Kommentare - Chinesische Marke Anta macht Nike und Adidas Konkurrenz

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10:59 Uhr von Möbius

>>Es ist ein weit verbreiteter Irrtum das man in China nicht offen seine Meinung sagen darf - allerdings muss man dann gegebenenfalls mit den Konsequenzen leben. Das ist übrigens in Deutschland heutzutage auch so.<<

Man muss schon ein hartgesottener Diktaturfan sein um die Meinungsfreiheit von China und Deutschland auf eine Stufe zu stellen. Schreiben Sie doch in China mal sinngemäß so Beiträge in Bezug auf ein anderes Land, wie Sie es hier in Bezug auf Russland regelmäßig machen. Ich bin sicher danach würden Sie den Unterschied merken.

Am 09. Februar 2022 - 11:52 Uhr von Bender Rodriguez

Ja, das ist die Kehrseite des Kapitalismus, der funktioniert nämlich nur, solange es große Unterschiede gibt.
Wenn China kein Billigland mehr ist, dann kommt wahrscheinlich Afrika und dann wird es knapp

Es ist Zeit die Billig Produzenten

Egal woher vom Markt zu Verbannen.
Genau diese Länder kümmern sich nicht um Patenrechte und den Produktschutz in den anderen Staaten.
Den Eigenen Markt schotten sie gegen Lieferungen aus dem Ausland ab.

@Möbius um 10:33

>> … Und jetzt schickt man sich an mit Subventionen in der von Intel geforderten Höhe die Chipproduktion nach Deutschland zu holen.
Dabei ist das völlig falsch. Wie die hier thematisierten Sportartikel sind Computerchips ein Massenprodukt. Eine Mega-Chipfabrik in Deutschland wäre immer unwirtschaftlich. Deshalb will man das jetzt durch Steuergelder ausgleichen. Wenn man mit den Asiaten nur durch gigantische Subventionen mithalten kann, läuft etwas falsch. Außerdem zahlt der Steuerzahler zwar für die Verluste, die Gewinne landen aber in den privaten Taschen weniger. Nicht sehr sozial. <<
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Sehe ich nicht so: Chipproduktionen in der EU würden die Abhängigkeit von Asien und USA reduzieren, und wenn man kostengünstig produzieren kann, auch in die Welt exportieren. Problem sind nicht die Personalkosten, die sind bei automatisierter Fertigung vernachlässigbar - Problem dürften die baurechtlichen Vorgaben sein.
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Auch die Medikamentenproduktion wollte man zurückholen in die EU.

Hummel

Aus Deutschland kommt innovative Technik die in Werkstätten nicht beherrscht wird und das Auto zu visuellen "
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Jein.
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Hier kommt auch viel Mist her, der absichtlich schlecht konstruiert wurde und nicht zum Reparieren gedacht ist.
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Die hohen Preise versteht eh niemand. Alles wird von Robotern gebaut, die von billigstlohnsklaven überwacht werden.
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Dann lieber einen kia. Oder einen dacia. Da passt der Preis noch zur Qualität .
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Da werden uns die h Chinesen demnächst Nachhilfe geben müssen. Das wird lustig, wenn wir demnächst billighersteller für andere werden.

Beispiel Duschvorhang Ikea

Mir viel Gerade noch ein Beispiel von einem Duschvorhang ein, der in China für Ikea hergestellt wurde. Das macht deutlich, dass der Westen mit seinen Dumpingpreise im Einkauf es den Unternehmen erschwert, vernünftige Arbeitsbedingungen einzuhalten.

Sowohl der Chef als auch die Arbeiter in der Produktion sind "Global Player": Bao und seine Arbeiterin Tang Wei produzieren für den Weltmarkt - zu unschlagbar niedrigen Kosten und Preisen. Das gängige Globalisierungs-Klischee dahinter: Bao, der Ausbeuter, zahlt Tang Wei einen Hungerlohn, verdient sich eine goldene Nase und ruiniert nebenbei die Arbeitsplätze in Europa. Doch das will der Fabrikant so nicht stehen lassen: "Ich würde meinen Arbeitern ja gerne mehr zahlen - aber wie? Einen Vorhang herzustellen kostet mich rund 1,60 Euro, die westlichen Handelsketten geben mir 1,70 Euro. In Europa oder Amerika verkaufen sie ihn dann für 20 bis 30 Euro." Bao verdiene an einem Vorhang also höchstens zehn Cent..,,

Wer Geschäfte machen will, sollte die Kunden nicht beschimpfen

Der Absatz deutscher und amerikanischer bzw EU-Produkte insgesamt ist in Russland als Folge der Sanktionen eingebrochen. Undzwar auch bei den Waren, die nicht von Sanktionen betroffen sind. Stattdessen ist der Umsatz von allem aus China, von Pharmazeutika bis zu Haushaltsgeräten und Elektronik regelrecht explodiert.
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Nur 4% der Russen sehen ihr Land als Ursache der Ukrainekrise.
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Chinesen haben eine GANZ andere Strategie: man will Produkte herstellen, die einfach besser und dabei preiswerter sind als ausländische Produkte !
Die deutschen Autoproduzenten werden sich bald warm anziehen müssen, wenn die chinesischen Autos in großer Zahl auf unseren Markt kommen.
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Und ich kann schon vorhersagen was passieren wird: die deutsche Industrie wird fordern, das chinesische Autos mit hohen Einfuhrzöllen belegt werden. Aber das wird nicht funktionieren, da sonst VW und BMW in China dasselbe Schicksal droht ... Das Bessere ist eben der Feind des Guten!

@ baumgart67 12:12

Und da liegen Sie richtig. Einer der Probleme sind auch , die Zwischenhändler. So summiert der Preis .

Am 09. Februar 2022 - 12:07 Uhr von Wolf1905

" Sehe ich nicht so: Chipproduktionen in der EU würden die Abhängigkeit von Asien und USA reduzieren, und wenn man kostengünstig produzieren kann, auch in die Welt exportieren. Problem sind nicht die Personalkosten, die sind bei automatisierter Fertigung vernachlässigbar - Problem dürften die baurechtlichen Vorgaben sein.
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Auch die Medikamentenproduktion wollte man zurückholen in die EU. "
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Das Problem ist nicht nur Baurecht, das wird schnell erledigt, siehe nahe Berlin, das Problem wird die Energie in allen Formen, die verteuern die gesamte Produktkette.
Und dann gibt es bei uns nur eine Firma, im TV gab es jetzt mal einen Bericht über LED Lampen, und einem Deutschen der sich in China schlau macht, in einer Stadt wo es 25 000 Hersteller gibt, von billig Schrott über hochwertige.
Alles in China auf einer Stelle.

08:48 Uhr von Corona Obermayer

Was soll da besser sein?
Die neue chinesische Marke ist nur eine unter vielen. Besser als Adidas, Puma oder Nike ist sie definitiv nicht.
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Und woher wollen Sie das wissen. Konnten sie persönlich die neue Chinesische Marke denn schon einmal in Augenschein nehmen?

Made in China - nein danke

Wie die Klamotte heißt, ist doch völlig egal. In China gefertigt wurde bisher schon vieles, aber mir war nie klar, mit welchem Ziel und unter welchen Bedingungen das geschieht. Dumpingpreise und gnadenloser Verdrängungswettbewerb, Patent-Piraterie, Kinderarbeit ... Und auch die sogenannte Mode "made in Italy", die in norditalienischen Sweatshops zusammennäht oder geklebt wird, hat mit italienischer Mode nichts zu tun. Hab gerade mal ins Schuhregal geguckt: Unsere NewBalance und Superga kommen aus China, Nike und Adidas aus Vietnam. Die chinesischen Schuhe tragen wir noch auf, danach nichts mehr "Made in China". "Made in Italy" schon lange nicht mehr.

" Sogar Staatschef Xi…

"
Sogar Staatschef Xi Jinping trug eine Winterjacke von Anta, als er im Vorfeld die olympischen Sportstätten besuchte.
"

Verstehe den Aufschrei.
Frau Merkel hatte ihre eigenen Designer, die ihr die Kleider aufs Leib schnitten und Herr Xi zeigt sich in Massenmarktkleidung
'Designed in China'

Die Modewelt sagt:
Leben verpfuscht.

@ Möbius

Ja, Ihr Kommentar ist sehr zutreffend. Würde Deutschland Strafzölle einführen, widerspräche das den WTO Regeln und würde dann zu Gegenmaßnahmen führen. Aber es gibt ja noch ganz andere Sichtweisen, die im Westen ausgeblendet werden: Wenn man mit Chinesen zu einigen kontroversen Themen diskutiert, kommt als Gegenargument, dass die mehr als 1 Millionen Toten in den Krieg gegen den Terror, die Tausenden Toten durch Drohnenangriffe der USA oder die Situation in Afghanistan doch erheblich schwerer wiegen und damit liegt man vermutlich doch nicht ganz daneben. Die westliche Sichtweise ist doch oft sehr einseitig . Erst kürzlich kam wieder die Meldung, bei der Tötung eines Terroristenführers durch die USA wären auch 6 Kinder und 4 Frauen getötet worden. Entspricht das dann dem eigenen Anspruch des Westens an die Menschenrechte?

08:48 Uhr von Corona Obermayer

Unglaublich was sie so an den Tag bringen. Sicherlich besitzen sie diese Sachen um es objektiv beurteilen zu können. Ach nicht? Ich bin nicht überrascht.

@Wolf1905 12:07: nicht so wie bei Airbus

Intel investiert allein in den USA 100 Mrd Dollar aus „Bordmitteln“, fordert aber von der EU 32 Mrd Euro Subventionen für eine ZUSÄTZLICHE Chipfabrik. Ironischerweise umfasst der „Chip Deal“ der EU genau diese Summe an Subventionen ... Die Taiwaner haben schon abgewunken. Soviel Kapazität wird man garnicht brauchen.
Das ist Planwirtschaft, und die wird auch im Westen nicht funktionieren.
....
Airbus konnte sich mit viel Subventionen am Weltmarkt durchsetzen weil Boeing nicht den Bedarf abdeckte und außerdem zu teuer war.

@ draufguckerin

Ich hatte gerade versucht, hier mit einem Beispiel dazulegen, dass es die westlichen Einkaufspraktiken sind, die die eigentliche Ausbeutung darstellen. Eine gute Jeans kostet in China in der Herstellung zwischen 3 und 5 USD, in Vietnam und Bangladesch kostet es noch weniger. Ein Handyladekabel kostet hier ein paar Cent und Sie wissen ja, was die entsprechenden Produkte in Deutschland kosten. Und viel Erfolg bei der Suche nach in Deutschland hergestellten Turnschuhen, Fernsehen, Mobiltelefonen usw. Es kommt wirklich fast alles aus Asien und Osteuropa und das liegt an der Geldgier der Handelskonzerne, die ja Ihre Dividenden auszahlen und nicht an den Herstell-Ländern. Und das Problem sieht man ja auch in Deutschland in der Landwirtschaft wo kaum Geld bei den Bauern ankommt, man von denen aber Investitionen in artgerechte Tierhaltung verlangt nur wovon sollen die das bezahlen?

Die big player

wie Adidas, Nike und co. sollten nicht so tun, als wären sie weitaus sozial gerechter oder nachhaltiger in ihren Produktionen in Asien.
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Es gibt bei Bekleidung und Schuhen inzwischen auch Alternativen kleiner Hersteller, die wirklich möglichst ressourcenschonend, nachhaltig und ohne Kinderarbeit produziert werden (häufig auch vegan)
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Leider sind solche Produkte natürlich (noch) verhältnismäßig teuer. Was aber grundsätzlich auch für die erwähnten Marken gilt, so viel günstiger sind die auch nicht. Ohnehin: Wer billig kauft, kauft zwei mal - das bewahrheitet sich bei Schuhen besonders oft.

Jedem, der es sich leisten kann empfehle ich, mal einen Blick darauf zu werfen.

Verflechtung statt Abhängigkeit

Hier wird von vielen Kommentatoren auf die Gefahr der Abhängigkeit z.B. Von China hingewiesen. Vordergründiges Argument. Schon vor Jahrzehnten war der Autonomieversuch ein Flop. Der Hintergrund war genau das, was wir heute um alles in der Welt vermeiden wollen : KRIEG. "Abhängigkeit" ist eine falsche und diskriminierende Vokabel. Wir sollten das sehen, was wirklich entscheidend ist - nämlich die Verflechtung der globalen Wirtschaftsbeziehungen. Denn DAS ist die wirksame Barriere gegen Krieg. Diese Faktum ist so entscheidend, daß es sogar unabhängig von gewissen internen Details der kooperierenden Staaten gültig bleibt. Sagen wir es mal völlig ungeschminkt : die große Zahl der Menschen auf diesem Planeten hat nichts davon, wenn sie sich mit heroisch gehißter Fahne der Liberalität auf einem globalen Trümmerhaufen wiederfindet - wenn überhaupt.

@Wer Geschäfte machen will, 12:11 von Möbius

"sollte die Kunden nicht beschimpfen"

Wer tut denn das? Ich nicht, aber ich kritisiere mit Fakten.
Und nicht wie Sie mit ihren Pseudofakten
"Nur 4% der Russen sehen ihr Land als Ursache der Ukrainekrise."

Es sind schon deutlich mehr, wenn man dem einzigen verlässlichen russischen Umfrageinstitut Glauben schenkt, dass regelmässig auch in London veröffentlicht.
- was natürlich in Moskau nicht/unvollständig publiziert wird

Man sollte sich also immer schlau machen, was der jeweilige 'Partner' kann.
Ich inspiziere gerade den Phytium D2000 Prozessor, der mit 'freundlicherGenehmigung der Volksbefreiungsarmee
möglich wurde.
Natürlich von ARM abgekupfert ;-)

@12:36 Uhr von Der_Wunderer_1970

Unglaublich was Sie so an den Tag bringen. Sicherlich besitzen Sie (großgeschrieben) auch eine inhaltliche Stellungnahme zum Thema. Ach nicht? Ich bin nicht überrascht.

Genau darum geht es den Chinesen!

Die deutsche Wirtschaft und vor allem die großen Firmen sind schon zu 90% von China abhängig und werden in den nächsten Jahren komplett ins Abseits gedrängt oder von chinesischen Investoren übernommen (wie es jetzt schon der Fall ist). Der deutsche Mittelstand wird aufgrund der absurden Corona Maßnahmen zugrunde gehen z. Bsp.: Die Erhöhung der Lebensmittelpreise, der Strom und Gaspreise usw.
Die Kosten der Ausgaben von 12 Milliarden für Impfstoffe bezahlen nicht die Parteien im Bundestag, aber sie bekommen dafür kräftige Spenden von der Pharmaindustrie.
Wenn die Bevölkerung der westlichen Staaten zu Dauerimpfpersonen werden, profitiert in erster Linie die chinesische Wirtschaft davon und die politischen Marionetten, siehe Hongkong!

Ich frage mich, warum wir…

Ich frage mich, warum wir China noch 600mio€ Entwicklungshilfe jährlich überweisen.
Die sind köstlich längst in allen belangen überlegen. Ausser der Produktivität. Da sind wir so gut, dass wir zum billigsten Produktionsstandort weltweit geworden sind.
Nur, wer braucht das? Exportweltmeister zu sein, ist völliger Unsinn.

Chinesische Marke Anta macht Nike und Adidas Konkurrenz....

Ja und wer ist jetzt besser ? Haben Arbeiter bei Adidas oder Nike mehr Freiheit als bei Anta ?
Aber für alle drei gilt: Die Mindestlöhne in China steigen. Von 2005 bis 2016 von 1,20 Dollar die Stunde auf 3,60 Dollar im Jahre 2016. Sie übertreffen heute schon einige Länder der europäischen Peripherie. 2015 wurde eine jährliche Erhöhung der Mindestlöhne um 13 Prozent festgelegt.
China ist streikintensiv, wenn auch nicht durch die offiziellen Gewerkschaften (Ana Radic. Zehn Tage im Riesenreich, Hintergrund 3/2016, S.52).

@baumgart67: ich habe mit Chinesen diskutiert

Das waren keine Fanatiker, aber was mich sehr beeindruckt hat: der ausgeprägte Sinn für Gerechtigkeit.
...
Das System der USA fanden die nicht sehr beeindruckend oder attraktiv. Ich konnte den Stolz auf die eigene Nation spüren, auf die kluge, weitsichtige, ambitionierte und soziale Wirtschaftspolitik - während die Aussage über die USA eher war das sich die Amerikaner durch ihre kurzsichtige, wankelmütige und unfaire Politik selbst ins Knie schießen. Dabei kam auch zur Sprache das China 1000 Mrd US Dollar an US Staatsanleihen gehören ...

@ Draufguckerin

Zitat: "Made in China - nein danke
Wie die Klamotte heißt, ist doch völlig egal ..."
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In vielem wo nicht China draufsteht ist trotzdem China drin ...

Qualität, Zwischenhändler,…

Qualität, Zwischenhändler, Preis, Konkurrenzkampf... alles mögliche Aspekte. Aber zu kurz kommt in der Diskussion - wie auch bei der Olympiade in Peking - die Menschenrechtslage.

@ 12:55 Uhr von H. Hummel

Völlig richtig und doch kommt es noch schlimmer, fast alle Baumwolle stammt aus China und die ist minderwertig hoch drei, deshalb geht die Wäsche schneller kaputt.
Dennoch kennen wir bereits Firmen in Deutschland, welche bewusst Kleider, Schuhe usw. auf den Markt bringen, welche NICHT aus Materialien aus China stammen oder dort verarbeitet worden sind. Sie geben auch drei Jahre Umtauschgarantie und sind etwas teurerer, ABER WIR KAUFEN DIE WARE GERNE und viel lieber und sparen dabei noch viel Geld, denn die Artikel, die wir bereits gekauft haben, halten schon länger als drei Jahre.

@ Möbius

Ja, ich teile Ihre Einschätzung, gerade junge Chinesen sind sehr gut über die Welt informiert und betrachten oft die Kritik zwar in einigen Punkten als gerechtfertigt aber wundern sich dann, dass der Westen sich an eigene Standards oft in noch viel stärkerem Maße verletzt aber gegenüber China den moralischen Zeigefinger erhebt. Und da gehen einem dann auch oft die Argumente aus, auch wenn man dann die teilweise absolut schlimmen Verhältnisse in den USA wahrnimmt.

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