Eine Person sitzt alleine auf einer Bank

Ihre Meinung zu Bundesregierung will gegen Einsamkeit vorgehen

Einsamkeit kann zum Problem werden. Nicht nur für Betroffene, sondern auch für die gesamte Gesellschaft, meint Familienministerin Paus. Aktionswochen sollen Aufmerksamkeit schaffen. Mehr Geld wird es nicht geben. Von Nina Amin

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125 Kommentare

Kommentare

werner1955

sozial isoliert?

Jeder kann das selbst entscheiden. Eigenverantwortung und Selbstbestimmung helfen da auch. 

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rimitino

Richtig, vorausgesetzt die Finanzen sind vorhanden!

Mauersegler

Es geht um die, die das nicht selbst entscheiden können.

werner1955

Und Geld löst das Problem? Nein so gehts nicht.

Butterblume'

Nein, leider, so einfach ist das nicht. 

 

Gassi

Deutschland als das Land der Vereine bietet viele Betätigungsfelder. Wollen muss man SELBST halt auch: Fernseher aus, das Bier wegstellen, den Ar... lupfen, rausgehen und ETWAS TUN. Nicht abwarten bis man unterhalten wird. Das Motto "mach mich mal lustig" funktioniert nirgends.  

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werner1955

So sehe ich das auch. Un ddas hat mit geld michts zu tun. 

nie wieder spd

Die gefühlskalte GB  - Regierung hat doch im letzten Jahr gleich ein ganzes Ministerium für diese Aufgabe gegründet. Was genau darüber hinaus seitdem besser geworden ist, wurde wahrscheinlich mangels positiver Ergebnisse bisher nicht berichtet. So wird das wohl auch in Deutschland laufen. 

Zuschauer49

Kei Wunder, daß quasi der Staatsbankrott vor der Tür steht, wenn man bedenkt, wie viele solche Hobby-Initiativen Mittel und Stellen erfordern. Ich habe in meiner Schulzeit noch gelernt, daß der Sinn des Staates der Erhalt des Landes z.B. gegen äußere Angriffe ist, sowie Infrastrukturmaßnahmen, für die der einzelne Bürger oder die Städte und Gemeinden nicht die notwendigen Mittel haben. Klar, daß Gesetzgebung, Rechtspflege und die Aufrechterhaltung des Gewaltmonopols für den Staat auch dazu gehören. Dann kann man dem Bürger und der Kommune neun FZehntel der ausufernden  Steuern belassen und sie damit unter anderem in die Lage versetzen, der Vereinsamung auf persönlicher oder kommunaler Ebene entgegenzuwirken. 

Kritikunerwünscht

Wenn die Regierung gegen Vereinsamung vorgehen will, habe ich für eine Zielgruppe ein probates Mittel: Rentenerhöhung auf ein Niveau, dass die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht. Wenn sehr viele Rentner gerade so über die Runden kommen und kein Geld für Treffen, Veranstaltungen, Clubs, Vereine haben, vereinsamen sie. Und wenn die Regierung dann einseitig Pensionäre beschenkt, Rentner wie üblich im Regen stehen lässt, darf sie sich nicht über Vereinsamung bei Rentnern wundern.  Auch bei vielen anderen Betroffenen wird viel von den finanziellen Möglichkeiten abhängen, von der sozialen Teilhabe.

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rimitino

Ich will Ihre Worte dahingehend erweitern: Jede Rentnerin und oder Rentner erhält unabhängig von seinem Sparkonto usw. eine Staatsgarantie für eine "Gutes Zuhause", bishin zum Abschied! Die entsprechenden Einrichtungen, auch private, werden von staatlichen Organen kontrolliert und finanziert! Das Zie muss sein: Mit Freude und Glück alt werden! Für jeden!

Account gelöscht

Frau Paus setzt hier das Zeichen, dass sie das Problem der Vereinsamung erkannt hat, aber keine Mittel aufwenden möchte. Früher nannte man das "warme Worte", heute "Strategiepapier"...

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falsa demonstratio

"Frau Paus setzt hier das Zeichen, dass sie das Problem der Vereinsamung erkannt hat, aber keine Mittel aufwenden möchte."

Hat Frau Paus denn in ihrem Ministerium die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung?

Ich glaube ich habe kürzlich irgendwo etwas von akuellen Sparmaßnahmen der Regierung gelesen. 

werner1955

Vereinsamung?
Wie haben dann die menschen ohne TV, Medien, Handy und Influenzer überhaupt überleben können? 

gelassenbleiben

„Vereinsamung?
Wie haben dann die menschen ohne TV, Medien, Handy und Influenzer überhaupt überleben können?“

Oder ohne TS-Kommentarfunktion……

upps

 

 


 

Kristallin

Sind durchschnittlich einfach nicht so alt geworden "Damals'"......

Außerdem wird es auch "Damals" schon viele einsame ältere Menschen gegeben haben, hat nur kaum Jemand thematisiert "Damals". 

Butterblume'

Sie hat es aber publiziert, weil sie das Problem erkannt hat. Das ist schon viel in einer Finanzmacht, wo niemand Zeit für seinen Nächsten hat. 

Vielleicht helfen dort  private Firmen mal. Der  Bundeshaushalt siehts sicher nicht vor, wo man bemüht ist, 2 Kriege zu fomentieren. 

Die Kirche muss einspringen. 

 

Bahnfahrerin

Das fällt unserer Politik aber früh auf... Während Corona wurden gerade allein lebende Menschen ziemlich rigoros "weggesperrt" und von jeglichem sozialem Umfeld isoliert während man den Fokus bei den Maßnahmen immer auf möglichst lange Öffnung der Schulen (ist auch wichtig aber eben nicht nur) und Familien richtete (auch in der rückblickenden Bewertung)... 

Ist schön, dass die Politik wenigstens wahrgenommen hat, dass das seit Corona angestiegen ist, die Ursache in den damaligen Maßnahmen zu suchen darf man aber nicht erwarten (auch nicht von den Grünen, die gerade in Baden-Württemberg hier auch eher strengere Maßnahmen trafen)...

Ob es dafür ein langes (und vielleicht teures) Strategiepapier gebraucht hätte? Und ja, die Sportvereine sollen es mal wieder richten...

Hille-SH

Naja, die Menschen lernen eben dazu !

In den letzten 20 Jahren wurde uns doch aggressiv vermittelt, dass nur DER nach vorne kommt, glücklich und zufrieden wird, DER egoistisch und empathielos ist,  DER respektlos, nur erfolgsorientiert, verantwortungslos und skrupellos ist, DER keinen Anstand, keine Ehrlichkeit und Verbundenheit mehr kennt, DER verlogen und narzisstisch ist.

Die Deutsche Politik lebt es uns doch (noch heute) JEDEN Tag vor (man ist NIE verantwortlich für NICHTS), Werbung und Medien erledigten die Jahre den Rest !!!

Wo frage ich, solle denn da noch Zeit für "gesellschaftlichen Zusammenhalt und Rücksichtnahme" bleiben, dessen Verlust PLÖTZLICH die dt. Politik ängstigt ???

Die verlogene Politik "riecht" längst den Rauch und vermutet den verheerenden Brand,...fühlt sich aber SELBST nicht verantwortlich. "Man beobachte mit Sorge"...

Keine Sorge, die SORGEN der Politik deswegen... werden schnell & rapide wachsen...

 

Linkseinbiegen-Statt-Rückwärtsfahren

Es gibt auch die Gruppe der Behinderten: Hier wird die Einsamkeit allein schon dadurch gefördert, dass Hilfsmittel und Hilfeleistungen, die soziale Kontakte ermöglichen würden, von Anträgen bei Behörden oder Krankenkassen abhängig sind und dass diese Behörden/Kassen darauf "getrimmt" sind, so oft wie nur möglich Anträge abzulehnen.

Ich denke an, die Vergabe von Merkzeichen aG, von Finanzierungen von Fahrzeugumbauten oder Taxifahrten, von Elektromobilen und dergleichen, also alles, was für Behinderte eine Fortbewegung von A nach B möglich machen könnte.

Behinderte sind daher oft dazu "verdammt", allein zu leben und soziale Kontakte abzubrechen. 

Ich habe vor wenigen Monaten ein Urteil eines Landessozialgerichts gelesen, das 10 Jahre nach Erstantrag eines Behinderten diesem dann -endlich- das beantragte Behindertenfahrzeug zugestanden hat. 10 Jahre sind für mich eine viel zu lange Zeit ...

franxinatra

Die Liquidierung des Zivildienstes hatte schwerwiegendere Folgen für die Sozialkompetenz der nachwachsenden Generationen als manchen lieb ist; Pflichtdienste als Vergehen gegen freiheitliche Grundrechte zu bezeichnen ist für mich eine Diktatur der Egomanie: es gibt keine Freiheit ohne Pflichten!

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WirSindLegion

Wer hatte denn für die ersatzlose Streichung der Zivis die politische Verantwortung ?     Fängt mit "Mer" an und hört mit "kel "auf.  Das nun 12 Jahre später wieder einführen zu wollen ist doch recht illusorisch und eine extreme Ungerechtigkeit gegenüber 12 Jahrgängen, die das nicht machen mussten.

Kristallin

"Pflichtdienste" an pflegebedürftigen und einsamen Menschen, sind keine die den betroffenen Menschen mit ehrlicher Emphatie erbracht werden können.

Zivis hatten zumimdest eine "soziale Ader" wenn sie sich bewusst für Pflege entschieden.

Wenn man junge Menschen nun wahllos zum Dienst an vunerablen Menschen verpflichtet, wo ist da die Entscheidung dazu? Die "soziale Ader"?  

w120

Es gibt genügend Untersuchungen, die aufzeigen, dass Menschen mit weniger Bildung und/oder verfügbaren finanziellen Mitteln, bis zu 8 Jahren früher sterben.

Das wird sich auch in einer Einsamkeit niederschlagen.

Es gibt Menschen, die brauchen immer jemanden um sich, andere kommen gut damit klar alleine zu sein.

Aber soziale Kontakte sind unabdingbar wichtig, um diese zeitlichen Phasen des Tages zu meistern.

Je älter man wird, desto mehr verläßt man die Wohngemeinschaftsmentalität, in der man zum Beisammensein mit einer Flasche Lambrusco auskam. 

Es gibt viele Menschen, die im Alter durch Gebrechlichkeit und/oder Krankheit nicht mehr an Aktivitäten teilnehmen konnten und um die es immer stiller wurde.

Dass heutige, jeder ist selbstverantwortlich, das ist, für mich, nur das Ausgrenzen durch die Gesellschaft.

Ein Hobby, das Freude schenkt und Freunde, die einem zuhören und zu einem stehen, das ist aber auch durch Geld nicht zu ersetzen.

Aber man braucht Geld für eine Teilnahme am Leben.

Spicher Jung

Verarmung macht auch einsam. Die Bundesregierung arbeitet gerade an die Qunter zu erhöhen.

rimitino

Einsamkeit macht krank und traurig! Für die Mehrheit der Großeltern - ganz besonders heute - eine Realität! Sie, die Alten haben ja ihre Schuldigkeit getan, und damit hat es sich! Vergleicht man die Großeltern in dem gesamten skandinawien Territorium, Norwegen, Schweden, Finnland und Dänemark, dann fliegt einem  Hut vom Kiopf, so fröhlich sind sie dort! In diesen Staaten alt und sehr alt zu werden, macht richtig Freude! Sie, die Alten , bleiben alle zusammen, bis hin zur Erlösung! Wir Deutsche, sind davon noch 100 Jahre von entfernt!

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falsa demonstratio

Ich danke Ihnen für Ihren Beitrag, macht er mir doch deutlich, wie gut ich es mit meiner Famlie habe.

Ob es vielleicht auch ein wenig an meiner Frau und meiner Erziehung liegt und an derjenigen unserer Kinder.

Esche999

Da hat sich Frau Paus viel vorgenommen - im Grunde eine völlige Umstrukturierung der Gesellschaft in ihrer heutigen Form. Die Menschen haben nicht ".. das Vertrauen in die Gesellschaft verloren... ",sondern sie befinden sich in einer Gesellschaft, die die Menschen zu Einzelkämpfern erzieht - und die verhalten sich dann auch so. Daß das auch physische und psychische Konsequenzen hat merken die Menschen nicht so schnell. Die Erziehung muß dahingehend umstrukturiert werden, daß sich die Menschen wieder als soziales Kollektiv verstehen. Das Internet, so nützlich es auch einerseits ist, fördert aber  keine realen lebendigen Kollektive, sondern eine virtuelle Gemeinschaft, der die wichtigsten Komponenten des menschlichen Miteinander fehlen - wenn man so will die Wirkung der Spiegelneuronen.Eine solche Änderung des Erziehungskonzeptes könnte auch positiv auf "Pisa" wirken.

