Eingang zu einem Rewe-Markt in Berlin: Wer ohne Kasse einkaufen will, muss durch eine Extra-Schranke gehen.

Ihre Meinung zu Wie Supermarkteinkauf ganz ohne Kasse funktioniert

Wie sieht der Supermarkt der Zukunft aus? Kassen zum selber Scannen und Bezahlen gibt es immer häufiger. Eine große Kette testet ein System, bei dem Kamera und App das Abrechnen übernehmen. Von Kerstin Breinig.

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112 Kommentare

Kommentare

Froschhaarpinsel

Der gläserne Kunde wird Realität ... ein Traum für den Handel. Der Kunde denkt, er hat einen Riesenvorteil, in Wirklichkeit verdient der Händler zusätzlich an den Kundendaten die detaillierter nicht sein könnten. Super-Idee ... fragt sich nur, für wen?

NieWiederAfd
@20:38 Uhr von Tinkotis

Damit ist die Hälfte aller Probleme im Supermarkt endlich weg: Das Personal.

 

Jetzt muss man nur noch die andere, noch nervigere Hälfte loswerden: Die Kundschaft.

 

Aber wenn alle anderen Branchen nachziehen, geht das ganz schnell. Dann hat nämlich niemand mehr einen Job, keiner mehr Geld, um bei den Automaten das ganze Zeugs zu kaufen und alle verhungern.

 

Also sogar endlich eine Lösung für alle menschgemachten Probleme. Schnell noch den Wirtschaftsnobelpreis für den Erfinder, bevor es zu spät ist.

 

Sehr gut, Ihre Persiflage! Ich seh es genauso.

werner1955
das Abrechnen übernehmen.

Sehr gut. Dann werden wir ja jetzt die massiven Personalprobleme im Handel lösen können.

Mika D

Immer mehr Servicetätigkeiten und Tätigkeiten übernimmt der Einzelne selbst. Beim Flugbuchen incl.  einchecken hat es angefangen, mittlerweile ein Selbstläufer. Es werden nur noch wenige Leute benötigt, die bei Fehlern oder Problemen helfen. Bei den Kassen noch Auswahl a) Selbstscanner auch wenn man abends müde noch etwas kauft oder b) etwas Schlange stehen und entspannen. Wie lange dies noch geht? Womöglich nicht allzu lange. Dank Digitalisierung vom Ticketkauf bis Einkauf, Terminbuchung bis digitale Anprobe und mehr.

Die Regale müssen derzeit noch von Menschen gefüllt werden. Doch auch hier kann man sich vorstellen, dass es andere Lösungen gibt. 

werner1955
@20:44 Uhr von Froschhaarpinsel

Der gläserne Kunde wird Realität ... ein Traum für den Handel. Der Kunde denkt, er hat einen Riesenvorteil, in Wirklichkeit verdient der Händler zusätzlich an den Kundendaten die detaillierter nicht sein könnten. Super-Idee ... fragt sich nur, für wen?

Wer das nicht möchte braucht ja da nicht zu kaufen. Der Hofverkauf oder Wochenmarkt tuts dann auch.

 

werner1955
@20:59 Uhr von Mika D

Immer mehr Servicetätigkeiten und Tätigkeiten übernimmt der Einzelne selbst. Beim Flugbuchen incl.  einchecken hat es angefangen, mittlerweile ein Selbstläufer. Es werden nur noch wenige Leute benötigt, die bei Fehlern oder Problemen helfen. Bei den Kassen noch Auswahl a) Selbstscanner auch wenn man abends müde noch etwas kauft oder b) etwas Schlange stehen und entspannen. Wie lange dies noch geht? Womöglich nicht allzu lange. Dank Digitalisierung vom Ticketkauf bis Einkauf, Terminbuchung bis digitale Anprobe und mehr.

Die Regale müssen derzeit noch von Menschen gefüllt werden. Doch auch hier kann man sich vorstellen, dass es andere Lösungen gibt. 

Und da wir in allen Bereichen massive Personalsorgen haben ist das doch auch gut für alle.

Nachfragerin
Man muss nicht alles tun, was möglich ist.

Dieser Fortschritt dient wohl eher dem Zweck, das Kassenpersonal einzusparen. Der gesellschaftliche Nutzen dürfte somit negativ sein.

Für den Kunden wäre es sogar gut, wenn er mal etwas länger warten müsste. Das würde den Alltag entschleunigen. Aber wer kann heute noch mehr als drei Minuten herumzustehen, ohne sein Smartphone aus der Tasche zu ziehen?

zöpfchen
@20:38 Uhr von Tinkotis

Damit ist die Hälfte aller Probleme im Supermarkt endlich weg: Das Personal.

 

Jetzt muss man nur noch die andere, noch nervigere Hälfte loswerden: Die Kundschaft.

 

Aber wenn alle anderen Branchen nachziehen, geht das ganz schnell. Dann hat nämlich niemand mehr einen Job, keiner mehr Geld, um bei den Automaten das ganze Zeugs zu kaufen und alle verhungern.

 

Also sogar endlich eine Lösung für alle menschgemachten Probleme. Schnell noch den Wirtschaftsnobelpreis für den Erfinder, bevor es zu spät ist.

_________

Selberscannen und bezahlen ist höchst sinnvoll . Regierungen weltweit sind auf dem Trip, niedrig qualifizierte Menschen vom Arbeiten durch großzügige Sozialleistungen vom arbeiten abzuhalten. Beispiele:  Bürgergeld. Massiv erhöhte Mindestlöhne. 

Die Supermärkte werden auf Sicht vor dem Dilemma stehen entweder die Preise massiv zu erhöhen oder eben auf selberscannen und zahlen zu setzen. 

Der Trend ist also konsequent und sinnvoll. 

marvin
Das System ist leider noch nicht perfekt.

Was noch fehlt, ist die Anbindung an die elektronische Gesundheitskarte und einen individuellen ökologischen Fußabdruck. Nur so kann der Kunde davor bewahrt werden, etwa bei kardiologischen Problemen oder Übergewicht mit "D" und "E" kategorisierten Produkte, oder gar Alkohol oder Zigaretten zu kaufen. Tierische Lebensmittel wie Fleisch und Käse haben zudem eine hohe Umweltbelastung und sollten deshalb nicht einfach grenzenlos konsumiert werden. Das, wie Finanzminister Lindner es nennt, "elektronische Bargeld" - ein Oxymoron - wird sicherlich geeignet sein, zukünftig auch das Ausweichen auf andere Angebote zu verhindern.

Natürlich alles nur zu unserem Besten.

Nettie
„"Es entmenschlicht die Supermärkte", sagt eine Kundin“

Und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Vertrauen in die Technik hin oder her, Kontakt mit anderen Menschen ist nichts Überflüssiges.

Coachcoach
@20:38 Uhr von Tinkotis

Damit ist die Hälfte aller Probleme im Supermarkt endlich weg: Das Personal.

