Kommentare - Zinswende in Europa: Warum die EZB so zögerlich ist

21. Juli 2022 - 08:18 Uhr

Die EZB wird heute das erste Mal seit rund elf Jahren die Leitzinsen anheben - allerdings wohl nur moderat. Der Zeitpunkt für diesen Schritt könnte kaum ungünstiger sein. Von Klaus-Rainer Jackisch.

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Kommentare

Tja..

"Doch angesichts der Rekordinflation, die mehr als viermal über dem Zielwert von zwei Prozent liegt und in einigen Mitgliedsstaaten, wie etwa Estland, mittlerweile die 20-Prozent-Marke übersprungen hat, bleibt den Währungshütern keine Wahl, wollen sie nicht ihr Vertrauen verspielen."

Das Vertrauen ist weg.... da gibt es nichts mehr zu verspielen.

"Warum die EZB so zögerlich ist"

Zitat: ""Warum die EZB so zögerlich ist"

 

Hr. Lehrer, Hr. Lehrer, die Frage kann ich beantworten!

 

Die EZB kann gar nicht oder kaum die Leitzinsen anheben, da dann Länder wie Griechenland ( Staatsschuldenquoten zum BIP: 193 %), Italien (150 %), Portugal (127 %), Spanien (118 %) und Frankreich (113 %), deren Kredit man über die Nullzinspolitik die letzten Jahre - gegen jegliche Marktprinzipien und zu Lasten der dummen deutschen Steuerzahler, Sparer, Arbeitnehmer - weiter finanziert hatte, dann in arge Zahlungsschwierigkeiten kämen oder gar pleite würde und dann die Illusion einer Euro-"Rettung" sich in Luft auflösen würde.

 

Da die EU ja immer das "Rechtsstaatlichkeitsprinzip" pocht (in Bezug auf Ungarn und Polen), ist die Einhaltung der Maastrichter Stabilitätskriterien (Schuldenquote max. 60 %) gem. Art. 126 AUEV der EU natürlich besonders wichtig.

 

Kennt man ja.

@08:25 Uhr von sonnenbogen

"Doch angesichts der Rekordinflation, die mehr als viermal über dem Zielwert von zwei Prozent liegt und in einigen Mitgliedsstaaten, wie etwa Estland, mittlerweile die 20-Prozent-Marke übersprungen hat, bleibt den Währungshütern keine Wahl, wollen sie nicht ihr Vertrauen verspielen."

Das Vertrauen ist weg.... da gibt es nichts mehr zu verspielen.

Richtig gelesen wird daraus allerdings eine so hohe Inflationsrate wegen dem Krieg und den damit verbundenen höheren Energiepreisen.

Wenn man sich die…

Wenn man sich die Lebensläufe vieler Protagonisten der EZB der letzten Jahrzehnte ansieht, stellt man fest, das einige, auch Lagarde, durch einschlägige Straftaten (Korruption) belastet sind. 
Das halte ich grundsätzlich schon für ein gute Voraussetzung für viele Vertrauensprobleme. 
Andererseits fällt ebenfalls auf, dass die Mehrzahl der EZB - Funktionäre in der US - Finanzwirtschaft Karriere gemacht haben, bevor die diese bei der EZB fortgesetzt haben. 
Kann man da wirklich erwarten, dass diese Leute für die EU und für den € arbeiten? 
Möglicherweise sind das alles US - Trolle, die eher der US - Wirtschaft zuarbeiten. 
 

Wirklich?

"Der Zeitpunkt für diesen Schritt könnte kaum ungünstiger sein."

Warum? Wir haben Fachkräftemangel, nahe an Vollbeschäftigung ... wann ist denn dann eine gute Zeit?

Die EZB agierte über Jahre abhängig und im Interesse von der Politik, hat über Jahre den bewusst finanziellen Speicher leerlaufen lassen, und jetzt ist es ungünstig?

Sorry, morgen wird es noch ungünstiger.

Auch wenn viele danach schreien, Zinserhöhung ist ein Fehler

Die deutschen Sparer wollen mit aller Macht höhere Zinsen, die Hypothekenzahler, besonders die, die in den letzten Jahren zu irrsinnigen Preisen Wohneigentum erworben haben sicher nicht. Die Wirtschaft hat genug Probleme, Angst vor einer Rezession und sicher kein Interesse an höheren Zinsen. Streng genommen haben wir kaum Inflation, da die enormen Preissteigerungen keineswegs auf eine Überhitzung des Marktes zurückzuführen sind, aber nur in diesem Fall machen Zinserhöhungen Sinn. Vor einem Jahr hätte eine Zinserhöhung vielleicht noch Sinn ergeben, nun aber wird sie weit mehr negative, als positive Effekte haben. Ob man gezwungen ist, der auf völlig anderen Einflüssen basierenden, amerikanischen Geldpolitik zu folgen, vermag ich nicht zu beurteilen, glaube es aber eher nicht. Die aktuellen Preissteigerungen in Europa sind zum allergrößten Teil dem Krieg und den höheren Energie- und Rohstoffpreisen geschuldet, regulierende Gegenmaßnahmen müsste der Staat einleiten, nicht die EZB.

Warum so zögerlich,

ich weiß, warum.

Weil auch die EZB wie alle Institutionen unter der Fuchtel der Aktiengesellschaften stehen. Ohne das ach so billige Geld wäre ja unsere Wirtschaft am Ende und müsse sich marktwirtschaftlichen Kriterien stellen.

Komplexität und Schnellschüsse

Der 1. User zeigt sofort, wie man auch auf Komplexität reagieren kann. Man nimmt sich ein Stichwort heraus und macht sich darüber künstlich lustig. 

Tatsächlich zeigt der Bericht sehr gut nicht nur die Komplexität der Aufgabe und die daraus resultierenden unvermeidlichen Zielkonflikte, er zeigt auch den großen Gewinn der EU durch dessen zentralisierte Geldpolitik.

Der Bericht nennt es Gratwanderung - ich würde es Politik nennen. Denn zwischen Zielkonflikten flexibel entscheiden zu können - das macht Politik aus. 

Fuest meint, „Konjunktur“ sei nicht Aufgabe der Zentralbank. Das ist richtig und falsch zugleich. Weil man beides de facto überhaupt nicht trennen kann. Eine Zentralbank war immer mehr als „nur“ eine Notenbank.

Ich bin jedenfalls froh, dass wir nach Draghi wieder eine Geld-„Politikerin“ an deren Spitze haben, die ihre Aufgabe in der ganzheitlichen Betrachtung und Gestaltung einer notwendig komplexen Situation sieht.

Ich bin hier sehr zuversichtlich!

@08:35 Uhr von Blitzgescheit

Zitat: ""Warum die EZB so zögerlich ist"

 

Hr. Lehrer, Hr. Lehrer, die Frage kann ich beantworten!

