Kommentare - Merkel verteidigt ihre Russland-Politik im Interview

08. Juni 2022 - 09:07 Uhr

In ihrem ersten Interview seit Langem erlebte man eine Angela Merkel, die sichtlich betroffen ist von Russlands Ukraine-Krieg. Außenpolitische Fehler will sie aber nicht erkennen. Von Kristin Becker.

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Kommentare

Sie hat schonmal gesagt,…

Sie hat schonmal gesagt, dass sie nicht wüsste  was sie falsch gemacht hätte. Wieso sollte sie auf einmal die Erleuchtung haben und die 16 Jahre fehlerhaftes Regieren danders sehen? Da rechten sich Fehler an Fehler. Ausnahmslos. Da war die Russlandpolitik doch nur ein kleines Steinchen im Mosaik. 

Kohleausstieg, EU-Spaltung, kernkraftausstieg, Abhängigkeit von Russland,  US- hörigkeit....

.

Bitte erzählt mir doch wenigstens eine gelungene Aktion der Merkelära. 

Schlimmer ?

Was genau soll denn das Schlimmere sein, was Frau Merkel verhindert hat. In der Ukraine kann man doch gerade besichtigen, was durch die Politik von Frau Merkel nicht verhindert wurde.

Zweifel an der Selbstwahrnehmung

"Auch dass die Bundeswehr unter ihrer Regierung "verlottert" sei, will Merkel nicht auf sich sitzen lassen."

Bei dieser und ähnlichen Aussagen kommen mir Zweifel an Merkels Selbstwahrnehmung auf. Offensichtliche Tatsachen werden mit lapidaren, nichtssagenden Floskeln weggewischt.

Es wäre auch

das erste Mal, dass Frau Merkel einen Fehler einräumen würde.

Alles, was sie tat war alternativlos.

Ihr Herz schlug immer für die Ukraine?

Soso. Bis 2022 hat sie sich das nur nicht anmerken lassen.

 

Die Wahrheit ist, dass Russland für deutsche Interessen einfach ungleich bedeutender gewesen ist. Und wenn der Krieg nicht wäre, wäre das auch weiterhin so. Denn bisher hat die Ukraine nicht viel produziert, was in Deutschland gebraucht worden wäre. 

Heute im ...

... Morgenmagazin des ÖR, wurde  auch darüber geredet, daß ja zu Merkekl´s Zeit die Ukraine noch keine gefestigte Demokrratie war.

Liebes ÖR, wie Sie sicher wissen, ist die Ukraine immer noch keine gefestigte Demokratie, sie ist nicht mal demokratisch. Mehr oder weniger freie Wahlen, deren Ausgang hauptsächlich durch Oligarchen und deren Fernssehsender bestimmt wird, machen noch lange keine Demokratie.

 

Warum versuchen sie uns trotzdem tagtäglich einzuimpfen die Ukraine wäre ein supertolles Land, in dem alle in Freiheit, Glückseligkeit und Frieden schwelgen würden, wenn nur der böse Russ nicht wär.

 

Obwohl so ziemlich alle Berichte und Einschätzungen etc, auch und vor allem in westl. Gefilden, vor Februar 2022 diesbzgl. eher negativ ausfielen.

 

 

 

 

Sie hat schon eine gute Begründung gegeben

Ja man stellt heute - wie einfach im Nachhinein- fest, welche Fehler und Fehlentscheidungen gemacht wurden. Dass ein russischer Pseudo-Zar und Kalter Krieger in Europa einen Krieg vom Zaun bricht und die Zivilisation im Galopp verlassen hat, kann man heute dokumentieren. Bisher war es aber eher eine Frage von Misstrauen und Vorstellungen- deren Kühnheit mit einem Krieg niemand so wirklich wahrhaben wollte. Putinismus sprengt unsere Kapsel des demokratischen Denkens und Handelns auf Augenhöhe. Er sprengt Frieden und Bemühungen um friedliche Veränderungen in Europa der Nachsowjetzeit. Wir können manchmal auch einfach im Teeblatt oder Kaffeesatz lesen und werden kaum weiter kommen. Die Wirklichkeit ist eine andere. Putins Wirklichkeit und Verstandskasten ticken anders. Merkel hat Fehler gemacht, wie viele andere ihrer Kollegenkreise auch in Europa. Fazit: dass Deutschland nun aufwacht und feststellen muss, auch in der EU ist die Abhängigkeit von einem Energielieferanten ein Risikospiel.

Man kann der Exkanzlerin…

Man kann der Exkanzlerin nicht im Nachhinein vorwerfen, dass sie nach Glasnost, 1989 und den weltpolitischen Veränderungen eine Politik der Kooperation mit Russland zum strategischen Hauptziel ihrer Politik gemacht hat. Man muss sie allerdings fragen, warum sie nicht spätestens nach der aggressiven militärischen Okkupation der Krim durch Putins Regime eine Kehrtwende vollzog und stattdessen z.B. immer noch an Nordstream2 festhielt.

Geht es um die Bewertung ihrer Kanzlerschaft, sollte der Focus weiter sein: Es gibt viele Politikfelder, wo ich gar nicht auf Merkel-Linie war/bin: Wirtschafts- und  Sozialpolitik, Umwelt- und Klimapolitik, auch die Verwässerung/Durchlöcherung der Asylpolitik nach 2015, um nur einige anzudeuten.

Wie souverän und zum Teil stoisch die Exkanzlerin allerdings das afd-Mantra "Merkel muss weg" über sich ergehen ließ, nötigt mir Respekt ab.

Innerhalb von wenigen Stunden 3 kommentierbare Meldungen zu Merkel finde ich übrigens etwas zu viel der Ehre.

gez. NieWiederAfd

im Grunde eine Werbeveranstaltung

Im Grunde war das ganze eine Werbeveranstaltung für Merkels Buch mit etwas Pflichtkür. Und die Medien lassen sich noch vor den Karren spannen.

Und geflissentlich übersieht man dabei den Scherbenhaufen den Sie hinterlässt.

Merkel hat Minsk2 vergeigt.

Deutschland war mit Frankreich zusammen Garantiemacht der Ukraine beim völkerrechtlich verbindlichen Abkommen (durch Beschluss des Sicherheitsrates), Russland Garantiemacht der Ostrepubliken. So sehr Frau Merkel an dessen  Zustandekommen beteiligt war, so wenig hat sie sich jedoch um dessen Umsetzung gekümmert. Inhalt des Abkommens war u.A. ein Waffenstillstand und eine Autonomie innerhalb der Ukraine, die zwischen Kiew und den DVR zu verhandeln war. Selensky hat das Abkömmen offen boykottiert, die Ostrepubliken weiter beschossen und Gespräche mit ihnen abgelehnt: Erst dieser Völkerrechtsbruch seitens der Ukraine hat später zum russischen Einmarsch geführt. Man hätte seitens Berlins wesentlich mehr Druck auf Kiew ausüben müssen.

Die Unterstützung für NordStream war richtig. Heute sehen wir schließlich, wie nötig es war, Polen und die Ukraine zu umgehen: Die polnische Pipeline läuft rückwärts, die ukrainische liefert bereits weniger. Ohne NordStream hätten wir jetzt schon kein Gas mehr.

Ich finde es schon sehr fragwürdig, ...

