Kommentare - Mehr als jedes fünfte Kind ist armutsgefährdet

19. September 2022 - 15:30 Uhr

Seit Jahren steigt der Anteil von Kindern und Jugendlichen in Deutschland, die als armutsgefährdet gelten. Im vergangenen Jahr waren es 20,8 Prozent der Minderjährigen - ein neuer Höchststand.

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Kommentare

Traurig für ein "reiches"…

Traurig für ein "reiches" Land. Und noch trauriger: diese Zahl wird noch dramatisch steigen wenn nichts unternommen wird.

Prioritätensetzung

Leider sieht man als Elternteil jeden Tag, wo die Prioritäten liegen. Während es mit immer neuen so genannten "Ringtauschen" und Militärausgaben ganz ganz schnell geht, müssen wir uns Tag für Tag mit Unterrichtsausfall und nach Unterstützung regelrecht bettelnden Schulen beschäftigen. Es fehlt bei der Vermittlung von Bildung an allen Ecken und Enden. Wer es sich leisten kann, verabschiedet sich vom öffentlichen Bildungssystem. Aber das kann ja nicht die Lösung sein, weil es die Ungleichbehandlung von armutsgefährdeten Kindern und den besser gestellten weiter befeuert.

Wer das Pech hatte, in eine arme Familie hineingeboren zu werden, bleibt in aller Regel arm. Die Zukunft der Kinder interessiert die Kommunen gefühlt nicht mehr, weil sich Bildung nicht kurzfristig "rechnet".

Wo liegt die Lösung? Ein "Sondervermögen" für Bildung wäre mein Vorschlag. Und eine "konzentrierte Aktion", um Deutschland Bildungstechnisch auf den Stand vor der großen  Marktradikalisierung (ab 1990) zu bringen. 

Kinderarmut

Es ist schon traurig, dass es eine so hohe Prozentzahl an armutsbedrohte Kinder in Deutschland gibt. Die meisten betroffenen Personen sind Alleinerziehende, Alleinlebende und Personen ohne nachobligatorische Bildung, sie haben das grösste Armutsrisiko.

Dabei nützt es wenig wenn, wie von Herrn Barsch gefordert, ein fester Betrag pro Kind beschlossen werden muss. Denn meist geht dieses Geld, wie wohl auch Kindergeld an die Eltern. Was diese damit machen, kann nicht kontrolliert werden. 

gez. CVP Wähler 

( die Mitte)

 

Fachkräftemangel überall

Ein Sondervermögen für die betroffenen Kinder wäre sinnvoll und dringend nötig. 
Mit der Eintreibung der jährlichen Steuerhinterziehungen in Höhe von 150 Milliarden Euro könnten wir uns jedes Jahr 100 Milliarden Euro Sondervermögen leisten und hätten dann noch 50 Milliarden Euro für den Rest der Welt übrig. Jedes Jahr! 
Ohne Steuererhöhungen, ohne neue Steuern. 
Das müßte sogar den Finanzministern auffallen.
Wann werden die Medien auf diese Problemlösung aufmerksam und berichten endlich angemessen darüber?
 

Kinderarmut

Tja, liebe Kinderchen, wenn der Staat sagt er möchte Chancengleichheit und Frühförderung dann müßt ihr das nicht glauben. Deutschland braucht sein Geld lieber für Waffen. Haben nicht mal Geld die Umwelt zu schützen. Macht ja  nichts, es wird euer Erbe und noch ein wenig Atommüll obendrein das ihr nicht ausschlagen könnt.

Aber ihr habt ja sowie nichts zu melden. Eine schöne Zukunft noch.

 

Ich finde es…

Ich finde es unverantwortlich und egoistisch Kinder in die Welt zu setzen, wenn man nicht die Mittel hat fuer sie aufzukommen.

Statistisch Schmu gemacht

Rein statistisch betrachtet, ist in der Bundesrepublik ein deutlich höherer Anteil der Kinder von Armut bedroht als in Albanien oder dem Kosovo. Das macht doch stutzig. Oder etwa nicht?

@16:40 Uhr von nie wieder spd

... der jährlichen Steuerhinterziehungen in Höhe von 150 Milliarden Euro könnten wir ... Wann werden die Medien auf diese Problemlösung aufmerksam und berichten endlich angemessen darüber?

Dann, wenn Sie uns erklären, wie Sie diese Zahl erfunden haben.

Politik auf dem Rücken der Kinder inakzeptabel

Die Menschen wollen Wohlstand und soziale Gerechtigkeit. Politiker dürfen nicht Lobbyisten der Konzerne und Rüstungsindustrie 100 Mrd. schwere steuerfinanzierte Aufrüstungspakete servieren und zugleich Energiequellen im Osten abschneiden. 

Insbesondere Kinder leiden unter der Kälte und Hungerinflation. Extreme Preissteigerungen haben Hunger und frierende Menschen im Winter in einem reichen Land wieder möglich gemacht. 

Nicht die Pofitinteressen der Waffenhändler sondern die Gesundheit und Entwicklungschancen der Kinder muss endlich in den Mittelpunkt von Rot Grün plus Gelb gerückt werden. Die Kinder haben ein Recht auf Chancengleichheit sowie angedlichene Lebensbedingungen.

Rot Grün plus Gelb muss jetzt liefern und soziale Gerechtigkeit für Kinder herstellen. 

Bildungsferne Familien

können ihren Kindern kaum Hilfe leisten. Das Bildungsniveau der Eltern selbst ist oftmals schon defizitär und das liegt nicht immer am Schulsystem. In den 80er Jahren war ein Aussiedlerkind (aus Schlesien-Polen) in meiner Klasse. Deutsch gelernt in 6 Monaten, zwei Jahre später Klassenbeste in Deutsch und dann problemlos gutes Abi. Von Zuhause aus: wenig Geld, beide Eltern haben in Schichtarbeit geackert. Gute Vorbilder brauchte das Mädel nicht, nur die richtige Einstellung zum Lernen und Arbeiten. Die fehlt heutzutage oftmals. Gern wird das System Schule zum Sündenbock gemacht. Die Lehrer müssen heutzutage Sozialarbeiter und Familienpsychologen sein, so bleibt für das Vermitteln der Kenntnisse halt nicht genug Zeit. 
 

@16:36 Uhr von V8forever

Dabei nützt es wenig wenn, wie von Herrn Barsch gefordert, ein fester Betrag pro Kind beschlossen werden muss. Denn meist geht dieses Geld, wie wohl auch Kindergeld an die Eltern. Was diese damit machen, kann nicht kontrolliert werden.

Ginge es an die Kinder, könnte es nicht besser kontrolliert werden. Ob die es sinnvoll ausgeben, ist mehr als fraglich.

@16:30 Uhr von DerCarsten

Wer das Pech hatte, in eine arme Familie hineingeboren zu werden, bleibt in aller Regel arm. Die Zukunft der Kinder interessiert die Kommunen gefühlt nicht mehr, weil sich Bildung nicht kurzfristig "rechnet".

Ja, und dann über Fachkräftemangel jammern.