 

Die EZB kann gar nicht oder kaum die Leitzinsen anheben, da dann Länder wie Griechenland ( Staatsschuldenquoten zum BIP: 193 %), Italien (150 %), Portugal (127 %), Spanien (118 %) und Frankreich (113 %), deren Kredit man über die Nullzinspolitik die letzten Jahre - gegen jegliche Marktprinzipien und zu Lasten der dummen deutschen Steuerzahler, Sparer, Arbeitnehmer - weiter finanziert hatte, dann in arge Zahlungsschwierigkeiten kämen oder gar pleite würde und dann die Illusion einer Euro-"Rettung" sich in Luft auflösen würde.

 

Da die EU ja immer das "Rechtsstaatlichkeitsprinzip" pocht (in Bezug auf Ungarn und Polen), ist die Einhaltung der Maastrichter Stabilitätskriterien (Schuldenquote max. 60 %) gem. Art. 126 AUEV der EU natürlich besonders wichtig.

 

Kennt man ja.

Genau. Ihre Lösung wäre die D-Mark? Germany First? Willkommen im Mittelalter.

Am Besten den EURO wieder…

Am Besten den EURO wieder abschaffen. Weniger Probleme, weniger Streit, weniger Sorgen

@08:47 Uhr von Hille-SH

...wäre schlußendlich nichts anderes als die, der EZB strikt verbotene Staatsfinanzierung, PUNKT ! In Berlin mimt man die "Drei Affen"...
Auch das die Kriterien bzw. Voraussetzungen, um schnell in den "Genuß" von TPM zu gelangen, nun deutlich herabgesetzt werden sollen, zeigt deutlich, dass sich die EZB nicht mehr ansatzweise an ihre eigentliche Aufgabe gebunden sieht und nur noch im politischen Sinne Italiens, Frankreichs, Spaniens und Portugals handelt.
Auffallend, das ohrenbetäubende Schweigen des Herrn Lindner...und der Deutschen Bundesbank zu diesem beabsichtigten Rechtsbruch...zu Gunsten des Südens.
Somit hatten alle Mahner, die den EURO in den letzten Jahren als kommende "italienisch-französische Weichwährung"...ohne Fortbestand bezeichneten, vollkommen recht (so auch die AfD)...und eben nicht die zahllosen Beschwichtiger !!!
Wirklich höchste Zeit also für JEDEN, sein bitter Erspartes vor diesem wert- und regellosen EURO in Sicherheit zu bringen...
   

@08:40 Uhr von nie wieder spd

Wenn man sich die Lebensläufe vieler Protagonisten der EZB der letzten Jahrzehnte ansieht, stellt man fest, das einige, auch Lagarde, durch einschlägige Straftaten (Korruption) belastet sind. 
Das halte ich grundsätzlich schon für ein gute Voraussetzung für viele Vertrauensprobleme. 
Andererseits fällt ebenfalls auf, dass die Mehrzahl der EZB - Funktionäre in der US - Finanzwirtschaft Karriere gemacht haben, bevor die diese bei der EZB fortgesetzt haben. 
Kann man da wirklich erwarten, dass diese Leute für die EU und für den € arbeiten? 
Möglicherweise sind das alles US - Trolle, die eher der US - Wirtschaft zuarbeiten. 
 

Aber das ist bei uns und einer angeblich demokratischen Partei, die sich vom Grundgesetz entfernt, doch nicht anders. Denen "Vertrauen" doch auch viele.

@08:41 Uhr von Forfuture

Vor einem Jahr hätte eine Zinserhöhung vielleicht noch Sinn ergeben, nun aber wird sie weit mehr negative, als positive Effekte haben.

Das heißt im Klartext, Ihnen ist es lieber dass diejenigen, die auf Pump leben weiterhin gestützt werden und die, die gut wirtschaften und Geld auf die Seite legen werden dafür bestraft?

Ich befürchte

dass steigende Zinsen zu einer baldigen Welle an Zwangsversteigerungen von Eigenheimen führen wird. Viele Häusle-Bauer haben ihre Finanzierungen auf die niedrigen Zinsen aufgebaut, was sich bald rächen wird.

Der Markt, unser Gott...

Wir leben in seltsamen Zeiten. Vielleicht werden in ein paar hundert Jahren unsere Nachfahren auf die Glaubenssätze und Weltbilder der Menschen in den heutigen westlichen Industrienationen zurückblicken und sagen: Die haben richtig starkt geglaubt, damals.

- Viele haben geglaubt, dass die damals existierenden Marktwirtschaften das Beste sind, was sie kriegen können.

- Viele von denen glaubten, sie könnten diese Märkte zum Wohle der Bevölkerung ihrer jeweiligen Wirtschaftszonen durch Zinspolitik und ähnlichem im Zaum halten.

- Relativ wenige von denen die was zu sagen hatten sahen, dass das Konzept von Geld an sich schon viele der Probleme mit sich brachte.

- Ein paar merkten, dass viele Probleme mit der Ausbeutung existierender Ressourcen zu tun hatten. Einige dieser Ressourcen waren fossiler Natur, doch viele hatten Gefühle und ein Hirn und wollten gar keine Ressourcen sein.

@08:41 Uhr von Forfuture

…die Hypothekenzahler, besonders die, die in den letzten Jahren zu irrsinnigen Preisen Wohneigentum erworben haben sicher nicht. Die Wirtschaft hat genug Probleme, Angst vor einer Rezession und sicher kein Interesse an höheren Zinsen. Streng genommen haben wir kaum Inflation, da die enormen Preissteigerungen keineswegs auf eine Überhitzung des Marktes zurückzuführen sind, aber nur in diesem Fall machen Zinserhöhungen Sinn. Vor einem Jahr hätte eine Zinserhöhung vielleicht noch Sinn ergeben, nun aber wird sie weit mehr negative, als positive Effekte haben. Ob man gezwungen ist, der auf völlig anderen Einflüssen basierenden, amerikanischen Geldpolitik zu folgen, vermag ich nicht zu beurteilen, glaube es aber eher nicht. Die aktuellen Preissteigerungen in Europa sind zum allergrößten Teil dem Krieg und den höheren Energie- und Rohstoffpreisen geschuldet,…

Die Nullzinspolitik hätte niemals erst eingeführt werden dürfen… 

"Schuldenlast drückt Südeuropas Eurostaaten"

Zitat: "Nicht zuletzt ist die EZB auch in dieser Krise wieder Gefangener in ihrer Rolle als Feuerwehr für die Eurozone. Denn viele Ratsmitglieder sorgen sich darum, dass das Ende der lockeren Geldpolitik die Finanzierung der Staatshaushalte in den südeuropäischen Ländern verteuert."

.

Na, Potzblitz!

 

Wer hätte gedacht, dass das Simsalabim-Hastdunichtgesehen-Gelddrucken zu Problemen führt. 

Ich kann mich noch erinnern, dass Frau Merkel 2014 dem deutschen Wähler - dem man bekanntlich jeden Blödsinn erzählen kann - freudestrahlend erzählte, dass "sie die Eurokrise gelöst" habe und Griechenland, dessen Schulden wieder bei 380 Mrd. EUR / 195 % des BIP liegen, obwohl die EU-Veträge nur eine Quote von 60 % zulässt.

