Kommentare - EU-Außenminister: Keine Einigung über Öl-Embargo gegen Russland

11. April 2022 - 19:52 Uhr

Die EU-Außenminister konnten sich nicht auf ein Öl-Embargo gegen Russland einigen. Vom Tisch sei es aber noch nicht, sagte der EU-Außenbeauftragte Borrell. Er verkündete zudem das vorläufige Ende der praktischen EU-Ausbildungsmission in Mali.

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Kommentare

wir sind uns aber zumindest…

wir sind uns aber zumindest darin einig, dass wir uns in der Frage nicht einig sind und dürfen mal wieder froh sein, dass wir die EU aufgebaut haben. Klar, wieder Typisch EU!

Vor allem, wenn (wie hier) absolut keine Zeit zu verlieren ist.

 

"Heute wird wahrscheinlich die letzte Schlacht sein, da die Munition zur Neige geht", erklärte die 36. Marinebrigade der ukrainischen Streitkräfte auf Facebook. Die Soldaten seien von der russischen Armee "zurückgedrängt" und "umzingelt" worden. Die Eroberung werde "den Tod für einige von uns und Gefangenschaft für den Rest" bedeuten.“

 

Und kann (und muss) verhindert werden. Die ukrainischen Verteidiger brauchen also Munition.

 

Heute, nicht in sechs Wochen (oder Monaten).

Sehr schade

Ich befürworte ein Embargo gegen russisches Öl. Die Gewinnmarge bei Öl soll, so habe ich in einer Reportage gehört, deutlich höher sein als bei Gas.

Der Hinweis auf mangelnde Kapazitäten bei der OPEC ist für mich nicht überzeugend. Öl wird nicht nur von OPEC-Ländern exportiert.

Heißt das, ein Boykott kommt erst wenn der Markt es hergibt ?

Interessant. 
 

Natürlich kann die „OPEC“ die ausfallenden russischen Lieferungen nicht „ersetzen“. Warum sollte sie auch? 
 

 

 

Und das heißt also das Deutschland weiter aus Russland Öl kaufen wird. Wat mut dat mut. 

Das war’s dann wohl mit dem geforderten Gas-Boykott

Eine Einigung beim Boykott russischen Öls wäre gerade noch vorstellbar gewesen. 
 

da das aber nun offenbar in weite Ferne gerückt ist, ist ein Embargo für Gas nun völlig utopisch geworden. 
 

 

Ich habe mich sowieso schon gewundert über die fachliche Qualifikation von Experten die forderten Gas durch Kohle zu ersetzen. Denn das dürfte die 50% der deutschen Haushalte die mit Gas heizen wenig freuen, oder sollen die sich jetzt einen Kohleofen einbauen lassen und die Waschküche freiräumen als zukünftigen Kohlenkeller ? 

Horizontverenggung

Zitat von Nemesis87 (19:59 Uhr) : "... wäre für die deutsche Wirtschaft momentan kontra produktiv."

Wichtig ist nur, daß es der russischen Wirtschaft stärker schadet als der deutschen. Wer ausschließlich mögliche für die deutsche Wirtschaft in den Mittelpunkt der Überlegungen stellt, macht sich zum Komplizen der russischen Aggression.

 

Deutsche Regierung verkündet Gas-Embargo gegen Russland 2027

2027 ...wenn die staatlich finanzierten LNG-Terminals an der Nordseeküste fertiggestellt sein sollen ... Hartmut Mehdorn soll mit der verantwortungsvollen Aufgabe der Umsetzung betraut worden sein .. :-)

@20:01 Uhr von Möbius

Natürlich kann die „OPEC“ die ausfallenden russischen Lieferungen nicht „ersetzen“. Warum sollte sie auch?        

 

Sie dürfen genau einmal raten.

Jetzt müssen alle gegen Putin zusammenhalten

Nur wenn alle Länder bei den Sanktionen gegen diesen Kriegstreiber in Moskau zusammenstehen, macht die tägliche Politik noch einen echten Sinn. Dann wird der 9. Mai Putins Tag der Niederlage.

Ruin

Es gibt immer noch Personen in Europa und Deutschland, die glauben, dass Putin durch ein Öl- und Gasembargo, vom Krieg abhalten wird. Nein, Putin wird eher schmunzeln, wenn sich Deutschland und Europa dadurch wirtschaftlich ruiniert.

Der Laden muss hier weiterlaufen

Wir sollen für Flüchtlinge zahlen (richtigerweise), den Krieg finanzieren, später den Wiederaufbau bezahlen. Nebenbei die Energiewende stemmen, staatlicherseits die Inflation teilweise ausgleichen. Und was weiß ich noch alles in aller Welt bezahlt werden soll.

.

Um das alles zu stemmen, muss der Laden hier am Brummen bleiben. Das geht nicht, wenn wir uns hier selbst den Hahn abdrehen!

.

Abgesehen davon, dass man sich hier den sozialen Frieden in die Haare schmieren kann, wenn unsere eigenen Politiker uns in eine heftige Wirtschaftskrise stürzen.

kein guter Tag

Ein Öl-Embargo ist möglich und es wird ohnehin kommen, denn Russlands Krieg in der Ostukraine wird wahrscheinlich verheerend sein.

 

Das Argument, es würde die Offensive nicht verhindern, geht am Kern vorbei. Der Krieg kann noch lange dauern und je früher das Embargo kommt, umso schwieriger wird es für Russland nach hinten heraus, den Krieg weiterzuführen.

 

Ein weiteres schlechtes Zeichen ist der Abzug aus Mali. Damit wird Russland ein neues Spielfeld eröffnet, wo es viel Einfluss mit wenig Aufwand ausüben kann. in einem Jahr heißt es dann wieder, man bräuchte Russland, um die Probleme in Mali zu lösen ...

 

Der dritte Punkt ist Nehammer - da glaubt immer noch einer an die angeblich besondere Beziehung seines Landes zu Russland.  Nur gut, dass man sich dieser Illusion in GB nicht mehr hingibt. Bei Frankreich und Deutschland bin ich mir nicht sicher, da hält man sich ja zum Teil immer noch für erhaben über die östlichen Nachbarn und Partnern, die man dann gern mal links liegen lässt, um sich im Glanz des ganzen Goldes im Kreml zu sonnen - vielleicht hat man ja doch mehr auf der Welt zu bewegen, als das profane europäische Klein-Klein ... (der letzte Punkt ist sarkastisch).

