Kommentare - Habeck bei Söder: Der Kampf um die Windmühlen

20. Januar 2022 - 08:14 Uhr

Machtbewusst sind sie, und beide verstehen auch was von Selbstinszenierung: Wenn Superminister Habeck nun zu Söder nach Bayern reist, geht es vornehmlich um Windkraft - aber nicht nur. Von Maximilian Heim.

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Kommentare

vornehmlich um Windkraft ?

Jedes Bundesland auch die Stadtstaaten sollten Ihren grünen strom selbst erzeugen.

Alles was Sie dann grün zukaufen müssen sollten die andern Länder und Bürger nur freiwillig ohne Zwang leifern müssen und die Netzkosten müssen Sie dann auch alleine tragen

08:19 Uhr von werner1955


Jedes Bundesland auch die Stadtstaaten sollten Ihren grünen strom selbst erzeugen.
Alles was Sie dann grün zukaufen müssen sollten die andern Länder und Bürger nur freiwillig ohne Zwang leifern müssen und die Netzkosten müssen Sie dann auch alleine tragen.


Meinen Sie diesen groben Unsinn eigentlich ernst?

Am besten in Kombination damit, dass die Stadtstaaten auch ihr Getreide selbst anbauen müssen für das Brot, dass die Spaßgesellschaft in der Stadt verfrisst.

In Windmühlen...

wird gemahlen, z.B. Getreide oder auch Ölsamen.
Was hier gemeint ist, sind Windkraftanlagen, oder auch einfach Windräder, aber Mühlen sind es nicht.
Auch wenn heute der Journalismus oft etwas kindlich naiv klingen soll.

Bayerische Rückzugsgefechte

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat im Deutschlandfunk schon vor einer Woche erklärt, dass Bayern bei den Windrädern die 10-H-Regelung nicht mehr vertreten wird, auch weil der Bund die 10-H-Regel mit Bundesgesetz kippen kann.
Auch die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft, vbw, macht jetzt Druck.
Allerdings wird von bayerischer Seite in Rückzugsgefechten noch argumentiert, man könnte Windräder ja im Wald bauen und die Kommunen an den Einkünften beteiligen.

Bayern wollen keine…

Bayern wollen keine Windräder? Das Problem ist doch total einfach zu lösen. Denn Hessen will kein Kabel nach Bayern. Dan gibt's in Bayern demnächst einfach keinen Strom. Es sei denn, sie könnten Sachsen oder Schwaben überreden. Oder das Zeug aus Salzburg beziehen.
Im Grunde kann uns im Rest der brd, das völlig egal sein, was die wollen. Sie müssen mit ihren Kaprizosen selbst klar kommen.

Resourcenverschwendung

Deutschland hat immer 60-80% seiner Primärenergie importiert. Warum soll das anders werden. Bisher als Öl, Uran und Gas künftig eben als Wasserstoff.

Es ist eine riesige Resourcenverschwendung Windräder an Stellen aufzustellen, an denen sie sich nur 40-50% des Jahres drehen. Der Wind bläst über Land eben nicht so stark!Weltweit gibt es Gebiete mit nahe 100% Windertrag.

Treffen in Bayern

Ich wünsche mir das die Beiden einen guten Weg finden, um die eine oder andere Windmühle in dem Sonnenland aufstellen zu können.
Auch Bayern weiß das es sich nicht ewig gegen die erneuerbaren Energie sträuben kann. Nur hat man hier eine 10H Regelung und diese müsste geändert werden, ob das so einfach klappt?
Solarpark wäre wohl das kleinere Übel, man muss abwarten was die beiden nach dem Kaffeeklatsch verkünden.
Bezüglich dem von einem User hier vorgeschlagenen Ankauf von grünen Strom, wird Bayern sagen: Wir finanzieren mitunter einen großen Teil der Republik auch Berlin. Da hätten die auch noch Recht.

Energiewende vs. Verkehrswende

Die Krux ist nicht der Ausbau der Windenergie, sondern der Netze und Speicher. Windräder wären effizienter, wenn sie größer (höher) wären.
.....
Letztlich wird ab 2040 die sogenannte
Erneuerbare Energie mit der Kernfusion konkurrieren, der derzeitige Netzausbau also wieder obsolet.
...

Den Straßenverkehr zu Elektrifizieren und das Heizen von Gebäuden (Frankreich !) kann sinnvoll sein, wenn genügend elektrische Energie zur Verfügung steht - was derzeit nicht der Fall ist.

Bei mobilen Anwendungen handelt man sich derzeit genau dieselben Probleme ein, die letztendlich zur Ablösung der chemischen Photographie geführt haben.
....
Für PKW macht Wasserstoff mehr Sinn wegen der geringen Energiedichte und begrenzten Haltbarkeit der Akkus, dann braucht man aber auch eine nachhaltige Erzeugung von Wasserstoff (egal ob blau, grün oder türkis ...) nebst ebenfalls noch zu entwickelnder Speichertechnologie.
....
Konzeptionierung der Energiewende ist zu eindimensional.

Ein großes Fragezeichen

Der Bau von Windrädern in geschlossenen Waldgebieten (Bayern, Baden Württemberg) führt zur Abholzung von Wald in Form von Schneisen und Flächen. Hier kann bei den nächsten Stürmen der Wind gezielt angreifen und noch mehr Bäume umlegen.

Und dabei sollte der ökologisch wichtige und CO2-speichernde Wald doch eigentlich geschützt werden.

Und alles für eine Energieform, die Windenergie, die bei Windstille oder geringer Windgeschwindigkeit gar nicht vorhanden ist. In diesem Fall wird dann Kohlestrom aus Polen und Tschechien oder Atomstrom aus Frankreich gekauft.

Das heißt letztendlich doch den Teufel mit dem Beelzebub austreiben.

Schabernack

"Meinen Sie diesen groben Unsinn eigentlich ernst?
"
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Was ist daran Unsinn?
Hast du etwa Angst, weil du in Bayern wohnst?
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Wenn Bayern keinen Strom produzieren will, braucht es auch keinen.
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Es sei denn, die Anrainer Wolken sich dumm und dusselig verdienen und geben etws ab.
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Hier liegt Werner (40,55,70,???) vollkommen richtig.

Mini-AKW als langfristige Lösung

Die Grünen - und andere - haben einen ideologischen Knoten im Kopf.

Kernkraft ist böse und damit sind die Fakten dann obsolet.

Fakt ist aber, hätte man das Geld, dass man in die vollkommen verkorkste Energiewende gesteckt hat, in die Erforschung und Weiterentwicklung der Kernenergie gesteckt, wir hätten schon längst AKWs, die keine nennenswerte Gefahr einer radioaktiven Verseuchung mit sich bringen und bei denen kein hochradioaktiver Atommüll über bleibt.

Im Gegenteil. Man würde den Großteil dieser Brennstäbe zur Energiegewinnung nutzen und so diesen Atommüll auf ein Minimum reduzieren.

Der Fehler war, dass man vor 60 Jahren eben nicht nur an die friedliche Nutzung der Kernenergie dachte und daher Konzepte realisierte, mit denen man auch Atomwaffen herstellen könnte..

2% der Fläche unseres Landes mit riesigen Windrädern zuzupflastern ist eine Katastrophe.

Die selbe Leistung mit AKWs könnte man auf ein paar Fußballfeldern realisieren.

Irrsinn!!

Kampf um die Windmühlen

Der übereilte, kaum durchdachte Atomausstieg hat uns erst in diese Situation gebracht. Sogar Norwegen, das Wind und Wasser im Überfluss hat, setzt auf den Bau neuer AKW.
2002 (!!!) fuhr ich nach Magdeburg und konnte links und rechts der AB Windparks "bestaunen". VERSCHANDELUNG DER NATUR !!!
Ich hoffe, dass es bei uns in Bayern überall dort, wo man Windparks bauen könnte, ein Tierchen gibt, das den Bau verhindert.
Es gibt so viele ungenutzte, für Solarenergie geeignete Dachflächen. Hier sollten die Energieversorger in die Pflicht genommen werden, den Besitzern vernünftige Angebote für deren Nutzung zu machen.
Schließlich kassieren sie Unsummen für den Atomausstieg.

verbinden - ist lösbar
.
aber nur, wenn man sie tatsächlich lösen will. Heißt: Nicht Macht-, sondern Allgemeininteressen ausschlaggebend sind.
Wer Regeln erlässt und auf ihre Einhaltung besteht, die das in der Praxis unmöglich machen will das offensichtlich nicht („Klar ist also: Mit der 10H-Regel rückt Habecks bundesweites Zwei-Prozent-Ziel zumindest in Bayern in unerreichbare Ferne“/ "Die Regelung steht dem vorgeblichen Ziel der Staatsregierung, den Ausbau erneuerbarer Energien zu fördern, diametral entgegen")
.
„Allerdings könnte die Bundesregierung die Regel einfach kassieren, indem (…). Eine Machtdemonstration wäre das - aber eben auch untypisch für Habecks Regierungsstil/
Söder: "Wir haben einfach Interessen, die wir einbringen müssen"
Fragt sich nur, wen genau er mit „wir“ meint. Klar ist, dass alle Interesse daran haben, in Zukunft nicht einen Großteil ihrer Lebenszeit mit der Bewältigung vermeidbarer Folgen (Kosten) eines ungebremsten Klimawandels beschäftigt zu sein.

@ 09:30 Uhr von vriegel

"Die Grünen - und andere - haben einen ideologischen Knoten im Kopf.
Kernkraft ist böse und damit sind die Fakten dann obsolet. "

Ich glaube mit ihren Ideologien haben die Grünen keinerlei Probleme. Die sog. Grünen waren mal eine pazifistische Bewegung, haben ihre Wurzeln in der Friedensbewegung. Davon haben die sich total verabschiedet. Heute himmeln sie die atomare Abschreckung an.
Daran wird es nicht liegen. Problem bei den AKW sind die Kosten. Selbst wenn der Steuerzahler die Endlagerung und damit den Großteil der Kosten trägt, rechnet es sich nicht. Zumal eine Endlagerung bisher immer schon aus technischen Gründen gescheitert ist.

@ 09:30 Uhr von vriegel

Irrsinn!! ... war Ihr letztes Stichwort. Irrsinn ist es, verniedlichend von neuen "Mini-AKW" zu reden, wo die Endlagerung des über zig Generationen strahlenden hochgefährlichen Mülls der alten "Maxi-AKWs" nicht einmal ansatzhaft geklärt ist; außerdem ist die Technik der "Mini-AKWs", dessen Grundmodell schon aus den 60ern stammt, nicht einmal ansatzhaft funktioniert, geschweige denn ausgereift ist. Was übrig bleibt: Mit diesen verniedlichenden Phantasien von "Mini-AKW" versucht man, die Unausgereiftheit und hochgefährliche Technik der Atomenergie zu vernebeln.
Irrsinn.

eine Frage?

haben die s.g. grünen Fachleute auch die Entsorgung der Windräder in Ihrer Berechnung aufgenommen? Was passiert mit den großen Fundamente, welche die Windkraftanlagen benötigen, werden die einfach mit einer Bodenschicht abgedeckt, oder werden diese Betonfundamente wieder entfernt, wenn die Anlage veraltet ist und durch eine neue ersetzt werden soll. Diese Fragen, hat mir bisher noch keiner schlüssig erklärt.
Bei der Frage an einen Windkraftanlagen-Teilhaber, weshalb Sie die Anlage nicht auf dem Grund Ihrer Gemeinde aufbauen, kam die Antwort: Wir sind ein Kurort und da würden die Windkraftanlagen der Schönheit des Ortes schaden und es würden weniger Touristen kommen. Deshalb kann ich Menschen auch verstehen, die gegen solche Anlagen sind.

Habeck steht mit dem Rücken zur Wand

Habeck hat sich selbst rausgekickt und steht mit dem Rücken zur Wand. Wir fassen mal zusammen. Fossile Energieträger sind für die Grünen keine Option und Berbock hat mit Ihrer Kritik an NS2 den Ausstiegsdruck nur noch erhöht. Deutschland wird auch in den nächsten 10 -12 Jahren nicht in der Lage sein seine Energiebedarf alleine aus regenerativen Quellen wie Windkraft und Solar zu decken. Alle anderslautenden Versprechungen sind hochgradig unseriös. Bleibt eine Unterdeckung, noch schlimmer, eine stochastige. Weitere Windräder, außerhalb der bisherigen gesetzlichen Zulassungsregularien wären sowieso nur ein Feigenblatt denn die gewonnene Kapazität würde zur Deckung nicht ausreichen. Bleiben also drastische Einsparungen (im Leben nicht wird der Wähler da mitziehen wenn er selbst betroffen ist), oder aber weiterhin den Energiebedarf durch Importe zu decken, z.B. Kernkraft und da läuft Habeck nun in die Falle.

Deutsche Energiewende ohne Polen und Frankreich nicht machbar

Sarkastisch formuliert kann deutsche Energiewende nur mit Hilfe d. Ausbaus französischer AKW u. polnischer Kohlekraftwerke (mit Kohle aus Russland!) gelingen!

„Wasserstoffwirtschaft“ OHNE russisches Erdgas ist außerdem kaum wirtschaftlich machbar.

Beim Ausbau d. Windenergie gibt es einen Stillstand.
Dabei müsste allein für Elektrifizierung des PKW Verkehrs (LKW kommt noch on top) die Kapazität verdoppelt werden.
Das ist vermutlich politisch nicht durchsetzbar.
Lösung könnte höchstens die Beschränkung des Individualverkehrs sein, in dem Besitz und/oder Betrieb v. PKW extrem verteuert wird (Beispiel Dänemark!).
Aber ob DAS durchsetzbar ist, bezweifle ich noch mehr.

Dazu kommt die anstehende Welle der Erneuerung der PV-Kapazitäten, da installierte Solarmodule beständig an Wirkungsgrad verlieren.

Mein Fazit ist, dass unser Blick auf die „Energiewende“ in 10-15 Jahren ein ganz anderer sein wird als heute. Deutschland hat sich schon mal mit den Zeppelinen verrannt.

Oje ...

"Hier setzte er mehr auf Dialog als auf Basta-Politik." "Überzeugen also statt verordnen?"
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Hier gilt es nicht Söder zu überzeugen, sondern Habeck sollte lieber die Bevölkerung überzeugen. Vor allem diejenigen, denen ein 2,5MW Windkraftwerk in NUR 1000m Entfernung vor die Nase gesetzt wird. Infraschall und ein ständiger Stroboskopeffekt tragen nicht gerade zur Erheiterung bei.

Habeck bei Söder: Der Kampf um die Windmühlen....

Und da laviert Söder natürlich. Er versucht von den Widerständen gegen die Windenergie zu profitieren. In dem Zusammenhang wäre es auch interessant zu erfahren, wo die Windräder aufgestellt oder geplant sind. Vielleicht auch um den Starnberger See herum ?

Und welche Meinung haben die beiden eigentlich zur massiven Berufspendelei (CO2-Ausstoss) ? Da ist auch Bayern dabei und irgendwelche Ansätze in der Sache etwas zu ändern nicht bekannt.

@ 09:32 Uhr von pemiku

Wir brauchen für die Energiewende beides: Windkraft und Sonnenenergie. Und die Weichenstellungen können und dürfen nicht länger auf die lange Bank geschoben werden. Da muss auch Söder Farbe bekennen. Und es ist richtig und wichtig, dass Klima- und Wirtschaftsminister Habeck den bayrischen Stier bei den Hörnern packt.
Wenn Sie übrigens wissen wollen, was "Verschandelung der Landschaft" ist, schauen Sie sich die Dokumentationen über die Landschaft und Natur um Tschernobyl und Fukushima an, um nur 2 drastische Beispiele zu nennen.

super?

"Superminister Habeck"
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Minister ja, aber das super hat sich Habeck noch nicht verdient (und warten wir außerdem erst mal die Korruptionsermittlungen gegen den Grünenvorstand ab).

Es wird hier der Eindruck erzeugt...

Es wird hier der Eindruck erzeugt unsere Gesetzesvorgaben für die Zulassung von Windräder wären ja falsch und zu hart weil ja Habeck mehr Rädchen bauen will. Dieser Eindruck ist falsch, denn unsere bisherigen Gesetze hatten durchaus Ihren Sinn und waren und sind berechtigt, weil diese eine möglichst gute Symbiose zwischen Versorgerinteressen, der Bevölkerung und der Umwelt eingegangen sind. Jegliche Intensionen von Habeck würden also entweder zu Lasten der Bevölkerung (ich möchte auch nicht so ein Ding im Vorgarten stehen haben übertrieben gesagt), oder zu Lasten der Umwelt ("Vogelkillapparate"), oder beides. Kann das denn im Sinne der grünen Lehre sein werter Herr Habeck?

Ich finde

die 10H-Regel gut, wo ist eigentlich das Problem, auch Bayern ist nicht so dicht besiedelt das die Entfernung eingehalten werden kann.
Warum ist es ein Problem die Dinger dorthin zusetzen wo keiner wohnt, in der Stadt wo die meisten Befürworter und Stromabnehmer sind, die setzen sich auch keine vor die Nase.
Und die Touristen finden es auch nicht toll, und wir haben einige Urlaubsregionen, dort leben die Menschen vom Tourismus, dort kann man Solar machen, und die Windmühlen wo sie nicht stören.
Warum muss man das ganze Land verändern, das geht sicher auch anders.

09:28 Uhr von Bender Rodriguez / @schabernack


«Meinen Sie diesen groben Unsinn eigentlich ernst?»

Was ist daran Unsinn?
Hast du etwa Angst, weil du in Bayern wohnst?


Ich wohne nicht in Bayern, sondern im Stadtstaat Köln.
Auf die Stadtstaaten bezog sich auch meine Anmerkung.

Hier liegt Werner (40,55,70,???) vollkommen richtig.

Mein Vorredner schwafelt über Stadtstaaten.
Sie sind nicht in der Lage, verständig zu lesen, was andere schreiben.

Widersinnig

Das Zupflastern der Landschaft mit Windrädern ist für mich eine ökologische Lachnummer. Es werden hochgelegene, gesunde Wälder, wichtige Rückzugsgebiete für Tiere zerstört und großflächig Boden versiegelt, Massen an Flugtieren getötet …

Wälder, die CO2 binden, werden zur CO2-Vermeidung abgeholzt.

@ 09:41 Uhr von Denkerist

Die Grünen himmeln atomare Abschreckung an? Wo haben Sie das denn her? Das ist genauso Unsinn wie zu behaupten, sie hätten sich von Friedenspolitik verabschiedet. Falls Sie hier zum x-ten mal auf die Intervention im Kosovo gegen Völkermord und systematische staatliche Ermordung anspielen, bleiben Sie bitte fair: Die Grünen haben bis zur eigenen Zerreißprobe Verantwortung übernommen und sind damit spätestens Ende der 90er Jahre die Partei geworden, die die Polarität von Abrüstung, Friedenssicherung durch Verhandlung und Diplomatie, Rüstungskontrolle und Weiterdenken an alternativen weltweiten Sicherheitsstrukturen verbindet mit der Notwendigkeit, in Regierungsverantwortung sich nicht zu verabschieden vom Schutz ethnischer Minderheiten und der Verfolgung und systematischen Ermordung, auch mit dem allerletzten Mitteln militärischer Intervention.
Die gleichen, die den Grünen "Fundamentalismus und weltfremde Gesinnungsethik" vorwerfen, ereifern sich gern über ihre Realpolitik.

Qual der Wahl - ein deutsches Problem?

Früher war das ganz einfach: es wurde mit Holz oder Kohle geheizt, Strom durch Dampfturbinen erzeugt deren Wasser durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe erhitzt wurde.

Heute gibt es so eine irrsinnige Vielfalt an sehr unterschiedlichen konkurrierenden oder sich ergänzenden Technologien das man da schon mal den Überblick und die Orientierung verlieren kann.

Die GRÜNEN haben versucht, das Problem mit Ideologie zu lösen: Atomkraft - Nein, Danke!, Kohle ist böse und russisches Erdgas auch. Lawrow hat Baerbock übrigens russischen Wasserstoff angeboten. Mal sehen was DARAUS wird. Das kann ja eigentlich nur deshalb böse sein, weil es eben „russischer“ Wasserstoff ist :-)

Man hat sich nie Gedanken gemacht um den riesigen Flächenverbrauch durch PV und Windenergie, den Widerspruch zum eigentlich notwendigen Schutz von Biotopen. Überhaupt sehe ich die Arten- und Naturschützer bei den GRÜNEN in einer Minderheitsrolle gegenüber den übermächtigen Anhängern einer radikaleren Politik.

09:21 Uhr von Möbius

>>"Für PKW macht Wasserstoff mehr Sinn wegen der geringen Energiedichte und begrenzten Haltbarkeit der Akkus, dann braucht man aber auch eine nachhaltige Erzeugung von Wasserstoff (egal ob blau, grün oder türkis ...) nebst ebenfalls noch zu entwickelnder Speichertechnologie."<<
.
Wasserstoff wird vielfach als eine Art Allerheilmittel verkündet. Die ganze Sache krankt aber daran das Sie über den Daumen die dreifache Energie reinstecken müssen in Relation zu dem was Sie gewinnen und der Transport von Wasserstoff ist darüberhinaus mit Verlusten verbunden.

@ um 09:49 Uhr von SinnUndVerstand

"Wenn Sie übrigens wissen wollen, was "Verschandelung der Landschaft" ist, schauen Sie sich die Dokumentationen über die Landschaft und Natur um Tschernobyl und Fukushima an, um nur 2 drastische Beispiele zu nennen."
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Russland wusste, wie marode das AKW Tschernobyl bereits war.
Fukushima: Gibt es bei uns einen Tsunami???
Sinn und Verstand sagen mir, dass Ihre Beispiele doch sehr hinken.

