Ein Kreuz ist an der Fassade einer katholischen Kirche zu sehen.

Ihre Meinung zu Über halbe Million Menschen 2022 aus katholischer Kirche ausgetreten

Missbrauchsgutachten, Lügenvorwürfe, Rechtsstreitigkeiten: Vor dem Hintergrund zahlreicher Skandale sind 2022 in Deutschland mehr als eine halbe Million Menschen aus der katholischen Kirche ausgetreten - so viele wie noch nie.

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154 Kommentare

Kommentare

CommanderData

Mir schleierhaft, wieso manche Menschen eine Kirche brauchen. Glauben ja, aber die katholische Religion? Brauchen Menschen tatsächlich noch einen Hirten, Kanzel-Prediger, der für sie vordenkt und eine willkürlich zusammengestupfte Bibel interpretiert? Stellvertreter Gottes auf Erden? Bei all den Schandtaten aus 2 Jahrtausenden? An Blasphemie nicht mehr zu überbieten.

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Grossinquisitor

Die katholische Kirche wird in dieser Gesellschaft gebraucht. So wie andere Institutionen auch. Ich persönlich brauche Sie ganz besonders und ich hoffe dass, sie auch für unsere Kinder noch eine Bedeutung hat. Ohne die kath. u. ev. Kirche wäre Deutschland kulturell nicht vorstellbar. Das wäre keine Heimat. 

NieWiederAfd

Im Prinzip stimme ich Ihnen zu. Allerdings muss man konstatieren, dass die kath. Kirche sich auf Leitungsebene gerade selbst zerlegt. Da braucht es keine Gegner.

Grossinquisitor

Die Kirche besteht ja nicht nur aus der Leitungsebene. Aber auch bei dieser muss man differenzieren, was man kritisiert. Selbst beim Thema "Mißbrauch" weiß ich manchmal nicht mehr, wer jetzt genau für was kritisiert oder verantwortlich gemacht wird. Das oft sehr pauschal. Auch in der Berichterstattung. 

Alter Brummbär

So pauschal, wie das Verhalten gegenüber Frauen?

schabernack

➢ Die katholische Kirche wird in dieser Gesellschaft gebraucht.

Sagen Sie das dem Kölner Kardinal Rainer-Maria Woelki. Der weiß das noch nicht oder nicht mehr. Für irgendwas, was mit Religion oder gesellschaftlichen Aufgaben zu tun hat, hat er seit Jahren keine Zeit mehr.

Er muss sich biegen und winden mit windigen Ausflüchten zu seinem Versagen beim Thema Missbrauch und dessen Aufklärung. Nun hat die Staatsanwaltschaft ihm auch noch die Hütte durchsucht wegen Verdacht auf Meineid.

Nicht die Dombauhütte, nicht den Dom. Die beiden sind erhaben über die Biblische Plage in Köln namens Kardinal W. Noch mehr ungeschickt und ignorant kann man die Schafe nach Psalm 23 von der Weide des Guten Hirten gar nicht vertreiben.

Kaneel

Seltsam und intransparent finde ich, dass der Papst die Rücktrittsgesuche von Kardinal Reinhard Marx (M), Erzbischof Stefan Heße (HH) und Weihbischof Dominikus Schwaderlapp (K) abgelehnt hat, aber den Amtsverzicht von Bischof Josef Bode (OS) sofort angenommen hat. Die Entscheidung bei Kardinal Woelki steht m.W. noch aus. Mir drängt sich die Vermutung auf, dass niemand der noch amtierenden genannten Kirchenherren sich in ähnlich engagiert für den Synodalen Weg eingesetzt hat wie der emeritierte Bischof Bode.

schabernack

➢ Die Entscheidung bei Kardinal Woelki steht m.W. noch aus.

Kardinal Woelki war eine zeitlang suspendiert, und nicht anwesend in Köln. Wo er sich in dieser Zeit aufhielt, und was er tat … das weiß ich nicht. Der Papst weiß nicht, wen er nach Köln in die größte und am meisten finanziell reiche Diözese in Deutschland hintun soll. Schon der Vorgänger von Kardinal Woelki - Kardinal Meisner - war gar nichts für das Kölsch Katholisch.

Das Kölsch Katholisch schreibt jedes Jahr zu Weihnachten Wunschzettel, Kardinal Frings möge wieder auferstehen von den Toten. Wird aber auch Weihnachten 2023 wieder nichts.

Kardinal Meisner war wenigstens noch schlagfertig und wortgewandt. Als Caroline Kebekus sich mit TV-Team bei ihm als Päpstin bewarb, sagte er ihr: «Dafür haben Sie nicht die Statur».

Kardinal Woelki ist nur unfähig und langweilig.

Alter Brummbär

Ja die Kirche ist nirgendwo transparent

AuroRa

Deutschland ist für mich Heimat, selbst wenn hier weniger Kirchen und mehr Moscheen stehen würden. Es gibt noch ungefähr tausende weitere Aspekte, die diesen föderalen Staat zur Heimat machen. 

Alter Brummbär

Die Gesellschaft, braucht Wahrheit und Aufrichtigkeit oder warum kommen so viele auch ohne Glauben und Kirche aus?

saschamaus75

>> Die Gesellschaft, braucht Wahrheit und Aufrichtigkeit oder

>> warum kommen so viele auch ohne Glauben und Kirche aus?

 

Weil "Wahrheit und Aufrichtigkeit" nicht das Geringste mit "Glauben und Kirche" zu tun haben und sich eher gegenseitig ausschließen? oO

Richtiger wäre:

Die vom Kleinstkindalter an Indoktrinierten brauchen Lug und Trug, oder warum gehen immer noch so viele in die Kirche? -.-

 

saschamaus75

>> Ohne die kath. u. ev. Kirche wäre Deutschland kulturell nicht

>> vorstellbar. Das wäre keine Heimat. 

 

Das kann nur Jemand so sehen, der schon vom Kleinstkindalter entsprechend indoktriniert(!) wurde. -.-

Jeder Andere weiß:

Ohne die kath. u. ev. Kirche wäre Deutschland kulturell ganz einfach vorstellbar. Und das hat nichts(!) mit Heimat zu tun. 

 

SirTaki

Was Sie unter Blasphemie verstehen, müssten Sie schon näher erläutern. Und es ist niemand uns anderen Rechenschaft schuldig, ob er einem Glauben oder keinem anhängt. Ob Ihre Mitgliedschaft in einem Turnverein jedem gefällt oder Sie sich freiwillig einem Ernährungsberater unterwerfen, ist ebenso Geschmackssache wie eigene Entscheidung.

Deshalb ist Kirche und Religion nicht nur am Bodenpersonal angehängt, sondern eine grundlegende Einstellung für jeden. Und ob jemand Predigt und kirchlichen Beistand bevorzugt, sollte nicht Ihr Problem sein. Sie können es ja anders halten.

Die Vorteile und Errungenschaften einer christlichen Religion durchzieht seit Jahrhunderten auch Recht, Gemeinschaft und Miteinander in unserer Gesellschaft. Da kann man durchaus sagen: diesen Ansichten und "Geboten" verdanken wir auch Grundgesetz und Umgang mit Strafe und sozialer Fürsorge.

Ist bisschen komplexer als Sie hier anbringen.

R A D I O

Die Kirche hat sich fast 2000 Jahre gegen ein Grundgesetz gewehrt, wie es Deutschland hat. Für Demokratie hat sie immer noch nicht viel übrig. Ganz zu schweigen, von Gleichheit aller Menschen. Sie ist in Seelen verliebt, nicht in Menschen. Das ist bestimmt der Grund. Kommt noch diese verflixte Männerorientierung hinzu. Was für ein Widerspruch, könnte man meinen, wenn sie denn zur Vernunft käme. Wird sie den Teufel tun, ihr nicht nahe zu kommen.

nie wieder spd

„Die Vorteile und Errungenschaften einer christlichen Religion durchzieht seit Jahrhunderten auch Recht, Gemeinschaft und Miteinander in unserer Gesellschaft. Da kann man durchaus sagen: diesen Ansichten und "Geboten" verdanken wir auch Grundgesetz und Umgang mit Strafe und sozialer Fürsorge.„

Ja. Und obwohl sich die katholische wie die evangelische Kirche und die Staatenlenker in fast 2000 Jahren nur seltenst selbst daran gehalten haben, haben es unter anderen, aber hauptsächlich die Sozialdemokraten und die Gewerkschaften geschafft, das daraus das Grundgesetz, unser Umgang mit Strafe und soziale Fürsorge wurde. Immer aber gegen den Willen und den Widerstand von freiheitlich/bürgerlichen Parteien und deren nationalistischen Vorläufern, den Unionsparteien und deren Vorläufern und den organisierten christlichen Religionen.

Sokrates

Mir es völlig egal wer welchen Glauben hat und welche religiöse Einrichtung er dazu braucht, aufrichtig, ehrlich und menschlich, voller Annerkennung und Respekt gegenüber anderen Konfessionen muß enthalten sein. Erst dann ist es ein Glauben.

Die katholische Kirche hat da noch nie wirklich damit glänzen können, viele andere Konfessionsrichtungen aber auch nicht! Und die Katholiken werden langsam wach was zum Teil für eine Scheinheiligkeit von der Kirche ausgeht und was es auch für Machtkämpfe im Vatikan gibt und wie manche vom Papst aus dann mundtod gemacht werden, siehe Erzbischof Georg Gänswein der das büßen mußte nur weil er dem jetzigen Papst persönlich nicht genehm war.

Bender Rodriguez

Ich bin einer davon.

Der Laden ist zu verstaubt. Selbst für so einen konservativen Stein, wie mich.

Alles, was die zu Frauen, Gleichberechtigung, Sexuelle Übergrigfe, deren Aufarbeitung, zu Zölibat, etc etc erzählen, steht weder in irgendeinem Buch, noch verträgt es sich mit dem heutigen Leben (oder dem BGB oder StGB). 

Gorbi hatte Recht: wer zu Spät kommt.....

Entweder geht man mit der Zeit, oder man geht mit der Zeit. 

Die kath. KIRCHE hat sich für Abgang entschieden.  Soll mir auch recht sein. 

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rüdiger22

Papst Benedict war der letzte Kirchenführer, der noch an das Buch der Bücher geglaubt hat und sich gegen zeittypische Irrungen und die Seuche der Beliebigkeit zur Wehr gesetzt hat. Mit Ratzinger ist der feste Glaube und ihre moralische Führung gestorben.

Bender Rodriguez

Klingt ja eher positiv, wenn keiner mehr an diese Märchen glauben will. Das sind Geschichten, um Zustände, zu verdeutlichen.  Nichts ist wirklich passiert.

Man könnte ebensogut an Saruman oder das Imperium glauben

AuroRa

"Mit Ratzinger ist der feste Glaube und ihre moralische Führung gestorben."

Zum Glück. Denn was Ratzinger für Glauben und Moral hielt, ist nur die subjektive Wahrnehmung eines alten weißen Mannes gewesen. Nein danke, brauchen wir nicht. 

 

Alter Brummbär

Ist es wichtig, was einer glaubt, oder was alle anderen glauben?

Anita L.

Ich finde - so als eklektische Pantheistin - das "Buch der Bücher" wahnsinnig spannend und lerreich. Aber wer an dieses Buch glauben will, wie Sie sagen, muss auch erstens in der Lage sein, Dichtung von Wahrheit zu unterscheiden, und sollte zweitens genau überlegen, woran er wirklich glauben will. Denn ungefiltert an dieses Buch zu glauben, muss unweigerlich in Dilemma und Agonie enden, so zwiespältig und widersprüchlich sind die Texte. 

rüdiger22

Beide Kirchenkonfessionen sind am Ende. Die Katholische ist unfähig, den systematischen Missbrauch in ihren Reihen einzudämmen oder gar aufzuklären. Die Protestanten sind so systemkonform und politisch unbedarft, da ist kein aufflackern  mehr zu erwarten.

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Werner40

In Bezug auf die katholische Kirche stimmt ihre Aussage nicht, wenn Sie das global betrachten.

De Paelzer

So ist es! Ich habe fast 40 Jahre bei der ev. Kirche gearbeitet. Ich sehe mich als gläubiger Mensch aber was in de Kirche abgeht und wie mit den Leuten umgegangen wird, geht gar nicht. Ich kann mich mit der Kirche nicht mehr idendifizieren und ich bin damals bewußt zu einem kirchlichen Arbeitgeber gegangen. Glaube hat mit Kirche, für mich, nicht das geringste zu tun. Geht vorrangig um Geld und Macht.

R A D I O

Nicht die Kirche das eigentliche Problem, der Glaube ist es. Er ist keine menschliche Fähigkeit, sondern ein eine Unzulänglichkeit, eine Unfähigkeit. Der Mensch ist nicht perfekt. Gibt sich irgendwann. Bis dahin schauen, den Schaden gering zu halten.

harry_up

Also hat sich in den hunderten Jahren nichts geändert.

rüdiger22

Danke für ihre Zustimmung. Ich glaube auch ohne Kirche, ohne deren Kirchenhäuser, die zu Tanzschuppen oder Moscheen umgewidmet werden, ohne diese verkrusteten Strukturen, ohne diese Anbiederei und falsche Toleranz. Luther würde von falschen Propheten sprechen, wenn er sich diese ev. Kirche heute ansehen würde.

Seebaer1

Es mag viele Gründe geben. Vielleicht mischt sich die katholische Kirche in Deutschland einfach neuerdings zu viel in Dinge ein, die von den Gläubigen nicht als Kirchenthemen gesehen werden? Von derartig hohen Austrittszahlen hört man zum Beispiekl aus Polen eher nicht.

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NieWiederAfd

Ja, das hätten manche gern, dass Menschen aus den Kirchen austreten aufgrund ihres humanitären Engagements. Die meisten, die das fordern, haben mit den Kirchen und ihrem Einsatz für Menschen nichts am Hut, im Gegenteil. In den Kirchen sieht das Gottseidank anders aus.

Über die massiven Unruhen bei polnischen Katholiken scheinen Sie nicht im Bilde zu sein. Die begannen nicht erst mit dem massiven Missbrauch aufdeckenden Dokumentarfilm „Tylko nie mów nikomu“, zu deutsch „Sag es nur keinem“ vor einigen Jahren. Auch die Frauenproteste halten seit Jahren an. Und dass ausgerechnet die fremdenfeindliche Pis-Partei sich als Hüter der kath. Kirche aufzuspielen versucht, macht es nicht besser.

Alter Brummbär

Was sind denn Kirchenthemen?

Ausschluss von Frauen, LSBTIQ ?

Werner40

Es gibt interessantere Länder als Deutschland für den Vatikan. Er wird wegen einiger hunderttausend Austritte im Jahr in Deutschland seine Strategie nicht ändern.

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Bender Rodriguez

Solange mir der Vatikan nicht auf die Nerven geht, kann der machen, was er will.  Das gilt für alle Religionen. 

Daniel Schweizer

Schon möglich, dass da das eine oder andere Land interessanter sein mag. Allerdings muss am Ende ja die Kasse stimmen und da ist Deutschland dann definitiv ganz vorne dabei. Kriegt das Erzbistum Köln einen ökonomischen Schwächeanfall, hängt der Kirchensegen im Vatikan schnell mal ziemlich schief ...

Die Katholische Kirche ist deshalb gut beraten, den Austritten Einhalt zu gebieten - ansonsten sind die Zahlen tief rot und die Zukunft schwarz ...

Werner40

Die kath. Kirche in Deutschland unterstützt den Vatikan im Jahr mit etwa 10 Millionen Euro.

Alter Brummbär

Wer braucht den Vatikan?

Glauben geht auch ganz ohne Führungsstruktur.

rüdiger22

Richtig, solang der Rubel rollt bzw. der Kirchenzehnte im Gesetz steht, ändert sich nichts.

Bender Rodriguez

Zumal nichts so geschehrn ist, wie die Bibel es sagt.

Niemand kann wasser in Wein verwandeln, über Wasser laufen, odee auferstehen. 

Der Rest ist in allen möglichen "Naturreligionen" auch zu finden.  Zumal diese Bezeichnung eine Frechheit darstellt.  Nur weil Schamanen und keine Pfarrer vorbeten, sind die nicht schlechter, als eine richtige Religion. Btw, die Christen waren in Rom auch nur eine Sekte

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Nachfragerin

"Btw, die Christen waren in Rom auch nur eine Sekte"

Wenn man es mal ganz objektiv und ohne den historischen Kontext betrachtet, räumt eigentlich jeder Mensch irgendeinem irrationalen Unsinn eine große Rolle in seinem Leben ein. Andere vergöttern Fußballspieler, Autos oder Geld.

Francis Fortune

Bitte nicht über die Religionen herziehen oder sie vergleichen. Es gibt gläubige Menschen (wie mich) die das gerne sind und auch leben (z.B. christliche Werte). Jeder darf und sollte frei entscheiden, ob, woran und an wen er glauben mag, ohne deswegen ver- oder beurteilt zu werden. M.E. gibt es keine "schlechten" oder "guten" Religionen, sondern nur "schlechte" Menschen, die sich hinter Religionen verstecken oder ihre Taten damit erklären.

Dass die katholische Kirche in Deutschland einen Mitglieder-Schwund zu verzeichnen hat, dürfte angesichts der vielen Skandale eigentlich nicht verwundern. Wer möchte denn Mitglied einer Gemeinde sein, die Sexualstraftaten deckt und/oder sogar vertuscht? 

mispel

Jeder darf und sollte frei entscheiden, ob, woran und an wen er glauben mag, ohne deswegen ver- oder beurteilt zu werden.

Das Problem ist, dass es diese freie Entscheidung nicht gibt. Ich wurde schon als Kind mit der katholischen Religion indoktriniert. Da wurde ich gar nicht erst gefragt, ob ich das möchte. Als Kind kann man mit dem Begriff "Religion" und was dahinter steht sowieso nichts anfangen.

Francis Fortune

Spätestens mit der Volljährigkeit hat jeder Mensch das Recht und die freie Entscheidung, an welche Religion er glauben mag. Die Gedanken sind frei...

Alter Brummbär

Das können alle Menschen tun wie sie wollen, sie sollten sich aber nicht in andere Menschen Angelegenheiten einmischen

Coachcoach

Was sind denn christliche Werte? Karl bei den Sachsen? Inquisition bei Galilei? Im III: Reich wo? Kreuzzügler? Templer? Kirche in der Kolonisation?

NieWiederAfd

Zitat "Niemand kann wasser in Wein verwandeln, über Wasser laufen"... Das ist für Sie das, worum es im christentum geht? 

Peinlich.

Klärungsbedarf

Sie müssen sich mal die Zusammenhänge klar machen: Das Christentum Verlierer-Religion. Jesus und seine Gefolgschaft waren nämlich Juden. Und die hatten von den Römern gerade schwer was auf die Mütze gekriegt. Da kann man dann nicht losmarschieren mit "Hurra, wir sind die Größten". Da war "Liebe deinen Nächsten" ein großartiger Schachzug. Und ohne den "Wunder-Rahmen" wäre man damit dennoch nicht durchgedrungen. Nur nebenbei: Jesus war ja nicht der Religionsstifter, Das war Paulus.

Coachcoach

Für das Christentum.

SirTaki

Die Bibel sagt nicht, sondern ist eine Schrift vieler Generationen, in denen Vieles erklärt und ein Weltbild gebaut wurde. Und man findet durchaus Vieles, was heute noch in vielen Bereichen niederschlägt, wie man mit Recht, Sozialwesen und vielen anderen Dingen umgeht.

Ob die Wundertätigkeit eins zu eins so stattgefunden hat oder verherrlicht und mystifiziert wurde, kann man auch durchaus in interessanten Erklärungen aus Wissenschaft und Forschung nachverfolgen und relativieren.

Wunderglaube gibt es heute doch auch in vielen Ecken und Winkeln der Welt. Horoskope und Querdenker, die mit Alien und absurdesten Geschichten aufwarten, die selbst Schulwissen ausblenden und Forschung erst recht.

Da gibt es doch reihenweise Ersatzreligionen und Ansätze, um sich selbst eine Weltordnung zu schaffen.

Naturreligion ist für Sie eine Frechheit? Diese Bezeichnung hat klare Definitionen, um sie einzuordnen. Können Sie in guten Dokumentationen selbst nachverfolgen. 

 

Nachfragerin

Wie wird man eigentlich Mitglied in einer Kirche? Bekommt man das als Kleinstkind von seinen Eltern übergeholfen und muss dann aktiv austreten oder sind die Mitglieder freiwillig eingetreten?

Und was die Austritte betrifft: Zählen da auch Todesfälle hinein? Der Mitgliederschwund wird sicherlich auch dann nicht abreißen, wenn es keine Skandale mehr gäbe.

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frosthorn

Ich gestehe, ich weiß es selbst nicht genau, aber ich glaube, man wird Mitglied mit der Taufe. Meine Eltern waren beide Mitglieder der ev. Kirche, ich bin jedoch nicht getauft und schon auf meiner ersten Lohnsteuerkarte stand bei "Religionszugehörigkeit" ein Strich.

AuroRa

Kann ich bestätigen. Ich wurde getauft und musste bei meinem ersten Job direkt Kirchensteuer bezahlen. Da bin ich direkt ausgetreten aus diesem Verein, dem ich nie freiwillig und informiert beigetreten bin. 

Zahle lieber für gemeinnützige Vereine und Organisationen als für die Kirche. 

schabernack

➢ … aber ich glaube, man wird Mitglied mit der Taufe.

Der 14. Geburtstag ist das Alter der Religionsmündigkeit. Ab diesem Tag kann man eigenständig entscheiden über Beitritt zur, Verbleib in, oder Austritt aus der Kirche. Die Taufe ist das Aufnahmeritual.

De Paelzer

Mit der Taufe wird man Mitglied der Kirche und es wird, bei den ev., durch die Konfirmation bestätigt. Die ist in der Regel mit 14 Jahren und damit ist man für die Kirche volljährig. Mitglied kann man auch später werden sobald man sich taufen lässt. Meine Kinder wurden alle nicht getauft und sie konnten mit 14 selbst entscheiden ob und in welche Kirche sie gehen oder auch nicht. Bei Aufnahme fällt dann Taufe und Kinfirmation zusammen. Alles kostenlos, nur der Austritt kostet Geld. Das geht auf der örtlichen Verwaltung.

Wie es bei den katholen ist weiß ich nicht. Ich denke mit Taufe und Kommunion. Der Austritt funktioniert jedenfalls genauso.

Sokrates

Das erstaunt mich jetzt aber, daß sie nicht wissen wie man Mitglied einer Konfession wird? Meistens geschieht das durch die Entscheidung der Eltern nach einer bestimmten Zeit nach der Geburt, oder noch später. Die Eltern sind für das Kind verantwortlich also entscheiden sie auch in welche Konfession ihre Kinder zunächst eintreten müssen.

Als Erwachsener, vielleicht auch schon früher, hat man ja das Recht wieder aus einer Konfession auszutreten.

kurtimwald

Das erstaunt mich nicht. Der / die gleiche Forist hat auch beim Heizungsgesetz und anderen Themen mitdiskutiert, wobei es offensichtlich war das dieser Forist die Gesetzesvorlage nie gelesen oder nicht verstanden hat.

Und so ist es wohl auch bei diesem Thema zur Kirche, mitreden ohne die geringste Ahnung vom Thema.

nelumbo

Zumindest in der katholischen und evangelisch-Lutherischen Kirche wird man mit der Taufe rechtsgültig Mitglied, und die findet typischerweise im Säuglingsalter statt.  Austreten müssen sie aktiv, d.h. per  Formular auf ihrem zuständigen Standesamt bzw. Amtsgericht (abhängig vom Bundesland). 

Minka04

Man kann auch ohne Kirche gläubig sein. Allein, dass ich jemandem meine Sünden beichten soll, der womöglich mehr Dreck am Stecken hat, als ich selbst, hört sich wie Hohn und Spott an.

Alter Brummbär

Wird bald die Frage aufkommen, wer die kirchlichen Einrichtungen finanziert.

Ach stimmt ja, geschieht ja jetzt schon.

SirTaki

Ob Leute die Kirche, den Glauben oder die christliche Gemeinschaft brauchen, ist seit Jahren schon für viele eine grundlegende Überlegung und Entscheidung. Dabei reichen die Gründe von den Kosten über personelle und organisatorische Probleme mit den Einrichtungen bis hin zu der Feststellung, die katholische Kirche sei für die einen zu zahm, für die anderen zu streng oder zu schlampig. Missbrauch und andere Vergehen haben sicherlich das Fass zum Überlaufen gebracht. 

Dass viele Leute eine gewisse Religionsmüdigkeit haben, ist ebensowenig unbekannt. Und dass manche die Sekten oder Kirchen wechseln, ist auch nicht neu. Auch das zählt zum Verlassen der katholischen Kirche.

Solange in Rom alte Männer herrschen, die mehr starren Strukturen nachhängen als sich den Lebendigen zu öffnen und im Alltag die Leute ins Boot zu holen, braucht sich niemand zu wundern.

Dennoch bleibt die Feststellung: Religion ist Privatsache, Zugehörigkeit zu einer und Wahlfreiheit der Kirche ebenso.

Grossinquisitor

Die Menschen in Deutschland verachten zunehmend Institutionen. Die katholische Kirche ist da nicht alleine. Betroffen sind auch Gewerkschaften, Parteien, öffentlich rechtlichr Rundfunk und eben auch die Kirchen. Die Tendenz ist bedenklich, denn am Ende dieser Entwicklung steht nicht nur die Verächtlichmachung der Staatsorgane, sondern die Ablehnung des ganzen demokratischen Systems. 

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Klärungsbedarf

Im Zusammenhang mit der katholischen Kirche einen Verweis auf demokratische Systeme zu liefern, ist schon ziemlich tapfer.

AuroRa

Genau mein Gedanke. Was die Kirche mit Demokratie zu tun hat, würde ich auch gerne wissen.

Bananenmann

Danke! Weiß auch nicht, wie man darauf kommt.....

Alter Brummbär

Seltsamer Vergleich

odiug

Die Frage ist doch, warum das so zusein scheint. Und da spielen in meinen Augen Personalien in den einzelnen Institutionen eine Rolle, denn häufig wird nicht oder wenig im Interesse der Mitglieder, Bürger oder Wähler gehandelt, sondern hauptsächlich als Eigennutzen.

frosthorn

Mehr als die Anzahl der Austritte interessiert mich, was von der katholischen Kirche übrig bleiben wird, wenn alle, die es wollen, den Markt verlassen haben.

Entweder ist es der traurige Rest von Verbohrten, denen es vor gar nix graust und die auch der schlimmste Skandal nicht abschrecken kann. Oder die Gruppe, die übrig bleibt, ist geläutert und versucht ernsthaft, etwas neues und positives aufzubauen.

Am naheliegendsten wäre wohl, die Amtsträger würden geschlossen aus der Kirche austreten, dann könnten alle anderen mit gutem Gewissen drin bleiben.

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Werner40

Die katholische Kirche hat 1,36 Milliarden Mitglieder. Da ändert sich nicht viel, selbst wenn es in Deutschland Null Mitglieder gäbe.

Alter Brummbär

Mitglieder oder Gläubige?

Ein großer Unterschied.

schabernack

➢ Die katholische Kirche hat 1,36 Milliarden Mitglieder. Da ändert sich nicht viel, selbst wenn es in Deutschland Null Mitglieder gäbe.

Schon mit der Anzahl der bisher Ausgetretenen, ändert sich bei der Finanzierung der Katholischen Kirche in Deutschland alles grundlegend, wenn die Kirchensteuer nicht mehr sprudelt wie der Goldesel ohne eigenes Zutun.

So eine Art von Staatsfinanzierung der Kirche über Steuern gibt es in keinem anderen Land der Welt. War mal als Kompensation für Enteignung von Ländereien der Kirche, und ist inzwischen x-fach hoch zehnmal über-kompensiert.

Nachrechnen will das keine der Parteien im Bundestag. Schon gar nicht die mit dem C am Hut.

eine_anmerkung .

Aber Sie zahlen doch gar keine Kirchensteuern? Also warum beschweren Sie sich?

MargaretaK.

Es ist ja nicht allein die Kirchensteuer. Suchen Sie mal nach den Rotationen. Das sind Staatsleistungen, die als Entschädigungen für die kirchlichen Enteignungen bei der Säkularisation 1803 gezahlt werden. Bis heute! Die derzeitige Regierung (ohne C) trat an die Kirchen heran, um diese Zahlungen zu beenden. Seit über 100 Jahren gibt es den staatlichen Beschluss, die jährlichen Dotationen des Staates an die katholische und die evangelische Kirche zu beenden. Passiert ist bisher nichts. 

Die Kirchen wollen vom Einstellen dieser Zahlungen nichts wissen. Wundert mich nicht. Geld ohne eine Leistung dafür erbringen zu müssen.

Sternenkind

Die Firma verlassen. Die kath. kirche ist, bei weitem, das reichste Unternehnen der Welt

Grossinquisitor

Ich bezweifle, dass religiöses Leben ohne Gemeinschaft wirklich möglich ist. Der Einzelne kann zwar auch gläubig sein, er bleibt aber darin meist allein. Er findet keine religiöse Ausdruckform, die er mit anderen teilen und leben kann. Die katholische Kirchen bietet hierfür eine Jahrhunderte alte Tradition an Gebeten, Liedern und Riten, die bereits unsere Vorfahren getröstet haben und die vielen auch heute noch Heimat sind. 

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Klärungsbedarf

Zunächst einmal ist Gemeinschaft ohne religiöses Leben möglich und bewährt. Davor müsste man "religiöses Leben" erst mal definieren. Glauben heißt ja nicht wissen. Es erscheint doch ziemlich abwegig, an Dinge zu glauben, die ihren Ursprung in einer Zeit lange, lange vor der Aufklärung und einem kümmerlichen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis haben. Nicht von ungefähr reit sich da Wunder an Wunder. Heute lassen Magier ganze Elefanten verschwinden und man kommt nur schwer hinter die Tricks, wenn überhaupt. Was glauben Sie, was vor 2000 Jahren bei so einer Nummer los gewesen wäre.