Kommentare - Afghanistan: Dutzende ehemalige Ortskräfte inzwischen tot

09. Oktober 2022 - 08:58 Uhr

Dutzende ehemalige Ortskräfte der Bundeswehr, die nach der Machtübernahme der Taliban noch aus Afghanistan evakuiert werden sollten, sind inzwischen tot. Das bestätigte die Bundesregierung. Nicht alle starben eines natürlichen Todes.

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Traurige Wahrheit

Es ist kein Desaster, es ist schlichtweg traurige Wahrheit. Wenn ich mir die Auflistung ansähe, gab es wohl keine gezielten Racheakte an diesen Menschen, das ist bemerkenswert. Leider werden in einer Kontrollgruppe etwa genauso viele Menschen gestorben/umgebracht sein.

 Natürlich bekommt jeder, den wir nach Deutschland holen können, eine viel höhere relative Sicherheit, wie bei allem Leid auf der Welt stellt sich jedoch die Frage: was ist mit den anderen? Sollen die Zurückgebliebenen  ein doppeltes Leid haben, die Gefahr und die brutale Wahrheit, dass sie nicht berücksichtigt und in Sicherheit gebracht werden, warum? 

Fordern lässt sich viel, eine Lösung, die kein Leid vergrößert, hat keiner.  Nichts tun ist auch keine Lösung. Insofern bin ich zufrieden, dass Deutschland etwas Positives bereits gemacht hat, vermutlich mehr als jedes andere Land der Welt. 

Vor den Toten verneige ich…

Vor den Toten verneige ich mich.

Das Versagen der Verantwortlichen, diese ehemaligen Ortskräfte aus Afghanistan nicht in Sicherheit gebracht zu haben, erzürnt mich.

@Tagesschau

Wie ist es den Ortskräften anderer Länder ergangen, die in Afghanistan Krieg geführt haben? Wieviele Ortskräfte wurden von anderen Ländern hilflos in Afghanistan zurückgelassen?
Gibt es eigentlich auch in Mali Ortskräfte? 
Wie wird mit denen verfahren, wenn die Bundeswehr demnächst abziehen muss? 
Da müßten doch jetzt schon Vorbereitungen getroffen werden.

Afghanistan

ein vollständig fehlgeschlagenes Unternehmen. Nie die Mehrheit der Bevölkerung erreicht. Die wollen keine Besatzung von niemanden.

Der große Verbündeten hat sein eigenes Ding gemacht, keine Absprachen oder Vorbereitungen. Diese tragen die Schuld am Abzugsdesaster. 

Die sogenannte Verantwortung Deutschlands ist einständig wiederholtes Dogma und falsch. Unsere Verantwortung auch historisch, sollten Friedens- und  Konfliktvermeidend sein. 

 

 

„Nicht alle starben eines natürlichen Todes“

Der Tod vieler von ihnen hätte verhindert werden können, wenn diejenigen, in deren Interesse sie damals gearbeitet haben ihnen bei ihrem Versuch, der „Strafe“  bzw. dem Terror der Taliban zu entkommen sie nicht im Stich gelassen, sondern ihnen geholfen hätten, faktisch unüberwindbare bürokratische Hürden zu umgehen („Als problematisch bei der Ausreise der Verbliebenen erweist sich unter anderem, dass die Taliban einen Reisepass verlangen, den aber nicht alle Betroffenen besitzen“).

warum werden wir nicht mehre am Hindukusch verteidigt

sondern jetzt am Dnepr. Wo werden wir demnächst verteidigt werden, in Taipeh? - Kurzgesagt: Deutschland läuft nur den USA hinterher und hat in alledem nicht das geringste eigene Interesse. Ortskräfte sind da nur eine Form von collateral damage der deutschen Außen- und Kriegspolitik.

Konsequenzen?

Es gibt für mich keine Rechtfertigung für die Handlungsverzögerung bzw. Handlungsverweigerung der deutschen Politik und ich hoffe, dass dieses Versagen Konsequenzen nach sich zieht. In welcher Form weiß ich nicht, denn die dafür Verantwortlichen sind nicht mehr im Amt.

Menschen sind zu Tode gekommen, da Warnungen nicht ernst genommen wurden und die Entscheider zu lange gezögert und nicht vorsorglich gehandelt haben. Die Formalitäten hätten doch bereits vorausschauend geregelt werden können, so dass es nicht an fehlenden Pässen scheitert.

Auch die Ortskräfte, die durch Anschläge oder Unfälle ums Leben gekommen sind, würden noch leben, wenn diese an einem sicheren Ort in Deutschland gewesen wären.

@09:35 Uhr von sosprach

ein vollständig fehlgeschlagenes Unternehmen. Nie die Mehrheit der Bevölkerung erreicht. Die wollen keine Besatzung von niemanden.

Der Einsatz wurde in Deutschland mit Mehrheit beschlossen, sonst hätte es ihn nicht geben können. Und eine Besatzung von Afghanistan hat es nie gegeben und es war auch nicht geplant. Der Einsatz war ein Hilfseinsatz um der Gewalt der Taliban zu begegnen. Schade, dass das am Ende dann doch gescheitert ist.

Unsere Sicherheit

Das ist sehr traurig.

 

Aber es ist nicht nur Versagen hinsichtlich fehlender Hilfeleistung, sondern auch sicherheitspolitisch.

 

Die Bundeswehr wird auch in Zukunft im Ausland auf loyale "Ortskräfte" angewiesen sein. Werden "Ortskräfte", wenn sie von dem Schicksal dieser Unglücklichen erfahren, noch loyal sein?

 

Das ist so deprimierend, dass bei diesem Thema, Flucht, Asyl, Schutz, überhaupt aufgrund der vielen Desinformationen immer über eigentlich Unstrittiges gestritten wird, aber das wirklich Wesentliche gar nicht zur Sprache kommt:

 

Dass nämlich unsere Sicherheit bedroht ist, wenn wir uns abschotten, wenn wir denken, die Welt da draußen ginge uns nichts an. "Wir können ja nicht allen helfen, wir können nicht alles Unheil abstellen". Aber auf die eine oder andere Art gelangt es stets zu uns, wenn wir nicht aktiv werden.

Aufgebauscht

Die 36.000 Ortskräfte haben ein Vielfaches der normalen Afghanen verdient. Die Arbeitsbedingungen bei der Bundeswehr waren sicherlich weitaus respektvoller und menschlicher als an vergleichbaren Arbeitsplätzen.