10:01 Uhr von Möbius


Lawrow hat Baerbock übrigens russischen Wasserstoff angeboten.

Und wo nimmt der Herr Lawrow den Russischen Wasserstoff her?
Nachttischschublade, Küchenschrank, Märchenkiste …?

Eine Frage der Gewohnheit

Das Hauptproblem der Windkraft ist es die Menschen an den Anblick von Windkraftanlagen zu gewöhnen.
Das ist wie mit Feldern (Agrarwüsten), Fichtenplantagen, Straßen, gelegentliche Hochspannungsleitungen, Höfe, usw..
Das alles wird zusammen als schöne Landschaft empfunden, weil die Menschen es gewöhnt sind und für Natur halten.
Die Ablehnung der Windkraftanlagen wird mit der Gewöhnung abnehmen.

@10:03 Uhr von pemiku

Da hinkt gar nichts. Kennen Sie die Liste von 'Beinahe-GAUs' in deutschen Atomkraftwerken der letzten 50 Jahre nicht?
Die Verschandelung der Landschaft um Tschernobyl und Fukushima ist Fakt und ist nur die Spitze des Eisbergs: Es beginnt beim Abbau von Uranerzen, bei denen große Landschaften im Tagebau zerstört werden und Strahlung über lange Zeit freigesetzt wird, und setzt sich fort in der Kontaminierung von Flüssen und Seen durch die Wassermengen, die beim Uranerz-Abbau verbraucht werden.
Und wenn Sie Menschen in der Umgebung von Atomkraftwerken fragen, was für Sie "Verschandelung der Landschaft" heißt, werden Sie sich wundern.

Prioritäten richtig gesetzt?

Es war kürzlich ein Bericht, wie sträflich der Bau von Offshore-Windkraftwerke vernachlässigt wurde.
.
Wieso geht Habeck nicht zunächst dieses Thema an? Offshore weht der Wind stärker und beständiger, als im hügligen Bayern. Zudem stören die Windräder dort draußen niemanden. Und mit einer unterirdischen Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung kommt der Strom dann verlustarm und ohne störende Überlandleitungen nach Bayern.
.
Gleichzeitig siedelt man mehr Industrie im Norden an, so werden die Stromwege kürzer und notwendige Arbeitsplätze gibt es dazu.

10:00 Uhr von SinnUndVerstand

Dieser ganze Relativierungskommentar ist doch komplett am Thema vorbei.

Kostenwahrheit

Nicht jedes Windrädchen, das da geplant ist und gebaut werden soll, kann tatsächlich kostendeckend betrieben werden! Selbst nicht zu den Preisen für die Energie, die in Deutschland bezahlt werden müssen. Windkraft hat gerade in Bayern spezifische Standortnachteile (zu wenig, zur falschen Zeit, am falschen Ort - sprich nur teuer erschliessbar). Die Energiewende muss neben anderem auch kosteneffizient sein. Ansonsten wird der Konsument und Steuerzahler zu stark belastet! Windkraft ja, aber bitte nicht flächendeckend überall, sondern nur dort, wo eine kosteneffiziente und effektive Produktion möglich ist! Ökonomie ist letztendlich bezogen auf den Ressourcenverschleiss immer ökologisch, man sollte das nicht vergessen. Irgendwelche % Ziele hingegen entsprechen dem Ego gewisser Politiker - statt der Ökologie und Ökonomie!

@ 10:20 Uhr von eine_anmerkung.

Es ist nun wirklich nicht überraschend, dass Ihnen differenzierte Kommentare zu dem Thema nicht gefallen und Sie gerne bei Ihren pauschalen ideologisch bestimmten Vorurteilen und Zuschreibungen bleiben. Sie verwechseln 'differenzieren' mit 'relativieren', um es freundlich und kooperativ zu formulieren.

EU Taxonomie sollte als „Warnschuss“ verstanden werden

Ich halte es für sehr wahrscheinlich, das eine zukünftige Bundesregierung einräumen wird das die Energiewende gescheitert ist und das man leider Dutzende wenn nicht hunderte Milliarden Euro „versenkt“ hat.

Dann wird man vielleicht die Chinesen bitten, uns „Entwicklungshilfe“ zu leisten beim Aufbau kleiner, sauberer, sicherer und effizienter AKW.

Nur ein paar Ideen...

@Joe70: Das war wahrscheinlich eine Anspielung auf Cervantes' Don Quixote? ;-)
@10H-Regel: Ausweg für Söder: Man könnte das verändern in "Nabenhöhe" statt "Gesamthöhe" oder alternativ den Mindestabstand auf Ortschaften ab z.B. 500+ (1000+?) EinwohnerInnen beschränken?
@Forschung: Nur als Frage: Was wird eigentlich getan, um Vögel besser zu schützen, damit sie nicht gegen ein laufendes Windrad knallen?
@Alternativen: Solaranlagen (allg.) aber bzw. Mithilfe beim Aufbau und Import von Solarstrom z.B. aus Nord-/West-Afrika? Dies wäre etwa ein europäisches Projekt "South-Stream". - Es gab ja mal das Projekt "Desertec"...

`@ um 10:19 Uhr von SinnUndVerstand

"Es beginnt beim Abbau von Uranerzen, bei denen große Landschaften im Tagebau zerstört werden und Strahlung über lange Zeit freigesetzt wird, und setzt sich fort in der Kontaminierung von Flüssen und Seen durch die Wassermengen, die beim Uranerz-Abbau verbraucht werden."
-------------------------------
Und was geschieht bei der Lithium-Gewinnung für unsere hochgelobte E-Mobilität???