Wo liegt die Lösung? Ein "Sondervermögen" für Bildung wäre mein Vorschlag. Und eine "konzentrierte Aktion", um Deutschland Bildungstechnisch auf den Stand vor der großen  Marktradikalisierung (ab 1990) zu bringen. 

So ist es. Die unfassbare Vernachlässigung der Bildung in Deutschland fällt uns jetzt schon auf die Füße. Und wenn man dann noch lesen darf, dass den Universitäten nach den Corona-Lockdowns nun auch noch ein Energie-Lockdown droht, wird einem endgültig übel.

Meine Geschwister

und ich haben ihre Kindheit im Nachkrieg Deutschland verbracht.Wir haben in den Trümmern der Häuser gespielt und rumgetobt,aber arm haben wir uns nicht gefühlt.Sicher haben unsere Eltern auch alles getan um uns eine glückliche Kindheit zu ermöglichen.Und das ohne viel Geld.

Kinder sind arm dran

Einerseits Geldmangel, der sich seit Jahren abzeichnet. Viele fallen in ein Loch, verlieren ihren Arbeitsplatz oder malochen in drei Jobs und es reicht vorne und hinten nicht. Der "Sozialstaat" sollte sich mehr differenziert um Kinder bemühen. Der warme Geldregen für alle Familien kann freiwillig erfolgen, wenn Einnahmen da sind wie in manchen Jahren. Der warme Geldregen heute aber bevorzugt Leute mit einer Hütte, die Dimensionen unserer Vorstellung sprengt. Die Wohnfläche ist überproportional mit oft mehr als 120 qm bei 3-4 Personen. Alles geplant und kalkuliert und eine freiwillige Maßnahme. Die Leute, die in engstem Raum zusammen zur Miete wohnen und die Kosten kaum wuppen können, stehen vor null Alternative. Sie brauchen mehr Wohngeld und Wohnraum, der angemessen ist. Heizung und Nebenkosten rennen auch aktuell davon. Sozial fängt für mich da an, wo gezielt unterstützt wird. Manche Pauschale sollte überdacht werden, manche gestrichen werden und durch gezielte Geldleistung ersetzt.

Als Gegenmittel muss wieder das Märchen

von dem reichen Land herhalten. In den 70ern gab es mal die Initiative "Bildung für alle" verbunden mit Aufstiegschancen. Letzteres wurde vermutlich wegen der großen Nachfrage durch "Fordern und nicht Fördern" substituiert.

Was sagt das über ein Land…

Was sagt das über ein Land aus, das kein Geld für Kinder hat, kein Geld für alte Menschen und für kranke Menschen ist auch nichts übrig. Das ist nicht neu und Standard in Deutschland. Kinder sind was für reiche Leute, ansonsten landet man ganz schnell in der Armutsfalle. Das wäre ein Thema für die SPD oder auch für christliche Parteien, die beschäftigen sich lieber mit heimlich Krieg führen oder gehen die neue Bestellliste aus Kiew für Panzer und Co durch, die über Nacht per Twitter gesendet wurde. 

Deutschland ein reiches Land?

Wo die Angst der jungen Leute vor Armut und Kosten und Steuern neue Dimensionen erreicht, Familien immer noch für viele mit Karriereknick und Teilzeit mit MInderbezahlung heißt, was dann in kleiner Altersrente mündet, kann man kaum von Reichtum reden. Die Alten plagen Existenzängste, weil Pfelegbedarf und Kosten durch die Decke gehen. Und Kinder bleiben draußen vor, weil Einkommen immer weiter sinkt- zumindest im Niedriglohnsektor ein Problem. Wir versuchen Leute aus allen Ländern aufzunehmen, die aus Not und Krieg bei uns Schutz suchen. Auch sie gehören in den Teil der armen Kinder. Unsere Gesellschaft soll viel mit Ehrenamt wuppen, wo eigentlich der Staat seine Aufgaben hat und auch alle Leute, die einerseits Unterstützung erwarten, selbst aber ihre Freizeit wertvoller schätzen als einen Beitrag zur Gesellschaft und Gesamtaufgaben. Arm ist nicht nur Knete, sondern auch Zuwendung, Zusammenhalt und gemeinsame Aktion aller. Das ist schon lange ein Defizit wegen steigenden Egoismus.

Kinder als Geschenk

Kinderarmut ist in der Tat ein "Armutszeugnis" für jeden Staat. Gerade in Zeiten des demografischen Wandels sollten wir jedes Kind als ein Geschenk ansehen. Dabei ist die Bekämpfung finanzieller Notlagen nur eine Form gesellschaftlicher Solidarität. Genauso müssen auch die frühkindlichen Entwicklungs- und späteren Bildungschancen gefördert werden. Viele Eltern sind leider bei der Erziehung ihrer Kinder völlig überfordert. Wahrer Reichtum ist es, die ersten Jahre im Leben eines Kindes mit diesem in der häuslichen Gemeinschaft verbringen zu können. Ich wollte diese Phase meines Lebens mit keiner Sekunde missen. Leider ist dies vielen Eltern aus finanziellen Gründen nicht vergönnt.

Dass die Mitte @16:36 Uhr von V8forever

Es ist schon traurig, dass es eine so hohe Prozentzahl an armutsbedrohte Kinder in Deutschland gibt. Die meisten betroffenen Personen sind Alleinerziehende, Alleinlebende und Personen ohne nachobligatorische Bildung, sie haben das grösste Armutsrisiko.

Dabei nützt es wenig wenn, wie von Herrn Barsch gefordert, ein fester Betrag pro Kind beschlossen werden muss. Denn meist geht dieses Geld, wie wohl auch Kindergeld an die Eltern. Was diese damit machen, kann nicht kontrolliert werden. 

gez. CVP Wähler 

( die Mitte)

 

nicht viel für Barsche übrig hat, besonders wenn sie Linke sind, hatte ich mir schon gedacht.

Dass manche Nichtfische aber gleich die Eltern verdächtigen, wenn sie mal soziale Forderungen lesen,

hätte ich mir nicht vorstellen können ;-)

@16:40 Uhr von sosprach

Tja, liebe Kinderchen, wenn der Staat sagt er möchte Chancengleichheit und Frühförderung dann müßt ihr das nicht glauben. Deutschland braucht sein Geld lieber für Waffen. Haben nicht mal Geld die Umwelt zu schützen. Macht ja  nichts, es wird euer Erbe und noch ein wenig Atommüll obendrein das ihr nicht ausschlagen könnt.

Aber ihr habt ja sowie nichts zu melden. Eine schöne Zukunft noch.

 

von den Schulden die die jetzige Regierung verursacht mal ganz zu schweigen....

@16:40 Uhr von nie wieder spd

Ein Sondervermögen für die betroffenen Kinder wäre sinnvoll und dringend nötig. 
Mit der Eintreibung der jährlichen Steuerhinterziehungen in Höhe von 150 Milliarden Euro könnten wir uns jedes Jahr 100 Milliarden Euro Sondervermögen leisten und hätten dann noch 50 Milliarden Euro für den Rest der Welt übrig. Jedes Jahr! 
Ohne Steuererhöhungen, ohne neue Steuern. 
Das müßte sogar den Finanzministern auffallen.
Wann werden die Medien auf diese Problemlösung aufmerksam und berichten endlich angemessen darüber?
 

