Kommentare - Warum Osteuropas Warnungen vor Putin in der EU verhallten

02. April 2022 - 13:11 Uhr

Warnungen vor Russlands Absichten verhallten bis zum Ukraine-Krieg in der EU weitgehend wirkungslos. Jetzt fühlen sich Polen und Balten auf schreckliche Weise bestätigt. Hat die EU ein Hierarchie- und Wahrnehmungsproblem? Von Olga Chládková.

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Kommentare

Auf den Punkt

Mehr Worte braucht man , weil die Antwort im Bericht steht . Vor und während Ära Merkel fehlgeleitete Energiepolitik.

Wirtschaft gegen Wissenschaft - das ist das Problem

Politikwissenschaftlerin Hedeberg:

Öl ist ein Rohstoff, der frei auf dem Weltmarkt zu kaufen ist. Ein Ölembargo hätte daher seit dem ersten Tag auf dem Tisch liegen sollen. Unglaublich, dass darüber immer noch nicht verhandelt wird. Das Gleiche gilt für Kohle, auch die kann auf dem Weltmarkt frei gehandelt werden. Bei Gas ist es etwas schwieriger. Die Abhängigkeit Deutschlands verschärft sich dadurch, dass es sich nicht einfach vom russischen Gas abwenden kann, weil es aus einer Pipeline kommt.

Da zeigt sich mal wieder eine Schwäche unseres Systems - das Russland und China erkannt haben und in ihrem Sinne ausnutzen.

Die Wirtschaftslobbyisten haben die "besseren" Argumente (Arbeitsplätze). Bei uns werden die Standards (Löhne, Umwelt, Soziales) hochgesetzt. Die Firmen wandern in Billiglohnländer ab, die Energie kommt billig aus Russland. Die Konsumgüter sind das "Opium für das Volk". Darauf zu verzichten, triebe viele in die Arme von AfD & Co.

Ganz einfach

Weil wir Leute in der Regierung hatten, die heute bei Gazprom (Schröder, SPD) und Uniper (Rösler, FDP) arbeiten. Da darf man sich nicht wundern, dass die Katze Löcher im Fell hat, wo die Augen sind ... mal sehen, wo die abgetakelten CxU-Politiker demnächst noch auftauchen werden? Spahn bei EMIX, Scheuer bei Eventim ... die Liste dürfte lang werden ...

Wir waren geblendet ...

... vom billigen und "sicheren" Gas. Wir hatten nur die Dollarzeichen in den Augen und unser Blick für Putins wahren Charakter war getrübt.

Dabei gab es Zeichen. Cyberattacken, Novychok-Attacken, Mordanschläge, Annexion der Krim, Überfall auf Georgien, Überfall auf die Ostukraine,...

Geldgier - so arbeitet diese Wirtschaftsform

Und das ist nicht moralisch, sondern funktional zu sehen.

Abr die billige Lösung - 100% Erneuerbare - war den Herren zu teuer. 50 Jahre verpennt - auch politisch. Langfristig denkt nur die chinesische Politik - die ist nicht sympathisch oder menschenfreundlich, nur fähig. aber immerhin.

Wir haben es alle gewußt

nur die Politik, Lobyisten und alle andere die von der russischen Mafia finanziert werden halten davon nichts.

Die Ukraine hätte nie seine Atomwaffen abgeben dürfen und sollte unbedingt weiter versuchen der Nato beizutreten. Tun sie das nicht, ist es eine Frage der Zeit, bis sie wieder überrannt werden. Von Putin, oder seinem Nachfolger. Mit solchen Regimen kann man sich nicht einigen, hier hilft nur Abschreckung. Es wird zuviel gelogen. Leider.

Natürlich

gibt es all diese Dinge auf dem Weltmarkt zu kaufen, nur eben zu anderen ungünstigeren Preisen, und Wirtschaft kauft dort, wo der Gewinn am Ende größer ist.

Polen hat ja selber noch Kohlegruben, was wir auch nicht mehr haben, außerdem kam alles über Röhren, musste also nicht mit Bahn oder Schiff angeliefert werden.

Dann hat Polen ja auch Geld bekommen, das fanden sie auch nicht so schlecht, ist immer einfach auf andere zu zeigen.

Das alles ist bald vorbei, und in 2-3 Jahren werden wir sehen, wie das ausgegangen ist, auch für Polen.

Und das mal ganz ohne Politische Brille.

Deputinisierung des Westens gefordert

Der Präsident von Lettland hat in einem Interview die Deputinisierung des Westens - wohl in Anlehnug an den Begriff Denazifizierung - gefordert. 
 

Recht hat er. 
 

Die Propagandamaschine der Russen läuft nicht erst seit gestern. Schon zu Sowjetzeiten gab es eine Einflussnahme im Westen. Die Antikriegs und Anti-Atomwaffenbewegung war zumindest vom Kreml unterstütz , wenn nicht sogar initiiert worden. 
 

Spätenstens seit Putin an der Macht ist, wurde diese Einflussnahme in nahezu allen Bereichen im Westen massiv forciert. 
 

Man muss Putins Rede 2001 im Bundestag wohl auch unter diesem Aspekt sehen. Das war kein Angebot für eine Kooperation, sondern der Beginn des Versuchs Europa unter die Herrschaft Russlands zu bringen. 
 

Von Lissabon bis Vladivostok - aber unter russischer Führung. 
 

Und dass er nichts von Demokratie hält, das hatte Putin schon Anfang der 1990er Jahre klar zum Ausdruck gebracht. 
 

 

Frank Walter Steinmeier - schwere Fehler gemacht

Jan Fleischhauer hat im Focus schwere Vorwürfe auch gegen den Steinmeier erhoben. 
 

Dieser habe noch vor einem Jahr NS2 als moralische Verpflichtung auf Grund unserer Geschichte gegenüber Russlands verteidigt. 
 

Fleischhauer fordert einen Untersuchungsausschuss, um die unzähligen Verstrickungen von Politikern und die Profiteure davon aufzudecken. 
 

Manuela Schwesig wurde ja schon zum Rücktritt aufgefordert. 
 

Auch Angela Merkels Rolle wird man genauestens aufarbeiten müssen. 
 

Westliche Arroganz

Zitat: "Zulange habe Europa wie ein Schlafwandler die Augen verschlossen."

Ja, das fing schon an, als Putin 2001 im deutschen Bundestag die russische Hand reichte.

Fazit: Arroganz kommt vor dem Fall!

Ja

es durfte nicht sein, was bereits offensichtlich war.

 

Die EU war blind, aus welchem Grund auch immer.

 

Schade, wir tragen die Konsequenzen . 

Im Nachhinein recht haben ist einfach...

Im Nachhinein recht haben ist einfach. Hier geht es aber um die sehr unterschiedlichen Abhängigkeiten und da ist es eben nicht mehr so einfach. Öl und Kohle sind eben für die meisten Länder nicht gerade der Knackpunkt, das bekommt man überall. Wenn das alles so läuft, steuert ja auch Deutschland beim Gas um, wenn alles gut läuft relativ schnell. Leider ist die restliche Erkenntnis zum Umsteuern noch nicht so klar. Europa und auch Deutschland müssen dafür sorgen, daß deutlich mehr wieder in der eigenen Region produziert wird, Lagerhaltung wieder eingeführt wird, Just in Time Produktion zurückgefahren wird, wenn nötig weltweit eingekauft wird und dabei dann der Preis in der Wertigkeit hinter Vielfältigkeit der Bezugs-Quellen zurücksteht. Das wird zwar nicht billiger, sorgt aber für mehr  Unabhängigkeit und lässt sich   nur über einen gewissen Zeitraum erreichen. Ob dann die FDP mitspielt, weil man dann Staatlicherseits Regeln vorgeben muss wird sich zeigen.

@ Jim456. 13:52

Zitat "Wir haben es alle gewusst. Nur die Politik, Lobyisten und alle andere die von der russischen Mafia finanziert werden halten davon nichts."

Wer ist "Wir" und wer hat wann alles gewusst? Sie haben also vor Jahren schon gewusst, dass Putin die Ukraine überfallen würde? Warum haben Sie dies nicht kommuniziert? Also ehrlich, ich hätte dies vor Jahren nicht geglaubt. Und "die Politik" (wer? alle Politiker oder meinen Sie Einzelpersonen?) und Lob(b)yisten - ich vermute Sie meinen hier Wirtschaftsvertreter - werden von der russischen Mafia finanziert. Ich werde mal drüber nachdenken. Aber ich befürchte, das wird nicht lange dauern. 

Ich bin schon immer gegen Russland gewesen

Russland ist kein demokratisches System. Russland hat, vor allem auch unter Putin, grausame Kriege geführt. Russland hat viel mehr aufgerüstet als alle Länder der EU zusammen. 
Aber Deutschland und die EU haben dennoch sich von Russland wirtschaftlich abhängig gemacht, obwohl es nahe lag, dass Putin weitere Angriffskriege plant.

Zu große Gutgläubigkeit wird im Leben immer bestraft.

 

Man kann dieses politische Versagen vergleichen mit dem politischen Versagen beim Klimaschutz.

Es muss erst zum Schlimmsten kommen bis die Politiker endlich aufwachen.

In beiden Fällen (Russland bzw. Putin und unterbliebener Klimaschutz) muss man die Vorwürfe an die Regierung Merkel richten.

Im Falle von Putin hat dazu auch der ehemalige Kanzler Schröder sehr viel falsch gemacht. 

@13:41 Uhr von Questia

 Die Konsumgüter sind das "Opium für das Volk". Darauf zu verzichten, triebe viele in die Arme von AfD & Co.

 

Worauf wollten Sie nochmal genau verzichten? Wohnraum, Straßen, Öffentliche Verkehrsmittel, Ernährung, medizinische Versorgung? Wenn Schulen schon wegen Corona bei offenem Fenster im Winter Unterricht geben, ist doch bereits erwiesen, daß man sie nicht auf mehr als zwölf Grad zu heizen braucht - die Schüler können sich ja Pullover anziehen?

Die Volkswirtschaft würde schon eine Menge einsparen, wenn wir Brot verbieten und nur noch Kuchen essen, stimmt's? 

 

Reale Erfahrung statt Illusionäre Selbsttäuschung

 

Die Ost-Europäer hatten den westlichen Ländern alle eines voraus: reale, auf  geschichtlicher Erfahrung und Fakten basierende Information über den wahren Charakter Putin-Russlands und seiner Akteure.

 

Russland ist über seine ganze Geschichte hinweg ein Gebilde ohne Freiheit und ohne Freiheitstradition gewesen. Autoritäre Gewaltherrscher, Zaren, kommunistische Diktatoren und groß-russisch angetriebene Eroberer wie Wladimir Putin prägen seine Geschichte.

 

Die Nachbarn Russlands in Ost und West wurden Opfer von Eroberungsfeldzügen und Unterdrückung. Das schärft den Blick auf die Realität und die Bedrohung, die von ihr ausgeht.

 

 

@13:47 Uhr von Coachcoach, "100% Erneuerbare waren zu teuer"

Abr die billige Lösung - 100% Erneuerbare - war den Herren zu teuer. 50 Jahre verpennt - auch politisch. Langfristig denkt nur die chinesische Politik - die ist nicht sympathisch oder menschenfreundlich, nur fähig. aber immerhin.

100 % Erneuerbare ohne importierte Rohstoffe, wie machen Sie das denn? Solarelemente ohne Halbleitermaterialien wie Silicium, ohne Kupfer und Alu? Akkus? Auch die Bauteile für Windkraftanlagen kommen überwiegend aus China - leider. Da bleibt nicht viel.

Deutschland ist und war schon immer ein rohstoffarmes Land. Vielleicht war auch deshalb der Erfindungs- und Entwicklungsreichtum so groß. Aber fast alles, was unsere Wissenschaftler an den Universitäten, alles was die Industrie entwickelt hat, wurde und wird kopiert und als Billigversion mit eingeplantem Verschleiß (von China) auf den Markt gebracht. Chinesische Dumpingpreise machen dann mit Billigpreisen unsere Wirtschaft kaputt (siehe z.B. Solarworld). Daraus ergibt sich eine weitere Abhängigkeit.

 

 

Blindheit gegenüber Putin

Ich meine, daß die Haupttriebfeder, was das Nichtsehenwollen betrifft, das große Bedürfnis nach Harmonie nach dem Ende des kalten Krieges war. Ich erinnere mich an die große Hoffnung, die bei mir mit Gorbatschow aufkeimte. Aber dann kam Jelzin, und ich schlug die Hände über dem Kopf zusammen. Ein Mann mit schwerstem Alkoholproblem, ein Russe aus dem Witzblatt. Als er am Silvesterabend 1999 aus dem Kreml getragen wurde und dann „völlig überraschend“ zurücktrat, woraufhin Putin das Zepter übernahm, habe ich diesen unblutigen Putsch sehr begrüßt.

 

Und dann kam Putins Bundestagsrede, auf deutsch, die mehrfach von stehenden Ovationen unterbrochen wurde. Das war mir dann doch zu harmonieselig, um wirklich wahr zu sein. Ich wusste ja, daß der Mann Geheimdienstler war, und denen bin ich immer relativ skeptisch gegenüber eingestellt.

 

Die weitere Entwicklung sollte mein ungutes Gefühl leider zur Gewissheit werden lassen.

 

Ich empfehle allen, sich mit den ideologischen Vätern des Putinismus zu beschäftigen. Iwan Iljin, Nikolaj Trubezkoj, Alexander Prochanow, Alexander Dugin. Der so genannte Neo-Eurasismus. Eine faschistische Ideologie.

 

Nur so kann man verstehen, was gerade passiert.

Ja, es gab und ...

....es gibt im deutschen und westeuropöischen politischen aber auch gesellschaftlichen Raum eine gewisse Hybris, auch eine Arroganz....gegenüber Ratschlägen und Warnungen aus östlichet Richtung -  und nun ist das Kind in den Brunnen gefallen, mal schaun ob wir es wieder einigermassen unversehrt aus dem Wasser ziehen können.......ich hoffe es, doch mit einer gehörigen Skepsis.

14:14, logo1

>>Ja, das fing schon an, als Putin 2001 im deutschen Bundestag die russische Hand reichte.<<

 

Die russische Hand? Meine Güte, was soll das denn sein?

 

Putin hielt eine verlogene Schönwetterrede, sonst nichts.

So einfach ist das nicht…

So einfach ist das nicht. Die feindselige Einstellung der osteuropäischen Ländern wie Polen hat die Spannungen zwischen Russland und Ukraine zusätzlich in den letzten Jahren geschürt. So gesehen ist die Behauptung,  man hätte es kommen sehen,  eine Art sich selbst erfüllende Prophezeiung. Da ich selbst aus Polen komme, verfolge ich seit Jahren den zunehmenden Hass in den polnischen Medien gegenüber Russland. Wenn man die polnische Regierung nicht zurückhalten würde, würden sie am liebsten Seite an Seite mit der Ukraine in Russland einmarschieren. Ich hoffe,  dass sich die NATO nicht durch die osteuropäischen Partner instrumentalisieren lässt. Dieser Hass entspringt auch nicht einer weisen Erkenntnis,  sondern der Tatsache,  dass sich Polen und die anderen Anreinerstaaten durch die sowjetische Vorherrschaft immer noch gedemütigt fühlen. Aber ähnliche Gefühle hegt die aktuelle polnische Regierung auch Deutschland gegenüber. Also wenn Deutschland morgen in Polen einfällt,  dann haben wir es schon immer gewusst. 

14:22, Margitt.

>>Ich bin schon immer gegen Russland gewesen<<

 

Ich bin hingegen ein großer Freund der europäischen Kulturnation Russland mit ihren Dichtern, Musikern und Wissenschaftlern.

 

Und gleichzeitig bin ich ein Gegner des Putinismus. Einer aus der Zeit gefallenen, erzreaktionären, faschistischen Ideologie.

Die Briten waren und sind die Ausnahme im Westen

 

Schon die Politik von Winston Churchill war von einer unbeugsamen Haltung gegenüber Diktatoren geprägt. Er hat Hitler die Stirn geboten, als die Welt den Nazi-Führer noch für unbesiegbar hielt und ihn - vergeblich -  mit Appeasement Politik zu besänftigen suchte.

 

Er hat auch Stalins Hegemonialpolitik, mit der er die ost-europäischen Staaten hinter den eisernen Vorhang und in sein kommunistisches Imperium zwang, zurückgewiesen und die Notwendigkeit eines starken Verteidigungsbündnisses des Westens gegen den Totalitarismus erkannt.

 

Heute ist es wieder ein Brite, der in gnadenloser Offenheit den Charakter der Putin-Diktatur offen anspricht und die Notwendigkeit zur entschiedenen Verteidigung der Ukraine auf ruft, um Putin vor weiteren Angriffen in Richtung Westen zu stoppen.

Die EU muss endlich

Positionen einnehmen, die unabhaengig machen, nur so kann man auch moralische Positionen einnehmen und Menschenrechte einfordern. Umwelt, Klima, Demokratie, Selbstbestimmung, alles haengt davon ab, dass man nicht erpressbar ist. 

 

Die Selbstversorgung ist sicherzustellen, die Globalisierung zurueckzufahren.  Die meisten hatten eh wirtschaftlich nichts von letzterem. 

 

Russland ist letzendlich abhaengig vom Verkauf fossiler Energien. Warum man diese Abhaengigkeit teilt, erschliesst sich mir nicht.

 

13:27 Uhr von Dr. Cat   Sie…

13:27 Uhr von Dr. Cat

 

Sie sehen/lesen  wieder nur das, was Sie sehen/lesen  wollen.

Es geht nicht nur um die Energiepolitik, sondern um die Ostpolitik. So steht es im Artikel:

 

"Deutschland spielt dabei eine entscheidende Rolle. Folgenreiche Fehlentscheidungen vor und während Merkels Amtszeit haben die deutsche Ostpolitik auf einen falschen Pfad gebracht."

 

Und ja, es wurden Fehleinschätzungen von Frau Merkel und anderen Politikern gemacht, was Herrn P. angeht. Aber wer hätte denn - nach dem 2. WK - mit dieser Entwicklung (Krieg in Europa) gerechnet?

Ich - und viele andere auch - nicht. 

Aber ja es gab Anzeichen, z.B. die grenzenlose Machtgier von Herrn P. (bis zum eigenen Ende Russlands "Vorreiter"), Abhängigkeiten schaffen (Energie u.ä.) usw., das hätte aber auch zu der Erkenntnis führen müssen, das ein Krieg eben doch möglich ist.

Die Rolle derer

die Europa in die derzeitige Lage gebracht haben muss untersucht werden.

 

Da stimme ich einigen Kommentaren ueberzeugt zu.

@14:12 Uhr von vriegel

Die Aufarbeitung der Rolle einzelner Politiker ist der kleinere Teil der Aufgabe. Die tatsächliche Frage  ist, wie schnell die jetzt Verantwortlichen ihre  Denkweise wikrlich ändern. Es scheint so, als könnten sie es gar nicht.  und das ist das Dilemma. Erst wenn genug Menschen erkennen, das trotz aller Versuche ihnen das Gegentiel einzureden, eine tatsächliche Abkehr vom sinnlosen Konsumdenken erforderlich ist, wird eine Umkeh möglich werden. Vieleicht wird auch der eine oder andere der Verantwortlichen erkennen, wie sehr sie sich auf einem Holzweg verrannt haben. Solange die Ampel entscheidungsschwach, sich selbst lähmend, vor sich hin dümpelt, sieht es düster aus. Hoffen wir, dass sich das bald ändert.

@ Margit. 14:22

"Aber Deutschland und die EU haben dennoch sich von Russland wirtschaftlich abhängig gemacht, obwohl es nahe lag, dass Putin weitere Angriffskriege plant.Zu große Gutgläubigkeit wird im Leben immer bestraft"

​​​​​​. 

Nun, wie Sie wissen leben Deu und auch andere EuroStaaten überwiegend vom Export technologischer und med. Produkte. Dummerweise gibt es aber die notwendigen Ressourcen (Erdöl, Gas, Kobalt, seltene Erden) kaum in unseren Breitengraden. Ergo werden wir auch künftig von Ländern abhängig sein, welche solch seltenes Gut verkaufen. Ich will jetzt gar nicht Quatar oder die VAE thematisieren. Wir werden Bittsteller bleiben und unsere (Schein?) Moral hinten anstellen müssen. Auch Frau Dr. Merkel und die CDU haben keine ausreichenden Rohstoffe in deutschlands Böden finden können. Das kann man ihr natürlich vorwerfen, wenn man hinterher besser atmen kann. Muss man aber nicht tun. 

@14:18 Uhr von Fuchs123

Im Nachhinein recht haben ist einfach. Hier geht es aber um die sehr unterschiedlichen Abhängigkeiten und da ist es eben nicht mehr so einfach. Öl und Kohle sind eben für die meisten Länder nicht gerade der Knackpunkt, das bekommt man überall. Wenn das alles so läuft, steuert ja auch Deutschland beim Gas um, wenn alles gut läuft relativ schnell. Leider ist die restliche Erkenntnis zum Umsteuern noch nicht so klar. Europa und auch Deutschland müssen dafür sorgen, daß deutlich mehr wieder in der eigenen Region produziert wird, Lagerhaltung wieder eingeführt wird, Just in Time Produktion zurückgefahren wird, wenn nötig weltweit eingekauft wird und dabei dann der Preis in der Wertigkeit hinter Vielfältigkeit der Bezugs-Quellen zurücksteht. Das wird zwar nicht billiger, sorgt aber für mehr  Unabhängigkeit und lässt sich   nur über einen gewissen Zeitraum erreichen. Ob dann die FDP mitspielt, weil man dann Staatlicherseits Regeln vorgeben muss wird sich zeigen.

 

Ich gebe Ihnen Recht , nur sehe ich bei dem ganzen schon mehrere Knackpunkte . Die Lobbyisten müssten verbannt werden , was ich mit der Verstrickung zu der Politik bezweifle, die Geiz ist Geil Mentalität der Gesellschaft, da bezweifle ich das sie bereit ist mehr auszugeben und zum Schluss sind verschiedene Fähigkeiten für ein Produkt zu produzieren verloren gegangen.

14:12 Uhr von vriegel   //…

14:12 Uhr von vriegel

 

//

Fleischhauer fordert einen Untersuchungsausschuss, um die unzähligen Verstrickungen von Politikern und die Profiteure davon aufzudecken. //

 

Der U-Ausschuss könnte etwas Licht rein bringen, aber ändern kann er nichts.
 

//Manuela Schwesig wurde ja schon zum Rücktritt aufgefordert.//

 

Warum? Weil sie sich an Verträge gehalten hat? 
 

 

//Auch Angela Merkels Rolle wird man genauestens aufarbeiten müssen.//

 

Warum? Weil sie - wie viele andere auch -  diesem größenwahnsinnigen "auf den Leim" gegangen ist?

Fordern kann man viel - allein ob es sinnvoll ist bleibt fraglich.

 

Ich fordere z.B., das Herr P. "seine" Armee sofort aus der Ukraine abzieht, ohne Bedingungen.

Hilft aber nicht wirklich.

@13:53 Uhr von wenigfahrer

gibt es all diese Dinge auf dem Weltmarkt zu kaufen, nur eben zu anderen ungünstigeren Preisen, und Wirtschaft kauft dort, wo der Gewinn am Ende größer ist. Polen hat ja selber noch Kohlegruben, was wir auch nicht mehr haben, außerdem kam alles über Röhren, musste also nicht mit Bahn oder Schiff angeliefert werden. Dann hat Polen ja auch Geld bekommen, das fanden sie auch nicht so schlecht, ist immer einfach auf andere zu zeigen. Das alles ist bald vorbei, und in 2-3 Jahren werden wir sehen, wie das ausgegangen ist, auch für Polen. Und das mal ganz ohne Politische Brille.

 

Das möchte ich auch meinen!

 

Mal davon abgesehen: wo waren diese genannten Länder 2015 - 2016 als die EU die Mio. Flüchtlingen aus Syrien  aufgenommenen hat? Angeblich wegen kein Platz keine Gelder dafür ect.usw.  

Jetzt nehmen Sie 1,5 -2 Mio Flüchtlinge "ohne" Problemen auf. Da darf schon die Frage erlaubt sein wieso. Aber egal jetzt, dafür sind wir diesen Ländern dankbar. Das ist quasi eine Wiedergutmachung von 2015-16

Irgendwie gleicht sich alles im Leben aus.

 

Und was das Wirtschaftliche angeht: wenn die 'Lokomotive' (DE) in der EU nicht so richtig laufen würde, wird es schwerer werden diesen Ländern die vielen Mia. Subventionen die sie jedes Jahr (gerne) in Anspruch nehmen zu bedienen.

 

Natürlich haben unsere Politiker in der Vergangenheit viele Fehler gemacht. Im Nachhinein ist man immer schlauer. Aber wir sollten jetzt nach vorne schauen und uns nicht noch das Leben unnötig schwerer machen.

Es wird Zeit umzudenken

"Politikwissenschaftlerin Annika Hedeberg glaubt jedoch nicht, dass der Westen den Osten nicht ernst nimmt. Für sie hat Europa zulange wirtschaftlichen Interessen den Vorrang gegeben: "Zahlreiche EU-Staaten dachten, dass es möglich wäre, die wirtschaftlichen Verbindungen von den politischen zu trennen."

Wirtschaft von den Politik zu trennen - das scheint nicht zu klappen. Gas und Erdöl, das ist nicht der einzige Engpass.

Für China sind wirtschaftliche Verbindungen ein Mittel zu dem Zweck, Abhängigkeit herzustellen und Herrschaft auszuüben.  Per Produktionsverlagerung nach Asien hat Europa nicht nur die "Werkbank Europas in Asien" genutzt, sondern eigene Kompetenzen und Produktionsgeheimnisse ausgeliefert. Zugunsten billiger Fertigung, billiger Produkte, hoher Gewinnspannen wurden die Gefahren ausgeblendet.

Stahlindustrie - weg. Kohleförderung - abgeschafft. Werften - ausverkauft. Solarelemente - werden in China gebaut. Elemente für Windkraft - ebenso.Zeit umzudenken.

 

 

@14:27 Uhr von fathaland slim

>>Ja, das fing schon an, als Putin 2001 im deutschen Bundestag die russische Hand reichte.<<   Die russische Hand? Meine Güte, was soll das denn sein?   Putin hielt eine verlogene Schönwetterrede, sonst nichts.

"Schönwetterreden" können unsere Politiker auch. Besonders vor Wahlen! Hinterher wird alles ganz anders beschlossen.

 

 

Warnungen

Politiker übernehmen schon lange nicht mehr politische Verantwortung. Egal ob es an den überstürzten Ausstieg aus der Kernenergie ging oder über die überhastete Flucht der Nato aus Afghanistan.

Keine politische Verantwortung von Ursula von der Leyen und Kran Karrenbauer, die von einer wehrhaften einsatzbereiten Bundeswehr  plauderten,  aber nicht erreichten. 

Hat denn Europa alles richtig gemacht, wenn es um Russland ging? Warum war eine Neutralität der Ukraine nicht möglich?  

Eines ist sicher, dass das Volk  der Ukraine die Last des Krieges  tragen müssen. Die Oligarchen bleiben und werden zu den Gewinnern gehören. Wer wird die Nationalisten entwaffnen?

 

Hallo   Die EU hat Gelder in…

Hallo

 

Die EU hat Gelder in Höhe von 36 Milliarden Euro eingefroren, die für den Aufbau Polens bestimmt waren.

 

Zwar befindet sich Polen im Gegensatz zu Ungarn, zumindest nur an an der Grenze, die Rechtsstaatlichkeit zu verlassen, aber das ist mit Sorge zu betrachten.

 

Nach seinem Treffen mit dem polnischen Präsidenten Andrzej Duda erklärte US-Präsident Joe Biden, der Artikel der NATO zum Bündnisfall sei für die USA eine "heilige Verpflichtung". Duda könne sich darauf verlassen. "Für Ihre Freiheit und die unsrige."

https://www.tagesschau.de/ausland/biden-polen-107.html

 

Biden befürwortet auch die Abgabe der Kampfflugzeuge.

 

Ich interpretiere das so, dass die beiden eine "private" Klüngelei betreiben.

 

Wo bleibt da die Eigenständigkeit der Nato?

 

Polen und das Baltikum sollen die Füße stillhalten.

Das kommt auch ihrer, zugespitzt formuliert, "Bedeutung" zu.

 

 

 

 

14:30, wolliden

>>War auch in Bonn, gegen den Doppelbeschluss, und bin heute froh, dass der dennoch durchgekommen ist. Man muss nun mal auch in der Lage bleiben, seine eigenen wirtschaftlichen und politischen Interessen zu verteidigen.<<

 

Ich war auch in Bonn und habe gegen den NATO-Doppelbeschluss demonstriert.

 

Im Gegensatz zu Ihnen bin ich aber heute nicht froh, daß er damals durchgekommen ist. Denn Wettrüsten ist nie eine gute Idee.

 

Leider hat Putin es geschafft, eine neue Wettrüstungsrunde einzuläuten.

 

Ein Rückschritt um Jahrzehnte.

 

Trotzdem bin ich in Anbetracht der momentanen historischen Situation froh, daß es die NATO gibt. Putin stünde sonst wohl längst in Polen.

 

An meiner ansonsten grundsätzlichen Ablehnung von Rüstungsbündnissen ändert das allerdings nichts. Der Spruch „Willst du den Frieden, so bereite den Krieg vor“ ist ein dummer.

@14:12 Uhr von vriegel

Jan Fleischhauer hat im Focus schwere Vorwürfe auch gegen den Steinmeier erhoben.    Dieser habe noch vor einem Jahr NS2 als moralische Verpflichtung auf Grund unserer Geschichte gegenüber Russlands verteidigt.    Fleischhauer fordert einen Untersuchungsausschuss, um die unzähligen Verstrickungen von Politikern und die Profiteure davon aufzudecken.    Manuela Schwesig wurde ja schon zum Rücktritt aufgefordert.    Auch Angela Merkels Rolle wird man genauestens aufarbeiten müssen.   

 

Und was wollen Sie mit Ihrer Aufarbeitung" erreichen? Wird Putin den Krieg schneller beenden? Werden wir uns dadurch schneller vom russischen Gas trennen? Was, glauben Sie, wird die "Aufarbeitung" zutage bringen? Dass wir blauäugig waren und an den russischen Willen zu einem friedlichen Europa glaubten? Dafür benötige ich keine Aufarbeitung. Auch sehe ich eine Frau Merkel, Schwesig oder einen Herrn Platzeck in keinen Vorständen russischer Wirtschaftsimperien sitzen und Geld scheffeln. Die Rolle, die Sie finden werden, wird die der Generation nach dem Kalten Krieg und in einem offenen Europa sein. 

14:51, logo1

>>

@14:27 Uhr von fathaland slim

 

>>Ja, das fing schon an, als Putin 2001 im deutschen Bundestag die russische Hand reichte.<<   Die russische Hand? Meine Güte, was soll das denn sein?   Putin hielt eine verlogene Schönwetterrede, sonst nichts.

 

"Schönwetterreden" können unsere Politiker auch. Besonders vor Wahlen! Hinterher wird alles ganz anders beschlossen.<<

 

Mehr als Allgemeinplätze fallen Ihnen zu meinem Kommentar nicht ein?

 

 

Die Friedensbewegung auf dem Weg zur Wirklichkeit

+

Nicht nur in Ost-Europa, auch weiter westlich in Deutschland gibt es ernüchterte Neubewertungen alter Glaubenssätze.

Wolfang Thierse, früherer Bundestagspräsdent hat heute in der FAZ einen bemerkenswerten Gastbeitrag verfasst.

www.faz.net/aktuell/feuilleton/wolfgang-thierse-

ueber-den-ueberholten-pazifismus-17927631.html

+

Er legt darin dar, warum er den sogenannten 'Appell' einer sogenannten 'Friedensinitiative gegen Hochrüstung nicht unterschreiben wird, obwohl ihn Friedenspolitik durch seinen ganze politischen Werdegang in der DDR wie auch in Gesamtdeutschland bewegt hat.

+

Im Tenor: wer sich für Frieden einsetzt, muss von der Wirklichkeit aus starten. Die muss seit dem 24. Februar für jeden erkennbar sein. Putin hat einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg begonnen und gegen sämltiche Vereinbarungen, welche die Sicherheitsordnung Europas ausgemacht haben, verstoßen.

+

Frieden geht nur mit Absicherung gegen Aggression.

 

 

 

 

@14:14 Uhr von logo1

Zitat: "Zulange habe Europa wie ein Schlafwandler die Augen verschlossen." Ja, das fing schon an, als Putin 2001 im deutschen Bundestag die russische Hand reichte. Fazit: Arroganz kommt vor dem Fall!

 

War es wirklich Arroganz? Oder eher der Glaube an den möglichen Wandel? Hinterher hat man's meist vorher gewusst. 

@14:24 Uhr von draufguckerin

fast alles, was unsere Wissenschaftler an den Universitäten, alles was die Industrie entwickelt hat, wurde und wird kopiert und als Billigversion mit eingeplantem Verschleiß (von China) auf den Markt gebracht.

Ach, den Unsinn hat man uns schon vor 50 Jahren z.B. in den Fotoläden einreden wollen. Sie sind alle an ihrer Überheblichkeit pleitegegangen mitsamt der einst weltweit führenden Industrie. 

Kann das sein, daß Sie Ihre Bewertung chinesischer Güter aus irgend welchen importierten Plastikspielzeugen und billigsten Werbegeschenken beziehen? Informieren Sie sich mal, wo überall chinesische Halbzeuge drin sind - sie sind z.B. bei Forschungsmikroskopen oder Schweizer Uhren (mit Ausnahme von Patek Philippe, und die haben ihren Preis...) unverzichtbar. Google-Suchbegriff: "halbzeuge china". 

 

Frdl. Gruß, Zuschauer49

 

14:39, IBELIN

>>Die Selbstversorgung ist sicherzustellen, die Globalisierung zurueckzufahren.  Die meisten hatten eh wirtschaftlich nichts von letzterem.<<

 

Ohne intensive globale Vernetzung ist die Menschheit nicht überlebensfähig. Nichts wäre schlimmer als ein Rückfall in nationalistische Abschottung. Dann reicht ein Funke, und alles fliegt uns um die Ohren, die wir dann anschließend nicht mehr haben werden. So wie alles andere auch nicht mehr.

14:51 Uhr von logo1 @14:27 Uhr von fathaland slim @logo1

 

>>Ja, das fing schon an, als Putin 2001 im deutschen Bundestag die russische Hand reichte.<< 

 

Die russische Hand? Meine Güte, was soll das denn sein?   Putin hielt eine verlogene Schönwetterrede, sonst nichts.

 

"Schönwetterreden" können unsere Politiker auch. Besonders vor Wahlen! Hinterher wird alles ganz anders beschlossen.

 

 

Kann mich allerdings nicht daran erinnern, dass auf eine solche Rede ein Angriff auf ehemals deutsche Gebiete erfolgte mit der Absicht diese zurück zu erobern. Was ich auch nicht erleben möchte.

Polen gegen russ. Gas?

Dass Polen gegen NorthStream überhaupt war, verwundert nicht, denn die Wichtigkeit für die Pipline über polnisches Gebiet nahm ab. Solange das Gas über polnisches Gebiet floss und dabei reichlich Durchleitungs-Gewinn brachte, solange habe ich keinen Ton aus Polen wegen Abhängigkeit gehört. Dass natürlich irgendwann der Punkt kommen könnte, wo Ru den Bogen überspannt, das war abzusehen - hat aber m.E. mit den historischen Vorwürfen nichts zu tun. Wenn's dem Esel zu wohl wird ... das meinte schon die OPEC 1972: Innerhalb 2-3 Jahren war das Ergebnis, dass Fahrzeuge mit 50% Spritverbrauch auf den Markt kamen, Heizungen extrem wirtschaftlicher arbeiteten. Ein Schuß ins Knie ... So wird es dem Bonapärlte aus dem Kreml auch gehen: Ab in die Bedeutungslosigkeit. Das Schöne ist, dass es ein neues Umdenken geben wird - Unabhängigkeit vom Öl: eigentlich grün. Hätte nie geacht, dass ein Krieg den Umweltschutz beflügeln würde ... 

14:52 Uhr von NeNeNe   Zu…

14:52 Uhr von NeNeNe

 

Zu dem ersten Teil Ihres Kommentares schreibe ich nichts, denke mir aber meinen Teil.

 

//Hat denn Europa alles richtig gemacht, wenn es um Russland ging? Warum war eine Neutralität der Ukraine nicht möglich? //

 

Weil die Ukraine das nicht wollte.Und - oh Wunder - aus heutiger Sicht vollkommen zu Recht.

Für mich ist die logische Schlussfolgerung: die Ukraine sofort in EU und Nato aufnehmen - auch sonst alle Länder, die das wollen - sonst kommt noch jemandem Blödsinn in den Kopf.

@14:22 Uhr von Margitt. "gegen Russland"

Ich bin schon immer gegen Russland gewesen. 

Ich nicht. Ich bin dorthin gereist, ich habe auf einem ihrer Segelschulschiffe als mitarbeitender Passagier gemacht, ich war in den 60er Jahren in der Schule (Süddeutschland, nicht DDR) in einer sog. Arbeitsgemeinschaft zum Erlernen der Sprache als dritter Fremdsprache.

 

Aber gute Zäune geben gute Nachbarn. In der Politik heisst das, gutverteidigte Grenzen. 

Man fragt sich nur speziell in Deutschland, aus welchen Interessen, von welchen Personengruppen und mit welchen Zielen die Verteidigungskräfte derart hintertrieben wurden.

Frdl. Gruß, Zuschauer49

Die Ost-Europäer haben der Freiheit die Bresche geschlagen

 

Der Zusammenbruch des Kommunismus in Ost-Europa kam nicht aus Blumengebinden. Es waren Helden wie Lech Walensa und die streikenden Danziger Werft-Arbeiter, welch die erste Schneise in die Mauern des kommunistischen Freiluft-Gefängnisses geschlagen haben.

 

Danach konnte die Lüge, dass die Kommunistischen Parteien die Vertreter der "Arbeiterklasse" seien, nicht mehr aufrecht erhalten werden. Deren Einfluss auf die Gesellschaften erodierte komplett und konnte nur noch durch die Sowjet-Panzer aufrecht erhalten werden. Bis auch die Berliner Mauer schließlich fiel und sie abziehen mussten.

 

Diese historische Befreiungshistorie ist bei unseren ost-europäischen Nachbarn tief verankert und macht sie zu Realisten, was die Einordnung von Putins Regime und die Politik des Kreml angeht. Ab jetzt hören wir besser auf sie.

 

 

Aufarbeitung

Bin mal gespannt wann oder ob überhaupt eine Aufarbeitung in Deutschland und EU kommt.

Es war ein großer Fehler nicht auf die östlichen Staaten der EU zu hören. In der ganzen Debatte fehlt mir der Name Merkel, sie mit Hilfe der SPD war es die in der EU und hier den Ton angegeben hat und uns in diese Abhängigkeit mit Gas, Öl und Kohle getrieben hat.

Auch hat diese Frau als Kanzlerin es zugelassen das die SPD (z.B. H Mützenich und andere) die Bundeswehr total vernachlässigt haben da diese SPD Mitglieder was gegen Militär hatten und haben.

Und wie Machtbesessen war die CDU/CSU, sie lief treu doof hinter der Mutti her und hat alles zugelassen!!

14:53 Uhr von w120   //Nach…

14:53 Uhr von w120

 

//Nach seinem Treffen mit dem polnischen Präsidenten Andrzej Duda erklärte US-Präsident Joe Biden, der Artikel der NATO zum Bündnisfall sei für die USA eine "heilige Verpflichtung". Duda könne sich darauf verlassen. "Für Ihre Freiheit und die unsrige."//

 

Polen ist Nato Mitglied und ein Recht auf den Beistand nach Artikel 5.

 

//Biden befürwortet auch die Abgabe der Kampfflugzeuge.//

 

Warum auch nicht?

 

//Ich interpretiere das so, dass die beiden eine "private" Klüngelei betreiben.//

 

Nein.

 

//Wo bleibt da die Eigenständigkeit der Nato?//

 

Was hat das mit der Eigenständigkeit der Nato zu tun?

 

//Polen und das Baltikum sollen die Füße stillhalten.

Das kommt auch ihrer, zugespitzt formuliert, "Bedeutung" zu.//

 

Ist schon toll, wie sich artikulieren können.

@14:47 Uhr von Opa Klaus

Hallo Opa Klaus

 

Dummerweise gibt es aber die notwendigen Ressourcen (Erdöl, Gas, Kobalt, seltene Erden) kaum in unseren Breitengraden. Ergo werden wir auch künftig von Ländern abhängig sein, welche solch seltenes Gut verkaufen. Ich will jetzt gar nicht Quatar oder die VAE thematisieren. Wir werden Bittsteller bleiben und unsere (Schein?) Moral hinten anstellen müssen. 

 

Ist es nicht so, wenn ich begehrte Güter besitze, durch den Verkauf reich werde?

Aber auch nur dann, wenn es andere brauchen.

Das ist doch der Fall.

Wenn dann noch die Menge des Gutes sichtlich endlich ist, dann reize ich aber sowas von den Markt aus.

 

Dort (in den fernen Rohstoffländern) werden nur ein paar Familien reich, dann ist es aber Zeit für einen Regime Change.

 

Die beste Lösung ist, dass wir unsere Möglichkeiten verbinden, um alle ein vernünftiges Leben  führen zu können.

 

@14:47 Uhr von logig

Erst wenn genug Menschen erkennen, das trotz aller Versuche ihnen das Gegentiel einzureden, eine tatsächliche Abkehr vom sinnlosen Konsumdenken erforderlich ist, wird eine Umkeh möglich werden.

 

In welcher Welt leben eigentlich die Menschen, die derartige Parolen verbreiten? Sie haben nur noch den süffisanten Ratschlag vergessen, Pullover im Winter anzuziehen. Ich komme mit meiner Rente, die ziemlich genau auf einem der diversen "Existenzminima" liegt, ganz gut aus - aber für "sinnloses Konsumdenken" ist sie nicht ausreichend bemessen. Bei mir nicht, und bei -zig Millionen anderen Bürgern auch nicht.

 

frdl. Gruß, Zuschauer49

 

@14:55 Uhr Anita L. - DDR Verganenheit

Und was wollen Sie mit Ihrer Aufarbeitung" erreichen? Wird Putin den Krieg schneller beenden? Werden wir uns dadurch schneller vom russischen Gas trennen? Was, glauben Sie, wird die "Aufarbeitung" zutage bringen? Dass wir blauäugig waren und an den russischen Willen zu einem friedlichen Europa glaubten? Dafür benötige ich keine Aufarbeitung. Auch sehe ich eine Frau Merkel, Schwesig oder einen Herrn Platzeck in keinen Vorständen russischer Wirtschaftsimperien sitzen und Geld scheffeln. Die Rolle, die Sie finden werden, wird die der Generation nach dem Kalten Krieg und in einem offenen Europa sein. 
 

  
Es ist bekannt, dass Merkels Vater - ein überzeugter Kommunist - Kontakte zum KGB hatte. 
 

Auch einige andere unserer Politiker haben eine DDR-Vergangenheit. Nicht jeder davon war bei den „Wir sind das Volk“-Demonstranten. 
 

Wieso wollen Sie einem Ausschuss vorgreifen?!

 

Mit dem Krieg gegen die Ukraine hat das nichts zu tun…

@14:12 Uhr von vriegel

Die Aufarbeitung der Rolle einzelner Politiker ist der kleinere Teil der Aufgabe. Die tatsächliche Frage  ist, wie schnell die jetzt Verantwortlichen ihre  Denkweise wikrlich ändern. Es scheint so, als könnten sie es gar nicht.  und das ist das Dilemma. Erst wenn genug Menschen erkennen, das trotz aller Versuche ihnen das Gegentiel einzureden, eine tatsächliche Abkehr vom sinnlosen Konsumdenken erforderlich ist, wird eine Umkehr möglich werden. Vieleicht wird auch der eine oder andere der Verantwortlichen erkennen, wie sehr sie sich auf einem Holzweg verrannt haben. Solange die Ampel entscheidungsschwach, sich selbst lähmend, vor sich hin dümpelt, sieht es düster aus. Hoffen wir, dass sich das bald ändert.

14:57 Uhr von MRomTRom   /…

14:57 Uhr von MRomTRom

 

//Frieden geht nur mit Absicherung gegen Aggression.//

 

Das ist die Lehre, die "wir" wohl aus den Umständen ziehen müssen.

einfach herrlich hier wieder

aber was sucht der alte weisshaarige mann auf dem foto? bittet er etwa auch um anschlussverwendung im osten? 

Wer machte die Fehler?

Wichtig ist, dass die Diskussion nicht in die kollektive Dimension abgeleitet.

Julia Klöckner hat es gemacht heute im Deutschlandfunk, Oliver Welke in seiner Tagesshow, viele andere auch: die steile These zu vertreten, "wir" hätten uns in Putin getäuscht, "wir" seien zu blauäugig gewesen, "wir" hätten energietechnisch stärker diversifizieren sollen.

Es waren die Bundesregierungen unter Angela Merkel, die, umgangssprachlich gesprochen, 2014 "den Schuss nicht hörten", als Putin die Krim überfiel.

Und genau diese Kabinette versagten auch im Klimaschutz, bei der Verteidigungspolitik, dem Bau von LNG-Terminals, beim Wohnungsbau. 

Gäbe es den politischen Elchtest und wäre die Wirklichkeit der Elch, wäre die Groko nie Zustandekommen. 

Gescheitert an den Herausforderungen der Wirklichkeit, sieht sich Deutschlands politische Elite jetzt mit dem Satz konfrontiert, der mir im Artikel am besten gefällt : "Sanktionen, die funktionieren und nichts kosten, gibt es nicht."

"Der Tschetschenienkrieg,…

"Der Tschetschenienkrieg, die Bombardements in Syrien, die Annektierung der Krim, der Mord am Agenten Skripal, die Einmischung Russlands in westliche Wahlen. " ARD TS

Was ist mit unserer (westlichen) Welt los! Denkt nur einmal daran was damals 1989/91 geschah: wir hatten den Kalten Krieg überwunden und hatten die einmalige Chance, über eine neue Sicherheitsstruktur eine neue Friedenskultur zu schaffen!! Und was geschah?: wir sind an Russlands-Grenzen marschiert, falsche US-Berater führten mit Jelzin Russland in eine Katastrophe und vor allem: der Westen wollte die Welt missionieren! Genau wie vordem die christlichen Eiferer und die Kolonialisten. Wie war das noch: in die Steinzeit bomben? Seit 1991 führte der Westen etliche Angriffskriege! Gerade mal vor 6 Monaten wurden wir aus Afghanistan gejagt! Obamas Drohnen töteten ungezählte Zivilisten und im Irak kamen hunderttausende Kinder bei US Sanktionen um.

Jetzt klopft mal an die eigene Brust: mea culpa, mea maxima culpa

 

@14:25 Uhr von fathaland slim

 

Und dann kam Putins Bundestagsrede, auf deutsch, die mehrfach von stehenden Ovationen unterbrochen wurde. Das war mir dann doch zu harmonieselig, um wirklich wahr zu sein. Ich wusste ja, daß der Mann Geheimdienstler war, und denen bin ich immer relativ skeptisch gegenüber eingestellt.

 

Wäre 2001 nicht Dschordschdabbeljuh Präsident der USA gewesen, und hätten die USA nicht nach 9/11 ganz anderes im Auge gehabt als ein Europa von Wladiwostok bis nach Lissabon. Dann hätte man Wladimir schon etwas mehr ausklopfen können, welche Substanz sich tatsächlich hinter seinen schönen Worten auf Deutsch verbarg.

 

Hätte man geklopft, hätte man schon 2002 genau gewusst, dass Wladimir 2001 bereits der gleiche Demokratie-Paranoiker war, der er heute als Wladimir 2022 noch schlimmer ist.

 

Manche denken ja bis heute, man hätte 2001 nach der Rede im Bundestag einfach das tun sollen, was Wladimir redete. Was das nun genau war, das wissen diese manchen vielen dann aber auch nicht zu sagen.

@14:47 Uhr von Dr. Cat

 Die Lobbyisten müssten verbannt werden ,  (...) die Geiz ist Geil Mentalität der Gesellschaft

Mit dem Nachplappern sinnfreier Buzzwords sind Sie jetzt ca. in den 1980er Jahren angekommen. Stöbern Sie als nächstes in den Nonsens-Parolen aus den 70ern?

 

 

@15:17 Uhr von Tarek94

  Ich empfehle allen, sich mit den ideologischen Vätern des Putinismus zu beschäftigen. Iwan Iljin, Nikolaj Trubezkoj, Alexander Prochanow, Alexander Dugin. Der so genannte Neo-Eurasismus. Eine faschistische Ideologie.   Nur so kann man verstehen, was gerade passiert.
Putin selbst bezieht sich allerdings auf Stalin und der war Sowjet-Kommunist. Wenn man HEUTE die Internetseite der "Fraktion Die Linke im Bundestag" liest, fällt auf das die Kommunisten an einem Strang ziehen:
"„Wer wie die USA seine Staatsbürger mit Panikmache zur Ausreise aus der Ukraine antreibt und gleichzeitig immer mehr Truppen samt schweren Waffen Richtung Russland verlegt, befeuert die Kriegsgefahr in Europa. Die Bundesregierung darf die brandgefährliche militärische Ostexpansion der NATO mit der Entsendung weiterer Kampftruppen nun auch noch nach Rumänien, Bulgarien und in die Slowakei nicht unterstützen. DIE LINKE fordert den Abzug der deutschen Soldaten aus dem Baltikum“, erklärt Sevim Dagdelen, Obfrau der Fraktion DIE LINKE im Auswärtigen Ausschuss und Sprecherin für Internationale Politik und Abrüstung."

"Wir kennen die Russen…

"Wir kennen die Russen besser, schließlich sind wir seit über 500 Jahren Nachbarn. Unsere Antennen sind empfindlicher, die schlagen bei Gefahr schneller an", betont Radoslaw Sikorski. Als polnischer Außenminister warnte er regelmäßig vor Russlands Aggression. 

 

Ganz so überzeugt waren sie wohl auch nicht von den Warnungen ihres ehemaligen Außenministers? Oder warum importieren sie wie eben andere Länder auch fossile Energien aus Russland? Warum warten sie auf ein EU-weites Embargo? Ich denke, der Wille, Europa gemeinsam zu stemmen, war wohl bei allen vorhanden und es ist angesichts der Tatsache, dass dieser Wille nur von einem Mann verraten wurde, nicht sinnvoll, die Verantwortung in den eigenen Reihen zu suchen und dabei mit nacktem Finger auf andere zu zeigen.

@ MehrheitsBürger. 15:09

"Diese historische Befreiungshistorie ist bei unseren ost-europäischen Nachbarn tief verankert und macht sie zu Realisten, was die Einordnung von Putins Regime und die Politik des Kreml angeht. Ab jetzt hören wir besser auf sie."

.

Auch was die Bereitschaft angeht, internationale Flüchtlinge aufzunehmen? Oder ist das jetzt Whataboutdingsbums weil Sie darauf keine Antwort haben, mit welcher Sie hier toll dastehen würden? 

Selbstverständlichkeiten, die das offensichtlich nicht sind

Jedenfalls nicht für jeden:

 

“Oksana erzählte im ukrainischen Fernsehen, sie sei aus der Nähe von Cherson geflohen. Das russische Militär kontrolliert diese Region. Untergekommen sei sie in einer Kirche.

>> "Ich wünsche mir ganz einfache menschliche Dinge, um sich wohler zu fühlen: In Ruhe ausschlafen. Sich in Ruhe waschen. Sich zurecht machen, sich umziehen."

 

Einfach nur Ruhe und Frieden.

 

Warum ist dafür aus Sicht Einiger offenbar erst völlig unnötiges unsägliches Leid, unnötige Zerstörung und Schwerstarbeit „erforderlich“ („Solche Selbstverständlichkeiten sind für viele Ukrainerinnen und Ukrainer inzwischen zum Luxus geworden. Im schwer zerstörten Mariupol ist daran gar nicht zu denken“)?
Und warum haben ausgerechnet die „das Sagen?

Meine Verbindungen ins Baltikum sind familiär

Russland wurde da schon immer als Bedrohung wahr genommen. Es wurde niemand in die NATO gezwungen. Es war deren ureigenster Wunsch sich unter diesen Schutzmantel zu begeben. 
 

 

Putins Aussagen von wegen Angst vor der NATO Osterweiterung war nur vorgeschoben. Viele im Westen sind dem aufgesessen. 
 

98% Russlands grenzt nicht an NATO Staaten. 
 

Solte Finnland jetzt der NATO beitreten, dann sind es vielleicht nur noch 96%…
 

Manche Experten sehen im Versuch die Ukraine zu besetzen auch die Absicht die Kontrolle über die weltweite Ernährung zu erlangen. Russland und Ukraine in einer Hand, das hätte einen immensen Einfluss auf Weizen und andere wichtige Grundnahrungsmittel. 
 

Russland könnte damit die halbe Welt erpressen. 
 

Vor allem wenn der Konkurrent Ukraine als selbständiger Staat wegfallen würde. 
 

Die Rede ist von der Getreide-OPEC. 

@14:12 Uhr von vriegel

Was ist mit unserer (westlichen) Welt los! Denkt nur einmal daran was damals 1989/91 geschah: wir hatten den Kalten Krieg überwunden und hatten die einmalige Chance, über eine neue Sicherheitsstruktur eine neue Friedenskultur zu schaffen!! Und was geschah?: wir sind an Russlands-Grenzen marschiert, falsche US-Berater führten mit Jelzin Russland in eine Katastrophe und vor allem: der Westen wollte die Welt missionieren! Genau wie vordem die christlichen Eiferer und die Kolonialisten. Wie war das noch: in die Steinzeit bomben? Seit 1991 führte der Westen etliche Angriffskriege! Gerade mal vor 6 Monaten wurden wir aus Afghanistan gejagt! Obamas Drohnen töteten ungezählte Zivilisten und im Irak kamen hunderttausende Kinder bei US Sanktionen um.

Jetzt klopft mal an die eigene Brust: mea culpa, mea maxima culpa

@14:25 Uhr von fathaland slim, "Blindheit gegenüber Putin"

Ich meine, daß die Haupttriebfeder, was das Nichtsehenwollen betrifft, das große Bedürfnis nach Harmonie nach dem Ende des kalten Krieges war. Ich erinnere mich an die große Hoffnung, die bei mir mit Gorbatschow aufkeimte.

Ohne Zweifel, das war so. Alle wollten Frieden. Kriegserlebnisse, Traumata wurden schuldbewusst gegenüber der Nachkriegsgeneration totgeschwiegen.

Willy Brandts "Wandel durch Annäherung", seine Ostpolitik der Verständigung ... dann die Friedensbewegung Anfang der 70er, die Wiedervereinigung ..., es war zu schön,um wahr zu sein,nicht nur politisch, sondern auch menschlich für alle, die "drüben" Verwandte oder Freunde hatten. Und auch für unsere Eltern und Großeltern, für die ehemals Vertriebenen, die ihre Ängste gegenüber Russland und ihre Kriegstraumata seit 45 mit sich herumschleppten, war es eine Hoffnung.

"Friede, Freude, Eierkuchen", gute Wirtschaftsbeziehungen, Reisen, Freundschaften zu Menschen ...wir wollten an "das Gute" glauben. Falsch aus heutiger Sicht.

@14:38 Uhr von MehrheitsBürger | Ausnahme GB?

Heute ist es wieder ein Brite, der in gnadenloser Offenheit den Charakter der Putin-Diktatur offen anspricht und die Notwendigkeit zur entschiedenen Verteidigung der Ukraine auf ruft, um Putin vor weiteren Angriffen in Richtung Westen zu stoppen.

 

Halten Sie ein! Die britischen Konservativen lebten die ganze Zeit bestens von den Spenden russischer Oligarchen und haben ihnen halb London in den Hintern gesteckt. Bei der Umsetzung der lauthals verkündeten Sanktionen ist die Regierung sehr zögerlich. Auch die Beeinflussung für den Brexit hat man dankbar angenommen. Ihr Urteil halte ich für durchaus falsch.

Der große Bluff

Wer sich mal näher mit der propagandistischen Maschinerie und Politik der sowjetischen Ära befasst, wird sehr viele Ähnlichkeiten vorfinden. Lerne deine Feinde kennen, wie sie sich verhalten und wie sie dich sehen wollen. Eine alte Denkweise, die manche Menschen in den Ostblockstaaten erlebten und die bis heute in den Reihen russischer Patrioten kursiert. Die osteuropäischen Staaten gingen mit tiefem Misstrauen weg von Moskau. Sie kannten diese Propaganda und die Maskenspielchen zur Genüge. Viele im Westen wollten das nicht teilen und taten es als alte Vorbehalte der Länder ab, die auch noch heute bestehen. Putin und sein Machtapparat aber lassen alles aufleben, was noch in den Vorzeiten vor dem Kalten Krieg und seiner Vertragswerke und Übereinkommen herrschte. Ein Mann im Kreml erweist sich als Wolf im Schafpelz und Kriegsverbrecher, der seine Spuren im Nahen Osten, Vorderasien und auf dem Balkan zieht. Blauäugige Narkomanen im EU-Euphorie-Rausch haben gesundes Misstrauen verloren.

@fathaland slim 15:02 Uhr

"...Nichts wäre schlimmer als ein Rückfall in nationalistische Abschottung..."

Volle Zustimmung. Sie wissen aber wohl, dass nahezu alle kleinstaatlichen Vereinzelungen nach 1991 mit zum Teil übelster nationalistischer Abschottung einher gingen und gehen. Dass z.T. jahrhundertelang fast befreundete Volksgruppen sich bis aufs Messer bekriegten - Jugoslawien. Bosnien (wer sind die Bosnier?) wartet nun noch darauf auch "endlich" in Nationen aufgehen zu dürfen.

Nicht nur im Baltikum strebt man nach "einer" Sprache und für uns doch etwas merkwürdige Geschichtsklitterung. Auch wenn uns derzeit aus allen Kanälen eingeredet wird, die Ukrainer seien "ein" Volk, es stimmt eben nicht. Gegen Krieg sein, ist nicht dasselbe, wie sich zu lieben. Und das die Polen, von den Israelis mal ganz abgesehen, ausgerechnet die Westukrainer lieben und deren Helden, macht sich zwar gut in den Medien, ist aber...

Ich plädiere hier nicht für eine Spaltung der Ukraine, die dem Herrn Putin in Aberkennung von 30 Jahren Entwicklung vielleicht einfach schien, aber ohne zumindestens Autonomien wird es nicht gehen.

@15:12 Uhr von Zuschauer49

In welcher Welt leben eigentlich die Menschen, die derartige Parolen verbreiten? Sie haben nur noch den süffisanten Ratschlag vergessen, Pullover im Winter anzuziehen. Ich komme mit meiner Rente, die ziemlich genau auf einem der diversen "Existenzminima" liegt, ganz gut aus - aber für "sinnloses Konsumdenken" ist sie nicht ausreichend bemessen. Bei mir nicht, und bei -zig Millionen anderen Bürgern auch nicht.   frdl. Gruß, Zuschauer49  

 

Sie haben an anderer Stelle bereits Ihren Unwillen zur Kenntnis gegeben, für die Freiheit der Ukraine einen Pullover mehr anzuziehen. Wenn Sie sich im sinnlosen Konsumdenken nicht wiederfinden, ehrt Sie das (es sei denn, das läge tatsächlich nur daran, dass Ihre Rente das nicht hergäbe), aber ganz ehrlich? Gegen das Schicksal von Millionen Ukrainern hört sich Ihre Beschwerde über den zu tragenden Pullover mehr als zynisch an. Da höre ich Frau Wagenknecht heraus, die uns weismachen will, dass die Aufnahme von Flüchtlingen für das geringe Existenzminimum in Deutschland verantwortlich sei...

@ 14:57 Uhr von MRomTRom --- Das Machwerk „Appell“

 

 

Es ist begrüßenswert, wenn Thierse dem Realismus das Wort redet.  Dazu musste er aber nicht auf diesen ominösen „Appell“ von Julia Schramm und eine B- und C-Garde von Unterzeichnern eingehen.

 

Dieser Appell ist nicht besser als das, was die Annalen vom sogenannten „Krefelder Appell“ der 1980er berichten. Der war von der DKP und ihren SED-Geldgebern unterwandert, um Stimmung gegen westliche Verteidigungspolitik im Allgemeinen und den NATO-Doppelbeschluss im Speziellen zu machen. Ein Machwerk. Nachzulesen ist, dass damals selbst der SPD-Linke Eppler sich der Unterschrift verweigerte, weil das "Dokument" einseitig nur auf die westliche Rüstung zielte und die sowjetische Aufrüstung mit SS20 dagegen ausblendete.

 

Im Westen gibt es auch heute keine Hochrüstung sondern eine bitter notwendige Nachrüstung um Wehrhaftigkeit und Abschreckungsfähigkeit wieder herzustellen. Das fordern unsere ost-europäischen Nachbarn schon lange.  

@14:56 Uhr von fathaland slim

>> @14:27 Uhr von fathaland slim   >>Ja, das fing schon an, als Putin 2001 im deutschen Bundestag die russische Hand reichte.<<   Die russische Hand? Meine Güte, was soll das denn sein?   Putin hielt eine verlogene Schönwetterrede, sonst nichts.   "Schönwetterreden" können unsere Politiker auch. Besonders vor Wahlen! Hinterher wird alles ganz anders beschlossen.<<   Mehr als Allgemeinplätze fallen Ihnen zu meinem Kommentar nicht ein?

NeIn, leider nicht. Ich weiß nicht, auf welchem Sitz Sie "Platz genommen" haben.

@15:09 Uhr MehrheitsBürger - besser spät als nie

Diese historische Befreiungshistorie ist bei unseren ost-europäischen Nachbarn tief verankert und macht sie zu Realisten, was die Einordnung von Putins Regime und die Politik des Kreml angeht. Ab jetzt hören wir besser auf sie.

 

  
Besser spät als nie. Ich habe nur den Eindruck das viele, die jünger als 45 Jahre alt sind, das alles noch gar nicht umfänglich begriffen haben. Vor allem in der Generation Luisa Neubauer oder Riccarda Lang dürften sehr viele Illusionstürme zusammen brechen. 
 

Bis die aber erkennen, dass sie ein Teil des Problems sind, das wird noch dauern. 
 

Diese Generation ist vollkommen an der Realität vorbei erzogen und sozialisiert worden…

@15:02 Uhr von fathaland slim

Ohne intensive globale Vernetzung ist die Menschheit nicht überlebensfähig.

Och, im Moment wäre ich zuversichtlicher, wenn wir als Nation autark wären. 

Das kriegen wir natürlich nie hin, wenn wir politische Einflußnahmen und Förderung aller möglichen Bürgerinitiativen dulden, die uns als Wirtschaftsnation vernichten wollen. Die Autoindustrie geht weltweit den Bach runter, und es gibt Bestrebungen, ein riesiges Tesla-Werk zu verhindern.  Windparks scheitern an unsinnigen Argumenten, etwa, dass sie die Landschaft "verschandeln". Da kommen aber noch ganze Industrien vorher - hier im Westerwald setzt man riesige Fabrikanlagen vorwiegend auf die herrlichen Höhen. Infrastrukturaufgaben scheitern an Krickenten, die schon mal (nachweislich) dort künstlich plaziert worden waren. Die Volkswirtschaft wurde um ein sicheres AKW geschädigt, das nie in Betrieb gehen durfte, weil der Betreiber es 100mtr. von einer geologischen Instabilität weg versetzte. Kann fortgesetzt werden. 

 

@15:17 Uhr von Tarek94

Ich empfehle allen, sich mit den ideologischen Vätern des Putinismus zu beschäftigen. Iwan Iljin, Nikolaj Trubezkoj, Alexander Prochanow, Alexander Dugin. Der so genannte Neo-Eurasismus. Eine faschistische Ideologie. Nur so kann man verstehen, was gerade passiert.

 

Putin selbst bezieht sich allerdings auf Stalin und der war Sowjet-Kommunist. Wenn man HEUTE die Internetseite der "Fraktion Die Linke im Bundestag" liest, fällt auf das die Kommunisten an einem Strang ziehen: "„Wer wie die USA seine Staatsbürger mit Panikmache zur Ausreise aus der Ukraine antreibt und gleichzeitig immer mehr Truppen samt schweren Waffen Richtung Russland verlegt, befeuert die Kriegsgefahr in Europa. Die Bundesregierung darf die brandgefährliche militärische Ostexpansion der NATO mit der Entsendung weiterer Kampftruppen nun auch noch nach Rumänien, Bulgarien und in die Slowakei nicht unterstützen. DIE LINKE fordert den Abzug der deutschen Soldaten aus dem Baltikum“, erklärt Sevim Dagdelen, Obfrau der Fraktion DIE LINKE im Auswärtigen Ausschuss und Sprecherin für Internationale Politik und Abrüstung."

 

Na, da zeigt sich doch einmal mehr, dass die äußere Linke nicht viel Aufhebens benötigt, um sich hintenrum mit Rechts die Hand zu reichen...

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