Ein Briefträgerwagen der Deutschen Post steht auf einer Straße

Ihre Meinung zu Netzagentur droht Post finanzielle Folgen wegen Unzuverlässigkeit an

Der Chef der Bundesnetzagentur, Müller, hat laut einem Bericht angekündigt, die Post finanziell sanktionieren zu wollen. Auch 2023 habe es wieder Kundenbeschwerden in Rekordhöhe gegeben. Ermahnungen seien nicht mehr ausreichend.

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151 Kommentare

Kommentare

Esche999

Ohne jede Einschränkung : richtig so ! Aber die finanzielle Sanktions-Höhe muß "spürbar" sein . Denn sonst machen die keinen Finger krumm - das kennt man ja von anderen Sanktions-Aktionen.

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NiewiederSchnitzel

Aha, und wer zahlt die " Sanktion" am Ende? Einfach mal zu Ende denken.

werner1955

Hoffentlich nu rdie Nutzer. Wer denn sonst?

NiewiederSchnitzel

Genau, der Endverbraucher zahlt indirect die Sanktionen weil es in einem Betrieb nicht rund läuft. Und das finden Sie ok?

nie wieder spd

Natürlich der Kunde. Der zahlt aber immer und überall alles. Vor allem auch die Millionengehälter der Vorstände und Aufsichtsräte. 

NiewiederSchnitzel

Ganz genau. Aber für viele ist eins plus eins leider nicht zwei.

KunstPause

Vorstände und Aufsichtsräte, für manche das Standartargument. Auf zum Klassenkampf, diese Argumentation klappt immer. 

Egleichhmalf

Ich jedenfalls nicht. Und wenn die Netzagentur, die ja dann die Sanktionen durchführt, einer entsprechenden Gebührenerhöhung nicht zustimmt, zahlen das auch nicht die Kunden. Einfach mal zu Ende denken.

NiewiederSchnitzel

Und das glauben Sie wirklich?

KunstPause

Ja, genau, ordentliche Strafen, Sanktionen, ab ins Gefängnis, da muss man hart durchgreifen, denen muss man einen Denkzettel verpassen: alles so wunderschön deutsch.  

Tada

Wer soll da einen Finger krumm machen, wenn er nicht persönlich zahlen oder haften soll?

Kritikunerwünscht

Die durch die Sanktionen verloren gegangen Gewinne werden dann durch Preiserhöhungen wieder ausgeglichen. Zahlen muss in jedem Fall der Bürger, während sich die Chefetage die Taschen voll macht.

Glückskeks

Dass die Qualität kontinuierlich abnimmt, wundert mich nicht. Das dürfte u.a. dem zeitgeistbedingten und politisch gewollten Outsourcing-Wahn geschuldet sein. Was früher ein Post-Amt war, ist heute der von Sub-Unternehmern nebenbei geführte "Post-Shop". Nicht mal ihre Briefkästen können sie selbst leeren, das übernehmen meist osteuropäische Mindestlöhnern mit rostigen weißen Sprintern und nem Zettel "im Auftrag der Deutschen Post" auf der Scheibe klebend. Eigentlich mü´ßte das Porto, analog zur Qualität, kontinuierlich sinken. 

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jetzttexteich

Richtig… Die Privatisierung haben die Leistung der Deutschen Post extremst verschlechtert! Um als Arbeiterin bei der Post eingestellt zu werden,  Musste ich vor 40 Jahren einen Eignungstest machen! Nicht zuletzt wurde dabei auch getestet, ob ich überhaupt der deutschen Sprache mächtig wäre! Erst nach Bestehen dieser Tests durfte ich 22 Jahre im Nachtdienst als Arbeiterin mein Geld verdienen.

Schneeflocke ❄️

"...meist osteuropäische Mindestlöhnern mit rostigen weißen Sprintern und nem Zettel..."

 

Ach, bei Ihnen auch? 😉 Mir ist das auch schon öfters aufgefallen. Würde mich mal interessieren, ob das nicht gegen das Postgeheimnis verstößt? Also auch wenn der Subbeauftragte die Briefe nicht liest. Durch den Umschlag werden ja Informationen einsichtig. Wahrscheinlich interessiert sich der Bote nicht dafür. Es würde mich dennoch mal interessieren. Weiß das jemand?

Thomas D.

Was, bitte, ist denn „zeitgeistbedingter und politisch gewollter Outsourcing-Wahn“?

Izmi

In meiner Heimatstadt Emden ist das eigentliche Postamt komplett geschlossen. Übernehmen inzwischen ebenfalls Sub-Unternehmer. Da waren bis zu der Schließung wenigstens zehn Postbeamte beschäftigt, meist jüngere um die 40. Sind die jetzt alle in Frühpension? Wer bezahlt das?

Wolf1905

„Müller kündigte an, künftig mit finanziellen Konsequenzen gegensteuern zu wollen.“ -> und was soll das bringen, außer dass der Staat davon finanziell profitiert? Bringt dies einen einzigen weiteren Postangestellten? 
Außerdem ist in dem Artikel jetzt nicht angegeben, wie hoch der Anteil der Beschwerden (anscheinend um die 40.000) an der Gesamtleistung der Post ist (mit Briefe, Pakete etc. sicherlich im Millionenbereich). Ich persönlich hatte erst einen Anlass zu einer Beschwerde (versichertes DHL-Paket mit Beschädigung des Inhalts, was aber nach längerer Prozedur erstattet wurde) - prinzipiell bin ich mit der Deutschen Post zufrieden.

Viel wichtiger wäre es m. E., wenn der Staat ggü. der Deutschen Bahn finanzielle Sanktionen ergreifen würde (z. B. keine Boni für die Vorstände), aber da schneidet man sich ja teilweise ins eigene Fleisch (weil in DB größtenteils in der Hand des Staates ist).

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NiewiederSchnitzel

Gut auf den Punkt gebracht.

Alter Brummbär

Ach ja, Unzuverlässigkeit, wegen Personalmangel.

Na dann.

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Kristallin

Ist aber so, "bei mir" gibt es keine separate DHL Paketlieferung mehr, dass muss jetzt der/die eigentliche Postbote/In mit übernehmen! (Mehr Arbeit für den gleichen Verdienst) 

Somit kommen Post und Pakete erst am späten Nachmittag an, größere oder schwerere Pakete, werden manchmal 3 Tage hintereinander über DHL Online angekündigt, abgesagt, angekündigt um dann am Tag 4 oder 5 endlich ausgeliefert zu werden! 

Und Nein das Postpersonal ist nicht irgendwie faul oder absichtlich lahm, es ist zu wenig Personal tätig. 

MargaretaK.

Das was den Brief!trägern zusätzlich zur Auslieferung aufgebürdet wird, finde ich schlimm. Die am Fahrrad befestigten Taschen werden immer größer.

Vor kurzem ist "unserem" jungen Mann (Syrer) auf Grund des Gewichts das Fahrrad umgekippt. Da war gut zu sehen, was die alles Herumkarren müssen. Päckchen, die in keinen Briefkasten passen und deren Zustellung nur an der Wohnungstüre möglich ist.

nie wieder spd

Gilt das Postgesetz denn auch für die privaten Postzustellungsunternehmen? Im Bericht wird zwar in der Mehrzahl geschrieben, aber kein einziger Konkurent der Post erwähnt. 
Ich persönlich habe zB mit der Post /Dhl in den letzten Jahren nur 2x ein Problem gehabt, mit allen anderen aber ständig. Am zuverlässigsten ist da noch Amazon, die mit Swiship zusammenarbeiten, deren Zusteller aber meistens Dhl - Uniformen tragen.

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'Pegasus7000

Kann ich bestätigen. Bei Amazon klappt es immer, und zwar perfekt. Sie arbeiten mit DHL zusammen. Wir kennen unseren DHL- Boten und sind äußerst zufrieden. 

nie wieder spd

Die Amazon - Boten bringen mir mein Paket auch bis in die 1. Etage. Auch das ist bei anderen Lieferdiensten die Ausnahme. 

Miauzi

Sie müssen nicht immer von Sich selbst ausgehen ... wenn Sie keine Probleme mit DHL haben - bedeutet dies nicht - dass andere nicht welche haben.

Wir wohnen im 3. OG - bei uns klingelen die Paket-Boten (egal welcher Dienst) nur noch selten ... sondern beim Nachbarn im EG und lügen denen dreist ins Gesicht - dass sie bei uns geklingelt aber wir nicht aufgemacht hätten.

Oder - sie kommen gar nicht bis vor das Haus mit ihrem Paket-Wagen und fahren gleich die nächste Post-Filiale an -> Paket nicht zustellbar - da Kunde nicht angetroffen. Die Benachrichtigung darüber wo wir unser Paket dann finden und abholen können ... stellt uns dann die Briefbotin zu!

Es gibt Quartale - da erreichen uns kaum 20% unserer Pakete per direkter Zustellung!

Bernd Kevesligeti

Beschwerden über die Post. Oft auch der Ausfall von Zustellung. Geändert wird daran nichts, da es schon jahrelang so läuft. 

Aber auch von der Politik kommt da keine Abhilfe. Das Bundeskabinett billigte im Dezember einen Gesetzentwurf aus dem Bundeswirtschaftsministerium, nach dem die Brieflaufzeiten verlängert werden. Statt der Regelung Einlieferungstag plus eins, soll dass umgestellt werden auf E plus 3 für 95 Prozent der Briefe. 99 Prozent sollen am vierten Tag nach der Einlieferung zugestellt sein. Vermutlich wird dann auch die Zustellung von Tageszeitungen nicht mehr möglich sein, weil dann die Zeitung von Montag ja erst am Mittwoch oder Donnerstag käme ("Schneckenpost kommt", von David Maiwald.

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NiewiederSchnitzel

Und Porto wird trotzdem erhöht. 

Bernd Kevesligeti

So ist es. Ferner betragen die Gehälter der Vorständler locker das hundertfache von denen der Beschäftigten. Das kann man auch nachlesen in den Gegenanträgen zu den Hauptversammlungen der AG.

CoronaWegMachen

"... Beschwerden über die Post. Oft auch der Ausfall von Zustellung. Geändert wird daran nichts, da es schon jahrelang so läuft ... "

Manchmal liegt das Versagen der Zustellung auch daran, das z.B. die Briefe im falschen Briefkasten landen, z.B. einige Häuser weiter im Briefkasten ...

nie wieder spd

"Die Unternehmen müssen sich rechtzeitig um saisonale Arbeitskräfte bemühen, …“

Vorteilhaft bei der Anwerbung von Saisonarbeitern wäre, wenn die so gut bezahlt würden, dass sie sich auch für den Rest des Jahres keine Sorgen machen müssten. 
Ein gastronomischer Betrieb zB, der nur in der Sommersaison geöffnet ist, muss ja auch so viel Geld verdienen, dass der Besitzer es sich leisten kann, in der Wintersaison kein Geld zu verdienen. Warum sollte das nicht auch auf das Personal übertragen werden?

Nettie

„Netzagentur droht Post finanzielle Folgen wegen Unzuverlässigkeit an“

Gegen die haben sich die für die Folgen der immer weiter zunehmende Unzuverlässigkeit der Post ‚verantwortlich Zeichnenden‘ sich doch längst mehr als ausreichend ‚abgesichert‘. Während sie für ihre ‚Kunden‘ immer gravierender werden. 

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Nettie

… der immer weiter zunehmenden Unzuverlässigkeit

FakeNews-Checker

So  was  nennt  sich  auch  Pfründesicherung.   So  wie   das  auch  Kliniken  und  Fachverbände  betreiben  und  aus  solchen  Pfründesicherungsgründen  Demenz-Patienten  längst  existierende  Demenz-Therapien  vorenthalten  und  verweigern.    Den  Schaden  daraus  tragen  neben  den  Patienten  auch  die  GKV-Beitragszahler  mit  davon.

Schneeflocke ❄️

"Offen ließ Müller, ob seine Behörde der Post zum 1. Januar 2025 eine Portoerhöhung genehmigen würde."

 

Meiner Meinung nach sollte das auch entscheidend davon abhängig gemacht werden, in wie weit sich etwas spürbar für die Postmitarbeiter verbessert. Und zwar keine Versprechen, die mal so für die Zukunft in Aussicht gestellt werden, sondern was die Post tatsächlich aktuell umsetzt. Ich bin überwiegend mit unseren Zustellern sehr zufrieden, sehe aber auch die enorme Belastung, die die Leute so täglich auf sich nehmen, um uns Kunden bei jedem Wetter schnell und fleißig die Zustellungen zu bringen. Ich zahle gerne angemessen mehr - sofern das auch nachhaltig für die Mitarbeitenden verwendet wird. Die Bosse, die gut verdienend und wohlumsorgt im Posttower residieren und nur den Schnabel zur Fütterung immer weiter aufsperren, brauchen nicht schon wieder eine Erhöhung.

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Santin

"Ich zahle gerne angemessen mehr - sofern das auch nachhaltig für die Mitarbeitenden verwendet wird. Die Bosse, die gut verdienend und wohlumsorgt im Posttower residieren und nur den Schnabel zur Fütterung immer weiter aufsperren, brauchen nicht schon wieder eine Erhöhung.“

Solange immer höhere Dividenden ausgeschüttet werden können, kann es der Post AG nicht schlecht gehen: 
2019 = 1,15 Euro                      2023 = 1,85 Euro                       das ist eine Steigerung pro Aktie von 60,97 Prozent. M. E. auf dem Rücken der Zusteller/innen.

AuroRa

Wenn die Ursache Personalmangel ist, dann bringen Sanktionen nichts. „Sich rechtzeitig kümmern“ bringt schließlich auch nichts, wenn keine Menschen zur Verfügung stehen, die diese Arbeit ausführen möchten. 
Ich wette, dass einige Menschen diesen Job (so wie viele andere Jobs auch) gerne machen würden, die jedoch (noch) keine Arbeitserlaubnis haben. 
 

NiewiederSchnitzel

Was für ein Irrsinn. Die Netzangentur will mit finanziellen Konsequenzen gegensteuern, die dann die Post durch Portoerhöhung ausgleichen wird. 

Wer kommt drauf, wer am Ende die Zeche zahlen wird? Na?

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Egleichhmalf

Da dieselbe Netzagentur die Portoerhöhung genehmigen muss, geht das nicht so einfach, wie Sie sich das vorstellen.

NiewiederSchnitzel

Geht schon und werden sie auch um ihr Geld zu bekommen. Eine Hand wäscht die andere.

NiewiederSchnitzel

Wetten dass es bis Januar 2025 wieder eine Portoerhöhung geben wird. Und von wem genehmigt? Eigentlich ziemlich einfach. Wo sehen sie die Schwierigkeit?

ich1961

Wird aller höchste Zeit.

Das "pampern" der Post muss aufhören.

Und eine Gebührenerhöhung ist mit nichts zu rechtfertigen - bei der Sturheit.

 

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Schiebaer

Die Post ist ein großer Beamten Laden.Wenn ich ein Paket aufgeben wollte habe ich immer sehr unfreundliches Personal gehabt so nach dem Muster was belästigen Sie uns mit ihrem Paket.

rolato

Wenn ich ein Paket aufgeben wollte habe ich immer sehr unfreundliches Personal

Immer, ist es das gleiche Postamt mit immer dem gleichen Personal? Die Post wo ich meine Pakete aufgebe ist das Personal freundlich. Manchmal liegt es auch am Kunden.

Miauzi

Postamt?

Beamte?

Gibt es schon seit Jahrzehnten nicht mehr!

Ich kenne seit 25 Jahren nur noch privat betriebene Paketshops ... mit überaus freundlichen Personal.

Dafür kenne ich die Paketboten nicht mehr - denn diese klingeln bei uns im 3. OG erst gar nicht ... dafür aber im Erdgeschoss und lügen den Nachbarn dort dreist ins Gesicht -> sie hätten geklingelt aber uns nicht angetroffen!

Und das "tracking" der Sendungen bringt auch nix ... denn nach denen fahren unsere Pakete manchmal 2 Tage hintereinander im Postwagen Kreise durch unser Wohnviertel ... und landen dann doch im Paketshop!

Santin

"Die Post ist ein großer Beamten Laden.Wenn ich ein Paket aufgeben wollte habe ich immer sehr unfreundliches Personal gehabt so nach dem Muster was belästigen Sie uns mit ihrem Paket.“

Sie glauben doch nicht, dass in den Post-Shops wie Kiosk, Lebensmittelhändlern etc. Beamte/innen tätig sind. Das sind wahrscheinlich eher Menschen die zum Mindestlohn arbeiten.

harry_up

"Die Post ist ein großer Beamten Laden..."

Das stimmt doch gar nicht. 

Kaneel

Die letzten Verbeamtungen bei der Post waren Mitte der Neunziger Jahre. Da immer weniger Beamte dort arbeiten, nehme ich an Sie sind mit den aktuellen Service- und Dienstleistungen aller nicht verbeamteten Postboten und ausgesourcten Postagenturmitarbeitenden zufriedener als mit dem, was Sie vor der Privatisierung vorgefunden haben? Vielleicht hatten Sie aber einfach Pech bei Ihrer Anlaufstelle und es besteht kein Grund zur Verallgemeinerung. Ich kann das für die Mitarbeiter in der noch verbliebenen Postfililiale sowie für die älteren Mitarbeiter am Schalter der DB vor Ort nicht bestätigen. Ausnahmen gibt es immer oder meistens.

Kaneel

Das "Pampern" der Deutschen Bahn ist okay, das "Pampern" der Deutschen Post nicht? Bei der Bahn müssen sich Kunden auch auf Preiserhöhungen trotz zahlreicher Verspätungen und Zugausfälle einstellen. Für mich gehört beides zur Grundversorgung und ich wünsche Beschäftigten in beiden Unternehmen bessere bzw. gute Arbeitsbedingungen.

Giselbert

Also an der Post habe ich überhaupt nichts auszusetzen, auch unser Postbote für Briefe und Pakete ist immer super freundlich. Im Gegensatz zu anderen Paketdienstleistern, da werden Paket rumgeschmissen, man ist grundsätzlich unfreundlich und eine Verständigung in deutsch ist so gut wie unmöglich.

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MargaretaK.

Plötzlich war mein Kommentar weg. Deshalb 2. Teil.

Bei uns in der Anlage wird geliefert von DHL, Amazon, Hermes usw. Zusätzlich die Briefpost. Die, die ich regelmäßig sehe, da ist eindeutig kein einziger BIO-Deutscher dabei. Alle ausnehmend freundlich und hilfsbereit. Der von UPS hat mir kürzlich sogar geholfen, meine schwere Altpapierkiste in den Container zu leeren 

Der Briefträger kommt mit dem schweren Fahrrad bei Wind und Wetter. Grüßt schon von weitem. Ist übrigens Syrer. Gekommen 2018, sehr gute Deutschkenntnisse.

Vielleicht sollten Sie ein bisschen freundlicher zu den "Helfern im Alltag" sein? 

rolato

Persönlich habe ich fast nur gute Erfahrungen mit Post und privaten Paketdiensten. Früher, also vor mehr als 20 Jahren hatte der Postbote sein Revier, den kannte man. Die Zusteller wechseln heute viel öfter was aber für mich kein Problem ist. Manche sind in der deutschen Sprache noch nicht so fest was aber für ihre Tätigkeit nicht zwingend notwendig ist, klappt trotzdem. Deshalb verstehe ich nicht warum man es in Deutschland Menschen so schwer macht in Arbeit zu kommen auch wenn sie keinen Deutschkurs vorweisen. Einerseits sprechen auch manche kaum deutsch sind aber komischerweise in Arbeit. 

Santin

So ist es bei mir auch. Vollste Zustimmung für Ihren Kommentar. 

harry_up

Dann überwinden Sie Ihre Abneigung gegenden Ausländer doch einmal und "entwaffnen" Sie Ihren unfreundlichen und kaum verständlich deutsch sprechenden Paketdienstleister mal versuchsweise mit 2 € und einem Lächeln.

Sie werden erstaunt sein. 

gelassenbleiben

„und eine Verständigung in deutsch ist so gut wie unmöglich.“

Das Problem kann man wohl nur als bekennender Wähler von Rassisten hier zu diesen Thema aufbringen

Ist dich schön, das auch  durch Migration auch unsere Logistik unterstützt wird

Sie sollten sich bei dem Zusteller  dafür bedanken.
 

Santin

"Also an der Post habe ich überhaupt nichts auszusetzen, auch unser Postbote für Briefe und Pakete ist immer super freundlich. Im Gegensatz zu anderen Paketdienstleistern, da werden Paket rumgeschmissen, man ist grundsätzlich unfreundlich und eine Verständigung in deutsch ist so gut wie unmöglich.“

Egal welcher Nationalität oder welcher Firma, können Sie sich vorstellen, 8-10 Stunden bei Wind und Wetter, keinen Parkplatz finden, auch sehr schwere Pakete (bei mir letzte Woche 47 kg) zu schleppen, inklusive missgelaunte Kunden? Sie werden wahrscheinlich in der 7-8 Stunde auch kein Dauerlächeln mehr haben. Vielleicht sind Sie derjenige, der mit lauten "Dankeschön" und Lächeln vorangeht, denn wie es im Wald reinschallt, schallt es heraus.

Schneeflocke ❄️

"...man ist grundsätzlich unfreundlich und eine Verständigung in deutsch ist so gut wie unmöglich..."

 

Das kommt natürlich schon mal vor, dass jemand unfreundlich ist. Aber grundsätzlich unfreundlich? Wenn derjenige kein Deutsch versteht, ist der vielleicht deswegen grundsätzlich unfreundlich zu Ihnen, weil er vielleicht Angst vor Ihnen hat? Vielleicht hat er auch Zeitdruck (Ärger vom Chef wenn es nicht flott genug geht) und dann versteht er nicht, was Sie verlangen? Ich halte es dann so, dass ich helfe. Z.B. Tür freundlich aufhalten, zeigen wo welcher Nachbar seine Klingel hat, zeigen wo Pakete abgestellt werden können usw. Und außerdem halte ich stets ein Leckerli bereit. Einfach mal mit Güte probieren, dann klappt das schon. Versuchen Sie es doch noch mal.🙂

Thomas D.

Wie bitte?! Nichtdeutsche Postzusteller?! Na, das ist doch ein schwerer Schock, nicht wahr?

neuer_name

Rekord-Kundenbeschwerden, aber Gewinne von über 8 Milliarden Euro. Das passt doch nicht zusammen, zumal die Post weiter Ihr Fialnetz (entgegen dem Vertrag) ausdünnt was weiter zur Kundenunzufriedenheit führt.

Tada

 "Die Unternehmen müssen sich rechtzeitig um saisonale Arbeitskräfte bemühen, um das Weihnachtsgeschäft zu meistern."

....

Das kann doch nicht alles an Kritikpunkten gewesen sein, oder? 

Für mich hört sich das geradezu albern an. Wenn ich will, dass etwas rechtzeitig vor Weihnachten ankommt, dann muss ich es rechtzeitig verschicken oder bestellen.

Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da war es normal, dass ein Paket innerhalb Deutschlands bis zu zwei  Wochen(!!!) unterwegs gewesen ist. 

Insgesamt dauert die Lieferung bei der Post immer kürzer trotz "französischer Zustände" (immer irgendwo Streik).

Walter2929

Gibt es immer noch die unsägliche Personalpolitik der Post bei der man einen Mitarbeiter immer nur für eine kurze begrenzte Zeit einstellt um ihn dann wieder für 3 Monate zu entlassen?
Diese Mitarbeiter können kaum Rentenansprüche aufbauen.

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Egleichhmalf

Auch da gilt: Augen auf bei der Berufswahl. Da ist jeder zumindest in weiten Teilen seines Glückes Schmied.

Kaneel

Wenn Sie diese auf mich leichthin formulierte Aussage weiterdenken, gibt es vermutlich demnächst weder Zusteller, noch Pflegekräfte, noch Handwerker usw. Kein Wunder, dass junge Menschen sich gegen körperlich anstrengende, weniger gut bezahlte und angesehene Berufe entscheiden, wenn die ausschließlich im Bürostuhl sitzend Denkarbeitenden solche Tätigkeiten nicht wertschätzen und meinen sich über andere Menschen stellen zu müssen. Ich halte verschiedene Tätigkeiten für gesellschaft wichtig.

Santin

"Auch da gilt: Augen auf bei der Berufswahl. Da ist jeder zumindest in weiten Teilen seines Glückes Schmied.“

NEIN. 
Dieser Spruch ist so etwas von überholt. Beispiel Bergleute, Schriftsetzer im Bleisatz weggefallen in der Vergangenheit, und in der Zukunft, aufgrund der immer schnelleren Digitalisierung, werden auch zig andere Berufe. wegfallen. Das konnten Menschen vor ca. 30/35 Jahren, die einen Beruf erlernt haben nicht ahnen.

harry_up

Das ist ja mal ein schwacher Trost, finden Sie nicht?

Opa Klaus

Diese gibt es in der Tat, wie ich aus eigener Erfahrung berichten kann. Da wendet sich die Post im Oktober oder Anfang November an die Arbeitsagenturen und Jobcenter um MA zu rekrutieren. Befristete AV bis 31. 12. Verbunden mit dem Hinweis, es gäbe durchaus eine Option auf Verlängerung des AV darüber hinaus. Allerdings habe ich es noch nie erlebt, dass diese Option auch gezogen wurde. 

Kristallin

Auf Stepstone (zum Beispiel) sucht "die Post" ausschließlich Paketzusteller./Innen zur Aushilfe oder als Abrufkraft. 

Und natürlich auf Minijob Basis, es wird natürlich keine Zeitraumbegrenzung angegeben. 

Kaneel

Politisch scheint es aber zukünftig wieder stärker gewünscht und gefordert, dass solche Stellen angenommen werden, anstatt sich für eine Tägigkeit mit langfristiger Beschäftigungsperspektive qualifizieren zu dürfen.

Schneeflocke ❄️

"Der Chef der Regulierungsbehörde führt die Probleme auf Personalmangel zurück. Es gehe um flexiblen Arbeitseinsatz, sagte Müller. "Die Unternehmen müssen sich rechtzeitig um saisonale Arbeitskräfte bemühen, um das Weihnachtsgeschäft zu meistern."

 

Saisonale Arbeitskräfte haben den Nachteil, dass sie kein festes Anstellungsverhältnis bekommen und später auch niemand für ihre ramponierten Knochen aufkommen wird. Wegwerf-Arbeitnehmer. Da muss man natürlich als Chef auch bereit sein, für den Arbeitnehmer attraktiv auszugleichen, z.B. durch doppelten Lohn. Aber wenn man Menschen nur zum eigenen Vorteil ausbeuten will, ist das nun mal schwierig.

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MargaretaK.

Und dazu kommt noch: keine Möglichkeit eine adäquate Rente aufzubauen. Von einer Arbeitslosenversicherung, die im Fall des Falles einspringt, reden wir nicht. 

Was für ein Leben sind diese Menschen gezwungen zu leben. 

Und da gibt's dann tatsächlich auch noch Mitmenschen (kürzlich Kommentare auf Instagram dazu gelesen) die voller Verachtung auf diese Ausgebeuteten herabsehen.

Schneeflocke ❄️

"Und da gibt's dann tatsächlich auch noch Mitmenschen (kürzlich Kommentare auf Instagram dazu gelesen) die voller Verachtung auf diese Ausgebeuteten herabsehen."

 

Die Kommtentare habe ich jetzt nicht gesehen, aber meistens ist das bei dem von Ihnen beobachteten Zuständen so, dass die Lästermäuler ein Problem mit sich selber haben und sich dann auf dem Rücken Schwächerer erhöhen wollen. Damit diskreditieren die sich nur selber. Manchmal kann man sich wirklich nur wundern, wie viel unreifes Gemüse so durch die Lande turnt... Für mich sind die Boten sowas wie kleine "Helden". Das schwere Geschleppe bei Eis und Schnee oder Brüllhitze. Das sollen die Spötter erstmal nachmachen!

Santin

"Von einer Arbeitslosenversicherung, die im Fall des Falles einspringt, reden wir nicht."

Arbeitslosenversicherung haben alle Angestellten, außer Minijobende. Das Problem sind die Selbständigen Sub(-Sub) Unternehmer/innen. Die Hürden zur Aufnahme in die freiwillige Arbeitslosenversicherung sind sehr hoch. 

Und ein weiteres Problem ist die Leiharbeit, politisch gewollt in der Agenda 2010 von Kanzler Schröder: 

Deregulierung der Leiharbeit in Deutschland: "Ziel dieser Maßnahme war eine Flexibilisierung des Arbeitsmarktes sowie eine Erhöhung der gesellschaftlichen Akzeptanz von Leiharbeit.“

Entwicklung der Anzahl an Leiharbeitskräften nach Branchen (1998 = 100) und in Personen:

Verarbeitendes Gewerbe
1998 = 100,0
2004 = 134,4
2006 = 246,4

Dienstleistungen
1998 = 100,0
2004 = 150,0
2006 = 242,1

harry_up

Ich kann Ihnen und @Schneeflocke nur vollstens zustimmen.

rolato

Da muss man natürlich als Chef auch bereit sein, für den Arbeitnehmer attraktiv auszugleichen, z.B. durch doppelten Lohn. Aber wenn man Menschen nur zum eigenen Vorteil ausbeuten will, ist das nun mal schwierig.

Wenn diese Arbeitnehmer dann für mehr Lohn und bessere Arbeitszeiten demonstrieren würden, wären zahlreiche Bürger wieder verärgert. Unsere Gesellschaft ist oft widersprüchlich, einerseits bessere Arbeitsbedingungen fordern und Solidarität bekunden, aber streiken soll dann doch lieber keiner, fühlt sich gleich jeder eingeschränkt. Irgendwie Heuchelei.

odiug

Die Post, oh je. Also Briefe wollen sie eigentlich nicht mehr transportieren, Bankgeschäfte sind nicht so ihr Ding, Pakete bringt ihnen viel Geld ein, aber bei der Paketannahme wird es dann doch wieder schwierig. Gebühren anheben klappt eigentlich schon immer am besten. Also Deutsche Post und Deutsche Bahn sind wirkliche Plagen für uns Bürger. Dabei sage ich aber auch ganz klar, Briefträger, Zugführer und Zugbegleiter nehme ich davon aus, die sind eigentlich die, die diese Institutionen noch am Laufen halten.