Sokrates

Frau Paus kann erkennen was sie möchte, ich hab das schon erkannt als ich noch in die Lehre ging. Das Problem gibt es nicht erst seit es Frau Paus erkannt hat. Das jetzt kein Geld locker gemacht werden wird um vielleicht Fahrdienste zu finanzieren die die Einsamen Menschen zu anderen Menschen bringen kann, warum wundert mich das jetzt nicht? Ist doch klar, die Regierung muß jetzt sparen! Was mir aber sehr übel aufstößt ist die Tatsache, daß seit ich aus der Lehre bin, in allen sozialen Bereichen immer mehr eingespart wurde und wird. Das ist einfach nur widerlich und erbärmlich!

Gassi

Tja, die vielen Vereins-Angebote leiden mehr und mehr an räumlicher und  finanzieller Untertützung durch die Gemeinden. Vielfach werden Turnhallen umgewidmet, Probelokale hochgradig überteuert, sodass die Betätigungsfelder schwinden. Ja, dd braucht's ein Ministerium dafür, dass es noch schlechter werden kann. Die Gelder dorthin shiften, wo Einsamkeit getilgt wird: in gesellschaftliche Aktivitäten, zumeist Vereine. So einfach könnte es gehen - aber erst mal endlos schwallen. Wie sagte Karl Valentin: Selig, die nichts zu sagen haben und trotzdem den Mund halten.

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Mauersegler

Ihre Vorstellung, dass es "zumeist Vereine" seien, in denen Einsamkeit "getilgt" würde, ist höchst subjektiv und ich denke, ihr würde sich nur eine Minderheit der Einsamen anschließen. Daher erachte ich Ihren überheblichen Ton als unangemessen. 

 

Tada

Es wird dich schon massiv gegen Einsamkeit vorgegangen: Die Mieten werden immer teurer, der Wohnraum fehlt und es wird immer kuscheliger in den Wohngemeinschaften. 

:-D

AufgeklärteWelt

Wie ernst es manchem deutschen Politiker in dieser wichtigen Sache ist, konnte man an dem unsäglichen Witz Linderns bei der Vorstellung des Haushalts sehen. Dass sich der Mann dabei nicht schämt, sagt einiges über seine Persönlichkeit aus. 

Vector-cal.45

Gerade der eklatante Mangel an psychotherapeutischen Maßnahmen und Betreuung für Kinder und Jugendliche ist angesichts des enorm gestiegenen Bedarfs absolut beschämend.

Für von Aufrüstung über Milliarden in die Ukraine korrupte Ukraine zu pumpen bis hin zur legendären öffentlichen Toilette am Kottbusser Tor und für so vieles Andere - dafür ist Geld da, nicht aber für die eigenen Kids.

Was es helfen soll, wenn man tief in Depressionen steckt und einen dann andauernd wildfremde grüßen, sei auch mal hinterfragt.

Gegen Vereinsamung und Isolation hilft sicherlich Geld nur bedingt. Aber “Aktionswochen“ sind lediglich eins: Heiße Luft (Hauptsache, die Staatskasse wird nicht belastet). 

marvin

"Haltet den Dieb?"
Frau Paus hat ja nicht unrecht, in Einsamkeit eine Gefahr für den Staat zu sehen. Ausgehend von einer übergriffigen Politik:

Nach Mattias Desmets "Psychologie des Totalitarismus" ist diese Vereinzelung die notwendige Grundlage jeden Totalitarismus. Zitat: "Aus einem allgemeinen Gefühl der Einsamkeit und des Mangels an sozialen Bindungen und Sinnhaftigkeit entstehen Ängste und Unzufriedenheit, die sich wiederum in Frustration und Aggression manifestieren. Diese werden von Regierungsvertretern und Massenmedien mithilfe von bestimmten Narrativen geschickt ausgenutzt und kanalisiert. In der Folge dehnt sich der Einfluss des Staates auf das Privatleben des Individuums immer mehr aus." (amazon.de/Die-Psychologie-Totalitarismus-Mattias-Desmet/dp/3958905420)

Deshalb sind totalitäre Ideologien auch niemals Argumenten zugänglich - das Gefühl der Zugehörigkeit ist das Entscheidende. Ich empfehle Desmets Interview mit Tucker Carlson (Desmet hält es selbst für sein bestes).