 

Wenn in den 1,5 Jahren des Abzugs 30 von 36.000 Hilfskräften versterben, dann liegt die Größe bei etwa 0,5 %. Zum Vergleich, die Wahrscheinlichkeit im Jahr 2022 bei einem Autounfall in der BRD zu versterben liegt alliene schon bei 0,05 %.

 

In einem Land wie Afghanistan, mit rivalisierenden Ethnien, schlechter Wirtschaftslage und einem mangelhaften Gesundheitssystem wundert einen die Sterblichkeitsquote von 0,5 % bei den Ortskräften im Jahr nicht. Allein ist es kein Grund diese damals von der Bundeswehr hoch bezahlten Hilfskräfte in das deutsche Sozialsystem einzufliegen. Das ist wieder so eine ideologische Forderung der Altparteien, die völlig an der eigenen Bevölkerung vorbei geht.

Verantwortlich sind die Mullahs und die islamischen Staaten

Schon wieder sollen wir "Schuld" haben - gehts noch? 20 Jahre lang haben Deutschland, die USA und andere westliche Länder - erfolgreich - versucht, dem Land wenigstens etwas Ruhe zu bringen. Aber viele haben das abgelehnt. Von den z.T. reichen arabischen Ölstaaten kam - nichts! Außer Waffen ...

Und die Kritiker jammern jetzt über die durch die Taliban Ermordeten. Nein, die Afghanistanmission war erfolgreich, eine menschenrechtskonforme Demokratie wollten die Menschen dort nicht. Erst recht nicht, wenn die reichen Ölstaaten und die Mullahs  der Region nichts außer Waffen, Terror und Krieg (und Fußball-WM mit vielen toten Arbeitssklaven)  unterstützen ...

Wir sollten froh über unsere Demokratie sein und sie unterstützen,  statt sie immer nur  zu kritisieren und ihr den "Schuld" geben ... sonst werden wir sie nicht mehr lange haben!

@10:08 Uhr von Robbe1005

Es ist kein Desaster, es ist schlichtweg traurige Wahrheit. Wenn ich mir die Auflistung ansähe, gab es wohl keine gezielten Racheakte an diesen Menschen, das ist bemerkenswert. Leider werden in einer Kontrollgruppe etwa genauso viele Menschen gestorben/umgebracht sein.
 Natürlich bekommt jeder, den wir nach Deutschland holen können, eine viel höhere relative Sicherheit, wie bei allem Leid auf der Welt stellt sich jedoch die Frage: was ist mit den anderen? Sollen die Zurückgebliebenen  ein doppeltes Leid haben, die Gefahr und die brutale Wahrheit, dass sie nicht berücksichtigt und in Sicherheit gebracht werden, warum? 
Fordern lässt sich viel, eine Lösung, die kein Leid vergrößert, hat keiner.  Nichts tun ist auch keine Lösung. Insofern bin ich zufrieden, dass Deutschland etwas Positives bereits gemacht hat, vermutlich mehr als jedes andere Land der Welt. 

Ich stimme zu, wirklich. Ich finde es richtig, wenn wir mal versuchen, das Gute in den Dingen sehen, auch wenn nicht alles gut ist. 

Alle ehemaligen ...

... Besatzer von Afghanistan, sprich die NATO-Länder plus der Rest vom Wertewesten wie Australien etc. haben fluchtartig das 20 Jahre besetzte Land verlassen. Um ihre eigene Haut vor den anrückenden Taliban zu retten. Was interessiert da die dortige Bevölkerung, geschweige Ortskräfte.                            Um Einflusssphären im hiesigen Raum und um ein NATO-Bollwerk südlich von Russland ging es von Anfang an.

@09:55 Uhr von Alles für die Katz

Die Bundeswehr wird auch in Zukunft im Ausland auf loyale "Ortskräfte" angewiesen sein. Werden "Ortskräfte", wenn sie von dem Schicksal dieser Unglücklichen erfahren, noch loyal sein?

Von den meisten Dienstleistern wird man ja nicht unbedingt eine besondere Loyalität fordern. Das ist hier ja auch nicht anders. Unsere Firma fordert von Handwerkern oder Reinigungskräften keine besondere Loyalität.

Was haben die Ortskräfte erwartet?

Die Ortskräfte konnten ja nicht davon ausgehen, dass sie bei einer Machtübernahme der Taliban automatisch Asyl in Deutschland bekommen. Sie haben sich ja auch in dem Sinne nichts zu Schulden kommen lassen.

@09:55 Uhr von freie Ukraine

ein vollständig fehlgeschlagenes Unternehmen. Nie die Mehrheit der Bevölkerung erreicht. Die wollen keine Besatzung von niemanden.

Der Einsatz wurde in Deutschland mit Mehrheit beschlossen, sonst hätte es ihn nicht geben können. Und eine Besatzung von Afghanistan hat es nie gegeben und es war auch nicht geplant. Der Einsatz war ein Hilfseinsatz um der Gewalt der Taliban zu begegnen. Schade, dass das am Ende dann doch gescheitert ist.

Danke für die Richtigstellung.

Aber ich finde, die Frage, welchen Sinn solche Einsätze grundsätzlich haben, viel wichtiger. Warum versuchen wir, in Bereichen dieser Welt, Frieden zu schaffen, mit unseren Kräften, indem wir mit Gewalt in das Land kommen? Sollten wir nicht den Dingen ihren Lauf lassen? Wenn eine Nation Demokratisch werden möchte, dann sollten wir nicht im übertriebenem Maße versuchen, dies Land zu einer Demokratie zwingen, denn selbst dann funktioniert es nicht. Wollen die Menschen eine Demokratie, wird es auch passieren, das hat die Zeitgezeig

@10:08 Uhr von wolf 666

... Besatzer von Afghanistan, sprich die NATO-Länder plus der Rest vom Wertewesten

Die NATO war nie Besatzer in Afghanistan, es ging immer nur um humanitäre Hilfseinsätze. Die letzte richtige Besatzungsmacht in Afghanistan war die Sowjetunion, die dort militärisch geschlagen 1989 abzezogen ist.

@10:04 Uhr von reinbolt48, Zustimmung

Schon wieder sollen wir "Schuld" haben - gehts noch? 20 Jahre lang haben Deutschland, die USA und andere westliche Länder - erfolgreich - versucht, dem Land wenigstens etwas Ruhe zu bringen. Aber viele haben das abgelehnt. Von den z.T. reichen arabischen Ölstaaten kam - nichts! Außer Waffen ...

Und die Kritiker jammern jetzt über die durch die Taliban Ermordeten. Nein, die Afghanistanmission war erfolgreich, eine menschenrechtskonforme Demokratie wollten die Menschen dort nicht. Erst recht nicht, wenn die reichen Ölstaaten und die Mullahs  der Region nichts außer Waffen, Terror und Krieg (und Fußball-WM mit vielen toten Arbeitssklaven)  unterstützen ...

Wir sollten froh über unsere Demokratie sein und sie unterstützen,  statt sie immer nur  zu kritisieren und ihr den "Schuld" geben ... sonst werden wir sie nicht mehr lange haben!

Richtig. Deutschland hat dort viel geleistet, auch sozial und medizinisch. Aber man muss sich zurückziehen, wenn das auf Kosten eigener Sicherheit geht.

@10:08 Uhr von wolf 666

Um Einflusssphären im hiesigen Raum und um ein NATO-Bollwerk südlich von Russland ging es von Anfang an.

Einflusssphären gegen Russland sichern ist ja für den Westen sicher auch sinnvoll. Verstehe nicht, warum Sie das so kritisieren. Schreiben Sie aus Russland?

Fakt ist...

... wir haben versagt und hätten Verantwortung übernehmen müssen.

 

Und das unabhängig davon, dass der Krieg von vornherein zum Scheitern verurteilt und der größte Mist war.

Und auch unabhängig davon, wie gut oder schlecht andere Länder ihren Abzug koordiniert, kommuniziert oder durchgeführt haben und wie diese Länder mit ihren eigenen Ortskräften umspringen.

 

Wir müssen doch als Souverän ein Mindestmaß an Verantwortung von denjenigen verlangen, die in unserem Auftrag in Berlin ihren Hintern platt sitzen und Entscheidungen treffen - und haben in der Auswahl der Entscheidungsträger ganz glasklar versagt.

Wir haben uns einlullen lassen von irgendwelchen Neppern und Bauernfängern, die für einen Versorgungsjob im Bundestag das blaue vom Himmel versprochen haben und müssen jetzt eben gesamtgesellschaftlich die Verantwortung - und auch die Schuld am gewaltsamen Tod der Ortskräfte - übernehmen, weil wir nicht dazu in der Lage sind, Politiker mit Verantwortungsgefühl in Amt und Würden zu heben.

@09:45 Uhr von AufgeklärteWelt

sondern jetzt am Dnepr. Wo werden wir demnächst verteidigt werden, in Taipeh? - Kurzgesagt: Deutschland läuft nur den USA hinterher und hat in alledem nicht das geringste eigene Interesse. Ortskräfte sind da nur eine Form von collateral damage der deutschen Außen- und Kriegspolitik.

 

Sie haben die Orientierung verloren. Wenn Deutschland früher am Hindukusch verteidigt wurde und jetzt am Dnjepr, werden wir uns wahrscheinlich demnächst an der Oder verteidigen müssen.

 

@09:35 Uhr von FritzF

am Ende geworden ist. Eine Friedensmission ohne Frieden. 

Noch viel mehr haben die NATO-Länder unter Führung der Five Eyes hinterlassen. Nämlich ein Land in feudaler Steinzeit.  Jetzt unter Führung der Taliban, die man doch in Afghanistan besiegen und vernichten wollte. Am Ende hat man per Handschlag mit der Talibanführung das Land und deren Bevölkerung den pol. Extremislamismus der Taliban übergeben. Eine Schande sonders Gleichen und ein Schlag ins Gesicht menschlicher Werte, was da alle NATO-Länder unter Führung der USA angerichtet haben.

@09:47 Uhr von Kaneel

Es gibt für mich keine Rechtfertigung für die Handlungsverzögerung bzw. Handlungsverweigerung der deutschen Politik und ich hoffe, dass dieses Versagen Konsequenzen nach sich zieht. In welcher Form weiß ich nicht, denn die dafür Verantwortlichen sind nicht mehr im Amt.

Naja, dann sind doch alle Konsequenzen gezogen.

Menschen sind zu Tode gekommen, da Warnungen nicht ernst genommen wurden und die Entscheider zu lange gezögert und nicht vorsorglich gehandelt haben.

Dann sollte man aber gerechterweise die Mörder bestrafen. Nicht die Leute, die es im Chaos des Zusammenbruchs nicht mehr geschafft haben, noch eine Maschine zur Evakuierung zu besorgen.

@10:08 Uhr von wolf 666

... Besatzer von Afghanistan, sprich die NATO-Länder plus der Rest vom Wertewesten wie Australien etc. haben fluchtartig das 20 Jahre besetzte Land verlassen. Um ihre eigene Haut vor den anrückenden Taliban zu retten. Was interessiert da die dortige Bevölkerung, geschweige Ortskräfte.                            Um Einflusssphären im hiesigen Raum und um ein NATO-Bollwerk südlich von Russland ging es von Anfang an.

Mir fällt immer wieder auf das die Soldaten die dort gefallen und traumatisiert sind nie erwähnt werden...... Sind die das nicht wert..... Ich hoffe das gibt keinen Balken. Die Frage ist berechtigt danke. 

10:02 Uhr von AbseitsDesMain…

In einem Land wie Afghanistan, mit rivalisierenden Ethnien, schlechter Wirtschaftslage und einem mangelhaften Gesundheitssystem wundert einen die Sterblichkeitsquote von 0,5 % bei den Ortskräften im Jahr nicht. Allein ist es kein Grund diese damals von der Bundeswehr hoch bezahlten Hilfskräfte in das deutsche Sozialsystem einzufliegen. Das ist wieder so eine ideologische Forderung der Altparteien, die völlig an der eigenen Bevölkerung vorbei geht.

 

In der Bevölkerung und in der Politik gab es dazu über Parteigrenzen hinaus Zustimmung dafür die Ortskräfte und ihre Familien nach Deutschland zu holen. Sogar Teile der AfD haben das unterstützt.

@10:08 Uhr von wolf 666

... Besatzer von Afghanistan, sprich die NATO-Länder plus der Rest vom Wertewesten wie Australien etc. haben fluchtartig das 20 Jahre besetzte Land verlassen. Um ihre eigene Haut vor den anrückenden Taliban zu retten.

Ist das nicht berechtigt? Was hätten Sie gemacht?

Was interessiert da die dortige Bevölkerung, geschweige Ortskräfte.                            Um Einflusssphären im hiesigen Raum und um ein NATO-Bollwerk südlich von Russland ging es von Anfang an.

Das stimmt nur teilweise, schon gar nicht in der Verkürzung, wie Sie die Unterstützung für Afghanistan  bis Sommer 2021darstellen.

In Afghanistan war nicht nur das Militär. Es gab Schulprojekte, Unterstützung in der Landwirtschaft, Wasser- und Hygieneprojekte, medizinische Hilfe, Frauenhilfe ... Einige der Projekte, z.B. Ärzte ohne Grenzen, arbeiten weiter, aber unter erschwerten Bedingungen. Andere haben aus Angst um ihr Leben das Land verlassen. Ist das nicht berechtigt?

 

Dazugelernt?

In Zukunft sollten die Ortskräfte noch vor dem Beginn der Mission schon nach Deutschland ausgeflogen werden, um unseren Soldaten und Zivilangestellten hier in Sicherheit alles beizubringen. Ich hoffe, aus Mali werden oder wurden die Ortskräfte schon ausgeflogen.

@10:21 Uhr von Nerv1

... Besatzer von Afghanistan, sprich die NATO-Länder plus der Rest vom Wertewesten wie Australien etc. haben fluchtartig das 20 Jahre besetzte Land verlassen. Um ihre eigene Haut vor den anrückenden Taliban zu retten. Was interessiert da die dortige Bevölkerung, geschweige Ortskräfte.                            Um Einflusssphären im hiesigen Raum und um ein NATO-Bollwerk südlich von Russland ging es von Anfang an.

Mir fällt immer wieder auf das die Soldaten die dort gefallen und traumatisiert sind nie erwähnt werden...... Sind die das nicht wert..... Ich hoffe das gibt keinen Balken. Die Frage ist berechtigt danke. 

 

Was Ihnen so alles auffällt, erstaunlich. Dann hätte Ihnen auch auffallen müssen, daß Ihre Behauptung völliger Blödsinn ist. Einfach mal Ihre berechtigte Frage in eine Suchmaschine eingeben: Traumatisierte und gefallene deutsche Soldaten. Spoiler: Von "nie erwähnt" sind die Suchergebnisse ganz weit weg.

@09:30 Uhr von nie wieder spd: das ist leider immer dasselbe

Wie ist es den Ortskräften anderer Länder ergangen, die in Afghanistan Krieg geführt haben? Wieviele Ortskräfte wurden von anderen Ländern hilflos in Afghanistan zurückgelassen?
Gibt es eigentlich auch in Mali Ortskräfte? 
Wie wird mit denen verfahren, wenn die Bundeswehr demnächst abziehen muss? 
Da müßten doch jetzt schon Vorbereitungen getroffen werden.

 

 

Als die BW sich aus Mali zurückzog, habe ich mich auch gefragt was mit den „Ortskräften“ passiert, ob das so läuft wie in Afghanistan (tut es). Die „Ortskräfte“ werden von neuen Machthabern halt als Kollaborateure und Verräter angesehen. Das kennt man auch von aktuellen Kriegen. 

09:55, Alles für die Katz

Dass nämlich unsere Sicherheit bedroht ist, wenn wir uns abschotten, wenn wir denken, die Welt da draußen ginge uns nichts an. "Wir können ja nicht allen helfen, wir können nicht alles Unheil abstellen". Aber auf die eine oder andere Art gelangt es stets zu uns, wenn wir nicht aktiv werden.

 

Noch einmal möchte ich auf Edgar Allan Poe’s Kurzgeschichte „Die Maske des roten Todes“ hinweisen. Sie ist im Netz zu finden und schnell gelesen.

 

Jedem Abschottungs- und „Geht mich nichts an“-Fan empfohlen.

@10:15 Uhr von Sesselrevoluzzer

... Besatzer von Afghanistan, sprich die NATO-Länder plus der Rest vom Wertewesten

Die NATO war nie Besatzer in Afghanistan, es ging immer nur um humanitäre Hilfseinsätze. 

 

->

Wie bitte ?

Um die Absurdität Mal deutlich zu machen:

Die Sklaverei ist ein Akt der Nächstenliebe um Menschen in Arbeit zu bringen.

Klar, alles hat seinen Preis, oder?

"Allein ist es kein Grund diese damals von der Bundeswehr hoch bezahlten Hilfskräfte in das deutsche Sozialsystem einzufliegen. Das ist wieder so eine ideologische Forderung der Altparteien, die völlig an der eigenen Bevölkerung vorbei geht." @JenseitsDesMain...

.

Wenn man derlei liest, kann einen nur das kalte Grauen befallen. Erstaunlich auch, dass Einzelne ihre Meinung als die der Bevölkerung darstellen!

Das wird BIden doch egal sein....

Deutschland war nicht federführend, das waren die USA und weil die rausgingen aus Gründen der eigenen Staatsfinanzen konnte man da nicht mehr stehen bleiben. Ich bedauere die Ortskräfte die eines nicht natürlichen Todes ums Leben kamen aber mit die Hauptursache dürfte das Chaos des amerikanischen Abzuges dort gewesen sein ... insofern sehe ich die Verantwortung nicht in Europa oder Deutschland.

Ohne das Europa eigene Entscheidungen trifft wird das auch zukünftig mit hoher Wahrscheinichkeit so sein aber viel wahrscheinlicher ist allerdings das sich kein europäischer Soldat hätte dort blicken lassen was angesichts dieses Ausgangs die bessere Option gewesen wäre.

@10:28 Uhr von Möbius

Als die BW sich aus Mali zurückzog, habe ich mich auch gefragt was mit den „Ortskräften“ passiert, ob das so läuft wie in Afghanistan (tut es). Die „Ortskräfte“ werden von neuen Machthabern halt als Kollaborateure und Verräter angesehen. Das kennt man auch von aktuellen Kriegen. 

Noch eine Frage an Sie als Experten:
Wie schützt die Wagner-Truppe ihre Ortskräfte in Mali?

@10:21 Uhr von Nerv1, traumatisierte Soldaten

... Besatzer von Afghanistan, sprich die NATO-Länder plus der Rest vom Wertewesten wie Australien etc. haben fluchtartig das 20 Jahre besetzte Land verlassen. Um ihre eigene Haut vor den anrückenden Taliban zu retten. Was interessiert da die dortige Bevölkerung, geschweige Ortskräfte.                            Um Einflusssphären im hiesigen Raum und um ein NATO-Bollwerk südlich von Russland ging es von Anfang an.

Mir fällt immer wieder auf das die Soldaten die dort gefallen und traumatisiert sind nie erwähnt werden...... Sind die das nicht wert..... Ich hoffe das gibt keinen Balken. Die Frage ist berechtigt danke. 

Die Frage nach "dem Leben danach" unserer Soldaten stelle ich mir auch. Sicherlich rechnet in Friedenszeiten keiner damit, eingezogen und in Kampfhandlungen verwickelt zu werden. Aber grundsätzlich beinhaltet das der Beruf.

Wir haben keine Zwangsrekrutierten, sondern eine Berufsarmee von Freiwilligen. Die Vorbereitung für die Soldaten auf den Ernstfall muss  besser werden. 

 

@10:04 Uhr von reinbolt48, volle Zustimmung

Schon wieder sollen wir "Schuld" haben - gehts noch? 20 Jahre lang haben Deutschland, die USA und andere westliche Länder - erfolgreich - versucht, dem Land wenigstens etwas Ruhe zu bringen. Aber viele haben das abgelehnt. Von den z.T. reichen arabischen Ölstaaten kam - nichts! Außer Waffen ...

Und die Kritiker jammern jetzt über die durch die Taliban Ermordeten. Nein, die Afghanistanmission war erfolgreich, eine menschenrechtskonforme Demokratie wollten die Menschen dort nicht. Erst recht nicht, wenn die reichen Ölstaaten und die Mullahs  der Region nichts außer Waffen, Terror und Krieg (und Fußball-WM mit vielen toten Arbeitssklaven)  unterstützen ...

Wir sollten froh über unsere Demokratie sein und sie unterstützen,  statt sie immer nur  zu kritisieren und ihr den "Schuld" geben ... sonst werden wir sie nicht mehr lange haben!

Ihre Stellungnahme kann ich voll unterschreiben, seh' ich ganz genauso.

@09:20 Uhr von Bruno148

Das Versagen der Verantwortlichen, diese ehemaligen Ortskräfte aus Afghanistan nicht in Sicherheit gebracht zu haben, erzürnt mich.

Diese Ortdkräfte haben freiwillig für Ihr Land gearbeitet.

Es ist nicht unsere Schuld. Die Mörder sind und waren immer die Verbrecher in Ihrem eigenen Land.

Wir wollen nur helfen mehr nicht.

@10:21 Uhr von Nerv1 (Nachtrag)

... Besatzer von Afghanistan, sprich die NATO-Länder plus der Rest vom Wertewesten wie Australien etc. haben fluchtartig das 20 Jahre besetzte Land verlassen. Um ihre eigene Haut vor den anrückenden Taliban zu retten. Was interessiert da die dortige Bevölkerung, geschweige Ortskräfte.                            Um Einflusssphären im hiesigen Raum und um ein NATO-Bollwerk südlich von Russland ging es von Anfang an.

Mir fällt immer wieder auf das die Soldaten die dort gefallen und traumatisiert sind nie erwähnt werden...... Sind die das nicht wert..... Ich hoffe das gibt keinen Balken. Die Frage ist berechtigt danke.

 

Noch ein Nachtrag zu meiner Antwort von 10:27 Uhr. Ich kann Ihnen guten Gewissens unterstellen, daß Ihre berechtigte Frage Sie in Wirklichkeit gar nicht interessiert. Denn sonst hätten Sie sie längst in eine Suchmaschine eingegeben und sich über traumatisierte und gefallene deutsche Soldaten informiert, statt hier im Forum solche blödsinnigen Behauptungen aufzustellen.

@09:55 Uhr von freie Ukraine

ein vollständig fehlgeschlagenes Unternehmen. Nie die Mehrheit der Bevölkerung erreicht. Die wollen keine Besatzung von niemanden.

Der Einsatz wurde in Deutschland mit Mehrheit beschlossen, sonst hätte es ihn nicht geben können. Und eine Besatzung von Afghanistan hat es nie gegeben und es war auch nicht geplant. Der Einsatz war ein Hilfseinsatz um der Gewalt der Taliban zu begegnen. Schade, dass das am Ende dann doch gescheitert ist.

Was die Führungsmacht der NATO will, macht jedes NATO-Land mit. Und wo die Führungsmacht der NATO in der Welt einfällt, macht inzwischen auch jedes NATO-Land mit. Die letzte Ausnahme war der Überfall in den Irak 2003, wo zumindest offiziell unter Kanzler Schröder die Beteiligung der BRD verweigert wurde. Es sollen jedoch am deutschen Parlament vorbei geheime Deals mit den USA, die sogenannten Bagdad-Protokolle, gegeben haben. Man sieht also, ob ein Parlament zustimmt oder nicht, ist unwichtig. Bei fehlend Mehrheit im Parlament, finden sich andere Wege.

@09:55 Uhr von freie Ukraine

ein vollständig fehlgeschlagenes Unternehmen. Nie die Mehrheit der Bevölkerung erreicht. Die wollen keine Besatzung von niemanden.

Der Einsatz wurde in Deutschland mit Mehrheit beschlossen, sonst hätte es ihn nicht geben können. Und eine Besatzung von Afghanistan hat es nie gegeben und es war auch nicht geplant. Der Einsatz war ein Hilfseinsatz um der Gewalt der Taliban zu begegnen. Schade, dass das am Ende dann doch gescheitert ist.

##

Leider ist es so gekommen.Aber ich denke auch die Taliban werden in Afghanistan nicht auf Dauer regieren.Die jungen Menschen werden die Zukunft bestimmen.

Das wird Strafverfahren…

Das wird Strafverfahren deutscher Funktionäre nachsichziehen. Unterlassen Hilfeleistung als Mindestdelikt. Naja, nicht ganz. Wir messen mit zweierlei Maß. Verbleibt das Ausdrücken von Bedauern. Naja, aber bitte nicht als Schuldeingeständnis ansehen. Okay, lassen wir das Bedauern. Verurteilen wir lieber die Täter. Das hilft zwar nicht aus der Strafbarkeit, aber fürs Gewissen reicht's allemal. 

Ortskräfte

Wie viele Ortskräfte hatte die Bundeswehr beschäftigt?

Einige hundert wurden ausgeflogen?

 

 

Meine Hochachtung vor den Ortskräften

Meine Hochachtung vor den Ortskräften.
Sie setzten ihre Hoffnung in Deutschland und Europa.
Man hätte helfen können.
Man hätte unbedingt helfen und die Ortskräfte schnell ausfliegen müssen. Man hätte die Ortskräfte behandeln müssen wie eigene Soldaten.

@10:08 Uhr von wolf 666

... Besatzer von Afghanistan, sprich die NATO-Länder plus der Rest vom Wertewesten wie Australien etc. haben fluchtartig das 20 Jahre besetzte Land verlassen. Um ihre eigene Haut vor den anrückenden Taliban zu retten. Was interessiert da die dortige Bevölkerung, geschweige Ortskräfte.                            Um Einflusssphären im hiesigen Raum und um ein NATO-Bollwerk südlich von Russland ging es von Anfang an.

 

Aha.

 

Natobollwerk also.

 

Sie schreiben vom Wertewesten als Besatzer Afghanistans.

 

Den Unwerteosten klammern Sie aus.

 

Warum?

 

Das Elend in Afghanistan begann mit der Besetzung durch die UdSSR. Das sollten selbst Sie als Advokat der Wertlosigkeit wissen.

@10:39 Uhr von wolf 666

Was die Führungsmacht der NATO will, macht jedes NATO-Land mit. Und wo die Führungsmacht der NATO in der Welt einfällt, macht inzwischen auch jedes NATO-Land mit. Die letzte Ausnahme war der Überfall in den Irak 2003, wo zumindest offiziell unter Kanzler Schröder die Beteiligung der BRD verweigert wurde. Es sollen jedoch am deutschen Parlament vorbei geheime Deals mit den USA, die sogenannten Bagdad-Protokolle, gegeben haben. Man sieht also, ob ein Parlament zustimmt oder nicht, ist unwichtig. Bei fehlend Mehrheit im Parlament, finden sich

Welche Macht wünschen Sie sich denn?

Also aktuell ist die demokratische USA die beste, leider nie ganz ohne Fehler.

 

@09:47 Uhr von Kaneel

Auch die Ortskräfte, die durch Anschläge oder Unfälle ums Leben gekommen sind, würden noch leben, wenn diese an einem sicheren Ort in Deutschland gewesen wwären.

Und das ist mit deutschen Bürger die durch andere Menschen sterben?

Würden die auch noch leben wenn wir keine aufgenommen hätten?

@10:50 Uhr von fathaland slim

... Besatzer von Afghanistan, sprich die NATO-Länder plus der Rest vom Wertewesten wie Australien etc. haben fluchtartig das 20 Jahre besetzte Land verlassen. Um ihre eigene Haut vor den anrückenden Taliban zu retten. Was interessiert da die dortige Bevölkerung, geschweige Ortskräfte.                            Um Einflusssphären im hiesigen Raum und um ein NATO-Bollwerk südlich von Russland ging es von Anfang an.

 

Aha.

 

Natobollwerk also.

 

Sie schreiben vom Wertewesten als Besatzer Afghanistans.

 

Den Unwerteosten klammern Sie aus.

 

Warum?

 

Das Elend in Afghanistan begann mit der Besetzung durch die UdSSR. Das sollten selbst Sie als Advokat der Wertlosigkeit wissen.

 

->

Also die Sowjetunion hat keine islamistischen Fanatiker finanziert,ausgebildet und nach Afghanistan gebracht um den damaligen Sozialismus in Afghanistan durch Warlords,Drogendealer und Kalifatsverwirklicher zu ersetzen - das waren "unsere Freunde" und wir

@09:20 Uhr von Bruno14

Vor den Toten verneige ich mich.

Das Versagen der Verantwortlichen, diese ehemaligen Ortskräfte aus Afghanistan nicht in Sicherheit gebracht zu haben, erzürnt mich.

Man sollte nicht immer an Versprechen der Regierungen glauben. Geht meißt nach hinten los.

Ich habe mir angewöhnt... wenn mir Olaf Scholz einen guten Morgen wünscht, das ich erst einmal zum Fenster gehe und schaue ob es auch wirklich Hell wird!

@10:15 Uhr von Sesselrevoluzzer

... Besatzer von Afghanistan, sprich die NATO-Länder plus der Rest vom Wertewesten

Die NATO war nie Besatzer in Afghanistan, es ging immer nur um humanitäre Hilfseinsätze. Die letzte richtige Besatzungsmacht in Afghanistan war die Sowjetunion, die dort militärisch geschlagen 1989 abzezogen ist.

Zum Schieflachen, diese Bemäntelung von Besatzung und Krieg der NATO-Länder über Afghanistan. Insgesamt mehr als 20 Jahre. Selbst große afghanische Hochzeitgesellschaften wurden in die Luft befördert, spring bombardiert. Mehrmals und alles dokumentiert. Selbst unschuldige Jugendliche, Kinder, Frauen und alte Männer, die von einem liegengebliebenen Tankzug Benzin/Diesel für den Hausgebrauch abfüllen wollten, wurden unter Befehl des dt. Oberst Klein in die Luft gejagt. Nur 2 von Tausenden Beispielen, wie die NATO-Länder dort wütenden und Zivilisten unschuldig umbrachten. Das blanke Gegenteil von 'humanitären Hilfseinsätzen'!

@09:35 Uhr von FritzF

Was aus dem Brunnenbohren und Aufbauhilfe 

am Ende geworden ist. Eine Friedensmission ohne Frieden. 

 

Viele Maßnahmen im Infrastruktur- und Bildungsbereich der letzten 20-25 Jahre haben konkreten Menschen konkrete Hilfen und Perspektiven gebracht, auch wenn die Gesamtmission als gescheitert betrachtet werden muss. 
Und da in dem Zeitraum die Ortskräfte ein wichtiger unverzichtbarer Teil waren, ist es ein Trauerspiel, wie sehr sie ihrem Schicksal überlassen wurden statt alle Anstrengungen zu übernehmen, sie außer Landes zu bringen.

@10:38 Uhr von werner1955

Das Versagen der Verantwortlichen, diese ehemaligen Ortskräfte aus Afghanistan nicht in Sicherheit gebracht zu haben, erzürnt mich.

Diese Ortdkräfte haben freiwillig für Ihr Land gearbeitet.

Es ist nicht unsere Schuld. Die Mörder sind und waren immer die Verbrecher in Ihrem eigenen Land.

Wir wollen nur helfen mehr nicht.

 

Zwei Fragen:

Zum Einen, wobei "nur" helfen?

Zum Anderen, wenn es keine freiwilligen Ortskräfte mehr gibt, die für "uns" arbeiten (wollen), was dann? 

@10:52 Uhr von werner1955

Was die Führungsmacht der NATO will, macht jedes NATO-Land mit. Und wo die Führungsmacht der NATO in der Welt einfällt, macht inzwischen auch jedes NATO-Land mit. Die letzte Ausnahme war der Überfall in den Irak 2003, wo zumindest offiziell unter Kanzler Schröder die Beteiligung der BRD verweigert wurde. Es sollen jedoch am deutschen Parlament vorbei geheime Deals mit den USA, die sogenannten Bagdad-Protokolle, gegeben haben. Man sieht also, ob ein Parlament zustimmt oder nicht, ist unwichtig. Bei fehlend Mehrheit im Parlament, finden sich

Welche Macht wünschen Sie sich denn?

Also aktuell ist die demokratische USA die beste, leider nie ganz ohne Fehler.

 

Wie? Wenn die USA ein demokratischer Staat ist, dann will ich keine Demokratie mehr. Dieses Land wird ausschließlich mit Geld, und Gesetzen die es seit der Gründung gibt, regiert. Alleine das Wahlrecht gehört in die Tonne! Und das ist nur ein Beispiel.

Die Ukrainer zeigen, wie es geht

Sie hatten eine gut ausgebildete Regierungsarmee von rund 300.000 Soldaten. Offenbar gab diese Armee im August 2021 gegenüber den vorrückenden Taliban-Kämpfern (etwa 60.000) keinen einzigen Schuss ab. Sie überließ der Terrormiliz ohne Gegenwehr ein riesiges Waffenarsenal, bestehend aus Panzern, Geländewagen, Maschinengewehren und Panzerfäusten. Aber für Freiheit, Demokratie, Menschen-und Frauenrechten muss man eben kämpfen – und nicht weglaufen. Die Ukrainer zeigen der ganzen Welt, wie man seine Heimat mit Zähnen und Klauen verteidigt.

Was folgt

Und wenn die Kinder dieser Leute dann irgendwann Flugzeuge in unsere Hochhäuser fliegen oder LKWs auf unsere Weihnachtsmärkte steuern, dann tut man völlig entsetzt und verständnislos.

Wer den Westen als Freund hat, braucht keinen Feind mehr.

Afgahnistan ist das beste…

Afgahnistan ist das beste Beispiel für einene Einmischung von Außen ohne ein Konzept für das DANACH!

Und von diesen Beispielen gibt es sehr viele!

@10:59 Uhr von derkleineBürger

 

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Also die Sowjetunion hat keine islamistischen Fanatiker finanziert,ausgebildet und nach Afghanistan gebracht um den damaligen Sozialismus in Afghanistan durch Warlords,Drogendealer und Kalifatsverwirklicher zu ersetzen - das waren "unsere Freunde" und wir

Bevor ich so etwas schreiben würde, würde ich vorher die ganze Afghanistanstorie erst einmal prüfen! Da ergeben sich nämlich ganz andere Perspektiven. Und das die Armut mit dem Anrücken der SU begann, ist sehr weit her geholt. Wenn dann sollte man schon bei Fakten bleiben, und sich nicht alles passend schreiben.

Wir können eigentlich nur hoffen...

...daß dieser Fehlschlag in Afghanistan unser Land vor weiteren militärischen Abenteuern bewahren wird. Es wird eine Schadensumme von 17 Milliarden genannt, wobei die in Zukunft für die "Ortskräfte° hier in Deutschland anfallenden Kosten vermutlich noch nicht einmal berücksichtigt wurden. Die große Zahl der Betreuer  (ca.36 000 !) ist mir unerklärtlich. Werden aus Mali ebenfalls solche  "Begleittruppen" in ähnlicher Zahl hergebeten ?

@10:52 Uhr von werner1955

Was die Führungsmacht der NATO will, macht jedes NATO-Land mit. Und wo die Führungsmacht der NATO in der Welt einfällt, macht inzwischen auch jedes NATO-Land mit. Die letzte Ausnahme war der Überfall in den Irak 2003, wo zumindest offiziell unter Kanzler Schröder die Beteiligung der BRD verweigert wurde. Es sollen jedoch am deutschen Parlament vorbei geheime Deals mit den USA, die sogenannten Bagdad-Protokolle, gegeben haben. Man sieht also, ob ein Parlament zustimmt oder nicht, ist unwichtig. Bei fehlend Mehrheit im Parlament, finden sich

Welche Macht wünschen Sie sich denn?

Also aktuell ist die demokratische USA die beste, leider nie ganz ohne Fehler.

 

Nur als Hinweis: die USA liegt auf Platz 36 im Demokratieindex. Somit ist ihr Favorit nur eine unvollständige/defizitäre Demokratie. 

Die skandinavischen Länder belegen Platz 1 - 4.

Übrigens ist Deutschland (Platz 5)damit im Vergleich zu den USA bedeutend besser.

....Dutzende ehemalige Ortskräfte ..."

Da stellt sich sofort die Frage, ob die Todesrate bei diesen Leuten höher ist, als bei anderen Funktionsträgern der alten Eliten oder ob die T. dort auch aufräumen und/ oder ob diese Tatsache in Verbindung mit der früheren Tätigkeit liegt, oder z. B. an der falschen Stammes-/ Familienzugehörigkeit etc. 

 

@11:16 Uhr von Mischa007

Afgahnistan ist das beste Beispiel für einene Einmischung von Außen ohne ein Konzept für das DANACH!

Die Einmischung war nicht falsch. Dass sich die Zivilgesellschaft so wenig gegen diese Taliban-Hardliner durchsetzen konnte, war einfach schade. Die Hoffnung, dass es gelingen konnte, war aber nicht von vorneherein vergebens. Es hätte ja auch anders laufen können.
Es ist nicht gelungen. Und jetzt auf die, die sich Hoffnungen gemacht haben, mit dem Finger zu zeigen, ist nicht fair.

@09:35 Uhr von sosprach

ein vollständig fehlgeschlagenes Unternehmen. Nie die Mehrheit der Bevölkerung erreicht. Die wollen keine Besatzung von niemanden.

Der große Verbündeten hat sein eigenes Ding gemacht, keine Absprachen oder Vorbereitungen. Diese tragen die Schuld am Abzugsdesaster. 

Der "große Verbündete"? Meinen Sie den Mann mit den blonden Haaren und dem Namen, der arg an ein Trampeltier erinnert? 

Eine sogenannte Verantwortung Deutschlands ist einständig wiederholtes Dogma und falsch. Unsere Verantwortung auch historisch, sollten Friedens- und  Konfliktvermeidend sein. 

Natürlich trägt auch Deutschland seinen Teil der Verantwortung. Niemand hat uns gezwungen, an dem Versuch, Afghanistan von potentiellen Terroristen zu befreien und eine tolerante Gesellschaft aufzubauen, teilzunehmen.

 

10:59, derkleineBürger @10:50 Uhr von fathaland slim

Also die Sowjetunion hat keine islamistischen Fanatiker finanziert,ausgebildet und nach Afghanistan gebracht um den damaligen Sozialismus in Afghanistan durch Warlords,Drogendealer und Kalifatsverwirklicher zu ersetzen - das waren "unsere Freunde" und wir

 

Die Sowjetunion hatte Afghanistan imperialistisch besetzt. Das, was Sie als Sozialismus bezeichnen, wollten die Afghanen offensichtlich nicht. Es stimmt, daß die CIA, für die ich nie gearbeitet habe, insofern passt der Begriff „wir“ nicht, mit ihrer „Operation Cyclone“ den Islamismus erst groß gemacht haben. Und das gilt nicht nur für Afghanistan. Der so genannte islamische Fundamentalismus ist erst seit den 70er Jahren ein Problem und ist eine direkte Folge des kalten Krieges. Die UdSSR unterstützte sozialistische Bewegungen im nahen und mittleren Osten, die CIA hielt mit Unterstützung von Islamisten dagegen.

 

Aber schön, daß Sie in dieser wirren Gemengelage gut und böse treffsicher unterscheiden können. Beneidenswert.

@11:16 Uhr von Zille1976

Und wenn die Kinder dieser Leute dann irgendwann Flugzeuge in unsere Hochhäuser fliegen oder LKWs auf unsere Weihnachtsmärkte steuern, dann tut man völlig entsetzt und verständnislos.

Wir haben ehrlich und in bester Absicht geholfen. Warum sollte man sich mit Terror an uns rächen? Das verstehe ich jetzt gar nicht.

Wer den Westen als Freund hat, braucht keinen Feind mehr.

Der Westen ist die einzige Region der Welt, die offen und fair hilft und nicht ständig Machtinteressen, Unterdrückung oder Diktatur im Schilde führt.

@09:45 Uhr von AufgeklärteWelt

sondern jetzt am Dnepr. Wo werden wir demnächst verteidigt werden, in Taipeh? - Kurzgesagt: Deutschland läuft nur den USA hinterher und hat in alledem nicht das geringste eigene Interesse. Ortskräfte sind da nur eine Form von collateral damage der deutschen Außen- und Kriegspolitik.

Äpfel und Birnen werden auch dann nicht dasselbe, wenn man sie in einen Eimer wirft. 

@09:30 Uhr von nie wieder spd

 

Wie ist es den Ortskräften anderer Länder ergangen, die in Afghanistan Krieg geführt haben? Wieviele Ortskräfte wurden von anderen Ländern hilflos in Afghanistan zurückgelassen?
Gibt es eigentlich auch in Mali Ortskräfte? 
Wie wird mit denen verfahren, wenn die Bundeswehr demnächst abziehen muss? 
Da müßten doch jetzt schon Vorbereitungen getroffen werden.

 

 

Ist TS der richtige Adressat für Ihre (berechtigten) Fragen?

@10:59 Uhr von derkleineBürger

Also die Sowjetunion hat keine islamistischen Fanatiker finanziert,ausgebildet und nach Afghanistan gebracht um den damaligen Sozialismus in Afghanistan durch Warlords,Drogendealer und Kalifatsverwirklicher zu ersetzen - das waren "unsere Freunde" und wir

Meine Freunde waren se nicht, Ich kann nicht beurteilen, welchen Freunde Sie haben oder hatten.
Die Sowjetunion hat systematisch alle afghanische Ärzte ermordet, sofern sie nicht das Land verlassen haben. Die Kinder- und Müttersterblichkeit ist in der Folge von 1979 bis 1989 auf den höchsten Wert in der Welt angestiegen.

@10:29 Uhr von Möbius

Heißt es lakonisch. Da kann einem wirklich schlecht werden ... 

Ich bin auch über diesen Absatz in dem TS-Artikel gestolpert. "Ortskräfte der Bundeswehr, die nach der Machtübernahme der Taliban noch aus Afghanistan evakuiert werden sollten, sind inzwischen tot. Nicht alle starben eines natürlichen Todes.                     Nicht alle starben eines natürlichen Todes."  Pietätloser kann man das Leid ehemalig beschäftigter Afghanen der Bundeswehr nicht formulieren.                

@10:47 Uhr von Wupeifu

Wie viele Ortskräfte hatte die Bundeswehr beschäftigt?

Einige hundert wurden ausgeflogen?

 

 

Es wurde eine Zahl mit 23.614 angegeben. 

@10:12 Uhr von Sesselrevoluzzer

 

Die Ortskräfte konnten ja nicht davon ausgehen, dass sie bei einer Machtübernahme der Taliban automatisch Asyl in Deutschland bekommen. Sie haben sich ja auch in dem Sinne nichts zu Schulden kommen lassen.

 

 

Können Sie sich vorstellen,  dass die Taliban das gänzlich anders sehen?

@10:55 Uhr von werner1955

Auch die Ortskräfte, die durch Anschläge oder Unfälle ums Leben gekommen sind, würden noch leben, wenn diese an einem sicheren Ort in Deutschland gewesen wwären.

Und das ist mit deutschen Bürger die durch andere Menschen sterben?

Würden die auch noch leben wenn wir keine aufgenommen hätten?

 

Ihre Frage verstehe ich nicht. 

@11:16 Uhr von Zille1976

Was folgt

 

Und wenn die Kinder dieser Leute dann irgendwann Flugzeuge in unsere Hochhäuser fliegen oder LKWs auf unsere Weihnachtsmärkte steuern, dann tut man völlig entsetzt und verständnislos.

Wer den Westen als Freund hat, braucht keinen Feind mehr.

 

Sie kriegen da was durcheinander.

 

Die, die Flugzeuge in Hochhäuser flogen oder LKWs auf Weihnachtsmärkte steuerten, das waren Islamisten.

 

Die Leute, um die es im hier diskutierten Artikel geht, das sind Opfer von Islamisten. Warum sollten deren Kinder zu Islamisten werden?

@10:47 Uhr von Udo

Man hätte unbedingt helfen und die Ortskräfte schnell ausfliegen müssen.

Den Flügen waren Grenzen gesetzt, als die Taliban die Hauptstadt kontrollierten.

Man hätte die Ortskräfte behandeln müssen wie eigene Soldaten.

Mit welchem Recht?

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