 

Jetzt muss man nur noch die andere, noch nervigere Hälfte loswerden: Die Kundschaft.

 

Aber wenn alle anderen Branchen nachziehen, geht das ganz schnell. Dann hat nämlich niemand mehr einen Job, keiner mehr Geld, um bei den Automaten das ganze Zeugs zu kaufen und alle verhungern.

 

Also sogar endlich eine Lösung für alle menschgemachten Probleme. Schnell noch den Wirtschaftsnobelpreis für den Erfinder, bevor es zu spät ist.

Ja, und die Klimakrise ist auch gelöst und es gibt keinen Insektenmangel mehr, die Vögel haben zu fressen und düngen das Land.

franxinatra
SB-Scan-Kassen sind nichts Neues...

und wer die Abläufe in Baumärkten oder beim Elchkaufhaus beobachtet stellt schnell fest; weder geht es wirklich flotter, noch kommen diese Bereiche ohne Personal aus.

Es wird nur eine Menge Geld für Technologien verbrannt, die binnen kurzem wieder veraltet sind...

werner1955
@21:20 Uhr von Nettie

Kontakt mit anderen Menschen ist nichts Überflüssiges.

Aber dazu brauch ich keine nervigen Kunden oder Verkäuferinnen die kaum Spass an Ihrer arbeit haben.

Dany39
@20:44 Uhr von Froschhaarpinsel

Der gläserne Kunde wird Realität ... ein Traum für den Handel. Der Kunde denkt, er hat einen Riesenvorteil, in Wirklichkeit verdient der Händler zusätzlich an den Kundendaten die detaillierter nicht sein könnten. Super-Idee ... fragt sich nur, für wen?

Nicht nur das, damit kämen wir auch der Abschaffung des Bargelds einen riesen Schritt näher. Aber ich glaube nicht, das es sich in absehbarer Zeit großflächig durchsetzen wird, da wohl, vorallem Ältere, damit auch ihre Probleme haben werden. Auch finden es viele toll, wenn sie mal einen kurzen Plausch an der Kasse halten können, da sie ansonsten ziemlich einsam sind, oder einfach redselig. Ich finde eher Selbstscankassen parallel zu "normalen " Kassen sinnvoll, wenn man mal nicht so viel hat, oder nicht die Zeit hat. Zumal die Diebstahlgefahr dadurch geringer ist. Auch Kinder könnten sich dann nichts mehr von ihrem Taschengeld kaufen, da sie noch gar nicht über Onlinebanking verfügen können.

sebo5000
@21:20 Uhr von Nettie

Und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Vertrauen in die Technik hin oder her, Kontakt mit anderen Menschen ist nichts Überflüssiges.

 

Wow, endlich mal ein Satz von Ihnen ohne sinnlose Anführungszeichen, Klammern, Schachtelsätze oder Wiederholungen...habe Sie glaube ich zum ersten Mal verstanden...Danke vielmals....🙏🏾

Marmolada
Au weia

Wenn fehlerhaft Fantasiepreise eingescannt und abgebucht werden, hat der Kunde keine Kontrolle mehr, auch über sein Konto.

Anna-Elisabeth
@21:00 Uhr von werner1955

Der gläserne Kunde wird Realität ... ein Traum für den Handel. Der Kunde denkt, er hat einen Riesenvorteil, in Wirklichkeit verdient der Händler zusätzlich an den Kundendaten die detaillierter nicht sein könnten. Super-Idee ... fragt sich nur, für wen?

Wer das nicht möchte braucht ja da nicht zu kaufen. Der Hofverkauf oder Wochenmarkt tuts dann auch.

Nicht jeder hat das in gut erreichbarer Nähe.

 

wie-
Komplettkapitulation gegenüber Datenkraken?!

Per App loggen sich die Kundinnen und Kunden beim Betreten des Rewe-Marktes ein. Kameras begleiten sie dann durch den Markt. Diese registrieren, was aus den Regalen genommen wird, [...], wie viele Pfandflaschen abgegeben werden. Zusätzlich sind in den Regalen Gewichtssensoren verbaut, die das Entfernen eines Produktes ebenfalls registrieren. Das wird dann dem Kunden zugeordnet.

Am Ende des Einkaufs gibt es dann die Rechnung aufs Handy, gezahlt wird mit Kreditkarte oder Google Pay. "Pick and Go" heißt das System, das vor wenigen Tagen in Berlin gestartet ist.

Zweierlei ist zu diesem Auszug aus dem Artikel festzustellen:

a) eine sehr prägnante wie anschauliche Beschreibung des Ablaufs und der wesentlichen Inhalte.

b) die nun offen eingeräumte Komplettkapitulation gegenüber den supranationalen Datenkraken, welche schon jetzt völlige Ignoranz gegenüber deutsch-kleinnationalem Verbraucher- und Datenschutz demonstrieren.

Eine sinnvolleZukunftsvision oder eine erschreckend wahr gewordene Dystopie?

nie wieder spd
@21:19 Uhr von marvin

Was noch fehlt, ist die Anbindung an die elektronische Gesundheitskarte und einen individuellen ökologischen Fußabdruck. Nur so kann der Kunde davor bewahrt werden, etwa bei kardiologischen Problemen oder Übergewicht mit "D" und "E" kategorisierten Produkte, oder gar Alkohol oder Zigaretten zu kaufen. Tierische Lebensmittel wie Fleisch und Käse haben zudem eine hohe Umweltbelastung und sollten deshalb nicht einfach grenzenlos konsumiert werden. Das, wie Finanzminister Lindner es nennt, "elektronische Bargeld" - ein Oxymoron - wird sicherlich geeignet sein, zukünftig auch das Ausweichen auf andere Angebote zu verhindern.

Natürlich alles nur zu unserem Besten.

Geniale Ideen. So könnte man zB Fleisch sinnvoll rationieren und vielen Tieren ein qualvolles leben und sterben ersparen. Zumindest für die Übergangszeit bis Laborfleisch massentauglich ist.

Auch der Gesundheitsaspekt ist nicht von der Hand zu weisen. So können dann Warnungen direkt beim Einkauf erfolgen.

geselliger misanthrop
Kameras begleiten sie dann durch den Markt....

... Die Frage ist doch: will ich das? Ist das mit irgendeinem Datenschutzgesetz vereinbar? und falls ja, warum?

Anna-Elisabeth
@20:44 Uhr von Froschhaarpinsel

Der gläserne Kunde wird Realität ... ein Traum für den Handel. 

Nicht nur für den Handel. Es ist auch der Einstieg in die Abschaffung des Bargelds durch die Hintertür. Der Überwachngsstaat ist da nicht mehr weit. Er kommt auf leisen Sohlen, aber er wird kommen.

Der Kunde denkt, er hat einen Riesenvorteil, in Wirklichkeit verdient der Händler zusätzlich an den Kundendaten die detaillierter nicht sein könnten. Super-Idee ... fragt sich nur, für wen?

Ich sehe überhaupt keinen Vorteil. Ich sehe zunehmende Entmenschlichung.

Anita L.
@20:38 Uhr von Tinkotis

Damit ist die Hälfte aller Probleme im Supermarkt endlich weg: Das Personal

Jetzt muss man nur noch die andere, noch nervigere Hälfte loswerden: Die Kundschaft.

Aber wenn alle anderen Branchen nachziehen, geht das ganz schnell. Dann hat nämlich niemand mehr einen Job, keiner mehr Geld, um bei den Automaten das ganze Zeugs zu kaufen und alle verhungern.

Wieso? Dafür gibt es doch das Bedingungslose Grundeinkommen? Zumindest wenn es nach den Traumvorstellungen so mancher Sozialismusideologen geht. 

Also sogar endlich eine Lösung für alle menschgemachten Probleme. Schnell noch den Wirtschaftsnobelpreis für den Erfinder, bevor es zu spät ist.

Bauer Tom
@20:56 Uhr von werner1955

Sehr gut. Dann werden wir ja jetzt die massiven Personalprobleme im Handel lösen können.

Sie haben vergessen, die Quelle zu nennen.

(siehe oben)

 

nie wieder spd
@21:43 Uhr von Marmolada

Wenn fehlerhaft Fantasiepreise eingescannt und abgebucht werden, hat der Kunde keine Kontrolle mehr, auch über sein Konto.

Man könnte sogar für jeden Kunden unterschiedliche Preise anlegen und diese nach Gehaltshöhe staffeln. So dass Mindestlöhner auch nur Mindestpreise bezahlen müssen und Besserverdienende Höchstpreise. Das empfände ich als ausgleichende Gerechtigkeit. 

wie-
Zwangsläufige Weiterentwicklung

@21:51 Uhr von geselliger misanthrop

... Die Frage ist doch: will ich das? Ist das mit irgendeinem Datenschutzgesetz vereinbar? und falls ja, warum?

Schon seit Jahren legen die bestimmenden supranationalen Softwarekonzerne, meta, amazon, google, microsoft, detaillierte personenbezogene Profile jedes Menschen dieses Planeten an, dessen Daten, Bilder, Stimme, irgendwie digital verfügbar sind, und das völlig unabhängig von irgendwo irgendwann gegebenen Einwilligungen nach nationalem Recht.

Supermärkte, wie im Artikel beschrieben, füllen somit auf willkommene Weise eine Lücke, denn Präferenzen und Kaufverhalten über eigene Aktivitäten im digitalen Raum sind ja bereits völlig erfasst und analysiert.

Nun kommt, weit besser als jede personalisierte "Kunden-/Rabattkarte", noch eine ganz Reihe weiterer wertvoller Datenkonglomerate über höchst persönliche Präferenzen und Bedürfnisse hinzu. Garantiert, dass die jeweiligen persönlichen Profile nach Rückkehr vom Einkaufen passgenaue Werbung einspielen.

Anna-Elisabeth

>>Knapp 500 Kameras wurden in Prenzlauer Berg verbaut. Den Rest erledigt die Software. Am Eingang wird das Gangbild und die Statur des Kunden gescannt und analysiert. Ab diesem Moment ist er für die Software einzigartig und quer durch den Markt verfolgbar.>>

Gruselig.

>>Ein Wiedererkennen beim nächsten Besuch, also ein Speichern der Daten erfolgt aber nicht.<<

Kann man glauben, muss man aber nicht.

KowaIski
@21:19 Uhr von zöpfchen

Die Supermärkte werden auf Sicht vor dem Dilemma stehen entweder die Preise massiv zu erhöhen oder eben auf selberscannen und zahlen zu setzen.

Ich schätze mal, sie machen beides.

schabernack
Und niemals wieder …

 

Artikel: Kameras begleiten sie [die Kunden] dann durch den Markt. Diese registrieren, was aus den Regalen genommen wird, welches Obst oder Gemüse gewogen, wie viele Pfandflaschen abgegeben werden. Zusätzlich sind in den Regalen Gewichtssensoren verbaut, die das Entfernen eines Produktes ebenfalls registrieren. Das wird dann dem Kunden zugeordnet.

 

… gehe irgendwer mit kleineren Kindern im Supermarkt einkaufen. Schon gar nicht mit solchen mehreren Kindern, die das System mit Kameras und Wiegen schon kapieren, und mal ausprobieren wollen, was man damit an Schabernack und Schindluder treiben kann.

 

 

 

 

 

 

Anita L.
@21:44 Uhr von Anna-Elisabeth

Der gläserne Kunde wird Realität ... ein Traum für den Handel. Der Kunde denkt, er hat einen Riesenvorteil, in Wirklichkeit verdient der Händler zusätzlich an den Kundendaten die detaillierter nicht sein könnten. Super-Idee ... fragt sich nur, für wen?

Wer das nicht möchte braucht ja da nicht zu kaufen. Der Hofverkauf oder Wochenmarkt tuts dann auch.

Nicht jeder hat das in gut erreichbarer Nähe.

Das ist kein Hindernis. Die bestehenden Hofverkäufe und Wochenmärkte sind auch nicht von selbst entstanden oder vom Himmel gefallen. Ich erinnere an die "Badehose"...

berelsbub
@22:02 Uhr von nie wieder spd

Wenn fehlerhaft Fantasiepreise eingescannt und abgebucht werden, hat der Kunde keine Kontrolle mehr, auch über sein Konto.

Man könnte sogar für jeden Kunden unterschiedliche Preise anlegen und diese nach Gehaltshöhe staffeln. So dass Mindestlöhner auch nur Mindestpreise bezahlen müssen und Besserverdienende Höchstpreise. Das empfände ich als ausgleichende Gerechtigkeit. 

Das könnte die Solidarität im Volke fördern, weil der arbeitslose Nachbar für die Pilotin einkaufen geht 

KowaIski
@22:02 Uhr von nie wieder spd

Man könnte sogar für jeden Kunden unterschiedliche Preise anlegen und diese nach Gehaltshöhe staffeln. So dass Mindestlöhner auch nur Mindestpreise bezahlen müssen und Besserverdienende Höchstpreise.

Ist ja langweilig. Ich hätte jetzt wenigstens erwartet, dass es umgekehrt geht.

wie-
Inwertsetzung von Kundendaten, Fortsetzung

@21:55 Uhr von Anna-Elisabeth

Der gläserne Kunde wird Realität ... ein Traum für den Handel. 

Nicht nur für den Handel. Es ist auch der Einstieg in die Abschaffung des Bargelds durch die Hintertür. Der Überwachngsstaat ist da nicht mehr weit. Er kommt auf leisen Sohlen, aber er wird kommen.

"Der Staat" ist hier lediglich nur Erfüllungsgehilfe. Der hilflosen Art.

Der Kunde denkt, er hat einen Riesenvorteil, in Wirklichkeit verdient der Händler zusätzlich an den Kundendaten die detaillierter nicht sein könnten. Super-Idee ... fragt sich nur, für wen?

Ich sehe überhaupt keinen Vorteil. Ich sehe zunehmende Entmenschlichung.

Nein. Nicht "Entmenschlichung", sondern Arbeiten an völliger Transparenz individueller Datensätze, Bedürfnisse, Präferenzen. Das, was im Artikel beschrieben wird, ist nur ein weiterer Mosaikstein zur völligen Auslieferung biometrischer und psychosozialer Datenprofile an staatlich nicht kontollierbare Konzerne - durchaus die wahren zukünftigen Herrscher bei naiven Parlamenten.

werner1955
@22:02 Uhr von nie wieder spd

Wenn fehlerhaft Fantasiepreise eingescannt und abgebucht werden, hat der Kunde keine Kontrolle mehr, auch über sein Konto.

Man könnte sogar für jeden Kunden unterschiedliche Preise anlegen und diese nach Gehaltshöhe staffeln. So dass Mindestlöhner auch nur Mindestpreise bezahlen müssen und Besserverdienende Höchstpreise. Das empfände ich als ausgleichende Gerechtigkeit. 

Wenn alle arm sind und jexer teilhbe am Elend erreicht hat sind auch alle zufrieden.

Anna-Elisabeth
@21:19 Uhr von marvin

Was noch fehlt, ist die Anbindung an die elektronische Gesundheitskarte und einen individuellen ökologischen Fußabdruck. Nur so kann der Kunde davor bewahrt werden, etwa bei kardiologischen Problemen oder Übergewicht mit "D" und "E" kategorisierten Produkte, oder gar Alkohol oder Zigaretten zu kaufen. Tierische Lebensmittel wie Fleisch und Käse haben zudem eine hohe Umweltbelastung und sollten deshalb nicht einfach grenzenlos konsumiert werden. Das, wie Finanzminister Lindner es nennt, "elektronische Bargeld" - ein Oxymoron - wird sicherlich geeignet sein, zukünftig auch das Ausweichen auf andere Angebote zu verhindern.

Natürlich alles nur zu unserem Besten.

Ganz ruhig. Wir sind ja noch Anfänger...

Ich werde mein Leben jedenfalls ganz ohne jede (Zwangs-)App beenden. 

 

schabernack
Und niemals wieder …

 

Artikel: Kameras begleiten sie [die Kunden] dann durch den Markt. Diese registrieren, was aus den Regalen genommen wird, welches Obst oder Gemüse gewogen, wie viele Pfandflaschen abgegeben werden. Zusätzlich sind in den Regalen Gewichtssensoren verbaut, die das Entfernen eines Produktes ebenfalls registrieren. Das wird dann dem Kunden zugeordnet.

 

… gehe irgendwer mit kleineren Kindern im Supermarkt einkaufen. Schon gar nicht mit solchen mehreren Kindern, die das System mit Kameras und Wiegen schon kapieren, und mal ausprobieren wollen, was man damit an Schabernack und Schindluder treiben kann.

 

Kinder nehmen ja nie was auch Regalen wie 10 T

KowaIski
@21:51 Uhr von geselliger misanthrop

... Die Frage ist doch: will ich das? Ist das mit irgendeinem Datenschutzgesetz vereinbar? und falls ja, warum?

Die Firmen müssen sich an den Datenschutz halten. Das ist geltendes Recht. Eine Weitergabe der Daten ist nicht erlaubt. Und die Käuferdaten dürfen auch nur für den unmittelbaren Abrechnungszweck benutzt, aber nicht darüber hinaus gespeichert werden.

Anita L.
@22:02 Uhr von nie wieder spd

Wenn fehlerhaft Fantasiepreise eingescannt und abgebucht werden, hat der Kunde keine Kontrolle mehr, auch über sein Konto.

Man könnte sogar für jeden Kunden unterschiedliche Preise anlegen und diese nach Gehaltshöhe staffeln. So dass Mindestlöhner auch nur Mindestpreise bezahlen müssen und Besserverdienende Höchstpreise. Das empfände ich als ausgleichende Gerechtigkeit. 

Solange der "Besserverdienende" eine gleichwertige Verantwortung in seinem Beruf hat, für den er dann aber weiterhin "besser" bezahlt wird, und wenn die Ausbildung für diesen Beruf gleichwertig anspruchsvoll ist, gehe ich mit Ihrem Vorschlag mit. Aber erklären Sie mal einem Chirurgen, warum er mehr für das Brot aus dem Supermarkt bezahlen soll als beispielsweise ein Friseur. 

wie-
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@22:02 Uhr von nie wieder spd

Wenn fehlerhaft Fantasiepreise eingescannt und abgebucht werden, hat der Kunde keine Kontrolle mehr, auch über sein Konto.

Man könnte sogar für jeden Kunden unterschiedliche Preise anlegen und diese nach Gehaltshöhe staffeln. So dass Mindestlöhner auch nur Mindestpreise bezahlen müssen und Besserverdienende Höchstpreise. Das empfände ich als ausgleichende Gerechtigkeit. 

Genauso gut könnte aber sein, dass die Kundinnen und Kunden, welche zukünftig noch mehr als bisher über Kunden- bzw. Rabattkarten Datentransparenz und Einwilligung in das Anlegen von personenenbezogenen individuellen Profilen gewähren, weiterhin zusätzliche Nachlässe abgreifen können.

Was nicht unbedingt ein monetärer Vorteil sein dürfte, denn dank Datenvernetzung ist dann nach der Rückkehr in's traute und sichere Heim dem Zuspammen mit passgenauer Produkt- und Wahlwerbung im Internet und über das eigene "Smart-TV", "Smart-Radio" jederzeit möglich. Die Einwilligung wurde ja per App erteilt.

Mauersegler
@21:55 Uhr von Anna-Elisabeth

Der Überwachngsstaat ist da nicht mehr weit. Er kommt auf leisen Sohlen, aber er wird kommen.

 

Das mag ja sein, ich weiß nur nicht, wie Sie darauf gerade bei diesen Aktivitäten der Privatwirtschaft kommen. In (bisher) demokratischen Gesellschaften sehe ich das weit größere Problem in der Machtanhäufung privatwirtschaftlicher (um nicht zu sagen, kapitalistischer) Unternehmen.

 

 

Anna-Elisabeth
@22:08 Uhr von wie-

"Der Staat" ist hier lediglich nur Erfüllungsgehilfe. Der hilflosen Art.

Der Kunde denkt, er hat einen Riesenvorteil, in Wirklichkeit verdient der Händler zusätzlich an den Kundendaten die detaillierter nicht sein könnten. Super-Idee ... fragt sich nur, für wen?

Ich sehe überhaupt keinen Vorteil. Ich sehe zunehmende Entmenschlichung.

Nein. Nicht "Entmenschlichung", sondern Arbeiten an völliger Transparenz individueller Datensätze, Bedürfnisse, Präferenzen. Das, was im Artikel beschrieben wird, ist nur ein weiterer Mosaikstein zur völligen Auslieferung biometrischer und psychosozialer Datenprofile an staatlich nicht kontollierbare Konzerne - durchaus die wahren zukünftigen Herrscher bei naiven Parlamenten.

Ja, alles, was Sie beschreiben kommt hinzu. Das ist in meinen Augen Entmenschlichung.

Hinzu kommt, dass sich selbst in unserer sicher geglaubten Demokratie die Staatsform einmal ändern kann.

 

wie-
Datenschutz: kein Hindernis für Datenkraken

@22:12 Uhr von KowaIski

... Die Frage ist doch: will ich das? Ist das mit irgendeinem Datenschutzgesetz vereinbar? und falls ja, warum?

Die Firmen müssen sich an den Datenschutz halten. Das ist geltendes Recht. Eine Weitergabe der Daten ist nicht erlaubt. Und die Käuferdaten dürfen auch nur für den unmittelbaren Abrechnungszweck benutzt, aber nicht darüber hinaus gespeichert werden.

Im Artikel wird ausdrücklich "Google-Pay" erwähnt. Insofern ist Ihr zunächst völlig berechtigter und faktenbasierter Hinweis tatsächlich im Endeffekt nur naives Wunschdenken. Mit der Zustimmung zur Installation der entsprechenden App, völlig egal ob Sie noch das "Privacy-Shield-Häkchen" aktivieren oder nicht, übertragen Sie Ihre Daten über Ihr Google oder Android-Betriebssystem an die jeweiligen Datenbanken der Konzerne. Datenschutzgesetze in Deutschland hin oder her. Machen Sie sich kundig.

Deutschland ist bezogen auf die Möglichkeiten des Internets, gut wie schlecht, noch unwissende Provinz.

KowaIski
Ungeahnte Möglichkeiten

Die Software könnte sich über Lautsprecher direkt an den Kunden wenden und ihn warnen, wenn er die Hand ins Regal ausstreckt, dass zu viele zuckerhaltige Softdrinks dick machen können oder zu viel Fleisch ungesund ist usw.

schabernack
Und niemals wieder …

 

Artikel: Kameras begleiten sie [die Kunden] dann durch den Markt. Diese registrieren, was aus den Regalen genommen wird, welches Obst oder Gemüse gewogen, wie viele Pfandflaschen abgegeben werden. Zusätzlich sind in den Regalen Gewichtssensoren verbaut, die das Entfernen eines Produktes ebenfalls registrieren. Das wird dann dem Kunden zugeordnet.

 

… gehe irgendwer mit kleineren Kindern im Supermarkt einkaufen. Schon gar nicht mit solchen mehreren Kindern, die das System mit Kameras und Wiegen schon kapieren, und mal ausprobieren wollen, was man damit an Schabernack und Schindluder treiben kann.

 

Kinder nehmen ja nie was auch Regalen wie 10 Tüten Gummibärchen, von denen man dann 9 wieder zurück räumen muss ins Regal. Wie wird so was, und wie werden Kinder gewogen, die mal an Regalen klettern. Am Ende muss man die mitgebrachten Blagen noch bezahlen, nimmt man sie wieder raus aus dem Regal.

 

Das wird ein lustiges Einkaufsvergnügen über Stunden mit Wiegen von Kindern und Grünen Gummibären …

wie-
Die Deutsche Bahn macht's bereits vor

@22:10 Uhr von Anna-Elisabeth

Ich werde mein Leben jedenfalls ganz ohne jede (Zwangs-)App beenden. 

Tja, die Staatsfirma Deutsche Bahn AG macht's bereits vor. Unter Leitung von FDP-Verkehrsministern und mit dem Segen von Verbraucherschutz- und Datenschutz. BahnCard und BahnBonus gibt's seit diesem Sommer nur noch per App auf dem Smart-Phone und nur über den DB-Navigator. Abonnements im Fernverkehr per Papierticket sind im Auslaufen, "Comfort Check in" per App und "DB Navigator" werden empfohlen. Da läuft bereits bundesweit im großen Stil nichts anderes, als was in den im Artikel beschriebenen Supermärkten nun erprobt wird.

Befragungen oder Zustimmungen der Kundinnen und Kunden der Deutschen Bahn, wie gesagt, ein Unternehmen noch völlig unter der Kontrolle des Parlaments in Berlin, hat's zuvor nicht gegeben.

Natürlich soll das ganze nur zum Wohle des Kunden sein. Nun, auf die miserable Quote an Unpünktlichkeit im ÖPFV hatte dieser Aspekt der Digitalisierung bislang keinerlei Einfluss.

werner1955
@22:19 Uhr von Mauersegler

Machtanhäufung privatwirtschaftlicher (um nicht zu sagen, kapitalistischer) Unternehmen.

 Aber viel schlimmer ist es das diese Machtanhäufung in kommunistischen, religösen  oder faschistischen Systemen schon ganz alles erreicht haben.

Und wir können wenigstens in Frieden, Freiheit und fast alle in Wohlstand leben.

 

marvin
@21:50 Uhr von nie wieder spd

Geniale Ideen. So könnte man zB Fleisch sinnvoll rationieren und vielen Tieren ein qualvolles leben und sterben ersparen.

Und wer brav geimpft ist, bekäme eine Bratwurst gratis.

Zumindest für die Übergangszeit bis Laborfleisch massentauglich ist.

Laborfleisch hat bislang leider die wenig kommunizierte Eigenschaft, aus Stammzellen zu wachsen. Fragen Sie lieber nicht, wo die herkommen.

Aber US-Amerikaner fragen ja bekanntlich nicht. Dort wurde es gerade zugelassen.

Auch der Gesundheitsaspekt ist nicht von der Hand zu weisen. So können dann Warnungen direkt beim Einkauf erfolgen.

Vor allem auch bezüglich der emotionalen Gesundheit: Twitter und Facebook ließen sich quasi an der Kasse zensieren. Natürlich ebenfalls nur zu unserem Besten.

 

AfD mit glied
@22:02 Uhr von nie wieder spd

Man könnte sogar für jeden Kunden unterschiedliche Preise anlegen und diese nach Gehaltshöhe staffeln. So dass Mindestlöhner auch nur Mindestpreise bezahlen müssen und Besserverdienende Höchstpreise. Das empfände ich als ausgleichende Gerechtigkeit. 

Das wäre aber diskriminierend und damit gegen das Gesetz. Außerdem ist es doch sinnvoll, dass es Gehaltsunterschiede für unterschiedlich qualifizierte Tätigkeiten gibt. Warum wollen Sie das künstlich "ausgleichen"?

Mauersegler
@22:27 Uhr von wie-

BahnCard und BahnBonus gibt's seit diesem Sommer nur noch per App auf dem Smart-Phone und nur über den DB-Navigator.

 

Als mir das mitgeteilt wurde, habe ich eine böse Beschwerdemail geschrieben. Die blieb seltsamerweise unbeantwortet. 

 

 

Anna-Elisabeth
@22:12 Uhr von KowaIski

... Die Frage ist doch: will ich das? Ist das mit irgendeinem Datenschutzgesetz vereinbar? und falls ja, warum?

Die Firmen müssen sich an den Datenschutz halten. Das ist geltendes Recht. 

Das gilt auch für die Überwachung von Mitarbeitern. Und doch wird hier geltendes Recht immer wieder gebrochen.

Es wurden ja schon mehrfach entsprechende Fälle vor Gericht verhandelt.

Wie soll eine Kunde denn überhaupt prüfen können, ob geltendes Recht eingehalten wird?

 

AfD mit glied
@22:27 Uhr von wie-

Tja, die Staatsfirma Deutsche Bahn AG macht's bereits vor. Unter Leitung von FDP-Verkehrsministern und mit dem Segen von Verbraucherschutz- und Datenschutz. BahnCard und BahnBonus gibt's seit diesem Sommer nur noch per App auf dem Smart-Phone und nur über den DB-Navigator.

Das begrüße ich ausdrücklich und hoffe, dass Tickets bald ganz ohne Papierverschwendung auskommen.

wie-
Datenkontrolle: ein neues Menschenrecht

@22:19 Uhr von Anna-Elisabeth

Hinzu kommt, dass sich selbst in unserer sicher geglaubten Demokratie die Staatsform einmal ändern kann.

Die Staatsform ist den supranationalen Konzernen im Hintergrund relativ egal, so lange die jeweilige Regierung nicht die Macht und Datenquellen dieser Konzerne beeinflusst. Die VR China, ein in diesem Zusammenhang gruseliger Vergleich, zeigt derzeit nicht nur gekonnt die Möglichkeiten auf, wenn Digitalisierung und allgegenwärtige digitalisierte Überwachungssysteme mit Smart-Phone-basierten Internetzugängen kombieniert werden, die VR China beweist auch, wie mit einigem technischen Know-how und genügender Marktmacht es gelingen kann, sich von den US-amerikanischen Software-, Plattform- und Datenmultis unabhängig zu machen.

Egal ob parteichinesische oder privatwirtschaftliche us-amerikanische Tech-Giganten die Kontrolle über die persönlichen Daten und Präferenzen haben: "Otto-Normalverbraucher" hat hier zunehmen keinerlei Chance der Wahl von Alternativen.

Halleluja
Ohne Kasse macht Spaß.

Das baut richtig gut Arbeitsplätze ab und die Supermarktketten können noch mehr Geld abgreifen.

Aber der größte Teil der Kunden macht es nicht. Gerade heute im IKEA in Freiburg i.B. beobachtet.

weingasi1
@21:50 Uhr von nie wieder spd

 

Geniale Ideen. So könnte man zB Fleisch sinnvoll rationieren und vielen Tieren ein qualvolles leben und sterben ersparen. Zumindest für die Übergangszeit bis Laborfleisch massentauglich ist.

Auch der Gesundheitsaspekt ist nicht von der Hand zu weisen. So können dann Warnungen direkt beim Einkauf erfolgen.

Ihre Phantasie geht heute aber wirklich mit Ihnen durch. Welches Interesse sollte denn eigentlich ein Supermarkt haben, seine Ware freiwillig zu rationieren. Der will verkaufen u.a. muss er dieses neue System, was bestimmt einiges an Investitionen erfordert, bezahlen. Ein Supermarkt ist ein Händler, der will seine Sachen, u.a. Fleisch verkaufen und nicht seine Kundschaft erziehen. Ich hoffe sehr, dass ich die Zeiten, wo es nur noch Laborfleisch gibt, nicht mehr erleben muss. Wenn Sie sich bevormunden lassen, bitte. Ich ziehe vor, meine eigenen Entscheidungen zu treffen, solange sie nicht ungesetzlich sind !

 

nie wieder spd
@22:03 Uhr von Anna-Elisabeth

>>Knapp 500 Kameras wurden in Prenzlauer Berg verbaut. Den Rest erledigt die Software. Am Eingang wird das Gangbild und die Statur des Kunden gescannt und analysiert. Ab diesem Moment ist er für die Software einzigartig und quer durch den Markt verfolgbar.>>

Gruselig.

>>Ein Wiedererkennen beim nächsten Besuch, also ein Speichern der Daten erfolgt aber nicht.<<

Kann man glauben, muss man aber nicht.

Es ist doch klasse, dass eine Gesichtserkennung gar nicht mehr benötigt wird. Man stelle sich vor, wieviele Kriminelle identifiziert werden können, die ihr Gesicht unkenntlich gemacht haben. Mit ähnlicher Software hat die Polizei nach dem Ausrauben der grünen Grotte gearbeitet.

Mauersegler
@22:24 Uhr von schabernack

Das wird ein lustiges Einkaufsvergnügen über Stunden mit Wiegen von Kindern und Grünen Gummibären …

 

Da bekommt das weihnachtliche Kindlwiegen doch gleich einen ganz neuen Sinn.

 

AfD mit glied
@22:24 Uhr von schabernack

Kinder nehmen ja nie was auch Regalen wie 10 Tüten Gummibärchen, von denen man dann 9 wieder zurück räumen muss ins Regal. Wie wird so was, und wie werden Kinder gewogen, die mal an Regalen klettern.

Das haben meine Kinder nie getan. Ich hätte es ihnen auch nicht geraten.

redfan96
@21:23 Uhr von franxinatra

und wer die Abläufe in Baumärkten oder beim Elchkaufhaus beobachtet stellt schnell fest; weder geht es wirklich flotter, noch kommen diese Bereiche ohne Personal aus.

Es wird nur eine Menge Geld für Technologien verbrannt, die binnen kurzem wieder veraltet sind...

 

Stimmt, ich sage immer, wer hinter mir bei so einer Selbstbedienerkasse warten muss, hat Pech gehabt. Weder schaffe ich es, die Waren so schnell einzuspannen wie es angelerntes Personal kann, noch bin ich dann besonders schnell mit der Karte. Und es steht immer jemand vom Personal daneben und überwacht alles. Noch schlimmer sind Hybridkassen, d.h. Die Ware wird zwar normal übers Band geschoben, aber ich muss dann mit Scheinen hantieren und die in den Schlitz schieben. Und dann auf das Wechselgeld warten.V.a. Man hat überhaupt gar keine Zeit zum Verstauen der Ware, alles erzeugt nur Hetze und Stress. Entmenschlichung trifft es sehr gut.

AfD mit glied
@22:36 Uhr von Halleluja

Das baut richtig gut Arbeitsplätze ab und die Supermarktketten können noch mehr Geld abgreifen.

Es bringt sicher auch den Kunden Vorteile, wenn die Arbeitsplätze weg fallen können.

nie wieder spd
@22:03 Uhr von wie-

@21:51 Uhr von geselliger misanthrop

... Die Frage ist doch: will ich das? Ist das mit irgendeinem Datenschutzgesetz vereinbar? und falls ja, warum?

Schon seit Jahren legen die bestimmenden supranationalen Softwarekonzerne, meta, amazon, google, microsoft, detaillierte personenbezogene Profile jedes Menschen dieses Planeten an, dessen Daten, Bilder, Stimme, irgendwie digital verfügbar sind, und das völlig unabhängig von irgendwo irgendwann gegebenen Einwilligungen nach nationalem Recht.

Supermärkte, wie im Artikel beschrieben, füllen somit auf willkommene Weise eine Lücke, denn Präferenzen und Kaufverhalten über eigene Aktivitäten im digitalen Raum sind ja bereits völlig erfasst und analysiert.

Nun kommt, weit besser als jede personalisierte "Kunden-/Rabattkarte", noch eine ganz Reihe weiterer wertvoller Datenkonglomerate über höchst persönliche Präferenzen und Bedürfnisse hinzu. Garantiert, dass die jeweiligen pe...

Nicht passende Werbung wäre mir aber noch unangenehmer.

weingasi1
@22:33 Uhr von Anna-Elisabeth

... Die Frage ist doch: will ich das? Ist das mit irgendeinem Datenschutzgesetz vereinbar? und falls ja, warum?

Die Firmen müssen sich an den Datenschutz halten. Das ist geltendes Recht. 

Das gilt auch für die Überwachung von Mitarbeitern. Und doch wird hier geltendes Recht immer wieder gebrochen.

Es wurden ja schon mehrfach entsprechende Fälle vor Gericht verhandelt.

Wie soll eine Kunde denn überhaupt prüfen können, ob geltendes Recht eingehalten wird?

Das wird nicht lange dauern, bis eine Verbraucherinstitution einen (Muster-)Prozess durchzieht.

Davon abgesehen, wird geltendes Recht auf vielfältigste Weise immer und immer wieder gebrochen : Diebstahl, Raub, Mord, Betrug und und und. Was sollten wir daraus lernen ? Keine Ahnung. Wer so einkaufen möchte, soll es tun, wer nicht möchte, soll es lassen, solange es Alternativen gibt.

 

 

nie wieder spd
@22:10 Uhr von werner1955

Wenn fehlerhaft Fantasiepreise eingescannt und abgebucht werden, hat der Kunde keine Kontrolle mehr, auch über sein Konto.

Man könnte sogar für jeden Kunden unterschiedliche Preise anlegen und diese nach Gehaltshöhe staffeln. So dass Mindestlöhner auch nur Mindestpreise bezahlen müssen und Besserverdienende Höchstpreise. Das empfände ich als ausgleichende Gerechtigkeit. 

Wenn alle arm sind und jexer teilhbe am Elend erreicht hat sind auch alle zufrieden.

Naja, andersrum funktioniert es ja offensichtlich nicht.

wie-
Öko-Bilanz des Internets: miserabel, miserabel

@22:34 Uhr von AfD mit glied

Tja, die Staatsfirma Deutsche Bahn AG macht's bereits vor. Unter Leitung von FDP-Verkehrsministern und mit dem Segen von Verbraucherschutz- und Datenschutz. BahnCard und BahnBonus gibt's seit diesem Sommer nur noch per App auf dem Smart-Phone und nur über den DB-Navigator.

Das begrüße ich ausdrücklich und hoffe, dass Tickets bald ganz ohne Papierverschwendung auskommen.

Ok. Bei Abonnements reden wir von einem Brief mit einer Seite Inhalt pro Jahr. Stellen Sie dieser "Papierverschwenung" einmal die Verschwendung von Strom aus fossiler Erzeugung und Ressourcen sowie Kühlwasser für Smart-Phone, Rechenzentren, Funkmasten, Datenabfragen sowie Speicherung Ihrer Daten auf den weltweit verteilten Servern gegenüber: Ihr Ticket im DIN A5-Format aus recycliertem Papier wird harmlos sein gegenüber der von Ihnen hier präferierten Alternative.

Aber gerne dürfen Sie sich auch konstruktiv zum Thema des zu kommentierenden Artikels hier einbringen.

werner1955
@22:35 Uhr von wie-

Egal ob parteichinesische oder privatwirtschaftliche us-amerikanische Tech-Giganten die Kontrolle über die persönlichen Daten und Präferenzen haben: "Otto-Normalverbraucher" hat...

Da wir doch sowieso die Klimalage nicht ändern können, wie gering sind da die Probleme von Normalverbraucher.

Mauersegler
@22:27 Uhr von wie-

BahnCard und BahnBonus gibt's seit diesem Sommer nur noch per App auf dem Smart-Phone und nur über den DB-Navigator.

 

Ich habe unten zu schnell geantwortet: Ihre Behauptung stimmt nicht. Die Bahncard gibt es weiterhin als Karte. Was nur noch per App geht, ist die Abfrge der Statuspunkte. 

Dagegen habe ich Beschwerde eingelegt, nicht, weil es mich sonderlich betrifft, sondern weil ich etwas gegen den Zwang zum Smartphone mitsamt der Registrierung bei Datenkraken habe.

 

 

 

wie-
Bildungs- und Informationsauftrag der ARD?

@22:32 Uhr von Mauersegler

BahnCard und BahnBonus gibt's seit diesem Sommer nur noch per App auf dem Smart-Phone und nur über den DB-Navigator.

Als mir das mitgeteilt wurde, habe ich eine böse Beschwerdemail geschrieben. Die blieb seltsamerweise unbeantwortet.

Sie sind da beileibe kein Einzelfall. Seltsam, dass die Verbraucherzentralen und föderalen Verbraucherschutzministerien bislang augescheinlich völlig apathisch in dieser Sache blieben.

Ach ja, eine ergänzende Stellungnahme von Daten- und Verbraucherschützern zum im Artikel beschriebenen personallosen Supermarkt der Zukunft wäre eine wertvolle Abrundung der Reportage gewesen. Nun, vielleicht haken da noch die investigativen Formate Monitor oder Report oder Kontraste noch einmal gehörig und ausführlich nach. Wäre sehr wünschenswert im Sinne des Bildungsauftrags der ARD.

nie wieder spd
@21:55 Uhr von Anna-Elisabeth

Der gläserne Kunde wird Realität ... ein Traum für den Handel. 

Nicht nur für den Handel. Es ist auch der Einstieg in die Abschaffung des Bargelds durch die Hintertür. Der Überwachngsstaat ist da nicht mehr weit. Er kommt auf leisen Sohlen, aber er wird kommen.

Der Kunde denkt, er hat einen Riesenvorteil, in Wirklichkeit verdient der Händler zusätzlich an den Kundendaten die detaillierter nicht sein könnten. Super-Idee ... fragt sich nur, für wen?

Ich sehe überhaupt keinen Vorteil. Ich sehe zunehmende Entmenschlichung.

Bei einem Einkauf habe ich noch nie andere Kunden oder dortiges Personal kennengelernt, auf die ich nicht auch immer schon verzichten konnte. 

Robert Wypchlo
@20:38 Uhr von Tinkotis

Damit ist die Hälfte aller Probleme im Supermarkt endlich weg: Das Personal.

 

Jetzt muss man nur noch die andere, noch nervigere Hälfte loswerden: Die Kundschaft.

 

Aber wenn alle anderen Branchen nachziehen, geht das ganz schnell. Dann hat nämlich niemand mehr einen Job, keiner mehr Geld, um bei den Automaten das ganze Zeugs zu kaufen und alle verhungern.

 

Also sogar endlich eine Lösung für alle menschgemachten Probleme. Schnell noch den Wirtschaftsnobelpreis für den Erfinder, bevor es zu spät ist.

Na, super! Man soll in der Zukunft nicht mehr beim Einkauf im Supermarkt eine Kasse benötigen. Das heisst also man kann sich die Zeit sparen, in der die Artikel auf das Fließband kommen und nur noch Euro und Cent werden benötigt. Das heisst im Umkehrschluss aber auch, dass man im Jahr mehr Zeit hat für noch viel mehr Einkäufe und für noch viel mehr weggeworfene Lebensmittel. Das geht nicht! In Deutschland muss es ein Umdenken geben.

berelsbub
@22:30 Uhr von marvin

 

Auch der Gesundheitsaspekt ist nicht von der Hand zu weisen. So können dann Warnungen direkt beim Einkauf erfolgen.

Vor allem auch bezüglich der emotionalen Gesundheit: Twitter und Facebook ließen sich quasi an der Kasse zensieren. Natürlich ebenfalls nur zu unserem Besten.

man könnte sich natürlich vor dem Betreten des Supermarktes noch kurz durch Dr. Rob medizinisch durchchecken lassen und bekommt aufgrund von Daten zum Blutdruck / Blutzucker / Puls noch ein paar Kaufempfehlungen an die Hand. 

Freue mich schon auf die Zeit, in der andere Menschen oder Maschinen mir sagen, was ich heute einkaufen muss

 

weingasi1
@22:24 Uhr von schabernack

 

… gehe irgendwer mit kleineren Kindern im Supermarkt einkaufen. Schon gar nicht mit solchen mehreren Kindern, die das System mit Kameras und Wiegen schon kapieren, und mal ausprobieren wollen, was man damit an Schabernack und Schindluder treiben kann.

 

Kinder nehmen ja nie was auch Regalen wie 10 Tüten Gummibärchen, von denen man dann 9 wieder zurück räumen muss ins Regal. Wie wird so was, und wie werden Kinder gewogen, die mal an Regalen klettern. Am Ende muss man die mitgebrachten Blagen noch bezahlen, nimmt man sie wieder raus aus dem Regal.

Bitte bleiben Sie mit Ihren Beiträgen diesem Forum treu. Ich habe z.Zt. nicht soviel zum Lachen; Sie schaffen es fast immer. Danke an Sie und schönen Sonntag.

 

 

 

Anna-Elisabeth
@22:21 Uhr von KowaIski

Die Software könnte sich über Lautsprecher direkt an den Kunden wenden und ihn warnen, wenn er die Hand ins Regal ausstreckt, dass zu viele zuckerhaltige Softdrinks dick machen können oder zu viel Fleisch ungesund ist usw.

Bei so einer Lautsprecheransage würde ich den Drink nehmen und gegen den Lautspecher werfen. Wäre interessant zu erfahren, wie die Videoüberwachung so ein "Bewegungsprofil" interpretiert.

Wo bei mir einfällt: Es kommt doch immer wieder mal vor, dass einem Kunden ein Glass Marmelade aus der Hand fällt oder ein ähnliches Missgeschick passiert. Wer macht dann den Dreck weg? Wer haftet, wenn jemand ausrutuscht und sich verletzt?

nie wieder spd
@22:07 Uhr von berelsbub

Wenn fehlerhaft Fantasiepreise eingescannt und abgebucht werden, hat der Kunde keine Kontrolle mehr, auch über sein Konto.

Man könnte sogar für jeden Kunden unterschiedliche Preise anlegen und diese nach Gehaltshöhe staffeln. So dass Mindestlöhner auch nur Mindestpreise bezahlen müssen und Besserverdienende Höchstpreise. Das empfände ich als ausgleichende Gerechtigkeit. 

Das könnte die Solidarität im Volke fördern, weil der arbeitslose Nachbar für die Pilotin einkaufen geht 

Oder so.

AfD mit glied
@20:59 Uhr von Mika D

Immer mehr Servicetätigkeiten und Tätigkeiten übernimmt der Einzelne selbst. Beim Flugbuchen incl.  einchecken hat es angefangen, mittlerweile ein Selbstläufer. Es werden nur noch wenige Leute benötigt, die ...

Das ist doch gut. Man braucht doch kein Personal, um einen Flug zu buchen oder eine Fahrkarte zu kaufen.

wie-
Nudging hier, Nudging dort: Datenfreigaben

@22:21 Uhr von KowaIski

Die Software könnte sich über Lautsprecher direkt an den Kunden wenden und ihn warnen, wenn er die Hand ins Regal ausstreckt, dass zu viele zuckerhaltige Softdrinks dick machen können oder zu viel Fleisch ungesund ist usw.

Nun, eine Driektverknüpfung Ihrer Einkaufs- und Produktpräferenzen mit der demnächst dann ebenfalls aur Ihrem Smart-Phone zu installierenden Bonus-Programm-App Ihrer Krankenkasse oder aber Gesundheitsdaten im Tausch für das Versprechen geringer Beiträge oder Bonus-Leistungen liegt auf jeden Fall sehr nahe. Ist denkbar und somit logisch.

Kaneel
@22:27 Uhr von wie- Bahnbashing?

Sie schreiben:

BahnCard und BahnBonus gibt's seit diesem Sommer nur noch per App auf dem Smart-Phone und nur über den DB-Navigator. [...] Da läuft bereits bundesweit im großen Stil nichts anderes, als was in den im Artikel beschriebenen Supermärkten nun erprobt wird.

Auf der Homepage der Bahn steht:

Die BahnCard XYZ können Sie gleich hier online kaufen. 

Sie ist außerdem erhältlich in DB Reisezentren und Agenturen der Deutschen Bahn und in der App DB Navigator.