Kommentare - Wenn Pflegekräfte sexuell belästigt werden

21. April 2022 - 12:03 Uhr

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz kommt auch in der Pflege vor - darüber gesprochen wird kaum. Auch professionelle Hilfe gibt es nicht flächendeckend. Betroffene fühlen sich alleingelassen. Das zeigen rbb-Recherchen.

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Kommentare

Sexuelle Belästigung

Die kommt überall vor . Ein Armutszeugnis für mich ist es , das die meisten Beschäftigten vom Arbeitgeber gar nicht informiert werden , wer Beauftragter/in in ihrer Einrichtung oder bei dem Dienstleister ist .

Wenn Pflegekräfte sexuell belästigt werden

warum begreift man nicht endlich dass das ein gesellschaftliches Problem darstellt

und nicht nur auf einzelne Bereiche begrenzt ist

 

Pflegekräfte sexuell belästigt

Der Problembär ist wohl der männl. Kundenkreis, da kommt schnell mal ein Spruch oder ein Griff an den Po, als Pflegekraft braucht man eh ein starkes Nervenkostüm. Aber im Normalfall, ist man als Pfleger/in am längeren Hebel, erstmal eine klare Ansprache, wenn das nix bringt, tauscht man im Team, wenn, ja wenn genug Personal da ist.

 

Vom Prinzip ist das aber völlig natürlich, auch alte Leute wollen sexuellen Kontakt, haben aber keinen mehr und als Pflegekraft ist man eben sehr nah dran und oftmals der einzige Kontakt, besonders bei der ambulanten Pflege.

 

Was hilft ist ein selbstbewusstes Auftreten, klare Ansage, klare Kante und keine Angst haben zum Chef zu gehen und den Typen abzugeben.

Es ist  kein Unterschied, …

Es ist  kein Unterschied,  ob frau von Kollegen oder möglicherweise senilen  Insassen belästigt wird? 

.

Ich denke schon.

.

Wieso es aber  für sowas keine Ansprechpartnerinnen gibt, verstehe ich  nicht. Höchstwahrscheinlich ist diese Stelle den Betreibern einfach zu teuer. 

 

 

 

 

Machtmissbrauch hört im Alter nicht auf - im Gegenteil:

"Vor allem Azubis und wenig erfahrene Pflegekräfte sind mit diesen Situationen überfordert"

 

Und tritt in diesen Situationen in einer besonders offensichtlichen und ekelhaften Erscheinungsform zutage.

Der Artikel sollte schon…

Der Artikel sollte schon erwähnen, dass Demenzkranke, die wahrscheinlich einen nicht unerheblichem Anteil der Patienten in Pflegeheimen ausmachen, oft sexuell enthemmt sind, da diese Menschen sich nicht mehr so gut unter Kontrolle haben.

Sexuelle Belästigung Pflege

Seit über 40 Jahren arbeite ich in verschiedenen Krankenhäusern als Krankenschwester über viele Bereiche hinweg. Ich kenne sexuelle Belästigung bis hin zur Vergewaltigung durch Patienten und durch männliche Mitarbeiter verschiedener Berufsgruppen im Krankenhaus besonders in der Zeit als junge Krankenschwester. Unterstützung durch Vorgesetzte hatte ich nie, diese gaben grundsätzlich mir die Schuld und waren froh wenn das Thema nicht weiterverfolgt wurde. Ich rate dringend, wehrt Euch, holt Euch externe Hilfe, wenn  Euch interne Unterstützung versagt wird. 

@13:16 Uhr von mispel

Der Artikel sollte schon erwähnen, dass Demenzkranke, die wahrscheinlich einen nicht unerheblichem Anteil der Patienten in Pflegeheimen ausmachen, oft sexuell enthemmt sind, da diese Menschen sich nicht mehr so gut unter Kontrolle haben.

Dies ist korrekt .....

@13:16 Uhr von mispel

Der Artikel sollte schon erwähnen, dass Demenzkranke, die wahrscheinlich einen nicht unerheblichem Anteil der Patienten in Pflegeheimen ausmachen, oft sexuell enthemmt sind, da diese Menschen sich nicht mehr so gut unter Kontrolle haben.

Genau so ist es! Danke für Ihren von gesundem Verstand getragenen Kommentar 

Ich denke sexuelle…

Ich denke sexuelle Belästigung gibt es in allen Bereichen des Lebens. Bei dem was in Deutschland aber teilweise als sexuelle Belästigung verstanden wird aber auch kein Wunder. Keine Frage sexuelle Belästigung soll und muss verhindert und bestraft werden. Bei uns in der Firma herrscht da 0 Toleranz. Allerdings muss ich auch sagen was wir bei regelmäßigen Schulungen so alles als sexuelle Belästigung präsentiert bekommen, dann darf ich nur noch mit gesenktem Gesicht durch die Firma laufen um ja keinen zu belästigen. Es ist wie mit vielem in Deutschland, ein vernünftiges Mittelmaß scheint nicht mehr zu existieren.

13:24, SB Mann Franke

>>

@13:16 Uhr von mispel

 

Der Artikel sollte schon erwähnen, dass Demenzkranke, die wahrscheinlich einen nicht unerheblichem Anteil der Patienten in Pflegeheimen ausmachen, oft sexuell enthemmt sind, da diese Menschen sich nicht mehr so gut unter Kontrolle haben.

 

Genau so ist es! Danke für Ihren von gesundem Verstand getragenen Kommentar.<<

 

Gesunder Verstand also.

 

Inwiefern gesund?

 

Und wird das Problem dadurch geringer, die Belästigung weniger widerlich?

 

Zu Patienten, deren Übergriffigkeit bekannt ist, sollte man keine jungen, unerfahrenen Pflegekräfte allein schicken.

 

Generell gilt, der Pflegeberuf ist kein Ponyhof. Der liebe Opa, die dankbare Omi sind die Ausnahme.

.....

"Der Problembär ist wohl der männl. Kundenkreis, da kommt schnell mal ein Spruch oder ein Griff an den Po,"

da kann ich aus eigener Erfahrung anderes Berichten: Ich (männlich) war als Monteur für einen Auftrag in einer Seniorenresidenz beschäftig. Eine Bewohnerin begrüßte mich sehr sehr freundlich und plötzlich stand sie mit entblößtem Oberkörper vor mir und war auch verbal sehr deutlich unterwegs. Das ist heutzutage für einen Mann eine extrem heikle Situation. Kann sehr schnell ganz doll nach hinten losgehen. Mit etwas Humor und einigen lockeren Sprüchen bin ich zum Glück ohne Probleme aus dieser Situation entkommen. 

Egal ob männlich oder weiblich, Pflanze oder Tier, wir alle sind genetisch so programmiert das die Fortpflanzung mit an erster Stelle steht. Wie wir damit umgehen hängt von uns persönlich ab und das bei älteren Menschen die kognitiven Leistungen nachlassen ist keine große Überraschung. Es wäre dringend erforderlich das Personal entsprechend zu Schulen und (soweit möglich) darauf vorzubereiten. Älteren Menschen (egal ob M/W der was es heutzutage noch alles gibt) kann man da nur schwer einen Vorwurf machen. 

 

 

@13:17 Uhr von Morganit

Unterstützung durch Vorgesetzte hatte ich nie, diese gaben grundsätzlich mir die Schuld und waren froh wenn das Thema nicht weiterverfolgt wurde. Ich rate dringend, wehrt Euch, holt Euch externe Hilfe, wenn  Euch interne Unterstützung versagt wird. 

Ich war auch mal im Krankenhaus beschäftigt. Nicht nur die Männer hatten mal einen lockeren Spruch drauf, auch die Frauen. Auch bei uns gab es Anzüglichkeiten die über gewisse Grenzen hinausgingen, seitens von Patienten und auch durch Beschäftigte. Aber auch da war keine Unterstützung durch Vorgesetzte, Möchtegernbetriebsräte oder Möchtegern Beauftragte angesagt. Ja keine schlafenden Hunde wecken war immer die Devise. Das scheint im öffentlichen Dienst normal zu sein und trifft man dort auch überall an. Auch ich rate dazu sich zu wehren, ein Tagebuch mit Datum, Uhrzeiten und Namen anzulegen, aber zunächst den Dienstweg einhalten. Wenn das nicht fruchtet dann einen Rechtsanwalt einschalten!

Demenzpatienten

Demenzpatienten sind das eine. Wenn die gewissermaßen "nicht mehr Wissen, was verboten und unmoralisch ist", gelten andere Maßstäbe. Verletzend bleibt es aber. Meine Frau wurde von solchen Patienten auch oft geschlagen, beschimpft, geherzt, geliebt... Damit umzugehen hat sie gelernt.

Daß aber Übergriffigkeit und Gewalt seitens männlicher Kollegen und seitens geistig gesunder Bewohner vom Arbeitgeber abgestritten, sie als Lügnerin dargestellt wurde, das hat ihr den Rest gegeben. Sie ist raus aus dem Beruf.

Hilfe vom Arbeitgeber? Fehlanzeige! Klare Sache: Männlicher Täter, männlicher Pflegedienstleiter, männlicher Personalleiter... "Ach, das überbewerten Sie nur. Herr xyz würde sowas nie tun!"

Pflegealltag.

Ich bin Mann. Und Feminist, nachdem ich das alles miterlebt habe.

@13:18 Uhr von Morganit

Der Artikel sollte schon erwähnen, dass Demenzkranke, die wahrscheinlich einen nicht unerheblichem Anteil der Patienten in Pflegeheimen ausmachen, oft sexuell enthemmt sind, da diese Menschen sich nicht mehr so gut unter Kontrolle haben. Dies ist korrekt .........................

 

Man sollte die Pflegekräfte, ob männlich oder weiblich, nicht für dumm hinstellen. Die wissen sehr wohl was Demenzkranke sind! Und nicht alle Alten sind Demenz-Kranke die in einem Pflegeheim oder Altersheim sind! Und es geht hier nicht nur um sexuelle Belästigungen durch Patienten, sondern auch unter den Pflegekräften und Beschäftigten selber!

Wichtig, dass diese Form der Belästigung zu thematisiert wird

 

Als ich im Bereich der Pflege gejobbt habe, gab es eine für mich sehr unangenehme Situation, die mir diese Tätigkeit verleidet hat. Keine Ahnung, ob der Herr in der Lage gewesen wäre seine Körperfunktion besser zu steuern, oder ob man sich eine weibliche Pflegende da ein dickeres Fell zulegen müsste.

 

Verglichen mit dem, was der Artikel und die Userin Morganit schildern, ziemlich harmlos, für mich trotzdem etwas mit dem ich nicht konfrontiert werden wollte. Hilfreich wäre sicherlich, wenn es mehr männliche Pflegekräfte für die Körperhygiene bei Männern gäbe.

@13:17 Uhr von Morganit

Seit über 40 Jahren arbeite ich in verschiedenen Krankenhäusern als Krankenschwester über viele Bereiche hinweg. Ich kenne sexuelle Belästigung bis hin zur Vergewaltigung durch Patienten und durch männliche Mitarbeiter verschiedener Berufsgruppen im Krankenhaus besonders in der Zeit als junge Krankenschwester. Unterstützung durch Vorgesetzte hatte ich nie, diese gaben grundsätzlich mir die Schuld und waren froh wenn das Thema nicht weiterverfolgt wurde. Ich rate dringend, wehrt Euch, holt Euch externe Hilfe, wenn  Euch interne Unterstützung versagt wird. 
 

Das tut mir sehr leid. Würden Sie denn sagen, dass Unterstützung durch Vorgesetzte und Menschen mit Expertise, sowie ein Umdenken in der Führungsebene (zB Schuld von Täter:innen zugestehen statt diese zu schützen), sowie ein konkreter Katalog von Maßnahmen (zB Abgabe der Person) geeignet wären, um die Situation zu verbessern? Kann gegebenenfalls ebenso präventiv gearbeitet werden?

@12:52 Uhr von hallo1

warum begreift man nicht endlich dass das ein gesellschaftliches Problem darstellt und nicht nur auf einzelne Bereiche begrenzt ist  

Weil man lieber Alibispielchen wie Gendern treibt. Frei nach dem Motto: Du darfst ein Macho sein, Hauptsache, Du benutzt das Gendersternchen.

So wird noch mehr Trennung zwischen Mann und Frau getrieben.

Und viele Männer haben ein massives Rollenproblem: Schwächere zu schützen scheint out. Lieber den Macho machen und schwächere unterdrücken. Einer eingeschüchterten Kollegin Rückhalt geben? Nee... wieso auch?!

Und da können die Frauen noch so stark sein: Über sexualisierte Übergriffe kriegt man sie klein. Ach, was eine "Mannhaftigkeit"!

Sorry, wenn ich verbittert klinge. Meine Erlebnisse haben mich zum männlichen Feminist gemacht. Schon alleine, daß man mich verlacht hat im Kollegenkreis, weil ich "nur drei TÖCHTER" habe und "keinen Bub zustandegebracht". Sagt mal, gehts noch?

@13:27 Uhr von heribix

''Es ist wie mit vielem in Deutschland, ein vernünftiges Mittelmaß scheint nicht mehr zu existieren.'' Zitat Ende 

Das deutsche Klein Klein treibt diese Besonderen Stilblüten und der Wahn alles und jenes zu regulieren. Obwohl meiner Meinung nach auch ein gewisser Verlust von moralischen Grundwerten da ist.

 

@13:47 Uhr von Traudlwalli

Unterstützung durch Vorgesetzte hatte ich nie, diese gaben grundsätzlich mir die Schuld und waren froh wenn das Thema nicht weiterverfolgt wurde. Ich rate dringend, wehrt Euch, holt Euch externe Hilfe, wenn  Euch interne Unterstützung versagt wird.  Ich war auch mal im Krankenhaus beschäftigt. Nicht nur die Männer hatten mal einen lockeren Spruch drauf, auch die Frauen. Auch bei uns gab es Anzüglichkeiten die über gewisse Grenzen hinausgingen, seitens von Patienten und auch durch Beschäftigte. Aber auch da war keine Unterstützung durch Vorgesetzte, Möchtegernbetriebsräte oder Möchtegern Beauftragte angesagt. Ja keine schlafenden Hunde wecken war immer die Devise. Das scheint im öffentlichen Dienst normal zu sein und trifft man dort auch überall an. Auch ich rate dazu sich zu wehren, ein Tagebuch mit Datum, Uhrzeiten und Namen anzulegen, aber zunächst den Dienstweg einhalten. Wenn das nicht fruchtet dann einen Rechtsanwalt einschalten!

Danke...........

 

???

"Auch ich rate dazu sich zu wehren, ein Tagebuch mit Datum, Uhrzeiten und Namen anzulegen, aber zunächst den Dienstweg einhalten. Wenn das nicht fruchtet dann einen Rechtsanwalt einschalten!"

Tagebuch anlegen? Wenn eine Person von einer anderen Person sexuell belästigt wird, dann sollte man sofort handeln. Hier rede ich von Mitarbeitern und/oder Vorgesetzen, die kognitiv in der Lage sein sollten ihr verhalten abzuschätzen und nicht von Pflegebedürftigen. Eine mündliche Verwarnung sollte reichen, hilft das nicht, dann gleich direkt Anzeige erstatten. Da braucht man keinen Vorgesetzen oder einen Betriebsrat für. 

 

13:45 Uhr von GrevClean

"Der Problembär ist wohl der männl. Kundenkreis, da kommt schnell mal ein Spruch oder ein Griff an den Po,"

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"da kann ich aus eigener Erfahrung anderes Berichten: Ich (männlich) war als Monteur für einen Auftrag in einer Seniorenresidenz beschäftig. Eine Bewohnerin begrüßte mich sehr sehr freundlich und plötzlich stand sie mit entblößtem Oberkörper vor mir und war auch verbal sehr deutlich unterwegs. Das ist heutzutage für einen Mann eine extrem heikle Situation." ...

-------------------------

Ich kann zwar nicht aus der Erfahrung eines Monteurs sprechen, der eine einmalige Begegnung in einem Seniorenheim hatte, jedoch als Pfleger unterwegs war und ich sage dir, als Mann kommt man wesentlich seltener in eine solche Situation und man kommt auch wesentl. leichter wieder raus.

wenn ich schon manche Einleitungen lese

"natürlich ist sexuelle Belästigung nicht ok, aber ...", dann weiß ich sofort wieder, in welchem Forum ich unterwegs bin.

Und dann beklagt sich hier tatsächlich einer, ohne sich zu schämen, dass das mit dem Schutz vor sexuellen Übergriffen doch total übertrieben würde. Da fliegt mir dann endgültig das Blech weg.

@14:14 Uhr von vriegel

Falls jemand den Film noch nicht gesehen hat…
 
Das Thema Sexualität im Alter oder bei Pflegebedürftigen Menschen ist ein Tabu Thema. 
 
Aber dadurch geht es ja nicht weg. 
 
Warum muss Sex immer als Belästigung angesehen werden? 

Pflegekräfte sexuell belästigt : Und nun ?

Ganz einfach.
Es sind viel mehr männliche Pflegekräfte einzustellen. Diese pflegen dann ggf nur die männlichen Pat./Bewohner.
In der Pflege sind zu ca. 90% Frauen beschäftigt. Diese Quote ist auf ca. 50% zu abzusenken. Die Quote der männlichen Pflegekräfte ist auf ca. 50% zu steigern.
Die weiblichen Pflegekräfte pflegen dann ggf vorrangig nur Frauen/Bewohnerinnen.

Wenn Pflegekräfte sexuell belästigt werden....

Pflegekräfte, die auch sonst schon schlecht dran sind. Ob bei Arbeitszeiten oder Lohn. Bis Juni 2023 soll der auf 14,40 Euro bis 18,75 Euro steigen. Die Frage ist, ob überall (Tarifvertrag).

Und auch bei der Corona-Prämie für die Beschäftigten wurde geknausert. Die gibt es nur in Krankenhäusern mit mehr als 10 Infizierten, die mehr als 48 Stunden beatmet wurden. Für 837 Krankenhäuser zusammen 500 Millionen Euro. "Lauterbach lässt viele leer ausgehen", auf labourNet. 

.....

" wenn es mehr männliche Pflegekräfte für die Körperhygiene bei Männern gäbe."

 

sehr richtig. in vielen Bereichen ist es sogar verboten das M und W sich zu nahe kommen. Z.B. im Strafvollzug oder bei der Polizei bei körperlichen Dursuchungen oder bei der Abgabe von Urinproben usw. Mal sehen wann sich das in der Pflege durchsetzt..... 

@12:37 Uhr von Dr. Cat

"... Ein Armutszeugnis für mich ist es , das die meisten Beschäftigten vom Arbeitgeber gar nicht informiert werden , wer Beauftragter/in in ihrer Einrichtung oder bei dem Dienstleister ist ... "
... Und was folgt dann ... ??? ...

Hallo   Wie immer,…

Hallo

 

Wie immer, eigentlich fehlendes Personal, mangelhafte Aus-bzw. Weiterbildung wegen Personalmangel usw..

 

Man wird doch schon mal Prävention betreiben können, in dem man den Personenkreis jeweils eingrenzt und z.B. mit einer Zweitkraft arbeitet.

Der Personenkreis, der nicht mehr einsichtsfähig ist und ggf. Gewaltbereit wäre dann kritischer zu beurteilen.

 

Nachtschicht alleine, ich hätte ja schon Angst, dass ich auf Toilette muss und einen Patienten überhöre.

 

Die sexuelle Belästigung duch Frauen scheint ja auch beachtlich zu sein (Statista).

Dazu kommt noch die Geschlechtsidentität divers (Statista).

 

Tauscht man sich im Kollegenkreis nicht aus?

 

In der Lebenshilfe haben wir für jeden betreuten Menschen eine Beurteilung geschrieben, die z.B. auch die Reize, auf die die Person anspricht, z.B. die Agressivität hervorrufen, erfasst hat.

 

 

 

@13:54 Uhr von Traudlwalli

Man sollte die Pflegekräfte, ob männlich oder weiblich, nicht für dumm hinstellen.

 

Ich habe niemanden für dumm hingestellt. Mir ging es lediglich um Information, da die Situation in einem Pflegeheim nun mal anders ist als in der Gesellschaft und ich finde dies sollte auch Erwähnung finden.

@13:17 Uhr von Morganit

"... Ich rate dringend, wehrt Euch, holt Euch externe Hilfe, wenn  Euch interne Unterstützung versagt wird ... "
Und ab diesem Zeitpunkt ist es ratsam sofort zu kündigen.

@heribix, 13:27

 

Es ist wie mit vielem in Deutschland, ein vernünftiges Mittelmaß scheint nicht mehr zu existieren.

 

Was wäre denn Ihrer Meinung nach das "gesunde Mittelmaß" zwischen erlaubter und verbotener sexueller Gewalt? Bin sehr gespannt auf Ihre Antwort.

.....

"als Mann kommt man wesentlich seltener in eine solche Situation und man kommt auch wesentl. leichter wieder raus."

achso, dann ist es also nicht so schlimm wenn ein Mann in so eine Situation kommt, oder was wollen Sie mir mit diesem Beitrag sagen? 

@13:45 Uhr von GrevClean

"...  in einer Seniorenresidenz ... Eine Bewohnerin begrüßte mich sehr sehr freundlich und plötzlich stand sie mit entblößtem Oberkörper vor mir und war auch verbal sehr deutlich unterwegs ... "
Da hilft nur eins:
Sofort den Raum verlassen und nicht vergessen das die Zimmertür weit offen stehen bleibt.
Und dann ab zur Stationsleitung und sofort Meldung machen.
Und dann Meldung an den unmittelbare/n Vorgesetzte/n, was der/die dazu sagt. Und dann weitere Anweisungen entgegen nehmen.

@14:09 Uhr von GrevClean

"Auch ich rate dazu sich zu wehren, ein Tagebuch mit Datum, Uhrzeiten und Namen anzulegen, aber zunächst den Dienstweg einhalten. Wenn das nicht fruchtet dann einen Rechtsanwalt einschalten!" Tagebuch anlegen? Wenn eine Person von einer anderen Person sexuell belästigt wird, dann sollte man sofort handeln. Hier rede ich von Mitarbeitern und/oder Vorgesetzen, die kognitiv in der Lage sein sollten ihr verhalten abzuschätzen und nicht von Pflegebedürftigen. Eine mündliche Verwarnung sollte reichen, hilft das nicht, dann gleich direkt Anzeige erstatten. Da braucht man keinen Vorgesetzen oder einen Betriebsrat für.   

Doch braucht man. Man darf die nicht übergehen, sonst könnte sich das eventuell vor Gericht negativ auswirken und die Vorgesetzten reden sich damit raus ja nichts davon gewußt hätten. Hätten sie das gewußt hätten sie dann entsprechend handeln können. Die Chance zum Handeln darf man den Vorgesetzten nicht nehmen!

@14:14 Uhr von vriegel

Falls jemand den Film noch nicht gesehen hat…   Das Thema Sexualität im Alter oder bei Pflegebedürftigen Menschen ist ein Tabu Thema.    Aber dadurch geht es ja nicht weg.

Warum muss Sex immer als Belästigung angesehen werden? 

 

Im Kontext "sexuelle Belästigung von Pflegekräften" verstehe ich Ihre Frage nicht. Ich bitte um Erläuterung.

@14:17 Uhr von CoronaWegMachen

"... Ein Armutszeugnis für mich ist es , das die meisten Beschäftigten vom Arbeitgeber gar nicht informiert werden , wer Beauftragter/in in ihrer Einrichtung oder bei dem Dienstleister ist ... " ... Und was folgt dann ... ??? ...

Was sollte folgen ? Meiner Meinung nach verletzte ich als Arbeitgeber meine Fürsorgepflicht. Man sollte sich immer hinter seine Arbeitnehmer stellen und unterstützten .

@14:19 Uhr von CoronaWegMachen

"... Ich rate dringend, wehrt Euch, holt Euch externe Hilfe, wenn  Euch interne Unterstützung versagt wird ... " Und ab diesem Zeitpunkt ist es ratsam sofort zu kündigen.

Natürlich läuft man Gefahr nicht mehr willkommen zu sein, aber Bitte Bitte Bitte niemals in so einem Fall selber kündigen! Sonst gesteht man im gewissen Sinne eine eigene Schuld ein, daß darf nicht geschehen! Man hat ja noch ein Würde oder nicht?

@14:19 Uhr von mispel

Man sollte die Pflegekräfte, ob männlich oder weiblich, nicht für dumm hinstellen.   Ich habe niemanden für dumm hingestellt. Mir ging es lediglich um Information, da die Situation in einem Pflegeheim nun mal anders ist als in der Gesellschaft und ich finde dies sollte auch Erwähnung finden.

Meine Äußerung sollte da genau drauf hinzielen! Wenn es falsch rüber kam, dann bitte ich in aller Form um Entschuldigung!

@14:01 Uhr von paganus65

warum begreift man nicht endlich dass das ein gesellschaftliches Problem darstellt und nicht nur auf einzelne Bereiche begrenzt ist   Weil man lieber Alibispielchen wie Gendern treibt. Frei nach dem Motto: Du darfst ein Macho sein, Hauptsache, Du benutzt das Gendersternchen. (...) Sorry, wenn ich verbittert klinge. Meine Erlebnisse haben mich zum männlichen Feminist gemacht. (...)

Hallo, paganus65!
Ihre Verbitterung angesichts der von Ihnen geschilderten Situation kann ich nachvollziehen. Das "Alibispielchen wie Gendern" - den Schuh ziehe ich mir nicht an. Ich bemühe mich um eine geschlechtergerechte Schreibweise, eben weil ich Frauen respektiere und sie nicht sprachlich ignorieren möchte. Mit dem gleichen Respekt verurteile ich sexuelle Belästigung/sexuelle Übergriffe. Das ist für mich eine Frage der Grundhaltung gegenüber Mitmenschen - die ich eben auch sprachlich zum Ausdruck bringe; selbstverständlich darf sich Respekt nicht in sprachlicher Form erschöpfen, sondern muß auch darüber hinaus gelebt werden.

@Mispel - 13:16

"Der Artikel sollte schon erwähnen, dass Demenzkranke, die wahrscheinlich einen nicht unerheblichem Anteil der Patienten in Pflegeheimen ausmachen, oft sexuell enthemmt sind, da diese Menschen sich nicht mehr so gut unter Kontrolle haben."

@SB Mann Franke:

"Genau so ist es! Danke für Ihren von gesundem Verstand getragenen Kommentar"

*---*

Der "gesunde Verstand" über Demenzkranke lässt hier aber ordentlich zu wünschen übrig.

 

Wer an Demenz erkrankt wird erstmal nicht grundsätzlich sexuell enthemmt.

Der hier angesprochene Kontrollverlust hängt vom Grad und der Schwere einer Demenz ab, was vom medizinischen Ansatz her erstmal gründlich zu diagnostizieren ist. So kommt es z.B. vor, dass sich die Erkrankten grundlos entkleiden, sich dann auch wehrhaft zeigen ohne dabei konkret sexuell übergriffig zu werden, weil Bewusstsein und Intellekt meistens viel zu sehr getrübt sind.

 

Fachpersonal kann das auch gut einschätzen, so dass hier viel eher die sexuellen Übergriffe von geistig gesunden Patienten sowie Vorgesetzten und Kollegen infrage kommen. 

@14:43 Uhr von Traudlwalli / @14:19 Uhr von mispel

"Man sollte die Pflegekräfte, ob männlich oder weiblich, nicht für dumm hinstellen."

"Ich habe niemanden für dumm hingestellt. Mir ging es lediglich um Information, da die Situation in einem Pflegeheim nun mal anders ist als in der Gesellschaft und ich finde dies sollte auch Erwähnung finden."

"Meine Äußerung sollte da genau drauf hinzielen! Wenn es falsch rüber kam, dann bitte ich in aller Form um Entschuldigung!"

 

Ich denke, das krankheitsbedingte distanzlose Verhalten von Demenzkranken ist nicht vorwiegend Thema des Artikels; dieses Verhalten sollte PflegerInnen bekannt sein, sodaß sie darauf reagieren können: so dumm sind sie eben nicht.
Ihr Hinweis auf Demenzpatienten, mispel, könnte als Ablenkung von sexueller Belästigung durch geistig gesunde PatientInnen oder gar KollegInnen (miß-)verstanden werden; das scheint mir hier das Problem zu sein.

@14:19 Uhr von frosthorn   …

@14:19 Uhr von frosthorn

 

"Bin sehr gespannt auf Ihre Antwort."

 

.

 

Ach komm. Nicht jeder blöde Spruch ist gleich eine Todsünde. 

 

.

 

Ich erinnere mich da an Brüderle mit seinem blöden Dirndl-Spruch.

 

Saudumm, aber nicht soooo tragisch. Sowas kann man noch wegschmunzeln oder ignorieren, solange es Einzelfälle bleiben.  

 

.

 

Wohingegen anfassen gar nicht geht. Auch nicht im Einzelfall. 

 

 

@14:14 Uhr von vriegel

Warum muss Sex immer als Belästigung angesehen werden? 
 

Wir er nur, wenn nicht alle beteiligten Personen damit einverstanden sind.  

Unseren Pflegekräften..

...bleibt nichts erspart. 

Ein Armutszeugnis für den Homo Sapiens Sapiens , dass er es trotz seiner "Intelligenz" nötig hat, die Grundrechte auf Unversehrtheit anderer Menschen immer wieder zu missachten...

Traurig

@15:34 Uhr von Bender Rodriguez

@14:19 Uhr von frosthorn   "Bin sehr gespannt auf Ihre Antwort."   .   Ach komm. Nicht jeder blöde Spruch ist gleich eine Todsünde.    .   Ich erinnere mich da an Brüderle mit seinem blöden Dirndl-Spruch.   Saudumm, aber nicht soooo tragisch. Sowas kann man noch wegschmunzeln oder ignorieren, solange es Einzelfälle bleiben.     .   Wohingegen anfassen gar nicht geht. Auch nicht im Einzelfall.     
 

Und trotzdem ist ein dummer, sexistischer Spruch ausreichend, um Frauen abzuwerten und Frau dies auch spüren zu lassen. Sprüche kommen häufiger als Körperkontakt, der im Moment zwar “schlimmer” ist, sich jedoch durch die Seltenheit auszeichnet. Alltagssexismus durch Sprüche können genauso belastend sein. 

@14:19 Uhr von frosthorn

  Es ist wie mit vielem in Deutschland, ein vernünftiges Mittelmaß scheint nicht mehr zu existieren.   Was wäre denn Ihrer Meinung nach das "gesunde Mittelmaß" zwischen erlaubter und verbotener sexueller Gewalt? Bin sehr gespannt auf Ihre Antwort.

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Ich wurde zwar nicht gefragt, erlaube mir dennoch eine Antwort. Eine Pflegekraft mag bereits daran Anstoss nehmen, von (alten) Menschen geduzt zu werden. Habe ich selbst schon anlässlich eines Besuches im KH erlebt, dass sich eine weibl. Pflegekraft, die von einem alten Herrn mit "Schwester" angesprochen wurde, sich das verbeten hat, ein Pfleger würde ja auch nicht mit "Bruder" angesprochen. Der alte Herr war völlig konsterniert und war sich keiner Schuld bewusst. Ich fand das total daneben, zumal die Anrede in keiner Form plump war. Natürlich ist Sexismus abzulehnen und auch wenn Sie das negieren, es gibt Unterschiede. Ich habe viele Jahre (gerne )in der Gastro gearbeitet. Auch da muss man sich gegen (plumpen) Sexismus wehren. Würde man sich bei jedem lockeren Spruch aber aufregen, anstatt ihn entsprechend zu wechseln, wird man es schwer haben. Es ist wie bei fast allem. Eine Balance zwischen Keckheit, Humor und mieser Anmache, geschweige Übergriffigkeit muss eingehalten werden. Für demente Menschen nicht immer möglich zu durchschauen.

@15:33 Uhr von dead_but_dreaming

Ich denke, das krankheitsbedingte distanzlose Verhalten von Demenzkranken ist nicht vorwiegend Thema des Artikels; dieses Verhalten sollte PflegerInnen bekannt sein, sodaß sie darauf reagieren können: so dumm sind sie eben nicht.

 

In dem Artikel geht es aber allgemein um sexuelle Belästigung von Pflegepersonal und er richtet sich nun mal nicht an Pflegepersonal, sondern an die Allgemeinheit. Und da sicherlich einige nicht wissen, dass sexuelle Belästigung eben auch eine Folge fortgeschrittener Demenz sein kann, halte ich meinen Hinweis durchaus für angebracht. Dass manche darin eine Relativierung sehen, war mir durchaus klar.

@15:30 Uhr von Wanderfalke

 

Wer an Demenz erkrankt wird erstmal nicht grundsätzlich sexuell enthemmt.

 

im Pflegeheim meiner Mutter befand sich ne Frau, so um die 70, die permanent ohne Kleider rumlief

und den entsprechenden Sprüchen, angenehm war das jetzt nicht

wie würden sie das jetzt definieren

@13:02 Uhr von Nettie

"Vor allem Azubis und wenig erfahrene Pflegekräfte sind mit diesen Situationen überfordert"   Und tritt in diesen Situationen in einer besonders offensichtlichen und ekelhaften Erscheinungsform zutage.

__

das Problem gibt es ja schon lange. Ich verstehe nicht, warum man sich in der Ausbildung nicht damit befasst z.B. in Rollenspielen, damit man auf soche Situationen vorbereitet ist.

#Kein leichtes Thema - in mehrfacher Hinsicht

Der Umgang gerade mit dementen Patienten ist kein leichter - Pflegekräfte und Angehörige wissen das nur zu gut.

Hohe Emotionalität und Enthemmung stellen in Verbindung mit verringerter Erinnerung an Regeln und Grenzen so manchen vor Aufgaben, die sich kaum lösen lassen.

Hier ist es wichtig, dass Pflegende nicht mit dem Thema allein gelassen werden - im Zwiespalt zwischen dem Wohl des Patienten, dem meist keine Absicht zu unterstelle ist, und dem Recht auf die eigenen Grenzen.

 

Machen wir uns nichts vor - es gibt hier keine klaren Lösungen:

Wer mit kleinen Kindern oder dementen Menschen arbeitet, wird immer mit Situationen konfrontiert werden, die Ekel auslösen können.

Wer damit nicht umgehen kann, wird in diesen Berufen nie seine Berufung finden.

Aber wir müssen den Pflegenden auch den Rückhalt, die Ressourcen und die Zeit geben, um ihre eigenen Grenzen zu wahren, auch wenn sie diese jeden Tag aufs neue ziehen müssen.

 

Und da ist dann noch die andere Seite der Medallie:

Alte (und nicht so alte) Menschen die nicht dement sind, aber glauben, sie könnten sich dem Personal gegenüber Freiheiten erlauben und Vorgesetzte, die Beschwerden ihrer Mitarbeiter abbügeln.

Das zeigt, dass sexuelle Belästigung kein neues Phänomen, sondern schon lange Teil unserer Kultur ist

Wir beginnen gerade das aufzuarbeiten.

@15:48 Uhr von mispel

Ich denke, das krankheitsbedingte distanzlose Verhalten von Demenzkranken ist nicht vorwiegend Thema des Artikels; dieses Verhalten sollte PflegerInnen bekannt sein, sodaß sie darauf reagieren können: so dumm sind sie eben nicht.   In dem Artikel geht es aber allgemein um sexuelle Belästigung von Pflegepersonal und er richtet sich nun mal nicht an Pflegepersonal, sondern an die Allgemeinheit. Und da sicherlich einige nicht wissen, dass sexuelle Belästigung eben auch eine Folge fortgeschrittener Demenz sein kann, halte ich meinen Hinweis durchaus für angebracht. Dass manche darin eine Relativierung sehen, war mir durchaus klar.

 

Fein, dann ist das geklärt. Deswegen habe ich "(miß-)verstanden" geschrieben: nicht mit dem Ziel, Sie anzugreifen.

 

schlechtes Täter-Beispiel

Vorab: Ich möchte das Problem der Übergriffigkeit in der Pflege nicht kleinreden. Wobei sexualisierte Gewalt und Sexismus nur ein Teil der Gesamtproblematik sind.

Auch ich muss bemängeln, dass das im Artikel gewählte Beispiel eines vermutlich demenziell Erkrankten als Täter absolut schlecht gewählt ist. Völlig unterschlagen wird im Artikel aber sexuelle und sexualisierte Übergriffigkeit sowie Sexismus von Seiten der Frauen. Als (männlicher) Krankenpfleger kann ich ein Lied davon singen. Dass die Ansprechpartner und Meldestellen flächendeckend fehlen, bezweifle ich etwas. Es gibt Gleichstellungbeauftragte (leider nur für Frauen und Behinderte zuständig), den Betriebsrat und definitiv auch genauso in jedem Haus eine benannte Stelle zur Meldung solcher Übergriffe, dort sollte sogar eine anonyme Meldung möglich sein.

Der Artikel erscheint mir sehr einseitig recherchiert. Zumindest aber ist er sehr lückenhaft.

wo liegt das Problem?

Sexuelle Belästigung muss keiner akzeptieren/ertragen, im Grunde sind doch alle Möglichkeiten dem Einhalt zu gebieten vorhanden.

 

Sollte ein Vorgesetzter nicht entsprechend einschreiten und eine akzeptable Lösung für die Betroffenen finden, dann gibt es weitere Möglichkeiten.

 

In Deutschland gibt es Gesetze und die Möglichkeit der Anzeige. Muss schnell was passieren gibt es die einstweilige Verfügung. Ist Gefahr in Verzug kann die Polizei sofort handeln.

@hallo1 - 15:48

"im Pflegeheim meiner Mutter befand sich ne Frau, so um die 70, die permanent ohne Kleider rumlief

und den entsprechenden Sprüchen, angenehm war das jetzt nicht

wie würden sie das jetzt definieren"

 

Ich mache Ihnen einen anderen Vorschlag.

Zeigen Sie die nackte Frau mit ihren entsprechenden Sprüchen aus dem Pflegeheim Ihrer Mutter an und warten Sie dann mal ab, wie die Definition von behördlicher Seite ausfällt.

@15:30 Uhr von dead_but_dreaming

Das "Alibispielchen wie Gendern" - den Schuh ziehe ich mir nicht an. Ich bemühe mich um eine geschlechtergerechte Schreibweise, eben weil ich Frauen respektiere und sie nicht sprachlich ignorieren möchte.

Diesen Schuh brauchen Sie sich auch nicht anziehen.

Es geht mir nicht um Gendersternchen AUS Respekt, sondern um Gendersternchen STATT Respekt.

Nicht jeder, der gendert hat Respekt und nicht jeder, der Respekt hat gendert.

Aber jeder, der seinen Nächsten schlecht behandelt, handelt verwerflich. Ob mit oder ohne Sternchen.

Und es passiert leider oft: Formal korrektes Verhalten, aber hintenrum dem Mitmenschen eine reinwürgen.

Ich freue mich natürlich über jeden Mitmenschen, der im Anderen den Nächsten sieht und das dann wirksam zum Ausdruck bringt. Ob durch Gendersternchen oder simple Höflichkeit und Anstand ist eine Frage des persönlichen Stils.

@12:54 Uhr von ein Lebowski

 

Der Problembär ist wohl der männl. Kundenkreis, da kommt schnell mal ein Spruch oder ein Griff an den Po, als Pflegekraft braucht man eh ein starkes Nervenkostüm.  Was hilft ist ein selbstbewusstes Auftreten, klare Ansage, klare Kante und keine Angst haben zum Chef zu gehen und den Typen abzugeben.

 

auch das sollte beachtet werden

auf dem Oktoberfest geht es anders zu wie im Kloster

das weiß man danach kann man sich richten wenn man nen Job sucht

Wenn ein seniler Opas eben nicht weiß was sich gehört hat man als versierte Pflegekraft auch so seine Mittel

ebenso wie bei zudringlichen Gästen in einer Kneipe

im Zweifelsfall kriegt derjenige eben grundsätzlich nen Pfleger

@14:14 Uhr von vriegel

 

Warum muss Sex immer als Belästigung angesehen werden? 

 

Das Thema des Threads ist sexuelle Belästigung bzw. Übergriffe im Bereich der Pflege. Allein Ihre Frage zeugt von mangelndem Bewusstsein für Grenzüberschreitungen und ist völlig deplatziert.

@16:12 Uhr von Wanderfalke

 

Zeigen Sie die nackte Frau mit ihren entsprechenden Sprüchen aus dem Pflegeheim Ihrer Mutter an und warten Sie dann mal ab, wie die Definition von behördlicher Seite ausfällt.

 

ist das jetzt zielführen

ne offensichtlich Demenzkranke anzuzeigen

im Pflegeheim hat man es gelegentlich mit Problemfällen zu tun

ob die jetzt in die Ecke pinkeln, ihre Mitbewohner/Pflegekräfte beissen und schlagen ausfallend werden oder sonst was

die sind eben krank

@15:48 Uhr von weingasi1

Hallo weingasi1

 

Eine Balance zwischen Keckheit, Humor und mieser Anmache, geschweige Übergriffigkeit muss eingehalten werden. Für demente Menschen nicht immer möglich zu durchschauen.

 

Da ja die sexuelle Gewalt bereits beim Blick (?) oder beim Wort(?) beginnt, wäre da ja in der Gastro die ständige Anwesenheit eines Schnellgerichts nötig.

Obwohl im Aqua in Wolfsburg geht es wohl auch anders zu.

 

Ich habe auch einige Jahre in der "seriösen" Freizeitbranche gearbeitet.

Insbesondere die Gäste, jüngere Damen und Herren,  haben das alles (auch untereinander) nicht so eng gesehen.

 

Aber, das ist halt Freizeit und das Personal war schlagfertig genug, damit umzugehen.

 

 

 

 

 

@16:07 Uhr von roebellian

Ich kann das aus meiner langjährigen Tätigkeit als männliche ehemalige Pflegekraft bestätigen. Gerade bei den Ältesten sind die Frauen eben deutlich in der Überzahl. Regelmäßig wurde ich von alten Damen mehr oder weniger platt „angemacht“. Dass diese sich in manchen Fällen ihrer Distanzlosigkeit nicht mehr so bewusst waren, macht es in so einer Situation dann auch nicht unbedingt besser erträglich. Das konnte schon mal ordentlich an die Nerven gehen und mehr als grenzwertig werden.

Aber gegenüber Kolleginnen habe ich dafür natürlich umso heftigere sexuelle Attacken, verbal und physisch, miterlebt. Feste Ansprechpartner gibt es nicht überall. Häufig wurden diese Vorfälle im Team thematisiert und Strategien festgelegt. Männliche Pflegekräfte gibt es natürlich eher zu wenige.

 

Zu sehr ins Detail möchte ich (auch) hier nicht gehen, aber ich kann jedem versichern, dass die Arbeit in der Pflege durchaus ganz besondere mentale Belastungsproben beinhaltet.

@16:36 Uhr von Vector-cal.45

Hallo Vector-cal.45

 

Zu sehr ins Detail möchte ich (auch) hier nicht gehen, aber ich kann jedem versichern, dass die Arbeit in der Pflege durchaus ganz besondere mentale Belastungsproben beinhaltet.

 

Deshalb kann man auch nicht einfach Arbeitslose umschulen.

 

Der Beruf erfordert Stärke und Herz, aber auch bessere Arbeitsbedingungen und Bezahlung.

Erstaunlich wie so mancher…

Erstaunlich wie so mancher hier von den Problemen mit sexualisierter Gewalt ablenkt, in dem „ er“ die Problematik auf Demenzkranke einengt. Ich bin lange in der Pflege tätig und kann zwei Dinge aus Erfahrung sagen. Werden weibliche Kollegen belästigt ist dies in den wenigsten Fällen ein pathologisches Problem. Und sollte es zu enthemmten Verhaltensweisen von Demenzkranken kommen, sind die meisten Pflegekräfte in der Lage damit professionell umzugehen 

14:37 Uhr von Traudlwalli

"... Natürlich läuft man Gefahr nicht mehr willkommen zu sein, aber Bitte Bitte Bitte niemals in so einem Fall selber kündigen! Sonst gesteht man im gewissen Sinne eine eigene Schuld ein, daß darf nicht geschehen ... "
Wen interessiert das ?
Sollen die Betroffenen etwa beim zuständigen Arbeitsgericht irgend etwas einklagen ?
Falls ja, theoretisch möglich, praktisch gesehen völlig unmöglich (wie Beweisen ? etwas mit Zeugen und/oder Urkundenklau ?)
In einem Laden, wo sexuelle Belästigung an der Tagesordnung ist, da ist zu kündigen, und fertig.

@13:16 Uhr von mispel

 

 

Gerade Demente können kaum verantwortlich gemacht werden, je nach Krankheitsfortschritt.

 

Ich hatte einen Nachbarn, der ständig seine Tochter anging und sie mehrmals am Tag zumindest auch heiraten wollte.

 

Was wollen Sie so einem alten Mann, der nicht mehr weiß, wo und was er ist, vorwerfen.

 

Das entschuldigt natülich keine anderen Übergiffe, sofern sie bewusst geschehen.

 

@15:48 Uhr von hallo1

"...  im Pflegeheim meiner Mutter befand sich ne Frau, so um die 70, die permanent ohne Kleider rumlief und den entsprechenden Sprüchen ... wie würden sie das jetzt definieren ... "
Antwort : Voll krank.
Besser wäre da für die "... Frau, so um die 70, die permanent ohne Kleider rumlief ... " , wenn sich der Vorstand des Pflegeheims mal nach einer anderen Einrichtung umsieht, wo mit solchen Frauen besser umgegangen werden kann. Diese Frau kann ja dann dort weiter - dauerhaft - behandelt werden.

@16:22 Uhr von hallo1

>Zeigen Sie die nackte Frau mit ihren entsprechenden Sprüchen aus dem Pflegeheim Ihrer Mutter an und warten Sie dann mal ab, wie die Definition von behördlicher Seite ausfällt.<   
 

>ist das jetzt zielführen ne offensichtlich Demenzkranke anzuzeigen im Pflegeheim hat man es gelegentlich mit Problemfällen zu tun ob die jetzt in die Ecke pinkeln, ihre Mitbewohner/Pflegekräfte beissen und schlagen ausfallend werden oder sonst was die sind eben krank<

Ja, meistens sind solche Menschen nicht nur körperlich krank. Irgendwelche rechtliche Schritte führen zu nichts, da das Klientel meist geistig zumindest teilweise eingeschränkt ist. Häufig lässt sich gar nicht genau sagen, inwiefern ein reines „Fehlverhalten“ vorliegt, oder nicht eine situative Desorientierung die Hauptrolle spielt. 
 

Grundsätzlich sollte so etwas aber nicht tot geschwiegen werden. Auch eine Demenz bedeutet nicht, dass keine Lösungsmöglichkeiten mehr gesucht werden sollten.

 

@13:43 Uhr von fathaland slim

Mit dem lieben Opa und der lieben Oma haben Sie schon recht.

 

Meine Mutter wurde bei beginnender Demenz richtig bösartig bis sie letztlich so dement war, dass sie nur noch vor sich hin döste.

 

Im richtigen Leben war sie eine liebe Frau und ihren vier Kindern eine gute Mutter.

 

Ohne diese Krankheit wäre sie sicher im Pflegeheim die liebe Omi gewesen.

@16:18 Uhr von paganus65

Es geht mir nicht um Gendersternchen AUS Respekt, sondern um Gendersternchen STATT Respekt. Nicht jeder, der gendert hat Respekt und nicht jeder, der Respekt hat gendert. Aber jeder, der seinen Nächsten schlecht behandelt, handelt verwerflich. Ob mit oder ohne Sternchen. Und es passiert leider oft: Formal korrektes Verhalten, aber hintenrum dem Mitmenschen eine reinwürgen. Ich freue mich natürlich über jeden Mitmenschen, der im Anderen den Nächsten sieht und das dann wirksam zum Ausdruck bringt. Ob durch Gendersternchen oder simple Höflichkeit und Anstand ist eine Frage des persönlichen Stils.

 

Ich stelle mal wieder fest, dass das Thema Gendern vor allem von Gender-Gegner:innen eingestreut wird und zwar häufig - wie hier - off topic. Dann beschweren sich dieselben Personen mal wieder darüber, dass das Thema zu breitgetreten wird, wo es doch “Wichtigeres” gäbe.  

@hallo1 - 16:22

"ist das jetzt zielführen

ne offensichtlich Demenzkranke anzuzeigen

im Pflegeheim hat man es gelegentlich mit Problemfällen zu tun

ob die jetzt in die Ecke pinkeln, ihre Mitbewohner/Pflegekräfte beissen und schlagen ausfallend werden oder sonst was

die sind eben krank"

 

Werden Sie doch erstmal klar, worauf Sie hinaus wollen.

Dass der Pflegealltag an sich schwer genug ist, weiß jeder der in diesen Bereichen arbeitet. Thema ist hier konkret die sexuelle Belästigung im Pflegeberuf - wo ist bei Ihnen der Bezug zum Artikel?

@16:18 Uhr von paganus65

Das "Alibispielchen wie Gendern" - den Schuh ziehe ich mir nicht an. Ich bemühe mich um eine geschlechtergerechte Schreibweise, eben weil ich Frauen respektiere und sie nicht sprachlich ignorieren möchte.

Diesen Schuh brauchen Sie sich auch nicht anziehen. Es geht mir nicht um Gendersternchen AUS Respekt, sondern um Gendersternchen STATT Respekt. Nicht jeder, der gendert hat Respekt und nicht jeder, der Respekt hat gendert. Aber jeder, der seinen Nächsten schlecht behandelt, handelt verwerflich. Ob mit oder ohne Sternchen. Und es passiert leider oft: Formal korrektes Verhalten, aber hintenrum dem Mitmenschen eine reinwürgen. Ich freue mich natürlich über jeden Mitmenschen, der im Anderen den Nächsten sieht und das dann wirksam zum Ausdruck bringt. Ob durch Gendersternchen oder simple Höflichkeit und Anstand ist eine Frage des persönlichen Stils.

 

Ja, im Grunde sind wir uns hier einig. Danke für Ihre Rückmeldung!

@15:48 Uhr von hallo1

  Wer an Demenz erkrankt wird erstmal nicht grundsätzlich sexuell enthemmt.   im Pflegeheim meiner Mutter befand sich ne Frau, so um die 70, die permanent ohne Kleider rumlief und den entsprechenden Sprüchen, angenehm war das jetzt nicht wie würden sie das jetzt definieren

Die Definition dazu: Die Pflegeheimleitung hat in diesem Punkt jämmerlich versagt! Wie der Geisteszustand war haben sie nicht beschrieben!

@ Bernd Kevesligeti

Und auch bei der Corona-Prämie für die Beschäftigten wurde geknausert. Die gibt es nur in Krankenhäusern mit mehr als 10 Infizierten, die mehr als 48 Stunden beatmet wurden.

 

Eine Konzentration auf die wirklich betroffenen Kliniken ist ja schon sinnvoll. Aber klar, ich stimme Ihnen zu, wenn wir ewig viel Geld hätten, würde ich jeder Pflegekraft auch ein paar tausend Euro gönnen.

@ Lebowski

Vom Prinzip ist das aber völlig natürlich, auch alte Leute wollen sexuellen Kontakt,

 
 

Das hat mit sexueller Belästigung aber jetzt wirklich gar nichts zu tun. Oder wollen Sie auf dem schmalen Brett die Belästigungen relativieren?

@ Lebowski

Was hilft ist ein selbstbewusstes Auftreten, klare Ansage, klare Kante und keine Angst haben zum Chef zu gehen und den Typen abzugeben.

 

Abzugeben? Anzuzeigen würde ich mal sagen.

Oder denken Sie, ein Pflegebedürftiger kann nicht bestraft werden?

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