 

Wenn es doch nur so leicht wäre ! Die Medien berichten und schon wird es gut. 

Neulich war die Rede von der

Mittelschicht. Welcher "Schicht" gehören denn diese Kinder an?

Man war besorgt, die Mittelschicht schmelze dahin. Ja tut sie, weil wir uns dahin entwickeln wo es nur billigste Arbeiter und superreiche gibt.

Die Kinderarmut gehört zwangsweise zu der Entwicklung, ebenso wie die Altersarmut.

Wird nur schlimmer, so lange die Umverteilung aus der Mitte nach unten (Sozialstaat) und von unten nach ganz oben (Mindestlöhner) abläuft. Vielleicht gibts vorher noch Unruhen oder Radikalisisrung wie z.B. in Schweden zu beobachten. Denke mal so in ca. 15-20 Jahren wissen wir es.

@16:54 Uhr von Mitdenkender

können ihren Kindern kaum Hilfe leisten. Das Bildungsniveau der Eltern selbst ist oftmals schon defizitär und das liegt nicht immer am Schulsystem. In den 80er Jahren war ein Aussiedlerkind (aus Schlesien-Polen) in meiner Klasse. Deutsch gelernt in 6 Monaten, zwei Jahre später Klassenbeste in Deutsch und dann problemlos gutes Abi. Von Zuhause aus: wenig Geld, beide Eltern haben in Schichtarbeit geackert. Gute Vorbilder brauchte das Mädel nicht, nur die richtige Einstellung zum Lernen und Arbeiten. Die fehlt heutzutage oftmals. Gern wird das System Schule zum Sündenbock gemacht. Die Lehrer müssen heutzutage Sozialarbeiter und Familienpsychologen sein, so bleibt für das Vermitteln der Kenntnisse halt nicht genug Zeit. 
 

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Wie wahr,wie wahr sage ich nur.Die richtige Einstellung macht es.

@16:47 Uhr von Bauer Tom

Ich finde es unverantwortlich und egoistisch Kinder in die Welt zu setzen, wenn man nicht die Mittel hat fuer sie aufzukommen.

Das stimmt und auf manche trifft das auch zu.Es gibt aber auch welche Die möchten gerne Kinder und gehen arbeiten nur ist der verdienst gering..... Heutzutage müssen ja auch meist beide Elternteile arbeiten gehen damit es einigermaßen reicht.....wird ja immer teurer hier in Deutschland.

@16:40 Uhr von sosprach

Ich kann Ihren Unmut und Ihre Resignation verstehen. Vor allem in Sachen Klimawandel treten wir alle auf der Stelle und treffen nicht die so dringend erforderlichen Investitionen. Aber ich wünsche mir auch, dass meinem Kind ein Leben in Frieden und Freiheit vergönnt sein wird, so wie ich dies in meinem bisherigen Leben erfahren durfte. Der Krieg in der UKR zeigt indes, dass uns die Zeiten des friedllichen Zusammenlebens nicht in die Wiege gelegt werden. Auch wenn es widersprüchlich klingt: Der Frieden muss immer wieder neu erkämpft werden.

@16:52 Uhr von Initiative Neue Asoziale Marktwirtschaft

Die Menschen wollen Wohlstand und soziale Gerechtigkeit. Politiker dürfen nicht Lobbyisten der Konzerne und Rüstungsindustrie 100 Mrd. schwere steuerfinanzierte Aufrüstungspakete servieren und zugleich Energiequellen im Osten abschneiden.

Tun sie ja auch nicht. Auch ohne Lobbyist zu sein, muss man erkennen, dass eine Zeitenwende in der Verteidigungspolitik richtig ist. Und dass wir kein Gas und Öl mehr von Putin nehmen, hängt ganz klar mit seinem Angriffskrieg zusammen. Wenn er sofort aus der Ukraine abzieht und für die Schäden aufkommt, nehmen wir natürlich wieder deren Gas.

So ist das Leben

"im besten Deutschland, das es je gab"; "im Land, in dem wir gern und gut leben".

Das Zitat trifft auf vielleicht 30% der Bevölkerung zu. Weitere 50%, die sog. Mittelschicht, kämpft heute auch ums Überleben und die restlichen 20% - Alleinerziehende, viele Rentner, Migranten, ins Abseits geschobene - kämpfen täglich ums nackte Überleben.

Klar, es ist nicht vergleichbar mit dem Überlebenskampf z.B. der Ukrainer in der Ukraine, doch auch dies ist ein Überlebenskampf, während einige Politiker diesen Menschen gute Tipps wie Waschlappen benutzen... geben.

@16:47 Uhr von Bauer Tom

Ich finde es unverantwortlich und egoistisch Kinder in die Welt zu setzen, wenn man nicht die Mittel hat fuer sie aufzukommen.

Ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite haben sie natürlich recht. Aber jetzt kommen vermehrt Kinder dazu, deren Eltern vorher ganz normale Arbeiter der Mittelschicht waren. Die hatten vor Jahren noch keine Glaskugel um in diese düstere Zukunft zu blicken. Manche verloren schon während der Pandemie ihren Job oder mussten ihr Gastgewerbe aufgeben. Und jetzt kommt erst recht eine Lawine aus insolventen Firmen, Arbeitslosigkeit und Menschen, die schlichtweg die Energie- und Lebenshaltungskosten verarmen lassen.

@17:05 Uhr von Adeo60Da

Kinderarmut ist in der Tat ein "Armutszeugnis" für jeden Staat. Gerade in Zeiten des demografischen Wandels sollten wir jedes Kind als ein Geschenk ansehen. Dabei ist die Bekämpfung finanzieller Notlagen nur eine Form gesellschaftlicher Solidarität. Genauso müssen auch die frühkindlichen Entwicklungs- und späteren Bildungschancen gefördert werden. Viele Eltern sind leider bei der Erziehung ihrer Kinder völlig überfordert. Wahrer Reichtum ist es, die ersten Jahre im Leben eines Kindes mit diesem in der häuslichen Gemeinschaft verbringen zu können. Ich wollte diese Phase meines Lebens mit keiner Sekunde missen. Leider ist dies vielen Eltern aus finanziellen Gründen nicht vergönnt.

Da haben sie vollkommen Recht ich war auch zuhause ich wollte schliesslich was von meinen Kindern haben dafür haben wir sie ja auch bekommen.Das hat ja auch immer gut gereicht das eine Einkommen.....aber jetzt Grad in dieser Zeit wird bei vielen Eltern  die arbeiten gehen kaum noch was übrig bleiben.

@16:30 Uhr von DerCarsten

 

Wer das Pech hatte, in eine arme Familie hineingeboren zu werden, bleibt in aller Regel arm. Die Zukunft der Kinder interessiert die Kommunen gefühlt nicht mehr, weil sich Bildung nicht kurzfristig "rechnet".

Wo liegt die Lösung? Ein "Sondervermögen" für Bildung wäre mein Vorschlag. Und eine "konzentrierte Aktion", um Deutschland Bildungstechnisch auf den Stand vor der großen  Marktradikalisierung (ab 1990) zu bringen. 

Viele Kommunen geben ihr Bestes. Doch was sollen sie bei knappen Kassen machen? Sie werden doch von der Regierung in Berlin oder den Länderregierungen hängen gelassen. Man kann das Geld nur einmal ausgeben. Und wenn die Prioritäten darin liegen, Waffen in alle Welt zu liefern, Milliarden an Unterstützung an viele arme Völker der Erde zu vergeben, das eigene Volk, d.h. nur die ärmere Bevölkerung, aber zu vergessen oder mit 300 € Energiepauschale abzuspeisen, dann kommt es zur Situation, die wir jeden Tag sehen können, viele gehen zur Tafel, Arme werden ausgegrenzt.

@17:02 Uhr von schreiber01

Ich stimme Ihnen in vielen Teilen zu. Wir sollten aber unsere Kinderarmut nicht gegen die Unterstützungsleistungen für die UKR ausspielen. Auch in der UKR leben Kinder - und ihnen wird oft das wertvollste genommen: die Eltern, die Freiheit, oft auch das Leben. Auch das Leid und das Elend dieser Kinder sollte uns berühren. Jedes Kind, egal welcher Herkunft und Nationalität ist ein Geschenk.

@16:30 Uhr von DerCarsten

Wer das Pech hatte, in eine arme Familie hineingeboren zu werden, bleibt in aller Regel arm. Die Zukunft der Kinder interessiert die Kommunen gefühlt nicht mehr, weil sich Bildung nicht kurzfristig "rechnet".

 

Neben zu geringen Investitionen in Bildung spielt aber Meinung nach noch ein bildungsfernes Elternhaus eine große Rolle. Denn Kinder aus armen Familien sind ja nicht dümmer als andere oder werden von Bildung ausgeschlossen. Aber wenn man den Kindern nicht den Wert von Bildung vermittelt, dann kann die Schule da auch wenig machen.

@16:47 Uhr von Bauer Tom

Ich finde es unverantwortlich und egoistisch Kinder in die Welt zu setzen, wenn man nicht die Mittel hat fuer sie aufzukommen.

 

Ab wieviel Euro Monatseinkommen darf man denn Kinder bekommen?

Ist es nicht ein Armutszeugnis?

Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung steht natürlich patriotisch hinter der jeweiligen Führungspolitik. Egal welcher Coleur. Wir sind deutsche. Führungsnation. Stark und ein verlässlicher Partner für wen auch immer. Kritik unerwünscht. Kinderarmut? Gibts nicht, oder wie ein Forist gerade mal so hinschreibt "wer sich keine Kinder leisten kann, sollte sich das vorher überlegen" . Klasse. Wo sind die kritischen Fragen, warum 100Mrd in die Rüstung investiert werden können, aber 1/5tel der Kinder keine Teilhabe an sozialen und fördernden Maßnahmen haben können. H IV oder Karriere mit BG vorprogrammiert? Es macht mich einfach traurig. Die Kinder, welchen heute die Zukunft gestohlen wird, sind die künftigen Erwachsenen, welche man als BG Beziehern Faulheit unterstellen wird. Sollte man darüber nicht mal nachdenken? 

Dass einige Kinder weniger Zukunftschancen haben als andere

- und damit die Gesellschaft als Ganzes -

und dass dieser Missstand (um es vorsichtig auszudrücken) auf etwas beruht, für das sie absolut nichts können (nämlich der finanziellen Situation ihrer Eltern oder sonstigen „Erziehungsberechtigten“), bleibt so lange ein die Gesellschaft in den Grundfesten ihrer Existenz bedrohender Skandal, bis er abgestellt wird.

@17:02 Uhr von schreiber01

Was sagt das über ein Land aus, das kein Geld für Kinder hat, kein Geld für alte Menschen und für kranke Menschen ist auch nichts übrig. Das ist nicht neu und Standard in Deutschland. Kinder sind was für reiche Leute, ansonsten landet man ganz schnell in der Armutsfalle.

Was sollen diese Worthülsen? Wen bringt das weiter? Ich stamme aus sehr bescheidenen Verhältnissen mit Migrationshintergrund, mein Vater hat als Arbeiter nicht viel verdient, meine Mutter hat geputzt. Trotzdem haben alle Geschwister eine gute Schul- und Berufsausbildung. Am Ende liegt es doch nur an uns selbst, was wir aus uns machen. Was soll das Lamentieren über unser Land, über unsere Kommunen?

Wie wäre es erstmal mit Begriffsklärung und -Einordnung?

Leider ist der Begriff der Armutsgefährdung aufgrund seiner Definition (weniger als 60% des Durchschnittseinkommens) nur beschränkt aussagefähig.

Zwei kleine Beispiele:

- Wenn jeder Bürger bei heutigen Preisen 500€ im Monat verdiente, wäre keiner armutsgefährdet, obwohl wir alle arm wären.

- Wenn 30% von uns bei heutigen Preisen 1 Mio € im Jahr verdienten, und 70% 2 Mio im Jahr, dann wären 30% armutsgefährdet, obwohl sie keinerlei Schwierigkeiten hätten, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten

Beim Thema Kinder wird das (fast) zum Selbstläufer. Selbst wenn beide Eltern je ein (durchschnittliches) Netto von ca. 2000€ verdienen, sind das pro Familienmitglied mit Kindergeld:

- bei einem Kind 4219€ : 3 = 1406€ (70%)

- bei zwei Kindern 4438€ : 4 = 1109€ (55% und damit armutsgefährdet)

...

Alleinerziehende ohne Unterhalt sind nach dieser Definition fast automatisch armutsgefährdet (was in dem Fall meist auch stimmt).

 

Eine Definition, die sich am Abstand zum Existenzminimum orientiert wäre konsistenter.

 

Im Artikel fehlt die Angabe,…

Im Artikel fehlt die Angabe, dass Kinderarmut in Familien herrscht, die weniger als € 2400 im Monat zur Verfügung haben. ( = 60% vom € 4000 Durchschnittseinkommen).

@17:05 Uhr von Adeo60

" "Armutszeugnis" für jeden Staat. Gerade in Zeiten des demografischen Wandels sollten wir jedes Kind als ein Geschenk ansehen. Dabei ist die Bekämpfung finanzieller Notlagen nur eine Form gesellschaftlicher Solidarität. Genauso müssen auch die frühkindlichen Entwicklungs- und späteren Bildungschancen gefördert werden. Viele Eltern sind leider bei der Erziehung ihrer Kinder völlig überfordert. Wahrer Reichtum ist es, die ersten Jahre im Leben eines Kindes mit diesem in der häuslichen Gemeinschaft verbringen zu können. Ich wollte diese Phase meines Lebens mit keiner Sekunde missen. Leider ist dies vielen Eltern aus finanziellen Gründen nicht vergönnt."

Da stimme ich mit Ihnen voll ueberein.

