Kommentare - EZB erhöht Leitzins um 0,75 Punkte auf 1,25 Prozent

08. September 2022 - 15:30 Uhr

Angesichts der Rekordinflation hat die Europäische Zentralbank die größte Zinserhöhung seit Einführung des Euro-Bargelds beschlossen: Der Leitzins im Euroraum steigt um 0,75 Prozentpunkte auf 1,25 Prozent.

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Kommentare

Komisch das einem immer erst…

Komisch das einem immer erst alles um die Ohren fliegen muss bis reagiert wird.

Was sind das für "Experten" ?

 

Zu spät!

Die Zinserhöhung kommt mindestens 2 Jahre zu spät. Die Katastrophe wird so nicht mehr aufzuhalten sein. Der Einfluss auf die Inflation, die zu nicht unwesentlichen Teilen durch Spekulation getrieben ist, wird ohnehin marginal sein. Die Differenz zwischen Inflation und Zinssatz ist einfach zu groß. Die EZB hat ihren Auftrag nicht erfüllt: Preisstabilität.

kann mir jemand mal für Doofe

 

erklären, warum eine Zinserhöhung der Inflation entgegenwirkt? Die Frage ist ernst gemeint, ich möchte es gerne verstehen.

Hm ... Inflation im Euroraum schlappe 5,5 % in 2023 ?

„Faszinierend !“, würde wohl Mr. Spock sagen ..

 

Derzeit meldet Eurostat 9,1 % Inflation (Deutschland 8,8 %). Die nationalen für Deutschland - im Moment 7,9 % - sieht das IfW für 2023 bei 8,7 % (der HVPI dürfte da bei etwa 9,5 % liegen). 
 

 

 

Also die Ökonomen der EZB sagen eine Rate für den Euroraum voraus, die satte 4 % unter der Vorhersage der deutschen Ökonomen für Deutschland liegt..? Das das natürlich nicht stimmen kann, zeigt das selbst Langfristwettervorhersagen höhere Eintrittwahrscheinlichkeiten haben. Vermutlich ist das zugrundeliegende mathematische Modell ein handelsüblicher Spielwürfel .. 

Peanuts

Betrachte ich mir die Zinsen in den USA und besonders in der Vergangenheit, dann ist dies kein großer Wurf.

Es wird keinen sonderlichen Einfluss auf die Inflation  haben und andererseits für Banken als Alibi dienen, den Bauzinsen im unverhältnismäßigem Maße zu erhöhen.

Die Dispo-Zinsen sind unabhängig davon schon immer auf Abzockerniveau.

Längst überfällig

Es wurde Zeit, dass die EZB zu Potte kommt. Es ist sicher schwierig, zwischen Verschuldungen und Inflation jonglieren zu müssen, aber es ist der richtige Schritt,

Jetzt wird alles gut

Endlich die von 80 Mio. Bürgern lang ersehnte Zinserhöhung.

Jetzt müssen die Banken höhere Zinsen bei der Zentralbank bezahlen und das spüren wir dann überall - beim Bäcker, Friseur und bei der Gasrechnung.

"Höhere Zinsen können steigenden Teuerungsraten entgegenwirken"  heisst es im Bericht. Sicher, wenn man ganz, ganz, ganz fest daran glaubt und sich darauf verlässt, dass die Gas- Strom- und Ölmafia von der Zinserhöhung tief beeindruckt ihre Preise senkt.

Jetzt verstehe ich auch, welchen enormen Nutzen die Europäische Zentralbank für die Nation, die Welt und urbi et orbi hat.....

 

 

Verschlafen...

wurde die Zinserhöhung, damit die Südländer nicht in die Pleite driften. 

Das dürfte jetzt kommen. 

Und mit D sieht es auch nicht mehr so gut aus wie vor Jahrzehnten. 

Der Euro und die EU werden bei steigenden Zinsen kollabieren.

Dann können wir endlich wieder selbständig entscheiden wie schon heute die Briten.

Darauf freue ich mich schon.

Damit gibt es die Aussicht…

Damit gibt es die Aussicht auf Sparzinsen. Viele wird es freuen. Bedeutet aber auch: Höherer Zinsaufwand für Unternehmen, deshalb Druck auf die Löhne. Und folglich niedrigere Rentenerhöhungen. 

Weiter in die Deindustrialisierung

Diese Großbürgerökonomie wird zu weiterer Deindustrialisierung führen - vielleicht, aber nur vielleicht dämpft sie auch die Inflation.

Der Grund liegt nicht nur bei der EZB, sie liegt daran, dass der Euro keine entsprechende politische Steuerungsebene hat - ein Kohl'scher Geburtsfehler, der erheblichen Wertverlust ausmacht, unterstützt durch Hartz-Verarmungspolitik.

Es werde harte und härter Zeiten.

@15:45 Uhr von Charlys Vater

Komisch das einem immer erst alles um die Ohren fliegen muss bis reagiert wird.

Was sind das für "Experten" ?

 

Dem kann ich nur beipflichten. Manchmal, Tendenz steigend, fehlen einem immer mehr die Worte.

16:11, KalliBayern

Der Euro und die EU werden bei steigenden Zinsen kollabieren.

 

Wenn das passieren sollte, dann gute Nacht.

 

Es wird aber zum Glück nicht passieren.

 

Dann können wir endlich wieder selbständig entscheiden wie schon heute die Briten.

 

Ja. Man sieht ja, wie toll das da klappt.

 

Darauf freue ich mich schon.

 

Sie freuen sich auf den Untergang?

 

Christian Lüth:

 

"Je schlechter es Deutschland geht, desto besser für die AfD"

 

Ich empfehle allen Mitforisten, Herrn Lüth nachzuschlagen. Ich nehme an, Sie brauchen das nicht, denn Sie wissen, wer und was für einer das ist.

Jetzt muss vielleicht die große Keule kommen

weil die Rückführung der Inflation nicht so schnell gelingt. Keulenschläge können große Schmerzen verursachen. Hätte man früher gegengesteuert, hätte sich das Virus der Preiserhöhungsselbstverständlichkeit vielleicht nicht so weit ausgebreitet. Sogar mein Bankberater hat mir im April noch versprochen, dass die Zinsen noch mindestens zwei Jahre so niedrig bleiben. Ich habe ihm widersprochen, weil schon ohne Ukrainekrieg nennenswerte Inflation vorhanden war. Hätte man früher gegengesteuert, hätte vielleicht ein Züchtigungsstöckchen anstatt einer Keule der EZB ausgereicht, zu komfortable Preisanpassungen zu verhindern. Ich habe versucht unter meinem alten Nicknamen zu warnen, ohne Erfolg.

@15:46 Uhr von ssj3rd -nein Schulden machen in solcher Zeit

Und vieles anderes auch bei diesen Zinsen. Werde mir in diesem Leben wohl tatsächlich kein Eigentum mehr leisten können. 

Nein gerade in der Inflation. Mut gehört dazu. Meine Großeltern haben Ihr Geld in den 20iger Jahren gehortet und lieber nicht neu gebaut. Die von gegenüber haben groß gebaut und riesige Schulden.

Das Geld der Großeltern ist verfallen. Denen von gegenüber ist der Kredit weginflationiert wurden.

Die andern Großmutter  hatten 100.00 /Goldmark Mitgift  dann kam die Reichsmark und dann die Inflation das Geld war weg.

@15:45 Uhr von Charlys Vater

Komisch das einem immer erst alles um die Ohren fliegen muss bis reagiert wird.

Was sind das für "Experten" ?

keine sorge unser schiff die brd pequod und unser kapitän ahab scholz bringen uns sicher an unser ziel

 

 

 

@15:45 Uhr von Charlys Vater

Komisch das einem immer erst alles um die Ohren fliegen muss bis reagiert wird.

Was sind das für "Experten" ?

 

Sie können doch nicht erwarten dass die Experten der EZB solche enormen Kenntnisse besitzen wie die Experten hier und in anderen Foren. Das gleiche gilt auch für Politiker (z.B. Bundeskanzler, Außenminister, Finanzminister) Industriemanager oder Bundestrainer.

Kann Spuren von Ironie enthalten. 

Sparen

sparen was das Zeug hält. Irgendwann ist die Luft raus. Ich glaube trotzdem daran, das in D keiner „untergeht“. Man braucht uns doch als Konsumenten u. Steuerzahler. Hauptsache gesund. 

@15:45 Uhr von Charlys Vater

Komisch das einem immer erst alles um die Ohren fliegen muss bis reagiert wird.

Was sind das für "Experten" ?

Das sind Experten, die in erster Linie dafür sorgen müssen, dass die Südländer nicht wirtschaftlich kollabieren..

Wir Mittel- und Nordeuropäer müssen selbst sehen, wo wir bleiben

 

 

@15:46 Uhr von ssj3rd

Ein Hauskauf rückt nun in noch weitere Ferne

Und vieles anderes auch bei diesen Zinsen. Werde mir in diesem Leben wohl tatsächlich kein Eigentum mehr leisten können. 

 

Für die Häuslebauer ist es schlimm. Wer Geld zum Anlegen hat freut sich.

 

@16:16 Uhr von Grossinquisitor

"Damit gibt es die Aussicht auf Sparzinsen. Viele wird es freuen. Bedeutet aber auch: Höherer Zinsaufwand für Unternehmen, deshalb Druck auf die Löhne. Und folglich niedrigere Rentenerhöhungen". 

Sie haben das  Szenario richtig beschrieben. Vor allem der UKR-Krieg von Putin hat zu den wirtschaftlichen Einbrüchen und den damit verbundenen Belastungen der Bürger geführt. Aber auch RUSS wird von dieser Entwicklung nicht verschont bleiben. Auch China wird massiv betroffen sein und - trotz seiner Taiwan-Pläne - hoffentlich erkennen, dass die russische Aggression ein Ende nehmen muss, um die eigene Wirtschaft vor dem drohenden  Absturz zu bewahren.

@15:48 Uhr von frosthorn

 

erklären, warum eine Zinserhöhung der Inflation entgegenwirkt? Die Frage ist ernst gemeint, ich möchte es gerne verstehen.

Wo klemmt denn die Säge beim Verständnis? Die Geldmenge wächst rascher als das Volkseinkommen -> Inflation. Bekämpfung: Geldmenge senken indem man das Geld teurer macht. Siehe auch "Fishersche Verkehrsgleichung".

inverstiert in Sachwerte

das wird nichts mehr. Es war abzusehen die EZB hat es verschlafen. Schaut Euch Target2 an, lest Prof. Sinn .

Wenn Italien morgen aus den Euro austritt haben wir Billonen Schulden über Anleihen und Target 2 (Wechsel ohne Fälligkeit). Wir sind auch hier erpressbar nicht nur beim Gas.

Wenn man anderer Meinung war wie Fratscher und Co wollte man das nicht hören. Leute wie Weidmann haben aufgegeben. Jeer Stammtisch wusste es besser als die EZB.

Selbst wenn der Sachwert heute teuer ist. Morgen ist er noch teuerer. Die Immobilien sind nicht zu teuer sondern das Geld = der Euro sinkt im  Wert. Je schneller die Verschuldung der Südländer stieg um so teuerer wurden Sachwerte. Auch die USA sind hoch verschuldet-versuchen aber gegenzusteuern ( Geldmenge)

Das sich die EZB

Immer noch die Hintertür für Anleihenkäufe offen lässt ist bedenklich. 
Haben die immer noch nicht verstanden das diese wunderbare Welt der Geldvermehrung ein Teil des Inflationsproblems ist?

Ausserdem führt die zur Verschleppung von Reformen die im betreffenden Ländern zwingend notwendig wären. 
 

 

Teufelskreis

Die EZB im Sog des Untergangs. Auf der einen Seite wird der Leitzins erhöht, viel zu spät. Auf der anderen Seite erlaubt ihr das TPI-Programm auf dem Sekundärmarkt unbegrenzt Staatsanleihen von Staaten zu erwerben, die wie Italien bei einem unsubventionierten Anlagemarkt schon längst untergegangen wären.

Das Perpetuum Mobile der EZB-Staatsfinanzierung funktioniert aber auf Dauer nicht, weil die Geldmengen, die Länder wie Italien durch diesen Schummel generieren, nicht auf Wirtschaftswachstum beruhen, sondern die Inflation befeuern. 

 

@15:45 Uhr von Charlys Vater

Komisch das einem immer erst alles um die Ohren fliegen muss bis reagiert wird.

Was sind das für "Experten" ?

Und was sind es für Experten, die immer die Experten in Frage stellen? Wenn sie so schlau wären und alles vorausgesehen haben, warum haben sie das den Experten denn nicht gleich mitgeteilt? Auch Experten sind nur Menschen und haben Fehler wie alle auf diesem Planeten! Es gibt nun mal keine Perfektheit in dieser Welt, daß müsste die Menschheit endlich mal verstehen, dann könnte man viel besser den ganzen vorherrschenden Probleme auch viel besser entgegenwirken!

@15:46 Uhr von ssj3rd

Und vieles anderes auch bei diesen Zinsen. Werde mir in diesem Leben wohl tatsächlich kein Eigentum mehr leisten können. 

Tipp: Wenn ein Hauskauf nur in einer Niedrigstzinsphase finanzierbar ist, sollte man das auch lassen. Ich hatte 1986 gekauft, bei 5,9% auf 5 Jahre fest bei 98% Auszahlung. Annuitätedarlehen lassen sich nicht auf 30 Jahre planen. Kurzzeitig fiel ich dann in eine Hochzinsphase mit 9,5%. Die Zeiten des Immobilienerwerbs für lau sind ja noch nicht ganz vorbei. Aber bitte Vorsicht walten lassen. Wenns nicht funktioniert, dann ist es natürlich schade für Sie. Gibts keine anderen "Unterstützer"? 

 

Ein kleiner Schritt @16:16 Uhr von Grossinquisitor

Damit gibt es die Aussicht auf Sparzinsen. Viele wird es freuen. Bedeutet aber auch: Höherer Zinsaufwand für Unternehmen, deshalb Druck auf die Löhne. Und folglich niedrigere Rentenerhöhungen. 

 

aber auch die EZB muss Realitäten anerkennen.

Mein seit einem halben Jahr bestehendes US$-Konto erfreut sich bester Gesundheit.

Viel schwieriger jedoch ist, einigermassen 'sichere' Aktien zu finden, die dem volatilen Umfeld standhalten.

Da hilft kaum eine KI sondern nur Menschenverstand.

Zumal wenn für mich Krisen/Kriegs-gewinnler aussen vor sind.

Glaubwürdigkeit

Es tut mit Leid, aber die Glaubwürdigkeit der EZB hat in den letzten Monaten drastisch abgenommen. Glaubwürdigkeit ist aber eine Grundvoraussetzung.

Frau Lagarde hat mit ihrem…

Frau Lagarde hat mit ihrem Team viel zu lange an der Null-Zins-Politik festgehalten. Der jetzige Schritt war lange überfällig. Im übrigen sind 1,25% immer noch sehr niedrig.

@15:45 Uhr von Charlys Vater

Komisch das einem immer erst alles um die Ohren fliegen muss bis reagiert wird.

Was sind das für "Experten" ?

 

Frau Lagarde ist keine Expertin, sondern eine Politikerin, die den klaren Auftrag hatte, die strauchelnden EU Südstaaten mit Liquidität zu versorgen - und die Mehrheit im EZB Rat hat sich dem gefügt.

@15:48 Uhr von frosthorn

 

erklären, warum eine Zinserhöhung der Inflation entgegenwirkt?

Man verschuldet sich für lau und übernimmt sich. Geldmengenwachstum %- Steigerung des BIP %- Zinssatz= Inflation . Die tatsächliche Infaltion ist also viel höher als gesagt, Da die Ware nicht proportinal wächst= aufgeblähte Bilanz der EZB durch Anleihekäufe und Zinsen künstlich gedrückt damit sich Südländer weiter verschulden konnten statt Reformen zu machen. Alles hängt mit allen zusammen

Hier lesen, gut beschrieben :

https://www.isw-muenchen.de/2022/07/geldmenge-preise-und-zinsen-wie-sin…

 

@16:16 Uhr von Grossinquisitor

Damit gibt es die Aussicht auf Sparzinsen. Viele wird es freuen. Bedeutet aber auch: Höherer Zinsaufwand für Unternehmen, deshalb Druck auf die Löhne. Und folglich niedrigere Rentenerhöhungen. 

Nicht automatisch. Die Entwicklung der Produktivität kommt da auch noch ins Spiel.

So lange nicht EZB und FED

Gleiche Zinssätze haben passiert nichts.

Da der größte Teil des Welthandel in Dollar abgewickelt wird bleibt der Einkauf jeglicher Ressourcen und Rohstoffe für uns in Europa teuer.

Selbst ein Kapitalabfluß nach den USA wird nicht eingedämmt,  da die ja ein höheren Zinssatz bieten

Zinsen

zu spät, unverständlich was die Währungshüter so gehemmt hat? 

Ich hoffe der Euro wird nicht überleben, da tausche ich lieber 100Jahre DM gegen Lira oder andere Währung. Deshalb habe ich Franzosen, Italiener Griechen..trotzdem lieb.

erhöht Leitzins

Danke.

Endlich ein richter Schrit , leider zu spät für viele Haushalte.

@15:46 Uhr von ssj3rd

Und vieles anderes auch bei diesen Zinsen. Werde mir in diesem Leben wohl tatsächlich kein Eigentum mehr leisten können. 

Ich habe es mit 8% Hypotenkenzinsen und 10 Jahre Verzicht auf unnötige Ausgaben geschafft.

 

@16:32 Uhr von Tremiro

Komisch das einem immer erst alles um die Ohren fliegen muss bis reagiert wird.

Was sind das für "Experten" ?

 

Sie können doch nicht erwarten dass die Experten der EZB solche enormen Kenntnisse besitzen wie die Experten hier und in anderen Foren. Das gleiche gilt auch für Politiker (z.B. Bundeskanzler, Außenminister, Finanzminister) Industriemanager oder Bundestrainer.

Kann Spuren von Ironie enthalten. 

Nein - die wissen alle genau, was sie für wen tun - vielleicht außer Habeck.

Noch ne Spur Ironie zugefügt.

@15:45 Uhr von Charlys Vater

Komisch das einem immer erst alles um die Ohren fliegen muss bis reagiert wird.

Was sind das für "Experten" ?

 

So ist es. Der Druck war zu hoch, dass die EZB nun doch reagieren musste. Dabei wird kein Problem gelöst sondern die Gemüter befriedigt.

@15:48 Uhr von frosthorn

 

erklären, warum eine Zinserhöhung der Inflation entgegenwirkt? Die Frage ist ernst gemeint, ich möchte es gerne verstehen.

Hallo Frosthorn,

das hat nichts mit Doof sein zu tun. Ganz simpel: wenn ich die Zinsen erhöhe, dann wird weniger mit Fremdkapital gearbeitet (z B Hauskauf, Autokauf) Dadurch verringert man die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen so dass weniger nachgefragt wird und - theoretisch - die Preise von Angeboten sinken. So weit die Theorie, aber das gilt eigentlich nur bei funktionierenden Märkten und kann nicht für vorsätzlich herbeigeführte Situationen genutzt werden, Die EZB hat den Geldmarkt “geflutet”, damit die EUSuedstaaten nicht illiquide werden, Dort wurde das Geld im Wesentlichen aber konsumiert und dem steht kein produktiver Gegenwert zurVerfuegung. Für Putins Krieg kann die EZB allerdings nichts.

Hilft meine Erklärung?

@15:48 Uhr von frosthorn

 

erklären, warum eine Zinserhöhung der Inflation entgegenwirkt? Die Frage ist ernst gemeint, ich möchte es gerne verstehen.

Verstehe ich auch nicht, wäre echt interessant.

Ich hätte vermutet, dass höhere Zinsen Investitionen für Unternehmen verteuern, die deshalb die Preise für ihre Produkte anheben müssen und somit die Inflation verstärken?

Wo liegt der Denkfehler? Vielen Dank!

 

Am 08. September 2022 - 15:48 Uhr von frosthorn

„ warum eine Zinserhöhung der Inflation entgegenwirkt? Die Frage ist ernst gemeint, ich möchte es gerne verstehen.“

 

 

Die Nachfrage

regelt den Preis einer Ware.

 

Wenn ich weiß, dass ein Produkt morgen 10 %  teurer ist, dann kaufe ich es heute.

Wenn ich das Geld heute nicht habe, leihe ich es mir bei einer Bank.

Dann habe ich 10% gespart.

 

Wenn ich bei der Bank aber 5% Zinsen zahlen muss,

dann habe ich nur 5% verdient

 

Wenn ich bei der Bank 15% Zinsen zahlen muss, überlege ich mir, ob ich das Teil wirklich brauche.

 

Die Nachfrage

nach Krediten und somit auch nach Waren, sinkt.

@15:48 Uhr von frosthorn

 

erklären, warum eine Zinserhöhung der Inflation entgegenwirkt? Die Frage ist ernst gemeint, ich möchte es gerne verstehen.

Weil geglaubt wird, dass die Gierhälse aus der Wirtschaft ihr Geld nun zur Bank tragen, weil es sich dort durch höhere Zinsen besser vermehrt, als durch Investitionen in die Wirtschaft. 
Die Waren, die dann nicht mehr gekauft werden, werden im Preis sinken, weil sie nicht mehr so häufig nachgefragt werden. 
Und schwups, die Inflation sinkt. 
So ähnlich.
Dumm ist das für all die Kleinverdiener, die sich durch die seit 20 Jahren allgegenwärtigen Reklame für Aktien dazu verleiten ließen, ihr mühsam Erspartes dort zu investieren. 
Denn wenn durch steigende Zinsen die Aktien weniger attraktiv werden, sinken deren Kurse. Und bevor der Kleinverdiener seine Aktien mit Gewinn verkauft hat, sind die schon unter die Gewinnschwelle gesunken. Und dann bleibt nur wenig, um es zur Bank zu tragen, weil dort die Zinsen wieder höher werden.
 

Historische Zinserhöhung!?

Naja, der Absolutwert der Zinsen bleibt aber fast historisch niedrig.
 

Die Differenz zwischen Zinsniveau und Inflationsrate liegt zudem europaweit immer noch bei sage und schreibe ca. 8 %. Das ist jedes Jahr der Prozentsatz der Entwertung der Spargroschen der Bürger und der Schulden der Staaten.

 

Oder anders formuliert: Die Staaten, so auch der deutsche Staat, entlasten sich durch die Inflation auf Kosten ihrer Bürger.

Unabhängig davon, dass die…

Unabhängig davon, dass die EZB schon früher hätte handeln sollen, ist die Inflation im Wesentlichen auf Energiepreisanstiege zurückzuführen und diese wiederum auf den Angriffskrieg Putin-Russlands auf die Ukraine. In Kurzform: Putin ist schuld; Putin muss weg.

@15:46 Uhr von ssj3rd

Und vieles anderes auch bei diesen Zinsen. Werde mir in diesem Leben wohl tatsächlich kein Eigentum mehr leisten können. 

Ähemm, ich hatte 7% zinsen und empfand das im Vergleich zu den vorhergehenden Jahrzehnten als günstig.

@16:16 Uhr von Grossinquisitor

Damit gibt es die Aussicht auf Sparzinsen. Viele wird es freuen. Bedeutet aber auch: Höherer Zinsaufwand für Unternehmen, deshalb Druck auf die Löhne. Und folglich niedrigere Rentenerhöhungen. 
 

Also die Regierung hat mit ca, 20% Lohnerhöhung wir 5% der Bürger die Maßzahl vorgelegt.

Die Gewerkschaften werden jezt hoffentlich auch ein Ausgleich für die Arbeitnehmer schaffen.

 

Frage an die studierten Ökonomen:

Wenn alle Börsen schließen müssten, die EZB sich selbst aufgeben würde, es alle Finanzgesellschaften (FED usw.) nicht mehr gäbe, alle Aktien hinfällig wären, also auch alle Banken und Konzerne nicht mehr existieren würden,...

dafür aber materiell gesehen - komplett uneigennütziger Tauschhandel in großem globalen Umfang existieren würde, wäre die diese (herbei fantasierte, ohne Marktwirtschaft und ohne Egoismen) Menschheit dann ebenfalls ganz gut "lebensfähig"?

Ich wünschte mir jedenfalls derartiges.

(Ich bin sehr gerne Pädagoge, Trainer, Landwirt, Ingenieur, Handwerker, Astronom, Pianist und vieles andere... warum sollte das nicht bei allen auch so sein?)

@16:07 Uhr von -Der Golem-

>> Endlich die von 80 Mio. Bürgern lang ersehnte

>> Zinserhöhung.

 

Ähh, also ich gehe eher davon aus, daß es von 83 Mio. mind. 50 Mio. Bürgern 'total wumpe' ist. -.-

Der politische Euro ist, einen anderen gibts nicht

Mir ist immer noch nicht klar, wieso kann ein kleines Land wie die Schweiz nur 3,5% Inflation haben und die immer als stark gepriesene EU um die 10%. Es wurde doch immer publiziert, ein einzelnes Land mit einer eigenen Währung wäre heutzutage gar nicht überlebensfähig?

Die Älteren werden sich noch erinnern, als die Augenbraue aus Bayern verkündete, der Euro wird so stark wie die DM war. Jeder wusste, wenn man Wein mit Wasser mischt, dann gibt es bestenfalls eine Schorle. Der Euro ist tot, er wurde als Werkzeug der Politik missbraucht und war nie als Währung alleine gemacht. Seit Jahren wird rumgedokert und getrickst, What ever it takes, ja, aber wo nix is, da geht das halt zwangsläufig in die Hose.

Gott sei Dank hab ich kaum Euro und war so klug dieser Währung nie zu vertrauen, immer nur so viel um in Europa zu leben.

@16:37 Uhr von Adeo60

"Damit gibt es die Aussicht auf Sparzinsen. Viele wird es freuen. Bedeutet aber auch: Höherer Zinsaufwand für Unternehmen, deshalb Druck auf die Löhne. Und folglich niedrigere Rentenerhöhungen". 

Sie haben das  Szenario richtig beschrieben. Vor allem der UKR-Krieg von Putin hat zu den wirtschaftlichen Einbrüchen und den damit verbundenen Belastungen der Bürger geführt. Aber auch RUSS wird von dieser Entwicklung nicht verschont bleiben. Auch China wird massiv betroffen sein und - trotz seiner Taiwan-Pläne - hoffentlich erkennen, dass die russische Aggression ein Ende nehmen muss, um die eigene Wirtschaft vor dem drohenden  Absturz zu bewahren.

Naja, jetzt gibt es bald noch eine Finanzkrise... und dann schauen wir mal welche Oligarchen das alles aufkaufen....

In der Tat hat die EZB

Viel Glaubwürdigkeit verspielt, daran können wir nichts ändern. 
Ich hoffe das sie ihre Glaubwürdigkeit durch gute Entscheidungen zurückgewinnen kann, denn wird der Glaube in die EZB verspielt, ist auch der Glaube an die Währung futsch und das wäre sehr schlecht. 
EZB ich drücke euch für uns alle die Daumen, das ihr die selben Fehler nicht wiederholt. 

@16:35 Uhr von Tremiro

Ein Hauskauf rückt nun in noch weitere Ferne

Und vieles anderes auch bei diesen Zinsen. Werde mir in diesem Leben wohl tatsächlich kein Eigentum mehr leisten können. 

 

Für die Häuslebauer ist es schlimm. Wer Geld zum Anlegen hat freut sich.

Anständige eigenverantwortlich Häuslebauer haben verträge mit bis zu 30 jahren laufzeit oder haben rechtzeitig ungeschuldet.

Die Inflation ist schlimmer als die Steigerung bei Hypothken. Die raubt den Familien und Renter auch das letzte Geld.  Presisteigerungen von bis zu 100% sind doch aktuelle die Regel,

@16:02 Uhr von Winni-ed

Es wurde Zeit, dass die EZB zu Potte kommt. Es ist sicher schwierig, zwischen Verschuldungen und Inflation jonglieren zu müssen, aber es ist der richtige Schritt,

Was für ein häßliches Wort, Verschuldung heißt jetzt, Schaffung von Sondervermögen.

Was bedeutet es

für mich und meinen Spareinlagen? Bekomme ich jetzt wieder Plus Zinsen und keine Minus Zinsen.

Nachtrag

Am 08. September 2022 - 13:50 Uhr von fathaland slim

>>Ich warte auf die Kommentare,

die verlangen werden, wir sollten uns Erdogan (80% aktuelle Inflation) und Orban (13,7% aktuelle Inflation) anschließen und lieb zu Putin sein.

 

Ich möchte diesen Kommentaren hier schon einmal im Voraus vehement widersprechen.

 

Wirtschaftlich hätte Deutschland keinerlei Vorteile davon, und was die weltpolitische Glaubwürdigkeit angeht wäre es eine Katastrophe.

 

Vom moralischen Aspekt möchte ich gar nicht reden.<<
 

 

Sie warten allen Ernstes auf bestimmte, Ihren Ansichten widersprechende Kommentare und das anscheinend so dringend, dass Sie diesen „im Voraus vehement widersprechen“, egal ob diese dann wirklich kommen?

 

Ich halte das nicht nur für völlig sinnlos, sondern auch für reine Selbstdarstellung.

Nun zieht die EZB den Schlussstrich unter die 60jährige Party

Wir haben seid 60 Jahren auf Kredit gelebt, die Rohstoffe, die die nächsten Generationen auch noch gerne gehabt hätte, verbraucht, uns hohe Rentenansprüche zugestanden, die Umwelt zum Umkippen gebracht, und all das, um den höchsten Lebensstandard, den jemals eine Bevölkerung in der Menschheitsgeschichte gehabt hat, immer noch ein bisschen zu erhöhen und noch ein bisschen zu verlängern, bis alles erschöpft ist. Das ist doch nicht überraschend seit dem Ukraine-Krieg - dass das kommen muss, ist Wissenschaftlern schon seit Jahrzehnten klar. Aber bis zuletzt haben selbst die Grünen immer noch versprochen, dass eine Rettung unserer Umwelt möglich ist, ohne dass wir den Lebensstandard senken müssen, er könne durch die "Produktivitätsfortschritte" sogar noch gesteigert werden. Wer hat das geglaubt? Wir können von Glück sagen, wenn wir in 10 Jahren noch den Lebensstandard haben, den Rumänien heute hat. Und wenn wir im Winter noch Strom und Heizung haben ...

EZB erhöht Leitzins um 0,75 Punkte auf 1,25 Prozent....

Und will damit der Inflation entgegenwirken. Es ist eine monetaristische Maßnahme. Die Ursachen der Inflation, die komplex sind, werden damit nicht bekämpft. Pandemiefolgen, dazu kommen infolge des ökologischen Umbaus politisch verordnete Preiserhöhungen hinzu. Aber auch die inflationäre Entwicklung bei den Energiepreisen, bedingt durch den Wirtschaftskrieg (Sanktionen).

 

Vergessen werden sollte auch nicht, daß die Niedrigzinspolitik der letzten Jahre einherging, mit der Nachfrage der Finanzmärkte nach Staatstiteln mit niedrigen Inflationszahlen. Auch eine Ursache steigender Staatsschulden. 

 

Im übrigen müssen jetzt die Gewerkschaften entscheiden, wie sie in ihrer künftigen Tarifpolitik mit der die Reallöhne dezimierenden Inflation umgehen.

 

@15:45 Uhr von Charlys Vater

Komisch das einem immer erst alles um die Ohren fliegen muss bis reagiert wird.

Was sind das für "Experten" ?

 

Re Keine abhängige von NGOs und Intressenverbände wie WEF, Atlantik Brücke .Ihre Intressen lagen auserhalb DE.

@16:32 Uhr von Tremiro

Komisch das einem immer erst alles um die Ohren fliegen muss bis reagiert wird.

Was sind das für "Experten" ?

 

Sie können doch nicht erwarten dass die Experten der EZB solche enormen Kenntnisse besitzen wie die Experten hier und in anderen Foren. Das gleiche gilt auch für Politiker (z.B. Bundeskanzler, Außenminister, Finanzminister) Industriemanager oder Bundestrainer.

Kann Spuren von Ironie enthalten. 

Ihre Ironie in allen Ehren. Leider muß man vermuten, dass die Politiker und Finanzjongleure der EZB  wahrscheinlich ganz genau wissen, was sie da tun. Es wird nach wie vor und ohne Unterlass das Geld von unten nach oben geschaufelt. Koste es, was es wolle. Denn nur darum geht es diesen Experten. Und für sich selbst verdienen sie sich dabei neue, lukrative Pöstchen für ihre Anschlussverwendung.
 

@15:48 Uhr von frosthorn

erklären, warum eine Zinserhöhung der Inflation entgegenwirkt? Die Frage ist ernst gemeint, ich möchte es gerne verstehen.

Versuche es einmal in einer total vereinfachten und auch angreifbaren Erklärung.

In der Volkswirtschaft gilt die stark vereinfachte Formel:

(Geldmenge - Horte) x Umlaufgeschwindigkeit = Wirtschaftsleistung x Inflationsrate.

Die Geldmenge wurde u.a. durch die EZB in den letzten Jahren vergrößert. (Kauf von Staatsanleihen).

Unter Horte versteht man die Anlagen wie Aktien, Edelmetalle, Immobilien usw. deren Preise in den letzten Jahren stark gestiegen sind.  Umlaufgeschwindigkeit sagt aus, wie oft das Geld den Besitzer wechselt. Wirtschaftsleistung (BIP) und Inflationsrate dürften klar sein.

Wenn die freie Geldmenge stärker ansteigt als die Wirtschaftsleistung, dann führt das bei gleicher Umlaufgeschwindigkeit zu einer höheren Inflation. 

Die Umlaufgeschw. wird aber umso größer, je höher die Differenz zwischen Zins (Rendite) und Inflation ist. Wertverlust ! Also verkleinern.

ausgelutscht

Der (T)Euro wurde verheizt.

Dadurch, dass die Geldmenge innerhalb weniger Jahre enorm zugenommen hat, ist das Pulver verschossen  und mit einer so moderaten Zinserhöhung wird sich da nix bewegen.

2012 = 9788 Milliarden € und Dez 21 = 15.483 ... das sagt alles.

Ich hatte vorhergesagt das EZB kaum erhöht

Und so ist es dann auch gekommen. Auch wenn von einer „historischen“ Entscheidung die Rede ist. 75 Basispunkte sind dem Inflationsgeschehen nicht angemessen. 
 

 

Die US Zinsen sind schon weiter vorausgeeilt  und sollen vermutlich im Dezember bei 3,5 % liegen. In diese Höhe dürfte sich die EZB kaum vorwagen. Zum Vergleich: um die 7% Inflation in den 1970ern in den Griff zu bekommen, erhöhte die Bundesbank damals den Diskontsatz auf bis zu 6,5%... 

@16:44 Uhr von SirEdward

Komisch das einem immer erst alles um die Ohren fliegen muss bis reagiert wird.

Was sind das für "Experten" ?

 

Frau Lagarde ist keine Expertin, sondern eine Politikerin, die den klaren Auftrag hatte, die strauchelnden EU Südstaaten mit Liquidität zu versorgen - und die Mehrheit im EZB Rat hat sich dem gefügt.

Um zu behaupten, daß Frau Lagarde keine Expertin sei, sollte man selber genug Experte sein! Ich bezweifle das bei Ihnen!

@15:48 Uhr von frosthorn

 

erklären, warum eine Zinserhöhung der Inflation entgegenwirkt? Die Frage ist ernst gemeint, ich möchte es gerne verstehen.

entzieht dem Bürger Kapital und damit kann er sich weniger leisten .Läden müssen verkaufen und senken die Preise,

So war es früher ,heute wird das Geld umverteilt auserhalb DE und es erfolgt das Gegenteil.

Die Leute können sich nichts leisten die Preise fallen ,Steuern gehen nach Verpflichtungen gegeüber andere Länder zb Ukraine ab  wo das Geld in USA Waffen und möchtegerne verteilt wird .USA Börse jubelt .

In de fehlt es Mittelstand stirbt Arbeit wandert ab ,Ziel einer Idiologie erreicht  .

Durch falsches agieren der DE Politiker sind wir einen Schritt über dem Abgrund ,vor 15 Jahre sind die Weichen unter falsch gestellt worden .EVL Früher .

Einfach ausgedrückt Google mal euro Fehler Prof ,Sinn Target 2 usw

 

@15:45 Uhr von Charlys Vater

Komisch das einem immer erst alles um die Ohren fliegen muss bis reagiert wird.

Was sind das für "Experten" ?

 

Experten sind ja auch selten unabhängig. Sie sind eigentlich oft nur „Klassensprecher“ die die „Meinung“ ihrer Institution vertreten, die auch wieder von ganz vielen Interessen abhängt. Wirkliche Objektivität bekommt man deshalb selten zu hören, Sprechblasen und Gemeinplätze schon eher. Das war früher mal anders. 

@16:17 Uhr von GeoK

Dafür brauchte man keine Eilmeldung für die Leitzins Erhöhung um 0,75 Prozentpunkte. 

Die US-Notenbank hat hat den Leitzins auf eine Spanne von 2,25-2,5 Prozent angehoben. 

Ende 2022 könnte der Leitzins in den USA ein Hoch von 3% erreichen. 

Die durchschnittliche Inflationsrate betrug in der EU Juli 2022, 9,8 Prozent,um diesen Anstieg zu beruhigen, war eine Leitzins Erhöhung zu erwarten. 

Das wird  aber für die EZB nicht die letzte Zinserhöhung in 2022 sein. 

Zulange hat man hier die 0 Zinspolitik gewähren lassen, obwohl schon Ende 2021 klar war, diese Geldpolitik sollte beendet werden.  

Frau Lagarde sprach noch Anfang 2022 das Ansteigen der Inflation sein nur vorübergehend und würde bald wieder sinken, wann das sein wird wurde aber nicht gesagt. 

In den USA war die Zinspoltik in den letzten 15 Jahren nie bei 0 Prozent Leitzins. 

2015 lag der Zinssatz bei 0,25 Prozent und lag damit immer noch über den Zinssatz der EZB.

Es war schon 10 Jahre klar ,wiedersprach aber WEF Ziele .

Leitzins steigt

Diese Erhöhung ist angesichts der Inflation, ein Witz. Auf der anderen Seite könnte diese Erhöhung eine Rezension anstoßen. 

Man hätte dies schon viel früher den Leitzins erhöhen sollen. Jetzt wo der berühmte Karren im Dreck steckt, ist es zu spät. 

Aber man muss ja die Länder im Südosten finanzieren. 

Bei uns in der Schweiz liegt der Leitzins bei minus 0,25%, aber Inflationsrate ist bei uns bei 3,4%. Aber die SNB wird alles für die Preisstabilität in der Schweiz bleibt. 

15:48 Uhr von frosthorn

 

Kann mir jemand mal für Doofe erklären, warum eine Zinserhöhung der Inflation entgegenwirkt? Die Frage ist ernst gemeint, ich möchte es gerne verstehen.

 

Man sagt, es sei so:

 

Höherer Leitzins macht Geld für Banken teurer, das sie sich bei der EZB leihen. So steigen auch Zinsen für Verbraucherkredite. Verbraucher nehmen weniger Kredite auf.

 

Haben die Verbraucher weniger Geld zum Ausgeben für bspw. so was wie Immobilen, sinkt die Nachfrage. Sinkt die Nachfrage, sinken auch die Preise, oder sie steigen zumindest nicht mehr so schnell oder so stark an.

 

Man sagt auch, es gäbe einen «zeitlichen Nachlauf» von so was wie 6 Monaten zwischen Erhöhung vom Leitzins und «Inflationsdämpfung». Irgendwie alle großen Notenbanken der Welt denken und machen das so. Nur nicht die Bank of Japan.

 

Mindestens bis Ende März 2023 (Ende Fiskaljahr Japan) bleibt der Leitzins bei 0,0%. Die Inflatiion ist dort aktuell bei 2,8%, und für Japan ist das sehr hoch wie seit so was wie mind. 30 Jahren nicht mehr.

Die EZB macht ihren Job. Hoffentlich mit Augenmaß

 

Jahrelang war die zu  n i e d r i g e  Inflation im Euroraum das Sorgenkind der Zentralbanker, dem sie mit einer expansiven Geldpolitik begegnet sind.

 

Nun steigt die weltweite Inflation aufgrund der Corona-Nachwirkungen, Lieferkettenengpässe und Energieverteurung und die EZB reagiert ähnlich wie die anderen Zentralbanken im Nicht-Euroraum, wie etwa Amerika und Großbritannien.

 

Weder Grund für Champagnerkorken noch zum Pessimismus.

Der Kurs des Euro zum Dollar ist gerade wieder über die Parität hinaus gestiegen.

 

 

 

@16:16 Uhr von Grossinquisitor

Damit gibt es die Aussicht auf Sparzinsen. Viele wird es freuen. Bedeutet aber auch: Höherer Zinsaufwand für Unternehmen, deshalb Druck auf die Löhne. Und folglich niedrigere Rentenerhöhungen. 

Nur ein kleiner Punkt im Spiel ,bei Überschuldung erfolgt Insolvenz ,Arbeitslosigkeit Zerfall .USA Investoren freut es aber De ist dann Billig .Ziel WEF Atlantik Brücke erreicht .

Das wird

nicht reichen, und ist auch viel zu spät, bewusst verschlafen?.

Die EZB müsste eigentlich Experten haben, die etwas weiter in die Zukunft schauen können, alle haben das Desaster gesehen, nur hat man dort die Augen geschlossen.

Und Prognosen der EZB die jetzt so im Raum stehen, werden sich wohl genauso wenig erfüllen, wie die vorherigen.

Euro knapp unter 1 aktuell zum Dollar, das Öl ist gerade bei 88,73, und wenn ich in die Tankstellenpreise aufrufe, kann etwas nicht mehr stimmen.

Irgendwie ist alles durcheinander, einige verdienen sich gerade Nasen aus Gold.

Ich frage mich ernsthaft, wie soll das mit solchen Führungsspitzen bei uns weiter gehen.

@15:48 Uhr von frosthorn

...

warum eine Zinserhöhung der Inflation entgegenwirkt? Die Frage ist ernst gemeint, ich möchte es gerne verstehen.

Ich versuch's: Bei niedrigen Zinsen gibt es i.d.R. steigende Kreditvergaben, wodurch also mehr Geld ausgegeben wird; das lässt die Inflation steigen. Bei steigenden Zinsen sparen die Menschen mehr, wodurch weniger Geld ausgegeben wird, was zwar das Wirtschaftswachstum bremst, aber eben gleichzeitig die Inflation senkt. Die hier so oft als 'Inkarnation des Bösen' gescholtenen Zentralbanken achten auf diesen Mechanismus, um durch einigermaßen stabile Preise für Privathaushalte wie Unternehmen die Wirtschaft im Gleichgewicht zu halten.

P.S.: Heute morgen warfen Sie mir vor, prekäre Situationen von Menschen nicht wahrzunehmen; Sie ließen dazu exakt den Teil weg, in dem ich sagte, dass genau zur Unterstützung dieser Gruppen nicht jeder 'Jaulerei' nachgegeben werden kann. Durch Ihre Weglassung verfälschten Sie meinen Beitrag. Fand ich nicht sehr fair. Sorry.

 

gez. NieWiederAfd 

 

 

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