@schabernack 10:11: Russischer Wasserstoff

Die Russen erzeugen den mit der Wassergas-Shift Reaktion aus ihrem reichlich vorhandenen Erdgas.

Rein theoretisch - wenn Deutschland möchte - könnte über NS II auch Wasserstoff statt Methan fließen ..:

10:19 Uhr von SinnUndVerstand

// Es beginnt beim Abbau von Uranerzen, bei denen große Landschaften im Tagebau zerstört werden und Strahlung über lange Zeit freigesetzt wird, und setzt sich fort in der Kontaminierung von Flüssen und Seen durch die Wassermengen, die beim Uranerz-Abbau verbraucht werden.//
Gut das Sie das erwähnen.
Beim Uranabbau fängt das Problem nämlich an.
Genau diesen Punkt habe ich schon öfter hier erwähnt .

@ 10:16 Uhr von Carlos12

"Eine Frage der Gewohnheit
Das Hauptproblem der Windkraft ist es die Menschen an den Anblick von Windkraftanlagen zu gewöhnen. Das ist wie mit Feldern (Agrarwüsten), Fichtenplantagen, ... "
.
Der kleine aber feine Unterschied, die von Ihnen aufgezählten Dinge (Fichtenplantage ...) liegen ruhig eingebettet in der Landschaft.
Wohingegen ein Windkraftwerk eine dynamische Sache mit gewaltigen Ausmaßen ist, welches kilometerweit ein stroboskobartiges Flimmern und Infraschall erzeugt. Eine Disko kann man verlassen wenn man genug vom Lichtflimmern hat, aber ...
.
Genauso wie Fluglärm ... manche können sich auch daran "gewöhnen", aber krank macht er nachgewiesenermaßen trotzdem.
.
Und ob man sich daran gewöhnen möchte, ist noch einmal eine ganz andere Geschichte!

von schabernack 10:11

Zur "Märchenkiste" und zur "Nachttischschublade" von Lawrow:
Wasserstoff wird dort aus der Dampfreformierung von Methan gewonnen.
Und die Pipeline Nordstream 2 ist Wasserstofffähig.

@ 10:34 Uhr von pemiku

Die 3 Fragezeichen signalisieren ja im Online-Sprachjargon eher brüllen als fragen; sei's drum, ich antworte Ihnen gerne auf die Frage: Die Gewinnung von Lithium ist ein ökologisch relevantes Problem; in den vergangenen Jahren verbessert sich die Ökobilanz durch technische Weiterentwicklung aber deutlich. Im Vergleich zur Ökobilanz des Verbrenners stehen sie signifikant besser da; die Li-Ion-Akkus sind auch im Vergleich zu anderen Akkus leichter und haben mehr Speicherkapazität, sind praktisch wartungsfrei und haben keinen Kapazitätsverlust bei häufiger Teilentladung. Sie gelten als sicher und langlebig. Dennoch bleibt es auch gerade aus ökologischer Perspektive wichtig, hier an Fortschritten zu arbeiten.

Am 20. Januar 2022 - 10:19 Uhr von SinnUndVerstand

Kennen Sie die Liste von 'Beinahe-GAUs' in deutschen Atomkraftwerken der letzten 50 Jahre nicht?
#
#
Sie meinen wohl die Liste der gemeldeten Störfälle.
Jede kleinste Störung in deutschen AKWs muss gemeldet werden und sind diese noch so gering.
Bei dem größten Störfall in Biblis waren die Mitarbeiter in dem AKW überfordert, da dort in einer Schicht keinerlei Fachpersonal eingesetzt war.
Das überprüfen der Ventile ob diese geschlossen oder geöffnet sind ist kein Hexenwerk. Man sollte aber schon Kenntnisse davon haben, in welcher Stellung diese sich befinden wenn ein Reaktor wieder in Betrieb geht.

Ich wohne in Norddeutschland und ...

.. fahre oft, zzt. mit dem PKW, von Nord nach Süd und umgekehrt. Windkraftanlagen sieht man ja überall, aber was sich in den Küstenländern abspielt, ist einfach technische Umweltverschmutzung an Mensch und Umwelt. Bis an den Deich und in unmittelbarer Strandnähe, früher Rückzugsgebiete für Mensch und Tier, verfolgen einen diese summenden, Schlagschatten werfende Monster.
Vor nicht langer Zeit wurden berechtigte Interessen im Bezug auf die Artenvielfalt, dem Schutz der Anwohner ec. vom NABU und den Grünen in jahrelangen Prozessen "mit dem Messer zwischen den Zähnen" verteidigt. Heute blickt man verschämt zu Boden und bittet um Spenden zur Rettung des Bengalischen Tigers.
Wer "Grünen Strom" will, muss sich im gleichen Maße beteiligen wie andere, in jeder Hinsicht, ohne wenn und aber, auch am Starnberger See.
Bayern hat nun ja offiziell auch ausgewiesene Gegenden für mögliche Endlagerstätten für den Abfall aus der Erzeugung auch von in Bayern verbrauchten Energie.
Ich wette dass ...

10:27 Uhr von Möbius


EU Taxonomie sollte als „Warnschuss“ verstanden werden.
Ich halte es für sehr wahrscheinlich, das eine zukünftige Bundesregierung einräumen wird das die Energiewende gescheitert ist und das man leider Dutzende wenn nicht hunderte Milliarden Euro „versenkt“ hat.


Die hoch wahrscheinlich zu erwartende Neue Taxonomie der EU ist eine Kombinationsbewertung von Atomkraft und Gas. Gas braucht man erst mal noch einige Jahrzehnte als immerhin weniger CO2 emittierend als Kohle.

Atomkraft wird sinnfrei hoch geschwafelt von den Back To The Past Ideologen. Es ist völlig unbestimmt, ob daraus in der EU neue AKW entstehen außer im Atomwaffenstaat Frankreich. Und auch dort kostet das Atom-Gelumpe Abermilliarden von Euronen. Völlig unklar, welche Versicherung das Betriebsrisiko neuer AKW versichern sollte. Das will keine.

Muss also der Staat tun. Wenn was passiert, muss wie in Japan der Steuerzahler her mit (dort) 2,1% Fukushima-Soli auf die EkSt.
Erst mal bis Ende 2029.

@09:11 Uhr von joe70

>> Auch wenn heute der Journalismus oft etwas kindlich
>> naiv klingen soll.
.
Oder Sie haben einfach die Anspielung auf Don Quichotte nicht verstanden. -.-

Was hier nötig wäre

das ist ein internationales Verteilersystem, was vom Nordkap bis nach Nordafrika und noch darüber hinaus reicht. So wäre das Problem mit der Verfügbarkeit und der Speicherung von erneuerbaren Energien gut zu lösen.
Das setzt aber stabile politische Verhältnisse in den Ländern voraus.
Da liegt das Problem.
Dabei gilt es international an einem Strang zu ziehen und die Geopolitischen Machtinteressen müssen endlich mal hinten an stehen.
Ist aber leider mit den gegenwärtigen Konstellationen nicht zu machen.
Deshalb muss es aber trotzdem in dem Bereich so weit es möglich ist, so gut wie es auch geht gemacht werden.

Mini Reaktoren

Also das Thema mit den Mini-Reaktoren ist garnicht so ganz abwegig. Sogar ins Deutschland wird etwas entwickelt, das wird dann aber hauptsächlich in Kanada gemacht, weil es hier nicht die entsprechende Unterstützung gibt. Grundsätzlich wäre es gut, wenn Deutschland hier ohne Scheuklappen alle Möglichkeiten ausnutzt.

https://www.e-pages.dk/weserkurier/165275/article/1516506/15/2/render/?…

Windräder in Bayern machen tatsächlich wenig Sinn, dafür könnte dort aber mehr Wasserkraft, Solarengerie oder Geothermie eingesetzt werden.

Habeck in BaWü?

War Habeck denn auch schon bei seinem Parteikollegen in Baden-Württemberg? Der blockiert Windkraftanlagen nämlich auch, wo er kann.
.
Man erkennt, wenn man Rheinland-Pfalz Richtung BaWü verlässt, daran, dass plötzlich keine Windräder mehr links und rechts der Autobahn stehen...

@ 10:48 Uhr von tagesschlau2012

Ich meine, was ich schreibe: Beinahe-GAU. Steht Ihnen frei, sich darüber zu informieren. Biblis war einer. Und es ist nicht gerade beruhigend, wenn Sie schreiben, dass bei diesem Beinahe-GAU "dort in einer Schicht keinerlei Fachpersonal eingesetzt war".

Deutschlands vorschneller…

Deutschlands vorschneller Ausstieg aus Kohle und Atom ohne eine bereits vorhandene Alternative ist m.E. zum Scheitern verurteilt!
Deutsche GRÜNE wollen die Welt retten?

Ich prophezeie, dass wir noch mindestens 50 Jahre auf AKWs (i.d.F. Frankenreichs u.w.) sowie auf russiches Gas angewiesen sein werden.
Die übrige Welt macht uns das vor. Und China baut weitere 250 Kohlekraftwerke.

09:21 Uhr von Möbius


Letztlich wird ab 2040 die sogenannte
Erneuerbare Energie mit der Kernfusion konkurrieren, der derzeitige Netzausbau also wieder obsolet.


Kernfusion konkurriert schon seit 50 Jahren mit allen anderen Formen von Energieerzeugung, weil Kernfusion schon seit 50 Jahren morgen fertig ist für Stromerzeugung in großen Mengen. Das helle Gespenst Kernfusion soll im dunklen Wald gesehen worden sein.

Waldabholzung schein manchmal ganz schlimm zu sein,

manchmal durchaus in Ordnung.
Würde man, weil man z.B. eine Siedlung bauen möchte, um bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen, würde man die grössten Probleme haben, weil mit Sicherheit dort Flora und Fauna anzutreffen ist, die man UNBEDINGT schützen muss. Will man ein WKA installieren, ist das natürlich etwas völlig anderes.
Ich hoffe, dass es genügend Initiativen und Interessenvertretungen geben wird, die die ganze Chose so lange verzögern, bis man entweder zu der Einsicht gekommen ist, dass man mit WKA (zumal in Gebieten, wo sie nicht wirklich effektiv sind )die Energiesicherheit in DE nicht gewährleisten kann.
Ein weiteres Mal stelle ich übrigens die Frage, ob AKW's für DE hinsichtlich der Gefahr, die sie u.U. darstellen, keine Rolle mehr spielen, wenn sie sich einen Steinwurf hinter der Grenze befinden. Auch beim Zukauf von Strom aus FRA, was regelmässig passiert, spielt dieHerkunft des selbigen offenbar keine Rolle.
Landschaftsverspargelung ? Nein danke.

@09:47 Uhr von Giselbert

>> Infraschall
.
Nicht schon wieder dieses Ammenmärchen. oO
.
Was verursacht mehr "Infraschall":
1.) 1 Woche direkt unter einer Windkraftanlage wohnen?
2.) 1 Stunde mit 180km/h über die Autobahn brettern?