Sokrates

Auch so was gibt es was zur Vereinsamung von älteren Mitmenschen führen kann:

Bei mir im Haus gibt es eine ältere Frau wo dieses Jahr ihr Mann verstorben ist. Wir hatten immer ein tolles Verhältnis zueinander Sie hat sich sich so dermaßen von der ganzen Wohngemeinschaft abgekappselt, ich hatte lange vermutet wegen ihrem verstorbenen Mann. Dann wurde ich aber von ihrer Tochter und dem Sohn betont angewiesen sich von ihr fern zu halten, sie hätte Angst vor mir ich würde Sie ausnutzen. Das muß man erst mal schlucken. Ich glaube und vermute, daß die Frau von ihrer Tocher und dem Sohn eingeschüchtert wird, weil sie Angst um ihre Erbe haben!

Ich hab alles versucht zu entkräften, daß ich die Frau absolut nicht ausnutzen wolle, sondern einfach da sein möchte wenn ich ihr helfen kann und wenn es nur zu einem Gespräch ist! Aber leider hat es nichts gebracht. Man kommt weder an die Frau, noch an die Tochter und den Sohn ran, auch andere im Haus nicht!

 

Vector-cal.45

Was die Regierung mit ihrer „Corona-Politik“ während der „Pandemie“ insbesondere unter Kindern und Jugendlichen angerichtet hat, interessiert die Verantwortlichen bis heute offensichtlich nicht die Bohne.

Der Bürgermeister einer kleinen Stadt in der Nähe hatte beispielsweise damals tatsächlich den örtlichen Skatepark durch das Verstreuen von massenhaft Rollsplitt und Stroh unbenutzbar gemacht, damit sich da bloß keine Kids treffen (sonst wäre ja ganz bestimmt die Hölle losgebrochen!). Das muss man sich mal vorstellen, scheint aber niemanden mehr zu interessieren.

Und jetzt ist angeblich kein Geld da für psychologische Betreuung, die Kinderpsychiatrien sind hoffnungslos überlaufen (sofern keine akute Suizidgefahr besteht, Wartezeit mindestens 6 Monate), eine Aufarbeitung der erzwungenen (!) und verfassungswidrigen (!) Isolation und Vereinsamung von Kindern und Jugendlich findet nicht statt.

Da sieht man mal wieder ganz genau, welchen Stellenwert die Kids hier so haben.

schnitzundschnitz

Vereinsamung ist vom gerade laufenden Gesellschaftsmodell gewollt. Es zerstört soziale Beziehungen so nachhaltig, weil jedes menschliche Bedürfnis als unerschöpfliche Geldquelle zählt. Ein jedes wird eine Dienstleistung. 

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Kristallin

Ja aber das ist eben der Kapitalismus, "Vunerablität", wird mehr und mehr verachtet und daher missachtet.

TapferSchneiderlein

Es zeigt sich der Wandel der Gesellschaft. Kinder wenn übehaupt dann spät - nach der Karriere. Sozialer Wohnungsbau vorbei am Familienbedarf (Größe, Kosten, Lage). Schlechtbezahlte Altenpflege (Gastarbeiter, Roboter). Status und ein "gutes Leben" gehen vor einer Planung fürs Alter. Die ganze Welt gesehen und nun interessiert sich niemand wie's mir geht!

Ich meine ein Umdenken ist angesagt. Nicht ein möglichst langes Leben ist anzustreben sondern ein möglichst ausgefülltes. Nicht die Verpackung sondern der Inhalt ist wichtig.

Bauer Tom

"Wir wissen, dass das während Corona hochgeschnellt ist auf 40 Prozent in Deutschland",

 

Das sollte eher heissen "waehrend der Quarantaine".

In Laendern, die das nicht auferlegten ist es nicht hochgeschnellt.

Darueber sollten sich die Verantwortlichen mal Gedanken machen.

 

 

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Maddin MMX

Lieber Tom. Finden Sie das nicht selber etwas einseitig? Sie schreiben von der Quarantäne und behaupten dazu, dass das in Länder ohne Quarantäne nicht passiert ist. 

Sie bennen aber explizit KEINE Länder und benennen auch die Konsequenzen nicht, die keine oder weniger strenge Quarantäne mit sich gezogen haben. 

Ich finde es etwas bedauerlich, wenn man so einseitig schreibt. Man könnte den Eindruck gewinnen, dass der Verfasser einer solchen Nachricht nicht wirklich an Fakten interessiert ist sonder eher sein eigene Meinung bestätigt haben möchte. Schade, so entsteht keine gute Debatte. 

Schiebaer

Einsam sein liegt aber auch ein bisschen an einem selbst. Wer nie ausser arbeiten und konsumieren auch an das ausfüllen seiner Freizeit gedacht hat mit Hobby wie Wandern, Radfahren , Sport und vieles mehr wird einsam werden. Auch muss das alles nicht viel Geld kosten.Ich persönlich werde wohl nie einsam werden.Familie hält mich ganz schön auf trab.

Schneeflocke ❄️

"Weitere finanzielle Mittel, um die Vorhaben der Strategie umzusetzen plant die Familienministerin nicht ein. Die Strukturen wie Sportvereine, in denen die Maßnahmen greifen sollen, gebe es ja schon, meint Paus."

 

Vorhandene Sportvereine u.a. nützen armen Menschen gar nichts, wenn sie die Beiträge dafür nicht bezahlen können. Oder die Fahrtkosten dahin. Oder gar noch ein Getränk im Anschluss daran mit anderen. Oder die Bekleidung und Ausrüstung dafür. Man kann das drehen und wenden wie man will. Ohne Moos nix los und Einsamkeit ist vorprogrammiert. Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erfordert nun mal auch Geld. 

Robert Wypchlo

In den Millionenstädten dieser Welt kann man sich kurioserweise viel einsamer fühlen als in sehr landschaftlichen Gebieten wie Alaska.

wenigfahrer

Stellt sich die Frage wie man Einsamkeit denn bei einzelnen feststellen, die melden sich ja meist nicht von allein, und dann ist noch entscheidend was man für Gemeinsamkeiten aufwenden kann, so gut wie immer hängt auch Geld daran.

Denn es gibt nichts mehr ohne kosten, also ist ein gemeinsam nicht so einfach wie es dargestellt wird, das ist bei Jung und auch bei Rentner das selbe Dilemma, und das wird sich noch verstärken wenn ich an die neuen Dinge denke die kommen sollen.

Schneeflocke ❄️

Wie gut wir es doch haben, dass es das TS-Forum gibt! Selbst wenn man total platt von der Maloche ist und nicht mehr weggehen möchte, finden sich hier Diskussionspartner ein. Auch schön, dass die Meinungen oft so auseinander driften, langweilig wird es hier nie. Ich hoffe, dass an den Feiertagen auch mal "offen" ist. Ich würde Sie alle sonst vermissen. Schönen Abend noch.

NieWiederAfd

Großbritannien hatte vor Jahren mal ein eigenes Ministerium, das sich mit der Einsamkeit von Menschen und mit Gegensteuerung befasst hat: eines der wenigen nachahmenswerten Modelle der britischen Politik.

Moderation

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SirTaki

Nehme man 70 % der Leute das Handy und Kopfhörer weg, hätte man eine Basis, wieder andere wahrzunehmen. 

 Einsamkeit hat man auch, wenn man nicht mobil ist und eine Wohnung ohne Lift im obersten Stockwerk hat 

Da gibt's viele Spielarten. Wer hört heute noch länger zu, wenn andere was sagen oder eine Unterhaltung führen? Die wenigsten. Meist sind es ältere Leute, die nicht mit digitalem Firlefanz groß wurden.

Man kann Projekte besser bündeln statt viele nebeneinander für kurze Zeit aufzuziehen.

Und der Umgang miteinander gehört auch nicht gerade zu den Sternstunden der Gesellschaft.

Da ist viel Luft nach oben. Für die meisten Leute wohl eher eine unbequeme Verhaltensänderung.

 

043911

Es wird garnicht begriffen worum es geht.

Die Menschen werden immer einsamer weil der Kapitalismus immer assozialer wird.

Diese Arbeitswelt ist fast nicht mehr auszuhalten, immer schneller, immer "effektiver", immer bekloppter...

Ein dummes System, welches zum scheitern verurteilt ist.