Demonstranten tragen am 20. Februar 2014 einen Verwundeten vom Maidan in Kiew (Ukraine)

Ihre Meinung zu Kiew vor zehn Jahren: Tage des Grauens auf dem Maidan

Vor zehn Jahren kam es auf dem Kiewer Maidan zu einem Massaker an Demonstranten, die für die Annäherung der Ukraine an die EU kämpften. Unser damaliger Korrespondent Bernd Großheim beschreibt Tage, die die Ukraine nachhaltig veränderten.

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160 Kommentare

Kommentare

Zweispruch

Mein Dank gilt den mutigen Korrespondenten aller seriöser Medien, die ihr Leben riskieren um aus der Ukraine und anderen Kriegsgebieten zu berichten.

MehrheitsBürger

Es gibt ausgezeichnes Dokumentationsmaterial über die Geschehnisse auf dem Maidan 

Die Gewalttaten, welche die Scharfschützen der Regierung Janunkowith mit ihren Spezialwaffen an den Demonstranten verübten, sind darauf forensisch nachgezeichnet.

Schon daran scheitern die Versuche jener, welche die Geschichte des Euromaidan aus dem Blickwinkel Putins per Realitätsumkehr als Gegenteil erzählen.

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Marathon_Uwe

Bis heute ist ungeklärt, wer die Scharfschützen beauftragt hat. Insofern ist die Formulierung "Scharfschützen der Regierung Janunkowith" falsch und als Propaganda einzuordnen. 

saschamaus75

>> welche die Scharfschützen der Regierung Janunkowith

 

Für diese Behauptung hätte ich gerne bitteschön mal einen Beleg oder eine Quellenangabe. Sie scheinen da irgendwie mehr zu Wissen als der Rest der Menschheit. oO

 

1970JohnDoe

Mit der Objektivität und Wahrheit haben sie es nicht so oder?

Lichtinsdunkle

Schon bemerkenswert, wie sich die Narrative eingelebt hat, ohne dass relevante Information und Studien bedacht werden. Es entsteht der Eindruck, als wäre alles klar, alle Information wären neutral ausgewogen worden. 

Hier ein Link zu einer Studie der Uni von Ottawa, die mehr auf quantifizierbaren Fakten beruht, weniger auf Basis einer Narrative:

https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=4048494#:~:text=The….

Wer Informationen selbst sucht, wird der Realität näher kommen, wer Informationen nur "konsumiert" wird in einer bequemen Blase bleiben.

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fathaland slim

Sie meinen, der Korrespondent, dessen Erlebnisbericht wir hier kommentieren, lebte in einer bequemen Blase?

uhuschuhu

Sie haben leider vergessen zu erwähnen, dass Demonstranten wie Polizisten von den gleichen Patronen der Sniper getötet wurden. 
Und warum suchte der junge Mann im Hotel Ukraina nach eventuellen Scharfschützen, das doch in den Händen der Demonstranten war? 
Kein bisschen erwähnt wird hier auch die nicht ganz unwichtige Rolle des „Rechten Sektors“. 
Ich empfehle interessierten Zuschauern den „Monitor“-Bericht von 2014. Damals konnten Journalisten offenbar noch eher differenziert berichten. 
Ich finde es zutiefst traurig, dass die Menschen der Ukraine, die protestiert haben, für eine klassische Regime-Change-Aktion benutzt worden sind. 
 

Möbius

Ich kann mich noch sehr gut an den Beginn der Proteste erinnern und daran wie zB im „Morgenmagazin“ von vor Ort berichtet wurde. Man sprach wahlweise von einer „Demokratiebewegung“ oder von einer „Antikorruptionsbewegung“. 
Ich fand das merkwürdig, den Janukowitsch war ja gewählt, seine Wahl international anerkannt. Freilich gab es damals eine starke politische Interessenvertretung der russischen Minderheit, die später verbotene „Partei der Regionen“, auf die sich Janukowitsch‘s Macht stützte.


