Kommentare - Kaum Geld für Musiker trotz Millionen Klicks

28. Juni 2022 - 10:59 Uhr

Musiker finanzieren sich seit jeher durch Liveauftritte. Auch Platten- und CD-Verkäufe waren lange eine wichtige Einnahmequelle. Nun boomt das Streaming - und vor allem andere profitieren. Von Nicole Würth.

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Kommentare

@13:55 Uhr von fathaland slim

 

Youtuber leben von Werbeeinnahmen, und auch Rapper leben nicht vom Streamen. Wer im Radio gespielt wird, bekommt Geld von der GEMA. Was auch für sämtliche anderen öffentlichen Aufführungen gilt.

 

Streaming ist praktisch und komfortabel, will man sich aus von einem Streaming-Dienst Playlists einzelner Interpreten, oder Mixed-Playlists erstellen als Sammlungen.

 

Bei Spotify kann man diese Listen auch als Non-Pay-User anderen Spotifies zugänglich machen, lässt man sie die Namen wissen, unter denen man die Listen gemacht / wie man sie genannt hat.

 

Praktisch und komfortabel ist das bspw. für Abende, an denen man zusammen sitzt, Musik als Hintergrund haben, aber nicht ständig aufstehen will, um was anderes aufzulegen. Auch und gerade für Kindergeburtstage eine exzellente Wahl, Streaming-Playlists vorzubereiten. Easy work, und mehr Zeit fürs Wesentliche des Tages.

 

Meine Playlists haben alle Namen auf Japanisch … mysteriös.

Nun läuft die von Little Axe mit 05:22 h,

und er bekommt einige Cent.

@14:17 Uhr von mispel

Genau wie ich's gesagt habe: vielgehört = Nachfrage vorhanden, also ist eine nicht-lächerliche Bezahlung angebracht.

 

Welche Künstler werden denn viel gehört, aber schlecht bezahlt? Wer auf Spotify viel gehört wird, sollte doch keine Probleme haben sein Leben zu finanzieren, zumal dann ja auch eine entsprechende Nachfrage (z.B. Konzerte) neben Spotify existieren sollte.

Das Thema im Artikel und hier im Forum ist, dass die Streamingdienste nicht annähernd genug von ihren Einnahmen - die sie nur haben, weil MusikerInnen ihre Arbeit machen - an eben diese MusikerInnen weitergeben, und das ist nichts als Abzocke. Spotify könnte einen relevanten Beitrag leisten, das Leben finanzieren, tut es aber eben nicht.

Hinweis Artikel lesen:

“Birte Wiemann vom Verband unabhängiger Musikunternehmerinnen und Musikunternhmer sagt, dass Spotify nach dem offiziellen Narrativ aufgrund der technischen Neuerung weiter gar nicht zahlen könne“

Also kann es ein grundlegender Fehler im Geschäftsmodell sein, also ist es richtig, dass das untersucht wird. Hoffentlich von kompetenten Leuten, habe da so einiges Negatives zur Kompetenz solcher Beauftragter erlebt. Mal Abwarten.

@14:39 Uhr von Kei the Wooden Idol

Das Thema im Artikel und hier im Forum ist, dass die Streamingdienste nicht annähernd genug von ihren Einnahmen - die sie nur haben, weil MusikerInnen ihre Arbeit machen - an eben diese MusikerInnen weitergeben, und das ist nichts als Abzocke. Spotify könnte einen relevanten Beitrag leisten, das Leben finanzieren, tut es aber eben nicht.

Danke für diese klare (und daher hoffentlich für jedermann leicht verständliche) Erläuterung.

Aus meiner Sicht beruht das ganze kapitalistische System auf Ausbeutung. Die ist also sozusagen dessen Basis (Grundlage).

@12:34 Uhr von Tinkotis @fathaland slim

(...)

Früher war es möglich, sich durch Musizieren beispielsweise als Student den Lebensunterhalt zu verdienen. In gefühlt jeder zweiten Kneipe wurde Livemusik gespielt. Ich habe damals, in den Mittsiebzigern, fürs Klavierspielen in der Kneipe hundert Mark bekommen. Meine Miete betrug 125 DM. Inklusive Nebenkosten.

 

Ich habe gut gelebt. 

 

Und kann immer noch von meiner Nischenmusik leben.

 

Ich habe nie mit etwas anderem Geld verdient. Und bin nicht berühmt. Allerdings in Fachkreisen bekannt.

 

Wenn ich heute jung wäre, ich weiß nicht, ob ich diesen Lebensweg wieder einschlagen würde. 

 

Vielleicht würde ich DJ. 

 

Ohne echte Musiker gäbe es keine DJs. Und Platten auflegen kann (fast) jeder. Gut Klavier spielen nicht so viele. Sag' ich jetzt mal, während bei mir gerade Katia und Marielle Labèque Gershwin spielen.

 

DJs sind heutzutage in vielen Fällen nicht mehr  bloß simple Plattenaufleger. Bei Techno, House u.ä. verschwimmt da die Grenze zum Musiker ganz gewaltig.

14:39 Uhr von Kei the Wooden Idol

" dass die Streamingdienste nicht annähernd genug von ihren Einnahmen - die sie nur haben, weil MusikerInnen ihre Arbeit machen - an eben diese MusikerInnen weitergeben, und das ist nichts als Abzocke"

...

Die Fragen sind auch:

- Warum stellen die Musiker den Diensten ihre Musik zur Verfügung und spielen nicht einfach mit Hut auf der Straße?

- Warum gründen Musiker keine Gewerkschaft, um mehr Lohn für ihre Arbeit von den Diensten zu bekommen?

- Warum leben Musiker in teurem Deutschland, wo man heutzutage überall Musik machen kann, um diese ins Internet zu stellen? Die Konkurrenz ist weltweit vorhanden.

 

Man kann auch umgekehrt behaupten, Streaming sei Werbung für die Künstler, damit die Menschen die Konzerte besuchen und dafür Geld zahlen.

13:54 Uhr von Giselbert

 

Ich lese da 1,4 Millionen in 2 Jahren. Das sind 1900 Mal pro Tag 2 Jahre lang. 

Und immerhin: 1 Lied 1x aufgenommen und es wirft nach 2 Jahren immer noch was ab.

@14:23 Uhr von fathaland slim

@ 13:48 Uhr von fathaland slim

 

Waren Sie dann auch immer Sozialversichert und haben von daher wenigstens eine akzeptable Rente oder müssen Sie diese aus Rücklagen bestreiten? 
Das ist ja auch ein Aspekt, den man als Jugendlicher (Künstler) nur seltenst berücksichtigt, weil einem der Überblick fehlt und der Ernst der Lage noch soo weit weg ist.

 

Ich war über die KSK versichert und bin jetzt Rentner. Arbeite aber weiter, denn die Rente ist lachhaft.

 

Rücklagen habe ich zum Glück gebildet, hatte aber auch nie eine Familie und habe keine Kinder.

 

Jeder hatte und hat das recht sein leben so zu gestalten wie er möchte.

Seltsam das immer wenn es gut läuft bei diesen Menschen es Ihr persönlicher Verdienst und Ihre Leistung ist.

Wenn nicht gut läuft ist es eigentlich egal warum , zahlen müssen dann immer die andern.

Vor- und Nachteile

Beim Streamen geht der Tonträger nicht in den Besitz des Kunden über. Vom Kaufpreis eines Tonträgers bekommen Musiker (Stand 2008) 4%, egal, wie oft der Käufer sich die Musik anhört. Bei Spotify muss ein Lied 56-mal angehört werden, um auf den 4%-Anteil vom durchschnittlichen Single-Downloadpreis (Stand 2008) zu kommen. Lieblingslieder streamt man öfter und bringen den Künstlern via Streaming dann sogar mehr ein, als wenn der Tonträger gekauft worden wäre. Das ist ein Vorteil. Das Problem ist, dass schon die 4% vom Verkaufserlös ausbeuterisch wenig sind. Künstlerisch bedenklich ist zudem, wenn der Bewertungsalgorithmus beim Streamen Einfluss auf die Kompositionen nimmt. Es werden Lieder nämlich erst nach 30 Sekunden als angehört gewertet. Musiker achten deshalb angeblich zunehmend darauf, Ohrwurm-Passagen schon am Anfang der Lieder einzubauen, um die Chance zu erhöhen, dass das Lied lang genug angehört wird.

14:11, Menschen 123xyz

Mir fehlt hier das Vergleichsbeispiel. Wieviel erhielt ein Künstler jeweils Newcomer und Star 1970 und 1980 pro verkaufter LP oder Single? Wie hoch war damals der Jahresarbeitslohn bei Vollzeit im Niedriglohnsektor und beim Durchschnittsverdiener?

 

Ich kann nur von eigenen Erfahrungen sprechen. In den 70ern gab es pro verkaufter LP etwa eine Mark Tantiemen an die Künstler.  Dazu kamen dann noch die GEMA-Tantiemen, wenn man nicht nur Interpret, sondern auch Urheber war.

 

Heute bekomme ich von „meiner“ Plattenfirma etwa 1,50€ pro verkaufter CD, und GEMA ebenfalls einiges, allerdings pro gepresster, nicht pro verkaufter CD, da ich vorwiegend selbst gestohlene Stücke aufnehme:=}. Dieses Geld führt das Presswerk an die GEMA ab und stellt es dann dem Kunden in Rechnung.

 

 

 

Über den Verdienst im Niedriglohnsektor damals weiß ich nichts, aber die Mieten lagen etwa auf einem Zehntel des heutigen Niveaus.

@14:39 Uhr von Kei the Wooden Idol

Das Thema im Artikel und hier im Forum ist, dass die Streamingdienste nicht annähernd genug von ihren Einnahmen - die sie nur haben, weil MusikerInnen ihre Arbeit machen - an eben diese MusikerInnen weitergeben, und das ist nichts als Abzocke. Spotify könnte einen relevanten Beitrag leisten, das Leben finanzieren, tut es aber eben nicht.

 

Ihr Kommentar war aber, dass es Künstler auf Spotify gibt, die trotz hoher Nachfrage nicht davon leben können, und mich hätte interessiert, wer das denn ist. Darüber hinaus behält Spotify 30 % der Einnahmen und der Rest geht an die Künstler. Wenn sie nur 10 % behalten würden, gäbe es immer noch Künstler, die nicht davon leben können. Selbst bei 0 %. Ob jetzt 30 % zu viel ist, darüber kann man streiten, aber trotzdem würde das meiste Geld nun mal bei den Top-Interpreten landen, da die am meisten gehört werden. Jetzt könnte man natürlich sagen, dass die Gelder umverteilt werden können, aber da hätten die Top-Interpreten bestimmt was dagegen.

Es ist schon sehr kunstvoll…

Es ist schon sehr kunstvoll wie in dem Artikel um den heissen Brei geredet wird und wie man sich windet, den wahren Schuldigen fuer die Misere der Musiker beim Namen zu nennen.

 

Hier sind ganz klar die Finger auf die zu zeigen, die rigoros, wenn auch in gutem Glauben, den Musikern die Existenzgrundlage geraubt haben durch die Einfuehrung und Unsterstuetzung der ueberzogenen Corona Massnahmen.

 

Ich hoffe sehr, dass die Colleteralschaeden entsprechend aufgearbeitet und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.

@14:39 Uhr von Kei the Wooden Idol

Das Thema im Artikel und hier im Forum ist, dass die Streamingdienste nicht annähernd genug von ihren Einnahmen - die sie nur haben, weil MusikerInnen ihre Arbeit machen - an eben diese MusikerInnen weitergeben, und das ist nichts als Abzocke. Spotify könnte einen relevanten Beitrag leisten, das Leben finanzieren, tut es aber eben nicht.

Wer hat denn die Verträge Ausgehandelt mit der Abzocke.?

Wurden die "Künstler" gezwungen? Wenn diesen Künstlern das nicht wollen sollten Sie ander Dienste nutzen oder eigen Vermarktungen aufbauen. 

Ein wenig erinnert mich das an die "armen" Bauer die trotzt 70 Jahre Subvention immer an Aldi und rewe verkauflen und über niedrige Erlöse jammern. 

@15:42 Uhr von werner1955

@ 13:48 Uhr von fathaland slim

 

Waren Sie dann auch immer Sozialversichert und haben von daher wenigstens eine akzeptable Rente oder müssen Sie diese aus Rücklagen bestreiten? 
Das ist ja auch ein Aspekt, den man als Jugendlicher (Künstler) nur seltenst berücksichtigt, weil einem der Überblick fehlt und der Ernst der Lage noch soo weit weg ist.

 

Ich war über die KSK versichert und bin jetzt Rentner. Arbeite aber weiter, denn die Rente ist lachhaft.

 

Rücklagen habe ich zum Glück gebildet, hatte aber auch nie eine Familie und habe keine Kinder.

 

Jeder hatte und hat das recht sein leben so zu gestalten wie er möchte.

 

Seltsam das immer wenn es gut läuft bei diesen Menschen es Ihr persönlicher Verdienst und Ihre Leistung ist.

 

Wenn nicht gut läuft ist es eigentlich egal warum , zahlen müssen dann immer die andern.

 

Wo ist der Zusammenhang zwischen meinem Kommentar und dem, was Sie schreiben?

14:11 Uhr von Menschen 123xyz

 

Die bloße Meinung bekannter Künstler (wirtschaftliche Laien) dazu im Artikel ist nicht hilfreich. Besser wären Zahlen. Zuerst sind Künstler keine Unternehmer.

 

Peter Maffay ist nach so was wie 50 Jahren im Musik-Business alles mögliche, aber ganz sicher kein wirtschaftlicher Laie, und schon mal gar nicht, wenn es um Musik geht.

 

Jeder und jede, wer freiberuflich tätig sein will, darf kein wirtschaftlicher Laie sein, soll das Unternehmen nicht vor die Hunde gehen trotz guten Fachwissens und Könnens. Bei Musikern gute Stimme und / oder gut ein Instrument spielen können.

@13:34 Uhr von Carlos12

Ich persönlich streame kein Musik sondern erwerbe CDs oder mp3s. Wieviel bleibt da beim Künstler? Ist das eine Alternative?

 

Es bleibt auf jeden Fall ganz erheblich mehr beim Künstler als beim Streamen.

 

Weshalb ich aus Eigeninteresse zum Kauf von CDs rate und mich, auch im Namen meiner Kollegen, bei Ihnen bedanke.

@15:47 Uhr von Bauer Tom

Es ist schon sehr kunstvoll wie in dem Artikel um den heissen Brei geredet wird und wie man sich windet, den wahren Schuldigen fuer die Misere der Musiker beim Namen zu nennen.

 

Hier sind ganz klar die Finger auf die zu zeigen, die rigoros, wenn auch in gutem Glauben, den Musikern die Existenzgrundlage geraubt haben durch die Einfuehrung und Unsterstuetzung der ueberzogenen Corona Massnahmen.

 

Ich hoffe sehr, dass die Colleteralschaeden entsprechend aufgearbeitet und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.

 

Das Problem der schlechten Vergütung durch die Streamingdienste, um das es hier geht (und nicht um die allgemeine Lage der Musiker) hat nicht das allergeringste mit den Ihrer Ansicht nach ungerechtfertigten Coronamaßnahmen zu tun.

 

Klassischer Ablenkungsversuch, auch Red Herring genannt.

@15:46 Uhr von mispel

Das Thema im Artikel und hier im Forum ist, dass die Streamingdienste nicht annähernd genug von ihren Einnahmen - die sie nur haben, weil MusikerInnen ihre Arbeit machen - an eben diese MusikerInnen weitergeben, und das ist nichts als Abzocke. Spotify könnte einen relevanten Beitrag leisten, das Leben finanzieren, tut es aber eben nicht.

 

(...) Darüber hinaus behält Spotify 30 % der Einnahmen und der Rest geht an die Künstler. Wenn sie nur 10 % behalten würden, gäbe es immer noch Künstler, die nicht davon leben können. Selbst bei 0 %. Ob jetzt 30 % zu viel ist, darüber kann man streiten, aber trotzdem würde das meiste Geld nun mal bei den Top-Interpreten landen, da die am meisten gehört werden.

Hinter den Top-Interpreten steht - anders als bei den übrigen - in aller Regel eine ganze Industrie, die sich, wenn sie es "entdeckt" hat deren Talent zunutze zu machen versucht. Indem sie sie nach allen Regeln der Kunst "pampert". Bestimmt nicht nur aus Menschenfreundlichkeit und Freude an Musik.

15:52, schabernack @14:11 Uhr von Menschen 123xyz

 

Die bloße Meinung bekannter Künstler (wirtschaftliche Laien) dazu im Artikel ist nicht hilfreich. Besser wären Zahlen. Zuerst sind Künstler keine Unternehmer.

 

Peter Maffay ist nach so was wie 50 Jahren im Musik-Business alles mögliche, aber ganz sicher kein wirtschaftlicher Laie, und schon mal gar nicht, wenn es um Musik geht.

 

Jeder und jede, wer freiberuflich tätig sein will, darf kein wirtschaftlicher Laie sein, soll das Unternehmen nicht vor die Hunde gehen trotz guten Fachwissens und Könnens. Bei Musikern gute Stimme und / oder gut ein Instrument spielen können.

 

 

Viele Künstler sind wirtschaftlich entschieden minderbegabt. Die haben anderes im Kopf als Kohle. Für mich war Geld immer eine mehr als lästige Notwendigkeit. Ich habe mich vom Nachdenken darüber immer so fern gehalten wie nur irgend möglich. Hatte aber offensichtlich die richtigen Instinkte, weswegen ich jetzt, mit 66, nicht vor dem Nichts stehe. Vielen Kollegen, oft bessere Musiker als ich, geht das anders.

@16:00 Uhr von fathaland slim

Es ist schon sehr kunstvoll wie in dem Artikel um den heissen Brei geredet wird und wie man sich windet, den wahren Schuldigen fuer die Misere der Musiker beim Namen zu nennen.

 

Hier sind ganz klar die Finger auf die zu zeigen, die rigoros, wenn auch in gutem Glauben, den Musikern die Existenzgrundlage geraubt haben durch die Einfuehrung und Unsterstuetzung der ueberzogenen Corona Massnahmen.

 

Ich hoffe sehr, dass die Colleteralschaeden entsprechend aufgearbeitet und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.

 

"Das Problem der schlechten Vergütung durch die Streamingdienste, um das es hier geht (und nicht um die allgemeine Lage der Musiker) hat nicht das allergeringste mit den Ihrer Ansicht nach ungerechtfertigten Coronamaßnahmen zu tun."

Doch, hat es. Die Musiker sind nun auf diese Dienste angewiesen da live Auftritte verboten waren und viele Venues pleite gegangen sind.

 

 

 

@15:42 Uhr von werner1955

 

Seltsam das immer wenn es gut läuft bei diesen Menschen es Ihr persönlicher Verdienst und Ihre Leistung ist.

 

Wenn nicht gut läuft ist es eigentlich egal warum , zahlen müssen dann immer die andern.

 

Mehr als seltsam ist Ihre zusammenhanglose Zusammenbastelei. Musiker können noch so gut sein, wenn niemand deren Musik hören will, dann verdienen sie damit auch kein Geld. Bei anderen Handwerkern wie Klempner & Dachdecker & Co. ist das nicht so.

 

ABBA hat man・1 Milliarde Dollar・geboten, damit sie noch・einmal・gemeinsam auf der Bühne auftreten. Haben sie nicht gemacht, aber nun gibt es diese animierten ABBA-Hologramme, die tanzen und singen können, und erst mal in London auf der Bühne umher hologrammieren.

 

Besser singen als in den 70-ies können'se nicht, besonders dolle war das schon damals nicht, wurde aber gehört, und wird nun nochmal mehr geklickt wie Sau.

 

Nur wegen der Hologramme würde ich als Optik-Ingenieur mir das auch angucken, wäre es mal hier in Köln, oder in näherer Umgebung.

@16:00 Uhr von fathaland slim

 "Das Problem der schlechten Vergütung durch die Streamingdienste, um das es hier geht (und nicht um die allgemeine Lage der Musiker) hat nicht das allergeringste mit den Ihrer Ansicht nach ungerechtfertigten Coronamaßnahmen zu tun."

Haben Sie den ersten Satz des Artikels gelesen?

(Musiker finanzieren sich seit jeher durch Liveauftritte.)

 

15:46 Uhr von fathaland slim

"Heute bekomme ich von „meiner“ Plattenfirma etwa 1,50€ pro verkaufter CD,"

...

 

Ich weiß, Sie haben sich nicht beschwert. Ich wollte nur einwerfen:

Pro Buch bekommen Autoren auch nicht mehr. Kommt auch auf den Autor / Buch an.

 

@16:08 Uhr von Nettie

Hinter den Top-Interpreten steht - anders als bei den übrigen - in aller Regel eine ganze Industrie, die sich, wenn sie es "entdeckt" hat deren Talent zunutze zu machen versucht.

 

Und wer stand hinter den Top-Interpreten als diese noch keine Top-Interpreten waren? Richtig, niemand. So wie bei jedem anderen Künstler auch, Retortenkünstler mal ausgenommen. Auch Ed Sheeran hat mal klein angefangen.

Schlussakkord

Streaming zu fairen, sauber und auf Augenhöhe verhandelbaren Bedingungen ist ein wirklich gutes Modell, um die Musik in ihrer Vielfalt aufrecht zu erhalten, zu verbreiten und alle Beteiligten zu fördern, gerade weil es so flexibel sein kann. Die entsprechenden Konzerne sollten sich zur notwendigen Fairness verpflichten, oder eben verpflichtet werden, damit es auf lange Sicht funktioniert.

16:18, Bauer Tom @16:00 Uhr von fathaland slim

Es ist schon sehr kunstvoll wie in dem Artikel um den heissen Brei geredet wird und wie man sich windet, den wahren Schuldigen fuer die Misere der Musiker beim Namen zu nennen.

 

Hier sind ganz klar die Finger auf die zu zeigen, die rigoros, wenn auch in gutem Glauben, den Musikern die Existenzgrundlage geraubt haben durch die Einfuehrung und Unsterstuetzung der ueberzogenen Corona Massnahmen.

 

Ich hoffe sehr, dass die Colleteralschaeden entsprechend aufgearbeitet und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.

 

"Das Problem der schlechten Vergütung durch die Streamingdienste, um das es hier geht (und nicht um die allgemeine Lage der Musiker) hat nicht das allergeringste mit den Ihrer Ansicht nach ungerechtfertigten Coronamaßnahmen zu tun."

Doch, hat es. Die Musiker sind nun auf diese Dienste angewiesen da live Auftritte verboten waren und viele Venues pleite gegangen sind.

 

 

 

 

Die Streamingdienste ersetzen CDs und LPs und keine Livekonzerte.

 

Wir reden hier nicht von Live Streams.

@16:12 Uhr von fathaland slim

 

Viele Künstler sind wirtschaftlich entschieden minderbegabt.

Die haben anderes im Kopf als Kohle.

 

Man sagt ja auch, viele Musiker haben Kopf & Kragen an Sex, Drugs, and Rock 'n' Roll verloren. Nicht nur diese Ausnahmestimmen und Ausnahmemusiker wie Jimi Hendrix, Janis Joplin, Kurt Cobain, Amy Whinehouse.

 

Die beiden ersten haben ihre Musik gemacht, als ich noch viel zu jung war, um überhaupt zu wissen, dass es sie beide gibt. Die beiden anderen sind verstorben, als ich ihre Musik großartig fand. Alle vier im Alter von 27 Jahren für immer von der Bühne gegangen.

 

Bis heute gehören deren Songs zu denen bei Spotify mit den ganz hohen Klickzahlen. Everlasting fame.

@13:28 Uhr von mispel

Der Preis für eine Dienstleistung (Musik) ergibt sich aber auch hier letztendlich durch Angebot und Nachfrage. Eine geringe Nachfrage bei fixem Angebot führt zu einem geringen Preis. Was machen sie also, wenn der Preis so gering ist, dass der Künstler nicht davon leben kann? Sie können natürlich einen Preis x festsetzen, den der Künstler bekommen muss, damit er davon leben kann, aber wenn kein Konsument diesen Preis bezahlen will (z.B. 100 Euro für eine CD), bringt das auch nichts. Oder sie subventionieren den Künstler, was ja dazu führen muss, dass sie alle Künstler subventionieren müssen, die von ihrer Kunst nicht leben können. Es war aber ihre freie Entscheidung Künstler (mit allen Konsequenzen) zu werden.

Ihrem Rechenbeispiel liegt die (falsche) Annahme zugrunde, dass Geld ein Wert an sich sei (einen eigenen Wert hätte). Und obendrein nur in von irgendjemandem "festgesetzten" Mengen zur Verfügung stünde. Da Geld ein Machtinstrument ist, gehen allerdings viele von dieser Annahme aus.

@16:26 Uhr von Bauer Tom

@16:00 Uhr von fathaland slim

 

 "Das Problem der schlechten Vergütung durch die Streamingdienste, um das es hier geht (und nicht um die allgemeine Lage der Musiker) hat nicht das allergeringste mit den Ihrer Ansicht nach ungerechtfertigten Coronamaßnahmen zu tun."

Haben Sie den ersten Satz des Artikels gelesen?

(Musiker finanzieren sich seit jeher durch Liveauftritte.)

 

 

Sie versuchen wirklich, mir mein Geschäft zu erklären?

 

Der erste Satz bedeutet, daß Plattenverkäufe für das Gros der Musiker eher unerheblich waren. Und jetzt werden sie noch unerheblicher, dank der Streamingdienste.

 

Gruß aus dem ICE nach Frankfurt, auf dem Weg zu meinem monatlichen Auftritt dort. Morgen dann Berlin (wöchentlicher Auftritt), übermorgen Oldenburg (monatlicher Auftritt).

 

 

Kunst muss geschuetzt werden

Alles in guter Tradition: Der Kuenstler als Michkuh der Industrie. Im Bereich der Musik wurde das irgendwann entdeckt, ich glaube das begann in den USA als der Blues und Jazz prominenter wurde. Es endete damit, (und das dauert an), das immer passgerechtere Musik produziert wird, wie McBurger und aehnlich, nach vorheriger Geschmacksanalyse und auch Steuerung. Dann entsteht der Mainstream, einst gute Bands kommerzialisieren sich. Von Ausnahmen (garnicht wenige!) in dem quierligen Geschehen abgesehen resultiert das in den "Tod der Melodie". Zurueck zur Nische und zur Tradition waere der gute Weg. Schwer zu machen, da die Industrie ihren klebrigen Musikmist verscherbeln will. Wenn einem Staat Kunst am Herzen liegt, und das sollte es, da es Kultur erhaelt und generiert, sollte er intensivst Schutzgebiete dafuer schaffen und es nicht der Industrie ueberlassen. Wie im Dateil? Weiss ich auch nicht - es geht erstmal um den Konsens! Die Gema ist wohl eher nicht der richtige Verein dafuer.

@16:41 Uhr von mispel

Hinter den Top-Interpreten steht - anders als bei den übrigen - in aller Regel eine ganze Industrie, die sich, wenn sie es "entdeckt" hat deren Talent zunutze zu machen versucht.

 

Und wer stand hinter den Top-Interpreten als diese noch keine Top-Interpreten waren? Richtig, niemand. So wie bei jedem anderen Künstler auch, Retortenkünstler mal ausgenommen. Auch Ed Sheeran hat mal klein angefangen.

"Wenn sie es "entdeckt" hat" habe ich geschrieben.

@16:48 Uhr von Kei the Wooden Idol

Streaming zu fairen, sauber und auf Augenhöhe verhandelbaren Bedingungen ist ein wirklich gutes Modell, um die Musik in ihrer Vielfalt aufrecht zu erhalten, zu verbreiten und alle Beteiligten zu fördern, gerade weil es so flexibel sein kann. Die entsprechenden Konzerne sollten sich zur notwendigen Fairness verpflichten, oder eben verpflichtet werden, damit es auf lange Sicht funktioniert.

Stimmt. Das Prinzip dieses Modells ist wirklich gut. Sogar optimal, um Künstler und Publikum zusammenbringen bzw. ihnen die Gelegenheit geben die breite Öffentlichkeit auf ihr Angebot aufmerksam machen zu können. Es muss eben nur richtig (fair) umgesetzt werden.

16:48 Uhr von Kei the Wooden Idol

Es ist aussichtslos, Konzerne auf Fairness verpflichten zu wollen. Wie wärs, wenn Musiker auf Veröffentlichungen und Auftritte verzichteten? Die Musik von den meisten 'Künstlern' ist nämlich Schrott.

Man sagt ja auch, viele…

Man sagt ja auch, viele Musiker haben Kopf & Kragen an Sex, Drugs, and Rock 'n' Roll verloren. Nicht nur diese Ausnahmestimmen und Ausnahmemusiker wie Jimi Hendrix, Janis Joplin, Kurt Cobain, Amy Whinehouse.

 

Die beiden ersten haben ihre Musik gemacht, als ich noch viel zu jung war, um überhaupt zu wissen, dass es sie beide gibt. Die beiden anderen sind verstorben, als ich ihre Musik großartig fand. Alle vier im Alter von 27 Jahren für immer von der Bühne gegangen.

Bis heute gehören deren Songs zu denen bei Spotify mit den ganz hohen Klickzahlen. Everlasting fame.

 

Ich habe 1971, über Janis Joplin, den Blues entdeckt. Es gibt übrigens auf YouTube eine Demo-Aufnahme von Me And Bobby McGhee, sie ganz alleine auf der Gitarre. Die tollste Aufnahme von ihr, die ich je gehört habe. Diese Musik hat mich ungeheuer berührt, und ich wollte die Menschen kennenlernen, die sie machten. Ich traf ganz tolle alte Leute und lernte eine völlig neue Welt kennen. Es hat meine Weltsicht geprägt.

@17:00 Uhr von fathaland slim

@16:00 Uhr von fathaland slim

 

 "Das Problem der schlechten Vergütung durch die Streamingdienste, um das es hier geht (und nicht um die allgemeine Lage der Musiker) hat nicht das allergeringste mit den Ihrer Ansicht nach ungerechtfertigten Coronamaßnahmen zu tun."

Haben Sie den ersten Satz des Artikels gelesen?

(Musiker finanzieren sich seit jeher durch Liveauftritte.)

 

 

Sie versuchen wirklich, mir mein Geschäft zu erklären?

 

Der erste Satz bedeutet, daß Plattenverkäufe für das Gros der Musiker eher unerheblich waren. Und jetzt werden sie noch unerheblicher, dank der Streamingdienste.

 

 

 

Gruß aus dem ICE nach Frankfurt, auf dem Weg zu meinem monatlichen Auftritt dort. Morgen dann Berlin (wöchentlicher Auftritt), übermorgen Oldenburg (monatlicher Auftritt).

 

Wenn es erlaubt ist, treten Sie in Jazzkneipen/Clubs auf oder Saal.

 

In Düsseldorf, lange her, war ich mal in einer Jazzkneipe.

Tolle Atmosphäre.

Man muss ja nicht zwingend Fan oder Liebhaber sein.

 

@16:59 Uhr von Nettie

Ihrem Rechenbeispiel liegt die (falsche) Annahme zugrunde, dass Geld ein Wert an sich sei (einen eigenen Wert hätte).

 

Es hat in unserer Gesellschaft ja auch einen Wert, denn wenn ich zum Merchandising-Stand meiner Leiblingsband gehen und fragen würde, ob sie anstatt Geld auch ein Gedicht von mir akzeptieren würden, dann würden sie glaube ich nein sagen. Ich verstehe ihren Einwand daher nicht.

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Die Moderation

@17:05 Uhr von Nettie

"Wenn sie es "entdeckt" hat" habe ich geschrieben.

 

Und damit sie es entdecken, muss man eben unten anfangen und sich hocharbeiten. Erfolg fällt niemandem in den Schoß, sondern ist das Ergebnis harter Arbeit. Bevor Ed Sheeran Stadien in aller Welt füllen konnte, hat er in kleinen Clubs vor wenigen Leuten gespielt. Die Streams bei Spotify kamen erst hinterher. Sie können nicht erwarten, dass ein unbekannter Künstler bei Spotify seine Musik anbietet und dann sofort durch die Decke geht. Es wurde schon oft geschrieben: wenn die Nachfrage nicht da ist, haben sie keine Chance.

17:03, das ding

Der Kuenstler als Michkuh der Industrie. Im Bereich der Musik wurde das irgendwann entdeckt, ich glaube das begann in den USA als der Blues und Jazz prominenter wurde. Es endete damit, (und das dauert an), das immer passgerechtere Musik produziert wird, wie McBurger und aehnlich, nach vorheriger Geschmacksanalyse und auch Steuerung. Dann entsteht der Mainstream, einst gute Bands kommerzialisieren sich. 

 

Nein.

 

Das Aufkommen der Schallplatte hat war der entscheidende Schritt. Plötzlich bekamen Musiker, die bisher nur regional sehr begrenzt bekannt waren, die Möglichkeit überregional bekannt zu werden. Plattenproduzenten entdeckten, daß es einen Markt für „ethnische“ Musik gab. Das waren natürlich Jazz und Blues, aber auch Country Music, Appalachenmusik, chinesische Lieder, osteuropäisch-jüdische Weisen und vieles mehr. All diese Musiker wollten Geld verdienen, sie waren also von Anfang an kommerziell.

 

Der Blues nahm die Welt dann im Sturm, dank Schallplatte und Radio.

kassieren

Alle wollen kassieren  v a. die , die nicht selber Musik machen  sondern verwerten, das sog. Management und natuerlich Juristen.

Wenn diese Gelder eher bei den Musikern blieben wäre schon viel geholfen.

@17:37 Uhr von fathaland slim

Das Aufkommen der Schallplatte hat war der entscheidende Schritt. Plötzlich bekamen Musiker, die bisher nur regional sehr begrenzt bekannt waren, die Möglichkeit überregional bekannt zu werden. Plattenproduzenten entdeckten, daß es einen Markt für „ethnische“ Musik gab. 

Ja, ich denke, das meinte ich.

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Die Moderation

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