Kommentare - Fischsterben in der Oder: Suche nach Tätern, Sorgen um die Ostsee

13. August 2022 - 15:05 Uhr

Woran Tausende Fische in der Oder gestorben sind, ist noch unklar. Um das herauszufinden, hat Polen eine Belohnung für Hinweise ausgelobt. Bundesumweltministerin Lemke kritisierte mangelnde deutsch-polnische Zusammenarbeit.

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Da wünscht man sich...

...

Wenn es sich tatsächlich herausstellt, dass es sich um Vorsatz handelt und nicht, wie auch eine Vermutung war, "Altlasten" durch das Niedrigwasser auftauchten, dann wünschte man sich, das Bestrafungsprinzip des Alten Testaments anwenden zu können. Jedoch sind wir eine fortschrittliche Gesellschaft und so hoffe ich, dass die Ursache gefunden und, falls es einen menschlichen Verursacher gibt, eine gerechte Strafe ausgesprochen wird.

skrupellos

An Skrupellosigkeit kaum zu überbieten, hoffentlich werden die Verursacher zur Rechenschaft gezogen.

Liegt auch am Fehler im System, normalerweise müsste die Entsorgung schon im Kaufpreis enthalten sein, so dass die daraus resultierenden Chemieabfälle kostenlos abgegeben werden können.

Sieht man ja bei den Autoreifen, weil die Entsorgung nicht gleich im Kaufpreis eingepreist wird und bei  der Abgabe eine Gebühr fällig wird, schmeißen einige ihre Altreifen einfach irgendwo in die Natur. 

Oder dort wo der Sperrmüll kostenpflichtig ist, entstehen oft in den Städten unzählige wilde Müllplätze.

Salzfrachten

Was ist denn so schwer daran das Wasser mittels Kationen- und Anionenchromatographie zu untersuchen? Wofür gibt es denn Umweltlabore? Hat schon mal jemand auf Cyanid geprüft?

@15:45 Uhr von Anita L.

...

Wenn es sich tatsächlich herausstellt, dass es sich um Vorsatz handelt und nicht, wie auch eine Vermutung war, "Altlasten" durch das Niedrigwasser auftauchten, dann wünschte man sich, das Bestrafungsprinzip des Alten Testaments anwenden zu können. Jedoch sind wir eine fortschrittliche Gesellschaft und so hoffe ich, dass die Ursache gefunden und, falls es einen menschlichen Verursacher gibt, eine gerechte Strafe ausgesprochen wird.

 

Wenn es sich wirklich, was für mich durchaus plausibel ist, um Altlasten handelt, die jetzt durch das historische Niedrigwasser neue Wirkung entfalten, dann ist das eine sehr, sehr ungemütliche Vorstellung. Denn von Altlasten sind wir umgeben, zu Lande, in Seen, in Flüssen, im Meer. Wir sehen sie nicht, können aber davon wissen, wenn wir wollten. Allein was an Giftgas in der Ostsee versenkt wurde, um nur ein Beispiel zu nennen.

@16:07 Uhr von Giselbert

An Skrupellosigkeit kaum zu überbieten, hoffentlich werden die Verursacher zur Rechenschaft gezogen.

Liegt auch am Fehler im System, normalerweise müsste die Entsorgung schon im Kaufpreis enthalten sein, so dass die daraus resultierenden Chemieabfälle kostenlos abgegeben werden können.

Sieht man ja bei den Autoreifen, weil die Entsorgung nicht gleich im Kaufpreis eingepreist wird und bei  der Abgabe eine Gebühr fällig wird, schmeißen einige ihre Altreifen einfach irgendwo in die Natur. 

Oder dort wo der Sperrmüll kostenpflichtig ist, entstehen oft in den Städten unzählige wilde Müllplätze.

 

Tolle Idee - nur handelt es sich hier nicht um Müll, sondern, wenn es denn eine illegale Einleitung gab, eher um Substanzen, die in der Chemieindustrie schon bei der Produktion entstehen.

 

 

 

...Suche nach Tätern, Sorgen um die Ostsee..

Zuerst muss doch nach Wegen gesucht werden, den Schaden zu minimieren, während dessen kann man nach dem Verursacher bequem suchen - bei der Sachadensgröße darf man ja von einem "Großen" Verursacher ausgehen und so viele wird davon ja nicht geben und dann sollte es zuerst mal nicht ums Strafen gehen, sondern um Widergutmachung und Schadensregulierung erst danach sollten eventuelle Schuldige zu Tisch gebeten werden und den toten Fisch verspachteln dürfen. 

Das Titelbild oben zeigt auch viel Müll im Wasser

Ist denn überhaupt noch genügend Sauerstoff für die Fische im Wasser vorhanden ?

Bei den Wasserniedrigständen kann das hier und da zum Problem werden, insbesondere dann, wenn im Wasser allehand Müll vorhanden ist, und zudem das Fischsterben (andere Arten und Wasserpflanzen ggf auch ???) dazu kommt.

@16:20 Uhr von fathaland slim

...

Wenn es sich tatsächlich herausstellt, dass es sich um Vorsatz handelt und nicht, wie auch eine Vermutung war, "Altlasten" durch das Niedrigwasser auftauchten, dann wünschte man sich, das Bestrafungsprinzip des Alten Testaments anwenden zu können. Jedoch sind wir eine fortschrittliche Gesellschaft und so hoffe ich, dass die Ursache gefunden und, falls es einen menschlichen Verursacher gibt, eine gerechte Strafe ausgesprochen wird.

 

Wenn es sich wirklich, was für mich durchaus plausibel ist, um Altlasten handelt, die jetzt durch das historische Niedrigwasser neue Wirkung entfalten, dann ist das eine sehr, sehr ungemütliche Vorstellung. Denn von Altlasten sind wir umgeben, zu Lande, in Seen, in Flüssen, im Meer. Wir sehen sie nicht, können aber davon wissen, wenn wir wollten. Allein was an Giftgas in der Ostsee versenkt wurde, um nur ein Beispiel zu nennen.

Da haben Sie vollumfänglich Recht, das macht einem mächtig Angst. 

@16:18 Uhr von spax-plywood

Was ist denn so schwer daran das Wasser mittels Kationen- und Anionenchromatographie zu untersuchen? Wofür gibt es denn Umweltlabore? Hat schon mal jemand auf Cyanid geprüft?

Sie können sich gern an die entsprechenden Stellen wenden und Ihre fachkundige Hilfe anbieten. 

Auffallend ist die…

Auffallend ist die zögerliche Informationspoltik der beteiligten Länder. Weder wurde rechtzeitig informiert, es gab keine länderübergreifende Zusammenarbeit und man ist nicht in der Lage den oder die Stoffe, die zum Tod der Fische führten zu bestimmen. Nun fließt der ganze Dreck in die Ostsee. Ob sich damit das Problem löst, ist recht fraglich. Bin gespannt, wie die beiden EU Länder Polen und Deutschland das Problem lösen und was sie daraus lernen, für eine Zusammenarbeit in der Zukunft und eventuell noch größeren Problemen. 

@ 16:22 Uhr von BILD.DirEinDuH…

"Tolle Idee - nur handelt es sich hier nicht um Müll, sondern, wenn es denn eine illegale Einleitung gab, eher um Substanzen, die in der Chemieindustrie schon bei der Produktion entstehen."

Das war mir klar, ich wollte nur Beispiele aus anderen Bereichen aufzeigen, dass die nachträglich anfallenden Kosten manchmal auf kriminelle Art umgangen werden.

Es spricht nichts dagegen in der Chemieindustrie ein Prepaid-System zu etablieren. Zumal die Chemieindustrie sehr genau weiß wo, was und wie viel anfällt.

@Anita L.

Vielleicht lesen die zuständigen Stellen ja mit, in diesem Forum. Es soll auch Leute geben, die hier schreiben u n d was von der Sache verstehen.

Erstmal Klärung abwarten - dann urteilen.

Soweit ich das sehen kann, gibt es im Moment einige Theorien, ein paar erhöhte Messwerte und sehr viele tote Fische.

 

Fischsterben können ganz unterschiedliche Ursachen haben - Sauerstoffmangel, Salzgehalt, Krankheiten oder Gifte.

 

- Der Sauerstoffgehalt im Wasser z.B. ist stark von der Temperatur abhängig.

Je wärmer, desto weniger und im Moment ist es relativ warm, so dass auch das eine Rolle spielen kann. Auch eine starke Algenblüte oder der verstärkte Abbau organischer Stoffe kann den Sauerstoffgehalt reduzieren.

 

- Giftstoffe können durch Äbwässer in Flüsse gelangen, durch Fäulnisprozesse entstehen oder auch z.B. von Algen produziert werden.

 

- Salzhaltige Abwässer, z.B. aus der Kaligewinnung werden legalerweise in Flüsse geleitet.

Bei niedrigen Wasserständen werden diese nicht so sehr verdünnt und wären eine mögliche Ursache.

 

 

Wetter, Wasserstand und bisherige Messergebnisse besagen bisher nur, dass keine dieser Möglichkeiten ausgeschlossen werden kann - oder eben eine Kombination.

 

 

 

 

@16:24 Uhr von GeoK

Gifte schwimmen nicht stromaufwärts, sondern entgegen gesetzt, "abwärts." 

No shit Sherlock?

 

Dr.Till Backhaus Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt - Regierungsportal M-V. ist nun gefordert, an diese zwei Staaten Regressansprüche zu stellen.

Denn zweifelsfrei wurde zu lange in den Ländern gewartet, die Alarmkette mit Hinweisen auf Vergiftung in Gang zu setzen.  

Was hätten diese Länder denn tun sollen? Den Fluss durch eine städtische Kläranlage durchleiten.

Man steht hilflos davor und sammelt die Fische auf.

Solche Entschädigungs-Forderungen erscheinen mir ähnlich hirnlos wie die an China bzgl. Corona-Reparationen. Immerhin gibt es hier vermutlich einen privatwirtschaftlichen Verursacher.

 

@16:38 Uhr von Bln222

Auffallend ist die zögerliche Informationspoltik der beteiligten Länder. Weder wurde rechtzeitig informiert, es gab keine länderübergreifende Zusammenarbeit und man ist nicht in der Lage den oder die Stoffe, die zum Tod der Fische führten zu bestimmen. Nun fließt der ganze Dreck in die Ostsee. Ob sich damit das Problem löst, ist recht fraglich. Bin gespannt, wie die beiden EU Länder Polen und Deutschland das Problem lösen und was sie daraus lernen, für eine Zusammenarbeit in der Zukunft und eventuell noch größeren Problemen. 

Laut einem Artikel von gestern hat der polnische Ministerpräsident bereits reagiert und zwei Ämter ihres Chefs enthoben. Auch konnte man gestern lesen, dass eine größere Menge Quecksilber nachgewiesen wurde. Allerdings ist die Situation wohl etwas komplexer als in einem Vorabendkrimi und die Analyse eines fließenden Gewässers dürfte etwas länger in Anspruch nehmen. Aufhalten können Sie das Wasser leider auch nicht, sodass es jetzt - ja - in die Ostsee fließen.

@16:39 Uhr von Giselbert

"Tolle Idee - nur handelt es sich hier nicht um Müll, sondern, wenn es denn eine illegale Einleitung gab, eher um Substanzen, die in der Chemieindustrie schon bei der Produktion entstehen."

Das war mir klar, ich wollte nur Beispiele aus anderen Bereichen aufzeigen, dass die nachträglich anfallenden Kosten manchmal auf kriminelle Art umgangen werden.

Es spricht nichts dagegen in der Chemieindustrie ein Prepaid-System zu etablieren. Zumal die Chemieindustrie sehr genau weiß wo, was und wie viel anfällt.

 

Prepaid geht nicht, denn die gleichen Rohstoffen kann man in stark unterschiedlichen Prozessen einsetzen.

 

Und ja - die Chemieindustrie weiss das genau und ist verpflichtet Nachweis über die Entsorgung der Abfälle zu führen.

 

Illegale Entsorgung, von Abfallstoffen im Industriebereich, findet immer dort statt, wo die Entsorgung schon bezahlt wurde, egal von wem. aber man sich hohe Gewinne einstecken kann, wenn man sie nicht fachgerecht entsorgt.

Ihre Idee würde daran absolut nichts ändern.

 

Au weia … das Stettiner Haff.

 

Viel von Polen kenne ich nicht, aber mein einst kriegs-vertriebener Vater wuchs ganz in der Nähe vom Stettiner Haff auf. Als Kinder sind sie dort hin mit Fahrrädern im Sommer immer ans Meer gefahren.

 

1988 war ich mit Vater und Onkel dort, um mir das mal anzusehen, wie es so ist. Sehr schön trotz irgendwie polnisch-kommunistischer Tristesse.

 

Ich mag Küstenlandschaften wie das Stettiner Haff, den Greifswalder Bodden, und die Seen-Meer-Landschaft landeinwärts von Fischland - Darß - Zingst ganz besonders gern. Mit das Schönste, was es an der Ostsee an Landschaft gibt.

 

Alles schnell zerstört mit den besonderen Biotopen und Tieren und Pflanzen. Gift im Fisch bleibt ja nicht auf den Fisch beschränkt, sondern geht auch in den Kormoran rein.

Das durch Gifteinleitung…

Das durch Gifteinleitung verursachte Fischsterben ist verbrecherischen Ursprungs und höchst dramatisch in den noch nicht absehbaren Konsequenzen.

Dramatisch ist aber auch, wie gleichgültig und nachlässig viele für das nicht so sichtbare Artensterben und die katastrophalen Folgen des menschenverursachten Klimawandels sind. Dessen Folgen sind nicht so regional wie das aktuelle akute Fischsterben in der Oder.

 

gez. NieWiederAfd 

 

 

@16:24 Uhr von GeoK

Die Suche nach den Täter beginnt in Tschechien, dem Ursprungsland der Oder, fließt dann weiter durch Polen und ist erst bei Frankfurt an der Oder in Deutschland dem Drittland. 

 

Da schon Ende Juli Fischsterben in Polen bekannt wurde, ist dieses Land sowie Tschechien gefordert, Klarheit in diese Umweltkatastrophe zu bringen. 

Gifte schwimmen nicht stromaufwärts, sondern entgegen gesetzt, "abwärts." 

 

Dr.Till Backhaus Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt - Regierungsportal M-V. ist nun gefordert, an diese zwei Staaten Regressansprüche zu stellen.

 

Denn zweifelsfrei wurde zu lange in den Ländern gewartet...

 

Somit liegen die Verursacher in Tschechien oder Polen, es geht darum das  andere Staaten im Falle von Störungen oder Schäden, sehr schnell wissen was Deutschland als Schadensersatz zu zahlen hat.

 

 

Richtig. Der Ort der Einleitung müsste sich ziemlich genau lokalisieren lassen. Außer, dass der Stoff ( Quecksilber?) von einem Boot aus verklappt wurde.

 

So sehr es zu wünschen wäre,…

So sehr es zu wünschen wäre, glaube ich aber das der oder die Schuldige nicht gefunden werden. Ein Umwelt oder Chemielabor sollte in der Lage sein die Verantwortlichen Substanzen zu finden, dann hätte man schon mal einen Anhaltspunkt. An Altlasten glaube ich persönlich nicht denn an der Oder gab es Niedrigwasser genauso wie Hochwasser, da wäre schon längst mal was gewesen.

@16:47 Uhr von spax-plywood

Vielleicht lesen die zuständigen Stellen ja mit, in diesem Forum. Es soll auch Leute geben, die hier schreiben u n d was von der Sache verstehen.

Hm, ja, klar. Und die schreiben dann so was wie Sie... . Hic Rhodos hic salta - gehen Sie doch lieber direkt Ihre Hilfe anbieten, denn die zuständigen Stellen werden anderes zu tun haben als jetzt gerade im Forum der tagesschau nachzulesen, ob irgendjemand ne kluge Idee hat...Sofachemiker...

@16:50 Uhr von BILD.DirEinDuHättestEineMeinung

Soweit ich das sehen kann, gibt es im Moment einige Theorien, ein paar erhöhte Messwerte und sehr viele tote Fische.

 

Fischsterben können ganz unterschiedliche Ursachen haben - Sauerstoffmangel, Salzgehalt, Krankheiten oder Gifte.

 

Gute Aufzählung. pH- Verschiebung ins Alkalische und viel Ammonium wollte ich noch ergänzen. Dann bildet sich Ammoniak und das ist stark fischgiftig.

 

@17:07 Uhr von heribix

"So sehr es zu wünschen wäre,…

So sehr es zu wünschen wäre, glaube ich aber das der oder die Schuldige nicht gefunden werden. Ein Umwelt oder Chemielabor sollte in der Lage sein die Verantwortlichen Substanzen zu finden, dann hätte man schon mal einen Anhaltspunkt. An Altlasten glaube ich persönlich nicht denn an der Oder gab es Niedrigwasser genauso wie Hochwasser, da wäre schon längst mal was gewesen."

 

Diese Altlasten sind kaum kalkulierbar, weil dabei Korrosionsprozesse eine Rolle spielen, die Niemand im Blick hat. An vereinzelten Stellen schaut man hin und kann z.B. an Schiffswracks beobachten wie deren Tanks sich aufzulösen beginnen. Die Verseuchung durch Altlasten findet fortwährend statt, doch weiss man nicht welche Chemikalien in welchen Mengen unter Wasser überhaupt verborgen sind und noch grössere Überraschungen für uns bereithalten.

@Anita L.

Was ich in meinem Berufsleben so alles an Analytik und Meßtechnik gemacht habe....ein Sofachemiker war ich nun nicht gerade.

Es kann doch nicht sein,…

Es kann doch nicht sein, dass es anno 2022 so lange dauert, bis konkrete Untersuchungsergebnisse aus dem Labor vorliegen. 
 

Die Behauptung, das massive Fischsterben könne auch durch „Wenigwasser“ begründet sein, ist meiner Meinung nach doch eine offensichtliche blanke Lüge, die von den Medien auch noch dummerweise als ebenfalls plausibel hingestellt wurde. M. E. geradezu erbärmlich.

 

Ein neuer riesiger Umwelt-Skandal, bereits jetzt. Ich persönlich gehe mit Sicherheit davon aus, es wird von den verantwortlichen wieder mal munter vertuscht, gelogen und dabei möglichst betroffen getan.

 

Die Kinder unserer Nachbarn (9 und 11 Jahre alte Mädchen) mussten sich dieses Elend in in ihrem Familienurlaub mitansehen und sind laut ihren Eltern allein vom Anblick der unvorstellbaren Massen toter Tiere sehr verstört.

 

Währenddessen wird die Verantwortung unter Garantie so lange weiter hin- und hergeschoben, bis es (fast) keinen mehr interessiert, so sehe ich das. 

 

 

@17:11 Uhr von Anita L.

 

Hm, ja, klar. Und die schreiben dann so was wie Sie... . Hic Rhodos hic salta - gehen Sie doch lieber direkt Ihre Hilfe anbieten, denn die zuständigen Stellen werden anderes zu tun haben als jetzt gerade im Forum der tagesschau nachzulesen, ob irgendjemand ne kluge Idee hat ... Sofachemiker ...

 

Mr. @spax-plywood hat schon richtig viel Ahnung von Chemie, und davon mehr als so wie 99,9% von allen anderen hier. Für mich war Chemie immer das, wobei es knallt und stinkt. Nicht so besonders attraktiv.

Ich wüsste gerne,

welche Behörden in Polen und Deutschland vor Ort für die Überwachung der Wasserqualität zuständig sind, wie die personell aufgestellt sind, und wie die (auch bilateral) zusammenarbeiten.

Vermutlich in D die Landkreise?

Wenn die zuständigen Stellen so unterbesetzt wären, dann wäre das kein gutes Zeichen. 

@Vector-cal.45 17:23

Die Behauptung, das massive Fischsterben könne auch durch „Wenigwasser“ begründet sein, ist meiner Meinung nach doch eine offensichtliche blanke Lüge, die von den Medien auch noch dummerweise als ebenfalls plausibel hingestellt wurde. M. E. geradezu erbärmlich.

Da haben wir ja offenbar einen richtigen Fachmann im Forum!

Ihnen als Experten ist allerdings hoffentlich auch klar, dass das aktuelle Niedrigwasser tlw. historisch ist und tlw. an der historischen Marke ganz heftig kratzt.

Und dann sollte Ihnen als Experten auch klar sein, dass die Theorie "Altlasten" durchaus eine Menge Plausibilität enthält, die es zu prüfen gilt.

Welche Theorie stimmt bzw. wie hoch der Anteil welcher Theorie ist, wird hoffentlich bald geklärt.

Bis dahin würde ich mich allerdings freuen, von solchen fachwissendurchtränkten Kommentaren wie dem Ihrigen möglichst verschont zu bleiben.

17:11 Uhr von Anita L. @16:47 Uhr von spax-plywood

Vielleicht lesen die zuständigen Stellen ja mit, in diesem Forum. Es soll auch Leute geben, die hier schreiben u n d was von der Sache verstehen.

Hm, ja, klar. Und die schreiben dann so was wie Sie... . Hic Rhodos hic salta - gehen Sie doch lieber direkt Ihre Hilfe anbieten, denn die zuständigen Stellen werden anderes zu tun haben als jetzt gerade im Forum der tagesschau nachzulesen, ob irgendjemand ne kluge Idee hat...Sofachemiker...

Seitdem ich hier vor zwei Jahren angefangen habe zu schreiben, habe ich durchaus dezent und gut formulierte ironische Posts, sowie auch mal griffige und trotzdem faire Formulierungen geschätzt. Ihr Kommentar überschreitet m.M.n. diese Grenzen – ich empfinde ihn als beleidigend und überheblich.

Mittlerweile finde ich diese Richtung hier als ziemlich unerträglich. Jede/r trägt doch eine Mitverantwortung für einen einigermaßen respektvollen Umgang miteinander im Netz und überhaupt.

@schabernack 17:27

Für mich war Chemie immer das, wobei es knallt und stinkt. Nicht so besonders attraktiv.

Au contraire!!!

Das, was knallt und stinkt, ist ja nur die prahlerische Oberfläche auf einem See, der extrem tiefsinnig sein kann.

Wenn ich da an gewisse russische, in gewisser Weise fast künstlerische, chemische Aktivitäten der jüngeren Vergangenheit denke oder an welche des Mittelalters und selbst der Antike - nein, Chemie ist weitaus mehr als Geböller und Gestänker!

Fischsterben in der Oder: Suche nach Tätern, Sorgen um die Ostse

Inzwischen hat Polen eine Belohnung von einer Million Zloty für Hinweise ausgesetzt.

Es sollen gelöste Salze im Fluß festgestellt worden sein. Das wären dann Folgen von Einleitungen der Chemie. Aber auch das Niedrigwasser, daß in Verbindung mit der Hitze zu einer geringen Sauerstoffkonzentration führt, kann ein Fischsterben verursachen (Folgen des Klimawandels).

@16:20 Uhr von fathaland slim

...

Wenn es sich tatsächlich herausstellt, dass es sich um Vorsatz handelt und nicht, wie auch eine Vermutung war, "Altlasten" durch das Niedrigwasser auftauchten, dann wünschte man sich, das Bestrafungsprinzip des Alten Testaments anwenden zu können. Jedoch sind wir eine fortschrittliche Gesellschaft und so hoffe ich, dass die Ursache gefunden und, falls es einen menschlichen Verursacher gibt, eine gerechte Strafe ausgesprochen wird.

 

Wenn es sich wirklich, was für mich durchaus plausibel ist, um Altlasten handelt, die jetzt durch das historische Niedrigwasser neue Wirkung entfalten, dann ist das eine sehr, sehr ungemütliche Vorstellung. Denn von Altlasten sind wir umgeben, zu Lande, in Seen, in Flüssen, im Meer. Wir sehen sie nicht, können aber davon wissen, wenn wir wollten. Allein was an Giftgas in der Ostsee versenkt wurde, um nur ein Beispiel zu nennen.

Von was für "Altlasten" genau sprechen Sie?

 

Spekulieren

können wir alle hier. Keiner von uns kennt das Ergebnis aus den Laboren.

Ich kann wirklich nur hoffen, dass nichts verheimlicht wird. Oder hat sich vielleicht ein investigativer Journalist ein paar Fische geholt um ein "neutrales Labor' mit den Untersuchungen zu beauftragen.

Ich bin wirklich gespannt wie das weiter geht.

@17:23 Uhr von Vector-cal.45

Es kann doch nicht sein, dass es anno 2022 so lange dauert, bis konkrete Untersuchungsergebnisse aus dem Labor vorliegen. 

 

Doch, das kann sein. Man weiß ja noch gar nicht, wonach man eigentlich suchen soll.
 

Die Behauptung, das massive Fischsterben könne auch durch „Wenigwasser“ begründet sein, ist meiner Meinung nach doch eine offensichtliche blanke Lüge, die von den Medien auch noch dummerweise als ebenfalls plausibel hingestellt wurde. M. E. geradezu erbärmlich.

 

DieMedienDieMedienDieMedien.

 

Wenn Sie ein klein wenig Ahnung von Gewässerökologie hätten, dann würde sich Ihnen die Plausibilität dieser Möglichkeit erschließen.

 

Ein neuer riesiger Umwelt-Skandal, bereits jetzt. Ich persönlich gehe mit Sicherheit davon aus, es wird von den verantwortlichen wieder mal munter vertuscht, gelogen und dabei möglichst betroffen getan.

 

Das ist in solchen Fällen immer so. Sowohl in Deutschland als auch in Polen gibt es aber Umwelt-NGOs wie NABU, Greenpeace etc, die eigene Labore haben.

Uferfiltrat?

Gewinnt eigentlich jemand Trinkwasser aus der Oder? ZB via Uferfiltrierung? Dann wäre das Abwarten der poln. Stellen aufs Gröbste fahrlässig, denn dann sind Menschen akut in Gefahr. Da man aber die Nutzung nicht weiss, kann man ja getrost den Kopf in den Sand stecken? Offenbar gewichtet niemand den Schadstoff-Eintrag weiter als die Fische? Journalistische Recherche? Oberflächlich, das Thema am Köcheln halten, mehr nicht.

17:48, Raho59

Ich kann wirklich nur hoffen, dass nichts verheimlicht wird. Oder hat sich vielleicht ein investigativer Journalist ein paar Fische geholt um ein "neutrales Labor' mit den Untersuchungen zu beauftragen.

 

Es gibt zum Glück eine Vielzahl von Umwelt-NGOs, die am Ball sind, teils eigene Labors unterhalten und wissenschaftlich bestens vernetzt sind.

 

Im Gegensatz zu Ländern, die hier bei manchen Foristen sehr beliebt sind, werden die hier nicht als ausländische Agenten betrachtet und auch nicht massiv in ihrer Arbeit behindert.

Wie damals bei Sandoz ...

Als das Löschwasser den Rhein hinuntergeflossen war, war für die Flussfauna Ende. Aale konnten erst wieder nach 10 Jahren darin überleben. Mal sehen, worum es sich handelt und wie toxisch der Dreck im Flussbett verbleibt. Wiedergutmachung gilt dann kategorisch immer nur für Deutschland ...

Wieder einmal eine…

Wieder einmal eine menschengemachte Katastrophe, falls mit  Vorsatz geschehen ein veritables Verbrechen.

Ein Freund von mir lebt in Frankfurt/O. und sein größtes Hobby sind Radtouren ins Oderbruch, die er entweder für sich alleine unternimmt oder als Reiseleiter Gruppen führt. Und jetzt? Kann er nur die Fischleichen zeigen.

Und die Auswirkungen auf die andere Tierwelt wie Vögel sind ja noch gar nicht abzusehen.

Ich verstehe null von Chemie, daher kann ich nicht beurteilen, wie lange eine Analyse so dauert, es muss ja anscheinend in alle Richtungen ermittelt werden.

Ich hoffe sehr, dass man die Verursacher dingfest machen kann und dass die eine Strafe bekommen, die sie niemals mehr vergessen werden. 

Leider macht das aber die kaputte Umwelt nicht wieder intakt. 

Mir persönlich ist es egal, aus welchem Land die Verursacher stammen, und schlechte Meldeketten kennt man auch in D. Also jetzt bitte nicht auf „die Polen“ oder „die Tschechen“ schimpfen.

 

@16:18 Uhr von spax-plywood

Was ist denn so schwer daran das Wasser mittels Kationen- und Anionenchromatographie zu untersuchen? Wofür gibt es denn Umweltlabore? Hat schon mal jemand auf Cyanid geprüft?

 

Ja, ich. Warum fragen Sie?

17:46, Tarek94 @16:20 Uhr von fathaland slim

Wenn es sich wirklich, was für mich durchaus plausibel ist, um Altlasten handelt, die jetzt durch das historische Niedrigwasser neue Wirkung entfalten, dann ist das eine sehr, sehr ungemütliche Vorstellung. Denn von Altlasten sind wir umgeben, zu Lande, in Seen, in Flüssen, im Meer. Wir sehen sie nicht, können aber davon wissen, wenn wir wollten. Allein was an Giftgas in der Ostsee versenkt wurde, um nur ein Beispiel zu nennen.

 

Von was für "Altlasten" genau sprechen Sie?

 

Das Giftgas hatte ich ja schon erwähnt. Nuklearer Abfall liegt ebenfalls im Meer. Ansonsten: so ziemlich alles, was die Industrie seit der Industrialisierung bedenkenlos in die Oberflächengewässer und ins Grundwasser eingeleitet hat. Schwermetalle jeder Art, eine Vielzahl von organischen Kohlenwasserstoffen, chloriert, fluoriert, was das Herz begehrt. Dioxine natürlich nicht zu vergessen.

 

Wer sich mit der Thematik auch nur einigermaßen auskennt, kommt seit Jahrzehnten aus dem Gruseln nicht mehr heraus.

@fathaland slim

"Es gibt zum Glück eine Vielzahl von Umwelt-NGOs, die am Ball sind, teils eigene Labors unterhalten und wissenschaftlich bestens vernetzt sind.

Im Gegensatz zu Ländern, die hier bei manchen Foristen sehr beliebt sind, werden die hier nicht als ausländische Agenten betrachtet und auch nicht massiv in ihrer Arbeit behindert."

Und in genau diese Organisation habe ich mehr Vertrauen als in staatliche Stellen. 

17:46, Bernd Kevesligeti

Es sollen gelöste Salze im Fluß festgestellt worden sein. Das wären dann Folgen von Einleitungen der Chemie. 

 

Gelöste Salze?

 

Jeder Fluss enthält von Natur aus ein buntes Potpourri an gelösten Salzen.

 

Gelöste Salze ohne nähere Spezifizierung, um was für Salze es sich handelt, bedeutet also erst einmal gar nichts.

@15:45 Uhr von Anita L.

...

Wenn es sich tatsächlich herausstellt, dass es sich um Vorsatz handelt und nicht, wie auch eine Vermutung war, "Altlasten" durch das Niedrigwasser auftauchten, dann wünschte man sich, das Bestrafungsprinzip des Alten Testaments anwenden zu können. Jedoch sind wir eine fortschrittliche Gesellschaft und so hoffe ich, dass die Ursache gefunden und, falls es einen menschlichen Verursacher gibt, eine gerechte Strafe ausgesprochen wird.

In diesem Fall wäre die alttestamentarische Bestrafung -Auge um Auge, Zahn um Zahn- die doppelte Umweltverschmutzung.

Das alte Testament war in dieser Hinsicht doch äußerst gerecht. Es besagt, dass wenn mir jemand einen Zahn ausschlägt, dann darf ich dem Täter ausschließlich auch nur einen Zahn ausschlage und nicht an Stelle des Zahns ein Ohr zum Beispiel.

Altlasten im Meer: das ist…

Altlasten im Meer: das ist wohl ein Endlosthema, was da alles aus den Kriegen schlummert…manchmal kommt es nach einem Sturm hoch, wenn sich der vermeintliche Bernstein als gefährlicheren Phosphor entpuppt.

@heribix - 17:07

"So sehr es zu wünschen wäre, glaube ich aber das der oder die Schuldige nicht gefunden werden."

Auch wenn man die Ursachen, bzw. die Verursacher kennt, spielt sich fast immer der gleiche Film ab. Die Betreiber spielen den Vorfall herunter, die Politik will auch nicht so richtig, weil sie entweder getäuscht wurde oder durch fragwürdige Verfahren den Betrieb genehmigt hat. Bestenfalls wird eine Summe X gezahlt, die in keinem Verhältnis zum entstandenen Schaden steht - so gesehen bei der Exxon Valdez, Deepwater Horizon, TEPCO in Fukushima, Rio Doce in Brasilien oder hier in NRW, wo es im Chempark Leverkusen geknallt hat.

Im letzten Fall wurde die Einleitung des kontaminierten Löschwassers in den Rhein erst durch Recherchen des WDR bekannt. Alles genehmigt, obwohl keiner so richtig wusste, welcher Mist darin enthalten war.

Der Landesverband BUND hatte daraufhin Anzeige gegen den Betreiber und die Bezirksregierung gestellt. 

Da kommt einiges zusammen:

„Nach Angaben von Brandenburgs Umweltminister Vogel weist die Oder "sehr stark erhöhte Salzfrachten" auf. Das sei "absolut atypisch". (…) Vogels Ministerium erklärte, die gemessenen Werte könnten im Zusammenhang mit dem Fischsterben stehen. "Nach jetzigen Erkenntnissen wird es jedoch nicht ein einziger Faktor sein, der das Fischsterben in der Oder verursacht hat", hieß es in einer Mitteilung“

Was alle Faktoren, die zu dieser Umweltkatastrophe geführt haben gemein haben: Grenzenlosen Egoismus bei einigen „Handelnden“ und „Wegschauenden“.

@18:11 Uhr von fathaland slim

Es sollen gelöste Salze im Fluß festgestellt worden sein. Das wären dann Folgen von Einleitungen der Chemie. 

 

Gelöste Salze?

 

Jeder Fluss enthält von Natur aus ein buntes Potpourri an gelösten Salzen.

 

Gelöste Salze ohne nähere Spezifizierung, um was für Salze es sich handelt, bedeutet also erst einmal gar nichts.

 

Von gelösten Salzen ist in dem Tagesschau-Artikel die Rede. Und dabei ohne nähere Spezifizierung.

@18:10 Uhr von harpdart

@fathaland slim

"Es gibt zum Glück eine Vielzahl von Umwelt-NGOs, die am Ball sind, teils eigene Labors unterhalten und wissenschaftlich bestens vernetzt sind.

 

Im Gegensatz zu Ländern, die hier bei manchen Foristen sehr beliebt sind, werden die hier nicht als ausländische Agenten betrachtet und auch nicht massiv in ihrer Arbeit behindert."

 

Und in genau diese Organisation habe ich mehr Vertrauen als in staatliche Stellen. 

 

Das geht mir ganz genauso.

 

Es hat ja schon seinen Grund, warum NGOs in autoritären Staaten, wie soll man sagen, nicht sonderlich beliebt sind.

 

@16:18 Uhr von spax-plywood

Was ist denn so schwer daran das Wasser mittels Kationen- und Anionenchromatographie zu untersuchen? Wofür gibt es denn Umweltlabore? Hat schon mal jemand auf Cyanid geprüft?

Dieser Gedanke ist wohl Ihrem Benutzernamen anzurechnen. Das Sperrholz wird doch mit Cyanid haltigem Kleber verarbeitet - wie OSB-Platten und Konsortien auch.

Das müsste ja dann von einem Unfall in einer Chemiefirma sein, die solche Klebstoffe herstellen.

 

 

@18:26 Uhr von Bernd Kevesligeti

@18:11 Uhr von fathaland slim

 

Es sollen gelöste Salze im Fluß festgestellt worden sein. Das wären dann Folgen von Einleitungen der Chemie. 

 

Gelöste Salze?

 

Jeder Fluss enthält von Natur aus ein buntes Potpourri an gelösten Salzen.

 

Gelöste Salze ohne nähere Spezifizierung, um was für Salze es sich handelt, bedeutet also erst einmal gar nichts.

 

Von gelösten Salzen ist in dem Tagesschau-Artikel die Rede. Und dabei ohne nähere Spezifizierung.

 

Weswegen diese Aussage des Artikels einigermaßen wertlos ist.

@17:22 Uhr von spax-plywood

Was ich in meinem Berufsleben so alles an Analytik und Meßtechnik gemacht habe....ein Sofachemiker war ich nun nicht gerade.

Dann noch einmal: Bieten Sie Ihre Hilfe an der richtigen Stelle an und schei... Sie hier nicht klug. Da müsste man ja auf die Idee kommen, alle außer Ihnen seien zu deppert und mit Ihnen das Problem schon längst gelöst. Leider eben nur hier im Forum. Komisch komisch. Mein Kumpel, ebenfalls lange in der Chemie tätig, kommt nicht zu so einer kurzen und bündigen Einschätzung, was, ich zitiere Sie, "denn so schwer daran" sei, das Gewässer bereits geprüft zu haben. 

@18:05 Uhr von fathaland slim

 

Von was für "Altlasten" genau sprechen Sie?

 

Das Giftgas hatte ich ja schon erwähnt. Nuklearer Abfall liegt ebenfalls im Meer. Ansonsten: so ziemlich alles, was die Industrie seit der Industrialisierung bedenkenlos in die Oberflächengewässer und ins Grundwasser eingeleitet hat. Schwermetalle jeder Art, eine Vielzahl von organischen Kohlenwasserstoffen, chloriert, fluoriert, was das Herz begehrt. Dioxine natürlich nicht zu vergessen.

 

In der Ostsee liegt viel Phosphor. Treiben Phosphor-Klumpen an den Strand, sehen sie aus wie Bernstein. Werden sie trocken, entzünden sie sich selbst, und verbrennen unlöschbar bei Temperaturen von vielen Hundert Grad Celsius. Oder noch mehr  … ich weiß es nicht genau.

 

Phosphor ist auch so ein hoch giftiges Dreckszeug in freier Natur.

Möglicherweise lungert so was auch in der Oder umher.

18:33, schabernack @18:05 Uhr von fathaland slim

 

Von was für "Altlasten" genau sprechen Sie?

 

Das Giftgas hatte ich ja schon erwähnt. Nuklearer Abfall liegt ebenfalls im Meer. Ansonsten: so ziemlich alles, was die Industrie seit der Industrialisierung bedenkenlos in die Oberflächengewässer und ins Grundwasser eingeleitet hat. Schwermetalle jeder Art, eine Vielzahl von organischen Kohlenwasserstoffen, chloriert, fluoriert, was das Herz begehrt. Dioxine natürlich nicht zu vergessen.

 

In der Ostsee liegt viel Phosphor. Treiben Phosphor-Klumpen an den Strand, sehen sie aus wie Bernstein. Werden sie trocken, entzünden sie sich selbst, und verbrennen unlöschbar bei Temperaturen von vielen Hundert Grad Celsius. Oder noch mehr  … ich weiß es nicht genau.

 

Phosphor ist auch so ein hoch giftiges Dreckszeug in freier Natur.

Möglicherweise lungert so was auch in der Oder umher.

 

Möglich ist vieles.

 

Ich könnte zehn Mal tausend Zeichen vollschreiben mit all den Stoffen, die über lange Zeit bedenkenlos in der Umwelt entsorgt wurden.

@17:42 Uhr von Kaneel

Seitdem ich hier vor zwei Jahren angefangen habe zu schreiben, habe ich durchaus dezent und gut formulierte ironische Posts, sowie auch mal griffige und trotzdem faire Formulierungen geschätzt. Ihr Kommentar überschreitet m.M.n. diese Grenzen – ich empfinde ihn als beleidigend und überheblich.

Mittlerweile finde ich diese Richtung hier als ziemlich unerträglich. Jede/r trägt doch eine Mitverantwortung für einen einigermaßen respektvollen Umgang miteinander im Netz und überhaupt.

Vielen Dank. Der letzte Absatz Ihres Kommentars bringt es auf den Punkt. Es gibt bestimmte UserInnen, da denke ich mir oft, dass nur darum geht andere "blöd aussehen zu lassen", immer das letzte Wort haben müssen, nur zufrieden zu sein, wenn man den Tritt gegen das Schienbein des Gegenüber angebracht hat. Unfähig, sich einen Schritt zurück zunehmen. Immer, wirklich immer, das letzte Wort haben zu müssen. Sehen Sie z.B. um 18:32 Uhr.

Das ist ein Grund, warum ich hier inzwischen mehr lese als schreibe. 

18:33, schabernack @18:05 Uhr von fathaland slim

Phosphor ist auch so ein hoch giftiges Dreckszeug in freier Natur.

 

Phosphor ist eigentlich gar nicht giftig. Aber wenn er einmal brennt, dann ist er schwer zu löschen und brennt sich auch durch die Haut hindurch, an der er haftet.

 

Aber Phosphor ist beispielsweise wichtiger Bestandteil von ATP, und ohne ATP könnten Sie nicht einmal mit dem kleinen Finger wackeln. Das Zeug ist nämlich Energieüberträger an die Muskeln. Adenosintriphosphat.

@17:23 Uhr von Vector-cal.45

@afd-Presseabteilung:

 

Unter einem Riesenskandal, den man der Regierung unterschieben kann - angeblich vertuscht wie immer von DenMedienDenMedienDenMedien, machen sie es nicht, oder?.

 

Wenn sie wenigstens in der Schule aufgepasst und den Dreisatz erlernt hätten, dann wüssten sie, dass weniger Verdünnung bei Niedrigwasser zu höheren Konzentrationen führt und deshalb auch diese Theorie durchaus plausibel ist.

 

Großes Rätselraten

keiner weiss was und von den Verantwortlichen darf kluger Weise keiner etwas gewusst haben.

@18:50 Uhr von MargaretaK.

Ich möchte nicht annehmen, daß Sie meinen Kommentar um 18:32 meinen.

@19:17 Uhr von fathaland slim

Ich möchte nicht annehmen, daß Sie meinen Kommentar um 18:32 meinen.

Wenn es um das letzte Wort geht, kann es hinkommen.

Wasser ist doch momentan…

Wasser ist doch momentan nicht überall reichlich vorhanden. Es wäre interessant, lesen zu können, welche Wasserwerke, Wasserentnahmestellen und Regionen evtl. mit betroffen sind?

@19:25 Uhr von frauenzimmer

@19:17 Uhr von fathaland slim

 

 

Ich möchte nicht annehmen, daß Sie meinen Kommentar um 18:32 meinen.

 

Wenn es um das letzte Wort geht, kann es hinkommen.

 

Dann setzen Sie doch einfach noch eins drauf.

 

Schließlich handelt es sich hier um ein Diskussions- und nicht um ein Verlautbarungsforum.

@19:12 Uhr von FritzF

Großes Rätselraten 

 

keiner weiss was und von den Verantwortlichen darf kluger Weise keiner etwas gewusst haben.

 

Klugerweise?

 

Herauskommen wird es so oder so. Dafür lege ich meine Hand ins Feuer. Bzw. ins Oderwasser.

@18:05 Uhr von fathaland slim

Das Giftgas hatte ich ja schon erwähnt. Nuklearer Abfall liegt ebenfalls im Meer. Ansonsten: so ziemlich alles, was die Industrie seit der Industrialisierung bedenkenlos in die Oberflächengewässer und ins Grundwasser eingeleitet hat. Schwermetalle jeder Art, eine Vielzahl von organischen Kohlenwasserstoffen, chloriert, fluoriert, was das Herz begehrt. Dioxine natürlich nicht zu vergessen.

 

Wer sich mit der Thematik auch nur einigermaßen auskennt, kommt seit Jahrzehnten aus dem Gruseln nicht mehr heraus.

Schon in den 1920er Jahren begann man in Mitteldeutschland (Dessau, Bitterfeld usw.) in ausgekohlten Tagebauen Abfälle aus der kohle-chemischen Industrie zu "entsorgen" und nachdem man dieses Giftzeug mit Erde bedeckt hatte einfach zu vergessen was man da vollbracht hat - sprich es gibt keine Kartierung solcher Deponien.

Die DDR setzte in ihrer Zeit lediglich eine scheinbar allgemein übliche Praxis weiter fort...

..und nach der Vereinigung begann zaghaft die Suche nach diesen Altlasten

@16:38 Uhr von Bln222

Auffallend ist die zögerliche Informationspoltik der beteiligten Länder. Weder wurde rechtzeitig informiert, es gab keine länderübergreifende Zusammenarbeit

 

Ischgl-Effekt wäre eine Erklärung. "Dass das bloß nicht herauskommt, das schadet dem Tourismus und gefährdet unseren Job".

@18:00 Uhr von redfan96

Wieder einmal eine menschengemachte Katastrophe, falls mit  Vorsatz geschehen ein veritables Verbrechen.

Ein Freund von mir lebt in Frankfurt/O. und sein größtes Hobby sind Radtouren ins Oderbruch, die er entweder für sich alleine unternimmt oder als Reiseleiter Gruppen führt. Und jetzt? Kann er nur die Fischleichen zeigen.

Und die Auswirkungen auf die andere Tierwelt wie Vögel sind ja noch gar nicht abzusehen.

Ich verstehe null von Chemie, daher kann ich nicht beurteilen, wie lange eine Analyse so dauert, es muss ja anscheinend in alle Richtungen ermittelt werden.

Es kann manchmal sehr lange dauern - da es zig tausend bekannte Schadstoffe (bzw. -Kombinationen) gibt - die oft sehr unterschiedliche Analyse-Methoden erfordern.

Leider geht es halt nur im Film/TV so einfach - wo man die Probe einem "Mr. Massen-Spektrometer" zum analysieren "in die Hand drückt"

Nach meinen Ing.-Studium habe ich für 3 Jahre bei einem Hersteller von Gas- und Flüssigkeits-Chromatografen gearbeitet..

@Zuschauer49 - 19:29

"Wasser ist doch momentan nicht überall reichlich vorhanden. Es wäre interessant, lesen zu können, welche Wasserwerke, Wasserentnahmestellen und Regionen evtl. mit betroffen sind?"

Das läuft meistens so wie ein ungewollter Feldversuch. Wenn die Badegäste in Wolgast nichts merken, ist alles mal wieder halb so schlimm. 

Manchmal liefern solche Vorfälle auch "Erkenntnisse" dass die Grenzwerte bestimmter Chemikalien / Stoffe noch etwas höher angesetzt werden können.

@19:07 Uhr von frosthorn

 

Danke.

 

Ich hoffe sehr, der verbale Disput der heftigeren Art zwischen uns beiden war es nicht, der Sie dazu veranlasste, bis vor dem hier oben hier nichts mehr zu schreiben, was auch ich las.

 

Wenn man es so sehen oder sagen will, warte ich seither auf eine Gelegenheit, Sie hier lesend zu wissen, um Ihnen das zu sagen.

 

Alles andere als gut oder schön geht es mir beim Gedanken an die erwähnte verbale Schlacht.

@19:17 Uhr von fathaland slim

@18:50 Uhr von MargaretaK.

 >> Vielen Dank. Der letzte Absatz Ihres Kommentars bringt es auf den Punkt. Es gibt bestimmte UserInnen, da denke ich mir oft, dass nur darum geht andere "blöd aussehen zu lassen", immer das letzte Wort haben müssen, nur zufrieden zu sein, wenn man den Tritt gegen das Schienbein des Gegenüber angebracht hat. Unfähig, sich einen Schritt zurück zunehmen. Immer, wirklich immer, das letzte Wort haben zu müssen. Sehen Sie z.B. um 18:32 Uhr.

Das ist ein Grund, warum ich hier inzwischen mehr lese als schreibe. <<

 

 >> Ich möchte nicht annehmen, daß Sie meinen Kommentar um 18:32 meinen. <<

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Sie mit Ihren Werten können doch gar nicht gemeint sein.

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Warum fühlen Sie sich eigentlich angesprochen?

"Der Mensch ist selbst des Wolfes Wolf"

Die Suche nach unbekannten Stoffen, zumal wenn es sich nicht nur um Quecksilber und anorganische Salze handelt, ist extrem aufwändig. Handelt es sich um einen Giftcocktail, dann multipliziert sich der Aufwand.

Die Erkenntnisse kommen für die betroffenen Gewässer zu spät.
Kein Trost: je komplexer die Gifte und deren Mischung, desto eindeutiger wird der Verursacher.

Die Katastrophe ist, mMn, zu groß und folgenschwer, als das niemand dafür verantwortlich gemacht wird.

Es wird rauskommen, was und wo ins Gewässer gelangt ist, soweit funktioniert die Wissenschaft.

Was nicht gehen wird, ist den Schaden wieder gut zu machen. Und auch nationale Schuldzuweisungen sind fehl am Platz. Die Verhaltensweisenn u. Denkmuster mit und aus denen Menschen, wir Menschen, unsere Umwelt zerstören, sind nicht national geprägt. Egoismus und Gier sind weder in PL noch in D unbekannt.

@18:52 Uhr von fathaland slim

Phosphor ist auch so ein hoch giftiges Dreckszeug in freier Natur.

 

Phosphor ist eigentlich gar nicht giftig. Aber wenn er einmal brennt, dann ist er schwer zu löschen und brennt sich auch durch die Haut hindurch, an der er haftet.

 

Aber Phosphor ist beispielsweise wichtiger Bestandteil von ATP, und ohne ATP könnten Sie nicht einmal mit dem kleinen Finger wackeln. Das Zeug ist nämlich Energieüberträger an die Muskeln. Adenosintriphosphat.

 

Stimmt nicht so ganz - der weisse Phosphor ist hochgiftig.

Allerdings schwerer als Wasser und unlöslich.

 

@19:17 Uhr von fathaland slim

 

Ich möchte nicht annehmen, daß Sie meinen Kommentar um 18:32 meinen.

 

Sehr unwahrscheinlich, dass Ihr Beitrag gemeint ist.

@frauenzimmer 18:31

Harnstoff-Formaldedyd-Leim. Wo soll da Cyanid "inne sein"?

Cyanid und komplexe Cyanide gelangen ins Wasser über Galvanikbetriebe, Härtereien, wild  deponierte Gasreinigungsmassen von Ex- Kokereien.....so in dieser Art.

@schabernack, 19:44

 

Es waren grundsätzliche Erwägungen, die zu dem Entschluss geführt haben, hier außer einem gelegentlichen "Danke" nichts mehr zu schreiben.

Wenn ich versuchte, die hier darzulegen, würde die Moderation den Beitrag völlig zu Recht nicht freischalten, weil er zu sehr vom Thema abweicht.

Es ist aber nicht so, dass Sie nichts damit zu tun hätten. Ist allerdings auch keine Sache zwischen uns beiden.

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