher ist man immer schlauer

Genau, hätte es man besser sein lassen?

Jimi58

Warum nicht? Wer davon profitiert, hat man ja von dem Firmenmanager gehört der es finanziert hat. statt mehr Weltraumschrott zu prodozieren, sollte man erst mal den alten Schrott beseitigen denn es wird eng mit den Sateliten.

JoB2

> Wieso hat man denn in die Füße nichts eingebaut, so dass das Teil sich wieder aufrichten könnte?

Was stellen Sie sich denn da so vor?

Auf einem Himmelskörper mit Atmosphäre kann man mit Fallschirmen bremsen und nötigenfalls mit so etwas wie einem Heliumballon wieder eine aufrechte Position ohne allzu aufwendige Steuerung herstellen. Auf dem Mond hat man Raketentriebwerke, vielleicht einen Roboterarm, und dann müssen die Bordcomputer das Ganze exakt steuern (balancieren) können. Das alles noch unter den in der Raumfahrt üblichen Gewichtsbeschränkungen ...

> Dass da Steine rumliegen, weiß man doch.

Warum es wohl in der Vorberichterstattung hieß, daß Odysseus senkrecht landen solle (was er dann laut diesem Artikel wohl nicht getan hat) ... ?

rolato

Die Sonde hat einen Konstruktionsfehler, sie ist nicht rund-:) Einen Stuhl auf ungeradem Boden händisch auszurichten ist ungleich schwieriger als eine Sonde aus rund 400.000 Km. aufzurichten.

Miauzi

Es wäre wohl deutlich einfacher gewesen es nicht so schmal und hoch zu bauen - sondern mehr breit und flach ... wie zum Beispiel die Mondlandefähren der NASA beim Apollo-Programm

dann braucht man da auch nix aufzurichten - wenn der Landeplatz ein bissel schief ist

Account gelöscht

Das wundert mich nicht. Ich habe ein Foto im Internet gesehen von Odysseus. Der sieht da aus, als hätte man Bernd das Brot in eine Art Metallbaukasten auf  Stelzen gesteckt. Bernd das Brot wäre auch umgefallen. 

Ich hätte das Ding auch nicht mit dem Kosenamen Odi belegt, das klingt zu sehr nach Garfields schrägem Hausgenossen. 

Zwischenfazit:

Die  japanische Mondlandefähre Slim war  auf dem Kopf gelandet, jetzt ist Odi in der stabilen Seitenlänge. 

Wird Zeit, dass Bayern sein Weltraumprogramm forciert und einen weißblauen moonlander hochschickt, den Mond-Inspektions-Apparat MIA. 

 

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NieWiederAfd

Und das Gesamtprojekt heißt dann 

MIA SAN MIA:

Mond-Inspektions-Apparat,
sorgfältig aufgebaut nach 
Markus' individueller Attrappe.


Oder so...

ich1961

Danke für den Lacher ;-))

Schneeflocke ❄️

Hat ja nichts zu heißen, aber ich finde "Odi" optisch auch nicht sonderlich ansprechend. Erinnert mehr an so eine mit Alufolie und Goldfolie umwickelte Backofenkartoffel mit Antennen. Wie die ersten Versuche Science fiction zur Zeit des Schwarzweiß Fernsehens darzustellen. Wenn man technisch noch nicht soweit ist, hätte man ja wenigstens ein bisschen bei dem alten Star Wars abgucken können. Da gibt es doch genug Anschauungsmaterial für skurrile Weltraumkreationen, die klappernd und quiekend durch die Gegend stapfen oder rollern. Dann hätte man auch das Problem mit der Standfestigkeit lösen können.

saschamaus75

>> Ich hätte das Ding auch nicht mit dem Kosenamen Odi belegt, das klingt zu sehr nach

>> Garfields schrägem Hausgenossen. 

 

Sie meinen, Garfield hat Odi (wie immer) vom Tisch geschuppst und dabei ist dieser auf der Seite gelandet? Mhhh, möglich. -.-

 

Sokrates

Ich frage mich, warum kippen die Sonden, bzw. Landefähren immer um? Liegt es an der Technik die die Fähren beim Landen nicht richtig ausrichten, oder liegt es ganz einfach am Untergrund der nach gibt, oder liegt es am falschen Schwerpunkt der Sonden der zu weit oben ist, der wenn die Sonde nur etwas schief steht, die Sonde zum Kippen bringen kann?