Die Einhaltung des Rechtsstaatlichkeitsprinzip wird in der EU gaaaaaaaaanz groß geschrieben, wie wir wissne.

Aber kein Problem, die Schuldenstaaten sind im EZB-Rat eh in der Mehrheit. Malte hat so viele Stimmen wie D: 1!.

Insofern wird die Schuldenparty weitergehen.

 

 

Kernproblem: Währungsunion

"Gleichzeitig stellen sie sich selbst ständig Fallstricke, weil sie auf das wackelige Konstrukt der Währungsunion Acht geben müssen, was im Kern nicht ihre Aufgabe ist."

Die Währungsunion war aus finanzpolitischer Sicht halt eine blöde Idee. Sowas sollte man auch im Hinterkopf behalten, wenn es um den EU-Beitritt irgendwelcher Länder geht.

@08:42 Uhr von joe70

ich weiß, warum.

Weil auch die EZB wie alle Institutionen unter der Fuchtel der Aktiengesellschaften stehen. Ohne das ach so billige Geld wäre ja unsere Wirtschaft am Ende und müsse sich marktwirtschaftlichen Kriterien stellen.

.....und würde Ihnen die Kosten für hohe Zinsen direkt an der Kasse abnehmen.

 

@08:43 Uhr von Raho59

 

 

Da die EU ja immer das "Rechtsstaatlichkeitsprinzip" pocht (in Bezug auf Ungarn und Polen), ist die Einhaltung der Maastrichter Stabilitätskriterien (Schuldenquote max. 60 %) gem. Art. 126 AUEV der EU natürlich besonders wichtig.

 

Kennt man ja.

Genau. Ihre Lösung wäre die D-Mark? Germany First? Willkommen im Mittelalter.

Intelligente Menschen sind in der Lage zu differenzieren und fundierte Sachargumente zu formulieren.

Für Sie gibt es entweder eine Ausplünderung der Deutschen durch den Euro oder "Mittelalter".

Wie wäre es einmal mit Einhaltung der Verträge?!?

1. Aufteilung der Stimmgewichte im EZB-Rat nach Wirtschaftsgröße

2. Besicherung und Verzinsung der sog. TARGET2-Salden - wie es in den USA bei der FED üblich ist! Da würde man nicht auf die Idee kommen, dass Texas die Schulden anderer US-Staaten finanziert!

3. Schaffung eines "Nord-Euros" und "Süd-Euros"

Aber machen Sie mal mit Ihrer plumpen und unintelligenten Schwarz-Weiß-Malerei nach dem Stammtisch-Prinzip weiter-.

@08:47 Uhr von Hille-SH

Auch das die Kriterien bzw. Voraussetzungen, um schnell in den "Genuß" von TPM zu gelangen, nun deutlich herabgesetzt werden sollen, zeigt deutlich, dass sich die EZB nicht mehr ansatzweise an ihre eigentliche Aufgabe gebunden sieht und nur noch im politischen Sinne Italiens, Frankreichs, Spaniens und Portugals handelt.
Auffallend, das ohrenbetäubende Schweigen des Herrn Lindner...und der Deutschen Bundesbank zu diesem beabsichtigten Rechtsbruch...zu Gunsten des Südens.
Somit hatten alle Mahner, die den EURO in den letzten Jahren als kommende "italienisch-französische Weichwährung"...ohne Fortbestand bezeichneten, vollkommen recht (so auch die AfD)...und eben nicht die zahllosen Beschwichtiger !!!
Wirklich höchste Zeit also für JEDEN, sein bitter Erspartes vor diesem wert- und regellosen EURO in Sicherheit zu bringen...
   

Wir, als Deutsche, haben doch bisher prima von und mit dem Euro gelebt.

Wo ständen wir wohl ohne? Darauf hat auch Ihre AFD keine Antwort.

Verantwortungslos

Seit Jahrzehnten werden in Italien, Griechenland, Portugal und Spanien dringend notwendige Reformen vermieden, weil sie durch Auflauf von wertlosen Anleihen durch die EZB finanziert werden. Dies geht zu Lasten der Nordländer.

Wer verantwortungslos die Geldmengen vermehrt braucht sich über Inflation nicht zu wundern. Der € wurde von der EZB auf 1 Dollar herunter gewirtschaftet.

In den USA erwarten Beobachter Leitzins 3,5 % im Dezember

Das erscheint hier undenkbar. Die USA haben andere Voraussetzungen, da die Inflation etwas höher ist und die Wirtschaft bereits vor einer Rezession steht. 
 

Leider hatte ich in einem Post neulich die Inflation in der OECD in den 1970ern (13%) mit der in Deutschland (7,1%) verwechselt. Aber die Inflation wäre auch - Lohnabschlüsse hin oder her - damals noch viel höher gewesen, hätte die Bundesbank die Leitzinsen damals nicht in einem Korridor von 5,5 - 7,5 Prozent gehalten. 
 

 

Für USA heißt das, um wieder auf 2% Inflation zu kommen bei derzeit 1,5% Minus im BIP müsste man die Leitzinsen bis auf 5,5% erhöhen. Das könnte tatsächlich Mitte nächsten Jahres so weit sein. 
 

 

 

In EU haben neun Länder zweistellige Inflationsraten, im Baltikum sogar über 20%. 
 

 

Litauen (22,5% Inflation) hat dafür eine sehr originelle Erklärung: die Inflation sei so hoch, weil man 2021 besonders gut durch die Pandemie gekommen sei ... :-)

 

Da im Euroraum Wirtschaftswachstum 2,6 % beträgt, müsste EZB auf 11% erhöhen.

Vorgestern Abend wurde bei…

Vorgestern Abend wurde bei der „Anstalt“ ganz gut erklärt, dass Zinsen und Inflation und Zinsen und wirtschaftliche Entwicklung nicht deshalb etwas miteinander zu tun haben müssen, weil einige Politiker oder einige Wirtschaftsexperten das behaupten. 
Die Macher von „Die Anstalt“ erzählen ja sicherlich nicht vorsätzlich Blödsinn, nur um die Politiker zu veralbern. Warum werden diese Leute nicht von Wirtschaftsjournalisten interviewt? 
Vielleicht haben die ja recht und können zur Abhilfe der schlechten Geldpolitik beitragen?

Neue Euro Krise voraus..

die EZB kann letztlich nicht gleichzeitig die Staatsschuldentragfähigkeit erleichtern und durch eine restriktivere Geldpolitik die Inflation bekämpfen.“

Norbert F. Tofall, Flossbach von Storch Research Institut. 
 

Und mit Italien haben wir ja schon immer einen Kandidaten, der große Probleme verursacht. 
 

 

@08:50 Uhr von Sebastian15

Vor einem Jahr hätte eine Zinserhöhung vielleicht noch Sinn ergeben, nun aber wird sie weit mehr negative, als positive Effekte haben.

Das heißt im Klartext, Ihnen ist es lieber dass diejenigen, die auf Pump leben weiterhin gestützt werden und die, die gut wirtschaften und Geld auf die Seite legen werden dafür bestraft?

