Kommentare - Iraner feiern WM-Niederlage: Eine Pleite lässt die Straße jubeln

22. November 2022 - 12:06 Uhr

Auf das Schweigen bei der Hymne folgt der Lärm: Im Iran hat die WM-Niederlage der Nationalelf für großen Jubel gesorgt. Sympathien der Demonstranten gewinnt die Auswahl aber nicht - viele Iraner sind wütend auf das Team. Von Karin Senz.

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Kommentare

Mich beunruhigt die wahrscheinliche Bewaffnung von Demonstrante

vor allem im von Kurden bewohnten Gebiet. Tote Polizisten gibt es nicht auf normalen Demonstrationen.

Möglicherweise wird - wieder einmal? - der äußerst berechtigte Protest von anderen Kräften ausgenützt.

Eine Iranerin berichtete immerhin auch ausführlich, dass ein Großteil der Proteste im Iran längst zurückgegangen sei. Nachprüfen lässt sich das von außen wo wenig wie viele andere Meldungen.

Respekt

Die iranische Mannschaft hat alles gesetzt. Ihr droht Ungnade des Regimes (Gefängniss, Reprässalien), Ungnade bei den Menschen wie man liest (der Druck ist auch nicht zu unterschätzen). Und trotzdem haben sie ein politisches Zeichen gesetzt.

Der deutschen Mannschaft drohte eine gelbe Karte, Punktabzug. Und schon bleibt die Binde in der Tasche.

Ein zarter Hinweis darauf, wer wieviel Not verspürt.

Ich kenne schon jetzt meinen persönlichen "Weltmeister der Herzen".

Normalität

Zitat von krittkritt (12:19 Uhr) : "Tote Polizisten gibt es nicht auf normalen Demonstrationen"

Im Zusammenhang von hunderten durch iranische Repressionskräfte ermordeten Demonstranten und tausenden, die von den Handlangern der Klerikalfaschisten verhaftet und mißhandelt werden, noch von Normalität zu schwallern, entlarvt Sie als Verbreiter von Desinformation.

Es ist keine Normalität, die Menschenrechte der eigenen Bevölkerung massenhaft mit Füßen zu treten.

Klage

Das ist schon eine kuriose Welt: während in einem autoritären Emirat mit strengen religiösen Vorschriften und offensichtlicher Unterdrückung eine internationale Fußballweltmeisterschaft gefeiert wird, steht ein anderer, ganz ähnlicher Staat in vollständiger Isolierung und Kritik. Nicht, dass wir uns missverstehen: die Herrscher des Iran gehören auf die Anklagebank - die Emire der ganzen Region aber auch. Da vermisse ich wieder einmal gleiches Recht und Denken.

@12:19 Uhr von krittkritt

vor allem im von Kurden bewohnten Gebiet. Tote Polizisten gibt es nicht auf normalen Demonstrationen.

Möglicherweise wird - wieder einmal? - der äußerst berechtigte Protest von anderen Kräften ausgenützt.

 

Was auch sonst, das ist ja längst ein Kräftemessen mit dem Regime bzw. eine Revolte. Ist nur die Frage ob die Kräfte, die das Regime stürzen wollen zahlreich und stark genug sind sowie gewillt die Repressalien in Kauf zu nehmen.

Wenn´s nach uns geht gibt´s natürlich mal wieder nur eine Antwort: Freiheit ist jedes Opfer wert.

Solidarität mit der Demokratiebewegung im Iran

Die demonstrierenden Menschen im Iran haben mehr Solidarität verdient. Angesichts von Mord und Folter die im Iran denen droht, die sich gegen die Unterdrückung von Frauen, Homosexuellen, und allen die demokratische Mitbestimmung wollen, richten, gehen diese Menschen mutig auf die Straße und riskieren dabei alles.

Damit ihr Protest nicht wieder abgewürgt und kaputtgeschlagen wird brauchen sie internationale Unterstützung. Auch von der Bundesregierung. Und mehr als bisher.

 

 

Sport als Bühne für politische Kritik

Die iranischen Fußballer haben ein großes Risiko gewagt, die Hymne lang zu schweigen. Und sie werden sich wohl auf Eniges gefasst machen müssen nach der Rückkehr. Sport sollte als unpolitische und neutrale Wettkampfbühne verstanden werden, wenn man nicht alle internationalen Kontakte und Gemeinsamkeiten sprengen will. Ob die grauenhaften Vorgänge im Iran in der WM Widerhall finden, muss jede Mannschaft für sich beantworten. Die FIFA ist nicht mein Ding. Ihr Wille nach Neutralität und Einhaltung von unparteiischen Standards aber nachvollziehbar. Wie viele Länder sind noch darunter, bei denen es harsche Kritik und Menschenrechtsverletzungen gibt, die man anprangern könnte. Doch muss man auch sehen, dass gerade in Momenten internationalen Spielbetriebs eben auch solche Themen auf den Tisch oder Radar kommen. Nicht direkt auf dem Spielfeld, aber in den Kreisen und Bühnen drumherum. Und das ist auch viel wert und ein Anfang, solche Missstände in der Weltöffentlichkeit aufzugreifen.

@12:19 Uhr von krittkritt - Nachprüfen lässt sich da wenig

vor allem im von Kurden bewohnten Gebiet. Tote Polizisten gibt es nicht auf normalen Demonstrationen.

Möglicherweise wird - wieder einmal? - der äußerst berechtigte Protest von anderen Kräften ausgenützt.

Eine Iranerin berichtete immerhin auch ausführlich, dass ein Großteil der Proteste im Iran längst zurückgegangen sei. Nachprüfen lässt sich das von außen wo wenig wie viele andere Meldungen.

 

Weltoffene Menschen welche nicht in diversen re populistischen Fake Filterblasen leben

bekommen genügend Meldungen , ebenso Iranische Familien welche schon im Exil leben

Artikel irritiert

Der Trainer des beliebten Teheraner Fußballvereins Persepolis, Jahja Golmohammadi, schreibt im Netz über die iranische Nationalmannschaft: "Wir wollen alle, dass sie zehn Tore kassieren."

+

Ein irritierender Artikel von Frau Senz aus Istanbul. Ich habe meine Zweifel, ob das von ihr geschilderte Bild der Ablehnung des eigenen Teams so flächendeckend wie der Artikel den Eindruck vermittelt, zutrifft.

 

Sicherlich hat sich das Team nicht jederzeit komplett und eindeutig vom Regime distanziert. Wie sollte das auch gehen ohne sofortige Sanktionen befürchten zu müssen. Aber nicht nur der Mannschaftskapitän Ehsan Hajisafi hat sich eindeutig und unmissverständlich mit dem Widerstand solidarisiert und das Team hat als Mannschaft Flagge gezeigt und gefährdet neben sich selber damit auch die Angehörigen zu Hause.

 

Vereinzelt - evtl. auch aus persönlichen Gründen - mag es Ablehnung geben, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die gezeigte Haltung im Rahmen der Möglichkeiten, nicht gewürdigt wird.

 

@12:19 Uhr von krittkritt

vor allem im von Kurden bewohnten Gebiet. Tote Polizisten gibt es nicht auf normalen Demonstrationen.

Möglicherweise wird - wieder einmal? - der äußerst berechtigte Protest von anderen Kräften ausgenützt.

Eine Iranerin berichtete immerhin auch ausführlich, dass ein Großteil der Proteste im Iran längst zurückgegangen sei. Nachprüfen lässt sich das von außen wo wenig wie viele andere Meldungen.

Auf einer "normalen" Demo gibt es auch keine tote Demonstranten, gar Kinder. Nicht mit bekommen? Genau wie hier die Putinanhänger, auch alles andere Kräfte. Sie sollten sich mal mit IranerInnen unterhalten und beschäftigen.

@12:19 Uhr von krittkritt

vor allem im von Kurden bewohnten Gebiet. Tote Polizisten gibt es nicht auf normalen Demonstrationen.

Möglicherweise wird - wieder einmal? - der äußerst berechtigte Protest von anderen Kräften ausgenützt.

Eine Iranerin berichtete immerhin auch ausführlich, dass ein Großteil der Proteste im Iran längst zurückgegangen sei. Nachprüfen lässt sich das von außen wo wenig wie viele andere Meldungen.

Haben sie diese Informationen direkt von der iranischen Propaganda bekommen?

Es sind also nur noch gewaltbereite Kurden unterwegs und ansonsten kaum noch Demonstranten?

Mit dieser Meinung und Aussage (das Wort Lüge möchte ich nicht benutzen) stehen Sie aber sehr alleine.

Alle Nachrichten zeigen etwas anderes.

@12:19 Uhr von krittkritt

vor allem im von Kurden bewohnten Gebiet. Tote Polizisten gibt es nicht auf normalen Demonstrationen.

Möglicherweise wird - wieder einmal? - der äußerst berechtigte Protest von anderen Kräften ausgenützt.

 

#

Leider wird Gewalt auch hier ein unumgängliches Mittel werden. Allerdings haben die verantwortlichen Staatsstellen die Gewalt gegen zunächst friedliche Demonstranten initiiert. Und ... ich denke nicht, dass die Mullahs und Revolutionsgarden den Weg freiwillig für echte Reformen freimachen ... da hängen nämlich ihre persönlichen Privilegien dran, ebenso wie eine mögliche Strafverfolgung zzt. Verantwortlicher.

Es wird wohl in einem gewaltsamen Shut Down enden ... so, oder eben  so.

Wir sollten uns bemühen, da nicht zwischen die Fronten zu geraten, dass ist Sache der 'eh schon sanktionierten Iraner.

@12:19 Uhr von krittkritt

vor allem im von Kurden bewohnten Gebiet. Tote Polizisten gibt es nicht auf normalen Demonstrationen.

Möglicherweise wird - wieder einmal? - der äußerst berechtigte Protest von anderen Kräften ausgenützt.

Eine Iranerin berichtete immerhin auch ausführlich, dass ein Großteil der Proteste im Iran längst zurückgegangen sei. Nachprüfen lässt sich das von außen wo wenig wie viele andere Meldungen.

Sie stellen sich immer auf die Seite der brutalsten Regime. WARUM?

Die Männer der iranischen…

Die Männer der iranischen Mannschaft haben meinen vollen Respekt. Sie riskieren ganz anderes als eine billige gelbe Karte in einem Fußballspiel, die viele jetzt einknicken lässt. Wie jämmerlich ist das Kuschen der europäischen Mannschaften, die sich offensichtlich nicht trauen, die abgespeckte "1-Love"-Kapitänsbinde zu tragen, geschweige denn die Regenbogenbinde.

Noch hoffe ich auf den Charakter einzelner Kapitäne, auch Manuel Neuer, nun erst recht mit der Regenbogen-Kapitänsbinde aufzulaufen.

REWE hat dem DFB heute den Laufpass gegeben und steigt als Werbeparnter aus. Auch da kommt hoffentlich noch mehr ins Rollen.

Meiner Einschätzung nach sind die Proteste gegen die iranische Mannschaft nicht ein Protest gegen ihr Schweigen bei der Nationalhymne sondern ein Protest gegen die lässigen Fotos mit Präsident Raisi.

 

@12:19 Uhr von krittkritt

Mich beunruhigt die wahrscheinliche Bewaffnung von Demonstrante

> Sie haben dafür sicher eine Quelle

vor allem im von Kurden bewohnten Gebiet. Tote Polizisten gibt es nicht auf normalen Demonstrationen.

> Sie meinen, es gäbe normale Demonstrationen im Iran? Wieviele tote Demonstranten sind denn bei ihnen normal?

Möglicherweise wird - wieder einmal? - der äußerst berechtigte Protest von anderen Kräften ausgenützt.

> Von wem?

Eine Iranerin berichtete immerhin auch ausführlich, dass ein Großteil der Proteste im Iran längst zurückgegangen sei. Nachprüfen lässt sich das von außen wo wenig wie viele andere Meldungen.

> Sie haben dafür sicher eine Quelle

 

@12:19 Uhr von krittkritt

vor allem im von Kurden bewohnten Gebiet. Tote Polizisten gibt es nicht auf normalen Demonstrationen.

Möglicherweise wird - wieder einmal? - der äußerst berechtigte Protest von anderen Kräften ausgenützt.

Eine Iranerin berichtete immerhin auch ausführlich, dass ein Großteil der Proteste im Iran längst zurückgegangen sei. Nachprüfen lässt sich das von außen wo wenig wie viele andere Meldungen.

Tote Demonstranden gibt ebenfalls nicht auf normalen Demos. Was war zuerst da?

Und auch im Iran gibt es sicher "linientreue" Inranerinnen. Das sagt nichts.

@12:56 Uhr von Izmi

.

 
Was auch sonst, das ist ja längst ein Kräftemessen mit dem Regime bzw. eine Revolte. Ist nur die Frage ob die Kräfte, die das Regime stürzen wollen zahlreich und stark genug sind sowie gewillt die Repressalien in Kauf zu nehmen.
Wenn´s nach uns geht gibt´s natürlich mal wieder nur eine Antwort: Freiheit ist jedes Opfer wert.

Da stellt sich aber auch die Frage, wer diese Kräfte tatsächlich sind. Ich erinnere mich noch gut an die kurze Zeit nach dem Schah, als nicht wenige Bekannte aus dem Iran jetzt die Errichtung einer wahrhaft sozialen und demokratischen Regierung erhofften. Dass dann der Ayatholla die Macht ergreifen konnte, war auch einer Mehrheit im Land zu "verdanken", die konservativ und klerikal eingestellt war. Sehe ich zum Beispiel in den benachbarten Irak, so erkennt man da schon wieder ganz ähnliche Tendenzen. Die Frage: "was kommt danach" ist bis heute unbeantwortet. Und für ...

Der mutige Einsatz der Iraner für die Freiheit lohnt das Risiko

Denn sie werden schon deshalb gewinnen, weil sie immer mehr werden und alle das gleiche Ziel haben.

In diesen Tagen riskiert jeder Iraner sein Leben, der nicht bereit ist, sich dem Willen seiner Machthaber zu unterwerfen oder sich sein Handeln von deren Terror diktieren oder sich in irgendeiner Form vor deren Karren spannen und das auch zum Ausdruck bringt. (Dies zu „Ein Mann sitzt hinten auf einem Motorrad und hat die britische Flagge um die Schultern gebunden - nicht in England, sondern irgendwo im Iran. Es ist eine der Flaggen, die die Menschen normalerweise bei Pro-Regime-Demos verbrennen, auf der sie wütend herumtrampeln. >> Der Mann riskiert viel - in diesen Tagen wohl sein Leben.“)

@12:38 Uhr von Karl Klammer

 

Weltoffene Menschen welche nicht in diversen re populistischen Fake Filterblasen leben

bekommen genügend Meldungen , ebenso Iranische Familien welche schon im Exil leben

Meldungen mag es zahlreich geben, man kann sie aber nicht nachprüfen. Ist ja in einem anderen derzeitigen Nachrichtenhotspot ebenso.

@12:27 Uhr von püppie

Die iranische Mannschaft hat alles gesetzt. Ihr droht Ungnade des Regimes (Gefängniss, Reprässalien), Ungnade bei den Menschen wie man liest (der Druck ist auch nicht zu unterschätzen). Und trotzdem haben sie ein politisches Zeichen gesetzt.

Der deutschen Mannschaft drohte eine gelbe Karte, Punktabzug. Und schon bleibt die Binde in der Tasche.

Ein zarter Hinweis darauf, wer wieviel Not verspürt.

Ich kenne schon jetzt meinen persönlichen "Weltmeister der Herzen".

Meinetwegen bleibt die Binde in der Hose. Wegen solch einer idiotischen Binde so ein Theater zu machen ist für mich ein Witz ohne gleichen. Sämtliche Sender einschließlich unsere Innenministerin  ziehen sich an der Armbinde hoch. War bis jetzt für mich ein Grund Fußball in den Keller zu verschieben.

@12:36 Uhr von mokky

 

Damit ihr Protest nicht wieder abgewürgt und kaputtgeschlagen wird brauchen sie internationale Unterstützung. Auch von der Bundesregierung. Und mehr als bisher.

 

Und wenn das Ziel nicht erreicht wird zucken wir wieder mit den Schultern und machen uns aus dem Staub. Klar ist, das die Einmischung von aussen, die das Regime jetzt schon anprangert, die Legitimation für noch härtere Repression ist.

Die Iraner müssen sich selbst um ihre Zukunft kümmern und abwägen wie weit Sie gehen. im Moment erscheint es mir nicht so, das der Protest so organisiert und struktuieriert ist, das dort eine Legitime Vertretung sprechen und offiziell um Unterstützung bitten kann.

@12:59 Uhr von Nettie (Korrektur Auslassung)

Denn sie werden schon deshalb gewinnen, weil sie immer mehr werden und alle das gleiche Ziel haben.

In diesen Tagen riskiert jeder Iraner sein Leben, der nicht bereit ist, sich dem Willen seiner Machthaber zu unterwerfen oder sich sein Handeln von deren Terror diktieren oder sich in irgendeiner Form vor deren Karren spannen

> zu lassen <

und das auch zum Ausdruck bringt. (Dies zu „Ein Mann sitzt hinten auf einem Motorrad und hat die britische Flagge um die Schultern gebunden - nicht in England, sondern irgendwo im Iran. Es ist eine der Flaggen, die die Menschen normalerweise bei Pro-Regime-Demos verbrennen, auf der sie wütend herumtrampeln. >> Der Mann riskiert viel - in diesen Tagen wohl sein Leben.“)

 

@12:35 Uhr von Olivia59

vor allem im von Kurden bewohnten Gebiet. Tote Polizisten gibt es nicht auf normalen Demonstrationen.

Möglicherweise wird - wieder einmal? - der äußerst berechtigte Protest von anderen Kräften ausgenützt.

 

Was auch sonst, das ist ja längst ein Kräftemessen mit dem Regime bzw. eine Revolte. Ist nur die Frage ob die Kräfte, die das Regime stürzen wollen zahlreich und stark genug sind sowie gewillt die Repressalien in Kauf zu nehmen.

Wenn´s nach uns geht gibt´s natürlich mal wieder nur eine Antwort: Freiheit ist jedes Opfer wert.

Oh, man. Das iranische Volk begehrt ganz von alleine auf. Da kam nichts von außen. Ein Regime, welches die Töchter des Landes totprügelt hat ausgedient. Never forget Mahsa Amini!

Schade

Ich habe sportliche Wettkämpfe immer als etwas verbindendes verstanden, - für mich die einzigen Kämpfe, die friedlicher Natur sind. 

Im Laufe der Zeit wurden und werden sie aber für politische Zwecke gekapert und verlieren damit ihre eigentliche Bedeutung. 

Jetzt ist es nur noch interessant, welches Stadion in welcher Farbe leuchtet, ob die Spieler die Hymne singen oder die Spieler Armbinden tragen...

Den "Shitstorm" gegenüber der iranischen Nationalmannschaft kann ich sogar nachvollziehen, lassen sie sich vor der Abreise noch zu einem netten Fotoshooting beim Präsidenten einladen um dann beim ersten Spiel einen halbherzigen Protest zu zeigen, der den Spielern wahrscheinlich mehr Schaden zufügt als dass sie damit der Protestbewegung dienlich wären.

Toooor! 

@13:03 Uhr von Wolfes74

Meldungen mag es zahlreich geben, man kann sie aber nicht nachprüfen. Ist ja in einem anderen derzeitigen Nachrichtenhotspot ebenso.

.

Einzelne Nachrichten können "in der Wolle gefärbt" sein. Meine Empfehlung: Nicht nur dort Nachrichten konsumieren, wo sie die gewünschten "Nachrichten" finden sondern sich bei verschiedenen Medienangeboten informieren. 

@13:14 Uhr von D. Hume

vor allem im von Kurden bewohnten Gebiet. Tote Polizisten gibt es nicht auf normalen Demonstrationen.

Möglicherweise wird - wieder einmal? - der äußerst berechtigte Protest von anderen Kräften ausgenützt.

 

Was auch sonst, das ist ja längst ein Kräftemessen mit dem Regime bzw. eine Revolte. Ist nur die Frage ob die Kräfte, die das Regime stürzen wollen zahlreich und stark genug sind sowie gewillt die Repressalien in Kauf zu nehmen.

Wenn´s nach uns geht gibt´s natürlich mal wieder nur eine Antwort: Freiheit ist jedes Opfer wert.

Oh, man. Das iranische Volk begehrt ganz von alleine auf. Da kam nichts von außen. Ein Regime, welches die Töchter des Landes totprügelt hat ausgedient. Never forget Mahsa Amini!

 

Das habe ich auch nicht behauptet. Allerdings beginnt schon wieder der übliche Prozess, diesen Konflikt zu unserem zu machen und zu postulieren, das wir uns "on behalf" dieser Menschen wie wir lustig sind einmischen können. Siehe post des users "mokky".

Fans@12:51 Uhr von german-canadian

Sie stellen sich immer auf die Seite der brutalsten Regime. WARUM?

Kurze Antwort, Diktatur-Fantum ist in "gewissen Kreisen", leider normal.

Zum Nacdenken..

.. im Iran herrscht ein ungleicher Kampf. Demonstranten einerseits, welche zurecht für die Demokratie und Freiheit auf die Strasse gehen und Folter und Mord in kauf nehmen. Wir sagen ( und da schließe ich mich ein) gut so. Ich wünsche Euch Kraft und Mut. Dann gibt es dann das Mullah - Regime, darüber muss man keine Worte verlieren. Die Guten hier, die Bösen da. Was passiert? Die iranischen Fußballer verweigern das Mitsingen der Nationalhymne. Bravo, super.. dachte ich. Jetzt erfahre ich aus den Medien, dass in Theheran viele Menschen mit der englischen Fahne schwingend durch die Straßen ziehen und der eigenen Mannschaft eine Niederlage wünschen. Die englische Fahne als westliches Feindobjekt wird bei Demonstrationen im Iran normalerweise verbrannt oder mit Füssen getreten, so wie die amerikanische Fahne auch. Die Fahnenschwenker der englischen Fahne müssen ebenfalls mit Repressionen rechnen. Wie also könnte ich mich als Aussenstehender, welcher niemals den Iran besucht hat, positionie

Zwangsfoto?@13:15 Uhr von Francis Fortune

Den "Shitstorm" gegenüber der iranischen Nationalmannschaft kann ich sogar nachvollziehen, lassen sie sich vor der Abreise noch zu einem netten Fotoshooting beim Präsidenten einladen um dann beim ersten Spiel einen halbherzigen Protest zu zeigen, der den Spielern wahrscheinlich mehr Schaden zufügt als dass sie damit der Protestbewegung dienlich wären.

Sehe ich auch so, aber vermutlich hatten die Spieler nicht großartig die Wahl sich dem Foto zu verweigern.....?

Wer weiß, was jedem Einzelnen nach einem "Nein" geblüht hätte?

Arbeits- und Perspektivlosigkeit

Die Ursache für Unruhen, Aufstände und Revolutionen ist nie eine Ideologieverdrossenheit, sondern immer die Unzufriedenheit großer Teile der Bevölkerung über eigene ökonomische Verhältnisse.

 

Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit gut informierter junger Menschen führt immer zu Unruhen, so auch immer wiederkehrend im Iran.

Die Iraner haben die Nase gestrichen voll

 

Menschenrechtsorganisationen schreiben von zahlreichen Toten innerhalb weniger Tage. Iranische Medien berichten, dass dem Aufruf auch Bewohner eines Teheraner Stadtteils folgen, in dem es bis jetzt ruhig geblieben ist.

 

Der Fußball ist eines von vielen Ventilen, über den sich der Druck bemerkbar macht.

Das Regime hat keine Legitimation mehr. Genau genommen hatte es die nie, weil die "Verfassung" der iranischen Republik nie freie Wahlen erlaubte, sondern nur vorselektierte Regime-Ergebnisse produzierte.

Die Iraner haben die Nase voll von der Herrschaft der Mullahs.

 

@12:35 Uhr von Olivia59

vor allem im von Kurden bewohnten Gebiet. Tote Polizisten gibt es nicht auf normalen Demonstrationen.

Möglicherweise wird - wieder einmal? - der äußerst berechtigte Protest von anderen Kräften ausgenützt.

 

Was auch sonst, das ist ja längst ein Kräftemessen mit dem Regime bzw. eine Revolte. Ist nur die Frage ob die Kräfte, die das Regime stürzen wollen zahlreich und stark genug sind sowie gewillt die Repressalien in Kauf zu nehmen.

Wenn´s nach uns geht gibt´s natürlich mal wieder nur eine Antwort: Freiheit ist jedes Opfer wert.

 

Die Iraner wollen wirtschaftliche Verbesserungen das steht fest. Ich bezweifle aber, dass sie das zu dem Preis wie der Irak oder Afghanistan, also  Nachbarländer des Iran, wollen. Die Kurden haben sich schon oft dazu hinreißen lassen sich von falschen Freunden missbrauchen zu lassen und selten hat sich ihre Lage danach verbessert. Selbst Erbil die Kurdische Vorzeige- Autonomie im Irak wird von kurdischen Clans beherrscht die ziemlich brutal regieren.

@12:57 Uhr von Izmi

>>Da stellt sich aber auch die Frage, wer diese Kräfte tatsächlich sind. Ich erinnere mich noch gut an die kurze Zeit nach dem Schah, als nicht wenige Bekannte aus dem Iran jetzt die Errichtung einer wahrhaft sozialen und demokratischen Regierung erhofften. Dass dann der Ayatholla die Macht ergreifen konnte, war auch einer Mehrheit im Land zu "verdanken", die konservativ und klerikal eingestellt war. Sehe ich zum Beispiel in den benachbarten Irak, so erkennt man da schon wieder ganz ähnliche Tendenzen. Die Frage: "was kommt danach" ist bis heute unbeantwortet. Und für ...<<

 

Kann man sich fragen, ist sinnvoll. Große Sorgen, dass wenn das geistlose und menschenfeindliche Terrorregime, das trotz langer Bärte, Gewänder und tradierten Sprüchen niemand mehr wirklich täuschen kann, gestürzt wird, die politische, soziale und ökonomische Situation für die IranerInnen besser wird, darf man haben. Schlimmer als die letzten vier Jahrzehnte geht es kaum. Sollte man meinen.

12:51 Uhr von german-canadian --- Anwort: Putin-Raisi

 

@12:19 Uhr von krittkritt

 

Sie stellen sich immer auf die Seite der brutalsten Regime. WARUM?

 

Ich nehme an, das ist eine rhetorische Frage, weil Sie die Antwort aus der KRITTischen Kommentarhistorie längst kennen

Das iranische Gewaltregime ist mit der Diktatur Putins verbrüdert. Das reicht als Grund für die Unterstützung.

 

Also, die Fotos mit dem iran…

Also, die Fotos mit dem iran. Präsidenten würde ich jetzt nicht zu hoch aufhängen, was wäre denn passiert, wenn die Mannschaft diese Fotos verweigert hätte? Eher noch schlimmere Repressalien, als die, die sie jetzt zu erwarten haben, nach dem sie die Hymne nicht mitgesungen haben. Insofern finde ich es etwas traurig, dass sie bei den Demonstranten keine Sympathie gewinnen konnten. Ich fand es mutig und im Vergleich dazu ist der Bückling vor der FIFA seitens des DFB u.a. europ. Verbänden noch einmal doppelt so peinlich. Ich schrieb es bereits gestern: die gelbe Karte hätte man als Ehrenabzeichen sehen sollen, nicht als Strafe.

Ich halte es mit dem Fanvertreter gestern: Wenn sie morgen ohne Regenbogenbinde spielen, dann brauchen sie sie auch nie mehr zu tragen. Gratismut, der nix kostet, ist wahre Heuchelei.

Schöne Vorbilder für unsere Jugend, diese millionenverwöhnten Weichlinge!

REWE steigt aus? Bravo. Wo konnte man das denn lesen?

@12:35 Uhr von Olivia59

 

Wenn´s nach uns geht gibt´s natürlich mal wieder nur eine Antwort: Freiheit ist jedes Opfer wert.

 

Uns. Sie und Ihre Abseits- und Analysekumpels.

 

Das Iranische Volk will Freiheit, nicht die, die hinterm Tor im Pluralis Majestatis sowieso immer alles besser wissen.

Es geht um Werte, aber nicht um die materiellen

Wenn Deutschland schon international mitmischt, was es über seine politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Vertreter*innen natürlich tut, dann doch bitte auf der Seite jener, deren Stimmen hinter dem Knebel der sie unterdrückenden Regimes nur leise zu uns dringen.

Und vielleicht dafür ein bisschen weniger auf der Seite jener von denen man sich lukrative Deals erhofft.

@13:15 Uhr von Francis Fortune

Ich habe sportliche Wettkämpfe immer als etwas verbindendes verstanden, - für mich die einzigen Kämpfe, die friedlicher Natur sind. 

Im Laufe der Zeit wurden und werden sie aber für politische Zwecke gekapert und verlieren damit ihre eigentliche Bedeutung. 

Jetzt ist es nur noch interessant, welches Stadion in welcher Farbe leuchtet, ob die Spieler die Hymne singen oder die Spieler Armbinden tragen...

Den "Shitstorm" gegenüber der iranischen Nationalmannschaft kann ich sogar nachvollziehen, lassen sie sich vor der Abreise noch zu einem netten Fotoshooting beim Präsidenten einladen um dann beim ersten Spiel einen halbherzigen Protest zu zeigen, der den Spielern wahrscheinlich mehr Schaden zufügt als dass sie damit der Protestbewegung dienlich wären.

Toooor!

 

Wenn Sie erlauben, würde ich jetzt, ob Ihres allgemein die politische Repression in der Welt unterstützenden Kommentars kurz gähnen, dann schauen, ob ich in diesem Thread für Fortschritt und Humanität mehr beitragen kann, konstruktiver. 

Etwas kann man übrigens auch…

Etwas kann man übrigens auch vom Sofa aus tun, für die Demonstranten und gegen die Internetzensur. Letzte Woche wurde in „Die Anstalt“, die den Iran zum Thema hatte und daher sehr viel ernster als sonst daherkam, eine Webseite angegeben, wenn man die permanent offen hat und einen Button aktiviert hat, dann gehen Internetkomunikationen aus RU oder Iran über meinen Proxy und der User kann a) unzensiert im Internet surfen und b) bleibt unerkannt.

Wenn man bei Gockel (oder bei Ecosia) eingibt, Snowflake, Die Anstalt, dann kommt man zu dem Link.

Oder:snowflake.torproject.org

 

@ 13:08 Uhr von Olivia59 --- Subtile Unterstützung der Mullahs ?

@12:36 Uhr von mokky

 

Die Iraner müssen sich selbst um ihre Zukunft kümmern und abwägen wie weit Sie gehen. im Moment erscheint es mir nicht so, das der Protest so organisiert und struktuieriert ist, das dort eine Legitime Vertretung sprechen und offiziell um Unterstützung bitten kann.

 

Sie sprechen dem Protest der iranischen Bevölkerung gegen das iranische Mullah-Regime die Legitimation ab, in dem Sie zum wiederholten Mal das Scheinargument mit der mangelnden Vertretung anführen. Das Regime selbst hat keine legitime Vertretung, weil die "Verfassung" dem Volk jegliche echte Vertretung und Mitbestimmung verweigert.

Im Iran stehen breite Bevölkerungsschichten gegen die klerikale Diktatur auf:

Frauen, Studenten, die Jugend, Arbeiter in Isfahan, Basaris in Teheran.

Die subtile Unterstützung einer Diktatur folgt dem Muster, das wir auch mit Blick auf das Kreml-Regime zur Genüge kennen.

 

@12:19 Uhr von krittkritt über Wahrscheinlichkeiten

Mich beunruhigt die wahrscheinliche Bewaffnung von Demonstranten vor allem im von Kurden bewohnten Gebiet. Tote Polizisten gibt es nicht auf normalen Demonstrationen.

 

Die Iranfreunde wurden gestern nicht müde zu betonen, dass keiner von uns vor Ort sei, keiner die Fakten kenne und Augenzeugen unglaubwürdig seien.

Und Sie behaupten jetzt einfach mal, es sei "wahrscheinlich", dass die Demonstranten von xyz bewaffnet würden. Bitte ergänzen Sie nun auch, wer die Demonstranten bewaffnet und woher Sie das wissen.

 
 

@12:34 Uhr von Izmi

die Herrscher des Iran gehören auf die Anklagebank - die Emire der ganzen Region aber auch. Da vermisse ich wieder einmal gleiches Recht und Denken.

 

Wo leben Sie, dass Sie von der Kritik an Katar nichts mitbekommen?

 

Die Despoten Irans nutzen gerne den Sport

 

Viele Iranerinnen und Iraner sind vor allem wütend über Fotos, die das Team vor dem Abflug nach Katar unbeschwert beim ultrakonservativen Präsidenten Ebrahim Raisi zeigen.

 

Die Despoten Irans nutzen wie ihre "Autokratenkollegen" weltweit den Sport als Werbefläche für ihre Herrschaft. Das tut dem iranischen Fußball in weiten Teilen der Gesellschaft nicht gut. So ist dann auch der Beifall für die Niederlage der Nationalmannschaft zu verstehen.

 

 

 

@12:40 Uhr von proehi

Sicherlich hat sich das Team nicht jederzeit komplett und eindeutig vom Regime distanziert. Wie sollte das auch gehen ohne sofortige Sanktionen befürchten zu müssen. Aber nicht nur der Mannschaftskapitän Ehsan Hajisafi hat sich eindeutig und unmissverständlich mit dem Widerstand solidarisiert und das Team hat als Mannschaft Flagge gezeigt und gefährdet neben sich selber damit auch die Angehörigen zu Hause.
 

Vereinzelt - evtl. auch aus persönlichen Gründen - mag es Ablehnung geben, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die gezeigte Haltung im Rahmen der Möglichkeiten, nicht gewürdigt wird....

 

Ich war über den Bericht auch etwas irritiert, aber ich kann mir vorstellen, dass die Iraner keinen Sieg ihrer Mannschaft wollten, damit das Regime sich nicht damit schmücken kann. Ist aber nur eine Überlegung von mir.

Und: Die Leute haben von der Haltung der Mannschaft vielleicht gar nicht viel mitbekommen. Das Nichtmitsingen der Hymne wurde im Fernsehen ja ausgeblendet.

 

@13:15 Uhr von Francis Fortune

Ich habe sportliche Wettkämpfe immer als etwas verbindendes verstanden, - für mich die einzigen Kämpfe, die friedlicher Natur sind. 

Im Laufe der Zeit wurden und werden sie aber für politische Zwecke gekapert und verlieren damit ihre eigentliche Bedeutung. 

Jetzt ist es nur noch interessant, welches Stadion in welcher Farbe leuchtet, ob die Spieler die Hymne singen oder die Spieler Armbinden tragen...

 

Es sollte halt die Ausnahme bleiben. Die Iraner haben immerhin ein bedeutendes Anliegen und nicht zu singen ist wohl auch kein Regelverstoss. Im Gegensatz dazu finde ich unsere Herzchen-Armbinden, die mal wieder alles und nichts sagen und eigentlich nur zeigen sollen wie fortschrittlich wir drauf sind, ziemlich armselig.

Man sollte schon darüber nachdenken ob es nicht wirklich gut ist, einen politikfreien Raum zu haben, in dem Völkerverständigung abseits der Konflikte die nun sowieso jeder kennt, noch funktioniert.

@13:04 Uhr von Pax Domino

Die iranische Mannschaft hat alles gesetzt. Ihr droht Ungnade des Regimes (Gefängniss, Reprässalien), Ungnade bei den Menschen wie man liest (der Druck ist auch nicht zu unterschätzen). Und trotzdem haben sie ein politisches Zeichen gesetzt.

Der deutschen Mannschaft drohte eine gelbe Karte, Punktabzug. Und schon bleibt die Binde in der Tasche.

Ein zarter Hinweis darauf, wer wieviel Not verspürt.

Ich kenne schon jetzt meinen persönlichen "Weltmeister der Herzen".

Meinetwegen bleibt die Binde in der Hose. Wegen solch einer idiotischen Binde so ein Theater zu machen ist für mich ein Witz ohne gleichen. Sämtliche Sender einschließlich unsere Innenministerin  ziehen sich an der Armbinde hoch. War bis jetzt für mich ein Grund Fußball in den Keller zu verschieben.

Ich würde zustimmen, wenn die Fußball-WM nicht schon immer mehr Politik und Kommerz gewesen wäre, als der wirklich sportliche Gedanke den sie hier fadenscheinig hervorheben wollen.

13:15 Uhr von Francis Fortune

Ich verstehe Ihre Ansicht, die Politik aus dem Sport herauszuhalten. Ich stimme Ihnen sogar zu, wenn es darum geht, dass die Politik Sportveranstalungen aus politischen Erwägungen be- bzw. verhindert wie z.B. bei den olympischen Spielen mehrfach geschehen.

 

Wenn man allerdings die Augen davor verschließt, unter welchen absolut unwürdigen Verhältnissen und Opfern an Menschenleben z.B. die Stadien für den verbindenden Sport gebaut wurden, halte ich es für die "persönliche Hygiene" der Sportler durchaus für notwendig, davor nicht die Augen zu verschließen und zu schweigen.

 

Wenn ein Team wie das des Iran vor den Opfern der Verhältnisse im eigenen Lande stillschweigend den völkerverbindenen Sport pflegen würde, liefe da etwas verkehrt.

 

Wenn zu allem Überfluss der durch und durch korrupte Veranstalter, die FIFA, auch noch Ruhe, Freude und Wohlverhalten den Teilnehmern abpresst, um ungestört Kasse zu machen, wird Widerstand zur Pflicht, wenn man den Sport und die "eigene Hygiene" retten will.

14:00 Uhr von Mauersegler

Ich war über den Bericht auch etwas irritiert, aber ich kann mir vorstellen, dass die Iraner keinen Sieg ihrer Mannschaft wollten, damit das Regime sich nicht damit schmücken kann. Ist aber nur eine Überlegung von mir.

Und: Die Leute haben von der Haltung der Mannschaft vielleicht gar nicht viel mitbekommen. Das Nichtmitsingen der Hymne wurde im Fernsehen ja ausgeblendet.

+

Da kann durchaus was dran sein. An beide Punkte habe ich nicht gedacht. Die kennen vielleicht nur die dem Regime gegenüber wohlwollenden Bilder.

@13:49 Uhr von MehrheitsBürger

Olivia: Die Iraner müssen sich selbst um ihre Zukunft kümmern und abwägen wie weit Sie gehen. im Moment erscheint es mir nicht so, das der Protest so organisiert und struktuieriert ist, das dort eine Legitime Vertretung sprechen und offiziell um Unterstützung bitten kann.

 

Sie: Sie sprechen dem Protest der iranischen Bevölkerung gegen das iranische Mullah-Regime die Legitimation ab, ...

 

Das tue ich nicht. Unredlich dies zu behaupten. Es geht darum, das die Iraner selbst am Steuer sitzen und wir ihnen nicht in´s Lenkrad greifen dürfen.

 

Die subtile Unterstützung einer Diktatur folgt dem Muster, das wir auch mit Blick auf das Kreml-Regime zur Genüge kennen.

 

Nein. Ich folge lediglich nicht dem Muster Libyen, Syrien, Irak, Afghanistan etc. … mit hehren Motiven einzugreifen um am Ende nicht´s als verbrannte Erde zu hinterlassen. Gott hat´s wenigstens drauf und führt die Dinge in seinem Sinne zu Ende – sage ich der Metapher halber ausnahmsweise als Agnostikerin.

13:03 Uhr von Wolfes74 über Nachprüfbarkeit

Meldungen mag es zahlreich geben, man kann sie aber nicht nachprüfen. Ist ja in einem anderen derzeitigen Nachrichtenhotspot ebenso.

 

Klar. Auch dass die UN das gewaltsame Vorgehen des Regimes gegen die Proteste verurteilt – kann ein Tagesschauforist alles nicht nachprüfen. Er hält es lieber mit den autoritären Herrschern, wo auch immer auf der Welt.

@13:08 Uhr von Olivia59 --- Solidarität mit den Falschen

 

"Und wenn das Ziel nicht erreicht wird zucken wir wieder mit den Schultern und machen uns aus dem Staub. Klar ist, das die Einmischung von aussen, die das Regime jetzt schon anprangert, die Legitimation für noch härtere Repression ist."

 

Ohne auch nur mit einem Wort auf die Anliegen und die Protestgründe der iranischen Bevölkerung einzugehen, zeigen Sie sich erneut als die Advokatin des Regimes.

Den Iranern sprechen Sie die eigene Motivation für die Proteste ab. Für die sind dann "wir" und die "ausländische Einmischung" zuständig. Als Einmischung gilt jegliche Form der Solidarität mit den Iranern.

Die Tatsache, dass Proteste von dem Gewaltregime der Mullahs und ihren schwer bewaffneten Revolutionsgarden niedergeschlagen werden können, reichen aus, um ihre Berechtigung infrage zu stellen.

Wenn das Ihr Prinzip ist, dann hätten auch die Montagsdemonstrationen 89 in Leipzig keine Berechtigung gehabt, weil sie ja wie 1953 unter russischen Panzerketten hätten zermalmt werden können.

 

 

@13:40 Uhr von schabernack

 

Wenn´s nach uns geht gibt´s natürlich mal wieder nur eine Antwort: Freiheit ist jedes Opfer wert.

 

Uns. Sie und Ihre Abseits- und Analysekumpels.

 

Das Iranische Volk will Freiheit, nicht die, die hinterm Tor im Pluralis Majestatis sowieso immer alles besser wissen.

 

Natürlich wollen Sie Freiheit. Aber den Preis bestimmen diesmal nicht wir wie in Irak, Afghanistan etc.

Zu Afghanistan sagte Biden nach dem Fiasko absurderweise entgegen jahrelanger Verlautbarungen, das es nie um nation building sondern um Terrorbekämpfung ging und auch im Iran haben wir ja ganz spezielle Interessen bzgl. der Niederschlagung einer potentiellen feindlichen Atommacht

@13:15 Uhr von Francis Fortune

 

Ich habe sportliche Wettkämpfe immer als etwas verbindendes verstanden, - für mich die einzigen Kämpfe, die friedlicher Natur sind. 

Jetzt ist es nur noch interessant, welches Stadion in welcher Farbe leuchtet, ob die Spieler die Hymne singen oder die Spieler Armbinden tragen...

 

Das mit den Unruhen im Iran, und die Aufmerksamkeit um das Nationalteam, ob die Spieler die Hymne singen oder nicht, ist ein zeitlicher Zufall.

 

Das mit den Kapitänsbinden liegt daran, dass eine Fußball WM noch nie an einem dafür derart grottig ungeeigneten Austragungsort stattfand wie Qatar. In einem auch nur 10% Normalland wären Diskussionen um One Love oder Regenbogenbinde erst gar nicht entstanden. Weil es nie Offizielle WM Botschafter Landes gab, die Homosexualität: «A Damage in the Mind» nannten.

 

Niemand anders als die FIFA des Grauens von Gianni Infantino hat je eine Fußball WM mehr politisiert als Seine Majestät Unfähig persönlich.

 

Die WM 1978 in der Militärdiktatur Argentinien ist eine Story für sich.

@13:55 Uhr von Mauersegler

die Herrscher des Iran gehören auf die Anklagebank - die Emire der ganzen Region aber auch. Da vermisse ich wieder einmal gleiches Recht und Denken.

 

Wo leben Sie, dass Sie von der Kritik an Katar nichts mitbekommen?

 

Meinen Sie diese Frage ernst? Erinnern Sie sich an die tiefste Verbeugung unseres Wirtschaftsministers Habeck vor dem katarischen Scheich? Das sagt mehr als jede Antwort.

@14:59 Uhr von MehrheitsBürger

Ohne auch nur mit einem Wort auf die Anliegen und die Protestgründe der iranischen Bevölkerung einzugehen, zeigen Sie sich erneut als die Advokatin des Regimes.

Den Iranern sprechen Sie die eigene Motivation für die Proteste ab. Für die sind dann "wir" und die "ausländische Einmischung" zuständig. Als Einmischung gilt jegliche Form der Solidarität mit den Iranern.

Die Tatsache, dass Proteste von dem Gewaltregime der Mullahs und ihren schwer bewaffneten Revolutionsgarden niedergeschlagen werden können, reichen aus, um ihre Berechtigung infrage zu stellen.

Wenn das Ihr Prinzip ist, dann hätten auch die Montagsdemonstrationen 89 in Leipzig keine Berech...

 

Diese Lesart nenne ich einfach niederträchtig. Und was die Montagsdemos angeht... wie viele DDR Bürger wollte ich mein Schicksal nicht in die Hand ausländischer Nationen legen, die den Verlauf wie in vielen Nahost-Konflikten von aussen bzw. mit Militär vor Ort steuern und mit dem Leben bezahlen. Möglicherweise noch als Kollateralschaden.

Die kurdische PKK ist bei uns als Terrororganisation gelistet.

vor allem im von Kurden bewohnten Gebiet. Tote Polizisten gibt es nicht auf normalen Demonstrationen.

Möglicherweise wird - wieder einmal? - der äußerst berechtigte Protest von anderen Kräften ausgenützt.

Eine Iranerin berichtete immerhin auch ausführlich, dass ein Großteil der Proteste im Iran längst zurückgegangen sei. Nachprüfen lässt sich das von außen wo wenig wie viele andere Meldungen.

Haben sie diese Informationen direkt von der iranischen Propaganda bekommen?

Es sind also nur noch gewaltbereite Kurden unterwegs und ansonsten kaum noch Demonstranten?

Mit dieser Meinung und Aussage (das Wort Lüge möchte ich nicht benutzen) stehen Sie aber sehr alleine.

Alle Nachrichten zeigen etwas anderes.

@12:44 Uhr von Sharky_ffm

Vor Kurzem griff bei uns die Polizei ein, weil ein Bild von Öcalan dabei war.

Ob das berechtigt ist, kann man diskutieren.

Ich habe früher schon gepostet, dass der Iran ja eine Demokratie war, die vor allem durch die USA beseitigt wurde. 

@ 14:55 Uhr von Olivia59 --- Darum geht es nicht

 

Nein. Ich folge lediglich nicht dem Muster Libyen, Syrien, Irak, Afghanistan etc. … mit hehren Motiven einzugreifen um am Ende nicht´s als verbrannte Erde zu hinterlassen.

 

Sie erfinden Scheinszenarien. In keiner westlichen Hauptstadt wird ernsthaft eine militärische Intervention vorbereitet. Es geht hier darum, den Menschen des Iran Solidarität zu zeigen und allenfalls den Herrschenden durch Sanktionen den Zugang zu ihren teueren Spielzeugen zu verbauen.

 

@12:27 Uhr von püppie

 
Ich kenne schon jetzt meinen persönlichen "Weltmeister der Herzen".

Gestern war ich der gleichen Meinung hinsichtlich des iranischen Teams. Nachdem ich jedoch heute gelesen habe, dass die Spieler sich zuvor von ihrem Obermullah mitsamt Fototermin verabschiedet haben, bin ich mir da nicht mehr so sicher.

Was ich von der Verunglimpfung der europ. Clubs in Sachen "Armbinde" halte, habe ich gestern schon kundgetan. Es ist eben nicht Sache der Spieler sich zu positionieren und dadurch (sportl.) Schaden zu nehmen. Das wäre Sache der Verbände oder gar der Politik gewesen. Der Sportler ist das kleinste Rädchen im Getriebe.

 

@15:00 Uhr von Olivia59

Natürlich wollen Sie Freiheit. Aber den Preis bestimmen diesmal nicht wir wie in Irak, Afghanistan etc.
[...]  auch im Iran haben wir ja ganz spezielle Interessen bzgl. der Niederschlagung einer potentiellen feindlichen Atommacht

 

Ob es die Ukrainer*innen war oder jetzt die Iraner*innen sind: Aus gewissen Kreisen wird stets unterstellt, diese Menschen verträten nicht ihre eigenen Interessen, sondern ließen sich vom bösen Westen instrumentalisieren.

 

Ich finde diese Haltung in höchstem Maß paternalistisch und kolonialistisch.

 

@12:59 Uhr von Nettie

Der mutige Einsatz der Iraner für die Freiheit lohnt das Risiko

Wenn ich solche gedrechselten Worte, die von der heimischen Couch geschrieben und an die sich in höchster Gefahr befindlichen Demonstranten richten, schwillt mir der Kamm. Das Problem dort wird sich kaum mit philosophischen Betrachtungen lösen lassen.

Wenn Sie Freiheit als lohnendes Lebensrisiko ansehen, dann schwingen Sie sich in den Flieger und helfen Sie vorort und sei es nur durch humanitäre Hilfe. Ansonsten verkneifen Sie sich bitte in Anbetracht der Umstände und der Gefahr einen solchen Spruch !

 

 

 

@15:07 Uhr von MehrheitsBürger

 

Nein. Ich folge lediglich nicht dem Muster Libyen, Syrien, Irak, Afghanistan etc. … mit hehren Motiven einzugreifen um am Ende nicht´s als verbrannte Erde zu hinterlassen.

 

Sie erfinden Scheinszenarien. In keiner westlichen Hauptstadt wird ernsthaft eine militärische Intervention vorbereitet. Es geht hier darum, den Menschen des Iran Solidarität zu zeigen und allenfalls den Herrschenden durch Sanktionen den Zugang zu ihren teueren Spielzeugen zu verbauen.

 

Libyen und Syrien haben ganz genauso angefangen. Dort hat man sogar noch den Fehler oder vielleicht bewusste Täuschung begangen, zu meinen es gäbe eine homogene demokratisch gesinnte Bewegung anstatt zig dubioser Fraktionen die heute noch kämpfen.

Diese Gefahr scheint mir im Iran allerdings weniger gross.

Ein US-Bericht vor einigen Monaten zog die Bewaffnung von Demon

Mich beunruhigt die wahrscheinliche Bewaffnung von Demonstranten vor allem im von Kurden bewohnten Gebiet. Tote Polizisten gibt es nicht auf normalen Demonstrationen.

 

Die Iranfreunde wurden gestern nicht müde zu betonen, dass keiner von uns vor Ort sei, keiner die Fakten kenne und Augenzeugen unglaubwürdig seien.

Und Sie behaupten jetzt einfach mal, es sei "wahrscheinlich", dass die Demonstranten von xyz bewaffnet würden. Bitte ergänzen Sie nun auch, wer die Demonstranten bewaffnet und woher Sie das wissen.

@13:54 Uhr von Mauersegler

Es ist immer auffällig, wenn aus einer Demonstration heraus Polizisten beschossen werden.

In den USA wurde vor einiger Zeit ein Papier zitiert, in dem gerade auf den Iran bezogen über eine mögliche Bewaffnung von Demonstranten spekuliert wurde.

Der Tagesschaubericht ist aus Istanbul. Er beruft sich auf  Menschenrechts-organisationen und auf iranische Medien. Muss also vermutlich auch eine Art Plausibilitätsprüfung vornehmen.

@13:54 Uhr von Mauersegler

Mich beunruhigt die wahrscheinliche Bewaffnung von Demonstranten vor allem im von Kurden bewohnten Gebiet. Tote Polizisten gibt es nicht auf normalen Demonstrationen.

 

Die Iranfreunde wurden gestern nicht müde zu betonen, dass keiner von uns vor Ort sei, keiner die Fakten kenne und Augenzeugen unglaubwürdig seien.

Und Sie behaupten jetzt einfach mal, es sei "wahrscheinlich", dass die Demonstranten von xyz bewaffnet würden. Bitte ergänzen Sie nun auch, wer die Demonstranten bewaffnet und woher Sie das wissen.

 
 

 

->

Also in "der einzigen Demokratie in der Gegend" werden Steine als Waffen eingestuft und rechtfertigen das erschießen auch von unter 14 Jährigen durch Sicherheitskräfte.

Wieso sollte es darum im Iran anders sein?

Kann auch gut sein,dass da terroristische Gruppen ihr Unwesen treiben - so wie in unserem NATO-Mitgliedsland...

 

Ich fürchte, das wird ein…

Ich fürchte, das wird ein Bürgerkrieg geben, wie in Syrien.  Genau, wie alle anderen Despoten verpassen auch die Mullahs ihren freiwiligen Abgang. Assad, Ghadafi, Honnecker, Putin, Adolf, Stalin, ....  alke haben bis zum letzten  Abgesang gewartet. 

@13:54 Uhr von Mauersegler

Mich beunruhigt die wahrscheinliche Bewaffnung von Demonstranten vor allem im von Kurden bewohnten Gebiet. Tote Polizisten gibt es nicht auf normalen Demonstrationen.

 

Die Iranfreunde wurden gestern nicht müde zu betonen, dass keiner von uns vor Ort sei, keiner die Fakten kenne und Augenzeugen unglaubwürdig seien.

Und Sie behaupten jetzt einfach mal, es sei "wahrscheinlich", dass die Demonstranten von xyz bewaffnet würden. Bitte ergänzen Sie nun auch, wer die Demonstranten bewaffnet und woher Sie das wissen.

Gestern konnte man in der Tagesschau lesen "bürgerkriegsähnliche Szenen" das heißt bei dieser Formulierung Waffen auf beiden Seiten. 
 

 

@15:16 Uhr von Mauersegler

Natürlich wollen Sie Freiheit. Aber den Preis bestimmen diesmal nicht wir wie in Irak, Afghanistan etc.
[...]  auch im Iran haben wir ja ganz spezielle Interessen bzgl. der Niederschlagung einer potentiellen feindlichen Atommacht

 

Ob es die Ukrainer*innen war oder jetzt die Iraner*innen sind: Aus gewissen Kreisen wird stets unterstellt, diese Menschen verträten nicht ihre eigenen Interessen, sondern ließen sich vom bösen Westen instrumentalisieren.

Ich finde diese Haltung in höchstem Maß paternalistisch und kolonialistisch.

 

Ich habe mich doch sehr deutlich ausgedrückt, das diese Menschen von selbst Proteste beginnen die dann erst als Anlass für die Einmischung von aussen dienen. Kolonialistisch ist genau diese Vorgehensweise im Namen derer eigene Initiativen zu entwicklen, die letztlich militärisch sein können. Israel drohte sowieso schon mit Preventivkrieg wegen dem Atomprogramm.

@14:01 Uhr von püppie

Ich würde zustimmen, wenn die Fußball-WM nicht schon immer mehr Politik und Kommerz gewesen wäre, als der wirklich sportliche Gedanke den sie hier fadenscheinig hervorheben wollen.

Auch das ist natürlich wieder nur eine Seite der Medaille und Ihre Sicht der Dinge ABER gäbe es diesen ohne Zweifel kommerziellen Aspekt nicht, dann gäbe es auch keine Unterstützung für Kinder/Jugendliche/Migranten u.a. im Freizeit/Amateur und Semiamateurbereich. Der wird nämlich grösstenteils national von Verbänden subventioniert, sonst gäbe es ihn nicht. Gilt übrigens für fast alle Sportarten. Für viele ist das nationale Olympische Komitée zuständig, sonst gäbe es neben dem Breitensport wie Fussball oder Tennis kaum noch Nischensportarten. Vom Behindertensport mal ganz zu schweigen ! Also nicht reflexartig abkanzeln, sondern Für und Wider in Relation setzen.

 

15:22 Uhr von Olivia59 --- Ablenkung

 

"Libyen und Syrien haben ganz genauso angefangen. Dort hat man sogar noch den Fehler oder vielleicht bewusste Täuschung begangen, zu meinen es gäbe eine homogene demokratisch gesinnte Bewegung anstatt zig dubioser Fraktionen die heute noch kämpfen."

 

Diese schiefen Analogien haben immer denselben Zweck: von dem berechtigten Protest der Iraner auf andere physische oder theoretische, nicht aktuelle "Kriegsschauplätze" abzulenken. Davon abgesehen, dass auch bei diesen stets willkürlich nach Gusto in die Chronologie von Ursache und Wirkung gesprungen wird. In beiden Fällen war der Beginn stets der Krieg, den die Gewaltherrscher Ghadaffi oder Assad gegen das eigene Volk begonnen haben. Alles weitere folgte als Reaktion danach.

 

"Diese Gefahr scheint mir im Iran allerdings weniger gross."

 

Wenn es die Gefahr einer weiteren Eskalation mit militärischer Gewalt gegen die Zivilbevölkerung gibt, dann geht sie von dem herrschenden Mullah-Regime aus.

 

@14:01 Uhr von Olivia59

 

Im Gegensatz dazu finde ich unsere Herzchen-Armbinden, die mal wieder alles und nichts sagen und eigentlich nur zeigen sollen wie fortschrittlich wir drauf sind, ziemlich armselig.

 

Armselig ist Ihr Unwissen. Die Kapitänsbinde im Fußball ist ein im Regelwerk vorgeschriebenes Kennzeichen für den Spieler des Teams, der Ansprechpartner für den Schiri ist. Anstoß, Seitenwahl, das gleiche vor evtl. Elferschießen. Ansprechpartner bei möglicherweise längerer Spielunterbrechung.

 

Es gibt keine allgemeine Vorgabe, wie eine Kapitänsbinde auszusehen hat. Käpt'n im roten Trikot trägt keine rote Binde. «Blindenbinde» mit Punkten ist untersagt, es sei denn, der Käpt'n ist blind. «Piratenbinde» mit Totenkopf drauf ist erlaubt, auch wenn der Käpt'n gar kein Schiff hat.

 

Die Debatte um One Love / Regenbogenbinde ist armselig, weil die FIFA armselig ist. Die Emir-Marionette von Qatar Gianni I. macht alles, was der Emir will, sobald der mit dem WM Maskottchen Staublappen Hui Buh das Schlossgespenst wedelt.

@14:59 Uhr von MehrheitsBürger

"Und wenn das Ziel nicht erreicht wird zucken wir wieder mit den Schultern und machen uns aus dem Staub. Klar ist, das die Einmischung von aussen, die das Regime jetzt schon anprangert, die Legitimation für noch härtere Repression ist."

..Den Iranern sprechen Sie die eigene Motivation für die Proteste ab. Für die sind dann "wir" und die "ausländische Einmischung" zuständig. Als Einmischung gilt jegliche Form der Solidarität mit den Iranern.
 

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Ich bin auch sehr skeptisch, was den nachhaltigen Erfolg der Protestbewegung angeht. Im Rahmen der Arabellion gab es berechtigte Hoffnung, dass sich freiheitliche Regierungsformen im arabisch-muslimischen Kulturraum durchsetzen würden. Die Tunesier, lange Beispiel dafür, dass Demokratie dort funktioneren könnte, haben sie grade mit großer Mehrheit abgewählt. Waren die vielen Opfer das wert?

Nun im islamischenIran. Wer kann die Toten zählen? Ist es diesen gefährliche Weg wert, wenn man Ende dann doch wieder ein totalitäres Regime wählt ?

@13:03 Uhr von Wolfes74 - Die übliche Lügenpressekeule

Weltoffene Menschen welche nicht in diversen re populistischen Fake Filterblasen leben

bekommen genügend Meldungen , ebenso Iranische Familien welche schon im Exil leben

Meldungen mag es zahlreich geben, man kann sie aber nicht nachprüfen. Ist ja in einem anderen derzeitigen Nachrichtenhotspot ebenso.

Wenn einem politisch eine Meldung nicht paßt , so wird gleich die Lügenpressekeule geschwungen.

@13:40 Uhr von schabernack

@12:35 Uhr von Olivia59

Wenn´s nach uns geht gibt´s natürlich mal wieder nur eine Antwort: Freiheit ist jedes Opfer wert.

 

Uns. Sie und Ihre Abseits- und Analysekumpels.

 

Das Iranische Volk will Freiheit, nicht die, die hinterm Tor im Pluralis Majestatis sowieso immer alles besser wissen.

 

Ein Paradebeispiel dafür, auf welch irreführende Weise der Begriff "Uns" gern gebraucht gebraucht wird. Wenn man den Post der Foristen liest, dann drängt sich der Eindruck auf daß sie und ihre Freundinnen und Freunde ihr Leben für die Freiheit riskieren würden. Und nicht etwa die Menschen im Iran, die unter direkter Lebensgefahr demonstrieren. Unter der Gefahr, entweder von einem Polizeiknüppel oder einer Polizeikugel getroffen zu werden, oder gefangen genommen und im Schnellverfahren zum Tode verurteilt zu werden.

 

Mich macht so etwas fassungslos.

 

Würde im Iran heute gewählt, wäre der Spuk morgen zuende

 

Die Mullahs haben nach der Machtübernahme ihre Herrschaft durch eine "Verfassung" gegen die Demokratie abgesichert. Nur handverlesene Satrapen des Regimes kommen ins Parlament, die Bevölkerung wird außen vor gehalten.

Schon aus diesem Grund begehrt die Bevölkerung außerparlamentarisch auf.

Würden die Iraner frei wählen können, gäbe es die Herrschaft des Mullah-Regimes morgen nicht mehr.

 

@15:27 Uhr von krittkritt

@13:54 Uhr von Mauersegler

Es ist immer auffällig, wenn aus einer Demonstration heraus Polizisten beschossen werden.

 

Ich lese seltsamerweise immer nur von Schüssen auf Demonstranten. Ihre Quelle?

In den USA wurde vor einiger Zeit ein Papier zitiert, in dem gerade auf den Iran bezogen über eine mögliche Bewaffnung von Demonstranten spekuliert wurde.

 

Oh, das ist überzeugend! Es wurde etwas zitiert, in dem spekuliert wurde!

 

Der Tagesschaubericht ist aus Istanbul. Er beruft sich auf  Menschenrechts-organisationen und auf iranische Medien. Muss also vermutlich auch eine Art Plausibilitätsprüfung vornehmen.

 

Ja. Und?

 

15:16 Uhr von Mauersegler

Ob es die Ukrainer*innen war oder jetzt die Iraner*innen sind: Aus gewissen Kreisen wird stets unterstellt, diese Menschen verträten nicht ihre eigenen Interessen, sondern ließen sich vom bösen Westen instrumentalisieren.

 

Ich finde diese Haltung in höchstem Maß paternalistisch und kolonialistisch.

+

So habe ich die Beiträge von Olivia59 hier zum Artikel keineswegs verstanden. Sondern im Gegenteil, dass die Iraner ihre Interessen in der Form wie sie sie für richtig und angemessen halten selber vertreten müssen und zwar ohne jegliche staatliche (vermutlich so gemeint) Einmischung von aussen, wie es schon viel zu oft stattgefunden hat.

 

Das bedeutet, den Willen der Iraner zu respektieren, damit sie ihr "eigenes Ding" machen können und nicht das Interesse der  Einmischer drübergestülpt bekommen.

 

Wenn ich die Userin mit diesen Ausführungen richtig wiedergegeben habe, stimme ich dem zu und möchte ergänzen, eine nicht staatliche Hilfestellung könnte durchaus geboten sein.

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