Häuser stehen in einem Neubaugebiet

Ihre Meinung zu Immobilienfinanzierung um 48 Prozent eingebrochen

Der lange Immobilienboom in Deutschland ist vorbei. Die Unsicherheit über die Zins- und Preisentwicklung hat das Neugeschäft der Immobilienfinanzierer im Frühjahr kräftig einbrechen lassen.

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113 Kommentare

Kommentare

Nettie

"Immobilienfinanzierung um 48 Prozent eingebrochen"

Aber nur die Finanzierung, nicht der Bedarf an Wohnraum.

Bender Rodriguez

Oho, welch wunder.es gibt  kein Bauland und wenig solvente Kandidaten. Was sollda finanziert werden müssen? 

Da hatten es unsere eltern wesentlich einfacher.

Überall gab es Bauland für lau.

Heute gibts nix unter 1000€. Und dann nur maximal 200m²

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Wolf1905

Unsere Eltern hatten es einfacher? Da hab’s noch Darlehenszinsen höher 10% - okay, die Preise für Immobilien waren deutlich niedriger, aber auch die verfügbaren Einkommen. Im Prinzip hatte jede Generation mit dem Problem, sich in D eine Immobilie kaufen und leisten zu können, zu kämpfen - ein Armutszeugnis im Vergleich zu manch anderen europäischen Staaten.

Bender Rodriguez

Natürlich hatten die es einfacher. Drastisch mehr Kaufkraft bei extrem günstigeren Preisen.  Dazu die freie Verfügbarkeit von Bauland.

Häuschen 1979: 190000DM

2023: 500000€ 

also gut 1mio DM.

Haben wir 5fahch hähere Gehälter?

Wolf1905

Ich habe 1983 als Ingenieur begonnen, Einstiegsgehalt 2.850 DM; heute steigt ein Ingenieur bei der gleichen Firma mit fast 4.000 € ein, also fast 8.000 DM rechnerisch - keine Verfünffachung, aber fast Verdreifachung. Dass mein Gehalt Ende 2021, als ich altersbedingt aufgehört habe, deutlich höher war als beim Neueinsteiger, dürfte klar sein - es geht auf jeden Fall an das Fünffache heran.

Bender Rodriguez

Nicht äpfel und Birnen verdödeln.

Wie la ge musste man 1980 für ein Haus arbeiten und wie lange heute. Bur das zählt. Was nutzt die ein nominell höheres Abfangsgehalt, wenn das Geld nichts wert ist? Und was nutzt dir das Ganze Geld, wenn es jein Bauland gibt.

Es kann ja nicht jedernach Ostfriesland, sorry Gerd, auch wenn es da schön ist. 

Bauer Tom

"Drastisch mehr Kaufkraft bei extrem günstigeren Preisen"

 

Informieren Sie sich erst einmal darueber, wie die Kaufkraft sich in den letzten 50 Jahren entwickelt hat bevor Sie Unsinn reden.

Bender Rodriguez

Dito, das Kompliment muss ich genauso zurückgeben. Erst mal informieren. 

rolato

Vergleichbares Bauland ihre Häuschen? Sonst machts kein Sinn. 

saschamaus75

>> Unsere Eltern hatten es einfacher?

 

Ich denke, Sie haben da @Bender Rodriguez falsch verstanden. Es geht weniger um das 'Wie soll ich das finanzieren?', sondern mehr um das 'WO??? Ist doch schon alles vollgepflastert!'

 

So habe ich den Kommentar jedenfalls verstanden. -.-

Bender Rodriguez

Es geht um beides.früher haben Facharbeiter leicht selbst gebaut. Heute unmöglich. Wegen zu geringem lohn UND mangelndem Baugrund. 

Bauer Tom liegt da leider komplett daneben. 

Gerd Hansen

Meinen Sie nix unter 1.000€ / m2 ?

Hier ( Friesland / Ostfriesland ) kostet der m2 zwischen 80 und 130 €. In der Stadt auch schon mal 200€.

150 m2 Haus auf 1.000 m2 Grundstück für unter 400.000€, wen man „normal“ baut.

Da Grundwasser stellenweise schon bei 60cm kommt baut man hier sinnvollerweise ohne Keller ;)

Bauer Tom

"Heute gibts nix unter 1000€. Und dann nur maximal 200m²"

 

Ich habe gerade noch ein Grundstueck fuer knapp ueber 1 Euro/m2 vermittelt. Mit Meerblick und 70 000m2

Bender Rodriguez

Wo? Irgendwo abseits? 

