Kommentare - Kolumbiens erster linker Präsident tritt sein Amt an

08. August 2022 - 08:07 Uhr

Ein formaler Umbruch ist es bereits: Erstmals in der Geschichte Kolumbiens tritt ein erklärter Linker die Präsidentschaft an. Millionen Menschen hoffen auf einen Wandel. Ex-Rebell Petro gibt sich auf Augenhöhe. Von Anne Herrberg.

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Kommentare

Wahlen können also etwas verändern

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Am Beginn dieser Präsidentschaft steht zunächst mal das Gefühl, dass Wahlen etwas  ä n d e r n   können. Petro muss nun aber aber zeigen, wohin dieser Wandel führt.

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Ohne Mehrheiten im Parlament wird das schwer, also muss er seine Landsleute davon überzeugen, dass sie sich als soziale Bewegung für diese Politik des Wandels einsetzen.

 

Das wird nicht leicht für Gustavo Petro

Die kolumbischen Oligarchen, also die Großgrundbesitzer, die Bergbautycoons und nicht zu vergessen die Kokainbarone werden ihm das Leben so schwer machen, wie sie nur können. 

 

Ich wünsche ihm viel Glück, von ganzem Herzen. 

Soziale Gerechtigkeit schaffen

... wird hierzulande auch immer nötiger. Aber das Kapital wird ihm das Leben schon noch schwer machen und ohm alle Steine in den Weg legen. Schade, denn sein Konzept klingt gut.

Niemand kann an „allen Fronten gleichzeitig kämpfen“

Das Problem ist, dass gegeneinander statt miteinander gekämpft werden „muss“ bzw. dass es überhaupt immer noch „Fronten“ gibt.

Petro hat offenbar vor, mit dieser „Notwendigkeit“ zu brechen. Und auf die gemeinsame Gestaltung der Voraussetzungen für eine tragfähige Zukunft zu setzen. Wobei noch vor der Gestaltung die Bewahrung der dazu nötigen Grundlage kommt: Eine „grüne“ Wirtschaft, in der intakte Regenwälder mehr wert sind als ihre „Asche“! und zwar ganz „offiziell“ bzw. in Form eines öffentlichen Zahlungsmittels („Geld“).

Beim diesem in der Tat „radikalen“ Umbau der Gesellschaft in Richtung Zukunftsgestaltung statt Vergangenheitsbewältigung kann man ihm nur viel Glück und Erfolg wünschen. Und die Unterstützung aller, die an einer gedeihlichen Zukunft interessiert sind - für sich, ihre Angehörigen und alle anderen Menschen.

Wer wird sein Vorbild ?

 

Wenn er sich den Präsidenten des Nachbarlandes Venezuela als Vorbild nimmt, hat Kolumbien eine schwere Zeit vor sich. Maduro hat das ölreichste Land Südamerikas durch Inkompetenz und Misswirtschaft in Grund und Boden gewirtschaftet. Zudem hat er die Demokratie de facto außer Kraft gesetzt. Millionen Venezolaner mussten vor der Misere in andere Länder fliehen.

 

Jetzt ist Petro ins Amt eingeführt und er soll seine Chance bekommen, Kolumbien bessere Zeiten zu bringen. Hoffentlich mit demokratischen Vorbildern und einer ideologiefreien Marktwirtschaftspolitik.

 

@08:23 Uhr von MRomTRom

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Am Beginn dieser Präsidentschaft steht zunächst mal das Gefühl, dass Wahlen etwas  ä n d e r n   können. Petro muss nun aber aber zeigen, wohin dieser Wandel führt.

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Ohne Mehrheiten im Parlament wird das schwer, also muss er seine Landsleute davon überzeugen, dass sie sich als soziale Bewegung für diese Politik des Wandels einsetzen.

 

Die Wahl hat erst mal nur die politischen Verhältnisse geändert; ob die Ideen und Pläne, die Petro hat, umsetzbar sind, muss sich noch zeigen - ich wünsche es ihm zum Wohle des kolumbianischen Volkes!

Die Zeit wird es zeigen, ob Petro Erfolg hat und auch konservative Kräfte mit ins Boot holen kann; und ich hoffe, dass die amerikanischen Länder (also von Kanada bis Südamerika) ihn dabei unterstützen… man wird sehen, und ja, erst mal optimistisch für Kolumbien sein!

Ich wünsche den Menschen in…

Ich wünsche den Menschen in Kolumbien, das sie "endlich Glück haben" und eine Regierung, die sich auch durchsetzen kann.

 

Die Vorhaben klingen schon mal vielversprechend, sind aber auch schwer durchzusetzen. Die Firmen müssen den Klimawandel und seine Erfordernisse annehmen und umsetzen wollen. Genau wie die Bürger - kostenlos gibt es das alles nicht. Da sind die Leugner, Verschwörungstheoretiker usw. (gibt es dort genau so wie hier) nur hinderlich.

 

 

Viel Glück

Ich wünsche dem gewählten neuen Präsidenten und seinem Team viel Glück. Hoffentlich ändert sich etwas nach Jahrzehnten US amerikanischer Dominanz und Ausplünderung des Landes

@08:23 Uhr von MRomTRom --- Es gelten die Regeln der Verfassung

 

"Ohne Mehrheiten im Parlament wird das schwer, also muss er seine Landsleute davon überzeugen, dass sie sich als soziale Bewegung für diese Politik des Wandels einsetzen."

 

Was soll "soziale Bewegung" bedeuten ? Ein Freifahrtschein für Regieren an der Verfassung vorbei ?

 

So haben das die Chavisten in Venezuela gemacht, als sie die Parlamentswahlen haushoch verloren hatten. Dann wurden Scheininstanzen und ein Scheinparlament eingeführt, die an die "Volksdemokratien" kommunistischer Prägung erinnern.

 

Kolumbien hat wie Venezuela eine bewährte Verfassung und nur die ist die Richtschnur für legales Regieren. Wenn im Parlament Mehrheiten fehlen, muss man Kompromissse eingehen und so gut regieren, dass man bei den nächsten Wahlen Mehrheiten bekommt. Nur das ist der Weg.

 

Sie vergessen den Einfluss des Auslands (USA).

@08:41 Uhr von MehrheitsBürger

In Kolumbien war z.B. Uribe Mann der USA, unterstützt vom Chef der Drogenmafia.

Und die Eingriffe in Venezuela dauern noch an. Die Sanktionen verglich ein UN-Beauftragter mit der mittelalterlichen Belagerung eines Orts.

>Wenn er sich den Präsidenten des Nachbarlandes Venezuela als Vorbild nimmt, hat Kolumbien eine schwere Zeit vor sich. Maduro hat das ölreichste Land Südamerikas durch Inkompetenz und Misswirtschaft in Grund und Boden gewirtschaftet. Zudem hat er die Demokratie de facto außer Kraft gesetzt. Millionen Venezolaner mussten vor der Misere in andere Länder fliehen.

 

Jetzt ist Petro ins Amt eingeführt und er soll seine Chance bekommen, Kolumbien bessere Zeiten zu bringen. Hoffentlich mit demokratischen Vorbildern und einer ideologiefreien Marktwirtschaftspolitik.

 

 

@08:23 Uhr von MRomTRom

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Am Beginn dieser Präsidentschaft steht zunächst mal das Gefühl, dass Wahlen etwas  ä n d e r n   können. Petro muss nun aber aber zeigen, wohin dieser Wandel führt.

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Ohne Mehrheiten im Parlament wird das schwer, also muss er seine Landsleute davon überzeugen, dass sie sich als soziale Bewegung für diese Politik des Wandels einsetzen.

 

Ja, Wahlen können etwas ändern.

Wünschen wir dem kolumbianischen Volk die Beharrlichkeit, zu seiner Entscheidung zu stehen, auch bei den kommenden Wahlen - weil die Veränderungen, die das Land braucht, innerhalb einer Amtszeit, noch dazu ohne Mehrheit im Parlament, kaum zu schaffen sind.

Und die Kraft, sich auch selbst für die eigenen Belange einzusetzen, wo es staatliche Strukturen, nach so langer Herrschaft der Egoisten (noch) nicht kann.

Und den Mut den Kurs auch dann zu halten, wenn die Besitzstandswahrer versuchen das Volk mit ihrer Wirtschaftskraft oder Waffengewalt als Geiseln zu nehmen.

Ich hoffe von Herzen

dass der neue Präsident erfolgreich sein wird.

Befürchte aber, dass bei der Umsetzung des Programms die Gegenseite (also der Geldadel) und Störfeuer von aussen schon bereitstehen um zuviel "Wohltaten" für das einfache Volk zu verhindern.

08:52 Uhr von MehrheitsBürger | Das Engagement der Kolumbianer

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'Es gelten die Regeln der Verfassung.'

 

Selbstverständlich. Welche sonst ?

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Was soll "soziale Bewegung" bedeuten ? Ein Freifahrtschein für Regieren an der Verfassung vorbei ?

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Es soll bedeuten, dass die Wähler sich an die Verfassung halten, aber ihr zivilgesellschaftliches Engagement dazu nutzen, den Wandel, den sie bei der Präsidentschaftswahl eingefordert haben, auch von ihren Parlamentarieren zu fordern. Auf dem Weg, der dafür legal zur Verfügung steht.

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Und noch eins zum 'Vorbild Venezuela': anfänglich wurde die soziale Reformpolitik von Chavez von einer großen Mehrheit der Venezonlaner getragen, was diese auch bei Wahlen zum Ausdruck brachten. Mit deutlichen Verbesserungen im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen.

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Maduro hat den Karren an die Wand gefahren. Er gehört abgelöst und er ist definitiv  k e i n Vorbild für Kolumbien.

 

 

da liegt der ''H'ase im Pfeffser

"Da werde er auf große Widerstände treffen - beispielsweise aus der Wirtschaft oder in den Streitkräften. "

 

Letzlich entscheiden wie überall auf der Welt die Unternehmen, oder auch in solch Ländern wie Kolumbien das Militär, wie die Politik gestaltet wird. Da ist es egal, ob der Präsident links, rechts, mittig oder sonstwas ist. Entscheidend ist was die Konzerne und Banken wollen/zulassen. Alles andere ist irrelevant.

 

@08:41 Uhr von MehrheitsBürger

 

Wenn er sich den Präsidenten des Nachbarlandes Venezuela als Vorbild nimmt, hat Kolumbien eine schwere Zeit vor sich. Maduro hat das ölreichste Land Südamerikas durch Inkompetenz und Misswirtschaft in Grund und Boden gewirtschaftet. Zudem hat er die Demokratie de facto außer Kraft gesetzt. Millionen Venezolaner mussten vor der Misere in andere Länder fliehen.

 

Er wird sich ganz gewiss nicht Venezuela zum Vorbild nehmen. Kolumbien ist ja direkter Leidtragender dieses angeblichen Sozialismus. Zwei Millionen Flüchtlinge aus Venezuela...

 

Jetzt ist Petro ins Amt eingeführt und er soll seine Chance bekommen, Kolumbien bessere Zeiten zu bringen. Hoffentlich mit demokratischen Vorbildern und einer ideologiefreien Marktwirtschaftspolitik.

 

"Ideologiefreie Marktwirtschaftspolitik" ist ein relativ nichtssagender Begriff. Da kann man alles hineindeuten, was man möchte. Zum Beispiel auch die ganz unideologisch-pragmatische Wahrung der Interessen der Besitzenden.

@ 09:00 Uhr von krittkritt --- Bankrott ohne Sanktionen

 

'In Kolumbien war z.B. Uribe Mann der USA, unterstützt vom Chef der Drogenmafia.'

 

Zunächst mal war er der Mann, der von einer Mehrheit der Wähler ins Amt gewählt wurde.

 

'Und die Eingriffe in Venezuela dauern noch an. Die Sanktionen verglich ein UN-Beauftragter mit der mittelalterlichen Belagerung eines Orts.'

 

Zigfach wiederlegte Legende. Venezuela wurde von Maduro und seinen Kleptokraten in die wirtschaftliche Katastrophe gewirtschaftet, bevor es auch nur eine Sanktion gab. 

 

Sanktionen sind nur eine Ausrede dafür, dass Maduro nichts auf die Reihe brachte und das Land wirtschaftlich in den Ruin fuhr. Zum Weltmeister der Mordrate auf dem amerikanischen Kontinent obendrein. Man kann nur hoffen, dass Kolumbien einen anderen Weg geht.

 

Viel Erfolg, Präsident!

Möge ihm Besseres beschieden sein und gelingen, als dem Präsidenten Allende.

Es wird viel Kraft und Klarheit brauchen. 

Die alten Machstrukturen inklusive CIA und USA existieren noch.

Der Aufbau von Gegenmacht wird notwendig werden.

@09:00 Uhr von krittkritt

@08:41 Uhr von MehrheitsBürger

In Kolumbien war z.B. Uribe Mann der USA, unterstützt vom Chef der Drogenmafia.

Soweit ich weiß, steht Alvaro Uribe gerade vor Gericht. Schon mal auf die Idee gekommen, dass Menschen auch ohne die USA korrupt sein können und dass nicht jeder Präsident, zu dem die USA Beziehungen haben, ein "Mann der USA" sein muss? 

Und die Eingriffe in Venezuela dauern noch an. Die Sanktionen verglich ein UN-Beauftragter mit der mittelalterlichen Belagerung eines Orts.

Wann, wer und unter welchen Umständen hat diese Behauptung aufgestellt? Bitte ordnen Sie Ihre Aussage genauer ein.

08:52, MehrheitsBürger @08:23 Uhr von MRomTRom

"Ohne Mehrheiten im Parlament wird das schwer, also muss er seine Landsleute davon überzeugen, dass sie sich als soziale Bewegung für diese Politik des Wandels einsetzen."

 

Was soll "soziale Bewegung" bedeuten ? Ein Freifahrtschein für Regieren an der Verfassung vorbei ?

 

Natürlich nicht. Eine soziale Bewegung wirkt immer nur von unten nach oben, ganz demokratisch. Das war bisher in Kolumbien nur schwer möglich, wegen der auch militärischen Macht der Oligarchen.

 

Kolumbien hat wie Venezuela eine bewährte Verfassung und nur die ist die Richtschnur für legales Regieren. 

 

Das ist selbstverständlich richtig. Diese Verfassung hat aber nicht verhindert, daß die Besitzenden sich das Land zur Beute gemacht haben.

 

Es kommt immer auf die Auslegung an, wie zum Beispiel gerade in den USA zu sehen ist.

 

Und kennen Sie eigentlich die DDR-Verfassung? Eine der besten, demokratischsten Verfassungen, die ich je gelesen habe. Verfassungsanspruch und Verfassungswirklichkeit...

 

Was für eine Mammutaufgabe…

Was für eine Mammutaufgabe liegt da vor dem neuen, ersten linken Präsidenten Kolumbiens, Gustavo Petro: ökologischer Umbau der Wirtschaft, Kampf gegen Armut und für mehr soziale Gerechtigkeit, Renten- und Gesundheitsreform, Kampf gegen Korruption und Neubelebung des Friedensprozesses. Das ist eine Liste von Dringlichkeiten für Land und Menschen, die allerdings auch die politischen Versäumnisse  vieler Jahre zeigt.

Petro ist zu wünschen, dass er bei der Umsetzung seiner Vorhaben auch von politischen und gesellschaftlichen Kräften unterstützt wird, die ihn nicht gewählt haben. 

@09:16 Uhr von Wolfes74

"Da werde er auf große Widerstände treffen - beispielsweise aus der Wirtschaft oder in den Streitkräften. "

 

Letzlich entscheiden wie überall auf der Welt die Unternehmen, oder auch in solch Ländern wie Kolumbien das Militär, wie die Politik gestaltet wird. Da ist es egal, ob der Präsident links, rechts, mittig oder sonstwas ist. Entscheidend ist was die Konzerne und Banken wollen/zulassen. Alles andere ist irrelevant.

 

 

 

In Kolumbien sind es weniger Konzerne und Banken als vielmehr die traditionelle "Oberschicht", wie in vielen lateinamerikanischen Ländern. Das Militär wird von diesen Oligarchen kontrolliert. Entweder indem sie selbst die Generalität stellen oder gut bezahlte Wahrer ihrer Interessen dort einsetzen bzw. fördern. Bolsonaros Werdegang in Brasilien ist da exemplarisch.

@09:18 Uhr von fathaland slim

Jetzt ist Petro ins Amt eingeführt und er soll seine Chance bekommen, Kolumbien bessere Zeiten zu bringen. Hoffentlich mit demokratischen Vorbildern und einer ideologiefreien Marktwirtschaftspolitik.

"Ideologiefreie Marktwirtschaftspolitik" ist ein relativ nichtssagender Begriff. Da kann man alles hineindeuten, was man möchte. Zum Beispiel auch die ganz unideologisch-pragmatische Wahrung der Interessen der Besitzenden.

Oder aber auch die ganz unideologisch-pragmatische Umwandlung von Eigentum in "Volkseigentum" (andere nennen das dann "Enteignung").

Jaja, die Marktwirtschaft hat's echt nicht leicht. Schließlich beruht sie ja tatsächlich per definitionem auf der  "Verteilung der Entscheidungs- und Handlungsrechte durch das Rechtsinstitut des privaten Eigentums an Produktionsmitteln" (Wikipedia), was nichts anderes ist als Ihr "Wahren des Interesses der Besitzenden", wobei sich nun freilich die Frage stellt: Worin besteht dieses Interesse und wie kann es der Besitzende langfristig wahren?

@ 09:18 Uhr von fathaland slim --- keine Planwirtschaft

 

"Ideologiefreie Marktwirtschaftspolitik" ist ein relativ nichtssagender Begriff. Da kann man alles hineindeuten, was man möchte. Zum Beispiel auch die ganz unideologisch-pragmatische Wahrung der Interessen der Besitzenden."

 

Dann entflechten Sie den Begriff. Ideologiefrei heißt, keine marxistisch-leninistischen Axiome als Realitätsersatz sondern Ausrichtung an den Bedürfnissen der Bevölkerung.

 

Marktwirtschaft heißt an den Mechanismen des Marktes orientiert und nicht an den planwirtschaftlichen Vorgaben von Bürokraten. Unternehmen entscheiden nach Gesetzen des Marktes wie die Konsumenten auch. 

 

Besitzverhältnisse kann man ändern, aber nicht indem man damit gleich die gesamte Wirtschaft ruiniert.

 

 

 

 

@09:27 Uhr von Coachcoach

Möge ihm Besseres beschieden sein und gelingen, als dem Präsidenten Allende.

Es wird viel Kraft und Klarheit brauchen. 

Die alten Machstrukturen inklusive CIA und USA existieren noch.

Der Aufbau von Gegenmacht wird notwendig werden.

 

Operation Condor gibt es nicht mehr. Diese Art Blockkonfrontation ist definitiv vorbei. Es gibt keine UdSSR mehr, die Befreiungsbewegungen in Lateinamerika unterstützen könnte. Wir sind zwar leider auf dem Weg zurück zu einer bipolaren Weltordnung, aber die Konfliktlinie heißt nicht mehr Kapitalismus oder Sozialismus. Weswegen Aktionen wie der Putsch in Chile nicht mehr stattfinden werden. Mittlerweile hat Putinrussland die ehemalige Rolle der USA, nämlich weltweit Diktaturen zu unterstützen, übernommen. Kein Sozialist bekommt Geld von Putin. 

 

@09:47 Uhr von MehrheitsBürger

@ 09:18 Uhr von fathaland slim --- keine Planwirtschaft

 

"Ideologiefreie Marktwirtschaftspolitik" ist ein relativ nichtssagender Begriff. Da kann man alles hineindeuten, was man möchte. Zum Beispiel auch die ganz unideologisch-pragmatische Wahrung der Interessen der Besitzenden."

 

Dann entflechten Sie den Begriff. Ideologiefrei heißt, keine marxistisch-leninistischen Axiome als Realitätsersatz sondern Ausrichtung an den Bedürfnissen der Bevölkerung.

 

Marktwirtschaft heißt an den Mechanismen des Marktes orientiert und nicht an den planwirtschaftlichen Vorgaben von Bürokraten. Unternehmen entscheiden nach Gesetzen des Marktes wie die Konsumenten auch. 

 

Besitzverhältnisse kann man ändern, aber nicht indem man damit gleich die gesamte Wirtschaft ruiniert.

 

Dieses saubere Gegensatzpaar Marktwirtschaft-Planwirtschaft gibt es nicht. Sämtliche Volkswirtschaften dieser Erde sind Mischformen aus beidem. Auch wenn FDP-Ideologen das leugnen:=)

 

Kolumbien steht hier im Fokus

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Um die Diskussion mal wieder gerade zu rücken: Es geht hier um Kolumbien und nicht um Venezuela.

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Das Land hat einen neuen Präsidenten, der von einer Mehrheit der Wähler ins Amt gewählt wurde. Diese Wähler und Wählerinnen haben Erwartungen an ihre Regierung, welche der Präsident umsetzen soll.

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Die Herstellung von Chancengleicheit gehört dazu. Kolumbien ist das Land mit einer der größten Ungleichverteilungen von Vermögen und Einkommen in der Welt. Der Gini-Index mit über 50 Punkten ist eine deutliche Messgröße dafür

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Da Chancengleichheit und Zugang zu Bildung, Gesundheit und Arbeit mit den verfügbaren Mitteln zu tun hat, bedarf es Reformen in Wirtschaft und Gesellschaft. Demokratische Reformen, die sich an Gesetze halten die aber auch eine  W i r k u n g  haben.

 

Das haben die Kolumbianer  g e w ä h l t.

 

 

@09:39 Uhr von Anita L.

 
Jaja, die Marktwirtschaft hat's echt nicht leicht. Schließlich beruht sie ja tatsächlich per definitionem auf der  "Verteilung der Entscheidungs- und Handlungsrechte durch das Rechtsinstitut des privaten Eigentums an Produktionsmitteln" (Wikipedia), was nichts anderes ist als Ihr "Wahren des Interesses der Besitzenden", wobei sich nun freilich die Frage stellt: Worin besteht dieses Interesse und wie kann es der Besitzende langfristig wahren?

Nix per definitionem, sondern ideologische Auslegung durch Wikipedia. Klar, bei uns hat man den Begriff dermaßen eingebunden, dass er in manchen Kreisen eben mit Kapitalismus gleichgesetzt wird. Dabei sind Besitzverhältnisse, Verfügungsgewalt darüber, Preisbildung und manches andere völlig separate Themen, die man sauber auseinanderhalten muss, wenn man annähernd ideologiefrei sein will.

 

09:39, Anita L. @09:18 Uhr von fathaland slim

 

Jaja, die Marktwirtschaft hat's echt nicht leicht. Schließlich beruht sie ja tatsächlich per definitionem auf der  "Verteilung der Entscheidungs- und Handlungsrechte durch das Rechtsinstitut des privaten Eigentums an Produktionsmitteln" (Wikipedia), was nichts anderes ist als Ihr "Wahren des Interesses der Besitzenden", wobei sich nun freilich die Frage stellt: Worin besteht dieses Interesse und wie kann es der Besitzende langfristig wahren?

 

Das Interesse der Besitzenden ist es, ihren Besitz nicht nur zu wahren, sondern zu mehren. Unabhängig davon, wie viel sie ohnehin schon besitzen. Ich werde nie vergessen, als ich vor eher Jahrzehnten als Jahren einmal Hans-Olaf Henkel in einer Talkshow sah. Er sagte, daß er keinen einzigen Reichen kennen würde, der nicht noch reicher werden wollte. Und er müsse es wissen, denn er kenne viele Reiche.

 

Lässt man dieser Art von Gewinnstreben freien Lauf, dann machen sich die Besitzenden das Land zur Beute. Wie in Kolumbien längst geschehen. 

@08:41 Uhr von MehrheitsBürger

Jetzt ist Petro ins Amt eingeführt und er soll seine Chance bekommen, Kolumbien bessere Zeiten zu bringen. Hoffentlich mit demokratischen Vorbildern und einer ideologiefreien Marktwirtschaftspolitik.