Anfangs waren die Proteste ja auch friedlich. Erst als es zu Plünderungen und dem Versuch Polizeistationen und einen Fernsehsender zu besetzen kam, reagierte die Staatsmacht mit Gewalt (anfangs nur mit Gummigeschossen und Tränengas). 

 


Auffällig war auch das es so gut wie keine Demonstration aus dem ostukrainischen Industrierevier gab, die meisten waren aus Kiew oder den großen Städten der Westukraine. 
 

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Demokrat 2014

Zitat:" Auffällig war auch das es so gut wie keine Demonstration aus dem ostukrainischen Industrierevier gab, die meisten waren aus Kiew oder den großen Städten der Westukraine. "

Der Maidan ist ja auch in Kiew. Und woher Wissen Sie, daß keine Demonstranten aus der Ostukraine teilgenommen haben?

Humanokrat

"Man sprach wahlweise von einer „Demokratiebewegung“ oder von einer „Antikorruptionsbewegung“. 
Ich fand das merkwürdig, den Janukowitsch war ja gewählt, seine Wahl international anerkannt."

Es kommt leider vor, dass in Demokratien korrupte Autokraten gewählt werden. Wir haben ja auch knapp 20% Anhänger einer größtenteils als gesichert verfassungsfeindlichen Partei in D. Und diverse Kommentatoren in sozialen Medien verbreiten gerne mal ihre Symphathien für antidemokratische Regime und deren kriminelle Protagonisten. 

Insofern sei ihnen die Frage gestellt, wieso Sie Demokratiebewegung und Antikorruptionsbewegung in Anführungsstriche setzen. Möchten Sie Zweifel daran sähen, dass es solche Bewegungen in der Ukraine gab? Warum? 

Es scheint doch eher, dass Sie die propagandistischen Relativierungen der damals offiziellen Stellen unterstützen möchten. Und somit indirekt auch ein Massaker an Zivilisten und Polizisten rechtfertigen. Sie solten sich schämen. 

Coachcoach

Nun - das war schrecklich und unangemessen.

Der Bericht zeigt einen von vielen Aspekten der Geschichte - eins von vielen Armutszeugnissen der Janukovitch- Regierung.

Diese Art der Auseinandersetzung findet nur unter Realitätsverweigerung auf beiden Seiten statt.

Ich halte das nicht für zielführend - weder hier noch da.

NieWiederAfd

Mit dem Ende der Ära Janukowitsch bleibt verbunden, dass sich die Bürger:innen der Ukraine auch aus der politischen Umklammerung des putinschen Russlands befreien. 
Die folgenden Reaktionen des autokratisch-diktatorischen Kremlregimes sind bekannt: Bruch des Völkerrechts, Angriffskrieg gegen die Ukraine, bestialische Kriegsverbrechen.

Bender Rodriguez

Ja, da hat die EU nicht gut ausgesehen. Allen voran unser Steini nicht.

Orfee

Die Folgen kann man erst nach 10 Jahren sehen. Deswegen kam es zum Konflikt und zu einem Krieg zwischen Ukraine und Russland. Man wünscht sich nachhinein es hätte niemals eine Demonstration auf dem Maidan gegeben. 

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ein Lebowski

Der Gedanke kam mir auch, hätten die Leute auf dem Maidan gewusst, was darauf folgt, hätten sie es gelassen und bis zur nächsten Wahl gewartet, aber Zug abgefahren. Die Frage wäre dann trotzdem gewesen, ob Russland das akzeptiert hätte oder eh schon ein Plan in der Schublade lag, die abweichende Ukraine wieder einzufangen.

harry_up

Allein das Lesen dieses packenden Berichts bereitet mir starkes Herzklopfen und eine absolute Fassungslosigkeit.

Carlos12

Was exakt Geschehen ist, blieb in den Medien die nachfolgenden Jahre unklar. In den Foren beherrschte das russische Narrativ das Bild von den Nazis, die das Massaker angerichtet hatten und dem angeblichen Putsch.

Genau darin sehe ich ein Problem. Wenn zeitgeschichtliche Ereignisse und Vorgänge nicht in den Massenmedien behandelt werden, sondern allenfalls nachts als Dokumentation auf ARTE erscheinen, setzen sich Desinformationsgeschichten in der Bevölkerung durch. Deswegen begrüße ich diesen Bericht, auch mit den Hinweisen darauf, was unklar bleibt.

BILD.DirEinDuHättestEineMeinung

Das ukrainische Volk hat sich vor 10 Jahren seine Entscheidungsfreiheit für die Demokratie mutig erkämpft - und der Kleptokrat Putin will es bis heute dafür bestrafen, dass es sich seinem Zugriff entzieht.

Putins willige Propagandisten und Viele die ihr Geld als Alleinunterhalter für Verschwörungsgläubige verdienen, verbreiten Lügen von einem angeblichen Putsch durch Nazis, oder einer Steuerung des Maidans durch "den Westen", während tatsächlich die Gegendemonstranten - nachweislich - aus Moskau finanziert wurden.

Bitter, dass auch hierzulande viele den Lügen des Raubmörders gerne glauben wollen, wie ich in Gesprächen immer wieder feststellen muss.
Manche aus ideologischer Überzeugung und mit den Feindbildern "der Westen", "die Amis" oder "die Nato" im sonst erschreckend leeren Kopf.
Die aber haben schlicht Angst, angesichts Putins Aggression auch gegen uns.
Und nutzen die Kreml-Propaganda als billige Ausrede um den Kopf in den Sand zu stecken - solange dafür Andere den Arsch hinhalten!

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1970JohnDoe

Zeugt von ungemeiner Charakterstärke, Andersdenkende als dumm zu bezeichnen und noch mehr. Aber ich sehe mir ihren Nicknamen an und dann weiß ich Bescheid. 

ich1961

Das muss eine schreckliche Situation gewesen sein.

Bei mir reicht die Vorstellungskraft nicht aus, um das nachzuvollziehen. Und in diesem Fall bin ich froh darüber.

Die vielen Lügen, Fake News, Desinformationen (die leider auch heute noch verbreitet werden) nerven gewaltig.

 

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1970JohnDoe

Ja natürlich. Alles und alle die sich nicht ihrer hochheiligen Meinung anschließen nerven. Das Leben muss für sie wahnsinnig nervend sein. 

Möbius

Die Proteste begannen im Dezember 2013, fast ausschließlich in Kiew. 


Für mich war das damals der Anlass mich hier im Forum einzubringen. 

Mir war diese plötzliche EU-Begeisterung mit geschwenkten Europafahnen suspekt und erinnerte mich an ähnliche Begebenheiten in Polen vor dem EU Beitritt, obwohl mir fast alle jungen Leute erzählten das sie lieber in die USA als nach Deutschland gehen würden.

 Ich hatte in Deutschland schon vorher öfters Kontakt zu Ukrainern. Mein Eindruck damals war deshalb, dass es vielen nur um die visafreie Einreise in die EU ging um in der EU zu leben und zu arbeiten. Bis dahin durften nur wenige Ukrainer legal nach Deutschland kommen - meist als Softwareentwickler oder als Au-pair. In Frankreich und Spanien arbeiteten aber bereits Zehntausende Ukrainer auf dem Bau oder in der Hotellerie, oft illegal, da das Melderecht dort weniger streng ist. 

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Jimi58

Das für sie die Europafahnen für suspekt sorgen ist mir schon klar. Sie hätten lieber die Fahne der russischen föderation gesehen, wie sie sich hier eifrig für Russland einsetzen.

Humanokrat

Mir war diese plötzliche EU-Begeisterung mit geschwenkten Europafahnen suspekt ...

.... und gemäß ihrer sonstigen Kommentare hier darf man wohl annehmen, dass Ihnen das begeisterte Schwenken von Putin Konterfeien gar nicht suspekt gewesen wäre, sondern ein völlig normaler Ausdruck eines von Ihnen herbeikonstruierten 'Volkswillens'. 

Ihre mehr oder weniger kaschierten Sympathiebekundungen für verbrecherische Regime hier sind widerwärtig. 

Tino Winkler

Ihre verzerrte Wahrnehmung wird mit jedem Beitrag deutlich. Die Ukrainer wollen mehrheitlich demokratische Verhältnisse in ihrem Land, das ist als EU Mitglied auch wesentlich einfacher zu realisieren. Und weil Putin das nicht will hat er einen Krieg angefangen und läßt das Land zerstören und Menschen ermorden.

Tino Winkler

Warum einige Polen lieber in die USA wollten als nach Deutschland? das war eventuell mal so, heute komplett anders, schauen Sie sich mal an wie viele Polen heute in Deutschland leben und in den USA.

Weshalb verdrehen Sie Tatsachen?

Nettie

Man hätte Putin damals schon stoppen müssen, statt sich mit Aggressoren wie ihm auf ‚diplomatische Verhandlungen‘ einzulassen und ihm dadurch zu bestätigen, dass seine Expansionsstrategie ‚erfolgreich’ ist.

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Jimi58

Man ist sich ja heute noch nicht einig, Putin zu stoppen. 

MehrheitsBürger

Der Maidan als Ausgangspunkt von „Russkij mir“ 

Der Widerstand der Ukrainer an den "Tagen des Grauens auf dem Maidan" gegen die fortgesetzte russische Bevormundung war für Putin der Funke, um seine ohnehin weit fortgeschrittenen Versuche der Restituierung einer Sowjetunion 2.0 durch militärische Mittel zu flankieren. Zuerst auf der Krim und dann in der Ost-Ukraine. 

Putins verzerrtes Geschichtsbild von Russland basiert auf „Russkij mir“, einem geopolitischen Ersatzkonzept, mit dem die Patronage Russlands über alle Territorien begründet wird, in der es Russischsprachige gibt. Ein neoimperiales Denken, mit dem die Invasion der Ukraine begründet wurde und das die Sicherheit weiterer Territorien und Länder in Europa gefährdet.

Der Maidan wurde so konzeptionell zum Einfallstor für Putins großrussischen Eroberungsfeldzug in Europa.

heribix

10 Jahre ist es her, bis heute gibt es keine Aufklärung der Verbrechen von damals. Da fragt man sich schon wer da was verbergen will.

Jonnyrico74

Ist schon traurig dass man da immer noch nicht die Schuldigen benennt, obwohl das auch  westlicher Seite bekannt ist der es war. die Polizisten die dort von den UmstÜrzenden auch getötet wurden werden nicht einmal erwaehnt.

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ich1961

Sie glauben nicht wirklich, das die Demonstranten Scharfschützen waren?

Und hier die Erwähnung der Polizisten aus dem Artikel:

****Am Morgen ziehen sich die Polizisten plötzlich zurück, vorbei am Hotel Ukraina, die Institutska-Straße hoch. Demonstranten laufen hinterher - und in ihren Tod. Sie werden erschossen.

Später zeigen Filmaufnahmen uniformierte Scharfschützen mit Spezialgewehren. Es sterben auch Polizisten, möglicherweise durch Schüsse aus den Reihen der Demonstranten.****

 

Kenner

Und nun noch der andere Teil der Geschichte: Laut ARD Monitor von 2014 wurde auch aus dem Hotel Ukraina scharf auf Demonstranten UND auf die Spezialeingeiten von Janukowitsch geschossen. Von wem ist bis heute ungeklärt. Die Bäume mit den Einschusslöchern wurden eilig gefällt. Keine Aufklärung folgte. Den Maidan zum EUROMaidan ist Propaganda, ja es begann mit dem Abkommen aber am Ende ging es gegen das korrupte System und nicht für die EU. Wer Katapulte baut, Barrikaden erreichtet, Molotowcoctails baut  und Feuer legt wird bei uns in D eigentlich nicht Demonstrant genannt. Das Assoziierungsabkommen war ein Einfallstor in die Russische Zollunion und damit in den russischen Markt und berührte legitime Interessen Russlands. Janukowitsch war demokratisch gewählter Präsident und es gibt einen Weg einen solchen los zu werden: Wahlen. Neuwahlen waren Stunden vor dem Massaker mit der moderaten Opposition unter Klitschko bereits vertraglich ausgehandelt worden unter Beisein D, F und Polens

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ich1961

////Das Assoziierungsabkommen war ein Einfallstor in die Russische Zollunion und damit in den russischen Markt und berührte legitime Interessen Russlands.////

Was haben denn die "Interessen Russlands" mit den Vorhaben der Ukraine zu tun? Als eigenständiger Staat kann die Ukraine allein entscheiden - ohne "Hilfe" aus Moskau!

 

Kenner

Ein Land kann aber nicht Abkommen mit verschiedenen Ländern schliessen die sich gegenseitig widersprechen!

Wanderfalke

Ergänzend dazu: Eine internationale Untersuchung zu den Vorgängen auf dem Euro-Maidan wurde von den Post-Janukowitsch-Regierungen abgelehnt. Sie müssen mit Ihrem Beitrag jetzt aber damit rechnen, dass auch dem investigativen Polit-Magazin MONITOR die Verbreitung russischer Narrative unterstellt wird.

Die Wahrheit stirbt nicht zuerst im Krieg - die stirbt erfahrungsgemäß schon weit davor. 

Alter Brummbär

Warum ist dann Janukowitsch geflohen?

Gab er den Schießbefehl?

KarlderKühne

Nah, ganz so eindeutig ist die Sache wohl nicht, denn es wurde an Hand von Einschüssen in Bäumen nachgewiesen, das auch aus dem Hotel Ukraina, das Stützpunkt der Aktivisten war, geschossen wurde. 

Hartmut der Lästige

Leider geht der Bericht nicht näher auf die Scharfschützen ein. Wer hat sie damals eingesetzt und beauftragt ? Eine hoch brisante politische Frage zu der es bis heute wilde Spekulationen gibt. Auch in der ARD (oder ZDF?) liefen dazu schon Reportagen mit ungewissem Ausgang.

Robert Wypchlo

Wenn Putin es möglich wäre, dann würde er den gestürzten Präsidenten Janukowitsch nach einer Eroberung der Ukraine wieder zum Marionetten-Präsidenten machen. Janukowitschs Jahre waren düstere Jahre wenn man sich so an die Haft von Julia Timoschenko und die Gedanken über einen Boykott der Fußball-EM 2012 in der Ukraine und Polen wegen der Haft vergegenwärtigt. Janukowitsch wurde nie für seine Taten zur Rechenschaft gezogen. Versteckt sich vermutlich in Moskau.

Glasbürger

Sind denn nun nach all den Jahren die Schützen, die auf die Demonstranten und die Polizei schossen ermittelt? Gibt es Urteile wegen der Morde? Oder ist das etwa ein weiterer Fall in dem Gezerre um die Vorherrschaft in der Ukraine, der mysteriös und ungeklärt bleibt?

Möbius

Was mir damals auffiel: der Westen versuchte nicht etwa zu deeskalieren - sondern goss immer neues Öl ins Feuer indem man die Demonstranten ermunterte mit ihren Protesten fortzufahren und mit immer radikaleren Forderungen die Regierung vor sich her zu treiben.



Der Wunsch des Westens, eine zwar legitime - aber pro-russische - Regierung durch eine - erst nachträglich demokratisch legitimierte - pro-westliche Regierung auszutauschen, war klar  erkennbar. 

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Bender Rodriguez

Und das ist auch gut so

Pro-russisch kann ja niemand wollen, ausser in Russland. 

Warum gab es denn den kalten Krieg? Doch nicht wegen des Westens oder der USA. 

Glasbürger

Die Interessen der jeweils Beteiligten sind ja mehr oder weniger bekannt. Allerdings stellt sich mir die Frage, wie der "Westen" davon ausgehen konnte, daß Rußland bei allem, was von jenem inszeniert wurde und wird still hält? Und nur interessehalber: Was soll an pro-westlich besser sein, als an pro-russisch? Vor 30 Jahren hätte ich vieleicht noch eine Antwort gehabt, doch heute? Ich denke, ohne den Krieg würde man den Unterschied womöglich nicht mal bemerken.

Account gelöscht

Wenn man ausschließlich die Sicht Moskaus vertritt..... 

Glasbürger

Letztlich wurde auch diese "Revolution" gekauft. Fr. Nuland als seinerzeitige Assistant Secretary of State der USA bestätigte das ja mit ihren Aussagen ganz unumwunden. Damals kostete der "Maidan"die USA 5 Mrd. US-$, die Summe dürfte nun deutlich höher liegen und auch die Wahl A. Jazenjuks zum Präsdienten war ja letztlich von "US Gnaden" erfolgt. Zitat V. Nuland: "Yaz is our man!"

Die Zeche dafür zahlen in der Ukraine wieder, wie immer jene, die schon unter Hrn. Jannukowitsch zahlten. 

Alter Brummbär

Also das sie Demokratiebestreben der Ukraine, als selbstständiegen Staat abschreiben, sagt schon alles

Möbius

Vor dem Hintergrund des Gedenkens an das was ich als  „Putsch auf dem Maidan“ bezeichne,  und am Vorabend eines Bundestagsbeschlusses, der das „Recht“ Kiews zur „Rückeroberung“ der Krim bekräftigt, kann ich nur - als einer von wenigen - ausdrücklich davor warnen. 



Die russische Seite hat mehrfach - auch in USA - und in Gesprächen mit Offiziellen klar gemacht, dass dieses Szenario zwangsläufig den Einsatz von Atomwaffen durch Russland nach sich ziehen wird. Das ist kein „Säbelrasseln“, sondern die klare Vorgabe der russischen Militärdoktrin. 

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Account gelöscht

Wollen Sie wieder Angst verbreiten ? Und Sie haben Ihren Lieblingssatz vergessen: Russland ist eine Atommacht.

Bender Rodriguez

Blabla. Mit Atomwaffen darf man also Länder annektieren?

 

Die krim wird von Russland zurüchgegeben werden müssen. Wie auch alle anderen Ländereien am schwarzen Meer, wenn Russland erst die Bedingungslose Kapitulation unterschrieben hat. Mit weniger wird sich die Ukraine nicht zufrieden geben.

Putin hat fertig. Und Russland mit ihm, solange er dran ist.

Marmarole

......und diese russische Doktrin ist ihr Herzblut.

Sie vertreten die Doktrin;  Eroberung ist rechtmäßig, Rückeroberung nicht.

Das ist bestenfalls Steinzeitniveau, vermutlich noch vor dem Auftritt des humo sapiens in Europa. Ich hoffe trotzdem, das dieser es auch bis Moskau schafft.

MehrheitsBürger

 

Es gab und gibt keine Rechtfertigung für den völkerrechtswidrigen Angriff Russlands auf eine friedliche Ukraine. Das haben Sie übrigens selbst am 25.02.22 hier im Forum so gepostet.

Putin hat in der Ukraine und auf der Krim schnöden Landraub begangen.

Das Drohen mit dem Nukelareinsatz ist zudem ein militärisches Armutszeugnis und zum anderen eine Drohkulisse, die im Sinne Putins von seinen Followern im Westen verbreitet wird. Nichts Neues.

 

 

Humanokrat

... dass dieses Szenario zwangsläufig den Einsatz von Atomwaffen durch Russland nach sich ziehen wird.

.... und dann ergebe man sich möglichst unterwürfig diesen Warnungen. Denn es möge der vermeintlich Mächtigere - und sei er noch so korrupt, kriminell und menschenrechtsfeindlich - bestimmen. Geht's noch? 

Parsec

"dass dieses Szenario zwangsläufig den Einsatz von Atomwaffen durch Russland nach sich ziehen wird. Das ist kein „Säbelrasseln“, sondern die klare Vorgabe der russischen Militärdoktrin. "

Dieses Säbelrasseln Russlands wird zwangsläufig das Ende des "russischen Traums" nach sich ziehen, sollte auch nur eine russische Atomrakete vom Boden abheben.

Ist Putin wirklich bereit, sich und "sein Russland" der Vernichtung preiszugeben?

DeRus

Und jetzt? Hat sich der Putsch gelohnt?

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Emil68

Für die Menschen in der Ukraine, auf keinen Fall.

Für die Eliten (Andorra Papers) auf jeden Fall.

Die USA haben sich verrechnet,  es geht nicht nur die Munition aus, nein auch die Kämpfer.

Allerdings die Waffen Lieferanten, die haben den besten Deal gemacht.

 

ein Lebowski

Sehe ich auch so, gelohnt hat sich das ganz offensichtlich nicht und wie in jedem Krieg, am aller wenigsten für die Soldaten auf beiden Seiten und der Zivilbevölkerung in der Ukraine.

Aber bevor du die Ukraine militärisch zu schnell abschreibst, sag ich mal wie ich das einschätze. Die Ukrainer können derzeit weder von der Truppenstärke und noch weniger vom Material mithalten. Der Lichtblick für die Ukrainer kommt erst in etwa 3 Jahren, da wird unsere Produktion, die Russlands überholen, nur müssen die erstmal diese 3 Jahre irgendwie überstehen. Deshalb gehen sie in die Defensive, um ihre Truppen zu schonen.

Der Krieg ist noch lange nicht entschieden, aber derzeit liegen die Karten für die Russen wesentl. besser und das wird noch dauern, bis die Ukrainer ihre Chance bekommen, den Spiess umzudrehen.

Bender Rodriguez

Gähn, schnarch.

Prorussische Propaganda vom Feinsten. Glauben ja nichtmal die Russen selbst. 

ich1961

Und warum sollte sich das für die Menschen in der Ukraine nicht "gelohnt" haben?

Die können Ihren Weg in die EU, in eine Demokratie usw. fortsetzen.

////Für die Eliten (Andorra Papers) auf jeden Fall.////

Ja, die russischen Eliten werden sich gefreut haben.

////Die USA haben sich verrechnet,  es geht nicht nur die Munition aus, nein auch die Kämpfer.////

Was haben denn jetzt wieder die USA mit dem Maidan zu tun? Und wo gehen den USA die Munition und die Kämpfer aus?

Und ja, die Waffenlieferanten verdienen Geld, bezahlen die Angestellten/Arbeiter davon (die dadurch auch profitieren) und zahlen Steuern - davon hat dann die Allgemeinheit was.

 

Tino Winkler

Die USA hat gar nicht gerechnet und mit dem Angriffskrieg der russischen Verbrecher auf die Ukraine nichts zu tun.

Nur Putin denkt oder hofft auf einen guten Deal, aber es ist der Anfang von seinem Ende.

MehrheitsBürger

1. Es gab keinen Putsch.

2. Die Ukrainer leben in einem souveränen, selbstbestimmten Land, soweit Putin sie lässt

3. Im Gegensatz zu Russland haben Wahlen eine Bedeutung bis hin zum Präsidentenwechsel.

Der Einsatz für die Unabhängigkeit der Ukraine hat sich also gelohnt.