Wenn diejenigen die bisher "auf Pump" unsere Waren nicht mehr kaufen, dann sind die ärmeren hier bald noch armer- weil arbeitslos.

"künstlerpech"

die ezb hat sich aus sicht des LAIEN eine richtig blutige nase erwirtschaftet, indem sie es wegen priorisierter anleihekäufe versäumte, die leitzinssätze zeitnah zu kletternden inflationswerten m.m.n. spätestens zu ostern anzuheben.

dadurch wurde wahrscheinlich der abfluss von kapital aus europa erhöht, was zu einer abwertung des euro selbst führte und so die rohstoffe für europa an den weltmärkten verteuert, was die inflationsspirale neben explodierten  energie- und düngerpreisen noch weiter beschleunigte, also eine richtig teure geschichte, die nun zusätzlich zum "dauerkrieg" noch von rezessionsphantasien eskortiert wird.

wir werden mitverfolgen mit welchen massnahmen in welcher zeit die ezb nun erfolgreich dazu beitragen kann das ausgelagerte investitionsvermögen und vertrauen wieder nach europa zurück zu holen.

 

 

@08:35 Uhr von Raho59

"Doch angesichts der Rekordinflation, die mehr als viermal über dem Zielwert von zwei Prozent liegt und in einigen Mitgliedsstaaten, wie etwa Estland, mittlerweile die 20-Prozent-Marke übersprungen hat, bleibt den Währungshütern keine Wahl, wollen sie nicht ihr Vertrauen verspielen."

Das Vertrauen ist weg.... da gibt es nichts mehr zu verspielen.

Richtig gelesen wird daraus allerdings eine so hohe Inflationsrate wegen dem Krieg und den damit verbundenen höheren Energiepreisen.

Das ist sehr zurückhaltend formuliert. Damit verbunden sind die Energiepreise aufgrund der Sanktionen, der Krise der französischen Atommeiler und der fehlenden Anreize für Erneuerbare - die letzten 40 Jahre, fortgesetzt durch die amtierende Regierung, in dem Bereich federführend von den Grünen verantwortet.

Das Vertrauen in diese Wirtschaftsform ist mutig, sehr mutig. 

Spaßvögel sind sie ja schon!

Zitat: ""Die finanzielle Unterstützung einzelner hoch verschuldeter Länder gehört (…) nicht zu ihrem Mandat", meint etwa ifo-Präsident Clemens Fuest. Diese Rücksichtnahme auf Probleme, die eigentlich von Regierungen gelöst werden müssen, lenke von der eigentlichen Aufgabe der EZB ab: Preisstabilität zu gewährleisten."

.

Hr. Fuest, den ich als einen würdigen Nachfolger von Prof. Sinn, schätze, hat hier einen vorzüglichen Humor!

Er weist, völlig richtig darauf hin, dass die Lösung realwirtschaftlicher Probleme und Aufgaben und die finanzielle Unterstützung nicht zur Aufgabe der EZB gehöre.

Hahahah, die EZB hat in den letzten 10 Jahren nichts anderes gemacht, als marode Länder des ClubMed mit billigem Geld zu versorgen - insbes. unter dem Mario "whatever it takes" Draghi.

Damit wurde im Übrigen auch die Anreize gesetzt, eben NICHT die realwirtschaftlichen Probleme zu lösen, sondern sich bequem und praktisch über die EZB jeden Unsinn zu finanzieren.

Man will ja auch wieder gewählt werden.

selbstverständlich

Die EZB ist natuerlich zögerlich d3n Bürgern weniger Geld aus der Tasche zu ziehen

@08:50 Uhr von Sebastian15

Vor einem Jahr hätte eine Zinserhöhung vielleicht noch Sinn ergeben, nun aber wird sie weit mehr negative, als positive Effekte haben.

Das heißt im Klartext, Ihnen ist es lieber dass diejenigen, die auf Pump leben weiterhin gestützt werden und die, die gut wirtschaften und Geld auf die Seite legen werden dafür bestraft?

Das ist eine auf unbedachten Schlagworten fußende Unterstellung. Die Schuldenberge der Südeuropäer sind sicher zu kritisieren, aber sie sie sind nun mal da und schwer zu verändern, oder wollen Sie einmarschieren, weil die es eben nicht auf die Kette kriegen??

Das Leben, wie die EU ist kein Wunschkonzert und man muss das Beste aus dem machen, was man eben hat. Sinnbefreite Sprüche und rumlamentieren helfen da nicht weiter.

Äußerst schwierige Situation

Da hat man über Jahre mit sehr viel billigen Geld, Länder wie Italien, Griechenland, Frankreich u. ä. finanziert. Auch in Deutschland haben sich die Schulden stetig erhöht. Viel zu lange hat die EZB gewartet, die Währung zu schützen und Maßnahmen zu ergreifen. Jetzt sitzen die Damen und Herren in der Klemme, Zinsen erhöhen, verteuert die Kredite, ob beim Sparer was ankommt, wer weiß. 

@08:55 Uhr von Blitzgescheit

 

Ich kann mich noch erinnern, dass Frau Merkel 2014 dem deutschen Wähler - dem man bekanntlich jeden Blödsinn erzählen kann - freudestrahlend erzählte, dass "sie die Eurokrise gelöst" habe und Griechenland, dessen Schulden wieder bei 380 Mrd. EUR / 195 % des BIP liegen, obwohl die EU-Veträge nur eine Quote von 60 % zulässt.

Die Einhaltung des Rechtsstaatlichkeitsprinzip wird in der EU gaaaaaaaaanz groß geschrieben, wie wir wissne.

Aber kein Problem, die Schuldenstaaten sind im EZB-Rat eh in der Mehrheit. Malte hat so viele Stimmen wie D: 1!.

Insofern wird die Schuldenparty weitergehen.

 

 

Sind Sie persönlich betroffen? Hat Ihnen die 0% Zinspolitik geschadet?

Oder konnten Sie nur Ihren Reichtum nicht mehren?

Stagflation voraus !

Generell wird derzeit zu wenig produziert um selbst eine leicht sinkende Nachfrage noch zu befriedigen. Das treibt die Preise, was wiederum den Nachfragerückgang verstärkt. Die niedrige Industrieproduktion hat zu tun mit hohen Einkaufspreisen. Die nachlassende Nachfrage verstärkt den Druck, die Produktion weiter zurückzufahren. Das die Auftragsbücher voll sind, liegt nur daran das die Nachfrage immer noch größer ist als das Angebot. Die Binnennachfrage in Deutschland ist rückläufig. 

@08:54 Uhr von Francis Fortune

dass steigende Zinsen zu einer baldigen Welle an Zwangsversteigerungen von Eigenheimen führen wird. Viele Häusle-Bauer haben ihre Finanzierungen auf die niedrigen Zinsen aufgebaut, was sich bald rächen wird.

Ein simpler Bausparvertrag hätte für die Anschlussfinanzierung die niedrigen Zinsen - auch nach Ablauf der Zinsbindung - gesichert 

@ 08:48 Uhr von Raho59

Aber das ist bei uns und einer angeblich demokratischen Partei, die sich vom Grundgesetz entfernt, doch nicht anders. Denen "Vertrauen" doch auch viele.

