Kommentare - Katar-WM: 420 Millionen Euro Entschädigung für Arbeiter?

19. Mai 2022 - 11:33 Uhr

Seit Jahren kritisieren Menschenrechtler die Arbeitsbedingungen bei den WM-Vorbereitungen in Katar. Nun fordern sie vom Fußball-Weltverband FIFA Entschädigungszahlungen in Millionenhöhe.

Artikel auf tagesschau.de
Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

@13:59 Uhr von schabernack

 

 

Es wird mir nicht leicht fallen, denn ich habe bei jeder WM immer viele Spiele angeschaut, nicht nur mit deutscher Beteiligung.

 

Für Qatar 2022 ist alles schon bestimmt. Nicht schauen ändert daran nichts mehr. Einige richtig gute und sehenswerte Spiele gibt es bei jeder WM. Nicht selten gerade solche, bei denen man es nicht erwartet hatte. 2018 in Russland war Belgien - Japan 3:2 das beste Spiel mit jenem legendären Tor zum 3:2 in der 93. Minute.

 

Gianni I. ist auf ewig unbelehrbar. Bei der WM 2026 in USA / MEX / CAN werden statt 32 dann 48 Teams dabei sein. Statt insg. 64 dann 80 Spiele, aber weiter 7 bis zum Titellgewinn.

 

More matches make more money.

 Genau wegen solchen allgemein verbreiteten Haltungen wird sich leider nichts ändern. Und trifft jeden der das ignoriert und sagt „ich kann doch nichts ändern“ eine Mitschuld .

@14:17 Uhr von SGEFAN99

Katar hat Arbeit und Aufträge vergeben. Katar muss die selbst verursachten Schäden selbst bezahlen, 

Die Fifa vergibt aber die WM, wenn ich das richtig weiß, und verlangt dann auch was zu bauen ist, damit die WM entsprechend durchgeführt werden kann. Die Fifa hat vorher gewußt was Qatar für ein Land ist, also ist sie mitschuldig!

Bei aller Kritik an der FIFA (die ich ja auch teile): die Stimmen geben immer noch die Abgesandten der Nationalverbände ab also aus Deutschland z. B. die Abgesandten des DFB.

 

Es spielt keine Rolle wer abstimmt über die WM. Die Mitgliedsländer sind nun mal Mitglied in der Fifa und die Fifa vergibt die WM!

@13:59 Uhr von schabernack

Für Qatar 2022 ist alles schon bestimmt. Nicht schauen ändert daran nichts mehr. Einige richtig gute und sehenswerte Spiele gibt es bei jeder WM. Nicht selten gerade solche, bei denen man es nicht erwartet hatte. 2018 in Russland war Belgien - Japan 3:2 das beste Spiel mit jenem legendären Tor zum 3:2 in der 93. Minute.

 

Legendär ist lediglich die Tatsache, wie effizient diese Brot-und-Spiele-Manipulation bei sehr vielen Menschen selbst anno 2022 noch wirkt, wie man an auch an Ihrem Beitrag feststellen kann.

 

„Ändert eh nichts mehr“ also. So inflationär häufig wie das (Un-)Wort „whataboutism“ hier (und nicht nur hier) aktuell verwendet wird … sollte ich das an dieser Stelle evtl. doch zum ersten Mal verwenden?

 

Wenn man auf einige...

...sportliche Großereignisse der letzten Jahre zurückschaut, sollte eigentlich klar sein, dass der Rücksichtslosigkeit und Ignoranz der Verbände dringend ein Riegel vorgesetzt werden muss. Sport auf diesem Level lässt sich nun mal nicht von Geld trennen und damit nicht von Politik.

Vor dreißig oder vierzig Jahren wurde die Kommerzialisierung kritisiert, doch nichts ist passiert. Später ging es auch um ökologische Aspekte - nichts hat sich geändert. Inzwischen sterben haufenweise Menschen bei der direkten Vorbereitung - aber "The Show must go on". Was in manchen Austragungsländern parallel passiert, will ich jetzt gar nicht aufzählen.

 

Was muss denn noch kommen? In zwanzig Jahren Olympische Spiele in Saudi Arabien und während der Eröffnungsfeier ein paar von den Events, die man dort gerne mal in der Öffentlichkeit durchführt?

 

@13:32 Uhr von Owe der Nervier

 

Wer ist schlimmer: Katar oder FIFA?

Ich bin mir da nicht sicher.

 

Beides schlimm, aber noch schlimmer ist Schauspielereii von Neymar nach einem leichten Rempler.

Im Fußball wird viel zu viel Geld verdient. Die FIFA schmeißt jährlich mit Milliarden um sich die nicht immer wirklich nachvollziehbar sind woher sie tatsächlich kommen.///

Ach so. Schauen wir mal in die USA. Es gibt  nur wenige Fußballer, die mit den NBA-Stars mithalten können.

So ganz nebenbei, man wird  ohne Geld, auch nicht Bob-Olympiasieger. Auch dafür bekommt man Geld. Natürlich wenig im Vergleich zu Fußball, NBA oder Baseball Aber immerhin!.

 

Fan-Boykott

Effektiver als ein TV-Boykott wäre es, wenn kaum Fans aus aller Welt zur WM reisen. Das wird aber vermutlich auch nichts. 

@14:23 Uhr von schabernack - Es muss immer erst was passieren

 
Schlecht bezahlt in Qatar verdient mehr Geld als arbeitslos in Nepal.

----------------------------------------------------------------

Das ist ja überall so. Die Textil-Arbeiterinnen in Pakistan, die bei  Fabrikbränden ums Leben kamen, haben immerhin bewirkt, dass man etwas genauer hinschaut seitens Charles & Antony, H&M, Otto...   Aber erst nach enormem Druck (sprich Kaufboykott).

