Kommentare - Studie: Mehr Armut in Deutschland - weniger Glaube an Demokratie

24. November 2022 - 19:33 Uhr

Die Armutsquote in Deutschland ist im vergangenen Jahrzehnt weiter gestiegen. Ein Drittel größer wurde der finanzielle Abstand für Haushalte unterhalb der Armutsgrenze. Eine Studie erkennt darin eine Gefahr für die Demokratie.

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Kommentare

Das durchschnittliche…

Das durchschnittliche Nettoeinkommen pro Haushalt betrug 2018 rund 3700 Euro pro Monat und lediglich 18% haben weniger als 60% davon. Das ist doch ein gutes Ergebnis.

Eines der reichsten Länder der Welt

Wenn man sich so die Sendungen Maischberger, Will, Lanz ansieht, kann man sich nicht vorstellen, wie oft dort gesagt wurde, wie reich Deutschland sei, das wird so eingetrichtert, entweder die kennen die Realität nicht oder das ist Propaganda.

Die Inflation treibt es auf die Spitze, aber der Kern war auch vorher da.

Tendenzen

Es ist klar, dass in diesem reichen Land Armut bei betroffenen Menschen Fragen nach der Richtigkeit des Systems aufwerfen. Vor allem auch dann, wenn die Armut steigt und bisher noch "normal" gestellte Mitbürger immer weniger haben, von "besitzen" ganz zu schweigen. Nicht die Armut selbst ist das Problem, sondern die Tendenz! Und wenn die sich nicht bald umkehrt, liebe Politiker, kann es wieder einmal ganz bitter werden. Arme Menschen sind leichter verführbar als zufriedene. 

Leider steht zu befürchten…

Leider steht zu befürchten das die Zahlen jetzt explodieren werden. 100 Mrd  für Rüstungsindustrie ist ja aber wichtiger als die armen der Bevölkerung. Das ganze bürgt jede Menge sozialen Sprengstoff, aber keine Sorgen wir können die Menschen wenn sie denn irgendwann ihren Protest auf die Straße  tragen ja weiterhin in die Ecke der Rechten Verschwörungs Schwurbler stellen. Dann müssen wir uns ja wenigstens nicht mit ihren Problemen beschäftigen.

Demokratie in Gefahr?

Arm zu sein in Deutschland und dann das Gefühl zu haben, die Milliarden werden in der Welt verteilt.  Unsere Schulen sind immer noch marode, aber wir denken schon an den Aufbau der Ukraine. Weil unsere Demokratie sehr indirekt ist, habe ich auch nicht das Gefühl mitbestimmen zu können.  Wer an Wahlversprechen glaubt ist weltfremd und wird mitleidig belächelt.  Nicht die Armut zerstört die Demokratie sondern unsere Politiker.  

 

Das wird sich

weiter fortsetzen und stärker werden, wenn man für 2 Jahre 50 Euro bekommt, aber ab 1.1. dann 200 pro Monat mehr zahlen muss.

Und die Inflation noch oben drauf kommt, dann ist steigende Armut nicht besonders verwunderlich.

Zahlen die immer bei Vermögen und Netto veröffentlicht werden, kenne ich aus dem Umfeld nicht, das haben viele nur in zwei Monaten, und das Vermögen pro Kopf, würden sich sehr sehr viele wünschen.

Wird noch richtig gut, Artikel gibt es viele, nicht nur bei TS.

@19:47 Uhr von Werner40

Das durchschnittliche Nettoeinkommen pro Haushalt betrug 2018 rund 3700 Euro pro Monat und lediglich 18% haben weniger als 60% davon. Das ist doch ein gutes Ergebnis.

Das sind immerhin +- 14 Mio Menschen, aber alles halb sowild, solange es mir nur gut geht. Ich kann in meiner Nachbarschaft hautnah beobachten wie das aussieht wenn das Geld hinten und vorne nicht reicht. Für ein Land das so reich ist wie Deutschland und weltweit den Nothelfer spielt ist jeder Arme im eigenen Land eine Schande. Nicht falsch verstehen ich bin immer dafür anderen zu helfen aber an erster Stelle sollte die eigene Bevölkerung stehen.

@19:47 Uhr von Werner40

Das durchschnittliche Nettoeinkommen pro Haushalt betrug 2018 rund 3700 Euro pro Monat und lediglich 18% haben weniger als 60% davon. Das ist doch ein gutes Ergebnis.

 

Nettoeinkommen pro Haushalt, also auch bei 1,5-2 kompletten Monatslöhnen? Das finde ich nicht wirklich viel. 
 

Als Einzelperson ein Nettoeinkommen von 3700 € haben mit Sicherheit nicht allzu viele zur Verfügung.

 

Ansonsten:

Aktuell geben 60% aller Haushalte das komplette Monatseinkommen ausschließlich für die laufenden Lebenshaltungskosten aus.

 

Die Tafeln haben innerhalb kürzester Zeit mit einem um 50% gestiegenen Ansturm von Bedürftigen zu kämpfen und das bei nachlassenden Lebensmittelspenden.

 

Ist das auch ein gutes Ergebnis?

@19:59 Uhr von Schaefer

Wer an Wahlversprechen glaubt ist weltfremd und wird mitleidig belächelt.  Nicht die Armut zerstört die Demokratie sondern unsere Politiker.  

 

100% Zustimmung vor allem zum letzten Satz.

@19:54 Uhr von Izmi

Es ist klar, dass in diesem reichen Land Armut bei betroffenen Menschen Fragen nach der Richtigkeit des Systems aufwerfen. Vor allem auch dann, wenn die Armut steigt und bisher noch "normal" gestellte Mitbürger immer weniger haben, von "besitzen" ganz zu schweigen. Nicht die Armut selbst ist das Problem, sondern die Tendenz! Und wenn die sich nicht bald umkehrt, liebe Politiker, kann es wieder einmal ganz bitter werden. Arme Menschen sind leichter verführbar als zufriedene. 

##  

Das ist Wasser auf den Mühlen der AfD die bekommen dann mehr Zuspruch wenn es den Leuten schlecht geht.Deshalb seid Wachsam ihr Politiker.

@20:07 Uhr von heribix

Das durchschnittliche Nettoeinkommen pro Haushalt betrug 2018 rund 3700 Euro pro Monat und lediglich 18% haben weniger als 60% davon. Das ist doch ein gutes Ergebnis.

Das sind immerhin +- 14 Mio Menschen, aber alles halb sowild, solange es mir nur gut geht. Ich kann in meiner Nachbarschaft hautnah beobachten wie das aussieht wenn das Geld hinten und vorne nicht reicht. Für ein Land das so reich ist wie Deutschland und weltweit den Nothelfer spielt ist jeder Arme im eigenen Land eine Schande. Nicht falsch verstehen ich bin immer dafür anderen zu helfen aber an erster Stelle sollte die eigene Bevölkerung stehen.

 

 

Wenn man sich immer mehr und mehr engagiert bis hin zur Selbstaufgabe, kann das zwangsweise nur fatale Folgen haben.

 

Aufgrund derer wir dann letztendlich gar nicht mehr in der Lage sein könnten, überhaupt noch irgendwem zu helfen. 
 

Typisch deutsch irgendwie … diese Selbstverleugnung, offenbar aus einer nach wie vor tief verwurzelten und übersteigerten „Schuld-Kultur“. 

Es gibt noch einen sehr wichtigen aber trauriger Tag für mich.

...Den Tag, den ich meine, ist der Tag an den meine Mutter (fast 84 J. alt) stirbt.

-

Spätestens ab diesen Tag, gehöre ich dann auch zu diesen Menschen, die nicht wissen, wie sie überleben sollen, da man dann eben arm ist!

-

Bislang konnte ich meine Mutter immer fragen,

wenn ich für dringende Sachen Geld brauchte,

um mir z.B. bei meinen monatl. Ausgaben für dringend benötigte Medikamente, etwas bei zu steuern.

-

Und ja, das solltest ihr User, die immer wieder auf Menschen wie mich, ALG-II Bezieher etc., "trauf rum trampeln", mal durchdenken.

Denn dadurch, daß sie mich unterstützt, braucht ihr weniger Steuern zahlen.

Im Grunde genommen ist meine Mutter, garnicht mehr da für da, mich finanziell zu unterstützen.

Eben solche Kosten müßten eigentlich entweder das Jobcenter, Sozialamt oder GKV tragen, was sie aber alle nicht tun, obwohl es Gesetze dafür gibt.

-

Tolle Sache, da hilft das Bürgergeld auch nicht,

da die Inflation die 50 € schon heute aufgefressen hat.

 

Ich bin sowas von begeistert!

 

@19:45 Uhr von Pax Domino

fällt mir ein alter Slogan aus den 80 er Jahren ein. Anarchie ist machbar , Herr Nachbar !

 

 

Die Fortsetzung:

 

“Ein Anarchist ist großer Mist.“

@19:47 Uhr von Werner40

Das durchschnittliche Nettoeinkommen pro Haushalt betrug 2018 rund 3700 Euro pro Monat und lediglich 18% haben weniger als 60% davon. Das ist doch ein gutes Ergebnis.

Wenn Sie 100 Euro haben und ich keinen, dann haben wir beide im Durchschnitt 50 Euro. Für mich ein gutes Ergebnis?

@19:47 Uhr von Werner40

Das durchschnittliche Nettoeinkommen pro Haushalt betrug 2018 rund 3700 Euro pro Monat und lediglich 18% haben weniger als 60% davon. Das ist doch ein gutes Ergebnis.

Als arm gilt, wer WENIGER als 1251€ im Monat zur Verfügung hat, das sind 16,8% der Bevölkerung. In meinem Fall  EU Rente plus 41€ Wohngeld 1020€ im Monat....Sie sollten Ihren Kommentar als Satire kennzeichnen oder den Artikel genauer lesen. 

Das ist etwas positives

"Wer wenig am Wohlstand einer Gesellschaft teilhaben kann, neigt eher dazu das System als ganzes in Frage zu stellen."

...

 

Das ist doch nicht verkehrt, ein System in Frage zu stellen.

Für Alternativen gilt das ebenso. Man will ja nicht Schnupfen gegen Cholera austauschen.

 

Kritische Betrachtung ist immer nötig. Das gehört zu normalen Kontrolle der Regierung in einer Demokratie dazu.

Das eine oder andere kann immer verbessert oder angepasst werden.

@19:56 Uhr von heribix

Leider steht zu befürchten das die Zahlen jetzt explodieren werden. 100 Mrd  für Rüstungsindustrie ist ja aber wichtiger als die armen der Bevölkerung. Das ganze bürgt jede Menge sozialen Sprengstoff, aber keine Sorgen wir können die Menschen wenn sie denn irgendwann ihren Protest auf die Straße  tragen ja weiterhin in die Ecke der Rechten Verschwörungs Schwurbler stellen. Dann müssen wir uns ja wenigstens nicht mit ihren Problemen beschäftigen.

 

 

Ja, richtig. Es wird m. E. einfach (zunehmend) sehr gerne so hingestellt, als wären die Menschen, die auf der Straße ihren existenziellen Ängsten Ausdruck verleihen und nicht nur ohnmächtig zuschauen wollen, eine ach-so-große „Gefahr für die Demokratie“.

 

Kollektive und systematische cancel-culture ist das in meinen Augen.

@20:08 Uhr von Vector-cal.45

 

Als Einzelperson ein Nettoeinkommen von 3.700 € haben mit Sicherheit nicht allzu viele zur Verfügung.

 

Mit einem Nettoeinkommen von 3.440 Euro / Monat / Einzelperson gehörte man 2020 zu den 10% der Bevölkerung mit dem höchsten Einkommen.

 

1.869 Euro unter den gleichen Voraussetzung war der Median, bei dem es dann die gleiche Anzahl an Menschen gab, die einerseits mehr, oder andererseits weniger hatten. Kinder natürlich nicht mit gerechnet.

@19:54 Uhr von Izmi

Es ist klar, dass in diesem reichen Land Armut bei betroffenen Menschen Fragen nach der Richtigkeit des Systems aufwerfen. Vor allem auch dann, wenn die Armut steigt und bisher noch "normal" gestellte Mitbürger immer weniger haben, von "besitzen" ganz zu schweigen. Nicht die Armut selbst ist das Problem, sondern die Tendenz! Und wenn die sich nicht bald umkehrt, liebe Politiker, kann es wieder einmal ganz bitter werden. Arme Menschen sind leichter verführbar als zufriedene. 

"Nicht die Armut selbst ist das Problem,..."

Das sehen die von Armut betroffenen sicher anders. Für mich stellt sich eher die Frage, warum es in einem angeblich ach so reichen Land überhaupt Armut gibt.

@20:19 Uhr von schiebaer45

Es ist klar, dass in diesem reichen Land Armut bei betroffenen Menschen Fragen nach der Richtigkeit des Systems aufwerfen. Vor allem auch dann, wenn die Armut steigt und bisher noch "normal" gestellte Mitbürger immer weniger haben, von "besitzen" ganz zu schweigen. Nicht die Armut selbst ist das Problem, sondern die Tendenz! Und wenn die sich nicht bald umkehrt, liebe Politiker, kann es wieder einmal ganz bitter werden. Arme Menschen sind leichter verführbar als zufriedene. 

##  

Das ist Wasser auf den Mühlen der AfD die bekommen dann mehr Zuspruch wenn es den Leuten schlecht geht.Deshalb seid Wachsam ihr Politiker.

Genauso ist es, lieber schiebaer45. 

Gruß aus Lokstedt

 

Armut und Zuzug

"Die Quote der sehr armen Menschen, die weniger als 50 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung haben, ist demnach zwischen 2010 und 2019 um gut 40 Prozent gestiegen." Laut der Studie sind das 11% also etwa 9 Mio Menschen. Im gleichen Zeitraum hatte Deutschland einen Zuzug von 12 Mio Menschen. Leider konnte ich in der Studie keinen Bezug zur Zuwanderung finden. Hat dieser Umstand wirklich keinen Einfluss? Oder passt das nicht zur gewollten Intension der Studie?

 

 

 

@19:56 Uhr von heribix

Leider steht zu befürchten das die Zahlen jetzt explodieren werden. 100 Mrd  für Rüstungsindustrie ist ja aber wichtiger als die armen der Bevölkerung. Das ganze bürgt jede Menge sozialen Sprengstoff, aber keine Sorgen wir können die Menschen wenn sie denn irgendwann ihren Protest auf die Straße  tragen ja weiterhin in die Ecke der Rechten Verschwörungs Schwurbler stellen. Dann müssen wir uns ja wenigstens nicht mit ihren Problemen beschäftigen.

Sie vergessen die 200 Mrd für das Volk? Und warum brauchen wir wieder mehr Militär? Ach ja, wegen Ihrem Freund Putin!

@20:07 Uhr von heribix

Das durchschnittliche Nettoeinkommen pro Haushalt betrug 2018 rund 3700 Euro pro Monat und lediglich 18% haben weniger als 60% davon. Das ist doch ein gutes Ergebnis.

Das sind immerhin +- 14 Mio Menschen, aber alles halb sowild, solange es mir nur gut geht. Ich kann in meiner Nachbarschaft hautnah beobachten wie das aussieht wenn das Geld hinten und vorne nicht reicht. Für ein Land das so reich ist wie Deutschland und weltweit den Nothelfer spielt ist jeder Arme im eigenen Land eine Schande. Nicht falsch verstehen ich bin immer dafür anderen zu helfen aber an erster Stelle sollte die eigene Bevölkerung stehen.

Ist für Sie nicht jeder Mensch gleich? Und sorry, kennen Sie Armut in anderen Ländern?

Mehr Armut in Deutschland - weniger Glaube an Demokratie

Kein Wunder. Wer offensichtlich benachteiligt WIRD und einen halbwegs unbeeinflussten bzw. eigenen Blick auf die Realität hat, wird dafür schon aus Gründen der Selbstbehauptung und der Selbstachtung und aus Gerechtigkeitssinn wohl kaum sich selbst oder andere, genauso wie er Benachteiligte verantwortlich machen.

@20:07 Uhr von heribix

Das durchschnittliche Nettoeinkommen pro Haushalt betrug 2018 rund 3700 Euro pro Monat und lediglich 18% haben weniger als 60% davon. Das ist doch ein gutes Ergebnis.

Das sind immerhin +- 14 Mio Menschen, aber alles halb sowild, solange es mir nur gut geht. Ich kann in meiner Nachbarschaft hautnah beobachten wie das aussieht wenn das Geld hinten und vorne nicht reicht. Für ein Land das so reich ist wie Deutschland und weltweit den Nothelfer spielt ist jeder Arme im eigenen Land eine Schande. Nicht falsch verstehen ich bin immer dafür anderen zu helfen aber an erster Stelle sollte die eigene Bevölkerung stehen.

Mir würde es schon reichen, wenn Politker die Werte, die sie so gern auf internationaler Bühne vollmundig beschwören, selber leben würden. Dann hätten wir weit weniger Probleme im eigenen Land. Und immer noch haben wir eine Partei in der Regierung, die unablässig Steuererleichterungen für die Reichen fordert. Im Bürgergeld hingegen wird schon fast wieder der Weltuntergang gesehen.

 

@20:27 Uhr von Tada

"Wer wenig am Wohlstand einer Gesellschaft teilhaben kann, neigt eher dazu das System als ganzes in Frage zu stellen."

...

 

Das ist doch nicht verkehrt, ein System in Frage zu stellen.

Für Alternativen gilt das ebenso. Man will ja nicht Schnupfen gegen Cholera austauschen.

 

Kritische Betrachtung ist immer nötig. Das gehört zu normalen Kontrolle der Regierung in einer Demokratie dazu.

Das eine oder andere kann immer verbessert oder angepasst werden.

Danke - und wo wäre es den besser liebe Kritiker? Die Putin und Xi Liebhaber hier im Forum kritisieren immer am Lautesten unsere soziale Marktwirtschaft - wenn ich mir die Schere zwischen arm und reich so in Russland anschaue… natürlich müssen wir Vieles besser machen, aber das typisch deutsche alles schlecht reden ist Quatsch!

@19:47 Uhr von Werner40

Das durchschnittliche Nettoeinkommen pro Haushalt betrug 2018 rund 3700 Euro pro Monat und lediglich 18% haben weniger als 60% davon. Das ist doch ein gutes Ergebnis.

Haben sie verstanden um was in diesem Kommentar tatsächlich geht? Ich glaube nicht!

@20:26 Uhr von harry_up

fällt mir ein alter Slogan aus den 80 er Jahren ein. Anarchie ist machbar , Herr Nachbar !

 

 

Die Fortsetzung:

 

“Ein Anarchist ist großer Mist.“

Eigenbau !

@20:19 Uhr von schiebaer45

 
Das ist Wasser auf den Mühlen der AfD die bekommen dann mehr Zuspruch wenn es den Leuten schlecht geht. Deshalb seid Wachsam ihr Politiker.

 

Es ist nicht einfach bis schwierig oder unmöglich, in Zeiten wie 2022 / 2023 mit Nachwirkungen von Corona, aktuellem Krieg, hohen Energiepreisen und viel Inflation das vorhandene «Wohlstandsniveau» unverändert aufrecht zu erhalten. Das gilt nicht nur für Deutschland, sondern für weltweit.

 

Auch die anderen vier der fünf größten Weltwirtschaftsnation neben Deutschland sind betroffen (USA / China / Japan / GB). Nicht alle gleich stark mit unterschiedlichen Voraussetzungen gerade bei Energie. Deren Preise sind ein großer Verarmer.

 

Die im Dunkelfeld von der AfD könnten daran gar nichts besser machen, nur würde alles noch schlimmer, und noch mehr ungerecht für die, die sowieso schon wenig haben. Deutschland war nicht gut auf so was vorbereitet, und bspw. viel schlechter als Japan, wo schon seit Fukushima 2011 Energieprobleme der ewige Problembär sind.

 

@20:09 Uhr von heribix

Wer an Wahlversprechen glaubt ist weltfremd und wird mitleidig belächelt.  Nicht die Armut zerstört die Demokratie sondern unsere Politiker.  

 

100% Zustimmung vor allem zum letzten Satz.

Blöde Frage, wie kommen denn diese so Gescholtenen zu ihren Ämtern ? Durch Zauberhand ?

 

@20:27 Uhr von Tada

"Wer wenig am Wohlstand einer Gesellschaft teilhaben kann, neigt eher dazu das System als ganzes in Frage zu stellen."

...

 

Das ist doch nicht verkehrt, ein System in Frage zu stellen.

Für Alternativen gilt das ebenso. Man will ja nicht Schnupfen gegen Cholera austauschen.

 

Kritische Betrachtung ist immer nötig. Das gehört zu normalen Kontrolle der Regierung in einer Demokratie dazu.

Das eine oder andere kann immer verbessert oder angepasst werden.

Gewiss. Beim Thema Armut passiert da aber viel zu wenig. Und das Thema ist weiß Gott nicht neu. Nun kommt noch das Flüchtlingsproblem hinzu. Die Leiterin einer Tafel beklagte sich neulich, dass Flüchtlinge teilweise selbst von Behörden zur Tafel geschickt würden - als sei es nun auch Aufgabe der Ehrenamtlichen, sich um die Versorgung der Flüchtlinge zu kümmern.

Sicher würden die gerne allen helfen, aber wie soll das gehen, wenn es immer weniger Spenden gibt?

 

 

@19:47 Uhr von Werner40

Das durchschnittliche Nettoeinkommen pro Haushalt betrug 2018 rund 3700 Euro pro Monat und lediglich 18% haben weniger als 60% davon. Das ist doch ein gutes Ergebnis.

die Art und Weise wie sie hier argumentieren lässt mich annehmen, das man es mit einem Pensionierten Beamten zu tuen hat.

anders ist ihr nach meiner Meinung äußerst blumiges Bild von D kaum zu erklären. 
 

lassen sie uns bitte wissen, ob sie so ein Beamter sind….

damit wir ihre Statements besser einordnen können.

@20:25 Uhr von Biocreature

Bislang konnte ich meine Mutter immer fragen,
wenn ich für dringende Sachen Geld brauchte,

um mir z.B. bei meinen monatl. Ausgaben für dringend benötigte Medikamente, etwas bei zu steuern.

Wenn Sie in irgendeiner Weise Unterstützung erhalten, ALG I oder II oder Sozialgeld, sind Sie Krankenversichert. Wenn Sie an einer chronischen Krankheit leiden,müssen Sie max. 1% Ihres Einkommens zuzahlen. Ist diese Summe erreicht, brauchen Sie garnichts mehr zuzahlen. Entweder stimmt Ihre Darstellung nicht, oder man hat Sie nicht informiert. Im Zweifel, Ihre KK anrufen !

 
 

 

Wachstums- und Wohlstandszyklen

Jahrzehntelang ging es den deutschen Leuten gut. Wir haben genossen, gelebt und mussten uns wenig Sorgen machen. Einige haben sich mehr gemacht, weil Krisen in der Welt und vor der Haustür nicht ignoriert wurden. Andere haben sich in ihrer Wohlstandblase eingerichtet und die Mentalität des Alles-Ist-Machbar und alles Kann- Man-Haben wie einen Maßanzug getragen. Dass aber Bodenhaftung und Lebenssinn auch in Zyklen verlaufen können, zeigen uns nun Engpässe und Einschnitte, die niemand vermutet hat oder überhaupt auf dem Radar hatte. Und wenn man demokratische Grundsätze nur an den Maßstäben von Luxus und Wohlstand anknüpft. Die dann wertvoll und genehm sind, wenn es auskömmlich gut in Schlaraffia geht. Dann haben diese Leute wenig begriffen. Unser Gesellschaftssystem und Wohlfahrtsstaat sind zwei Säulen, die fix und stabil sind. Aber die Rahmenbedingungen und Komponenten haben sich verändert. Krieg, Krisen lassen die Blase durchsichtig werden. Das zu meistern, ist unser Anliegen Zukunft.

@19:53 Uhr von ein Lebowski

Wenn man sich so die Sendungen Maischberger, Will, Lanz ansieht, kann man sich nicht vorstellen, wie oft dort gesagt wurde, wie reich Deutschland sei, das wird so eingetrichtert, entweder die kennen die Realität nicht oder das ist Propaganda.

Die Inflation treibt es auf die Spitze, aber der Kern war auch vorher da.

Deutschland ist Reich nicht die große masse der Arbeitnehmer und Rentner.

Bei solchen Disskusionen habe ich immer den eindruck das jeder der mehr als H4 durch persönliche leistung bekommt oder erreicht als Reich gilt.

@20:42 Uhr von Zufriedener Optimist

Das durchschnittliche Nettoeinkommen pro Haushalt betrug 2018 rund 3700 Euro pro Monat und lediglich 18% haben weniger als 60% davon. Das ist doch ein gutes Ergebnis.

Das sind immerhin +- 14 Mio Menschen, aber alles halb sowild, solange es mir nur gut geht. Ich kann in meiner Nachbarschaft hautnah beobachten wie das aussieht wenn das Geld hinten und vorne nicht reicht. Für ein Land das so reich ist wie Deutschland und weltweit den Nothelfer spielt ist jeder Arme im eigenen Land eine Schande. Nicht falsch verstehen ich bin immer dafür anderen zu helfen aber an erster Stelle sollte die eigene Bevölkerung stehen.

Ist für Sie nicht jeder Mensch gleich? Und sorry, kennen Sie Armut in anderen Ländern?

Sorry, aber welches Problem in Deutschland wollen Sie mit derart unpassenden Vergleichen lösen? Geht es den Obdachlosen bei uns noch nicht schlecht genug? Erzählen Sie denen auch, dass es in Sibirien viel kälter ist?

@21:15 Uhr von werner1955

Deutschland ist Reich nicht die große masse der Arbeitnehmer und Rentner.

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Versteh ich nicht, du wiedersprichst dir selbst.

 

@20:30 Uhr von Anna-Elisabeth

 

Für mich stellt sich eher die Frage, warum es in einem angeblich ach so reichen Land überhaupt Armut gibt.

 

Es gibt Armut in jedem Land. Auch in der Schweiz und in Norwegen mit dem beiden durchschnittlich höchsten Pro-Kopf-Einkommen der Welt. Unter den gegebenen Weltbedingungen 2022 wächst auch der Wohlstand der Einzel-Schweizer und Einzel--Norweger im unteren Drittel der Einkommensliga ganz sicher nicht.

 

Armut ist immer relative Armut, und in allen Ländern sind die besonders bedrohten Gruppen der Gesellschaft die gleichen. Ginge ich mit meinem richtig guten Deutschen Gehalt nach Norwegen, falle ich dort nicht der Armut in die Arme, aber ich schüttele mich wegen all dieser Norwegischen Preise mit Schütteltrauma.

 

Unter allen Industriestaaten der Welt ist das Einkommensgefälle mit Abstand am geringsten in Japan. Hat viele Gründe. Armut gibt es dort auch. Ich war überrascht, 1998 beim neugierigen Umhergeschleiche durch die Gassen von Tokyo auf den Straßen so viele «Bettler» zu sehen.

Mit 1000 Zeichen komme ich bei diesem Thema nicht aus

Eine Studie erkennt in wachsender Armut eine Gefahr für die Demokratie. Wäre eine Gesellschaft, in der alle über die gleichen materiellen Mittel verfügen, demokratischer? Gleiche finanzielle Mittel sind doch kein Charakteristikum, kein unabdingbares Kennzeichen von Demokratie!

Demokratie bedeutet Engagement, Beteiligung der BürgerInnen an Entscheidungsprozessen, freie Wahlen ... oder? Ich sehe eher eine Gefahr für unsere Demokratie darin, dass es immer mehr Interessenverbände gibt, die überhaupt nicht demokratisch legitimiert sind, die ihre Partikularinteressen mit Hilfe von "Staatsknete", Spendengeldern und EU-Mitteln durchsetzen.

Wer halbwegs fit im Einwerben von Geldern ist, gründet ein Institut, einen gemeinnützigen Verein oder eine gGmbH und verfolgt seine Ziele. Dabei wäre es Aufgabe des Staates und seiner Institutionen, im Bund, in den Kommunal- und Landesparlamenten gewonnene Einsichten umzusetzen. Dem kommt der Staat nicht mehr nach, statt dessen regieren der Nabu, die DUH ...

@21:09 Uhr von land_der_lemminge

Das durchschnittliche Nettoeinkommen pro Haushalt betrug 2018 rund 3700 Euro pro Monat und lediglich 18% haben weniger als 60% davon. Das ist doch ein gutes Ergebnis.

die Art und Weise wie sie hier argumentieren lässt mich annehmen, das man es mit einem Pensionierten Beamten zu tuen hat.

anders ist ihr nach meiner Meinung äußerst blumiges Bild von D kaum zu erklären. 
 

lassen sie uns bitte wissen, ob sie so ein Beamter sind….

damit wir ihre Statements besser einordnen können.

Und was sind Sie? 

@schabernack, 21:33

 

Armut ist immer relative Armut

 

Woran erinnert mich diese Aussage nur? Ah ja, richtig, an die Statements, denen ich immer entnehmen kann, dass die Armen immer noch relativ reich sind. Und sich mal nicht so anstellen sollen.

@21:00 Uhr von schabernack

 
...

Es ist nicht einfach bis schwierig oder unmöglich, in Zeiten wie 2022 / 2023 mit Nachwirkungen von Corona, aktuellem Krieg, hohen Energiepreisen und viel Inflation das vorhandene «Wohlstandsniveau» unverändert aufrecht zu erhalten. Das gilt nicht nur für Deutschland, sondern für weltweit.

Das ist schon richtig. Umso wichtiger ist aber eine halbwegs gerechte Verteilung der Hilfen. Der gute "frosthorn" hat hier ja neulich geschrieben um welchen Betrag pro Sekunde(!) das Vermögen der Superreichen steigt. Hier scheint die Politik eher machtlos oder ist es eher Hilflosigkeit? Es regiert tatsächlich das Geld. Bei uns und anderswo. Wo soll das hinführen? Ja, wir werden ärmer, aber wollen wir auch noch zulassen, dass die, die jetzt schon nicht mehr heizen können, sich auch keine Nahrung mehr leisten können oder obdachlos werden? 

Es geht hier ja um echte Armut und nicht um das allgemeine Wohlstandsniveau.

Ich...

befürchte das der Rückhalt der Demokratie schwindet. Die Schere zwischen reich und arm geht immer weiter auseinander. Die Volksvertreter im Deutschen Bundestag sind in ihrer Blase. Ich bergründe es so diese Menschen müssen immer mehr von Menschen geschützt werden. Ihr Handeln im Parlament sind für die Mehrheit der Menschen nicht mehr nachvollziehbar. Auch das Internet bietet für jeden Menschen eine eigene Blase ein Austausch außerhalb der Blase findet nicht mehr statt. Auch das Ausfranzen der linken und rechten Seite im Parlament ist eine große Gefahr für die parlamentarischen Demokratie. Das Regieren wird immer schwieriger.  In den Zeiten wo der Deutsche Bundestag noch im Bundeshaus in Bonn getagt hat gab es ein intaktes Lager CDU/CSU und FDP und SPD und die Grünen auf der anderen Seite. Es hat gereicht das zwei Parteien im eigenen Lager die Regierung gestellt haben. Heute geht es sehr schwierig eine zweier Koalition lagerintern zu bilden. 

@21:21 Uhr von Anna-Elisabeth

Das durchschnittliche Nettoeinkommen pro Haushalt betrug 2018 rund 3700 Euro pro Monat und lediglich 18% haben weniger als 60% davon. Das ist doch ein gutes Ergebnis.

Das sind immerhin +- 14 Mio Menschen, aber alles halb sowild, solange es mir nur gut geht. Ich kann in meiner Nachbarschaft hautnah beobachten wie das 

Sorry, aber welches Problem in Deutschland wollen Sie mit derart unpassenden Vergleichen lösen? Geht es den Obdachlosen bei uns noch nicht schlecht genug? Erzählen Sie denen auch, dass es in Sibirien viel kälter ist?

Mich wundert nur der Egoismus so lange wir auf Kosten anderer leben. Zudem fehlen konstruktive Vorschläge.

Z.B. Erlöse aus Vermögen genauso besteuern wie Erwerbsarbeit u.v.m. 

@Anna-Elisabeth - Ohne Armut auch kein Reichtum

@20:30 Uhr von Anna-Elisabeth:

"Für mich stellt sich eher die Frage, warum es in einem angeblich ach so reichen Land überhaupt Armut gibt."

Weil sich Reichtum dadurch definiert, mehr zu haben als andere. Das lässt sich nur mittels einer Umverteilung von unten nach oben bewerkstelligen, die wiederum mit einer Spaltung der Gesellschaft einhergeht.

Das Ganze ist keine zufällige Entwicklung, sondern Teil des Systems.

@21:09 Uhr von land_der_lemminge

Das durchschnittliche Nettoeinkommen pro Haushalt betrug 2018 rund 3700 Euro pro Monat und lediglich 18% haben weniger als 60% davon. Das ist doch ein gutes Ergebnis.

die Art und Weise wie sie hier argumentieren lässt mich annehmen, das man es mit einem Pensionierten Beamten zu tuen hat.

anders ist ihr nach meiner Meinung äußerst blumiges Bild von D kaum zu erklären. 
 

lassen sie uns bitte wissen, ob sie so ein Beamter sind….

damit wir ihre Statements besser einordnen können.

Reden Sie bitte nicht von "wir", wenn Sie von sich selbst reden. Mich interessiert es nicht, ob jemand hier Beamter, oder der Räuber Hotzenplotz ist. Fast alle diesbezügl. Infos kann jeder im Netz recherchieren, auch ohne Beamter zu sein, aber selbst wenn spielt das keine Rolle. Um ein statement einordnen zu können, wenn ich das möchte, ist keine Berufsangabe nötig. Das statement teile ich, oder auch nicht. Ihres teile ich jedenfalls nicht !

 

@21:21 Uhr von Anna-Elisabeth

 

Das sind immerhin . Nicht falsch verstehen ich bin immer dafür anderen zu helfen aber an erster Stelle sollte die eigene Bevölkerung stehen.

Ist für Sie nicht jeder Mensch gleich? Und sorry, kennen Sie Armut in anderen Ländern?

Sorry, aber welches Problem in Deutschland wollen Sie mit derart unpassenden Vergleichen lösen? Geht es den Obdachlosen bei uns noch nicht schlecht genug? Erzählen Sie denen auch, dass es in Sibirien viel kälter ist?

Das ging mir auch durch den Kopf. Wobei ich schon der Meinung bin, dass man bei aller Hilfe, die andernorts geleistet wird und zum grossen Teil auch geleistet werden soll, die eigenen Bürger nicht aus den Augen verlieren darf, sonst macht sich in der Tat Unmut breit.

 

@21:39 Uhr von MSCHM1972

befürchte das der Rückhalt der Demokratie schwindet. Die Schere zwischen reich und arm geht immer weiter auseinander. Die Volksvertreter im Deutschen Bundestag sind in ihrer Blase. Ich bergründe es so diese Menschen müssen immer mehr von Menschen geschützt werden. Ihr Handeln im Parlament sind für die Mehrheit der Menschen nicht mehr nachvollziehbar. Auch das Internet bietet für jeden Menschen eine eigene Blase ein Austausch außerhalb der Blase findet nicht mehr statt. Auch das Ausfranzen der linken und rechten Seite im Parlament ist eine große Gefahr für die parlamentarischen Demokratie. Das Regieren wird immer schwieriger.  In den Zeiten wo der Deutsche Bundestag noch im Bundeshaus in Bonn getagt hat gab es ein intaktes Lager CDU/CSU und FDP und SPD und die Grünen auf der anderen Seite. …

Das es ohne Demokratie besser wäre ist eine gefährliche Illusion die Anhänger von Diktatoren gerne streuen - es wird nur für alle schlechter!

@21:39 Uhr von frosthorn / @schabernack

 

Armut ist immer relative Armut

 

Woran erinnert mich diese Aussage nur? Ah ja, richtig, an die Statements, denen ich immer entnehmen kann, dass die Armen immer noch relativ reich sind. Und sich mal nicht so anstellen sollen.

 

So Sie das als Zitat-Quintessenz meines etwas mehr als dieser eine Satz ansehen, habe ich gar keine Ahnung, was Sie mir sagen wollen.

 

Niemand wird reicher, weil es welche gibt,

die noch ärmer sind als er oder sie selbst.

Und zu 100% zutreffend ist der Satz von ganz oben sowieso.

 

Es gibt keinen Maßstab für Armut,

der Armut am Nirvana misst.

@21:44 Uhr von Nachfragerin

@20:30 Uhr von Anna-Elisabeth:

"Für mich stellt sich eher die Frage, warum es in einem angeblich ach so reichen Land überhaupt Armut gibt."

Weil sich Reichtum dadurch definiert, mehr zu haben als andere. Das lässt sich nur mittels einer Umverteilung von unten nach oben bewerkstelligen, die wiederum mit einer Spaltung der Gesellschaft einhergeht.

Das Ganze ist keine zufällige Entwicklung, sondern Teil des Systems.

Keine Widerrede.

@19:47 Uhr von Werner40

Das durchschnittliche Nettoeinkommen pro Haushalt betrug 2018 rund 3700 Euro pro Monat und lediglich 18% haben weniger als 60% davon. Das ist doch ein gutes Ergebnis.

Durchschnitt und Median. Zwei verschiedene Kenngrößen. Vom Gini- Koeffizienten ganz zu schweigen. Alles Begriffe über die man sich im Internet informieren kann anstelle von Zahlenkraxeleien.

@weingasi1 - Welche Partei steht für echte Sozialpolitik?

@21:04 Uhr von weingasi1:

"Blöde Frage, wie kommen denn diese so Gescholtenen zu ihren Ämtern ? Durch Zauberhand ?"

Durch Linientreue.

Wer mit echten sozialen Ideen in die Politik geht, der würde vielleicht noch ein Bundestagsmandat gewinnen, um dort parteilos oder als Anhängsel der Linken in der politischen Bedeutungslosigkeit verschwinden.

Armutsdefinition

Die Definition als XY Prozentsatz Nettoeinkommen pro Haushalt von irgend einem Durchschnittswert ist ein denkbar ungünstiger Ansatz.

Wenn ich im Artikel lese, dass 50% der "Armutsgefährdeten" über Urlaub nachdenken, darf man schon ein Fragezeichen unter diese Diskussion hier stellen - oder? Wer heute am Essen spart um einen Urlaub zu finanzieren ist für meine Begriffe ziemlich weit von den Begriffen "Bettler" oder "Obdachloser", aber auch vom "Flaschensammler" entfernt.

Keine Frage, wer heute in NOT ist, dem muss geholfen werden.

Meine Mutter bekommt 1500 Euro Rente (selbst nicht viel aber zusätzlich von meinem verstorbenen Vater). Das ist ein Haushalt. ... Arm? Meine Mutter besitzt ein mittleres 6-stelliges Vermögen (das sie NIE auch nur antastet, weil ihr die Rente reicht) und ein (kleines) Haus. Die würde jemandem, der sie "Armutsgefährdet" nennt, den Putzlappen um die Ohren hauen. Und das mit 85 Jahren ...

Demokratie heißt für mich: Starker Staat

Demokratie bedeutet für mich freie Wahlen, BürgerInnenbeteiligung ... und auch, dass der Staat und seine Parlamente die Wünsche der BürgerInnen, die bei freien Wahlen zum Ausdruck kommen, umsetzt.

Das ist leider immer weniger der Fall. Angefangen bei den kommunalen Behörden bis zu so wichtigen Gremien wie Weltklimakonferenz scheinen wir immer mehr von selbsternannten Heilsbringern vertreten zu werden. Ich sehe nicht ein, weshalb in meinem unmittelbaren Lebensbereich staatliche Aufgaben wie z.B. der Umweltschutz an NGOs wie den NaBu oder den BUND übertragen werden, die dann selbstherrlich Betretungsverbote und Nutzungsvorschriften erlassen.

Das gilt für fast alle Bereiche: Landwirtschaft/Lebensmittelrecht/Ernährung, Raumplanung/Städtebau, Gesundheit, Energiegewinnung, Luftreinhaltung, Klimaschutz ... in vielen Beeichen nimmt der Staat seine Richtlinien- und Entscheidungskompetenzen nicht mehr wahr, sondern überträgt sie an Verbände, die ihre eigenen Ziel, auch finanzielle, verfolgen.

@21:39 Uhr von frosthorn

 

Armut ist immer relative Armut

 

Woran erinnert mich diese Aussage nur? Ah ja, richtig, an die Statements, denen ich immer entnehmen kann, dass die Armen immer noch relativ reich sind. Und sich mal nicht so anstellen sollen.

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Naja, - wenn der Begriff Armaut als Prozentsatz von irgend einem Durchschnittswert definiert ist, dann IST Armut relativ. Sind wir uns soweit einig?

 

@Zufriedener Optimist, 21:54

 

Das es ohne Demokratie besser wäre ist eine gefährliche Illusion die Anhänger von Diktatoren gerne streuen - es wird nur für alle schlechter!

 

Da stimme ich Ihnen doch mal zu 100% zu. Und gehe auch d'accord, dass die Demokratie deshalb jeder Diktatur vorzuziehen ist.

Trotzdem konnte mir noch niemand erklären, warum soziale Ungerechtigkeit ein so fundamentaler und unverzichtbarer Bestandteil der Demokratie sein muss.

@21:54 Uhr von Zufriedener Optimist

 

Das es ohne Demokratie besser wäre ist eine gefährliche Illusion die Anhänger von Diktatoren gerne streuen - es wird nur für alle schlechter!

Für die allermeisten wird es schlechter, aber nicht für alle. Einige wenige profitieren schon.

Diktatur ist die schlechtere Staatsform, da haben Sie recht.

 

@Zufriedener Optimist - Demokratie

21:54 Uhr von Zufriedener Optimist:

"Das es ohne Demokratie besser wäre ist eine gefährliche Illusion die Anhänger von Diktatoren gerne streuen - es wird nur für alle schlechter!"

Da haben Sie den Foristen aber gründlich falsch verstanden, um ihn in die Nähe von Diktatoren rücken zu können. Er wünscht sich die Zeit zurück, als der Bundestag noch in Bonn war.

Das Beste wäre zweifellos eine funktionierende Demokratie. Bei den zahlreichen Affären und lobbygesteuerten Entscheidungen frage ich mich aber schon, ob in unserem Land wirklich das Volk regiert oder dieses nur noch alle paar Jahre zur Legitimierung des bestehenden Systems benötigt wird.

@21:39 Uhr von Anna-Elisabeth / @schabernack

 

Das ist schon richtig.

 

Umso wichtiger ist aber eine halbwegs gerechte Verteilung der Hilfen […] Es geht hier ja um echte Armut und nicht um das allgemeine Wohlstandsniveau.

 

Das ist nicht voneinander zu trennen. Sinkt das «Wohlstandsniveau», sind plötzlich Menschen existentiell finanziell arm, die einst nicht mal in der Nähe davon waren.

frenetischer Beifall

Die Armut in Deutschland ist eine Schande! In einem Land in dem die Politik ohne mit der Wimper zu zucken am laufenden Band für Milliarden Euro Waffen in ein Kriegsgebiet liefert und für die Bundeswehr 100 Milliarden aus dem Ärmel schüttelt - unter dem frenetischen Beifall der Abgeordneten.

@schabarnack, 21:56 re @frosthorn

 

So Sie das als Zitat-Quintessenz meines etwas mehr als dieser eine Satz ansehen, habe ich gar keine Ahnung, was Sie mir sagen wollen.

 

Etwas anderes habe ich auch nicht erwartet. Wenn der Himmel für mich rot ist, lässt mich jede Behauptung eines anderen, er habe eine andere Farbe, einfach nur ratlos zurück. Was, um Himmels Willen was will er mir damit sagen?

@21:43 Uhr von Zufriedener Optimist

 

Sorry, aber welches Problem in Deutschland wollen Sie mit derart unpassenden Vergleichen lösen? Geht es den Obdachlosen bei uns noch nicht schlecht genug? Erzählen Sie denen auch, dass es in Sibirien viel kälter ist?

Mich wundert nur der Egoismus so lange wir auf Kosten anderer leben. Zudem fehlen konstruktive Vorschläge.

Z.B. Erlöse aus Vermögen genauso besteuern wie Erwerbsarbeit u.v.m. 

Vorschläge dazu gibt es doch reichlich. Die werden leider von jenen ignoriert, die sie umsetzen könnten - den Politikern.

Die zunehmende Ungleichheit im Land macht mir sorgen. 

Ja, viele jammern auf hohem Niveau. Die wirklich Armen hört man nicht. Man könnte sie sehen, will man aber nicht.

Und ja, Armut ist relativ. Im Wartezimmer eines Arztes saß mal eine ältere Frau neben mir: in dicken Socken und Sandalen - bei Minusgraden. Dement war die nicht (hat sich mit mir unterhalten), die war einfach arm.

@21:39 Uhr von frosthorn

Wären Sie eigentlich für ein einheitliches Einkommen für alle Bürger:innen?

@21:58 Uhr von Nachfragerin

@21:04 Uhr von weingasi1:

"Blöde Frage, wie kommen denn diese so Gescholtenen zu ihren Ämtern ? Durch Zauberhand ?"

Durch Linientreue.

Wer mit echten sozialen Ideen in die Politik geht, der würde vielleicht noch ein Bundestagsmandat gewinnen, um dort parteilos oder als Anhängsel der Linken in der politischen Bedeutungslosigkeit verschwinden.

 

Defaitismus. In Reinform. Hätte ich nicht von Ihnen erwartet. Soziales Engagement am besten unter "vertane Zeit" subsumieren?

 

Teil zwei

Wir müssen dringend im Gespräch bleiben der Manager eine großen Firma mit dem Arbeiter der in seiner Firma arbeitet. Der Mensch der eher links der Mitte wählt mit einem Mensch der rechts der Mitte wählt. Auch das Wohnen in reichen und armen Wohngebieten muss durchbrochen werden. Ein starker Mensch kan schwache Menschen mitziehen. Die Menschen müssen auch andere Menschen mit einer anderen Meinung zuhören können und es auch zulassen. Auch die vierte Gewalt die Medien müssen den Menschen zuhören und auch die Meinung des andersdenkenden Menschen veröffentlichen. Zuhören ist heute so viel wert. Vielleicht können wir so die Demokratie retten. 

@21:54 Uhr von Zufriedener Optimist

...

Das es ohne Demokratie besser wäre ist eine gefährliche Illusion die Anhänger von Diktatoren gerne streuen - es wird nur für alle schlechter!

Gerade weil es ohne Demokratie nicht besser wäre, sollten wir unsere, bzw. das, was davon noch vorhanden ist, besser pflegen. Damit meine ich auch, wachsamer zu sein bei Korruption, Lobbyismus, Steuerhinterziehungen usw..

 

mittleres Haushaltseinkommen 2020: 2957 Euro

"Das durchschnittliche Nettoeinkommen pro Haushalt betrug 2018 rund 3700 Euro pro Monat."

Der als statistisches Maß tauglichere Median liegt 650 Euro darunter, weil die extrem hohen Einkommen weniger ins Gewicht fallen.

Durchschnitt = Gesamtsumme geteilt durch die Gesamtanzahl
Median = die Mitte aller nach Größe sortierten Werte

Die relative Armuts- bzw…

Die relative Armuts- bzw. Reichtumsgrenze, die immer wieder genannt wird, halte ich für überhaupt nicht aussagefähig. So macht eine deutschlandweite Betrachtung eigentlich keinen Sinn. Die Lebensverhältnisse und Kosten sind regional viel zu unterschiedlich. Auch wird häufig nur das Einkommen betrachtet, das Vermögen dabei aber völlig ausgeblendet. Unklar ist häufig auch, was unter Einkommen zu verstehen ist: Haushaltseinkommen oder pro Person ? Netto oder Brutto ? Nur Arbeitseinkommen oder auch Kapitaleinkünfte oder Tranfereinkommen (z.B. vom Staat bezahlte Wohnung ) ? Usw.

Armut und weniger Demokrtie

Zwei Probleme die immer wichtiger werden.

Leider glaube ich nicht das eine Regierung wei die Ampel diese von Ihr mitverursachten großen Probleme lösen wird.

@22:06 Uhr von schabernack

 

Das ist schon richtig.

 

Umso wichtiger ist aber eine halbwegs gerechte Verteilung der Hilfen […] Es geht hier ja um echte Armut und nicht um das allgemeine Wohlstandsniveau.

 

Das ist nicht voneinander zu trennen. Sinkt das «Wohlstandsniveau», sind plötzlich Menschen existentiell finanziell arm, die einst nicht mal in der Nähe davon waren.

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Eben nicht. Bitte vergleichen Sie meinen Beitrag von 21:59.

Ich nehme mal ein beispiel, dass ihnen bekannt sein sollte...

Wenn alle sagen, dass 18 Grad vertretbar sind und man nicht friert, dann gibt es Menschen (meine Nichten aus Irland), die im T-Shirt und Shorts rausgehen (das ist genau so vor zwei Wochen hier passiert!) und glücklich sind, dass es bei uns mal nicht sehr warm oder sehr kalt ist.

Es gibt aber auch Menschen, die bei 21 Grad frieren - oder?

 

@22:09 Uhr von Kaneel

Wären Sie eigentlich für ein einheitliches Einkommen für alle Bürger:innen?

 

Nein. Ich wäre für ein gerechtes Einkommen aller Bürger:innen.

Sie wissen, ich war ein Leben lang Besserverdiener, ich habe das hier schon oft geschrieben. Mir ging und geht es gut. Aber ich war auch immer einer von den Privilegierten. Ich habe zum Beispiel - wegen der Beitragsbemessungsgrenzen - immer prozentual weniger in die Sozialversicherungen einbezahlt als jeder Geringverdiener. Und finde das beschämend.

Ich habe meine Steuern und  meine Beiträge für die Solidargemeinschaft immer nicht nur ohne Klagen, sondern wirklich GERNE bezahlt. Das Gejammere anderer Privilegierter, sie würden von den Benachteilgten ausgebeutet, war und ist mir immer noch zuwider. Leider beherrschen genau die dieses Forum.

@21:27 Uhr von ein Lebowski

Deutschland ist Reich nicht die große masse der Arbeitnehmer und Rentner.

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Versteh ich nicht, du wiedersprichst dir selbst.

Was ist daran nicht zu versten? Etwas 10% besitzen 90% des Vermögens in unserem Land. Ist es jetzt klar?

 

Durchschnitt oder Median??

Hier geht Einiges durcheinander: Während die Quelle bei der BPD wohl tatsächlich einen Durchschnitt errechnet - Durchschnitte sind durch sehr hohe Einkommen stark nach oben verzerrt, die Stichprobe kappt sie bei 18.000 Euro monatlich - berechnet sich die Armutsquote grundsätzlich nach dem Median. Der Median ist das Einkommen der Person oder des Haushalts, der genau in der Mitte einer Probe liegt, also z.B. aus 99 Teilnehmern der 50ste. Die Ergebnisse sind nicht zu vermischen und auch nicht zu vergleichen.
Als Beispiel: Ein Durchschnitt aus 98 Leuten, die 2000 Euro im Monat verdienen, und einem Spitzenverdiener mit 100.000 Euro monatlich beträgt rund 2990€. Der Median hingegen genau 2000€, denn derjenige in der Mitte der Probe verdient ja ebenfalls diese Summe.

Ich würde wirklich gerne mal einen einzigen Artikel oder Beitrag bei der TS finden, in dem der Autor das begriffen hat.

Armut vergleichen?@21:39 Uhr von frosthorn

 

Armut ist immer relative Armut

 

Woran erinnert mich diese Aussage nur? Ah ja, richtig, an die Statements, denen ich immer entnehmen kann, dass die Armen immer noch relativ reich sind. Und sich mal nicht so anstellen sollen.

Wenn der Vergleich mit "internationaler Armut", Slums, Hunger, an Hunger versterben ect gezogen wird ja.

Aber dann ist auch die Gesamtdiskussion obsolet.

Darstellung: