Kommentare - Schriftstellerin Ganijewa: "Es braucht eine andere Art von Widerstand"

22. August 2022 - 16:59 Uhr

Schriftstellerin Alissa Ganijewa hat Russland aus politischen Gründen verlassen. Sie beschreibt, warum herkömmlicher Protest "sinnlos" ist - und wie unterschiedlich die Russen mit ihrer moralischen Verantwortung umgehen.

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Antwort schuldig

Ich finde den Artikel sehr interessant. Gut, dass hier auch mal wieder die Perspektive einer Russin dargelegt wurde.

Allerdings habe ich vergebens die konkrete Darstellung gesucht, wie denn die "andere Art von Widerstand" aussehen soll.

Insofern finde ich die Überschrift irritierend.

Hat jemand hier das gefunden, was die Überschrift ankündigt?

Sie verkörpert die gute Seite Russlands

 

Diese junge Frau verkörpert die gute Seite dieses Russlands, das sich unter seinem Diktatator auf einen todbringenden Eroberungsfeldzug gegen einen friedlichen Nachbarn begeben hat

 

Es sind die Jungen, die Gebildeten, die Informierten, die sich auf diese Weise gegen Putins Angriffskrieg stellen. Aber sie dringen gegen die Propaganda-Glocke, die über der russischen Gesellschaft schwebt, nur in kleinen Rinnsalen durch.

 

Nur sie können die Zukunft eines künftigen Russlands sein, in dem Freiheit und Recht zu den tragenden Säulen gehören. Irgendwann.

 

Nun ja

Bei aktuell extremst gestiegenen Energiepreisen wird sie eiine andere Art von Widerstand sehen - in Deutschland

Richtig

Das ist nicht leicht. Immerhin hat sie in Deutschland schon veröffentlicht. Das ist dann ein gutes Zeichen, weil sie dann wohl hier schon Kontakte hat. 

Trotzdem ist es natürlich extrem kafkaesk, wenn sie jetzt hier, quasi im Exil, auf sich allein gestellt, schreiben soll. 

Zurück geht wohl nicht mehr, denn jetzt ist sie erst recht im Visier der Geheimdienste. 

Ich denke, sie hat richtig gehandelt. Eine Schriftstellerin braucht Freiheit, sonst kann man das Schreiben auch lassen. 

 

ich hätte gar nicht gedacht

 

dass es für Menschen wie Frau Ganijewa überhaupt noch möglich ist, Russland zu verlassen. Und auch ihre Aktivitäten vorher, die sie beschreibt, überraschen mich. Ich war davon ausgegangen, dass das russische Regime längst ein Spinnennetz, analog der Überwachung durch die Gestapo, über seine Bürger gelegt hat, dem keiner entkommt, der einmal in den Fokus des Staatsapparats geraten ist.

Ich schwanke, ob ich den übrig gebliebenen Anti-Kriegs-Aktivisten den Mut wünschen soll, weiterzumachen, oder ob ihnen doch zu raten ist, sich so schnell wie möglich in Sicherheit zu bringen. Denn ungefährlicher wird's für die bestimmt nicht.

Ich bewundere diese Frau.

Ich weiß, es wird jetzt Kommentare geben, in denen auf ihre Unwichtigkeit und totale Unbekanntheit in Russland hingewiesen wird.

 

Deswegen, sozusagen vorauseilend, ein Link zum Wikipediaartikel über sie. Ihre Flucht aus Russland ist da noch gar nicht thematisiert:

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Alissa_Arkadjewna_Ganijewa

17:13 Uhr von Sternenkind   …

17:13 Uhr von Sternenkind

 

//Nun ja

Bei aktuell extremst gestiegenen Energiepreisen wird sie eiine andere Art von Widerstand sehen - in Deutschland//

 

Was soll das denn bitte? Wollen Sie (mir) drohen? 

 

Frechheit.

 

 

Respekt für den Mut dieser Menschen

 

"Ich wollte lange nicht gehen. Doch es wurde täglich beunruhigender. Es gab immer weniger Flüge ins Ausland, die Duma verabschiedete ein bedrohliches Gesetz nach dem anderen "

 

15 Jahre Gefängnis für das Wort "Krieg".

 

Es gehört eine Menge Mut dazu, sich auf diese Weise wie Frau Ganijewa zu den Geschehnissen in Russland zu positionieren.

 

In einem Land, in dem Polizeit und Geheimdienst die bürgerlichen Rechte der Menschen unter den Stiefeln zertreten.

 

Sinnlos

"Aber ich sah dann auch, wie sinnlos der Protest in Russland ist. Wer mit einem Plakat auf die Straße geht, wird sofort festgenommen. Und wer nur eine Verwaltungsstrafe bekommt, also eine Geldstrafe, finanziert zwangsläufig den Krieg. Es braucht eine andere Art von Widerstand, der überall praktiziert werden kann und wirkt, auf beiden Seiten der Grenze. Eine innere moralische Einstellung."

Eine extrem schwierige Situation für Russinnen und Russen, die gegen Putin und vor allem gegen seinen Krieg sind. 

Vielen bleibt anscheinend nur die Flucht, weil jeder kleine Protest sofort von der allgegenwärtigen Staatsmacht im Keim erstickt wird. Da ist es in der Tat fast unmöglich, sinnvolle und wirkungsvolle Widerstandsformen zu finden. 

Gestern im Weltspiegel

Eine alte russischsprachige Dame in Estland wird von den Reportern befragt. Sie beklagt sich über die extremen Gaspreise, dass ihre kleine Rente dafür nicht reicht.

Auf den Krieg befragt, sagt sie dass die russische Armee doch nur die Menschen beschützt und dass sie Mariupol befreit hat. Offensichtlich entspricht ihre Sicht die der russischen Medien.

Die Frau war alt genug, um die Sowjet-Union  lange genug erlebt zu haben. Die Menschen der Sowjet-Union wussten damals, dass sie ihren Medien nicht trauen konnten.

Und dennoch kommt hier das Prinzip zum tragen, dass die meisten Menschen im Zweifelsfall zu ihrer Nation, zu ihrer Volksguppe stehen. Es ist für Viele einfacher die hässlichen Informationen zu leugnen, als sich einzugestehen, dass die eigene Gruppe irgendwie böse ist.

Genau deswegen wird die große Mehrzahl der Russen der Propaganda folgen. Die russische Armee, das sind die Guten, die Ukrainer und die NATO, das sind die Bösen.

@17:13 Uhr von Sternenkind | Sinn?

Bei aktuell extremst gestiegenen Energiepreisen wird sie eiine andere Art von Widerstand sehen - in Deutschland

Was wollen Sie mit diesem Beitrag erreichen?

Ich kann in Ihrem Kommentar weder einen Zusammenhang zum TS-Artikel erkennen, noch sonst einen Gedanken, der einen Sinn ergibt.

Ich vermisse die konkrete Kritik, die auch gerne konstruktiv sein darf - nein sollte.

 

@17:11 Uhr von Questia: „Perspektive einer Russin?“

Ich finde den Artikel sehr interessant. Gut, dass hier auch mal wieder die Perspektive einer Russin dargelegt wurde.

Allerdings habe ich vergebens die konkrete Darstellung gesucht, wie denn die "andere Art von Widerstand" aussehen soll.

Insofern finde ich die Überschrift irritierend.

Hat jemand hier das gefunden, was die Überschrift ankündigt?

 

Sie sind sich schon darüber im Klaren, das diese Frau nun eventuell sogar ausgebürgert werden könnte ? 

 

@17:13 Uhr von Sternenkind

 

Bei aktuell extremst gestiegenen Energiepreisen wird sie eiine andere Art von Widerstand sehen - in Deutschland

 

Was für ein unterirdischer Kommentar. Vor Menschen wie Ihnen müssen die Ganijewas dieser Welt genau so Angst haben wie vor ihren heimatlichen Despoten.

Es gibt andere Arten von Widerstand!

Ein Artikel, den sich all diejenigen hier im Forum, die so gerne "Zensur!" schreien, wenn man ihren Lügengeschichten widerspricht, mal genauer durchlesen sollten.

 

Ja, in Russland muss sich die Zivilgesellschaft andere Formen des Widerstands einfallen lassen - denn selbst über den Krieg zu reden, kann schon im Gefängnis enden.

 

Wie wäre es mit einem Kopfschütteln als Zeichen - jedesmal wenn man irgendwo dem aufgemalten "Z" begegnet?

Oder wenn sich alle einfach krank melden, denen übel wird, beim Gedanken an das, was in der Ukraine passiert, bei denen zuviel Patriotismus Migräneanfälle verursacht oder denen schon ganz schwindelig ist, vom Kopfschütteln und den vielen Lügen in den russischen Medien.

Man soll ja auf seinen Körper hören, wenn schon der Geist nichts sagen darf.

 

Möglich, dass sich gerade ein weiterer Widerstand formiert - in Geheimdienstkreisen.

Die versuchte Eliminierung des Putin-Flüsterers Dugin mit einer, ins Auto eingebauten Bombe, klingt nicht nach ukrainischen Partisanen!

 

17:16 Uhr von Sparpaket  …

17:16 Uhr von Sparpaket

 

Frau Ganijewa lebt aber nicht in D. sondern in Kasachstan (steht im blauen Kasten).

 

 

@17:13 Uhr von Sternenkind

Ihr Kommentar passt extrem zum Thema.

"Ganijewa: ...Sondern zwischen denen, die ihre eigene, sei es auch nur relative Verantwortung für die blutigen Ereignisse in der Ukraine anerkennen - und denen, die das nicht tun. Auch denen, die sich selbst freisprechen..."

Könnten auch einige Foristen hier sich angesprochen fühlen.

@17:26 Uhr von fathaland slim

 
ich hätte gar nicht gedacht
 
dass es für Menschen wie Frau Ganijewa überhaupt noch möglich ist, Russland zu verlassen. Und auch ihre Aktivitäten vorher, die sie beschreibt, überraschen mich. Ich war davon ausgegangen, dass das russische Regime längst ein Spinnennetz, analog der Überwachung durch die Gestapo, über seine Bürger gelegt hat, dem keiner entkommt, der einmal in den Fokus des Staatsapparats geraten ist.

 
Aus dem Artikel geht es nicht wirklich hervor, aber ich nehme an, daß sie schon längere Zeit in Kasachstan ist.

 
Ich schwanke, ob ich den übrig gebliebenen Anti-Kriegs-Aktivisten den Mut wünschen soll, weiterzumachen, oder ob ihnen doch zu raten ist, sich so schnell wie möglich in Sicherheit zu bringen. Denn ungefährlicher wird's für die bestimmt nicht.

 
Ich bewundere alle, die sich dieser Gefahr aussetzen. Ich weiß nicht, ob ich es tun würde.
 
Wohl eher nicht.
 

@17:13 Uhr von Sternenkind

Bei aktuell extremst gestiegenen Energiepreisen wird sie eiine andere Art von Widerstand sehen - in Deutschland

 

@afd-Presseabteilung:

 

Sagen sie es doch offen - sie selbst wollen gerne einen Widerstand hier in Deutschland sehen.

Und sie lassen nichts dafür unversucht, um unsere Demokratie zu destabilisieren.

Z.B. Artikel kapern, in denen es nicht um Deutschland geht.

@17:13 Uhr von Sternenkind

Bei aktuell extremst gestiegenen Energiepreisen wird sie eiine andere Art von Widerstand sehen - in Deutschland

Ja, die rechtsextremen Feinde Deutschlands wünschen sich einen Umsturz und werden an bestehende Proteste dranhängen oder eigene starten.

Oder was meinen Sie?

@Sternenkind

"Bei aktuell extremst gestiegenen Energiepreisen wird sie eiine andere Art von Widerstand sehen - in Deutschland "

Ja, schön, dass man in D seinen Protest offen zeigen darf, nicht wahr? Und das ohne Gefahr zu laufen, irgendwo im kalten Sibirien frierend Zwangsarbeit leisten zu müssen. 

@17:20 Uhr von fathaland slim

Ich weiß, es wird jetzt Kommentare geben, in denen auf ihre Unwichtigkeit und totale Unbekanntheit in Russland hingewiesen wird.

 

Deswegen, sozusagen vorauseilend, ein Link zum Wikipediaartikel über sie. Ihre Flucht aus Russland ist da noch gar nicht thematisiert:

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Alissa_Arkadjewna_Ganijewa

Danke für den Link. Eine wirklich interessante und mutige Frau. 

17:20 Uhr von frosthorn   /…

17:20 Uhr von frosthorn

 

//Ich schwanke, ob ich den übrig gebliebenen Anti-Kriegs-Aktivisten den Mut wünschen soll, weiterzumachen, oder ob ihnen doch zu raten ist, sich so schnell wie möglich in Sicherheit zu bringen. Denn ungefährlicher wird's für die bestimmt nicht.//

 

Zuerst sollten "wir" diesen mutigen Menschen ganz viel Glück wünschen.

 

Und dann wäre meine Empfehlung: Beine in die Hand und weg da.

 

Diese Menschen werden dringend gebraucht, wenn der Größenwahnsinnige endlich im Knast sitzt. Die müssen sich um die Neuordnung in Ihrem Heimatland kümmern.

 

 

@17:11 Uhr von Questia

Ich finde den Artikel sehr interessant. Gut, dass hier auch mal wieder die Perspektive einer Russin dargelegt wurde.

Allerdings habe ich vergebens die konkrete Darstellung gesucht, wie denn die "andere Art von Widerstand" aussehen soll.

Insofern finde ich die Überschrift irritierend.

Hat jemand hier das gefunden, was die Überschrift ankündigt?

 

Nicht wirklich - ich habe ihn deswegen zweimal gelesen.

 

Aber er hat mich zumindest zum Nachdenken angeregt, was für Widerstandsformen man in der Kleptokratie des Raubmörders Putin entwickeln könnte.

 

 

@17:13 Uhr von MehrheitsBürger

 

Diese junge Frau verkörpert die gute Seite dieses Russlands, das sich unter seinem Diktatator auf einen todbringenden Eroberungsfeldzug gegen einen friedlichen Nachbarn begeben hat

 

Es sind die Jungen, die Gebildeten, die Informierten, die sich auf diese Weise gegen Putins Angriffskrieg stellen. Aber sie dringen gegen die Propaganda-Glocke, die über der russischen Gesellschaft schwebt, nur in kleinen Rinnsalen durch.

 

Nur sie können die Zukunft eines künftigen Russlands sein, in dem Freiheit und Recht zu den tragenden Säulen gehören. Irgendwann.

Musste mir gerade die Tränen abwischen , Sie schreiben das mit so viel Herz und Seele. Mit Gruß Pax Domino

 

@17:20 Uhr von fathaland slim

Ich weiß, es wird jetzt Kommentare geben, in denen auf ihre Unwichtigkeit und totale Unbekanntheit in Russland hingewiesen wird.

 

Deswegen, sozusagen vorauseilend, ein Link zum Wikipediaartikel über sie. Ihre Flucht aus Russland ist da noch gar nicht thematisiert:

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Alissa_Arkadjewna_Ganijewa

Es gibt viele Russen, die man wegen ihrer Ansichten und nicht ungefährlichen Taten bewundern kann. Neben der Schwierigkeit, jetzt noch Russland halbwegs unbehelligt zu verlassen, bleibt noch die Frage: Wie soll das erst gehen, wenn das übrige Europa keine Russen mehr ins Land lässt? Die Spione und potentiellen Mörder sind doch eh schon hier.

17:27, fathaland slim, Korrektur

Mein Kommentar ist eine Antwort auf den Kommentar um 17:20 Uhr von frosthorn. 

 

Wieder mal bin ich auf dem "Antworten"-Button unter der Vorschau des Kommentares gerutscht und habe so die Formatierungskatastrophe ausgelöst. Wozu ist dieser Button eigentlich da?

Vertriebene - auf unterschiedliche Weise

 

Die Schriftstellerin erzählt von der einen Art der Vertreibung in diesem Drama. Vertreibung durch Drohung und Unterdrückung durch einen diktatorischen Staatsapparat.

 

Die Menschen, für die sie eintritt, erleben gerade die Vertreibung durch militärische Gewalt, in der sie um Leib und Leben fürchten müssen.

 

"Seit dem russischen Einmarsch am 24. Februar sind nach Angaben der Vereinten Nationen fast ein Drittel der 44 Millionen Einwohner der Ukraine aus ihrem Zuhause vertrieben worden. "Es ist die größte Fluchtbewegung seit Ende des Zweiten Weltkriegs", teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) mit. "

(Aus dem Nachbar-Artikel)

 

@17:23 Uhr von Möbius | Na und?

Ich finde den Artikel sehr interessant. Gut, dass hier auch mal wieder die Perspektive einer Russin dargelegt wurde.

Allerdings habe ich vergebens die konkrete Darstellung gesucht, wie denn die "andere Art von Widerstand" aussehen soll.

Insofern finde ich die Überschrift irritierend.

Hat jemand hier das gefunden, was die Überschrift ankündigt?

 

Sie sind sich schon darüber im Klaren, das diese Frau nun eventuell sogar ausgebürgert werden könnte ? 

 

Na und? Was hat das damit zu tun, dass ich finde, dass die Überschrift mehr verspricht, als der Inhalt liefert?

Eine andere Überschrift hätte diese mutige Frau nicht mehr oder weniger gefährdet.

@17:13 Uhr von Sternenkind

Bedroht fühlen sollten sich eher einige Leute in Moskau nach den Ereignissen am Sonntag.

Uhr von Carlos12 @17:13 Uhr…

Uhr von Carlos12

@17:13 Uhr von Sternenkind

Bei aktuell extremst gestiegenen Energiepreisen wird sie eiine andere Art von Widerstand sehen - in Deutschland

 

//Ja, die rechtsextremen Feinde Deutschlands wünschen sich einen Umsturz und werden an bestehende Proteste dranhängen oder eigene starten.//

 

Ich wünsche mir jedenfalls, das da dann der Widerstand der anderen deutlich sicht - und hörbarer ausfällt!

 

Solchen Blödsinn sollte man nicht durch gehen lassen.

 

 

@17:23 Uhr von Möbius

 

@17:11 Uhr von Questia: „Perspektive einer Russin?“

 

Ich finde den Artikel sehr interessant. Gut, dass hier auch mal wieder die Perspektive einer Russin dargelegt wurde.

Allerdings habe ich vergebens die konkrete Darstellung gesucht, wie denn die "andere Art von Widerstand" aussehen soll.

Insofern finde ich die Überschrift irritierend.

Hat jemand hier das gefunden, was die Überschrift ankündigt?

 

Sie sind sich schon darüber im Klaren, das diese Frau nun eventuell sogar ausgebürgert werden könnte ? 

 

 

Die Frage in der Überschrift Ihres Kommentares legt nahe, daß Sie das begrüßen würden.

 

Es würde auch zu den übrigen Kommentaren passen, die Sie hier seit Beginn des Krieges schreiben.

 

Aber ist sie, wenn sie zwangsweise ausgebürgert wurde, keine Russin mehr?

re @17:11 Questia: Innere Einstellung

Ich finde den Artikel sehr interessant. Gut, dass hier auch mal wieder die Perspektive einer Russin dargelegt wurde.

Allerdings habe ich vergebens die konkrete Darstellung gesucht, wie denn die "andere Art von Widerstand" aussehen soll.

Insofern finde ich die Überschrift irritierend.

Hat jemand hier das gefunden, was die Überschrift ankündigt?

 

„Es braucht eine andere Art von Widerstand, der überall praktiziert werden kann und wirkt, auf beiden Seiten der Grenze. Eine innere moralische Einstellung.“

Es geht hier nicht ums „finden“, es geht ums „suchen“. Wir alle brauchen eine innere Haltung, die uns aufrecht stehen und gehen lässt. 

Sie werden Sie dann spüren, wenn Sie diese suchen. Und Sie werden diese bei denen vermissen, die behaupten, sie hätten sie gefunden.

Ich denke, genau diese Suche ist in einem Russland, das von sich behauptet, besser zu sein als andere, nicht mehr möglich. 

@17:29 Uhr von ich1961

Diese Menschen werden dringend gebraucht, wenn der Größenwahnsinnige endlich im Knast sitzt. Die müssen sich um die Neuordnung in Ihrem Heimatland kümmern.

Stimmt. Aber es gibt da ein großes Problem. Auch die russische Gesellschaft ist tief gespalten. Zu viele Russen träumen immer noch vom großen Zarenreich und halten jedes Mittel für entschuldbar, wenn man glaubt, damit diesem irrsinnigen Ziel näher zu kommen. Und dann ist da noch die Propaganda. Ein schon lange hier in Deutschland lebender, aus Russland stammender Journalist, berichtete, dass sein Großvater ihn immer gebeten hatte, Rasierklingen und Kürbiskerne aus Deutschland zu schicken. Jetzt will er das "Nazizeug" nicht mehr.

@17:25 Uhr von BILD.DirEinDuHättestEineMeinung | Bekennervideo

Heute sehr früh wurde im Radio (DLF-Kultur) ) berichtet, dass es ein Bekennervideo geben soll.

Darin soll sich eine Russische Widerstandsbewegung zu dem Anschlag bekannt haben.

Dieses Bekenntnis wurde von dem einzigen Menschen gegeben, der 2014 in der Duma gegen die Annektion der Krim protestiert hatte. Er verlor daraufhin sein Mandat. (Den Namen habe ich vergessen)

Da ich keine weiteren gleichlautenden Meldungen im Laufe des Tages gelesen habe, könnte es sich auch um eine Ente gehalten haben (um es mal deutsch auszudrücken)

 

17:31, Anna-Elisabeth

Es gibt viele Russen, die man wegen ihrer Ansichten und nicht ungefährlichen Taten bewundern kann. Neben der Schwierigkeit, jetzt noch Russland halbwegs unbehelligt zu verlassen, bleibt noch die Frage: Wie soll das erst gehen, wenn das übrige Europa keine Russen mehr ins Land lässt? Die Spione und potentiellen Mörder sind doch eh schon hier.

 

Unter anderem genau deswegen finde ich die Forderung nach einem Einreisestopp für Russen völlig kontraproduktiv. So fördert man Hass, der dann, wie das bei Hass meist ist, die Falschen trifft.

@17:11 Uhr von Questia

Ich finde den Artikel sehr interessant. Gut, dass hier auch mal wieder die Perspektive einer Russin dargelegt wurde.

Allerdings habe ich vergebens die konkrete Darstellung gesucht, wie denn die "andere Art von Widerstand" aussehen soll.

Insofern finde ich die Überschrift irritierend.

Hat jemand hier das gefunden, was die Überschrift ankündigt?

Ich habe mir genau die gleiche Frage gestellt, zumal in Deu ja häufig davon ausgegangen wird, dass es quasi nur einer Aufklärungsoffensive an die "normalen" Bürger dort bedürfe, damit diese endlich ihren Widerstand und Protest gegen die Staatsführung in persona Herrn Putins in Angriff nehmen. Mit diesem Bericht wird allerdings klar, dass Herr Putin noch einen grossen Rückhalt in der Bevölkerung hat zumindest nach aussen hin.

Ich bin ehrlich, wenn ich dort leben würde, ich würde auch nicht öffentlich opponieren. Wahrscheinlich nicht einmal heimlich. Ich wäre weder Held noch Märtyrer. Feige ? Ja, wahrscheinlich.

 

Kaum ein Erkenntnisgewinn

Naja, viel Neues erzählt sie uns nicht.

Und sie beschreibt auch nicht, wie in der Überschrift beworben, wie "wie unterschiedlich die Russen mit ihrer moralischen Verantwortung umgehen", sondern sie fordert dazu lediglich auf.

.

Ansonsten liefert das Interview die üblichen bekannten Versatzstücke der westlich-ukainischen Propaganda: "Aggressor", "Terrorstaat", die Mitfinanzierung des Krieges sogar durch das Bezahlen einer Geldstrafe und das Aufwärmen des Vorwurfs des Zivilisationsbruches durch den russischen Angriff auf die Ukraine.

.

2015 hat sie in einem taz-Interview über das Misstrauen in der russischen Gesellschaft gesagt:

Sobald jemand einen anderen Standpunkt vertritt als man selbst, ist er entweder bezahlt oder er schielt nach Eigennutz – so ist die gängige Meinung

.

So groß scheinen die Unterschiede zwischen der deutschen und der russischen Gesellschaft gar nicht zu sein - nur die Vorzeichen sind anders.

 

Tapfere Frau - nichtssagender Artikel

Hochachtung für Frau Ganijewa - alles Gute für sie & Familie & Freunde.

Der Artikel zeigt bestenfalls die Hilflosigkeit der Dichter und Denker:innen in der Förderation.

Das liegt u.a. daran, dass das alte zarenreich ebenso weiterlebt wie das Kaiserreich in Chna u.ä. Eine bürgerliche Wende zu Kapitalismus und formaler Demokratie hat nicht nicht stattgefunden und jetzt an Reiz und Kraft verloren, weil der Kapitalismus an sein definitives Ende kommt: bleibt er, wird er vom Klimawandel usw. weggefegt.

Dort wie hier fehlt die Kraft für eine Zukunft.

Es gibt doch noch…

Es gibt doch noch intelligente und verantwortungsbewusste Menschen in Russland. Wie kann man Russen mehrheitlich dazu bewegen, das System Putin aus den Angeln zu heben ?

@17:23 Uhr von fathaland slim

sie ist in Kasachstan.

 

Das scheint an einigen Foristen vorbeigegangen zu sein.

Ja,  an mir. 

Ich lese die Informationen im blauen Kasten manchmal nicht. 

Deshalb Danke.  Ich hätte es nicht bemerkt. 

Ganijewa ist keine Stimme Russlands

Durch ihre zur Schau gestellte Sympathie für die Feinde Russlands hat sie auch ihr Recht verwirkt für Russland oder als Russin zu sprechen. Sie repräsentiert eine kleine extreme Minderheit zu der auch Nawalny gehört. 
 

 

 

 

@17:26 Uhr von Questia

@17:20 Uhr von fathaland slim | Wann ist...?

 

Ich weiß, es wird jetzt Kommentare geben, in denen auf ihre Unwichtigkeit und totale Unbekanntheit in Russland hingewiesen wird.

 

Deswegen, sozusagen vorauseilend, ein Link zum Wikipediaartikel über sie. Ihre Flucht aus Russland ist da noch gar nicht thematisiert:

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Alissa_Arkadjewna_Ganijewa

 

Ich habe keine Info gefunden, wann sie gehen musste. Wissen Sie mehr?

 

Nein, leider nicht.

 

@17:43 Uhr von AlterSimpel

Kaum ein Erkenntnisgewinn

 

Naja, viel Neues erzählt sie uns nicht.

 

Und sie beschreibt auch nicht, wie in der Überschrift beworben, wie "wie unterschiedlich die Russen mit ihrer moralischen Verantwortung umgehen", sondern sie fordert dazu lediglich auf.

.

Ansonsten liefert das Interview die üblichen bekannten Versatzstücke der westlich-ukainischen Propaganda: "Aggressor", "Terrorstaat", die Mitfinanzierung des Krieges sogar durch das Bezahlen einer Geldstrafe und das Aufwärmen des Vorwurfs des Zivilisationsbruches durch den russischen Angriff auf die Ukraine.

.

2015 hat sie in einem taz-Interview über das Misstrauen in der russischen Gesellschaft gesagt:

 

Sobald jemand einen anderen Standpunkt vertritt als man selbst, ist er entweder bezahlt oder er schielt nach Eigennutz – so ist die gängige Meinung

.

So groß scheinen die Unterschiede zwischen der deutschen und der russischen Gesellschaft gar nicht zu sein - nur die Vorzeichen sind anders.

 

Schon klar. Immer fest an Putins Seite...

@frosthorn

Ja, ich könnte auch niemandem empfehlen, unbedingt in Russland zu bleiben und dort zu protestieren. Diejenigen, die es dennoch tun, kann ich nur bewundern, wie die Journalistin Owsjennikowa, um die sich die Schlinge immer enger zuzieht, die aber trotzdem bleiben möchte, auch wegen ihrer Kinder.

Zahlreiche Journalisten sind ins Exil gegangen, weil sie in Russland nicht mehr arbeiten können und dürfen. Sie versuchen aus dem Ausland weiter zu arbeiten. Auch diese kann ich gut verstehen. 

Der russische Eishockey-Torwart wäre besser unauffällig ausgereist, ohne vorher anzukündigen, dass er in die nordamerikanische Profiliga wechseln möchte. Folge: Festnahme und Zwangsmilitärdienst am Rande der Arktis.

@17:13 Uhr von Sternenkind

Bei aktuell extremst gestiegenen Energiepreisen wird sie eiine andere Art von Widerstand sehen - in Deutschland

 

Was für ein erbärmlicher Kommentar.

 

@17:43 Uhr von AlterSimpel

Müssen Sie noch nach Moskau reisen oder sind Sie dort schon angekommen?

 

@17:45 Uhr von Möbius

Ganijewa ist keine Stimme Russlands

 

Durch ihre zur Schau gestellte Sympathie für die Feinde Russlands hat sie auch ihr Recht verwirkt für Russland oder als Russin zu sprechen. Sie repräsentiert eine kleine extreme Minderheit zu der auch Nawalny gehört. 
 

 

Ich bin sicher, daß Sie für solche Unsäglichkeiten nicht einmal bezahlt werden. Sie schreiben das aus Überzeugung.

 

Wie kann man nur derart verblendet sein?

 

Menschliche Abgründe.

@17:16 Uhr von Sparpaket

Trotzdem ist es natürlich extrem kafkaesk, wenn sie jetzt hier, quasi im Exil, auf sich allein gestellt, schreiben soll.

 

Wieder mal den Artikel nicht gelesen? Die Frau lebt aktuell in Kasachstan.

 

@17:45 Uhr von Möbius

Durch ihre zur Schau gestellte Sympathie für die Feinde Russlands hat sie auch ihr Recht verwirkt für Russland oder als Russin zu sprechen. Sie repräsentiert eine kleine extreme Minderheit zu der auch Nawalny gehört. 
 

Wie gut, dass es wenigstens hier in Deutschland noch Aufrechte wie Sie gibt, die ihr Recht, für Russland zu sprechen, noch nicht verwirkt haben. Und die auch ausgiebig davon Gebrauch machen.

 

@17:29 Uhr von ich1961 | Nicht zu unterschätzen

17:20 Uhr von frosthorn...

 

 

@17:29 Uhr von ich1961

Zuerst sollten "wir" diesen mutigen Menschen ganz viel Glück wünschen.

 

Und dann wäre meine Empfehlung: Beine in die Hand und weg da.

 

Diese Menschen werden dringend gebraucht, wenn der Größenwahnsinnige endlich im Knast sitzt. Die müssen sich um die Neuordnung in Ihrem Heimatland kümmern.

Das empfinde ich wirklich als sehr wichtigen Gedanken.

Der hier schon mehrfach angesprochene BrainDrain könnte sich somit umkehren in einen positiven und konstruktiven Prozess - ROC (Return of competence)

@17:43 Uhr von AlterSimpel

...

Und sie beschreibt auch nicht, wie in der Überschrift beworben, wie "wie unterschiedlich die Russen mit ihrer moralischen Verantwortung umgehen", sondern sie fordert dazu lediglich auf.

.

Ansonsten liefert das Interview die üblichen bekannten Versatzstücke der westlich-ukainischen Propaganda: "Aggressor", "Terrorstaat", die Mitfinanzierung des Krieges sogar durch das Bezahlen einer Geldstrafe und das Aufwärmen des Vorwurfs des Zivilisationsbruches durch den russischen Angriff auf die Ukraine.

.

2015 hat sie in einem taz-Interview über das Misstrauen in der russischen Gesellschaft gesagt:

Sobald jemand einen anderen Standpunkt vertritt als man selbst, ist er entweder bezahlt oder er schielt nach Eigennutz – so ist die gängige Meinung

.

So groß scheinen die Unterschiede zwischen der deutschen und der russischen Gesellschaft gar nicht zu sein - nur die Vorzeichen sind anders.

 

Scheint, als hätten sie diese, von russischen Medien in aller Welt geschürten, Vorurteile vollkommen verinnerlicht.

 

@17:31 Uhr von fathaland slim

Mein Kommentar ist eine Antwort auf den Kommentar um 17:20 Uhr von frosthorn. 

 

Wieder mal bin ich auf dem "Antworten"-Button unter der Vorschau des Kommentares gerutscht und habe so die Formatierungskatastrophe ausgelöst. Wozu ist dieser Button eigentlich da?

Danke, das habe ich mich auch schon gefragt.

@17:45 Uhr von Möbius

///Durch ihre zur Schau gestellte Sympathie für die Feinde Russlands hat sie auch ihr Recht verwirkt für Russland oder als Russin zu sprechen. Sie repräsentiert eine kleine extreme Minderheit zu der auch Nawalny gehört. ///
 

 

 

 

. Im Gegensatz zu Ihrem, ist ihr moralischer Kompass noch völlig in Ordnung.

@17:13 Uhr von MehrheitsBürger

...

Es sind die Jungen, die Gebildeten, die Informierten, die sich auf diese Weise gegen Putins Angriffskrieg stellen. Aber sie dringen gegen die Propaganda-Glocke, die über der russischen Gesellschaft schwebt, nur in kleinen Rinnsalen durch.

 

Nur sie können die Zukunft eines künftigen Russlands sein, in dem Freiheit und Recht zu den tragenden Säulen gehören. Irgendwann.

 

Meine russischen Freunde, die in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden leben und zum Teil die entsprechende Staatsbürgerschaft angenommen haben, erzählen mir, wie eingeschüchtert viele ganz normale einfache Bürgerinnen und Bürger sind, nicht zuletzt durch die drohende Inhaftierung, wenn man putins Angriffskrieg auch 'Krieg' nennt.
Und auch wenn ich an die Proteste gegen putin in den letzten Jahren denke, komm ich zur Überzeugung, dass die allgemeine Bevölkerung differenziert betrachtet werden muss, wenn man an Opposition und Protest in der russischen Gesellschaft denkt.

 

gez. NieWiederAfd 

 

 

@17:45 Uhr von Möbius

Durch ihre zur Schau gestellte Sympathie für die Feinde Russlands hat sie auch ihr Recht verwirkt für Russland oder als Russin zu sprechen. Sie repräsentiert eine kleine extreme Minderheit zu der auch Nawalny gehört. 
 

.

Sie ist, im Gegensatz zu Ihnen, eine Freundin Russlands, da Sie Wege sucht, den Faschisten Putin und seine Helfershelfer zu desavourieren.

Extrem ist nur der putinsche Faschismus.

Und dass es in Russland aufrechte Kämpfer gibt, zeigt das, was gestern einer russischen Faschistin passiert ist.

Unterstellen Sie den Russen bitte nicht, Befürworter des Faschisten Putin zu sein, das haben die Russen nicht verdient.

Warum zeigt man ein Bild mit Insta-Filter ?

Die Frau sieht doch in Wirklichkeit einen Tick anders aus ...

 

Solche Versuche der subtilen Beeinflussung finde ich nicht gerade vertrauenerweckend. 

@17:45 Uhr von Möbius

Dafür hat Moskau ja sie, so als Pressesprecher für einen menschenverachtenden Scheinriesen.

Ganijewa steht für Freiheit und Empathie..und pass somit gar nicht in ihr Weltbild.

Claudia Bauer meint,

die Dame sollte sich in Grund und Boden schämen ihr Vaterland so zu verraten.

@17:45 Uhr von Möbius

Durch ihre zur Schau gestellte Sympathie für die Feinde Russlands hat sie auch ihr Recht verwirkt für Russland oder als Russin zu sprechen.
 

.

Wer glauben Sie eigentlich zu sein, jemanden das Recht für sein Land und für sich als Russin zu sprechen, absprechen zu dürfen.

Unglaubliche Unverschämtheit!

@ 17:43 Uhr AlterSimpel --- Putin-Advokatur ganz unten

 

"Ansonsten liefert das Interview die üblichen bekannten Versatzstücke der westlich-ukainischen Propaganda":

 

 

Frau Alissa Ganijewa ist eine Propagandistin für Sie. Die Bedrohung für Freiheit und Existenz leugnen Sie einfach weg.

 

Das sind die Versatzstücke der Putinisten-Propaganda gegen eine mutige Schrifstellerin. In Ermangelung von guten Begründungen für Putins Diktatur und in Verzweiflung um die Bewahrung Ihres seit Jahren nie aktualisierten anti-westlichen Weltbildes auf dem Bodensatz der Argumentation angekommen.

 

So groß scheinen die Unterschiede zwischen der deutschen und der russischen Gesellschaft gar nicht zu sein - nur die Vorzeichen sind anders.

 

 Also die russische Diktatur und der deutsche Rechtsstaat sind für Sie dasselbe.

Wen würde das jetzt noch verwundern ?

 

re @17:42 weingasi1: Aufklärungsoffensiven

 

Ich habe mir genau die gleiche Frage gestellt, zumal in Deu ja häufig davon ausgegangen wird, dass es quasi nur einer Aufklärungsoffensive an die "normalen" Bürger dort bedürfe, damit diese endlich ihren Widerstand und Protest gegen die Staatsführung in persona Herrn Putins in Angriff nehmen. 

 

Im Zweifel glaubt der Mensch immer das, was er glauben WILL. Und das ist, dass er auf der richtigen Seite steht. Das gilt in Russland wie bei uns. 

Das heisst nicht, dass man keinen Einfluss nehmen kann. Denn dann würde Putin nicht derart verbissen und konsequent versuchen,  jeden Einfluss von „außen“ zu verhindern.

So verdreht es also klingen mag: Gerade das Vorgehen Putins gegen die „ausländischen Agenten“ und die versuchte Auslöschung einer sich demokratisierenden Ukraine beweist die Panik vor der eigenen Propaganda. Die funktioniert nämlich nur noch in einem Krieg - und den führt Putin jetzt. Gegen die Ukraine und gegen „uns“ - die „ausländische Einmischung“ in Putins innere Angelegenheiten.

 

 

@17:44 Uhr von Werner40

Es gibt doch noch intelligente und verantwortungsbewusste Menschen in Russland. Wie kann man Russen mehrheitlich dazu bewegen, das System Putin aus den Angeln zu heben ?

 

Genauso, wie man die Deutschen in den 30ern mehrheitlich bewegen konnte, das damalige System zu stürzen.

 

Nämlich gar nicht.

 

Faschistische Diktaturen mit ihrem ausgeklügelten Überwachungs- und Repressionsapparat lassen sich so nicht stürzen. Irgendwann hängen dann die Menschen an den Laternenpfählen, und da möchte niemand neben hängen.

 

Mir ist kein geschichtliches Beispiel bekannt, wo der Sturz eines solchen Systeems "von unten" passiert wäre. Es geht immer nur aus der Machtelite heraus oder aber von außen. Und von außen, das würde im vorliegenden Fall den dritten Weltkrieg bedeuten.

 

@17:45 Uhr von Möbius

Durch ihre zur Schau gestellte Sympathie für die Feinde Russlands hat sie auch ihr Recht verwirkt für Russland oder als Russin zu sprechen.

Was für ein Unsinn. Thomas Mann hätte also auch während des Zweiten Weltkriegs niemals das Recht gehabt, für Deutschland oder die Deutschen zu sprechen?

Außerdem sehe ich aktuell keine Feinde Russlands. Ich gehe sogar noch weiter: Gerade, weil ich ein Freund Russlands bin, bin ich dafür, dass alle Länder der Welt die Ukraine militärisch unterstützen, wo sie nur können. Weil nur dann der russlandfeindliche Mob im Kreml gestürzt werden kann.

Beklemmend - aber: Ein „Befreiungsschlag“ ist möglich

Aber nur, wenn jeder, der das Interview gelesen hat - völlig unabhängig seiner Nationalität sich bewusst ist, dass es dabei vor allem auf ihn selbst ankommt. Wobei i.d.R. die Bürger der Terrorstaaten die ohnmächtigsten und daher am meisten auf Unterstützung angewiesen sind.

Dem Treiben von Terrorfürsten wie Putin, Xi u.a. aus persönlichen Bequemlichkeiten geschuldeten Interessen (insbesondere „finanziellen“) tatenlos zuzusehen bzw. diesen Vorrang vor denen der Allgemeinheit (zu der er natürlich zählt) einzuräumen bedeutet, sich an der ungehinderter Ausbreitung deren Terrors mitschuldig zu machen. Da man damit zulässt, dass sich dessen Schlinge immer weiter zuzieht.

Alissa Ganijewa - der man nur wünschen kann, dass ihr die Rückkehr in ihre Heimat ohne Leib, Leben und Freiheit zu riskieren  so baldmöglichst ermöglicht wird (und das nicht nur in ihrem Interesse) - hat Recht:

Um das zu ermöglichen, kommt es auf die innere Einstellung an. Und nicht in erster Linie auf die äußere „Aufstellung“.

@17:28 Uhr von harpdart

Ja, schön, dass man in D seinen Protest offen zeigen darf, nicht wahr? Und das ohne Gefahr zu laufen, irgendwo im kalten Sibirien frierend Zwangsarbeit leisten zu müssen. 

.

Schauen sie beiden posts über Ihrem an.

Der von Ihnen zitierte Forist muss sich vorwerfen lassen, er wolle die Demokratie "destabiliseren" oder er hätte eine Nähe zu Rechtsextremen.

Dabei will er nur auf die horrenden Preissteigerungen hinweisen und erhofft sich dagegen Protest, so wie einige Gewerkschaften, Sozialverbände und Parteien auch.

Die Debattenkultur hier scheint sich der russischen anzupassen.

Proteste sind natürlich straffrei, keine Geld- oder Haftstrafen drohen hierzulande.

Wie gefährlich es aber war, die erwarteten Proteste durch deutsche Sicherheitspolitiker vorsorglich als rechts unterwandert und demokratiefeindlich zu framen zeigt sich in einigen posts hier.

@17:54 Uhr von Möbius

vertrauenerweckend. 

und das aus ihrem Munde.

 

@17:54 Uhr von Möbius

Warum zeigt man ein Bild mit Insta-Filter ?

 

Die Frau sieht doch in Wirklichkeit einen Tick anders aus ...

 

Solche Versuche der subtilen Beeinflussung finde ich nicht gerade vertrauenerweckend. 

 

Meine Güte.

 

Ihre Sorgen möchte ich haben.

@17:37 Uhr von fathaland slim

 

@17:11 Uhr von Questia: „Perspektive einer Russin?“

 

Ich finde den Artikel sehr interessant. Gut, dass hier auch mal wieder die Perspektive einer Russin dargelegt wurde.

Allerdings habe ich vergebens die konkrete Darstellung gesucht, wie denn die "andere Art von Widerstand" aussehen soll.

Insofern finde ich die Überschrift irritierend.

Hat jemand hier das gefunden, was die Überschrift ankündigt?

 

Sie sind sich schon darüber im Klaren, das diese Frau nun eventuell sogar ausgebürgert werden könnte ? 

 

 

Die Frage in der Überschrift Ihres Kommentares legt nahe, daß Sie das begrüßen würden.

 

Es würde auch zu den übrigen Kommentaren passen, die Sie hier seit Beginn des Krieges schreiben.

 

Aber ist sie, wenn sie zwangsweise ausgebürgert wurde, keine Russin mehr?

 

Gegenfrage: ist Chodorkowski ein Russe ? (Ist er übrigens schon lange nicht mehr)

@17:49 Uhr von Einmal

@17:43 Uhr von AlterSimpel

Müssen Sie noch nach Moskau reisen oder sind Sie dort schon angekommen?

 

Na, na, na. Sein Nick spricht doch für ihn.

Russland ist eine üble Diktatur, ähnlich wie in der DDR

werden anders denkende eingesperrt, oder noch schlimmer ermordet.

Da ist Widerstand gefährlich oder er wird von Profis ausgeführt, wie bei der Tochter vom Chefideologen. Einfach grausam solche Diktaturen und es gibt tatsächlich noch Putin-Freunde hier in Deutschland.

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