Kommentare - Ukrainische Absage an Steinmeier: Deutschland in der Zwickmühle

13. April 2022 - 07:58 Uhr

Die Absage der Ukraine für eine Reise von Bundespräsident Steinmeier nach Kiew hat bei der Bundesregierung Verwunderung ausgelöst. Die Verstimmung in der Ukraine ist offenbar gewaltig. Von Kai Küstner.

Artikel auf tagesschau.de
Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Persönlich absolut nachvollziehbar

Die Reaktion von Selenskyi hat mir gefallen. Ich habe nie viel von Steinmeier gehalten und es hat sich ja auch alles bestätigt. Der wohl schlechteste Bundespräsident den wir je hatten. 
 

 

Diplomatisch ist es aber ein kleiner Gau, dass Steinmeier nicht empfangen werden würde, wie Selenskyi offenbar sagte. 
 

 

Hier sollten schnell die Wogen geglättet werden, sonst freut sich Putin über die Uneinigkeit im Westen…

 

 

Verständlich

Die Reaktion der Ukraine ist verständlich, aber nicht richtig. Frank Walter Steinmeier war die rechte Hand von Gerhard Schröder, einem ausgemacht guten Freund von Despot Putin, aber trotzdem muss die ukrainische Führung da drüber stehen und den deutschen Bundespräsidenten einladen.

Taktisch äußerst unklug

"Deshalb empfehle ich, das in diesem Fall hinter den Kulissen zu klären", so Strack-Zimmermann.

Das hätte sich Selenskyj vorher überlegen müssen, wenn solche Treffen vor dem Hintergrund einer vorzeigbaren Einigkeit gegen den Angriffskrieg Russlands stattfinden soll.

Nach diesem Affront von Selenskyj ist zu befürchten, dass diese Einigkeit aus Sicht Putins eine angreifbare Schwäche gezeigt hat.

Selenskyjs Kritik bekommt zwar insbesondere durch den Krieg durchaus seinen Wahrheitsgehalt, aber die Vorgehensweise des ukr. Staatschefs ist aus meiner Sicht ein taktisch sehr grober Fehler.

Die Bundesregierung darf sich keinesfalls unter Druck falsche Entscheidungen treffen hinsichtlich der geplanten und wohldosierten Sanktionen und hinsichtlich möglicher Waffenlieferungen. Wir befinden uns hier auf einem schmalen Grat.

Deutschland in der Zwickmühle

 

das kann man laut sagen

also ich bin sehr verärgert

unabhängig davon dass man den Putin in seine Schranken verweisen muß - schon mal aus 'Prinzip,

dass man im 21. Jahrhundert keinen Krieg anzettelt und souveräne Staaten angreift

Finde ich das Verhalten der Ukraine, um mich der Meinung der Regierung auszuschließen  "verwundert".

Es geht nicht nur um die aktuelle Sache mit Steinmeier, auch der ukrainische Botschafter hat ein doch sehr merkwürdiges Auftreten in den letzten Wochen gezeigt, anmaßend, beleidigend und fordernd,

wäre es nicht Krieg und Zusammenhalt nötig, hätte ich den ausgewiesen.

Was die nötigen Waffenlieferungen betrifft einerseits und das Gas/Rohstoffe andererseits

- also da bin ich um mich vorsichtig auszudrücken, sehr verärgert ,zwiespältig und eher unwillig.

Klar kann man nicht immer von sich und seinem Verhalten ausgehen, aber wenn ich die Hilfe eines anderen brauche, bin ich doch zumindest nicht unfreundlich gar  kompromittierend - trete   dem doch nicht in die E..er

 

Unverschämtheit!

Es interessiert doch gar nicht wie das Ansehen Deutschlands in der Ukraine ist, die Ukrainer wollen etwas von uns, jeden Tag neue völlig abgehobene  Forderungen, einfach respektlos. Ich wollte sehen welche Summen seit 2014 von D in dieses Land geflossen sind und jetzt wollen sie den Bundespräsidenten von Deutschland nicht sehen? Geldhahn sofort zudrehen, keine Waffen mehr, alles in die Flüchtlinge stecken.

Die Ukrainer wollten kämpfen, dann sollen sie das jetzt tun und mit ihren Waffen. Danach, wenn noch was übrig bleibt von der Ukraine, sollen sie ihr Land wieder aufbauen, nicht wie v.d.Leyen sagt, "wir" ,-wer immer das ist und wen sie meint, "müssen die Ukraine wieder aufbauen".

Klare Haltung

An der Klarheit der Haltung des Bundespräsidenten pro Ukraine gibt es aktuell nichts auszusetzen. In der Vergangenheit war er vielleicht zu kumpelhaft zu dem Kriegsverbrecher Putin, auch noch nach der Annexion der Krim und dem Überfall auf die Ostukraine. Das war falsch und er hat sich ja entschuldigt.

Aber Kiew sollte nicht so nachtragend sein.

Falscher Zeitpunkt

für Befindlichkeiten. Steinmeier hat sich im Gegensatz zu Merkel oder Schröder klar zum Fehler bekannt.

Es wäre für die Ukraine und Deutschland besser, an der Stelle jetzt nicht Stimmung zu machen.

Es sei denn, das ist der absichtliche Versuch, Druck auf Deutschland und Scholz aufzubauen. Farbe zu bekennen.

Wenn wir nachher nicht isoliert werden wollen (RU haben wir bereits vergrätzt) sollte Scholz das ignorieren und ggf. später klären. Jetzt erstmal liefern und in die Ukraine reisen.

Es ist nicht die Zeit …

… für Hinterzimmerdiplomatie, fein ausformulierten Noten und diplomatischer Detaillyrik. 

 

Es ist die Zeit klarer Worte, deutlicher Stellungnahmen und Signale. Kein deutsches Wischiwaschi mehr. 

Angeblich doch lieber der Bundeskanzler?

Das hört sich ein wenig nach Schadensnegtenzung Selenskyjs an: er wolle  aus Deutschland eher einen Vertreter mit Entscheidungsgewalt treffen und spielte auf Olaf Scholz an, so gerade aktuell die Begründung der/ein Berater Selenskyjs zur Ausladung Steinmeiers.

Das aber hätte Selenskyi viel cleverer hinter den Kulissen klären müssen.

Jetzt kann er das Rad nicht mehr zurück drehen und er muss damit rechnen, dass Putin solche taktischen Fehler ausnutzen könnte.

Fehler Selenskyj

Putin wirds ausschlachten.

Nicht klug von Selenskyj

Was wäre denn gewesen, wenn man in Kiew Steinmeier mit den anderen zusammen eingeladen hätte und dann mit ihm geredet hätte? Solche Unstimmigkeiten, die es ja offenbar gibt, regelt man besser hinter den Kulissen, statt durch eine so blöde Zurückweisung.

Ich finde das, nach allem…

Ich finde das, nach allem was unser Land für die Ukraine macht, überheblich. Der Selenskyj ist nicht ohne. 

Schwere Waffen liefern

Wir müssen klug sein und nicht eingeschnappt. Es ist wichtig und richtig, der Ukraine jetzt schwere Waffen zu liefern, also Kampfpanzer, Raketen usw. Putin darf diesen Krieg nicht gewinnen.

Nanu....

Als er vor kurzem wiedergewählt wurde stand Steinmeier, wenn ich mich richtig erinnere, außerhalb jeder Kritik. Und jetzt?

Selbstbestimmte Politik

Ich hoffe man hält es diesmal einfach aus, nicht der von allen geschätzte Liebling zu sein. Wer dies als Ziel hat bzw. sich opportunistisch verhält macht definitiv etwas falsch. Selenskyj gibt nachvollziehbarerweise Politikern den Vorzug, die zu einem direkten Eingreifen der NATO tendieren, andere wertet er ab. Dieses Vorgehensweise sorgt für unnötige Spannungen innerhalb der Länder sowie in EU und NATO.

Bzgl. der Waffenlieferungsthematik bräuchte es sowieso eine viel koordiniertere Herangehensweise... Absprachen zwischen europäischen Ländern unter Einbeziehung von Militärexperten, anstatt auf Zuruf mal schnell irgend etwas in´s Feld zu schicken.

Ukraine

Steinmeier ist hier nicht persönlich angegriffen und ausgeladen worden, sondern unser Staatsoberhaupt, das uns Deutsche vertritt. Indem Selensky ihn düpiert, sind wir auch auch als Deutsche betroffen. Deshalb ist Häme und Wettern gegen Steinmeier, weil er einigen selbst nicht gefällt, der falsche Weg. Ich erwarte von einem fremden Regierungschef, dass er einen demokratisch gewählten hohen Staatsvertreter würdigt und diplomatisch so empfängt, wie es auch ihm zustehen würde. Scholz ran zu ztieren, ist ein Wunschkonzert, das Kiew nicht zusteht. Sondern uns zu Bittstellern degradiert. Das verspielt die letzten Sympathien für Selensky. Auch in Israel hat er sich Zustimmung verscherzt. So grausam und schlimm die Situation in der Ukraine ist. Wir Deutschen, die wir gerade unterstützen und Hunderttausende Geflüchtete ohne behördliche Beschränkungen aufnehmen, werden damit beleidigt. Ich sage das so deutlich, weil wir keine Blitzableiter für Kiew sein dürfen. Putin ist dessen Feind.

Auch wenn die Nerven blank…

Auch wenn die Nerven blank liegen, es ist in meinen Augen eine Unverschämtheit unseren Bundespräsidenten auszulaufen!

Ausserdem muss sich Deutschland nicht dafür entschuldigen, das es diplomatische Beziehungen zu Russland gepflegt hat! Auch jetzt sollte man mit Putin reden und auch auf diplomatischer Ebene alles tun um den Krieg zu beenden, das ist das wichtigste! Deutschland eine Mitschuld an diesem Krieg zu geben, weil es Handelsbeziehungen mit Russland hatte, ist für mich unverständlich! Handelsbeziehungen stärken den Frieden gerade wegen der gegenseitigen Abhängigkeit!

Das putin so krank ist weiß man jetzt, Deutschland vor zu werfen, dass es das nicht erkannt hat, ist hinterher leicht.

Durchaus mutig und...

...auch nachvollziehbar von Herrn  Selenskyj, nachdem sich Herr Steinmeier ganz offenbar jahrelang bei Putin und Co anbiederte darf er sich nicht wundern, dass  er einen Korb erhält...

Jetzt so zu tun, alles sei alles gut nur weil man sich öffentlich als Büßer darstellt, obwohl man sehr lange Zeit völlig falsche Politik betrieb, ist nicht zielführend....

Und täglich bezahlen Menschen mit ihrem Leben für diese Politik.... 

@ Clara Berger

>>> aber trotzdem muss die ukrainische Führung da drüber stehen und den deutschen Bundespräsidenten einladen. <<<

 
 

Das Selenskyj keine Zeit für Symbolpolitik hat - für nichts anderes steht Steinmeier - finde ich verständlich. Außerdem hat sich der Präsi selbst eingelagen, ohne gefragt zu werden.

Und während Deutschland noch berät und Besuche plant, schicken andere Waffen. Und nicht mal verrostete.

Wir müssen jetzt einig sein

Die Ukraine braucht schwere Waffen und Russland braucht ein totales Ölembargo. Das was Putin da macht ist ein Völkermord und dafür ist es die richtige Antwort, die ukrainische Armee mit allen Mitteln zu unterstützen und die russische Wirtschaft in die Knie zu zwingen.

Halten wir zusammen, seien wir einig, gegen Putin.

Unverschämtheit

Die deutschen Waffenlieferungen an die Ukraine müssen angesichts dieser Frechheit sofort eingestellt werden. Es ist eine Unverschämtheit gegen den Bundespräsidenten und sein Amt und ein Affront gegenüber dem deutschen Volk, der diese Waffen mit dem Steuergeld der Bürger bezahlt. Melnik sollte ohnehin wegen weiter Frechhriten als unerwünschte Person des Landes verwiesen werden. Hoffentlich bleibt Scholz standhaft und liefert keine schweren Waffen an die Ukraine. Ich möchten nicht in einen 3. Weltkrieg hineingezogen werden.

Ungeduld ist ein schlechter Berater

08:03 Uhr von vriegel:

"Die Reaktion von Selenskyi hat mir gefallen ...

...Diplomatisch ... aber ein kleiner Gau ... sollten schnell die Wogen geglättet werden..."

Nicht nur ein "kleiner" Gau aus meiner Sicht.

Und nach Schadensbegrenzung sieht es ja jetzt schon aus, wenn er behauptet, er würde lieber jemanden einladen, der entscheiden kann und spielt dabei auf unseren Bundeskanzler an.

Selenskyj mag hier wohl die Hutschnur hochgegangen sein.

Somit aber kann Ihnen die Reaktion nicht wirklich gefallen haben, Sie widersprechen sich.

Eine gefällige Reaktion wäre es nämlich gewesen, wenn der ukr. Präsident Klärung hinter den Kulissen betrieben hätte und nicht auf der Bühne Putins. Dann hätte es niemand mitbekommen und es würde jetzt nicht in den Medien nochmal kräftig breitgetreten werden können.

Dieses Ausdiskutieren und Breittreten eigener Unzulänglichkeiten halte ich in der aktuellen Situation sowieso für taktisch reichlich dämlich. 

 

Die Reaktion aus Kiew ist…

Die Reaktion aus Kiew ist eine Unverschämtheit! 
seit wann müssen sich Politiker aus vorangegangen Regierungen für ihre zu dieser Zeit richtige Politik rechtfertigen und entschuldigen.

ich habe ja schon öfter bemerkt, egal wie, Deutschland ist immer schuld. 
Das richtigste wäre, Deutschland würde sich ab sofort neutral verhalten.

 

Reisen in die Ukraine

Während drei Bundestagsabgeordnete in die Ukraine reist, wird der Bundespräsident ausgeladen. Unsere deutschen Abgeordneten sollten sich einmal mehr überlegen, was dieser Polittourismus wirklich bringt. Es sollte im hintersten Winkel angekommen sein, in welcher Lage die Ukraine ist und was der Krieg dort anrichtet. Die stete Wiederholung, man sympathisiere mit dem Staat, hilft in der Sache nicht weiter. Die Ukraine missbraucht auch diese Reisen leider in einer Form, die sehr wohl das Potenzial zur Spaltung der hilfsbereiten Nachbarstaaten hat. In der Wortwahl, Behandlung und verbalen Misstönen ergeben sich erschreckende Parallelen zu Putins Propaganda. Und sollte uns alle aufhorchen lassen. Wenn Waffenlieferung zur Verteidigung gewollt ist, soll unsere Politikerriege das entscheiden und umsetzen. Aber auch Grenzen aufzeigen, dass Selensky seine Wortwahl Richtung Westen nicht in persönliche Beleidigungen und Effektheischerei ummünzt. Putin muss gestoppt werden, aber nicht mit Irrsinn.

Ich weis nicht

Ich habe schon zu Ostblockzeiten keine Wendehälse gemocht. Ich denke auch heute sollte sich alle "pro" Putin Leute/Politiker einfach raushalten. Den Schaden den sie Deutschland angetan haben uns in diese Abhängigkeit zu führen ist hoch genug.

Allerding spielt das Verhalten Kievs auch nur wieder Putin in die Hände.

Wichtiger wäre aber: Handeln! Schnelle Hilfe für die Ukraine. Jetzt!

Diplomatischer Supergau

Jetzt rächt sich die konfrontierende und vor allem personalisierende „Diplomatie“ von Melnyk, der seine Doppelrolle als Botschafter für die Ukraine in Deutschland,  aber eben auch für Deutschland in der Ukraine komplett überzogen hat.

Aus meiner Sicht ein unbegreiflicher und kaum wieder gut zu machender Fehler, seinen tatsächlich engsten und politisch wichtigsten Partner im Westen in eine solche - guter Begriff - „Zwickmühle“ zu bringen.

“Bundespräsident“ ist die höchste und repräsentativste Institution  in unserem Staat und keine „Person“, die man gut oder schlecht finden kann. Sollen wir uns jetzt von unserem Bundespräsidenten distanzieren, weil einem anderen Staat die Person nicht gefällt?

Ich hoffe sehr, dass dieser Fauxpax einseitig von der Ukraine aus der Welt geschafft wird. Denn ansonsten würde die politische Unterstützung der Ukraine erheblich leiden.

Im Kreml - da bin ich mir sicher - haben gestern jedenfalls zum ersten Mal seit Kriegsbeginn die Krimsektkorken geknallt.

Steinmeier sollte zurücktreten

Grundsätzlich halte ich eine Beschwichtigungspolitik für richtig. Natürlich ergibt es Sinn, auch mit Regimen, die rechtsstaatliche und demokratische Standards nicht erfüllen oder gar Völkerrecht in eklatanter Weise verletzt haben, Kontakt zu halten, Geschäftsverbindungen einzugehen, auf Wandel durch Handel zu hoffen. Wir Deutschen glauben ja auch, damit schon mal Erfolg gehabt zu haben.

 

 

Beschwichtigungspolitik darf aber nicht in Kumpanei enden, sie darf nicht Freundschaft bedeuten, vor allem darf aber nicht an ihr festgehalten werden, wenn immer wieder rote Linien überschritten werden: Tschetschenien, Republik Moldau, Georgien, Mordanschläge auf Journalisten und Kritiker (selbst im Ausland, Ostukraine, Krim...

 

Irgendwann hätte die Reissleine gezogen werden müssen.

 

Allerdings bin ich auch etwas parteiisch, weil ich Steinmeier wie vor Jahrzehnten Rau noch nie als geeigneten Bundespräsidenten angesehen habe: Weil er wie Rau zu sehr nach diesem Amt strebte.

@08:17 Uhr von hallo1

"Klar kann man nicht immer von sich und seinem Verhalten ausgehen, aber wenn ich die Hilfe eines anderen brauche, bin ich doch zumindest nicht unfreundlich gar  kompromittierend - trete   dem doch nicht in die E..er"

.

Wir hatten Ähnliches ja bereits bzgl. Frau Merkel erlebt, die eingeladen wurde die zivilen Opfer zu begutachten, die angeblich teils Folge ihrer Politik wären.

Ich denke das ist eine wohlüberlegte Strategie der Ukraine, bestimmte Politiker zu diskreditieren und andere zu loben, um insgesamt einen härtere Gangart zu befördern bzw. eine rückhaltlosere Unterstützung der Ukraine, unabhängig davon was sie von uns einfordern.

Man darf sich aber keinesfalls auf diese Weise fremdbestimmen lassen, nur für das bessere Ansehen.

Die Nerven liegen blank ...

Die Ungeduld der ukrain. Führung ist zwar nachvollziehbar.

 

Dennoch ist die Brüskierung Steinmeiers ein Eigentor. Solche Aktionen spielen dem Kreml-Faschisten nur in die Hände. Jedes offene interne Zerwürfnis innerhalb des demokrat. Westens wird vom Kreml ausgeschlachtet.

 

Für hiesige Politamateure sei nochmals erklärt: dt. Außenpolitik wird im Kanzleramt gemacht. Jede Kanzlerpartei lässt das den Juniorpartner beizeiten spüren.

 

Steinmeier hat die ersten Nullerjahre mitbestimmt. Seit 2005 waren Merkel & ihre Kanzleramtminister am Steuer. Der Union sei mal etwas mehr Demut & Reue angeraten.

 

Steinmeier steht in der Tradition der histor.  betrachtet erfolgreichen Ostpolitik. Mit berechenbaren KP-Politbürobürokraten konnte man Deals in Sachen Verständigung, Abrüstung & Handel machen.

 

Mit rechtsnationalist., defacto faschistischen Autokraten geht das nicht. Hat die SPD zu spät erkannt. CDU ist zu feige sich ehrlich zu machen. 

Es geht nicht um Herrn Steinmeier...

...und seine etwaigen Fehler - auch ich war nie sein Fan.

Jetzt heißt es:

Haltung zeigen!

Die Ukraine düpiert willkürlich den höchsten deutschen Repräsentanten. Die Art und Weise beleidigt jeden deutschen Staatsbürger und alle seine Repräsentanten.

Der deutsche Staat und seine Regierung müssen das ernst nehmen. Alle direkte Unterstützung gehört eingestellt. Indirekt über EU o.ä. kann man noch was tun - aber keine schweren Waffen.

M.E. hätten die 4 anderen Präsidenten ihre Reise auch nicht antreten dürfen - sie zeigten sich nicht solidarisch und spalten die EU.

 

Interessant!

Die Ausladung von Herrn Steinmeier bringt ein Element in die deutsche Politik, das dort nur selten vorkommt: Ein Politiker muß persönliche Konsequenzen für seine Politik in Kauf nehmen.

Und wir sind in…

Und wir sind in überhauptkeiner Zwickmühle. Ein klares Statement verlangt eine klare Antwort.

der größte Fehler unsererseits wäre jetzt komplett einzuknicken und alle Forderungen selenskijs widerspruchslos zu erfüllen. 

Besonnenheit

. Die Absage ist vielleicht emotional verständlich, jedoch sehr unklug!! Und hitzig! Verständlich, wenn man sich inmitten eines Bombenangriffs befinden und die eigene Existenz bedroht ist. Auch dass man um Hilfe schreit. Doch Hilfe kommt von allen Seiten! Und damit die Hilfe, die tatsächlich von deutscher Seite geleistet wird, abzuwerten oder gar zu ignorieren, ist schlichtweg dumm! Und so überflüssig! Ich hoffe, dass die ukrainische Regierung etwas weiser bei ihren anderen Entscheidungen ist! Und ich bin sehr froh, dass unsere Regierung -zumindest bis dato- eine so besonnene Haltung zeigt. Für die Ukraine einen Dritten Weltkrieg? Nein! 

Sinnlose Aktion

08:25 Uhr von Thomas D.:

"Es ist nicht die Zeit für Hinterzimmerdiplomatie ... Es ist die Zeit klarer Worte, deutlicher Stellungnahmen und Signale. Kein deutsches Wischiwaschi mehr."

In dem Kontext zur aktuellen Lage hinsichtlich Sanktionen und Waffenlieferungen eine Fehleinschätzung. 

Es ist nämlich nicht die Zeit für Uneinigkeit oder ungeduldiges Handeln.

Es ist sinnfrei uns wirtschaftlich massiv zu schwächen. 

Und es ist sinnfrei, falsches Kriegsmaterial den Ukrainern zu überlassen, an dem sie erst ein halbes Jahr ausgebildet werden müssen.

@08:18 Uhr von Nachfolgerin

... auf der Seite der Ukraine. Diese Zurückweisung des Besuches unseres Präsidenten ist nicht richtig und nicht fair.

------------------

Welchen Sinn würde die Reise für die Ukraine machen ? Das Land ist  im Krieg und es waren nun genug Politiker da. Herr Steinmeier kann nichts entscheiden und es hilft denen dort wenig, wenn unser Präsident deren Zeit in Anspruch nimmt.  

Es wird Zeit für klare Worte und schnelle umfangreiche Taten

Ich schätze es, mit Olaf Scholz keinen omnipräsenten Ego-Entertainer zu haben, nun muss er jedoch klar und konkret Stellung nehmen. Deutschland wird gerne kritisiert, oft zu Unrecht, aber in einigen Fällen eben auch zu Recht. Man hat gesagt, man will der Welt mit dem Energiewandel zeigen, wie man dem Klimawandel entgegenwirkt und die Konzepte und Technik dann exportieren. Wenn man also die Führungsrolle in dem einen Bereich so eindeutig an sich zieht, weltweit eine der größten Wirtschaftsmächte ist und die Führungsrolle in der EU -wohl zu Recht- beansprucht, dann muss man in der Krise ebenfalls klar und umfassend handeln. Politik braucht Symbole und Taten, es wird höchste Zeit, dass Scholz mit UMFANGREICHEN SEHR SCHNELLEN Lieferungen schwerer Waffen ein eindeutiges Bekenntnis für die Ukraine und ein demokratisches Europa auch medial klarstellt. Ich habe selbst lange eine partnerschaftliche Entwicklung mit Russland erhofft und propagiert, aber jetzt muss man klaren Einsatz zeigen.

@08:34 Uhr von Heinzseinefrau

Auch wenn die Nerven blank liegen, es ist in meinen Augen eine Unverschämtheit unseren Bundespräsidenten auszulaufen! Ausserdem muss sich Deutschland nicht dafür entschuldigen, das es diplomatische Beziehungen zu Russland gepflegt hat! Auch jetzt sollte man mit Putin reden und auch auf diplomatischer Ebene alles tun um den Krieg zu beenden, das ist das wichtigste! Deutschland eine Mitschuld an diesem Krieg zu geben, weil es Handelsbeziehungen mit Russland hatte, ist für mich unverständlich! Handelsbeziehungen stärken den Frieden gerade wegen der gegenseitigen Abhängigkeit! Das putin so krank ist weiß man jetzt, Deutschland vor zu werfen, dass es das nicht erkannt hat, ist hinterher leicht.

_______________________________

 

Man KANN mit Putin nicht reden, außer er sieht den absoluten Vorteil für sich selbst. Das müssen auch die Politiker einmal verstehen, die ständig bei Putin an der Tür stehen und betteln. Putin versteht nur eine Sprache, das war schon immer so.

Selenskyi: keine Zeit für Diplomatie

Die Ukraine hat keine Zeit für Diplomatie. Sie hat keine Zeit für irgendwelche Beistandsbekundungen. Sie hat auch keine Zeit für Besuche von Politikern, denen es vor allen um die eigene Selbstdarstellung geht, oder darum verlorenen Boden zurück zu gewinnen. 
 

