Kommentare - Finnland: Jung, grün - und für Atomkraft

26. Januar 2022 - 13:09 Uhr

Grün und für Atomkraft: In Finnland ist das kein Widerspruch, auch nicht im Jugendverband. Dort lobt man Atomstrom als klimaneutral - und wundert sich über die deutsche Haltung zu fossilen Brennstoffen. Von S. Donges.

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Kommentare

Aus dem Artikel :

"...Noch nie sei die Zustimmung in Bezug auf Atomenergie höher gewesen, stellte kürzlich eine Studie des Wirtschaftsverbands für Energie fest..."

Ach, wie hätte wohl eine Studie ausgesehen, die eine andere Lobbyorganisation in Auftrag gegeben worden wäre ?

Zum Glück für die Finnen muß Uran ja nicht abgebaut werden, und das "Endlager" ist natürlich seeehr sicher.

"Passieren" kann im AKW auch nie etwas...

Wieviel hat das AKW eigentlich gekostet und, wer bezahlt das ? Wie hoch sind die Versicherungen, falls doch mal etwas passiert ? Falls es die überhaupt gibt.

Ja, der "deutsche Weg" ist unüberlegt, aber nur, weil man Energie-"Erzeuger" ( eigentlich eher : "Umwandler" ) abschaltet, bevor man adäquaten Ersatz ( Solar, Photovoltaik, Wind etc ) hat.

Interessanter Artikel!

Nicht nur die finnischen Grünen sehen das so, auch in Frankreich gibt es diese Meinung: wenn es um CO2 Reduzierung geht, auf Kohle und Gas langfristig verzichtet, geht es, um die Grundlast abzusichern, nicht ohne Kernkraft.
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Die deutschen Grünen entstanden in der Historie aus dem Widerstand gegen Atom (Waffen und Energiegewinnung), das ist sozusagen ihre DNA - und auch von jenen, die sie hier unterstützen. Dass sie eine andere Sicht haben als andere Grüne im Ausland, kann ich nachvollziehen; bin aber trotzdem nicht der Meinung der deutschen Grünen.

Und was soll uns das jetzt sagen?

Offensichtlich hat man in Finnland ein geeignetes Endlager gefunden. Bei uns noch nicht. Warum wundern sich die finnischen Grünen dann über Deutschland? Verstehe ich nicht.
Soll bei uns ein Meinungsumschwung zur Atomkraft bewirkt werden? Zieht zumindest bei mir nicht !

13:25 Uhr von Wolf1905

Interessanter Artikel!
Nicht nur die finnischen Grünen sehen das so, auch in Frankreich gibt es diese Meinung:
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.
sagen sie es doch noch deutlicher
die Kernkraft erlebt offensichtlich ihre Renaissance
überall um uns herum werden neue Anlagen geplant/genehmigt
Laufzeiten verlängert
nur nicht bei uns so ganz bewußt gewesen
- klar wenn es in unseren Medien keine oder wenig Beachtung findet

Und was soll es uns jetzt sagen !

Ich warte nur auf einen Winter mit etlichen Wochen bei 15 Grad Minus , wenig Sonne und keinen Wind. Dann sind leider alle Reaktoren im Grün- Roten Land stillgelegt. Frankreich und die Tschechei wird es freuen, uns dann GRÜNEN Strom zu angemessenen Preisen zu liefern.

Finnland: Jung, grün- und für Atomkraft....

Damit fallen die finnischen Grünen aber zumindest dem finnischen Naturschutzbund in den Rücken. Der ist gegen den Uranabbau in Kainuu. Schon die Probebohrungen nach Uran durch die Firma Areva in den 2000er Jahren in Lappland, waren von Protesten begleitet. Und CO2-frei ist der nicht.
Vielleicht für die grüne Jugend.
Über die Hintergründe kann spekuliert werden: Vielleicht Karrierismus, ein denken an Regierungsbeteiligungen ?

Wenn ein sicheres

Endlager besteht dann ist schon mal eine Hürde für das betreiben eines AKW genommen.Trotzdem bleibt beim betreiben des AKW ein großes Restrisiko. Beispiele gibt es genug. Die Grüne Jugend sollte sich da nicht so sicher sein.

In zehn Jahren, wenn im…

In zehn Jahren, wenn im Ausland die neuen AKWs erst fertig sind, werden alle feststellen, dass wir es geschafft haben. Die Erlöse aus den erneuerbaren Energien streichen die Bürger und Gemeinden selber ein und nicht die Konzerne. Dann wird D einen Technologie- Vorsprung haben, den wir in andere Länder exportieren. Während die Strompreise in Finnland dann deutlich höher sind als hierzulande.

@Pax Domino Zitat: "Ich…

@Pax Domino
Zitat:
"Ich warte nur auf einen Winter mit etlichen Wochen bei 15 Grad Minus , wenig Sonne und keinen Wind. Dann sind leider alle Reaktoren im Grün- Roten Land stillgelegt. Frankreich und die Tschechei wird es freuen, uns dann GRÜNEN Strom zu angemessenen Preisen zu liefern."
wüsste nicht das es in den letzten 200 Jahren genau so eine Wetter lage jemals gab - hier in D-Land.
Axo - und wenn es so eine mal gibt - kann uns Frankreich grantiert keinen AKW-Strom liefern - denn der von Ihnen beschrieben Winter hört ja nicht an der deutsch-französischen Grenze auf
Hä?
Ja genau - bisher kaufen die Franzosen im Winter unseren Strom statt welchen zu uns liefern zu können!
Weil bei denen ein Teil der AKW im Winter nicht betrieben werden können!!

Ich kann sagen wie....