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Tada

Sie haben bei Ihrer Aufzählung die Gravitation vergessen. 😉 Die zieht alles in Richtung Himmelskörperinnere.

Warum? Kann man lange fragen.

Selbst hier auf der Erde hat jeder von uns Tage, an denen ihm gefüllt alles hinfällt und umfällt. Warum ist das so?

Schneeflocke ❄️

Mit der blöden Erdanziehungskraft habe ich auch ständig meine Maläster ☹️. Manchmal habe ich das Gefühl, die Gravitation ist drauf aus, mich zu verärgern. Immer diese vermaledeite Runterfallerei von Dingen. Die Gravitation macht sich überhaupt keine Gedanken darum, dass ich das alles dann wieder umständlich aufheben muss, mit meiner kaputten Hüfte und den maroden Bandscheiben. Voll unsozial so ne Erdanziehungskraft!

rolato

Seien Sie froh das es die Gravitation gibt, sonst würden Sie die einmal losgelassenen Dinge nicht mehr einfangen können-:)

Ritchi

Die Kommunikation zwischen der Raumsonde und der Erde beträgt etwa 2 Sekunden, plus Verarbeitung. Anders als bei den früheren Mondlandung (manuelle Steuerung) muss also die Sensorik an Bord mit der Horizontalgeschwindigkeit in Bezug auf die Höhe und eventuelle Unebenheiten umgehen. Hinzukommt, dass Düsen steuerungstechnisch nicht Rotorblätter einer Drohne sind und das Gewicht für die Technik sehr begrenzt ist. Die größeren Steine oder schräger Boden sind somit ein erhebliches Problem. Die Drohne auf dem Mars konnte problemlos viele Landungen durchführen. Doch leider hat der Mond keine Atmosphäre.

Sokrates

Nun, die Mondlandefähre von Apollo 11 Mission wurde schließlich die letzten Meter vor der Landung manuell und nach Sicht geflogen. Da konnte der Pilot selber bestimmen.

Dennoch, die Gravitation des Mondes kennt man spätestens seit der ersten Mondlandung mit Menschen. Und seit über 50 Jahren konnte man dieses Problem nicht lösen, daß Sonden oder Mondlandefähren mit heutiger Computertechnik, der dazu gehörenden Elektronik, Fühlern, Sensoren, Optik usw. man sicher landen kann, daß sie nicht umkippen? Fast irgendswie nicht glaubhaft finde ich!

Nachfragerin2

Wenn die senkrechte Projektion des Schwerpunkts außerhalb der von den Füßen aufgespannten Fläche liegt, dann wirkt ein von der Schwerkraft verursachtes Drehmoment und die Sonde beginnt eine Drehbewegung um die Außenkante dieser Fläche, die dem Projektionspunkt am nächsten ist. 

Man sollte mal über kugelförmige Sonden nachdenken. Die kippen zwar auch und viel öfter um, bleiben dann aber an einer stabilen Position liegen.

Sokrates

Kugelförmige Sonden......., die würden sich sogar selber ausrichten wenn der Schwerpunkt an einer Stelle angebracht ist, so daß sich die Kugel selber richtig hinrollt und dadurch ausrichtet! Das müßte auch auf dem Mond funktionieren?

JoB2

> so daß sich die Kugel selber richtig hinrollt und dadurch ausrichtet!

Da haben Form und Neigung der Mondoberfläche aber noch ein Wörtchen mitzureden. Und zumindestens in Polnähe ist "Sonde ist in eine größere Vertiefung gerollt" eine schlechte Nachricht für die Funkverbindung zur Erde ...

Sokrates

Auch wieder war!

Vector-cal.45

Man benötigt Brems- und Steuerdüsen. Flugbahnen müssen korrigiert werden.

An einem komplett kugelförmigen Körper können solche nicht zielgerichtet angebracht bzw. präzise angewendet werden. Im Vakuum wäre diese Kugel nicht oder kaum zu kontrollieren, sie würde ständig taumeln.

Vector-cal.45

Die Landung auf diesen Himmelskörpern ist stets ein äußerst kritischer Moment.

Sogar auf dem Mars trifft man auf weniger als 40% der Erdanziehungskraft. Auf dem Mond ist die Gravitation nur 1/6 der auf der Erde, dazu fehlt jegliche Atmosphäre.

Bereits 6 Km/h entsprechen einem zügigen Gehen. Eine Sonde, die mit bis zu 10 Km/h auf der Mondoberfläche aufsetzt, hat immer das Risiko, zurückzuprallen und dadurch mehrmals aufzusetzen oder die Oberfläche entlang zu rutschen.

Denken Sie an den Rosetta-Lander Philae, der auf dem Kometen Tschuri aufsetzte: Der Lander wiegt auf der Erde 100 Kg, auf dem Kometen 4 Gramm. Ohne Harpunensystem wäre eine Landung unmöglich gewesen. Trotz dieser Technik prallte das Gerät mehrmals ab und selbst trotz knapp 3 Meter weit ausladender Standbeine war keinesfalls garantiert, dass das es nicht auf der Seite oder kopfüber landet.

Sokrates

Sie nehmen mir die ganze Hoffnung weg, ist Ihnen das bewußt? Aber klar, alles was Sie anbringen ist ja vollkommen richtig!

unbutu77

Ja der Mond ist eben nicht die Erde, die Gravitation ist viel geringer, keine Atmosphäre und Staubiger/Steiniger  Untergrund.  Die Mondlandefähren der Apollo Mission wurden von Menschen gesteuert,  anscheinend ist das alleinige RC Steuern das eigentliche Problem, bis die Signale angekommen und verarbeitet sind vergehen schon einige Sekunden. Die Astronauten konnten in Bruchteilen von Sekunden die richtigen Entscheidungen treffen, und so haben sie ihre "Fähren" vor 50 Jahren sicher aufgesetzt. Sie landeten auch  nicht an den Polen was eine zusätzliche Herausforderung ist.

 

wenigfahrer

Vielleicht sollte man das vorher mal auf der Erde in unwegsamen Gelände testen ;-), und einige Dinge einbauen die das Gefährt selber wieder aufrichten können, da gibt es sicher schlaue Lösungen von den Technikern.

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Vector-cal.45

Ganz so einfach ist das nicht.

Man kann die Landezone ja nicht auf den Meter genau bestimmen bzw. weiß man ja nicht bis ins Detail, wo da welche Steine in was für einer Größe da liegen könnten. Ein Restrisiko bleibt immer.

Und eine Vorrichtung zum Wiederaufrichten ist technisch natürlich machbar, würde aber ein erheblich erhöhtes Gewicht ausmachen, was wiederum ganz andere Beschleunigung und erst recht Energie zum Abbremsen notwendig machen würde.

Bei diesen Entfernungen und Flugbahnen geht es um jedes Gramm.

Jimi58

Ich sage mal ganz trocken, wer Waffen, Maschinen usw. entwickeln kann, der kann auch sowas Bauen. Sicher geht es um jedes Gramm, aber weiß man das nicht vorher im Falle eines Falles?

JoB2

> Sicher geht es um jedes Gramm, aber weiß man das nicht vorher im Falle eines Falles?

... ja, das weiß man sehr genau vorher, wie irre teuer jedes mitgeschleppte Gramm ist, im Gegensatz zu dem, was dann unerwartet schiefgeht ...

Vector-cal.45

Bedenken Sie bitte, dass so ein Raumfahrzeug nach dem Start nicht nur auf die Fluchtgeschwindigkeit (11 Km/S!) gebracht werden muss, um die Atmosphäre der Erde zu verlassen, sondern zudem mit ca. 20-30.000 Km/h unterwegs ist und vor dem Mond dementsprechend abgebremst werden muss.


Der Treibstoff ist deswegen sehr ineffizient. Ein großer Teil eines Gramms des Festbrennstoffs geht quasi allein dafür drauf, sich selber zu beschleunigen und wieder abzubremsen.

Das Problem liegt nicht in der Entwicklung der Maschinen, sondern in der Unwirtlichkeit des Weltraums.

Jimi58

Da wird einfach zu viel Geld verschleudert.

wenigfahrer

Alles Dinge die Techniker und Wissenschaftler doch schon vorher wissen, und auch wissen das andere wegen falscher Lage schon gescheitert sind, entweder braucht es andere  Transportmittel oder eine andere Form des Gerätes, welches sich immer wieder von selbst in die richtige Lage begibt.

Praktisch ein Kreisel der sich durch den Schwerpunkt zum Beispiel immer wieder ausgleicht, nur so eine Idee, da gibt doch sicher schlaue Köpfe.

Ein ganz berühmter Mensch hat mal den Spruch raus gelassen.

„Die Definition von Wahnsinn ist: immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten. “

Sokrates

"Man kann die Landezone ja nicht auf den Meter genau bestimmen bzw. weiß man ja nicht bis ins Detail, wo da welche Steine in was für einer Größe da liegen könnten. Ein Restrisiko bleibt immer."

Könnte man das nicht mit einem Mondsatelliten genau einsehen und errechnen wo die Steine liegen. Man setzt doch auch Spionagesatelliten um die Erdkugel ein wo man KFZ Kennzeichen erkennen kann, was die Genauigkeit anbelangt und man die Positionen, ich würde fast sagen Zentimergenau bestimmen. Und das geht auf dem Mond nicht? Und ein Pilot der eine Sonde steuert, kann man da die Zeitverzögerung von der Erde zum Mond und zurück nicht irgendswie ausgleichen?

Jimi58

Bei Roboter gibt es das schon.

JoB2

> Vielleicht sollte man das vorher mal auf der Erde in unwegsamen Gelände testen

Tut man. Komplette Kraterlandschaften, die im Vakuum liegen (und auch von den Abgasen der Triebwerke nicht beim Test "volllaufen"), sind bei uns aber leider recht selten.

Nachfragerin2

"Die NASA will übernächstes Jahr Astronauten zum Mond schicken und langfristig von dort den Mars ansteuern."

Dann können die Astronauten ja mal nach der Sonde sehen und sie wieder hinstellen. :)

Lucinda_in_tenebris

Eine Raumfahrernation nach der nächsten blamiert sich auf dem Mond mit einer Slapstickeinlage . Vielleicht sollte da doch mal wieder über internationale Zusammenarbeit nachgedacht werden.  

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ich1961

Das kann man als "Blamage" sehen. 

Ich tue das nicht.

Und ob die "internationale Zusammenarbeit" der Weisheit letzter Schuss wäre - ich glaube nicht.

 

Wanderfalke

Können Sie vergessen.

Sollten da tatsächlich Rohstoffe von Wert aufgetan werden erweitert sich das ganze Hick Hack um die Ressourcen dann eben weiter in den Weltraum. 

Bender Rodriguez

Nicht nur am Mond. Eine Marmission is mal gecrashed, weil die Nasa das metrische Zystem nicht kennt.

Anderes1961

Auch international kann man sich blamieren. Und eine Blamage ist es schon mal gleich gar nicht. Die Landung auf einem anderen Himmelskörper ist alles andere als trivial, wie Sie an zahlreichen gescheiterten Missionen erkennen können, darunter auch einige internationale Missionen.

Es kann immer mal was schief gehen. Es gibt unzählige Möglichkeiten zu scheitern. Und manchmal ist eben die Ursache für ein Scheitern trivialer als das Landen einer Sonde auf einem anderen Himmelskörper. Wenn es für Sie so einfach ist, habe ich einen Vorschlag: Machen Sie es einfach besser. 

Duzfreund

"..offenbar auf der Seite.." was lehrt uns das? Das wir dringend und endlich fliegende Untertassen brauchen, damit die beim Satellitenbau nicht ständig "Hochbau" betreiben müssen. Das ist doch nicht das erste mal, das da was verkehrtherum landet (oder umfällt), daraus sollte man lernen... Käfer statt Telefonzellen ins All zu schießen... . 

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Jimi58

"Käfer statt Telefonzellen ins All zu schießen... . " Der ist gut.

Bender Rodriguez

Die Kiste ist umgekippt und kann sich nicht selbst aufrichten? Schwach. Ganz schwach von den Konstrukteuren und Wissenschaftlern

Wolf1905

Ich vertraue der Menschheit nicht, dass sie sorgfältig mit dem Mond umgehen wird. Es werden Begehrlichkeiten erweckt, wie am Südpol auch (und der ist zugänglich), und da sehe ich schon die „Kämpfe um den Mond“ auf die Menschheit zukommen. Und nein: ich schaue mir solche Filme über Kämpfe im Weltall etc. nicht an, die interessieren mich nicht wirklich.

werner1955

kommerzielle ?

Gut so. 
So brauchen nich alle Kosten nur vom anständigen Steuerzahler aufgebracht werden. Und fast immer ist privat schneller, besser und preiswerter als Staat. 

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Jimi58

Genau, preiswerter und schon hat man wieder mehr Schrott rum liegen.