Kommentare - Wie Lebensmittelwerbung in die Irre führen kann

29. Januar 2022 - 15:53 Uhr

Angeblich klimaneutrales Wasser, Zuckerbomben, getarnt als vitaminreiche Nascherei: Mit dem Bedürfnis nach mehr Nachhaltigkeit will die Lebensmittelindustrie Kasse machen, warnen Verbraucherschützer. Von Philipp Wundersee.

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Kommentare

Werbung ...

... ist Werbung und damit nicht unbedingt der Ehrlichkeit verpflichtet.
Und nebenbei, wird in diesem Forum auch vieles geschrieben, was nicht ehrlich ist.

Es geht auch mit weniger Zucker und weniger Salz

Es gibt vereinzelt Süßwaren-Produkte, die zuckerreduziert sind. Ich habe davon manche probiert und ich muss sagen, dass sie, trotzdem sie weniger süß schmecken, eine Alternative sein können.

Genauso sollten bei salzhaltigen Produkten, das Salz reduziert und ggf. gegen andere Gewürze ausgetauscht werden. Denn viele Menschen bekommen vom Salz einen hohen Blutdruck.

Die Lebensmittelindustrie sollte sich endlich umstellen auf Produkte mit weniger schädlichen Inhalten.
Die Nachfrage nach "gesünderen" Produkten ist derzeit sicher höher als je zuvor.

Eigenverantwortung

Ich denke schon dass es genuegend Gesetze in D gibt zur Kennzeichnungspflicht. Man sollte schon vom Verbraucher erwarten koennen diese auch zu lesen und seinen Verstand zu benutzen.

Lebensmittelwerbung

ich habe noch nie auf Lebensmittelwerbung geachtet weil vieles täuscht. Wenn ich manches mal in TV die Lebensmittelwerbung sehe, streuben mir die Haare und dann wundert man sich, warum Kinder auf miese Tricks herein fallen. Ich suche meine Lebensmittel daher selber aus. Zudem, wenn man dazu die Verpackungen sieht ist von Nachhaltigkeit nichts zu sehen. Viele haben ja schon das Kochen und Backen nicht gelernt was ich sehr traurig finde. Lebensmittel wird fast garnicht mehr als mit das höchste Gut angesehen und zu dem noch teilweise künstlich hergestellt. Die Werbunf für Lebensmittel kann man getrost abschaffen, wie das mit den Zigaretten auch. Auch Werbung für Medikamente sollte man verbieten, man kann auch in der Apotheke nachfragen.

@16:26 Uhr von Bauer Tom

"Ich denke schon dass es genuegend Gesetze in D gibt zur Kennzeichnungspflicht. Man sollte schon vom Verbraucher erwarten koennen diese auch zu lesen und seinen Verstand zu benutzen."
Das machen sie mal Kindern und Jugendliche klar.

16:26 Uhr von Bauer Tom

Ja, es gibt eine Eigenverantwortung, die auch wahrgenommen werden sollte.
Aber es gibt auch genügend Mitmenschen, die die Inhaltsstoffe gar nicht verifizieren können, weil Ihnen diese Begriffe nicht bekannt sind.
Oder kennen Sie alle Begriffe die für Zucker stehen können?

Wie Lebensmittelwerbung in die Irre führen kann

Nur für schlechte Produkte muss Werbung gemacht werden. So sagt man es sinngemäß. Und daran ist vieles richtig.
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Würde Werbung der Wahrheit/Realität entsprechen, keiner/sehr wenige/ wenige Menschen würden die angebotenen Produkte kaufen, weil es eben oft/meist Schein oder Mist ist.
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Diese Scheinwelt funktioniert aber seit Jahrzehnten....

Tja, einerseits: . >>Solange…

Tja, einerseits:
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>>Solange will Sabrina Schulz von der Verbraucherzentrale Berlin nicht warten. Sie rät, nicht auf den Namen auf der Vorderseite zu achten beim Einkaufen "Dieser kann auch ein Phantasiebegriff sein und dient eher der Werbung. Die Bezeichnung des Produktes steht im Kleingedruckten meist auf der Produktrückseite und beschreibt sachlich, um was für ein Lebensmittel es sich handelt", sagt Schulz.<<
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andererseits:
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>>...der Experte von Foodwatch. "Systematisch benachteiligt sind etwa Alleinerziehende mit Kindern, die keine Zeit für Detektiv-Arbeit am Supermarktregal haben, sowie ältere Menschen mit weniger Sehkraft, die das Kleingedruckte nicht entziffern können."<<
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Frau Schulz denkt zu kurz. Ganz abgesehen davon, dass nicht nur Alleinerziehende mit Kindern keine Zeit haben und nicht nur Ältere Probleme mit der Sehkraft. Da kann wirklich nur die Ernährungsampel helfen. Und wer möchte schon die Regale für andere blockieren, indem er Kleingedrucktes studiert?

Ein ehernes „Gesetz“ im Kapitalismus:

Wenn es darum geht, „Kasse zu machen“, wird „systematisch“ getrickst und gelogen, dass sich die Balken biegen (dies zu „Mit dem Bedürfnis nach mehr Nachhaltigkeit will die Lebensmittelindustrie Kasse machen“).

@16:26 Uhr von Bauer Tom

//Man sollte schon vom Verbraucher erwarten koennen diese auch zu lesen und seinen Verstand zu benutzen.//
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Artikel gelesen? Wann ja, warum nicht den Verstand benutzt?

23:47 Uhr von Sisyphos3

"Werbung ...
... ist Werbung und damit nicht unbedingt der Ehrlichkeit verpflichtet."

,.,.,

Was ist denn das für eine befremdliche Argumentation.
Genauso gut können Sie sagen:
'Lehrer sind Lehrer und damit nicht unbedingt der Ehrlichkeit verpflichtet.'

Weder in dem Begriff 'Lehrer' noch in dem Begriff 'Werbung' ist das Wort 'Unehrlichkeit' enthalten.

Denn:
Wenn jemand z.B. für Cello-Unterricht wirbt, kann man nicht unterstellen, dass der Cello-Lehrer auf betrügerische Weise wirbt - nur weil er Schüler sucht.

Dass JEDER Beruf auch Betrüger hat, ist eine andere Sache.

16:29 Uhr von Jimi58

//Auch Werbung für Medikamente sollte man verbieten, man kann auch in der Apotheke nachfragen.//

Gerade frei verkäufliche Arzneimittel sind für Menschen, die sowieso schon Medikamente nehmen müssen, eine ernst zunehmende Gefahr. Da kann im Zweifel nur der Arzt oder Apotheker helfen.
Darum kann ich Ihnen da nur recht geben.

Und ja, Kinder sind da überfordert, aber die haben ja auch Eltern. Ich erinnere mich an so manchen Disput mit unseren Kindern. Warum, wieso nicht, oder was auch immer da so kam.

@ 16:29 Uhr von ich1961

Das von Ihnen bemängelte Stilmittel nennt sich Analogie und soll in diesem konkreten Fall darauf hinweisen, dass Verbraucher weder in der Werbung noch in diversen Foren vermittelten 'Informationen' blind vertrauen sollten.
Ebenso wie wie zum Beispiel ein übermäßiges Belegen eigener Forumsbeiträge mit weiterführenden Links ebenfalls mitnichten ein Zeichen von Kompetenz oder Wahrheitgehalt sind.

Wie in der Werbung eben ...

Ohnehin nicht vertrauenswürdig

Es gibt eine Brause mit Zitronengeschmack, welche seit einigen Jahren die Aufschrift "ohne Koffein" trägt. Die hatte niemals Koffein als Inhaltsstoff, aber es gab Gerüchte, dass dort Koffein drin sei. Das ist wahrscheinlich der Grund warum der Hersteller diese Aufschrift darauf gepackt hat. Da diese Brause öfter von Kindern getrunken wurde und deren Verhalten nach stärkeren Konsum viele Menschen an Koffein erinnert und so ist dieses Gerücht entstanden. Die Brause selbst hatte aber (wie so ziemlich alle Zitronenbrausen) einen sehr hohen Zuckergehalt, was man wegen der Säure nicht wahrnahm. So kam es, dass die Kinder öfter wegen des hohen Zuckeranteils aufdrehten. Es wurde aber nie vor dem hohen Zuckergehalt gewarnt. Es wurde auch nicht darauf hingewiesen, dass man nicht eine Flasche davon am Tag trinken sollte aus gesundheitlichen Gründen.
Das ist nur ein Produkt von Unzähligen, die mit Irreführungen arbeiten. Der "Nutriscore" ist genauso irreführend.

Was bedeutet nachhaltig ?…

Was bedeutet nachhaltig ? Doch nur, dass wir von dem Produkt so viel verbrauchen können, wie wieder hergestellt werden kann. Der Hersteller verspricht also lediglich, dass er dafür sorgen wird, dass das Regal wieder aufgefüllt wird. Ich habe keinen Zweifel, dass er das ehrlich beabsichtigt.

@16:34 Uhr von Anna-Elisabeth

Ich habe vor längere Zeit ein Buch gelesen von Eva Kapfelsperger, Udo Pollmer mit dem Titel:"Iß und Stirb". Sehr interessant zu sehen, was überhaupt an Chemie in unsere Lebensmittel drin ist, und das hat sich garantiert nicht geändert sondern im Gegenteil, es ist noch versteckter und komplizierter geworden. Die Werbung möchte uns nur das"beste" um die Nase binden.

@ Nettie

Ein ehernes „Gesetz“ im Kapitalismus:

Wo gibt's denn heute noch Kapitalismus?

@16:35 Uhr von Nettie

//Ein ehernes „Gesetz“ im Kapitalismus:
Wenn es darum geht, „Kasse zu machen“, wird „systematisch“ getrickst und gelogen, dass sich die Balken biegen (dies zu „Mit dem Bedürfnis nach mehr Nachhaltigkeit will die Lebensmittelindustrie Kasse machen“).//
.
So ist es.
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Davon abgesehen: Ich habe tatsächlich oft vergeblich versucht, das Kleingedruckte auf Verpackungen zu lesen. Manchmal hole ich das zu Hause mit Lupe nach. Dann weiß ich wenigsten beim nächsten Einkauf, ob ich das noch einmal kaufe. Ganz sicher werde ich aber nicht die Lupe zum Einkauf mitnehmen.

16:26 Uhr von Margitt.- Wir haben alles!

>>Es gibt vereinzelt Süßwaren-Produkte, die zuckerreduziert sind. Ich habe davon manche probiert und ich muss sagen, dass sie, trotzdem sie weniger süß schmecken, eine Alternative sein können.

Genauso sollten bei salzhaltigen Produkten, das Salz reduziert und ggf. gegen andere Gewürze ausgetauscht werden. Denn viele Menschen bekommen vom Salz einen hohen Blutdruck.<<
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Richtig, Margitt!
Es ist wie immer: die Menge macht das Gift.
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>>Die Lebensmittelindustrie sollte sich endlich umstellen auf Produkte mit weniger schädlichen Inhalten.
Die Nachfrage nach "gesünderen" Produkten ist derzeit sicher höher als je zuvor.<<
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Korrekt! Jeder 2./3. Mann/Frau ist zu dick. Wie oben: Die Dosis macht es. Regelmäßige Bewegung, Getränke uvm.
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Noch nie gab es so viele Fertigprodukte wie heute, die i.d.R. ungesund sind.

Aber auch hier gilt die Formel mit der Dosis.
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Dazu kommen Produktnamen wie "Fit sein", "Aktiv", "Balance" und viele mehr, die Verkaufsfördernd wirken, aber ungesund sind.

Mit dem Bedürfnis nach mehr Nachhaltigkeit

Die Menschheit braucht Parolen, wie Nachhaltigkeit, Tierwohl, Vegan usw. Über was könnte man denn sonst so schön aufregen?

@ morgentau

Nur für schlechte Produkte muss Werbung gemacht werden. So sagt man es sinngemäß. Und daran ist vieles richtig.

Ein Werbefachmann hat es mir gegenüber mal so ausgedrückt: Den Menschen das anzubieten, was sie ohnehin brauchen, ist ja nicht schwierig. Die Kunst ist es aber, den Menschen in der Arktis Gefrierschränke zu verkaufen.

@ morgentau

Würde Werbung der Wahrheit/Realität entsprechen ...
... wäre es eine Nachrichtensendung.

die Lösung ist ganz einfach


Ich habe eine Pille gegen Leichtgläubigkeit entwickelt. Regelmäßig eingenommen, schützt sie zuverlässig davor, auf falsche Versprechungen herein zu fallen. Außerdem nimmt man damit 8 Kilo in 3 Wochen ab und kann mindestens drei Fremdsprachen ohne Anstrengung lernen.
Die Packung mit 50 Stük kostet nur 99 Euro, wer heute noch bestellt, bekommt noch das praktische Aufbewahrungsglas gratis dazu.

16:34 Uhr von Anna-Elisabeth

>> Da kann wirklich nur die Ernährungsampel helfen. Und wer möchte schon die Regale für andere blockieren, indem er Kleingedrucktes studiert?<<
.

Diese Ernährungsampel ist seit vielen Jahren im Gespräch. Nicht geschah bisher. Ist dem Deutschen wohl zu einfach.
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Es ist nicht nur das Kleingedruckte, sondern auch das verstehen. Wissen sie, was die E-Stoffe für eine Bedeutung haben? Ich hab mir mal ein Büchlein nur über E-Stoffe gekauft. Da kann es ihnen schlecht werden....
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PS. Vielleicht schafft es die Ampelregierung und setzt die Rahmenbedingungen für eine Ernährungsampel.

@ Bauer Tom

Man sollte schon vom Verbraucher erwarten koennen diese auch zu lesen und seinen Verstand zu benutzen.

Ja, das würde ich mir bei vielen Foristen wünschen.

Falsche Voraussetzungen

16:11 Uhr von Bordellfachang…:
"Werbung ...
... ist Werbung und damit nicht unbedingt der Ehrlichkeit verpflichtet."
Da gehen Sie von falschen Voraussetzungen aus!
Wird ein Produkt mit Eigenschaften beworben, die es gar nicht hat, ist das eine Vorspiegelung von falschen Tatsachen und gehört geächtet, heißt also Werbeverbot und Richtigstellung. Meine Meinung.
Dass es nicht dazu kommt, ist eine Schande, die die Politik seit zig Jahrzehnten ungelöst lässt zur Freude der Industrie.

16:11 Uhr Bordellfachang…

Sorry - der User, den ich um 16:39 zitiert habe, ist nicht Sisyphos3, sondern 16:11 Uhr Bordellfachang….
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Versteh selber nicht, warum mir da manchmal ein ganz anderer Name reinflutscht. :-(

@16:21 Uhr von fathaland slim

//Die Verlogenheit der Werbung
Ein uraltes Problem.//
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Stimmt. Nur die Art, wie Verbraucher angesprochen werden, hat sich geändert.
Früher ging es in erster Linie darum, dass die Hausfrau Mann und Kinder gut bekocht. Und natürlich musste die Wäsche nicht nur sauber sondern auch rein sein und kratzen durfte sie schon gar nicht, weil die arme Frau sonst ein schlechtes Gewissen bekam. Dann musste natürlich auch das Geschirrspülmittel die Hände schon beim Spülen pflegen. So ein Blödsinn!
Ich weiß auch nicht, warum ich beim Gedanken an diese Zeiten lachen muss, obwohl mich diese Werbung stets geärgert hatte.

16:42 Uhr von Lutz Jüncke

Falls das "ein Angriff auf mich" sein soll- danke für Ihre Meinung. Die sollen Sie haben, in diesem Falle können Sie sie aber - wie die Werbung - gerne behalten. Denn ich bin eben anderer Meinung.
Wenn ich etwas belege, dann damit das j e d e r nachvollziehen kann und im Zweifel auch mal Fake News als solche erkennen kann. Wenn z.B. jemand steif und fest behauptet er wäre Arzt, kann ich nicht belegen, das er/sie/es das nicht ist. Dann sage ich eben "nur" meine Meinung.
Ich hoffe Sie können das akzeptieren.

Bewusstes In-die-Irre-führen

16:26 Uhr von Bauer Tom:
"Eigenverantwortung"
Und wo ist die bei der Industrie zu finden?
Richtig: nur marginal!
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"Ich denke schon dass es genuegend Gesetze in D gibt zur Kennzeichnungspflicht."
Nein, die Kennzeichnungspflicht ist teils halbherzig und für den Verbraucher auf den ersten Blick kaum zu identifizieren.
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"Man sollte schon vom Verbraucher erwarten koennen diese auch zu lesen und seinen Verstand zu benutzen."
Es geht hier um falsche Werbeversprechen. Die zu erkennen, können Sie Tante Erna oder Lieschen Müller oder auch Otto Normalverbraucher mal versuchen zu erklären.
Sie werden auf reichlich bewußt in die Irre geführte Werbeaussagen treffen. "Den eigenen Verstand benutzen" als Argument, falsche Werbeaussagen von den Dreien zu erkennen, ist da schon reichlich vermessen.

@16:55 Uhr von morgentau19

//Ich hab mir mal ein Büchlein nur über E-Stoffe gekauft. Da kann es ihnen schlecht werden....//
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Stimmt, so eine Liste habe ich auch. Ich habe viele Jahre in unserer Krankenhaus-Kantine zu Mittag gegessen. Selbst da standen bei fast allen Menüs Schilder, auf denen Zusatzstoffe genannt wurden. Vermutlich meistens in den Saucen enthalten.

Es ist doch überhaupt ein…

Es ist doch überhaupt ein Wunder, was uns Verbraucher als Lebensmittel angedreht werden darf und. Das ein seinen Bürgern verantwortlichen und an deren Gesundheit angeblich höchst interessierten Staat bei Lebensmittel alles zuläßt. Aber nachdem auch unvorstellbarste Lebensmittelskandale hier möglich waren, haben manche Lebensmittelkonzerne kapiert, dass sie sich hier alles erlauben können. So kann man Sachen in Lebensmittel schütten, die längst Einfluss auf Gesundheit und unser Erbgut nehmen konnten, gleichzeitig wundert man sich aber über Zunahmen von Unverträglichkeiten, Entzündungsprozessen und verschiedensten Krebsarten in immer größeren Umfängen.
Aber Hauptsache die Umsätze steigen und es sind ja auch Arbeitsplätze, um die es geht. Erst in der Fabrikation, dann in der Palliativpflege…

16:47, einfacher Soldat

>>Wo gibt's denn heute noch Kapitalismus?<<
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Weltweit.

Barcode

Es gibt eine App, deren Name mir jetzt nicht einfällt, mit der man den Barcode einscannen kann und dann Informationen zu den Lebensmitteln erhält, welche Inhaltsstoffe und ungesunde Mengen bestimmter Bestandteile enthalten sind.
Hatte ich auf meinem alten Smartphone, darauf bin ich gestoßen, als ich generell nach einer QR- und Barcode-App gesucht hatte.

Kinder werden zum Spielball der Werbeindustrie

16:29 Uhr von Jimi58:
"Wenn ich manches mal in TV die Lebensmittelwerbung sehe, streuben mir die Haare und dann wundert man sich, warum Kinder auf miese Tricks herein fallen"
Mh, da kennen Sie Kinder aber schlecht.
Einiges können Sie sehr wohl einordnen.
Vieles aber wird von ihren Vorbildern nur Vorgegaukelt. Vorbilder sind übrigens die Erwachsenen, die in der Werbung mitmachen, als umsorgende Eltern, immer lächelnd dem Kind ggü. mit dem Schokoriegel lockend.

@ 16:26 Uhr von Margitt.

Zitat: „ Es gibt vereinzelt Süßwaren-Produkte, die zuckerreduziert sind. Ich habe davon manche probiert und ich muss sagen, dass sie, trotzdem sie weniger süß schmecken, eine Alternative sein können.
Genauso sollten bei salzhaltigen Produkten, das Salz reduziert und ggf. gegen andere Gewürze ausgetauscht werden. Denn viele Menschen bekommen vom Salz einen hohen Blutdruck.
Die Lebensmittelindustrie sollte sich endlich umstellen auf Produkte mit weniger schädlichen Inhalten.“

All das was Sie hier fordern sollte nicht passieren. Ich bin mündiger Bürger und wenn ich mich ungesund ernähren will, dann tue ich das. Dass auf der Verpackung stehen soll, was drin ist - o.k.! Nutri-Ampel - o.k.! Aber ich brauche keinen „Food-Faktenfinder“, der mich permanent belehrt! Ich brauch auch keinen Nanny-Staat, der mich überall versucht in Richtung des vermeintlich Guten zu bugsieren! Ich war mal in einer Klinik: Alles vegetarisch und öko! Kulinarische Vollkatastrophe!

Wir werden offensichtlich immer dümmer

Ist aber auch kein Wunder, wenn Geld verdienen wichtiger ist, als seinem Nachwuchs die Dinge beizubringen, die im Leben wirklich wichtig sind und billigste Kinderaufbewahrung - auch kostenlose Kita genannt - als Bildungsangebot durchgeht.
War übrigens selbst alleinerziehend und meine Kinder wußten schon vor Schuleintritt, dass Müsliriegel nicht gesund sondern eine Süßigkeit sind und man die wichtigen Informationen auf der Rückseite findet.

So ist das

mit der Werbung, auch gab es heute einen Artikel über Firmen und die Grüne Öko und Klimawende, und die Zustimmung dazu, vor allem was dran ist bei ihrer Werbung.
Sollte mal gelesen werden, sehr aufschlussreich.
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Jeder kann doch lesen, und da ich Inhaltsstoffe wegen bestimmter Dinge immer kontrollieren muss, reicht so gut wie immer ein Blick auf die gedruckte Kalorien Tabelle.
Und der zweite Blick auf die Inhaltsstoffe, man kann Ketschup ohne Zucker kaufen, oder Heinz mit 26 Gramm pro 100gr, und so ist das mit allen Lebensmitteln.
Je bunter, um so besser sollte man sich die Rückseiten ansehen, das muss ich schon seit vielen Jahren machen.
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Liegt also an jedem selber, und die gesenkte Mode vom letzten Jahr, ist genau so gut wie die teure von diesem.
Werbung ist Werbung, gute Produkte brauchen eigentlich keine, es geht um Geld, und sonst nichts.

Es ist doch überhaupt ein…

Es ist doch überhaupt ein Wunder, was uns Verbraucher als Lebensmittel angedreht werden darf. Dass ein seinen Bürgern verantwortlichen und an deren Gesundheit angeblich höchst interessierten Staat, bei Lebensmitteln alles zuläßt, sagt einiges aus! Nachdem auch unvorstellbarste Lebensmittelskandale hier möglich waren, für die, wenn überhaupt, nur ein paar Opferelektroden aus den unteren und mittleren Personalebenen dieser ‘Lebensmittelproduzenten’ den Kopf hinhalten mußten, haben manche Lebensmittelkonzerne kapiert, dass sie sich hier alles erlauben können. So kann man Sachen in Lebensmittel schütten, die längst Einfluss auf Gesundheit und unser Erbgut nehmen konnten, gleichzeitig wundert man sich aber über Zunahmen von Unverträglichkeiten, Entzündungsprozessen und verschiedensten Krebsarten in immer größeren Umfängen.
Aber Hauptsache die Umsätze steigen und es sind ja auch Arbeitsplätze, um die es geht. Erst in der Fabrikation, dann in der Palliativpflege…

Am 29. Januar 2022 - 16:35 Uhr von Nettie

Ein ehernes „Gesetz“ im Kapitalismus:

Wenn es darum geht, „Kasse zu machen“, wird „systematisch“ getrickst und gelogen, dass sich die Balken biegen (dies zu „Mit dem Bedürfnis nach mehr Nachhaltigkeit will die Lebensmittelindustrie Kasse machen“).
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Lügen und tricksen macht man durchaus auch in anderen Staatsformen, so es sie gibt. Das ist kein Alleinstellungsmerkmal.
Davon abgesehen, LÜGEN in Form von "die Unwahrheit sagen/schreiben", tun sie in den allerwenigsten Fällen. Das dürfen die Unternehmen nämlich nicht. Die haben Rechtsabteilungen, die prüfen, welche Aussagen gemacht werden können und welche nicht. Ein durchschnittlich intelligententer Erwachsener sollte sich schon informieren können.

@ 16:54 Uhr von einfacher Soldat

Zitat: „ Ein Werbefachmann hat es mir gegenüber mal so ausgedrückt: Den Menschen das anzubieten, was sie ohnehin brauchen, ist ja nicht schwierig. Die Kunst ist es aber, den Menschen in der Arktis Gefrierschränke zu verkaufen.“

Mir hat mal ein Versicherungsvertreter seine Geschäftsphilosophie erklärt, die eigentlich nicht nur eine Geschäftsphilosophie ist, sondern Lebensweisheit No. 1: „Jeden Morgen steht ein Dummer auf!“ Lebensweisheit No. 2 bekam ich in jungen Jahren von meinem Vater vermittelt: „Wenn Du jemanden über den Tisch ziehen willst, pass auf, dass er dümmer ist als du!“

Am 29. Januar 2022 - 16:54 Uhr von einfacher Soldat

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Zitat: Ein Werbefachmann hat es mir gegenüber mal so ausgedrückt: Den Menschen das anzubieten, was sie ohnehin brauchen, ist ja nicht schwierig. Die Kunst ist es aber, den Menschen in der Arktis Gefrierschränke zu verkaufen.
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Heute traf ich vor meinem Geschäft eine alte Schulfreundin, die in unsrem Ort wohnt. Während des Gesprächs frug sie mich, wo ich denn mein Geschäft habe.
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Mein Geschäft kommt zugegebenermaßen etwas unscheinbar daher. Mit Werbung wäre das (vielleicht) nicht passiert.
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Wenn ich mehr Werbung machen wollte, würde ich mir einen kompetenteren Werbefachmann suchen als Ihren Kumpel.

Am 29. Januar 2022 - 16:49 Uhr von Anna-Elisabeth

"Ganz sicher werde ich aber nicht die Lupe zum Einkauf mitnehmen."
Doch, ich finde auch in jedem Supermarkt eine "ruhige" Ecke( meist dort wo die gesunden und mühseligen Sachen stehen), noch brauche ich die Lupe nicht, aber nach dem Bezahlen bin ich schon über den Tisch gezogen worden, deswegen wird vorher kontrolliert, weil aus genau diesem Grund auch kleingedruckt wird.
Wenn die erste Million Stückauf diese Art verkauft wurde , ist der Reibach schon gemacht.

@16:38 Uhr von 'foːɐ̯ʃtɛlʊŋsvɛlt

//Werbung ist die Quintessenz…
Werbung ist die Quintessenz unseres Wirtschafts- und Gesellschaftssystem. Ohne Qwerbung fällts in sich zusammen.//
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Nur teilweise. Nahrung und Kleidung brauchen wir trotzdem. Wie würden und mehr auf da Nötige beschränken. Das wäre dann tatsächlich nachhaltig.
Als ich noch Kind war, hatten wir keinen Fernseher und bei Werbung im Radio wurde immer der Ton leise gedreht, weil alle genervt waren. Wir hatten viel Obst und Gemüse im eigenen Garten und jede Menge Einmachgläser im Keller. Es gab auch noch keine Supermärkte, die Bedürfnisse weckten, die man zuvor gar nicht kannte. Man bekam einen Einkaufszettel mit: Soundsoviel Gramm Salz, Mehl, Zucker, Butter usw.. Das Geld, das man mitbekam, war vorher ungefähr abgezählt. Manchmal durften wir uns von dem Rest auch Süßigkeiten kaufen.

@16:39 Uhr von ich1961

"Und ja, Kinder sind da überfordert, aber die haben ja auch Eltern. Ich erinnere mich an so manchen Disput mit unseren Kindern. Warum, wieso nicht, oder was auch immer da so kam."
Da muß ich ihnen Recht geben, habe es auch erlebt. Wir durften mal für 20
Pfennig Brause im Tante-Emma Laden kaufen. Im Sommer hin und wieder ein Eis. Heute bin ich froh, das sie uns so erzogen hat denn man hat Lebensmittel schätzen kennen gelernt.

@16:42 Uhr von Lutz Jüncke @ 16:29 Uhr von ich1961

//Ebenso wie wie zum Beispiel ein übermäßiges Belegen eigener Forumsbeiträge mit weiterführenden Links...//
.
Ich vermisse unsere "Demokratieschuetzerin" trotzdem irgendwie hier im Forum. ;-)

"Lebensmittelwerbung"

Ist völlig unwichtig, was gesagt wird, wir haben Schulen, Verbraucherzentralen und Testinstitute udn wir hätten auch einen Gesetzgeber, der, wenn er wollte, bei mehrfacher "Irreführung" einem Lebensmittel einfach den Status aberkennen könnte und z. B. bei Mineralölbelasteter Margarine auf dem vollen Mehrwertsteuersatz bestehen könnte, wie auch bei "Nahrungsmitteln", die Palmöl behaftet sind oder "verzuckert" etc., dann könnte sich der Kunde schlicht am Kassenzettel orientieren...

Nicht teurer, dafür weniger

Da wird etwas gegen die Inflation getan, es wird nicht teurer nur der Inhalt wird weniger. Isst man dann auch weniger ?

@Sausevind zu @Sisyphos3

"Werbung ..... ist Werbung und damit nicht unbedingt der Ehrlichkeit verpflichtet." [Sisyphos3]

Was ist denn das für eine befremdliche Argumentation. Genauso gut können Sie sagen: 'Lehrer sind Lehrer und damit nicht unbedingt der Ehrlichkeit verpflichtet.'" [Sausevind]
***
Befremdlich finde ich Ihren Vergleich von Lehrern und Werbung.
*
Eigentlich lernt man etwas über Wirkungsweise der Werbung in der Schule. Vielleicht haben Sie da gerade gefehlt?

@ 16:29 Uhr von ich1961

16:11 Uhr von Bordellfachang..:
„Werbung ...
... ist Werbung und damit nicht unbedingt der Ehrlichkeit verpflichtet.
Und nebenbei, wird in diesem Forum auch vieles geschrieben, was nicht ehrlich ist.“

Zitat 16:29 Uhr von ich1961: „16:11 Uhr von Bordellfachang…
Und was hat dieses Forum mit der Werbung bzw. dem Artikel zu tun“

Was der user “Bordellfachangestellter“
glaube ich sagen wollte, ist, dass Sie die Lüge nicht verbieten können. Dem stimme ich zu. Weder in der (Wahl-) Werbung, noch in der Politik, noch imntäglichen Miteinander. Selbst professionelle „Faktenfinder“ (natürlich nicht die bei der TS) wurden schon des „Faktenerfindens“ überführt!

Das wäre alles ganz einfach,…

Das wäre alles ganz einfach, ein Gesetz das die Hersteller auch das garantieren müssen was sie in der Werbung versprechen. Entspricht das Produkt dann nicht dem was in der Werbung versprochen wird, eine saftige Strafe. Anderseits sind wir alle Erwachsenen und können uns informieren was wir da wirklich kaufen. Ich selbst kaufe eh nur was mir schmeckt oder gefällt Werbung spielt für mich eher die nervige Rolle.

16:54 Uhr von einfacher Soldat

aber bei der ARD wäre es nachhilfeuntericht zur erziehung deklariert!

Gute Werbung

... ist zunächst einmal keine schlechte Sache.

17:33 Uhr von Tada

"Befremdlich finde ich Ihren Vergleich von Lehrern und Werbung."

,.,.,
.

Sie haben meine Argumentation nicht verstanden.
Ich habe die beiden nicht miteinander verglichen.
Ich hätte genausogut statt "Lehrer" "Verkäufer" oder "Matrosen" oder sonstwas schreiben können.

Reklame, Werbung, Propaganda...

Sind das vielleicht auch nur verschiedene Steigerungsformen von Schönfärberei, Verlogenheit bis hin zu Aufstachelung und sogar Kriegshetze?
...da gab es mal einen sehr erhellenden Beitrag auf ARTE (sicherlich noch in der Mediathek zu finden)!

Undankbare Kritik

@ Karl Maria Jos…
aber bei der ARD wäre es nachhilfeuntericht zur erziehung deklariert!

Sie verwenden erstaunlich viel Anstrengung darauf, die Tagesschau-Nachrichten, über deren Gastfreundschaft wir uns hier freuen dürfen, in Frage zu stellen.

die EU regelt

jede jede "Gehirnblähung" sogar die Krümmung von Gurken.Wie wäre eine verbindliche Verordnung dass in einer Packung nur soviel Luft verkauft werden darf damit sie noch verschlossen werden kann ohne dass der Inhalt Schaden nimmt.

Eigenverantwortung

Unserer Gesetzgeber müssen langsam aufhören sich am dümmsten aller Bürger zu orientieren.

Mut zur Eigenverantwortung.

Unsere Politiker müssen handeln

Irreführende Werbung sollte grundsätzlich verboten werden. Bei Supplementen wird es schon rigoros so gehandhabt, warum nicht generell? Außerdem sollten Alkohol, sowie verarbeitete Nahrungsmittel -bei zuviel Zucker, Fett, Salz- mit einer höheren Steuer belegt werden, denn die Folgekosten trägt die Allgemeinheit. Großbritannien handhabt das bei Softdrinks so und hat sehr gute Erfahrungen damit gemacht.

Schlicht Betrug

der aber leider gerichtlich nicht oder nicht ernsthaft verfolgt wird. Wenn der Betrug durch falsche Werbeversprechen entsprechend geahndet würde, gäbe es das Problem nicht.
Eine Frage der Gesetzgebung.
Sicher nicht hilfreich ist die Einstellung Werbung sei nun einmal gelogen und daher als Betrug zu akzeptieren.
Leider haben wir auf vielen Ebenen eine solche Einstellung. Daher auch die Menge an Falschinformationen, die leicht wiedergebt werden können, aber doch nicht als Betrug geahndet.
Ich würde mich freuen, wenn es einen Entsprechenden Tatbestand gäbe, der nicht am persönlichen nachzuweisenden Schaden gemessen würde, sondern ein Grundstrafmass hätte.

16:44 Uhr von IckeDette

""Ohnehin nicht vertrauenswürdig
Es gibt eine Brause mit Zitronengeschmack, welche seit einigen Jahren die Aufschrift "ohne Koffein" trägt. Die hatte niemals Koffein als Inhaltsstoff, aber es gab Gerüchte, dass dort Koffein drin sei.""
.
Die Werbung für Kaubonbons - ohne Fett -
dafür sind 80% Zucker drin.
In der Apotheke gibt es Zuckerfreie Gummibärchen,
gibt es aber nur in der Apotheke. Warum eigentlich?

Fettleibigkeit füllt Intensivstationen

Das Risiko mit einer Omikron Infektion auf eine Intensivstation zu kommen steigt bei starker Fettleibigkeit deutlich an.

Darum muss Werbung für gesundes maßvolles Essen gemacht werden. Journalisten und Politiker müssen Haltung für gesundes Essen zeigen und auf die Gesundheitsrisiken der Masslosigkeit des ungezügelten Essens hinweisen. Dazu gehört es auch selbst massvoll und gesund zu ernähren.

Irreführende Werbung die zur Fettleibigkeit verleiten schadet der Gesundheit der Menschen insgesamt. Das Gesundheitssystem wird nicht nur durch Omikron Patienten belastet.

Ist halt Werbung

Der Oeko Boom brachte volle Regale mit oekologischen Lebensmitteln. Die Tierwohlfahrt geschlachtete glueckliche Tiere und jetzt ist alles Klimaneutral und nachhaltig.

Einfach die Produktbeschreibung lesen und zusammen mit dem Barcode intelligent interpretieren. Oekologisch von ausserhalb der EU, wer kontrolliert das? Klimaneutralitaet und nachhaltigkeit ist nicht nachzuvollziehen. Fuer die einen ist dieser Fisch gefaehrdet, fuer die anderen nicht. Auf Weideland sollte man kein Getreide anbauen. Erosionsgefahr.

Beschaeftigt Euch einfach mal mit dem Essen!! Dann kauft man und isst man bedaechtiger. Das ist das schonungsvollste was man tun kann.

Dummheit muss weh tun.

Eigentlich ist jeder selbst schuld, wenn er sich keine Gedanken darüber macht, was in Lebens- und Genussmitteln drin steckt und auf Werbung vertraut.
*
Essen ist eben auch "hip", da will man mit Freunden und Arbeitskollegen mithalten.

Wenn man sich die ganze vegetarische und vegane Pampe anschaut, die verkauft wird, dann kann man schon verzweifeln.
Gerichte ohne Fleisch und ohne tierische Produkte gab es schon immer. Das hieß damals Obst und Gemüse. Glutenfrei war es auch noch.
Keiner hat nach Ampeln auf den Kartoffeln gesucht.
Und dass Süßigkeiten ungesund sind ist nichts neues. Die werden auch nicht mit wenig Zucker gesund. Da heißt es FdH (Friss die Hälfte).

*
Ich denke, die Menschen haben einfach das Kochen verlernt.
Auch wenn man nicht viel Zeit hat sollte man die Kunst beherrschen, damit man den Unterschied zu Fertigprodukten merkt.

Die im Artikel erwähnten …

… Beispiele sind ja nur ein minimaler Einblick. Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit Ernährung, der Nahrungsmittelindustrie und mit deren unfassbaren Lügen und der damit einhergehenden mutwilligen Gefährdung der Gesundheit der Konsumenten und der Umwelt. Dazu die irrsinnige (und geduldete) Dreistigkeit, mit der dieser ganze (Entschuldigung) Rotz auch noch beworben wird.
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Food watch und andere prangern diese Missstände ja schon seit langem explizit an, doch oftmals habe ich den Eindruck, vielen Menschen ist es egal bzw. wird es weitestgehend verdrängt.
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Die Folgen für die Gesellschaft und das Gesundheitssystem durch Adipositas (mehr als 2/3 der Bevölkerung betroffen), Diabetes, Hypertonie, Leberschäden, Darmerkrankungen uvm. kann man gar nicht genau ermessen.
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Ich kann nur jedem dringend raten, Lebensmittel nicht blind zu konsumieren und achtsam zu sein. Allein der Zuckergehalt ist in den meisten Produkten viel zu hoch, auch in denen, die gar nicht süß sein sollen.

Das Problem sind einfach…

Das Problem sind einfach unsere schlechten Verbraucherschutz Gesetze. Solange Hersteller mit Heidelbeeren im Saft werben dürfen wenn nur 3% davon drin sind, Spargel aus Italien der in Deutschland gewaschen und verpackt wurde Deutscher Spargel genannt werden darf. Wenn es erlaubt ist Süßigkeiten mit Vitaminen anzureichern um den Nutrscore auf grün zu schalten, Bein Fleisch die Haltungsform "mit Zugang zu Frischluft" bedeutet das ein Fenster im Stall sein muss. Solange wird die Industrie uns verarschen. Das Problem ist die Nähe der Politiker*innen zu Lobbyisten die dann echte Verbesserungen verhindern, siehe Zuckersteuer die viele unsrer Nachbarn längst haben mit großen Erfolg.

17:45 Uhr von albexpress

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die EU regelt jede jede "Gehirnblähung" sogar die Krümmung von Gurken.Wie wäre eine verbindliche Verordnung dass in einer Packung nur soviel Luft verkauft werden darf damit sie noch verschlossen werden kann ohne dass der Inhalt Schaden nimmt.
<<

Die Norm zur Gurkenkrümmung erfolgte auf Wunsch des Handels, um die Verpackung in den Kisten zu optimieren, schlussendlich also um Geld einzusparen.

Zu keiner Zeit wurden die Gurken verpflichtet, sich in bestimmter Weise zu krümmen, noch der Handel, "fehlgekrümmte" Gurken anzubieten.

WErbung..

..will/muss einfach auffallen..um (fast) jeden Preis.

Wir vermeiden, Dinge (z.B. Lebensmittel) zu kaufen, für die Werbung gemacht wird, die man dann mitbezahlen muss.

No-Name-Produkte sind genauso gut..

@ heribix

Solange Hersteller mit Heidelbeeren im Saft werben dürfen wenn nur 3% davon drin sind, ...

Wenn Heidelbeeren drin sind, wird man das doch auch sagen dürfen. Die 3% stehen sicher auch drauf. Ich kann da nix schlimmes dran finden.

17:03, Anna-Elisabeth

>>@16:21 Uhr von fathaland slim
//Die Verlogenheit der Werbung
Ein uraltes Problem.//
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Stimmt. Nur die Art, wie Verbraucher angesprochen werden, hat sich geändert.
Früher ging es in erster Linie darum, dass die Hausfrau Mann und Kinder gut bekocht. Und natürlich musste die Wäsche nicht nur sauber sondern auch rein sein und kratzen durfte sie schon gar nicht, weil die arme Frau sonst ein schlechtes Gewissen bekam. Dann musste natürlich auch das Geschirrspülmittel die Hände schon beim Spülen pflegen. So ein Blödsinn!
Ich weiß auch nicht, warum ich beim Gedanken an diese Zeiten lachen muss, obwohl mich diese Werbung stets geärgert hatte.<<
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Im Rückblick erscheinen diese Zeiten fast unschuldig. Mit Clementine, Tilly und wie sie alle hießen. Als älterer Mensch verklärt man aber auch gern...

@ Koray 17:46

Das ist richtig, was Sie da aus GB berichten. Und daran sieht man auch, dass nur so etwas bewegt werden kann.
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Die dort eingeführte Zuckersteuer hat weder zu Umsatzeinbrüchen oder gar verlorenen Arbeitsplätzen geführt, sondern lediglich zu weniger Zucker u. a. in den Softdrinks/Limonaden. Das war der Sinn der Sache, denn diese Getränke werden nach wie vor häufig völlig sorglos konsumiert und auch Kindern gegeben.
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Man sollte niemals die Macht der Nahrungsmittelindustrie unterschätzen, ihre Lobby ist gewaltig und eine ausgewogene Ernährung bzw. auch nur eine eindeutige Kennzeichnung der Produkte ist da völlig ohne Belang.

@ Vector-cal.45

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit Ernährung

Ich auch. Mehrmals täglich.

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