Kommentare - Kalifornien: Recht auf Abtreibung soll in die Verfassung

05. Mai 2022 - 08:52 Uhr

Abtreibungen könnten schon bald in vielen US-Staaten illegal werden. Kalifornien positioniert sich klar dagegen - und bereitet sich darauf vor, dass mehr Frauen für eine legale Abtreibung dorthin kommen. Von K. Wilhelm.

Artikel auf tagesschau.de
Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Religiöse Fanatiker sind gegen Abtreibung

Das ist die Hauptgruppe der Abtreibungsgegner. Man darf dabei unterstellen, dass Fanatiker generell in den meisten Fällen psychisch nicht ganz koscher sind. 
 

Zwar hat Kalifornien während der Pandemie große Fehler gemacht und unnötigerweise auf überhatte Maßnahmen gesetzt - ähnlich wie Deutschland - aber in Punkto Recht auf Abtreibung setzt Kalifornien hier ein Zeichen für die Freiheit. 
 

Die alten Grabenkämpfe zwischen Gut und Böse sind zurück, die Fronten verlaufen wieder da wo sie hin gehören. 
 

Die Normalität ist zurück. Und das ist auch gut so. 
 

 

Bundesrecht für das Leben

In der hessischen Landesverfassung gibt es die Todesstrafe. In Deutschland gilt der Grundsatz Bundesrecht bricht Lsndesrecht. Gilt dieser Grundsatz nicht in den USA?

 

Wenn eine Schwangere Frau ermordet wird, heißt die Anklage Doppelmord. Auch ungeborenes Leben hat ein Recht auf Leben. Aus der Perspektive des ungeborenen Kindes heißt es: no choise for no life.

 

Weder das eine noch das andere

ist richtig und hilft Frauen.

 

Warum foerdert man nicht ein Klima in dem Abtreibung die absolute Ausnahme bleiben muss. 

Evangelikale

Hauptsächlich die Evangelikalen sind in den USA gegen die Abtreibung und haben sie schon immer mit allen sich bietenden Mitteln bekämpft. Viele der Evangelikalen hätten sogar am liebsten die Todesstrafe bei Abtreibung.

Ich weiß dies aufgrund enger Kontakte beim Schüleraustausch mit den USA, wo ich auch Evangelikale kennen lernte.

08:58 Uhr von vriegel

"Religiöse Fanatiker sind gegen Abtreibung"

 

Hoffentlich nicht nur!!!

Waere schlimm, wenn sich nur die ultra und orthodox religioesen  darueber Gedanken machen wuerden. 

 

Glaub ich auch nicht! Die Bejahung und Priorisierunf von Leben auch vor der Karriere ist sicher nicht nur ein Anliegen von Ultras.

 

Dies zu behaupten fasse ich als Mobbing auf gegen Leute, die eine andere Meinung wie Sie vertreten. 

 

 

Es gibt ein paar Gründe für…

Es gibt ein paar Gründe für abtrebung.

.

"Es passt grade nicht" oder " nicht mit dem", " ich hab doch gar kein Geld",  gehören NICHT dazu. Irgendwann muss man mal mit Konsequenzen auch leben. 

.

Deshalb ist ein Grundrecht darauf, abzulehnen. Es fördert nur weiter die Vollkaskomentalität der Bevölkerung: soll doch ein anderer zahlen.

 

Wahlkrampfspiele von ewig gestrigen Republikaner vs. Demokraten

Ein Grund dafür ist das dieses Muster-Urteil Roe v.Wade

seinerzeit unter demokratischer Regierungszeit in Texas gefällt wurde

Mit solchen populistischen Themen kann man schön des Volk spalten

vergleichbar war in Deutschland die PKW-Maut

Kalifornien geht den richtigen Weg

Ich dachte mal, die USA stehen für Aufbruch und die freie Welt. Aber mittlerweile sehe ich das z.T. anders. Dass ein Land wie die USA das Recht auf Abtreibung unterbinden möchte, ist reinstes Mittelalter und damit stellt sich die USA auf die Stufe von islamischen Ländern, die es so gern für nicht eingehaltene Menschenrechte tadelt. Deshalb geht Kalifornien genau den richtigen Weg, sich hier anders aufzustellen. 

@09:02 Uhr von Initiative Neue Asoziale Marktwirtschaft

In der hessischen Landesverfassung gibt es die Todesstrafe. In Deutschland gilt der Grundsatz Bundesrecht bricht Lsndesrecht. Gilt dieser Grundsatz nicht in den USA?

 

 

Es heißen die USA nicht umsonst "Vereinigte Staaten von Amerika". Z.B. gibt es die Todesstrafe auch nur noch in 9 Staaten (in meinen Augen immer noch zuviel).

Auch die Mehrwertsteuer ist in den einzelnen Staaten unterschiedlich hoch.

Nachweislich haben die einzelnen Bundesstaaten mehr Rechte als bei uns die deutschen Bundesländer.

 

Ab wann beginnt ein Mensch ein Mensch zu sein?

In der vorhergehenden Diskussion war von Zellhaufen die Rede. Das trifft vielleicht noch bei der Pille danach zu. Hier geht es Föten. Das ist ethisch schon etwas anspruchsvoller als die Entfernung eines Organs.

 

Rückfall ins 19. Jhd

Dass die USA die durchgesetzte Abtreibungs-Möglichkeit wieder zurückdrehen wollen zeigt, wie sehr dort ein fanatischer Teil der Bevölkerung den anderen vorschreiben will, wie sie zu leben haben. Man kann das getrost auch als Bevormundung bezeichnen. Andere Gründe sind allenfalls vorgeschobene Argumente. Ist so ungefähr wie die Prohibition, die ja auch von Fanatikern durchgesetzt wurde - und letztlich fatale Auswirkungen hatte. Die Selbstbestimmung der Frauen kommt zuerst. Und klar trifft ein Abtreibungsverbot die Schwächsten, die sich keine Reise in einen Nachbarstaat leisten können - vermutlich wird dann nicht mal mehr der Eingriff bezahlt. Das ist Reichen-Politik - welche Partei treibt das derzeit? Ah ja, die Milliardärs-Partei ... dann ist's klar.

@09:09 Uhr von Heidemarie Bayer

Hauptsächlich die Evangelikalen sind in den USA gegen die Abtreibung und haben sie schon immer mit allen sich bietenden Mitteln bekämpft. Viele der Evangelikalen hätten sogar am liebsten die Todesstrafe bei Abtreibung. ...

 

Das Problem bei den us-amerikanischen Pro-Life-Bewegung ist die Doppelmoral. Wenn es um geborenes menschliches Leben geht, fehlt den Anhängern der Respekt:

-  Hauptsache Todesstrafe, egal ob es gelegentlich Unschuldige trifft

- Waffen, ja klar

- Militärdienst und Kriege, immer zu

- Gewalt, gehört doch zur Kultur

- Lebensrettende medizinische Versorgung auch für Arme, Pfui, das ist doch Sozialismus

Für das Recht

Selbst über meinen Körper bestimmen zu dürfen, bin ich schon vor langer Zeit auf die Straße gegangen und ich würde wieder für dieses Recht kämpfen. Das heißt nicht, dass ich abgetrieben hätte, "wenn es gerade nicht passt". Aber ich möchte darüber entscheiden können, ob ich ein Kind austrage oder nicht. 

die Natur selbst ist sehr verschwenderisch

Ich finde Abtreibung eine sehr persönliche Entscheidung, die aber jedem freigestellt sein sollte.

 

Die Natur selbst ist nicht so zimperlich und das verlieren von befruchteten Eiern ist häufig der Fall. Wenn es z.B. bei einem positiven Schwangerschaftstest nicht zur Schwangerschaft kommt, liegt dies nicht am ungenauen Test, sondern eben daran.

Ausführliche Beratungen, Religionsfreiheit

Nach ausführlichen Beratungen sollte jeder Frau das Recht auf Abtreibung zustehen, wenn triftige Gründe vorliegen, die bspw. von Ärzten attestiert werden könnten. Nach einer Vergewaltigung darf das Recht auf Abtreibung auf keinen Fall infrage stehen. Man sollte aber auch bspw. die Unterstützung für alleinerziehende Mütter ausbauen. Religionsfreiheit ist ein unabdingbares Menschenrecht. Es kann nicht sein, dass die religiösen Einstellungen einzelner Gruppen wie bspw. der Evangelikalen das allgemeine Recht in den USA einseitig beeinflussen. Der Oberste Gerichtshof muss in jedem Fall das Grundrecht auf religiöse Freiheit in allgemein gültige rechtliche Entscheidungen einbeziehen.

@ 09:12 Uhr von Bender Rodriguez

"Es gibt ein paar Gründe für abtrebung. "Es passt grade nicht" oder " nicht mit dem", " ich hab doch gar kein Geld",  gehören NICHT dazu. Irgendwann muss man mal mit Konsequenzen auch leben." 

Verantwortungsvollere Menschen werden sicherlich bemüht sein, z.B. mittels Verhütung, um nicht in die Situation des Abtreibens kommen zu müssen.

Trotzdem sollte es jedem selbst überlassen bleiben, wann er mit welchen Konsequenzen leben möchte und ob er ggf. abtreiben möchte.

.

"Es fördert nur weiter die Vollkaskomentalität der Bevölkerung: soll doch ein anderer zahlen."

Im Gegenteil, jemand der abtreibt, weil er weiß finanziell nicht für ein Kind sorgen zu können, verhindert doch gerade dieses, dass andere dafür aufkommen müssen.

@08:58 Uhr von vriegel

Fällen psychisch nicht ganz koscher sind.?

Also Menschn die sich für das leben einsetzen sind

"nicht ganz koscher". Das ist mich die falsche Einstellung.

Also ich bin dafür eingenverantwortlich und selbstbestimmt zu leben. Vielen Menschen sind ja nicht generell gegen das töten von Föten. Für viel ist die Frage schwierig, wann wird aus den "Zellhaufen"  ein Mensch? Vom Herzschlag an bis 1 Tag vor der Geburt ist alle möglich.

 

 

@ 09:24 Uhr von Gassi

"Rückfall ins 19. Jhd"

Genau, dachte auch, dass dieses Thema schon lange durch wäre.

"Dass die USA die durchgesetzte Abtreibungs-Möglichkeit wieder zurückdrehen wollen zeigt, wie sehr dort ein fanatischer Teil der Bevölkerung den anderen vorschreiben will, wie sie zu leben haben."

So ist es, dies ist sehr fragwürdig. Im Gegenzug wird ja auch keiner zur Abtreibung gezwungen.

Der Bauch einer Frau gehört ihr

Kalifornien handelt richtig. 

Was mich am meisten irritiert ist, dass Männer, die biologisch nicht schwanger werden, hier kräftig mitreden wollen und Frauen vorschreiben, was sie tun und was sie lassen sollen. 

Man kann es nicht fassen!

Eine Frau kann vergewaltigt werden, es kann eine Erkrankung des Foetus vorliegen, es kann eine ungewollte Schwangerschaft sein. Wer anderes als die Frau soll da über eine Abtreibung entscheiden!

.

Wo ist denn das Recht auf Leben in der Ukraine? Wer möchte einer Frau auferlegen, jahrzehntelang ein mongoloides Kind oder die Frucht einer Vergewaltigung betreuen/ertragen zu müssen? Und was hat das mit Gott zu tun, der doch angeblich ALLES versteht und vergibt?

@09:04 Uhr von IBELIN

em Abtreibung die absolute Ausnahme bleiben muss. 

In unserem Land werden trotz Hilfsangebote, rechtsanspruch auf Ganztag und hohen Sozialhilfen mehr als 100.000 Abtreibungen durchgeführt.

Was besser werden muss ist das die Eltern sich über Ihre Verantwortung beim Zeigungsakt wieder bewußter werden.

 

@09:59 Uhr von .tinchen

2 von Trump‘s 3 Supreme Court judges (Kavanaugh and Barrett) logen unter Eid vor dem senate hearing.
Das nennen wir perjury (crime of lying under oath ) und bringt 5 Jahre (federal law) Gefaengnis.
Overturning Roe waere Beweis fuer Kavanaugh‘s and Barrett‘s perjury und ihre Einstellung (nicht pro life, sie sind anti-women)
Consequences ? Null, nicht impeached und kein prison
 
Meine partnerin und ich, wir beide haben Angst vor Trump‘s SCOTUS. Wie California Governor Gavin Newsom sagte: Same sex marriage could be at risk.

@09:12 Uhr von Bender Rodriguez

Es gibt ein paar Gründe für abtrebung.

"Es passt grade nicht" oder " nicht mit dem", " ich hab doch gar kein Geld",  gehören NICHT dazu. Irgendwann muss man mal mit Konsequenzen auch leben.

Deshalb ist ein Grundrecht darauf, abzulehnen. Es fördert nur weiter die Vollkaskomentalität der Bevölkerung: soll doch ein anderer zahlen.

 

Ihr Kommentar unterstellt Frauen pauschal eine Leichtfertigkeit und Verantwortungslosigkeit bei der Entscheidung zu einer Abtreibung. Ich finde das sehr zynisch und unangebracht. Ich denke, dass keine Frau leichtfertig abtreibt, und niemand ist grundsätzlich für Abtreibungen.
.
Hier geht es um das Grundrecht auf Selbstbestimmung und jenes möchten Sie offensichtlich eingeschränkt sehen. Als Mann lässt sich da leicht eine Position der moralischen Erhabenheit einnehmen, Sie haben ja kein Problem. Und so entlarvt sich die vermeintlich lebensschützende Haltung als konservativ-traditionelles, patriarchalisches Machtinstrument.
.
Frauen müssen selber entscheiden dürfen.

@09:02 Uhr von Initiative Neue Asoziale Marktwirtschaft

 

 

Auch ungeborenes Leben hat ein Recht auf Leben.

 

Die Mutter aber auch. Und wenn die kein Kind will, ist das halt so hinzunehemen. Es gibt keinen logisch nachvollziehbaren Grund, warum jede Schwangerschaft ausgetragen werden muss.

Ich finde es schon immer merkwürdig, das gerade die Leute, Parteien oder Organisationen,die immer den Kinderreichtum in div. Ländern anprangern oder schwadronieren, das es von den oder den Ethnien eh schon viel zu viel gibt, sich in diesem Punkt um 100% drehen, sobald es um´s Kinder gebären in kaukasisch geprägten Ländern geht.

 

Würden wir über Schwangerschaftsabrüche im nahen Osten oder Afrika reden, wären diese Leute höchstwahrscheinlich die eifrigsten Befürworter der Abtreibung.

@09:12 Uhr von Bender Rodriguez

Es gibt ein paar Gründe für abtrebung.

.

"Es passt grade nicht" oder " nicht mit dem", " ich hab doch gar kein Geld",  gehören NICHT dazu. Irgendwann muss man mal mit Konsequenzen auch leben. 

.

Deshalb ist ein Grundrecht darauf, abzulehnen. Es fördert nur weiter die Vollkaskomentalität der Bevölkerung: soll doch ein anderer zahlen.

 

Bei so viel Ignoranz und gequirltem Chauvi-Mist kann einem nur schlecht werden... aber zumindest sehr entlarvend

@09:12 Uhr von Bender Rodriguez

Es gibt ein paar Gründe für abtrebung.

.

"Es passt grade nicht" oder " nicht mit dem", " ich hab doch gar kein Geld",  gehören NICHT dazu. Irgendwann muss man mal mit Konsequenzen auch leben. 

.

Deshalb ist ein Grundrecht darauf, abzulehnen. Es fördert nur weiter die Vollkaskomentalität der Bevölkerung: soll doch ein anderer zahlen.

 

"Es passt gerade nicht" ist nicht wirklich ein Grund - die anderen beiden sind schon nachvollziehbare Gründe. Gerade heutzutage, wo man jeden Cent zweimal umdrehen muss und halbwegs soziale Sicherheit Mangelware ist. Ein Kind muss man sich heutzutage leisten können, wenn man ihm eine halbwegs gesicherte Zukunft bieten will - traurige Wahrheit. Auch und besonders in den USA.

Dieser Roll-Back Versuch stoppt nicht …

 

…vor dem Recht auf Abtreibung, das in den U.S.A. als „Roe vs. Wade bekannt“ ist.  Auf der Agenda  stehen u.U. auch weitergehende Eingriffe in die Privatsphäre der Menschen und ihre  Selbstbestimmungsrechte, auch etwa beim Thema Verhütung.

 

1️⃣ Über 50 Jahre hat Roe vs. Wade Rechtssicherheit …

in Fragen des Schwangerschaftsabbruchs für die Amerikanerinnen in den gesamten U.S.A. sichergestellt.

„Safe, rare & legal“ sollten Abtreibungen nach dem Willen der Mehrheit sowohl in den Parteien wie auch in der Bevölkerung sein. Erst nachdem das Thema zu einem „Identity Issue“ der Konservativen in der G.O.P geworden ist, werden in den konservativ regierten Bundesstaaten immer weitergehende Restriktionen in Gesetzesform gegossen.

 

2️⃣ Eine klare Mehrheit der U.S. Amerikaner möchte Roe vs Wade …

aufrecht erhalten. Sowohl die jüngsten Umfragen von PEW Research wie auch von Post-ABC zeigen eindeutige Ergebnisse für die Beibehaltung der bisherigen Regelung.

@08:58 Uhr von vriegel

Das ist die Hauptgruppe der Abtreibungsgegner. Man darf dabei unterstellen, dass Fanatiker generell in den meisten Fällen psychisch nicht ganz koscher sind. 
 

Zwar hat Kalifornien während der Pandemie große Fehler gemacht und unnötigerweise auf überhatte Maßnahmen gesetzt - ähnlich wie Deutschland - aber in Punkto Recht auf Abtreibung setzt Kalifornien hier ein Zeichen für die Freiheit. 
 

Die alten Grabenkämpfe zwischen Gut und Böse sind zurück, die Fronten verlaufen wieder da wo sie hin gehören. 
 

Die Normalität ist zurück. Und das ist auch gut so. 
 

 

Wenn Sie diese Situation für gut halten, dann offenbart das ein gerüttelt Maß an Zynismus oder Unverstand.

Einschränkung weiterer Freiheitsrechte auf der Agenda …

 

1️⃣ Der Vorstoß der konservativen Richter bringt auch Freiheitsrechte …

in anderen Sphären des gesellschaftlichen Lebens in Gefahr. Wenn der S.C. eine bundeseinheitliche Lösung des Schwangerschaftsabbruchs auflöst und an die Bundesstaaten übergibt, dann kommen im nächsten Schritt auch die Verschreibung von Verhütungsmittel und das Recht auf gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften ins Visier der Eiferer.

 

2️⃣ Die Restauration eines „Gesellschaftsbildes“ jenseits des Lebensentwurfs …

und des Lebensgefühls der meisten U.S. Amerikaner. Das wird einer der Effekte sein, die mit der Abschaffung von Roe vs. Wade und der weiteren Einschränkung von Rechten des Individuums einhergehen. Urteile müssen nicht populär sein, aber den Anspruch erfüllen, dass sie sich an der Verfassung und der Sicherstellung von Gerechtigkeit orientieren. Nicht an Parteipolitik.

@09:19 Uhr Carlos12 - natürliche Aborte

In der vorhergehenden Diskussion war von Zellhaufen die Rede. Das trifft vielleicht noch bei der Pille danach zu. Hier geht es Föten. Das ist ethisch schon etwas anspruchsvoller als die Entfernung eines Organs.

 

Ihnen ist sicherlich nicht bekannt, dass es sehr viele natürliche Aborte gibt, vor allem in den ersten 12 Wochen. Aber auch danach. 
 

Eine Abtreibung ist also kein wesentlich anderer Vorgang. Nur die Intention dahinter ist eine andere. Und das man der Natur ein bisschen nachhilft. 
 

Religiöse Fanatiker (religiöse sind meistens Fanatiker) verstricken sich in ihre Ideologie. Auch Religion ist eine Ideologie. 
 

 

Mein Körper gehört mir

Die USA scheuen sich nicht todbringende Waffen in alle Welt zu verkaufen oder selbst Menschen vielfach Zivilisten  in ihren Kriegen um zu ermorden. Aber eine Frau darf nicht über ihren eigenen Körper bestimmen ? Wie verlogen ist das denn und dieses Land soll für die Freiheit und selbstbestimmung stehen. USA nein danke. 

@09:54 Uhr werner1955 -rational gedacht

Fällen psychisch nicht ganz koscher sind.?

Also Menschn die sich für das leben einsetzen sind

"nicht ganz koscher". Das ist mich die falsche Einstellung.

Also ich bin dafür eingenverantwortlich und selbstbestimmt zu leben. Vielen Menschen sind ja nicht generell gegen das töten von Föten. Für viel ist die Frage schwierig, wann wird aus den "Zellhaufen"  ein Mensch? Vom Herzschlag an bis 1 Tag vor der Geburt ist alle möglich.

 

 

ist eine Schwangerschaft noch keine Garantie dafür, dass ein Kind geboren wird. 
 

Viele Frauen bemerken eine Schwangerschaft  gar nicht. Sehr oft kommt es zu einem unbemerkten Abort. 
 

Ich halte diese 12 Wochen Regel für ganz gut, zumal es ja auch Ausnahmen darüber hinaus gibt. Was man da in den USA versucht ist was ganz anderes. 
 

Diese Verrückten dort, die vor Abtreibungskliniken demonstrieren, die sind doch genauso ideologisch indoktriniert, wie das viele Russen derzeit mit dem Krieg gegen die Ukraine sind. 
 

Aufgehetzt. Verblendet. Gewaltbereit. 

09:11 Uhr von IBELIN

"Priorisierunf von Leben auch vor der Karriere ist sicher nicht nur ein Anliegen von Ultras."

 

Ist es aber, denn einem Mann, der kein Hausmann wird wird niemals unterstellt, er würde Karriere der Familie vorziehen. 

Es ist einfach dumm zu behaupten, Frauen würden nur abtreiben, weil sie Karriere machen wollten.

 

...

"Waere schlimm, wenn sich nur die ultra und orthodox religioesen darueber [Abtreibung] Gedanken machen wuerden." 

 

Das ist auch nicht der Fall. Viele Menschen machen sich Gedanken darüber, wie Frauen eine legale, sichere und sanfte Abtreibung bekommen können.

 

Ich empfehle Ihnen Irvings "Gottes Werk und Teufes Beitrag" {Buch, nicht Film!}. Im Vorwort erklärt der Autor, warum er das Buch geschrieben hatte. Er hat alte Fotografien aus übervollen Waisenhäusern gesehen und kam zum Ergebnis, dass es eben NICHT genug Adoptiveltern gibt, um all die Kinder zu adoptieren, wenn es keine Abtreibungen mehr gibt. 

Viele Frauen, die abtreiben sind bereits mehrfache Mütter.

@09:43 Uhr Cologne 59- Trennung von Staat und Religion

Nach ausführlichen Beratungen sollte jeder Frau das Recht auf Abtreibung zustehen, .. Religionsfreiheit ist ein unabdingbares Menschenrecht. Es kann nicht sein, dass die religiösen Einstellungen einzelner Gruppen wie bspw. der Evangelikalen das allgemeine Recht in den USA einseitig beeinflussen. Der Oberste Gerichtshof muss in jedem Fall das Grundrecht auf religiöse Freiheit in allgemein gültige rechtliche Entscheidungen einbeziehen.

 

Die strickte Trennung von Staat und Religion ist unabdingbar. Leider ist das weltweit immer noch eine Minderheit von Staaten, in denen das so ist. 
 

Religion ist auch nur eine Art Ideologie. Daher sollte der Einfluss von Religion auf den Staat so gering wie möglich sein. 
 

Das Bespiel Russland zeigt wohin eine unheilige Allianz zwischen Diktator und religiösem Oberhaupt führt. 
 

 

@09:57 Uhr von Sparpaket

 

Was mich am meisten irritiert ist, dass Männer, die biologisch nicht schwanger werden, hier kräftig mitreden wollen und Frauen vorschreiben, was sie tun und was sie lassen sollen. 

##

Das stört mich schon lange,denn auch bei uns wurde schon vor langer Zeit das Thema behandelt.Und immer waren die Männer und Kirchen Fürsten die, die am lautesten protestiert hatten.

 

09:58 Uhr von DeHahn: Gott

Ich sehe das so:

Gott gab dem Menschen einen freien Willen. (Quelle: Bibel)

 

Daher soll die Frau freiwillig entscheiden, ob sie die Schwangerschaft austragen will oder nicht.

 

Natürlich ist ein Schwangerschaftsabbruch kein Ersatz für Verhütungsmittel, aber es gibt kein Verhütungsmittel, das zu 100% wirkt. (Siehe Pearl-Index).

 

Wer behauptet, dass mit Verhütung alles erledigt ist, der gehört wahrscheinlich zu den unfruchtbaren Individuen der Spezies.

Es gibt durchaus Paare, die sehr leicht schwanger werden, da bei Verhütung immer etwas schief gehen kann.. 

@09:02 Uhr von Initiative Neue Asoziale Marktwirtschaft

In der hessischen Landesverfassung gibt es die Todesstrafe. In Deutschland gilt der Grundsatz Bundesrecht bricht Lsndesrecht. Gilt dieser Grundsatz nicht in den USA?

 

Doch dieser Grundsatz gilt auch in den USA. Die Entscheidung (wenn sie denn so getroffen wird) würde Abtreibung einfach nicht mehr auf Bundesebene regeln. In Kalifornien kann man dann abtreiben soviel man will, in Texas vielleicht gar nicht mehr, etc.

Nebenbei

Vergewaltigte UkrainerInnen wollen nicht nach Polen fliehen, weil sie Angst haben dort eine ungewollte Schwangerschaft austragen zu müssen.

 

Vor dem Krieg hatten umgekehrt die Polinnen die Möglichkeit genutzt in der Ukraine anzutreiben.

Vorrangige Rechte

Zitat von Initiative Neu... (09:02 Uhr) . "Auch ungeborenes Leben hat ein Recht auf Leben."

Die Leute sollen es erst einmal geregelt kriegen, die Rechte des bereits geborenen Lebens zu beachten und zu schützen, bevor man sich aus religiös-ideologisch überhöhten Gründen den Kopf über ein empfindungsloses Zellhäufchen zerbricht.

Selbstbestimmung kontra Recht auf Leben

"Recht auf Abtreibung" bedeutet, dass die Frau darüber entscheiden kann, ob sie in Ihrem Körper ein Kind austragen möchte oder nicht. Damit nimmt sie ihr Recht auf Selbstbestimmung wahr. Natürlich wird dadurch das Recht auf Leben des Embryos/Fötus eingeschränkt, das liegt in der Natur des Empfängnis- und Austragungsprozesses. Die Frage nach einem eigenen Recht auf ein unversehrtes Leben (des Embryos/Fötus) stellt sich nicht nur in Bezug auf Abtreibung. Auch die Lebensgestaltung der Frau während der Schwangerschaft (Alkohol-/Drogenmissbrauch, Magersucht ...), die Fürsorge und Rücksichtnahme des Mannes auf die Frau (Gewalt), das Arbeitsumfeld ... all das beeinflusst das ungeborene Leben, vom guten Gedeihen bis zur lebenslangen Schwerstbehinderung oder Tod des Kindes.

Eine weitere Frage: Wann beginnt Leben? Bei der Empfängnis? Später? Wann?

Der Widerspruch lässt sich nicht auflösen. Die Definition eine Zeitpunktes, ab wann das Leben beginnt, wird immer eine Hilfskonstruktion bleiben.

 

 

 

 

@09:12 Uhr von Bender Rodriguez

Es gibt ein paar Gründe für abtrebung.

.

"Es passt grade nicht" oder " nicht mit dem", " ich hab doch gar kein Geld",  gehören NICHT dazu. Irgendwann muss man mal mit Konsequenzen auch leben. 

.

Deshalb ist ein Grundrecht darauf, abzulehnen. Es fördert nur weiter die Vollkaskomentalität der Bevölkerung: soll doch ein anderer zahlen.

 

Na dann bleibt nur zu hoffen, dass Sie sich nicht selbst in der Notwendigkeit eines Schwangerschaftsabbruchs befinden werden, denn sonst wären Sie gezwungen Ihre generische Meinung realitätsgetreu zu überdenken 

Todesstrafe

Zitat von Heidemarie Beyer (09:09 Uhr) : "Viele der Evangelikalen hätten sogar am liebsten die Todesstrafe bei Abtreibung."

... und übersehen dabei geflissentlich den Widersinn ihres Standpunkts wonach man zwar einen Zellhäufchen ohne Empfindungsfähigkeit nicht entsorgen, aber bereits geborene Menschen töten darf, bloß weil diese sich nicht dem religiös verbrämten Verhaltenskodex von Klerikern unterwerfen.

09:02 Uhr von Initiative Neu…

"Auch ungeborenes Leben hat ein Recht auf Leben."

 

...

 

Rein rechtlich eher nicht, denn ein Ungeborenes ist noch nicht einmal juristisch eine Person.

 

Und wenn ein Ungeborenes die gleichen Rechte hat, wie ein geborener Mensch, dann schuldet mir der Staat noch insgesamt 27 Monate Kindergeld.

 

Der Kinderfreibetrag sollte entsprechend auch ab Tag der Zeugung gelten. Gilt natürlich auch für alle Fehlgeburten.

09:58 Uhr von DeHahn

"...Eine Frau kann vergewaltigt werden, ......Wer anderes als die Frau soll da über eine Abtreibung entscheiden!"

Kinder sind fuer same sex couples wie fuer meine Partnerin und ich natürlich nicht moeglich und wir wollen auch keine. Schwangerschaft durch Vergewaltigung waere absolute nightmare

@09:35 Uhr von Winni-ed

Selbst über meinen Körper bestimmen zu dürfen, bin ich schon vor langer Zeit auf die Straße gegangen und ich würde wieder für dieses Recht kämpfen. Das heißt nicht, dass ich abgetrieben hätte, "wenn es gerade nicht passt". Aber ich möchte darüber entscheiden können, ob ich ein Kind austrage oder nicht. 

Und genau deswegen muss das Recht zur Abtreibung auch in die deutsche Verfassung. 

@09:04 Uhr von IBELIN

ist richtig und hilft Frauen.

 

Warum foerdert man nicht ein Klima in dem Abtreibung die absolute Ausnahme bleiben muss. 

Gute Idee!

 

Auch auch wenn es eher als "sollte" statt "muss" formulieren würde und auch das absolut weglassen - da auch Verhütung alles andere als absolut ist.

 

Wie würden sie dieses Klima denn konkret gestalten?

 

Föten

Zitat von Carlos12 (09:19 Uhr) : "Hier geht es Föten. Das ist ethisch schon etwas anspruchsvoller als die Entfernung eines Organs."

Bis zur 13. Schwangerschaftswoche haben Föten mangels neuronalem Netzwerk weder Bewußtsein noch Schmerzempfinden. Für mich fängt der ethisch anspruchsvollere Teil erst danach an.

Zwei Leben und deren Rechte, schwere Entscheidung

Bei viele konservativen, bibeltreuen Vereinigungen verschiedenster Art in den USA fragt man sich schon, ob die im Mittelalter, oder früher stecken geblieben sind.

Abtreibung ist allerdings ein nicht ganz so eindeutiges und einfach zu entscheidendes Thema. Frauen demonstrieren mit dem Spruch „mein Körper, meine Wahl“, wie sieht es mit den Rechten des ungeborenen Kindes aus? Ich habe mich immer wieder mal damit beschäftigt und bin bis heute zu keiner eindeutigen Haltung gelangt. Ich musste diese Entscheidung zum Glück nie treffen und beneide keinen, der sie treffen muss. Ich denke, ein generelles Verbot wäre ganz falsch, dann gibt es wieder „Engelmacher“ und viel unsoziales Leid durch Ausgrenzung, Kriminalisierung löst nicht das Problem. Ein triftiger Grund sollte allerdings schon vorliegen, wie eine Regelung aussehen sollte und welche Bedingungen für eine Abtreibung gegeben sein sollten, da habe ich für mich bis heute keine befriedigende Antwort zu gefunden.

@09:02 Uhr von Initiative Neue Asoziale Marktwirtschaft

In der hessischen Landesverfassung gibt es die Todesstrafe. In Deutschland gilt der Grundsatz Bundesrecht bricht Lsndesrecht. Gilt dieser Grundsatz nicht in den USA?

 

Nein, das ist in den USA anders. Die dortigen Bundesstaaten sind wesentlich autonomer als unsere Bundesländer. Was gelegentlich zu bizarren Situationen führen kann.

10:20 Uhr von Wolfes74

""Es passt gerade nicht" ist nicht wirklich ein Grund"

 

....

 

Und ob es ein Grund ist!

 

Eine Abgeschlossene Ausbildung ist nicht verkehrt.

 

Eine Mitstudentin von mir hat abgetrieben, weil sie - aus dem Ausland kommend - sonst das Studium aufgeben und Deutschland verlassen müsste. 

Jetzt hat sie ein abgeschlossenes Studium, ist mit ihrem damaligen Freund (Deutscher) verheiratet, die beiden haben 2 Kinder, ein Haus, arbeiten beide... Die Oma aus dem Ausland ist auf Kosten der Familie hier und kümmert sich um die Kinder.

@09:02 Uhr von Initiative Neue Asoziale Marktwirtschaft

Wenn eine Schwangere Frau ermordet wird, heißt die Anklage Doppelmord. Auch ungeborenes Leben hat ein Recht auf Leben. Aus der Perspektive des ungeborenen Kindes heißt es: no choise for no life.

Welches "ungeborene Leben" denn  genau?

Die "Wahl" könnte nicht mal ein Neugeborenes treffen, erst recht kein Embryo in den ersten 6 Monaten.

 

Mit den Argumenten der Abtreibungsgegner könnte man auch die Entfernung eines Tumors als Mord bezeichnen. Föten sind am Anfang ihrer Laufbahn kaum etwas anderes als sich stark vermehrende Zellhaufen - nur etwas organisierter.

Bevor jetzt der übliche Sermon von wegen "das kann man doch nicht vergleichen" beginnt:

Hirntumore sind durchaus fähig zu denken und zu empfinden - auch wenn sich genau das meist störend auswirkt.

Tumore können ein eigenes Leben führen - Henrietta Lacks Tumor hat sie inzwischen um 71 Jahre überlebt und in dieser Zeit einen ebenso vielfältigen wie grossartigen Beitrag zu Wissenschaft, Medizin und Wirtschaft geleistet.

Ruhig mal googeln!

 

 

 

"My body - my choice"

Zitat: "Kalifornien positioniert sich klar dagegen - und bereitet sich darauf vor, dass mehr Frauen für eine legale Abtreibung dorthin kommen."

.

Viele Abortionsanhänger_in-r_s_* bringen ihre Meinung meist mit dem Slogan "My body - my choice" auf den Punkt.

.

Ich fürchte nur, dass ein solch pointierter Slogan eine gewisse Differenzierung erforderlich macht.

"My body" bedeutet jedes Recht darauf, selber zu entscheiden, wann, wie, wo, mit wem eine Frau schwanger wird oder auch nicht.

Sobald eine Befruchtung stattgefunden hat, geht es ja nicht nur um den "body" der schwangeren Frau sondern auch um den "Body" des noch ungeborenen Lebens.

Als AfD-Wähler bin ich bekanntlich kein ideologischer Dogmatiker und finde, eine Abtreibung unter gewissen Bedingungen (bspw. bei Vergewaltigung, bis zu einer best. Zeit nach der Befruchtung, etc.) sollte möglich sein. 

Gegen eine Abtreibung ohne Bedingung - gar noch nach 9 Monaten - bin ich strikt dagegen.

@10:00 Uhr von werner1955

em Abtreibung die absolute Ausnahme bleiben muss. 

In unserem Land werden trotz Hilfsangebote, rechtsanspruch auf Ganztag und hohen Sozialhilfen mehr als 100.000 Abtreibungen durchgeführt.

Da Sie offensichtlich “vergessen” haben, die Daten in Relation zu legen, hole ich das gerne für Sie nach. In Deutschland sind die Zahlen der Schwangerschaftsabbrüche seit den 90er rückläufig. Was zum Teil auch daran liegen mag, dass Schwangere und Mütter besser geschützt werden und Möglichkeiten zur Betreuung eingerichtet wurden. Das Angebot ist zwar noch nicht optimal, aber immerhin etwas. Alles übrigens Dinge, die v.a. Feminist:innen erstritten haben. 
 

Viele der Schwangeren können allerdings durch diese Maßnahmen nicht von dem Austragen der Schwangerschaft überzeugt werden, da viele Schwangere einfach nicht schwanger sein wollen und nicht zur Zwangsgeburt verpflichtet werden wollen.

Und eigentlich gehen die Gründe nur die Schwangeren selbst etwas an. 

Kalifornien

Ich habe den Bundesstaat bei einer Reise als vorbidlich, liberal und mehr europäisch frei erlebt als andere Staaten. Daher kann es schon eine Insel der Möglichkeit zu einer Abtreibung sein, wenn Frauen in anderen Staaten verfolgt werden. Jedoch stellt sich immer die zweite Frage: wenn die Betroffenen in einem Bundesstaat leben, in dem Abtreibung nach dessen Recht verboten und strafbar ist. Dann nach Kalifornien reist, abtreiben lässt und zurückkehrt. Droht ihr dann im Staat des ständigen Wohnsitzes eine Strafe? Das kommt bei dem Bericht zu kurz. Ob man flächendeckend nach (Bundes)Gesetz oder nach Teilstaatenrecht handelt, sind bekanntlich zwei paar juristische Ebenen. Daher ist in dem föderalen System der USA die wesentliche Grundentscheidung: Wo gilt das künftige Recht- als Bundesrecht oder auf den jeweiligen Bundestaat begrenzt. Schutz vor einer Bestrafung ist nämlich ein Kernpunkt dieser ganzen Misere. Dass Frauen leichtfertig eine Abtreibung vornehmen lassen, ist ein Vorurteil.

@10:11 Uhr von Wolfes74

 

 

Auch ungeborenes Leben hat ein Recht auf Leben.

 

Ich finde es schon immer merkwürdig, das gerade die Leute, Parteien oder Organisationen,die immer den Kinderreichtum in div. Ländern anprangern oder schwadronieren, das es von den oder den Ethnien eh schon viel zu viel gibt, sich in diesem Punkt um 100% drehen, sobald es um´s Kinder gebären in kaukasisch geprägten Ländern geht.

 

Würden wir über Schwangerschaftsabrüche im nahen Osten oder Afrika reden, wären diese Leute höchstwahrscheinlich die eifrigsten Befürworter der Abtreibung.

Falls sie implizieren wollen das Abtreibungsgegner rassistisch sind, ist das zumindest für die USA ziemlich unlogisch.

Denn die Bevölkerungsgruppe deren Wachstum durch die Abtreibung am meisten eingeschränkt wird sind nicht die weißen Amerikaner.

@09:28 Uhr von Carlos12

 

Das Problem bei den us-amerikanischen Pro-Life-Bewegung ist die Doppelmoral. Wenn es um geborenes menschliches Leben geht, fehlt den Anhängern der Respekt:

-  Hauptsache Todesstrafe, egal ob es gelegentlich Unschuldige trifft

- Waffen, ja klar

- Militärdienst und Kriege, immer zu

- Gewalt, gehört doch zur Kultur

- Lebensrettende medizinische Versorgung auch für Arme, Pfui, das ist doch Sozialismus

 

Ja, damit haben Sie die Verlogenheit der Fanatiker gut beschrieben.

 

Das Thema ist ein moralisch hochsensibles, und ich enthalte mich jeglichen Beitrages zur inhaltlichen Diskussion desselben. Alles wurde dazu schon gesagt. Eine moralisch befriedigende Lösung kann es nicht geben, so viel dürfte klar sein. Aber mehr auch nicht.

 

Wann beginnt ein menschliches Leben?

Diese Frage ist genauso alt wie die Menschheit. Was macht den Menschen aus und was weist ihm eine herausragende Rolle zu im Tierreich? Stets fanden die Religionen Antworten und heutzutage lautet diese oft: "Es beginnt mit der Verschmelzung", der Befruchtung der Eizelle und diese Deutung ist eine auf der Biologie beruhende. So aber lautete die Antwort keineswegs immer. Bis ins 19. Jahrhundert war die großen Religionen der Meinung, daß die "Beseelung des Menschen" eine Entwicklung darstelle. Christliche Vorstellungen beriefen sich auf Aristotoles der Thomas von Aquin. Dies kommt der jüdischen Vorstellung nahe- es brauche 40 Tage nach der Befruchung bis zur "Beseelung". Im Islam sind es 120 Tage aufgrund eines Ausspruchs des Propheten Mohammed. In Erklärungsnot geraten Religionen allerdings bei der extrakoropralen Befruchtung. Man müßte einen Bestattungsritus für im Reagenzglas erzeugte "überflüssige" Embryonen durchführen und das wäre absurd.

@11:23 Uhr von draufguckerin

"Religiöse Fanatiker sind gegen Abtreibung"
Hoffentlich nicht nur!!!
Waere schlimm, wenn sich nur die ultra und orthodox religioesen  darueber Gedanken machen wuerden.
Glaub ich auch nicht! Die Bejahung und Priorisierunf von Leben auch vor der Karriere ist sicher nicht nur ein Anliegen von Ultras."

Auch AbtreibungsbefürworterInnen machen sich natürlich Gedanken. Eine Abtreibung ist kein Spaziergang und wird oftmals aus Not oder Zukunftsangst durchgeführt. Die Frage ist, ob und wie man die Selbstbestimmung der Frau und das Lebensrecht des Ungeborenen gegeneinander gewichtet.
Vor gar nicht langer Zeit war die katholische Kirche noch der Ansicht, dass der Gebrauch empfängnisverhütender Mittel und damit die Verhinderung einer Empfängnis ebenfalls verwerflich sei (Enzyklika "Humanae vitae" und später). Damit müssten sich auch Männer die Frage stellen, inwiefern sie schuldig werden, indem sie Leben (z.B. durch Kondome) nicht zustandekommen lassen.

@10:33 Uhr von Löwe 48

Die USA scheuen sich nicht todbringende Waffen in alle Welt zu verkaufen oder selbst Menschen vielfach Zivilisten  in ihren Kriegen um zu ermorden. Aber eine Frau darf nicht über ihren eigenen Körper bestimmen ? Wie verlogen ist das denn und dieses Land soll für die Freiheit und selbstbestimmung stehen. USA nein danke. 

 

Im Artikel geht es daraum, daß der kalifornische Gouverneur das Recht auf Abtreibung in seinem Bundesstaat garantieren will.

 

Aber ein fanatischer Antiamerikaner nicht jeden Anlass gerne wahr, das Land als ganzes, mit all seinen unterschiedlichen Menschen und Meinungen, niederzumachen.

 

Es nervt. 

 

@09:12 Uhr von Bender Rodriguez

Es gibt ein paar Gründe für abtrebung.

.

"Es passt grade nicht" oder " nicht mit dem", " ich hab doch gar kein Geld",  gehören NICHT dazu. Irgendwann muss man mal mit Konsequenzen auch leben. 

.

Deshalb ist ein Grundrecht darauf, abzulehnen. Es fördert nur weiter die Vollkaskomentalität der Bevölkerung: soll doch ein anderer zahlen.

 

Hmmm - adressieren sie jetzt die Frauen die für sich das Recht auf Selbstbestimmung über ihren Körper und das Recht sich den Vater ihrer Kinder auszusuchen in Anspruch nehmen?

 

Oder Männer wie den (Ex-)Generalsekretär Mayer von der CSU, die Kinder zeugen und sich dann, meist mit genau den (von ihnen genannten) Argumenten, weigern ihren Anteil an Erziehung und Unterhalt zu leisten?

 

Auch anders rum@10:43 Uhr von Tada

Viele Frauen, die abtreiben sind bereits mehrfache Mütter.

 

Und viele Frauen welche einen Abbruch hatten, werden "später" noch bewusst Mütter!

 

Mich wiedert das Klischee von "Frau treibt ab, weil sie nix von Verhütung hält oder zu "dumm"? "faul"? ist zu verhüten.....

 

Das kann vorkommen (zu einem sehr geringen Anteil) ist aber bei weitem NICHT die Regel!

 

@11:02 Uhr von Diabolo2704

Zitat von Initiative Neu... (09:02 Uhr) . "Auch ungeborenes Leben hat ein Recht auf Leben."

 

Die Leute sollen es erst einmal geregelt kriegen, die Rechte des bereits geborenen Lebens zu beachten und zu schützen, bevor man sich aus religiös-ideologisch überhöhten Gründen den Kopf über ein empfindungsloses Zellhäufchen zerbricht.

 

 

Die Formulierung "empfindungsloses Zellhäufchen" finde ich problematisch. Ansonsten gebe ich Ihnen zu 100% Recht. Schon meine Großmutter, Jahrgang 1900 und gläubige Christin, hat sich über diese von Ihnen beschriebene Verlogenheit aufgeregt.

 

@11:01 Uhr Tada - Deutschland- Niederlande

Vergewaltigte UkrainerInnen wollen nicht nach Polen fliehen, weil sie Angst haben dort eine ungewollte Schwangerschaft austragen zu müssen.

 

Vor dem Krieg hatten umgekehrt die Polinnen die Möglichkeit genutzt in der Ukraine anzutreiben.

 

Das gibt es überall auf der Welt. Das liberalere Abtreibungsrecht der Niederlande hatte dazu geführt, dass viele deutsche Frauen, die zu „spät“ dran waren, in die. Niederlande gefahren sind…

 

Eine Schwangerschaft kann weitreichende Folgen haben. Daher sollte das Recht auf Abtreibung ein Menschenrecht sein, das in der UN-Charta verbrieft ist.

 

 

Es geht fast Alles@10:57 Uhr von Tada

Es gibt durchaus Paare, die sehr leicht schwanger werden, da bei Verhütung immer etwas schief gehen kann.. 

 

Richtig, aus der Schilderung eines Gynäkologen, erfuhr ich einmal, dass selbst eine bereits erfolgreich sterilisierte Patientin von ihm unwerwartet schwanger wurde!

Er war bei dem späteren Kaierschnitt dabei, die Dame hatte definitiv eine erfolgreiche Durchtrennung ihrer Eileiter und dennoch.....

Die Begründung des Richters Alito...

ist das perfide an der ganzen Geschichte. Roe v Wade war schon immer falsch und ein Abtreibungsrecht wäre wegen der kurzen "Tradition" überwerfungswert.

Das ist die konservative Schule von Verfassungsrechtlern, die sich wortursprünglich an der Verfassung orientieren. Diese Auslegungen, und gerade dann wenn Roe v Wade redigiert würde, schaffen Präzedenzfälle, welche im Prinzip alles mögliche wieder umkehren lassen.

Frauen können dann wieder ihren Mann um Erlaubnis bitten, wenn sie eine Kreditkarte wollen, oder im Extremfall könnte man auch die Sklaverei damit wieder begründen.

Quo vadis, USA? Bitter...

@10:33 Uhr von Löwe 48

Mein Körper gehört mir. 

Es geht gar nicht mal darum, wem was gehört, sondern um gleiche Rechte. Und darum, dass gleiche Chancen im Leben bzw. darauf, überhaupt zu leben keine Frage der "finanziellen Möglichkeiten" sind:

"Kalifornien will weiter für "Freedom of Choice" stehen, für Wahlfreiheit. Man erwartet, dass viele Frauen in den Westküstenstaat kommen, um legal abtreiben zu können, sagt die Rechtsprofessorin von der Universität UCLA dem Radiosender NPR. Die sei schon der Fall, seitdem Texas Schwangerschaftsabbrüche erschwert hatte.

>> Nicht alle können sich eine Reise und den Aufenthalt leisten"

 

Und zu "Auch dafür gibt es bereits Ideen in Kalifornien":

Es sollte endlich Schluss damit sein, dass wertvolle Zeit und geistiges Potential (Ideen- bzw. Einfallstreichtum) auf die Suche nach Lösungen für eigentlich völlig überflüssige, da einzig und allein von einzelnen "Übermächtigen" aufgrund deren Bedürfnisses nach Verteidigung ihrer "Vormachtstellung" verursachte Probleme verschwendet wird.

11:15, Blitzgescheit

>>Als AfD-Wähler bin ich bekanntlich kein ideologischer Dogmatiker und finde, eine Abtreibung unter gewissen Bedingungen (bspw. bei Vergewaltigung, bis zu einer best. Zeit nach der Befruchtung, etc.) sollte möglich sein. <<

 

Auch dieses Thema benutzen Sie also zur Parteienwerbung. Völlig undogmatisch natürlich.

 

Wenig überraschend.

@09:02 Uhr von Initiative Neue Asoziale Marktwirtschaft

In der hessischen Landesverfassung gibt es die Todesstrafe. In Deutschland gilt der Grundsatz Bundesrecht bricht Lsndesrecht. Gilt dieser Grundsatz nicht in den USA?

 

Wenn eine Schwangere Frau ermordet wird, heißt die Anklage Doppelmord. Auch ungeborenes Leben hat ein Recht auf Leben. Aus der Perspektive des ungeborenen Kindes heißt es: no choise for no life.

 

choice - Nur falls ein Abiturient Ihren Kommentar liest.

(Tippfehler passieren- kein Problem)

@09:02 Uhr von Initiative Neue Asoziale Marktwirtschaft

 

Wenn eine Schwangere Frau ermordet wird, heißt die Anklage Doppelmord. Auch ungeborenes Leben hat ein Recht auf Leben. Aus der Perspektive des ungeborenen Kindes heißt es: no choise for no life.

__

 

Wie so oft bei Ihnen ist das natürlich wieder nonsense. Man hat zwar anlässlich eines Tötungsdeliktes an einer schwangeren Frau versucht dieses per Petition als Doppelmord zu ahnden, die Petition wurde aber abgelehnt !

Erst informieren, dann schreiben !

 

Land of the free?

Es scheint, als wollte ein Teil der US Bevölkerung zurück ins Mittelalter und Trump ist deren Gallionsfigur.

Es ist schon eine Ironie der Geschichte, dass ein Teil der Vorfahren der europäischstämmigen Amerikaner aus religiösen Gründen in die USA geflüchtet sind, um dort ihrem Glauben ohne Repressalien nachgehen zu können und nun die Gruppe der radikalen Evangelikanen dem Land ihren Stempel aufdrücken.

Spätestens wenn Trump wiedergewählt sein wird (ich hege da keinen Zweifel dran, außer er würde tatsächlich strafrechtlich verurteilt, aber dafür hat er m. E. zu gute Anwälte und zuviel Einfluss), werden die USA immer mehr zu einen Land, in denen nur weiße heterosexuelle männliche Christen frei sein werden und alles andere ausgrenzen, benachteiligen und verbieten werden.

Traurig ist, dass die Mehrheit der Bevölkerung das gar nicht will. Leider wird in vielen Rep. Staaten alles getan, das Wahlrecht und Wahlmöglichkeiten der ärmeren liberalen Bevölkerung einzuschränken.

@09:04 Uhr von IBELIN

ist richtig und hilft Frauen.

 

Warum foerdert man nicht ein Klima in dem Abtreibung die absolute Ausnahme bleiben muss. 

 

Warum halten sich  Männer da nicht einfach raus?

.

Frauen brauchen kein Mansplaining. Auch nicht in der Frage der Abtreibung. 

Verzweifelt @11:15 Uhr von AuroRa

Viele der Schwangeren können allerdings durch diese Maßnahmen nicht von dem Austragen der Schwangerschaft überzeugt werden, da viele Schwangere einfach nicht schwanger sein wollen und nicht zur Zwangsgeburt verpflichtet werden wollen.

Und eigentlich gehen die Gründe nur die Schwangeren selbst etwas an. 

Sehr richtig wie Sie das beschreiben!

Ich habe beriets ungewollt schwangere Frauen betreut, keine von diesen Frauen wollte die Schwangerschaft fortsetzen!

 

Meistens waren die Erzeuger gewalttätige Partner und Ehemänner..... Die Verzweiflung der betreffenden Frauen kann nur schwer von Außenstehenden nachvollzogen werden!

Ganz einfach

Einfach das Recht so weit ändern, dass der Erzeuger des Embryos ab dem Zeitpunkt der Befruchtung 2/3 seines Vermögens und monatlich seines Gehalts an die Schwangere und den Fötus abgibt und schwupps! wird die Abtreibung erlaubt sein.

 

Zuerst einmal...

...es geht darum, dass Kalifornien als mit Abstand bevölkerungsreichster Bundesstaat eben nichts an seinem liberalen Abtreibungsrecht ändern will. Und selbst landesweit liegt die Zustimmung für das Recht auf Abtreibung - wenn ich mich richtig erinnere - bei rund 60%.

 

Tatsächlich ist die Situation für Frauen, die vor der Entscheidung über eine Abtreibung stehen, in Kalifornien besser als in Deutschland. Ich empfehle dazu die MaiThink X-Folge zum Thema (googlet es Euch selber).

 

Zudem ein Rat an alle Männer: Es gibt Themen, wo man einfach nicht objektiv mitreden kann, wenn man nicht betroffen ist. Man(n) darf natürlich trotzdem eine Meinung äußern, aber sollte ein wenig Zurückhaltung an den Tag legen.

 

Und zum Schluss: Haben die USA ein Problem mit immer stärker werdenden erzkonservativen und noch extremeren rechten Kräften? Definitiv. Aber dieses Phänomen gibt es weltweit. Deutliche Beispiele finden sich in Bayern oder Ostdeutschland, um nur mal anzufangen...

 

Sorry, 1000 Zeichen voll...

Darstellung: