Kommentare - Indigene führen Proteste gegen Bolsonaro an

10. April 2022 - 09:32 Uhr

Illegale Landnahmen nachträglich legalisieren und den Bergbau in Schutzgebieten ermöglichen - Brasiliens Präsident Bolsonaro begründet das auch mit dem Ukraine-Krieg. Die Indigenen führen den Protest an. Von A. Herrberg.

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Kommentare

Korrupt

Bolsonaro findet immer wieder neue Entschuldigungen den illegalen Raubbau an Natur und Vertreibung der Indigenen zu rechtfertigen und zu legalisieren. Wenn die brasilianische Bevölkerung nicht aufwacht und aktiv wird, berauben sie sich ihrer Vielfalt , ein Stück ihrer Kultur und der Welt die grüne Lunge.

Bolsonaro

... steht für Profit und Umweltzerstörung. Und für politisch rechts.

Bolsonaros fiese Begründung

Für seine Verletzung des Umweltschutzes und sein Vorantreiben des Profitstrebens ist ihm nichts zu schade. Da wird aktuell sogar der Ukrainekrieg bemüht.

Was bei rechten Politikern nicht alles ...

... als Begründung herhalten muss. Jetzt auch noch der Ukrainekrieg. Dabei sind die Ukrainer Bolsonaro mit Sicherheit herzlich egal.

Indigene führen Proteste gegen Bolsonaro an....

Und sie sind ja auch existenziell von der Brandrodungspolitik betroffen. Rodungen des Regenwaldes, ihres Lebensraumes um Flächen für den Sojaanbau oder die Rinderzucht zu schaffen.

Von hier aus kann man nicht viel dazu machen. Außer wie kürzlich in Hamburg zu protestieren als Sergio Moro, ehemaliger Bundesrichter und Justizminister im Kabinett Bolsonaro von der Bucerius Law School eingeladen wurde.

Die EU hält übrigens an dem Freihandelsabkommen mit Brasilien fest (Mercosur). Trotz Verstößen gegen Menschenrechte und Umwelt. Was auch von Misereor und Greenpeace kritisiert wird. 

Bolsonaro steht nicht allein

Die EU-Kommission hat Ende März erlaubt, dass Bauern jetzt auch ökologische Flächen zum Getreideanbau nutzen dürfen, auch unter Verwendung von Pflanzenschutzmitteln. Und Markus Söder will laut Nachrichten vom DLF das Fracking ins Auge fassen.

Jedesmal ist der Ukraine-Krieg die Begründung. 

 

So gesehen liegt Bolsonaro doch voll im Trend: Natur kaputt machen, weil Krieg ist.

 

Ökologisch wertvollen Naturboden zu zerstören, oder die Grundwasserversorgung durch fracking-Chemikalien zu beschädigen, das kann doch nur der vorschlagen, dem die Zukunft eh piepsegal ist. 

Biodiversität? Jetzt nicht, es ist ja Krieg. 

Bolsonaro ist ein weiterer krimineller "Präsident"

Dieser Mensch ist zu einem erheblichen Teil verantwortlich zu machen für den Klimawandel.

Ein krimineller allererster Güte.

Gefängnis für ihn wäre eine Belohnung.

 

Es gibt eine kritische…

Es gibt eine kritische Grenze für die Zerstörung des Regenwaldes. Mein Blick in die Glaskugel: diese Grenze wird bald erreicht sein. Dann kippt das ganze Ökosystem Amazonas, er verliert seine Selbstheilungsfähigkeit (Regenhaushalt, lokales Klima) und wir erhalten dort eine Steppe o.ä.. Das Alibi heute wird der Ukraine-Krieg sein. Düngemittel etc.. Europa sei dringend aufgefordert, unter keinen Umständen Dünger und Kraftfutter aus Südamerikas Regenwaldländern zu importieren! Die Folgen sind bei weitem schlimmer als die vom Import russischer Klimakiller in Form von fossilen Brennstoffen. Wir haben ein Problem. Beseitigen wir nicht die wenigen natürlichen Werkzeuge dagegen. Diese funktionieren von selber. Eine sinnvolle Maschine gegen Treibhausgase hat noch keiner erfunden auch wenn man daran forscht.

Ich bin sicherlich kein…

Ich bin sicherlich kein Freund von Bolsonaro und halte diese seltsame Vermischung von Glauben, Politik und Turbokapitalismus für extrem gefährlich, muss aber folgendes feststellen:
1. Er wurde von einer Mehrheit in Brasilien gewählt worden
2. Solange er nicht gegen internationales Recht verstößt, ist das eine innere Angelegenheit Brasiliens

Damit ich richtig verstanden werde, möchte ich hier nichts rechtfertigen. Der Minderheitenschutz ist ein wichtiges Recht in funktionierenden Demokratien. Ich zolle allen Indigenen, Menschenrechtlern und Umweltschützern in Brasilien meinen Respekt und meine Hochachtung, da deren Leben von anderen gesellschaftlichen Gruppen bedroht werden. Doch letztendlich sind die Industrieländer (also auch wir) die Abnehmer, der auf Kosten von Menschen und Natur erzeugten Rohstoffe, Lebensmittel und Produkte. 

Katastrophale Bilanz rechtsnationaler Politik

Rechstaatsabbau, Versagen bei Covid, Hyperkorruption,  Menschenrechtsverletzungen ... und wie hier beschrieben natürlich Raubbau an der Natur.

 

An kaum einem anderen Land lässt sich so deutlich aufzeigen, was rechtsextremer, ultranationaler  Fundamentlismus an Schäden für Demokratie u. Lebensgrundlagen ausrichtet. 

 

Nichtsdestotrotz werden hier gleich wieder die Lukaschenko-, Putin-, Trump- u. Orban-Fans aus der ganz rechten Ecke einstimmen in die ewig so gleichlautenden u. anödenden Verharmlosungen und whataboutisms. Man hält halt zusammen ...

 

Bolosnaros kriminelle Energie in Sachen Umweltzerstörung gleicht Umweltterrorismus im Amt. 

 

Vorangehen wenn die Welt....

...sich nur für Billigen Palmschrott und Soja Interessiert.

Die Vegan Futterhersteller haben eine Mitschuld dass Typen wie Bolzonaro und seine Despoten Kollegen den Schrott Verkaufen können!

Sie stellen das Vegan Futter aus Palmschrott und Soja her, einer mit ner Mühle nimmt Einheimische Ölsorten.

Die Produkte des Mühlen Herstellers sind zwar etwas Teurer, dafür schmecken sie Besser!

@09:48 Uhr von Wolfgang Wodrag

... steht für Profit und Umweltzerstörung. Und für politisch rechts.

 

Und Verletzung der Menschenrechte.

Proteste gegen Bolsonare

Deutschland zahlt Bolsonaro rund 300 Millionen Euro Entwicklungshilfe pro Jahr und aus der EU kommen noch mal ein paar Milliarden zum Schutz des Regenwaldes, zum Dank werden die Indigenen  vertrieben und umgebracht.  Wer kontrolliert eigentlich was mit den Steuergeldern alles verbrochen wird?
 

Endlich konsequent eingreifen, es betrifft alle Menschen

Wir unterstützen richtigerweise die Ukraine im Kampf gegen einen mörderischen, verbrecherischen Aggressor. Was aber in Brasilien geschieht ist ein ebenso umfassender Völkermord, ein schlimmes Verbrechen gegen die Menschlichkeit und gegen die ganze Menschheit. Die skrupellose Entrechtung der indigenen Völker dort und die Zerstörung der Lebensgrundlage für die gesamte Menschheit ist eigentlich ein noch schlimmeres und folgenreicheres Verbrechen, als der unerträgliche Überfall Russlands auf die Ukraine. Nur hat man sich seufzend an die gierige Vernichtung des Regenwaldes und die Ermordung, Vertreibung und Entrechtung so vieler indigener Völker gewöhnt. Zerstörte Städte und umherliegende Leichen in Europa erschrecken uns eben deutlich mehr, als grausames Abschlachten und die Zerstörung unser aller Lebensgrundlage auf einem anderen Kontinent. Es ist höchste Zeit für die Staatengemeinschaft der ganzen Welt, in Brasilien sehr konsequent einzugreifen!

@09:50 Uhr von sonnenbogen

"" Ohne die Indigenen werde es keine Lösung der Klimakrise geben. "   Und ich dachte immer das allein die Deutschen das in der Hand haetten....

 

Es ist hier schon oft geschrieben worden, das es eine Weltweite Aufgabe ist . In Deutschland muss zum Beispiel eine andere Strategie gefunden werden, wie in Brasilien.

Zur Zeit

wird sehr viel auf den Konflikt in der Ukraine geschoben, und was Profit verspricht wird auch gemacht, es ist nicht nur dort im Land so, was Schade ist.

Ob die Menschen das dort aufhalten können, ich weiß nicht, vielleicht wenn dort niemand mehr was kauft, was natürlich wie alle Dinge immer auf die Bevölkerung zurück schlägt.

Dabei ist es egal in welchem Land, die Oberen trifft es so gut wie nie, die finden immer Wege und Möglichkeiten.

Der Mensch schafft sich ab.

"Der Konflikt um Land spitze sich zu, sagt sie. 'Bolsonaro ist die Stimme der Sektoren, die nur an ihren Gewinn denken und das bedroht nicht nur uns Indigene.' Es sei die Verantwortung aller, sich dem zu widersetzen."

 

Die Aussage von Frau Guajajara trifft nicht nur auf Bolsonaro zu, sondern auf jede Regierung, die das Wohl der Wirtschaft über den sozialen Frieden sowie den Umwelt- und Klimaschutz stellt.

 

Ich kenne leider keine Regierung, die das nicht tut.

@10:51 Uhr von Tarek94

"Doch auch, wenn der linke Ex-Präsident Lula da Silva die Wahlen für sich entscheiden würde, könne niemand darauf vertrauen, dass er die Interessen der Indigenen vertrete, sagen die indigenen Kandidatinnen."
Das kann ich mir gut vorstellen, hat doch der linke Ex-Präsident Lula da Silva beste Kontakte zum Ölkonzern Petrobras...

@10:13 Uhr von Charlys Vater

Zitat: "Dieser Mensch ist zu einem erheblichen Teil verantwortlich zu machen für den Klimawandel. Ein krimineller allererster Güte. Gefängnis für ihn wäre eine Belohnung."

.

Welches "Verbrechen" soll den Bolsonaro verübt haben?

Können Sie das einmal konkret und sachlich benennen. Oder passt das jetzt nicht in Ihre Propaganda?

Wo ist UNO-Weltgemeinschaft, ...

...  wenn es um die indigene  Bevölkerung geht ?
Der Massenprotest der  UNO-Weltgemeinschaft ist hier seltsam still.
Der Bolsonaro kann sich seiner Sache sicher sein. Produziert er und seine politischen / wirtschaftlichen Weggefährten doch viele Güter, welche die USA, Cannada, und die EU gut gebrauchen können.
Wie wäre es, wenn die EU gg Bolsonaro und seinen politischen / wirtschaftlichen Weggefährten ebenso ein Wirtschaftsembargo grossem Ausmasses veranstalten würde, so wie es dem Putin-Angriffskrieger und seinen politischen / wirtschaftlichen Weggefährten gerade zu Teil werden soll.
Die Losung in Deutschland und der EU muss gg den Bolsonaro-Staat und seinen politischen / wirtschaftlichen Weggefährten lauten:
Keine Warenimporte / Rohstoffe mehr, alles Geld in der EU einfrieren, Ausschluss vom europäischen Zahlungssystem, kein Wertpapierhandel mehr, alle Unternehmen schliessen - auch die vom Metro-Konzern  -  alle Waren aus den Regalen der Supermärkte entfernen

So ist es

"Ohne die Indigenen werde es keine Lösung der Klimakrise geben"

.

So ist es, inkl. des Regenwaldes.

Und nicht nur Brasilien, sondern wie jedes Land können auch wir unseren Beitrag im eigenen Land zum Klimaschutz beisteuern.

"korrupte Regierung""

Zitat: ""Die Bolsonaro-Regierung ist eine korrupte Regierung. Sie zerstört indigenes Land, verschmutzt unsere Flüsse und tötet unsere Leute, nicht nur in meinem Bundesstaat Pará, sondern in ganz Brasilien", sagt Samuel Arapium"

.

So viel ich weiß, war - im Gegensatz zu den linkssozialistischen Regierung unter Lula, Rousseff etc., die die Brasilianer mit milliardenschweren Korruptionsbetrügen ausgeplündert haben, ist nicht ein Fall von Korruption bekannt, den man der Regierung Bolsonaro zuschreiben kann.

.

Können die Anwürfe diese indigenen Aktivisten einmal geprüft und ggfs. verifiziert/falsifiziert werden? Wieso übernimmt man unkritisch und ungeprüft den O-Ton dieser Aktivistin?

@10:17 Uhr von Sisyphos3

"... alles kann man begründen ... "
Auffällig ist nun, das die Ex-Bundesregierungen unter der Führung der Ex-Bundeskanzlerin Merkel keine aussenpolitische Front gg den Bolsonaro und den Bolsonaro-Staat mit seinen politischen / wirtschaftlichen Weggefähren des gab. Hier war es auffällig still um die Ex-Bundeskanzlerin Merkel ...

Den Indigenen

Wünsche ich viel Erfolg bei ihrem Kampf für eine saubere Natur und dem Erhalt des Regenwaldes.

 

@10:21 Uhr von Einmal

Der Minderheitenschutz ist ein wichtiges Recht in funktionierenden Demokratien.

 

Es geht hier um noch viel mehr als Minderheitenschutz. Es geht um die großflächige Zerstörung des Amazonasregenwalds, die das Klima rasend schnell an den Kipppunkt bringt. Und davon wird dann auch die Mehrheit betroffen sein.

 

@09:52 Uhr von Clara Berger

Für seine Verletzung des Umweltschutzes und sein Vorantreiben des Profitstrebens ist ihm nichts zu schade. Da wird aktuell sogar der Ukrainekrieg bemüht.

 

Der Ukrainekrieg muss zur Zeit für vieles herhalten.

Viele kochen ihr Süppchen auf dem Rücken des ukrainischen Volkes.

10:27 Uhr von schönerkommentieren

An kaum einem anderen Land lässt sich so deutlich aufzeigen, was rechtsextremer, ultranationaler  Fundamentlismus an Schäden für Demokratie u. Lebensgrundlagen ausrichtet. 

 
 

Schonungsloser Abbau natürlicher Ressourcen. Zum Beispiel auch in Russland oder China.

@10:10 Uhr von Sparpaket

Die EU-Kommission hat Ende März erlaubt, dass Bauern jetzt auch ökologische Flächen zum Getreideanbau nutzen dürfen, auch unter Verwendung von Pflanzenschutzmitteln. Und Markus Söder will laut Nachrichten vom DLF das Fracking ins Auge fassen. Jedesmal ist der Ukraine-Krieg die Begründung.    So gesehen liegt Bolsonaro doch voll im Trend: Natur kaputt machen, weil Krieg ist.   Ökologisch wertvollen Naturboden zu zerstören, oder die Grundwasserversorgung durch fracking-Chemikalien zu beschädigen, das kann doch nur der vorschlagen, dem die Zukunft eh piepsegal ist.  Biodiversität? Jetzt nicht, es ist ja Krieg. 

Profitmaximierung geht über alles: Bei Grünen, Bolsonaro, Lula, Scholz, Erdogan....Da hilft keine Moral. Ich kann den Indigenen nur viele Mandate wünschen - am Besten entscheidend für eine Mehrheit für Lula. Dann haben sie eine kleine Chance - sonst nur außerparlamentarisch.

 

10:40 Uhr von Dicodes

Deutschland zahlt Bolsonaro rund 300 Millionen Euro Entwicklungshilfe pro Jahr

 
 

Das ist jetzt aber nicht richtig. Die Entwicklungshilfe ist immer projektgebunden. Von dem Geld sieht Bolsonaro nichts und er kann auch nichts davon für andere Zwecke ausgeben.

10:21 Uhr von Einmal

1. Er wurde von einer Mehrheit in Brasilien gewählt worden

 
 

Demonstrationen gegen ihn sind dennoch ein Grundrecht.

2. Solange er nicht gegen internationales Recht verstößt, ist das eine innere Angelegenheit Brasiliens

 

Da haben die Demonstranten aber auch nie etwas anderes behauptet. Wir hier in Europa können uns aber dennoch mit Fug und Recht einmischen, denn auch unsere Zukunft wird bedroht und unsere Rechte werden verletzt, wenn brasilianischer Urwals zerstört wird.

@10:21 Uhr von Einmal

...1. Er wurde von einer Mehrheit in Brasilien gewählt worden 2. Solange er nicht gegen internationales Recht verstößt, ist das eine innere Angelegenheit Brasiliens 

 

 

Nö. Diese Zeiten sind vorbei. Völkermord - um nix anderes geht es hier, relativ weit mehr als im Kosovo, Myanmar oder gar der Ukraine - ist international strafbar  und wurde in Ex-Jugoslawien mit Bomben verhindert, wenn man Herrn Fischer u.a. Glauben schenken will, was ich nicht mache. Der 'freie Westen' hätte die Machtmittel, das zu verhindern - ohne Krieg. Er tut es nicht, weil er selber daran verdient.

10:06 Uhr von Bernd Kevesligeti

Die EU hält übrigens an dem Freihandelsabkommen mit Brasilien fest (Mercosur).

 

Das Freihandelsabkommen selbst ist ja nicht verkehrt, denn Zollfreiheit und freier Handel unter den Völkern ist die Zukunft. Aber leider hält ein solches Abkommen Bolsonaro den Rücken frei, wo wir also darauf verzichten Druck auf den rechten Präsidenten auszuüben. Aber dieser Druck ist natürlich auch wieder eine typisch westliche Anmaßung. Die Lösung wäre eine bessere brasilianische Regierung. Und dann wäre freier Handel was tolles.

@10:27 Uhr von MotoFan

...sich nur für Billigen Palmschrott und Soja Interessiert. Die Vegan Futterhersteller haben eine Mitschuld dass Typen wie Bolzonaro und seine Despoten Kollegen den Schrott Verkaufen können! Sie stellen das Vegan Futter aus Palmschrott und Soja her, einer mit ner Mühle nimmt Einheimische Ölsorten. Die Produkte des Mühlen Herstellers sind zwar etwas Teurer, dafür schmecken sie Besser!

 

 

Was Sie da so (zudem schlecht ausgedrückt) von sich geben ist kompletter Unsinn und läuft m. E. schon unter „gefährliches Halbwissen“. Zwischen 90 und 95% des in Brasilien und dem restlichen Südamerika angebauten Soja (wofür auch mit Abstand der meiste Regenwald vernichtet wird), wird als Tierfutter in der Nutztierhaltung, ergo zur möglichst billigen Produktion von Fleisch verwendet. In die EU kommt davon fast nichts.

 

Was immer Sie unter „Palmschrott“ verstehen… ich gehe mal von Palmöl aus: Dieses wird fast ausschließlich in Südostasien produziert. 

 

 

 

@10:40 Uhr von Dicodes

Deutschland zahlt auch an China, Indien, afrikanische Staaten usw.

 

Niemand interessiert es, was mit diesen Geldern passiert.

 

Deutschland zahlt auch noch, wenn sich die Empfängerstaaten ganz offen gegen den Geldgeber stellen.

 

Es ist also nicht nur Bolsonaro, obwohl der genug anstellt.

Schutzgebiet vs. Schutzgebiet

Zitat: "Geplant ist unter anderem, illegale Landnahmen nachträglich zu legalisieren, die Ausweisung neuer indigener Territorien soll gestoppt werden und Bergbau in Schutzgebieten ermöglicht werden."

.

Und?

Was soll jetzt das große Geschrei mal wieder?

Ein offensichtlich völlig normaler Vorgang: Indigene Volksgruppen vertreten ihre legitimen Interessen gegenüber Bergbau-Firmen, die - aus Ihrer Sicht - legitimen Interessen auf Ausweitung von Gebieten, wo Bergbau zulässig sein soll.

Ein Interessenkonflikt, der in Brasilien wie in jeder anderen Demokratie über die repräsentative Demokratie ausgehandelt wird. 

.

Ich verstehe darüber hinaus nicht, warum sich hier linke Gruppen so stark für die Bewahrung der kulturell-ethnischen Identität identitärer Volksgruppen einsetzen. Ist das nicht "bububöse-rechts`"?

 

@10:40 Uhr von Dicodes

Deutschland zahlt Bolsonaro rund 300 Millionen Euro Entwicklungshilfe pro Jahr und aus der EU kommen noch mal ein paar Milliarden zum Schutz des Regenwaldes, zum Dank werden die Indigenen  vertrieben und umgebracht.  Wer kontrolliert eigentlich was mit den Steuergeldern alles verbrochen wird?  

 

Vor allem das Geld für den Regenwald.Man könnte meinen es wird bezahlt, nur um das Gewissen zu beruhigen.

10:57 Uhr von Blitzgescheit

... ist nicht ein Fall von Korruption bekannt, den man der Regierung Bolsonaro zuschreiben kann.

 
 

Umgekehrt. Unter Bolsonaro gibt es viel mehr Korruption, aber die Korruptionsbekämpfung wird massiv behindert.

@10:17 Uhr von Eu-Schreck

Es gibt eine kritische Grenze für die Zerstörung des Regenwaldes. Mein Blick in die Glaskugel: diese Grenze wird bald erreicht sein. Dann kippt das ganze Ökosystem Amazonas, er verliert seine Selbstheilungsfähigkeit (Regenhaushalt, lokales Klima) und wir erhalten dort eine Steppe o.ä.. Das Alibi heute wird der Ukraine-Krieg sein. Düngemittel etc.. Europa sei dringend aufgefordert, unter keinen Umständen Dünger und Kraftfutter aus Südamerikas Regenwaldländern zu importieren! Die Folgen sind bei weitem schlimmer als die vom Import russischer Klimakiller in Form von fossilen Brennstoffen. Wir haben ein Problem. Beseitigen wir nicht die wenigen natürlichen Werkzeuge dagegen. Diese funktionieren von selber. Eine sinnvolle Maschine gegen Treibhausgase hat noch keiner erfunden auch wenn man daran forscht.

 

Dem Appell kann ich mich nur anschließen. Zumal ohne Regenwald können wir hier so viel Klimaschutz betreiben wie wir wollen ohne das es dann noch was bringt.

10:59 Uhr von CoronaWegMachen

... unter der Führung der Ex-Bundeskanzlerin Merkel keine aussenpolitische Front gg den Bolsonaro und den Bolsonaro-Staat mit seinen politischen / wirtschaftlichen Weggefähren des gab. Hier war es auffällig still um die Ex-Bundeskanzlerin Merkel ...

 
 

Nein, eigentlich nicht. Auch da wurde die Umweltzerstörung in Brasilien angeprangert. Man hätte vielleicht mehr tun können.

Endlich, wie lange habe ich…

Endlich, wie lange habe ich darauf gewartet, dass dieser gewissenlose, kriminelle Umwelterpresser und seine Kliquen endlich den Protest der Ureinwohner abbekommt. Schon längst hätte das in Europa und vor allem bei uns hier passieren müssen. Hier aber hat man statt den Kampf für Natur- und  Umweltschutz auf zu nehmen das Thema einer Klique von NGOs überlassen, die damit unsere Wirtschaft und den Dieselfahrer versuchen auszuschalten. Die wahren Verhältnismäßigkeiten der Folgen aus dem Urwaldvernichtung und deren Folgen für unser zukünftiges Klima haben die nie in die notwendige Position gesetzt, weil das deren eigentliche Ziele nie tangiert. Damit haben sie sich als Helfershelfer Bolsonarios gemacht.
Wer die wirkliche Katastrophe aus Bolsonario erkannt hat, müßte hier und überall in der Welt Sturm laufen und nicht hier unsere Kinder anfixen vor allem gegen die hiesigen Verhältnisse kompromisslos an zu demonstrieren. Vor allem wenn man sich klar macht, dass viele dieser Kinder noch knapp vor ihrer plötzlichen Einkehr mit 180° Grad Drehung in ihrem kurzen Leben oft mehr Flugmeilen für ihre, da noch als Minimum verlangte Freizeitgestaltung, samt jährlicher IPhon-Erneuerung, flogen, als mancher andere nie erreichen wird und will. 
Ich frage diese NGOs, wie man nur derart gewissenlos sein kann, dieses, für uns alle lebenswichtige Umweltthema nur für seine eigenen obskuren Ziele zu missbrauchen um damit diese und anderen Themen nur dazu nutzt, diese Gesellschaft in Probleme zu bringen. Die Folgen bedenkend, ist dieses Verhalten mit dem Putins gleich zu setzen.

@10:21 Uhr von Einmal

 

Doch letztendlich sind die Industrieländer (also auch wir) die Abnehmer, der auf Kosten von Menschen und Natur erzeugten Rohstoffe, Lebensmittel und Produkte. 

 

Brasilien ist an Fläche 24x so groß wie Deutschland, und hat Fläche bis zum Abwinken, auch ohne Regenwaldvernichtung, ohne Entrechtung und Vertreibung der Indigenen Bevölkerung Soja (und was weiß ich was) in Massen und Mengen anzubauen.

Mein absolut subjektiver (!) Eindruck von Bolsonaro

Bolsonaro ist m. E. eine personifizierte globale Krankheit und riesige Schande für Brasilien und für die ganze Welt.

 

Ein bekennender Faschist durch und durch, ein Verehrer Pinochets, ein widerwärtiger Frauenhasser, ein gemeingefährlicher christlicher Fundamentalist, dazu vollkommen homophob.
 

 

Indigene Völker und deren Lebensraum werden gnadenlos vernichtet, die Regenwälder unter ihm noch bei weitem mehr zerstört als jemals zuvor.

 

 

Die freie Presse wird durch ihn beschimpft und gezielt unter Druck gesetzt und sogar bedroht. Ebenso wie politischer Gegner, wobei er nicht mal vor Mord zurückschreckt.

 

 

Er ist völlig korrupt und stellt die Rechtsstaatlichkeit in Frage wie es ihm beliebt, wozu er sogar offen steht („Die Verfassung, das bin ich.“)

 

 

Verglichen mit diesem Mann ist sogar ein Trump moderat. Er ist ein Mörder, ein Verbrecher an der ganzen Menschheit. Wie können solche Personen anno 2022 noch gewählt werden?

@ Nachfragerin

... sondern auf jede Regierung, die das Wohl der Wirtschaft über den sozialen Frieden sowie den Umwelt- und Klimaschutz stellt.

Ich kenne leider keine Regierung, die das nicht tut.

 

Die deutsche Bundesregierung stellt den Umweltschutz über den Profit.

@ 11:16 Korrektur

Ich schrieb: „In die EU kommt davon fast nichts.“

 

Korrekt müsste es lauten: „Auf den Tellern in der EU landet davon nichts, sondern ausschließlich in Futtertrögen.“

Die lateinamerikanische

Baustelle Bolsonaro. Allen Populisten die rote Karte. Ist er einer? 

 

Bolsonaro muss unter Beweiss stellen, dass er ein President fuer alle Brasilianer ist. 

 

Was die Umwelt anbelangt muessen sich die Industrienationen selbst an die Nase fassen. In Deutschland hat man den Urwald bereits vor einigen hundert Jahren dem Profit geopfert. In England, Griechenland, Italien und so weiter ebenfalls.

 

Die internationale Gemeinschaft sollte Brasilien finanziell helfen die Regenwaelder zu bewahren. Der Zeigefinger wird nichts bewirken.

Abholzung des Regenwalds

Zitat: "Pará und Mato Grosso sind die zwei Bundestaaten, in denen am meisten Regenwald vernichtet wurde, seit Bolsonaro sein Amt antrat. Immer wieder dringen Holzfäller, Goldgräber, Viehzüchter auch in indigene Territorien ein - mit Rückendeckung Bolsonaros. "

.

Auch ich betrachte die Abholzung des Regenswalds in Brasilien als kritisch an und, wenn es nach den Interessen eines Mitteleuropäers ginge, sollte man Südamerika als Bioreservat erhalten.

.

Diese Ziele teilen jedoch die Brasilianer nicht, die ein Interesse daran haben, ihren Wohlstand auszubauen.

Nüchtern betrachtet, wurde der Regenwald vor Bolsonaro, in einem viel größeren Umfang gerodet (siehe Zahlen Statista). Ich verstehe nicht, warum gerade bei Bolsonaro dies zu einem Politikum gemacht wird.

Nachtigall, ich höre dir trappsen!

.

Zahlen zur Abholzung des Regenwalds im Amazonasgebiet [1990-2020]:

.

"https://de.statista.com/statistik/daten/studie/478063/umfrage/menge-der…"

Machen wir das anders?

Wir lassen doch auch die Kohlekraftwerke länger laufen, plötzlich ist Fracking-Gas gut, und in der Landwirtschaft deutet sich auch ein nichtgrünes Umdenken an.

Alles für den Sieg gegen Rußland!

@10:06 Uhr von Bernd Kevesligeti

Und sie sind ja auch existenziell von der Brandrodungspolitik betroffen. Rodungen des Regenwaldes, ihres Lebensraumes um Flächen für den Sojaanbau oder die Rinderzucht zu schaffen. Von hier aus kann man nicht viel dazu machen. Außer wie kürzlich in Hamburg zu protestieren als Sergio Moro, ehemaliger Bundesrichter und Justizminister im Kabinett Bolsonaro von der Bucerius Law School eingeladen wurde. Die EU hält übrigens an dem Freihandelsabkommen mit Brasilien fest (Mercosur). Trotz Verstößen gegen Menschenrechte und Umwelt. Was auch von Misereor und Greenpeace kritisiert wird. 

 

 

Irgendwo muss das Billigfutter für die absolut Maßlose Fleischerzeugung (in erster Linie bei uns und in den anderen Industriestaaten Staaten) ja herkommen. Das ist der Grund für die Vernichtung des Regenwaldes.

 

Solange sich hier das Konsumverhalten nicht einschneidend ändert, oder der Staat massiv eingreift, bleibt es bei dieser katastrophalen Situation.
 

 

Er tut einfach sein bestes

um die Welt dahin zu bringen, dass die Klimaprobleme und deren Bekämpfung weltweit oberste Priorität erhalten. - Wenn´s dann mal nicht zu spät ist!

Blitzgescheit

"Können die Anwürfe diese indigenen Aktivisten einmal geprüft und ggfs. verifiziert/falsifiziert werden? Wieso übernimmt man unkritisch und ungeprüft den O-Ton dieser Aktivistin?"

 

Weil es die Meinung der Indigenen ist. Und die dürfen diese auch äußern.

Oder wollen Sie, dass nur das veröffentlicht wird, was Ihrer Meinung entspricht?

@10:06 Uhr von Bernd Kevesligeti

 

 

Die EU hält übrigens an dem Freihandelsabkommen mit Brasilien fest (Mercosur). Trotz Verstößen gegen Menschenrechte und Umwelt. Was auch von Misereor und Greenpeace kritisiert wird. 

 

Es gibt kein Freihandelsabkommen der EU mit Mercosur.

Seit 1995 gibt es ein «Assoziierungsabkommen»,

und seit 2004 stehen weitere Verhandlungen still.

 

Mercosur ist ein inner-südamerikanisches Handelsabkommen, und tritt nach außen nicht als einheitlicher Verhandlungspartner auf. Repräsentanten nach außen sind gemeinsam die Regierungen von Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay.

 

Argentinien und Brasilien sind sich nie einig, und seitdem Senhor Bolsonaro in Brasilia dilettantiert schon mal gar nicht. Es ist unabsehbar, ob wann und wie es möglicherweise zu einem Freihandelsabkommen zwischen der EU und Mercosur kommt.

"fehlende Arbeitsplätze"

Zitat: ""Auch in anderen Städten des Landes wurde gestern demonstriert. Es waren vor allem Gewerkschaftler und soziale Bewegungen, die auf die Straße gingen gegen steigende Preise, fehlende Arbeitsplätze und zunehmende Armut."

.

Nun. Den Gewerkschafter_in_r_s_*_außen sei gesagt, dass die Industrie und Bergbau einen Anteil von ca. 20 % am brasilianischen BIP hat und sich somit ein Interessenkonflikt zwischen der Bewahrung des Regenwaldes und der Schaffung neuer Arbeitsplätze etwa in Unternehmen im Bergbau, die im Amazonasgebiet tätig sind.

.

Das ist kein schöner und einfacher Interessenkonflikt. Als Deutscher würde ich sogar hoffen, dass die Brasilianer den Regenwald zu 100 % intakt halten. Indes halte ich es mal wieder für intellektuell unredlich/linkspopulistisch, diesen Konflikt zu ignorieren oder gar zu tun, dass es diese Interessenkonflikte vor Bolsonaro nicht gegeben habe.

Unredliche Propaganda eben.

@11:02 Uhr von Mauersegler

Der Minderheitenschutz ist ein wichtiges Recht in funktionierenden Demokratien.   Es geht hier um noch viel mehr als Minderheitenschutz. Es geht um die großflächige Zerstörung des Amazonasregenwalds, die das Klima rasend schnell an den Kipppunkt bringt. Und davon wird dann auch die Mehrheit betroffen sein.  

Nur weil sie auch betroffen wären, zählt ihr Recht mehr? Nur damit sie auch etwas davon haben, ist in diesem Fall ein praktizierter Minderheitenschutz ein Schutz für die (ihre) Welt. Das Wohl von Vielen wiegt nicht immer schwerer, als das Wohl von Wenigen oder des Einzelnen.

Prioritäten

Nicht nur dieses Thema ist sooo viel wichtiger als der Überfall eines priviligierten europäischen Volkes auf ein anderes. Leider ist die Politik - und mit ihr die Massenmedien - vor allem an Erwerb und Sicherung von Macht und Geld interessiert.

Der Raubbau am Planeten, die Ausrottung vieler Arten und die Vernichtung von Völkern, die im Einklang mit der Natur leben - - dies sind die wirklichen Probleme. Kriege, die je nach Blockzugehörigkeit als total schlimm oder notwendig zur Befreiung der Betroffenen bewertet werden sind schrecklich. Sie bedrohen aber zunächst nicht die gesamte Schöpfung/alles Leben.

@11:05 Uhr von Coachcoach

am Besten entscheidend für eine Mehrheit für Lula. Dann haben sie eine kleine Chance - sonst nur außerparlamentarisch.  

Ein seltsamer Vorschlag. Die Indigenen sollen ausgerechtet die Partei wählen, welche in "die größte Schmiergeld-Affäre in der Geschichte Brasiliens" (Reuters) verwickelt waren und in Brasilien ein "System der Korruption" (ORF) eingerichtet haben?

@11:16 Uhr von pro Rus - contra Put

Die EU hält übrigens an dem Freihandelsabkommen mit Brasilien fest (Mercosur).   Das Freihandelsabkommen selbst ist ja nicht verkehrt, denn Zollfreiheit und freier Handel unter den Völkern ist die Zukunft. Aber leider hält ein solches Abkommen Bolsonaro den Rücken frei, wo wir also darauf verzichten Druck auf den rechten Präsidenten auszuüben. Aber dieser Druck ist natürlich auch wieder eine typisch westliche Anmaßung. Die Lösung wäre eine bessere brasilianische Regierung. Und dann wäre freier Handel was tolles.

 

Der Freihandel, mittels dieses Abkommen, fördert die Zerstörung des Regenwaldes. Und die größere Produktion von Tierfutter und mehr Rindfleischproduktion. Wegen der größeren, dann auch zollfreien Exportmöglichkeiten.

@ Blitzgeschneit

Wieso übernimmt man unkritisch und ungeprüft den O-Ton dieser Aktivistin?

 

Wieso ungeprüft? Ich denke, dass man die Aktivistin richtig und wörtlich zitiert hat. Und die kritische Wertung kann die Tagesschau gern uns überlassen.

@10:10 Uhr von Sparpaket

„Die EU-Kommission hat Ende März erlaubt, dass Bauern jetzt auch ökologische Flächen zum Getreideanbau nutzen dürfen, auch unter Verwendung von Pflanzenschutzmitteln. Und Markus Söder will laut Nachrichten vom DLF das Fracking ins Auge fassen. Jedesmal ist der Ukraine-Krieg die Begründung.    So gesehen liegt Bolsonaro doch voll im Trend: Natur kaputt machen, weil Krieg ist.   Ökologisch wertvollen Naturboden zu zerstören, oder die Grundwasserversorgung durch fracking-Chemikalien zu beschädigen, das kann doch nur der vorschlagen, dem die Zukunft eh piepsegal ist.  Biodiversität? Jetzt nicht, es ist ja Krieg.“ 

 

Haben Sie ein Whataboutism-Seminar bei Rechtspopulisten belegt oder wie kommen Sie auf diesen völlig abwegigen Vergleich? 

Wie kann man die Abholzung des Regenwaldes mit der Vernichtung des Lebensraum von indigenen Menschen mit Verwendung von Pflanzenschutzmitteln auf eigenem Land vergleichen? 

@10:06 Uhr von Bernd Kevesligeti

>>Und sie sind ja auch existenziell von der Brandrodungspolitik betroffen. Rodungen des Regenwaldes, ihres Lebensraumes um Flächen für den Sojaanbau oder die Rinderzucht zu schaffen. Von hier aus kann man nicht viel dazu machen. Außer wie kürzlich in Hamburg zu protestieren als Sergio Moro, ehemaliger Bundesrichter und Justizminister im Kabinett Bolsonaro von der Bucerius Law School eingeladen wurde. Die EU hält übrigens an dem Freihandelsabkommen mit Brasilien fest (Mercosur). Trotz Verstößen gegen Menschenrechte und Umwelt. Was auch von Misereor und Greenpeace kritisiert wird. <<

Der Rest der Welt ist mitschuldig und vor allem wir, in unserer Gier nach Rohstoffen, billigen Nahrungsmitteln usw.

Immer weggucken, ist ja so schön weit weg und dann wird sich gewundert, warum unsere Welt vor die Hunde geht.

Wir können selber sehr viel machen, indem wir z,B. Soja und Rindfleisch aus Brasilien nicht konsumieren, Tropenholz usw. in keiner Form mehr kaufen.

@Einmal - 10:21

 "Ich zolle allen Indigenen, Menschenrechtlern und Umweltschützern in Brasilien meinen Respekt und meine Hochachtung, da deren Leben von anderen gesellschaftlichen Gruppen bedroht werden. Doch letztendlich sind die Industrieländer (also auch wir) die Abnehmer, der auf Kosten von Menschen und Natur erzeugten Rohstoffe, Lebensmittel und Produkte."

 

Na klar, der Zweck heiligt die Mittel.

In der EU ist ja gerade die Freigabe von Naturschutzgebieten zu landwirtschaftlichen Zwecken auf dem Trapez - Einbruch der Weizenlieferungen aus Russland und der Ukraine. Dass über die Hälfte dieses Weizenaufkommens als Futtermaterial in die Massentierhaltung geht, da könnte man sich mal verantwortungsbewusst zeigen, um da gegenzusteuern.

 

Aber nein, her mit den Naturschutzgebieten, wir haben ja Krieg und so zeigt der ausgelobte "Green Deal" immer deutlicher was er tatsächlich ist - eine Mogelpackung.

@10:53 Uhr von Blitzgescheit

Zitat: "Dieser Mensch ist zu einem erheblichen Teil verantwortlich zu machen für den Klimawandel. Ein krimineller allererster Güte. Gefängnis für ihn wäre eine Belohnung." . Welches "Verbrechen" soll den Bolsonaro verübt haben? Können Sie das einmal konkret und sachlich benennen. Oder passt das jetzt nicht in Ihre Propaganda?

 

Wollen Sie hier wieder die Ernsthaften beschäftigen mit Recherchen nach den offenkundigen Tatsachen und Entwicklungen, damit Sie sich wie gewohnt über verantwortungsvolles und reifes Verhalten scheckig lachen können?

Während haufenweise die Daten und Belege aus der Tiefe hergekarrt werden, zündeln Sie schon wieder an anderer Stelle. Das nur mal so erwähnt, um dem Begriff von Infantilität in vergangenen "Beiträgen" etwas hinzuzufügen, das belegbar ist. 

Bolsonaro, Putin, Trump, Orban, Höcke usw. haben noch nie einen Baum oder irgendeine Hoffnung auf Menschenwürde in ihrer Politik gepflanzt. In Ihren Posts vernehme ich exakt die gleiche Richtung.

 

@11:21 Uhr von schabernack

  Doch letztendlich sind die Industrieländer (also auch wir) die Abnehmer, der auf Kosten von Menschen und Natur erzeugten Rohstoffe, Lebensmittel und Produkte.    Brasilien ist an Fläche 24x so groß wie Deutschland, und hat Fläche bis zum Abwinken, auch ohne Regenwaldvernichtung, ohne Entrechtung und Vertreibung der Indigenen Bevölkerung Soja (und was weiß ich was) in Massen und Mengen anzubauen.

 

 

Nun, der Boden auf dem der Regenwald stand, ist eben ganz besonders fruchtbar und garantiert maximalen Ertrag. Das Holz wird natürlich ebenso verschachert und wenn Bepflanzung durch Brandrodung „entfernt“ wird, düngt diese den Boden zusätzlich.

 

Sehr häufig läuft es leider so, dass, sobald der Ertrag nachlässt, diese Flächen dann als hochfrequenteres Weideland genutzt und dadurch quasi verwüstet werden.

 

Neue Anbaufläche „bietet“ ja der Regenwald. Es ist blanker Wahnsinn.

Wiederwahl

Das schlimmste an alledem ist allerdings, dass dieser Mensch wiedergewählt wird. Daran werden wir von hier aus nichts ändern können.

Von hier ändern können wir:  Einfuhren mit Bedacht und Zertifikaten. Kontrolle wie, wo und von wem die Produkte angebaut werden.

Rigorores verbieten von Einfuhren, die durch Waldrodung zustande kamen und kommen.

Ob das allerdings zu einer Abwahl führen würde? Hier ist der Wunsch Vater des Gedanken. 

Einfach weiter Abholzen lassen

Wen interessiert schon das weltweite Wetter, wen das Klima ?

Die Gier nach Geld lässt alles und jeden korrupt werden.

Jeder wird korrumpiert, gerade auch die Konsumenten.

Die rennen alle dem kleinsten Preis hinterher.

Klima ade.

 

@10:27 Uhr von schönerkommentieren

 

 

Zitat: " Rechstaatsabbau, Menschenrechtsverletzungen ...   An kaum einem anderen Land lässt sich so deutlich aufzeigen, was rechtsextremer, ultranationaler  Fundamentlismus an Schäden für Demokratie u. Lebensgrundlagen ausrichtet.    Nichtsdestotrotz werden hier gleich wieder die Lukaschenko-, Putin-, Trump- u. Orban-Fans aus der ganz rechten Ecke einstimmen in die ewig so gleichlautenden u. anödenden Verharmlosungen."

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Ne, mit "Verharmlosungen" werde ich angesichts ihrer wirrer Phrasen und faktenfreien Geschwurbel wirklich nicht kommen. Schließlich stellt sich die Realität diametral entgegensetzt zu dem da, was Sie sich zusammenhalluzinieren.

1. Hyperkorruption hatten die Brasilianer unter Lula und Rousseff (Stichwort " Korruptionsfall Lava Jato")

2. Auch kam es in keiner Weise zu einem Rechstaatsabbau und Menschenrechtsverletzungen

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@11:12 Uhr von Coachcoach

Inwieweit widerspricht das meiner Aussage?

Myanmar wird unterstützt von China, Ukraine von Russland überfallen. Behalten sie ruhig ihren Glauben, aber das man einen Genozid durch Serbien verhindert hat, rechne ich der NATO/ dem Westen hoch an. Was werfen sie jetzt dem freien Westen vor?

Hallo   Ich denke, dass…

Hallo

 

Ich denke, dass diese Seite seriös genug ist, um die Propaganda der Bolsonaroisten zu widerlegen.

https://www.nationalgeographic.de/umwelt/2021/07/brasilien-immer-mehr-a…

 

Interessant ist auch das Spannungsfeld Indigene im Völkerrecht.

Da kommt schon die BRD als Rohstoffimporteur in die Kritik.

 

Handelsabkommen, die Staaten zwingen, gegen vernichtende Strafzahlungen, +Verbesserungen für die Menschen zu unterlassen, eine super Angelegenheit und dann noch unkündbar, ohne Strafzahlungensfolgen, ein Traum jedes Superreichen (Investor).

 

Völkermord?

Wenn die Polizeikräfte nicht ausreichend ausgestattet sind?

Die Indigenen können ja in die Städte ziehen (dort werden dann die meisten sterben).

 

Gegenüber 211 Millionen Einwohner, sind ca. 500.000 Indigen natürlich nicht wirklich einflussreich.

 

Welche Möglichkeiten die Gesetzgebung in Brasilien hat, ?. 

Wenn wir jetzt unsere Naturschutzgebiete auflösen und nutzbar machen, dann geht das Brasilien nichts an.

Aber umgekehrt?

 

@10:10 Uhr von Sparpaket

Die EU-Kommission hat Ende März erlaubt, dass Bauern jetzt auch ökologische Flächen zum Getreideanbau nutzen dürfen, auch unter Verwendung von Pflanzenschutzmitteln. Und Markus Söder will laut Nachrichten vom DLF das Fracking ins Auge fassen. Jedesmal ist der Ukraine-Krieg die Begründung.   So gesehen liegt Bolsonaro doch voll im Trend: Natur kaputt machen, weil Krieg ist.

 

Eine "ergebnisoffene Prüfung" heißt ja nicht, dass bereits etwas entschieden ist. Fracking wurde auch schon vor dem Ukrainekrieg immer mal wieder "ergebnisoffen geprüft" und Herr Söder in seiner neuen Rolle als Opposition kann freilich ordentlich provozieren.

 

Dass Bolsonaro seine korrupte Politik nachträglich mit dem Ukrainekrieg reinwaschen will, ist aber schon etwas anderes, als als Reaktion auf den Ukrainekrieg kurzfristige Abhilfe zu schaffen. Selbst wenn die Art dieser Abhilfe nicht immer in allen Aspekten als effizient bezeichnet werden kann. 

@10:06 Uhr von Bernd Kevesligeti

"Die EU hält übrigens an dem Freihandelsabkommen mit Brasilien fest (Mercosur). Trotz Verstößen gegen Menschenrechte und Umwelt. Was auch von Misereor und Greenpeace kritisiert wird."

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Bzgl. Umwelt heben deren 2 Tonnen Co2/Kopf so manch andere Umweltsünde sicher wieder auf. Wenn man von Brasilien erwartet die Erweiterung des Agrarsektors zu Gunsten des Regenwaldes einzustellen muss man Kompensation bezahlen. Einem Schwellenland mit Armut, besonders abseits der Agrar- und Industriegebiete, mit Umweltpolitik und Einschränkungen zu kommen ist von unserer Position aus sonst schlicht unglaubwürdig.

@11:44 Uhr von schabernack

    Die EU hält übrigens an dem Freihandelsabkommen mit Brasilien fest (Mercosur). Trotz Verstößen gegen Menschenrechte und Umwelt. Was auch von Misereor und Greenpeace kritisiert wird.    Es gibt kein Freihandelsabkommen der EU mit Mercosur. Seit 1995 gibt es ein «Assoziierungsabkommen», und seit 2004 stehen weitere Verhandlungen still.   Mercosur ist ein inner-südamerikanisches Handelsabkommen, und tritt nach außen nicht als einheitlicher Verhandlungspartner auf. Repräsentanten nach außen sind gemeinsam die Regierungen von Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay.   Argentinien und Brasilien sind sich nie einig, und seitdem Senhor Bolsonaro in Brasilia dilettantiert schon mal gar nicht. Es ist unabsehbar, ob wann und wie es möglicherweise zu einem Freihandelsabkommen zwischen der EU und Mercosur kommt.

 

Am 28. Juni 2019 haben die Mercosur-Länder Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay mit der EU ein Abkommen geschlossen.

Die EU-Kommission hat am 15. Juli 2021 mehrere Anhänge des Abkommens veröffentlicht. Sie betreffen Zollkürzungen, den Zugang zum öffentlichen Beschaffungswesen und den Marktzugang zum Dienstleistungsbereich.

Auf den Seiten der Organisation attac steht mehr zu den Modalitäten, was daraus resultiert.

 

@ 11:27 Blitzgescheit

Das können Sie drehen und wenden, wie Sie wollen.

 

Unter Bolsonaro hat die Zerstörung der Regenwälder (wieder) massiv zugenommen. Er lehnte sogar internationale Finanzhilfen zur Bekämpfung von Waldbränden ab. Die Mittel des Umweltministeriums wurden unter ihm drastisch gekürzt.

 

Die (illegale) Vernichtung des Amazonas-Regenwaldes hat seit 2017 wieder stetig angestiegen. 
 

 

Das „wirtschaftliche Interesse“ oder auch „Bergbaufirma“ existiert ohne Regenwälder nicht mehr lange und auch so manch anderes auf dieser Welt, was uns eigentlich lieb und teuer sein sollte.

 

Vielleicht erkundigen Sie sich auch mal genauer über die präzisen ökologischen Zusammenhänge und was Biodiversität bedeutet bzw. was für Konsequenzen dass alles hat. Sicher weitaus mehr als „20% des BIP“ durch Bergbau.

 

 

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