 

Es hat noch keien linke regierung gegebn die nach demokratischen Regeln für Ihre Bürger Freiheit, Wohlstand und Frieden geschaffen haben.

Vieleicht klappts jetzt seit tausenden von jahren zum ersten mal.

UNO-Sonderbeauftragter: Völkerrechtswidrige Sanktionen.

@09:28 Uhr von Anita L.

Der UNO-Sonderbeauftragte für Sanktionen und ihre Folgen vom OHCHR, Idriss Jazairy, am 10. August 2019: 

„Es ist wahrscheinlich, dass die gegen die Bolivarische Republik Venezuela verhängten Sanktionen unter die Definition der „kollektiven Bestrafung von Zivilisten“ fallen, die nicht nur in der „Genfer Konvention zum Schutz der Opfer internationaler bewaffneter Konflikte“ von 1949 festgelegt ist, sondern auch in der „Haager Landkriegsordnung“ von 1899. Das sind internationale Vereinbarungen, zu deren Einhaltung sich der Staat, der die Sanktionen verhängt hat, verpflichtet hat. Darüber hinaus verstoßen die Maßnahmen auch gegen andere relevante Normen des Völkerrechts“ (…) (Daher müsse) die UNO-Generalversammlung unverzüglich eine unabhängige internationale Untersuchung fordern“ 

 

Das Programm hat sehr gute Vorhaben

Zudem kündigte der studierte Ökonom an, Kolumbiens Wirtschaft grün umbauen zu wollen. Er will die Abholzung am Amazonas stoppen und fordert eine Abkehr von fossilen Brennstoffen.

 

Nicht nur aber vor allem hier wünsche ich dem neuen Präsidenten von Kolumbien viel Erfolg. 

Da wird es nämlich höchste Zeit, dass etwas geschieht.

@Mischformen 09:56 Uhr von fathaland slim

@ 09:18 Uhr von fathaland slim --- keine Planwirtschaf

Dieses saubere Gegensatzpaar Marktwirtschaft-Planwirtschaft gibt es nicht. Sämtliche Volkswirtschaften dieser Erde sind Mischformen aus beidem. Auch wenn FDP-Ideologen das leugnen:=)

 

 

Die leugnen alles was nicht in ihre Taschen passt ;-)

Charly M. rumort gerade in mir und beklagt, dass er wohl zu früh geboren wurde.

Wenn Pakistan jetzt schon aufruft weniger Tee zu trinken, dann sollte jeder Liberale

(im echten Wortsinn) wissen, was die Stunde geschlagen hat.

Die Endkrisse der weltweiten radikalen Marktwirtschaft ist da.

Und das ausgelöst durch einen aus der Zeit gefallenen Imperator.

Wir sind sozusagen das kleine gallische Dorf, was noch Widerstand leistet.. 

@10:06 Uhr von Klärungsbedarf

@09:39 Uhr von Anita L. 

 

Jaja, die Marktwirtschaft hat's echt nicht leicht. Schließlich beruht sie ja tatsächlich per definitionem auf der  "Verteilung der Entscheidungs- und Handlungsrechte durch das Rechtsinstitut des privaten Eigentums an Produktionsmitteln" (Wikipedia), was nichts anderes ist als Ihr "Wahren des Interesses der Besitzenden", wobei sich nun freilich die Frage stellt: Worin besteht dieses Interesse und wie kann es der Besitzende langfristig wahren?

 

Nix per definitionem, sondern ideologische Auslegung durch Wikipedia. Klar, bei uns hat man den Begriff dermaßen eingebunden, dass er in manchen Kreisen eben mit Kapitalismus gleichgesetzt wird. Dabei sind Besitzverhältnisse, Verfügungsgewalt darüber, Preisbildung und manches andere völlig separate Themen, die man sauber auseinanderhalten muss, wenn man annähernd ideologiefrei sein will.

 

 

Sie machen Ihrem Nick alle Ehre. Danke.

10:15, artist22

Die Endkrise der weltweiten radikalen Marktwirtschaft ist da.

 

Das habe ich schon öfters gedacht und bin deswegen mit solcherart Aussagen vorsichtiger geworden. Wünsche mir aber, daß Sie Recht haben.

@09:52 Uhr von fathaland slim

Möge ihm Besseres beschieden sein und gelingen, als dem Präsidenten Allende.

Es wird viel Kraft und Klarheit brauchen. 

Die alten Machstrukturen inklusive CIA und USA existieren noch.

Der Aufbau von Gegenmacht wird notwendig werden.

Operation Condor gibt es nicht mehr. Diese Art Blockkonfrontation ist definitiv vorbei. Es gibt keine UdSSR mehr, die Befreiungsbewegungen in Lateinamerika unterstützen könnte. Wir sind zwar leider auf dem Weg zurück zu einer bipolaren Weltordnung, aber die Konfliktlinie heißt nicht mehr Kapitalismus oder Sozialismus. Weswegen Aktionen wie der Putsch in Chile nicht mehr stattfinden werden. ...

 

Das hat nun mal nichts, gar nichts mit meinen Wünschen zu tun.

Gut, seit 1989 gibt es die Blocks nicht mehr.

Aber: Es gab den xten Irakkrieg, den Überfall auf Libyen, Drohnen in Pakistan (für die Freiheit?) und neulich in Kabul (auch für die Freiheit?) es gab Bombardements in Serbien - zu Verhinderung eines Genozids???? -und vieles mehr.

Also Vorsicht und Wachsamkeit!

@08:52 Uhr von rjbhome

Ich wünsche dem gewählten neuen Präsidenten und seinem Team viel Glück. Hoffentlich ändert sich etwas nach Jahrzehnten US amerikanischer Dominanz und Ausplünderung des Landes

 

Die Dominanz in Kolumbien wurde von der mafiaähnlichen Oligarchenkaste ausgeübt. Die hat das Land bisher ausgeplündert,  Das sind keine US-Amerikaner. 

 

@10:32 Uhr von fathaland slim

Die Endkrise der weltweiten radikalen Marktwirtschaft ist da.

 

Das habe ich schon öfters gedacht und bin deswegen mit solcherart Aussagen vorsichtiger geworden. Wünsche mir aber, daß Sie Recht haben.

Dem kann ich mich glatt anschließen.

Ich befürchte allerdings ein ganz böses Ende.

Kolumbiens erster linker ...

Der Arme - bei allen guten Vorsätzen und aller Berechtigung seiner Anliegen - die ist so groß, das da wohl wieder ein antritt das "Linke Programm" scheitern zu lassen, weil das "Bürgerlich" sich mit Macht durchsetzt udn auch der kleine Mann Futter und ein ein Handy braucht.

10:35, Coachcoach @09:52 Uhr von fathaland slim

Aber: Es gab den xten Irakkrieg, den Überfall auf Libyen, Drohnen in Pakistan (für die Freiheit?) und neulich in Kabul (auch für die Freiheit?) es gab Bombardements in Serbien - zu Verhinderung eines Genozids???? -und vieles mehr.

Also Vorsicht und Wachsamkeit!

 

Jedes dieser Ereignisse ist für sich zu betrachten, unter Berücksichtigung der direkten und auch der länger zurückliegenden Vorgeschichte.

 

Ich möchte das hier und jetzt nicht tun,denn es lenkt vom Thema ab. Ich äußere mich hier im Thread also absichtlich weder zu Libyen, noch zum Irak, noch zu Afghanistan, noch zu Serbien, sondern zu Kolumbien. Und das hat mit den von Ihnen erwähnten Ländern und Aktionen wirklich nicht die Bohne zu tun. Da gibt es eine ganz, ganz andere Problemlage.

@11:49 Uhr von fathaland slim

Aber: Es gab den xten Irakkrieg, den Überfall auf Libyen, Drohnen in Pakistan (für die Freiheit?) und neulich in Kabul (auch für die Freiheit?) es gab Bombardements in Serbien - zu Verhinderung eines Genozids???? -und vieles mehr.

Also Vorsicht und Wachsamkeit!

 

Jedes dieser Ereignisse ist für sich zu betrachten, unter Berücksichtigung der direkten und auch der länger zurückliegenden Vorgeschichte.

 

... das hat mit den von Ihnen erwähnten Ländern und Aktionen wirklich nicht die Bohne zu tun. Da gibt es eine ganz, ganz andere Problemlage.

Eine andere Problemlage? Ja, aber gleiche Machtinteressen z.B. der USA.

Und nicht die Bohne? Aber immerhin die gleichen blauen Bohnen, recht schwer verdaulich.

Kolumbiens erster linker Präsident tritt sein Amt an....

Nach 200 Jahren von Präsidenten der Rechten oder der extremen Rechten, auf jeden Fall aber der Oligarchie. Petro siegte bei den Wahlen mit 50,44 Prozent gegen den Immobilienunternehmer Hernandez.

Zur Amtseinführung werden mehr als 100.000 Menschen auf den Plaza de Bolivar in Bogota erwartet.

Und die Aufgaben und Erwartungen sind riesig: Es geht um die Bedürfnisse der Bevölkerung statt der extravistischen Ausbeutung von Ressourcen. Allein von 1996 bis 2006 sind im Nordosten des Landes 60.000 Menschen wegen des Kohleabbaus vertrieben worden ("Kohleabbau hinterlässt Geisterstädte", aus dem Nachrichtenpool Lateinamerika). 

10:39, Coachcoach

@10:32 Uhr von fathaland slim

Die Endkrise der weltweiten radikalen Marktwirtschaft ist da.

 

Das habe ich schon öfters gedacht und bin deswegen mit solcherart Aussagen vorsichtiger geworden. Wünsche mir aber, daß Sie Recht haben.

 

Dem kann ich mich glatt anschließen.

 

Ich befürchte allerdings ein ganz böses Ende.

 

Ich bin da eigentlich entschieden optimistischer. Mittlerweile ist selbst in Wirtschaftskreisen die Erkenntnis angekommen, daß zügelloser Marktradikalismus ins Verderben führt.

@Befürchtungen 10:39 von Coachcoach

@@10:32 fathaland_slim           

"Die Endkrise der weltweiten radikalen Marktwirtschaft ist da.

        Das habe ich schon öfters gedacht und bin deswegen mit solcherart Aussagen vorsichtiger geworden. Wünsche mir aber, daß Sie Recht haben.

    Dem kann ich mich glatt anschließen.

    Ich befürchte allerdings ein ganz böses Ende."

 

Das ist leider der Preis des Lebens, die Risiken.

War es immer und wird es immer sein.

Wir können nur auf einen neuen

https://de.wikipedia.org/wiki/Stanislaw_Jewgrafowitsch_Petrow

hoffen

11:57, Coachcoach @11:49 Uhr von fathaland slim

Jedes dieser Ereignisse ist für sich zu betrachten, unter Berücksichtigung der direkten und auch der länger zurückliegenden Vorgeschichte.

 

... das hat mit den von Ihnen erwähnten Ländern und Aktionen wirklich nicht die Bohne zu tun. Da gibt es eine ganz, ganz andere Problemlage.

 

Eine andere Problemlage? Ja, aber gleiche Machtinteressen z.B. der USA.

 

Und nicht die Bohne? Aber immerhin die gleichen blauen Bohnen, recht schwer verdaulich.

 

Ich weiß, daß es beliebt ist, die USA als Wurzel allen Übels zu betrachten und anzunehmen, daß die Welt eine bessere wäre, wenn es dieses Land nicht mehr gäbe. Ich bitte allerdings zu bedenken, daß Geld keine Nationalität besitzt und keine Grenzen kennt sowie daß es Kriege schon lange vor der Gründung dieses Landes gab, und zwar nicht weniger, sondern eher mehr. Gleichfalls möchte ich darauf hinweisen, daß Deutschland die Welt im letzten Jahrhundert zwei Mal ins Kriegselend stürzte. Vor diesem Hintergrund erscheint mir Antiamerikanismus als Projektion.

@Klärungsbedarf @fathaland slim

Nix per definitionem, sondern ideologische Auslegung durch Wikipedia. Klar, bei uns hat man den Begriff dermaßen eingebunden, dass er in manchen Kreisen eben mit Kapitalismus gleichgesetzt wird. Dabei sind Besitzverhältnisse, Verfügungsgewalt darüber, Preisbildung und manches andere völlig separate Themen, die man sauber auseinanderhalten muss, wenn man annähernd ideologiefrei sein will.

Was hat Sie beiden jetzt wohl getriggert? Das private Besitztum? Sorry, aber das ist kein genuines Merkmal für Kapitalismus, wie Sie mir zu verwechseln unterstellen, sondern gehört auch zur Marktwirtschaft, allerdings bestimmt der Markt (oder, wie es Gabor Steingart im Handelsblatt formuliert, der 

Wettbewerb, [das] Miteinander durch Gegeneinander, auf Reibung, Austausch und Kooperation zwischen Kapital und Arbeit. 

Die "ideologische Auslegung durch Wikipedia" stammt übrigens aus dem Jahr 1971, die Quelle können Sie a.a.O. nachprüfen.

Die Frage, die Sie überlesen haben? Welches Interesse wird verfolgt.

Bisher hatten es Kommunisten…

Bisher hatten es Kommunisten oder auch Sozialisten in südamerikanischen Regierungen nicht leicht. Deren Überleben außer in Kuba war oft eher kurz. Doch sollten diese eine Hilfe für die kleinen Leute sein, die wegen gegen Großgrundbesitz und Resourcendiebstahl dort unnötig verarmen. Aber wie man solche Umstände von anderen Südamerikanischen Staaten schon erleben mußte, frage ich mich, wie lange es jetzt wohl noch dauert, bis dann in Kolumbien plötzlich auch erst immer weniger und dann nix mehr funktioniert und alles kaputt geht oder abbrennt oder sonst wie ausfällt und die “Fruit-Companies“, oder wie nennen die sich heute, aus dem Norden sich ‘helfend‘, mehr oder weniger offen und sichtbar, dort einschalten werden? Na vielleicht, bis der orangefarbene Obertwitterer wieder US-Präsident geworden sein wird? Jedenfalls lösen Kommunisten auf dem amerikanischen Kontinent für die USA eine ganz bestimmte und allen bekannte Wirkung aus. Man erinnere nur die Herren Alliende, Chavez, Castro.

Linke Regierungen in…

Linke Regierungen in Südamerika standen in jüngerer Vergangenheit nicht gerade für seriöse und nachhaltige Politik. Hoffentlich kann ein Petro in Kolumbien die richtigen Hebel betätigen.

@12:07 Uhr von artist22

@@10:32 fathaland_slim           

"Die Endkrise der weltweiten radikalen Marktwirtschaft ist da.

        Das habe ich schon öfters gedacht und bin deswegen mit solcherart Aussagen vorsichtiger geworden. Wünsche mir aber, daß Sie Recht haben.

    Dem kann ich mich glatt anschließen.

    Ich befürchte allerdings ein ganz böses Ende."

 

Das ist leider der Preis des Lebens, die Risiken.

War es immer und wird es immer sein.

Wir können nur auf einen neuen

https://de.wikipedia.org/wiki/Stanislaw_Jewgrafowitsch_Petrow

hoffen

Herrn Petrow bin ich dankbar. Die Risiken des Lebens kenne ich bis zur Geheimdienstverfolgung reichlich ;)

Aber am Ende werden die Bösen nicht zögern.

Und ich hoffe trotz aller Erfahrung auf eine friedliche, alle Menschen in gutem Auskommen umfassende Zukunft in Kolumbien . und überall.

@fathaland

Das Interesse der Besitzenden ist es, ihren Besitz nicht nur zu wahren, sondern zu mehren. Unabhängig davon, wie viel sie ohnehin schon besitzen. Ich werde nie vergessen, als ich vor eher Jahrzehnten als Jahren einmal Hans-Olaf Henkel in einer Talkshow sah. Er sagte, daß er keinen einzigen Reichen kennen würde, der nicht noch reicher werden wollte. Und er müsse es wissen, denn er kenne viele Reiche.

Und das empfinde ich als unnötige Pauschalisierung und Negativerinnerung. Kennen Sie denn einen "armen" Menschen, der nicht reicher werden will? Auch ich möchte meinen Besitz lieber mehren als vermindern. Das, werter fathaland, ist, so zumindest meine Einschätzung, eine menschliche Grundeigenschaft. Die Frage ist, wie man hier ein Gleichgewicht schaffen kann. Und das steckt irgendwo zwischen "Volkseigentum" und "Raubtierkapitalismus", um zum ursprünglichen Begriff der "ideologiefreien Marktwirtschaft " zurückzukommen. 

@12:22 Uhr von fathaland slim

 

Das Leben und das Denken umfasst mehr als USA-Hass und Putinfreundschaft, auch wenn Sie das nicht akzeptieren wollen.

Aber das betrifft mehr als nur die Präsidentschaft Kolumbiens, der ich viel Erfolg wünsche.

@kritkritt

„Es ist wahrscheinlich, dass die gegen die Bolivarische Republik Venezuela verhängten Sanktionen unter die Definition der „kollektiven Bestrafung von Zivilisten“ fallen, die nicht nur in der „Genfer Konvention zum Schutz der Opfer internationaler bewaffneter Konflikte“ von 1949 festgelegt ist, sondern auch in der „Haager Landkriegsordnung“ von 1899. Das sind internationale Vereinbarungen, zu deren Einhaltung sich der Staat, der die Sanktionen verhängt hat, verpflichtet hat. Darüber hinaus verstoßen die Maßnahmen auch gegen andere relevante Normen des Völkerrechts“ (…) (Daher müsse) die UNO-Generalversammlung unverzüglich eine unabhängige internationale Untersuchung fordern“ 

Und da dachte ich, wir reden hier über Kolumbien...

@12:22 Uhr von fathaland slim

 

 

Ich weiß, daß es beliebt ist, die USA als Wurzel allen Übels zu betrachten und anzunehmen, daß die Welt eine bessere wäre, wenn es dieses Land nicht mehr gäbe. Ich bitte allerdings zu bedenken, daß Geld keine Nationalität besitzt und keine Grenzen kennt sowie daß es Kriege schon lange vor der Gründung dieses Landes gab, und zwar nicht weniger, sondern eher mehr. Gleichfalls möchte ich darauf hinweisen, daß Deutschland die Welt im letzten Jahrhundert zwei Mal ins Kriegselend stürzte. Vor diesem Hintergrund erscheint mir Antiamerikanismus als Projektion.

Wie kommen die Leute nur darauf die USA als "Wurzel allen Übels zu betrachten"?

Vielleicht wegen dieser Meldungen?

Spiegel, 22.12.2013: "Geheimkrieg in Südamerika - CIA unterstützte Kolumbien beim Töten von Rebellen"

Handelsblatt, 22.12.2013: "GEHEIMES MILLIARDENBUDGET - CIA hilft Kolumbien beim Kampf gegen FARC"

2013 war der US-Präsident übrigens der Friedensnobelpreisträger Obama... ;)

@12:01 Uhr von Bernd Kevesligeti

 

Und die Aufgaben und Erwartungen sind riesig: Es geht um die Bedürfnisse der Bevölkerung statt der extravistischen Ausbeutung von Ressourcen. Allein von 1996 bis 2006 sind im Nordosten des Landes 60.000 Menschen wegen des Kohleabbaus vertrieben worden ("Kohleabbau hinterlässt Geisterstädte", aus dem Nachrichtenpool Lateinamerika).

 

Es geht um viel mehr als nur um Kohlebergbau. Noch viel mehr Kolumbianer wurden und werden durchs das Narco-Business geschädigt, drangsaliert, vertrieben, getötet.

 

Es gibt zwar nicht mehr wie in den 1990-ern das sehr mächtige Cali-Kartell. Das ist zerfallen, nachdem die Bosse verhaftet wurden. Ersatzweise gibt es kleinere Kartelle im Gegeneinander, und die Gewalt wurde mehr. Cocaine ist mehr gefragt in den USA / Europa als je zuvor.

 

The Narco Business ist verknüpft mit Militär / Polizei / Justiz, und eine ganz andere Hausnummer als die große Kohlemine im Nordosten. Im Gesamten in Kolumbien ist die Kohlemine ein Geringes, und das Amazonas-Tiefland das Mehr.

12:23, Anita L.

allerdings bestimmt der Markt (oder, wie es Gabor Steingart im Handelsblatt formuliert, der 

„Wettbewerb, [das] Miteinander durch Gegeneinander, auf Reibung, Austausch und Kooperation zwischen Kapital und Arbeit.“

 

Ja, Gabor Steingart. Wenn man seinen Ausführungen folgt, dann kann man rasch glauben, daß man den Markt einfach nur möglichst ungehindert walten lassen müsse, und das Paradies auf Erden sei dann nicht mehr fern.

 

Steingart war zu Schröders Zeiten Leiter des Hauptstadtbüros des Spiegel und hat die damalige rotgrüne Regierung mit seiner dezidiert neoliberalen Agenda gewaltig vor sich hergetrieben. Schließlich war der Spiegel damals ja noch mehr als heute ein bundesrepublikanisches Leitmedium. Ich habe ihn dann nicht mehr gelesen, denn er erzeugte bei mir nur noch hilflose Wut.

@Projektionen 12:22 Uhr von fathaland slim

Vor diesem Hintergrund erscheint mir Antiamerikanismus als Projektion.

 

Zumal es den 'US-Imperialismus' in dieser Form nicht mehr gibt.

Die geballten, jetzt aufgebrochenen Probleme,

sind doch in Russland wie in China schon virulent.

Und auch die 'Froinde' im Geiste CH,RU sind letztlich keine.

Gerade wurde ein führender Physiker der russischen 'Superwaffe'

des Hochverrats an China angeklagt.

In China gibts droht aktuell eine Immobilienkrise. Die Hypothekenpreise sind explodiert.

Was sind da die Probleme der USA mit potentiell   'unfreundlichen' ;-) Regierungen.

Peanuts.

@12:30 Uhr von Anita L.

@fathaland

Das Interesse der Besitzenden ist es, ihren Besitz nicht nur zu wahren, sondern zu mehren. Unabhängig davon, wie viel sie ohnehin schon besitzen. Ich werde nie vergessen, als ich vor eher Jahrzehnten als Jahren einmal Hans-Olaf Henkel in einer Talkshow sah. Er sagte, daß er keinen einzigen Reichen kennen würde, der nicht noch reicher werden wollte. Und er müsse es wissen, denn er kenne viele Reiche.

Und das empfinde ich als unnötige Pauschalisierung und Negativerinnerung. Kennen Sie denn einen "armen" Menschen, der nicht reicher werden will? Auch ich möchte meinen Besitz lieber mehren als vermindern. Das, werter fathaland, ist, so zumindest meine Einschätzung, eine menschliche Grundeigenschaft. Die Frage ist, wie man hier ein Gleichgewicht schaffen kann. Und das steckt irgendwo zwischen "Volkseigentum" und "Raubtierkapitalismus", um zum ursprünglichen Begriff der "ideologiefreien Marktwirtschaft " zurückzukommen. 

Bin da ganz ihrer Meinung.

 

@12:35 Uhr von Tarek94

 

 

Ich weiß, daß es beliebt ist, die USA als Wurzel allen Übels zu betrachten und anzunehmen, daß die Welt eine bessere wäre, wenn es dieses Land nicht mehr gäbe. Ich bitte allerdings zu bedenken, daß Geld keine Nationalität besitzt und keine Grenzen kennt sowie daß es Kriege schon lange vor der Gründung dieses Landes gab, und zwar nicht weniger, sondern eher mehr. Gleichfalls möchte ich darauf hinweisen, daß Deutschland die Welt im letzten Jahrhundert zwei Mal ins Kriegselend stürzte. Vor diesem Hintergrund erscheint mir Antiamerikanismus als Projektion.

Wie kommen die Leute nur darauf die USA als "Wurzel allen Übels zu betrachten"?

Vielleicht wegen dieser Meldungen?

Spiegel, 22.12.2013: "Geheimkrieg in Südamerika - CIA unterstützte Kolumbien beim Töten von Rebellen"

Handelsblatt, 22.12.2013: "GEHEIMES MILLIARDENBUDGET - CIA hilft Kolumbien beim Kampf gegen FARC"

2013 war der US-Präsident übrigens der Friedensnobelpreisträger Obama... ;)

Es gibt genügend Aktivitäten seitdem. Und...

@12:23 Uhr von Anita L.

oder, wie es Gabor Steingart im Handelsblatt formuliert, der 

Wettbewerb, [das] Miteinander durch Gegeneinander, auf Reibung, Austausch und Kooperation zwischen Kapital und Arbeit.

Steingart ist der Letzte, den ich als Zeigen akzeptieren könnte. Es bringt am Ende nichts, wenn man alles fetzenweise diskutieren möchte - hier etwas Marx-Definition, dort etwas Neoliberales. Versuchen Sie mal, zum Grundsätzlichen zurückzufinden. Zum Beispiel Marktwirtschaft: Nicht mehr als eine Wirtschaft, bei der sich Preise - im Idealfall - nach Angebot und Nachfrage bilden sollen. Aber das ist alles überholt, Wo z.B. nichts ist, kann auch nichts angeboten werden. Werfen Sie getrost das alte Denken weit von sich.

12:35, Tarek94

Wie kommen die Leute nur darauf die USA als "Wurzel allen Übels zu betrachten"?

Vielleicht wegen dieser Meldungen?

Spiegel, 22.12.2013: "Geheimkrieg in Südamerika - CIA unterstützte Kolumbien beim Töten von Rebellen"

Handelsblatt, 22.12.2013: "GEHEIMES MILLIARDENBUDGET - CIA hilft Kolumbien beim Kampf gegen FARC"

2013 war der US-Präsident übrigens der Friedensnobelpreisträger Obama... ;)

 

Das Programm, auf das die Artikel, von denen ich hoffe, daß Sie sie gelesen haben, sich beziehen, wurde unter Bush Jr. gegründet und 2013 von der Washington Post aufgedeckt.

 

Viele Länder, vor allem wenn sie Großmächte sind oder Großmachtambitionen haben, führen solcherart verdeckte Geheimdienstoperationen durch. Aber nur in wenigen dieser Länder gibt es eine Presse, die solche Operationen aufdeckt und ungestraft öffentlich machen kann. Deswegen kann man dann leicht den Eindruck gewinnen, außer dem CIA mache kein Geheimdienst so etwas.

Mehrdeutig

Sprachlich ist der Beitrag missglückt. 

Zitat:

"Nun muss er auch die Kolumbianer überzeugen, die mit seiner Regierung einen autoritären Linksruck befürchten."

Der Satz suggeriert, dass alle Kolumbianer nun einen Linksruck befürchten. Das kann aber nicht sein, denn er ist immerhin demokratisch gewählt worden. 

Er lässt sich aber auch so lesen, dass nur die etwas befürchten, die ihn nicht gewählt haben.

" Diejenigen Kolumbianer " wäre hier angebracht. 

Und was soll ein "autoritärer Linksruck" sein?

Schon vorher arbeitet der Artikel mit dem pauschalisierenden Begriff der "Linken".

 

@12:30 Uhr von Anita L.

Das Interesse der Besitzenden ist es, ihren Besitz nicht nur zu wahren, sondern zu mehren. Unabhängig davon, wie viel sie ohnehin schon besitzen. Ich werde nie vergessen, als ich vor eher Jahrzehnten als Jahren einmal Hans-Olaf Henkel in einer Talkshow sah. Er sagte, daß er keinen einzigen Reichen kennen würde, der nicht noch reicher werden wollte. Und er müsse es wissen, denn er kenne viele Reiche.

Und das empfinde ich als unnötige Pauschalisierung und Negativerinnerung. Kennen Sie denn einen "armen" Menschen, der nicht reicher werden will? >> Auch ich möchte meinen Besitz lieber mehren als vermindern.
 

Ich nicht. Ich würde liebend gerne unnötigen Ballast loswerden und gegen mehr Lebensqualität bzw. echte (bleibende) Werte eintauschen.

Das, (…) so zumindest meine Einschätzung, eine menschliche Grundeigenschaft.

Ihre Einschätzung, dass das Streben nach immer mehr „Besitz“ eine menschliche „Grundeigenschaft“ sei teile ich nicht. Ich vermute, dass es hier in Wirklichkeit um „Auskommen“ geht.

Linker Regierungschef

Ich halte es für voreilig, wenn man einem neuen Regierungschef schon Lorbeeren erteilt und auch noch eine grundlegende gesellschaftliche Wende zum Wohle aller erwartet. Bekanntlich und auc Erfahrungswerte aus anderen instabilen Systemen belegen das, dauern grundlegende Umstellungen und Umbrüche oft Generationen an. Links zu sein, heißt nicht automatisch, die bessere politische Theorie zu verfolgen und diese adäquat in Kürze in die Tat umzusetzen. In Kolumbien sind neben Gewaltexzessen, Drogenkartellen und Notstand in Arbeit und Bildung viele steile Wege zu überwinden. Die Gesellschaft und die selbsternannten kriminellen Eliten und ihre Hierarchien auch jenseits der staatlichen sind einzubinden und zu begrenzen bzw. regulär zu bekämpfen, wenn sie Recht unterlaufen und dergleichen. Kolumbien ist zu wünschen, dass das angeschoben wird. Wunder sollte man nichtt erwarten. Und die neue Regierungsriege muss asich auch finden und beweisen, dass sie das angeht und kann.

@12:38 Uhr von schabernack

 

The Narco Business ist verknüpft mit Militär / Polizei / Justiz, und eine ganz andere Hausnummer als die große Kohlemine im Nordosten. Im Gesamten in Kolumbien ist die Kohlemine ein Geringes, und das Amazonas-Tiefland das Mehr.

Offensichtlich sind nicht nur "Militär / Polizei / Justiz" mit dem Drogenhandel verbandelt?

Spiegel, 19.06.2020: "Zwei Ex-Kommandeure der kolumbianischen Farc sollen mit einem Drogenkartell aus Venezuela Kokain in die USA geliefert haben. Für ihre Ergreifung winken nun jeweils bis zehn Millionen Dollar Belohnung."

FARC = "Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia"

12:30, Anita L. @fathaland

Ich werde nie vergessen, als ich vor eher Jahrzehnten als Jahren einmal Hans-Olaf Henkel in einer Talkshow sah. Er sagte, daß er keinen einzigen Reichen kennen würde, der nicht noch reicher werden wollte. Und er müsse es wissen, denn er kenne viele Reiche.

 

Und das empfinde ich als unnötige Pauschalisierung und Negativerinnerung. Kennen Sie denn einen "armen" Menschen, der nicht reicher werden will? Auch ich möchte meinen Besitz lieber mehren als vermindern. Das, werter fathaland, ist, so zumindest meine Einschätzung, eine menschliche Grundeigenschaft. 

 

Meinen Sie nicht, es mache einen Unterschied, ob ein armer Mensch reicher werden möchte oder Sie oder ich unseren Besitz mehren wollen, oder ob jemand, der schon einen überproportional großes Stück sein Eigen nennt, möglichst noch den ganzen Kuchen haben möchte?

 

Es mag ja sein, daß es ein Raffgen gibt (mir ist allerdings das Raffen fremd), aber umso mehr muss dann ein Ausgleich geschaffen werden, um die Wohlfahrt Aller sicherzustellen.

@12:35 Uhr von Tarek94

 

Wie kommen die Leute nur darauf die USA als "Wurzel allen Übels zu betrachten"?

Vielleicht wegen dieser Meldungen?

Spiegel, 22.12.2013: "Geheimkrieg in Südamerika - CIA unterstützte Kolumbien beim Töten von Rebellen"

Handelsblatt, 22.12.2013: "GEHEIMES MILLIARDENBUDGET - CIA hilft Kolumbien beim Kampf gegen FARC"

2013 war der US-Präsident übrigens der Friedensnobelpreisträger Obama... ;)

 

Wer wegen solcher Meldungen die USA als das Übel in Südamerika ansieht, hat von Südamerika nicht mehr Ahnung als zu wissen, wo Südamerika auf einem Globus zu finden ist.

 

Die FARC war eine Terrororganisation im Mäntelchen links, wie andere Paramilitärs im Mäntelchen rechts. Anschläge, Entführungen, Land Grabbing gegen die Armen, die nicht so wollten wie die FARC. Bürgerkrieg nicht gegen den Staatsapparat von rechts, sondern wahllos gegen alle Andersdenkenden.

 

Verknüpft mit Narco-Business, gerade das nur Money, sonst gar nichts kennt. Jahrzehntelang der Zerstörer in Kolumbien, der Anteil der USA gering.

@12:38 Uhr von schabernack

 

Und die Aufgaben und Erwartungen sind riesig: Es geht um die Bedürfnisse der Bevölkerung statt der extravistischen Ausbeutung von Ressourcen. Allein von 1996 bis 2006 sind im Nordosten des Landes 60.000 Menschen wegen des Kohleabbaus vertrieben worden ("Kohleabbau hinterlässt Geisterstädte", aus dem Nachrichtenpool Lateinamerika).

 

Es geht um viel mehr als nur um Kohlebergbau. Noch viel mehr Kolumbianer wurden und werden durchs das Narco-Business geschädigt, drangsaliert, vertrieben, getötet.

 

Es gibt zwar nicht mehr wie in den 1990-ern das sehr mächtige Cali-Kartell.  zuvor.

 

Das Narco-Business, daß soll nicht bestritten werden. Laut den Medien soll die Kriminalität überhaupt sehr hoch sein. Laut dem "Nachrichtenpool Lateinamerika" sind zwischen Januar und Novemer 2021 72.000 Menschen vertrieben worden (der Artikel "Anstieg gewaltsamer Vertreibungen um 20 Prozent").

Aber die Kohlemine von Glencore/Schweiz mit 142,4 Milliarden US-Dollar Umsatz ist bestimmt keine kleine Hausnummer....

Der neue Präsident Petro hat…

Der neue Präsident Petro hat einen Vertrauensvorschuss verdient. Wie schwer das einigen fällt, die beim Stichwort 'links' schon in Schnappatmung geraten, erkennt man auch hier an den Kommentaren. 
Das wird Gustavo Petro wenig jucken. Entscheidender wird sein, welche Mittel und Wege die Nutznießer der Politik der vergangenen Jahre und Jahrzehnte suchen, um eine korruptionsfreie soziale und ökologische Ausrichtung der Politik und Gesellschaft zu torpedieren. 
ich wünsche Petro eine gute Gesundheit und einen ausreichenden Schutz.

 

gez. NieWiederAfd

 

 

 

@09:56 Uhr von fathaland slim

Dieses saubere Gegensatzpaar Marktwirtschaft-Planwirtschaft gibt es nicht. Sämtliche Volkswirtschaften dieser Erde sind Mischformen aus beidem. Auch wenn FDP-Ideologen das leugnen:=)

 

Wo haben wir denn in Deutschland eine Planwirtschaft?

@12:31 Uhr von Coachcoach

@12:22 Uhr von fathaland slim

 

Das Leben und das Denken umfasst mehr als USA-Hass und Putinfreundschaft, auch wenn Sie das nicht akzeptieren wollen.

 

Ich habe oft den Eindruck, daß genau das, was Sie mir unterstellen, eigentlich Ihre Haltung ist. Ich jedenfalls versuche immer wieder deutlich zu machen, daß „Amis böse, alle, die gegen Amis sind, gut“ an der Lebensrealität komplett vorbeigeht und den Blick auf das wirklich Wesentliche vernebelt.

 

Aber das betrifft mehr als nur die Präsidentschaft Kolumbiens, der ich viel Erfolg wünsche.

 

Da schließe ich mich an.

@12:54 Uhr von fathaland slim

...

 

Viele Länder, vor allem wenn sie Großmächte sind oder Großmachtambitionen haben, führen solcherart verdeckte Geheimdienstoperationen durch. Aber nur in wenigen dieser Länder gibt es eine Presse, die solche Operationen aufdeckt und ungestraft öffentlich machen kann. Deswegen kann man dann leicht den Eindruck gewinnen, außer dem CIA mache kein Geheimdienst so etwas.

Ich glaube nicht, dass eine:r der Forist:innen so einfältig ist, wie Sie unterstellen und einen solchen Eindruck hat.

Sie hingegen können sicher sein, dass US-Geheimdienste führend sind mit solchen Operationen, wohl gleichauf mi Mossad usw., der allerdings bessere (?) Begründungen hat.

@12:25 Uhr von Alphaworld1

Bisher hatten es Kommunisten oder auch Sozialisten in südamerikanischen Regierungen nicht leicht. Deren Überleben außer in Kuba war oft eher kurz. Bis nichts funktioniert und alles kaputt geht oder abbrennt oder sonst wie ausfällt und die “Fruit-Companies“, oder wie nennen die sich heute, aus dem Norden sich ‘helfend‘, mehr oder weniger offen und sichtbar, dort einschalten werden? Na vielleicht, bis der orangefarbene Obertwitterer wieder US-Präsident geworden sein wird? Jedenfalls lösen Kommunisten auf dem amerikanischen Kontinent für die USA eine ganz bestimmte und allen bekannte Wirkung aus. Man erinnere nur die Herren Alliende, Chavez, Castro.

Nun auf Castro wurden hunderte von den CIA gesponserte Anschläge verübt die halt ihr Ziel verfehlten. Also auch in Kuba war es gefährlich für die Leader. Hoffen wir, dass Kolumbien seinen Weg gehen kann ohne äussere Einflußnahme.

 

@13:19 Uhr von fathaland slim

@12:22 Uhr von fathaland slim

 

Das Leben und das Denken umfasst mehr als USA-Hass und Putinfreundschaft, auch wenn Sie das nicht akzeptieren wollen.

 

Ich habe oft den Eindruck, daß genau das, was Sie mir unterstellen, eigentlich Ihre Haltung ist. Ich jedenfalls versuche immer wieder deutlich zu machen, daß „Amis böse, alle, die gegen Amis sind, gut“ an der Lebensrealität komplett vorbeigeht und den Blick auf das wirklich Wesentliche vernebelt

Dann täuscht Ihr Eindruck, nicht meine Haltung.

 

12:55, Sparpaket

Sprachlich ist der Beitrag missglückt. 

Zitat:

"Nun muss er auch die Kolumbianer überzeugen, die mit seiner Regierung einen autoritären Linksruck befürchten."

Der Satz suggeriert, dass alle Kolumbianer nun einen Linksruck befürchten. Das kann aber nicht sein, denn er ist immerhin demokratisch gewählt worden. 

 

Man hätte vielleicht besser „diejenigen“ als „die“ Kolumbianer geschrieben. Sprechen kann man den Satz jedenfalls so, daß er eindeutig in die eine oder andere Richtung ist, es hängt an der Betonung. Je nachdem, ob man „die“ oder „Kolumbianer“ betont, ergibt sich ein völlig anderer Sinn.

@Das Übel Gier 13:06 Uhr von fathaland slim

Es mag ja sein, daß es ein Raffgen gibt (mir ist allerdings das Raffen fremd), aber umso mehr muss dann ein Ausgleich geschaffen werden, um die Wohlfahrt Aller sicherzustellen.

 

Mir ebenso.

Allerdings 'raffe' ich notgedrungen trotzdem noch. In der Informationstechnik.

Denn da besteht zumindest noch eine Weile eine reelle Chance

auch als 'kleiner Krauter' gegenanstinken zu können.

 

Dem nächsten Leak bei der NSA ausgleichsmässig  gelassen entgegensehe..

Schafft eins, zwei, viele Transparenzen ;-)

13:18, mispel

@09:56 Uhr von fathaland slim

Dieses saubere Gegensatzpaar Marktwirtschaft-Planwirtschaft gibt es nicht. Sämtliche Volkswirtschaften dieser Erde sind Mischformen aus beidem. Auch wenn FDP-Ideologen das leugnen:=)

,,,,,,,,,,,,,,,,,,

 

Wo haben wir denn in Deutschland eine Planwirtschaft?

 

Es gibt in Deutschland eine Vielzahl von Lenkungsmechanismen. Hier wird nun wirklich nicht alles dem Markt überlassen.

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