Und Kinderarbeit ist ja ein ganz anderes Thema....

 

 

@SGEFAN99 (14:13)

...wenn schon nicht absagen und wenn man's unbedingt übertragen muss, wie wär's dann damit: Vor jedem Spiel statt Nationalhymnen eine Schweigeminute, vielleicht mit Einblenden von Namen oder Bildern von Arbeitern. Und als Zuschauer in den Stadien nur in Katar lebende Arbeiter. Die die Tickets vom Staat oder der FIFA geschenkt bekommen.

Und was erhoffen Sie sich davon?

.

Erstens: wird nicht passieren (genau wie diese Entschädigungen die da gefordert werden nie gezahlt werden).

.

Zweitens: selbst wenn es passiert wird das nur gemacht um das Image zu verbessern. Die FIFA würde sowas nicht einfach so machen (wenn sie es überhaupt macht was aber ausgeschlossen ist).

 

Ich erhoffe mir davon, dass zumindest ein Teil des weltweiten Publikums betroffen genug ist, um beim nächsten Kauf von Sportschuhen bewusst nicht die vom Sponsor zu nehmen oder als Bier zum Spiel eines wählt, was nicht auf der Bandenwerbung steht.

Manchmal klappt sowas tatsächlich. Siehe Shell und Brent Spar.

 

@14:23 Uhr von schabernack

 

Die Menschenrechtler klagen Katar an. Warum macht das nicht die Heimat der Sklaven?

Keine Lobby, kein Interesse? Korruption im Spiel (ganz sicher!)

 

Korruption wohl nicht so sehr, aber die Löhne (in Teilbeträgen) der Arbeiter in Qatar als Unterstützung der Familien in Nepal oder Indien oder Pakistan.

 

Schlecht bezahlt in Qatar verdient mehr Geld als arbeitslos in Nepal.

 

Wegen 100 85-jährigen, schwerkranken Greisen die in Deutschland sterben machen Sie einen Aufstand und echauffieren sich über Ihre Mitmenschen (dies geht genauso auch raus @ ich1961) …

 

… Mindestens 6500 gesunde Menschen dagegen, die zu Tode geschunden wurden, sind Ihrer Ansicht nach also einfach durch Raubtierkapitalismus (und Fußball-Affinität) zu rechtfertigen. 
 

Der Begriff Doppelmoral reicht da meines Erachtens kaum noch aus. Immerhin wird diese bei Themen wie diesen deutlich. Diese in meinen Augen selbstgerechte und verblendete Einstellung findet sich leider zuhauf.
 

 

@14:38 Uhr von -Der Golem-

 
Schlecht bezahlt in Qatar verdient mehr Geld als arbeitslos in Nepal.

----------------------------------------------------------------

Das ist ja überall so. Die Textil-Arbeiterinnen in Pakistan, die bei  Fabrikbränden ums Leben kamen, haben immerhin bewirkt, dass man etwas genauer hinschaut seitens Charles & Antony, H&M, Otto...   Aber erst nach enormem Druck (sprich Kaufboykott).

Und Kinderarbeit ist ja ein ganz anderes Thema....

 

 

Ok, jetzt reicht‘s: whataboutism whataboutism whataboutism whataboutism whataboutism whataboutism 

 

zufrieden?

@Owe der Nervier (14:19)

...wenn schon nicht absagen und wenn man's unbedingt übertragen muss, wie wär's dann damit: Vor jedem Spiel statt Nationalhymnen eine Schweigeminute, vielleicht mit Einblenden von Namen oder Bildern von Arbeitern. Und als Zuschauer in den Stadien nur in Katar lebende Arbeiter. Die die Tickets vom Staat oder der FIFA geschenkt bekommen.

Wäre nicht schlecht! Zum Rest, daß finde ich persönlich gegenüber den vielen Toten respektlos die im Namen und für den Fußball ihr leben lassen mußten!

 

Wie die Idee mit den Zuschauern mit Hinblick auf die Toten wirken kann habe ich möglicherweise nicht genug durchdacht. Danke für den Hinweis.

 

Fanboy Kott

Die Fans werden die WM vermutlich boykottieren.

@14:29 Uhr von Vector-cal.45 / @schabernack

 

Legendär ist lediglich die Tatsache, wie effizient diese Brot-und-Spiele-Manipulation bei sehr vielen Menschen selbst anno 2022 noch wirkt, wie man an auch an Ihrem Beitrag feststellen kann.

 

Kompletter Nonsens noch weiter im Abseits als unmittelbar jenseits der Außenlinie, oder ganz alleine an der Eckfahne. Ich bin nicht der Fußballgott von Schalke 04. Und Sie schreiben besser mal was zu Fußball oder WM, aus dem man erlesen kann, dass Sie mehr als den Unterschied zwischen Ball und Würfel wissen.

 

„Ändert eh nichts mehr“ also. So inflationär häufig wie das (Un-)Wort „whataboutism“ hier (und nicht nur hier) aktuell verwendet wird … sollte ich das an dieser Stelle evtl. doch zum ersten Mal verwenden?

 

Sie können welche Worte auch immer verwenden, wie Sie wollen, wenn Sie nur dem Unsinn entsagen. Ich würde mir eine andere FIFA wünschen … schon lange. Und ich schaue gerne Fußball, und werde mir ganz sicher nicht durch Ihr Gequatsche den Brot-und-Spiele-Kasper rein schwatzen lassen.

@14:36 Uhr von harpdart

Effektiver als ein TV-Boykott wäre es, wenn kaum Fans aus aller Welt zur WM reisen. Das wird aber vermutlich auch nichts. ///

Die FIFA kann sich kaum retten, vor Kartenanfragen. 

 

Mal unabhängig davon, …

… dass die Verhältnisse auf den WM-Baustellen in Qatar offensichtlich völlig indiskutabel und menschenverachtend sind, frage ich mich, wie diese Todeszahlen zustande kommen. 

 

6.500 Verstorbene bei einer Bauzeit von 12 Jahren ergibt mehr als 10 (!) tödliche Unfälle pro Woche! Jede einzelne Woche! Bei 15.000 (fünfzehntausend!) sind es sogar mehr als 24 tote Arbeiter jede einzelne Woche. 

 

Wie, bitte, ist das denn möglich?

 

Und warum wird mir Zahlen wie 6.500 und 15.000 derartig herumjongliert?

@14:49 Uhr von Tinkotis

...wenn schon nicht absagen und wenn man's unbedingt übertragen muss, wie wär's dann damit: Vor jedem Spiel statt Nationalhymnen eine Schweigeminute, vielleicht mit Einblenden von Namen oder Bildern von Arbeitern. Und als Zuschauer in den Stadien nur in Katar lebende Arbeiter. Die die Tickets vom Staat oder der FIFA geschenkt bekommen.

Wäre nicht schlecht! Zum Rest, daß finde ich persönlich gegenüber den vielen Toten respektlos die im Namen und für den Fußball ihr leben lassen mußten!

 

Wie die Idee mit den Zuschauern mit Hinblick auf die Toten wirken kann habe ich möglicherweise nicht genug durchdacht. Danke für den Hinweis.

 

Deshalb tauscht man sich im Anstand, mit Respekt und auf faire Weise miteinander aus!

@14:40 Uhr von Vector-cal.45 / @schabernack

 

Korruption wohl nicht so sehr, aber die Löhne (in Teilbeträgen) der Arbeiter in Qatar als Unterstützung der Familien in Nepal oder Indien oder Pakistan.

 

Schlecht bezahlt in Qatar verdient mehr Geld als arbeitslos in Nepal.

 

Wegen 100 85-jährigen, schwerkranken Greisen die in Deutschland sterben machen Sie einen Aufstand und echauffieren sich über Ihre Mitmenschen (dies geht genauso auch raus @ ich1961) …

 

Es wird immer bescheuerter. Zu Corona schreibe ich so gut wie nie mehr was. Weil es nach nun 2,5 Jahren immer das Gleiche, und alles schon geschrieben ist.

 

Corona ist ohne jeden Zusammenhang zur WM in Qatar und Arbeitsbedingungen dort auf den Baustellen für die Stadien.

 

Schreiben Sie mal besser was über Bären und Fußball. Das wäre meilenweit näher dran am Diskussionsthema hier. Abseits kann auch dann sein, wenn der Schiri gar nicht pfeift.

@14:50 Uhr von stand with Ukraine

Die Fans werden die WM vermutlich boykottieren.

Welche Fans vermuten sie könnten das sein?

@14:07 Uhr von Tinkotis

...wenn schon nicht absagen und wenn man's unbedingt übertragen muss, wie wär's dann damit: Vor jedem Spiel statt Nationalhymnen eine Schweigeminute, vielleicht mit Einblenden von Namen oder Bildern von Arbeitern. Und als Zuschauer in den Stadien nur in Katar lebende Arbeiter. Die die Tickets vom Staat oder der FIFA geschenkt bekommen.

Und wie wollen Sie das in Katar oder bei der FIFA durchsetzten?  Diese System sind auch nicht für Argumente zugänglich. Sehn wir aktuelle ja bei Putin auch.
 

 

@14:51 Uhr von schabernack

Legendär ist lediglich die Tatsache, wie effizient diese Brot-und-Spiele-Manipulation bei sehr vielen Menschen selbst anno 2022 noch wirkt, [...]

 

Kompletter Nonsens […] Und Sie schreiben besser mal was zu Fußball oder WM, aus dem man erlesen kann, dass Sie mehr als den Unterschied zwischen Ball und Würfel wissen.

Hier geht es nicht um Fußball an sich, über den ich gar nicht wissen will, sondern um die absolut menschenunwürdigen Zustände um diese WM.

„Ändert eh nichts mehr“ also. So inflationär häufig wie das (Un-)Wort „whataboutism“ hier (und nicht nur hier) aktuell verwendet wird … sollte ich das an dieser Stelle evtl. doch zum ersten Mal verwenden?

 

Sie können welche Worte auch immer verwenden, wie Sie wollen, wenn Sie nur dem Unsinn entsagen. Ich würde mir eine andere FIFA wünschen … schon lange. Und ich schaue gerne Fußball, und werde mir ganz sicher nicht […].

Genießen Sie Ihr gekicke, nur zu. Aber kommen Sie mir bitte nicht mehr mit irgendwelchen ethisch-moralischen Ansprüchen daher.

@14:51 Uhr von rainer4528

 

Effektiver als ein TV-Boykott wäre es, wenn kaum Fans aus aller Welt zur WM reisen. Das wird aber vermutlich auch nichts. ///

 

Die FIFA kann sich kaum retten, vor Kartenanfragen.

 

Ist das tatsächlich so? Ich hätte eigentlich eher anderes erwartet. Weil Qatar nun kein so sehr fußball-attaktives Land, und auch nicht so ganz billig für den WM-Aufenthalt ist

14:40 Uhr von Vector-cal.45

>>>Wegen 100 85-jährigen, schwerkranken Greisen die in Deutschland sterben machen Sie einen Aufstand und echauffieren sich über Ihre Mitmenschen (dies geht genauso auch raus @ ich1961) …

… Mindestens 6500 gesunde Menschen dagegen, die zu Tode geschunden wurden, sind Ihrer Ansicht nach also einfach durch Raubtierkapitalismus (und Fußball-Affinität) zu rechtfertigen. <<<

 

Ich möchte mich für Ihre Kommentare zu diesem Thema bedanken. 

Zunächst hatte ich überlegt, der Userin @ich 1961 zu antworten. Allerdings hätte ich mich dabei vermutlich im Ton vergriffen und so hab ich's lieber gelassen.

Allerdings überlege ich immer noch, woran es liegt, dass 100 Alte (in Deutschland) Geschrei und Beschimpfungen an andere User hervorrufen. Bei einer Vielzahl an unterschiedlich ums Leben gekommene Menschen aus weit entfernten Ländern aber der Satz beginnt mit "Wenn das ....". 

Vermutlich aber ist es wie bei Flüchtlingen und Kriegen: Ukrainer und dann der Rest der Flüchtlinge, Ukrainekrieg und Jemen-Krieg.

 

@14:45 Uhr von Vector-cal.45

 
Schlecht bezahlt in Qatar verdient mehr Geld als arbeitslos in Nepal.

----------------------------------------------------------------

Das ist ja überall so. Die Textil-Arbeiterinnen in Pakistan, die bei  Fabrikbränden ums Leben kamen, haben immerhin bewirkt, dass man etwas genauer hinschaut seitens Charles & Antony, H&M, Otto...   Aber erst nach enormem Druck (sprich Kaufboykott).

Und Kinderarbeit ist ja ein ganz anderes Thema....

 

 

Ok, jetzt reicht‘s: whataboutism whataboutism whataboutism whataboutism whataboutism whataboutism 

 

zufrieden?

.

Klemmt Ihre Tastatur oder haben Sie einfach keine Argumente?

@14:51 Uhr von rainer4528

Effektiver als ein TV-Boykott wäre es, wenn kaum Fans aus aller Welt zur WM reisen. Das wird aber vermutlich auch nichts. ///

Die FIFA kann sich kaum retten, vor Kartenanfragen. 

 

 

Das wär's. Und wenn erst die Fußballmannschaften sagen würden "da spielen wir nicht", dann würde vielleicht ein Umdenken stattfinden. Aber Herr Beckenbauer hat bei seinen diversen Besuchen vor Ort auch nie Arbeitssklaven gesehen. Dachte er wahrscheinlich, die Bauarbeiter mit FlipFlops und kurzen Hosen und ohne Helm sind irgendwelche Abenteuertouristen.

​​​​​​Fans sind im Verdrängen gut, geht's doch um das Event.

@15:03 Uhr von Thomas D. - gute Frage

… dass die Verhältnisse auf den WM-Baustellen in Qatar offensichtlich völlig indiskutabel und menschenverachtend sind, frage ich mich, wie diese Todeszahlen zustande kommen.

6.500 Verstorbene bei einer Bauzeit von 12 Jahren ergibt mehr als 10 (!) tödliche Unfälle pro Woche!

--------------------------------------------------------------------

Vielleicht hilft Ihnen das hier weiter:

 

Die Regierung Katars teilte auf "Guardian"-Anfrage mit, dass aktuell 1,4 Millionen Menschen aus den genannten Ländern in dem Emirat leben, mehrere Millionen hätten in den vergangenen zehn Jahren das Land verlassen. Davon sei ein "kleiner Prozentsatz" gestorben. Die Sterberate liege in einem Bereich, der für diese Größe und diese demografische Zusammensetzung zu erwarten sei. Laut "Guardian" wurde bei 69 Prozent der Gestorbenen aus Indien, Nepal und Bangladesch eine natürliche Todesursache angegeben

 

Was man von dieser Auslegung halten soll überlasse ich jedem Leser selbst.

 

@15:03 Uhr von Thomas D.

… dass die Verhältnisse auf den WM-Baustellen in Qatar offensichtlich völlig indiskutabel und menschenverachtend sind, frage ich mich, wie diese Todeszahlen zustande kommen. 

 

6.500 Verstorbene bei einer Bauzeit von 12 Jahren ergibt mehr als 10 (!) tödliche Unfälle pro Woche! Jede einzelne Woche! Bei 15.000 (fünfzehntausend!) sind es sogar mehr als 24 tote Arbeiter jede einzelne Woche. 

 

Vor einiger Zeit gab es eine Reportage über Bauarbeiten und die Arbeiter zu diesem Event. Wenn Sie diese "Arbeitskleidung" gesehen haben wundern Sie sich über die vielen tausend Toten nicht mehr. Auch in der knappen Freizeit sind viele der Arbeiter z.B. an Hitzschlag gestorben. Die Container in denen diese Menschen hausen mussten: ohne Fenster, ohne Klimaanlage. Sanitäre Anlagen, die sich hundert Leute teilen mussten, Küchen ebenso. Bei 5O° und mehr wurde nicht ausreichend Trinkwasser zur Verfügung gestellt.

Viele Familien wissen bis heute nicht, dass ihr Familienangehöriger verstorben ist. 

 

@15:12 Uhr von Vector-cal.45 / @schabernack

 

 

Genießen Sie Ihr gekicke, nur zu. Aber kommen Sie mir bitte nicht mehr mit irgendwelchen ethisch-moralischen Ansprüchen daher.

 

Selbstverständlich mach Fußball-WM in Qatar im TV gucken nicht gleichzeitig Moral und Ethik kaputt. Genau so selbstverständlich komme ich immer mit dem daher, was ich zu Thema (x) schreiben will, wenn ich das will.

 

Ändert auch ein Kaliber 45 gar nichts daran.

FIFA

Mit ihrem Präsidenten mutiert zu einem Alien. So lange allerdings korrupte Mitglieder in der FIFA Executive durch "Geschenke" willfährig gemacht werden, so lange können wir uns aufregen wie wir wollen.

So wie Barcelona und Madrid in Deutschland schon pleite wären. Aber unsere Moral alleine zählt nicht. 

13:13brunö

ist das nicht der wunderbare staat, wo unser minister habeck jetzt das gas einkaufen will?

 Blödsinn. Niemand, der in diesen konfliktreichen Kriegs- und Krisenzeiten politische Verantwortung wahrnimmt, spricht von Katar als "wunderbarer Staat".
Aber es geht darum, dem Aggressor Russland keine Devisen zur Kriegsführung zur Verfügung zu stellen, die dann für den Angriffskrieg verwendet werden. Stimmen Sie dem zu? Dann wissen Sie auch, dass es Übergangslösungen braucht. 
Oder ist Russland für Sie ein "wunderbarer Staat", dessen Energiequellen Sie gerne nutzen und zahlen, um dieses friedliebende Musterland weiter zu unterstützen?

 Oder ging's wieder mal nur um Stänkern gegen grüne Minister buchstäblich um jeden Preis?

NÖÖ, es geht nur um die unerträgliche doppelmoral in diesem land.  die preise für öl und gas steigen und putin verdient noch mehr, weil wir zu blöd sind. siehe merkels weitsicht in allem, grandios gesche

@14:40 Uhr von Vector-cal.45 + @ schabernack

Schlecht bezahlt in Qatar verdient mehr Geld als arbeitslos in Nepal.

------------------------------------------------------------------

Wegen 100 85-jährigen, schwerkranken Greisen die in Deutschland sterben machen Sie einen Aufstand und echauffieren sich über Ihre Mitmenschen

… Mindestens 6500 gesunde Menschen dagegen, die zu Tode geschunden wurden, sind Ihrer Ansicht nach also einfach durch Raubtierkapitalismus (und Fußball-Affinität) zu rechtfertigen.

---------------------------------------------------------------

Ich ergänze die Replik von @ schabernack 14.51 Uhr:

Sie sollten sich bei Wikipedia  informieren, was der Unterschied zwischen Ursachenforschung und Rechtfertigung ist. Danach dürfen Sie entspannt zurückrudern. 

 

 

 

 

@15:12 Uhr von Vector-cal.45 / @schabernack

 

 

Hier geht es nicht um Fußball an sich, über den ich gar nicht wissen will, sondern um die absolut menschenunwürdigen Zustände um diese WM.

 

Ja … das ist so. Und in welchem meiner einiger Kommentare hier sollte ich dieses nun beschönigt oder klein geredet haben …? Das Ganze ist unwürdig und erbärmlich.

 

Untergegangen und vergessen im Rat Race for Money immer als Drumherum bei jeder Fußball-WM seit 1994 in den USA.

@13:12 Uhr von Schleswig Holsteiner

Deutschland in der Person von Robert Habeck und einigen Großunternehmen Katar für geeignet für Öl- und Gaslieferungen hält, kann es also irgendwie nicht so schlimm sein, oder?

 

Neulich hat es ein Forist treffend beschrieben: "In der Not frisst der Teufel Fliegen".

 

Still ruht der See, weil Habeck alles für gut befindet und auf Gaslieferungen aus Katar setzt. Welche Doppelmoral der Grünen.

 

Das ist keine Doppelmoral. Wenn im nächsten Winter Gas fehlt, sind Sie der Erste der aufschreit: Habeck muss weg.

------------------------------

Wenn das keine Doppelmoral ist, was ist das dann ?

Das ist Politik in Deutsch!!! Wie können wir einen Krieg mit Katar führen um dessen Gas uns einwohnen???? Bitte Ideen!

Mich würde interessieren,…

Mich würde interessieren, was diejenigen, welche für Quatar gestimmt haben, an Zuwendungen erhielten. Kein Fußballfreund, der bei klarem Verstand ist, vergibt eine WM in ein Land, das zum einen mit Fußball im Grunde nichts am Hut hat und in dem es im Sommer fast bis zu 50 Grad heiß wird, um es dann in den Winter zu verlegen, das Frauenrechte mit Füssen tritt respektive diese nicht vorhanden sind und das Gastarbeiter wie Sklaven behandelt. Das alles wusste man vorher, und dennoch...

Ich jedenfalls werde mir kein Spiel ansehen.

@15:15 Uhr von MargaretaK.

Ich möchte mich auch bedanken zu diesen Kommetaren .

Zu vielen Themen kommt eine Doppelmoral zum Vorschein, die schwer zu ertragen ist. Meiner Meinung nach denken diese Personen nur an sich und was ihnen nützt. Das 6500 Menschen unter Sklavenbedingungen gestorben sind , die eine korrumpierte Organisation vergeben hat , an einen Sklavenhalterstaat interessiert diese Personen nur marginal, Hauptsache das Turnier belustigt sie. 

 

 

@11:47 Uhr von morigk

Deutschland in der Person von Robert Habeck und einigen Großunternehmen Katar für geeignet für Öl- und Gaslieferungen hält, kann es also irgendwie nicht so schlimm sein, oder? Was wurde in den letzten Jahren nicht so alles an Boykotts gefordert gegen Katar wegen der menschenunwürdigen Umstände, man griff Bayern München wegen des Trainingslagers an, Sponsoring durch Quatar Airlines usw. Gerade die Grünen( Frau Baerbock auf einer Wahlveranstaltung) haben sich besonders hervorgetan in den Forderungen. Und nun? Still ruht der See, weil Habeck alles für gut befindet und auf Gaslieferungen aus Katar setzt. Welche Doppelmoral der Grünen. Dass die westliche Welt bei der Thematik Menschenrechte so lange weggeschaut und zögerlich gehandelt hat, ist der eigentliche Skandal.

Ich finde Geschäfte mit den Golfstaaten auch nicht in Ordnung. Ihre Behauptung, Habeck würde “alles für gut” befinden, ist eine evidenzlose Unterstellung. Was soll diese Aussage bitte bewirken?

Während es Nutzer gibt, die…

Während es Nutzer gibt, die für Russland die Höchstrafen fordern- von der wirtschaftlichen Isolierung abgesehen- sind es die gleichen Nutzer, die für die Mannschaften in Katar die Bresche springen; sie können ja nichts dafür.

.

Dabei wäre ein Boykott aller Mannschaften ein Zeichen der Solidarität für die gestorbenen Arbeiter in Katar!

.

Kein Geld, keine Schadenersatzzahlungen kann diese Menschen, die für den Aufbau der Stadien ihr Leben ließen, damit Millionen sich amüsieren können, wieder zum Leben erwecken.

@14:17 Uhr von SGEFAN99

Katar hat Arbeit und Aufträge vergeben. Katar muss die selbst verursachten Schäden selbst bezahlen, 

Die Fifa vergibt aber die WM, wenn ich das richtig weiß, und verlangt dann auch was zu bauen ist, damit die WM entsprechend durchgeführt werden kann. Die Fifa hat vorher gewußt was Qatar für ein Land ist, also ist sie mitschuldig!

Bei aller Kritik an der FIFA (die ich ja auch teile): die Stimmen geben immer noch die Abgesandten der Nationalverbände ab also aus Deutschland..

 

Es ist das einfachste der Welt, in Kleinstaaten und Kleptokratien diejenigen zu finden und zu stopfen, deren Familien die Fäden der Korruption halten und es zynisch noch als ganz besonders demokratisch verkaufen, weil Andorra und Äquatorialguinea die gleichen Stimmrechte hat wie Deutschland. Das durchschaut jedes Kind, genauso wie das sichere Ausbleiben von Abwehr von Korruption von innen heraus, solange hundert übergewichtige Familien rund um den Erdball das unter den ermunternden Augen Infantinos weiter so wollen.

@15:50 Uhr von Garfield215

 

Ich jedenfalls werde mir kein Spiel ansehen.

 

Das muss man ja auch nicht. Niemand muss das. Haben Sie noch nie Fußball WM geguckt, ändert sich für Sie nichts, und alles bleibt, wie es schon immer war. Schauen Sie wegen Qatar nicht, hätten aber Spiele sehen wollen, wäre die WM 2022 bspw. in Portugal.

 

Dann nehmen Sie sich die Möglichkeit, etwas mehr über dieses wenig bekannte Land Qatar durch Berichterstattung um den Fußball herum zu erfahren, was Sie hätten erfahren können.

@15:03 Uhr von Thomas D.

… dass die Verhältnisse auf den WM-Baustellen in Qatar offensichtlich völlig indiskutabel und menschenverachtend sind, frage ich mich, wie diese Todeszahlen zustande kommen. 

 

6.500 Verstorbene bei einer Bauzeit von 12 Jahren ergibt mehr als 10 (!) tödliche Unfälle pro Woche! Jede einzelne Woche! Bei 15.000 (fünfzehntausend!) sind es sogar mehr als 24 tote Arbeiter jede einzelne Woche. 

 

Wie, bitte, ist das denn möglich?

 

Und warum wird mir Zahlen wie 6.500 und 15.000 derartig herumjongliert?

 

Jonglieren ist die Kunst, leichte Gegenstände mit Geschick in der Luft zu halten. 6500 oder 13000 Menschenleben sind bei weitem zu schwer für Ihr Auslesen von Linsen und Bohnen. Was wäre Ihnen lieber? Vielleicht ein paar Tausend Tote mehr, um Ihren empörten Argwohn noch selbstgerechter zu machen oder Zweifel an der Realität der Barbarei schußsicher zu machen?

Soviel Schweinerei mag Anlass genug sein, um genaue Zahlen so schwer wie möglich ermittelbar zu machen. Diese Logik muß doch bekannt sein.

Diplomatischer Boykott

Das allermindeste wäre doch wohl ein diplomatischer Boykott, so wie bei den Winterspielen in Peking. 

Apropos Doppelmoral: viele User, die jetzt einen Boykott durch die Sportler fordern, haben den diplomatischen Peking-Boykott scharf verurteilt...

@16:11 Uhr von morgentau19

 

Dabei wäre ein Boykott aller Mannschaften ein Zeichen der Solidarität für die gestorbenen Arbeiter in Katar!

 

Tote wieder zum Leben erwecken könnte auch ein solcher Boykott nicht. Nur Verfahrensänderungen der FIFA bei der WM-Vergabe könnten es verhindern, dass so was in Qatar zumindest nicht noch ein zweites Mal geschieht.

@16:22 Uhr von schabernack

 

[…] Dann nehmen Sie sich die Möglichkeit, etwas mehr über dieses wenig bekannte Land Qatar durch Berichterstattung um den Fußball herum zu erfahren, was Sie hätten erfahren können.

 

Ja, nee, is klar. Die eventuelle Vermittlung von ein wenig Wissen über Land und Leute rechtfertigt natürlich das alles viel besser.

 

Nehmen Sie es nicht persönlich. Sie stehen m. E. hier nur beispielhaft für eine riesige Masse von Menschen, denen ihre persönliche Belustigung einfach zu wichtig ist und die zu diesem Thema lieber schweigen und verdrängen.

@11:57 Uhr von Exilrüganer

Keinen Cent wird die FIFA zahlen, genau deswegen sitzt sie ja auch in der Schweiz.

Ich denke, dass es zielführender wäre, dass diese furchtbare WM für die FIFA ein Minusgeschäft wird. Man sollte die großen Sponsoren boykottieren und in den nationalen Ligen keinen einzigen Spieler aus Rücksicht auf die WM schonen. Meine Befürchtung ist ohnehin, dass bei der kurzen Sommerpause und den vielen Spieltagen vor der WM eine beträchtliche Zahl von Spielern / Stars angeschlagen ins Turnier gehen wird und / oder während des Turniers verletzt ausfallen werden. Von erwarteten Absagen einiger Spieler ganz zu schweigen. Eine WM der B- oder C-Elfen wäre die gerechte Ernte für Herrn Infantino.

Im Übrigen ist derzeit noch nicht klar, ob der Ausschank von Alkohol erlaubt wird. Und Frauen (also Touristinnen) "dürfen" derzeit wahrscheinlich die Stadien besuchen. Insgesamt wird das wohl ohnhin hochpeinlich.

 

Ist Alkohol das Wichtigste beim Fußball?

 

@16:31 Uhr von harpdart

 

Das allermindeste wäre doch wohl ein diplomatischer Boykott, so wie bei den Winterspielen in Peking.

 

Seit der WM von 2006 Sommermärchen war es immer in erster Linie Frau Merkel, die ganz in die Nähe der Kicker von The Mannschaft wollte. Nun ist sie nicht mehr Fußball-Kanzlerin …

@15:46 Uhr von schabernack

 

 

Hier geht es nicht um Fußball an sich, über den ich gar nicht wissen will, sondern um die absolut menschenunwürdigen Zustände um diese WM.

 

Ja … das ist so. Und in welchem meiner einiger Kommentare hier sollte ich dieses nun beschönigt oder klein geredet haben …? Das Ganze ist unwürdig und erbärmlich.

 

Zitat: >>Schlecht bezahlt in Qatar verdient mehr Geld als arbeitslos in Nepal.<<
 

Eine Aussage, die ich angesichts der Tatsachen (speziell der sklavischen Ausbeutung bis zum Tod) als äußerst zynisch empfinde.
 

Und wie ein Forist bereits sinngemäß schrieb: Jeder der sich dieses Event ansieht, verantwortet diese erbärmlichen Zustände letztendlich auch mit. Und das lediglich zum eigenen Entertainment.

@11:39 Uhr von derkleineBürger

Die einen amüsieren sich auf Kosten der anderen - bis hin zu deren Leben.

..kennt man schon aus dem alten Rom..

 

Wenn man die Zuschauer und Fans von Spektakeln, Spielen, Fussballsport und Gladiatorkämpfen ausser acht lässt, stimmt das Gleichnis überhaupt nicht. Die Beteiligten sind Gladiatoren im einen Fall und Profifussballer im anderen. Die Gladiatoren hatten keine Wahl und mussten in die Arena oder sterben. Sie erhoben sich zum Spartakusaufstand und wollten ihre Peiniger und Herrscher bezwingen. Die heutigen Fussballer boykottieren noch nicht mal diese WM, weil sie ihren Reichtum nicht aufs Spiel setzen wollen. Ihr Leben in Luxus ist abhängig von ihren Managern und dem Spaßspiel im Stadion. (Soziale) Gerechtigkeit geht ihnen, im Vergleich zu den Gladiatoren, am Gesäß vorbei, weil sie genau auf der anderen Seite im System leben.

@16:39 Uhr von Vector-cal.45

 

Ja, nee, is klar. Die eventuelle Vermittlung von ein wenig Wissen über Land und Leute rechtfertigt natürlich das alles viel besser.

 

Nehmen Sie es nicht persönlich. Sie stehen m. E. hier nur beispielhaft für eine riesige Masse von Menschen, denen ihre persönliche Belustigung einfach zu wichtig ist und die zu diesem Thema lieber schweigen und verdrängen.

 

Geschwafel die Dritte … aber nicht persönlich genommen. Die Wissenden mit dem richtigen Kompass von Moral und Ethik können immer nur die sein, für die alles mit Fußball ganz fürchterlich ist.

 

Und genau deswegen haben diese jene dann zu allem mit Fußball auch so fürchterlich wenig Ahnung und Plan.

@16:50 Uhr von Vector-cal.45

 

 

Hier geht es nicht um Fußball an sich, über den ich gar nicht wissen will, sondern um die absolut menschenunwürdigen Zustände um diese WM.

 

Ja … das ist so. Und in welchem meiner einiger Kommentare hier sollte ich dieses nun beschönigt oder klein geredet haben …? Das Ganze ist unwürdig und erbärmlich.

 

Zitat: >>Schlecht bezahlt in Qatar verdient mehr Geld als arbeitslos in Nepal.<<
 

Eine Aussage, die ich angesichts der Tatsachen (speziell der sklavischen Ausbeutung bis zum Tod) als äußerst zynisch empfinde.

Das war nicht zynisch, daß war realistisch!!

@15:03 Uhr von Thomas D.

… dass die Verhältnisse auf den WM-Baustellen in Qatar offensichtlich völlig indiskutabel und menschenverachtend sind, frage ich mich, wie diese Todeszahlen zustande kommen. 

 

6.500 Verstorbene bei einer Bauzeit von 12 Jahren ergibt mehr als 10 (!) tödliche Unfälle pro Woche! Jede einzelne Woche! Bei 15.000 (fünfzehntausend!) sind es sogar mehr als 24 tote Arbeiter jede einzelne Woche. 

 

Wie, bitte, ist das denn möglich?

 

Und warum wird mir Zahlen wie 6.500 und 15.000 derartig herumjongliert?

 

 

Sorry, habe die Intention Ihres Beitrags wohl nicht verstanden. Weder 6500 noch 13000 tote Arbeiter sind irgendwie fassbar, geschweige denn tolerierbar. 

@11:53 Uhr von ich1961

Aber die Zustände waren/sind doch der FIFA bekannt, daher verstehe wer will, warum solch ein Event in so ein Land vergeben wird.

 

Ich werde mir die Spiele so weit es geht, trotzdem anschauen, denn die Spieler sind für diese Zustände nicht verantwortlich. So gesehen bestraft man damit die Falschen.

__

Das sehe ich auch so. Ich glaube auch, dass Ähnliches nicht noch einmal passieren wird. Dafür ist die FIFA nun wirklich (berechtigterweise) sehr umfangreich gescholten worden. Grundsätzlich ist aber nicht die FIFA der Arbeitgeber, sondern der jeweilige Bauherr und das wird nicht die FIFA sein.Die Dinge sind leider geschehen, man kann sie nicht mehr rückgängig machen aber vllt mit Zahlungen etwas erträglicher.

 

 

 

 

Tja, die Maßstäbe

Irgendwie komme ich wieder darauf zurück.

Schon bei der KlimaKrisenDebatte gestern sagte ich:

Es liegt an den Maßstäben.

Solange ERleben der Einen wichtiger zu sein scheint, gerät ÜBERleben der Anderen ins Hintertreffen.

14:40 Uhr von Vector-cal.45

Sie verurteilen völlig zur Recht die Menschenrechtsverletzungen bei den ausgebeuteten und zu Tode gekommenen Arbeitern in Katar.

Womit ich absolut bei Ihnen bin.

M.M.n. hätte Katar die Austragung der Spiele bereits vor Jahren entzogen werden müssen bzw. es hätte gar nicht erst ein Austragungsort werden dürfen.

Allerdings, wenn Sie anderen eine Doppelmoral vorwerfen, möchte ich sagen, dass ich Ihre Empathie umgekehrt in Bezug auf die vertriebenen, gefolterten, traumatisierten und getöteten Menschen in der Ukraine, vermisst habe.

Aber je mehr wir hier vergleichen und aufrechnen, desto weniger kommen wir m.E. hinsichtlich klarer Verurteilung von Menschenrechtsverletzungen insgesamt einen Schritt weiter. Das finde ich sehr bedauerlich.

@16:55 Uhr von schabernack

 

Ja, nee, is klar. Die eventuelle Vermittlung von ein wenig Wissen über Land und Leute rechtfertigt natürlich das alles viel besser.

 

Nehmen Sie es nicht persönlich. Sie stehen m. E. hier nur beispielhaft für eine riesige Masse von Menschen, denen ihre persönliche Belustigung einfach zu wichtig ist und die zu diesem Thema lieber schweigen und verdrängen.

 

[,,,] Die Wissenden mit dem richtigen Kompass von Moral und Ethik können immer nur die sein, für die alles mit Fußball ganz fürchterlich ist.

Sie konstruieren sich da ein Feindbild der Fußball-Hasser. Es gibt aber sicher durchaus auch (wenige?) Fußballfans, die diese WM aus moralischem Prinzipien heraus boykottieren. 
 

 

Und genau deswegen haben diese jene dann zu allem mit Fußball auch so fürchterlich wenig Ahnung und Plan.

 

Sie mögen ja sehr viel über Fußball wissen, lassen aber scheinbar die Menschenwürde für eben diesen bei Bedarf außer acht, wenn’s gerade passt.

 

Nochmal: Als würde es hier um „Ahnung von Fußball haben“ gehen. 

@14:50 Uhr von stand with Ukraine

Die Fans werden die WM vermutlich boykottieren.

__

Das glaube ich mal eher nicht. Lassen Sie sich von der Empörung im Forum nicht täuschen, die in vielen Fällen von Leuten kommt, die sich eh nicht für Fussbal interessieren.

Da der Zeitpunkt auch noch aussergewöhnlich ist (Nov./Dez) könnten sogar noch mehr TV-Zuschauer generiert werden. So als Kontrastprogramm zur Adventsglühweinparty/Weihnachtsmarktbummel. Ich wüsste auch nicht, wen man mit einem Boykott straft. Die TV-Rechte sind verkauft, also macht es keinen Unterschied, ob man guckt, oder nicht.

 

@17:15 Uhr von Questia

Irgendwie komme ich wieder darauf zurück.

Schon bei der KlimaKrisenDebatte gestern sagte ich:

Es liegt an den Maßstäben.

Solange ERleben der Einen wichtiger zu sein scheint, gerät ÜBERleben der Anderen ins Hintertreffen.

Da haben Sie vollkommen recht . Nur das die einen für den größten Teil des Leids direkt oder indirekt schuld sind, das werden sie nie verstehen.

 

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User,

die Kommentarfunktion für dieses Thema wird nun geschlossen.

Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen.

Deshalb haben wir beschlossen, die Kommentarfunktion zu schließen.

Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation

Darstellung: