Kommentare - Warum der Lehrerberuf für viele unattraktiv ist

19. April 2022 - 11:49 Uhr

Bis 2035 werden mindestens 23.800 Lehrkräfte fehlen, prognostiziert die Kultusministerkonferenz. Der Lehrerberuf scheint für die junge Generation unattraktiv - mangelnde Flexibilität ist nur ein Grund. Von Anke Hahn.

Artikel auf tagesschau.de
Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

"Warum der Lehrerberuf für viele unattraktiv ist"

weil sie aus eigener Erfahrung genau wissen, was darin auf sie zukommt:

 

Sie sind für alles "zuständig" und werden dabei nicht nur nicht unterstützt, sondern - ganz im Gegenteil - auch noch von allen Seiten - Behörden wie Eltern - "gegängelt":

 

"Junge Menschen wollten eher Abenteuer als Sicherheit, lieber Start-up als Schule. Sie glaubten, nach zwölf Jahren Schülerdasein wüssten sie, was die Arbeit der Lehrenden ausmacht und das sei für sie nicht attraktiv. Ihnen fehlten Flexibilität bei der Wahl des Arbeitsorts und bei der Einteilung der Arbeitszeit. Sie fürchteten, inhaltlich in der Gestaltung des Unterrichts zu sehr festgelegt zu werden".

 

 

Flexibilität

es ist nur ein Aspekt, aber gefühlt können die Lehrer(innen) ja frei wählen zwischen 0 und 100% arbeiten. Wo geht das denn sonst noch?

Das Argument überambitionierter Eltern bzw. von Eltern die den Erziehungsauftrag fälschlicherweise bei den Lehrern sehen kann ich maximal gut verstehen. Da verwechseln viele Eltern was, was ihr Job und was der Job der Lehrer eigentlich ist.

 

für viele unattraktiv ist

Weil in unsere KIta und OGS Gesellschaft die Lehrer und Hilfkräfte die Folgen dieser Politik scho direkt am eigen Leib zu spüren bekommen

Morgens brausen die Elteren mit dem Auto durch den Schulweg und Abends wenn Sie mal wieder zu spät Ihre Kinder abholen wird sich nicht entschuldigt.

Da muss man schon aus ganz…

Da muss man schon aus ganz besonderem Holz sein, wenn man freiwillig unterbezahlter Prügelknabe werden will. 

.

Bei uns durften die Lehrer einiges mehr. Die Klassen waren größer.  Und Eltern haben nicht ständig behauptet, ihre unterbelichteten Gören wären hochbegabt.

.

Was macht man denn heute mit so einem renitenten Lümmel? Bestrafen geht nicht. Diskutieren bringt nichts. 

Lernen halt alle anderen auch nichts.

.

Es gäbe also ganz einfache Lösungen.  Die noch dazu den angegebenen Fachkräftemangel beseitigen würden.

Will aber keiner umsetzen.

.

Also muss man mit den wenigen Lehrern auskommen und nicht ständig jammern.

.

Ach so,  neue Lehrer werden regelmäßig vor den Sommerferien gekündigt.  Das spart Geld. Und der Lehrer kommt nie auf Arbeitslosenhilfe. 

.

Komisch, dass den Mist keiner machen möchte.

Die Anforderungen sind falsch gewichtet

Beispiel im Bekanntenkreis: hoch motivierter Student, Praktika gemacht, kann gut mit Kindern umgehen, scheitert auf den letzten Metern im Examen. Schade, der wäre ein guter Lehrer geworden, aber war halt vielleicht kein perfekter Chemiker. Zum Unterrichten von Schülern hätte er allemal genug gewusst.

Die Lehrerausbildung gewichtet die Fachkenntnisse zu stark.

@12:14 Uhr von unbutu77

Lehrerinnen, Erzieherinnen und viele die im sozialen Bereich tätig sind wissen das die Chancen mit 40 an einem Burn Out durch Überlastung  zu Erkranken  sehr hoch sind....
Nicht jeder wird gleich Bezahlt, es gibt bei Lehrerinnen alles von A 9 bis A 13 /14 oder bei Angestellten von E 9 bis E 13 /14.... obwohl alle den selben Job machen !
Immer dann wenn Ferien sind sind die Angebote an Reisen besonders hochpreisig, in den Schulwochen werden zwar nur zwischen 25 bis 39 Unterrichtsstunden absolviert, aber mit Vorbereitung und Nachbereitung haben Lehrerinnen häufig eine 50-60 Stunden Woche, dazu kommt noch Sozialarbeit mit Elterngesprächen...
In der Pandemie haben sich die Kultusministerinnen wie Gutsherren benommen und nur von oben herab Weisungen ausgegeben, der Konsens mit den Schulleiterinnen und Lehrerinnen wurde nicht wirklich gesucht....
Bildung ist in Deutschland noch lange nicht Zukunftsfähig dafür müsste die Politik sehr viel Geld in die Hand nehmen....
 
 

nicht attraktiv

Warum der Lehrerberuf unattraktiv ist liegt m. M nach daran, dass die Lehrer alle Fehlleitungen in den Familien auf die Schule abgewälzt werden. Meine Tochter ist Lehrerin in einer Berufsschule und hat die besten der besten. Morgens um 07:30 beginnt der Unterricht. Bei einem Teil der Schüler ist man froh, wenn Sie bis 09:00 anwesend sind. Unterstützung von den Eltern, haben die Lehrer keine, Sie werden eher noch in den A...sch betreten. Dies ist aber nicht nur in Berufsschulen so sondern es beginnt schon im Kindergarten. Solange die Eltern am Mo. zum Fußball, am Di. zum Stammtisch usw. müssen, haben Sie keine Zeit sich um Ihre Sprösslinge zu kümmern. Als ich das vor vielen Jahren einmal beim Landeselternbeirat vorbrachte, wurde ich von der jetzigen SPD-Vorsitzenden angeschnautzt, alle Kinder wollen lernen und es würde an den Lehrern liegen. Die selbe Meinung hatte auch einmal ein SPD-Bundeskanzler der aussagte Alle Lehrer wären faule Säcke.

verfehlte Bildungspolitik

Die Lehrer sind doch heute nur Sündenböcke der verfehlten Erziehung.

Wenn es der Lehrer wagt, eine schlechte Note zu vergeben, kommen die Eltern - teils sogar mit Anwalt. Dies hat zur Folge, dass die Noten oft viel zu gut sind, einfach, um Streit aus dem Weg zu gehen. Echtes Wissen wird kaum noch vermittelt, alles muss Spaß machen. Es wird sosehr auf die Befindlichkeiten der Kinder eingegangen, dass gar nichts mehr gefordert werden kann.

Ich selbst bin täglich mit dem Ergebnis dieser verfehlten Schulpolitik konfrontiert. Die Kenntnisse und Fähigkeiten der Absolventen unserer Schulen sinken in jedem Jahr, ständig werden neue Tiefpunkte erreicht. Kopfrechnen, logisches Denken - leider sehr oft Fehlanzeige. Dafür aber ein gnadenloses Selbstbewußtsein. Corona hat diesen Trend beschleunigt. Die Jugendlichen können mit dem Handy spielen, eine mathematische Aufgabe ohne Hilfsmittel zu lösen ist kaum möglich. besonders geschockt hat mich kürzlich, dass es nach 12 Jahre Schule kaum jemand möglich ist, die Formel für die Kreisfläche sicher zu sagen! und das ist nur die Spitze! Aufgaben, die vor 10 Jahren leicht gelöst wurden, kann man heute nicht mehr abfragen!

Wie wir gerade schmerzlich feststellen, verfügt Deutschland über keinerlei Bodenschätze. Unser einziges Kapital war die Bildung der Menschen. leider haben wir hier nichts mehr zu bieten!

12:02, püppie

>>

Flexibilität

 

es ist nur ein Aspekt, aber gefühlt können die Lehrer(innen) ja frei wählen zwischen 0 und 100% arbeiten. Wo geht das denn sonst noch?“

 

In so gut wie jedem anderen Beruf.

 

Je weniger Stunden Sie arbeiten, desto weniger Geld gibt es natürlich.

 

Das ist auch bei Lehrern nicht anders.

@12:11 Uhr von Donousa

Beispiel im Bekanntenkreis: hoch motivierter Student, Praktika gemacht, kann gut mit Kindern umgehen, scheitert auf den letzten Metern im Examen. Schade, der wäre ein guter Lehrer geworden, aber war halt vielleicht kein perfekter Chemiker. Zum Unterrichten von Schülern hätte er allemal genug gewusst. Die Lehrerausbildung gewichtet die Fachkenntnisse zu stark.

Aber manchmal muss man eben im Leben auch etwas wissen.

"Quereinsteiger - mehr als eine Notlösung"

Das sehe ich genauso. Sehe sogar Vorteile, wenn Leute die aus dem Berufsleben kommen Wissen vermitteln.

 

Genauso wie der Pflegekräftemangel ist das Thema doch schon altbekannt.

 

Anstatt dass hier die Regierenden Konzepte und Lösungen finden, verschlimmert sich die Situation zusehends. Die Regierung scheint heillos überfordert zu sein.

@Donousa, 12:11

Die Lehrerausbildung gewichtet die Fachkenntnisse zu stark.

 

Wollen Sie, dass die Kinder von Stümpern unterrichtet werden? Spätestens auf dem Gymnasium dürfte sich das ganz schön rächen.

Ich habe als Hochschuldozent die Folgen schlechter Schulbildung "genießen" dürfen. Da gab's Kandidaten, die kannten nicht mal den Pythagoras. Aber die soll ich dann in ein paar Semestern zu Spezialisten ausbilden. Zu den so dringed benötigten "Fachkräften".

das hin und her der Politiker ...

das hin und her der Politiker verleideid einem diesen Beruf.

Mal 9 mal acht Klassen zum Abitur, mal Grundschulempfehlung mal freier Elternwille. Digitalisierung in dem Geld hingeworfen wird ohne eine Strategie und ein Konzept vorzugeben,

und und und

So lange Bildung ein Spielball förderaler Experimente der Landes-Politiker ist, rate ich vom Lehrerberuf ab.

@12:09 Uhr von Bender Rodriguez

Und Eltern haben nicht ständig behauptet, ihre unterbelichteten Gören wären hochbegabt.

Genau das ist der Punkt! Wir vermitteln der Jugend, dass sie alle Einstein wären. Mit diesem Selbstbewußtsein kommen sie und haben nicht mal 50% der Kenntnisse der Schüler von vor 30 Jahren.

Dies muss man einer verfehlten Bildungspolitik (16 Kleinstaaten, zahllose Bildungswege) aber auch den Eltern anlasten (nur nichts schweres!!!, alles muss Spaß machen).

ABER: Über dumme Menschen lässt sich einfacher regieren, als über ein gebildetes Volk!

@Giselbert, 12:22

Anstatt dass hier die Regierenden Konzepte und Lösungen finden, verschlimmert sich die Situation zusehends. Die Regierung scheint heillos überfordert zu sein.

Und wenn die Versuchung noch so groß ist, "der Regierung" hier eins zu verpassen: Schulbildung ist Ländersache.

Es mangelt an Status und Autorität

Früher war der Lehrer eine Autoritätsperson, die auch mal einen Schüler vor die Tür setzen oder anfassen konnte. Heute ist der Lehrer ein Sündenbock, dem sämtliche Mängel angelastet werden, dem empfohlen wird, nie mit einem Schüler allein in einem Raum zu sein, um Missbrauchsvorwürfen zu entgehen, und der vor der Schulbehörde Rechenschaft ablegen muss, wenn er einem Schüler auf die Schulter getippt hat, oder eine flapsige Bemerkung vom Stapel gelassen hat.

.

Aus all diesen Gründen habe ich schon vor vielen Jahren diesen Beruf an den Nagel gehängt und das niemals bereut!

.

Kurz gefasst:

früher ein Beckmesser, viele Zielobjekte

heute lauter Beckmesser, ein Zielobjekt

interessant

Weder im Artikel, noch in den Kommentaren findet sich der Verweis auf das schwerwiegende Problem für die Lehrer, nämlich ausufernde Ministerialbürokratie durch offenbar völlig unfähige aber überbezahlte Beamte, ganz zu schweigen von Ministern wie Frau Gebauer und Co.

Weiterhin die Missachtung von kompetenten Lehrern zugunsten von unfähigen und faulen jasagenden Kandidaten aufgrund von medienwirksam Vorgaben, bzw. um sicherzustellen, dass da keine Konkurrenz oder Kritik an den Oberen aufkommt.  Sicher spielt auch der finanzielle Aspekt des staatlichen Einstellungsvorgehens v.a. für angestellte Lehrer, die 500 Eur im Monat weniger verdienen als Beamte, die aber dafür das 3fache an Pension bekommen, die Ferienkündigungen etc eine wesentliche Rolle.

 

@ 12:09 Uhr von Bender Rodriguez

"Da muss man schon aus ganz besonderem Holz sein, wenn man freiwillig unterbezahlter Prügelknabe werden will."

 

Naja, so schlimm wie sie es darstellen ist es nun auch nicht, viele Privilegien (nach denen sich andere die Finger lecken) werden ja schon im Artikel genannt:

"Vorteile des Lehrerdaseins in Deutschland: sicherer Job, vergleichsweise gute Bezahlung, familienkompatible Arbeitszeiten ..."

 

Skalierbare Arbeitszeiten, wesentlich mehr Urlaub als der Standardarbeitnehmer sehe ich als weitere Punkte.

 

Und dies bei bescheidener Leistung die manche Lehrer bringen (was sicherlich fast jeder aus eigener Erfahrung kennt).

Alle Lehrer die nicht verbeamtet sind…

…werden ihre Wahl bitter bereuen, wenn die Schülerzahlen abnehmen und sie überflüssig sind.

Die Leute werden dann arbeitslos  und haben keine Qualifikation, die außerhalb des Lehrbetriebs nachgefragt ist.

Von jenen Lehrern, neben gelegentlichen Urlaubsvertretungen in Harz4 verbleiben, mag ich gar nicht reden .

Für mich als Ingenieur wäre die Lage deutlich vorteilhafter - wenn es malö ans wechseln geht.

Wer Lehrer will, muss denen Sicherheit und Perspektive bieten.
Also Beamtenstatus.

Auch andere Nachteile gibt es :

Abhängig von der Schulform ist die Klientel über die Jahre sehr gewöhnungsbedürftig geworden.

Deutschland ist halt bunter geworden und alles wurde ein wenig fordernder.

Nich jeder will das als Alltag haben.

Unattraktiv

Ich bin selbst ein Seiteneinsteiger. Familienfreundliche Arbeitszeiten? Von wegen, da wird auch die letzte Stunde bei Ganztagsschule noch vertreten, damit bloß kein Unterricht ausfällt. Zum Arzt müssen? Vergessen Sie's, erst machen Sie mal Unterricht. Bei Ganztagsschulen wird das mit Arzt aber schwierig.

Vorgesetzte, deren Qualifikation das Parteibuch ist und wenig Ahnung, dafür aber sehr viel Macht haben. Eine auf Vorschriften pochende Schulbehörde, die nur Angst hat vor den Eltern oder deren Rechtsanwälten. Lehrplänen, aus denen ständig fachlicher Inhalt gestrichen wird. Weltkriege I oder II. Suchen Sie sich einen raus und unterrichten Sie "kompetenzorientiert", dann können die Schüler sich den anderen ja selbst erschließen. Inzwischen muss ich auch bei den aus dem Studium nachrückenden Kollegen einen erschreckenden Fachwissensmangel feststellen, da die Unis (mehr Pädagogik, weniger Fachwissen) ihr inhaltliches Angebot auf die Politikwünsche eingestellt hat.