Ja, quer durch alle bisherigen Regierungsparteien gibt es die transatlantischen Influenzer. 
Friederich Merz war da der Vorsitzende und nun ist es Sigmar Gabriel. 
 

@09:00 Uhr von Blitzgescheit

 

Für Sie gibt es entweder eine Ausplünderung der Deutschen durch den Euro oder "Mittelalter".

Wie wäre es einmal mit Einhaltung der Verträge?!?

1. Aufteilung der Stimmgewichte im EZB-Rat nach Wirtschaftsgröße

2. Besicherung und Verzinsung der sog. TARGET2-Salden - wie es in den USA bei der FED üblich ist! Da würde man nicht auf die Idee kommen, dass Texas die Schulden anderer US-Staaten finanziert!

3. Schaffung eines "Nord-Euros" und "Süd-Euros"

Aber machen Sie mal mit Ihrer plumpen und unintelligenten Schwarz-Weiß-Malerei nach dem Stammtisch-Prinzip weiter-.

Weder Punkt 1 bis Punkt 3 sind in irgendwelchen Verträgen verankert. Also kann dies nicht eingehalten werden.

Will man dies ändern , so muss man die bestehenden Verträge ändern, oder sich mit den Gegebenheiten abfinden.

Möchte man dies nicht' die muss man den Euro Raum verlassen. Wenn ich Ihr Geschrei richtig verstehe, so ist das ihr Ziel.

08:43 Uhr von teachers voice

Danke für den wie immer abgewogenen Kommentar und besonders dür den Hinweis auf die Komplexität des Themas.

Wobei ... damit sind in der Diskussion natürlich sofort die raus, sie damit nun so gar nicht zurechtkommen und immer nur mit dem gröbsten, 'unterkomplexen' Klotz in alter Schwarzweiß-Manier daherkommen.

"Raus aus dem Euro" oder der "Dexit" wie von der rechtsextremen Gar-nichts-Versteher-Partei im BTW21-Wahlprogramm verkündet, das wäre die  sichere Road-to-hell für das Friedensprojekt EU oder für die dt. Exportwirtschaft.

Und schwupps...ein, zwei Kommentare später ereilt uns die geballte Expertise sofort (die sich gestern zum Wedel-Tod auch noch als Frauenfeind geoutet hatte. Auch das nichts Neues).

 

@09:00 Uhr von Raho59

Somit hatten alle Mahner, die den EURO in den letzten Jahren als kommende "italienisch-französische Weichwährung"...ohne Fortbestand bezeichneten, vollkommen recht (so auch die AfD)...und eben nicht die zahllosen Beschwichtiger !!!
Wirklich höchste Zeit also für JEDEN, sein bitter Erspartes vor diesem wert- und regellosen EURO in Sicherheit zu bringen...
   

Wir, als Deutsche, haben doch bisher prima von und mit dem Euro gelebt.

Wo ständen wir wohl ohne? Darauf hat auch Ihre AFD keine Antwort.

Klar.

Unser Geld wird zwar schneller entwertet als Frau Baerbock sich mal wieder verhaspelt, aber wir haben "ganz prima vom Euro gelebt". Können Sie diese Fake News mal mit FAKTEN belegen?!

Newflash!

1. D war lange vor dem Euro Exportweltweister

2. der Anteil dt. Exporte in die Eurozone ist eh auf 31 % (von 44 seit 2002) gesunken. In Ihrer "Logik" ja ein Ding der Unmöglichkeit: "Schließlich können wir ohne den Euro nicht exportieren".

 

Desweiteren habe ich oben skizziert, was die AfD gemacht hätte

Irgendwie wollen die doch an…

Irgendwie wollen die doch an unser deutsches Vermögen. Der Italiener an sich, mag angeblich keine hohen Steuern. Griechenland hat nichtmal ein Finanzamt. 

Da bleibt ja nur unser Geld. Die Briten können so froh sein, dieser Geldvernichtungsmaschine entkommen zu sein.

Nur noch ein paar Monate, bis die sich richtig aufgestellt haben, dann lachen ie sich über uns kaputt, wie wir immer noch glauben, durch Verschenken reicher, zu werden.

Wenn man sich den Bericht so…

Wenn man sich den Bericht so durchliest, steht die EZB und deren Präsidentin (mal wieder) ganz schlecht da.

 

 

Die lange Nullzins-Politik rächt sich, und das war absehbar und zu erwarten.

 

 

Fr. Lagarde sollte dringend mal ihre Rente in Erwägung ziehen und die EZB benötigt offensichtlich auch dringend strukturelle und personelle Neuerungen.

 

 

Man fragt sich schon immer mal wieder, wie es denn so um die Kompetenz dieser EU-Bürokraten-Clique so bestellt ist.

Unfähig

Ich erinnere mich noch an ein Interview mit der Dame Ende letzten Jahres. Die Inflation war für jeden bereits spürbar, weit über der offiziellen Zahlen. Ein weiteres Ansteigen konnte jeder 4.Klässler vorhersagen. Da erzählte die Dame noch etwas von vorübergehendem Anstieg!

Das sind also unsere "Entscheider". Zusammen mit unseren "Experten" eine toxische Mischung. Es kann einem nur Angst und bange werden!

@09:01 Uhr von nie wieder spd

Vorgestern Abend wurde bei der „Anstalt“ ganz gut erklärt, dass Zinsen und Inflation und Zinsen und wirtschaftliche Entwicklung nicht deshalb etwas miteinander zu tun haben müssen, weil einige Politiker oder einige Wirtschaftsexperten das behaupten. 
Die Macher von „Die Anstalt“ erzählen ja sicherlich nicht vorsätzlich Blödsinn, nur um die Politiker zu veralbern. Warum werden diese Leute nicht von Wirtschaftsjournalisten interviewt? 
Vielleicht haben die ja recht und können zur Abhilfe der schlechten Geldpolitik beitragen?

Es geht nicht um die Lösung des Problems! Es geht darum, die gewinne der Reichen zu sichern und das Volk zu melken, und ganz wichtig dabei: Die Fehler auf andere abzuwälzen!

Solidarität?

Die alles besser wissenden Deutschen verteufeln als einzige die Kernkraft. Das ist so, als wenn der Ertrinkende die Bedingung stellt:" Ich lasse mich nur von dem Boot in Regenbogenfarben retten. Denn nur dann habe ich die Gewissheit, dass die Retter meine Überzeugung teilen."Solchen Spinnern hilft keiner, zumal unsere Regierung durch ihr Nichthandeln selbst jede Hilfe verweigert.

@08:35 Uhr von Blitzgescheit

Da die EU ja immer das "Rechtsstaatlichkeitsprinzip" pocht (in Bezug auf Ungarn und Polen), ist die Einhaltung der Maastrichter Stabilitätskriterien (Schuldenquote max. 60 %) gem. Art. 126 AUEV der EU natürlich besonders wichtig.