Ich kann sagen wie das Spielchen bei uns hier in Deutschland ausgehen wird. Es wird unseren grünen Erdenbürgern hier nicht gelingen die Weichen so zu stellen, das in den kommenden 10 bis 12 Jahren der komplette Energiebedarf alleine aus regenerativen Energien gedeckt werden kann. Bleibt eine stochastische Unterdeckung die durch Zukauf aus dem Ausland gedeckt werden muss. Da sich der Energiebedarf an regenerativen Energien noch überproportional erhöhen wird (z.B. viele E-Autos, überhasteter Ausstieg aus bisherigen Versorgerquellen), wird die klaffende Lücke in der Unterdeckung umso größer werden. Die EU wird, schon alleine wegen Frankreich, dem Atomstrom ein grünes Label verpassen (das ist so sicher wie das Amen in der Kirche) und dann, ja dann werden wir Deutsche künftig Atomstrom in ungeahnter Größenordnung hinzukaufen. Ist das nicht unterm Strich eine tolle Bilanz? Der geneigte Leser möge nun selbst entscheiden wie gut er diesen Weg, z.B. umweltpolitisch findet?

Jung, grün - und für Atomkraft

Da wir in D ja extrem erdbeben- und tsunamigefährdet :-) sind, griff 2011 die Fukushima-Panik um sich. Der schnelle Atomausstieg war - meiner Meinung nach - einer der größten "Schildbürgerstreiche" unserer Regierungen, denn Jahrzehnte lang war man UNFÄHIG, eine Endlagerstätte zu finden.
Und was hilft unser Atomausstieg, wenn wir nahe unserer Außengrenzen nach wie vor etliche marode AKW`s haben?
Durch einen schnelleren Ausstieg aus der Kohle hätten wir bereits Millionen Tonnen CO2 eingespart und wären der Klimaneutralität bereits viel näher.
Daher hat es Deutschland verdient, von den anderen europäischen Staaten wegen seiner "grünen" Bemühungen belächelt zu werden.
Über den teuersten Strom der Welt allerdings kann kein deutscher Staatsbürger mehr lachen. Wie vielen Familien wird wohl gerade im Moment der Strom abgeschaltet, weil sie die Rechnungen nicht mehr zahlen konnten???

13:30 Uhr von Wehret-allen-A…

Und was soll uns das jetzt sagen?
Offensichtlich hat man in Finnland ein geeignetes Endlager gefunden. Bei uns noch nicht.
Warum wundern sich die finnischen Grünen dann über Deutschland? Verstehe ich nicht.
----------------
.
was uns das sagen soll ?
dass die Meinungen (auch hierbei) auf der Welt eben verschieden sind !
Warum sollen sich Finnlands GRÜNE nicht über uns wundern dürfen ?
Tut man das hierzulande nicht auch ?
(und warten wir mal die weitere Diskussion ab, wie deren Entscheidung gesehen/akzeptiert wird)
Ein geeignetes Endlager gefunden ?
Wer etwas will, sucht Wege. Wer etwas nicht will, sucht Gründe
auch für die Unmengen an CO2 wurde keine Lösung gefunden,
außer die in die Umwelt zu blasen damit das Klima sich ändert
Ein Risiko besteht hier wie dort, zugegeben ich bin kernkraftmässig eher skeptisch
aber vielleicht wurde ich nur von meinem Umfeld geprägt - könnte doch sein !

ich fasse es nicht ...

Und dies sagen Grüne in einem Land in denen es nur 16 Einwohner/km² gibt. Ein Land mit besten Voraussetzungen für Wasserkraftwerke, eine der wenigen erneuerbaren Energien die kontinuierlich zur Verfügung steht.
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Wenn es noch nicht einmal dieses Land - mit besten Voraussetzungen - schafft ohne AKW auszukommen, dann habe ich erhebliche Zweifel, dass dies D kann.
.
Was nutzt mir ein atomfreies D, wenn veraltete französische AKW's an der Grenze weiterlaufen. Bei einem GAU wird dies bei Westwind (die Hauptwindrichtung in unseren Breitengraden) D mehr verseuchen als F selbst. Dann lieber neue, sicherere AKW's mit deutschen Qualitätsstandards.

Deutschland ist

immer besonders, ich finde es gut wenn andere Länder einige Dinge auch anders sehen, Deutschland ist oft im Alleingang bei einigen Dingen, wäre interessant was bei einer Volksabstimmung wirklich heraus käme.
Ein Lager zu finden, sollte auch in Deutschland möglich sein, und relativ sichere neue Kraftwerke zu betreiben, sollten wir auch können, mit hohem Standard.
Grün ist auch nicht gleich Grün, und Grün war für mich immer Naturschutz, der gerät aber etwas aus dem Fokus, hab ich das Gefühl.
Und nein, ich hätte nichts dagegen, weil in der näheren Nachbarschaft, ja auch welche stehen, die uns dann was liefern können, warum dann wir nicht selber, erschließt sich nicht so richtig.
Die Gefahrenlage bleibt die selbe.

In zehn Jahren, wenn im ... Grossinquisitor 1354 Uhr

Na dann hoffen wir doch mal, dass Ihr Szenario zum Fliegen kommt! Allerdings gibt es da schon noch die eine oder andere Klippe, die noch zu meistern wäre - so bezogen auf den Technologievorsprung, von dem Sie schreiben! Wie genau die wegfallenden Skalengewinne über die Grossanlagen genau wettgemacht werden, zusammen mit den zusätzlichen Kosten für die sehr dezentrale Netzstruktur zu hohen Leistungen und damit eben auch Kosten, ist noch nicht klar. Oder einfach gesagt, ob's dann wirklich besser und fortschrittlicher ist und nicht nur sauteuer, weiss niemand so genau! Der von Ihnen genannte Wettbewerbsvorteil ist also eigentlich dem Prinzip Hoffnung geschuldet, die in der Regel zuletzt stirbt - aber spätestens dann, wenn die anderen Recht haben sollten! Was allerdings zu diesem Zeitpunkt, dann wirklich zu spät wäre. Also hoffen wir mal schön ... von gesichertem Wissen kann man ja dummerweise nicht sprechen (auf beiden Seiten)!

@schiebaer45 Zitat: "Wenn…

@schiebaer45
Zitat:
"Wenn ein sicheres Endlager besteht dann ist schon mal eine Hürde für das betreiben eines AKW genommen.Trotzdem bleibt beim betreiben des AKW ein großes Restrisiko. Beispiele gibt es genug. Die Grüne Jugend sollte sich da nicht so sicher sein."

Man muss sich mal genau damit beschäftigen was da ins Endlager soll -> nur die Brennstäbe
aber
nicht der radioaktive Schrott der AKW-Meiler wenn diese zum Rückbau anstehen
Ja - auch die finnischen AKW werden das Ende ihrer Lebensdauer eereichen und dann heisst es
entweder stehen lassen als strahlende Atom-Ruine
oder wie hier in D-Land über Jahrzehnte hinweg wie beim AKW-Greiswald -> Rückbau
und dabei entstehen viele viele tausend Tonnen strahlender Müll
Wohin damit??

_Jung, grün - und für Atomkraft

erstaunlich
dass es auf der Welt auch noch andere Meinungen gibt als die unsere
eine Sache die hier im Thread kaum verstanden, weniger noch akzeptiert wird
so zumindest empfinde ich das

@ Grossinquisitor

>>> In zehn Jahren, wenn im Ausland die neuen AKWs erst fertig sind ... <<<
.
Ihr Wort in Gottes - oder wessen Ohr auch immer.
Vielleicht sind wir aber auch in 10 Jahren auf die AKWs im Ausland angewiesen, von denen wir für teuer Geld den Strom kaufen müssen, weil die eigene Kohle nicht mehr gefördert wird, das Gas unbezahlbar ist und der Ausbau der Wind-/Sonnenernergie weitergeht wie bisher. Nämlich stockend bis gar nicht; und das bei drastischem Mehrbedarf an Strom. Wir werden sehen.

13:45 Uhr von Sisyphos3

>>die Kernkraft erlebt offensichtlich ihre Renaissance
überall um uns herum werden neue Anlagen geplant/genehmigt
Laufzeiten verlängert
nur nicht bei uns so ganz bewußt gewesen
- klar wenn es in unseren Medien keine oder wenig Beachtung findet<<
.
Halten Sie es für realistisch dass in Deutschland ein neues Atomkraftwerk gebaut oder auch nur geplant wird?

13:25 Uhr von Gerd Hansen


Zum Glück für die Finnen muß Uran ja nicht abgebaut werden,
und das "Endlager" ist natürlich seeehr sicher.
"Passieren" kann im AKW auch nie etwas...

Wieviel hat das AKW eigentlich gekostet und, wer bezahlt das ? Wie hoch sind die Versicherungen, falls doch mal etwas passiert ? Falls es die überhaupt gibt.


Das Endlager in Olkiluoto ist in einer Gesteinsformation aus Granit. Was noch mehr Sicheres kann man nicht finden, und Olkiluoto ist immerhin das erste und einzige Endlager irgendwo auf der Welt.

Gekostet hat das AKW Olkiluoto nun mehr als 10 Mrd. Euro.
Bei Baubeginn 2005 war es mit 3 Mrd. Euro zur Inbetriebnahme 2012 kalkuliert.

Versicherer der Betriebsrisiken von AKW ist der Staat mit Steuergeldern. Letztlich sind es die einzelnen Steuerzahler, wenn Schäden auch die normale Leistungsfähigkeit des Staates übersteigen. Alle Japaner, die Einkommensteuer zahlen, zahlen seit 2014 einen Fukushima-Soli von 2,1% auf die EkSt. Erst mal bis Ende 2029.

13:54 Uhr von Grossinquisitor

>>"In zehn Jahren, wenn im Ausland die neuen AKWs erst fertig sind, werden alle feststellen, dass wir es geschafft haben. Die Erlöse aus den erneuerbaren Energien streichen die Bürger und Gemeinden selber ein und nicht die Konzerne. Dann wird D einen Technologie- Vorsprung haben, den wir in andere Länder exportieren. Während die Strompreise in Finnland dann deutlich höher sind als hierzulande."<<
.
Glaube ich eher nicht aber oftmals ist es nicht schlecht sich selbst froh zu machen.

@13:47 von Bernd Kevesligeti

„Über die Hintergründe kann spekuliert werden: Vielleicht Karrierismus, ein denken an Regierungsbeteiligungen ?“

Oder vielleicht haben die auch nur eine andere Überzeugung als Sie?

Klimaneutral bis 2035 - mit Atomkraft

Naja, wenn man den Abbau, die Verarbeitung, den Transport, den Einsatz und Endlagerung von Uran, als Klimaneutral ansieht, ist das die eine Meinung.
Wind.- und Sonnenenergie als Klimaneutral, ist mindestens genauso verlogen.
Denn auch hier müssen die Rohstoffe abgebaut, verarbeitet, transportiert, weiter verarbeitet und auch irgendwann recycelt werden.
Ob das nun klimaneutraler sein soll, wage ich mal zu bezweifeln.

@Wolf1905 - 13:25

"Dass sie eine andere Sicht haben als andere Grüne im Ausland, kann ich nachvollziehen; bin aber trotzdem nicht der Meinung der deutschen Grünen."
.
Verstehe, denn wer auf Kernkraft in der Energieversorgung setzt, kommt jetzt auch mit dem "mutigen" Verhalten der Japaner, die trotz Fukushima weiter auf AKW setzen.
Dass da sukzessive kontaminiertes Kühlwasser ins Meer geleitet wird und das Krisenmanagement von TEPCO den ganzen Mangel an Unbeherrschbarkeit zeigte - das läuft bei AKW-Fans heute unter dem Titel "German Angst". Schließlich gewinnt man aus solchen Katastrophen Erkenntnisse, die vorher keiner ahnen konnte. Dass der Standort Fukushima bei einem Tsunami nicht ideal war - toll, heute wissen wir es.
.
Wie heißt es so schön "Den Mutigen gehört die Zukunft" - auch wenn sie verstrahlt ist. Und für den Fall, dass wenn sich ein GAU in unserem engen Europa mal ereignen sollte - den Betreibern und Sicherheitskräften wird keiner einen Vorwurf machen. Da ist man einfach überfordert.

Wer

sich zu Recht „grün“ nennen will, kann nicht für Atomkraft sein. Und umgekehrt.
Eine Technologie mit den Risiken für Mensch und Umwelt und ungeklärter Entsorgungsproblematik wie die Atomkraft kann unter keinen Umständen als „umweltfreundlich“ oder „nachhaltig“ bezeichnet werden, auch wenn sie kurzfristig bei der Einsparung von CO2 helfen würde.
Den Teufel mit Belzebub auszutreiben hat noch nie etwas gebracht bei der Lösung von Problemen.
Wer sich wie ich noch an die Wochen und Monate nach dem Tschernobyl-Gau erinnern kann, kann einfach nicht verstehen, wie man für Atomkraft sein kann.

13:45 Uhr von Sisyphos3


überall um uns herum werden neue Anlagen geplant/genehmigt.

Aus welchen Heerscharen Ihrer mysteriös-ominösen Tabellen und Statistiken prasseln denn nun die ganzen Genehmigungen für neue Anlagen «überall um uns herum« heraus?

Ich will so was auch mal sehen, und mag Entdeckung von bisher unbekannten Tieren im Dunklen Wald immer ganz besonders sehr.

AKW - nein, Atomwaffen - ja

Die Position der Ampelkoalition ist doch wohl
- AKW sind zu gefaehrlich - Also Nein.
- Atomwaffen - Ja, da offenbar sicher. Also kein Beitritt zum Sperrvertrag. Verbleib in D und Milliarden fuer neue Atombomber.

14:06 Uhr von Tremiro

>>"Halten Sie es für realistisch dass in Deutschland ein neues Atomkraftwerk gebaut oder auch nur geplant wird?"<<
.
Nicht jetzt, nicht heute, nicht morgen, aber irgendwann werden wir uns diese Frage sicherlich stellen müssen, wenn vielleicht mal die Abhängigkeit von unseren Atomstromlieferanten aus dem Ausland als Belastung empfunden wird? Und wenn deren "Lieferquellen" dann noch in unmittelbarer Grenze zu uns stehen, wird dann auch die Sinnhaftigkeit in Sachen Sicherheit anders bewertet werden. Aber sicherlich werden wir Deutsche dann kein knowhow mehr auf diesem Sektor haben. Kann man aber dann auch zukaufen.

13:54 Uhr von Grossinquisitor

"In zehn Jahren, wenn im Ausland die neuen AKWs erst fertig sind, werden alle feststellen, dass wir es geschafft haben. Die Erlöse aus den erneuerbaren Energien streichen die Bürger und Gemeinden selber ein und nicht die Konzerne. "
-
Das Bürger die Erlöse einstreichen, wird wohl eher nicht passieren, oder meinen Sie das das heutige Modell auf ewig geht, das Mieter das Solardach der besser verdienenden Häuserbauer bezahlen, mit EEG oder Steuern.
Wie heißt das Mittel das so viel Optimismus vermittelt, ich nehme auch eine Dose.

Arbeiten sie dann im Uranbergwerk? In der Atomfabrik?

KKWs brauchen Uran - arbeiten die Befürworter dann im Uran-Bergwerk? Z.B. in Kasachstan, dem größten Uranlieferanten?
Im nicht exisiterenden Atomendlager?
In der Brennelementefabrik wie im engl. Sellafield, die die irische See radioaktiv verseucht hat?
KKWs machen Deutschland noch mehr vom Ausland abhängig! Und erpressbar ...

Und zahlen sie den teuren KKW-Strom, der nur durch viele Mrd. Subventionen konkurrenzfähig scheint. Statt das Geld in heimische alternative Energie zu stecken ...

14:21 Uhr von schabernack

>>"Aus welchen Heerscharen Ihrer mysteriös-ominösen Tabellen und Statistiken prasseln denn nun die ganzen Genehmigungen für neue Anlagen «überall um uns herum« heraus?"<<
.
Nun, ich würde Belgien und Frankreich schon als um uns herum bezeichnen wollen (nicht nur immer an den Umkreis von Köln denken).

Mischpoke West 14:06

Es kann sein, dass wir zeitweise auf Strom aus dem Ausland angewiesen sein werden. Aber wo ist das Problem ? Unseren Energiebedarf decken wir seit Jahrzzehnten ganz überwiegend aus dem Ausland. Und ohne Energiewende wird es immer so bleiben.

von Egleichhmalf 14:14

Ja, eine andere Überzeugung. Aber auf jeden Fall im Interesse der Atomindustrie. Das sollte man im Auge behalten. Und einer Karriere bestimmt nicht im Wege stehend....

Raketenbeschuss

Hallo,

was mir bei der jetzigen Situation in den Kopf kommt,
das Risiko durch Terrorismus und Kriegshandlungen.

Dazu gab es doch mal Untersuchungen (Beschuss mit tragbaren Waffen, Panzerabwehrlenkwaffen).

@eine_anmerkung

"Ich kann sagen wie das Spielchen bei uns hier in Deutschland ausgehen wird."

Genauso wird es ausgehen .
Und das ist dann die typische Entwicklung naiver grüner Politik die auch auf viele andere Bereiche übertragen werden kann :

Deutschland wird zu einer Insel glückseliger grüner Politik , was fehlt wird einfach aus dem Ausland ergänzt egal wie und unter welchen Bedingungen es dort produziert wird .
Das kann man von der Energie über die Ernährung und über viele andere Bereiche grüner Politik beobachten .

Hauptsache wir sind die Vorreiter einer isolierten , erfolglosen und bürgerbelastenden Politik ohne das restliche Europa .

@schabernack um 14:21

Da ich ja im Mobilfunkausbau arbeite, kann ich durchaus sagen, dass es wohl nicht so einfach ist immer neue Anlagen zu planen, geschweige denn genehmigen.

Die besten Plätze sind, wie im Mobilfunk längst weg.

Man hat nur noch die B-Plätze, falls überhaupt. Es wird eher C, D und E-Plätze sein.

Da beginnt es bei Flurstücken, geht über zu Beschwerden von Anwohnern, Denkmalschützern, Umweltschützern uvm.

Alle wollen grünen ökologischen Strom, genauso wie man ja auch 5G haben will, für das autonome E-Auto Fahren. Aber niemand will einen Sendemast in seiner Nähe haben.

Für einen Funkmast brauchen wir 2 Jahre bis zur Genehmigung. Ja, das ist die Zeit von der fertigen Planung bis zur Genehmigung.
Stehen tut der Mast dann innerhalb kürzester Zeit.

Naja ...

Wie @ 13:58 Uhr von pemiku - darlegt, war der von Merkel angeordnete AKW-Ausstieg völlig übereilt, unbegründet und unnötig.
.
Finnland und andere Länder machen es vor.
Leider habe ich Bedenken, dass es noch lange dauern wird, bis die D Regierung zur Besinnung kommt und erkennen wird, dass die Klimaneutralität ohne AKW's nicht möglich sein wird.
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Bis dorthin wird der deutsche Verbraucher weiter unter extremen Energiepreisen leiden müssen.

@Grossinquisitor um 13:54

Nette Idee, aber allein der Gedanke, die Kraftwerke würden den Gemeinden und Bürgern gehören ... das wird nichts.

Ich sehe keinerlei Partei in der Regierung die diese Idee forciert.

Stattdessen wird den Unternehmen den wir die Kraftwerke abschalten Unsummen gezahlt. Teilweise sogar mehr als die Unternehmen aus der Restzeit der Kraftwerke erzielt hätten.

Daher kann ich nur sagen Utopie, auch wenn die Idee zumindest vom Gedanken des Besitztums aus interessant ist.
Das diese Anlagen auch ersetzt und instand gehalten werden müssen, haben Sie anscheinend nicht bedacht.

@ reinbolt48 Zitat: …

@ reinbolt48
Zitat:
"Arbeiten sie dann im Uranbergwerk? In der Atomfabrik?
KKWs brauchen Uran - arbeiten die Befürworter dann im Uran-Bergwerk? Z.B. in Kasachstan, dem größten Uranlieferanten?
Im nicht exisiterenden Atomendlager?
In der Brennelementefabrik wie im engl. Sellafield, die die irische See radioaktiv verseucht hat?"

Die Finnen holen dann ihr Uran aus Lapland - da haben sie dann ein eigenes strahlendes Loch im Boden und tickende Halden oberirdisch - ein User wies ja schon darauf hin das die städische "grüne" Jugend nix mit dem Naturschutz im Hohen Norden am Hut hat

Am 26. Januar 2022 - 14:25 Uhr von eine_anmerkung.

"Nun, ich würde Belgien und Frankreich schon als um uns herum bezeichnen wollen (nicht nur immer an den Umkreis von Köln denken)."

Hm also Belgien ist schonmal der Umkreis von Kölle, kein anderes Land liegt näher an Kölle.

Aber vielleicht können Sie mir helfen, wo plant Belgien den Bau eines neuen AKW?

Am 26. Januar 2022 - 14:24 Uhr von reinbolt48

" KKWs brauchen Uran - arbeiten die Befürworter dann im Uran-Bergwerk? "
-
Schon mal gehört das wir selber Lagerstätten hatten, an verschiedenen Stellen, und das dort ganz viele Menschen gearbeitet haben, und das nicht ganz ungern ?.
Da ist sicher noch was vorhanden für den Eigenbedarf, nehme ich an, und Menschen die tief in Berg fahren, hatten und haben wir eine Menge.
Vielleicht ist das heute anders bei der Jugend, das kann ich nicht abschätzen.

14:28 Uhr von w120

//Raketenbeschuss
Hallo,

was mir bei der jetzigen Situation in den Kopf kommt,
das Risiko durch Terrorismus und Kriegshandlungen.

Dazu gab es doch mal Untersuchungen (Beschuss mit tragbaren Waffen, Panzerabwehrlenkwaffen).//
Damit haben Sie einen aktuellen Punkt getroffen.
Was den Konflikt in der Ukraine betrifft, ist so ein Szenario leider durchaus möglich.
Und dann noch ausgerechnet dort, wo die Katastrophe von Tschernobyl noch immer nicht überwunden ist.

was muss das doch schön sein

All die Atomkraftbefürworter, jahrelang mussten sie ein Schattendasein führen ohne wirkliche Argumente für ihre teure und gefährliche, dennoch so geliebte Energiequelle.
Und jetzt, juchheisa, dürfen sie sich plötzlich an die Spitze der Klimaschutzbewegung stellen.
Hätte Filbinger damals schon was von der Klimaproblematik gewusst, er hätte nie mit ausgehenden Lichtern drohen müssen.
Da kommt doch Freude auf.

14:20 Uhr von Wanderfalke


Verstehe, denn wer auf Kernkraft in der Energieversorgung setzt, kommt jetzt auch mit dem "mutigen" Verhalten der Japaner, die trotz Fukushima weiter auf AKW setzen.

Ganz auf AKW verzichtet Japan nicht. Die längste bestehende Betriebserlaubnis für ein AKW endet 2040. Zu Fukushima-Time war der Anteil AKW an Stromerzeugung bei 25%. In Today-Time sind es 6%.
Von einst 54 Anlagen sind 8 von allen vorübergehend abgeschalteten wieder in Betrieb.

Durch zwei Grundastzurteile des Obersten Gerichtshofs (Notstrom für Kühlung / Evakuierungspläne) ist es sehr schwierig geworden, weitere AKW wieder ans Netz zu nehmen.

Dass da sukzessive kontaminiertes Kühlwasser ins Meer geleitet wird und das Krisenmanagement von TEPCO den ganzen Mangel an Unbeherrschbarkeit zeigte …

Bisher wurde gar kein kontaminierter Kühlwasser ins Meer geleitet. Das sind Pläne. Perfekt war / ist Krisenmanagement von TEPCO nicht. Fast alles hätte man aber schlechter machen können.

Jetzt gebe ich mal etwas zu

zu meiner Schande muss ich gestehen, auch ich war in meiner Jugend einmal ein glühender Befürworter von Kernkraft.
Mit der Zeit wird man eben älter und weißer.
Bei genauerer Betrachtung und nachdem ich mich einmal besser informiert habe wurde ich dann zum überzeugten Gegner von Kernkraft.
Das Umdenken war aber schon vor Tschernobyl.
Für mich hat das nichts mit Ideologie oder Meinung zu tun, wie es hier immer wieder versucht wird abzutun.
Für mich sprechen einfach die Fakten gegen Kernkraft.

Am 26. Januar 2022 - 14:25 Uhr von eine_anmerkung.

zum Thema Belgien:
Am 23. Dezember 2021 gab die belgische Regierung De Croo bekannt, dass die beiden Kernkraftwerke in Doel und Tihange bis zum Jahr 2025 dauerhaft abgeschaltet werden sollen. Dann hat Belgien kein AKW mehr, es sind auch keine neuen AKW im Bau/ in Planung

So viel zum Thema Belgien plant/ baut ein neus AKW.

Finde ich gut. Es geht in…

Finde ich gut. Es geht in die richtige Richtung. Jetzt sollte sich auch in Deutschland die Kernkraftlobby mit den Grünen arrangieren können. Da gibt es sicherlich Möglichkeiten, gerade von der Jugend her, die richtigen Führungspersonen heranzuziehen, sie zu überzeugen, dass man die Ängste mit den richtigen Argumenten überwinden kann. Die Geschichte der Grünen in europäischen Ländern ist von einem hohen Maß an Lernbereitschaft und Flexibilität gekennzeichnet. Alles nur eine Frage der richtigen Worte auf der Zeitachse.

14:06 Uhr von Tremiro

Halten Sie es für realistisch dass in Deutschland ein neues Atomkraftwerk gebaut oder auch nur geplant wird?
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aktuell ?
definitiv nicht !
aber was in 10 Jahren sein wird, spätestens wenn bei uns mal die Lichter ausgehen
könnte ein umdenken stattfinden ... könnte steht da ... nicht muß !

Am 26. Januar 2022 - 13:47 Uhr von Bernd Kevesligeti

Zitat: Über die Hintergründe kann spekuliert werden: Vielleicht Karrierismus, ein denken an Regierungsbeteiligungen ?
.
Können Sie sich nicht vorstellen, dass an durch einfaches Nachdenken zu anderen Ergebnissen kommt als Sie?
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Ich komme aus der Anti-Atombewegung und teile die Ansichten der finnischen Grünen nicht. Ich kann aber ihre Überlegungen nachvollziehen.

„In Finnland ist man der Meinung, dass es wichtig ist, CO2-neutralen Strom zu produzieren, damit die Industrie ihre Emissionen verringern kann. Wenn man sich auf saubere Energie konzentriert, verursacht die Nutzung weniger Emissionen“
Das ist natürlich richtig.
Aber das hier nicht unbedingt:
„Die Deutschen sind wohl der Meinung, dass die Verringerung von fossilen Brennstoffen nicht so eine hohe Priorität hat“.
Und zu „In Finnland ist das Atommüll-Problem gelöst. Wir haben nun das Endlager, wo wir ihn lagern können“:
Das sieht leider in anderen Ländern - inklusive D - anders aus.
.
„Das Wichtigste derzeit sei, von fossilen Brennstoffen Abstand zu nehmen. Über alles andere könne man sich dann Gedanken machen“
Solange der Weg des geringsten Widerstands - die Nutzung der Atomkraft unter Inkaufnahme (oder Ausblendung?) der damit einhergehenden Risiken, die sich schon mehrfach als unkalkulierbar erwiesen haben offensteht, wird man auf dieses „dann“ wahrscheinlich lange warten können.

Gegen AKW's

Tut mir leid, aber langfristig betrachtet ist Atomkraft nicht Umweltfreundlicher als Kohle. Natürlich wäre es für uns der einfachere Weg, AKW bauen, die nächsten ca. 30 - 50 Jahre Ruhe. Aber Atomkraft ist nicht der beste Weg.

Wie wäre es, wenn wir nicht den einfachsten, sondern den besten Weg wählen?

Atomkraft planbar und günstig?

"Der Reaktor Olkiluoto III (OL3) ist ein sogenannter Europäischer Druckwasserreaktor (EPR) der dritten Generation. Der EPR mit einer Leistung von 1.600 Megawatt sollte bei Baubeginn 2005 drei Milliarden Euro kosten und ab 2009 Strom erzeugen."

Aus 3 Mrd sind 10 Mrd geworden. Im Sommer 2022 soll der Reaktor Strom liefern.

Quelle: Neues Atomkraftwerk Olkiluoto III in Finnland fertiggestellt

Für die 10 Mrd Euro hätte man ca. 2500 5MW Windkaftanlagen bauen können. Das hätte sicher keine 16 Jahre gedauert.

Die Grünen sollten sich als…

Die Grünen sollten sich als Nächstes um den Beitrag, den Atombomben zur Sicherung des Friedens leisten können, kümmern. Der Abfall davon ist nicht viel anders.

@schabernack - 14:47

Sie wissen aber selbst, dass der Mut der Japaner von AKW-Befürwortern trotzdem als leuchtendes Beispiel benutzt wird.
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Über das Einleiten von kontaminiertem Kühlwasser bin ich davon ausgegangen, dass man in Japan schon über die Planungen hinaus ist - wenn dem nicht so ist, bleibt das aber ein Problem Faktor aus der Katastrophe, der die Risiken der Atomkraft beschreibt und nicht für deren Beherrschbarkeit spricht.

14:21 Uhr von schabernack 13:45 Uhr von Sisyphos3

überall um uns herum werden neue Anlagen geplant/genehmigt.

Aus welchen Heerscharen Ihrer mysteriös-ominösen Tabellen und Statistiken prasseln denn nun die ganzen Genehmigungen für neue Anlagen «überall um uns herum« heraus?
-------------------
.
besteht die Möglichkeit sich hier zivilisiert an einer Diskussion zu beteiligen ?
Zitat
>>Die Niederlande kehren zur Kernenergie zurück
Die niederländische Regierung plant, zwei neue Atomkraftwerke zu bauen
und das einzige bestehende länger in Betrieb zu halten. Als Grund gibt die neue Koalition unter Ministerpräsident Rutte den Klimawandel und die Versorgungssicherheit an.<<
so in der Neuen Züricher Zeitung vom 18.12.2021 nachzulesen
https://www.nzz.ch/international/die-niederlande-kehren-zur-kernenergie…
es gibt genug Möglichkeiten sich aus seriösen Quellen zu informieren
was EU/weltweit geplant und gebaut wird

14:57 Uhr von Nettie

Das sieht leider in anderen Ländern - inklusive D - anders aus
---
das ist die Frage !
wie sehen die Mehrheit der anderen Länder die Sache
wie wir ?
sind sie da sicher

Uranvorkommen

Bei gleichbleibendem Bedarf an Kernbrennstoff (Uran) werden bis 2040 die zu heutigen Preisen von ca. 55 Euro pro Kg förderbaren Vorkommen erschöpft sein.
Ist man bereit bis zu 130 Euro pro Kg zu zahlen, reichen die Uranvorkommen bei gleichbleibendem Verbrauch bis ca. 2070. Danach wird es dann völlig unrentabel Uran zu fördern.

Wer also heute ein AKW plant, um dieses in ca. 20 Jahren in Betrieb nehmen zu können, sollte damit rechnen, dass er es dann noch max. 30 Jahre nutzen kann.

Aber den Betreibern von AKWs dürfte das egal sein, denn Atomstrom hat sich wirtschaftlich noch nie gerechnet und wird es auch in Zukunft nicht.

Finnland: Jung, grün - und für Atomkraft

Ich kann nicht nachvollziehen, wie man überhaupt pro Atomkraft sein kann.
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Diese Technologie ist teuer, eine sichere Atommüll-Entsorgung ist bis heute nirgends möglich, und zudem gefährlich.
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Was passiert bei einem Super GAU, oder einem terroristischem Attentat?
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Wohin soll mind. die Hälfte der Einwohner evakuiert werden?
.
Tschernobyl ist wohl Geschichte oder soll vergessen werden?
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Fragen, über die die jungen grünen Erdenbwohner nicht nachdenken (wollen).
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Da die endlagerung absolut…

Da die endlagerung absolut einfach ist, wenn man nicht kategorisch jeden Vorschlag ablehnt, ist es nicht verwunderlich, dass sogar grüne pro AKW sind.
.
Und solange man das Ding nicht vorsätzlich zur Explosion bringt, ist auch das AKW sicher.
Tschernobyl und Fukushima sind absolute Einzelfälle des Versagens.
Überhaupt nicht mit Westeuropäischen Standarts vergleichbar.

14:58 Uhr von PatricioKanio

>>"Wie wäre es, wenn wir nicht den einfachsten, sondern den besten Weg wählen?"<<
.
Und der wäre?

Zitat: "Für die 10 Mrd Euro…

Zitat:
"Für die 10 Mrd Euro hätte man ca. 2500 5MW Windkaftanlagen bauen können. Das hätte sicher keine 16 Jahre gedauert."

und selbst wenn man sich mit den 3500 WKA 15 jahre Zeit gelassen hätte -> bereits mit dem Aufbau der allerersten hätte man eine funktionierende Stromquelle gehabt!

14:25 Uhr von eine_anmerkung. / @schabernack


Nun, ich würde Belgien und Frankreich schon als um uns herum bezeichnen wollen (nicht nur immer an den Umkreis von Köln denken).

Nicht in Belgien, und auch nicht in Frankreich gibt es eine einzige Genehmigung zum Bau eine neuen AKW. Gebaut werden in der EU exakt zwei: das in Olkiluoto und das in Flammenville in der Normandie in Frankreich. That's it … and over and out.

Meine Atomkraftbetrachtung ist weltweit, und reicht mit viel Interesse bis ins weit entfernte mysteriöse Japan mit Fukushima. Wer hier mal seinen Atomhorizont zu erweitern habe, sich die Tabellen- und Ankündigungsgläubigen aus den diversen Atomsekten.

Finnland ist ein Land mit wenigen mit 5 Mio. Einwohnern, das sich für diesen Weg mit Olkiluoto mit Endlager entschieden hat. Und dennoch werden nach Komplett-Inbetriebnahme der neuen dritten Blöcke max. 20% an der Stromerzeugung in Finnland aus AKW stammen.

Das steht auch nicht in den Tabellen der Atom-Sicht-Begrenzt-Sein-Wollenden.

Das Kind ist schon in den Brunnen gefallen

Richtig, Atomenergie (genauer Kernspaltungsenergie) ist gefährlich und die verbleibenden Materialien bleiben es für Jahrtausende. Doch, ist wirklich noch nicht angekommen, wie weit wir es inzwischen gebracht haben? Es besteht heute eine konkrete Gefahr für die Biosphäre durch den Klimawandel und allgemeine Verschmutzung, die nicht nur im Promillebereich liegt. Und das Kind mit dem Atommüll ist schon in den Brunnen gefallen. Wir müssten riesige Mengen irgendwo sicher endlagern. Da kommt es auf 20% mehr Volumen auch nicht an, wie sie zusätzlich entstehen, wenn wir noch ein paar Jahre weiter Atomstrom nutzen, bis vielleicht irgenwann mal Kernfusionsenergie bereit steht oder wenigstens erneuerbare Energien wirklich umfassend verfügbar sind. Sollen wirklich die sichersten Kernkraftwerke der Welt, die bei uns, abgeschaltet werden, und um uns herum werden überall Selbstmordkommando-ähnliche Kraftwerke (wie das von Tschernobyl) weiter betrieben, die notfalls unseren Strombedarf mitdecken?

Offensichtlich verstrahlt!

Zitat: "Grün und für Atomkraft: In Finnland ist das kein Widerspruch, auch nicht im Jugendverband der Partei."

Offensichtlich verstrahlt! Sowohl in D als auch in F. Und das hat nichts mit Radioaktivität zu tun.

von falsa demonstratio 14:55

Zuerst kommen Sie "aus der Antiatombewegung". Dann äußern Sie Verständnis für die finnischen Grünen. Aber ohne auf Ursachen für deren Positionen einzugehen. Hier
wurde von jemanden gesagt, daß es die städtische Jugend vielleicht weniger interessiert, was im Norden des Landes passiert (Uranabbau in Kainuu).
Sogar die Proteste der dortigen Bevölkerung und des Naturschutzbundes wurden von den Grünen ignoriert. Würden Sie das als ein Nachdenken bezeichnen ?

14:59 Uhr von GeMe

Für die 10 Mrd Euro hätte man ca. 2500 5MW Windkaftanlagen bauen können. Das hätte sicher keine 16 Jahre gedauert.
---------
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offensichtlich teilt man in Finnland nicht ihre Einschätzung
-
und zu den Preisen ...
der BER war mit 1,9 Mrd Euro geplant - es wurden knapp 6 Mrd
die Elbphilharmonie mit 80 Mill - es wurden knapp 800 Mrd

Gebongt!

Zitat: "In Finnland ist das Atommüll-Problem gelöst. Wir haben nun das Endlager, wo wir ihn lagern können. Die Sicherheitsklassifizierung ist dort sehr streng. Ich habe das Endlager besucht. Es befindet sich in einem Felsen und der Atommüll kann dort für Tausende Jahren liegen , ohne dass er sich irgendwohin bewegt."

Gebongt!

Wenn eine Grünen_r-s_* - finnischer Herkunft - das sagt, soll mir das ausreichen. Die Aussagen von Grünen_r-s_* - haben einen hohen Grad an Validität und Faktizität, wie man weiß. Ich denke da an Kobolde in Batterien oder die Kosten einer Kugel Eis, die uns die Regenerativen kosten würden.

Kein Zweifel.

Am 26. Januar 2022 - 15:10 Uhr von eine_anmerkung.

Natürlich wurde auf die vorherigen Posts nicht geantwortet...

Der Beste Weg ist eine Stromerzeugung die Sicher ist und die Umwelt weniger beslastet als Kohle/Gas/Atomkraft.

Wasser/Sonne/Wind daraus sollte der Strom der Zukunft bestehen. Hierfür müssen allerdings Modernisierungen durchgeführt werden in vielen Bereichen, das wird teuer, aber die Zahlungen an die AKW Betreiber und die Betreiber der Kohlekraftwerke ist auch nicht billig.

Das wäre meine idee, aber ich bin da kein Experte, nur weiß ich, dass der einfache Weg, neue AKW's zu bauen, der falsche Weg ist.

Die verlorene Generation

Eine ganze Generation ist in Deutschland in der Ideologie aufgewachsen, dass man nur gegen Atomkraft sein muss, Castoren blockieren usw., und schon ist mit unserer Umwelt alles in Ordnung. Hier bricht jetzt eine Welt zusammen. Wie, wir haben weit über unsere Verhältnisse gelebt und die Natur ganz nebenbei ganz massiv in Gefahr gebracht? Haben wir gar nicht gemerkt. Hat uns keiner gesagt! Wir glaubten immer, Atom sei das einzige Problem und wenn das weg ist, sind alle glücklich. So ist eine ganze linke Generation - natürlich nur im kapitalistischen Westen - sozialisiert worden. Und jetzt kommt eine neue Generation, deren Zukunft nicht so sehr durch Atomkraft, sondern ganz konkret durch unseren Missbrauch unserer Umwelt massiv gefährdet ist. Und die Generation sagt uns, wo es langt geht. Und die interessiert sich nicht für unsere Sozialisierungsprobleme.

@Grossinquisitor - Wir sind Weltranglistenerster beim Strompreis

13:54 Uhr von Grossinquisitor:
"In zehn Jahren, wenn im Ausland die neuen AKWs erst fertig sind, werden alle feststellen, dass wir es geschafft haben."
> Sie sind ja äußerst optimistisch. Auf welches Jahr wurde nochmal der Kohleausstieg datiert?
_
"Die Erlöse aus den erneuerbaren Energien streichen die Bürger und Gemeinden selber ein und nicht die Konzerne. Dann wird D einen Technologie- Vorsprung haben, den wir in andere Länder exportieren. Während die Strompreise in Finnland dann deutlich höher sind als hierzulande."
> Die Konzerne werden bei der Politik dafür sorgen, dass sie keine Gewinneinbußen haben. Und was den Strompreis betrifft, stehen wir im weltweiten Ranking auf Platz 1.

15:07 Uhr von morgentau19

Fragen, über die die jungen grünen Erdenbwohner nicht nachdenken (wollen).

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....
sie sollten die Sache von der Seite angehen
wenn sich selbst die GRÜNEN aufgeschlossen gegenüber der Kernkraft zeigen !
das sollte einem vielleicht zu denken geben - hierzulande
(wobei - warum - wir haben ja mit allem recht)

14:46 Uhr von frosthorn

>>"All die Atomkraftbefürworter, jahrelang mussten sie ein Schattendasein führen ohne wirkliche Argumente für ihre teure und gefährliche, dennoch so geliebte Energiequelle.
Und jetzt, juchheisa, dürfen sie sich plötzlich an die Spitze der Klimaschutzbewegung stellen."<<
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Ohne wirklichen Argumente würde ich nicht sagen wenn man zum Beispiel mit Versorgungssicherheit argumentiert (woher soll der Strom den bitteschön kommen wenn alle Kohlekraftwerke etc. abgeschaltet werden)? Das klaffende Loch, welches durch die Abschaltung der bisherigen Energielieferanten entsteht, die nunmal in absehbarer Zeit nicht vollumfänglich kompensiert werden können, befeuert die Atomstromdiskussion denn viele Menschen denken, besser Atomstrom als in der Kälte sitzen (platt gesagt).

15:10 Uhr von eine_anmerkung.

Und der wäre?

An allen Autobahn- Leitplanken, auf allen Dächern großer Lagerhalle und Einkaufszentren, überall wo Platz ist, Sonnenkollektoren anbringen. Speicherkapazitäten schaffen in Hülle und Fülle. Nur keine AKW's.

15:02 Uhr von Sisyphos3 / @schabernack


besteht die Möglichkeit sich hier zivilisiert an einer Diskussion zu beteiligen ?

Diese Möglichkeit besteht.
Ich mache das ja auch so.

Zitat: Die Niederlande kehren zur Kernenergie zurück.
Die niederländische Regierung plant, zwei neue Atomkraftwerke zu bauen.


Geplant wird immer viel. Wo sind diese ganzen neuen Genehmigungen «überall um uns herum»? Vermutlich schlafen sie noch im Wald.

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