 

Daher kann ich voll und ganz verstehen wie Selenskyi reagiert. Unklug war es damit indirekt auch die baltischen Präsidenten und den polnischen auszuladen. Denn die können jetzt auch nicht einfach so ohne Steinmeier hinfahren…

 

Die Frage ist also ob diese „Besuchsinitiative“ von der deutschen Seite angeregt wurde. In dem Fall wäre diese diplomatische Krise von uns verursacht worden. 
 

 

Grundsätzlich sollte so ein Besuch ja vorab und hinter den Kulissen abgeklärt werden, ob er erwünscht ist oder/und so in der Form statt finden kann. 
 

Dass das an die Öffentlichkeit gelangt ist spricht auch nicht gerade für Diplomatisch kluges Vorgehen.

@08:32 Uhr von Olivia59

Ich hoffe man hält es diesmal einfach aus, nicht der von allen geschätzte Liebling zu sein. Wer dies als Ziel hat bzw. sich opportunistisch verhält macht definitiv etwas falsch. Selenskyj gibt nachvollziehbarerweise Politikern den Vorzug, die zu einem direkten Eingreifen der NATO tendieren, andere wertet er ab. Dieses Vorgehensweise sorgt für unnötige Spannungen innerhalb der Länder sowie in EU und NATO. Bzgl. der Waffenlieferungsthematik bräuchte es sowieso eine viel koordiniertere Herangehensweise... Absprachen zwischen europäischen Ländern unter Einbeziehung von Militärexperten, anstatt auf Zuruf mal schnell irgend etwas in´s Feld zu schicken.

 

Nichts für ungut. Aber Politiker, die zu einem direkten Eingreifen der Nato tendieren, sollte man wegschließen und den Schlüssel verstecken.

Wer den Fehler macht

Zitat von parsec (08:25 Uhr) : "Das aber hätte Selenskyi viel cleverer hinter den Kulissen klären müssen."

Nein, der Bundespräsident hätte sich nicht öffentlich selbst einladen dürfen, um sich in Kiew Absolution für Jahrzehnte falscher Politik abzuholen.

Fehler einzugestehen ist eine Sache, Wiedergutmachung eine andere. Herr Steinmeier scheint mit der Vorstellung zu leben, Schreitt eins sei ausreichend und würde Schritt zwei überflüssig machen.

Die Reaktion der Ukraine

ist ehrlich.  Respekt, sieht man so gut wie nie. Und das in der Situation. Doppel Respekt.

 

Ein neues Gefuehl fuer den Betroffenheitskuenstler Steinmeier. Goenn ich ihm.

 

Nur mit Aufrichtigkeit kommen wir auch in der EU weiter. Ukraine hat sich qualifiziert.

@08:32 Uhr von SirTaki

Steinmeier ist hier nicht persönlich angegriffen und ausgeladen worden, sondern unser Staatsoberhaupt, das uns Deutsche vertritt. Indem Selensky ihn düpiert, sind wir auch auch als Deutsche betroffen. Deshalb ist Häme und Wettern gegen Steinmeier, weil er einigen selbst nicht gefällt, der falsche Weg. Ich erwarte von einem fremden Regierungschef, dass er einen demokratisch gewählten hohen Staatsvertreter würdigt und diplomatisch so empfängt, wie es auch ihm zustehen würde. Scholz ran zu ztieren, ist ein Wunschkonzert, das Kiew nicht zusteht. Sondern uns zu Bittstellern degradiert. Das verspielt die letzten Sympathien für Selensky. Auch in Israel hat er sich Zustimmung verscherzt. So grausam und schlimm die Situation in der Ukraine ist. Wir Deutschen, die wir gerade unterstützen und Hunderttausende Geflüchtete ohne behördliche Beschränkungen aufnehmen, werden damit beleidigt. Ich sage das so deutlich, weil wir keine Blitzableiter für Kiew sein dürfen. Putin ist dessen Feind.

 

Ich stimme Ihnen 100%zu.

nach den Auftreten des ukrainischen Botschafters in D

und der Depütierung des deutschen Staatsoberhauptes soll der Kanzler jetzt nach Kiew? Als Bittsteller?

Es ist richtig und wichtig, das Deutschland der Ukraine gegen Russland hilft. Auch muss man keine Dankbarkeit erwarten, aber eben doch Achtung.

und zuerst einmal sollte die Ukraine auf das Blutgeld aus Moskau verzichten und den geforderten absoluten Energieboykott einleiten, mit einem Stopp des Gastransites.

 

@08:37 Uhr von Forengedöns

Die Ukraine braucht schwere Waffen und Russland braucht ein totales Ölembargo. Das was Putin da macht ist ein Völkermord und dafür ist es die richtige Antwort, die ukrainische Armee mit allen Mitteln zu unterstützen und die russische Wirtschaft in die Knie zu zwingen. Halten wir zusammen, seien wir einig, gegen Putin.

 

Mit einem totalen Ölembargo zwingen wie nicht die russische Wirtschaft in die Knie sondern eine andere. Raten Sie mal, welche.

Einseitige Forderungen

Auf der einen Seite wirkt Selenskijs Stärke in dieser grauenvollen, sinnlosen, traumatischen Kriegssituation bewundernswert. Emotionale Reaktionen sind weitgehend nachvollziehbar. Es ist jedoch ein großer Affront, wenn er den Besuch Steinmeiers als nicht wünschenswert ablehnt. Viele Politiker in der Welt schätzten offenbar Putins Ziele z.T. falsch ein, im Bemühen, eine Friedensillusion aufrecht zu erhalten. Selenskijs Haltung gegenüber dem Staatsoberhaupt des Landes, das hunderttausende Flüchtlinge aufgenommen hat, große finanzielle Hilfen bietet, Sanktionen im sinnvollen Rahmen durchführt und Waffen liefert, ist politisch unklug. Putin wird es freuen, möglicherweise aber auch die Hilfsbereitschaft deutscher Bürger einschränken. Herr Scholz sollte klare Worte finden. Die Ukraine ist nicht in der Position, einseitige Forderungen zu stellen, sondern hat die abgewogenen Entscheidungen der Regierungen anderer Länder weitgehend zu respektieren. Das gilt auch für den undiplomatischen Botschafter der Ukraine!

 

 

 

Fehler der Vergangenheit

Niemand verlangt, daß man begeistert ist über die Fehler der Vergangenheit, aber es gibt Zeiten da kann man darüber reden und es gibt Zeiten da hält man sich vielleicht etwas mehr zurück. Deutschland hat, im nachhinein betrachtet, viele Fehler gemacht und ist jetzt dabei zu versuchen einiges auszugleichen. Nur, was nicht da ist, kann auch nicht eingesetzt werden. Wenn die Bundeswehr heruntergewirtschaftet wurde, kann sie auch keine vernünftigen Waffen liefern und Schrott hilft keinem weiter.
Wenn man jetzt Deutschland herunterwirtschaftet, sprich kompletten Energieboykott, dann hilft das auch keinem weiter, weil Deutschland dann auch in der EU als Zahler ausfällt. Boykott mit Kohle sollte wohl kein Problem sein, bei Öl sollte man langsam mal Nägel mit Köpfen machen. Bei Gas muss man leider genau hinschauen. Man kann eben nicht alles adhoc durch Strom ersetzen und selbst wenn jetzt alles mit Volldampf und unter Umgehung vieler Planungsvorschriften durchgezogen wird, dauert es leider.

Unser Staatsoberhaupt ist mit Respekt zu behandeln.

Herr Steinmeier ist unser gewähltes Staatsoberhaupt. Mit entsprechendem Respekt ist er zu behandeln. Im In- und Ausland. Gleich ober nun beliebt oder angesehen ist. Entsprechend haben und werden wir uns ebenso gegenüber ausländische Führungs-Persönlichkeiten benehmen.

Die Führung der Ukraine, incl. der Botschafter, sollte dies beherzigen. Man sollte ihr die Zeit hierzu geben. Vereinbarungen die gemeinsam mit anderen Europäischen Staaten gegenüber der Ukraine getroffen worden sind sollte man respektieren, soweit dies möglich ist. 

@08:38 Uhr von Gogolo

"Unverschämtheit

Die deutschen Waffenlieferungen an die Ukraine müssen angesichts dieser Frechheit sofort eingestellt werden. Es ist eine Unverschämtheit gegen den Bundespräsidenten und sein Amt und ein Affront gegenüber dem deutschen Volk, der diese Waffen mit dem Steuergeld der Bürger bezahlt. Melnik sollte ohnehin wegen weiter Frechhriten als unerwünschte Person des Landes verwiesen werden."

.

Man kann Waffenlieferungen in einer echten Kriegssituation keinesfalls von irgendwelchen Verstimmungen abhängig machen. Das wäre unverantwortlich. Allerdings habe ich den Eindruck, das Selenskyj genau auf diese Vernunft setzt und sich seine diplomatic fails deshalb herausnehmen kann. 

08:38 Uhr von Gogolo

 

"Unverschämtheit

Die deutschen Waffenlieferungen an die Ukraine müssen angesichts dieser Frechheit sofort eingestellt werden."

....

 

 

Ja, und dann gewinnt Russland, hat die absolute Macht über Getreideexporte in die Entwicklungsländer und Deutschland nimmt dann weitere Hunderttausende Wirtschaftsflüchtlinge auf. (Und Deutschland kauft dann weiterhin Enerigie aus Russland.)

 

Das ist doch das, was Sie bevorzugen, weil ein Präsident im Krieg keine Zeit hat einen deutschen Grußonkel zu empfangen.

Ich kann Herrn Selenskyj…

Ich kann Herrn Selenskyj durchaus verstehen. Die Entschuldigung und das Eingeständnis von Fehlern, kam ziemlich spät. Über die Art und Weise kann man beleidigt sein, oder versuchen, das zu verstehen. Die Ukrainer (inkl. Herrn Selenskyj) kämpfen letztlich auch für unsere Demokratie und verlieren viele Soldaten - da können schon mal "die Pferde mit einem durch gehen".

Allerdings hätte ich mir auch gewünscht, das Herr Scholz früher den Weg in die Ukraine antritt, vielleicht zusammen mit Frau von der Leyen.

Diese Zauderei - auch mit der Lieferung der schweren Waffen - ist nicht ok.

 

Und für mich ist das "gemeinsam mit unseren Verbündeten" ein Vorwand. Denn die tun schon lange vor D. was.

Worauf wartet Herr Scholz? Nicht reden - machen!

Unverständlich

Die Reaktion Selenskys ist unangemessen. Er möchte die Bundesregierung damit unter Druck setzen, sodass die schweren Waffen geliefert werden und endlich auf russische Energie verzichtet wird. Aber er verkennt die Gefahr, in die sich alle europäischen Staaten immer mehr begeben. Was nützt es ihm, wenn die Länder, die der Ukraine gerade helfen soviel es nur irgendwie geht, auf einmal mit im Krieg sind? Dann können wir überhaupt nicht mehr helfen. Was passiert dann mit den Flüchtlingen, usw.? Ich hoffe, er entschuldigt sich bald, denn sonst freut sich der Kriegsverbrecher in Moskau…

 

richtig so

Deutschland, die Zögerer, Zauderer, Bremser, Bedenkenträger. 5000 Helme, wenn andere Waffen liefern. Eine unsägliche Bundestagsdebatte. Ein Kanzler, der (bis auf eine Rede) anderen die Bühne überlässt und viel zu spät reagiert. Und will der Präsident, der sowieso nichts zu sagen hat, für das  Publikum noch eine PR-Reise? Verständliche Reaktion der Ukraine, die mehr mit Krieg als mit Showbusiness zu tun hat. 

Persönlich finde ich die Politik der Bundesregierung ja richtig (mal abgesehen vom Versteck-Dich-Olaf), aber ich kann die Ukraine voll und ganz verstehen.

@08:29 Uhr von Forengedöns

Wir müssen klug sein und nicht eingeschnappt. Es ist wichtig und richtig, der Ukraine jetzt schwere Waffen zu liefern, also Kampfpanzer, Raketen usw. Putin darf diesen Krieg nicht gewinnen.

--------------

Wer soll die Kampfpanzer bedienen ? Die Komponenten eines Leo 2 lernt man nicht in 15 Monaten bedienen. Die Bediener waren damals Zeitsoldaten...höchstens Fahrer und Ladeschütze waren Wehrpflichtige

Mehr als nur diplomatische Beziehungen

Zitat von Heinzeseinefrau (08:34 Uhr) : "Ausserdem muss sich Deutschland nicht dafür entschuldigen, das es diplomatische Beziehungen zu Russland gepflegt hat!"

Kumpelhaftes Anbiedern und bei einem kriegführenden Massenmörder (Tschetschenien, Georgien, Syrien, Krimanektion, Donbass) bzw. unterlassene Gegenmaßnahmen gegen die offenkundigen Verbrechen des Regimes Putin sind nicht bloß diplomatische Beziehungen.

Herr Steinemeier hat als rechte Hand von Bundeskanzler Schröder und als Außenminister unter Frau Merkel einen ganz erheblichen Anteil an der Appeasementpolitk Deutschlands gegenüber Russland, die den Unterhosenvergifter zu seinem schamlosen Völkerrechtsbruch ermutigt hat. Herr Steinmeier gehört mit zu denen, die Deutschlands Integrität gegen billiges Gas verscherbelt haben.

Ich finde den Ton des ukrainischen Präsidenten und

seines Botschafters in D seit Wochen schwer zu ertragen und glaube nicht, dass Steinmeier sich dauernd klein machen sollte. D's Politik war schließlich nicht gegen die Ukraine gerichtet, sondern sollte gutes Einvernehmen mit dem Riesennachbarn und Energieversorgung im eigenen Land sichern.

 

Deutschland alleine (ohne die gemeinsamen EU-Gelder) hat die U seit der Krimannexion mit 1,83 Milliarden unterstützt, zusätzlich Millionen für die Corona-Bewältigung (aber Impfquote nur 32 %). Dann nach Russlands Angriff weitere Gelder, Waffenlieferungen, Flüchtlingsaufnahme plus Privatspenden. Alles selbstverständlich?

 

Die ukrainischen Regierungen nach der Wende waren keine Heiligen, sondern Oligarchen, Nationalisten und Opportunisten. Sie haben nicht gezögert, die USA in ihrem mörderischen Krieg gegen den Irak zu unterstützen, da sollten sie jetzt vielleicht nicht gar so laut auftrumpfen. Mit kindlichem Trotz und Pathos hilft Selenskyj seinen Landsleuten jedenfalls nicht.

08:40 Uhr von SirTaki

 

 

"Die Ukraine missbraucht auch diese Reisen leider in einer Form, die sehr wohl das Potenzial zur Spaltung der hilfsbereiten Nachbarstaaten hat."

 

...

 

Damit kann Deutschland nicht gemeint sein, denn Deutschland torpediert geradezu etliche Sanktionen der EU.

 

Während in Nord- und Osteuropa Putins Drohgebärden gut ankommen (da gibt es paar Videos mit Waffentransporten in Richtung Finnland) sitzt man hier und denkt sich: "Wozu was machen, wir haben ja eine Pufferzone in Osteuropa."

 

Ja, das Aussitzen hat bei Hitler auch super funktioniert.

 

 

@08:40 Uhr von Autochon

"Mag sein…

selenskij hat Kenntnis von Bildern wie diesen bekommen :

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/frank-walter-steinmeier-bund…“

wer die falschen Kumpels hat, den mag man kaum einladen.

Nebenher erfüllt D de Forderung von UA nicht mal näherungsweise."

.

Das ist sowieso eine Unsitte, Personen für die Handlungen ihrer Freunde verantwortlich zu machen. Das Rezept zur Spaltung der Gesellschaft schlechthin.

Jetzt wird es schwierig

Zu unseren Raketen sagt die ukrainische Regierung nicht nein, aber unser Staatsoberhaupt soll lieber zu Hause bleiben? 

Das ist ungerecht. Deutschland nimmt sehr viele Geflüchtete aus der Ukraine auf, liefert Waffen dorthin. 

Die Wahrheit ist aber auch: die Nerven sind aufs Äußerste gespannt in Kiew, "politisches Adrenalin" beherrscht dort das Handeln, und das ist eine hinreichende Entschuldigung. 

Wir sollten weiterhin die Ukraine im Rahmen des uns Möglichen unterstützen, auch wenn die dortige Regierung unser Staatsoberhaupt nicht empfangen will. 

 

Selenskyjs Befindlichkeiten fehl am Platz

08:32 Uhr von Olivia59:

"Selbstbestimmte Politik"

Auf taktisch unausgereiftem Fundament, was Steinmeiers öffentlichkeitswirksame Ausladung betrifft.

.

"Ich hoffe man hält es diesmal einfach aus, nicht der von allen geschätzte Liebling zu sein...."

Eine Fehleinschätzung Ihrerseits. Es geht hier nicht um Befindlichkeiten.

Hier gibt es aus dt. Sicht nichts auszuhalten. Und von allen geschätzt ist muss "man" auch nicht zwingend sein.

Viel wichtiger wäre es gewesen, hinter den Vorhang zu agieren und nicht öffentlich die beleidigte Leberwurst zu spielen, dass kann Putin ausnutzen zu  Schaden der Ukraine.

.

"... Selenskyj gibt nachvollziehbarerweise Politikern den Vorzug, die zu einem direkten Eingreifen der NATO tendieren, andere wertet er ab..."

Selenskyj weiß doch selber, dass das Quatsch ist.

Welche der eingeladenen Politiker rufen denn nach der NATO?

Wer glaubt, dass das Eingreifen des westlichen Verteidigungsbündnisses hier angesagt ist, dürfte schon mit einem Fuß in den Abgrund treten.

08:32 Uhr von Olivia59   /…

08:32 Uhr von Olivia59

 

//Selenskyj gibt nachvollziehbarerweise Politikern den Vorzug, die zu einem direkten Eingreifen der NATO tendieren, andere wertet er ab.//

 

Wer tut das denn?    Keiner.

 

Kein einziger Politiker, der in der Ukraine war, will die NATO als Kriegspartei in der Ukraine (kann man den diversen Berichten sehen).

 

Sollten Sie da seriöse Belege für haben - her damit.

 

 

Die ukrainische Absage an Steinmeier...

... ist ein unerlaubter Tiefschlag, den wir "elegant" wegstecken sollten.

D hat tatsächlich allzu  zögerlich reagiert:

Stahlhelme und Raketen aus uralten NVA-Beständen, die teilweise gar nicht mehr einsetzbar waren. Beides lächerlich.

Wichtig ist jetzt nur, dass der Westen weiterhin als Einheit agiert und die Ukraine mit modernen, auch schweren Waffen tatkräftig unterstützt. Hoffentlich ist dies nicht schon zu spät.

Und nun kommt das große Fragezeichen.

Wie reagiert Putin, wenn er erkennt, dass er diesen verachtungswürdigen, brutalen Angriffskrieg nicht gewinnen kann oder gar verliert???

@08:15 Uhr Parsec - schmaler Grar?!?

Die Bundesregierung darf sich keinesfalls unter Druck falsche Entscheidungen treffen hinsichtlich der geplanten und wohldosierten Sanktionen und hinsichtlich möglicher Waffenlieferungen. Wir befinden uns hier auf einem schmalen Grat.

 

  
Nachdem die USA schon klar gemacht hat, dass die USA alle Waffen an die Ukraine liefert bzw. liefern wird, die diese benötigt, gibt es keinen schmalen Grat mehr. 
 

Da viele dieser „geeigneten“ Waffen aber im Arsenal der Europäischen Staaten sind, ist man auf eine Kooperation angewiesen. Deutschland verhält sich eher unkooperativ. Das Ungarn und Bulgarien noch unkooperativer sind, darf kein Maßstab sein. 
 

 

Deutschlands Reputation hat im Westen schwer gelitten und dient anderen Ländern als Argument, selber auch weiter russische Energie zu beziehen. Bsp: Indien.

 

Putin sieht sich ohnehin im Krieg gegen den Westen. Er meint die Ukraine befreien zu müssen von der vom Westen eingesetzten Regierung..

Kluger Schachzug?

Ob die Ausladung des Bundespräsidenten ein kluger Schachzug von Selenskyj ist oder nicht - sofern man denn von Schachzug reden kann - darf bezweifelt werden. Putin jedenfalls wird's freuen, das ist schlimm genug.

Man kann das für unverschämt halten, ebenso die immer drastischer werdenden Äußerungen des ukrainischen Botschafters Melnyk, die allmählich das nötige Augenmaß vermissen lassen. Nichtdestotrotz ist das alles die unausweichliche Folge der jahrzehntelangen Anbiederung der deutschen Regierung(en) an Putin zwecks billiger Energie.

Daß man sich in diesem getäuscht und ihn falsch eingeschätzt habe kann mir niemand erzählen, der zeigte doch schon spätestens seit Tschetschenien sein wahres Gesicht. Und als Dummkopf wird man weder Bundeskanzler noch Minister, man hat sich also sehenden Auges und voller Absicht in diese unerträgliche Abhängigkeit begeben. Ausbaden müssen das vor allem die Menschen in der Ukraine. Daß die nun ihre Schwierigkeiten mit uns haben ist nur logisch.

 

Sehr undiplomatisch

oder einfach nur dreist, wie man sich gegenüber Deutschland schon seit Wochen verhält. Natürlich haben wir uns von Putin einwickelnd lassen und sicher liegen auf der anderen Seite die Nerven vollständig blank. Dennoch reicht es langsam, allein dieser unsägliche Botschafter, der sein Gesicht in jeder Kamera hält und sich in die deutsche Innenpolitik einmischt. Die Ausladung des Bundespräsidenten jetzt ist das I-Tüpfelchen. Bei all dem Leid, dass niemanden kalt läßt, sind diese Störfeuer unnötig und helfen keinem.

@08:42 Uhr von purpleblues

Die Ausladung von Herrn Steinmeier bringt ein Element in die deutsche Politik, das dort nur selten vorkommt: Ein Politiker muß persönliche Konsequenzen für seine Politik in Kauf nehmen.

 

-- 

So sehe ich das auch, da muss der Bundespräsident jetzt mal durch.

Eben keine richtige Politik

Zitat von putzfee02 (08:39 Uhr) : "seit wann müssen sich Politiker aus vorangegangen Regierungen für ihre zu dieser Zeit richtige Politik rechtfertigen und entschuldigen"

Sogar Herr Steinmeier hat bereits eingesehen, daß diese Politik auch zu dieser Zeit eben nicht richtig war und seine Fehler öffentlich benannt. Ihre Suggestivfrage ist daher eine abenteuerliche Verdrehung der Tatsachen.

Und nein, es wäre grundfalsch, wenn Deutschland gegenüber einem eklatanten und ungerechtfertigten Bruch des Völkerrechts gegenüber neutral bliebe, wie die gewissenlosen Gesellen in Indien und China.

Es geht gar nicht dass die…

Es geht gar nicht dass die Ukraine unseren Bundespräsidenten ablehnt und damit uns Deutschen vor den Kopf stösst aber gleichzeitig Waffen von uns will. Der BP hat sich ausdrücklich entschuldigt und auf die Seite der Ukraine gestellt.

Herr Selenski sollte noch mal nachdenken was er macht genauso wie sein Botschafter, auch dessen Auftreten ist grenzwertig. 

 

@08:40 Uhr von Autochon

Wir sind ja auch nicht dazu da die Forderungen der UA bedenkenlos zu erfüllen zumal die noch mit Beleidigungen und moralischem Ballast vorgetragen werden.

selenskij hat Kenntnis von Bildern wie diesen bekommen : „https://www.spiegel.de/politik/deutschland/frank-walter-steinmeier-bund…“ wer die falschen Kumpels hat, den mag man kaum einladen. Nebenher erfüllt D de Forderung von UA nicht mal näherungsweise.    

Die Stimmung könnte kippen

Bisher hat man ja die Forderungen, was Deutschland alles zu tun hat, um der Ukraine zu helfen, ertragen angesichts des großen Leids der Ukrainer. Auch Anklagen, dass alle, die nicht schnell und genug helfen, am Tod vieler Ukrainer schuld sind, kann man in dieser Situation wegstecken. Aber mit der Abweisung unseres Präsidenten hat sich die ukrainische Regierung nun wirklich keinen Gefallen getan. Man mag ja in Kiew verärgert sein, wenn Steinmeier erst vor wenigen Tagen Schweden und Finnland Unterstützung beim schnellen Beitritt in die Nato zusicherte, diese aber nicht der Ukraine zukommen ließ. Dafür gibt es natürlich gute Gründe: Mit neuen Nato- Mitgliedern will man sich keine ungelösten Konflikte in das Bündnis holen. Und ja, Steinmeier war wohl immer sehr Nachsichtig gegenüber Russland, das tut heute weh. Aber haben wir Europäer, Amerikaner, Australier uva. nicht unsere aktuelle Einigkeit als unsere Stärke verstanden? Nun sollte man auf beiden Seiten bedacht handeln.

@08:14 Uhr von Clara Berger

Genau so ist es! Waffen verlangen und unser Staatsoberhaupt ausladen ist ein Tritt auf die Füsse aller Deutschen.

Nicht alles sollte auf offener Bühne ausgetragen werden

13. April 2022 - 08:40 Uhr von Autochon:

"Mag sein selenskij hat Kenntnis von Bildern wie diesen bekommen: ..."

Ich bin davon überzeugt, dass im Hintergrund und fernab von Fundstellen des Internets "Kenntnisse" laufen, die der kleine Forenuser so nicht auffinden wird.

Darstellung: