Eine verschleierte Frau in Kabul geht mit eine Lebensmittelration davon, die sie von einer Hilfsorganisation erhalten hat.

Ihre Meinung zu Eingeschränkte Frauenrechte: NGOs stellen Arbeit in Afghanistan ein

In Afghanistan werden Frauen immer mehr aus dem öffentlichen Leben herausgedrängt. Zuletzt sprachen die Taliban ein Arbeitsverbot in Hilfsorganisationen für sie aus. Drei NGOs haben nun beschlossen, ihre Arbeit vor Ort einzustellen.

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98 Kommentare

Kommentare

DerVaihinger
@17:52 Uhr von fathaland slim

Die Foristen, die der AfD zugeneigt sind, behaupten, die Taliban wären das, was die Bewohner Afghanistans wollten, und die „Gründeutschen“, wie einer formulierte, sollten sich da raushalten.

Dieselben Foristen sind auch diejenigen, die sich vehement gegen die Aufnahme von Flüchtlingen aus Afghanistan aussprechen.

Es scheint in diesen Kreisen die Ansicht zu herrschen, daß es Menschen gibt, die gern terrorisiert werden und Frauen, die gern rechtlos sind, das ist eben deren Kultur.

Was ich aber immer wieder aus solchen Kommentaren herauslese, ist eine Bewunderung für solche hart-männlichen Herrscher. So verschieden sind deren Vorstellungen von denen der Rechten ja auch gar nicht.

 

 

Sie reden als bekennende Linker doch ständig dem Islam das Wort.

Gab es da jemals was anderes, als die Unterdrückung der Frau?

Das fragt ein Konsvervativer, der für Sie deshalb ebenfalls rechts ist, was aber falsch wäre.

 

triceratops
Der Vaihinger

>>Ich nehme an, dass Sie ebenso wie ich, das Geschehen in Afghanistan aus der Ferne über die Medien verfolgt haben.

Da war von einem brutalen Kampf der Taliban zur Machtergreifung nichts zu sehen.

 

Sie wurden einfach einmarschieren lassen und nicht bekämpft.<<

Das war aber nur die Endphase. All die Jahre zuvor haben die Taliban mit aller Gewalt und mit Terror dieses Ziel verfolgt. 

Nettie
@17:42 Uhr von Sisyphos3

 

was wollen sie

 

die Leute dort zu ihrem Glück zwingen ?

Dass ihnen dabei geholfen wird, sich von ihren Terrorherrschern zu befreien. Und was wollen Sie?

w120
@18:25 Uhr von weingasi1

 

https://www.welthungerhilfe.de/welternaehrung/rubriken/krisen-humanitae

Zunächst geht es im Moment um das Tragen des Kopftuches.

Ihr link führt zu einem Bericht von Anfang 2022. Seitdem haben sich die Verhältnisse aber nochmals verschlechtert. Die NGO's können und wollen unter diesen Voraussetzungen dort nicht weiter tätig sein. Das ist schlimm für Bevölkerung aber sollen deshalb z.B. Norwegerinnen einen Hidschab tragen, weil diese Vollpfosten es möchten ? Niemals ! Ich kann die NGO's gut verstehen und wer nicht will, der hat schon. Man kann und darf doch nicht nach deren Pfeife tanzen !

 

Ob sich alles verschlechtert hat, weiß ich nicht.

Aber so ein Bericht gibt einen differenzierteren Einblick.

Das ist schlimm für Bevölkerung aber sollen deshalb z.B. Norwegerinnen einen Hidschab tragen, weil diese Vollpfosten es möchten ?

 

Schlimm bedeutet im Extremfall Hungertod, aber auch lebenslange Probleme durch Mangelernährung bei Kindern.

Ja, Kopftuch warum nicht, für die Hilfe nicht für die Tali

NieWiederAfd
@16:52 Uhr von frosthorn

 

über den Begriff Solidarität diskutiert. Diejenigen, die mehr oder wenger offen zugegeben haben, dass sie nichts davon halten, werden auch die sein, die uns jetzt auffordern, "uns da nicht einzumischen". Da muss man kein Prophet sein.

 

Etliche Kommentare zeigen: Sie haben leider recht. 

 

Ich bin froh, dass ich die Mehrheit hinter mir weiß, wenn ich sage, dass wir uns gerade da unbedingt einmischen müssen.

Die Ankündigung der NGO's, ihre Arbeit vorerst einzustellen, wird den Taliban leider nur wenig Druck machen. 

 

Der Druck muss nicht von NGO-Seite kommen; das ist eine politische Aufgabe. Und dennoch hoffe ich, dass humanitäre Hilfe für die, die unter dem Taliban-Regime am meisten leiden, weiter seine Wege finden wird.

 

w120
@18:28 Uhr von weingasi1

 

Vor allem ist die ländliche Bevölkerung in Clans und Gruppen unter der jeweiligen Knute der warlords, die auch über die höchsten Einkünfte aus dem Drogenhandel verfügen, aufgespalten. Wenn man irgendwie diese Einkommensquelle zum Versiegen bringen könnte, dann hätte man ein Pfund, mit dem man punkten könnte. Wie man aber anstellen könnte, weiss ich auch nicht.

 

Niemand kann den Warlords und Taliban andere landwirtschaftliche Produkte mit mehr Profit anbieten, als der Anbau von Schlafmohn für Opium und Heroin einbringt.

Meine Rede. Deshalb werden die für sich auch immer genug Einkommen generieren. Vllt könnte man die Felder (?) beim Überfliegen irgendwie zerstören, oder so ?

 

Klar, die haben ja keine Flugabwehr oder Atomwaffen.

BuriedBumper
18:28 Uhr von weingasi1

„Meine Rede. Deshalb werden die für sich auch immer genug Einkommen generieren. Vllt könnte man die Felder (?) beim Überfliegen irgendwie zerstören, oder so ?“

…….

Eine Strategie, bei der die US Drogenbehörde DEA bereits in Lateinamerika fulminant gescheitert ist. Es gibt keinen Grund zu glauben, bei afghanischen Drogenfeldern könnte das besser laufen 

land_der_lemminge
@16:56 Uhr von frosthorn

Afghanistan landet mal wieder im Religions-Mitteralter der finstersten Art.

Aber jedes Land und seine Menschen bekommen das was sie wollen.

Die grossen Städte wie Kabul sind da nicht das Mass aller Dinge.

Sondern die Analphabeten auf dem Land bestimmen wohin die Reise mit den Fanatikern geht.

Ansonsten kann man seine Peiniger ja abservieren.

 

Religionsmittelalter? Sie haben wirklich nichts verstanden.

Ach und übrigens: auch die meisten Taliban unterhalb der Führungsebene sind Analphabeten. Umso größer die Angst bei denen, dass Frauen Lesen und Schreiben lernen.



der Kampf der Taliban in den 70ern entzündete sich insbesondere daran, das die Kommunisten die Alphabetisierung und die Gleichberechtigung insbesondere auf dem Land vorantreiben wollten.

in den Städten war dies zu der Zeit und auch vorher kein Problem.

Man sollte realisieren, das die Landbevölkerung in Afghanistan Reformen von sich aus ablehnte.

Auch wenn es nicht in das eigene Weltbild passt.

 

 

NieWiederAfd
@16:58 Uhr von Giselbert

... und hat sich durch die widerstandslose Übergabe an die Taliban für diese entschieden.

 

Widerstandslos? 240 000 Menschen haben seit 2001 im Kampf gegen die Taliban ihr Leben verloren. In diesen 20 Jahren starben über 67000 afghanische Soldaten und Polizisten in Kriegshandlungen. (Quelle u.a.: die konservative NZZ: "www.nzz.ch/international/der-krieg-in-afghanistan-forderte-240000-tote-…").

 

Bender Rodriguez
@18:01 Uhr von schabernack

 

Die Menschen haben sich dazu entschieden,

lieber mittelalterlich, statt westlich, zu leben.

 

Die Taliban haben das herbei terrorisiert.

 

Kein Land der Welt kann leben, in dem die Regierung den Frauen die gleiche Bildung zuordnet wie den Steinen.

Och, natürlich. Es kommt nur auf deren Ausrichtung an.

Im Iran und Afghanistan geht das natürlich nicht. In allen anderen Golfstaaten spielt jegliche Unterdrückung gar keine Rolle. Aber die kooperieren ja auch mait "dem Westen".

Dort hat sich NIEMAND den Taliban  entgegen gestellt. trotzdem wissen unsere Supermoralisten, daß die Bevölkerung dort anders leben möchte. Woher? infas umfrage?

Hilfe einstellen und warten, bis sie uns darum bitten., wäre die richtige Strategie. Und es gibt genügend gleich ausgerichtete Staaten mit deutlich mehr geld, die jetzt helfen können. Da muß kein deutsches Steuergeld verpulvert werden.

NieWiederAfd
@17:25 Uhr von Tarek94

Etwa zwei Dutzend Frauen seien am Samstag in Herat im Westen des Landes zum Sitz des Gouverneurs gezogen und hätten gerufen: "Bildung ist unser Recht", berichtete die Nachrichtenagentur AP mit Verweis auf Augenzeugen - die Organisatorinnen sprachen sogar von bis zu 150 Teilnehmerinnen.

 

Wenn bei 39,84 Millionen Einwohnern nur "bis zu 150 Teilnehmerinnen" demonstrieren, dann ist der Rest offensichtlich mit den Zuständen zufrieden?

 

Nein. "Der Rest" fürchtet nicht nur Prügel, Haft und andere Repressalien, sondern fürchtet auch ums nackte Überleben, wenn sie ungeschützt auf die Straße gehen. 



Manche zynisch-überheblichen Kommentare sind wirklich schwer zu ertragen.

 

gez. NieWiederAfd 

 

 

NieWiederAfd
@18:25 Uhr von krittkritt

Natürlich bevorzugten viele Afghanen z.B. die rigorose Gerichtsbarkeit der Taliban gegenüber der Willkür und Bestechlichkeit der US-verbundenen Pseudo-Justiz.

 

 Ihre Kommentare werden immer abstruser: was bitte ist denn "Willkür und Bestechlichkeit der US-verbundenen Pseudo-Justiz"? Sie scheinen aus Ihrer USA-Hate-Blase ja gar nicht mehr rauszukommen und nicht mal mehr einen Hauch Realität wahrzunehmen.

 

 

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weingasi1
@18:23 Uhr von BuriedBumper

„Sie verkennen die Tatsache, dass es vor der Übernahme der Taliban eine militärische Übermacht gab, die aber kampflos aufgab. „

………..

was schreiben sie da für einen Unsinn, von wegen kampflos aufgeben. Laut einer Schätzung sind rund 67000 afghanische Sicherheitskräfte in diesem Konflikt gestorben 

Ich habe nur die Angabe von 36.000 gefallenen Afghanen und zwar für die Zeit von 2010 bis 2021 gefunden. Das heisst, dass sie nicht alle bei der Rückeroberung durch die Taliban zu Tode gekommen sind. Q.: statista

In der Tat, ist man vonseiten der Taliban auf keine grosse Gegenwehr gestossen. Die Gründe dafür sind unterschiedlicher Natur. Lässt sich alles nachlesen. Man war relativ schnell bereit, die weisse Fahne (buchstäblich) zu hissen.

 

NieWiederAfd
@17:44 Uhr von Sisyphos3

... und hat sich durch die widerstandslose Übergabe an die Taliban für diese entschieden.

 

 

fällt uns eben schwer das zu akzeptieren

 

Nein. Es ist schlicht und ergreifend falsch. 

 

 

NieWiederAfd
@17:01 Uhr von Bauer Tom

"Afghanistan landet mal wieder im Religions-Mitteralter der finstersten Art."

 Fuer mich unverstaendlich wie die Taliban zu diesen unsinnigen Restriktionen kommt und wie sie das begruenden.

 

"Aber jedes Land und seine Menschen bekommen das was sie wollen."

Trotz allem vergessen das viele. Es ist ihr Land und sie koennen das "regieren" wie sie es fuer richtig halten.

Das muss nicht so sein wie wir es fuer richtig ansehen.

Das nennt man Tolleranz, ob es uns passt oder nicht.

 

Frauenunterdrückende Willkür mit "Toleranz" zu relativieren, schlägt nun wirklich dem Fass den Boden aus: nicht mehr zu fassen...

 

gez. NieWiederAfd 

 

 

Account gelöscht
@18:28 Uhr von weingasi1

 

Vor allem ist die ländliche Bevölkerung in Clans und Gruppen unter der jeweiligen Knute der warlords, die auch über die höchsten Einkünfte aus dem Drogenhandel verfügen, aufgespalten. Wenn man irgendwie diese Einkommensquelle zum Versiegen bringen könnte, dann hätte man ein Pfund, mit dem man punkten könnte. Wie man aber anstellen könnte, weiss ich auch nicht.

 

Niemand kann den Warlords und Taliban andere landwirtschaftliche Produkte mit mehr Profit anbieten, als der Anbau von Schlafmohn für Opium und Heroin einbringt.

Meine Rede. Deshalb werden die für sich auch immer genug Einkommen generieren. Vllt könnte man die Felder (?) beim Überfliegen irgendwie zerstören, oder so ?

##

Die Idee ist ja gut,die Felder zu zerstören,aber das erste Flugzeug das Giftmittel aussprüht wird auch das letzte gewesen sein und abgeschossen.

 

Bender Rodriguez

@17:45 Uhr von einfacher Soldat

Afghanistan hatte 20 Jahre Zeit gehabt, sich zwischen Demokratie und Steinzeit zu entscheiden. Sie wählten die Taliban und die damit verbundene Steinzeit.

Mit vorgehaltener Kalaschnikow hätten Sie sich auch nicht änderts getraut.

Alle Hilfen sofort stoppen, denn die schieben sich die Talibans in die eigenen Taschen.

Sie haben leider keine Ahnung.

Ich muß Dir leider widersprechen.  Die Afghanen haben die Taliban aus deren Verstecken bis in die letzten Winkel des Landes durchgelassen. Nach Abzug des Westens hat es EINEN Tag gedauert. Das ist nicht das, was man nur ansatzweise als Widerstand, titulieren könnte. Das Militär hatte genügend Waffen, um sich gegen die altertümlichen Kalaschniovs verteidigen zu können. Sie haben sich aber für dass Mittelalter entschieden und kampflos das weite gesucht.

melancholeriker
@18:23 Uhr von DerVaihinger

indem die EU diesen Staat total isoliert und jegliche Kontakte aller Art annulliert sofort, morgen.

 

 

Ob das reichen wird?

 

Es gibt genug islamisch geprägte Staaten die das übernehmen können und auch z. T schon tun.

 

Die Stellung der Frau ist im gesamten Islam nicht gerade prickelnd.

 

 

Dann sollten Sie sich evtl mit den Senegalesinnen beschäftigen, die z. B. im Straßenverkehr mehr und mehr das Sagen und das Gasen haben. Ich kenne keine selbstbewußteren Frauen, die trotzdem die Tradition und die Rituale respektieren. Das dürfte aber daran liegen, daß in Senegal eine auf Arbeit, Fleiß und Bescheidenheit fußende Gemeinschaft fern von der arabischen Einflußsphäre bildend ist und öffentlich bindend. 

BuriedBumper

Die rechts außen Fraktion versucht hier ein neues Narrativ aufzumachen, nachdem sich die Afghanen kampflos ergeben hätten. Etwa 67000 afghanische Sicherheitskräfte sind in diesem Konflikt gefallen. Man kann diese Tatsache sicher einfach nicht zur Kenntnis nehmen, wie es in diesen Kreisen ja viel geübte Praxis ist. Ändert aber nichts an der Realität ob man sie nun mag oder nicht

Elliot Swan
@16:52 Uhr von frosthorn

Ich bin froh, dass ich die Mehrheit hinter mir weiß, wenn ich sage, dass wir uns gerade da unbedingt einmischen müssen.

Kommen Sie bitte mal aus Ihrer Filterblase raus. Wir waren 20 Jahre dort, das muss reichen. Waren m.E. eh 19 Jahre zu viel.

Der American Way of Life (Europa war ja nur Statist) ist bei der Mehrheit der Afghanen offensichtlich nicht erwünscht.

Anders kann ich es mir nicht erklären, dass hochgerüstete staatliche Sicherheitskräfte ihre Waffen in Anbetracht eines zahlenmäßig unterlegenen Gegners regelrecht weggeworfen haben.

Afghanistan muss nun seinen eigenen Weg gehen. Und wenn Frauenrechte nicht dazu gehören – ist dann halt so.

weingasi1
@18:34 Uhr von w120

 

Ob sich alles verschlechtert hat, weiß ich nicht.

Aber so ein Bericht gibt einen differenzierteren Einblick.

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Das ist schlimm für Bevölkerung aber sollen deshalb z.B. Norwegerinnen einen Hidschab tragen, weil diese Vollpfosten es möchten ?

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Schlimm bedeutet im Extremfall Hungertod, aber auch lebenslange Probleme durch Mangelernährung bei Kindern.

Ja, Kopftuch warum nicht, für die Hilfe nicht für die Tali

Es ist eben nicht nur ein Kopftuch ! Ich finde es sehr richtig, dass die NGO's ihre Prizipien haben und sich nicht erpressen lassen. Afghanistan will Hilfe. Nicht die NGO's ! Die Bevölkerung sollte selbst bei den Taliban einen Stellenwert haben. Insbesondere die Kinder ! Das wäre ja noch schöner, wenn die Helfer über jedes Stöckchen springen würden. Übermorgen ist es dann die Burka, oder wie ?

 

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