...dass wir ständig versuchen, unsere eigene Politik zu zerlegen und nicht auch mal etwas kritischer mit anderen Ländern umgehen können. In meinen Augen ist es unangemessen, das jahrelange Bemühen um einen Ausgleich mit Russland im Nachhinein als eigenes Versagen hinzustellen, nur weil wir scheinbar nicht anerkennen wollen, dass es eben nicht immer möglich ist, mit jedem auf dieser Welt friedlich auszukommen. Es ist auch viel zu einfach, hinterher schlauer sein zu wollen als vorher! Wir Juristen nennen sowas sehr gerne auch Rückschaufehler! Denn genau das ist so einer! Keiner hat vor einem Jahr noch damit gerechnet, dass Putin wirklich bereit ist, die militärische Karte in Europa auszuspielen! Trotz der Krim-Annexion! Wir sind inzwischen so sehr auf auf den eher undiplomatischen Diplomat Melnyk fokussiert, dass wir uns eine eigene Meinung fast gar nicht mehr zutrauen! Sorry, so geht das nicht! Und ich bin froh, dass Merkel hier gestern klar widersprochen hat!

Brandtsche Ostpolitik war lange Jahrzehnte ein Segen

Ich habe wahrlich viel an Frau Merkel zu kritisieren, bezogen auf die Russlandpolitik muss man aber fair sein.

Die von Willy Brandt zu unser aller großem Glück initiierte und von der SPD weiterentwickelte Ostpolitik wurde von den CDU Kanzler*Innen aus guten Gründen übernommen, nachdem die Union jahrzehntelang dagegen gewettert hatte.

Diese Politik hat ganz erheblich mit dazu beigetragen, dass aus einem kalten Krieg kein schlimmstenfalls atomarer Weltkrieg wurde und den Weg zur deutschen Einheit und Selbstständigkeit so vieler ehemaliger Sowjet-Staaten geebnet.

Was man der Politik der Merkel-Ära quer durch alle Parteien – und ich mir selber ebenfalls – vorwerfen muss, ist nicht viel früher auf den - zumindest aus heutiger Sicht klar erkennbaren - aggressiven Imperialismus Putins reagiert zu haben.

Wäre der Krieg durch "Zugeständnisse" zu verhindern gewesen ?

 

Das Interview mit Angela Merkel hat verdeutlicht, warum die Frage verneint werden muss.

 

Bezeichnend war die Aussage über ihre politischen Dialoge mit Putin und den Dissens der beiden über die Demokratie, die für Merkel einen Grundwert und für Putin ein Fehler darstellt. Davon leitet sich top down alles weitere ab:

 

- Putin definiert die Ex-Sowjetrepubliken als "Bestandssphäre" russischen Einflusses

- eine Selbstbestimmung der betroffenen Länder wäre ein "Fehler" wie die Demokratie

- Semi-Souveränität wäre das höchste an Freiheit gewesen, dass es bei Putin gibt

 

Die Frage nach einer (späteren) NATO-Mitgliedschaft der Ukraine hatte nichts mit militärischen Sicherheitsinteressen Russlands zu tun. Sie wäre nur ein Hindernis für Putin gewesen, Druck und Einfluss auf die ukrainische Innenpolitik auszuüben.

 

Putin ist für seine Vision von Groß-Russland über die ukrainische Landesgrenze gezogen.

 

Merkels Name ist verbunden mit Minsk II

Nach den Kesselschlachten von Debalzewo und Illowaisk drohte die ukrainische Armee zusammenzubrechen, was auch an der hohen Zahl von Überläufern lag. 
 

Merkel rettete damals Poroschenkos Präsidentschaft, indem sie sich regelrecht hineinhängte um in Minsk nach einer langen Nachtsitzung und der für sie typischen „Pendeldiplomatie“, die Unterschriften Putins und Poroschenkos zu erreichen. 
 

Tatsächlich wurde dadurch für 7 Jahre ein brüchiger Frieden ermöglicht. Denn zuerst wurden sogar schwere Waffen von der Front abgezogen. 
 

Ein Geburtsfehler von „Minsk II“ war allerdings, dass es weder eine Timeline noch einen Ablaufplan gab, die sehr konkreten Zielvereinbarungen umzusetzen. Deshalb blieben nachfolgende Gespräche im „Normandie-Format“ (auch so ein typisches Merkel-Konstrukt) ergebnislos, da die eine Seite wollte das Schritt A vor Schritt B gemacht wird, und die andere Seite das Umgekehrte. 
 

 

Merkel hat nachgedacht, bevor sie entschied

Und es ist besser, gemäßigt und zurückhaltend zu entscheiden, zu bewerten als impulsiv zu reagieren. Ist der internationale politische Laden erst zerschlagen, wird es schwierig, die kaputten Scherben zu kitten. Erdogan, Orban oder Trump-Typen zeigen, wie man vielleicht kurzfristig den Laden aufmischt. Auf lange Sicht aber sind die Folgen spürbar, wenn Partner und Freunde verprellt werden. Sachlichkeit und moderate Empathie sind wohl zielführender als manche Entscheidung aus dem Bauch. Schröder verneinte die Teilnahme am Irak-Einmarsch. Aus gutem Grund. Merkel hat versucht, sachlich zu bleiben, wo manche Krisen einen Brand zu entfackeln drohten. Scholz war bisher zu zögerlich- aber mit Grünen Pazifisten im Nacken eben auch ein gewaltiger Brückenschlag. Jetzt liefern auch die Zustimmung zur Ausrüstung der Ukraine. Man sieht, Weltsicht und Weltbild können auch kurzfristig eine 180 Grad Wende machen. Putin aber ist Urheber für viele Probleme als Kriegstreiber. Das fordert alle umzudenken!

"Schlimmeres verhindert" stimmt ja so nicht wirklich...

Putin hat seit seinem Amtsantritt einen "Versuchsballon" nach dem anderen gestartet, um zu testen, wie weit er gehen kann:

 

In Tschetschenien, in Dagestan, im Kosovo und Südossetien, dazu die Unterdrückung der Opposition im eigenen Land, mehr oder minder offene Morde an "Feinden Russlands" im In- und Ausland.

Die Reaktionen waren halbherzige Sanktionen und eine Ausweitung des Handels mit Russland.

Dann die Annektion der Krim und als darauf echte Reaktionen ausblieben der von Putins Agenten und Söldnern geführte Krieg im Donbass.

Als Antwort wieder nur halbgare Sanktionen, Ankündigungen und die Fortsetzung von Nordstream2.

 

Das alles führte mit dazu, dass Putin glaubt er sei stark und "der Westen" schwach.

 

Demokratien sind nicht schwach - sie sind langsam weil man erst die Bevölkerung überzeugen muss. Das ist allerdings von Seiten der Politik kaum bis gar nicht geschehen - weil man die unbequemen Folgen für die Wähler vermeiden wollte.

 

Leider wurde und wird der Preis bei jedem Zögern höher.

Keine Demut!

Ein bisschen mehr Demut und Selbstkritik wäre wünschenswert gewesen. Spätestens 2014 nach der Annexion der Krim war es ein kapitaler Fehler von Frau Merkel, an Nordstream 2 bedingungslos festzuhalten. Das einzugestehen würde aber bedeuten auch zugeben zu müssen, dass das damalige Regierungshandeln weitestgehend von den einflussreichen Chemie Lobbyisten bestimmt worden ist. 

Unfähig zur Selbstreflexion

Merkel war bei all Ihren mannigfaltigen Fehlern unfähig zur Selbstreflexion. Zitat: „Außenpolitische Fehler will sie aber nicht erkennen.“ Das ist richtig formuliert und man möchte ergänzen: „Kann ich nicht“ liegt oft in der „will ich nicht Straße“!

War zu erwarten: Keine Fehler gemacht

Ich habe es nicht anders erwartet:

Merkel würde nie Fehler zugeben.

Sie hat dies in der Pandemie so oft gezeigt. Die gemachten Fehler wurden von ihr "schöngeredet". Öffentliche Kritiken gab es damals zu vielen Punkten:

u. a.

- die Vergabe der Impfstoffbeschaffung an die EU mit der Folge, dass wir extrem spät Impfstoffe bekamen. 

- die viel zu späte Einführung der Schnelltests im März/April 2021, wo Schnelltest schon im April 2020 von Südkorea zum Kauf angeboten wurden.

Dabei hätte man die Schnelltests, so wie sie jetzt an Teststationen eingesetzt werden durchaus auch schon im Herbst 2020 einsetzen können. Man hätte viele Infektionen früher erkannt u. die Zahl der vielen Toten wäre dadurch geringer gewesen.

Wenn Merkel sich dann auf Vorwürfe der Medien äußerte, war alles so gewollt und die Vorwürfe wurden als unberechtigt abgetan (= schöngeredet).

 

Dass Merkel Fehler im Umgang mit Russland zugibt, war daher auch nicht zu erwarten:

Sie bleibt sich treu. Fehler hat sie nicht gemacht. 

 

 

Unglaublich

Wir stehen so knapp vor dem dritten Weltkrieg wie seit Kuba nicht mehr und sie spricht von "Schlimmeres verhindert".

 

Dieses „Nachkarten“ ist albern

Es ist Ausdruck einer moralisierenden Gesellschaft die geschichtliche Zusammenhänge nach opportunistischen Kriterien aus heutiger Sicht beurteilt. 
 

Dies traf zuerst Schröder,  dann auch Merkel, die nun die Initiative ergriff gegen die „Umdeutung“ ihrer Beziehung zu Putin und ihres Verhältnisses zu Russland vorzugehen. 
 

Wenn Helmut Schmidt und Willy Brandt noch leben würden, würden die wohl auch „ihr Fett“ weg bekommen, wegen des „Erdgas Röhren Geschäfts“. 
 

Dabei wäre ohne diese Geschäfte Deutschlands Wirtschaft heute kleiner und Deutschland entsprechend weniger in der Lage, politische Vorhaben zu finanzieren. 
 

Außerdem steht in Frage ob es die Entspannungspolitik mit Ost-Berlin, Warschau und Moskau überhaupt gegeben hätte, die wesentlich die Wiedervereinigung mit ermöglichte. 

Die innere Entwicklung der Ukraine zur NATO-Kompatibilität

 

Die Einschätzung von Merkel zur inneren Entwicklung der Ukraine war eine interessante Einsicht in ihre Einschätzung.

 

Wie in anderen Ex-Sowjetrepubliken offenbarte der Zusammenbruch des maroden Sowjet-Kommunismus, wie korrupt dieses System schon zu Zeiten seiner Existenz war.

 

Nach dessen Versagen entwickelte sich in Russland wie auch in der Ukraine ein kleptokratisches Oligarchensystem, das das jeweilige Land bestohlen und beraubt hat. Rechtsstaatliche Strukturen wurden in der UKR in homöopathischen Dosen sichtbar.

 

In der Ukraine gab es aber eine, wenn auch langsame Bewegung nach vorne, weil Präsidenten ab Poroschenko und nachfolgend Selenskij wussten, dass sie nur mit Korruptionseindämmung und substanziellen Reformen zu Rechtsstaatlichkeit eine Chance zur Mitgliedschaft in der EU hatte, wohin insbesondere die junge Generation der Ukrainer wollte.

 

In Russland unter Putin ging es in die andere Richtung und die ist heute in der totalitären Diktatur angekommen.

 

 

 

Merkel und Verantwortung !

Das ist das große Problem von vielen Politikern/innen, dass sie nie wirklich eine Verantwortung für etwas übernehmen, egal wie viel daneben gegangen ist. Und Merkel gehört da in die erste Reihe, da sie ähnlich wie Putin anscheinend taube Ohren hat, wie auch blind auf gleich vielen Augen war. Aber ihre Lieblinge hat sie immer geschützt, auch wenn es ein riesen Fehler war, und vielen geschadet hat.

"Ich werde mich nicht entschuldigen"

Das war auch nicht zu erreichen. Wer gibt schon gerne sein Versagen zu. Hätte sie lieber geschwiegen, denn niemand brauch jetzt Frau Merkel und ihre Aussagen helfen niemanden.

Uneinsichtig

Leider tut sich Frau Merkel schwer damit, Fehler einzugestehen. Die Russlandpolitik der GroKo war schon von Beginn an erkennbar ein Irrweg. Alle Probleme und Risiken lagen offen auf dem Tisch. Aber wenn man die Augen zu macht und nur auf Lobbyisten hört, kommt das dabei raus, was wir nun erleben. Erschütternd ist, dass Frau Merkel auch jetzt noch uneinsichtig ist. 

@09:28 Uhr von DerVaihinger

das erste Mal, dass Frau Merkel einen Fehler einräumen würde.

Alles, was sie tat war alternativlos.

Schon. Das gilt aber für die heutige deutsche Politik erst recht, schauen Sie sich mal zB die „Energiewende“ an. Merkel hat sehr mit sich gerungen, ob der Ausstieg aus der Atomkraft richtig ist. Inzwischen wachsen an der Entscheidung erneut die Zweifel... 

@09:25 Uhr von Diabolo2704

Was genau soll denn das Schlimmere sein, was Frau Merkel verhindert hat. In der Ukraine kann man doch gerade besichtigen, was durch die Politik von Frau Merkel nicht verhindert wurde.

Ohne Frau Merkel wäre die Ukraine seit 2015 „russisch“. Meinen Sie das? 

@09:28 Uhr von DerVaihinger

das erste Mal, dass Frau Merkel einen Fehler einräumen würde.

Alles, was sie tat war alternativlos.

Klar und weil das so war wie sie sagen wurde sie auch immer wieder gewählt. 

@09:19 Uhr von Bender Rodriguez

Sie hat schonmal gesagt, dass sie nicht wüsste  was sie falsch gemacht hätte. Wieso sollte sie auf einmal die Erleuchtung haben und die 16 Jahre fehlerhaftes Regieren danders sehen? Da rechten sich Fehler an Fehler. Ausnahmslos. Da war die Russlandpolitik doch nur ein kleines Steinchen im Mosaik. 

Kohleausstieg, EU-Spaltung, kernkraftausstieg, Abhängigkeit von Russland,  US- hörigkeit....

.

Bitte erzählt mir doch wenigstens eine gelungene Aktion der Merkelära. 

Was ist an der Vorbereitung für Kohleausstieg, Kernkraftausstieg nicht gelungen? Dass es nicht schnell genug durchgezogen wurde? Dass es überhaupt angegangen wurde?

Nicht gelungen: Abhängigkeit von Russlands Rohstoffen

Von Ihnen herbeifantasiert: EU-Spaltung, US-Hörigkeit

@09:28 Uhr von Möbius

Soso. Bis 2022 hat sie sich das nur nicht anmerken lassen.

 

Die Wahrheit ist, dass Russland für deutsche Interessen einfach ungleich bedeutender gewesen ist. Und wenn der Krieg nicht wäre, wäre das auch weiterhin so. Denn bisher hat die Ukraine nicht viel produziert, was in Deutschland gebraucht worden wäre. 

 

 

 

 

Das ist eine sehr einseitige Wahrnehmung.

 

Viele Zubehörteile für die Autoindustrie kommen/kamen aus der Ukraine.

 

Aus Russland kommt die Energie.

 

Das ist sicher bedeutend.

 

Was stellt Russland sonst her, was in Deutschland gebraucht würde?

 

Merkel wusste, dass Minsk II zum Scheitern verurteilt war

 

Deutlich geworden ist indirekt, dass Minsk II in der Realität das Ergebnis einer Erpressung durch Russland war, das in Debalzwo 6000 ukrainische Soldaten eingekesselt hatte und mit ihrer Vernichtung drohte.

 

So kam dann ein Abkommen zustande, das primär die Rettung dieser Soldaten zum Ziel hatte, aber durch die Hintertür Russland bestimmenden Einfluss auf die Regionalisierung der Ukraine und auf die ukrainische Innenpolitik sichern sollte.

 

Einflusspolitik auf Kosten der Souveränität des Nachbarn. Das war von Beginn an der "Webfehler" von Minsk II, das kein Abkommen auf Augenhöhe sondern ein klandestiner Hebel russischer Einflusspolitik sein sollte.

 

So gesehen konnte dieses "Abkommen" nur scheitern. 

 

@09:37 Uhr von Forfuture

Ich habe wahrlich viel an Frau Merkel zu kritisieren, bezogen auf die Russlandpolitik muss man aber fair sein.

Die von Willy Brandt zu unser aller großem Glück initiierte und von der SPD weiterentwickelte Ostpolitik wurde von den CDU Kanzler*Innen aus guten Gründen übernommen, nachdem die Union jahrzehntelang dagegen gewettert hatte.

Diese Politik hat ganz erheblich mit dazu beigetragen, dass aus einem kalten Krieg kein schlimmstenfalls atomarer Weltkrieg wurde und den Weg zur deutschen Einheit und Selbstständigkeit so vieler ehemaliger Sowjet-Staaten geebnet.

Was man der Politik der Merkel-Ära quer durch alle Parteien – und ich mir selber ebenfalls – vorwerfen muss, ist nicht viel früher auf den - zumindest aus heutiger Sicht klar erkennbaren - aggressiven Imperialismus Putins reagiert zu haben.

Ich glaube, das fasst es treffend zusammen. 

@09:29 Uhr von Wolfes74

... Morgenmagazin des ÖR, wurde  auch darüber geredet, daß ja zu Merkekl´s Zeit die Ukraine noch keine gefestigte Demokrratie war.

Liebes ÖR, wie Sie sicher wissen, ist die Ukraine immer noch keine gefestigte Demokratie, sie ist nicht mal demokratisch. Mehr oder weniger freie Wahlen, deren Ausgang hauptsächlich durch Oligarchen und deren Fernssehsender bestimmt wird, machen noch lange keine Demokratie.

 

Warum versuchen sie uns trotzdem tagtäglich einzuimpfen die Ukraine wäre ein supertolles Land, in dem alle in Freiheit, Glückseligkeit und Frieden schwelgen würden, wenn nur der böse Russ nicht wär.

 

 

 

In der Ukraine wurde vor 2022 ein Präsident ganz legal abgewählt und die Opposition wurde auch nicht eingersperrt.

 

Wie sieht das in Russland aus?

 

 

 

 

 

 

 

@09:27 Uhr von Giselbert

"Auch dass die Bundeswehr unter ihrer Regierung "verlottert" sei, will Merkel nicht auf sich sitzen lassen."

Bei dieser und ähnlichen Aussagen kommen mir Zweifel an Merkels Selbstwahrnehmung auf. Offensichtliche Tatsachen werden mit lapidaren, nichtssagenden Floskeln weggewischt.

 

Merkel ist doch daran nicht schuld. Sie hätte sich sonst gegen den „Zeitgeist“ stellen müssen, was kein Politiker politisch lange überlebt (Achtung, Herr Scholz!). 
Deutschland hat 20 Jahre lang jeden Euro in seine Wirtschaft gesteckt anstatt ins Militär und daran gut verdient. 
Die Globalisierung ist für mich eng mit der Zeit Merkels verbunden. 
Die Gesellschaft hat sich rapide verändert, Merkel förderte die Genderpolitik  (auch in Zusammenhang mit dem Ende der Wehrpflicht) und wandte sich vom meritokratischen Leistungsprinzip zunehmend ab. Zusätzlich entstand eine „Soziale Kontrolle“, die es in früheren Jahrzehnten so nicht gab. 

Es ist alles relativ

Zitat von Wolfes74 (09:29 Uhr) : "Mehr oder weniger freie Wahlen, deren Ausgang hauptsächlich durch Oligarchen und deren Fernssehsender bestimmt wird, machen noch lange keine Demokratie."

Freie, allgemeine, gleiche und geheime Wahlen sind zentrales Merkmal einer Demokratie und die Auszählung der Stimmen wird in der Ukraine auch nicht durch Oligarchen bestimmt.

Im Vergleich zu sehr vielen anderen Ländern auf diesem Planeten ist die Ukraine schon recht demokratisch, auch wenn es sicher noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt. Dazu wird die Ukraine Unterstützung durch die EU erhalten. Aber selbst wenn man diese Potentiale außer acht läßt und sich unter Überbetonung aller Versäumnisse der Vergangenheit lediglich auf die Momentaufnahme versteift, bleibt es falsch, daß Frau Merkel die völkerrechtswidrige Annektion der Krim achselzuckend hingenommen und nach einigen lauwarmen Beinaheprotesten und Sanktionssimulationen business as usual betrieben hat - obwohl sie es hätte besser wissen können.

@09:19 Uhr von Bender Rodriguez

Sie hat schonmal gesagt, dass sie nicht wüsste  was sie falsch gemacht hätte. Wieso sollte sie auf einmal die Erleuchtung haben und die 16 Jahre fehlerhaftes Regieren danders sehen? Da rechten sich Fehler an Fehler. Ausnahmslos. Da war die Russlandpolitik doch nur ein kleines Steinchen im Mosaik. 

Kohleausstieg, EU-Spaltung, kernkraftausstieg, Abhängigkeit von Russland,  US- hörigkeit....

.

Bitte erzählt mir doch wenigstens eine gelungene Aktion der Merkelära. 

 

Kohleausstieg, Atomausstieg. Einigung der EU, Mindestlohn, Verhinderung der Maut "Mit mir wird es eine Maut nicht geben" - Versprechen gehalten, sie hatte Dobrindt und Scheuer einfach mal machen lassen, weil sie wußte, daß die scheitern werden.

 

Daß Ihnen keine gelungenen Aktionen einfallen, dafür kann Frau Merkel nix.

@09:19 Uhr von Bender Rodriguez

Sie hat schonmal gesagt, dass sie nicht wüsste  was sie falsch gemacht hätte. Wieso sollte sie auf einmal die Erleuchtung haben und die 16 Jahre fehlerhaftes Regieren danders sehen? Da rechten sich Fehler an Fehler. Ausnahmslos. Da war die Russlandpolitik doch nur ein kleines Steinchen im Mosaik. 

Kohleausstieg, EU-Spaltung, kernkraftausstieg, Abhängigkeit von Russland,  US- hörigkeit....

.

Bitte erzählt mir doch wenigstens eine gelungene Aktion der Merkelära. 

PS: Im Parallelthread regen Sie sich über die angebliche Unfähigkeit der aktuellen Regierung auf, hier beschweren Sie sich über angebliche 16 Jahre Fehler davor. Ich bekomme das ungute Gefühl, Ihnen kann es sowieso niemand recht machen.

 

@ Sir Taki, 9:31

Volle Zustimmung zu Ihrem Kommentar! 

Merkel hat alles

richtig gemacht.Wer gibt denn gerne zu das da auch Fehler dabei waren,gerade in der Politik zu Russland?

@09:19 Uhr von Bender Rodriguez

....Da war die Russlandpolitik doch nur ein kleines Steinchen im Mosaik. 

Kohleausstieg, EU-Spaltung, kernkraftausstieg, Abhängigkeit von Russland,  US- hörigkeit....

.Bitte erzählt mir doch wenigstens eine gelungene Aktion der Merkelära. 

 

Eine US-Hörigkeit halte ich für einen Mythos. und die Russlandpolitik halte ich nachträglich für eins der beiden grössten "Steinchen" neben der Klimapolitik.

Im Übrigen kommt es darauf an, was sie mit "gelungen" meinen:

Kohle- und Kernkraftausstieg sind Erfolge - "gelungen" wären sie, wenn man die (unnötigen) zig Milliarden an Abfindungen für langfristig ohnhin tote Industrien vermieden und Erneuerbare Energien früh gefordert hätte. Leider haben CDU/CSU und FDP lieber vorher den Erfolg der EE-Startups in Deutschland abgewürgt.

"Wir schaffen das" war ein, nachträglich verstolperter Erfolg.

Der Mindestlohn ist ein echter Erfolg - allerdings auf Betreiben des Juniorpartners SPD und etwas verwässert duch die Einschränkungen, die Merkels CDU durchgesetzt hat.

 

 

Der Deutsche vergisst, aber er verzeiht nicht

Ich kann mich sehr gut erinnern an die innen- und weltpolitischen Rahmenbedingungen der Entscheidungen Merkels und ihrer zwei Vorgänger im Amt. 
 

Ich kann keine Fehler erkennen, war aber damals enttäuscht vom Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg aus der Kernkraft. Und ich hatte - kein Witz! - nach „Minsk II“ kein „gutes Gefühl“. Merkel hatte nicht den historischen Durchblick eines Helmut Kohl. Sie fuhr, wie in der Pandemie, immer nur „auf Sicht“. 
Manchmal reicht das aber nicht aus, ein paar Visionen ab und zu wären da gut gewesen ... 

@09:33 Uhr von NieWiederAfd

Geht es um die Bewertung ihrer Kanzlerschaft, sollte der Focus weiter sein: Es gibt viele Politikfelder, wo ich gar nicht auf Merkel-Linie war/bin: Wirtschafts- und  Sozialpolitik, Umwelt- und Klimapolitik, auch die Verwässerung/Durchlöcherung der Asylpolitik nach 2015, um nur einige anzudeuten.

In Frau Merkel habe ich immer so etwas wie eine Außenkanzlerin gesehen, d.h. ihre Stärke, ihr Fokus und ihr Wirken lag vor allem in der Außenpolitik. Innenpolitisch habe ich sie eher als wenig präsent und engagiert erlebt. Interessanterweise sagte sie im Interview selbst, dass vor allem innenpolitisch ein Kanzlerwechsel dringend notwendig war.

Innerhalb von wenigen Stunden 3 kommentierbare Meldungen zu Merkel finde ich übrigens etwas zu viel der Ehre

Vielleicht besteht nach Monaten ihres Rückzugs und der Stille Nachholbedarf.

Hofberichterstattung

Was "Teflon"-Merkel hier abgeliefert hat ist nichts weiter als die Fortsetzung ihrer 16-jährigen Politik, die im wesentlichen aus Opportunismus, Wegducken und Aussitzen bestand. Ein fortwährendes Hinterzimmer-Gemauschel mit großen Konzernen, unterstützt von "passenden" Ministern, die ihren Job noch weniger verstanden hatten (Verkehr, Verteidigung, Gesundheit, Verbraucherschutz...). Ein innerer Werte-Codex war und ist weithin nicht erkennbar. Vielleicht fehlt es ihr selbst an der Vorstellungskraft dazu.

Und ja, sie hat in der Tat alles richtig gemacht: Ihre Macht um jeden Preis aufrecht zu erhalten. Viele mehr leider nicht.

@09:19 Uhr Bender Rodriguez - Fortsetzung Corona

Sie hat schonmal gesagt, dass sie nicht wüsste  was sie falsch gemacht hätte. Wieso sollte sie auf einmal die Erleuchtung haben und die 16 Jahre fehlerhaftes Regieren danders sehen? Da rechten sich Fehler an Fehler. Ausnahmslos. Da war die Russlandpolitik doch nur ein kleines Steinchen im Mosaik. 

Kohleausstieg, EU-Spaltung, kernkraftausstieg, Abhängigkeit von Russland,  US- hörigkeit....

.

Bitte erzählt mir doch wenigstens eine gelungene Aktion der Merkelära. 
 

Die von Merkel maßgeblich verursachten gigantischen Schäden durch ihre Corona Maßnahmen sind noch nicht mal ansatzweise aufgearbeitet, da werden diese schon von ihrer verfehlten Russlandpolitik überholt. 
 

Während ihre Corona Maßnahmen vor allem den Deutschen massivst geschadet hatten, sind die Auswirkungen des Krieges gegen die Ukrainer weltweit zu spüren. 
 

Klar hat Putin den Krieg angezettelt. Aber es soweit kommen zu lassen, da hatte auch Merkel maßgeblich ihren Anteil daran. 

Keine Entschuldigung

Für ihre Politik gegnüber Russland braucht sich Frau Merkel nicht zu entschuldigen. Sie hat das gemacht was richtig und notwendig war. Wenn ich auch sonst mit ihrer Politik unzufrieden war, so muss ich feststellen, dass wir in Frieden und Sicherheit gelebt haben, mit gesicherter Energie zu guten Preisen, ein Pfeiler unseres Wohlstands. Frau Merkel jetzt für eine Entwicklung verantwortlich zu machen widerspricht den Tatsachen, wenn man die Vorgeschichte des Krieges mit einbezieht. Für eine Politik die den Frieden gesichert hat braucht man sich nicht zu entschuldigen.

@09:59 Uhr von Möbius

das erste Mal, dass Frau Merkel einen Fehler einräumen würde.

Alles, was sie tat war alternativlos.

Schon. Das gilt aber für die heutige deutsche Politik erst recht, schauen Sie sich mal zB die „Energiewende“ an. Merkel hat sehr mit sich gerungen, ob der Ausstieg aus der Atomkraft richtig ist. Inzwischen wachsen an der Entscheidung erneut die Zweifel... 

 

 

Das ist falsch.

 

Merkel hat nicht schwer mit sich gerungen, sondern einen Schnellschuss abgegeben.

 

Der Ausstieg aus der Atomkraft war nicht überlegt.

 

Er hätte kommen müssen, aber erst, nachdem der Umbau der Energiegewinnung vollendet war.

 

Niemand baut das Dach vor dem Keller.

 

Frau Merkel hat ja nicht…

Frau Merkel hat ja nicht allein regiert also kann sie auch nicht allein schuld an irgendetwas sein wobei in deutschland immer auf den Kanzler gezeigt wird wenn was schief läuft. Das ist Demokratie ala Deutschland wo eigentlich die Wirtschaft regiert und das Parlament sich selbst im Weg steht bei Entscheidungsfindung, Merkel brachte es dann eben auf den Punkt und alle waren froh es nicht entscheiden zu müssen.

Insofern hat Putin recht solche Demokratie brauch man nicht.

Minsk II

Zitat von marvin (09:36 Uhr) : "Merkel hat Minsk2 vergeigt. ... Selensky hat das Abkömmen offen boykottiert."

Dieses "Abkommen" war von Vornherein eine Totgeburt, die ausschließlich auf der militärischen Erpressung Russlands beruhte und von den Separatisten niemals umgesetzt worden ist, die trotz Waffenruhe seitens der Ukraine mit Unterstützung der russischen Armee die Kämpfe um Debalzewe, bei Schyrokyne und am Flughafen von Donezk weitergeführt haben.

Russland hat versucht, seine Forderungen durchzusetzen, ohne dafür auch nur irgendein Zugeständnis zu machen.

Der tatsächliche Fehler bestand darin, nicht schon damals die Ukraine so nachhaltig zu unterstützen, daß Russland seine neoimperialen Ansprüche hätte aufgeben müssen.

Das Scheitern diese Abkommens als Ausrede für den ungerechtfertigten Völkerechtsbruch durch Z-Russland zu verwenden ist reine Desinformation.

@10:04 Uhr von DerVaihinger

Soso. Bis 2022 hat sie sich das nur nicht anmerken lassen.

 

Die Wahrheit ist, dass Russland für deutsche Interessen einfach ungleich bedeutender gewesen ist. Und wenn der Krieg nicht wäre, wäre das auch weiterhin so. Denn bisher hat die Ukraine nicht viel produziert, was in Deutschland gebraucht worden wäre. 

 

 

 

 

Das ist eine sehr einseitige Wahrnehmung.

 

Viele Zubehörteile für die Autoindustrie kommen/kamen aus der Ukraine.

 

Aus Russland kommt die Energie.

 

Das ist sicher bedeutend.

 

Was stellt Russland sonst her, was in Deutschland gebraucht würde?

 

Zubehörteile für die Autoindustrie kann man auf der ganzen Erde herstellen. Es ist keineswegs so, daß die deutsche Autoindustrie von ukrainischen Zulieferern abhängig wäre. Man hat nur die Produktion einiger weniger Teile aus Kostengründen dorthin verlagert.

Gaslieferanten gibt es auf der Erde hingegen nur wenige.

@10:03 Uhr von Nerv1

das erste Mal, dass Frau Merkel einen Fehler einräumen würde.

Alles, was sie tat war alternativlos.

Klar und weil das so war wie sie sagen wurde sie auch immer wieder gewählt. 

 

 

Von mir nicht.

 

Abgesehen davon bin ich mit meiner Wahrnehmung nicht allein.

 

Ich gehöre nicht zu denen, die kritiklos alles hinnehmnen.

 

@09:19 Uhr von Bender Rodriguez

Ich habe eine völlig andere Bewertung der Regierungsjahre von Angela Merkel. Sie war keine "EU-Spalterin", sondern diejenige, die Europa vorangetrieben hat. Erinnert sei nur an  ihre Abschiedstournee. Keinem/  anderen Politiker wurden derart viele Ehrungen zuteil. Sie hat D sicher durch eine Vielzahl existentieller Krisen geführt, international war sie anerkannt und geachtet. Sie hat die Rahmenbedingungen geschaffen, dass Deutschland eine führende Rolle in der Weltwirtschaft einnahm. Die Arbeitslosigkeit wurde zurückgeführt. Ihre sparsame Haushaltspolitik hat unserem Land u.a. in der Corona-Krise geholfen. Sie hat Donald Trump Paroli geboten - ihre Rede vor der Harward University darf als historisch bewertet werden. Sie war/ist zudem die beliebteste Politikerin in D. Putin sah sie immer kritisch, band ihn aber wirtschaftlich ein. Ein harter Kurs gegen RUS wäre zu ihrer Amtszeit nicht durchsetzbar gewesen. Wir alle haben die günstige Energiezufuhr begrüsst. Atomausstieg evtl verfrüht?

 

Eigene Meinung

Zitat von DB_EMD (09:37 Uhr) : "Wir sind inzwischen so sehr auf auf den eher undiplomatischen Diplomat Melnyk fokussiert, dass wir uns eine eigene Meinung fast gar nicht mehr zutrauen"

Doch natürlich. Es ist bloß so, daß die Meinung jedes anständigen Menschen mit der von Botschafter Melnik übereinstimmt.

@09:29 Uhr von Wolfes74

Liebes ÖR, wie Sie sicher wissen, ist die Ukraine immer noch keine gefestigte Demokratie, sie ist nicht mal demokratisch. Mehr oder weniger freie Wahlen, deren Ausgang hauptsächlich durch Oligarchen und deren Fernssehsender bestimmt wird, machen noch lange keine Demokratie.

Lieber Wolfes74, wie Sie aber vielleicht nicht wissen (oder nicht wissen wollen?), hat die Ukraine in den letzten Jahren enorme Anstrengungen hin zur Demokratisierung unternommen und dabei - gerade im Hinblick auf seine Geschichte und politische Situation enorme Fortschritte gemacht. Überlegen Sie übrigens mal, in welchem Zustand sich Ostdeutschland befand, als es in die westliche Gemeinschaft aufgenommen wurde. Da hat niemand gewartet, bis wir unser "echtes" Demokratieverständnis nachgewiesen hätten. 

Ihre Behauptung, die Politik in der Ukraine würde angeblich nur von "Oligarchen und Fernsehsendern" bestimmt, ist erstens nicht wahr - das haben die Ukrainer mehrfach bewiesen, und zweitens reichlich abwertend.

Keiner macht alles richtig - in 16 Jahren

Die Kanzlerin aD muss sich sicher nicht für etwas entschuldigen, was sie nicht alleine verursacht hat. Allerdings ist diese defensive Haltung, die sie an den Tag legte schon ein wenig zu hinterfragen. Für verheerende, strategische Entscheidungen, wie die Energieabhängigkeit von Russland, die, obwohl die Risiken von verschiedenen Seiten deutlich aufgezeigt wurden, einfach durchgezogen wurde, müsste man schon die politische Verantwortung übernehmen, auch als Kanzlerin aD. Dass der Interviewer die Kanzlerin aD in dieser Sache so einfach davonkommen liess, war falsch! Hier hätte zwingend nachgebohrt werden müssen, denn die Problem die Europa nun deswegen hat, sind erheblich und die Konsequenzen für den Ukrainekrieg sogar riesig. Dass eine solche Mitverantwortung einfach negiert wird, geht nicht! Hier wäre der Finger deutlich in die schwärende Wunde zu legen!

@09:25 Uhr von Diabolo2704

Was genau soll denn das Schlimmere sein, was Frau Merkel verhindert hat. In der Ukraine kann man doch gerade besichtigen, was durch die Politik von Frau Merkel nicht verhindert wurde.

 

Sie wollen Putins Hybris und seinen aggressiven Angriffskrieg tatsächlich der Politik Merkels anhängen?

Das ist nun wirklich Unsinn.

Zur " Verlotterten " Bundeswehr

Im Bestand dieser Bundeswehr befindet sich Material, welches die ukrainische Armee jetzt dringend gebrauchen könnte, weil es Vorteile gegenüber dem Material das von russischer Seite eingesetzt wird bringen würde.

So verlottert kann das schon mal nicht sein.

Mittel bis längerfristiges Ziel muss es sein, eine Sicherheitsstruktur zu bekommen, ohne ständig hoch zu Rüsten und immer nur viel Geld und Ressourcen in Rüstung zu stecken.

 

Russland braucht den Westen - aber anders als sich das anhört

 

Die Ostdeutsche Merkel ist mit der Historie vertraut.

 

Russlands Geschichte ist eine Kette von autoritären Herrschaftsperioden. Zaren, Sowjets und jetzt Putin haben das Land stets unter der Knute von Autokratie und totalitärer Diktatur gehalten. Russland hat nie eine Freiheitstradition aufgebaut. Keine Magna Charta, keine französische Revolution, kein Hambacher Schloss.

 

Russland Herrschafts-Elite hat den Westen stets gebraucht:

 

- Zur Abgrenzung gegen dessen Freiheitstraditionen, die als Hedonismus und Sittenverfall dargestellt werden.

- Zudem als Bedrohung seiner Sicherheit.

 

Alle diese Narrative hatten aber stets nur eine Funktion: den eigenen Bürgern den Vorenthalt von Freiheit als Notwendigkeit zur Abwehr äußere Einflüsse vorzugaukeln, was aber letztlich nur der Herrschaftsabsicherung diente. So wie Putins Märchen von der Bedrohung durch die NATO-Osterweiterung, an das er selbst nicht glaubt.

 

@ Möbius

Die Wahrheit ist, dass Russland für deutsche Interessen einfach ungleich bedeutender gewesen ist.

 

Deutschland war für Putin aber zu keinem Zeitpunkt von Bedeutung. Putin bringt Deutschland keinen Respekt entgegen. In russischen Medien hat er sich mindestens seit 2007 wiederholt abfällig und ironisch über Deutschland geäußert.

Danach weiß man immer alles…

Danach weiß man immer alles besser und wenn man jetzt selber so wäre wie man von anderen erwartet oder haben möchte, dann wäre ja alles in bester Butter!

Im Nachhinein auf Frau Merkel herum zu hacken und jetzt alles besser wissen zu wollen ist von manchen Schreiberlingen hier mal wieder echt widerlich. Wer alles besser weiß oder kann, der soll in die Politik gehen!

Und das Frau Merkel genauso Fehler hat wie jeder andere hier, daß wußte ich schon beim Antritt ihres Amtes als Kanzlerin. Jeder Mensch hat Fehler, selbst der derzeitige Papst von dem man behauptet er sei unfehlbar!

@10:04 Uhr von Anita L.

Sie hat schonmal gesagt, dass sie nicht wüsste  was sie falsch gemacht hätte. [...]

Kohleausstieg, EU-Spaltung, kernkraftausstieg, Abhängigkeit von Russland,  US- hörigkeit....

.

Bitte erzählt mir doch wenigstens eine gelungene Aktion der Merkelära. 

Was ist an der Vorbereitung für Kohleausstieg, Kernkraftausstieg nicht gelungen? Dass es nicht schnell genug durchgezogen wurde? Dass es überhaupt angegangen wurde?

Nicht gelungen: Abhängigkeit von Russlands Rohstoffen

Von Ihnen herbeifantasiert: EU-Spaltung, US-Hörigkeit

 

US-Hörigkeit kann man nun nicht behaupten, ihr Verhältnis war wohl zwiespältig. Einerseits beeilte sie sich, dem US-Präsidenten kurz vor dem 2. Irakkrieg Deutschland als "Koalitionär der Willigen" anzubieten - noch als Oppositionsführerin, andererseits war da Nordstream 2, daß den Amerikanern (zu Recht) nicht gefiel.

 

Ich hätte durchaus an Angela Merkel als Kanzlerin einiges auszusetzen, aber das tun ja schon andere, mit  pauschalem Draufhauen. Deshalb "verteidige" ich sie.

@09:27 Uhr von Giselbert

In den Zeiten eines friedlichen Zusammenlebens in Europa schwand auch in der Bevölkerung der Wille nach einer militärischen Aufrüstung. Niemand hätte gedacht, dass Putin diese europäische Friedensordnung, die sich jahrzehntelang bewährt hatte, aufkündigen und einen brutalen Krieg gegen die UKR initiieren würde. Man sollte politische Entscheidungen immer auch unter Berücksichtigung des damaligen  Zeitgeistes bewerten.  Auch ich  hätte damals wenig Verständnis dafür aufgebracht, die Militärausgaben zu erhöhen.  Ich habe mich, wie die meisten anderen in der Person von Putin getäuscht.

 

@09:28 Uhr Möbius - grundsätzlicher Fehler in Russlandpolitik

Soso. Bis 2022 hat sie sich das nur nicht I anmerken lassen.

 

Die Wahrheit ist, dass Russland für deutsche Interessen einfach ungleich bedeutender gewesen ist. Und wenn der Krieg nicht wäre, wäre das auch weiterhin so. Denn bisher hat die Ukraine nicht viel produziert, was in Deutschland gebraucht worden wäre. 
 

Anstatt die Interessen der Partner im Osten von EU und NATO in den Fokus zu nehmen, hat Deutschland - ebenso Frankreich - immer den Fokus viel zu sehr auf Russland gesetzt. 
 

Dass man auf die Polen, Balten, Tschechen usw. viel mehr hätte hören sollen, ist ja nun schon Konsens. Nur bei Frau Merkel scheint diese Erkenntnis noch nicht angekommen zu sein. 
 

Sie sollte sich auch nicht entschuldigen. Es reicht schon wenn sie zugibt, dass sie in ihren 16 Jahren auf ganzer Linie und in fast allen Bereichen vollkommen versagt hat. 
 

Ein paar mal hat sie auf der internationalen Bühne eine ganz gute Figur gemacht. Das wars dann aber auch schon fast…

Ihr historisches Erbe? Ein Scherbenhaufen!

Eingangs möchte ich…

Eingangs möchte ich feststellen, dass ich den Angriffskrieg Putins aufs Schärfste verurteile.

Aber:

Merkel eine verfehlte Ost-Politik vorzuwerfen, trifft nicht den Kern der Sache.

Mit der Osterweiterung der EU seit 2004 wurden Putin etliche wichtige Märkte genommen. Hätte man anders lösen können.

Schon 2007 warnte Putin vor einem Auf- und Ausbau des Raketenschilds der Nato, ohne Erfolg.

So schrieb Zeit online am 09.09.2016:

"Die Nato, mit anderen Worten, schützt sich gerade gegen ein minimales Risiko aus dem Iran und Nordkorea, indem sie das maximale Risiko einer neuen nuklearen Aufrüstung Russlands eingeht."

Die Erkenntnisse waren da; gehandelt aber wurde ganz anders.

Zur Bundeswehr:

Ich wurde z. Zt. des "Prager Frühlings" zum Bund eingezogen. Schon damals herrschte der große Schlendrian, sodass etliches Gerät nicht einsetzbar war oder schnell ausfiel, wenn es gebraucht wurde. Dies lag an der mangelhaften Ausbildung der sog. "Fachkräfte" und auch an deren Einstellung.

Schlussfolgerung ???

 

Ostpolitik

Zitat von Forfuture (09:37 Uhr) : "Brandtsche Ostpolitik war lange Jahrzehnte ein Segen"

Sie sollten das vollständige Bild zeigen, Unter Bundeskanzler Willi Brandt wurde der Wehretat von 3,2% auf 3,4% des Bruttosozialprodukts erhöht - da würden die vorgeblichen Friedenfreunde heutzutage aus dem Hyperventilieren gar nicht mehr herauskommen. Willi Brandt wußte als ehemaliger Bürgermeister von Berlin (West) sehr genau, woran er mit den Russen war.

Voraussetzung für die Entspannungspolitik Willi Brandts war, daß den Russen sehr klar aufgezeigt wurde, wo die Grenzen sind. Das hat die Politik seit dem Amtsantritt des Unterhosenvergifters sträflich versäumt.

@09:59 Uhr von Möbius

das erste Mal, dass Frau Merkel einen Fehler einräumen würde.

Alles, was sie tat war alternativlos.

Schon. Das gilt aber für die heutige deutsche Politik erst recht, schauen Sie sich mal zB die „Energiewende“ an. Merkel hat sehr mit sich gerungen, ob der Ausstieg aus der Atomkraft richtig ist. Inzwischen wachsen an der Entscheidung erneut die Zweifel... 

 

Nein, da wachsen keine Zweifel, nur bei den ewig Gestrigen wachsen da Zweifel, die eine Abhängigkeit (Öl, Gas) durch eine andere Abhängigkeit (Uran) ersetzen wollen, vom Risiko für die Umwelt mal abgesehen, und die beim Anblick eines Atomkraftwerkes nostalgische Gefühle bekommen und sich gerne den Kühlturm im Sonnenuntergang anschauen.

@ DerVaihinger

Aus Russland kommt die Energie.

 

Jetzt nicht mehr. Das Ende russischer Energielieferungen nach West- und Mitteleuropa ist absehbar. Wir brauchen regenerative Energiequellen, die keine Diktatoren sponsern.

Hinterher ist man immer schlauer

 

Man muss auch bedenken, dass Psychopathen, wie sie aktuell im Kreml sitzen, sich sehr gut verstellen können.

Und einzig bei diesen Psychopathen ist die Schuld zu suchen. Im Grunde genommen ist auch  Merkel - und bei weitem nicht als einzige Politikerin - ein Opfer der Manipulation dieser Psychopathen geworden.

Wenn ich aktuell Macrons Aussage lese, man dürfe Russland nicht demütigen, dann sind es mindestens schon zwei.

 

@09:59 Uhr von Möbius

das erste Mal, dass Frau Merkel einen Fehler einräumen würde.

Alles, was sie tat war alternativlos.

Schon. Das gilt aber für die heutige deutsche Politik erst recht, schauen Sie sich mal zB die „Energiewende“ an. Merkel hat sehr mit sich gerungen, ob der Ausstieg aus der Atomkraft richtig ist.

Inzwischen wachsen an der Entscheidung erneut die Zweifel... 

So? Oder werden nur gerade jene wieder laut, die den Ausstieg aus der Atomkraft schon zu Frau Merkels Zeiten als Fehler bemängelt haben und die aktuelle Situation für ihr "Siehste" missbrauchen? Andere jedoch erkennen umsomehr, was Katastrophen wie Fukushima oder Putins politisches Abdriften was deutlich vor Augen halten: Im Festhalten an veralteten Strukturen liegt kein Gewinn.

@ Bender Rodriguez

Ihr übliches Merkel-Bashing in Ehren. Aber darum geht's gar nicht.

@10:04 Uhr Anita L. - grüne Merkel / falsche Partei

 

Was ist an der Vorbereitung für Kohleausstieg, Kernkraftausstieg nicht gelungen? Dass es nicht schnell genug durchgezogen wurde? Dass es überhaupt angegangen wurde?

 

Merkel war eher grün. Vermutlich weiß sie selber nicht mehr, warum sie die CDU gekapert hatte. 
 

Ihr überhasteter und unüberlegter Ausstieg aus der Atomkraft war ein Mosaikstein auf dem Weg zur Russland Abhängigkeit. Alles nur Zufall? Oder Unfähigkeit? Oder Absicht?

 

Rein objektiv gesehen muss man zum Schluss kommen, das war alles so geplant. Denn so viel falsche Handlungen aneinander gereiht und all diese Konsequenzen daraus, das ist zu viel und zu heftig, als dass das alles nur aus Unfähigkeit heraus entstanden sein kann. 
 

Da müsste schon jede Menge Ideologie im Spiel sein und eine fast schon pathologische Ausblendung von Tatsachen und Realitäten. 
 

Eben das was Merkels viele Millionen Kritiker ihr seit vielen Jahren vorwerfen. 

@09:35 Uhr von Giselbert

Ich sehe keinen "Scherbenhaufen", den Frau Merkel hinterlassen hätte. Wir leben in einem wohlhabenden Land mit einem engmaschigen sozialen Netzwerk, gesellschaftlicher Geschlossenheit, niedriger Kriminalität,einem vergleichsweise guten Bildungs- und Gesundheitssystem, niedriger Arbeitslosigkeit.  Wo sehen Sie denn einen "Scherbenhaufen"...? Die AFD hat die klare Direktive ausgegeben, dass es Deutschland schlecht gehen müsse, damit es ihr (das AFD) gut geht. Dieser Satz des ehemaligen Pressesprechers zeigt sehr anschaulich, worum es dieser Partei geht. Natürlichg gab es Entscheidungen von Frau Merkel, die sich im Rückblick als falsch erwiesen haben. Aber sie hat doch Recht wenn sie sagt, dass alle  Maßnahmen wohlüberlegt und entsprechend der damaligen Vorgaben getroffen wurden. Insoweit können sie aus damaliger Sicht auch nicht falsch gewesen sein. Ich habe mich in all den Jahren in Deutschland sicher gefühlt und unser Land - anders als die AFD - als "lebenswert" wahrgenommen.

 

Was mich bei der ganzen…

Was mich bei der ganzen Sache immer wundert, ist, dass z.B. unsere Spitzenpolitiker anscheinend von unseren und befreundeten Geheimdiensten, die bestimmt lange Erkenntnisse auch über Putins mehr oder weniger schon im Ansatz verdeckte Aktionen gemacht und diese ausgewertet und damit entsprechend informiert haben um daraus das weitere Vorgehen der Staatsführung in unseren Interessen mit fest gelegt werden kann?

Jetzt plötzlich Frau Merkel alleine zur Schuldigen zu erklären, geht, bei aller berechtigten Kritik, zu sehr an einer richtigen Aufarbeitung vorbei, die jetzt sehr wichtig zur weiteren Planung der richtigen Schritte an der Sache ist. So besteht die Gefahr in Hektik zu verfallen, wodurch einige gejagt werden und so die Problemlösung zu sehr in den Hintergrund gedrängt wird. Für solche Spielchen ist aber nun keine Zeit mehr. Jetzt muss aufgeräumt und sachlich an die Problemlösung heran gegangen werden. Kontraproduktiv sind dabei die schnippichen Auftritte unserer Außenministerin!

@10:04 Uhr von Anita L.

Kohleausstieg, EU-Spaltung, kernkraftausstieg, Abhängigkeit von Russland,  US- hörigkeit....

.

Bitte erzählt mir doch wenigstens eine gelungene Aktion der Merkelära. 

Was ist an der Vorbereitung für Kohleausstieg, Kernkraftausstieg nicht gelungen? Dass es nicht schnell genug durchgezogen wurde? Dass es überhaupt angegangen wurde?

Nicht gelungen: Abhängigkeit von Russlands Rohstoffen

Von Ihnen herbeifantasiert: EU-Spaltung, US-Hörigkeit

Atomausstieg?

Jo - den von Rot-Grün ausgehandelten hatte sie wieder zurück genommen

und

als dann die Grünen (nach dem GAU von Fukushima) immer stärker zulegten bekam sie Panik und zimmerte einen "Ausstieg-vom-Ausstieg" zusammen der vor allen zu Lasten der Steuerzahler geht.

Übrigens - aus der Kohle steigt die BRD schon seit Ende der 1950er Jahre aus - sozial verträgtlich soweit dies im Kapitalismus überhaupt geht.

Frau Merkel hat vor allem eines aktiv bewirkt:

Freie Bahn für grosse Konzerne und Soziales für die ärmeren Bürger in homöopatischen Dosierung

*sarkasmus*

@ DerVaihinger

Was stellt Russland sonst her, was in Deutschland gebraucht würde?

 

Nichts. Russland ist kein Industrieland und die Figur Putin ist ein gewaltiger Rückschlag für die Menschen in diesem Vielvölkerstaat.

@09:50 Uhr von Kessl

Wir stehen so knapp vor dem dritten Weltkrieg wie seit Kuba nicht mehr und sie spricht von "Schlimmeres verhindert".

 

Ich glaube sie wissen auch nicht über die Kubakriese bescheid. Dort waren es die USA mit ihrer Stationierung von Atomraketen in der Türkei die das Provoziert haben. Und wo es am Ende ein Gesichtswahrendes Abkommen für Kennedy gab.

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