Ein Bagger auf einer Baustelle mit Mehrfamilienhäusern.

Ihre Meinung zu Gutachten der Immobilienweisen: 830.000 Wohnungen fehlen bis 2027

Der Zentrale Immobilien Ausschuss warnt vor einem "dramatischen Einbruch" im Wohnungsbau. Die sogenannten Immobilienweisen erwarten, dass bereits in drei Jahren 830.000 Wohnungen in Deutschland fehlen werden.

...mehr ...weniger
Dieser Artikel auf tagesschau.de
Kommentieren beendet
116 Kommentare

Kommentare

rjbhome

Da hat sich ein riesiges Defizit aufgebaut und alle Versprechen der Regierungen der letzten Jahrzehnte sind eben nichts weiter als leere Wahlversprechen

9 Antworten einblenden 9 Antworten ausblenden
hesta15

Um die Zuwanderung zu bewältigen braucht man natürlich auch Wohnungen, für die Erkenntnis braucht man keineimmobilienweisen.

IchMeinJaNur

Und? Was wollen sie uns damit sagen? Die Mitglieder des Lobbyverbands der Immobilienmaf... ähhh, -wirtschaft haben jahrezehntelang Zuschüsse bekommen, man bettelt nach mehr, das ist alles.

Die vergangenen Bundesregierungen haben den Wohnungmarkt auf Geheiß eben dieser Lobbyverbände der neoliberalen "freien" Marktwirtschaft überlassen und den Mieter zur Ausplünderung freigegeben.

Die die am meisten davon profitiert haben jammern jetzt medienwirksam herum, mehr Heuchelei geht nicht, sehen sie sich mal die Mitglieder der ZIA an, da ist alles vertreten was in den letzten Jahren so richtig abgezockt hatte. Man hat den Wohnungsmarkt sogar noch künstlich verknappt, statt zu bauen.

Vaddern

Wissen Sie überhaupt, wovon Sie schreiben? Ihr Text ist anwendbar auf alles, hat nichts mit dem Thema zu tun und stellt nur wildes Umsichschlagen dar, ohne auch nur ein einziges Argument darzulegen. 

werner1955

Und wo sind Ihre Argument?

Anna-Elisabeth

Warum regen Sie sich so auf? Dass der Text von @rjbhome tatsächlich auf alles anwendabar ist, ist doch schlimm genug.

>> "Vor allem wegen der stark gestiegenen Bau- und Finanzierungskosten ist der Wohnungsneubau in Deutschland oftmals nicht mehr möglich. Die Politik hat die Rahmenbedingungen bislang nicht entscheidend verbessert..."<<

Dass ist der Punkt, den auch ich nicht verstehen kann. Für was sind denn in diesem Land überhaupt noch günstige Rahmenbedingungen gegeben? 

Vaddern

Das hatten wir hier doch schon x-mal. Die Politik kann nichts für die plötzlich eingebrochenen Bedingungen. Krieg in der Ukraine und Pandemie mit einhergehender Preisexplosion für das Material (falls man es überhaupt noch bekam), Anstieg der Inflation durch den Krieg Putins und die damit einhergehende Zinsexplosion. 

Soll ich weitermachen? Das haben hier wohl die meisten schon wieder vergessen, insbesondere die Immobilienbranche. Mit dieser Lage hat die Politik hierzulande nichts zu tun. 

Karl Klammer

  Wie Wahlversprechen ?

Seit wann baut den der Staat selbst die Wohnungen ?

Nachfragerin2

Staatlichen Wohnungsbau gab es mal. Heute muss der Markt ran. Und wenn der keine Profite sieht, wird halt nichts gebaut. Pech für die Bürger.

Foren User

... und alle Versprechen der Regierungen der letzten Jahrzehnte sind eben nichts weiter als leere Wahlversprechen.

Man kann ja wohl noch verlangen, dass man diese "Versprechungen" als Zielvorgaben versteht. Die Regierung kann zwar an den Rahmenbedingungen arbeiten, aber nicht selbst den Mörtel mischen. Der Einfluss der Regierung auf die Mieten und den Wohnungsmarkt ist nicht allzu groß.

odiug

Die Frage ist, wo fehlen die Wohnungen. Ich war letzte Jahr im Saarland wandern und da waren regelrecht ausgestorbene Orte mit massenweise Wohnraum. Das gilt sicher für viele ländliche Gebiete. In den Ballungsräumen tummelt sich alles. Insofern ist es ein Luxusproblem in meinen Augen. Und dann gibt es in jedem Ort unbewohnte Häuser oder stillgelegte Gewerbeimmobilien, die massenweise Potential bieten, die aber von Spekulanten ungenutzt bleiben. Es gibt die Lösungen, aber die passen nicht zu den hohen Ansprüchen.

12 Antworten einblenden 12 Antworten ausblenden
BitteHirnEinschalten

Nunja irgendwie muss Wohnort und Arbeitsort zusammenpassen. Sprich die Reinigungskräfte für die Büros in den Großstädten und Mitarbeiter bei Müllabfuhr, Supermärkten etc. würden sicher gerne für ihren Mindestlohn eine günstige Wohnung in einer beschaulichen Ecke unseres Landes mieten. Aber wann fährt dort der ÖPNV falls überhaupt vorhanden? Und wie lange braucht man von dort bis zum Arbeitsplatz?

Sorry aber diese Lösung ist fern jeder Realität.

DerVaihinger

Es zieht auch die in die Großstädte, die mit arbeiten nichts  am Hut haben.

werner1955

Richtig. 
Alle Bürgergeld empänger sollten Wohnungen nicht in Ballungsgebieten belegen. 

odiug

Der ÖPNV muss natürlich realisiert werden, aber die Entfernungen selbst sind oft überschaubar, also 20 bis 30 Kilometer zu einer Kreisstadt. 

werner1955

Un dweshalb leben dann die meißten Bürgergeld empfänger in den Stadtstaaten,
Dise haben den größtem Anteil an Hartz-IV-Empfänger:innen

Nachfragerin2

Wenn man jeden Tag diese 20-30 Kilometer hin- und zurückfahren muss, dann ist das nicht mehr überschaubar, sondern ein ziemlicher Stressfaktor.

Ich würde mir das nicht antun. Aber ich gehöre auch nicht zur Generation, die lebt, um zu arbeiten.

Carlos12

Es ist ein Henne-Ei-Problem. Neue Firmen siedeln sich gerne in Ballungsräumen an, weil dort die Arbeitskräfte und auch der Rest sind.  Das geht dann so lange, bis die Firmen merken, dass sie keine neuen Fachkräfte mehr anlocken können, weil diese keine Wohnung vor Ort finden. Aber diese Stufe kommt sehr spät. Ein drastisches Beispiel ist London.

Schneeflocke ❄️

Es muss sich ja sowieso irgendwann mal etwas grundlegendes ändern, so wie bisher führt ein Weiter so ins nichts. Großbetriebe, die bekanntermaßen durch die Arbeitskraft ihres Personals viel Umsatz einfahren, könnte man gesetzlich dazu verpflichten, für jeden Mitarbeiter der eingestellt werden soll auch eine passende Wohnung zu beschaffen, die von seinem zu erwartenden Einkommen auch bezahlt werden kann. An- und Rückfahrtswege zählen mit zur Arbeitszeit. Wer jetzt noch tüchtig Leute ausbeuten will, müsste sich dann ja mal anstrengen, hier was zu organisieren. Das wäre natürlich kein Thema für CDU und co...😉

Anna-Elisabeth

"Nunja irgendwie muss Wohnort und Arbeitsort zusammenpassen..."

Genauso ist es. Nur bei den Spekulationsobjekten blicke ich nicht durch.  Eins davon gibt es offensichtlich in meiner Straße. Ich hatte hier vor längerer Zeit schon zweimal darüber berichtet, geschen ist seither nichts. Nur das Schild auf der Wiese hinter diesen Objekten "Hier entsehen 16 Komfortwohnungen" (oder so ähnlich) ist weg. Die Schmetterlinge freut's.

Schiebaer

Dann ist es hier in Neugraben viel besser,hier entstehen ganz Wohnviertel im Grünen.Dort wo der Wachtelkönig einst gesehen worden war und man deshalb nicht bauen wollte.Das ist Geschichte. Gruß

Sisyphos3

war letzten Monat in Wismar

Bekannter von mir wohnt in so nem Mehrfamilienhaus 10 Wohnungen/Eingang bei 5 Eingänge also in seinem Eingang waren gerade mal 2 Wohnungen belegt !

ob das jetzt nur dort so ist oder ob es nicht  auch entsprechend andere Orte gibt

Die Wohnungen gehören irgend einer Genossenschaft

Izmi

Umgekehrt kann man dann wohl sagen, dass in drei Jahren 850.000 Obdachlose oder unter miesen Wohnbedingungen lebende Menschen mehr zu zählen sind... 

Ich weiß, eine böse "Milchmädchenrechnung", aber trotzdem: Wo sollen die Leute bleiben, wenn Wohnraum buchstäblich fehlt oder nicht mehr zu bezahlen ist? 

12 Antworten einblenden 12 Antworten ausblenden
werner1955

buchstäblich fehlt`?

Eine gute und jahrelang erfolgreich möglichkeit ist selber mit ETW, Bauvereinen, genossenschaften oder Wohngruppen selber für seinen persönlichen Wohraum Verantwortung zu übernehmen un daktiv zu werden.

 

gelassenbleiben

es kann halt nicht jeder Eltern mit Einfamilienhaus inklusive Einliegerwohnung haben

Der Staat muss in Sozialwohnungen investieren, das Geld kommt wieder rein durch entfallende Mietbeihilfen

Karl Klammer

????? Bitte mal vorrechnen 

gelassenbleiben

Bitte mal vorrechnen

gerne grob überschlagen Was kostet eine Sozialwohnung? 100000€? Macht 100Mrd für 1mio wohnungen?

Mit Wohngeld und KdU entlastete die öffentliche Hand im Jahr 2021 rund 3,9 Mio. Haushalte mit rund 18,5 Mrd. Euro bei den Wohnkosten.

https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/forschung/fachbeitraege/gesellschaft/b…

Also 18.5Mrd€ werden jährlich als Mietbeihilfen den Vermietern in den Rachen geworfen werden für 3.9 millionen Haushalte. Macht rund 5Mrd für 1Mio Haushalte

Falls in den neuen Wohnungen nur Berechtigte einziehen, die Miethilfen erhalten, hat sich in 20 Jahren das für den Staat wieder rentiert

 

werner1955

inklusive Einliegerwohnung haben
Hatte ich auch nicht. Habe das 1981 mit persönliche harter Arbeit und 15 Jahren viel verzicht meiner gesamten Familie selber geschaffen und gehofft das ich im Rentenalter sorgen frei leben könnte. 
Dann kam die Ampel. 

gelassenbleiben

Vielleicht tue ich unrecht, aber Fakt ist, Sie haben hier erklärt, dass Ihre Eltern ein Häuschen mit Einliegerwohnung haben/hatten

Ganz so arm, wie Sie hier immer tun, scheinen Sie also nicht gewesen zu sein

Vaddern

„Der Staat muss in Sozialwohnungen investieren, das Geld kommt wieder rein durch entfallende Mietbeihilfen.“ 

Ich würde Ihnen da gerne beipflichten, aber es ist natürlich so, dass auch die Sozialmiete oft genug „vom Amt“ gezahlt wird. Da hilft der Staat dann zunächst finanziell beim Bau und zahlt dann die Miete. Richtig wäre es dafür zu sorgen, dass Menschen ihre Wohnungen selber zahlen können. Das ist aber ein Gesamtwirtschaftliches Unterfangen. Kein Wohnungsunternehmen kann eine soziale Fehlentwicklung (die Menschen können sich „Wohnen“ nicht mehr leisten) auffangen.  

IchMeinJaNur

"Der Staat muss in Sozialwohnungen investieren, das Geld kommt wieder rein durch entfallende Mietbeihilfen"

So ist es aber die vergangenen Bundesregierungen haben den Wohnungsmarkt der neoliberalen "freien" Marktwirtschaft überlassen und den Mieter zur Ausplünderung freigegeben. Unrühmlich hervorgetan hat sich besonders Seehofer und seine cSU/cDU.

Also nicht dass es unter der Mövenpickpartei FDP oder sPD besser wäre, vor allem nicht mit der völlig unfähigen Geywitz aber 16 Jahre Korruption hinterlassen ihre Spuren.

Wer war nochmal der größte "Spender" der cDU/cSU? Die Immobilienwirtschaft, die jetzt am lautesten jammert.

Schneeflocke ❄️

Danke für den tollen Ratschlag. Und wie finanziert man so eine Eigentumswohnung, wenn man wegen geringer Bezahlung, hohen Abgaben und hohen Lebenshaltungskosten gerade so seine Rechnungen bezahlt bekommt? Also, sagen wir mal für ungefähr 50€ monatlich? 

KowaIski

Umgekehrt kann man dann wohl sagen, dass in drei Jahren 850.000 Obdachlose oder unter miesen Wohnbedingungen lebende Menschen mehr zu zählen sind... 

Obdachlose? Heute kommen auf 84 Mio. Menschen etwa 44 Mio. Wohnungen (1,9 Menschen pro Wohnung). Nach dem Krieg waren es weniger als 18 Mio. Wohnungen für etwa 70 Mio. Menschen (3,9 Menschen pro Wohnung). Da muss es ja Millionen Obdachlose gegeben haben.

Sisyphos3

da gibt es viele Gründe

in den 60ern betrug der Wohnbedarf 22 qm/Person, heute sind es 47 qm (BRD)

belegten 1950 ca 4 Personen ne Wohnung, sind es heute gerade mal 2 (in BW)

Foren User

Umgekehrt kann man dann wohl sagen, dass in drei Jahren 850.000 Obdachlose oder unter miesen Wohnbedingungen lebende Menschen mehr zu zählen sind... 

Dazu muss man festhalten, dass es diese Wohnungen schon gibt. Sie stehen leer und befinden sich in der falschen Stadt oder dem falschen Dorf. Obdachlos müsste eigentlich niemand sein.

werner1955

fehlen?

Und wer sollte bei den heutigen Vorschriften und Mietergesetzten noch Mietwohnungen bauen? 
Keiner. 
Jetzt müssen die Wohnungssucheneden mit Bauvereinen , Genossenschaft oder ETW, selber aktiv werden und persönliche dafür sorgen das Wohnraum nach Ihren persönlichen und finaziellenmöglichkeiten gebaut wird. 
Wer dan nicht kann muss flexibel mit seien Ansprüchen und Wohnorten werden. 

12 Antworten einblenden 12 Antworten ausblenden
Izmi

Wer dan nicht kann muss flexibel mit seien Ansprüchen und Wohnorten werden. 

Bei allem Respekt - aber das klingt für mich wie "dann sollen sie doch Kuchen essen"...

gelassenbleiben

haben Sie denn keine Eltern mit Haus und Einliegerwohnung wie unser Mitforist, der hier neunmalkluge Tipps gibt?

Sisyphos3

das ist jetzt ihre Version !

vielleicht Prioritäten setzen

Auto, entsprechende Wohnung, Urlaub und die 4 Tage Woche ist eben schwierig zu realisieren

werner1955

Bei allem Respekt?

Und wer, wo und vom wem sollten dann Mietwohnungen finaziert gebaut, Betrieben und unterhalten werden?
Zitat: Stadtstaaten mit größtem Anteil an Hartz-IV-Empfänger:innen. Wäre sinnvoll diese dort Wohnen und zu finazieren wo wohraum vorhanden ist? 

 

BitteHirnEinschalten

Das ist eine Lösung für den gehobenen Mittelstand. Aber nicht für die Mensch, deren Einkommen knapp über Mindestlohn liegt. 

Und im nächsten Augenblick kommt dann das Jammern über fehlende Arbeitskräfte.

bolligru

Auch der "gehobene Mittelstand" (was auch immer darunter fällt) muß es sich zwei mal überlegen, ob er heute bauen kann.

gelassenbleiben

wenn alle prognostizieren dass die Zinsen wieder sinken dann wartet der gehobene Mittelstand noch etwas ab

Der obere Stand, der das Geld in der Portokasse liegen hat, kann jetzt zuschlagen

Sisyphos3

auch vor 40 Jahren als ich mir Wohneigentum schaffte wurde gejammert, wer kann bei den hohen Immobilien Preisen noch bauen - und in 20 Jahren wird ebenso gejammert

das gehört wohl zum Leben, das Jammern

Nachfragerin2

Und schätzungsweise 80 % der Bundesbürger brauchen gar nicht über Wohneigentum nachdenken, weil sie sowieso keinen Kredit bekommen.

bolligru

So übel wie heute war es noch nie.

1970 konnte sich ein Arbeiter noch ein kleines Reihenhäuschen bauen. Baupreis damals war ca. 100 000 DM. Es gab Baukindergeld und die Bauvorschriften waren mit den heutigen nicht vergleichbar. Die KFW gab vergünstigte, sehr langlaufende Kredite und die Inflation wurde durch gute Lohnabschlüsse ausgeglichen.

Ab 1980 stiegen die Zinsen rasant, um auch wieder zu fallen. Die Lohnabschlüsse waren immernoch akzeptabel. Mindestlöhner gab es nicht. Arbeit war überall angeboten, auch für Ungelernte.

Was hat das mit Jammern zu tun, wenn man Fakten beschreibt und es ist zweifellos so, daß die Grunderwerbsteuer, Umsatzsteuer, technische Baubestimmungen oder energetische Anforderungen erheblich gestiegen sind. Ein Normalverdiener kann sich Bauen heute nicht mehr leisten. Das war immer anders. So extrem wie jetzt war es nie zuvor. Auch die Reallöhne sinken permanent. Irgendwann geht es einfach nicht mehr und das ist jetzt der Fall.

Vaddern

Der „gehobene Mittelstand“ muss heutzutage ja gar nicht mehr bauen. Entweder hat er bereits ein Eigenheim oder er wird mindestens eins erben. Also alles in allem der falsche Ansprechpartner für unsere Problemstellung. 

bolligru

Die stark gestiegenen Baukosten betreffen jeden, auch die Menschen des "gehobenen Mittelstands".

Die Gründe nannte ich:

Der Präsident des Zentralen Immobilien-Ausschusses, Andreas Mattner, nannte sie:

"Die Staatsquote liege in Deutschland derzeit bei 37 Prozent und damit teils deutlich über anderen europäischen Ländern..."

"Schuld an der düsteren Lage sind laut den Immobilienweisen unter anderem hohe staatliche Abgaben. Deutschland sei "Europameister bei der Staatsquote", erklärte Mattner. Gemeint sind staatlich bedingte Kosten beim Bau von Wohnungen, etwa die Grunderwerbsteuer, Umsatzsteuer, technische Baubestimmungen oder energetische Anforderungen."

Quelle: https://www.gmx.net/magazine/wirtschaft/ifo-laengere-krise-wohnungsbau-…

Nettie

"Wer heute baut, geht bankrott"

Die logische Folge: Es wird nicht gebaut. Trotz dem „Gutachten der Immobilienweisen: 830.000 Wohnungen fehlen bis 2027“

Bleibt die Frage, welche Logik hinter dem System, das so funktioniert steckt und von wem es ‚programmiert‘  wurde. Und nach dem Kalkül, das dahinter steht, dass das angeblich so sein ‚muss‘. Und in wessen ‚Auftrag‘.

11 Antworten einblenden 11 Antworten ausblenden
bolligru

Sie fragen: "von wem es ‚programmiert‘  wurde"?

Für "Grunderwerbsteuer, Umsatzsteuer, technische Baubestimmungen oder energetische Anforderungen" sind Bund und Länder verantwortlich, wer denn sonst?

Bsp.: "energetische Anforderungen"- Die Frage "nach dem Kalkül, das dahinter steht, dass das angeblich so sein ‚muss‘. Und in wessen ‚Auftrag‘ " ist leicht zu beantworten.

Nettie

„Die Frage "nach dem Kalkül, das dahinter steht, dass das angeblich so sein ‚muss‘. Und in wessen ‚Auftrag‘ " ist leicht zu beantworten.“

Warum tun Sie es dann nicht?

bolligru

Muß das wirklich sein?

Wer ist denn für die Gesetzgebung in unserem Land verantwortlich?- bsp.: energetische Anforderungen...?

BitteHirnEinschalten

Nun es war einmal … da haben Städte für ihre weniger betuchten Bürger Sozialwohnungen gebaut. 

Dann kam die Zeit, da hat den Kommunen jeder erzählt, dass wirtschaftlich handelnde Unternehmen das viel besser können. Und außerdem mit dem Verkaufen viel Geld in den Haushalt fließt. Jetzt sind die Sozialwohnungen weg und das Geld schon lange ausgegeben.

Und die Immobilienkonzerne schreiben Sätze wie Eigentum verpflichtet maximal in Hochglanzprospekte aber nicht in ihre Strategischen Überlegungen.

Sisyphos3

Sozialwohnungen bauen kam aus der Mode - im Gegenteil die werden verkauft - leider nicht an die Bewohner sondern an Anleger

Vaddern

Danke, genauso ist es gewesen. Und finanzielle Polster sind zum größeren Teil auch nicht da. Das Kapital besteht ja aus den Wohnungen, deren Wert aber dummerweise gerade nach unten geht. 

KowaIski

"Wer heute baut, geht bankrott" Die logische Folge: Es wird nicht gebaut.

Ein Bauunternehmen, das nicht baut, geht leider auch bankrott.

Nettie

„Ein Bauunternehmen, das nicht baut, geht leider auch bankrott.“

Sie bemerken offenbar die Absurdität bzw. Dysfunktionalität des derzeitigen Systems. In einem richtig geeichten bzw. ‚programmierten’ und damit funktionsfähigen System ist das (menschengeschaffene) Instrument Geld zur Bewirtschaftung der Existenzgrundlage der Menschen (aller) da. Und zu deren (der gemeinsamen Existenzgrundlage) Erhaltung. Und nicht zur Erhaltung der Macht derer, die es ‚haben‘.

Bahnfahrerin

"das (menschengeschaffene) Instrument Geld zur Bewirtschaftung der Existenzgrundlage der Menschen (aller) da"

So allgemeingültig kann man das meines Erachtens nach auch nicht sagen. Oder trifft das analog auch auf Leistung und persönlichen Einsatz zu?

Und leider ist das Risiko eines Bankrotts am Bau seit Corona + den Zinsanstiegen massiv erhöht. Der Leidtragende eines solchen Bankrotts sind aber nur bedingt die Bauunternehmen, die insolvent gehen, sondern diejenigen, die die Wohnungen von diesen Bauherren erworben haben. Darunter sind auch viele Privatkäufer, die mühsam Erspartes zusammengekratzt haben + sich einen Kredit ans Bein gebunden haben, um sich bspw. eine Eigentumswohnung zu kaufen - welche im Falle einer Insolvenz nicht fertig wird. Die Käufer warten hier mitunter Jahre auf die Wohnung (wenn sie sie überhaupt bekommen) mit den entsprechenden finanziellen Konsequenzen. Diese Gesetzeslücke müsste der Gesetzgeber dringlichst schließen aber hier passiert null komma nix!

Grossinquisitor

Nicht unbedingt. Fragen Sie Robert Habeck. 

Sisyphos3

ich muß ihnen widersprechen das sieht unser erster Wirtschaftsfachmann(Minister) ganz anders

wie mit den Brötchen nicht backen bis die Zeiten nicht mehr so lausig sind 

könnte ein Bauunternehmer doch für ne Weile eben keine Wohnungen mehr bauen

bolligru

Zur Information:

(Quelle: https://www.gmx.net/magazine/wirtschaft/ifo-laengere-krise-wohnungsbau-…)

----

"Deutschland ist "Europameister bei der Staatsquote"

Schuld an der düsteren Lage sind laut den Immobilienweisen unter anderem hohe staatliche Abgaben. Deutschland sei "Europameister bei der Staatsquote", erklärte Mattner. Gemeint sind staatlich bedingte Kosten beim Bau von Wohnungen, etwa die Grunderwerbsteuer, Umsatzsteuer, technische Baubestimmungen oder energetische Anforderungen."

"Laut der Prognose geht die Zahl fertiggestellter Wohnungen in den 19 untersuchten europäischen Ländern in den kommenden Jahren nur in Schweden noch stärker als in Deutschland zurück."

----- (Zitate kenntlich gemacht)

Zum Bereich "technische Baubestimmungen oder energetische Anforderungen" ließe sich viel sagen... 

Eines ist sicher: Auch in diesem Bereich ist Deutschland Europameister, wenn nicht Weltmeister.

6 Antworten einblenden 6 Antworten ausblenden
KowaIski

Gemeint sind staatlich bedingte Kosten beim Bau von Wohnungen, etwa die Grunderwerbsteuer, Umsatzsteuer, technische Baubestimmungen oder energetische Anforderungen."

Die Umsatzsteuer gibt es in anderen Ländern auch, sie ist teilweise sogar noch höher. Die technischen Baubestimmungen möchten weder Sie noch ich abschaffen und die energetischen Anforderungen sind nicht allzu hoch und dringend geboten.

Nur mit der Grunderwerbssteuer haben Sie völlig recht. Da zockt der Staat junge Familien gehörig ab. Die könnte man auch auf Immobiliengeschäfte von Investoren begrenzen. Und was Sie nicht erwähnen, sind die Notarkosten. 8.000 Euro nur dafür, dass er uns den Kaufvertrag vorliest. Bissl hart.

gelassenbleiben

„Nur mit der Grunderwerbssteuer haben Sie völlig recht. Da zockt der Staat junge Familien gehörig ab. Die könnte man auch auf Immobiliengeschäfte von Investoren begrenzen. Und was Sie nicht erwähnen, sind die Notarkosten. 8.000 Euro nur dafür, dass er uns den Kaufvertrag vorliest. Bissl hart.“

Richtig, Baunebenkosten und Kaufnebenkosten sollten deutlich reduziert werden, dann passt sich der Bürger auch flexibler an geänderte Wohnanforderungen an

Geht in anderen Ländern ja auch


 

rolato

Was zu erwähnen wäre das in den letzten Jahrzehnten die Ansprüche gestiegen sind. Waren doch früher die Wohnflächen kleiner, Anschaffungen, Einfriedungen und Zusatzanbauten wurden nach und nach angeschafft bzw. fertiggestellt. Oft möchte man gleich von Anfang an alles haben, vom fertigen Garten, Pool, Luxusküche, exklusives Mobilar bis hin zum Neuwagen.

falsa demonstratio

"Und was Sie nicht erwähnen, sind die Notarkosten. 8.000 Euro nur dafür, dass er uns den Kaufvertrag vorliest. Bissl hart."

Wenn Sie bei einem Notar waren und den Eindruck gewonnen haben, er bekäme Geld nur dafür, dass er vorliest, hat der Notar einen schweren Fehler begangen, denn er hat nicht erkannt, dass Sie das ganze Geschäft nicht verstanden haben.  Davor hätte er Sie schützen müssen. Der Notar ist stets verpflichtet, schwächere Urkundsbeteiligten zu schützen.

falsa demonstratio

"Und was Sie nicht erwähnen, sind die Notarkosten. 8.000 Euro nur dafür, dass er uns den Kaufvertrag vorliest. Bissl hart."

Was Sie nicht erwähnen, ist, dass sich Ihr Kaufpreis offensichtlich auf 1,3 Mio. € belief, wenn 8.000 € Notargebühren für den Kaufvertrag angefallen sind.

bolligru

Ich zitierte lediglich und machte das Zitat als solches kenntlich.

"Deutschland ist Europameister bei der Staatsquote"...., und auch bei den energetischen Anforderungen, und die machen Bauen teuer, zu teuer, so daß Viele es sich nicht mehr leisten können zu bauen...

 

Louis2013

Hohe bürokratische Hürden – sowohl für die Bauunternehmen als auch für potentielle Bauherren. Dazu kommt: Bebauungspläne lassen sich von den Gemeinden kaum noch durchsetzen. Strenge Vorgaben des Umweltschutzes, Klimaschutzes, Gewässerschutzes, Tierschutzes lassen Bürgermeister und Gemeinderäte resignieren. Mit anderen Worten: Die Lust am Wohnungsbau wird einem – gewollt oder ungewollt – regelrecht ausgetrieben. 

1 Antwort einblenden 1 Antwort ausblenden
BitteHirnEinschalten

Das sind nachgeplapperte Wünsche der Immobiliengesellschaften. Klar würden die gerne auf Kosten der Allgemeinheit alle Auflagen ignorieren und möglichst ein paar Pappwände irgendwo aufstellen möglichst nix beachten, was heute sinnvoll ist. Aber dann den Mietpreis nach dem örtlichen Mietspiegel festlegen. 
Wer glaubt das mit vergünstigten Rahmenbedingungen ein Gewinnorientiertes Unternehmen diese an die Kundschaft weiter gibt, der möge nur mal an die Zeit der reduzierten Mineralölsteuer denken. Von den reduzierten Preisen an der Zapfsäule habe ich nichts gesehen. Von den zusätzlichen Gewinnen der Mineralölkonzerne schon. 

zöpfchen

Jeder Bauvorschrift ist in Wirklichkeit eine Bauverhinderungsvorschrift.

 

4 Antworten einblenden 4 Antworten ausblenden
Karl Klammer

Köstlich ,solch eine Aussage kann auch nur aus einer bestimmten pseudo politischen Richtung kommen

gelassenbleiben

Äh nein!

KowaIski

Jede Bauvorschrift ist in Wirklichkeit eine Bauverhinderungsvorschrift.

Vorsicht bei allzu platter Pauschalierung. Waren Sie schon mal in einem Erdbebengebiet? Nicht dass uns das in Deutschland drohen würde. Aber dort sieht man die Früchte laxer Vorschriften sehr eindringlich.

Vaddern

Danke, wo haben Sie das denn abgeschrieben oder haben Sie sich das selbst ausgedacht? Es zeugt jedenfalls nicht von fundiertem Wissen und Willen zu echter Diskussion.