Die Bezahlung ist als Beamter natürlich gesichert und mehr als ordentlich.

Ein Ministerium und Schulbehörde, die alles Zusätzliche (Schreiben an die Eltern, Lehrer-Schüler-Eltern-Gespräche (25 Stück pro Klasse), Gespräche mit dem Schulsozialarbeiter, zum Glück haben wir einen, erforderlich wären drei-vier, in die "nicht-gebundene" Arbeitszeit schieben, ob 1 oder 14 Konferenzen im Monat stattfinden ist egal, da ja ungebundene Arbeitszeit, die unbezahlt beliebig ausgeweitet werden kann, da sie als abgegolten betrachtet wird. Einige Bundesländer schieben die Fortbildungen schon in die Ferien. Schulen, die Bruchbuden sind, weil sie in die Zuständigkeit der Schulträger fallen (d.h. Städte und Kreise) und deren finanzielle Ausstattung sehr unterschiedlich ist

Digitalisierung sieht auch so aus, dass wir in einem Meer von emails mit allem Möglichen und vor allem Unwichtigem von Schulleitung, Schulbehörde und Ministerium ertrinken. Übersicht völlig verloren.

Die suchten einen Lehrer für Krankenhausunterricht. In Kenntnis der Verwaltungsvorschrift ist dringend davon abzuraten.

Ja, ich habe ein Amt das ich auch gerne mit zahlreichen Beiträgen für die Schulgemeinschaft, ausfülle.

Ich fühle mich nicht mehr als Studienrat, sondern zunhemend als Depp der Nation!

Für die Genderfreunde: alle m/*/w/_/d/ /l/:/b/-/q/innen/t/....

Leerstellen

Das  ist  jedermann´s  Sache,   neben  jede  Menge   Dezibel   auch  noch  manch  anderes  auf  die  Ohren  zu  bekommen.

12:19, Denkerist

>>Ich selbst bin täglich mit dem Ergebnis dieser verfehlten Schulpolitik konfrontiert. Die Kenntnisse und Fähigkeiten der Absolventen unserer Schulen sinken in jedem Jahr, ständig werden neue Tiefpunkte erreicht. Kopfrechnen, logisches Denken - leider sehr oft Fehlanzeige. Dafür aber ein gnadenloses Selbstbewußtsein.<<

 

Ich kann mir nicht helfen, aber bei dieser Beschreibung fühle ich mich an Ihre Kommentare in den Putinthreads erinnert.

Seltsames Problem

„Als Grund für deren Ausstieg hört sie immer wieder den "Realitätsschock". Die Studierenden entdeckten bei ihren ersten längeren Praktika, dass sie nicht ein Fach unterrichteten, sondern Kinder.“ 

Gerade noch selbst Kind kommen die Abiturienten in Lehramtsstudiengänge und können sich nicht mehr daran erinnern, dass sie vor wenigen Monaten als Schüler auch mal Menschen waren? Oder wie ist dieses Argument zu verstehen? 
Wenn die Lehramtsstudenten das vergessen haben, wird es wohl an ihren eigenen Lehrern gelegen haben, denen ihre Fächer auch schon wichtiger waren, als die Kinder, die sie darin unterrichtet haben. 
Sozusagen ein strukturelles Problem, das sich schon seit Jahrzehnten durch ein schlechtes Bildungssystem zieht, dass keineswegs dafür sorgt, dass kein Kind zurückbleiben muss.

@12:09 Uhr von Bender Rodriguez

Da muss man schon aus ganz besonderem Holz sein, wenn man freiwillig unterbezahlter Prügelknabe werden will. 

Wo kommt immer die Einschätzung her Lehrer seien unterbezahlt?

Die haben einen Job mit unzumutbaren Randbedingungen. Aber doch nicht die Bezahlung. Das ist doch ein Märchen. Mit Masterabschluss sind die absolut überqualifiziert. Da kann man womöglich woanders mehr verdienen. Aber es macht doch keinen Sinn immer in Nachbars grünen Garten zu starren, wenn der eigene auch recht ansehnlich ist. Es verdient immer jemand anderes mehr. Und würde es etwas ändern wenn die Bedingungen sich nicht änderten aber nochmal 1000€ draufkämen?

Die Zeiten der BabyBoomer sind leider vorbei.

Arbeitskräfte fallen nicht mehr vom Himmel.

Arbeit selbst wird nicht mehr als verdiente Strafe und Flexibilität als einseitige Einbahnstraße gerne entgegen genomen.

Das gilt aber nicht nur für das Lehrmamt.

@12:28 Uhr von frosthorn

Anstatt dass hier die Regierenden Konzepte und Lösungen finden, verschlimmert sich die Situation zusehends. Die Regierung scheint heillos überfordert zu sein. Und wenn die Versuchung noch so groß ist, "der Regierung" hier eins zu verpassen: Schulbildung ist Ländersache.

#

#

Als Hochschuldozent könnte man wissen, das es in jedem Bundesland eine Landesregierung gibt.

@12:23 Uhr von frosthorn

Ich bin Berufsschullehrer mit den Fächen Physk und Elektrotechnik. Bei dieser Aussage bekomme ich fast Magenkrämpfe. Lieber keinen Unterricht als schlechten fachlichen Unterricht, wie ich meine.
Es mangelt einfach an echter Unterstützung während des Studiums der naturwissenschaftlichen Fächer. Eine träge und ineffeziente Kultusverwaltung, die Hochglanzplakate vorbei an Realität und wirklichem Bedarf generiert. In den Schulen kaum Geld für notwendige HDMI Kabel (ich kaufe nicht selten welche privat - verdiene ja nicht schlecht) oder anderes Equipment.
Gleichzeitig veantwortlich für Coronatests, schwierige Schüler.....

Mein letzter Praktikant war genau einen Tag anwesend - er macht nun seinen Master Elektrotechnik ohne die Pädagogik - und wird jetzt doch lieber Ingenieur.

Die Aussage, dass die Fachkenntnisse überbewertet würden, setzt dem Ganzen noch die Krone auf.
Gerade in diesen Zeiten sollte doch klar sein, dass wir nicht alles den Chinesen überlassen sollten. Dazu gehört grundlegendes fachliches Wissen - sonst würden mich meine Schüler nicht ernst nehmen. Zurecht wie ich meine.

Die Gesellschaft muss erkennen, wodurch unser Wohlstand generiert wird und entsprechend agieren.
Eigentlich ganz einfach, wenn man mal das Organ zwischen den Ohren nutzt. ;-)

 

 

Leerstellen

Da  schippert  die  Akademikerschwemme  lieber  in  die  Antarktis  zum  Eisbärknuddeln,   anstatt  sich  von  all  den   eh  nicht  mehr  beschulbaren   Schreihälsen  einen  Tinnitus  verpassen  zu  lassen.

Ausreden für Einsparungen

Ich habe den Verdacht, dass Bundesländer in Wahrheit an Lehrerstellen sparen möchten.

 

Denn meiner Meinung nach wäre eine größere Zahl an Lehramtsstudierenden und Quereinsteigerinnen leicht zu erreichen, wenn, ja wenn man endlich erlaubte, nur ein Fach zu unterrichten.

 

Gerade Quereinsteiger sind doch in der Regel nur in einem Fach qualifiziert, fachlich meistens sehr viel besser als der hauptberufliche Lehrer, und schrecken davor zurück, noch mal die Schulbank für das zweite Fach zu drücken.

 

Früher, als alle Strukturen starr waren, benötigte man (vielleicht)  Lehrerinnen mit Lehrbefähigung in mindestens zwei Fächern, aber heute?

 

Die Lehrerkollegien sind viel größer und flexibler und bieten im Krankheitsfall genügend Ersatz, außerdem könnte auch mit anderen Schulen kooperiert werden.

 

Gäbe es tatsächlich den aufrichtigen Willen zum Vollunterricht, so wäre der meiner Meinung in Kürze fast überall realisierbar.

Lobbyinteressen

Ein Punkt erscheint mir noch wichtig. Grundlegende pädagogische Prinzipien werden über Bord geworfen. Dies spürte man in Corona-Zeiten, als Unsummen für digitale Medien ausgegeben wurden. Alles zum Wohle der Industrie! In dieser Phase - ein Notbehelf - besser so, als nichts. Mehr aber nicht. Es ist nunmal ein Unterschied, ob der Lehrer etwas gut erklärt, oder ob die Schüler einen Film ansehen. Letzteres mag zu Unterstützung hier und da gut sein, zur regel sollte es keinesfalls werden.Gerade im Grundschulbereich, vielleicht sogar bis 10Jahre sollte man mit digitalen Medien vorsichtig sein. Es macht Spaß - keine Frage. Pädagogisch sinnvoll ist es nicht!

Alle Verfechter der digitalen Lehre, die sich von Bitkom haben blenden lassen, müssen in Anbetracht der Ergebnisse eingestehen, dass es ein Irrweg ist. In den Hochschulen kommen gerade die ersten Corona-Absolventen an. Auch in den unteren Klassenstufen sind die Ergebnisse ernüchternd!

Warum wird im Artikel nicht…

Warum wird im Artikel nicht darauf eingegangen, dass die fehlende Übernahme ins Beamtenverhältnis ebenfalls ein sehr großer Motivationshemmer für den Lehrernachwuchs ist? 
Dies war ja für alle anderen Schwierigkeiten, die man als Lehrer mit Schule, Eltern und Kindern hat, ein guter Ausgleich.  
Auch im Falle des Pflegekräftemangels könnte eine Verbeamtung helfen, Nachwuchs zu rekrutieren. Neben wesentlichen Gehaltserhöhungen und kürzeren Arbeitszeiten.

 12:28 Uhr von frosthorn

"Und wenn die Versuchung noch so groß ist, "der Regierung" hier eins zu verpassen: Schulbildung ist Ländersache."

 

"Ländersache" was wollen Sie damit sagen, dass die Länderregierung keine Regierung ist? 

 

Natürlich ist die Regierung Schuld! Sei es in 1. Instanz die Länderregierung, aber in letzter Instanz (wenn es nicht funktioniert) muss die Bundesregierung eingreifen.

@12:40 Uhr von fathaland slim

Ich kann mir nicht helfen,
Ich schon. Ich kann genau das bestätigen.

Meine Frau arbeitet im Schuldienst und ich einmal in der Woche bei der Jugend Ausbildung.

@12:23 Uhr von frosthorn

 Da gab's Kandidaten, die kannten nicht mal den Pythagors.

#

Das haben wir in der 9ten Klasse in der Hauptschule 1959 schon gelernt. Später bei meinen Töchtern in der Realschule wurde das schon nicht mehr gelehrt.Und so geht es weiter im negativen Sinn mit unserer Bildung. Ein Trauerspiel ist das.

@12:37 Uhr von Deutsches_Wesen

Für die Genderfreunde: alle m/*/w/_/d/ /l/:/b/-/q/innen/t/....

Auch noch ein guter Aspekt. Derartige Sinnlosigkeiten für wenige promile der Bevölkerung werden höher gewichtet, als Bildung! Absurd.

Ein weiteres Beispiel sind die Rechtschreibereformen! Kaum ein Schüler kann heute noch richtig schreiben.

Der Lehrer ist keine Repektperson mehr

Das größte Problem ist doch dass das Ansehen der Lehrer in den letzten drei Jahrzehnten gelitten hat und die Lehrerschaft nicht mehr als Respektperson wahrgenommen wird und sich ziemlich alles gefallen lassen muss. "Antiautoritäre Erziehung" und anderer Kaperkram haben uns genau dorthin geführt und wer möchte in der heutigen Zeit schon Lehrer werden mit dem Wissen von seinen Zöglingen nicht für voll genommen zu werden. Hinzu kommt die leidige Schulreform. Entschied früher der Lehrer ob der Spross das Zeug für´s Gymnasium hat, so entscheiden das heute die Eltern selbst (Noten egal, das Ansehen im Bekanntenkreis und der Nachbarschaft muss ja gewahrt werden). Schafft der Spross es dann nicht, waren das natürlich nicht die Eltern, sondern natürlich der Lehrer schuld. Wie könnte man da auch auf etwas anderes kommen. Was heute einige Lehrer da ausbaden müssen geht auf keine Kuhhaut und sowas spricht sich rum.

@12:11 Uhr von Donousa

 

Beispiel im Bekanntenkreis: hoch motivierter Student, Praktika gemacht, kann gut mit Kindern umgehen, scheitert auf den letzten Metern im Examen. Schade, der wäre ein guter Lehrer geworden, aber war halt vielleicht kein perfekter Chemiker. Zum Unterrichten von Schülern hätte er allemal genug gewusst. Die Lehrerausbildung gewichtet die Fachkenntnisse zu stark.

 

 

Sorry, aber Motivation ist kein Ersatz für ein fundiertes Fachwissen.

Überspitzt:

Wenn der Lehrer im Lehrbuch gerade mal 3 Seiten weiter ist als seine Schüler, reicht das für's Unterrichten nicht hin.

 

Trotzdem ist eins ganz sicher auch richtig, was ein alter Prof. einmal zu mir sagte:

 

"Durch das Lehren lernen wir!"

 

Damit meinte er beides: 

Fachwissen und Methodik.

Aber die notwendigen Grundlagen müssen vorhanden sein, und die werden im Examen abgefragt. 

 

12:42, tagesschlau2012

>>

@12:28 Uhr von frosthorn

 

Anstatt dass hier die Regierenden Konzepte und Lösungen finden, verschlimmert sich die Situation zusehends. Die Regierung scheint heillos überfordert zu sein. Und wenn die Versuchung noch so groß ist, "der Regierung" hier eins zu verpassen: Schulbildung ist Ländersache.

#

#

Als Hochschuldozent könnte man wissen, das es in jedem Bundesland eine Landesregierung gibt.<<

 

Ich kann mir nur schwer vorstellen, daß im Kommentar, auf den der sehr geschätzte Forist „frosthorn“ antwortete, mit „die Regierung“ irgendeine Landesregierung gemeint war.

@tagesschlau2012, 12:42 re @frosthorn

 

Als Hochschuldozent könnte man wissen, das es in jedem Bundesland eine Landesregierung gibt.

 

Als Forist könnte man wissen, dass "die Regierung" ein Singular ist.

Ein Freund von mir war…

Ein Freund von mir war Ingenieur bei einem Big Player für Landmaschinentechnik in Ostwestfalen und musste berufsbedingt viel nach Indien und Südamerika reisen und dort Projekte über längere Zeiträume begleiten. Dieses war eine große Belastung für die Familie und seine eigene mangelnde Freizeit und der Job war stressig und fordernd. 
Er hat die Chance genutzt und ist Lehrer an einer Berufsschule in Osnabrück. Er sagt, das war die beste Entscheidung in seinem Leben. 
Er ist jetzt verbeamtet, hat Schulhalbjahre, da muss er nur von Montag - Mittwoch zur Schule, macht ca. 20 Schulstunden pro Woche und sagt, dass Niveau vom Lehrplan ist als studierter Ingenieur so niedrig, dass er den Unterricht auch nicht vorbereiten muss, denn das wäre absolut billig. Klausuren korrigiert er abends beim Fußball gucken vor dem TV. 
Da kann man kaum verstehen, warum das keiner machen möchte. Mein Freund kann es bedenkenlos empfehlen. Schafft unfassbar viel Freizeit und wenig Druck, im Vergleich zur freien Wirtschaft 

@12:41 Uhr von FritzF

Arbeitskräfte fallen nicht mehr vom Himmel. Arbeit selbst wird nicht mehr als verdiente Strafe und Flexibilität als einseitige Einbahnstraße gerne entgegen genomen. Das gilt aber nicht nur für das Lehrmamt.

Ich denke, die Zeiten werden sich bald ändern. Mit einem Einruch der Wirtschaft steigt auch die Arbeitslosigkeit. Vielleicht höher, als viele Sie kennen.

Das Einzige was uns dann retten kann, sind gut ausgebildete Menschen. Haben wir die????

Wir haben zahllose gutbezahlte Verwaltungsfachangestellte, Politiologen, Betriebswirte, Gesellschaftswissenschaftler usw. (bitte selbst gendern!)

Was wir zu wenig haben, sind technisch begabte Menschen, die für die Herausforderungen der kommenden Zeit Lösungen finden und verantworten!

Hoher Migrantenanteil schreckt viele ab

Viele potenzielle Lehrerkandidaten schreckt zudem der oftmals hohe Migrantenanteil und die damit verbundenen Notwendigkeiten mit fremden Kulturen umgehen zu müssen ab. Sagen beispielsweise namhafte Studien das bei einem Migrantenanteil von über 23% das Klassenziel gefährdet ist, findet man beispielsweise in Berlin viele Klassen wo kaum noch ein Kind mit deutschen Wurzeln ist. Solche Klassen werden dann auch mehr "verwaltet" als einem Lehrziel zugeführt was für die Lehrkräfte vielfach deprimierend ist.

12:47, Denkerist

>>

@12:37 Uhr von Deutsches_Wesen

 

Für die Genderfreunde: alle m/*/w/_/d/ /l/:/b/-/q/innen/t/....

Auch noch ein guter Aspekt. Derartige Sinnlosigkeiten für wenige promile der Bevölkerung werden höher gewichtet, als Bildung! Absurd.

Ein weiteres Beispiel sind die Rechtschreibereformen! Kaum ein Schüler kann heute noch richtig schreiben.<<

 

Promille schreibt man erstens groß und zweitens mit zwei „l“.

 

Das Komma nach „gewichtet“ gehört da nicht hin.

 

Sorry, aber nach Ihrem letzten Satz musste das jetzt sein.

Didaktik und Pädagogik können die doch eh nicht

Ich war durch den zweien Bildungsweg in viele Schulen. In wirklich jeder was mindestens ein Vollidiot, ein fauler Sack und ein Romaniker in den Reihen der Lehrer. Alle haben ihre Macht missbraucht und einigen Schülern das Leben unnötig schwer gemacht. Wir hatten eine die öfters beim Psychater war als in der Klasse.
Nicht einer wurde entlassen. eher versetzt

Schulen sollten 30% des Unterrichts durch Fachleute abhalten. Also ein Elektriker der Strom erklärt, ein Bänker Zinsen .....

Und der Lehrplan gehört entmüllt.

Geistlos

"Wo kommt immer die Einschätzung her Lehrer seien unterbezahlt?"

.

Ganz einfach daher, dass ich  für die paar Kröten den Job nicht machen wollte. 

.

Da müsste einfach deutlich mehr Schmerzensgeld gezahlt werden. 

.

Anderes Thema,  wieso ist heute ein zweier Abi schon ein schlechtes Zeugnis? Wieso müssen Lehrer jeden Hanswurst durchs Abi tragen? 

.

Da mal ansetzen. Dann erledigt sich der angebliche Fachkräftemangel ganz von alleine, wenn Kevin  und Schantall nicht permanent eingeredet würde, sie stünden kurz vorm Nobelpreis. 

Ist das nicht traurig?

>>"Die Zeit rund ums Abitur ist für viele junge Menschen eine Zeit der Suche. Wie ihre berufliche Zukunft aussieht, können sich die wenigsten auf Anhieb vorstellen."<<

.

Ist diese Entwicklung nicht traurig und höchst besorgniserregend? Da drücken junge Menschen jahrelang die Schulbank ohne eine Vorstellung zu haben was Sie mal werden sollen? Es müssten doch aber zumindest an den Fächern sich Schwerpunkte was geht und was nicht herleiten lassen? Sehr arme Menschen sind das.

@12:00 Uhr von Nettie

Lehrer haben Eltern und Handwerker Kunden. Man muss schon von seiner Arbeit überzeugt sein. Man sollte aber auch den Kindern die Chance geben Lehrer mit denen man nicht  kann auszuweichen. Ich blieb wegen eines Englischlehrer sitzten und hatte den dann wieder. Mit der selben Note und dann war ich der Schulschwänzer.
Nächste Schule war Englisch kein Problem mehr.
Unflexibler Frontalunterricht ist Mist

@12:30 Uhr von rjbhome

Das ist der Punkt! Bin seit 25 Jahren Lehrer und wenn ich mich nicht auf mich und meine unmittelbaren Kollegen verlasse, bin ich verlassen und verloren.

In den Räumen, in welchen ich zum Teil unterrichte, würde ich freiwillig nicht länger als 5 Minuten verweilen.

Weder im Artikel, noch in den Kommentaren findet sich der Verweis auf das schwerwiegende Problem für die Lehrer, nämlich ausufernde Ministerialbürokratie durch offenbar völlig unfähige aber überbezahlte Beamte, ganz zu schweigen von Ministern wie Frau Gebauer und Co. Weiterhin die Missachtung von kompetenten Lehrern zugunsten von unfähigen und faulen jasagenden Kandidaten aufgrund von medienwirksam Vorgaben, bzw. um sicherzustellen, dass da keine Konkurrenz oder Kritik an den Oberen aufkommt.  Sicher spielt auch der finanzielle Aspekt des staatlichen Einstellungsvorgehens v.a. für angestellte Lehrer, die 500 Eur im Monat weniger verdienen als Beamte, die aber dafür das 3fache an Pension bekommen, die Ferienkündigungen etc eine wesentliche Rolle.  

@12:20 Uhr von fathaland slim

 

re 12:02, püppi

 

>> Flexibilität   es ist nur ein Aspekt, aber gefühlt können die Lehrer(innen) ja frei wählen zwischen 0 und 100% arbeiten. Wo geht das denn sonst noch?“ >>

 

In so gut wie jedem anderen Beruf.   Je weniger Stunden Sie arbeiten, desto weniger Geld gibt es natürlich.   Das ist auch bei Lehrern nicht anders.

 

 

Ich glaube, @püppie meint, dass ein Lehrer beim Unterricht (und damit auch bei der Unterrichsvorbereitung) alles oder nichts geben könne.

 

Das sagt man leicht, wenn man selber nie am Lehrerpult gestanden, sondern nur auf der Schulbank  gesessen hat.

 

Ich hab beides gemacht, ersteres 35 Jahre lang, drum kann ich da mitreden und weiß,  dass das unsinnig ist, was @püppie da behauptet.

 

 

Jammerer

Diejenigen die hier wieder am jammern sind wie viel besser alle und alles früher war gehören tatsächlich zu der Fraktion die das Lehramt zusätzlich unattraktiv machen.

Ein Bekannter ist Lehrer. Was nervt ihn am meisten? Das bereits angesprochene Thema renitente Kinder und Eltern.

Völlig explodiert ist die Problematik  seiner Aussage nach in der Pandemie. Er ist dazu übergangen lieber gar nicht zu diskutieren, anstatt seine Zeit zu verschwenden und sich zu ärgern, da man nie weiß welche die Kinder der „Schwurbler-Eltern“ wären, wie er es nennt.

Jetzt hat er gehofft dass das wieder etwas nachlässt - und was passiert? Putin überfällt die Ukraine. Jetzt geht es genau so weiter mit den Putinverstehern.

 

Selbsterklärte „Patrioten“, Afd Wähler und Rechtsbürgermob sind also auch hier ein Problem. Wie überall sonst auch.

 

@12:28 Uhr von frosthorn

Anstatt dass hier die Regierenden Konzepte und Lösungen finden, verschlimmert sich die Situation zusehends. Die Regierung scheint heillos überfordert zu sein. Und wenn die Versuchung noch so groß ist, "der Regierung" hier eins zu verpassen: Schulbildung ist Ländersache.

.

.

.

Sehen sie sich die jungen Politiker an. Immer mehr von den Neueinsteigern haben eine Spitzenposition, aber selbst keine Ausbildung, entsprechend keine Kenntnisse bzw. jemals eine Leistung für die Gesellschaft erbracht. Wie sollen die Konzepte erarbeiten? Logisch, dass die überfordert sind.Aber sie sind es, die von Fachkräftemangel sprechen...

.

Ach ja, deren Berater: Wenn man von der Materie keine Ahnung hat, kann mir jeder Berater den größten Quark erzählen....

PS. Eine gute Bekannte hat in einer Brennpunktschule unterrichtet. Lehrer müssen heute nicht nur Lehrstoff vermitteln, sondern auch die Defizite im sozialen Bereich ausgleichen. Dazu kommt keine geringe Zahl von Schülern, die sich dem Unterricht schlicht verweigern bzw. Bildung grundlgegend ablehnen. Sie als Lehrerin wurde von einigen Schülern nicht akzeptiert. Gibt es im Zeugnis eine 6, stehen die Eltern auf der Matte und beklagen sich....sie hat die Arbeit, die sie eigentlich liebte, an den Nagel gehängt. Nie wieder sagte sie zu mir.

 

@12:40 Uhr von fathaland slim

>>Ich selbst bin täglich mit dem Ergebnis dieser verfehlten Schulpolitik konfrontiert. Die Kenntnisse und Fähigkeiten der Absolventen unserer Schulen sinken in jedem Jahr, ständig werden neue Tiefpunkte erreicht. Kopfrechnen, logisches Denken - leider sehr oft Fehlanzeige. Dafür aber ein gnadenloses Selbstbewußtsein.<<   Ich kann mir nicht helfen, aber bei dieser Beschreibung fühle ich mich an Ihre Kommentare in den Putinthreads erinnert.

>>>Geht Es ihnen um konstruktive Beiträge oder um andere Foristen zu maßregeln? <<<

Denkerist

"Ein weiteres Beispiel sind die Rechtschreibereformen! Kaum ein Schüler kann heute noch richtig schreiben."

.

Ich dachte, das sei nicht mehr nötig. Ein lehrer*innen, der meinen Kindern eine 5 wegen Rechtschreibung gäbe, zerrte ich vor Gericht. 

Erst gendern und dann über Rechtschreibung hadern? Geht ja gar nicht.

@12:37 Uhr von Deutsches_Wesen

 

Ich bin selbst ein Seiteneinsteiger. Familienfreundliche Arbeitszeiten? Von wegen, da wird auch die letzte Stunde bei Ganztagsschule noch vertreten, damit bloß kein Unterricht ausfällt. Zum Arzt müssen? Vergessen Sie's, erst machen Sie mal Unterricht. Bei Ganztagsschulen wird das mit Arzt aber schwierig. Vorgesetzte, deren Qualifikation das Parteibuch ist und wenig Ahnung, dafür aber sehr viel Macht haben. Eine auf Vorschriften pochende Schulbehörde, die nur Angst hat vor den Eltern oder deren Rechtsanwälten. Lehrplänen, aus denen ständig fachlicher Inhalt gestrichen wird. Weltkriege I oder II. Suchen Sie sich einen raus und unterrichten Sie "kompetenzorientiert", dann können die Schüler sich den anderen ja selbst erschließen. Inzwischen muss ich auch bei den aus dem Studium nachrückenden Kollegen einen erschreckenden Fachwissensmangel feststellen, da die Unis (mehr Pädagogik, weniger Fachwissen) ihr inhaltliches Angebot auf die Politikwünsche eingestellt hat. Die Bezahlung ist als Beamter natürlich gesichert und mehr als ordentlich. Ein Ministerium und Schulbehörde, die alles Zusätzliche (Schreiben an die Eltern, Lehrer-Schüler-Eltern-Gespräche (25 Stück pro Klasse), Gespräche mit dem Schulsozialarbeiter, zum Glück haben wir einen, erforderlich wären drei-vier, in die "nicht-gebundene" Arbeitszeit schieben, ob 1 oder 14 Konferenzen im Monat stattfinden ist egal, da ja ungebundene Arbeitszeit, die unbezahlt beliebig ausgeweitet werden kann, da sie als abgegolten betrachtet wird. Einige Bundesländer schieben die Fortbildungen schon in die Ferien. Schulen, die Bruchbuden sind, weil sie in die Zuständigkeit der Schulträger fallen (d.h. Städte und Kreise) und deren finanzielle Ausstattung sehr unterschiedlich ist Digitalisierung sieht auch so aus, dass wir in einem Meer von emails mit allem Möglichen und vor allem Unwichtigem von Schulleitung, Schulbehörde und Ministerium ertrinken. Übersicht völlig verloren. Die suchten einen Lehrer für Krankenhausunterricht. In Kenntnis der Verwaltungsvorschrift ist dringend davon abzuraten. Ja, ich habe ein Amt das ich auch gerne mit zahlreichen Beiträgen für die Schulgemeinschaft, ausfülle. Ich fühle mich nicht mehr als Studienrat, sondern zunhemend als Depp der Nation! Für die Genderfreunde: alle m/*/w/_/d/ /l/:/b/-/q/innen/t/....

 

 

Meine Güte, 
wechseln Sie Ihren Job und werden Sie endlich glücklich.

 

@13:05 Uhr von jetzttexteich

 # Da gab's Kandidaten, die kannten nicht mal den Pythagors. #
Müssen sie auch nicht...Hauptsache sie kennen sich in der digitalen Welt bestens aus.
*Ironie aus*

@13:07 Uhr von Katafl

Ich frage mich, was noch passieren muss, damit die Politik begreift, dass unser deutsches Bildungssystem am Ende ist.
Die heutigen Studenten begreifen es in vielen Fällen spätestens nach ersten Praktika: Lehrer haben nur noch Plichten, aber kaum Rechte. Die Rechte liegen in überwältigender Mehrheit bei den Schülern und deren Eltern. Ihnen sind Pflichten oft gar nicht bekannt bzw. werden von ihnen schlichtweg ignoriert.
Das Lehramt hat (je nach Schulart und -ort) zu 99% nichts mit Lehren zu tun, sondern lediglich mit Sozialarbeit. Dafür ist das Lehramtsstudium ganz einfach die falsche Ausbildung.
Seit Jahrzehnten wird Bildung in Deutschland totintegriert und kaputtgespart. Das hat dazu geführt, dass Bildung hierzulande viel zu häufig niemandem mehr gerecht werden kann: Weder Schülern und Lehrkräften, noch Unterrichtsinhalten.
Unser ehemaliges Land der Dichter und Denker wird mehr und mehr zum bildungspolitischen Entwicklungsland.

12:23 Uhr von frosthorn @Donousa, 12:11

 

"Die Lehrerausbildung gewichtet die Fachkenntnisse zu stark."

 

Wollen Sie, dass die Kinder von Stümpern unterrichtet werden? Spätestens auf dem Gymnasium dürfte sich das ganz schön rächen.

Ich habe als Hochschuldozent die Folgen schlechter Schulbildung "genießen" dürfen. Da gab's Kandidaten, die kannten nicht mal den Pythagoras. Aber die soll ich dann in ein paar Semestern zu Spezialisten ausbilden. Zu den so dringend benötigten "Fachkräften".

 

Ich würde gerne Ihrer beide Argumentation zusammenführen. Es werden Lehrkräfte gebraucht, die auch etwas von der Materie, die sie vermitteln, verstehen. Allerdings nützt es den weniger hochbegabten Schülerinnen und Schülern (SuS) nichts, wenn die Lehrkräfte keine Begeisterung gerade für Mathematik wecken bzw. den Stoff nicht gut transportieren können.

 

Bei einer Lehrkraft, die Mathe in der Primar- oder Sekundarstufe I unterrichtet, sollte m.E. der pädagogische Aspekt dem Fachwissen nicht nachstehen. Nach einem Anwärter/ einer Anwärterin für den nächsten Nobelpreis zu suchen, ist m.E., überspitzt gesagt, das falsche Kriterium.

 

Und Menschen lernen unterschiedlich. Manche sind gut darin sich ihr Wissen eigenständig zu erarbeiten, andere benötigen mehr Anregungen, Unterstützung und Aufzeigen von verschiedenen (Lern-)Strategien.

 

Die Frage wäre, welche Art von Lehrenden 'Ihre' Studierenden gehabt hatten, oder ob diese sich einfach für das falsche Studienfach entschieden haben. Wie Sie das gehandhabt haben, weiß ich nicht; mir wurde vor etlichen Jahren berichtet, dass es in meiner Stadt Usus war im Studiengang Mathematik von Beginn an gnadenlos auszusieben.

@12:47 Uhr von Denkerist

Für die Genderfreunde: alle m/*/w/_/d/ /l/:/b/-/q/innen/t/.... Auch noch ein guter Aspekt. Derartige Sinnlosigkeiten für wenige promile der Bevölkerung werden höher gewichtet, als Bildung! Absurd. Ein weiteres Beispiel sind die Rechtschreibereformen! Kaum ein Schüler kann heute noch richtig schreiben.

Aus gutem Grund schrieb ich das "Für die Genderfreunde: alle m/..." dazu, bei der ARD muss man ja aufpassen, nicht dass der Kommentar wg. politischer Inkorrektheit gestrichen wird.

Wir können doch das Modell...

Wir können doch das Modell verwenden, was die Merkelregierung bei MINT Fachkräften angewandt hat. Damals gab es auch einen Mangel an Ingenieuren und Naturwissenschaftlern. Die Arbeitsbedingungen waren nicht gut, die Bezahlung im Vergleich mit anderen westlichen Industrien niedrig, die Abgabenlast horrend.

Also hat man die BlueCard eingeführt und die Einstiegsgehälter für ausländische Fachkräfte in zwei Stufen von 65.000 Brutto auf rund 32.000 Brutto gesenkt. Weil man ja so mehr Menschen anlocken wollte.

Dieses Erfolgsmodell können wir doch auch auf Lehrer anwenden. Wir locken ausländische Fachkräfte, bieten ihnen eine Art GreenCard, nennen sie nur anders und dann klappt das schon.

Lehrerberuf unattraktiv

Ich war Seiteneinsteiger, hab 10 Jahre einen wie ich finde guten Job gemacht und schmeiße jetzt hin. Im Januar saß ich am PC, ein Kollege sagte, dass der Unterricht gleich losgehe und ich denke, Kacke, Unterricht ist ja auch noch! Ich muss aber noch Fachschaftsprotokoll schreiben, 3 Blätter für den Methodenkoffer überarbeiten, einen ADS-Nachteilsausgleich schreiben (Erstantrag), Qualitätsmanagement, Fasching will geplant sein (Coronakonform), Klassenfahrtsplanung, Projektwoche, Überarbeiten von Unterlagen, Elternmails, 20 interne Mails, muss mir ein neues Mittagsangebot überlegen. Dazu das normale Schulbusiness, nennt sich Unterricht. Eine Kollegin fällt mit Tinnitus aus, ein anderer wird,warum auch immer, gekündigt. Zusatzstunden ohne Ende (unbezahlt). Man ist für alle der A... vom Dienst, Nein gibt es nicht, denn alles ist eine Dienstanweisung, alles wird kontrolliert. Zwischen den Stunden hat man 5 Minuten, Schülergespräche finden nur gehetzt statt. Usw. Der Job muss sich ändern!

> sicherer Job,…

> sicherer Job, vergleichsweise gute Bezahlung,

 

Von wegen sicher und gute Bezahlung!

 

Bildung ist Ländersache und in den meisten Bundesländern eine Sparnummer.

 

Ohne private Fördervereine geht an vielen Schule gar nichts und wenn "unsere" Lehrenden die Klappe gegen diese Praxis an der falschen Stelle aufmachten, waren sie ganz schnell auf der Straße.

 

Verbeamtet wird man nicht mehr und das Gehalt ist in der Regel 30% geringer als in der Wirtschaft.

 

Dazu werden Lehrende als minderwertig betrachtet. Bei uns im Studium hieß es immer: Wenn Du für den normalen Abschluss "zu dumm" bist, dann wechselst Du ins Lehramt.

 

Die Professoren--vor allem die Mathematiker--bestätigten dies sogar. Das Fachwissen der Lehrenden, welche zu Weiterbildung oder Auffrischung kamen, sei "mangelhaft". Außerdem fehle es an Motivation und Disziplin.

 

Sicherheit nicht gegeben, Bezahlung schlecht, Ansehen miserabel - wer wählt so einen Job bitte freiwillig?

12:48, eine_anmerkung.

>>Der Lehrer ist keine Repektperson mehr<<

 

Zu meiner Schulzeit gab es, grob betrachtet, zwei Sorten von Lehrern. Einmal die, deren Prinzip Befehl und Gehorsam war. Denen gehorchte man zwangsläufig, denn sie saßen ja am längeren Hebel. Respektiert habe ich solche Lehrer nie. Obwohl dieses Gehorchen gern als Respekt mißverstanden wurde. Bei solchen Lehrern habe ich gelernt, abzuschalten und nicht aufzufallen, wenn es erforderlich ist.

 

 Und dann gab es die Lehrer, die einfach großartige, tolle Menschen, die sehr viel wussten und sehr viel verstanden, waren. Die ich deswegen bewunderte und respektierte. Und viel von ihnen lernte.

 

Das waren allerdings nicht viele. Die meisten meiner Lehrer zählten zur ersten Kategorie.

 

@13:04 Uhr von harry_up

Danke für Ihre Rückmeldung. Eine Kernqualifikation meinerseits ist: Ich gebe nicht so schnell auf und wehre mich auch, manchmal auch eben auch auf "schweiksch", was in einem Bürokratiesystem besonders gut geht.

Schon bemerkenswert...

 

Die meisten User dürften zwar Lern-, aber keine Lehrerfahrung haben, was trotzdem dazu führt, dass viele der  meisten eine recht genaue Vorstellung davon zu haben glauben, was den Lehrerberuf insgesamt ausmacht. 

 

Es ist ein toller Beruf, wenn man es schafft, mit den Schülern ein vertrauensvolles Verhältnis zu haben und z. B. auch Leistungen anerkennt(!), die diese möglicherweise auf anderen Gebieten erbringen, auf denen man selber keinen Blumenpott gewinnen könnte.

 

@frosthorn - Nachtrag

 

Wenn keine Grundkenntnisse vorhanden sind und die SuS trotzdem einen Schulabschluss erreichen konnten, läuft natürlich einiges falsch im Bildungssystem. M.E. müssen größere Klassen entweder von zwei Lehrkräften unterrichtet werden, oder die Klassengröße erheblich verkleinert.

12:19 von Denkerist

Sie haben ja sooo Recht.

"Bildung heißt Zukunft" und wenn man die nicht ernst nimmt, dann hat man die Zukunft verspielt. 

@Redaktion

 

Vielen Dank für diesen Artikel! Bildung ist ein so wichtiges Element unserer Gesellschaft und wird leider doch so sehr vernachlässigt.

12:59, Omikron @12:40 Uhr von fathaland slim

>>>Geht Es ihnen um konstruktive Beiträge oder um andere Foristen zu maßregeln? <<<

 

Maßregeln kann man jemanden nur aus einer Machtposition heraus.

 

Die habe ich zum Glück nicht inne.

Leider beantwortet der…

Leider beantwortet der Artikel nicht die Frage, die er stellt. Eine Beraterin behauptet aufgrund ihrer "jahrenlangen Erfahrung", dass das Problem vielschichtig ist! Na super, wäre ich ja nie darauf gekommen. Aber eins der Probleme kann man auf jeden Fall hier an den Kommentaren sehen. Schule hat ein Imageproblem. Schlechte Politik/-er, unmögliche Eltern, undankbare Schüler, je nachdem einmal faule, bei einem anderen überforderte Lehrer. Die Schulgebäude müssen alle saniert werden. Wer will denn in so einem System arbeiten? Was alle hier gerne vergessen, wir waren (genauso) undankbare Schüler, waren oder sind die unmöglichen Eltern und haben es als Gesellschaft nicht geschafft ein vernünftiges Bildungssystem hinzubekommen. Aber das Problem ist vielschichtig, sagte schon die Beraterin.

@12:54 Uhr von fathaland slim

>> @12:37 Uhr von Deutsches_Wesen   Für die Genderfreunde: alle m/*/w/_/d/ /l/:/b/-/q/innen/t/.... Auch noch ein guter Aspekt. Derartige Sinnlosigkeiten für wenige promile der Bevölkerung werden höher gewichtet, als Bildung! Absurd. Ein weiteres Beispiel sind die Rechtschreibereformen! Kaum ein Schüler kann heute noch richtig schreiben.<<   Promille schreibt man erstens groß und zweitens mit zwei „l“.   Das Komma nach „gewichtet“ gehört da nicht hin.   Sorry, aber nach Ihrem letzten Satz musste das jetzt sein.

Der Punkt geht an Sie! Leider ist das Forum technisch hier so schlecht, dass man nichts mit reMaus machen kann. Da kommt bei unterstrichenen Wörtern irgendwas von Einfügen. Ganz offensichtlich hat man auch hier keine Profis,ich weiss nicht wie lange die miserable Programmierung hier schon Bestand hat. Ich habe mir deshalb hier (und nur hier) angewöhnt, nicht mehr auf die Rechtschreibung zu achten.  Zugegeben, abseits des Rechtschreibeeditors bin ich bei meinen früher erlernten Rechtschreiberegeln geblieben.

Leerer...

fühlen sich heute viele Lehrer, mehr als früher. Der Bildungsnotstand ist nur einer von vielen in Deutschland. Immer mehr Stoff in immer kürzerer Zeit abzuarbeiten, eine Orientierung an Schwächeren ist kaum möglich. Gleichzeitig soll sogar noch inkludiert werden! Wer soll das stemmen? Immer werden auch Schüler als "Versuchskaninchen" in Anspruch genommen, werden seltsame Ideen umgesetzt, manchmal gut gemeint, aber zumeist schlecht gemacht: Gendern, "moderne" Sitzordnungen in der Klasse (was ist gegen "Frontalunterricht" einzuwenden, spätestens an der Uni kommt das wieder), fehlende Kopfnoten wie Mitarbeit und Betragen, oder Noten allgemein abschaffen, Lehrer eher als Kumpel denn als Wissen vermittelnde Respektsperson sehen, Schreibschrift erlernen ist nicht mehr en vogue, und weist ein Lehrer auf Missstände bei der Behörde hin, dann erhält er den Maulkorb, wie mir ein Bekannter aus einer Karlsruher Berufsschule erzählte. Da fehlt doch Motivation beim Lernenden wie Lehrenden!!

Take it easy

Nervtötende Kinder,

angriffslustige Eltern,

kuriose Kollegen, 

unzulängliche Arbeitsbedingungen, 

ärmliche Schulgebäude, 

das ist alles nicht das Gelbe vom Ei. 

Und dann noch Klassenfahrt...

 

Hier ein aufmunterndes Gedicht. 

Man kann es singen, nach der "Schwäbschen Eisenbahne". 

 

Kälte Füße, heiße Stirne, 

leerer Bauch und volle Birne, 

hast Du solcher Art Beschwerden, 

kannste nur noch Lehrer werden. 

 

Und der Unterricht ist schwer, 

Disziplin, die gibt's nicht mehr. 

Früher war'n die Kinder brav, 

denn da gab's die Prügelstraf. 

 

Aber, ach! Im Lehrerzimmer, 

die Kollegen sind noch schlimmer. 

Besonders die Frau Punkt, Punkt, Punkt, 

ist im Kopf nicht ganz gesund. 

 

So geht das seit Jahren schon, 

was droht, das ist die Frühpension. 

Die Nerven, die sind ruiniert. 

Ach, mein Gott, wie das frustriert! 

 

Hallo   Wenn ich mich an …

Hallo

 

Wenn ich mich an "früher" erinnere, dann war ein Schein mehr der Unterschied vom Diplom-Mathematiker zum Lehrer.

Pädagogik gabs wohl auch, so 2 Stunden irgendwo ab höheren Semester.

Mehr Fachwissen ging ja wohl kaum.

 

Ich kann mir vorstellen, dass es an Brennpunkten nicht einfach ist LehrerIn zu sein.

 

Ich lese oft, dass es die Eltern sind, die dem Lehrpersonal das Leben erschweren.

 

Wenn ich mich an meine Schulzeit erinnere, dann gab es dort auch solche, die sofort hätten entfernt werden sollten.

 

Kann es sein, dass dem Lehrpersonal auch manchmal Gegenwehr nicht so ins Konzept passt.

 

Aber, wenn auch nur ein Teil dessen, was ich hier so lese, stimmt, dann ist dringender Handlungsbedarf vorhanden.

 

ich muss Abbitte leisten

Natürlich konnten alle meine Studenten den Satz des Pythagoras im Schlaf aufsagen:

a*a + b*b = c*c

Wenn die Dreiecksseiten aber mal nicht a, b und c, sondern R, X und Z hießen, blickte ich in ratlose Gesichter. Zu erwarten, dass dann jemand auch noch weiß, was ein arcus tangens ist, wäre schon verwegen gewesen. Von der Darstellung periodischer Funktionen im Einheitskreis ganz zu schweigen.

Bedeutet: in der Wechselstromlehre fangen Sie bei Adam und Eva an. Das gleiche gilt für den natürlichen Logarithmus. Ich hatte zu Zeiten des einfachen Taschenrechners Studenten, die versuchten, Wurzeln aus negativen Zahlen zu ziehen, und dann das "E", das auf dem Display erschien, noch für die eulersche Zahl hielten.

Die Lehrer

stehen zwischen ungezogenen Jugendlichen und deren ambitionierten Eltern.

 

Ohne wirkliche Massnahmen.

 

Ich schlage vor, jedem lernenden die Bestnoten zu geben und die wirkliche Beurteilung der freien Wirtschaft zu ueberlassen. 

Darstellung: