Kommentare - Kultusministerien: Bundesweit fehlen mehr als 12.000 Lehrkräfte

25. Januar 2023 - 08:07 Uhr

In vielen Schulen fehlt es an Lehrerinnen und Lehrern, wie eine Umfrage des Redaktionsnetzwerks Deutschland zeigt. Der Deutsche Lehrerverband zeichnet sogar ein deutlich drastischeres Bild beim Personalmangel im Klassenzimmer.

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Kommentare

Schulsystem ist Ländersache

Schulsystem ist Ländersache. Das heißt, dass die Länder selbst entscheiden, wie sie ihr Schulsystem führen und unterhalten. Und bei der Qualität dieser 16 verschiedener Systeme gibt es teils starke Unterschiede. Während sich die Sachsen da positiv hervortun, haben die Bremer die Rote Laterne.

Dabei geht es nicht nur um mehr Lehrer. Mängel in diesen Schulsystemen sind ja nicht nur auf zu wenig Lehrer zurückzuführen. In Bremen beispielsweise werden die bescheuertsten Entscheidungen einfach durchgewunken, wie "Schreiben nach Gehör".

sollte man gar nicht meinen

In einem Land in dem das Credo "der Markt regelt alles" schon fast mit religiösem Eifer gepredigt wird, ist es doch merkwürdig, dass trotz offensichtlichem Lehrermangel trotzdem jedes Jahr tausende Lehrer zu den Sommerferien entlassen werden... Einige werden über mehr als 10 Jahre in dieser widerlichen Ungewissheit gehalten

So wirklich attraktiv macht dies das Lehramtsstudium nicht...

Quereinsteiger haben so hohe Hürden vor sich, es ist lächerlich und sollten sie sich den Eiertanz trotzdem antun winkt m Ende ein Gehalt, dass erschreckend nah am Mindestlohn ist...

Alles in Allem könnte man da irgendwie doch schon zu dem Schluss kommen, dass unserer Politik Kinder, Schulen und Lehrer völlig egal sind und sie die Situation eher noch weiter verschärfen werden als daran wirklich etwas zu verbessern.

Schulen haben halt eher selten finanzstarke Lobbys

Selber schuld. Ich selbst…

Selber schuld. Ich selbst kenne drei Grundschullehrerinnen, die immer in den großen ferien entlassen wurden. Die fehlen nicht,  die haben dann eben was anderes gemacht. 

Da muss man einfach mal die Schatulle aufmachen und das ganze schöne Geld nicht nur merkelesk in der Welt verschenken. Hier brsuchen wir es nämlich auch. 

Steuerflucht ahnden, und Geschenke einstelken bringt gute 250- 300mrd im jahr. 

Wieviele Lehrer kann man damit GUT bezahlen?. Dann kommen genügend Bewerber.

Bundesweit fehlen mehr als 14.000 ..

Nun das lässt sich kurzfristig kaum ändern - Hat die Politik, die aus kurzsichtigen Erwägungen heraus ständig Menschen importiert, vergessen/ übersehen, das die auch Kinder mitbringen/ bekommen??  Es werden eben nicht nur Fachkräfte importiert, sondern auch solche, die es werden wollen und die revoltieren werden, wenn die Versprechungen um derentwillen sie gekommen sind, sich so gar nicht erfüllen. 

Also beklagen wir den "Notstand", den wir so oder so selbst herbeigeführt haben und wundern uns, dass, was in den Schulen gilt, auch in der Pflege, bei der Feuerwehr und in Flughäfen und beim Klempner nebenan gilt. 

 

Ich kenne drei Lehrerinnen aus drei Bundesländern

Ich kenne drei Lehrerinnen aus drei Bundesländern (SH, HB, NRW), die alle drei ihre Lebenszeitbeamtenlaufbahn aufgegeben haben.

In SH und NRW, weil die Klassen zu groß waren und sich Lehrer mehr und mehr für ihre Lehrmethoden vor Eltern rechtfertigen mussten, weil der Zögling mit einer schlechten Note nach Hause kam. Und dabei war den Eltern immer klar, dass deren Kind mindestens Hochbegabt sein muss.

 

In NRW und HB, weil in den Klassen kaum Deutsch gesprochen wurde und deshalb der Unterricht nicht mehr durchgeführt werden konnte. Und anstatt diese Probleme anzugehen, haben die Ministerien das Problem von Jahr zu Jahr vergrößert.

Solange...

....in Deutschland weiterhin diese sogenannte "Bildungspolitik" betrieben wird, sollte sich eigentlich nichts zum Guten hin verändern. Wer weiss, möglicherweise sind die Verantwortlichen am Ende ihrer Weisheit...

Die Leidtragenden sind ( wie viel zu oft) die Kinder, denen eine solide Basis zum Start ins Erwachsenenleben bzw. Berufsleben verwehrt wird, mit der Konsequenz, dass der vielgepriesene Wohlstand unserers Land der sog. Dichter und Denker arg gefährdet ist...

Schafft Deutschland sich so nach und nach ab?

Die Zukunft wird es zeigen. 

@08:20 Uhr von fruchtig intensiv, stimmt teilweise

Schulsystem ist Ländersache. Das heißt, dass die Länder selbst entscheiden, wie sie ihr Schulsystem führen und unterhalten. Und bei der Qualität dieser 16 verschiedener Systeme gibt es teils starke Unterschiede. Während sich die Sachsen da positiv hervortun, haben die Bremer die Rote Laterne.

Dabei geht es nicht nur um mehr Lehrer. Mängel in diesen Schulsystemen sind ja nicht nur auf zu wenig Lehrer zurückzuführen. In Bremen beispielsweise werden die bescheuertsten Entscheidungen einfach durchgewunken, wie "Schreiben nach Gehör".

Als Bremerin muss ich Ihnen zustimmen, auch wenn das "Schreiben nach Gehör" längst wieder abgeschafft ist.

"Das "Schreiben nach Gehör" ist, ebenso wie viele andere Experimente, Ausdruck der verzweifelten Lage, in der sich viele LehrerInnen hier befinden. An unseren Schulen ist vernünftiger Unterricht aufgrund sozialer Verwerfungen nicht mehr möglich. LehrerInnen werden zermahlen zwischen den Ansprüchen der Eltern und ständig wechselnden  Leitlinien der Behörde.

Zentralisierung der Verwaltung

Würde die Zentralisierung, also den Wasserkopf von 16 Bundesländer auf 1 setzen, und die frei gewordenen Gelder in bessere Gehälter für das Lehrpersonal und Bildung investieren, nicht bessere Ergebnisse für unsere Kinder bringen?

Hat der Bildungsnotstand damit zu tun, dass e eine Investition in die Zukunft darstellt. Und somit sich nicht sofort in Kapital darstellen lässt?

Ein weiteres ...

....Problem des LehrerInnenmangels und der darausfolgende Bildungsnotstand bei den jungen BürgerInnen (WählerInnen von morgen!)  könnte sein, dass dann eines Tages unüberlegtes Wählen von rechtsgerichteten Parteien (sog. Alternativen) stattfinden könnte - quasi eine Konsequenz dieser Unbildung, mit fatalen Folgen für Land, Menschen und Demokratie....

