Abbrucharbeiten an einer Baustelle

Ihre Meinung zu Fachkräfte profitieren von Jobwechsel, Hilfskräfte nicht

Für Arbeitnehmer mit geringer Qualifikation und in helfenden Tätigkeiten kann ein Jobwechsel laut einer Studie einen Abstieg bedeuten. Fachkräfte können dagegen profitieren - nicht nur beim Gehalt.

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151 Kommentare

Kommentare

FakeNews-Checker

Das  ist   wieder  mal   so  eine  kurzsichtige  Arbeitsmarktpolitik,  wie  sie  bereits  zum  Fachkräftemangel  geführt  hat.  Auch  Fachkräfte  sind  auf  Hilfskräfte  angewiesen,  die  ebenso  anständig  bezahlt  werden  sollten.   Was  nützt  es  denn  Arbeitgebern  und  Fachkräften,  wenn  die  Hilfskräfte  ins  Ausland  auswandern,  wo  sie  besser  bezahlt  werden  ?

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werner1955

 wie  sie  bereits  zum  Fachkräftemangel  geführt  hat?

Das war und ist eine gesellschaftliche Fehlentwiklung das die "Bürojobs" besser sind. Das können und viele wollen das auch heute nicht mehr korrigieren.  

Eigenverantwortung ist durch "man müsste mal" oder durch fordern von andern ersetzt worden. 

Oppenheim

Ich habe eher den Eindruck, dass Hilfskräfte gern gesellschaftlich und qualitativ benachteiligt werden, weil über ihnen das Wort "Hilfe" prangt. Nicht jede Hilfskraft ist ja unweigerlich mit Wissensschwächen oder anderen Be-/Einschränkungen behaftet, so dass man immer zuerst an solche Fälle denkt. Wenn ein Betrieb eine Hilfskraft als zuverlässige, geeignete und weiterbildungsfähige Person einstuft, hat auch solche Person Chancen und Möglichkeiten. Ich gehe davon aus, dass manche Arbeitgeber aber hier lieber Qualifikation und Eignung herabwerten, um weniger Geld bezahlen zu müssen. 

Ob Fachkräfte immer besser gestellt sind, hängt auch vom Einzelfall ab. Wer spezialisiert ist und seinen Job wechselt, kann auch in die Falle des "ungeeignet, weil Spezialist" tappen. Denn auch hier müssen neuer Arbeitgeber mit einem geeigneten Arbeitsplatz und Bewerber zusammenpassen. Auch in Hamburg erleben wir, dass hochqualifizierte Arbeitskräfte in manchen Branchen als Berufseinsteiger gelten. 

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Mauersegler

Nicht jede Hilfskraft ist ja unweigerlich mit Wissensschwächen oder anderen Be-/Einschränkungen behaftet, so dass man immer zuerst an solche Fälle denkt. Wenn ein Betrieb eine Hilfskraft als zuverlässige, geeignete und weiterbildungsfähige Person einstuft, hat auch solche Person Chancen und Möglichkeiten. 

So weit die Theorie. In der Praxis werden diese Hilfskräfte aber mehrheitlich über Zeitarbeitsfirmen angeheuert und nach ein paar Monaten auch wieder gefeuert, damit man sie nicht festanstellen muss. Ganz egal, wie gut sie gearbeitet haben. Zitat: "Du kannst in drei Monaten gerne wiederkommen."

Francis Fortune

Oh, wie überraschend der Artikel doch ist! Fachkräfte haben also bessere Chancen am Arbeitsmarkt als Hilfskräfte. Da muss der Staat natürlich sogleich aushelfen...

Die Wirtschaft wird den Fachkräftemangel ganz alleine lösen, in meiner Firma z.B. durch gezielte Anwerbungen geeigneter Personen im Ausland, durch finanzielle Anreize und durch interne und bezahlte Weiterbildungen. 

 

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CoronaWegMachen

".... Die Wirtschaft wird den Fachkräftemangel ganz alleine lösen, in meiner Firma z.B. durch gezielte Anwerbungen geeigneter Personen im Ausland, durch finanzielle Anreize und durch interne und bezahlte Weiterbildungen ..."

Ganz Toll ! Das Problem :

Es gibt viel zu viele Unternehmen die scheuen die Kosten für "... gezielte Anwerbungen geeigneter Personen im Ausland, durch finanzielle Anreize und durch interne und bezahlte Weiterbildungen ..."

Und nu ?

Francis Fortune

Na nichts! Wenn ein Unternehmen die Kosten scheut, muss es sich eine andere Lösung einfallen lassen. 

Aber generell lässt sich das Problem leicht lösen: Alle Deutschen bekommen nach der 10. Klasse den Doktor-Titel verliehen und es gibt in Deutschland für jeden Job das gleiche Geld. Schwupps, - alle Probleme gelöst, Gerechtigkeit für alle, keine Neid- und Leistungsdebatten mehr!

Sokrates

Genau, da muss tatsächlich der Staat natürlich sogleich aushelfen, also wir alle, nicht nur die Regierung! Nein, sondern auch die Arbeitgeber und das gesamte Volk ist in diesem Spiel involviert.

Denn ein für allemal, der Staat sind wir alle, das ganze Land und was sich darin befindet!

Und Hilfskräfte waren früher bei den Arbeitgebern immer gerne willkommen, heute braucht man aber anscheinend um Fachkräfte zu unterstützen schon mindestens eine Studium dazu damit man weiß wo man hinlangen und zupacken kann!

In meiner Firma haben wir auch Hilfskräfte, daß sind mitunter ziemlich pfiffige Arbeitskräfte. Die wenigsten wollen wieder weg. Zwei hatten sogar unseren Vorschlag mit all unserer Unterstützung angenommen einen Facharbeiterbrief zu bekommen. Beide waren beide etwas über 30 und sind schon ein paar Jahre bei uns. Beide waren schon als Hilfskräfte sehr wertvoll und jetzt als Fachkräfte um so mehr. Und sie geben ihr Wissen nicht nur an ältere, auch an junge Hilfskräfte weiter. Top Leute!

Kritikunerwünscht

Das braucht viele Fachkräfte, weil die deutschen Fachkräfte lieber ins Ausland abwandern, 2022 waren es lt. Statistik 250000 deutsche Staatsbürger, davon 25% mit Hochschulabschluss.

Francis Fortune

Es gibt Zeiten, da verlassen die Fachkräfte Deutschland, aber es wird auch wieder Zeiten geben, da kommen sie zurück. Wie viele Fachkräfte sind denn 2022 nach Deutschland eingewandert?

Sokrates

Da lautet aber die Frage doch, sind die Fachkräfte nur deshalb ins Ausland abgewandert weil auch ihre Arbeitgeber mit ihren Firmen ins Ausland abgewandert sind?

werner1955

Fachkräfte profitieren von Jobwechsel.

Eigentlich Logisch und richtig so. Fachkräfte haben das durch Ausbildung und persönlicher Leistung gezeigt. 

 

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Sokrates

Ich kenne Hilfskräfte die auch ohne Ausbildung mit ihrer persönlichen Leistung zeigen was sie können. Und oftmals sind die Leute ebenbürtig mit manchen gelernten Fachkräften.

Aber so was zählt heutzutage wohl bei anständigen Mitmenschen nichts mehr!

werner1955

Die verdienen dann auch das gleich wie Fachkräfte. Aber wer hier keinen nachweiß über seien Fähigkeietn hat dar halt kein Auto fahren, pilot sein oder Notartz, 

eine_anmerkung .

Es gibt aber auch Fachkräfte die uns von unseren Politiker nur als solche vorgegaukelt wurden.

FakeNews-Checker

Hilfskräfte  arbeiten  oft  viel  schwerer  und  mehr  als  Studierte  und  Fachkräfte  und  sollten  schon  deshalb  nicht  wesentlich  schlechter  bezahlt  werden,  als  Studierte  und  Fachräfte,  die  in  der  Regel  leichtere  Tätigkeiten  verrichten  und  weniger  arbeiten.  Studium  und  Weiterqualifikation  sollte  daher  nicht  zu  unangemessen  hohen  Gehältern  führen,  sondern  wer  das  macht,  ist  sein  eigenes  Privatvergnügen  und  das  Motiv  sollte  nicht  mehr  Geld,  sondern  Interesse  am  Beruf  sein.  Leider  ist  das  bei  vielen  Fachkräften  immer  noch  umgekehrt.

werner1955

 oft  viel  schwerer!

Richtig, 

Und mit guten Gewerkschaften und selbstverantwortung geht das auh mit dem Geldverdienen sehr gut. Gerade im Handwerk und den MINT Berufen hat meine gesamte Familie immer gutes Geld für gute persönliche Leistung bekommen. Natürlich gehöhren flexibilität, Anstand, Disziplin sowie Orts und Arbeitgeberwechsel und hohe persönliche lernbereitschaft immer dazu. 

 

Schirmherr

Für Arbeitnehmer mit geringer Qualifikation und in helfenden Tätigkeiten kann ein Jobwechsel laut einer Studie einen Abstieg bedeuten. Fachkräfte können dagegen profitieren - nicht nur beim Gehalt.

Ist dann nicht noch mehr angebracht, nur wirkliche Fachkräfte nach Deutschland zu holen und keine “Hilfskräfte“, denn Hilfskräfte haben wir genug und müssen die neuen dann auch noch mit den anderen  in unseren(?) Systemen versorgen?

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eine_anmerkung .

Die Union (Herr Middelberg) machte da heute einen Vorschlag (siehe Pressemeldungen) das Heil endlich die Flüchtlinge (besonders die Syrer) an die Arbeit bringen müsse. Aber was macht der werte Herr Heil? Fährt ins Ausland um nach weiteren Fachkräften Ausschau zu halten.

rr2015

Angebot und Nachfrage

 

1. Es lohnt sich für viele Unternehmer nicht ungelernte einzustellen. Die Kosten sind zu hoch in Relation zur Leistung des Facharbeiters.  Unsere Firma hat schon vor Jahren keine Ungelernten mehr eingestellt, weil es einfach zu teuer und aufwendig war.

2. Es gibt nicht genug einfache Arbeiten die Ungelernte ausführen können und die sich dann auch der Bürger leisten will.

3. Lösung ist Bildung und lernen schon ab dem Kindergarten und vor allem bildungsferne  Familien unterstützen 

4. Das Frauen weniger verdienen liegt oft an den Frauen selbst. Ich bin im Osten aufgewachsen. Dort gab es  diese Diskussion nie.  Im Gegenteil , man hat sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen und war auch in technischen Berufen genauso vertreten wie die Männer.  Das Heimchen am Herd für eine gewisse Zeit war dort die Ausnahme. 

FakeNews-Checker

Der  Arbeitsmarkt  sollte  endlich  demokratisiert  werden.  Und  das  bedeutet  u.a.,  daß  auch  Hilfskräfte  und  bisher  Ehrenamtliche  einen  Anspruch  auf  einen  anständigen  Lohn  haben  sollten.   So  eine  allgemeine  Lohnangleichung  ist  schließlich  auch  die  Grundlage  einer  fairen  Marktwirtschaft.  Denn  warum  sollte  eine  Putzfrau  30  Stunden  malochen  müssen,  um  eine  Rechtsanwalts-Arbeitsstunde  bezahlen  zu  können ?   Der  Anwalt  hat  doch  nur  deshalb  Jura  studiert,  weil  er  nicht  gern  putzt  oder  keine  sonstigen  Hilfsarbeiten  tun  will. 

everlasting crisis

Ich kenne kaum jemanden mehr, der einfach eine Lehre machen will. Alle Kinder sollen Abi machen und studieren. 

In der Grundschule meiner Tochter gab es eine Weiterempfehlung für das Gymnasium knapp unter 100%. 

Wie geht das? Alle so schlau?

Ich habe hier im Forum kürzlich gelesen, dass die Intelligenz das am fairsten Verteilte in der Welt sei, weil jeder glaubt, er hat genug davon. :D

 

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Sisyphos3

in den 50ern lag die Abi Rate bei 6 %

aktuell bei über 50 %

Account gelöscht

Da ist die Frage, wo Hilfskräfte überhaupt profitieren ? Nicht beim Lohn und nicht bei den Bedingungen.

Und ein Arbeitsplatzwechsel führt zu einer längeren Arbeitszeit. Das scheint ja alles nicht so erquicklich zu sein. 

 

Und Heil und Baerbock reisen durch die Welt reisen um geneigtes Personal zu rekrutieren.

Oppenheim

Die Bundesregierung hat Gelder für Schulbildung und Hochschulen bereit gestellt. Das meiste ist aber Ländersache, wenn wir von guter Allgemeinbildung sprechen. Die Ausbildung ist in den Betrieben angesiedelt, die auch deutliche Vorgaben haben (müssen), geeignete Personen in der dualen Ausbildung aufzunehmen. 

Und wer dann keinen Schulabschluss erreicht, kann genug Weiter- und Bildungsmaßnahmen besuchen, die ihm weiterhelfen. Dazu gehören aber auch Wille und Disziplin. 

Spricht man dann mit manchem Betriebsleiter, verwundert nicht, dass manche Menschen sich selbst durchs Raster fallen lassen. Wer als Auszubildender oder Schüler abbricht, weil er als Hilfskraft mehr Geld bekommt- der hat seinen Weg selbst verbaut, wenn er nicht einsichtig ist, dass Ausbildung vor dem Status Fachkraft kommt. 

Hier kann der Staat nur wenig ausrichten, wenn manche Menschen ihre Prioritäten falsch setzen. Daher halte ich die Schelte gegen den Bundesarbeitsminister für einseitig und unberechtigt.

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Kaneel

Von außen sind solche Entscheidungen häufig nicht nachvollziehbar. Ich habe eine sehr fitte Aushilftskraft kennengelernt, der ich zugetraut hätte eine Ausbildung oder auch das Fachabitur gut hinzubekommen um eine in meinen Augen angemessenere und zufriedenstellendere Tätigkeit zu finden. Das hatte er aber für sich ausgeschlossen, da er Schule nicht als guten Ort für sich kennengelernt hatte. 

Dass manchen Menschen das Lernen bzw. die Schule offenbar dermaßen vermiest wird/ wurde, sehe ich als ein Problem in unserer Gesellschaft. Das hat sicherlich viel mit der individuellen Situation/Persönlichkeit eines Menschen zu tun, aber die Ursachen dafür liegen auch im Bildungssystem, das m.E. häufig zu sehr schwächenfokussiert anstatt stärkenorientiert ausgerichtet ist.

rr2015

Hilfskräfte  (Leute ohne abgeschlossenen Berufsausbildung)  profitieren   jedoch meist  vom Jobwechsel  wenn sie in die Politik gehen.  Voraussetzung  sie sind redegewandt.

 

Sollte uns das nachdenklich machen? 

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everlasting crisis

😁 made my day. Stimme ich zu.

Bender Rodriguez

Im Bundestag herrscht definitiv Fachkräftemangel. Zu viele Ungelernte oder Kaputtstudierte. 

Früher hatten kanzler oder Minister schon mal einen Doktortitel. Heute? 

eine_anmerkung .

Wären das wenigstens "Kaputtstudierte". Viele haben das Studium nicht geschafft und wollen uns dort die Welt erklären. Ich glaube wir hatten noch nie eine Regierung mit so vielen Studienabbrechern und/oder Menschen die keinerlei Ahnung von Fach haben wo sie eingesetzt wurden und dann darf man sich über die bekannten "Ergebnisse" nicht wundern.

eine_anmerkung .

>>"Fachkräfte profitieren von Jobwechsel, Hilfskräfte nicht"<<

Ich denke diese Diskussion geht am eigentlichen Thema vorbei denn es sollte darum gehen das Heer von Arbeitslosen in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis zu überführen was Herrn Heil SPD nicht ansatzweise gelingt (https://www.welt.de/politik/deutschland/article245710610/Migration-Heil…)

Der Arbeitsmarkt benötigt auch eine gewisse Anzahl Hilfskräfte was keine Wertung beinhaltet. 

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Bender Rodriguez

Die Arbritslosenzahlen sind seit jahrzehnten gleich. Der Kapitalist braucht das als Druckmittel. Deshalb wird ja zuwanderung propagiert. Bei Mangellage müsste man ja sonst jede Forderung erfüllen. 

eine_anmerkung .

Das ist der falsche Ansatz (die Arbeitslosenzahlen sind seit Jahrzehnten gleich) wenn beispielsweise nach wie vor drei von vier Syrer vollständig von Sozialleistungen leben (und die Syrer gelten allgemein als die besser gebildeten Migranten). Hier müsste von Herrn Heil SPD viel mehr Anstrengungen erfolgen oder hätten erfolgen müssen. Aber da kommt scheinbar nichts denn die Zahlen sind seit Jahren die gleichen und je länger diese Menschen im Sozialsystem anbhängen umso schwieriger wird eine Integration in den Arbeitsmarkt. Dabei können wir weiß Gott sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt gebrauchen.

Mauersegler

wenn beispielsweise nach wie vor drei von vier Syrer vollständig von Sozialleistungen leben

Ja, wenn. Aber Ihre Behauptung ist natürlich vollkommen falsch. Hier ein paar schon ältere Zahlen, die aktuellen werden noch besser sein: 

Deutschlandweit lebte nach den aktuellsten Daten der Bundesagentur für Arbeit im Oktober 2022 immer noch mehr als die Hälfte (55,4 Prozent) der Geflüchteten aus Syrien von Hartz IV. Darin enthalten sind allerdings auch Erwerbstätige, die zwar Geld verdienen, deren Lohn aber nicht für den Lebensunterhalt reicht und die zusätzlich Hilfe erhalten.

Der Anteil der Stütze-Empfänger sinkt seit einem Höchststand im Jahr 2017 von fast 86 Prozent kontinuierlich. Gleichzeitig steigt die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aus Syrien ebenso stetig an - im April 2021 hatten 27,4 Prozent der Syrer im erwerbsfähigen Alter eine sozialversicherungspflichtige Arbeit.
[https://www.zdf.de/nachrichten/politik/palmer-syrien-fluechtlinge-arbei…]

morgentau19

Meinen sie jetzt wird es besser, weil es keine 75% sind, sondern ein paar % weniger? Selbst wenn es nur 25% wären, die staatliche Leistungen erhalten, ist das ein Minus für den Staatshaushalt. Bedenken sie, ca. 4 Arbeitnehmer sind Vonnöten, um einen Arbeitslosen zu finanzieren. 

eine_anmerkung .

Meine Zahl ist schon richtig denn da sind die Teilnehmer von Sprach- und Integrationskursen mit enthalten. Das steht ja auch in dem von Ihnen zitierten Bericht ganz unten.

Mauersegler

Nein, Ihre Zahl ist falsch und das steht da nicht. Ich schreibe Ihnen gern noch einmal auf, was da steht: 
Im Oktober 2022 erhielten noch 55,4 Prozent der geflüchteten aus Syrien Hartz IV, darunter auch Erwerbstätige, die nicht von Ihrem Lohn leben können. 

Sie dagegen haben behauptet, es würden nach wie vor drei von vier Syrer vollständig von Sozialleistungen leben. Das ist ganz offensichtlich falsch. 

 

Mauersegler

Ach Gottchen, jetzt kommen Sie hier mit Zahlen von 2019! Dabei konnten Sie in meiner auch nicht mehr ganz aktuellen Quelle doch lesen, dass jährlich mehr Syrer*innen in Lohn und Brot sind. Was für eine unterirdische Diskussionsführung. 

Übrigens google ich nicht und lese auch keine kostenpflichtigen Quellen online. 

eine_anmerkung .

=> Ihre Quelle:

22,7 Prozent in sozialversicherungspflichtiger oder sonstiger Arbeit beschäftigt

20 Prozent in einem Sprachkurs

2,5 Prozent in Arbeitsqualifikationsmaßnahmen

8,7 Prozent in Ausbildung

"Die verbleibenden 46 Prozent sind derzeit noch auf der Suche nach einer der genannten Arten der Beschäftigung, bzw. haben keine Angaben diesbezüglich gemacht", heißt es in dem Bericht.

Und jetzt rechnen Sie mal? 46 + 8,7 + 2,5 + 20 gehen keiner sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach und das mach wieviel? 

Mauersegler

Ja, meine Quelle. 

Ganz zufällig – selbstverständlich – haben Sie übersehen, dass Sie die Zahlen aus Tübingen zitieren. Und die beziehen Sie dann flugs mal auf ganz Deutschland beziehen. 

Lüge, oder?

 

morgentau19

Fachkräfte profitieren von Jobwechsel, Hilfskräfte nicht.

Wenn es für diese banale Feststellung eine Studie braucht, würde ich sagen, sollte man lieber das Geld sparen und für wichtigere Objekte verwenden. 

 

Auch wenn die Erzählung immer wiederholt wird, dass wir Fachkräfte aus dem nicht EU-Länder benötigen, wird es nicht richtiger. Der überweigende Teil der Zuwanderer erhält staatliche Leistungen, weil sie auf dem Arbeitsmarkt schlecht bis überhaupt nicht vermittelbar sind.

 

Wann wird in Deutschland endlich die 5 Millionen-Arbeitslosen-Ausbildungs-Qualifizierungs--Offensive gestartet? In 3 Jahren könnte der Fachkräftmangel beseitigt sein! 

 

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Bender Rodriguez

Immer wieder dieser Unsinn.

Was sollen denn die 6Millionen Arbeitslosen machen?  Die sind ja nicht ohne Grund arbeitslos. 

Sonst wäre es ja total einfach, selbst aktiv zu werden und in 5minuten 10 jobs zur Auswahl, zu haben. 

morgentau19

Ja, es ist ganz einfach ein Kommentar als Unsinn zu bezeichnen. Aber mit einem oder mehrere Argumente zu erwidern, wird schwieriger. 

Was diese Arbeitslosen machen sollen? Um Arbeit bemühen! Sie wollen mit ihrem Kommentar doch nicht durch die Blume sagen, die sind alle unqualifiziert? 

Oder doch?

10 Jobs zur Auswahl ist kein Problem- die Bezahlung ist es oft.

.

Nach meiner Einschätzung muss auch ein Umdenken der Wirtschaft erfolgen, ältere (ab30) Arbeitslose, die eine Ausbildung gemacht haben, einzustellen. 

2. Muss die steuerliche Belastung drastisch sinken, damit Deutschland wettbewerbsfähig bleiben kann bzw. wieder wird. Hier wiederum müssen Landes- und Bundesregierung lernen, mit den Steuergelder auskommen, anstatt sie weltweit zu verteilen oder immer wieder Kreditie aufzunehmen. Irgendwann ist nämlich Schluß.

 

Sie sehen, es sind mehrere Stellschrauben zu verändern.

 

kurtimwald

Wird der Artikel und die Kommentierung dazu wirklich dem Bedarf gerecht?

Was ist denn eine Fachkraft, eigentlich ein Mensch nach abgeschlossenem Studium oder einem Abschluss  als Meister in seinem Fach.

Die meisten haben eine Lehre hinter sich und sind im kaufm. Bereich (Kaufmannsgehilfenbrief) auch laut Abschluss bei der IHK dann Kaufmannsgehilfe oder im handwerklichen (Gesellenbrief) dann Geselle oder Gesellin, also Hilfskraft des Meisters.

Das ist noch keine Fachkaft. Erst ein Meisterbrief, ein akademischer Abschluss oder Diplom weisen die Fachkraft aus.

Und die kann dann Karriere machen.

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Bender Rodriguez

Echt? Fachkraft mit Diplom? 

Die meisten akademiker sind von Fachkraft weiter entfernt, als wir vom Mars.

Eine Fachkraft hat irgendwo einen Gesellenbrief. Ohne ist man irgendwas anderes.

eine_anmerkung .

Das ist doch Unsinn! Eine Geselle mit Gesellenbrief ist genauso eine Fachkraft wie ein Akademiker mit Diplom und es geht sogar noch weiter. Jemand der sich beispielsweise durch jahrelange Tätigkeit auf einem Gebiet sich eine entsprechende Kompetenz aufgebaut hat, ist auf diesem Gebiet auch eine Fachkraft. Oftmals ist dort aber der Nachweis der Kompetenz nach außen schwierig.

kurtimwald

Der Meisterbrief, das Diplom oder der akad. Abdchluss, das sind die Nachweise. Für Deutsche ganz einfach, wer das Wissen hat kann die Abschlussprüfung ohne Zeitverzug sofort ablegen.

Das ist nur bei Flüchtlingen schwierig, da deren Abschlüsse oft die vergleichbaren Anforderungen fehlen.

Bender Rodriguez

Wieder? Das ist Unsinn.

Wozu diplom oder Meisterbrief?

Hör auf sowas zu sagen. 

Mauersegler

Jemand der sich beispielsweise durch jahrelange Tätigkeit auf einem Gebiet sich eine entsprechende Kompetenz aufgebaut hat, ist auf diesem Gebiet auch eine Fachkraft.

Das freut mich, dass Sie das endlich erkennen. Bitte wenden Sie diese Erkenntnis künftig auch auf Politiker*innen an. 

eine_anmerkung .

Da passt das nicht denn das sind zwei Paar verschiedene Schuhe denn als Politiker sollte man (meiner Meinung nach) über eine fundierte Ausbildung und Erfahrung verfügen um glaubhaft zu sein.

Mauersegler

Ach so, da beschließen Sie dann flugs, dass das da "nicht passt". 

Warum denn? Wieso kann sich ein Politiker nicht durch jahrelange Tätigkeit Kompetenz aufbauen? Die Erfahrung, die Sie fordern, hat er dann allemal. 

Was dagegen einen Malermeister zum Politiker befähigen soll, kann ich nicht erkennen. 

 

Sokrates

Sorry, aber ihre Argumentation ist totaler Humbug und entbehrt jeglichen Sach- und Fachlichkeit! Ich kenne Akademiker die nicht mal ein Fenster einbauen oder Fliesen verlegen können, geschweige einen Nagel gerade einhauen damit sie das Bild ihrer Ehefrau aufhängen können. Dennoch sind sie genauso Fachkräfte mit all ihren Titeln wie ein Geselle oder Handwerksmeister. Jeder ist eine Fachkraft in dem was er besser kann als jemand anderst, dazu zähle ich auch Hilfskräfte dazu.

eine_anmerkung .

Da haben Sie natürlich recht. Man muss (oder sollte) das Erlernte auch umsetzen können.

Bender Rodriguez

Ich bin Fachkraft. Wenn ich mir ansehe, mit welchen Mickymausbeträgen in meiner Branche um Bachwuchs geworben wird, lache ich mich schief. Da wird man keine Neuen bekommen und keine Alten abwerben.

Bei einem Bekannten wurde neulich eine Stelle frei. Wäre ich bereit gewesen, auf 2/5 lohn, zu verzichten, dafür 5 Tage mehr zu arbeiten, hätte ich den Job bekommen können. Mit so wenig Geld braucht man eigentlich gar keinen Urlaub. 

Wir brauchen alle mehr Patte. Das gehört eh Uns und nicht den albernen Bonzen, die nix arbeiten.

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schabernack

➢ Ich bin Fachkraft. Wenn ich mir ansehe, mit welchen Mickymausbeträgen in meiner Branche um Nachwuchs geworben wird, lache ich mich schief.

Da Sie die Mickymausbeträge ja kennen.

Wie klein ist Mickey Mouse denn in Ihrer Branche?

Bender Rodriguez

Da wurden lächerliche 2600 brutto geboten. Für fertige Gesellen. Für so wenig stehe ich erst gar nicht auf.

eine_anmerkung .

Ziemlich arrogant eine solche Aussage finde ich.

Bender Rodriguez

Finde ich nicht. Als gesuchter Facharbeiter finde ich ein solches Angebot eine Bankrotterklärung. Diese Firma wird hoffentlich bald umgehen.  Das ist in etwa das, was man frusch ausgelernt bekommrn kann. Aber nicht  mit 20 jahren Berufserfahrung.

 

Sisyphos3

Fachkräfte sind üblicherweise motivierter

denke als Fachkraft ist/war man bereit was zu lernen

sonst wäre man/frau nicht Fachkraft

bei ner Hilfskraft würde ich das nicht voraussetzen

Carlos12

Arbeitgeber suchen nicht Superkräfte, sondern Arbeitnehmer, die zuverlässig die Arbeit in einer ausreichenden Geschwindigkeit in ausreichender Qualität erledigen. Menschen gibt es nun mal in einer riesigen charakterlichen Bandbreite. Die reicht von Kämpfern, die sich aus den widrigsten Umständen hocharbeiten bis zu bequemen Faulenzern. Selbst wenn wir das perfekte Ausbildungssystem hätten, würde es Leistungsverweigerer geben. 

Auf der anderen Seite hat Deutschland ein selektives Bildungssystem, welches Menschen frühzeitig aussortiert. Wer hier in einer bildungsfernen Schicht geboren wird, dem wird es schwer gemacht aufzusteigen. Die Konsequenz sollte es sein, Hilfskräften die Ausbildung zu Fachkräften zu erleichtern und schmackhaft zu machen, ja gerade zu Nudging zu betreiben.

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Sisyphos3

Wer hier in einer bildungsfernen Schicht geboren wird, dem wird es schwer gemacht aufzusteigen.

 

bildungsfern ?

definieren sie das mal bitte

also meiner Tochter habe ich noch nie bei den Hausaufgaben geholfen

trotzdem studiert sie

ist das mit "bildungsfern" nicht ein Schlagwort

Account gelöscht

Am Bildungsytem liegt es m.M.n. nicht,wo ein Wille ist gibt es auch einen Weg.Man muss nur wollen.

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gelassenbleiben

Wenn die Eltern nicht wollen (gibt es leider) und die Kinder nicht frühzeitig von jemand anderen unterstützt werden (zB Kindergarten; Grundschule mit nicht überforderten Lehrern) haben die Kinder keine chance. Wer ist also ‚Man‘?

Die Kinder haben es nicht in der Hand.

FakeNews-Checker

Klingt  nach  Sündenbocksuche.   Würde  jeder  studieren  und  eine  Fachkraft  werden,   gäbe  es  dann  als  nächstes  einen  großen  Hilfskräftemangel.  Und  dann  ?

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Möbius

Keine Überraschung. Die Fachkraft ist gegenüber dem neuen AG im Vorteil, der Ungelernte leicht ersetzbar - also im Nachteil. 

rimitino

Deutschland ist ein DIN-Normstaat mit ausgeklügelten Gesetzen, die diesen Staat als Industriestaat nach dem Krieg ruckzuck mit Tempo wieder an die Spitze gebracht haben! An erster Stelle stand die Ausbildung der Nachkriegsgeneration, beginnend mit 14 Jahren als Lehrling, mit 17 als Facharbeiter, mit 21 als Handwerksmeister,  mit 26 Jahren als Dipl.Ing. und mit 30 Jahren als Dipl.Physiker! Nachmachen ist ganz einfach, der Wille muß anerzogen werden. Wir rutschen systematisch tiefer und tiefer, wenn wir nicht mit aller Kraft und Energie gegensteuern! Die Regierung ist dafür zuständig! Sie ist es, die versagt und im Dauerton herumsabbelt und nichts voreinander bekommt. Wir brauchen Neuwahlen, damit wir nicht zum Lachkasper werden oder um Jahrzehnte zurückgeworfen werden!

FakeNews-Checker

Der Wert von Arbeit sollte neu definiert werden mit einer entsprechenden Lohnangleichung.  Was  wären  Arbeitgeber  und  Fachkräfte  ohne  Hilfskräfte  ?  So  eine  Firma  könnte  dicht  machen.  Oder  welcher  Chef  wäre  bereit,  selber  die  Firma  zu  putzen  und  die  ganze  Büroarbeit  zu  erledigen ? 

Und so ist es das reine Privatvergnügen,  wenn jemand studiert oder eine höhere Berufsausbildung  macht  und  sollte  nicht  mehr  länger  sich  daran ein Leben lang eine goldene Nase verdienen können,  während  Hilfskräfte  oft  mehr  und  schwerer  arbeiten.   

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0803

Im Kapitalismus hat der Markt die Definitionshoheit über den Wert der Arbeit. Nach der Arbeit kann jeder die Philosophie oder die Kunst um Definitionen bemühen. Ist dem Arbeitgeber der Freizeitspaß nicht wichtig genug, sofern man am nächsten Tag wieder pünktlich und gesund zur Arbeit erscheint und nicht vergessen hat, was man gelernt hat und gestern noch konnte und weiterhin in die Firma passt, sich rechnet.

Francis Fortune

Interessante Theorie! Aber wer geht dann noch studieren? Und wenn dann keiner mehr studieren geht, wer bildet dann noch aus? 

Lassen Sie sich von der "Putzkraft" dann auch operieren? Wer entwickelt oder forscht dann noch? 

Die Marktwirtschaft entscheidet, wie viel eine Arbeit "Wert" ist. Und in schlechten Zeiten, als weder Kapital noch Personal vorhanden war, habe ich als Inhaber meiner Firma die Klos geputzt und alle Belege selber gebucht, ja sogar als Hilfskraft meinen Schlossern geholfen.

Werner40

Es ist toll, wenn 80% den Aufstieg von der Hilfskraft zur Fachkraft schaffen. Das Aufstiegssystem in Deutschland ist sehr durchlässig, wenn man denn will und mobil ist. Beim Jobwechsel als Fachkraft sollten aber schon >€5000/a rausspringen.

rolato

In der Politik geht es auch ohne Abschluss und die Bezüge steigen automatisch. 

Anna-Elisabeth

Manchmal ist die Arbeitswelt auch einfach nur in ihren Strukturen zu starr. Ich erinnere mich an ein junge Putzfrau aus der Türkei, die kaum ein Wort Deutsch sprach als sie bei uns anfing. Die Begrüßungs- und Höflichkeitsformeln kannte sie allerdings schon am ersten Tag. Nach nur drei Monaten sprach diese Frau fast einwandfreies Deutsch - akzentfrei. Diese Frau muss schon sehr sprachbegabt sein. Da wir im Krankenhaus immer viele Patienten haben, die nur türkisch sprechen, hätte man dieser Putzfrau z.B. anbieten können, zumindest stundenweise am Tag eine Dolmetschertätigkeit zu übernehmen und sie natürlich entsprechend besser zu bezahlen. Es kostet immer viel Zeit, auf Angehörige oder Dolmetscher (teuer) zu warten. Vielfach übersetzen sowieso schon die Putzfrauen die Wünsche der Patienten. Im weitern Verlauf hätte man dieser Frau auch ein "echte" Dolmetscherausbildung anbieten können. 

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rolato

Ja da stimme ich Ihnen zu! In der Politik funktioniert es ja auch und dafür unangemessen.