Parsec

Hätte mich auch gewundert bei den oft völlig überzogenen Immobilienpreisen.

Wenn ein Eigenheim nur noch so gerade eben finanziert werden kann, dann ist das schon Grund, es sein zu lassen. Das Ausfallrisiko ist dann einfach viel zu hoch. 

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DünneBerg

Und dann kommt noch eine neue Heizung dazu

Zufriedener Optimist

Wer sich in ein neu gebautes Haus alte Technik einbaut ist selbst dran Schuld! Wissen Sie in wie vielen europäischen Ländern der Einbau von Gasheizungen schon lange verboten ist?

Parsec

Leider dürfte es vielen "passiert"   sein, dass sie vor vielleicht 2 Jahren die Finanzplanung stehen halten und alle Auflagen bauplanerisch erfüllt waren. 

Und jetzt kommt plötzlich das Thema Wärmepumpe oder 60% regenerative Energien auf, dass man vielleicht erst im 2. Schritt mittels Solarthermie oder PV realisiert hätte, und da läuft dann die Zeit und die Finanzierung weg.

Die generell gestiegenen Preise und das Thema Energie sind dann für viele der Showstopper .

DünneBerg

Nicht jedes Haus ist ein Neubau. 

Und Gasheizungen sind nur in den skandinavischen Ländern verboten, und die können es sich leisten, weil Sie eben Öl und Gas verkaufen können.

Die EU hält sie für umweltfreundlich, dem schließe ich mich an.

Bauer Tom

Eine neue Ideologie "altert" nicht automatisch eine Technik

Erna Müller

Wen wunderts? Aber nur die Zins- und Preisentwicklung verantwortlich zu machen ist sicher zu kurzsichtig. Letztlich sorgen eben auch die Themen Dämmvorschriften, Heizungsanlage und Mietpreisbremse für Unsicherheiten. Wer ohne Wärmepumpe und/oder mit Holz geplant hat wird jetzt abwarten und darf neu planen. Wer vermieten will wird abwarten was er wie auf die Mieter umlegen darf und ob es sich noch rentiert. Und auch das Thema bauen zum Festpreis ist aktuell quasi unmöglich, da man entweder kein Angebot oder eines mit riesigen Aufschlägen bekommt. Planungssicherheit (ganz unabhängig von den eh immer bei Neubauten bestehenden) gleich Null.

rjbhome

naja, die Preise gehen inflationär  bedingt durch die Decke und die Löhne bleiben dahinter zurück. Da spielt das bisschen Zins  auch keine Rolle mehr

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Minka04

Volle Zustimmung. Wie soll man ein Haus finanzieren, wenn am Ende des Geldes noch soviel Monat übrig ist? Man kann sich ja kaum mehr die Lebensmittel leisten.

Opa Klaus

Das gehen sie schon lange. Hatte 1986 ein REH mit 128 qm Wohnfläche ( DG ausgebaut) und 420qm Grund plus Garage für 125.000 DM gekauft. Verkauft 2008 für € 240.000. Heutiger Kaufpreis neu in dieser Region wäre ca. € 560.000. Wohneigentum in DE ist zwischenzeitlich absoluter Luxus oder die sicherste Möglichkeit in Privatinsolvenz zu gehen. 

Carlos12

Das Problem sind nicht hohe Zinsen an sich, sondern die Unsicherheit. Viele Forenteilnehmer werden sich hier an ganz andere Zinssätze erinnern. Ich empfand damals 7% als moderat. 

Was neben den deutlich erhöhten Bauanforderungen aber auch eine Rolle spielt sind die gestiegenen Ansprüche. In einer TV-Sendung war vor kurzem ein Paar zu sehen, welchen vom Bau einer Immobile zurück schritt. Das Geld hätte nicht mehr für Urlaubsreisen gereicht. Über so eine Einstellung hätten die Eltern und Großeltern den Kopf geschüttelt.

 

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Parsec

"...ein Paar ...., welchen vom Bau einer Immobile zurück schritt. Das Geld hätte nicht mehr für Urlaubsreisen gereicht. Über so eine Einstellung hätten die Eltern und Großeltern den Kopf geschüttelt."

Die Frage ist natürlich, sind Urlaubsreisen in der Region geplant oder müssen es die Malediven oder der USA-Urlaub sein? Im letzten Fall ist eher eine Frage der Prioritäten, der Urlaub in der Region hingegen sollte schon die Erholung unterstützen, und wenn es "nur" Tagesausflüge sind.

Es macht keine Sinn, wegen der Finanzierung einer Immobilie sich das Geld vom Munde abzusparen. Wie ich schon schrieb, ist m.M.n. von einer auf Kante genähte  Finanzierung abzusehen.  Oder die Ansprüche an die Immobilie sind der finanziellen Situation anzupassen.

Vermutlich hat sich das erwähnte  Paar vor einer Überschuldung geschützt und die Prioritäten richtig gesetzt.

De Paelzer

Das war früher noch anders. Da hat man im Urlaub an seinem Häuschen gebaut. Bekannte und Nachbarn halfen mit bzw. die ganze Verwandtschaft. Da war viel mit Eigenleistung. Das geht heute nicht mehr, da ist der Urlaub wichtiger. Dann kann man nicht klagen, dass früher alles besser war. Da wurde auf vieles verzichtet.

Carlos12

Darauf wollte ich hinaus. Es mag sein, dass der Traum vom Eigenheim mittlerweile für viele unerreichbar bleibt, aber dafür ist die Lebensqualität über die letzten 60 Jahre für die Mehrheit gestiegen, Wohnraum, Ernährung, eigenes Auto, Komfort, Freizeit usw..

Sisyphos3

man kann eben nicht alles haben !

Parsec

"... dafür ist die Lebensqualität über die letzten 60 Jahre für die Mehrheit gestiegen, Wohnraum, Ernährung, eigenes Auto, Komfort, Freizeit usw..."

Eben. Zumal es heutzutage Usus ist, dass beide Partner berufstätig sind. Auch deshalb konnte man es sich bisher leisten, mehr handwerkliche Tätigkeiten zu bezahlen, anstatt auf Freizeit zu verzichten, um vieles in Eigenleisting zu schaffen. 

Nur seit geraumer Zeit sind die Preise fürs Bauen derart gestiegen, dass das so nicht mehr möglich ist und sich viele die Frage stellen, ob es sinnvoll ist, 30 Jahre lang zu finanzieren oder für längere Zeit auf erholsame Urlaubszeiten zu verzichten und dabei festzustellen, dass das Eigenheim am Spaßfaktor zehrt, weil es zu wenig finanziellen Spielraum lässt.

Das machen dann- vernünftigerweise - viele nicht mehr mit. 

Sisyphos3

früher war vieles anders

hat man das Dach ausgebaut oder nur vorbereitet wenn man keine oder nur kleine Kinder hatte

musste ich anfangs für jedes Kind ein eigenes Zimmer mit Bad sein oder ein eigenes Arbeitszimmer

und da blieb man die ersten Jahre auch zu haus und nicht im Urlaub

 

ist vielleich ein Extrembeispiel

aber 1955 haben sich meine Großeltern ein Haus gekauft

Freitags hat man sich ausgerechnet ob man Sprudel kaufen ging oder Leitungswasser reichte

De Paelzer

Das war schon häufig so. Bekannte hatten nur ein Zimmer geheizt, weil nicht genug Geld für Öl da war. Da ging der Preis von etwa 10 Pfennig auf eine DM hoch und die Zinsen stiegen plötzlich.

Ein Eigenheim hat schon was besonderes. Die Länder die aufgeführt werden, weil es da mehr Eigenheime gibt kommt auch vom Selbst ist der Mann, nicht weil der Lebensstandart höher ist.

Leitungswasser war auch eher das normale.

Deeskalator

naja die total überzogenen Preise Spielen Auch eine Rolle.

Wo in den 80ern ein Einfamilienhaus 6 bis 10 durchschnittliche Jahresgehälter gekostet hat, kostet jetzt ein Reihenmittelhaus das 15 bis 20 Jahresgehälter.

Egal wie sehr man sich einschränkt Menschen unter 40 werden niemals als Alleinverdiener ein Haus finanzieren können so wie es die Boomergeneration konnte, es sei den sie gehören zu den top 5%.