@19:59 Uhr von Nettie

Vor allem, wenn (wie hier) absolut keine Zeit zu verlieren ist.   "Heute wird wahrscheinlich die letzte Schlacht sein, da die Munition zur Neige geht", erklärte die 36. Marinebrigade der ukrainischen Streitkräfte auf Facebook. Die Soldaten seien von der russischen Armee "zurückgedrängt" und "umzingelt" worden. Die Eroberung werde "den Tod für einige von uns und Gefangenschaft für den Rest" bedeuten.“   Und kann (und muss) verhindert werden. Die ukrainischen Verteidiger brauchen also Munition.   Heute, nicht in sechs Wochen (oder Monaten).

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Ich empfehle Ihnen den gestrigen Bericht im Tagesspiegel. Offenbar gibt das nun doch nix mit dem Sondervermögen für den Verteidigungshaushalt. Zumindest, wenn überhaupt, nur in stark reduzierter Form. Diese Mittel sollten ja auch für die Hilfe an die UKR bestimmt sein. Offenbar ist Herr Scholz wieder zurück gerudert. Verstehen muss ich das nicht. Und es widerspricht auch den Aussagen von Frau Baerbock. Wenn der Bericht im Tagesspiegel zutreffend ist, wäre das schon ziemlich blamabel, wie ich finde. Wer sich inder UKR auf Hilfe aus DEU verlässt, scheint mir ziemlich verlassen. Warum man diesbezügl. so grosse Töne gespuckt hat, bleibt mir ein Rätsel.

@19:59 Uhr von Nettie

Hallo Nettie

 

Vor allem, wenn (wie hier) absolut keine Zeit zu verlieren ist.   "Heute wird wahrscheinlich die letzte Schlacht sein, da die Munition zur Neige geht", erklärte die 36. Marinebrigade der ukrainischen Streitkräfte auf Facebook. Die Soldaten seien von der russischen Armee "zurückgedrängt" und "umzingelt" worden. Die Eroberung werde "den Tod für einige von uns und Gefangenschaft für den Rest" bedeuten.“   Und kann (und muss) verhindert werden. Die ukrainischen Verteidiger brauchen also Munition.   Heute, nicht in sechs Wochen (oder Monaten).

 

Es geht ja wohl um den Mangel an Munition vor Ort.

Wie wollen Sie die Munition dort hinbringen, wenn die Truppenteile umzingelt sind?

 

Ein Öl- und Gasembargo hätte in vielen

europäischen Staaten erhebliche Energiepreissteigerungen für Privatpersonen und der Wirtschaft zur Folge. Durch die einsetzende Rezession würden viele arbeitslos und der Lebensstandard der breiten Mehrheit sinken. Bei den nächsten Wahlen würden vermutlich viele Mitbürger aus Frust rechtsradikale Parteien (also die Freunde Putins) wählen. Wem wäre damit letztlich gedient ?

Solidarität am Ende

So lange Solidarität mich weh tut, ist ja alles einfach. Da können wir alle sehr betroffen tun. Wenn es ans Tempolimit geht, hört der Spaß aber auf. Benzinsparen für Menschenrechte? Nein Danke!

Auch beim Gas stellt sich eine ähnliche Frage, wir wären nichtmal bereit im nächsten Winter die Heizung auf 20 Grad zu reduzieren. Geht nicht.

Was wäre der Aufschrei groß, wenn man in den Altenheimen die Temperatur reduzieren würde.

Es ist zu herrlich. Wir geben der Politik die Schuld, aber wir alle wollen billige Energie. Die Suv Made in Germany fahren nicht mit Luft.

Merkel hat  das gemacht, was wir wollten. Billigenergie und Stopp der ach so schlimmen Regenerativen Kraftwerke , weil kostet ja 4 Cent pro Kilowattstunde.

Jetzt wird gejammert. Und die Solidarität ist eben nicht vollumfänglich. Wirds unbequem... Ist sie schnell zu Ende.

Dabei ist das nur der Anfang, der Klimawandel hat nichtmal begonnen. 

@20:08 Uhr von Möbius

Ich habe mich sowieso schon gewundert über [...] Experten die forderten Gas durch Kohle zu ersetzen.

 

Können Sie da mal einen nennen?

@20:08 Uhr von Möbius

Ich habe mich sowieso schon gewundert über die fachliche Qualifikation von Experten die forderten Gas durch Kohle zu ersetzen. 

 

Wie immer haben Sie natürlich recht und auch als einziger den Überblick.

 

Leute wie Hartmut Spliethoff vom Lehrstuhl für Energiesysteme der TU München oder Uwe Stoll, der technisch-wissenschaftliche Geschäftsführer der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit zum Beispiel … alles Anfänger gegen einen Möbius.

 

Es wird Zeit

dass endlich mal "Nägel mit Köpfen" gemacht werden.

Eine Wohnung, ein Haus muss nicht mit 25°C geheizt werden, soweit man den Aussagen von Teilen der Bevölkerung glauben darf!?

Wenn das Embargo endlich mal aufgegleist werden würde, dann währe der Angriffskrieg schneller zu ENDE!

Da werden ja jetzt schon Anserbaidschaner geholt weil die PUTIN Armee Unfähig ist!

@20:15 Uhr von Diabolo2704

Zitat von Nemesis87 (19:59 Uhr) : "... wäre für die deutsche Wirtschaft momentan kontra produktiv." Wichtig ist nur, daß es der russischen Wirtschaft stärker schadet als der deutschen. Wer ausschließlich mögliche für die deutsche Wirtschaft in den Mittelpunkt der Überlegungen stellt, macht sich zum Komplizen der russischen Aggression.  

Erstens stellt keiner die deutsche Wirtschaft in den alleinigen Mittelpunkt und zweitens erleidet die deutsche Wirtschaft schon jetzt erhebliche Schäden. Im übrigen gibt es weiterhin die Ansicht, dass Deutschland auch die Auswirkungen im Rest der EU ausgleicht. Manche leben anscheinend in einer Phantasiewelt, wo man das Geld einfach druckt.

@20:25 Uhr von M. Höffling

Wir sollen für Flüchtlinge zahlen (richtigerweise), den Krieg finanzieren, später den Wiederaufbau bezahlen. Nebenbei die Energiewende stemmen, staatlicherseits die Inflation teilweise ausgleichen. Und was weiß ich noch alles in aller Welt bezahlt werden soll. . Um das alles zu stemmen, muss der Laden hier am Brummen bleiben. Das geht nicht, wenn wir uns hier selbst den Hahn abdrehen! . Abgesehen davon, dass man sich hier den sozialen Frieden in die Haare schmieren kann, wenn unsere eigenen Politiker uns in eine heftige Wirtschaftskrise stürzen.

Diese Analyse mag zwar vielen nicht gefallen, ab eindeutig zutreffen.

Ende

Gut das dieser Einsatz jetzt hoffenlich für immer zu Ende ist.
Afganistan hat gezeigt vohin sowas führen kann.

@20:08 Uhr von Möbius

 

 

oder sollen die sich jetzt einen Kohleofen einbauen lassen und die Waschküche freiräumen als zukünftigen Kohlenkeller ?

 

 geht es nicht auch um ein Kohleembargo aus Russland

also ist mit Kohleheizen auch nichts mehr

 

OPEC+ (inkl. Russland,…

OPEC+ (inkl. Russland, Kasachstan, Mexiko, Oman) fördern ca. 50 % der weltweiten Erdölproduktion. Vielleicht sollte man einfach mal bei anderen anfragen.

@20:24 Uhr von DerOstbayer

Es gibt immer noch Personen in Europa und Deutschland, die glauben, dass Putin durch ein Öl- und Gasembargo, vom Krieg abhalten wird. Nein, Putin wird eher schmunzeln, wenn sich Deutschland und Europa dadurch wirtschaftlich ruiniert.

 

Europa, insbesondere Deutschland, hat eine diversifizierte Wirtschaft. Es ist nicht so einseitig auf den Export - respektive Import - von fossilen Kohlenwasserstoffen angewiesen. Daher wird ein Embargo auch nur einzelne Wirtschaftszweige treffen, während es in Russland den Kern der Wirtschaft trifft.

Bundeskanzler Scholz kann Führung nicht

zu lasch, zu lau, zu zögerlich. Für solche Krisen ist dieser Mann nicht gemacht. Hier wäre Deutschlands Führung gefragt, gemeinsam mit Frankreich. Aber Scholz gefällt sich in seiner trantüddeligen Art, alles "bedächtig" und immer "schön langsam" und "kommod" angehen zu wollen. So wie er spricht, so handelt er leider auch - nämlich zu langsam und nicht entschlossen. Schade. Nach Merkel hätte es eine Chance gegeben, Deutschlands Ansehen wieder nach vorn zu bringen. Scholz ist gescheitert. Auf ganzer Linie. Selbst die Grünen (Annalena Baerbock) musste Scholz zum jagen tragen - aber auch das perlt an diesem Scholz ab.

 

Das Ansehen Deutschlands unter Scholz und zuvor Merkel leidet massiv. Was die SPD mit ihrem Marketing-Framing "Zeitenwende" ständig wiederholt, ist letztlich eine Luftnummer. Die 100 Mrd. Euro dienen einer zugesagten Selbstverständlichkeit - die Bundeswehr wieder in den Status einer Armee zu versetzen. Wenn auch immer noch eine Mini-Armee.

Ich frage mich, was würde Deutschland sagen, wenn die BASF in Italien oder Griechenland liegen würde? Dann wäre das Gas-Embargo und das Öl-Embargo schon längst da.

Scholz und Lambrecht (die in diesen Tagen sogar wieder über Abrüstung öffentlich auf SPD-Veranstaltungen fabuliert) haben wirklich nichts begriffen. Garnichts. Ginge es nur um Deutschland, wäre es verkraftbar - aber es geht um Menschen, die JETZT in der Ukraine vergewaltigt, gefoltert, ermordet werden. JETZT, Herr Scholz, JETZT, liebe SPD. JETZT!

@19:59 Uhr von Nemesis87

Ein embargo gegen Öl und Gas aus Russland wäre für die deutsche Wirtschaft momentan kontra produktiv. 

Das können Sie doch kaum abschliesend wissen. Was der Angriffkrieg der russischen Soldaten für Frauen und Kinder hat erleben wir jetzt seit 49 Tagen.

@20:27 Uhr von w120

 

 

Es geht ja wohl um den Mangel an Munition vor Ort. Wie wollen Sie die Munition dort hinbringen, wenn die Truppenteile umzingelt sind?

 

 

keine Angst

im Gegensatz zu Hilfsgütern wie Nahrung und Medizin finden Waffen immer einen Weg

Der ukrainische Präsident hat vollkommen recht.

Deutschland, Mitteleuropa und der EU geht es nicht nur primär, sondern ausschliesslich um "Wirtschaft, Wirtschaft, Wirtschaft"

Mit anderen Worten "Wohlstandserhalt, Wohlstandserhalt", wenn schon nicht Wachstum, Wachstum.

Konzerne, wie z.B. BMW sind extrem verlogen und wie schon ihr Leben lang nur kurzfristig Profit orientiert, wenn sie jetzt in Ungarn ein neues Werk bauen Um Billigarbeitskräfte in Osteuropa anzulocken, aber mit ihren Luxuskarossen in Russland, China und Asien noch die 200-400 Millionen besonders wohlhabenden Bürger versorgen zu können mit modernen BMW.

Hierzulande wird natürlich weiterhin niemand Verzicht üben, sondern wie immer der Wegwerfgesellschaft frönen. Wirtschaft, Wachstum, Wohlstand, Wirtschaft ...

 

Hoffentlich

Hoffentlich kommen unsere und die Politiker der EU endlich wieder zur Vernunft. So verabscheungswürdig Kriege "ausnahmslos" sind wer hat ihnen denn den Auftrag gegeben mit ihren Sanktionskriegen uns als Privatpersonen und die gesamte Wirtschaft derart zu beschädigen? An die Menschen in den ärmeren Regionen der Welt darf man dabei garnicht denken. Die USA machen das clever sie erklären den Staatsfeind Venezuela den man gerade noch am liebsten vernichtet hätte zum Freund und kaufen dort ihr Öl das ihnen aus Russland fehlt ein. Da macht man sich schon Gedanken zu fragen warum ist dieser Krieg überhaupt entstanden ? 

Weiter Blutgeld

für Putin?

Okay, Wirtschaft ist wichtiger als Sicherheit im Westen und Menschenleben in der Ukraine

@20:24 Uhr von DerOstbayer

Es gibt immer noch Personen in Europa und Deutschland, die glauben, dass Putin durch ein Öl- und Gasembargo, vom Krieg abhalten wird. Nein, Putin wird eher schmunzeln, wenn sich Deutschland und Europa dadurch wirtschaftlich ruiniert.

Und was machen wir jetzt sofort um das morden der russischen Soldaten an Frauen und Kindern zu beenden?

Öl-Embargo gegen Russland?

Man muss einfach klar sagen, dass für Russland ein Energie-Embargo weniger schädlich ist (verkauft seine Energie bspw. mehr nach China), als für EU/Deutschland.

.

Die EU- Außenminister haben vielleicht mehr Angst wegen einem Bumerang-Effekt, dass dadurch die Zahl der Arbeitslosen in der EU drastisch steigen wird, weshalb sie uneinig sind.

.

 

 

 

 

@20:26 Uhr von Phonomatic

Ein Öl-Embargo ist möglich und es wird ohnehin kommen, denn Russlands Krieg in der Ostukraine wird wahrscheinlich verheerend sein.   Das Argument, es würde die Offensive nicht verhindern, geht am Kern vorbei. Der Krieg kann noch lange dauern und je früher das Embargo kommt, umso schwieriger wird es für Russland nach hinten heraus, den Krieg weiterzuführen.   Ein weiteres schlechtes Zeichen ist der Abzug aus Mali. Damit wird Russland ein neues Spielfeld eröffnet, wo es viel Einfluss mit wenig Aufwand ausüben kann. in einem Jahr heißt es dann wieder, man bräuchte Russland, um die Probleme in Mali zu lösen ...   Der dritte Punkt ist Nehammer - da glaubt immer noch einer an die angeblich besondere Beziehung seines Landes zu Russland.  Nur gut, dass man sich dieser Illusion in GB nicht mehr hingibt. Bei Frankreich und Deutschland bin ich mir nicht sicher, da hält man sich ja zum Teil immer noch für erhaben über die östlichen Nachbarn und Partnern, die man dann gern mal links liegen lässt, um sich im Glanz des ganzen Goldes im Kreml zu sonnen - vielleicht hat man ja doch mehr auf der Welt zu bewegen, als das profane europäische Klein-Klein ... (der letzte Punkt ist sarkastisch).

Wie der Tag wird, können wir nur sehr eingeschränkt beeinflussen. Ein Energieembargo können wir uns jetzt noch nicht leisten (ggf. stufenweise in ein paar Monaten bis 1-2 Jahren). Die Kriege in der Welt können wir nicht verhindern, solange westliche Demokratien in der Welt in der Minderheit sind. Dies mag für manche Menschen schwer zu ertragen sein, es ist aber Realität.

@20:26 Uhr von Phonomatic

 

Ein Öl-Embargo ist möglich und es wird ohnehin kommen, denn Russlands Krieg in der Ostukraine wird wahrscheinlich verheerend sein.

 

Erstaunlich eigentlich

dort leben viele Russen (zumindest russischsprachig)

da hat der Putin gehofft die würden sich freuen dass er kommt

wenn man denen jetzt auch noch die Häuser zusammenschießt

wird sich die Begeisterung in engen Grenzen halten

@20:43 Uhr von hallo1

Erstaunlich eigentlich dort leben viele Russen (zumindest russischsprachig) da hat der Putin gehofft die würden sich freuen dass er kommt wenn man denen jetzt auch noch die Häuser zusammenschießt wird sich die Begeisterung in engen Grenzen halten

 

Die sind ihm doch egal. Schauen Sie sich an, was ihm seine eigenen Staatsbürger wert sind: Jubeln oder Knast.

@20:38 Uhr von Eislöwe

 

 

Ich frage mich, was würde Deutschland sagen, wenn die BASF in Italien oder Griechenland liegen würde? Dann wäre das Gas-Embargo und das Öl-Embargo schon längst da.

 

haben sie sich schon gefragt,

wäre der Konflikt nicht in der Ukraine (vor unserer Haustür)

sondern irgendwo im Kongo

was wäre dann mit unserem Interesse

gäbe es dann auch jeden Abend 2 Sondersendungen darüber ?

Hintergrundinfos....

Das Gas-Embargo ist nachweislich verkraftbar. Auch für Deutschland. "Sicherheitshalber" ist ein hochkarätig besetzter Pod-Cast, der das ganze fundiert und wissenschaftlich begleitet. Es ist eben eine Mär zu behaupten, ein Öl- und Gas-Embargo wäre nicht handelbar für uns.

Hintergrund: der BASF-Vorstandschef Martin Brudermüller, sitzt bei den Grünen mit am Tisch, im sogenannten "Wirtschaftsrat" der Grünen. Dieser Herr zeichnete sich für Nordstream 1 & 2 verantwortlich. Für den Verkauf des größten Gasspeichers an die Russen um im Gegenzug Gasfelder in Sibirien zu sichern. Die FAZ hat unlängst einen guten Hintergrundbericht dazu geliefert. Und dieser Mann bedient den völlig überzogenen Alarmismus, den ernsthafte Wissenschaftler weltweit so nicht teilen, aber Herr Habeck nicht müde wird zu verbreiten.

Fazit: Unter der aktuellen Regierung hat Putin leider das gleiche, leichte Spiel, wie unter der vorherigen Regierung. Leiden müssen darunter zigtausend ungezählte Opfer in der Ukraine. Shame!

@20:43 Uhr von DerOstbayer

Ein Energieembargo können wir uns jetzt noch nicht leisten (ggf. stufenweise in ein paar Monaten bis 1-2 Jahren).

 

Ja. fangen wird baldigst mit dem Öl an. Gas können wir zunächst nur reduzieren, das ist mir klar. Will ich auch nicht bestreiten.

 

Die Kriege in der Welt können wir nicht verhindern [...]

 

Wir können Russlands Fähigkeit zu einer anhaltenden Kriegsführung empfindlich beeinflussen.

@20:46 Uhr von Phonomatic

 

Die sind ihm doch egal. Schauen Sie sich an, was ihm seine eigenen Staatsbürger wert sind: Jubeln oder Knast.

 

wenn man es von der Seite betrachtet

da könnten sie wohl auch wieder Recht haben

Preissteigerungen inakzeptable

Niedrigzinspolitik hat Zocker und Superreichen Extraprofite gebracht und dem kleinen Sparer Verluste eingebracht. Die Geldschwrmme bringt jetzt Mega Inflation. 

Coronapolitik hat Produktionslücken und Mangelwirtsvhaft verursacht. Das lückenhafte Angebot trifft nach Corona auf große Nachfrage. Die Preise Steigen. 

Sanktionen und Handelsbeschränkungen sowie Zölle treiben die Inflation weiter. Die Menschen brauchen aber deutlich gesteigerte Kaufkraft um die teuren Preise zahlen zu können. Durch Politiker verursachte  Preissteigerungen sind inakzeptabel.

@20:32 Uhr von MotoFan

"dass endlich mal "Nägel mit Köpfen" gemacht werden. Eine Wohnung, ein Haus muss nicht mit 25°C geheizt werden, soweit man den Aussagen von Teilen der Bevölkerung glauben darf!? Wenn das Embargo endlich mal aufgegleist werden würde, dann währe der Angriffskrieg schneller zu ENDE! Da werden ja jetzt schon Anserbaidschaner geholt weil die PUTIN Armee Unfähig ist!'

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Ich glaube kaum das hier in Deutschland die Häuser noch auf 25 °C geheitz werden. Auch wenn es für sie vieleicht komisch klingen mag aber bei einem Energie Embargo gegen Russland würden in Europa in 2 Wochen sämtliche Lichter ausgehen und es würde den Krieg um keinen Tag verkürzen. Den Weizen den die EU nicht mehr in Russland kauft hat China noch am selben Tag aufgekauft. Das selbe würde mit Öl und Gas passieren. Was Deutschland von den Russen übrigens zu Preisen von 30% unter Markwert bekommt. Deutschland ist nunmal ein Industrieland ohne Rohstoffe und im Moment importieren wir das meiste aus Russland. 

Wo ist die Eigenverantwortlichkeit der jeweiligen EU-Staaten ...

... geblieben ? Die EU-Staaten, die kein mehr aus dem Putin-Staat beziehen, müssen das jetzt schnell lauthals in der Öffentlichkeit kundtun. Das motiviert dann auch andere EU-Staaten (z.B. Deutschland).
Und das die OPEC nicht die zu erwartenen Öl-AusfalllLieferungen aus dem Putin-Staat nicht kompensieren können, interessiert gar nicht.
Es gibt auch noch andere Staaten, die Öl liefern.
Beim Bolsenaro-Staat verbietet sich die Öl-Order für Deutschland ganz von selber ...

@20:46 Uhr von hallo1

wäre der Konflikt nicht in der Ukraine (vor unserer Haustür) sondern irgendwo im Kongo was wäre dann mit unserem Interesse gäbe es dann auch jeden Abend 2 Sondersendungen darüber ?

 

Gibt es denn im Kongo jeden Abend zwei Sondersendungen über den Krieg in der Ukraine?

 

Und leider muss man - bedauerlicherweise! - dann auch fragen, welche größere Friedensordnung von einem Konflikt im Kongo eigentlich betroffen wäre? Ich persönlich würde es dem afrikanischen Kontinent schon sehr wünschen, zu einer Friedensordnung zu finden, die sich in eine internationale Ordnung einfügt.

Mal eine Frage!

Wann hat ein Embargo jemals was Gebracht außer das Geschäftemacher sich eine Goldene Nase verdient haben!

Mit Kuba hat es nicht funktioniert, nur die Bevölkerung hat gelitten.

Beim Kim leiden auch nur die Menschen, den juckt es nicht.

Beim Iran war es auch nicht anders.

Kann mir also jemand sagen, wo es mal funktioniert hat?

 

@20:18 Uhr von Thomas D.

Natürlich kann die „OPEC“ die ausfallenden russischen Lieferungen nicht „ersetzen“. Warum sollte sie auch?           Sie dürfen genau einmal raten.

 

Da bin ich aber gespannt. Gäbe es das OPEC Kartell nicht, wäre Benzin so billig das wohl 96% des Preises an der Zapfsäule aus diversen Abgaben an den deutschen Staat bestehen würde ... 

Die deutsche Einsatztruppe aus Mali muss jetzt schnell ...

 ... in die Ukraine verlegt werden, damit dort die die russische Söldnergruppe Wagner (offensichtlich faschistisch tüchtig angehaucht) nieder machen kann.
Hierzu bedarf es jede Menge Waffen und jede Menge Muntion und auch schwere Geschütze und Panzer und Abwehrraketen, über welche die deutsche Einsatztruppe aus Mali verfügen müsste.
Die Bundesverteitigungsministerin muss das jetzt alles schnell klären.

@20:54 Uhr von heribix

 

Den Weizen den die EU nicht mehr in Russland kauft hat China noch am selben Tag aufgekauft. Das selbe würde mit Öl und Gas passieren. Was Deutschland von den Russen übrigens zu Preisen von 30% unter Markwert bekommt. Deutschland ist nunmal ein Industrieland ohne Rohstoffe und im Moment importieren wir das meiste aus Russland.

 

 

aber sie wissen schon wie es mit dem Selbstversorgungsgrad in Deutschland/EU aussieht

also Getreide brauchen wir keines und Kartoffeln auch nicht

@20:56 Uhr von Emil67

Beim Kim leiden auch nur die Menschen, den juckt es nicht. Beim Iran war es auch nicht anders.

 

Sowohl in NK als letztlich auch im Iran sind die Sanktionen eine Grundlage, auf der es möglich ist, die Weiterverbreitung von Nuklear- und Raketentechnologie einzudämmen.

@20:39 Uhr von WM-Kasparov-Fan

Konzerne, wie z.B. BMW sind extrem verlogen und wie schon ihr Leben lang nur kurzfristig Profit orientiert, wenn sie jetzt in Ungarn ein neues Werk bauen Um Billigarbeitskräfte in Osteuropa anzulocken, aber mit ihren Luxuskarossen in Russland, China und Asien noch die 200-400 Millionen besonders wohlhabenden Bürger versorgen zu können mit modernen BMW.

Und was genau soll daran "verlogen" sein?

Wunschdenken

Zitat von Möbius (20:08 Uhr) : "Boykott russischen Öls  (...)  aber nun offenbar in weite Ferne gerückt ist"

Ihre Vorstellung von "weiter Ferne" ist sehr eigenwillig. Nicht alles, was an einem späteren Zeitpunkt als übermorgen eintritt, ist damit gleich in "weiter Ferne". Die Verhängung von Embargos ist ein dynamischer Prozess und leider tritt Deutschland zumeist in schändlich bremsender Funktion auf. Dennoch wird das Öl-Embargo früher kommen, als Ihnen lieb ist.

Ihre Prognosen dazu, was hinsichtlich des russichen Krieges gegen die Ukraine alles nicht passieren wird, haben sich in der Vergangenheit als praktisch immer falsch erwiesen. Ich sehe keinen vernünftigen Grund anzunehmen, daß es diesmal anders sein wird.

@20:56 Uhr von Emil67 - Mal ne Antwort

Wann hat ein Embargo jemals was Gebracht außer das Geschäftemacher sich eine Goldene Nase verdient haben!

 

Das wissen wir allesamt nicht, weil es noch niemals in der Geschichte - nach dem 2. Weltkrieg - so umfassende Sanktionen gab. Nirgendwo. Bisher waren es immer nur keine Piekser in eine Woodoo-Puppe.

Die jetzigen Sanktionen aber, die noch lange nicht ausreichend sind (es fehlten Gas-Öl, alle Banken, alle Politiker und Wirtschaftsmanager) - sind die bisher weltweit größten Sanktionen der Geschichte. Jeder Vergleich mit anderen Sanktionen muss also scheitern, weil's nicht vergleichbar ist.

@20:37 Uhr von hallo1

    oder sollen die sich jetzt einen Kohleofen einbauen lassen und die Waschküche freiräumen als zukünftigen Kohlenkeller ?    geht es nicht auch um ein Kohleembargo aus Russland also ist mit Kohleheizen auch nichts mehr  

 

Doch, doch! Die Kohle kommt aber jetzt aus Australien vom anderen Ende der Welt sozusagen. Nicht ganz billig. Und natürlich vom größten Produzenten: China. Man findet das in Peking voll gut das VW in China jetzt mehr Kabelbäume fertigen lässt und Deutschland Kohle kauft bzw BASF seine Fertigung ausbaut. So kann es aus Sicht Pekings weitergehen ... 

@20:08 Uhr von Möbius

Eine Einigung beim Boykott russischen Öls wäre gerade noch vorstellbar gewesen.    da das aber nun offenbar in weite Ferne gerückt ist, ist ein Embargo für Gas nun völlig utopisch geworden.      Ich habe mich sowieso schon gewundert über die fachliche Qualifikation von Experten die forderten Gas durch Kohle zu ersetzen. Denn das dürfte die 50% der deutschen Haushalte die mit Gas heizen wenig freuen, oder sollen die sich jetzt einen Kohleofen einbauen lassen und die Waschküche freiräumen als zukünftigen Kohlenkeller ? 

>>>Ich hoffe ja, das mit den Flüchtlingen aus der Ukraine viele Klempner kommen, um die Heizungen in Deutschland um zu rüsten. Unsere GWI kommen ja jetzt schon mit ihren Aufträgen nicht hinterher und müssen auch noch die Mehrkosten auf die Kunden umlegen. Ich frage mich schon seit langem, wer verdient eigentlich an diesem Krieg?<<<

@20:48 Uhr von Eislöwe

Das Gas-Embargo ist nachweislich verkraftbar. Auch für Deutschland. "Sicherheitshalber" ist ein hochkarätig besetzter Pod-Cast, der das ganze fundiert und wissenschaftlich begleitet. Es ist eben eine Mär zu behaupten, ein Öl- und Gas-Embargo wäre nicht handelbar für uns. Hintergrund: der BASF-Vorstandschef Martin Brudermüller, sitzt bei den Grünen mit am Tisch, im sogenannten "Wirtschaftsrat" der Grünen. Dieser Herr zeichnete sich für Nordstream 1 & 2 verantwortlich. Für den Verkauf des größten Gasspeichers an die Russen um im Gegenzug Gasfelder in Sibirien zu sichern. Die FAZ hat unlängst einen guten Hintergrundbericht dazu geliefert. Und dieser Mann bedient den völlig überzogenen Alarmismus, den ernsthafte Wissenschaftler weltweit so nicht teilen, aber Herr Habeck nicht müde wird zu verbreiten. Fazit: Unter der aktuellen Regierung hat Putin leider das gleiche, leichte Spiel, wie unter der vorherigen Regierung. Leiden müssen darunter zigtausend ungezählte Opfer in der Ukraine. Shame!

Zusatzinfo, einfach mal Wintershall googeln.

@20:56 Uhr von Phonomatic

 

da haben sie sicherlich Recht

darum ging es in meinem Beitrag nicht

nur um das Interesse hierzulande

 

 

 

@20:56 Uhr von Phonomatic

"...  Gibt es denn im Kongo jeden Abend zwei Sondersendungen über den Krieg ... " <- Richtig ! Es gibt nicht nur die Ukraine !
Leider ist die Berichterstattung der Medien sehr lau, wenn es um die aussenpolitische und millitärische Situation in Afrika geht.
Wie bekannt sein müsste, ist hier insbesondere die USA, GB, FR, Deutschland, und auch andere EU-Staaten millitärisch wie aussenpolitisch aktiv. Es geht so wie fast immer um Rohstoffe und die billige Ausbeute für die v.g. Staaten,
Auf der anderen Seite ist China und Russland, und z.T. deren Verbündete tüchtig in den afrikanischen Staaten unterwegs. Und was die - Kosten günstige - Ausbeute der Rohstoffe angeht, ist China und Russland und deren Verbündete keineswegs besser.

@20:43 Uhr von morgentau19

Man muss einfach klar sagen, dass für Russland ein Energie-Embargo weniger schädlich ist (verkauft seine Energie bspw. mehr nach China), als für EU/Deutschland.

 

Ich frage mal doof: China kauft von Russland soundsoviel Öl um seinen Bedarf zu decken.

 

Russland kann irgendwann wegen eines Embargos nichts mehr an die EU verkaufen.

 

Warum, bitte, sollte China diese Fehlmenge jetzt abnehmen? Es braucht sie doch gar nicht.

 

 

Surreale Horrorszenarien

Zitat von DerOstbayer (20:24 Uhr) "wenn sich Deutschland und Europa dadurch wirtschaftlich ruiniert."

Aber klar. Wenn es schon nicht der Dritte Weltkrieg einschließlich sofortigem nuklearen Weltuntergang ist, den man wegen der Unterstützung der Ukraine als Katastrophenprophezeihung an die Wand malt, dann doch zumindest den wirtschaftlichen Totalruin. In meinen Augen alles bloß billigste Angstmache zur Förderung russischer Interessen.

Und da es sich bei Deutschland und Europa um eine Mehrzahl handelt, wäre für das Verb nicht der Singular angemessen.

Starke Sanktionen

Viel wurde darüber gesprochen, wahlweise die russischen Oligarchen, die politische oder die akademische Elite (in Moskau) gezielt mit Sanktionen zu treffen, um Putin unter Druck zu setzen - mit der Hoffnung, dies möge zu einem Ende seines Regimes führen.

 

Ich halte das für eine Fehleinschätzung. Putin sitzt fest im Sattel, er kontrolliert das Volk mit den Medien und der Nationalgarde sowie seine Eliten mit dem Geheimdienst. Dieses Spiel beherrscht er virtuos und in dem wird es auch nicht einfach irgendeinen Nachfolger geben, es ist an ihn als Person gebunden. Selbst wenn Putin in der Ukraine eine Niederlage einstecken muss, wird er sich an der Spitze Russlands behaupten.

 

Daher ist es leider so, dass wir mit den Sanktionen, neben den Eliten auch die normale Bevölkerung treffen müssen. Die Familien der Soldaten, die in der Ukraine kämpfen. Denn wenn die Familien zuhause Not leiden, bricht das die Moral der Streitkräfte und macht den Krieg für Putin unmöglich. Zugleich muss der militärische Druck durch wirklich substantielle Waffenlieferungen aufrecht erhalten werden.

Die clevere Strategie führt in Stufen weg von russischen

 

fossilen Brennstoffen, aber bringt sich nicht selbst in die Bredouille. Die EU verzichtet bislang auf Harakiri-Aktionismus und Importstopps, dafür ist die Abkehr von russischem Öl und Gas umso nachhaltiger. Wenn der Tipping Point erreicht ist, gibt es kein zurück mehr zu großem Volumen von russischen Energielieferungen

 

1. die kontinuierliche Reduktion der Einkaufsmengen  beider fossiler Energieträger beginnt jetzt schon

2. die Diversifikation der Bezugsquellen ist bereits am Start.

3. Mit dem Aufbau von mobilen und stationären LNG-Terminals wird der Gasbezug auf neue Grundlagen gestellt

4. Parallel wird der Ausbau der Erneuerbaren vorangetrieben.

 

Die Wirkung dieser Punkte setzt für Russland nicht erst in 3-4 Jahren sondern sofort ein. Inbesondere die Rendite-Kalkulationen und Finanzierung von Investitionen werden in einem Markt mit fallenden Umsätzen und schwindenden Margen schwieriger.

 

Schwere Waffen für die Ukraine

Die Lieferungen aus der Slowakei und GB können erst der Anfang sein. Die ukrainischen Streitkräfte müssen in die Lage versetzt werden, die russischen Streitkräfte zu schlagen.

 

Niemand kann sich wünschen, dass Russland mit einem ungerechtfertigten und rücksichtslos geführten Krieg Erfolge erzielt, auch wenn es nur Teilerfolge sind - denn diese werden Russland nur dazu veranlassen, seine militärischen Planungen anzupassen, nicht aber von seinen strategischen Zielen abzulassen. Lassen wir das zu, wird der Krieg nur verschoben, um später umso heftiger geführt zu werden. Es mahnt uns das Jahr 2014.

 

Die Ukraine muss in die Lage versetzt werden, die bereits von Russland besetzten Gebiete zu befreien. Wir wissen aus Boutcha, Irpin und Borodjanka wie die akute Besetzung aussieht und wir wissen aus dem HRW-Report, wie das Leben in "Volksrepubliken" aussieht, die von Russlands Militärgeheimdienst gegründet, unterhalten und instrumentalisiert werden. Eine brutale und ausbeuterische Diktatur einer Minderheit in einem völkisch-nationalistischem Wahn, vor deren Willkür niemand sicher sein kann.

 

Die Menschen in der Ukraine haben in Frieden gelebt, bis die Russen kamen. Niemals wäre es ihnen eingefallen, Russland anzugreifen ...

Die Bevölkerung

Zitat von Emil67 (20:56 Uhr) : "nur die Bevölkerung hat gelitten."

Die russische Bevölkerung stimmt mehrheitlich dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg und verdient es deswegen nicht, ungeschoren zu bleiben. Durch die Zustimmung der Bevölkerung zum eklatanten Rechtsbruch wurde aus dem Krieg des Unterhosenvergifters der Krieg Russlands.

Das Regime in Moskau wäre ohne Tausende kriminelle Mittäter und willfährige Mitläufer nicht möglich.

@20:56 Uhr von Emil67

"... Wann hat ein Embargo jemals was Gebracht ... Kann mir also jemand sagen, wo es mal funktioniert hat ... " <- Antwort : Immer. Es ist eine Frage der Zeit.
Das liegt daran, dass ein Empargo auch die Zivilbevölkerung treffen soll, und zwar deswegen, weil so die Unzufriedenheit im jeweiligen Land tüchtig gesteigert werden kann. Das führt früher oder später zu Demonstrationen und Aufbegehren der Bevölkerung gg die politische wie wirtschaftliche Oberschicht (die auf der Sahne schwimmt).
Am Ende ist es fast immer so, dass die Länder, welche das Embargo praktizierten, dann auch wieder billig und Kosten günstig an die Rohstoffe kamen - und genau darum geht es fast immer - .

Putin treffen

Schade, dass das sofortige Erdöl Embargo keine Mehrheit hat, denn das würde Putin hart treffen. Und ich finde es wichtig, Putin hart zu treffen. Sehr hart.

Keine Metallteile mehr

Die EU hat ein Embargo verhängt gegen Stahlimporte aus Russland. Kurioserweise leidet darunter nicht nur die Deutsche Bahn, sondern auch die deutsche Rüstungsindustrie die sich zwar vor Aufträgen aus der Ukraine kaum retten kann, aber nicht liefern kann ... wegen Materialknappheit ... deshalb haben die Rüstungsmanager ja die schlaue Idee das die Bundeswehr auch ihr letztes noch funktionierendes Equipment abgibt das dann von 2025 an (großes Managerehrenwort!) ersetzt werden soll :-) 

 

Warum fragen die Ukrainer nicht mal bei den Franzosen an? Oder bei den Amerikanern, vielleicht können die ja den einen oder anderen Flugzeugträger entbehren ? 

@20:15 Uhr von Diabolo2704

Zitat von Nemesis87 (19:59 Uhr) : "... wäre für die deutsche Wirtschaft momentan kontra produktiv." Wichtig ist nur, daß es der russischen Wirtschaft stärker schadet als der deutschen. Wer ausschließlich mögliche für die deutsche Wirtschaft in den Mittelpunkt der Überlegungen stellt, macht sich zum Komplizen der russischen Aggression.  

>>>Ein schlauer Philosoph schrieb bereits vor über 200 Jahren " Im Mittelpunkt des Kapitalismus, steht nicht der Mensch, sondern der Profit"  Das hat damals schon Siemens interessiert, als er Zünder für die Anglo-Amerikanischen Bomben lieferte oder die US-Ölkonzerne, welche Diesel an die deutsche Wehrmacht im 2. WK lieferte. ES ist schon lange her, aber die Geschäfte der Profiteure sind geblieben. Aber das ganze Sanktionieren schadet nicht nur Russland sondern auch die EU, aber wer ist bloß der lachende Dritte? <<<

@20:08 Uhr von Möbius

Eine Einigung beim Boykott russischen Öls wäre gerade noch vorstellbar gewesen.    da das aber nun offenbar in weite Ferne gerückt ist, ist ein Embargo für Gas nun völlig utopisch geworden.      Ich habe mich sowieso schon gewundert über die fachliche Qualifikation von Experten die forderten Gas durch Kohle zu ersetzen. Denn das dürfte die 50% der deutschen Haushalte die mit Gas heizen wenig freuen, oder sollen die sich jetzt einen Kohleofen einbauen lassen und die Waschküche freiräumen als zukünftigen Kohlenkeller ? 

 

Nö. Die heizen einfach weiter mit Gas. Auch wenn es Putinisten schwer fällt, das zu glauben...Gas gibt's noch anderswo auf der Welt.

@20:59 Uhr von Möbius

Natürlich kann die „OPEC“ die ausfallenden russischen Lieferungen nicht „ersetzen“. Warum sollte sie auch? Sie dürfen genau einmal raten.   Da bin ich aber gespannt. Gäbe es das OPEC Kartell nicht, wäre Benzin so billig das wohl 96% des Preises an der Zapfsäule aus diversen Abgaben an den deutschen Staat bestehen würde ... 

 

Leider ist bei Ihrem Beitrag nicht erkennbar, was genau Zitat und was Kommentar ist. Meinen eigenen Text erkenne ich natürlich, alles andere ist unzureichend gekennzeichnet.

 

@20:16 Uhr von Möbius

2027 ...wenn die staatlich finanzierten LNG-Terminals an der Nordseeküste fertiggestellt sein sollen ... Hartmut Mehdorn soll mit der verantwortungsvollen Aufgabe der Umsetzung betraut worden sein .. :-)

 

Das erste wird vielleicht schon Ende diesen Jahres in Betrieb sein. Lesen Sie keine Nachrichten?

@19:59 Uhr von Nettie

Vor allem, wenn (wie hier) absolut keine Zeit zu verlieren ist.   "Heute wird wahrscheinlich die letzte Schlacht sein, da die Munition zur Neige geht", erklärte die 36. Marinebrigade der ukrainischen Streitkräfte auf Facebook. Die Soldaten seien von der russischen Armee "zurückgedrängt" und "umzingelt" worden. Die Eroberung werde "den Tod für einige von uns und Gefangenschaft für den Rest" bedeuten.“   Und kann (und muss) verhindert werden. Die ukrainischen Verteidiger brauchen also Munition.   Heute, nicht in sechs Wochen (oder Monaten).

>>>Wie soll denn dorthin Munition kommen, wenn die 36. Marinebrigade, wie Sie freundlicher Weise erwähnt haben, umzingelt ist<<<

@ Möbius

Natürlich kann die „OPEC“ die ausfallenden russischen Lieferungen nicht „ersetzen“. Warum sollte sie auch? 

 
 

Weil hier bestialische Kriegsverbrechen laufen.

@20:43 Uhr von morgentau19

Man muss einfach klar sagen, dass für Russland ein Energie-Embargo weniger schädlich ist (verkauft seine Energie bspw. mehr nach China), als für EU/Deutschland. . Die EU- Außenminister haben vielleicht mehr Angst wegen einem Bumerang-Effekt, dass dadurch die Zahl der Arbeitslosen in der EU drastisch steigen wird, weshalb sie uneinig sind. .        

Warum beliefert man immer noch den Westen?

Nicht nur die Ukraine und…

Nicht nur die Ukraine und deren Export-Kunden benötigen Getreide sondern auch Russland und deren Export. Die Lage im Getreidemarkt dürfte sich hier in den kommenden Monaten und vor allem zum Herbst dramatisch entwickeln, da gerade diese Länder sich zu den größten Produzenten in Getreide und Kunstdünger entwickelt haben. Da aber durch Kriegseinwirkung die Arbeitskraft in zunehmenden Umfang für die kommenden Jahren fehlt dürfte auch der Hungersnot nicht nur in Afrika sondern in Ost-Europa eine Rolle spielen. Ich sehe immer noch nicht das die EU was tut im Getreide Anbau bei uns in Europa. Es wird Zeit.

Ob wir uns die Sparmaßnahmen im Öl und Gasbereich leisten können  macht mir sehr große Sorgen. Die Naivität ist erschreckend. Wenn der Krieg einige Monate länger dauert sieht die Versorgungslage auch bei Öl und Gas anders aus.

 

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