Kommentare - Wird Özdemirs Tierwohllabel ein Rohrkrepierer?

19. Juli 2022 - 08:07 Uhr

Frühere Regierungen sind mit dem Versuch gescheitert, eine Tierhaltungskennzeichnung einzuführen. Nun will der grüne Landwirtschaftsminister Özdemir das Vorhaben umsetzen - aber mit welchem Geld? Von Nadine Bader.

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Typisch Grün

Ich finde die Haltungsbedingungen bei Tieren oft widerlich. M.E. sind da aber keine Labels, sondern Strafen notwendig. Vieles sprengt schon heute den Rechtsrahmen.

Aber ganz offensichtlich setzen sich hier auch die Lobbyverbände der Landwirtschaft durch. Die Bürger haben eben keine Lobby. Mich würde es schon interessieren, wie und vor allem WO die Tiere gehalten werden.

Aber heute reicht ein "Hergestellt für ..." ja völlig aus. Gerne würde ich mich für deutsche Produkte entscheiden - kann das aber nicht. Offensichtlich ist das nicht gewollt. Schließlich hätten deutsche Bauern dann einen Vorteil! Wenn das schon nicht klappt, wie soll das dann bei den Tierwohllabels funktionieren?

Die Grünen sind immer sehr freizügig, wenn es um das Verteilen des Geldes der Bürger geht. Als Interessenvertreter dieser scheitern sie total. Nun kommt es auch nicht darauf an, dass sie auch dieses Thema aufgeben. Schließlich haben sie auch fast alle anderen Prinzipien ihrer Politik aufgegeben.

Was hat das Label mit dem Stallumbau zu tun?

Es geht doch bei dem Label um eine Kennzeichnungspflicht. Mehr nicht. Wer seinen Stall nicht umbauen kann/will oder weitherhin die Tiere platzsparen hochkant halten will, der bekommt halt nur das niedrigste Label.

Wer höher klassifiziert werden will, muss halt Geld in die Hand nehmen. Bekommt ja auch dann mehr Geld im Verkauf für höher eingestuftes Fleisch.

Warum muss jetzt also das Landwirtschaftministerium die Ställe der Bauern finanzieren, um das Label einzuführen?

Ich verstehe es nicht.

Özdemirs Alibi-Handlungen

"Und er [Özdemir] wolle, dass auch morgen noch gutes Fleisch aus Deutschland auf unsere Tische komme."

Die Qualität von billigstem Fleisch aus der industriellen Massentierhaltung wird nicht besser, wenn man ein Label draufklebt.

Die ohnehin viel zu niedrigen gesetzlichen Standards der Tierhaltung wurden unter Frau Klöckner nochmals gesenkt und wirksame Kontrollmechanismen gibt es gar nicht.

Wenn Herr Özdemir wirklich etwas für die Verbraucher, die Tiere, die Umwelt und das Klima tun wollen würde, dann müsste er an der Abschaffung der Massentierhaltung arbeiten, statt an einem Label, welches es bei Rewe & Co längst gibt.

Es gibt nur ein zeitgemäßes Label!

Was muss noch passieren, damit Bürger:innen / Verbraucher:innen kapieren, dass das einzige zeitgemäße Label „vegan“ ist?! So viel Geld, Wasser und Energie, wie sich hier einsparen lässt, ohne Mehrkosten!, geht kaum woanders. Vegan ist auch gesünder, das spart nochmal Ressourcen und bietet mehr Lebensqualität und Genuss. Jede:r kann das sofort selber initiieren, heute, dann ist die Welt morgen wieder ein Stück besser und wir müssen uns nicht überlegen, wie enge Käfige wir zynischerweise als Tierwohl bezeichnen wollen. Was ist so schwer daran, einfach was anderes zu essen? Warum bauen wir selbst in Kriegszeiten, wenn weitere Hungernöte drohen weiter Futtermittel an, für die wir auch den Regenwald roden lassen, anstatt Lebensmittel anzubauen? Jede:r soll Wasser sparen, aber Fleisch soll billig bleiben? 

Keine Steuergelder für Großställe!

"Eine Milliarde Euro sind im Etat des Bundesagrarministeriums für die Jahre 2023 bis 2026 vorgesehen. Viel zu wenig, um die Landwirte beim Umbau der Ställe zu unterstützen."

Landwirte? Es geht hier wohl eher um Konzerne, die mit industrieller Tierquälerei seit vielen Jahren ihre Profite machen, die mit ihrem Billigstfleisch echten Landwirte vom Markt gedrängt haben und sich nun den Wechsel zu etwas weniger Tierquälerei vom Staat bezahlen lassen wollen.

Ein verantwortungsvoller Staat würde dieses Konzept verbieten, statt es zu unterstützen.

Wieder

Wieder ein unnötiges Label was den Tieren nicht hilft. Wann wird endlich die unwürdige Massentierhaltung abgeschafft. Fleisch darf kein tägliches Gemüse werden. Wir müssen mal wieder bodenständig werden. 

Aufschrei

ich ahne schon was passiert wenn das Stück Fleisch mehr kosten wird.

Dann wird wieder über die Regierung geschimpft, die natürlich sofort dafür verantwortlich ist. Dann wird hier schnell das Tierwohl vergessen.

Ansonsten macht es halt nicht nur das Label. Bei der Tierhaltung entsprechende Vorgaben und Importe nur, wenn unsere Vorgaben eingehalten wurden. Das muss dann natürlich auch überprüft werden, und zwar genauestens 

Oje ...

"aber mit welchem Geld?"

Fürs Militär da waren 100 Milliarden schneller da als man schauen konnte und für das Tierwohl sind noch nicht einmal die fehlenden 3 Milliarden da. Eine Schande ist das.

Tja, die Ampel scheint jede Relation für wichtig und unwichtig verloren zu haben.

Wie teuer würde es für die…

Wie teuer würde es für die Verbraucher denn werden, wenn für „Nutz“tiere grundsätzlich auch das Tierschutzgesetz gelten würde? Das wäre doch das Mindeste. Bei den sowieso schon ungeheuren Summen, mit denen die Landwirtschaft subventioniert wird, muß das drin sein.
Und dann werden in jedem Stall, auf jeder Weide und an allen Ecken der Tierhaltung bis hin zum Schlachthof Kameras installiert, mit denen sich jeder Verbraucher zu jeder Tages - und Nachtzeit von den tierschutzgerechten Haltungsbedingungen überzeugen kann. Natürlich auch die zuständigen Behörden.
Am wichtigsten aber wäre, unsere Kinder miteinzubeziehen. Spätestens ab der Grundschule werden Mastbetriebe besucht und Schlachthöfe. Damit allein könnten wir es schaffen, bis zum Ende des Jahres auf wahrscheinlich 75% des aktuell produzierten Fleisches zu verzichten. 
Jede Wette. 
Das Fleisch, das danach noch hergestellt werden muss, wird dann eben so teuer, dass man es sich nur noch einmal pro Woche leisten kann und darf.

Dre Schuss geht nach hinten los.

Warum wohl will ALDI seine Preise für Fleischwaren wieder senken? Nah, weil er es sonst nicht mehr los wird. 
Klar kann man das Fleisch teurer machen, aber wer kauft es dann? Und was hat der Bauer davon, wenn sein Fleisch nicht mehr gekauft wird?

In Zeiten wo alles teurer wird, viele den Euro zwei mal umdrehen, bevor sie ihn ausgeben, nutzen Label absolut nichts.

Über einen Vegetaria als Landwirtschaftsminister kann man nur schmunzeln.Vielleicht sind ihm die Fleischpreise egal. Dann sollte er aber auch dafür sorgen, das Obst und Gemüse billiger werden,

@gamechanger2000 - Vegan allein reicht nicht.

08:37 Uhr von gamechanger2000:

"Es gibt nur ein zeitgemäßes Label! Was muss noch passieren, damit Bürger:innen / Verbraucher:innen kapieren, dass das einzige zeitgemäße Label ,vegan' ist?!"

Das wäre definitiv die einfachste Lösung. Aber das Fleischessen ist in vielen deutschen Köpfen so einzementiert wie das Autofahren.

Außerdem hat sich Deutschland zur Schweinemastanlage Chinas entwickelt. Selbst wenn der Verbrauch hierzulande zurückginge, müsste die Politik aktiv werden und zur Abwechslung mal nicht im Sinne von Herrn Tönnies handeln.

Wo ist das Problem?

"Und es wäre ja für den Tierschutz nichts gewonnen, wenn wir dann zukünftig mehr Fleisch importieren würden, vielleicht zu niedrigen Preisen, aber zu schlechten Haltungsstufen", sagt Spiller.

Dann kaufen wir eben kein Fleisch aus dem Ausland, dass nicht nach unseren Standards produziert wurde. Und mit „wir“ meine ich nicht den Verbraucher, sondern die Fleischimporteure. 
Solches Fleisch kann auch per Gesetz verboten werden. 
Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass das nicht möglich sein soll für unsere wertegeleitete Politik.

@08:46 Uhr von KarlderKühne

Warum wohl will ALDI seine Preise für Fleischwaren wieder senken? Nah, weil er es sonst nicht mehr los wird. 
Klar kann man das Fleisch teurer machen, aber wer kauft es dann? Und was hat der Bauer davon, wenn sein Fleisch nicht mehr gekauft wird?

In Zeiten wo alles teurer wird, viele den Euro zwei mal umdrehen, bevor sie ihn ausgeben, nutzen Label absolut nichts.

Über einen Vegetaria als Landwirtschaftsminister kann man nur schmunzeln.Vielleicht sind ihm die Fleischpreise egal. Dann sollte er aber auch dafür sorgen, das Obst und Gemüse billiger werden,

Aber genau das ist das Ziel. Weniger Fleisch essen. Können wir uns noch nicht vorstellen, aber bei den Jüngeren spielt das Fleisch nicht mehr so eine große Rolle. Wir Alten zahlen dann halt mehr,wenn wir noch Fleisch möchten.

Warum?

Einfach mal machen. Es ist gut für die Umwelt, die Tiere und die Menschen? Warum muss der Staat es finanzieren? Einfach die gesetzlichen Standarts ändern und gut? Wer was verkaufen will hält sich dran und wer nicht, verschwindet vom Markt, wo ist das Problem? Marktwirtschaft!

Eddie Murphie im Beverly…

Eddie Murphie im Beverly Hills Cop: Der hat keine Ahnung aber davon eine ganze Menge.

@ 08:28 Uhr von Karl Klammer

Rohrkrepierer ist das billige Wasserfleisch aus den Discounter

Zäh nicht abgehangen und schrumpft um die hälfte in der Pfanne

Stimmt. Und dieses Problem ist nicht nur mir persönlich schon in meiner Schulzeit aufgefallen. Das gibt es ca auch schon seit 45 Jahren! 
Ohne dass sich ein Landwirt, ein Fleischverarbeiter oder gar ein Politiker drum gekümmert hätte. 
Im TV wurde gelegentlich mal darauf hingewiesen. 
 

Herr Özdemir sollte mal wieder selbst einkaufen gehen!

Dann würde er merken, das viele nur noch kopfschüttelnd an den Fleischtruhen vorbei gehen. Warum gehen wohl viele nur am Samstag Fleisch und Wurst einkaufen? Nah, weil es dann auf Grund des Ablaufdatums im Preis gesenkt wurde. Die meisten Bürger kaufen nur Sonderangebeote, um überhaupt Fleisch und Wurst auf dem Teller zu haben. Aber wer über 20.000 im Monat verdient (oder eben nur bekommt) hat davon keine Ahnung.

@08:32 Uhr von Nachfragerin

 

Die Qualität von billigstem Fleisch aus der industriellen Massentierhaltung wird nicht besser, wenn man ein Label draufklebt.

Die ohnehin viel zu niedrigen gesetzlichen Standards der Tierhaltung wurden unter Frau Klöckner nochmals gesenkt und wirksame Kontrollmechanismen gibt es gar nicht.

Wenn Herr Özdemir wirklich etwas für die Verbraucher, die Tiere, die Umwelt und das Klima tun wollen würde, dann müsste er an der Abschaffung der Massentierhaltung arbeiten

Volle Zustimmung. Ich bin sehr enttäuscht, was Herr Özdemir hier nicht Zustande bringt. Gerade von ihm hatte ich mir mehr erhofft. Aber anscheinend haben die Grünen den Tierschutz ad acta gelegt, wie so vieles andere, was ich früher mal an dieser Partei gut fand. Vielleicht sollte man das dem Gesundheitsminister überlassen. Der könnte propagieren, dass in den Qualställen der Massentierhaltung multiresistente Keime gezüchtet werden und es dann zum Gesundheitsschutzthema machen, was es auch m.M. nach wirklich ist.

 

 

TIERWOHLLABEL

Auch der Herr Özdemir hat das Rad nicht neu erfunden, auch wenn er es versucht. 

Es liegt am Verbraucher*in ob man gutes Fleisch möchte oder ob man Massenware mit Wasser gestreckt möchte. Kauft er beim Metzger seines Vertrauens, oder direkt beim Erzeuger kann man sich überzeugen wie die Tiere gelebt haben oder wo die Tiere her kamen.

Aber leider überwiegt der Gedanke, Geiz ist geil, in hohem Maße. 

Man muss ja nicht gleich zum Veganer werden, auch das ist nicht gesund. 

@08:53 Uhr von Raho59

"Wir Alten zahlen dann halt mehr,wenn wir noch Fleisch möchten."

Das ist dann also die Lösung? Ja, wenn wir "Alten" uns das leisten können! Das ist dann der Dank für ein arbeitsreiches Leben,

 

@08:46 Uhr von KarlderKühne

Warum wohl will ALDI seine Preise für Fleischwaren wieder senken? Nah, weil er es sonst nicht mehr los wird. 
Klar kann man das Fleisch teurer machen, aber wer kauft es dann? Und was hat der Bauer davon, wenn sein Fleisch nicht mehr gekauft wird?

In Zeiten wo alles teurer wird, viele den Euro zwei mal umdrehen, bevor sie ihn ausgeben, nutzen Label absolut nichts.

Über einen Vegetaria als Landwirtschaftsminister kann man nur schmunzeln.Vielleicht sind ihm die Fleischpreise egal. Dann sollte er aber auch dafür sorgen, das Obst und Gemüse billiger werden,

Bin froh das wir unser Fleisch und Wurstwaren beim Hofverkauf beziehen aus eigener Tierhaltung und Schlachtung. Super Fleisch, zwar etwas teurer, aber dafür hat man was. Wir essen auch nicht jeden Tag Fleisch. Ich würde mir wünschen, das es wieder mehr solche Läden geben würde und für die Geringverdiener ist auch immer was dabei.

@08:52 Uhr von nie wieder spd

"Und es wäre ja für den Tierschutz nichts gewonnen, wenn wir dann zukünftig mehr Fleisch importieren würden, vielleicht zu niedrigen Preisen, aber zu schlechten Haltungsstufen", sagt Spiller.

Dann kaufen wir eben kein Fleisch aus dem Ausland, dass nicht nach unseren Standards produziert wurde. Und mit „wir“ meine ich nicht den Verbraucher, sondern die Fleischimporteure. 
Solches Fleisch kann auch per Gesetz verboten werden. 
Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass das nicht möglich sein soll für unsere wertegeleitete Politik.

Jede Wette kommt dann wieder die EU-weite Regelung, die unbedingt notwendig ist. Könnte man umschiffen, wenn man daraus eine Frage des nationalen Gesundheitsschutzes macht (s.o. wegen multiresistenter Keime durch massenhafte Antibiotikaverfütterung). Das ist nämlich Sache der Einzelstaaten. So könnte man auch den Fleischimport bei nicht annehmbarer Tierhaltung verbieten.

 

@KarlderKühne - Rücksicht auf Profiteure?

08:46 Uhr von KarlderKühne:

"Klar kann man das Fleisch teurer machen, aber wer kauft es dann? Und was hat der Bauer davon, wenn sein Fleisch nicht mehr gekauft wird?"

Was hatten die Henker davon, als die Todesstrafe abgeschafft wurde? Auch nichts.

Es darf keine Rücksicht genommen werden auf Betriebe, die von legaler Tierquälerei und der Unwissenheit der Verbraucher profitieren.

So wie ich Deutschland kenne, wird das antibiotikabelastetes Industriefleisch dann dort landen, wo es nicht deklariert werden muss: In Fertigprodukten und Kantinen.

Heute wird in großen…

Heute wird in großen Betrieben massenhaft Tiere gehalten und diese dann in ein paar wenigen Großschlachthöfen verarbeitet. Dorthin erfolgt vorab der Transport per LKW über hunderte Kilometer. Das Schwein, was in seinem Leben nur Leid erfahren hat, wird unter großer Angst viel zu lange zum Schlachthof gefahren und dort getötet und von Menschen, schlecht bezahlt und behandelt, verarbeitet. Kasse macht der Schlachthof und der Handel. Jetzt kleben wir eben noch ein Label auf die Plastikpackung. Die Lösung wären kleinere Betriebe, kurze Transportwege und Ortsnahe Schlachthöfe. Gab es alles schon mal, wurde abgeschafft, wegen dem lieben Geld. 

@08:42 Uhr von Raho59

ich ahne schon was passiert wenn das Stück Fleisch mehr kosten wird.

Dann wird wieder über die Regierung geschimpft, die natürlich sofort dafür verantwortlich ist. Dann wird hier schnell das Tierwohl vergessen.

Da wird der VdK schon dafür sorgen, dass billiges Fleisch bleibt. Sonst könnten sich das ja nur "die Reichen" leisten. 

Es sollte die

gesetzliche Grundlage geschaffen werden, das den Tierschutz angeht. 

"Der Minister von den Grünen will nicht so wie seine Amtsvorgänger von der Union an dem Vorhaben scheitern, mehr Tierschutz in der Tierhaltung umzusetzen."

Dieser wird jedoch nicht eingehalten, und in grossen und kleinen Industriebetrieben ist scheinbar nicht genug Geld fuer vernuenftige Kontrollen.... also, kuemmert Euch erstmal um den Tierschutz, und zwar um den der gesetzlicher Mindeststandard ist ... dann nochmal ... siebt die gierigen schwarzen Schafe aus ..... und erst dann die Gesetze verfeinnern und das Tierwohl diskutieren. 

@08:59 Uhr von V8forever

Für viele ist Geiz nicht geil, sonder einfach eine Notwendigkeit.

Kalt duschen, weniger heizen, weniger Fleisch und Wurst auf dem Teller usw. Nennt sich das Fortschritt?

 

@ 08:59 Uhr von V8forever

Kauft er beim Metzger seines Vertrauens …

Selbst die meisten Metzger, denen man auf den ersten Blick vertrauen möchte, kaufen ihr Fleisch auf dem Großmarkt.  
Ob man dort jemandem vertrauen kann?

@08:41 Uhr von Nachfragerin

"Eine Milliarde Euro sind im Etat des Bundesagrarministeriums für die Jahre 2023 bis 2026 vorgesehen. Viel zu wenig, um die Landwirte beim Umbau der Ställe zu unterstützen."

Landwirte? Es geht hier wohl eher um Konzerne, die mit industrieller Tierquälerei seit vielen Jahren ihre Profite machen, die mit ihrem Billigstfleisch echten Landwirte vom Markt gedrängt haben und sich nun den Wechsel zu etwas weniger Tierquälerei vom Staat bezahlen lassen wollen.

Ein verantwortungsvoller Staat würde dieses Konzept verbieten, statt es zu unterstützen.

.

Sie sagen es zurecht bezgl. Tierquälerei. Wenn der Staat dieses Konzept der katastrophalen  T- Quälerei verbietet, wandern die Konzern in benachbarte EU-Länder. (Will damit in keiner Weise sagen, dass nichts getan werden soll)

.

Es ist ein EU-weites Problem! Und darüber hinaus bestimmt auch.

.

Verdammt, warum muss immer das selbstbedruckte Papier mit Zahlen im Vordergund stehen, statt das Wohl unserer tierischen Geschöpfe?

 

@08:37 Uhr von gamechanger2000

... Vegan ist auch gesünder...

Das mag sein,

gilt jedoch definitiv nicht für Kinder / Jugendliche.

Und wenn Leute Nahrungsergänzungsmittel nehmen ( müssen ), oft nach Bluttests bei Arztbesuchen , dann sagt das auch etwas über die Ausgewogenheit der Nahrung aus...

Die Forderung, daß sich alle vegan ernähren sollten ist in ungefähr so wie die, um alle Verkehrstoten zu verhindern sämtliches Autofahren zu verbieten => nicht durchführbar

Ja sicher wird er scheitern…

Ja sicher wird er scheitern. Es wäre ja irgendwie gegen die Interessen von Erzeugern UND Konsumenten.  Die einen wollen Profit, die anderen nix zahlen. Und da will er die Haltung verteuern?  Auf dem Papier sieht das toll aus. In echt wird er ein Waterloo erleben.

@KarlderKühne - Fleischkonsum: 55 Kilogramm pro Jahr

 @08:58 Uhr von KarlderKühne:

"Die meisten Bürger kaufen nur Sonderangebeote, um überhaupt Fleisch und Wurst auf dem Teller zu haben."

Wie erklären Sie sich den Pro-Kopf-Verbrauch von 55 Kilogramm pro Jahr?

@08:37 Uhr von gamechanger2000

Was muss noch passieren, damit Bürger:innen / Verbraucher:innen kapieren, dass das einzige zeitgemäße Label „vegan“ ist?! So viel Geld, Wasser und Energie, wie sich hier einsparen lässt, ohne Mehrkosten!, geht kaum woanders. Vegan ist auch gesünder, das spart nochmal Ressourcen und bietet mehr Lebensqualität und Genuss. Jede:r kann das sofort selber initiieren, heute, dann ist die Welt morgen wieder ein Stück besser und wir müssen uns nicht überlegen, wie enge Käfige wir zynischerweise als Tierwohl bezeichnen wollen. Was ist so schwer daran, einfach was anderes zu essen? Warum bauen wir selbst in Kriegszeiten, wenn weitere Hungernöte drohen weiter Futtermittel an, für die wir auch den Regenwald roden lassen, anstatt Lebensmittel anzubauen? Jede:r soll Wasser sparen, aber Fleisch soll billig bleiben? 

O je, jetzt müssen Sie stark sein; gleich wird mit Sicherheit über Sie hergefallen....

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Ich stimme Ihnen vollumfänglich zu, (obwohl ich bis jetzt nur Halb-Veganerin bin), alles richtig!

@08:19 Uhr von Mischpoke West | Mögliche Erklärung

Warum muss jetzt also das Landwirtschaftministerium die Ställe der Bauern finanzieren, um das Label einzuführen?
Ich verstehe es nicht.

 

Zuerst: Ich verstehe es auch nicht, aber nach kurzem Überlegen habe ich eine mögliche Erklärung. Baugenehmigung und Tierhaltungserlaubnis in diesen Ställen sind unter anderen Voraussetzungen erteilt worden. Wenn man die Bauern nun zu einem Umbau animieren möchte, muss man ihnen finanziell auch entgegen kommen.

Wenn man von heute auf morgen bei Autos den Verbrennermotor unattraktiv macht, gibt der Staat ja auch finanzielle Anreize für den Kauf eines Hybrid- oder reinen Elektroautos.

Ich finde die finanzielle Unterstützung der Bauern auch richtig, es sind in den letzten beiden Jahrzehnten genug kleine Bauernhöfe "gestorben", aber nur diese können den riesigen Monokulturen überhaupt etwas entgegen setzen, so dass wenigstens etwas Platz für die Natur bleibt. Die Agrarförderung muss endlich umgestellt werden, so dass nicht mehr nach Fläche gefördert wird...

@ 09:05 Uhr von CovMag

Jede Wette kommt dann wieder die EU-weite Regelung, die unbedingt notwendig ist. 

Ja, so ist die Politik: Wer will, findet Wege. Wer nicht will, Ausreden. 
Am schnellsten und nachhaltigsten wird aber nur die Aufklärung unserer Kinder wirken, die keinen Aspekt der Tierhaltung und - schlachtung aussparen darf.

@ 08:59 Uhr von V8forever

"Aber leider überwiegt der Gedanke, Geiz ist geil, in hohem Maße."

Hat nichts mit "Geiz ist geil" zu tun.

Denke viele würden gerne bessere Qualität kaufen, wenn sie es sich leisten könnten.

TIERWOHLLABEL

Zu Zeiten enormer Preissteigerungen gerade bei Lebensmittel wird die Durchsetzung eines Tierwohllabels ALLE Fleischprodukte noch weiter verteuern.

Herr Özdemir mag ja seine (für ihn getätigten) Einkäufe aus der Portokasse bezahlen können; die vielen Tausenden, die 2022 an oder unter die Armutsgrenze rutschen, werden für das Tierwohllabel wohl keinerlei Verständnis aufbringen.

Außerdem konnte und kann man schon immer beim Metzger seines Vertrauens oder auch direkt beim Erzeuger kaufen. Da weiß man (meistens), was man über die Ladentheke erhält.

@09:01 Uhr von KarlderKühne

"Wir Alten zahlen dann halt mehr,wenn wir noch Fleisch möchten."

Das ist dann also die Lösung? Ja, wenn wir "Alten" uns das leisten können! Das ist dann der Dank für ein arbeitsreiches Leben,

 

Es steht uns gut immer zu stöhnen. Auch ich werde mir dann nicht mehr so viel Fleisch leisten können. Kann ich natürlich drüber heulen, oder akzeptieren.

Kaviar kann ich mir übrigens auch nicht leisten.

@09:01 Uhr von KarlderKühne

"Wir Alten zahlen dann halt mehr,wenn wir noch Fleisch möchten."

Das ist dann also die Lösung? Ja, wenn wir "Alten" uns das leisten können! Das ist dann der Dank für ein arbeitsreiches Leben,

Billiges Fleisch ist der Dank für ein kurzes qualvolles Leben! Entschuldigung bitte hierfür. Mich in die Lebensgewohnheiten anderer Menschen einzumischen oder gar zu urteilen ist so gar nicht mein Ding. Beim Tierschutz werde ich aber manchmal zu schnell etwas pampig. 

 

 

@ 09:06 Uhr von CovMag

Da wird der VdK schon dafür sorgen, dass billiges Fleisch bleibt. Sonst könnten sich das ja nur "die Reichen" leisten. 

Dann wird es eben rationiert. Das klappt im Krieg, dass klappt auch im Frieden. Diese Freiheit sollten wir uns gönnen.

@09:08 Uhr von KarlderKühne

Für viele ist Geiz nicht geil, sonder einfach eine Notwendigkeit.

Kalt duschen, weniger heizen, weniger Fleisch und Wurst auf dem Teller usw. Nennt sich das Fortschritt?

 

Besteht ihr Fortschritt nur aus mehr mehr mehr?

@09:19 Uhr von Gnom

Ich finde die finanzielle Unterstützung der Bauern auch richtig, es sind in den letzten beiden Jahrzehnten genug kleine Bauernhöfe "gestorben", aber nur diese können den riesigen Monokulturen überhaupt etwas entgegen setzen, so dass wenigstens etwas Platz für die Natur bleibt. Die Agrarförderung muss endlich umgestellt werden, so dass nicht mehr nach Fläche gefördert wird...

Da bin ich voll auf ihrer Seite, weil wir es hier bei uns selbst real erleben durch den Hofverkauf. Die Tiere sind auf der Weide mit den Kälbern und die Schweine genießen draussen die frische Luft und im Stall halt Stroh. Dort werden auch keine Kälber geschlachtet weil die Tiere sehr lange bei der Mutter bleiben können.

Wird Özdemirs Tierwohllabel ein Rohrkrepierer...

Da gibt es wohl mehrere Fragen zu. Das Label verleihen, dafür werden wohl die Produzenten selber für zuständig sein. Und das auf die Richtigkeit zu kontrollieren, dafür wird es wohl an Personal mangeln. Oder wer soll dafür zuständig sein ?

Die Problematik kann man auch daran erkennen, daß die Zuschüsse aus der gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) von ihren Vergabekriterien mehr auf die Fläche der Landwirtschaftsbetriebe ausgerichtet ist und nicht auf das Tierwohl.

@ 09:08 Uhr von KarlderKühne

Kalt duschen, weniger heizen, weniger Fleisch und Wurst auf dem Teller usw. Nennt sich das Fortschritt?

Warum sind die Menschenrechte ein Fortschritt, die Tierrechtsgesetze aber nicht. Man muss sie als Fleischproduzent noch nicht einmal einhalten.  
Und ja, ein nachhaltiger Umgang mit unseren Ressourcen ist ein Fortschritt, der zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte überhaupt nur gedacht wird. Eine Umsetzung wird wohl noch Jahrzehnte dauern. Aber der Anfang muss gemacht werden. 

alles wird teurer nur im Bundestag nicht

Warum soll dieser Minister ein höheres Niveau haben als Hobock und Co.? Der Flugmeilenspezi hatte sich bisher nicht mit Kenntnissen über industrielle Landwirtschaft und die Ernährung von Millionen ausgezeichnet. Und die explosiven Preissteigerungen in den Supermärkten scheint er auch nicht mit der katastrophalen Politik seiner Regierung zu verbinden.

Es gibt immer den Konflikt,…

Es gibt immer den Konflikt, gute Absichten durchzusetzen gegenüber Verteuerungen für den Verbraucher.

Dieser hier ist ganz einfach zu lösen. Wir haben mit Hartz  IV, in Zukunft Bürgergeld, den verbindlichen Einkommensrahmen, der für Millionen Menschen festgesetzt ist.

Dieser ist aufgegliedert mittels eines Warenkorbs. Der Warenkorb enthält u.a. den Betrag, der den Empfängern für Lebensmittel zugestanden wird. Der liegt m.W. um 134 Euro monatlich für einen Einpersonenhaushalt für die verschiedenen Lebensmittel-Arten. Oekotrophologen können benennen, wie viel Fleisch darin enthalten sein sollte bzw. bei den Essgewohnheiten des Durchschnittsbürgers darin enthalten ist.

So viel, wie dem Bürger hier zum Leben zugestanden wird, darf Fleisch in der von Fachleuten geprüften Menge monatlich kosten.

Das ganze Geschimpfe über angeblich wässriges Fleisch bei angeblich zu billigen Aldi-Preisen usw. usf. kann dann bitte aufhören. Und statt der Labels bestraft man einfach die Tierquäler konsequent.

@09:27 Uhr von Raho59

Für viele ist Geiz nicht geil, sonder einfach eine Notwendigkeit.

Kalt duschen, weniger heizen, weniger Fleisch und Wurst auf dem Teller usw. Nennt sich das Fortschritt?

 

Besteht ihr Fortschritt nur aus mehr mehr mehr?

 

Ich gehe davon aus, dass es IHNEN gut geht, aber:

Ca. 14 Millionen deutsche Bürger kämpfen im Moment aber leider mit weniger, weniger, weniger!

 

@09:21 Uhr von nie wieder spd

Jede Wette kommt dann wieder die EU-weite Regelung, die unbedingt notwendig ist. 

Ja, so ist die Politik: Wer will, findet Wege. Wer nicht will, Ausreden. 
Am schnellsten und nachhaltigsten wird aber nur die Aufklärung unserer Kinder wirken, die keinen Aspekt der Tierhaltung und - schlachtung aussparen darf.

Und auch gleich die Erwachsenen mitnehmen. Einmal live dabei vergisst man nicht. 

 

@09:19 Uhr von Gnom

Warum muss jetzt also das Landwirtschaftministerium die Ställe der Bauern finanzieren, um das Label einzuführen?
Ich verstehe es nicht.

Ich finde die finanzielle Unterstützung der Bauern auch richtig, es sind in den letzten beiden Jahrzehnten genug kleine Bauernhöfe "gestorben", aber nur diese können den riesigen Monokulturen überhaupt etwas entgegen setzen, so dass wenigstens etwas Platz für die Natur bleibt. Die Agrarförderung muss endlich umgestellt werden, so dass nicht mehr nach Fläche gefördert wird...

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Das ist schon immer das Hauptproblem der Förderung, und wurde noch nie angepasst. Quantität statt Qualität wird gefördert. Da nützt auch das Label nichts. Es sagt nichts über die Hofgröße/Regionalität/o.Ä. aus, nur die Tierhaltungsform. Sowas gibt's ja jetzt schon, von den Supermärkten selbst eingeführt, Kategorie 1-4. Aber wenn der Staat das machen soll kostet es gleich Millarden.

@08:37 Uhr von gamechanger2000

Was muss noch passieren, damit Bürger:innen / Verbraucher:innen kapieren, dass das einzige zeitgemäße Label „vegan“ ist?! So viel Geld, Wasser und Energie, wie sich hier einsparen lässt, ohne Mehrkosten!, geht kaum woanders. Vegan ist auch gesünder, das spart nochmal Ressourcen und bietet mehr Lebensqualität und Genuss. Jede:r kann das sofort selber initiieren, heute, dann ist die Welt morgen wieder ein Stück besser und wir müssen uns nicht überlegen, wie enge Käfige wir zynischerweise als Tierwohl bezeichnen wollen. Was ist so schwer daran, einfach was anderes zu essen? Warum bauen wir selbst in Kriegszeiten, wenn weitere Hungernöte drohen weiter Futtermittel an, für die wir auch den Regenwald roden lassen, anstatt Lebensmittel anzubauen? Jede:r soll Wasser sparen, aber Fleisch soll billig bleiben? 

 

Sie haben vollkommen recht. Der Fleischkonsum (auch Milch, Eier und Fisch) passt einfach nicht mit dem angeblich so sehr gewünschten Wandel zusammen, das gilt für jede/n einzelne/n.

@09:43 Uhr von Marmolada

Was muss noch passieren, damit Bürger:innen / Verbraucher:innen kapieren, dass das einzige zeitgemäße Label „vegan“ ist?!
 

Habe aus Versehen einen "VEGANEN" Streukäse gekauft.

 

Inhaltsstoffe;

 

Sojamehl, Kartoffelstärke, Kokosfett (aus den TROPEN), Glukosesirup getrocknet, Salz, Aroma, Emulgator: Mono- und Diacetylweinsäureester von Mono- und Dgyceriden, von Speisefettsäuren, Stabilisator Kaliumphosphate, Trennmittel Kiewselsäure. Kann spuren von Gluten  und Milch enthalten.

 

Wie sind wohl die Inhaltsstoffe eines "normalen" tierischen Steukäses?

 

So,so venan ist der Fortschritt?

 

 

 
 
 

Welches Geld?

Geld ist doch offensichtlich genug da: wir schicken es doch täglich in Form von Waffen und Bargeld in die Ukraine. Muss halt davon was abgezweigt werden...

Tierwohl und Wirtschaft sind ...

.. völlig unkompatibel, egal wer gerade Minister ist. Ausdrucken (und kassieren) kann jeder, wer solls denn flächendeckend kontrollieren? Was ist mit dem Fleisch aus dem Ausland? Wenn die nicht mitmachen ist alles für die Katz. Deutsche Bauern liefern dann eben ungelabelt ins Ausland und ungelabeltes aus selbigen wird bei uns verkauft. Es lässt sich ja heute schon kaum mehr feststellen, woher das Fleisch herkommt, wie es erzeugt wurde. Iwo verlaufen die Spuren, auch nach vielen TV- Recherchen, immer im Sand. Abhilfe? Von und durch wen denn? Wozu gibt es die Bauernverbände, warum waren unsere Bauern nicht früher einsichtig? Weil vielen die Tiere (und Äcker) ziemlich egal waren und sind. Ob Antibiotika oder "Round Up"... OK ist, was mit tausend Ausnahmeregelungen an den Verbraucher gebracht werden kann.

Für mich ist das blinder, ideologischer Aktionismus auf dem Rücken, vor allem aber zu Lasten, der Kunden.

@09:34 Uhr von nie wieder spd

Kalt duschen, weniger heizen, weniger Fleisch und Wurst auf dem Teller usw. Nennt sich das Fortschritt?

Warum sind die Menschenrechte ein Fortschritt, die Tierrechtsgesetze aber nicht. Man muss sie als Fleischproduzent noch nicht einmal einhalten.  
Und ja, ein nachhaltiger Umgang mit unseren Ressourcen ist ein Fortschritt, der zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte überhaupt nur gedacht wird. Eine Umsetzung wird wohl noch Jahrzehnte dauern. Aber der Anfang muss gemacht werden. 

 

Jedem Bauern ist es freigestellt, wie er sein Nutzvieh hält. Daran wird auch ein Tierwohllabel (leider) nichts ändern.

 

Etwas tun

Es wird Zeit, dass überhaupt einmal etwas getan wird, dass die gequälten Tiere in die Öffentlichkeit kommen und wir Verbraucher vielleicht doch bereit sind, weniger Fleisch zu essen. Ich habe mir viele Dokus in den Öffentlichen angesehen. Eine perfekte Haltung, aller Tiere ist aus Platzgründen nicht machbar. Doch in der Massentierhaltung müssen andere Maße für die  Möglichkeit der Bewegung des Tiers hinterlegt werden. Keine Medikamente ins Futter oder das Tier. Und was ich noch wichtiger finde: Regelmäßige Kontrollen ohne vorherige Ankündigung. Auch hier in Dokus in den Öffentlichen zu sehen: Videos von Tierschützern, die erschüttern. Ggf. Boykott von Firmen wie Haribo, die ihre Gelatine aus einem Mastbetrieb bekommen, der in der Kritik steht. Die Firma macht dazu selbst keine Aussagen, habe die mal angeschrieben, kaufe nicht mehr dort. Vermeide u.a. Nestlé, was schwierig ist, etc. Der Verbraucher kann etwas tun. Und Özdemir muss. Alles besser als Klöckner.

@09:38 Uhr von pemiku

Für viele ist Geiz nicht geil, sonder einfach eine Notwendigkeit.

Kalt duschen, weniger heizen, weniger Fleisch und Wurst auf dem Teller usw. Nennt sich das Fortschritt?

 

Besteht ihr Fortschritt nur aus mehr mehr mehr?

 

Ich gehe davon aus, dass es IHNEN gut geht, aber:

Ca. 14 Millionen deutsche Bürger kämpfen im Moment aber leider mit weniger, weniger, weniger!

 

Definieren Sie gut! Auch ich habe oft noch Monat übrig, wenn das Geld alle ist. Aber deswegen immer jammern hilft nicht.

08:58 Uhr von KarlderKühne…

… viele nur noch kopfschüttelnd an den Fleischtruhen vorbei gehen. Warum gehen wohl viele nur am Samstag Fleisch und Wurst einkaufen? Nah, weil es dann auf Grund des Ablaufdatums im Preis gesenkt wurde. Die meisten Bürger kaufen nur Sonderangebeote, um überhaupt Fleisch und Wurst auf dem Teller zu haben. Aber wer über 20.000 im Monat verdient (oder eben nur bekommt) hat davon keine Ahnung.

.

Wir kaufen schon lange nur Bio-Fleisch oder direkt von einem befreundeten Jäger. Bei uns gibt es max. 1-2mal pro Woche etwas Fleisch. Obst und Gemüse kaufen wir auch nur Bio.

@08:58 Uhr von CovMag

 

Die Qualität von billigstem Fleisch aus der industriellen Massentierhaltung wird nicht besser, wenn man ein Label draufklebt.

Die ohnehin viel zu niedrigen gesetzlichen Standards der Tierhaltung wurden unter Frau Klöckner nochmals gesenkt und wirksame Kontrollmechanismen gibt es gar nicht.

Wenn Herr Özdemir wirklich etwas für die Verbraucher, die Tiere, die Umwelt und das Klima tun wollen würde, dann müsste er an der Abschaffung der Massentierhaltung arbeiten

Volle Zustimmung. Ich bin sehr enttäuscht, was Herr Özdemir […] Aber anscheinend haben die Grünen den Tierschutz ad acta gelegt,[…] Vielleicht sollte man das dem Gesundheitsminister überlassen. Der könnte propagieren, dass in den Qualställen der Massentierhaltung multiresistente Keime gezüchtet werden und es dann zum Gesundheitsschutzthema machen, was es auch m.M. nach wirklich ist.

Nicht nur Ihrer Meinung nach, das ist erwiesen.

Ich stimme Ihnen beiden zu, allerdings hatte ich mein Zutrauen in Grüne Zielsetzung längst verloren.

 

@08:59 Uhr von V8forever

Auch der Herr Özdemir hat das Rad nicht neu erfunden, auch wenn er es versucht. 

Es liegt am Verbraucher*in ob man gutes Fleisch möchte oder ob man Massenware mit Wasser gestreckt möchte. Kauft er beim Metzger seines Vertrauens, oder direkt beim Erzeuger kann man sich überzeugen wie die Tiere gelebt haben oder wo die Tiere her kamen.

Aber leider überwiegt der Gedanke, Geiz ist geil, in hohem Maße. 

Man muss ja nicht gleich zum Veganer werden, auch das ist nicht gesund. 

Erwiesenermaßen bei weitem gesünder als der übliche tagtägliche Konsum von Fleisch(Produkten) und Milch(Produkten).

 

Es ist längst überholt, dass diese Nahrungsmittel besonders gesund, geschweige denn notwendig wären.

@09:05 Uhr von Nachfragerin

08:46 Uhr von KarlderKühne:

"Klar kann man das Fleisch teurer machen, aber wer kauft es dann? Und was hat der Bauer davon, wenn sein Fleisch nicht mehr gekauft wird?"

Was hatten die Henker davon, als die Todesstrafe abgeschafft wurde? Auch nichts.

Es darf keine Rücksicht genommen werden auf Betriebe, die von legaler Tierquälerei und der Unwissenheit der Verbraucher profitieren.

So wie ich Deutschland kenne, wird das antibiotikabelastetes Industriefleisch dann dort landen, wo es nicht deklariert werden muss: In Fertigprodukten und Kantinen.

 

Ich danke Ihnen für Ihre fundierte Argumentation zu diesem Thema.

@09:21 Uhr von nie wieder spd

Ja, so ist die Politik: Wer will, findet Wege. Wer nicht will, Ausreden. 
Am schnellsten und nachhaltigsten wird aber nur die Aufklärung unserer Kinder wirken, die keinen Aspekt der Tierhaltung und - schlachtung aussparen darf.

 

 

 

in meiner Jugend sammelten die Kinder Löwenzahn/Gras am Rain

dazu Rüben und die Hasen wurden damit gefüttert

im Herbst geschlachtet - im Beisein der Kinder 

schlag ins Genick

das "normalste auf der Welt --- zumindest damals

ach ja viel Platz hatte so ein Hase auch nicht in seinem Verschlag

 

@09:39 Uhr von CovMag

Am schnellsten und nachhaltigsten wird aber nur die Aufklärung unserer Kinder wirken, die keinen Aspekt der Tierhaltung und - schlachtung aussparen darf.

Und auch gleich die Erwachsenen mitnehmen. Einmal live dabei vergisst man nicht.

.

Ist aber auch erst die letzten Jahre so geworden, dass die Menschen völlig den Bezug zu den Tieren/dem Produkt Fleisch verloren haben.
Meine Oma hatte noch Hühner und Schweine, die wurden selbstverständlich auch selber geschlachtet. Mein Vater musste als Kind aktiv mithelfen, ich als Enkel habe es zumindest von den Hühnern noch mitbekommen, wenn diese den Kopf verloren und es am Abend dann Suppe gab.
Von dem her weiß ich nicht, ob das wirklich eine Therapie gegen Fleischessen wäre, oder ob sich die Mehrheit daran (wieder) gewöhnen würde.

@09:29 Uhr von MrEnigma Man…

@09:29 Uhr von MrEnigma

Man kann mit seinem Hintern auch mal 2 Tage Zuhause bleiben, gerade wenn man nicht zur Arbeit muss. Die Solidarität muss doch denen gelten, die jetzt draußen arbeiten müssen und nicht jenen, die nichts zu tun haben und aus Langweile nun dringend bei 35 Grad durch die Gegend rennen müssen.

Wir können nicht immer das ganze Land in den "Solidaritätsmodus" schalten, weil ein paar Rentner unbedingt zum Supermarkt müssen, um 3 Brötchen zu kaufen.

 

Das ist wohl der bisherige Rekord an nichtssagendem Gehässigkeits-Geschreibsel im TS-Forum. Ich wüsste jedenfalls nicht, wie es denen, die draussen arbeiten müssen, kühler wird, wenn ich als Rentner zuhause bleibe und mangels Brötchen einen Diät-Tag einlege?

@08:51 Uhr von Nachfragerin

08:37 Uhr von gamechanger2000:

"Es gibt nur ein zeitgemäßes Label! Was muss noch passieren, damit Bürger:innen / Verbraucher:innen kapieren, dass das einzige zeitgemäße Label ,vegan' ist?!"

Das wäre definitiv die einfachste Lösung. Aber das Fleischessen ist in vielen deutschen Köpfen so einzementiert wie das Autofahren.

Außerdem hat sich Deutschland zur Schweinemastanlage Chinas entwickelt. Selbst wenn der Verbrauch hierzulande zurückginge, müsste die Politik aktiv werden und zur Abwechslung mal nicht im Sinne von Herrn Tönnies handeln.

so isses. aber das will ja niemand wissen das wir unser gammelfleisch an china und unsere hähnchenabfälle nach afrika verklappen und dort die industrie noch weiter vernichten (in afrika)

 

@09:27 Uhr von Raho59

Für viele ist Geiz nicht geil, sonder einfach eine Notwendigkeit.

Kalt duschen, weniger heizen, weniger Fleisch und Wurst auf dem Teller usw. Nennt sich das Fortschritt?

 

Besteht ihr Fortschritt nur aus mehr mehr mehr?

 

das ist die Frage

ein Klo in der Wohnung statt im Treppenhaus  ist doch ein Fortschritt

ebenso ein Bad das nicht in Personalunion mit der Waschküche ist

ebenso ein eigenes Zimmer das man nicht mit 2 Geschwistern teilen muss

 

TIERWOHLLABEL

Wer glaubt, dass durch ein TIERWOHLLABEL die "schwarzen Schafe" unter den Erzeugern weniger werden, sollte erst mal die rosa Brille absetzen.

@ 09:48 Uhr von pemiku

Jedem Bauern ist es freigestellt, wie er sein Nutzvieh hält. Daran wird auch ein Tierwohllabel (leider) nichts ändern.

Wenn das so ist, müssen eben die Tierschutzgesetze herangezogen werden. Wozu haben wir die, wenn sie nicht angewendet werden?
Auch könnten jederzeit Kontrollen stattfinden. Kameraüberwachung. Aber wahrscheinlich gibt es dafür auch kein Personal. Trotz Millionenheer von Arbeitslosen.  
Am besten aber ist es, wenn Schulkinder Ausflüge zu Mast - und Schlachtbetrieben machen dürfen. 
Dann hätten wir im Handumdrehen kaum noch Haushalte, in denen Fleisch gegessen wird. 

@08:51 Uhr von Nachfragerin

08:37 Uhr von gamechanger2000:

"Es gibt nur ein zeitgemäßes Label! Was muss noch passieren, damit Bürger:innen / Verbraucher:innen kapieren, dass das einzige zeitgemäße Label ,vegan' ist?!"

Das wäre definitiv die einfachste Lösung. Aber das Fleischessen ist in vielen deutschen Köpfen so einzementiert wie das Autofahren.

Außerdem hat sich Deutschland zur Schweinemastanlage Chinas entwickelt. Selbst wenn der Verbrauch hierzulande zurückginge, müsste die Politik aktiv werden und zur Abwechslung mal nicht im Sinne von Herrn Tönnies handeln.

Einfache Lösung..weniger Fleisch essen, dafür welches vom Metzger oder vom Wochenmarkt, wie wir es uns leisten können..

Kann halt nicht jeder und nicht jeder Bürger kann Vegan kochen oder wird davon satt..schwer Arbeitende, Kleinkinder und Schwangere brauchen ein gewisses Quantum an tierischem Eiwess, um zu gedeihen..

 

@09:09 Uhr von Gerd Hansen

... Vegan ist auch gesünder...

Das mag sein,

gilt jedoch definitiv nicht für Kinder / Jugendliche.

Und wenn Leute Nahrungsergänzungsmittel nehmen ( müssen ), oft nach Bluttests bei Arztbesuchen , dann sagt das auch etwas über die Ausgewogenheit der Nahrung aus...

Die Forderung, daß sich alle vegan ernähren sollten ist in ungefähr so wie die, um alle Verkehrstoten zu verhindern sämtliches Autofahren zu verbieten => nicht durchführbar

 

Nahrungsergänzungsmittel müsste heutzutage theoretisch so gut wie jeder nehmen. Die Nahrung hat durch Zucht, Massenproduktion (Auslaugen der Böden), industrielle Verarbeitung und individuelle Zusammenstellung stark an Nährstoffgehalt verloren. Die unteren Grenzwerte bei den Blutwerten sind zudem zu gering angesetzt.

 

Übrigens: Was glauben Sie, woher das Vitamin B12 (das Veganer/innen suplimentieren sollten) im Fleisch der „Nutztiere“ kommt? Richtig, durch Nahrungsergänzungsmittel im Futter, da die Tiere sich ja nicht ernähren wie in der Natur.

 

 

@09:04 Uhr von Jimi58

Bin froh das wir unser Fleisch und Wurstwaren beim Hofverkauf beziehen aus eigener Tierhaltung und Schlachtung. Super Fleisch, zwar etwas teurer, aber dafür hat man was.

 

Glückwunsch. Ich habe ein paar Hofläden und auch größer angelegte Direktverkäufe in Fahrradreichweite und begeistert das Vorhaben angefangen, nur noch dort zu kaufen.

Was ich da an Fleisch bekam, war nicht besser als vom Discounter. Habt Ihr wässriges Fleisch, das sich nicht anbraten lässt? Nur ein Beispiel. Lasst die unsäglichen PTFE-beschichteten Pfannen aus Alublech weg, die sich mangels Wärmespeicherung sofort auf unter 100 Grad abkühlen, wenn man ein Stück Fleisch drauflegt, und kauft einmal im Leben (!) eine emaillierte Eisenguß-Pfanne.  Und die Fleischprodukte wie Wurst waren langweilig, ich sage mal lustlos, gewürzt. Aber alles viel teurer, eine Masche.

@09:54 Uhr von grübelgrübel

Wir kaufen schon lange nur Bio-Fleisch oder direkt von einem befreundeten Jäger. Bei uns gibt es max. 1-2mal pro Woche etwas Fleisch. Obst und Gemüse kaufen wir auch nur Bio.

 

Ca. 14 Millionen deutsche Bürger (Tendenz stark steigend) konnten und können sich das nicht leisten.

Bio oder gar vegan einkaufen ist bei sehr vielen keine Frage der Einstellung, sondern des Geldbeutels.

 

@10:02 Uhr von Karl Maria Joseph Wüllenhorst Felleringe

so isses. aber das will ja niemand wissen das wir unser gammelfleisch an china und unsere hähnchenabfälle nach afrika verklappen und dort die industrie noch weiter vernichten (in afrika)

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Ich denke die meisten Leute wissen das schon, aber gegen die Großkonzerne (Wiesenhof, Tönnies usw.) traut sich einfach keiner was zu tun, bzw. will auch sein Teil vom Kuchen (in dem Fall Schnitzel) abbekommen.

@09:44 Uhr von Marmolada

Was muss noch passieren, damit Bürger:innen / Verbraucher:innen kapieren, dass das einzige zeitgemäße Label „vegan“ ist?!
 

Habe aus Versehen einen "VEGANEN" Streukäse gekauft.

 

Inhaltsstoffe;

 

Sojamehl, Kartoffelstärke, Kokosfett (aus den TROPEN), Glukosesirup getrocknet, Salz, Aroma, Emulgator: Mono- und Diacetylweinsäureester von Mono- und Dgyceriden, von Speisefettsäuren, Stabilisator Kaliumphosphate, Trennmittel Kiewselsäure. Kann spuren von Gluten  und Milch enthalten.

 

Wie sind wohl die Inhaltsstoffe eines "normalen" tierischen Steukäses?

 

So,so venan ist der Fortschritt?

 

 

 
 
 

 

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