Bei Polen pocht da aber keiner mehr! Und das, obwohl sie vor 2 Jahren keine Flüchtlinge aufnahmen und auch aus der Ukraine keine farbigen Flüchtlinge einreisen ließen.

Dafür hat das größte Nehmerland der EU gestern seine Forderungen gegenüber Deutschland bzgl. Reparationszahlungen erneuert!

@08:55 Uhr von AuroRa

…die Hypothekenzahler, besonders die, die in den letzten Jahren zu irrsinnigen Preisen Wohneigentum erworben haben sicher nicht. Die Wirtschaft hat genug Probleme, Angst vor einer Rezession und sicher kein Interesse an höheren Zinsen. Streng genommen haben wir kaum Inflation, da die enormen Preissteigerungen keineswegs auf eine Überhitzung des Marktes zurückzuführen sind, aber nur in diesem Fall machen Zinserhöhungen Sinn. Vor einem Jahr hätte eine Zinserhöhung vielleicht noch Sinn ergeben, nun aber wird sie weit mehr negative, als positive Effekte haben. Die aktuellen Preissteigerungen in Europa sind zum allergrößten Teil dem Krieg und den höheren Energie- und Rohstoffpreisen geschuldet,…

Die Nullzinspolitik hätte niemals erst eingeführt werden dürfen… 

Es gibt für und gegen die Lull-Zinspolitik gute Argumente, nur weil die deutschen Sparbuchweltmeister so gerne ihr Geld ohne Risiko im Schlaf verdienen wollen, sollte man diese Vorteile nicht außer Acht lassen.

Den Wirkungsgrad von Leitzinsen Anhebungen........

.........  oder Absenkungen halte ich für völlig überbewertet.  Das ist genauso wie die Kommentare von Börsen-Gurus, die jeden Tag eine andere (Börsen-) Sau durchs Dorf treiben, um zu erklären, warum der Dax gefallen oder gestiegen ist.....

@09:01 Uhr von nie wieder spd

Vorgestern Abend wurde bei der „Anstalt“ ganz gut erklärt, dass Zinsen und Inflation und Zinsen und wirtschaftliche Entwicklung nicht deshalb etwas miteinander zu tun haben müssen, weil einige Politiker oder einige Wirtschaftsexperten das behaupten. 
Die Macher von „Die Anstalt“ erzählen ja sicherlich nicht vorsätzlich Blödsinn, nur um die Politiker zu veralbern. Warum werden diese Leute nicht von Wirtschaftsjournalisten interviewt? 
Vielleicht haben die ja recht und können zur Abhilfe der schlechten Geldpolitik beitragen?

 

Die Anstalt veröffentlicht zu jeder Sendung auch ihre Quellen.

 

Die Anstalt vom 19/07/2022 in der ZDF Mediathek:

https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/die-anstalt-vom-19-juli-2022-100…

Dort ist auch der Faktencheck verlinkt.

 

Off Topic: Serwas, ich geh Arbeiten. Wenn ich wiederkomm, bring ich einen Kübel Popcorn mit. Legt los!

@08:35 Uhr von Raho59

"Doch angesichts der Rekordinflation, die mehr als viermal über dem Zielwert von zwei Prozent liegt und in einigen Mitgliedsstaaten, wie etwa Estland, mittlerweile die 20-Prozent-Marke übersprungen hat, bleibt den Währungshütern keine Wahl, wollen sie nicht ihr Vertrauen verspielen."

Das Vertrauen ist weg.... da gibt es nichts mehr zu verspielen.

Richtig gelesen wird daraus allerdings eine so hohe Inflationsrate wegen dem Krieg und den damit verbundenen höheren Energiepreisen.

tja, so kann man sich die tatsachen auch ideologisch schön reden

@09:10 Uhr von nie wieder spd

Aber das ist bei uns und einer angeblich demokratischen Partei, die sich vom Grundgesetz entfernt, doch nicht anders. Denen "Vertrauen" doch auch viele.

Ja, quer durch alle bisherigen Regierungsparteien gibt es die transatlantischen Influenzer. 
Friederich Merz war da der Vorsitzende und nun ist es Sigmar Gabriel. 
 

Sie vergessen dabei die, die (angeblich demokratisch) die Opposition bilden.

re @08:44 Klausewitz: Keine Probleme?

Am Besten den EURO wieder abschaffen. Weniger Probleme, weniger Streit, weniger Sorgen

 

Dann aber konsequenterweise direkt wieder die Ostmark einführen. Und die Mauern wieder hochziehen. Und das Internet abschaffen. Und Heizen wieder mit unseren Kohleöfen mit der Kohle aus der Lausitz. Man könnte auch weniger pathetisch - oder polemisch - nach GB gucken...

Im Ernst: Politik ist nie der Weg nach hinten - es geht immer nach vorne! Auch wenn man das „Vorne“ mit einem Bild aus der  Vergangenheit zu verklären versucht.

Meine ganz persönliche und ehrliche Erfahrung: Aus der Vergangenheit lernen ist das genaue Gegenteil von die Vergangenheit wieder haben zu wollen.

 

@08:40 Uhr von nie wieder spd

Wenn man sich die Lebensläufe vieler Protagonisten der EZB der letzten Jahrzehnte ansieht, stellt man fest, das einige, auch Lagarde, durch einschlägige Straftaten (Korruption) belastet sind. 
Das halte ich grundsätzlich schon für ein gute Voraussetzung für viele Vertrauensprobleme. 
Andererseits fällt ebenfalls auf, dass die Mehrzahl der EZB - Funktionäre in der US - Finanzwirtschaft Karriere gemacht haben, bevor die diese bei der EZB fortgesetzt haben. 
Kann man da wirklich erwarten, dass diese Leute für die EU und für den € arbeiten? 
Möglicherweise sind das alles US - Trolle, die eher der US - Wirtschaft zuarbeiten. 
 

Verschwörungstheorien lassen grüßen. 

@09:05 Uhr von rjbhome

Die EZB ist natuerlich zögerlich d3n Bürgern weniger Geld aus der Tasche zu ziehen

satire bitte als solche bezeichnen. denn der deutsche linksgrüne versteht keinen spass

 

Weil vielleicht, aber nur

Weil vielleicht, aber nur vielleicht, Frau Lagarde nicht die beste Besetzung des Chefposten ist. Aber was macht man nicht alles für seine Buddies..

Inflation und Euro Staatsverschuldung

„Eine schnelle und wirksame Inflationsbekämpfung ist insbesondere im Euroraum nur möglich, wenn vorab die Eurostaaten schnell entschuldet werden.Noch will in der Politik der meisten Euroländer und im Präsidium der EZB niemand diese Notwendigkeit eingestehen. Der Fall Italien zeigt jedoch besonders eindrücklich, daß an einer schnellen Entschuldung der Euro-Staaten kein Weg vorbeiführt, wenn die Inflation wirksam bekämpft werden soll.

 

Sollte der Euro jedoch weiter an Wert verlieren, dann könnte sich vielleicht sowohl in Italien als auch in Deutschland und auch in anderen Euro-Ländern die Einsicht verbreiten, daß ein Abbau der Staatsverschuldung und eine Entschuldung der Eurozone in einem Schritt à la Chicago-Plan das gemeinsame Interesse sowohl der südlichen als auch der nördlichen Euro-Länder darstellt.“

Norbert F. Tofall

 
Es könnte doch mehr Gemeinsamkeiten gegen in der EU als gedacht…

@09:11 Uhr von Raho59

 

Für Sie gibt es entweder eine Ausplünderung der Deutschen durch den Euro oder "Mittelalter".

Wie wäre es einmal mit

Weder Punkt 1 bis Punkt 3 sind in irgendwelchen Verträgen verankert. Also kann dies nicht eingehalten werden.

 

Richtig.

Punkt 1 und 3 sind Reformvorschläge meinerseits bzw. der AfD.

Können Sie auch bei Prof. Sinn in seinem Buch "Die Target Falle – Gefahren für unser Geld und unsere Kinder",  "Eurokrise" oder "Schwarzer Juni" nachlesen.

Will man dies ändern , so muss man die bestehenden Verträge ändern, oder sich mit den Gegebenheiten abfinden.

Und jetzt?!

Möchte man dies nicht' die muss man den Euro Raum verlassen. Wenn ich Ihr Geschrei richtig verstehe, so ist das ihr Ziel.

Auch ne Möglichkeit.

Und jetzt?

@08:41 Uhr von Forfuture

Die deutschen Sparer wollen mit aller Macht höhere Zinsen, die Hypothekenzahler, besonders die, die in den letzten Jahren zu irrsinnigen Preisen Wohneigentum erworben haben sicher nicht. Die Wirtschaft hat genug Probleme, Angst vor einer Rezession und sicher kein Interesse an höheren Zinsen. Streng genommen haben wir kaum Inflation, da die enormen Preissteigerungen keineswegs auf eine Überhitzung des Marktes zurückzuführen sind, aber nur in diesem Fall machen Zinserhöhungen Sinn. 

Ich sehe einige überhitzte Märkte, z.B. den von Ihnen angesprochenen Immobilienmarkt und die Rohstoffmärkte. Meine unfachmännische Meinung ist, dass auch das übersteigerte Konsumverhalten der Verbraucherinnen gelenkt werden soll. Bei niedrigen, bei null- und sogar negativen Zinsen und der Befürchtung inflationär steigender Preise geht man in Sachwerte, notfalls mit Krediten. Das ist eine Falle. Durch Zinserhöhungen vermeidet man Überschuldung und regt zu Sparsamkeit an. Laufende Kredite werden teuer werden.

Viel zu

spät und viel zu wenig, der Euro ist schwach wie nie, was alle im Ausland und die Wirtschaft beim Einkauf in der Welt merken.

Klar sitzt man nach Jahren des Geld druckens jetzt etwas in der Klemme, die Schuldenberge sind gewachsen.

Das haben wir zwei Personen zu verdanken, viele haben davor gewarnt, Vertrauen ist beim Bürger lange weg, die Sparen haben Milliarden eingebüßt.

Artikel mit Zahlen gab es reichlich in den letzten Jahren.

 

@08:44 Uhr von Klausewitz

Am Besten den EURO wieder abschaffen. Weniger Probleme, weniger Streit, weniger Sorgen

Haben Sie auch eine fundierte Begründung, warum ohne Euro alles besser werden würde?

@08:25 Uhr sonnenbogen - Vertrauen der Finanzmärkte

"Doch angesichts der Rekordinflation, die mehr als viermal über dem Zielwert von zwei Prozent liegt und in einigen Mitgliedsstaaten, wie etwa Estland, mittlerweile die 20-Prozent-Marke übersprungen hat, bleibt den Währungshütern keine Wahl, wollen sie nicht ihr Vertrauen verspielen."

Das Vertrauen ist weg.... da gibt es nichts mehr zu verspielen.

 

 

Es geht dabei nur um das Vertrauen der Finanzmärkte. Ob sie noch Vertrauen haben oder nicht, das ist nicht wirklich relevant. 

@09:13 Uhr von Blitzgescheit

Desweiteren habe ich oben skizziert, was die AfD gemacht hätte

 

Deutschland ruiniert.

Es gibt weltweit keine rechtsextreme Partei, die jemals sinnvolle Politik für ihr eigenes Land gemacht hat.

@08:41 Uhr von Forfuture

Die aktuellen Preissteigerungen in Europa sind zum allergrößten Teil dem Krieg und den höheren Energie- und Rohstoffpreisen geschuldet, regulierende Gegenmaßnahmen müsste der Staat einleiten, nicht die EZB.

Die Inflation gab es schon weit vor dem Krieg. Wir hatten auch letztes Jahr schon Inflationsraten um die 7%. Der Krieg hat vielleicht die Schuld dass er die Inflationsrate oben hält aber er ist nicht für ihre hohe Existenz verantwortlich. Die CO2-Steuer hat bereits zu Preissteigerungen geführt. Die weltweiten Corona-Maßnahmen haben Angebote verknappt. Das war alles weit vor dem Krieg.

 

@09:13 Uhr von Bender Rodriguez

Da bleibt ja nur unser Geld. Die Briten können so froh sein, dieser Geldvernichtungsmaschine entkommen zu sein.

 

Ja, besonders die britischen Fischer, die besonders für den Brexit waren, sind mittlerweile ganz außer sich vor Glück.

re @08:57 Nachfragerin: Geopolitischer Hammer

Die Währungsunion war aus finanzpolitischer Sicht halt eine blöde Idee.

Aber „geopolitisch“ der absolute Hammer, Weil Sie die EU als Einheit zusammenschweißt. Für die „Ostautokratien“ der absolute Supergau. Mit dem sogar Präventionskriege in Europa gerechtfertigt werden. Was umgekehrt aber eben die herausragende Bedeutung der EU für alle Staaten darstellt, die sich nicht dem östlichen Postsowjetismus unterwerfen wollen.

Sowas sollte man auch im Hinterkopf behalten, wenn es um den EU-Beitritt irgendwelcher Länder geht.

 

Genau so ist es!

 

Ausblick und Nachtrag

Die Auswahl des Fotos ist doch mit Absicht fies, woll? 

Frau Lagarde kratzt sich am Kopp, weil sie nicht weiter weiß? 

Das ist nicht so gaaaaanz fair und erzeugt visuell eine Konnotation, die leicht als Aufforderung zum Motzen verstanden werden kann.

Aber egal, ich motze ja auch ohne Bild. 

Inhaltlich: Ich nehme an, dass die Inflation bleiben wird, da Gas teuer bleibt und wahrscheinlich knapper werden wird.

Das Modell der Staatsfinanzierung durch die EZB wird fortgesetzt werden, denn überall in Europa werden Hilfsprogramme diskutiert, die leider nur über Neuverschuldung zu finanzieren sind.

Die spannende Frage ist, wie die EZB Inflationsbekämpfung und Staatsfinanzierung unter einen Hut bringen will. 

Nachtrag:

In den 70er Jahren gab es bei uns zwar auch hohe Inflationsraten, aber auch tolle Zinsen bei risikoloser Geldanlage.

 

Inflation in Estland - oder was macht Estland „besser“?

Estland hat einen radikalen Schnitt gemacht, ebenso wie Lettland und Litauen. Energie-Unabhängigkeit von Russland. 
 

Ein harter und heftiger cut, aber dafür hat man es schneller hinter sich. 
 

ohnehin wurde der Strom und Gasmarkt dort die letzten Jahre liberalisiert, so dass es da auch schon zu einem Anstieg der Gaspreise kam. 
 

Während wir hier herum eiern, machen andere Nägel mit Köpfen. 
 

Bei uns wird alles verschleppt und letztendlich schadet das mehr als es nutzt. 
 

In den USA werden Krisen auch immer schneller und radikaler bewältigt. Deshalb ist man dort uns Europäern auch wirtschaftlich immer voraus..

 

@08:43 Uhr von teachers voice

Tatsächlich zeigt der Bericht sehr gut nicht nur die Komplexität der Aufgabe und die daraus resultierenden unvermeidlichen Zielkonflikte, er zeigt auch den großen Gewinn der EU durch dessen zentralisierte Geldpolitik.

 

Klar.

Nur weil Sie die in der Tat komplexen geldpolitischen Zusammenhänge nicht verstehen, verwenden Sie das  nächste inhaltsfreie Simsalabim-Schwurbel-Wort "Komplexität", um davon abzulenken, dass die EU/EZB sich einen feuchten Kehrricht um die Einhaltung bestehender Verträge und Gesetze kümmert und sich reformunwillige Dolce Vita-Länder zu Lasten der dummen Nordländer in den letzten 10 Jahren "dank" der EZB mit billigen Geld vollgesogen haben und dies nun als Begründung herangezogen werden soll, die Zinsen nicht anzuziehen.

Sie kommen mir wie ein 5-jähriges Kind, dem allemöglichen geschwurbelten Ausreden einfallen, um ja nicht das Zimmmer aufzuräumen, gewiss auch ein "hooooooch-komplexe" Angelegenheit, wie wir wissen!

@09:17 Uhr von Denkerist

Es geht nicht um die Lösung des Problems! Es geht darum, die gewinne der Reichen zu sichern und das Volk zu melken,

 

Wenn es wirklich darum geht, verstehe ich nicht warum Sie stets der AfD das Wort reden. Diese Partei würde doch ausschließlich Politik für Superreiche machen. Schlimmer als die FDP.

@09:21 Uhr von powderc

Die alles besser wissenden Deutschen verteufeln als einzige die Kernkraft. Das ist so, als wenn der Ertrinkende die Bedingung stellt:" Ich lasse mich nur von dem Boot in Regenbogenfarben retten. Denn nur dann habe ich die Gewissheit, dass die Retter meine Überzeugung teilen."Solchen Spinnern hilft keiner, zumal unsere Regierung durch ihr Nichthandeln selbst jede Hilfe verweigert.

so isses. und nun bei linksgrün wird es noch schlimmer. kann man nur hoffen, daß die fdp standhaft bleibt

 

@09:23 Uhr von Denkerist

Da die EU ja immer das "Rechtsstaatlichkeitsprinzip" pocht (in Bezug auf Ungarn und Polen), ist die Einhaltung der Maastrichter Stabilitätskriterien (Schuldenquote max. 60 %) gem. Art. 126 AUEV der EU natürlich besonders wichtig.

Bei Polen pocht da aber keiner mehr! Und das, obwohl sie vor 2 Jahren keine Flüchtlinge aufnahmen und auch aus der Ukraine keine farbigen Flüchtlinge einreisen ließen.

Dafür hat das größte Nehmerland der EU gestern seine Forderungen gegenüber Deutschland bzgl. Reparationszahlungen erneuert!

Unsinn!

Polen hat in - vorbildlicher Weise - ukrainische Flüchtlinge aufgenommen - sogar schon 2014 und diese im Gegensatz zu D nicht in den Sozialstaat, sondern Arbeitsmarkt integriert. Dort gibt es auch nicht ständig irgendwelche Messerstechereien, Vergewaltigungen etc. (wonder why?!).

Gleichzeitig - ebenfalls in vorbildlicher Weise - schützt PL seine Grenzen und die der EU vor der illegalen Einreise durch Wirtschaftsmigranten.

 

Vorbildlich!

Eingebrockt hat uns das der…

Eingebrockt hat uns das der Draghi, der Milliarden ans Mittelmeer transferiert hat teilw. ohne Rückzahlung. Deswegen wird er doch auf Knien gebeten die ital. Regierung weiter zu führen. Er hat die Connection nach Frankfurt und Brüssel, gerade durch Inflation und Abwertung Schulden abzubauen und frisches Geld zu erhalten.

@09:13 Uhr von Blitzgescheit

[...]
   

[...]

[...] Können Sie diese Fake News mal mit FAKTEN belegen?!

[...]

 

Desweiteren habe ich oben skizziert, was die AfD gemacht hätte

Ich springe mal ungefragt ein: Fakt ist, ich habe bis heute ein sicheres, abgesichertes und friedliches Leben in Deutschland gehabt, wobei ich mich zum Mittelstand zähle, ausschließlich mit selbst erwirtschafteten Geld lebe (keine Lotto-Gewinne, kein Erbe, keine Kredite) und ich habe sogar ein kleines "Finanzpolster" zurücklegen können. 

Was die AFD gemacht hätte, wenn sie denn gedurft hätte: Deutschland zurück ins Mittelalter zu führen (Ausländerfeindlichkeit stärken, antiquierte Familienmodelle "zurückholen", die EU zerstören, Russland hofieren).

@09:34 Uhr von Karl Maria Joseph Wüllenhorst Felleringe

satire bitte als solche bezeichnen. denn der deutsche linksgrüne versteht keinen spass

 

Dagegen sind die Rechtsbraunen ja wirklich die größten Scherzbolde.

Wwenn ich das hier so offen sagen darf.

Ab welchem Zinssatz ginge Italien pleite ?

Sicherlich nicht erst bei den 9% oder so, die man zum aktuellen Stand bräuchte um der Inflation Einhalt zu gebieten. 
 

Allerdings führen steigende Zinsen zu einem reduzierten Wachstum, und das käme Lagarde zu Hilfe:

 

In den 1970ern schrumpfte die deutsche Wirtschaft um bis zu 6%. Deshalb musste die Bundesbank die Zinsen nicht ganz so stark erhöhen um die Inflation zu stoppen. 
 

Gut möglich also, das ein Leitzins von zB 5% ausreicht. Aber für die Südländer wäre das trotzdem nicht tragbar.

 

 

Inflation aber hat die unangenehme Eigenschaft, sich immer selbst zu beschleunigen, wenn man sie nicht stoppt. Beispiel Litauen: innerhalb eines Monats von 20,5 auf 22,5%. Türkei: im May noch 73%, im Juni schon 79%..

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