Beim letzten Satz moechte ich jedoch hinzufuegen, dass es manchen Eltern nicht nicht "vergoennt" ist, sondern dass sie andere Paraeferenzen setzen, ob zur "Selbstverwirklichung" oder weil man sich an einen Standart "gewoehnt" hat, den man sich nur mit 2 oder mehr Jobs leisten kann. Alles geht nicht

 

@16:50 Uhr von Wohlstandsbäuchlein

... der jährlichen Steuerhinterziehungen in Höhe von 150 Milliarden Euro könnten wir ... Wann werden die Medien auf diese Problemlösung aufmerksam und berichten endlich angemessen darüber?

Dann, wenn Sie uns erklären, wie Sie diese Zahl erfunden haben.

Die es Zahl Stamm t von Norbert Walter Borjans, ehemaliger Finanzminister NRW, von Sigmar Gabriel, ehemaliger Wirtschaftsminister BRD, aus einem Bericht, den die Sozialdemokraten im EU-Parlament vor Jahren bei der britischen Organisation “Tax Research London” in Auftrag gegeben haben. Demnach werden Deutschland jährlich rund 159 Milliarden Euro vorenthalten. 
Der größte Teil gehe durch illegale Steuerhinterziehung verloren, ein kleinerer durch Steuervermeidung, die legal ist, aber eigentlich nicht vorgesehen und ein SPD - EU - Abgeordneter nannte auf dem „legendären“ 100% für Martin Schulz - Parteitag die Zahl 1 Billionen Euro Steuerhinterziehungen für die gesamten EU - Länder, live im TV, ohne jeglichen Widerspruch durch irgendjemanden. 

@16:59 Uhr von schiebaer45

" (...) Sicher haben unsere Eltern auch alles getan um uns eine glückliche Kindheit zu ermöglichen.Und das ohne viel Geld.

Sie sprechen mir aus der Seele. Grld kann die Leibe der Eltern zu ihren Kinder nicht aufwiegen. Es braucht keine pompösen Geschenke, sondern sehr viel Hingabe, Erziehung und Wertebewußtsein. Bei aller Kritik muss man auch feststellen, dass unser Staat sehr viel soziale Fürsorge leistet. Oft wachsen Kinder in prekären Familienverhältnissen auf - familiäre Gewalt ist keine Seltenheit. Und so mancher schaut weg. Dabei sind wir doch alle gefordert, wenn es um das Kindeswohl geht. Die motivierende Geste eines Trainers, die lobenden, aber auch kritisch behutsamen  Worte des Lehrers - all das dies trägt mit dazu bei, junge Menschen in ihrer Entwicklung zu fördern, ihnen Freude zu vermitteln  und sie zu Leistungsträgern zu entwickeln. Der Staat kann nicht alles regeln, aber die Gemeinschaft kann Stärke und Zusammenhalt beweisen.

Die statistischen Zahlen und…

Die statistischen Zahlen und die  Armutsdefinition sagen im Grunde über die tatsächliche Lebenssituation der Kinder überhaupt nichts aus. Sie dienen aber ganz gut der politischen Irreführung. Ein Kind aus einer erst  kürzlich eingewanderten Migrantenfamilie wird z.B. häufig zu den Armutsgefährdeten zählen, hat hierzulande aber regelmäßig deutlich bessere Lebenschancen als im Herkunftsland. 

@17:01 Uhr von FritzF

von dem reichen Land herhalten. In den 70ern gab es mal die Initiative "Bildung für alle" verbunden mit Aufstiegschancen. Letzteres wurde vermutlich wegen der großen Nachfrage durch "Fordern und nicht Fördern" substituiert.

Zu der Zeit war es auch Menschen mit Volksschulabschluss noch möglich, in einer Firma in die höchsten Etagen aufzusteigen, wenn seine Leistung in der Firma entsprechen gut war. Heute guckt man nur auf Zeugnisse, die eigentlich nichts mehr über die tatsächliche Leistungsfähigkeit eines Menschen aussagen. Und der Volksschüler von damals (der noch rechnen konnte) hätte heute nirgendwo mehr die geringste Chance, aufzusteigen.

Mehr als jedes fünfte Kind ist armutsgefährdet

 

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Ich schreibe seit knapp 13 Jahren in diesem Forum- in jedem Jahr finden sich mind. 2 dieser Armutsartikel. Aber geändert hat sich seitdem ............gar nichts. Im Gegenteil: die Lage verschärft sich.

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Warten wir erstmal ab, wenn der nächste Frühling kommt und die Privat- und Firmeninsolvenzen zunehmen werden, aufgrund der drastisch hohen Energiepreise. Dann könnte der nächste Artikel lauten: Jedes 3/4. Kind in Deutschland ist armutsgefährdet.

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Kinder haben keine Lobby.

@17:01 Uhr von FritzF: das waren noch Zeiten !

von dem reichen Land herhalten. In den 70ern gab es mal die Initiative "Bildung für alle" verbunden mit Aufstiegschancen. Letzteres wurde vermutlich wegen der großen Nachfrage durch "Fordern und nicht Fördern" substituiert.

 

Ja, es wurde gefördert zB einen höheren Schulabschluss zu erwerben. Weiter wurde gefördert das Berufstätige in verkürzten Studiengängen universitätsähnliche Abschlüsse in Abendschulen erwerben konnten. Das war neben dem Sozialen Wohnungsbau eine der Errungenschaften der Sozialliberalen Koalition in der alten Bundesrepublik. Später gewann ich den Eindruck diese „soziale Ader“ der Politik war vor allem der damaligen Systemkonkurrenz mit der DDR geschuldet wo Bildung für linientreue Schüler und Studenten kostenlos war. 

@16:59 Uhr von schiebaer45

und ich haben ihre Kindheit im Nachkrieg Deutschland verbracht.Wir haben in den Trümmern der Häuser gespielt und rumgetobt,aber arm haben wir uns nicht gefühlt.Sicher haben unsere Eltern auch alles getan um uns eine glückliche Kindheit zu ermöglichen.Und das ohne viel Geld.

.

Geld ist für Kinder relativ unwichtig- nur viel Zeit mit ihnen zu verbringen, das ist m. E. sehr, sehr wichtig.  Ja, die Liebe zum Kind natürlich auch....

@16:54 Uhr von Mitdenkender

Gern wird das System Schule zum Sündenbock gemacht. Die Lehrer müssen heutzutage Sozialarbeiter und Familienpsychologen sein, so bleibt für das Vermitteln der Kenntnisse halt nicht genug Zeit. 
 

Auf der anderen Seite verlieren wir jedes Jahr 50.000 Jugendliche, die unsere Schulen ohne Abschluss verlassen. Mal 20 Jahre = 1 Millionen. Diese Jugendlichen hätten mit entsprechender Betreung und Weiterbildung ganz allein den angeblichen Fachkräftemangel beheben können. 
Wir brauchen ein wesentlich besseres Schulsystem, mit kleineren Klassen, mindestens 2 Lehrern pro Klasse, viel mehr Platz und der besten Ausstattung, die möglich ist. 
Allein der Investitionsstau beträgt bei Schulen ca 50 Milliarden Euro. Also höchste Zeit für ein Sondervermögen. 

Mehr als jedes fünfte Kind ist ...

Was wieder zeigt, das man sich bei diesen Überschriften/ Untersuchungen gern um das wesentlicher herum drückt. 

Mehr als jeden fünfte Kind, das bedeutet das viel zu viele Menschen in diesem Land an der Armutsschwelle leben - mit oder ohne Hartz4/ Mindestlohn oder was auch immer. Und das die Fertilitätsquote der Minderbemittelten einfach noch immer viel zu hoch ist. 

Es ist unerträglich ....

.... sich ständig dieses heuchlerische Gejammer unserer Politiker jedweder Couleur über "Kinderarmut" anhören zu müssen. 

Es gäbe eine ganz einfache Lösung: hört auf mit der "Gießkanne" ständig das Kindergeld zu erhöhen, davon haben die Ärmsten nichts sondern koppelt es an das Haushaltseinkommen. Desweiteren wäre es wünschenswert, wenn bei Hartz 4 das Kindergeld nicht als Einkommen auf den Bedarf angerechnet werden würde, sondern als das bezeichnet werden würde, was es ist: eine Transferleistung, die nicht angerechnet werden darf. DAS liebe Politiker, wäre, zumindest im finanziellen Bereich, eine echte Unterstützung. 

Wenn ihr Vorschläge zur Finanzierung und zu Einsparpotenzial wünscht, stehe ich auch damit gerne mit gesundem Menschenverstand zur Verfügung.

@17:05 Uhr von Adeo60

Viele Eltern sind leider bei der Erziehung ihrer Kinder völlig überfordert.

Stimmt. Aber das scheint nicht nur eine Frage des Geldes zu sein, sondern eher der (fehlenden) Allgemein- und Herzensbildung.  Immer wieder kann man Mütter beobachten, die eine leere Kinderkarre vor sich herschieben und dabei auf ein Smartphone starren, während das kleine Windelpaket - vier Meter voraus - auf die nächste Straße zurennt. Man bekommt fast einen Infarkt, wenn man so etwas beobachtet.

Andere Situation im Wartezimmer: Mutter ist beim Arzt. Papa hält dem Baby das Smartphone vor das Gesicht.

Wer jetzt glaubt, dies spiele sich in einem weniger priviligierten Stadtteil ab, der kann mal Zylinderviertel - Hamburg googeln.

 

16:47 Uhr von Bauer Tom

 

"Ich finde es unverantwortlich und egoistisch Kinder in die Welt zu setzen, wenn man nicht die Mittel hat fuer sie aufzukommen"

...

 

Eine selten dumme Bemerkung.

In Deutschland sind Kinder die Ursache Nr. für Armutsrisiko. 

 

Das Mal abgesehen davon, dass niemand in die Zukunft sehen kann, jeder in Armut rutschen kann und dass bei Menschen schon immer die Gemeinschaft sich um die Kinder gekümmert hatte, weil Eltern oft genug umgekommen sind.

Wir sind ja keine Affen, auch wenn wir verwandte Arten sind.

 

Und selbst bei Affen werden Jungtiere mehr oder weniger gemeinschaftlich beschützt. Und nicht nur da.

@16:47 Uhr von Bauer Tom

Ich finde es unverantwortlich und egoistisch Kinder in die Welt zu setzen, wenn man nicht die Mittel hat fuer sie aufzukommen.

 

Das ist Ihre Meinung, ok.

 

Die Kinder haben ein Problem, sie werden nicht gefragt, ob sie auf die Welt kommen wollen.

 

Wenn sie dann da sind.

 

Unterpflügen oder wachsen und gedeihen lassen, zur Freude der Gesellschaft.

Ich sehe das ganz egoistisch

Die junge Generation wird sich später darum kümmern, dass ich im Alter versorgt werde.

 

Daher sollte man alles dafür tun, damit sie später die Fähigkeit, Zeit und Lust dafür hat.

Habe keine Lust auf Senizid, wie es in vielen armen Regionen der Fall ist.

Deutschland ist kein reiches Land

Laut Eurostat sind die Medianvermögen der Haushalte in vielen EU Ländern größer. Dazu kommt das der Wohlstand im „Reichenparadies“ Deutschland extrem ungleich verteilt ist. Laut OECD ist Deutschland Schlusslicht bei der Sozialen Mobilität. 
 

 

Da ärgert es schon, wenn für unzufriedenstellende Ergebnisse in PISA Studien die „Bildungsferne“ vieler Elternhäuser verantwortlich gemacht wird. Denn es wäre eigentlich Aufgabe des Staates, hier für Ausgleich zu sorgen anstatt die sich immer mehr verhärtende Schichtung der Gesellschaft noch zu verstärken. Ich vergleiche deshalb das heutige Deutschland gerne mit dem Ständesystem der 3. Französischen Republik. 
 

 

Das Steuer- und Erbrecht begünstigt die Macht der Eliten zusätzlich. Auch die Medien spielen heute eine andere Rolle als noch in den 70er Jahren, als die „4. Gewalt“ ihre Aufgabe noch im Aufdecken von Missständen und der Kontrolle der Mächtigen sah. Das ist leider weitgehend verloren gegangen, zugunsten der Systemwahrung. 

 

@16:55 Uhr von Anna-Elisabeth

Wer das Pech hatte, in eine arme Familie hineingeboren zu werden, bleibt in aller Regel arm. Die Zukunft der Kinder interessiert die Kommunen gefühlt nicht mehr, weil sich Bildung nicht kurzfristig "rechnet".

Ja, und dann über Fachkräftemangel jammern.

Wo liegt die Lösung? Ein "Sondervermögen" für Bildung wäre mein Vorschlag. Und eine "konzentrierte Aktion", um Deutschland Bildungstechnisch auf den Stand vor der großen  Marktradikalisierung (ab 1990) zu bringen. 

So ist es. Die unfassbare Vernachlässigung der Bildung in Deutschland fällt uns jetzt schon auf die Füße. Und wenn man dann noch lesen darf, dass den Universitäten nach den Corona-Lockdowns nun auch noch ein Energie-Lockdown droht, wird einem endgültig übel.

Momentan fällt uns alles auf die Füße, was die Politik und die Wirtschaft in den letzten Jahrzehnten angerichtet haben. 
Aber alle wollen genau so weitermachen. 
Ein Systemwechsel ist nicht vorgesehen.

@16:47 Uhr von Bauer Tom: Vermehrung nur für Reiche?

Ich finde es unverantwortlich und egoistisch Kinder in die Welt zu setzen, wenn man nicht die Mittel hat fuer sie aufzukommen.

 

M.a.W.: nur sozial Privilegierte sollten ihre „guten Gene“ an Nachkommen weitergeben ? Das Schlimme ist, dass diese eugenische Sichtweise im gut betuchten Teil der Bevölkerung wahnsinnig verbreitet ist - und natürlich nur hinter vorgehaltener Hand geäußert. 

16:59 Uhr von schiebaer45

 

"Meine Geschwister und ich haben ihre Kindheit im Nachkrieg Deutschland verbracht... "

 

....

 

Ich kann den Mist nicht mehr lesen. Das kommt von Leuten, die es noch zu gut hatten. Jeder andere wäre froh und dafür, dass es aufwärts geht 

 

Mein Großvater ist Zwangsarbeiter gewesen und nach dem Krieg hat er als Analphabet als Schäfer gearbeitet.

Wie viele solche Leute braucht man heutzutage noch? Was erwirtschaften sie und wie rüsten sie Deutschland für die globale Welt?

 

Meine Tochter hat in der 11. Klasse ein iPad. Ist von der Schule vorgegeben für die Digitalisierung. Damit würden Sie, werter schiebaer45, gar nicht mehr klarkommen. 

 

Chancengleichheit bedeutet, dass alle Kinder sich sowas leisten können.

 

 

@16:50 Uhr von Wohlstandsbäuchlein

... der jährlichen Steuerhinterziehungen in Höhe von 150 Milliarden Euro könnten wir ... Wann werden die Medien auf diese Problemlösung aufmerksam und berichten endlich angemessen darüber?

Dann, wenn Sie uns erklären, wie Sie diese Zahl erfunden haben.

Warum so bequem?

Ich helfe trotzdem:

>>Nur in Italien werden mehr Steuern hinterzogen als in Deutschland....

Murphy schätzt, dass die Schäden durch Steuerhinterziehung seit 2012 um rund 100 Milliarden Euro gesunken sind. Das wären nach der Berechnung des Ökonomen inflationsbereinigt 11,8 Prozent. Doch weiterhin entgeht dem Fiskus eine sehr viel größere Summe. Der frühere Wirtschaftsprüfer und Steuerberater kommt bei einer Analyse zum „Tax Gap“, der Steuerlücke der EU, auf 825 Milliarden Euro. Damit könnte der gesamte EU-Jahresetat finanziert werden – und das sogar fast fünf Mal.<<

 

Verfassungsauftrag umsetzen

Neben dem Demokratie, Rechtsstaats und Föderalismusprinzip fordert das GG das Sozialstaatsprinzip ein. Das Grundgesetz spricht eindeutig von der Gleichwertigkeit der Lebensbedingungen die der Bund herstellen muss. 

Der Bürger muss Haltung zeigen und den Verfassungsauftrag im Sinne der Kinder von der rot grünen und gelben Regierung einfordern. Habeck und Scholz sowie Baerbock und Lindner können nicht einfach den eigen Besitzstand bewahren und sogar noch ausbauen. Sie müssen der Auftrag des Wählers im Sinne aller Kinder umsetzen, Armut bekämpfen, Chancengleichheit herstellen und soziale Gerechtigkeit entwickeln. Fehlende Empathie sowie Profitgier der Superreichen und deren Lobbyisten dürfen nicht positiv dargestellt. Das GG sowie das Allgemenwohl muss uneingeschränkt umgesetzt und werden. 

@16:36 Uhr von V8forever

Es ist schon traurig, dass es eine so hohe Prozentzahl an armutsbedrohte Kinder in Deutschland gibt. Die meisten betroffenen Personen sind Alleinerziehende, Alleinlebende und Personen ohne nachobligatorische Bildung, sie haben das grösste Armutsrisiko.

 

Dann sollten sich die Leute mal fragen, warum sie alleinerziehend und arm sind. werden die dazu gezwungen? ein ganz klein wenig selbstverantwortung kann man von Jeder verlangen

Hinzu kommt ein ausschließendes Bildungssystem

Seit Jahrzehnten entscheidet arme Herkunft über Bildungserfolg. Kaum ein Land auf der Welt hat so ein diskriminierendes Schulsystem.

Hinzu kommen schlecht ausgebildete Grundschullehrerinnen und ein wirklich dämliches Bildungssystem.

Sieht man die Wirklichkeit, sind eher 50% armutsgefährdet.

 

Die Daten

sind wohl so, aber Arm hat nichts mit Bildung zu tun, eigentlich, die Schulen stehen allen kostenlos offen, es liegt auch an der eigenen Leistung.

Ich bin ja auch kurz nach dem Krieg geboren, wir waren Arm und auch noch Fremde, aus allen ist aber in der Schule und danach etwas geworden, jeder hat Familie aufgebaut und auch Häuser.

Und das ganz ohne Kindergeld.

Es gibt also viele andere Gründe warum das heute so ist, wer täglich mit offenen Augen durch die Straßen geht, und sein Umfeld kennt und beobachtet, der sieht auch die vielfältigen Gründe, Geld allein ist es nicht.

Und die Schule, einschließlich der Lehrer ist auch nicht der Grund für das Dilemma was wir haben.

Problem Schulsystem

Es wird nicht helfen, Eltern in bildungsfernen oder prekären Verhältnissen mehr Geld in die Hand zu geben.

Helfen würde ein Umbau des Schulsystems, so wie in den USA, in den nordeuropäischen Ländern und in Japan,

Ganztagsschule, aber nicht mit Notbetrieb sondern mit Sport, Kunst, Musik, Hausaufgabenhilfe, allem was Kinder in bildungsnahen Haushalten von den Eltern mitbekommen.

Dazu ein gesundes, biologisch und ernährungswissenschaftlich ausgesuchtes Essen und Schulkleidung bis hin zur Sportausrüstung.

Solche Kinder erhalten dann alles was es braucht, um sich selbst aus der Armutsfalle zu befreien, durch Bildung und damit selbstständige Berufswahl oder Studium.

@17:19 Uhr von Adeo60

Ich kann Ihren Unmut und Ihre Resignation verstehen. Vor allem in Sachen Klimawandel treten wir alle auf der Stelle und treffen nicht die so dringend erforderlichen Investitionen. Aber ich wünsche mir auch, dass meinem Kind ein Leben in Frieden und Freiheit vergönnt sein wird, so wie ich dies in meinem bisherigen Leben erfahren durfte. Der Krieg in der UKR zeigt indes, dass uns die Zeiten des friedllichen Zusammenlebens nicht in die Wiege gelegt werden. Auch wenn es widersprüchlich klingt: Der Frieden muss immer wieder neu erkämpft werden.

##

Da ist was Wahres dran: Der Frieden muss immer wieder neu erkämpft werden,leider.Ich habe auch das große Glück seit 77 Jahren hier in Deutschland in Frieden zu leben.Ich weiß aber es könnte auch anders sein,jetzt da Putin an der Macht ist.

Unbegreiflich.

Ich denke ein wirklich reiches Land wie Deutschland sollte in der Lage sein seine Kinder die gleiche Chancen der Ernährung, Kleidung, der Unterbringung und der Erziehung  geben. Wenn bei 20 % der Kinder dies nicht mehr möglich oder gewollt ist so ist dies untragbar. Zum einen für die Kinder die aus dieser Benachteiligung nie mehr heraus kommen, zum andern ist davon aus zu gehen das deren Kinder das gleiche Leid erleben. Des weiteren schaffen wir ein zunehmender Anteil der Bevölkerung die steuerlich unterstützt werden muss da sie keinen ordentlichen Beruf ergreifen kann. Und Volkswirtschaftlich ist es ein Irrsinn wenn eine bereits schwindende Geburtenrate nicht ein minimum  an Chancen erhält.

Definition - und - Wir brauchen die alle

Ich nehme mir dann mal die Freiheit das Wort "armutsgefährdet" in dem Zusammenhang zu definieren: Armutsgefährdete Kinder und Jugendliche = Kinder und Jugendliche, deren Entwicklung durch Armut gefährdet ist. Dass die Entwicklung von mehr als jedem fünften Minderjährigen gefährdet ist, ist ein Trauerspiel. Unsere Gesellschaft braucht die alle. Und bis dahin brauchen die uns.

@16:40 Uhr von nie wieder spd

Ein Sondervermögen für die betroffenen Kinder wäre sinnvoll und dringend nötig. 
Mit der Eintreibung der jährlichen Steuerhinterziehungen in Höhe von 150 Milliarden Euro könnten wir uns jedes Jahr 100 Milliarden Euro Sondervermögen leisten und hätten dann noch 50 Milliarden Euro für den Rest der Welt übrig. Jedes Jahr! 
Ohne Steuererhöhungen, ohne neue Steuern. 
Das müßte sogar den Finanzministern auffallen.
Wann werden die Medien auf diese Problemlösung aufmerksam und berichten endlich angemessen darüber?

Ausser Ihnen, der das ja gefühlt in jedem 2. Beitrag widerkäut, fühlt sich offenbar niemand dazu berufen. Im übrigen ist die Summe reine Spekulation, jeder einzelne Euro muss nachgewiesen werden. Steuervermeidungen sind keine Steuerhinterziehungen. Davon abgesehen verfrühstücken Sie diese Summe jedesmal für ein anderes Problemfeld. Schon deswegen sind Ihre ständigen diesbezügl. Beiträge obsolet. Im übrigen scheint das Interesse in der Tat ziemlich überschaubar.
 

 

@16:48 Uhr von Wohlstandsbäuchlein

Rein statistisch betrachtet, ist in der Bundesrepublik ein deutlich höherer Anteil der Kinder von Armut bedroht als in Albanien oder dem Kosovo. Das macht doch stutzig. Oder etwa nicht?

Liegt wohl daran, dass man dort einen anderen Massstab bezügl. Armut hat. Ausserdem ist es ja richtig, wenn gesagt wird, dass Alleinerziehende das grösste Armutsrisiko tragen. Derer wird es dort vermutlich auch nicht so viele geben.

 

@17:28 Uhr von Anderes1961

Ich finde es unverantwortlich und egoistisch Kinder in die Welt zu setzen, wenn man nicht die Mittel hat fuer sie aufzukommen.

 

"Ab wieviel Euro Monatseinkommen darf man denn Kinder bekommen?"

Es geht nicht um einen bestimmten Betrag, sondern darum, ob man die Mittel hat, ein Kind grosszuziehen.

Notfalls muss man dann halt seine eigenen Ansprueche anpassen. Das wollen aber leider nicht mehr viele.

 

@17:55 Uhr von Tada

 

"Ich finde es unverantwortlich und egoistisch Kinder in die Welt zu setzen, wenn man nicht die Mittel hat fuer sie aufzukommen"

...

 

"Eine selten dumme Bemerkung.

In Deutschland sind Kinder die Ursache Nr. für Armutsrisiko. 

 

Das Mal abgesehen davon, dass niemand in die Zukunft sehen kann, jeder in Armut rutschen kann und dass bei Menschen schon immer die Gemeinschaft sich um die Kinder gekümmert hatte, weil Eltern oft genug umgekommen sind.

Wir sind ja keine Affen, auch wenn wir verwandte Arten sind.

 

Und selbst bei Affen werden Jungtiere mehr oder weniger gemeinschaftlich beschützt. Und nicht nur da."

Sie haben die Kernaussage nicht verstanden. Vieleicht nochmal lesen. Auch im Zusammenhang mit den anderen Kommentaren von mir

 

@16:59 Uhr von schiebaer45

und ich haben ihre Kindheit im Nachkrieg Deutschland verbracht.Wir haben in den Trümmern der Häuser gespielt und rumgetobt,aber arm haben wir uns nicht gefühlt.Sicher haben unsere Eltern auch alles getan um uns eine glückliche Kindheit zu ermöglichen.Und das ohne viel Geld.

Wenn damals 79,2% der Kinder um Sie und ihre Geschwister herum jedoch nicht in Trümmern hätten spielen müssen, sondern gut ausgerüstet zum Schwimmen, Rollschuhfahren, Hockeyspielen, ... hätten gehen können, wie wäre das für Sie und ihre Geschwister gewesen? Um einen solchen Unterschied geht es hier nämlich.

Traurige Bilanz

Das ist ein trauriges Armutszeugnis für die    Groko und ein Auftrag für die Ampel.

Aber da wird sich nichts verbessern, weil Scholz, Habeck und Lindner die Kinderarmut eher als rhetorische Herausforderung begreifen, denn als praktischen Auftrag zur Problemlösung. 

Auch die Bundesländer haben Nachholbedarf, besonders im Schulbereich. Dort fehlen Lehrkräfte.  

 

@17:57 Uhr von w120

Ich finde es unverantwortlich und egoistisch Kinder in die Welt zu setzen, wenn man nicht die Mittel hat fuer sie aufzukommen.

 

"Das ist Ihre Meinung, ok.

 

Die Kinder haben ein Problem, sie werden nicht gefragt, ob sie auf die Welt kommen wollen.

 

Wenn sie dann da sind.

 

Unterpflügen oder wachsen und gedeihen lassen, zur Freude der Gesellschaft."

Richtig. Es geht aber hier um Kinder "in die Welt setzen", also "vorher"

 

@17:21 Uhr von Minka04

Ich finde es unverantwortlich und egoistisch Kinder in die Welt zu setzen, wenn man nicht die Mittel hat fuer sie aufzukommen.

Ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite haben sie natürlich recht. Aber jetzt kommen vermehrt Kinder dazu, deren Eltern vorher ganz normale Arbeiter der Mittelschicht waren. Die hatten vor Jahren noch keine Glaskugel um in diese düstere Zukunft zu blicken. Manche verloren schon während der Pandemie ihren Job oder mussten ihr Gastgewerbe aufgeben. Und jetzt kommt erst recht eine Lawine aus insolventen Firmen, Arbeitslosigkeit und Menschen, die schlichtweg die Energie- und Lebenshaltungskosten verarmen lassen.

Hääähh ? Ich höre und lese überall, dass Arbeitskräfte dringend gesucht werden. Natürlich kann man ohne Bildung, ohne Ausbildung, womögl. ohne Sprachkenntnisse keinen hochdotierten Job erwarten aber mit Fleiss und Einsatz lässt sich manches kompensieren. Sie malen ein Horrorszenario an die Wand, von dem Sie garnicht wissen, ob es überhaupt eintritt.

 

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