Kommentare - Schweinezucht: Wer soll für bessere Tierhaltung zahlen?

01. Februar 2022 - 08:08 Uhr

Schweine sollen besser gehalten werden - dieses Ziel hat der neue Bundeslandwirtschaftsminister Özdemir verkündet. Doch wie neue Ställe und mehr Platz finanziert werden, ließ er bisher offen. Landwirte sind enttäuscht. Von Oda Lambrecht.

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Kann man machen.

Allerdings plädiere ich dafür, nicht alle Erträge einer durch Mehrpreis erzielten Tierwohlabgabe den Betrieben zukommen zu lassen.

Ein Teil des Geldes (10-20% ?) muß in intensivere Kontrollen investiert werden, damit man Behörden und Verbrauchern bessere Bedingungen nicht nur vorgaukeln kann.

Sonst werden die redlichen Bemühungen korrekter Viehzüchter von schwarzen Schafen mit unterpreisigen Angeboten weiter unterwandert. Und Importware muß dahingehend auch kontrolliert werden-sonst macht das alles keinen Sinn !

Komische Frage...

"Wer soll für bessere Tierhaltung zahlen?"
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Diese Frage ist schon ziemlich überflüssig.
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Wer ein Geschäftskonzept verfolgt, das auf der Ausbeutung von Tieren und Menschen basiert, das dem Grundwasser, der Umwelt, dem Klima und damit letztendlich allen Menschen basiert, der sollte genug Gewinne gemacht haben, um einen Umbau finanzieren zu können. Und falls das Geld fehlt, wird der sonst so gepriesene Markt eine Lösung finden.

Schwieriges Thema das!

Den Löwenanteil der EU-Agrarsubventionen (D ca. 6 Milliarden) streichen die Großbetriebe ein, die a) für Massentierhaltung und Gülle sowie b) für Preisdumping verantwortlich sind. Und an diese "Lobby" traut sich keiner ran!

Das sich an der Art wie wir…

Das sich an der Art wie wir Tiere halten etwas ändern muss ist glaube ich jedem klar, das wir auch nicht jeden Tag Fleisch essen müssen sollte auch kein Problem sein, aber alles über den Preis regeln zu wollen wird nichts bringen. Der Preis von Fleisch hat sich in den letzten 20 Jahren mehr als vervierfacht, trotzdem geht es den Tieren und auch den Bauern schlechter als vor 20 Jahren. Der größte Teil der Preiserhöhungen wird auch in Zukunft da landen wo er jetzt auch landet, in den Gewinnen der Schlachtkonzerne und des Handels. Man kann den Bauern nur raten sich darauf zurück zu besinnen und wieder eine ganzheitliche Landwirtschaft zu betreiben, Höfe zu führen die halt nur so viele Tiere haben wie sie ach vom eigenen Land ernährt werden können. Dazu ist aber der Gesetzgeber gefordert, solange in Deutschland 1/3 der Ackerfläche zur Energiegewinnung dient, den kleinen Schlachthöfen durch übertriebene Vorschriften das arbeiten unmöglich gemacht wird, wird das nicht funktionieren.

Die Landwirte sind nicht enttäuscht.

"Landwirte sind enttäuscht."
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Das ist falsch.
Die Landwirte haben vor wenigen Tagen in Berlin für eine nachhaltige "grüne" Agarpolitik demonstriert - gegen das Höfesterben, gegen Antibiotika und für eine Artgerechte Haltung.
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Enttäuscht sind die Agarindustriellen, die jetzt weitere Subventionen wittern. Ich hoffe, dass Herr Özdemir einen besseren Job macht als seine lobbytreue Vorgängerin.

"Tierwohlabgabe von etwa 40…

"Tierwohlabgabe von etwa 40 Cent pro Kilogramm Fleisch. Das Geld aus dieser Verbrauchssteuer solle direkt an die Landwirte weitergegeben werden" 40 Cent pro Kilo Fleisch werden sich die meisten sicher leisten können, leider ist es aber in Deutschland auch so das Steuern im großen Sack landen und selten wirklich für das ausgegeben werden wofür sie erhoben wurden. Ich denke die Förderung der Selbstvermarktung Landwirtschaftlicher Produckte durch die Bauern selbst würde schon eine Menge bringen. Das Gründen von Produktionsgemeinschaften verschiedenster landwirtschaftlicher Bereiche mit einer zentralen Vermarktung bringt auch einiges. Gute Beispiele wie das funktioniert gibt es im Osten unsrer Republik. Endlich die Subventionen der Agrarkonzerne stoppen und das Geld lieber den Bauern geben die umstellen wollen. Nur nach höheren Preisen schreien ändert nicht am katastrophalen Zustand unsrer Landwirtschaft.

08:39 Uhr von Nachfragerin

Enttäuscht sind die Agarindustriellen, die jetzt weitere Subventionen wittern. Ich hoffe, dass Herr Özdemir einen besseren Job macht als seine lobbytreue Vorgängerin.
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So sieht es aus. Die Landwirte haben mit ihren Trecker Konvoi für bessere Bedingungen demonstriert. Da ist nun der neue Agrarminister gefragt.

Die industrielle Tierhaltung abschaffen

Die Forderung nach Abkehr von industrieller Tierhaltung gibt es seit Jahren, (leider nur) auf freiwilliger Basis.
Wer bis jetzt seine Bestand mit Hunderten oder sogar tausenden von Tieren nicht umgestellt hat, ist selbst schuld und darf nicht nach Ausgleich rufen.

Und der regionale Kleinbauer gewinnt. Für seinen 20 bis 50 Schweine, Kühe usw. hat der immer noch genug Wiese zum Freilauf, muss nur noch einen Unterstand (selbst aus eigenem Holz) bauen wegen dem Wetterschutz.

Und dann an den heimischen Metzger verkaufen, die Discounter und Lebensmittelketten machen die Preise kaputt.
Fleisch kostet dann anfangs 3- mal so viel wie jetzt, aber wenn der Kunde seiner Gesundheit zu Liebe weniger Fleisch isst, dafür mehr Gemüse vom Hofladen, gleicht sich das aus.
Und EU- Subventionen nur noch an Kleinbetriebe und an würdigen (muss nicht immer Bio sein) und gesunden Herstellern.

Tierschutzgesetz!

Wenn das Tierschutzgesetz endlich auch ohne Einschränkungen auf sogenannte Nutztiere angewendet würde, wären wahrscheinlich die meisten Probleme gelöst.
Und sowenig es ein Recht darauf gibt, eine bestimmte Automarke kaufen zu können oder überhaupt ein Auto, sowenig kann es ein Recht darauf geben, Tiere entsetzlich leiden zu lassen, nur um billiges Fleisch essen zu können.
Zusätzlich kann dann noch daraufhingewirkt werden, dass die Entwicklung von „Laborfleisch“ vorangetrieben wird, um zukünftig jegliche Qualzucht - und haltung zu vermeiden.
Bis dahin aber muß alles getan werden, um dem Tierschutz Geltung zu verschaffen.
ZB mit der Einstellung von Personal zur Kontrolle der gesamten Fleischindustrie.

Fehler im System: Das Problem ist, dass das ein Problem ist:

„Wer soll für bessere Tierhaltung zahlen?“
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Genauer: Dass etwas, das im Interesse aller ist - wie z.B. Tierwohl und Erhaltung eines lebenswerten Lebensumfelds - überhaupt etwas „kostet“. Und deshalb für Streit sorgt.

@heribix

Sie haben sicher Recht, dass Steuern im großen Sack landen.
Allerdings spricht Herr Spiller nicht von einer Steuer sonder von einer Tierwohlabgabe. Und Abgaben sind in Deutschland immer zweckgebunden. Damit kann diese Tierwohlabgabe genau für den Zweck genutzt werden, für den sie vorgesehen ist. Ja sie muss es sogar. Alles andere wäre rechtswidrig.
Daher halte ich einen solchen Vorschlag für durchaus praktikabel.

@ 08:33 Uhr von DeHahnSchwieriges Thema das!

Das ist der Punkt, dass das Problem seitens der EU sozusagen geschaffen wurde. Subventionen schaffen Begehrlichkeiten und weitere Gewinnmaximierung.

Zudem essen die Chinesen sehr gern und viel Schweinefleisch. Also wollte man sich diesen Markt nicht entgehen lassen.
Durch die Schweinepest sind diese Exporte weniger geworden. Die betroffenen Landwirte möchten daher eine entsprechende Entschädigung auch für diese Exporteinbußen.
Es reicht nicht, wenn NUR wir weniger Schweinefleisch essen und dafür mehr bezahlen.
Das ist ein globaler Markt.

@nie wieder spd "Zusätzlich…

@nie wieder spd "Zusätzlich kann dann noch daraufhingewirkt werden, dass die Entwicklung von „Laborfleisch“ vorangetrieben wird, um zukünftig jegliche Qualzucht - und haltung zu vermeiden." Wenn sie So etwas essen mögen ist es Ihnen natürlich freigestellt, die meisten Menschen würden sowas wahrscheinlich nicht essen. Mich würde das sogar zum Vegetarier machen.

Jeder nach seinem Vermögen und Können

Halte ich Tiere als Züchter, Fleischproduzent oder als Hobby- dann habe ich in jedem Fall die Pflicht, die Tiere artgerecht zu halten. Will ichGeld damit verdienen oder habe nur Spaß an der Haltung- der Tierschutz steht als Prinzip und Gesetz davor. Habe ich nicht das Geld, die Vorgaben zu erfüllen, dann muss ich meinen Einsatz und meine finanziellen Mittel und Möglichkeit überdenken und Lösungen suchen. Die Politik- das Parlament als Gesetzgeber- bestimmt die Rahmenbedingungen. Mit Blick in die Zukunft und mit Blick auf die zeitliche Umsetzung. Die geht nicht von heute auf morgen- wissen alle, die mit Tieren zu tun haben. Dann auf Landwirte einzudreschen, weil die nach Meinung einiger anderer nicht artgerecht genug halten. Das ist der falsche Schuldige. Die Politik setzt die Rahmenbedingungen. Und wir aus der Masse der Kunden haben den Auftrag, Fleisch und tierische Produkte entsprechend zu bezahlen. So funktioniert ein gesunder Markt von Produktion bis Endverbrauch.

Warum kein Gesetz

Warum legt man nicht einfach ein Gesetz mit Mindeststandards zur Tierhaltung fest, das dann alle befolgen müssen und somit alle gleichmässig ihre Preise erhöhen. Warum so eine eigenartige Konstruktion mit "Tierwohlabgabe" oder Mehrwertsteuererhöhung?
Vermutlich soll weiter unter miesen Bedingungen für den konkurrenzfähigen Massenexport produziert werden.
Dann kann man sich das ganze Gewürge aber auch gleich komplett sparen, wenn es dann irgendwie doch nicht per se um´s Tierwohl geht.

@Am 01. Februar 2022 - 09:03 Uhr von heribix

"Wenn sie So etwas essen mögen ist es Ihnen natürlich freigestellt, die meisten Menschen würden sowas wahrscheinlich nicht essen. Mich würde das sogar zum Vegetarier machen."

Ist Ihnen unbenommen. Wer aber auf Fleisch nicht verzichten möchte, dennoch Massentierhaltung mißbilligt, für den könnte das durchaus zur Alternative werden. Ethisch ist das m.E. weniger angreifbar.

Eine derartige Produktion müßte natürlich auch strengen Lebensmittelkontrollen unterliegen.

Wer soll für eine bessere Tierhaltung bezahlen ?

"Doch wie neue Ställe und mehr Platz finanziert werden, ließ er (Özdemir) offen".
Hoffentlich werden entstehende Kosten nicht nach unten abgewälzt.
Landwirtschaftsminister Özdemir könnte die finanziellen Mittel für eine dem Tierwohl zugewandte Landwirtschaft locker machen. In dem die EU-Mittel aus der gemeinsamen Agrarpolitik (387 Milliarden Euro von 2021 bis 2027), nicht mehr nach der Flächengröße (ha) vergeben werden, sondern an Tierwohlkriterien gebunden werden. Das würde doch auch Anreize schaffen.

@ 09:03 Uhr von heribix

„Mich würde das sogar zum Vegetarier machen.“
Umso besser.

Das meiste in der EU produzierte Schweinefleisch wird exportiert

"Die Schweinehalter stünden wirtschaftlich mit dem Rücken zur Wand, so der ISN-Geschäftsführer. Sie erwarteten schnellstens ein schlüssiges Gesamtkonzept."
***
Im ganzen Artikel kommen Exporte und China nicht vor.
Ob sich China, ein Schweinefleisch-Importeur, von einem deutschen "Gesamtkonzept" beeindrucken lässt?
So ist das in einer globalen Marktwirtschaft.
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Praktisch läuft es darauf hinaus, dass man Export verbieten muss oder aber zahlt der Verbraucher in Deutschland für die Ramschpreise für den Export mit. Das nebenbei zu der allgemeinen Inflation dazu.
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Hier noch Artikel zum Thema Export (Es geht dort nicht immer um Deutschland, aber um den Markt für Schweinefleisch.)

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hxxps://www.google.com/amp/s/www.agrarheute.com/markt/tiere/schweinepreise-frei…
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hxxps://www.weltexporte.de/schweinefleisch-exporte/#:~:text=Wichtigste_Zielländ…

Export ist relevant

Es wird so getan, als würde das Schweinefleisch für Deutschland produziert! Dem ist aber nicht so. Leider finde ich aber keine %zahlen.
Es wurden 2019 2,3Mio t exportiert und 1,1Mio t importiert.
Es ist also nicht akzeptabel, dass der Steuerzahler irgendwas hier zahlt, um den Export von Schweinefleisch zu subventionieren!
Ebenso ist es nicht hilfreich, den Verbraucher zur Kasse zu bitten - schließlich kann der nur für seinen Anteil zahlen - was zu wenig zu sein scheint.
Die Konzerne sind ja schließlich in Deutschland um mit billigen Arbeitskräften(z.B.Werksarbeiter aus Bulgarien) und niedrigen Normen hier billig zu produzieren - natürlich zu Lasten auch der Umwelt!

@Gondarin " Tierwohlabgabe…

@Gondarin " Tierwohlabgabe. Und Abgaben sind in Deutschland immer zweckgebunden" Damit haben sie allerdings recht nur leider werden in Deutschland die meisten keine Abgaben sondern Steuern verlangt. Bestes Beispiel dafür ist die CO2 Steuer oder die KFZ Steuer um nur einige zu nenen.

Wer soll was bezahlen?…

Wer soll was bezahlen? Völlig unnötige Frage. Erstmal müssen die Produzenten in Vorkasse gehen und dann müssen sie das Geld über höhere Warenpreise wieder rein holen.
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So geht Marktwirtschaft.
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Das geht völlig ohne Subventionen. Wer mit Massenware bis jetzt nicht genügend Euro bei Seite gelegt hat, wird es mit Bio auch nicht können.
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Und wenn man massentierhaltung nicht mehr EU weit fördern würde, hätten Kleine auch eine Chance.

@ 09:10 Uhr von Olivia59

„ Warum kein Gesetz?“
Das Gesetz gibt es schon.
Es heißt Tierschutzgesetz.
Leider wird es auf Nutztiere nicht angewendet.
Bei Tieren werden Unterschiede erlaubt, die bei Menschen das Bundesverfassungsgericht auf den Plan rufen würden.
Wir brauchen Grundrechte für Tiere, die für alle Tiere gleichermaßen gelten.
Der Fleischkonsum regelt sich dann auch von ganz allein runter.
#Animalstoo

@ 09:20 Uhr von Denkerist

"... Es ist also nicht akzeptabel, dass der Steuerzahler irgendwas hier zahlt, um den Export von Schweinefleisch zu subventionieren!"
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Genau, ist auch so ein Punkt! Und hier geht es nicht nur um Steuergelder, sondern auch um Grundwasser welches verseucht wird. Der Export von Schweinefleisch sollte deshalb sofort verboten werden. Zumal die Gewinnmargen sehr gering sind, da zahlt man lieber den Landwirten diese Gewinne ohne Gegenleistung, damit ist unserem Grundwasser mehr gedient.

@09:20 Uhr von Denkerist

"Es ist also nicht akzeptabel, dass der Steuerzahler irgendwas hier zahlt, um den Export von Schweinefleisch zu subventionieren!"

Das ging mir auch schon durch den Kopf. Bei diesen staatlichen Umverteilungsspielchen ist das garnicht zu verhindern. Am Markt regelt sich das durch die Produktpreise. Wenn jemand selbst investiert holt er das über seinen erhöhten Preis selbst wieder rein. Wenn ein Gesetzt alle zur artgerechten Haltung verpflichtet wird Fleisch halt generell teuerer. Dann bricht der Export halt zusammen – besser als wenn solche Betriebe vom Steuerzahler querfinanziert werden und nicht artgerechte Tierhaltung ohne Auflagen ist sowieso kein seriöses Geschäftsmodell für den Export. Genauso grenzwertig wie Waffenhandel.

Nicht nur Schweinezucht isoliert betrachten, liebe Politik!

Das ist doch genau das gestern hier diskutierte Thema zum TS-Bericht "Welche Folgen das Verbot des Kükentötens hat", in dem ich die Haltungs- und Produktionsproblematik und die Halbherzigkeit angesprochen hatte, mit der die Politik dieses Problem angeht.
Das wird besonders in der Stellungnahme des Bundeslandwirtschaftsministerium deutlich: "Investitionsförderung ... auf gute Haltungsbedingungen ausgerichtet ...
... Finanzierungssystem entwickeln, um die Betriebe verlässlich zu unterstützen."
Aber man könne "... zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Aussagen treffen".
Damit kann keiner planen. Und das dauert mal wieder alles viel zu lange.
Und es müssen Haltungs- bzw. Zuchtbedingungen aller (!) fleischverarb. Betriebe reformiert werden, nicht nur die Schweinezucht. Und das in Verbind. m. angepassten Importbedingungen, sonst landet dann doch wieder die polnische Billig-Weihnachtsgans auf unsere Teller.
Mit solchen Reformen kann man zusätzlich auch Umweltschutz betreiben (Thema Methan).

09:30 Uhr von Parsec…

Mit solchen Reformen kann man zusätzlich auch Umweltschutz betreiben (Thema Methan).
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Lt. WWF werden fast ein Fünftel der globalen Treibhausgase durch die Viehwirtschaft verursacht. Der WWF warnt davor, die enormen Auswirkungen unserer Ernährung beim Klimaschutz zu vergessen.
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Ich esse max. 2x pro Woche Fleisch. Hauptsächlich Bio oder Wild direkt von Jäger.

Der Verbraucher zahlt

08:31 Uhr von Nachfragerin:
"Komische Frage...
'Wer soll für bessere Tierhaltung zahlen?'
... überflüssig..."
Wer ein Geschäftskonzept verfolgt, das auf der Ausbeutung von Tieren und Menschen basiert, ... Grundwasser ... Umwelt ... Klima ... genug Gewinne ..., um einen Umbau finanzieren zu können."
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Die Gewinne dürften ausschließlich bei den großen Mast- und Schlachtbetrieben hängen bleiben. Kleine Betriebe krebsen am Boden rum, umwelt- und halbwegs artgerechte Tierhaltung können sie sich nicht leisten.
Deshalb scheint die Frage, wer das bezahlen soll nicht überflüssig zu sein, wenn man den Bauern-, Zucht- und welche-auch-immer-Betrieben die Kosten aufdrücken will. Ausschließlich die Verbraucher haben für die Kosten für art- und umweltgerechte Tierhaltung aufzukommen, also den höheren Ladenpreis zu zahlen, will er sein Fleisch auf dem Teller haben.
Stichwort Freilauf, Fütterung, Gülle, Methan, ...usw.
Dabei ist der Fleischimport ebenfalls zu reformieren.

Landwirtschaftsminister…

Landwirtschaftsminister Özdemir zeigt klare Linien auf, setzt Prioritäten, und jetzt wird das Schritt für Schritt angepackt und umgesetzt statt sich mit Nestlé-Lobbyisten zu vergnügen.
Gut so.

Wirtschaftswissenschaftler Tobias Gaugler

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Lt. dem Wirtschaftswissenschaftler Tobias Gaugler müsste man die Schäden für die Umwelt auf den Erzeugerpreis umlegen. Dann müssten tierische Produkte dreimal so teuer sein, wie sie aktuell sind, nämlich 196 Prozent teurer. Der Milchpreis müsste verdoppelt werden. Und selbst pflanzliche Produkte müssten schon beim Erzeuger 28 Prozent teurer sein.
Ergebnisse einer Studie aus 2018

@grübelgrübel

"Ich esse max. 2x pro Woche Fleisch. Hauptsächlich Bio oder Wild direkt von Jäger"
***
Ich stelle mir gerade vor, dass über 80.000.000 Menschen in Deutschland "Hauptsächlich Bio oder Wild vom Jäger" essen.
Und ich überlege, ob das Bio und Wild so auch nur für einen Monat reichen würden.

Das Thema würde sich von…

Das Thema würde sich von alleine erledigen, würden wir ganze Vieche exportieren.
Also zum superbilihen Scheinefleisch, auch 1200L Gülle pro Kilo mitschicken. Die will nämlich niemand.
Und wir subventionieren die Massenzucht auch noch mit dreckigem Grundwasser.
Müsste der Massenhalter dafür bezahlen, äre das Problem vom Tisch.

Am 01. Februar 2022 - 09:44 Uhr von grübelgrübel

"Lt. WWF werden fast ein Fünftel der globalen Treibhausgase durch die Viehwirtschaft verursacht. Der WWF warnt davor, die enormen Auswirkungen unserer Ernährung beim Klimaschutz zu vergessen."

Weiß jemand wie hoch der Ausstoß von Treibhausgasen bei eventueller industrieller Produktion von "Laborfleisch" zu veranschlagen wäre? Würde das reduzierend wirken?

09:44 Uhr von Parsec…

Die Gewinne dürften ausschließlich bei den großen Mast- und Schlachtbetrieben hängen bleiben. Kleine Betriebe krebsen am Boden rum, umwelt- und halbwegs artgerechte Tierhaltung können sie sich nicht leisten.
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Kann ich nicht bestätigen. Da ich schon immer auf dem Land wohne und auch Landwirte im näheren Umfeld gut kenne liegt es eher an dem Geschick und betriebswirtschaftlichen Denken und Handeln, ob jemand erfolgreich ist oder nicht. Hier in der Küstenregion betreiben Landwirte nebenbei Solarwirtschaft, haben eigene Windkraftanlagen oder betreiben Direktvermarktung.

Wertsteigerung Ware Fleisch

08:35 Uhr von heribix:
"...aber alles über den Preis regeln zu wollen wird nichts bringen"
Abgesehen von Ihren anderen guten Gedanken muss ich dieser Aussage aber widersprechen.
Denn bessere (gesetzl. vorgeschriebene!) Haltungs- und Verarbeitungsbedingungen führen ja schon automatisch zu einem deutlich höheren Preis.
Es darf natürlich nicht umgekehrt der Verbraucher-Preis einfach erhöht werden für die Hoffnung, fleischverarb. Betriebe werden dann schon art- und umweltgerechte Verarbeitungs- und Haltungsbedingungen davon finanzieren, vielleicht noch auf freiwillige Selbstkontrolle ausgerichtet.
Ich bin der Meinung, dass es einer grundsätzl. Reform des gesamten fleischverarbeitenden Prozesses inkl. möglicher Importbeschränkungen für nicht art- und umweltgerecht produz. Billigfleisch bedarf, um dieses Problem in den Griff zu bekommen.
Alles andere ist Flickschusterei.
Die von Ihnen angesprochene "ganzheitliche Landwirtschaft" hat so vielleicht f. kleinste Betriebe auch wieder eine Chance.

Export von Schweinefleisch

Interessant ist bei der Subventionsproblematik von Schweinefleisch noch ein weiterer Aspekt. Dieses hochsubventionierte Fleisch trifft dann in anderen Ländern, bspw. in Westafrika auf Fleisch, da dort zu einem höheren Preis produziert wurde. Oftmals richtig Bio, ohne jegliche Chemie usw. . Die Bauern dort können aber mit dem Billigfleisch aus Europa nicht mithalten, verkaufen nichts, verlieren ihre Lebensgrundlage.
Eine Ursache der Flüchtlingsströme.
Schon allein deshalb ist die Subventionierung von Schweinefleisch - wie auch von Geflügel!!! abzulehnen.

Nur Biofleisch

Ich wäre dafür, dass man nur noch Biofleisch in Deutschland produzieren bzw. verkaufen darf. Wir essen ohnehin wenig Fleisch und ich bin bereit, für gute und ethisch verantwortbare Qualität die Bauern auch angemessen zu bezahlen.

09:51 Uhr von Tada


@grübelgrübel
"Ich esse max. 2x pro Woche Fleisch. Hauptsächlich Bio oder Wild direkt von Jäger"
***
Ich stelle mir gerade vor, dass über 80.000.000 Menschen in Deutschland "Hauptsächlich Bio oder Wild vom Jäger" essen.
Und ich überlege, ob das Bio und Wild so auch nur für einen Monat reichen würden.

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Zur Zeit würde es natürlich nicht reichen. Wild sehe ich auch nur selten. Aber ich habe einen direkten Zugang durch einen Freund, der eine eigene Jagd hat.
Würden alle nur meinen Fleischkonsum haben, würde Bio locker für alle reichen. Teurer wäre es auch nicht. Da man ja weniger isst und der Preis daher auch höher sein könnte.

Was für eine Frage

wer bezahlt denn Ware die er kauft, natürlich der Bürger, der braucht ja was zu Essen.
Als erstes den Export einstellen, weil der Verbraucher dann die bessere Haltung auch für dieses Fleisch bezahlt, wie beim Solardach, Geld kommt vom Nachbarn und Mieter der irgendwo wohnt. Der Verbraucher zahlt, Nutznießer ist dann auch China, wo große Mengen von Schweinefleisch sonst exportiert werden, nur zur Zeit nicht.
Gründe sind ja bekannt.
Und ich hab es ehrlicherweise gestern schon bei den Eiern gesagt, ich kaufe nach Preis, wenn sein muss eben im Nachbarland.
Und Mehrwertsteuer auf 19 Prozent, geht in den großen Topf, ohne Bindung, irgendwie ist auch mal gut, oder es muss was bei den Löhnen oder Renten passieren, alles möglich erhöhen, muss auch mal ein Ende haben.
Und es gibt heute schon alle Formen zu kaufen, von 2 bis Stufe 4 und Bio , also für jeden Geldbeutel was dabei, wer sich das also leisten kann, kann das auch machen.

Wer soll für bessere Tierhaltung zahlen?

ist das jetzt ne rhetorische Frage ?
der Verbraucher natürlich
wer denn sonst
ein Platz in der 1. Klasse im Flugzeug/Bahn
kostet doch auch mehr als die Holzklasse
diskutiert man da auch wer bezahlt
ohnehin werden sich die Mehrkosten im Rahmen halten
ob jetzt 0,8 qm für ein Schwein oder bio mit dann 1,4 qm
ob da wirklich die Kosten explodieren ?

Immer das selbe

Neuer Minister - neue Absichtserklärungen. Wie oft haben wir das jetzt schon im Land erlebt? Solange Tier bei uns als Sache behandelt werden, wird es auch zu keinen Änderungen kommen. Da hilft nur Eigeninitiative durch Verzicht auf Fleisch. Je mehr mitmachen, umso besser.

Traum oder Zukunft?

08:51 Uhr von kurtimwald:
"Wer bis jetzt seine Bestand mit Hunderten oder sogar tausenden von Tieren nicht umgestellt hat, ist selbst schuld und darf nicht nach Ausgleich rufen."
Die Abkehr der industriellen Fleischverarbeirung wird so aber nicht klappen und wird auch nicht passieren, dafür wird viel zu viel Fleisch verzehrt. Ausserdem darf der Fleischimport nicht vergessen werden.
Man kann aber die Haltungsbedingungen hierzulande verbessern, das führt zu einer geringeren Anzahl des Bestandes (unwahrscheinlich, dass die Haltungsfläche gleichermaßen vergrößert werden kann) und zu einem deutlich höheren Verbraucherpreis. Angepasste Importvorschriften sorgen dafür, das wir unser Industrie nicht in die Steinzeit befördern.
Sollte sich der Fleischkonsum dadurch verringern - um so besser und gesünder. Für Mensch, Tier und Umwelt. Hört sich doch gut an.

Wer soll für bessere Tierhaltung bezahlen ?

Wer sollte das denn wohl sein ? Natürlich der Verbraucher aber dazu muss auch gesagt werden , jeden Tag Fleisch muss nicht sein aber was noch wichtiger ist , ein z.B. Kottelet muss nicht zwingend 98 Cent kosten. Das könnte mal geändert werden w e n n der zusätzliche Ertrag auch den Tieren zukommt und nicht , wie üblich , in anderen Taschen verschwindet !

Tierwohl und CO !

Ja, es gibt Landwirte, die es besser machen wollen, und dafür sind sie auf die Straße gegangen. Leider steht aber da eine Agrarlobby, die wieder alles tun wird, um deutliche Verbesserungen zu verhindern.
Grundsätzlich sollte jeder Bauer nur so viel Vieh halten, wie er auch artgerecht versorgen kann, und dann am Besten in einer Art Genossenschaft selbst vermarkten. Es gibt ja gute Ansätze, wenn auch leider noch zu wenige, da der Staat Gesetze gemacht hat, die oft mehr als fragwürdig sind. Ja auch ich hoffe, dass der neue Minister mehr Rückgrat hat, als die Lobby- Glöcknerin !
Am Besten sollte es sein, grundsätzlich alle zu BIO zu verpflichten, ohne dass der ganze chemische Dreck der Agrarindustrie auf die Felder kommt !

10:03 Uhr von Peter Goge

und wenn sie das gut finden
(wenig Fleisch zu essen)
hat der Rest der Republik das auch zu tun ?

Kein Hackfleisch

Wir ersetzen schon lange Hackfleisch in allen Gerichten durch pflanzliches Biohack. Z. B. in gefüllten Paprika oder in Sauce Bolognaise. Man vermisst geschmacklich gar nichts.

10:03 Uhr von Denkerist

1/3 unseres Schweinefleisches geht nicht nach Afrika sondern China
und wenn hierzulande der Bauer seine Suppenhühner nicht los wird
kein Markt vorhanden, weshalb nicht Exportieren

Wie kam es den zu der…

Wie kam es den zu der jetzigen Situation? Durch Gier. Da gaben ein paar Bauern erkannt, dass man mit Fleisch mehr verdienen kann und wurden massenzüchter.
Dazu noch hirnbefreite Subventionen von ewg, egal und EU und das Desaster war perfekt.
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Die Frage, ob man weniger Fleusch essen kann, wird sich ganz leicht über den Preis regeln.
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Dieser überkonsum ging ja nur mit Billigstfleisch. Und das stellen wir ganz einfach wieder ab.
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Niemand muss auf 3 Schnizel/Tag verzichten.
Dafür fällt dann eben der jährliche Mallorca Urlaub aus.

@ schiebaer45 . >> Ich hoffe…

@ schiebaer45
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>> Ich hoffe, dass Herr Özdemir einen besseren Job macht als seine lobbytreue Vorgängerin. <<
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Ihr Wort in Gottes Ohr, so schwer sollte das auch wirklich nicht sein :-) … dennoch bewahre ich mir da eine große Portion Skepsis.
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Ansonsten kann man neben der äußerst berechtigten und bitter nötigen Kritik an den Großbetrieben, der Politik und ganz besonders der Lobby auch hier wieder den Spieß mal umdrehen und feststellen:
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Wer angesichts von 8 Milliarden Bäuchen zu füllen tagtäglich bei nahezu jeder Mahlzeit tierische Produkte zu sich nimmt, dem kann nun mal nicht viel an der Art der Tierhaltung, dem Klimaschutz, den vergüllten Böden, der Ressourcenschonung etc. liegen. Das passt schlicht nicht zusammen.

Tierwohl und CO !

Grundsätzlich sollte D wie auch die EU endlich damit aufhören, hier billig produziertes Fleisch nach außerhalb zu transportieren. Diese Ware wird auch in Länder verkauft, die selbst in der Lage sind oder währen, wenn nicht der dortige Markt mit dem billigen und verseuchten Fleisch überflutet werden würde. Auch macht es überhaupt keinen Sinn Schweinefleisch nach China zu verkaufen, denn die können sich selbst versorgen. Also scheint hier viel zu viel produziert zu werden, was aber nicht den Bauern zugute kommt, sondern anderen Playern, die sich totlachen, da sie kaum einen Finger rühren müssen. Dies muss aufhören, kein Export mehr, keine Chemie mehr in den Boden, und nur noch reiner Bio- Anbau !

Es gibt auch Vorbilder

01. Februar 2022 - 09:59 Uhr von grübelgrübel:
@09:44 Uhr von Parsec…
-->>...Kleine Betriebe krebsen am Boden rum, umwelt- und halbwegs artgerechte Tierhaltung können sie sich nicht leisten<<--
.
"... liegt ... eher an dem Geschick und betriebswirtschaftlichen Denken und Handeln, ... Hier in der Küstenregion betreiben Landwirte nebenbei Solarwirtschaft, haben eigene Windkraftanlagen oder betreiben Direktvermarktung."
.
Das sind natürlich Vorbilder, wie man sie sich nur wünschen kann. Fernab von Preisdumpingtreiberei.
Solche Betriebe haben sicherlich ihre eigene 'eingefleischte' Kundschaft, die Wert auf Nachhaltigkeit legt und beteit ist, den dafür höheren Verbraucherpreis auch zu zahlen.
Ich denke, die Bereitschaft zur Zahlung höherer Fleischpreise plus die Bereitschaft, auch mal auf Fleisch zu verzichten, dürfte recht groß sein. Was aber fehlt, ist die Initialzündung dafür. Das kommt nicht von den Verbrauchern, da muss der Gesetzgeber ran.

@ Lusil

Immer das selbe
Neuer Minister - neue Absichtserklärungen. Wie oft haben wir das jetzt schon im Land erlebt? Solange Tier bei uns als Sache behandelt werden, wird es auch zu keinen Änderungen kommen.

Ja, wollen Sie jetzt eine Veränderung oder wollen Sie keine? Das sollten Sie sich schon überlegen.
Ich find's gut, dass Özdemir neue Wege geht. Das muss man dann doch nicht gleich schlechtreden.

@Nachfragerin 08:31

Komische Frage... "Wer soll für bessere Tierhaltung zahlen?"
Volle Zustimmung zu Ihrer Antwort! Gar nicht komische, sondern (system)typische Frage!
Vorschlag: Soviel den Erzeugern zahlen, dass sie die Tiere von diesen Einnahmen ordentlich halten können und die exorbitanten Gewinne der großen Verarbeitungs- und Verkaufs-/Handelsketten stark beschneiden. Damit die Verbraucher-/Endpreise niedrig halten.
Aber staatliche Regulierung? Wahrscheinlich nix da, nada, doch nicht in diesem Fall!

08:35 Uhr von heribix

"Der Preis von Fleisch hat sich in den letzten 20 Jahren mehr als vervierfacht"
.
Wo haben Sie diese wilden Zahlen her? Ich finde auf die Schnelle keine Statistik, aber mehr als 10% Teuerung gab es bei Fleisch sicher nicht.

Tierschutzgesetz !

Grundsätzlich sollte sich der L- Minister mal vorstellen, wie wichtig es für ein Tier ist, sich frei bewegen zu können, auch mal draußen rumrennen, und nicht nach dem Prinzip mästen groß zu werden. Dies würde sich in der Qualität des Fleisches bemerkbar machen. Und da nicht jeder so viel Fläche hat, wird es auch weniger Tiere geben, die aber bei einer eigenen Vermarktung dem Bauern gutes Geld bringen würde.
Der ganze Mist, der beim Discounter angeboten wird, immer noch billiger, weil der Geiz ja so geil ist, das schadet den Tieren und den Landwirten, denn denen werden die Preise auf gedrückt. Da sollten die Gesetze helfen, die einen Mindestpreis garantieren, damit der Bauer auch noch anständig leben und arbeiten kann, und somit den Ärschen der Discounter die Gewinnspanne zu reduzieren.

@ Parsec

Die Abkehr der industriellen Fleischverarbeirung wird so aber nicht klappen und wird auch nicht passieren, dafür wird viel zu viel Fleisch verzehrt.

Das müssen wir ändern. Weniger Fleisch (viel weniger), bessere Qualität, gerechter Preis. Wir müssen ökologisch nachhaltig werden. Denn sonst heißt es "ene mene muh und aus bist du".
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Dieser Minister ist kein Lobbyist. Endlich mal eine faire Chance für die Vernunft.

@9:00 von Gondarin

Leider liegen sie begrifflich falsch.
Abgaben sind nicht zweckgebunden. "Abgaben" ist eher der allgemeinere Oberbegriff zu "Steuern" .
Aber in der Sache ist es überlegenswert. Einfacher wäre ein sofortiger, gesetzlicher Mindestpreis, den der Bauer verlangen muss.
Oder Direktsubventionen.
Das muss aber ganz schnell gehen, denn die Schweinebauern stehen jetzt vor dem Aus.
Und das Ganze darf auch nicht an Haltungsformen gekoppelt sein.
Sonst beschleunigt sich das Höfesterben.
Und dann gibt es irgendwann nur noch teures Bio oder Schweinefleisch aus den chinesischen Hochhausställen.

Verbot von Antibiotika ...

für die Nutztierhaltung - EU-weit. Und ein Importverbot für Fleisch das unter dem Einsatz von Antibiotika erzeugt wurde.
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Damit würden sich gleich eine ganze Reihe von Problemen lösen lassen:
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Massentierhaltung würde unmöglich.
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Fleisch würde damit teurer, die Menschen würden weniger Fleisch essen. Das freut auch die Kardiologen.
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Weitere Antibiotika Ressistenzen würden unwahrscheinlicher.
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Nur ein Gesetz. Das kostet gar nix.
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@Parsec 10.01 Uhr Ich weis…

@Parsec 10.01 Uhr Ich weis was Sie meinen und mit vielem haben sie recht, leider steht uns da aber der Lobbyismus im Weg. Als es mir und meiner Frau finanziell noch nicht so gut ging haben wir Fleisch sehr oft im Angebot gekauft, ist jetzt ca 25 Jahre her. Da kostete das Kilo Schweinenacken im Angebot ca 2.30 DM, Jetzt kostes es 4,99€ der preis hat sich also verdreifacht,, aber weder die Qualität noch die Haltungsbedingungen sind besser geworden und den Bauern geht es auch schlechter als früher. In meinem Heimatort gibt es einen Demeter Laden sehr gutes Bio, das Brathähnchen für 28€ wer soll das bezahlen? Unser gesamtes System muss endlich umgebaut werden, weg vom stetigen Wachstum und Gewinnmaximierung auf Kosten der Natur, der Tiere und der Menschen.

10:24 Uhr von Parsec…

Das sind natürlich Vorbilder, wie man sie sich nur wünschen kann. Fernab von Preisdumpingtreiberei.
Solche Betriebe haben sicherlich ihre eigene 'eingefleischte' Kundschaft, die Wert auf Nachhaltigkeit legt und beteit ist, den dafür höheren Verbraucherpreis auch zu zahlen.

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Früher hieß es bei uns: De dümmsten Buhren hebt de dicksten Kartuffel.
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Heute gilt das nicht mehr. Früher vielleicht auch schon nicht. Heute müssen auch „kleine“ Betriebe sich den Marktgegebenheiten anpassen.

3x Fleisch/Tag = 1x Malle weniger

01. Februar 2022 - 10:21 Uhr von Bender Rodriguez:
"Dieser überkonsum ging ja nur mit Billigstfleisch. Und das stellen wir ganz einfach wieder ab.
Niemand muss auf 3 Schnizel/Tag verzichten.
Dafür fällt dann eben der jährliche Mallorca Urlaub aus"
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Oder die tägliche Schachtel Glimmstengel.
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Oder wer's sich leisten kann, mampft seine Schnitzel eben auf Mallorca und genießt zum Nachtisch entspannt den Sonnenuntergang bei einer Zigarette. Aber bitte den Stummel in den Ascher und nicht auf den Strand.
Jeder, wie er kann.
Und wer sich teures Fleisch nicht leisten will, lebt u.U. gezwungenermaßen gesünder.
Ich bin übrigens kein Vegetarier.

Re : Parsec !

Was sie über diese speziellen Bauern schreiben, das wäre ein sehr guter Ansatz, es für viele so zu wünschen.
Auch sollten grundsätzlich all die vielen Exporte mal sehr genau hinterfragt werden, denn so manche dieser Exporte schaden den Ländern, wo diese Ware hinkommt. Da liegt ein Schlüssel, eine Reduzierung der gesamten Erzeugung hin zu nur noch der Menge, die tatsächlich hier und maximal in der EU benötigt wird.
Und es sollten so ziemlich alle ewigen Transporte von Tieren quer durch die EU und außerhalb untersagt werden, denn so ziemlich jedes Land hat eigene Bauern, die für die eigene Bevölkerung Fleisch und Lebensmittel erzeugt. Wenn dann irgend wann nur noch BIO- Waren da sind, dann bestimmt nicht mehr in diesem Umfang wie bisher, wovon die Bauern am Wenigsten haben, denn sie werden zu oft unter dem "Preis" bezahlt und abgezogen !

09:28 Uhr von nie wieder spd

" Das Gesetz gibt es schon. Es heißt Tierschutzgesetz. Leider wird es auf Nutztiere nicht angewendet. Bei Tieren werden Unterschiede erlaubt, die bei Menschen das Bundesverfassungsgericht auf den Plan rufen würden.
Wir brauchen Grundrechte für Tiere, die für alle Tiere gleichermaßen gelten." Das jetzige Tierschutzgesetz ist leider eher ein Tiernutzungsgesetz; es regelt, unter welchen Bedingungen man Tiere "nutzen" und töten darf. Kükenschreddern ist mit diesem Gesetz ja laut Urteil Oberverwaltungsgericht NRW vereinbar. Das jetzige gesetz ist ein zahnloer Tiger, wenn es um Tierrechte geht.

@Am 01. Februar 2022 - 10:36 Uhr von Sparpaket

"Und das Ganze darf auch nicht an Haltungsformen gekoppelt sein.
Sonst beschleunigt sich das Höfesterben.
Und dann gibt es irgendwann nur noch teures Bio oder Schweinefleisch aus den chinesischen Hochhausställen."

Das ist ja nun eine Lösung frei von irgendeinem verbesserten Tierwohl.
Bißchen zynisch, nicht?
Nach dem Motto : Geiz ist geil - Ihr Nick ist da wohl Programm?

Wer soll für bessere Tierhaltung zahlen?

Letztendlich der schnöde Verbraucher und der kleine Bauer.
Solange Großmastanlagen, vorallem für den Export produzieren, wird das äußerst schwierig.

@Stefan T "Wo haben Sie…

@Stefan T "Wo haben Sie diese wilden Zahlen her? Ich finde auf die Schnelle keine Statistik, aber mehr als 10% Teuerung gab es bei Fleisch sicher nicht." Lebenserfahrung. Preis Schweinenacken im Angebot vor 25 Jahren Ca 2,30DM (1.30€) heute 4,99€. Das ist nicht nur bei Fleisch so.

@ 10:37 Uhr von geselliger mis…

"Verbot von Antibiotika für die Nutztierhaltung - EU-weit. Und ein Importverbot für Fleisch das unter dem Einsatz von Antibiotika erzeugt wurde."
....
"Nur ein Gesetz. Das kostet gar nix."

Volle Zustimmung - da bin ich ganz bei Ihnen. Solche Gesetze für die Bürger bräuchte es viele!
Aber im Ernst: Gibt es ein Gesetz, welches pro Bürger und gegen die Lobbyinteressen verabschiedet wurde?

@Stefan T, nie wieder spd

"Das jetzige Tierschutzgesetz ist leider eher ein Tiernutzungsgesetz; es regelt, unter welchen Bedingungen man Tiere "nutzen" und töten darf. Kükenschreddern ist mit diesem Gesetz ja laut Urteil Oberverwaltungsgericht NRW vereinbar. Das jetzige gesetz ist ein zahnloer Tiger, wenn es um Tierrechte geht."
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Und genau da muss man ansetzen wenn man es ernst meint mit dem Tierwohl, anstatt irgendwelche undurchsichtigen Finanzierungssysteme mit haufenweise Fehlallokation zu basteln.
Wenn alle Erzeuger aufrüsten müssen, heben alle einfach ihre Preise an. Zu leiden hätten dann höchsten die industriellen Massenexporteure, mit denen sich der Minister wohl genauso wenig anlegen will wie seine Voprgänger.

10:12 Uhr von Sisyphos3…

ohnehin werden sich die Mehrkosten im Rahmen halten
ob jetzt 0,8 qm für ein Schwein oder bio mit dann 1,4 qm
ob da wirklich die Kosten explodieren ?

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Das ist zu kurz gedacht. Bio bedeutet nicht nur mehr Platz im Stall sondern auch tatsächlichen Freilauf nach draußen, zertifizierte Futterqualität, angepasste medizinische/medikamentöse Versorgung. Und ab und zu streicheln:-)

Ende des Billigfleisches

Die Produktion von Billigfleisch gehört umgehend beendet, auch für den Export. Wir brauchen wenige, klare und nachvollziehbare Standards. Und die müssen auch für Import und Handel gelten.

@ 10:30 Uhr von Stefan T

„Fleischpreise“
Das einzige Mal als ich kurz vor dem Euro zu DM - Preisen darauf geachtet habe, kostete 1kg Rinderfilet ca 40 DM.
Gerade bei Idealo gesucht: 1kg Rinderfilet 43€
Also hat sich der Preis verdoppelt.
Das dürfte wahrscheinlich auch für andere Wurst - und Fleischwaren gelten.
So, wie auch für viele andere Waren.

10:44 Uhr von Alter Brummbär

Wer soll für bessere Tierhaltung zahlen?
Letztendlich der schnöde Verbraucher und der kleine Bauer.
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manchmal bin ich hier im Thread sprachlos
wer denn auch sonst als der Verbraucher,
der will ja was "besseres" haben
wenn ich in meiner Mietwohnung ein Marmorbad will und die Küche mit Granitarbeitsplatten
wird die Miete doch auch etwas höher ausfallen oder übernimmt das der Vermieter

10:38 Uhr von heribix…

In meinem Heimatort gibt es einen Demeter Laden sehr gutes Bio, das Brathähnchen für 28€ wer soll das bezahlen? Unser gesamtes System muss endlich umgebaut werden, weg vom stetigen Wachstum und Gewinnmaximierung auf Kosten der Natur, der Tiere und der Menschen.
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Wir waren Anfang Oktober in der Toskana. Das Fleisch dort war mind. doppelt so teuer wie bei uns. Wir haben hier vergleichsweise niedrige Lebensmittelpreise.

Von zu Hause aus

kenne ich Fleisch nur als Sonntagsbraten.In der Woche gab es überwiegend Gemüse und auch Fisch,der war damals noch recht billig.

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