René Benko

Ihre Meinung zu Benko - Aufstieg und möglicher Fall eines Immobilien-Tycoons

Der österreichische Immobilienunternehmer Benko steht möglicherweise vor einem Scherbenhaufen seines Lebenswerks. Investoren fürchten um ihr Geld und wollen ihn loswerden. Andere haben Gründe, sein Scheitern zu fürchten. Von Wolfgang Vichtl.

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114 Kommentare

Kommentare

MrEnigma

Kann es sein, dass diese Leute mal einmal einen Deal mit Glück gemacht haben und dann tatsächlich auch nur nochmal Menschen sind, die nicht allwissend sind? Sowas!

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fathaland slim

Seltsamer Kommentar, den ich nicht so richtig verstehe.

MrEnigma

Oft wird bei Leuten mit Geld angenommen, dass die irgendwie schlauer seien als alle anderen Leute. Zu sehen auch an Musk. Und ziemlich oft stellt sich dann heraus - nö, auch diese Leute können weder die Zukunft vorhersagen, noch gelingt ihnen alles. 

Und gerade in diesem Fall ist es einfach interessant, wie viele Millionen Steuergelder verschwendet wurden, im Glauben, dass da jemand den Einzelhandel revolutionieren würde, siehe Karstadt. Denn tatsächlich ist das Geschäftsmodell alles andere als tragfähig. 

Und es ist zudem immer wieder spannend, wer am Ende die Zeche für die gescheiterten genialen Ideen trägt. 

Miauzi

Er hatte auch nie vor die Kaufhäuser zu revolutionieren ... warum zahlen den diese an eine seiner Firmen Mio. an Euro "Beratungsgebühren"??

In dem Projekt in Hamburg stecken seine Anteile in einem undurchschaubaren Firmen-Geflecht (aus mehr als 100 Firmen!) ... wenn er da aussteigt - verliert er selbst nicht einen einzigen Cent!

Das ist eigentlich sein Basis-"KnowHow" ... so hat er schon vor Jahren in den USA aggiert ... immer wieder "Sanierungs"-Projekte angefangen und zig Mio an öffentlichen Fördergeldern eingenommen. Passiert ist aber in der Regel nie etwas ... die Industrie-Brache blieb eine Brache ... er und das an ihn gezahlte geld waren aber weg ... und dank der undurchsichtigen Firmen-Konstruktionen war er nie juristisch greifbar!

Gab vor 2-3 Jahren im ÖRTV eine längere Doku dazu.

Und nun zieht er diese "Nummer" in D-Land durch ... quasi das "wirecard" der Immobilien-Branche.

Bender Rodriguez

Ein wjnderbares Argumrnt gegen Sub sub sub.... vergabe.

EIN haftbarer Ansprechpartner muss reichen. Wievieleysjbs der hätte, wäre dann egal.

Aber woher sollten dss unsere Politiker wissen? Über sowas habe ich schon vir 30 jahren mit dem Prof gestritten. 

Bender Rodriguez

Quod erat expectandum.

Aber ganz genau so ist es. Einmal Glück, zu haben, ist nett. Macht aber niemanden zum Genie. 

R A D I O

Benko hat mehr als einen Deal gemacht. Und er weiß, dass sich nicht nur österreichische Ex-Politiker im Beirat seiner Holding gut machen, sondern auch sehr renommierte deutsche (Ex-)Unternehmensberater, Vorstandsvorsitzende großer internat. Banken, Verwaltungsratspräsidenten von Markenschokoladekonzernen aus der Schweiz, Dozenten an berühmten Managementinstituten und Präsidenten des Österreichischen Olympischen Komitees . Das ist sogar strategisch klug von ihm gewesen. Operativ war er sowieso gekonnt unterwegs.

Nettie

"Investoren fürchten um ihr Geld und wollen ihn loswerden. Andere haben Gründe, sein Scheitern zu fürchten"

Das grundlegende Problem ist ein politisches bzw. Wirtschafts- und Finanzsystem, das es aufgrund seiner intransparenten Bewertungsmechanismen und 'exklusiven Befugnisse' ermöglicht bzw. dafür 'sorgt', dass all diese 'Anderen' tatsächlich gute Gründe haben, das Scheitern eines einzelnen 'Investors' zu fürchten.

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R A D I O

In der Regel kommen diese "Anderen" an das Vermögen, der in diesem System (vermeintlich) Scheiternden günstiger ran. Im Kapitalismus gibt es keine 'exklusiven Befugnisse' und die Bewertungen sind, je nach Rechtsform, Größe und der Verträge, die sie eingehen - insb. mit ihren Eigentümern und Kreditgebern - relativ transparent. Am transparentesten, wenn sie an der Börse notieren. Tut SIGNA nicht, aber ein "Wertemanagement" mit dem es sich zu einer "ethisch integren Handlungsweise, der Einhaltung international anerkannter gesellschaftlicher Normen und der Berücksichtigung von ökologisch und sozial relevanten Aspekten im Geschäftsalltag", verpflichtet, hat es (Selbstaussage). Und mit dem "Code of Conduct for Business Partners" erwartet die Holding, dass sich Geschäftspartner an ethischen Grundprinzipien orientieren und nachhaltig wirtschaften (siehe signa.at). Sehr modern und hip und trendig, würde ich sagen.

Nettie

"Im Kapitalismus gibt es keine 'exklusiven Befugnisse...' 

Nicht? 

...und die Bewertungen sind, je nach Rechtsform, Größe und der Verträge, die sie eingehen - insb. mit ihren Eigentümern und Kreditgebern - relativ transparent"

Finden Sie? In einer Demokratie kann jeder, der Behauptungen für falsch hält (wie ich Ihre) das auch frei äußern.

R A D I O

Ich habe nichts dagegen, auch nicht, wenn Sie keine Begründung haben. Bin der Auffassung, dass Sie sich damit keinen Gefallen tun.

Nettie

"Bin der Auffassung, dass Sie sich damit keinen Gefallen tun"

Damit, dass ich statt Ihren Behauptungen zu glauben meine eigenen Schlüsse aus (öffentlichen, also in Demokratien allgemein zugänglichen) Informationen ziehe? Und warum sollte ich das 'begründen' müssen?

flegar

"Code of Conduct for Business Partners"
Klingt gut, ist aber nur ein Papiertiger. Im Business wird nur auf den eigenen Vorteil geachtet. Das Gesetz "Eigentum verpflichtet" ist ein Gesetz und nicht einmal daran halten sich die meisten Eigentümer.

rjbhome

Der wird schon nicht so hart fallen.

Von den Millionen Steuergeld die Ihm zugeschnitten wurden   wird er schon was zur Seite gelegt haben 

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fathaland slim

Zugeschnitten? Millionen Steuergeld?

Bender Rodriguez

 Bitte nicht aktiv     'nichtverstehen' wollen.

Sie hat schon recht, mit ihrer Vermutung

flegar

Kann unter anderem im Handelsblatt nachgelesen werden (siehe google):

2021: Galeria Karstadt Kaufhof erhält 460 Millionen Euro Staatshilfen. 

Kaufhof = Benko.

Dicodes

Armer Mann, muss sich wohl mit 46 und garantiert mit einem privaten Millionen Vermögen  auf sein Altenteil zurückziehen. Die Bauruinen in Hamburg mit dem Elbtower, in München das neue Stadtquartier Corbinian zwischen Stachus und Hauptbahnhof, in Stuttgart in der Königsstraße oder die Carschhaus-Baustelle in Düsseldorf werden dann wohl auf Kosten des Steuerzahlers fertiggestellt. 

Ich wundere mich immer wieder wie z.B Bürgermeister auf so einen "Wunderwuzzi" hereinfallen können.

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fathaland slim

Sie meinen, die Unternehmen des Herrn Benko würden verstaatlicht?

Bender Rodriguez

Warum verstaatlicht? Was bringt dich zu der Annahme?

Selbstverständlich wird irgendwer die Zeche zahlen müssen.

MrEnigma

Es gibt auch Leute, die stellen sich einen Kristall nebens Bett, um mit den Toten zu sprechen. 

Nettie

"Ich wundere mich immer wieder wie z.B Bürgermeister auf so einen "Wunderwuzzi" hereinfallen können"

Das ist ein Problem. Weil das 'Wunder', das diese "Wunderwuzzis" vollbringen nicht darin besteht, aus Nichts mithilfe von Geld noch mehr Geld zu machen oder zu vernichten, sondern weil sie bei dessen Vernichtung echte Werte mit vernichten.

Nettie

Korrektur des Satzaufbaus hinter "Das ist ein Problem":

Nicht, weil das 'Wunder', das diese "Wunderwuzzis" vollbringen darin besteht, aus Nichts mithilfe von Geld noch mehr Geld zu machen oder zu vernichten. Sondern weil sie bei dessen Vernichtung echte Werte mit vernichten.

 

Gassi

"Immobilien-Tycoon"? Die meisten dieser Leute haben da ein Schneeball-System aufgebaut - auf Pump und auf Vorschuss. Und gerade die "leiwande" Kalkulation dieser Gierhälse verträgt eine Änderung in der Finanzierung nicht. Schlicht überfressen und jetzt platzt die Blase. Und das Geflecht aus Firmen dient doch nur der Verschleierung (Cum-Cum, Cum-Ex, Wirecard usw). War doch beim Manne Schmieder, dem Immo-Schneider und womöglich beim Trump gleich. Dann legen die halt eine schmutzige Insolvenz hin (beim  Schneider hat es hunderte kleine Handwerker in den Ruin getrieben), bekommen wieder Gelder von den Banken und machen anders herum wieder weiter. Was soll die BaFin nochmals tun? Jedenfalls haben die noch NIE den Braten riechen wollen.

fathaland slim

Mein Mitleid mit Herrn Benko hält sich sehr in Grenzen, denn seine Milliarden werden ihm ja wohl weiterhin erhalten bleiben. Möge er seinen Ruhestand auf der Sonnen-, Strand- und Palmenseite des Kapitalismus genießen. 

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Bender Rodriguez

Wie kann man solchen Typen einen geruhsames Leben wünschen? Komische Sichtweise.

Ich fände es besser, er müsste auf ewig  in Sack und Asche rumlaufen. 

R A D I O

Wenn man Liquiditätsprobleme und Insolvenzen nicht mag, sollte man sie vorher verbieten oder zumindest eine Übergangszeit bis zur Ungültigkeit gesetzlich regeln, selbst, wenn dies der Abschaffung der Privatwirtschaft gleichkäme. Der Herr Benko hat sich darauf verlassen, dass die ihm erlaubt waren.

fathaland slim

Sie sind wirklich ironieresistent.

Wolf1905

Und was meinen Sie zu den Investoren, die ihm Geld anvertraut haben, damit Benko diese Projekte in den genannten Städten realisiert? Ganz abgesehen von den vielen Handwerksfirmen, die womöglich nicht bezahlt werden und vor der Insolvenz stehen? Also ich hoffe sehr, dass man an das Geld, das Benko besitzt, (gerichtlich) rankommt. Und wo der Immobilientycoon seinen Ruhestand (oder Unruhestand) verbringen kann, wird man vielleicht auch noch mitbekommen.

fathaland slim

Herrn Benko wird nichts passieren. Welche rechtliche Handhabe gäbe es denn? Er wird von seinen Mitgesellschaftern aus seinem eigenen Firmengeflecht gedrängt, nicht mehr und nicht weniger. Es sind keinerlei Gerichtsverfahren gegen ihn anhängig.

frosthorn

"Immobilienunternehmer"? Leichenfledderer würde ich ihn nennen. Ein Mann, der ein Vermögen damit gemacht hat, überschuldeten Unternehmen ihre Rücklagen abzukaufen, sie zu filetieren und dabei sehr gerne über die Leichen der Beschäftigten zu gehen. Und auf einen solchen Mann haben Städte und Gemeinden Hoffnungen gesetzt, in gar zum Retter hochstilisiert, natürlich immer unterstützt und gefördert von Politikern, die selbst an seinen Geschäften kräftig mitverdient haben. Mit der allfälligen Erklärung, man müsse das Geld nur dahin schaufeln, wo schon eine Menge davon ist, den Rest richtet "der Markt".

Ein ganz normales Krebsgeschwür des Kapitalismus. Und bestimmt nicht das letzte.

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Miauzi

Vor einigen Jahren hatte ein Team des ÖRTV sein Treiben in den USA näher beleuchtet ... überall lief das von ihnen beschriebene Muster ab ... vor allem bei Projekten bei denen es anteilig Gelder aus öffentlichen "Töpfen" gab.

Was das Geld der Kommunen alle ... war er auch schon wieder weg!

artist22

"Was das Geld der Kommunen alle ... war er auch schon wieder weg!"

Der Herr Benko war mir schon seit den Zeiten suspekt als er Kaufhof und Karstadt erwarb. Zumal damals schon die Mehrheit der Wirtschaftler wusste, dass das Grosskaufhaus jeder Stadt in dieser Form keine Zukunft hat.

Trotzdem hat er zugeschlagen und bezeichnenderweise die Perle (KDW Berlin) sofort ausgegliedert. Als wenn er wusste, was für einen Kahlschlag er dort bald anrichten würde. Da will man natürlich das Sahnetörtchen raushalten.

Immobolienhai as its best ;-)

Nettie

Da haben Sie den Sachverhalt aus meiner Sicht schön prägnant ('knapp, aber treffend') zusammengefasst.

Orfee

Sehr gut. Immer mehr Insolvenzen bedeutet immer weniger Unterstützer des alten Systems. 
Damit wird kein Mensch mehr die alten Parteien mit der etablierten Politik wählen wollen. 
Je mehr davon umso besser. 

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frosthorn

Oja! Die neuen "alternativen" Parteien werden ganz bestimmt so richtig aufräumen mit den Auswüchsen des Kapitalismus.

Haben Sie sich je die Mühe gemacht, nachzulesen, was die AfD wirtschaftspolitisch so vorhat? Die würden dafür sorgen, dass jemand wie Benko erstmal von der Steuerpflicht befreit wird.

Left420

Dieser Kommentar ist mehr als eckelhaft.

Sie wünschen das Menschen also verarmen um dann "neue Parteien" zu wählen? Ganz getreu der Leitlinie AfD -> wenn es Deutschland schlecht geht, geht es uns gut?

Trifft bei Benko glaube zwar eher weniger zu, aber die Grundaussage Ihres Kommentares.... Nur zum Kopfschütteln

Bender Rodriguez

Uiuiui. Das hat er nicht gesagt. 

gelassenbleiben

Neue Partei könnte auch Sahra Wagenknechtspartei sein

ansonsten hat er exakt das gemeint, das er es gut findet, wenn es Deutschland schlecht geht, damit eine andere neue Partei gewählt wird, eine andere Interpretation ist kaum möglich 

Das ist auch der Wunsch der AFD, die komplett inkompetent auch in Wirtschaftsfragen ist

 

Bender Rodriguez

Hat er nicht. Da gibts feine Unterschiede. Bitte genau lesen.

melancholeriker

Besser kann man die primitive "Idee" nicht umschreiben, die zur Gründung der "Alternative" geführt hat. Ich hätte sie aber nicht zur Demaskierung einer Vielzahl von Usern so stolz placiert wie Sie es hier tun. 

Die Hoffnung auf Mitabsahnen, die in diesem Fall die Enttäuschten täuschte, geht kongruent mit der Angst so vieler verwirrter Wähler:innen, daß sie nicht mehr gefragt werden bei elementaren Gesellschaftsfragen und deshalb bloß noch Protestwählen übrigbleibt. 

 

Orfee

"Besser kann man die primitive "Idee" nicht umschreiben, die zur Gründung der "Alternative" geführt hat. "
Die primitiven Sachen sind die, die man auch besser verstehen kann. 
je mehr es bergab geht und die Existenzen gefährdet werden, umso mehr AFD Wähler wird es auch in Zukunft geben.

gelassenbleiben

AFD würde  mit Dexit, schon für mehr  Insolvenzen sorgen

Bender Rodriguez

Glaube ich nicht. Es würde auf einen Versuch ankommrn. Es gibt sehr viele Länder, denen es ohne EU zugehörigkeit sehr gut geht.

R A D I O

Die größten Immobilienunternehmen der Welt sitzen in  der VR China und sind mit Liquiditäts- und Bewertungsproblemen stark beschäftigt.

Tino Winkler

Die Parteien haben aber auch gar nichts mit Insolvenzen zu tun, weder die eine noch die andere.

Wobei ich mir bei der AfD nicht sicher wäre.

Orfee

"Die Parteien haben aber auch gar nichts mit Insolvenzen zu tun, weder die eine noch die andere."
Wer ist denn dann für die Inflation und den hohen Zinsen schuldig? Die Politik der Altparteien.
Deswegen will ja Herr Söder die Wirtschaft in Bayern aufwerten, damit die Leute nicht in Armut kommen und deswegen die AFD wählen. 
Was ihm jedoch nicht gelingen wird.

gelassenbleiben

die AFD ist keine Partei für arme Leute. Falls Sie unter 300000€/Jahr verdienen, sollten Sie da nochmal drüber nachdenken. Falls Sie mehr verdienen, Glückwunsch, das würde sich aber mit AFD auch ändern, da diese gedenken die Wirtschaft vor die Wand zu fahren (Dexit/Europa der Vaterländer für eine Exportnation!)

Orfee

"Die AFD ist keine Partei für arme Leute."
Um rauszufinden was die AFD kann und ob sie das Land mit ihrer Politik rettet, sollten wir alle hier gemeinsam die AFD wählen, damit sie am besten die absolute Mehrheit erreicht und alles so gestalten kann wie sie es will.
Also müssen wir der AFD einmal eine Chance geben. 
Sonst ist das alles nur eine Spekulation.

Naturfreund 064

"Die AFD ist keine Partei für arme Leute."
Um rauszufinden was die AFD kann und ob sie das Land mit ihrer Politik rettet, sollten wir alle hier gemeinsam die AFD wählen, damit sie am besten die absolute Mehrheit erreicht und alles so gestalten kann wie sie es will.
Also müssen wir der AFD einmal eine Chance geben. 
Sonst ist das alles nur eine Spekulation.

Die AfD und das Land rettet, das halte ich für einen ganz schlechten Witz. Hier stellt sich dann die Frage wer kann uns noch von der AfD retten ? In dieser Gesellschaft, die wir dann bekommen würden, möchte ich nicht leben.

fathaland slim

Wer ist denn dann für die Inflation und den hohen Zinsen schuldig? Die Politik der Altparteien.

Machen Sie sich bitte über wirtschaftliche Zusammenhänge kundig.

Als die Zinsen niedrig waren, da war es ja auch nicht recht. Stichwort „Enteignung der Sparer“.

proehi

„Die Parteien haben aber auch gar nichts mit Insolvenzen zu tun, weder die eine noch die andere.“

+

Die Aussage von Orfee halte ich für falsch. Hieße es doch in der Konsequenz, durch Fremdverschulden in wirtschaftlich schwierige Lage geratene Menschen würden reflexartig Blödsinn machen und genau diejenigen wählen, die genau daran gar nichts ändern würden.

Allerdings ist Ihre obige Aussage bei Kenntnis der politischen Verflechtungen von Benko, die ihm seine Coups erst ermöglicht haben, so auch nicht richtig. 

flegar

"Hieße es doch in der Konsequenz, durch Fremdverschulden in wirtschaftlich schwierige Lage geratene Menschen würden reflexartig Blödsinn machen und genau diejenigen wählen, die genau daran gar nichts ändern würden."

Dem scheint so. Diejenigen, die reflexartig z.B. AfD wählen, fragen nicht nach Ursachen (was in den aktuellen Krisen z.B. auch verantwortliche Politiker nicht machen) und haben auch kein Wissen über das Parteiprogramm der AfD.

Bender Rodriguez

Das ist nicht wichtig. Wichtig ist, wen der Wähler für verantwortlich hält.

Eudialyt4

Und dann kommt das Schlaraffenland. Natürlich. Die alternative Partei wird natürlich den Kapitalismus abschaffen. Ich hoffe Sie glauben das selbst nicht.

fathaland slim

Was für ein entlarvender Kommentar.

Ja, der Faschismus blüht auf dem Elend. Es ist sein Humus.

So wie Sie traut sich kaum jemand hier im Forum, das zu bejubeln.

Orfee

Nicht Faschismus blüht auf dem Elend sondern die Revolution 
kommt aus dem Elend. Jetzt stimmt es. 
 

fathaland slim

Welche Art Revolution Sie meinen, wird aus Ihren Posts mehr als deutlich. 

Mauersegler

Welche Revolution war denn mal erfolgreich darin, die Massen aus dem vorherigen Elend herauszuführen?

Mauersegler

Dass Sie Deutschland schon heute nicht vor dem, sondern im Abgrund wähnen, teilen Sie uns hier ja oft genug mit. Nur spricht die Lebensrealität der meisten Menschen dagegen, sodass sie keinerlei Grund haben, sich vom "alten System" abzuwenden, was auch immer Sie darunter verstehen mögen. 

Da Sie die FPÖ sicher auch zu den "alten Parteien" zählen - scließlich ist sie bei Finanzskandalen stets vorn mit dabei (aktuell in Graz) - frage ich mich, auf wen Sie Ihre Hoffnungen setzen. Wen, glauben Sie, werden die Deutschen wählen, um "das alte System" mit Aussicht auf Erfolg abzuschaffen? 

Orfee

"Dass Sie Deutschland schon heute nicht vor dem, sondern im Abgrund wähnen, teilen Sie uns hier ja oft genug mit. Nur spricht die Lebensrealität der meisten Menschen dagegen"

Deswegen habe ich ja auch geschrieben, dass wir noch tiefer fallen müssen, damit Jeder es endlich begreift. 
Sonst heißt es ja immer wieder --> es geht uns gut oder immer noch gut.

Möbius

Solche „Imperien“ basieren oft wie beim früheren Immobilienmagnat Schneider oder wie hier bei Benko oder wie bei Trump auf Kreditzusagen von Banken. 

 

Die entscheidende Währung ist Vertrauen. Vertrauen der Bank in die Fähigkeit der Rückzahlung bzw. in die finanzielle Solidität des Schuldners. Bei Schneider ist ihm aber sogar die eigene Hausbank in den Rücken gefallen. 

 

 

Übrigens sind solche Vorhaben wie der Elbtower nie ohne exzellente Kontakte in die Politik umsetzbar, auch wenn die Vorhaben rein privatwirtschaftlich sind. Manchmal stecken auch Gelder der öffentlichen Hand mit drin. 

 

Ich wundere mich deshalb das alle russischen Geschäftsleute immer pauschal als „Oligarchen“ bezeichnet werden auch wenn sie noch nie im Kreml zu Gast waren, solche Leute wie Benko (oder Musk, Zuckerberg, Bezos etc. ) einfach nur „Geschäftsleute“ sind. Oligarchischer als Elon Musk geht schon garnicht mehr, der hat sogar Verträge mit dem Pentagon … 

 

 

 

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Tino Winkler

Die Oligarchen Russlands haben nach dem Ende der Sowjetunion die russischen „Kombinate“ zu kleinen Preisen erhalten und dafür der Regierung „Provisionen“ gezahlt, Putin hat das System perfektioniert.

Wer nicht zahlte oder kritisierte ist enteignet, vergiftet oder aus dem Fenster geflogen.

Dies ist der entscheidende Unterschied zwischen Russischen „Geschäftsleuten“ und echten Kapitalisten.

Möbius

Ich glaube Sie verwechseln da was bzw. haben da so einiges durcheinander gebracht. 

 

Richtig ist das Geschäftsleute Industriekombinate für n‘Appel und n‘Ei  übernehmen und sanieren durften. Das  war aber in der DDR auch nicht anders (Siehe Treuhand). 

 

Dem russischen Staat ging es vor allem darum das die Leute mit ihren Konzessionen Profite machen um Steuern zu zahlen … einige, wie Chodorkowski haben diesen letzten Punkt offenbar „übersehen“. 

 

Besonders in der Jeltsin Ära, als die Mafia die Wirtschaft beherrschte, lebte man als Geschäftsmann in Russland gefährlich. „Mitbewerber“ sind da nicht selten durch Auftragskiller aus dem Weg geräumt worden. Eine schlimme Zeit. Auch Chodorkowski wird mindestens ein Auftragsmord zugeschrieben. Richtig beweisen konnte man es ihm aber nicht, und den Westen kümmert es nicht. 

fathaland slim

Ja sicher, unter Jelzin regierte die Mafia. Weshalb „Wagner“ unter Jelzin groß wurde. Oder bringe ich da was durcheinander?

Welcher Auftragsmord wird Chodorkowski von wem zugeschrieben?

Möbius

Es geht um den Mord an Wladimir Petukhow, Bürgermeister von Nefteyugansk in Sibirien, 1998. 

Die russische Kriminalpolizei ist von der Schuld Chodorkowskis überzeugt. Für eine Anklage hat es aber leider nur wegen „Steuerhinterziehung“ gereicht.

 

Erinnert mich irgendwie an den Fall Al Capone .. :-) 

artist22

Nein, erinnert mich an die schlimmsten Zeiten von Stalin.

"Für eine Anklage hat es aber leider nur wegen „Steuerhinterziehung“ gereicht."

Und dieser Satz ist das Eingeständnis, das man nichts hat, und das in einem Willkürstaat. Genauso wie die vielen ungeklärten Morde an Journalisten und ehemaligen MItstreitern bzw. Konkurrenten.

Erinnere nur an den bis heute ungeklärten Hubschrauberabsturz von Lebed 'dem Helden von Moldau'

flegar

"Und dieser Satz ist das Eingeständnis, das man nichts hat"

Gans so einfach sehe ich das nicht. Kriminalfilme zeigen oft die Realität. Wieviel Kriminalfilme gibt es, in dem man die Machenschaften eines Spitzenunternehmers / Mafiosi nicht nachweisen kann, weil die so genannte "Drecksarbeit" andere machen?

fathaland slim

Es ist zwar komplett themenfremd, aber Ihr Post verlangt eine Erwiderung.

Wladimir Petukhow wurde 1998 ermordet, die Behauptung, Chodorkowski stecke dahinter, wurde von der Putinadministration 2015, also siebzehn Jahre später, in die Welt gesetzt. Nachdem Chodorkowski in London ein Interview gegeben hatte, in dem er sich über den Abbau von Rechtsstaatlichkeit und Gewaltenteilung in Russland ausließ. Die Mordanschuldigung kam dann postwendend als Retourkutsche.

Sie schreiben „die russische Kriminalpolizei“. Es ist nun wirklich hinreichend bekannt, daß Polizei und Justiz in Russland der verlängerte Arm Putins sind. Natürlich wäre es zur Mordanklage und einen entsprechenden Urteil gekommen, wenn Putin das gewollt hätte. Warum er das nicht wollte, darüber kann fleißig spekuliert werden.

Ich jedenfalls fühle mich durch ihren Kommentar in meiner Intelligenz beleidigt.

flegar

Eines kann nachgelesen werden: 
Wenn Jelzin weiterhin in seiner Unfähigkeit an der Regierung geblieben wäre, hätten westliche Unternehmer die russischen Rohstoffe komplett unter den Nagel gerissen und Russland wäre an den Schulden kollabiert. Den Ausverkauf Russlands hatte sein Nachfolger gestoppt und sogar die Schulden zurückgezahlt um unabhängiger zu werden.

Tino Winkler

Bei Jelzin hat die überlebende sowjetische „Mafia“ noch das sagen gehabt, mit Putin begann die russische regierungsabhängige Mafia kontrolliert von eben diesem Putin fast perfekt zu funktionieren.

Das Wort Kombinat stammt übrigens aus dem russischen und wurde nach der Zwangsenteignung und dem Zusammenschluß der DDR Betriebe für große „kombinierte Wirtschaftseinheiten“ verwendet.

Ihre Verklärungen sind, glücklicherweise, für jeden der es will erkennbar.

 

Möbius

Ich kenne mich mit der DDR Wirtschaft leidlich aus … :-)

 

Übrigens wäre die westliche Entsprechung eines Kombinats: „Mischkonzern“ 

schabernack

➢ Eine schlimme Zeit. Auch Chodorkowski wird mindestens ein Auftragsmord zugeschrieben. Richtig beweisen konnte man es ihm aber nicht, und den Westen kümmert es nicht.

Nicht mal Wladimir schrieb Chodorkowski einen Auftragsmord zu, die Anlage war wegen Steuerhinterziehung. Für beide Delikte braucht man in Russland keine Beweise für das Urteil: Schuldig -Gulag.
 

bolligru

Sie sprechen zu Recht das Dunkelfeld "Korruption" an, das sich in allen postsowjetischen Staaten gleich einem Geschwür ausbreitete und noch heute häufig politikbestimmend ist. Den Korruptionsindex kann man bei "transparency international" nachlesen. Leider ist kein Staat der Erde völlig frei von Korruption.

Tino Winkler

Natürlich kann kein Staat frei von Korruption sein, da nur durch Menschen auch Korruption entsteht.

Das entscheidende ist hierbei, ob ein Staat oder Präsident oder andere Machthaber eines Staates diese Korruption stützen, unterstützen, praktizieren oder gar aufgebaut haben.