Das gilt es zu verhindern....Bildung hilft gegen rechtsgerichtetes "Denken"

 

Gutsherrenart wird belohnt...

Ich habe Erfahrung in der Lehrerbildung und als Lehrer in SN, BW, NRW, Nds. und HB.

Solange sich Schulleiter wie Gutsherren aufführen und meinen, man müsste auf Knien zu ihnen rutschen, um als Lehrer arbeiten zu können, Schulbehörden ebenso

und 

solange Führungskräfte an Schulen nicht erst ausgebildet und dann in Verantwortung kommen,

ja, solange wird das "System" belohnt.

Angebot und Nachfrage...

@08:41 Uhr von Gregory Bodendorfer

....in Deutschland weiterhin diese sogenannte "Bildungspolitik" betrieben wird, sollte sich eigentlich nichts zum Guten hin verändern. Wer weiss, möglicherweise sind die Verantwortlichen am Ende ihrer Weisheit...

Die Leidtragenden sind ( wie viel zu oft) die Kinder, denen eine solide Basis zum Start ins Erwachsenenleben bzw. Berufsleben verwehrt wird, mit der Konsequenz, dass der vielgepriesene Wohlstand unserers Land der sog. Dichter und Denker arg gefährdet ist...

Schafft Deutschland sich so nach und nach ab?

Die Zukunft wird es zeigen. 

.

Die Leidtragenden sind leider auch die Lehrer, weil diese Disziplin- und Respektlosigkeit, die sich immer mehr in den Schulklassen ausbreitet, die Lehrer mürbe macht (leider auch durch Interventionen von Eltern, die die Kompetenzen von Lehrern in Frage stellen).

Nicht umsonst ist die Burnout-Quote bei Lehrern am höchsten - ein Armutszeugnis für diese Gesellschaft, die immer mehr verroht!

Komplexes Thema

Hurra!

Da ich gerade mit Corona zuhause bleiben muss, kann ich mich endlich an einer TS Kommentatorenrunde beteiligen. Das ist mir sonst verwehrt, da ich immer Vollzeit auf Arbeit bin. 

Wo fängt man an? Der Lehrerberuf ist nicht mehr das was einst war. Der Lack ist ab.

Respekt vor Autorität selten.

Neugier und Interesse leider auch. Zuhören ist fast unmöglich, muss aber als Schlüsselkompetenz geübt werden. Die Schülerinnen und Schüler bauen nur noch auf ihre, in sozialen Netzwerken geübte, Kommentar-Kultur.

Die Verantwortung, den Kindern/Jugendlichen eine Perspektive für den künftigen Arbeitsmarkt zu geben ist sehr groß. Viele sind aber der Meinung, sie wollen in die Fußstapfen ihrer Eltern treten und seien mit Bürgergeld etc. vollauf zufrieden.

Was macht den Lehrerjob attraktiv? Beamtentum und gutes Gehalt? Oder braucht man dazu ein altruistisches Helfersyndrom? 
Wie auch immer: die Welt hat sich verändert, Schule muss sich anpassen, alles andere ist weltfremd.

teamteaching wäre ein Anfang…

@08:55 Uhr von IM_ErIch

Ich habe Erfahrung in der Lehrerbildung und als Lehrer in SN, BW, NRW, Nds. und HB.

Solange sich Schulleiter wie Gutsherren aufführen und meinen, man müsste auf Knien zu ihnen rutschen, um als Lehrer arbeiten zu können, Schulbehörden ebenso

und 

solange Führungskräfte an Schulen nicht erst ausgebildet und dann in Verantwortung kommen,

ja, solange wird das "System" belohnt.

Angebot und Nachfrage...

Ich habe tatsächlich ein eher gegensätzliches Beispiel erlebt. Mein Damaliger Schulleiter war sich bewusst wie fest er im Sattelsitzt und hat dem Kultusministerium mehr als einmal den Vogel gezeigt und die neuste "dämliche" Reform einfach nicht mitgemacht. in den aller meisten Fällen wurden die Reformen nach spätestens einem Jahr wieder rückgängig gemacht und er hat sich über die gesparten Ressourcen  gefreut.

 

Der Fisch stinkt ganz klar von den Kultusministerien her

@08:48 Uhr von Alexander K.

 

Würde die Zentralisierung, also den Wasserkopf von 16 Bundesländer auf 1 setzen, und die frei gewordenen Gelder in bessere Gehälter für das Lehrpersonal und Bildung investieren, nicht bessere Ergebnisse für unsere Kinder bringen?

 

Die Kultushoheit ist eine Verfassungsfrage, und um das zu verändern, braucht es auch im Bundesrat eine 2/3 Mehrheit.

@08:52 Uhr von Gregory Bodendorfer

....Problem des LehrerInnenmangels und der darausfolgende Bildungsnotstand bei den jungen BürgerInnen (WählerInnen von morgen!)  könnte sein, dass dann eines Tages unüberlegtes Wählen von rechtsgerichteten Parteien (sog. Alternativen) stattfinden könnte - quasi eine Konsequenz dieser Unbildung, mit fatalen Folgen für Land, Menschen und Demokratie....

Das gilt es zu verhindern....Bildung hilft gegen rechtsgerichtetes "Denken"

 

.

Hoffentlich hilft Bildung auch gegen „linksgerichtetes Denken“!

Am besten wäre doch, dass Bildung überhaupt gegen Radikalität, Demokratiefeindlichkeit, Intoleranz, etc. hilft, oder? Bildung sollte für Toleranz generell helfen, in jeglicher Hinsicht. Dass man da aber auch unterschiedliche politische Ansätze und Präferenzen hat, ist auch klar - jeder zieht halt seine eigenen Schlüsse aus den gegebenen Situationen; Lebenserfahrung hilft da auch.

Da zeigt der Föderalismus...

... einmal mehr, wozu er in der Lage ist. Die Bundesländer wetteifern um die wenigen vakanten Lehrer*innen und machen sich gegenseitig Druck. Der Job ist unattraktiv wie nie und es wird nicht besser, weil die Politik nicht entsprechend gegensteuert.

 

Bildung zur Bundesangelegenheit machen.

wir müssen arbeiten mit dem was wir haben

Unsere Politik wird ganz klar von gier bestimmt.

Darum sollten wir einen Preis ins Leben rufen, der nach jeder Legislaturperiode dem Politiker verliehen wird der den größten Beitrag für die Zukunft geleistet hat. Dotiert mit 1 Mio. €

Wer diesen Preis erhält wird von einer unabhängigen Kommission bestehend aus Bildungsforscher und anderen relevanten Experten.

 Alleine die Chance auf persönliche Bereicherung sollte ein wenig mehr Interesse an einer Verbesserung auslösen.

@08:48 Uhr von Alexander K.

Würde die Zentralisierung, also den Wasserkopf von 16 Bundesländer auf 1 setzen, und die frei gewordenen Gelder in bessere Gehälter für das Lehrpersonal und Bildung investieren, nicht bessere Ergebnisse für unsere Kinder bringen?

Wenn ich deine Beitrag lese, könnte ich auf den Gedanken kommen, dass die vielen Wasserköpfe hierzulande einfach zu viele "Fachkräfte" binden, die anderweitig dringend gebraucht werden. Vielleicht läge also in deinem Vorschlag ein Teil der Lösung!

@08:24 Uhr fruchtig intensiv, Sparprogramm ideologisch verbrämt

In NRW und HB, weil in den Klassen kaum Deutsch gesprochen wurde und deshalb der Unterricht nicht mehr durchgeführt werden konnte. Und anstatt diese Probleme anzugehen, haben die Ministerien das Problem von Jahr zu Jahr vergrößert.

Auch da muss ich Ihnen teilweise zustimmen. Deutsch wird natürlich immer noch gesprochen und geschrieben.

Man hat lange versucht, die Probleme zuzukleistern. Die Parole "Inklusion" wurde zum Vorwand genommen, sämtlich Förderschulen abzuschaffen. Kinder mit sozialen Problemen, geminderter Intelligenz und Leistungsfähigkeit, mit Entwicklungsverzögerungen, Sprach- und Sprechstörungen (auch Sprachverständnis-, Artikulationsstörungen ) ... alle sollen in einer Klassengemeinschaft unterrichtet werden. Lern- und leistungsbereite Kinder werden systematisch unterfordert. lernen nichts und kaspern herum. Kinder ohne ausreichende Kompetenzen lernen auch nichts, reagieren oft mit Verweigerung und Aggressionen.

Mit fast 30 Kinder bis nachmittags in einem kleinen Klassenraum

Fehlen sie wirklich?

Fehlen wirklich Lehrkräfte oder wollen die Landesregierungen nur sparen?

 

 

Meiner Meinung nach gäbe es genügend Quereinsteiger, die zum Teil sogar einen besseren Unterricht leisten könnten als manche Lehrerin oder mancher Lehrer.

 

ABER Quereinsteiger bringen in der Regel nur in einem Fach eine entsprechende Qualifikation mit, nur Englisch, nur Mathematik, nur Chemie.

 

 

Die Kultusministerien bestehen aber weiterhin darauf, dass eine Lehrkraft verschiedene Fächer zu unterrichten in der Lage ist. Was soll das? An alle Journalistinnen und Journalisten, die zufällig hier mitlesen: Bitte mal  nachfragen!

@08:22 Uhr von Bender Rodriguez

 

Wieviele Lehrer kann man damit GUT bezahlen?.

Dann kommen genügend Bewerber.

 

Für gar keinen Beruf kommen so hopplahopp genügend Bewerber, nur weil man mehr zahlt. Gestern gab es Ihnen zu wenige Auszubildende im Handwerk, weil es zu viele Studenten gibt. Heute sollen'se alle studieren und Lehrer werden.

 

Morgen fällt Ihnen wieder ein anderer plumper Vorschlag ein, wie man bspw. Abhilfe für zu wenige LkW-Fahrer oder Medizinisches Personal zu schaffen habe. Demographie egal, ist Ihnen sowieso ein Fremdwort.

 

@09:00 Uhr von Wolf1905

"Die Leidtragenden sind leider auch die Lehrer, weil diese Disziplin- und Respektlosigkeit, die sich immer mehr in den Schulklassen ausbreitet, die Lehrer mürbe macht (leider auch durch Interventionen von Eltern, die die Kompetenzen von Lehrern in Frage stellen)."

Das stimmt wohl und deswegen wird der Auftrag immer mehr den Eltern und Kindern aufgezwungen. Immer mehr Hausaufgaben meistens auch völlig unübersichtlich. Die Kinder wissen manchmal nicht, was sie überhaupt machen müssen. Wir kriegen es in der Unterricht nicht hin also wird immer mehr alles zuhause nachgeholt und dafür auch keine richtige Strukturen wie das Kind es zuhause überhaupt nachholen kann wie Bücher oder andere Standardisierungen. 

Den Lehrern wird von oben befohlen was sie den Kindern beizubringen haben und sie sind überhaupt nicht in der Lage diese Aufgabe zu erfüllen. 

Mehr Lehrer bringt da auch nichts. Für das falsche System mehr Lehrer heilt das falsche System nicht. 

Pädagogisch nicht qualifiziert, falsche Stundenpläne & Haltung

Es ist kein Wunder, dass da nicht so viele arbeiten wollen:
Pädagogik ist kaum Bestandteil der Ausbildung der Lehrenden. Das macht sich täglich bemerkbar.

Die Lehrpläne sind falsch. In der Schule muss das Lernen gelernt werden, nicht Stoffmengen.

Und diese lernen sich nicht im 45- oder 90-Minuten-Wechsel auf sinnvolle Weise - und alles fern von Erfahrungswelten.

Die Haltung ist immer noch altpreußisch - oder zu oft.

Und finanziell ist das kein Schulsystem, es ist ein Armutszeugnis.

Sehr drastisch, der…

Sehr drastisch, der Lehrermangel, aber kein Wunder, kaum ein Berufsstand wurde Jahrzehnte lang so diskreditiert, geht ja mittags heim und liegt im Garten auf der faulen Haut. Folge: keine Unterstützung und die schon so lange von den Lehrern vorgetragenen Warnungen vor einer immer mehr fehlgeleiteten Bildungspolitik, die nie ernst genommen aber immer gerne als Kontraprogramm zum politischen Gegner gestaltet wurde, ist so mittlerweile für Schüler und Lehrer unerträglich geworden. Ich erwarte nun, dass statt aktiver Verbesserung nun wie bisher üblich, wieder den Lehrern selbst die Verantwortung für das Bildungsfiasko zu geschoben wird, denn die waren bisher immer an allem Schuld. 
Übrigens; z.B. Baden-Württemberg ist von einem ehemals zweiten Platz im Bildungsranking auf den vorletzten zurück gefallen, seit sich dort eine sich dereinst selbst so nennende Bildungspartei als Regierung einsetzen ließ und gleich zu Beginn ihrer Regierungszeit große Beträge aus der Bildungspolitik abzog…

@09:09 Uhr von Wolf1905

 

 

.

Hoffentlich hilft Bildung auch gegen „linksgerichtetes Denken“!

Am besten wäre doch, dass Bildung überhaupt gegen Radikalität, Demokratiefeindlichkeit, Intoleranz, etc. hilft, oder? Bildung sollte für Toleranz generell helfen, in jeglicher Hinsicht. Dass man da aber auch unterschiedliche politische Ansätze und Präferenzen hat, ist auch klar - jeder zieht halt seine eigenen Schlüsse aus den gegebenen Situationen; Lebenserfahrung hilft da auch.

Da gebe ich Ihnen recht, das höchste Gut wäre Toleranz, und auch mir macht die Gewalt linker Chaoten Sorge - doch die grösste Gefahr sehe ich durch die Unterwanderung der Rechten, die im Hintergrund Fäden ziehen und nur darauf warten, dass die WählerInnen vom Rest genug haben...und dann im grösseren Maßstab gewählt werden....

Die linke Politk ist leider derzeit zu schwach und zerstritten,  jedoch m.M.nach näher am Menschen und Gesellschaft  dran.

Toller Beruf

Ich selbst bin seit 20 Jahren Lehrerin und es ist nach wie vor einer der tollsten Berufe überhaupt!

Leider nimmt eine gesamtgesellschaftliche Abwertung dieser sehr herausfordernden Tätigkeit immer mehr zu. Jeder/-e, die mal auf der Schule war, meint ein qualifiziertes Urteil darüber lauthals fällen zu können. Da werden zwischen Tür und Angel, das Beamtentum verbal abgeschafften, die hohen Pensionen bemängelt, die unterrichtsfreien Tage geneidet uvm, ohne das Gesamtpaket und alle Erschwernisse und Erfordernisse zu sehen. Supermamas, die fordern ohne Ende, Papis, die gegen Relinoten klagen. Alltag. Permanent rechtssicher agieren müssen, bei einer Interaktionsdichte ohne Unterlass. Jeden Tag hochflexibel sein und trotzdem ein sehr träges System gestalten und aushalten. Dies alles hilft nicht, dem Beruf die nötige Lobby und Wertschätzung zu verschaffen, was viel wichtiger ist als der Sold. Ich rate jedem, der urteilen möchte, mal zu einer Woche Schwimmhelfer im Ehrenamt an einer HS der Wahl

"Bundesweit fehlen mehr als 14.000 Lehrkräfte"

Bleibt dringend die Frage zu klären, woran das liegt.

Und dabei vor allem die, warum offenbar immer weniger Menschen 'motiviert' sind, sich 'beruflich' um die Bildung und damit Zukunftschancen von Kindern zu kümmern.

@09:12 Uhr von Duzfreund

Würde die Zentralisierung, also den Wasserkopf von 16 Bundesländer auf 1 setzen, und die frei gewordenen Gelder in bessere Gehälter für das Lehrpersonal und Bildung investieren, nicht bessere Ergebnisse für unsere Kinder bringen?

Wenn ich deine Beitrag lese, könnte ich auf den Gedanken kommen, dass die vielen Wasserköpfe hierzulande einfach zu viele "Fachkräfte" binden, die anderweitig dringend gebraucht werden. Vielleicht läge also in deinem Vorschlag ein Teil der Lösung!

So sehr ich den Wasserkopf auch abgesetzt sehen möchte, ich bezweifle, dass die verantwortlichen im Kultusministerium wirklich als Fachkräfte wahrgenommen werden können...

wer seine Arbeit über Dekaden derart schlecht leistet ist entweder knallhart unfähig oder macht das (was noch tragischer wäre) absichtlich.

Beides kann man in der freien Wirtschaft nicht gebrauchen.

@08:21 Uhr von Deeskalator

 ist es doch merkwürdig, dass trotz offensichtlichem Lehrermangel trotzdem jedes Jahr tausende Lehrer zu den Sommerferien entlassen werden... Einige werden über mehr als 10 Jahre in dieser widerlichen Ungewissheit gehalten

 

 

 

 

das eine hat mit dem anderen eher nichts zu tun

eher eine Frage der Moral so mit Menschen umzugehen

Einfach mal einige der …

Einfach mal einige der “verantwortlichen“ Herren, die ständig diese dereinst prima funktionierende Bildungsstruktur mit ihren tollen Ideen bis zur Unkenntlichkeit verbogen haben, für ein halbes Jahr als Lehrer an unseren Schulen in den Städten und Großstädten einsetzen, dann wissen zumindest die, warum das mit dem Lehrernachwuchs Probleme gibt. Aber wie ich aus sicherer Quelle weiß, wird der Mangel ja mittlerweile durch immer mehr Neubürger aufgefangen. Klar, schließlich muss man ja in diesem alle Gesellschaftsschichten eingreifenden Beruf der so gerne gewandelten Gesellschaft nach kommen. Also, bis dann in der neuen Bakschischbildung. Ich bin überzeugt, dass so die Schülererfolge enorm steigen werden. Also bald nur noch Abiturienten mit Einserabis und Deutschland ist bald weltweit vorne. Geht doch…

@09:16 Uhr von Alles für die Katz

Fehlen wirklich Lehrkräfte oder wollen die Landesregierungen nur sparen?

 

 

Meiner Meinung nach gäbe es genügend Quereinsteiger, die zum Teil sogar einen besseren Unterricht leisten könnten als manche Lehrerin oder mancher Lehrer.

 

ABER Quereinsteiger bringen in der Regel nur in einem Fach eine entsprechende Qualifikation mit, nur Englisch, nur Mathematik, nur Chemie.

 

 

Die Kultusministerien bestehen aber weiterhin darauf, dass eine Lehrkraft verschiedene Fächer zu unterrichten in der Lage ist. Was soll das? An alle Journalistinnen und Journalisten, die zufällig hier mitlesen: Bitte mal  nachfragen!

Ich hatte mich als Quereinsteiger bei einer Berufsschule Beworben mit 10 Jahren Erfahrung als Vollzeitausbilder in der Technik.

Der Schulleiter sagte mir er würde mich am liebsten im Heizungskeller festketten, damit ich nicht weglaufen kann, weil ich fast alle Mangelfächer abdecke. Laut Kultusministerium durfte er mich aber nicht einstellen.

@09:15 Uhr von draufguckerin

In NRW und HB, weil in den Klassen kaum Deutsch gesprochen wurde und deshalb der Unterricht nicht mehr durchgeführt werden konnte. ..

Auch da muss ich Ihnen teilweise zustimmen. Deutsch wird natürlich immer noch gesprochen und geschrieben. ..

Also braucht es nicht nur mehr Lehrer, sondern auch besser Arbeitsbedingungen, für die, die noch da sind und die, die da kommen sollen.

Wie wäre es mit einer Abschaffung der Schule und einer Teilprivatisierung des Bildungswesens, könnte das der Motivation aufhelfen?

09:16 Uhr von Alles für die Katz- "MIKÄTZCHEN"

"Fehlen wirklich Lehrkräfte...? Quereinsteiger"

"https://www.deutschlandfunk.de/die-rueckkehr-der-mikaetzchen-100.html"

aus dem Jahr 2003:

....

Historischer O-Ton aus dem Jahr 1964:

"Nordrhein-Westfalen zahlt Lehrern für jede zusätzlich gehaltene Schulstunde 10 Mark. Außerdem hat man zusätzliche Lehrkräfte angestellt. Hausfrauengeschwader oder pädagogischer Volkssturm, d.h. Damen und Herren, die mindestens 30 Jahre alt sind, das Abitur abgelegt haben oder einen sozialpädagogischen Beruf ausgeübt haben, werden im Laufe eines Jahres zu Lehrern ausgebildet."

Ein Ausschnitt aus einer Radiosendung aus dem Jahr 1964. Auch damals herrschte in Nordrhein-Westfalen latenter Lehrermangel. Die Lösung des Problems fand der damalige Bildungsminister Paul Mikat.....Die nach dem Bildungsminister benannten Mikätzchen absolvierten die einjährigen vorbereitenden Seminare und ...ohne Studien-Abschluss in Grundschulen

Nach 40 Jahren kehren die Mikätzchen nun wieder in die nordrhein-westfälischen Schulen zurück.

@08:52 Uhr von Gregory Bodendorfer

Das gilt es zu verhindern....Bildung hilft gegen rechtsgerichtetes "Denken"

 

 

echt ?

haben sie Untersuchungsergebnisse die das bestätigen

 

@08:52 Uhr von Gregory Bodendorfer

....Problem des LehrerInnenmangels und der darausfolgende B.. .

Es fehlen nicht nur LehrerInnen. Auch für Aussen gibt es nicht genügend Sportlehrer. 

Darauf müssten Bürgernde deutlich besser hingewiesen werden. Ich sehe aber keine Partei, die explizit Bildung auf dem Schirm hat. 

@09:12 Uhr von Duzfreund

Würde die Zentralisierung, also den Wasserkopf von 16 Bundesländer auf 1 setzen, und die frei gewordenen Gelder in bessere Gehälter für das Lehrpersonal und Bildung investieren, nicht bessere Ergebnisse für unsere Kinder bringen?

Wenn ich deine Beitrag lese, könnte ich auf den Gedanken kommen, dass die vielen Wasserköpfe hierzulande einfach zu viele "Fachkräfte" binden, die anderweitig dringend gebraucht werden. Vielleicht läge also in deinem Vorschlag ein Teil der Lösung!

 NIcht binden, Verhindern. dER Wasserkopf kostet zu viel Geld, das dann für die Fachkraft fehlt. 

@09:10 Uhr von JolietJake

Bildung zur Bundesangelegenheit machen.

 

 

besser die Idiologen aus der Bildungspolitik raushalten

Zentralabitur einführen (sprich einheitliche Prüfungen/Lehrpläne)

dann sieht man am Erfolg welches Bildungskonzept vorteilhafter ist

Beispiel Gemeinschaftsschule, Ganztagesschulen konventionell etc.

 

fehlen mehr als 12.000 Lehrkräfte

Logisch.

Wer will denn unter diesen Umständen noch Lehrer werden.

An der guten Arbeitszeit, Urlaub und dem hohen Gehalt und dem Beamtenstatus usw kann es ja nicht liegen,

Aber die eigentlichen Ursachen werden schon lange verschwiegen.

@09:16 Uhr von Alles für die Katz

 

ABER Quereinsteiger bringen in der Regel nur in einem Fach eine entsprechende Qualifikation mit, nur Englisch, nur Mathematik, nur Chemie.

 

Die Kultusministerien bestehen aber weiterhin darauf, dass eine Lehrkraft verschiedene Fächer zu unterrichten in der Lage ist. Was soll das?

 

Weil man den Schulbetrieb besser organisieren kann, wenn Lehrer in der Lage sind, mehr als nur ein Fach zu unterrichten. Krankenzeiten von Lehrern. Ist zweimal Mathe gleichzeitig malade, fällt Rechnen für alle aus, bis die zwei wieder fit sind.

 

@09:16 Uhr von Alles für die Katz

Die Kultusministerien bestehen aber weiterhin darauf, dass eine Lehrkraft verschiedene Fächer zu unterrichten in der Lage ist. Was soll das? 

 

 

halten sie das für zu viel verlangt wenn eine Grundschullehrerin nur 1 Fach unterrichten soll

diese dann überfordert ist ?

 

Bayern schießt mal wieder…

Bayern schießt mal wieder den Vogel ab:

Jahrelang hat man mit Zeitverträgen für Lehrerstellen Leute vor den Sommerferien entlassen, um sie im Herbst wieder einzustellen und sich mit diesen Zahlen dann zu brüsten. Jetzt funktioniert auch dieses 'System' nicht mehr, und man geht quasi auf Bildungsraubrittertour und versucht, Lehrkräfte aus anderen Bundesländern abzuwerben.

 Was für eine Bankrotterklärung.

 

 

gez. NieWiederAfd 

 

 

 

 

So lange es noch möglich ist

LehrerInnen während der Schulferien zu entlassen um Geld zu sparen, braucht sich niemand darüber zu wundern. In der freien Wirtschaft wäre so etwas illegal (Stichwort: Ketten-Arbeitsverträge).
Ich wundere mich nur wie so etwas möglich ist und wieso niemand dagegen klagt (oder gab es da schon einmal ein Urteil??)

@09:04 Uhr von Deeskalator

 

Respekt! Solche Schulleiter sind leider Ausnahmen. Wie gesagt, ich habe sehr viele Negativbeispiele, weil Leute, die nicht mit Schülern umgehen können, nach oben weggelobt werden.

Ich bin jedenfalls kurz davor, meine Verbeamtung aufzugeben. Dieses "System" muss man sich als kompetenter Wissensarbeiter nicht antun!!!

@09:04 Uhr von Deeskalator

 

Respekt! Solche Schulleiter sind leider Ausnahmen. Wie gesagt, ich habe sehr viele Negativbeispiele, weil Leute, die nicht mit Schülern umgehen können, nach oben weggelobt werden.

Ich bin jedenfalls kurz davor, meine Verbeamtung aufzugeben. Dieses "System" muss man sich als kompetenter Wissensarbeiter nicht antun!!!

@09:19 Uhr von Coachcoach

Es ist kein Wunder, dass da nicht so viele arbeiten wollen:
Pädagogik ist kaum Bestandteil der Ausbildung der Lehrenden. Das macht sich täglich bemerkbar.

Die Lehrpläne sind falsch. In der Schule muss das Lernen gelernt werden, nicht Stoffmengen.

Und diese lernen sich nicht im 45- oder 90-Minuten-Wechsel auf sinnvolle Weise - und alles fern von Erfahrungswelten.

Die Haltung ist immer noch altpreußisch - oder zu oft.

Und finanziell ist das kein Schulsystem, es ist ein Armutszeugnis.

Genau!

Wir arbeiten in Räumen des 20. Jhd. mit einer Haltung des 19. Jhd. und wollen eine Pädagogik des 21. Jhd. umsetzen. Wo ist der Fehler?

@08:20 Uhr von fruchtig intensiv

 Während sich die Sachsen da positiv hervortun, haben die Bremer die Rote Laterne.

(. In Bremen beispielsweise werden die bescheuertsten Entscheidungen einfach durchgewunken, wie "Schreiben nach Gehör".(

 

 

nur im Schulsystem ?

Arbeitslose/Kriminalität/ Sozialhilfebezieher/Länderfinanzausgleich/etc

es scheint System zu haben

 der Bürger scheibt zufrieden zu sein

siehe sein Wahlverhalten

 

Unfähige Politik

Die Mängel sind seit Jahren bekannt und ihre Ursachen sind vielfältig. Leider ist sind die Politiker auf Ebene von Bund, Länder und Städten / Gemeinden nicht fähig die Probleme zu lösen. In der medizinischen Versorgung, Infrastruktur oder Wohnungsbau ist es ähnlich.

Kopfschütteln...

Seit Ewigkeiten ist das Thema immer mal wieder auf der Tagesordnung: "Lehrermangel" und immer sind alle erstaunt und fragen sich, was falsch gemacht wurde.

Als 1964 der damalige NRW Kultusminister Paul Mikat per Erlaß vor allem verheiratete Frauen die „von den Aufgaben in der Familie nicht mehr voll in Anspruch genommen werden“ (mit Abitur) nach einjährigem vorbereitenden Seminar ohne Studium vor allem an Grundschulen unterrichten ließ, hatte das einen Grund: die geburtenstarken Jahrgänge... Das war so kaum vorhersehbar. Die so eingestellten Lehrerinnen wurden dann scherzhaft "Mikätzchen", die Lehrer "Mikater" genannt.

 

Als vor 20 Jahren Quereinsteiger mit einem abgeschlossenen Hochschul- oder Fachhochschul-Studium und zwei Jahren Berufserfahrung in NRW eingestellt wurden, allerdings ausschließlich im Angestelltenverhältnis, war das dem Versäumnis der vorangegangenen Jahre geschuldet.

 

Wenn heute Lehrermangel herrscht, so deshalb weil man sich seither die Augen und Ohren zuhielt.

Kultusministerien: Bundesweit fehlen mehr als 12.000 Lehrkräfte.

Und nach Meinung des Lehrerverbandes sind es 40.000 Lehrkräfte die fehlen.

Leider wird-auch in dem Artikel kaum Auskunft darüber gegeben, warum das so ist.

Warum wollen nicht genug junge Leute in den Beruf ? Oder gibt es so viele "bessere Alternativen" und wie sehen die aus ?

@08:21 Uhr von Deeskalator

In einem Land in dem das Credo "der Markt regelt alles" schon fast mit religiösem Eifer gepredigt wird, ist es doch merkwürdig, dass trotz offensichtlichem Lehrermangel trotzdem jedes Jahr tausende Lehrer zu den Sommerferien entlassen werden... Einige werden über mehr als 10 Jahre in dieser widerlichen Ungewissheit gehalten

So wirklich attraktiv macht dies das Lehramtsstudium nicht...

Quereinsteiger haben so hohe Hürden vor sich, es ist lächerlich und sollten sie sich den Eiertanz trotzdem antun winkt m Ende ein Gehalt, dass erschreckend nah am Mindestlohn ist...

Alles in Allem könnte man da irgendwie doch schon zu dem Schluss kommen, dass unserer Politik Kinder, Schulen und Lehrer völlig egal sind und sie die Situation eher noch weiter verschärfen werden als daran wirklich etwas zu verbessern.

Schulen haben halt eher selten finanzstarke Lobbys

Lehrer sind im öffentlichen Dienst beschäftigt, mit dem Marktwirtschaft hat nicht immer alles zu tun. 

@08:22 Uhr von Bender Rodriguez

Selber schuld. Ich selbst kenne drei Grundschullehrerinnen, die immer in den großen ferien entlassen wurden. Die fehlen nicht,  die haben dann eben was anderes gemacht. 

Da muss man einfach mal die Schatulle aufmachen und das ganze schöne Geld nicht nur merkelesk in der Welt verschenken. Hier brsuchen wir es nämlich auch. 

Steuerflucht ahnden, und Geschenke einstelken bringt gute 250- 300mrd im jahr. 

Wieviele Lehrer kann man damit GUT bezahlen?. Dann kommen genügend Bewerber.

Meine Schwester ist Lehrerin, die ist nicht schlecht bezahlt, der Job hat ganz andere Probleme, das Gehalt ist es nicht. 

@09:37 Uhr von Nettie

 

Und dabei vor allem die, warum offenbar immer weniger Menschen 'motiviert' sind, sich 'beruflich' um die Bildung und damit Zukunftschancen von Kindern zu kümmern.

 

Weil der Lehrerberuf in Deutschland ein miserables Ansehen in der Gesellschaft hat. In allen PISA-guten Ländern von Finnland bis Japan ist das ganz anders.

Bayern hat genug Lehrer

War nicht vor kurzem ein Bericht zu lesen, das Söder Lehrer aus anderen Bundesländern abwerben will? 
Ist Extra 3 da schon dran? ;)

09:48 Uhr von werner1955

"Aber die eigentlichen Ursachen werden schon lange verschwiegen."

 

Es gibt auch Schulen, an denen alles wunderbar, ruhig und gut gelaunt abläuft.

 

Das sind dann aber bestens personell und materiell ausgestattete Privatschulen, also solche, an denen die Kinder der Reichen und Politiker gegen Geld unterrichtet werden, übrigens auch solche Politiker wie Frau Ypsilanti (März 2003 bis Januar 2009 Vorsitzende des hessischen Landesverbandes der SPD), die sich stets lautstark für Gesamtschulen eingesetzt hatte: Das eigene Kind ist "einfach zu sensibel für die Gesamtschule" (Erinnern Sie sich? Kleiner Skandal in Hessen).

 

 

 

@09:46 Uhr von Sisyphos3

 

dann sieht man am Erfolg welches Bildungskonzept vorteilhafter  isr

Ich  würde mich bedanken , wenn ich dann in Bremen 13jahre umsonst in der Schule gewesen wäre und das in Bayern nicht mal als Gymnasialempfehlung durchginge.

Bildung geht nur EINMAL. Da ist kein Platz für Experimente und 'schaun mer mal'.

@10:09 Uhr von Francis Ricardo

 

Meine Schwester ist Lehrerin, die ist nicht schlecht bezahlt, der Job hat ganz andere Probleme, das Gehalt ist es nicht. 

Oh doch. Da geht es eher um die Planstellen, die gestrichen werden, weil kein Geld da ist.  Warum werden die wohl in den Ferien entlassen? Dann bekommen Sie ihr geld von einem anderen Amt.

Alte lehrer trifft das nicht. Aber die Neuanfänger. 

@09:40 Uhr von Duzfreund

 

Wie wäre es mit einer Abschaffung der Schule und einer Teilprivatisierung des Bildungswesens, könnte das der Motivation aufhelfen?

 

Abschaffen von Schulen ist genau so sinnlos wie Abschaffen von Essen und Schlafen. Privatschulen gibt es längst, und Bildung von Kindern unabhängig vom Einkommen der Eltern ist die Aufgabe des Staates, nicht die einer privatisierten Schulwirtschaft.

 

In Finnland und in Japan, wo das Staatliche Bildungssystem gut funktioniert, kommt niemand auf die absurde Idee, irgendwie nebulös Schulen abzuschaffen.

 

Wessen Motivation soll das denn wohl aufhelfen.

Ich bin selbst Betroffener

Aber in einem „privilegierten“ Bundesland (liegt zwischen Spessart und Karwendel). 
 

 

Was mich immerzu wundert: Deutschland sieht sich als hochmoderner High-Tech Standort. Warum aber leistet man sich dann ein Schulsystem aus dem 19. Jahrhundert ? 
 

 

 

Was es bräuchte wäre eine (bundeseinheitliche) Einheitsschule (ohne dreigliedriges System mit Sortierung der Schüler im Alter von 10 Jahren), wie in den wirtschaftlich erfolgreichsten Ländern bzw in denen Bildung noch „groß“ geschrieben wird.

 

Die USA zB haben eine High-School für ALLE und überall. Und sie sind das wirtschaftlich produktivste Land der Erde, während Deutschland auf Platz 18 (von 21) liegt. Und die Tendenz der deutschen Entwicklung zeigt nicht nach oben, weshalb jetzt versucht wird verstärkt Fachkräfte aus dem AUSLAND (mit Einheitsschule!) anzuwerben … 

Zu diesem Lehrernde abwerben…

Zu diesem Lehrernde abwerben, ..

Früher konnte man nicht mal in Bayern lehren, wen man in hessen Studierender war . Und andersrum auch nicht. 

Immer wieder fällt uns dieser Föderalismus auf die Füsse. Der bremst uns an jeder Stelle aus.

 

@09:19 Uhr von Coachcoach

"Pädagogik ist kaum Bestandteil der Ausbildung der Lehrenden. Das macht sich täglich bemerkbar.
Die Lehrpläne sind falsch. In der Schule muss das Lernen gelernt werden, nicht Stoffmengen."

Das ist gut geschrieben. 
Wenn man sich die Lehrpläne anschaut, zielen sie darauf ab möglichst viele Themen in kurzer Zeit abzuarbeiten. 

""Pädagogik" - Sie untersucht, auf welche Weise Kinder lernen und sie nutzt dieses Wissen, um Methoden für das Lernen zu verbessern. "

Das bedeutet ein Lehrer muss das Lernen der Kinder studieren und das Wissen/Methoden nutzen, um das Lernen zu verbessern oder anzupassen. Stattdessen wird aber von oben ein Lehrplan den Lehrern vor die Nase gehalten, die sie durcharbeiten sollen und damit keine Zeit haben für was anderes.

Da ist keine Interaktion oder Beziehung zwischen den Kindern und Lehrern, die stets eine Anpassung erfordert. Man könnte alles auch digital gestalten, Lernstoffe vorgeben und zuhause erledigen. Wofür braucht man in diesem System überhaupt Lehrer? 

 

 

 

Da zeigt der Föderalismus...

... einmal mehr, wozu er in der Lage ist. Die Bundesländer wetteifern um die wenigen vakanten Lehrer*innen und machen sich gegenseitig Druck. Der Job ist unattraktiv wie nie und es wird nicht besser, weil die Politik nicht entsprechend gegensteuert.

 

Bildung zur Bundesangelegenheit machen.

@10:28 Uhr von Möbius

Aber in einem „privilegierten“ Bundesland (liegt zwischen Spessart und Karwendel). 
 

 

Was mich immerzu wundert: Deutschland sieht sich als hochmoderner High-Tech Standort. Warum aber leistet man sich dann ein Schulsystem aus dem 19. Jahrhundert ? 
 

 

 

Was es bräuchte wäre eine (bundeseinheitliche) Einheitsschule (ohne dreigliedriges System mit Sortierung der Schüler im Alter von 10 Jahren), wie in den wirtschaftlich erfolgreichsten Ländern bzw in denen Bildung noch „groß“ geschrieben wird.

 

Die USA zB haben eine High-School für ALLE und überall. Und sie sind das wirtschaftlich produktivste Land der Erde, während Deutschland auf Platz 18 (von 21) liegt. Und die Tendenz der deutschen Entwicklung zeigt nicht nach oben, weshalb jetzt versucht wird verstärkt Fachkräfte aus dem AUSLAND (mit Einheitsschule!) anzuwerben … 

Möbi, Möbi

Das produktivste Land ist immer noch Deutschland.  Zwischen Spessart und Karwendel liegt auch östereich

@09:57 Uhr von IM_ErIch

Es ist kein Wunder, dass da nicht so viele arbeiten wollen:
Pädagogik ist kaum Bestandteil der Ausbildung der Lehrenden. Das macht sich täglich bemerkbar.

Die Lehrpläne sind falsch. In der Schule muss das Lernen gelernt werden, nicht Stoffmengen.

Und diese lernen sich nicht im 45- oder 90-Minuten-Wechsel auf sinnvolle Weise - und alles fern von Erfahrungswelten.

Die Haltung ist immer noch altpreußisch - oder zu oft.

Und finanziell ist das kein Schulsystem, es ist ein Armutszeugnis.

Genau!

Wir arbeiten in Räumen des 20. Jhd. mit einer Haltung des 19. Jhd. und wollen eine Pädagogik des 21. Jhd. umsetzen. Wo ist der Fehler?

Die Fehler, nicht der - es ist die Vielzahl. Einige entscheidende:

Die Finanzstruktur, die immer mehr Ressourcen von Kommunen und Ländern zu Bund und EU umlenkt.

Die Ideologie, dass der Staat sich reduzieren soll und alles gut wird, wenn die Steuern gesenkt werden.

Die Pädagogik des 21. Jhd. dibt es - von Ausnahmen abgesehen - nur außerhalb D's.

Mathe ist in Ds Schulen unterbelic

10:34 Uhr von Orfee

Wofür braucht man in diesem System überhaupt Lehrer? 

 

 

Ganz einfach: "Nicht für die Schule, sondern für den Lehrer lernt man!" so Tegtmeier..

 

Oder anders ausgedrückt: Ganz ohne Motivation von Außen geht es nicht.

Kein

Wunder, dass Lehrkräfte fehlen. Wir haben ja jetzt auch wesentlich mehr Schüler als noch vor ein paar Jahren. Und unsere jeweilige Regierung in diesen Jahren hat es vollkommen verschlafen, in Bezug auf die Bildungspolitik darauf angemessen zu reagieren, sonderndes wurde weiterhin an der Bildung gespart. Dabei ist diese mit das Wichtigste, soll ein Staat gut funktionieren.

Bayern ist ein hartes Pflaster

… undzwar sowohl für Schüler als auch für Lehrer. Nicht alle schaffen es das Referendariat zu bewältigen, wenn sie es den überhaupt durch die Staatsexamina schaffen. Heutzutage wird auch noch politische Konformität erwartet, das war auch mal anders. 
 

 

 

So mancher ist dann vor dem enormen Leistungsdruck in ein anderes Bundesland geflüchtet oder hat sich dann doch beruflich umorientieren müssen, wie zB Thomas Gottschalk. 

System braucht Grundlage

Jemand sagte eben, der Job ist unattraktiv wie nie und die Politik steuert nicht gegen.

Vielleicht wäre es sinnvoll bereits im Bildungssystem darunter anzusetzen. Sprachförderung wird gestrichen, Kita-Kinder mit Migrationshintergrund sind aber fast immer in der Mehrheit. 

Kitas müssen Kinder in die Schule entlassen, wissend wie schwierig es für die Lehrer wird. Für mehr Förderung in der Kita, wo es noch echt viel bringt, gibt es aber kein Personal und Geld. 

Würde man dort ansetzen und zum Beispiel deutlich höhere Gehälter zahlen um deutlich höhere Qualitätsansprüche abzudecken, hätten auch die Lehrer:innen einen attraktiveren und erfüllenderen Job.

 

@10:38 Uhr von Bender Rodriguez: Bendi, Bendi :-)

Aber in einem „privilegierten“ Bundesland (liegt zwischen Spessart und Karwendel). 
 

 

Was mich immerzu wundert: Deutschland sieht sich als hochmoderner High-Tech Standort. Warum aber leistet man sich dann ein Schulsystem aus dem 19. Jahrhundert ? 
 

 

 

Was es bräuchte wäre eine (bundeseinheitliche) Einheitsschule (ohne dreigliedriges System mit Sortierung der Schüler im Alter von 10 Jahren), wie in den wirtschaftlich erfolgreichsten Ländern bzw in denen Bildung noch „groß“ geschrieben wird.

 

Die USA zB haben eine High-School für ALLE und überall. Und sie sind das wirtschaftlich produktivste Land der Erde, während Deutschland auf Platz 18 (von 21) liegt. Und die Tendenz der deutschen Entwicklung zeigt nicht nach oben, weshalb jetzt versucht wird verstärkt Fachkräfte aus dem AUSLAND (mit Einheitsschule!) anzuwerben … 

Möbi, Möbi

Das produktivste Land ist immer noch Deutschland.  Zwischen Spessart und Karwendel liegt auch östereich

 

Also, Geographie war offenbar nicht Ihr bestes Fach …:-) 

@08:21 Uhr von Deeskalator

In einem Land in dem das Credo "der Markt regelt alles" schon fast mit religiösem Eifer gepredigt wird, ist es doch merkwürdig, dass trotz offensichtlichem Lehrermangel trotzdem jedes Jahr tausende Lehrer zu den Sommerferien entlassen werden... Einige werden über mehr als 10 Jahre in dieser widerlichen Ungewissheit gehalten

So wirklich attraktiv macht dies das Lehramtsstudium nicht...

Quereinsteiger haben so hohe Hürden vor sich, es ist lächerlich und sollten sie sich den Eiertanz trotzdem antun winkt m Ende ein Gehalt, dass erschreckend nah am Mindestlohn ist...

Alles in Allem könnte man da irgendwie doch schon zu dem Schluss kommen, dass unserer Politik Kinder, Schulen und Lehrer völlig egal sind und sie die Situation eher noch weiter verschärfen werden als daran wirklich etwas zu verbessern.

Schulen haben halt eher selten finanzstarke Lobbys

10,7% aller Bundestagsabgeordneten sind Lehrer. Ich halte dies schon für eine recht ansehnliche "Lobby" in "unserer Politik"?

@10:43 Uhr von Möbius

Bayern ist ein hartes Pflaster… undzwar sowohl für Schüler als auch für Lehrer. Nicht alle schaffen es das Referendariat zu bewältigen, wenn sie es den überhaupt durch die Staatsexamina schaffen.

 

Ja, "schlimm", wenn man in manchen Bundesländern wie BY, aber auch Sachsen, Thüringen, die regelmäßig in Bildungsrankings an der Spitze stehen, noch Ansprüche und Erwartungen hat.

Das ist ja auch u.a. der Grund dafür, dass Bayern das wirtschaftlich erfolgreichste Bundesland ist und grün-rote Katastrophenländer wie Bremen und Berlin jedes Jahr Almosen erbetteln.

 

Heutzutage wird auch noch politische Konformität erwartet, das war auch mal anders. 

Wovon halluzinieren Sie?

Lehrer - wie jeder Beamter- muss auf dem Boden der fdGO stehen. Das ist aber auch schon alles.

 

@10:24 Uhr von Bender Rodriguez

 

Meine Schwester ist Lehrerin, die ist nicht schlecht bezahlt, der Job hat ganz andere Probleme, das Gehalt ist es nicht. 

Oh doch. Da geht es eher um die Planstellen, die gestrichen werden, weil kein Geld da ist.  Warum werden die wohl in den Ferien entlassen? Dann bekommen Sie ihr geld von einem anderen Amt.

Alte lehrer trifft das nicht. Aber die Neuanfänger. 

Das hat nichts mit alten oder neuen Lehrern zu tun. 
Verbeamtet wird immer noch und die können nicht entlassen werden. 
Das Verhalten gegenüber Angestellten Lehrer ist asozial, da sind wir einer Meinung. 
Das spricht aber nicht generell dafür das Lehrer schlecht bezahlt werden. 

@10:38 Uhr von Bender Rodriguez

Aber in einem „privilegierten“ Bundesland (liegt zwischen Spessart und Karwendel). 
 

 

Was mich immerzu wundert: Deutschland sieht sich als hochmoderner High-Tech Standort. Warum aber leistet man sich dann ein Schulsystem aus dem 19. Jahrhundert ? 
 

 

 

Was es bräuchte wäre eine (bundeseinheitliche) Einheitsschule (ohne dreigliedriges System mit Sortierung der Schüler im Alter von 10 Jahren), wie in den wirtschaftlich erfolgreichsten Ländern bzw in denen Bildung noch „groß“ geschrieben wird.

 

Die USA zB haben eine High-School für ALLE und überall. Und sie sind das wirtschaftlich produktivste Land der Erde, während Deutschland auf Platz 18 (von 21) liegt. Und die Tendenz der deutschen Entwicklung zeigt nicht nach oben, weshalb jetzt versucht wird verstärkt Fachkräfte aus dem AUSLAND (mit Einheitsschule!) anzuwerben … 

Möbi, Möbi

Das produktivste Land ist immer noch Deutschland.  Zwischen Spessart und Karwendel liegt auch östereich

In der anderen Richtung auch USA, China, Japan...

@09:37 Uhr von Nettie

Bleibt dringend die Frage zu klären, woran das liegt.

Und dabei vor allem die, warum offenbar immer weniger Menschen 'motiviert' sind, sich 'beruflich' um die Bildung und damit Zukunftschancen von Kindern zu kümmern.

Vielleicht schmeißt unser Staat zu viel an anderen Stellen um sich und hat sich da zu lange versucht Geld zu sparen, ähnlich sieht es bei der Infrastruktur aus.

Oje ...

was soll man dazu sagen. Wie lange ist dieser Missstand schon bekannt, zu wenig Lehrer, marode Schulen ...? Immer mal wieder schafft er es in die Medien und immer wieder passiert NICHTS.

Für was bezahlen wir eigentlich die Regierenden, fast kein Bereich der gut funktioniert. Vielleicht sollte man ein erfolgsorientiertes Gehalt einführen.

@10:40 Uhr von Sparer

Wunder, dass Lehrkräfte fehlen. Wir haben ja jetzt auch wesentlich mehr Schüler als noch vor ein paar Jahren. Und unsere jeweilige Regierung in diesen Jahren hat es vollkommen verschlafen, in Bezug auf die Bildungspolitik darauf angemessen zu reagieren, sonderndes wurde weiterhin an der Bildung gespart. Dabei ist diese mit das Wichtigste, soll ein Staat gut funktionieren.

Stimmt nicht ganz. Es gibt immer weniger Kinder. Es sollen aber nicht mehr so viel Schülernde in einer Klasse sein.

Bei nur noch 33% Klassenstärke braucht man aber 200% Lehrernde mehr. 

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