Dann kommt noch dazu, dass zum Beispiel Hessen 6% Grunderwerbssteuer aufruft, wenn das durchschnittliche Haus eine halbe Millionen kostet... Die sind aber nicht fällig, wenn zum Beispiel ein Wohnkonzern wieder einen ganzen Straßenzug unter den Nagel reisst.

Eben die sind auch schuld, warum die Preise, wie früher üblich, bei steigenden Zinsen nicht wieder sinken... Die kaufen so oder so alles auf.

Und bald sind wir dann nicht mehr nur bei der Gesundheit und Essen, sondern auch beim Wohnen von der Gemütslage des jeweiligen CEO abhängig...

Carlos12

"Wo in den 80ern ein Einfamilienhaus 6 bis 10 durchschnittliche Jahresgehälter gekostet hat, kostet jetzt ein Reihenmittelhaus das 15 bis 20 Jahresgehälter."

Das dürfte mit eines der Hauptprobleme sein. Wobei die wesentlich höheren Zinsen von damals die Differenz verringern. Je nachdem konnte es sein, dass man mit Zinsen zum Schluss das doppelte gezahlt hatte.

Sisyphos3

wie war das Haus damals ausgestattet und wie heute ?

DünneBerg

Zu den damaligen Zeiten hatten die Menschen aber auch ein viel höheres Eigenvermögen zum Hauskauf. Da waren die Zinsen nicht so entscheidend wie heute, wo man sein Haus quasi komplett finanziert. Die Banken hätten einen ausgelacht.

De Paelzer

Damald hatte fast jeder einen Bausparvertrag. Davon das Eigenvermögen. Macht heute niemand mehr weil es auf das Ersparte kaum Zinsen gibt und die Kreditzinsen auch ohne Bausparvertrag niedrig sind. 

rolato

Genau so! Allein der Wohnraum hat sich verdoppelt was die Anschaffung teurer macht. 

dito

Bei den Baukosten kann sich ein Normalbürger kein Haus mehr leisten. Ein kleines EFH ist nicht mehr unter 400.000€ (zzgl Grundstück) machbar. Gleichzeitig wurden alle Förderungen gestrichen. Nur noch für KfW 40 gibt es 100.000-150.000€ zinvergünstigten Kredit (100% zurück zu bezahlen) und das reicht bei den Preisen nicht mal im Ansatz. 

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gelassenbleiben

ich würde nach einer Wohnung schauen, weniger Flächenversiegelung und Heizkosten

Oberstudienrat

@dito 22. Mai 2023 • 13:18 Uhr

Bei den Baukosten kann sich ein Normalbürger kein Haus mehr leisten.

Glücklicherweise sind die wenigsten Leute so "normal", wie Sie sich das ausmalen.

Glasbürger

Das Bauen in Deutschland war schon immer exorbitant teuer. Für Häuslebauer war die Nullzins-Politik der letzten Jahre hierfür ein wahrer Segen (für andere nicht). Doch wer soll sich das Bauen denn jetzt noch leisten können? Wohl nur "Investoren" aka "Heuschrecken".

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Möbius

Nullzins hin oder her - auch vor einem Jahr haben nur die Kredit bekommen die 1. über ein weit überdurchschnittliches Einkommen und 2. erhebliche Eigenmittel (üblicherweise 40%) verfügt haben … 

0803

Eigene Immobilien für Arbeitskräfte können Märkte ausbremsen. Investoren und Arbeitsmärkte benötigen sie flexibel, nicht immobil, mit einer schweren Immobilie am Bein.

wenigfahrer

16,3 Milliarden ist ja nicht gerade wenig, auch wenn es etwas gefallen ist, also gibt noch einiges an Menschen die sich ein Haus leisten können, generell ist aber der Preis viel zu hoch.

Vor drei Dekaden bekam man noch ein schönes Haus mit 1000 Quadratmeter Land und mehr für 300 Tausend DM, noch eher war es noch wesentlich billiger, heute gibt es weder vernünftige Grundstücke, oder nur noch ein schmaler Weg ums Haus, was ja keinen Sinn macht, und das meist für jenseits 400 Tausend Euro.

Wie bei einigen anderen Dingen sind die Preise total übertrieben, Gründe sind ja allen bekannt.

Also ist der Rückgang doch schnell erklärbar. 

Möbius

Unsicherheit über Preis- und Zinsentwicklung? Wieso? 

 

Die Preise steigen. Und die Bauzinsen auch. Das ist doch sicher! Also das Argument entfällt schon mal. 

Was einzig unsicher ist, ist das GEG und weitere Bauvorschriften für Dämmung und Heizungen. Darüber schweigt sich der Artikel aber aus. 

 

Ich wundere mich auch das man nicht über Marktsättigung spricht. Das einzige was in Deutschland in den letzten Jahren gebaut wurden sind ETW. 

 

Bezahlbare Mietwohnungen könnte nur noch der Staat bauen - und der will nicht …

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Miauzi

Wer als Bauherr keinerlei Interesse hat die Betriebs- und Unterhaltskosten seines zu bauenden Gebäudes so niedrig wie möglich zu halten ... dem kann man eben nicht helfen!

Und da ist es eben sinnvoll nicht nur gerade ebenso die gesetzlichen Forderungen zu erfüllen - sondern diese deutlich zu unterschreiten ... denn eines ist sicher -> die Löhne und Gehälter werden auch in Zukunft immer langsamer steigen als die Unterhalts-Kosten.

Und wenn man als Bauherr sich einreden läßt durch den Bau eines EFH die Kaltmiete einsparen zu können ... dem ist ebenso nicht mehr zu helfen ... der ist im ABC der Immobilien-bewirtschaftung nicht über den Buchstaben A hinaus gekommen.

 

Möbius

Allerdings kann man auch selber ein Objekt vermieten und mit dem Mietzins die Raten für den Immobilienkredit für eine ETW anderswo abzahlen … 

 

Man muss halt erstmal nur Wohnraum besitzen, der sich vermieten lässt … 

Miauzi

Und der muss auch nicht unterhalten werden ... das macht der von ganz alleine und verursacht dazu auch keine Kosten

 

Ich frage mich ja nur warum ich überhaupt jahrelang neben TGA auch noch "facility management" unterrichtet habe und bei der Baukammer Berlin an einer Fachpuplikation dazu mitgearbeitet habe

 

das ganze geht für Otto-Normalbürger nicht auf

Sisyphos3

also wenn der Staat was in die Hand nimmt ist es definitiv teurer

0803

Kurz- oder langfristig teurer? Und: wann für wen teurer? Ich kenne gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaften, die zu 100% der öff. Hand gehören, die bauen nicht teurer als private. Die bieten ihre Wohnungen und Reihenhäuser sogar zum Verkauf auf dem freien Markt - vermieten nicht alle - und kriegen die umgehend weg, noch bevor die fertiggestellt sind, sind viele Einheiten weggekauft. Und sie verdienen damit gutes Geld, finanzieren ihre öff. Aufgaben (u.a. Vermietung an Einkommensschwache BürgerInnen) zusätzlich damit. Machen unterm Strich Ende des Jahres Bilanzgewinne. In Deutschland, ich rede nicht von Wien, wo es aus vielen Gründen auf dem Wohnungsmarkt noch besser funktioniert. 

werner1955

Bezahlbare Mietwohnungen könnte nur noch der Staat bauen ?

Wie sollte das gehn? Die kosten sind doch beim stattlichen Vorhaben nochmal viel teuere als in der privaten Wirtschaft. Alternativ kann natürlich auch mit Steuergeldern der Arbeitnehmer und Rentner subventionen und diese noch mehr bezahlen lassen. 

Be We

Das Thema hat meines Erachtens zwei Gründe.

Für den normalen Häuslebauer sind die gestiegenen Rohstoffpreise, die Nicht-Verfügbarkeit von Handwerkern und der Zinsanstieg sicherlich das größte Problem. Die ständig gestiegene Bauvorschriften tun ihr übriges - alles Punkte die gegen einen Neubau sprechen.

Andererseits werden auch Investoren zurückhaltender ob der Politik der letzten Jahre. Da ist die Unsicherheit mit ruinösen nachträglichen Bauvorschriftsänderungen oder immer wieder latenten Enteignungsphantasien nachvollziehbar zu groß. 

Dann doch lieber relativ sicher das Geld in Aktien/Beteiligungen buttern, da ists im Zweifel auch schnell wieder rausgezogen. Als Indiz kann man den aktuellen DAX-Stand bei doch eher mauen wirtschaftlichen Aussichten hernehmen. Das Geld muss eben irgendwohin.

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Sisyphos3

der Zinsanstieg ?

also ich zahlte damals 7 % ein paar Monate lang sogar 10 %

was zahlt man heute ?

Möbius

Na ja. Zwischendurch waren die Zinsen mal sehr lange sehr niedrig (so um 2%). 

 

Ich hoffe, Sie hatten keine langfristige Zinsbindung … 

 

Ein früherer Kollege von mir hat sogar mal 11% gezahlt für ein Haus mit 2 Kindern unter 150 qm Wohnfläche …

Sisyphos3

ich hatte mein Darlehen 1976

als der Zins 2 % betrug war mein Darlehen seit Jahrzehnten getilgt

Be We

Die Zinsentwicklung kennt seit einiger Zeit nur eine Richtung. Da das eine Investition mit ggf. jahrzehntelanger Rückzahlung ist, ist eine gewisse Zurückhaltung hier nachvollziehbar.

schabernack

➢ also ich zahlte damals 7 % ein paar Monate lang sogar 10 %. was zahlt man heute ?

Es war schon immer sinnlos, einen Zinssatz zum Zeitpunkt (x) zu nennen, ohne gleichzeitig die Inflationsrate zum gleichen Zeitpunkt zu erwähnen, die bestimmt, wie teuer das Lebensnotwendige neben Kreditzins war oder ist.

Die Inflationsrate war in Ihrer ewigen Vergangenheit sicherlich bei 14% und kurzzeitig bei 20%. Zu der schönen Zeit, als Männer noch echte Männer waren, und nicht Zinsmemmen sind wie heutzutage.

Heute ist 2023, und nicht mehr The Golden 1970-ies von den Stories aus dem Happy Western mit John Wayne. Als der Mann das Haus mal so eben gebaut hat zwischen Frühstück und Abendessen.

gman

Jede Blase lässt sich nicht ewig aufblasen, sie platzt früher oder später.

Warum sollte das bei Immobilien anders sein?!

Die Immobilienblase wurde vorrangig mit billigem Geld aufgeblasen. Die Risiken werden ignoriert.

Ähnlich wie mit billigem Eurogeld die Staatschuldenfinanzierung durch die EZB mit der Geldschwemmenpolitik über die Hintertüre entgegen der Verträge und Kriterien gefördert wurde. Schuldenschnitte, Rettungschirme etc. pp. Griechenland lässt grüßen.  Nichts gelernt aus den Fehlern, hier wie dort.

Auch die Immobilienblase wird Verwerfungen auslösen und die lockere Finanzierung wird bei Schuldnern und Gläubigern noch mindestens ähnliche Spuren hintelassen.

Opa Klaus

Ein Problem, welches hier noch gar nicht diskutiert wurde, ist m. E. die Thematik der befristeten Arbeitsverträge. Eine Unsitte, welche seit Jahren immer mehr um sich greift. Wie sollen junge Familien das Risiko einer Baufinanzierung eingehen, wenn der AV nur auf ein Jahr befristet ist. Auch die Banken werden in solchen Fällen meist ein " Schütteldarlehen" genehmigen. Sprich, mit dem Kopf schütteln. 

Sisyphos3

die Mieten sind zu hoch  - vielleicht

warum kauft man sich nicht was - der Kaufpreis ist zu hoch

so was aber auch

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Möbius

Also, einen Altbau von 1950 mit Energieeffizienzklasse „G“ und Kohlenheizung bekommen Sie auch heute noch für kleines Geld … :-) 

 

Das Grundstück kann man ja Pachten … 

werner1955

eingebrochen?

Logisch. Wozu  noch Mietwohnungen bauen ist unwirtschftlich. Hohe Bau und finazierungskosten, massive Vorschriften und überzogener Mieterschutz sin Ursachen. 

So wie sich fast alle Gemeinden und Firmen von Ihrem Wohneigetum getrennt haben wir es jetzt auch nicht besser werden. 

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Sisyphos3

Wozu  noch Mietwohnungen bauen ist unwirtschftlich. 

 

andere Klagen über hohe Mieten

wobei das mit dem überzogenen Mieterschutz leuchtet ein.

Aktuell vermiete ich auch nicht mehr alles was möglich wäre

die paar Jahre die ich vielleicht noch habe reichts auch mit weniger

zumal die Einkünfte durch Steuern geschmälert werden

Oberstudienrat

@werner1955 22. Mai 2023 • 14:49 Uhr

eingebrochen? Logisch. Wozu  noch Mietwohnungen bauen ist unwirtschftlich. Hohe Bau und finazierungskosten, massive Vorschriften und überzogener Mieterschutz sin Ursachen.

Bei konservativ-bürgerlichen Regierungen sitzen die Besserverdiener am längeren Hebel. Jetzt ist Ihr Hebel halt mal ein bisschen kürzer geworden.

werner1955

Wieso? Wer baut den jetzt? Keiner.

 

Sisyphos3

Eigener Wohnraum nur für Reiche

so eine provokative  Reportage im Fernsehen

klar wenn man ein Haus braucht mit 200 qm !

der Dachstock gleich komplett ausgebaut obwohl man noch keine Kinder hat

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Account gelöscht

Da gebe ich ihnen Recht, nur Reiche können sich noch ein größeres Haus leisten. Die anderen müssen schauen das es für eine kleine Wohnung bekommen. 

Ein gutes Beispiel für Menschen mit Geld. In der Nachbarschaft wird ein EFH gebaut, altes Gebäude abgerissen, nun kommt ein Haus im Bauhaus Stil dort hin. Preis  6 Mio. SFR 

Sisyphos3

ja mein lieber V8vorever

 

ein 8 Zylinder in ner Cobra kann sich eben auch nicht jeder leisten :-)

die Wohneigentumsquote in der Schweiz liegt bei 42 % in Italien oder Griechenland bei 75 %

ob jedes Kind ein Extrazimmer und Bad hat oder ein Arbeitszimmer ?

Account gelöscht

Nein keine Cobra, Pony Car und ein Mahagoni Boot vom Gardasee beides erhaltenswertes Kulturgut.

Man darf aber nicht vergessen das ich dafür auch gearbeitet habe. Vor 45 Jahren mit 900 Mark nach Amerika ausgewandert. Ohne Fließ kein Preis. 

Oberstudienrat

Kredite sind immer noch günstig

Die Zinsen können nicht das Problem sein. Verglichen mit unserer Immobilie sind heute die Zinsen noch günstig: Wir haben bei 10 Jahren Zinsbindung damals 7,5% Zinsen gezahlt und heute wären sogar bei 15 Jahren Zinsbindung nur 3,6% Zinsen fällig.

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Hansi2012

So ist es. Die Zeiten von fast null Zinsen sind zwar vorbei; doch 3,5 % sind auch wenig.

Die Kostentreiber sind vornehmlich die Grundstückspreise und damit auch die staatliche Grunderwerbssteuer. Zudem haben sich die Baukosten aufgrund von teuren Materialien erheblich verteuert .

Maßgebend sind aber auch die hohen Ansprüche der Bauherren: zu groß und zu teure Ausstattung!

Im Gegensatz zu früher sind heute i.d.R. beide Ehepartner berufstätig. Ein großer Teil von denen kann sich bei normalem guten Einkommen auch heute noch ein Haus leisten, wenn man z.B. 25% Eigenkapital mitbringt. Außerdem betrifft das die heutige Generation der Erben; da ist i.d.R. auch Geld vorhanden. Man muss natürlich auch rechtzeitig sparen.

Oberstudienrat

@Opa Klaus 22. Mai 2023 • 14:47 Uhr

Ein Problem, welches hier noch gar nicht diskutiert wurde, ist m. E. die Thematik der befristeten Arbeitsverträge. Eine Unsitte, welche seit Jahren immer mehr um sich greift.

Der gegenwärtige Arbeitsmarkt ist gekennzeichnet durch einen eindeutigen Mangel an Fachkräften. Entsprechend ist es nicht verwunderlich, dass der Anteil der befristeten Arbeitsverträge statistisch gesehen deutlich rückläufig ist. Vor allem in begehrten Berufsfeldern. Im Handwerk sind Befristungen z.B. nicht üblich. Im Ingenieursbereich natürlich auch nicht.

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Opa Klaus

Also, ich bin Ende 2021 aus dem Arbeitsleben ausgeschieden. War zuletzt 16 Jahre im JC beschäftigt. Ihre Aussage kann ich in keinster Weise nachvollziehen. Auch im Ingeneurbereich war es gang und gäbe. Da müsste sich in den letzten 18 Monaten schon gravierendes veändert haben. Die offizielle BA- Statistik untermauert übrigens meine Aussage.