 

Paco

Sehr schön erzählt dieser Artikel, aber ich kann nichts von der CIA lesen, dies wurde auch von der ARD berichtet. Die Amerikaner waren in diesen Aufstand verwickelt und sie waren im Land, welch ein Zufall, Biden war Aussenminister unter Obama. Die Rolle des französischen und deutschen Außenministers ist hier auch nicht erwähnt, sie haben den Vertrag unterschrieben und einen Tag später die Fronten gewechselt.

Wenn man berichtet, dann sollte man ehrlich berichten und nicht entscheidende Passagen weglassen.

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Left420

"aber ich kann nichts von der CIA lesen, dies wurde auch von der ARD berichtet" - Könnten Sie den bericht eventuell verlinken?

"Amerikaner waren in diesen Aufstand verwickelt und sie waren im Land" - Quelle?

"Biden war Aussenminister unter Obama" - Ja und nun?

"Wenn man berichtet, dann sollte man ehrlich berichten und nicht entscheidende Passagen weglassen." - Wenn man kommentiert, sollte man dies mit eventuellen Quellen belegen und nicht entscheidende Nachweise weglassen.

ich1961

Bitte um seriöse Belege - danke.

MehrheitsBürger

 

"Biden war Aussenminister unter Obama"

Das ist so falsch wie fast alles andere auch an Ihrem Kommentar. Biden war nie Außenminister, sondern Vize-Präsident.

 

Freiheit-braucht-Sicherheit

Ich erinnere mich noch gut an diesen Aufruhr am Maidanplatz. Die Wut der Menschen auf ihre Regierung konnte ich verstehen, aber ich hätte mir dennoch gewünscht, dass es zu einer friedlichen Lösung kommt.

Das Töten von Demonstranten auf dem Maidan war eine Übertretung einer Linie, die eine Regierung nicht machen darf. 

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Emil68

"Das Töten von Demonstranten auf dem Maidan war eine Übertretung einer Linie, die eine Regierung nicht machen darf. "

Hat sie das denn? sind die Schützen mittlerweile  alle  bekannt und zugeordnet?

ich1961

Und woher wissen Sie, das das "die Regierung" (ich vermute Sie meinen die ukrainische?) war?

Nettie

„Schliesslich wurde der legitim gewählte korrupte prorussische Präsident gestürzt“

Korruption ist also Ihrer Meinung nach ‚legitim wählbar‘, oder wie muss ich das verstehen?

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Emil68

Wen meinen sie jetzt?

Den neuen Staatschef, der bei den Andorra Papers  ganz vorne mit dabei war?

Jimi58

"Tage des Grauens auf dem Maidan". Ja, aber das Grauen geht  weiter und Putin will alles auslöschen. Gestern im ZDF konnte man sehen, was die Russen veranstalten z.B. auf Verletzte Zivilisten zu schießen und sie haben nur zivile Einrichtungen ins Visier. Putin hat fast überall seine schmutzigen Finger im Spiel und dieser Mann muss gestoppt werden. Überall hat er seine Vasallen und Befürworter. Die Ukrainer wollen der EU angehören und Demokratie, dafür kämpfen sie bis heute.

Hanne57

„Die ganze Nacht über hatten sie sich Straßenschlachten mit der Polizei geliefert. Steine geworfen, Molotowcocktails…. 
Später zeigen Filmaufnahmen uniformierte Scharfschützen mit Spezialgewehren. Es sterben auch Polizisten, möglicherweise durch Schüsse aus den Reihen der Demonstranten. Auf dem Maidan liegen am Morgen zerschossene Helme und Schilde, teils selbst gebaut, teils von der Polizei erbeutet.“

Schon damals hat der WDR zur These des Scharfschützeneinsatzes berichtet, dass diese auf beiden Seiten tätig waren.

Ich frage mich, ob in einem westlichen Land Straßenschlachten mit ermordeten Polizisten auch von den Medien als Revolution gefeiert würden.