Die Lösung könnten ggf viele kleine Windkraftanlagen sein

Hier bei tagesschau.de wurde kürzlich über ein Projekt berichtet, dass ein Start-Up-Unternehmen kleine Windkraftanlagen bauen möchte. Das Konzept:
Die Anlagen haben eine hohen Wirkungsgrad. Das bedeutet, bei wenig / schwachem Wind produzieren sie dennoch fast genauso viel elektrische Energie, wie eine große - derzeit übliche - Windkraftanlage. Das liegt daran, dass große Windkraftanlagen nur effizient bei starkem Wind Energie erzeugen können. Bei schwachem Wind (häufig im Inland zu beobachten) sind diese grossen Windkraftanlagen uneffizient.
Die kleinen Windkraftanlagen benötigen auch nicht eine so gewaltige Höhe. Das wirkt dann der bayrischen H-Regel tüchtig endgegen.

10:45 Uhr von Bernd Kevesligeti / @schabernack


Zur "Märchenkiste" und zur "Nachttischschublade" von Lawrow:
Wasserstoff wird dort aus der Dampfreformierung von Methan gewonnen.
Und die Pipeline Nordstream 2 ist Wasserstofffähig.


Russland hat 2020 eine «Roadmap» auf den Weg gebracht, wie man sich zukünftig Wasserstofferzeugung in größerem Maßstab vorstellt.

Binnennachfrage nach H2 gibt es in Russland nicht. Und nennenswerte Mengen von H2 erzeugt Russland auch noch nicht.

Zweiter Versuch

Am 20. Januar 2022 - 11:05 Uhr von inazock
Windkraft

Wieso wird eigentlich soviel auf Bayern eingedroschen?
Meintwegen können wir den Abstand zu Wohngebieten ruhig fallen lassen. Wissen sie wer am Ortsrand wohnt?
Bin aus der Nähe von Erlangen, möchte nicht wissen was da los wäre wenn die ganzen Akademiker, Ingenieure und sonstigen Eliten mit Windrädern zugebaut wird.
Nochwas:
Wenn Bayern nicht 9 Milliarden Länderfinanzausgleich zahlen müsste, dann könnten wir uns längst eine klimaneutrale Energiversorgung schaffen

Ich war eigentlich mal ein…

Ich war eigentlich mal ein großer Verfechter von Windrädern und ich halte sie auch heute noch für eine gute Ergänzung zur Energiegewinnung. Was man jetzt aber vor hat wird nicht funktionieren. Ich lebe an einer Flussmarsch, einst ein wunderschönes Landschaftsschutzgebiet und Naherholungsgebiet. Heute zugepflastert mit Windrädern das es einem die Tränen in die Augen treibt wenn man heute dort spatzieren geht. Mit den Windrädern ist es wie mit allem im Leben die Menge macht den Unterschied.

@schabernack 10:49: wer baut AKW in Erdbebengebiet?

Kann schon sein das man in Japan Probleme hätte überhaupt irgendeinen erdbebensicheren Standort zu finden.

Aber selbst Japan kehrt zur Atomkraft zurück - mangels vernünftiger Alternativen. Irgendwo muss die Energie ja herkommen ...

Am 20. Januar 2022 - 11:10 Uhr von SinnUndVerstand

Ich meine, was ich schreibe: Beinahe-GAU. Steht Ihnen frei, sich darüber zu informieren. Biblis war einer. Und es ist nicht gerade beruhigend, wenn Sie schreiben, dass bei diesem Beinahe-GAU "dort in einer Schicht keinerlei Fachpersonal eingesetzt war".
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Hinsichtlich der Taxonomie werden die EE's noch mehr Probleme vor allem hinsichtlich der Finanzierung bekommen. Rund um uns herum stehen AKK's und werden nach der Entscheidung der EU eher neue hinzukommen, als dass welche verschwinden. Wenn es doch NUR Vorteile hat, die EE zu nutzen, frage ich mich, warum wir in dieser Frage einen alleinigen Sonderweg beschreiten, den in dieser Ausprägung niemand mitgehen will und wird. Da ärgert sich der Bürger, der unter den horrenden Kosten der Wende leidet und die billigeren Stromkosten anderer Länder dann auch noch mit bezahlen darf. Eine Superkonstellation. Die Kosten trägt DE mit, von den Vorteilen bleibt es verschont und die Gefahr ist keinen Deut kleiner.

Civey Umfrage schafft Klarheit

Wie fänden Sie es, wenn eine Partei fordern würde, den Fokus auf die Elektromobiltät aufzugeben und dafür Wasserstoff stärker zu fördern?
Sehr positiv
42,5%
Eher positiv
21,2%
Unentschieden
22,3%
Eher negativ
7,3%
Sehr negativ
6,7%
2,5%
Repräsentativ

Wobei man den Wasserstoff ja auch irgendwie herstellen muss…

Aber der kann auch importiert werden.

Wir müssen unser Land also nicht verschandeln…

@09:30 Uhr von vriegel

"... und so diesen Atommüll auf ein Minimum reduzieren ... "
Und dann ? Wohin damit in den nächsten 10.000Jahren ?
Und woher kommt das Uran, dass auch angereichert werden muss ? Das muss wohl importiert werden.
Und wo werden beim Abbau von Uran die Landschaft und die Menschen geschädigt. Das ist wohl anders wo, aber nicht in Deutschland.
Die Idee der erneuerbaren Energiequellen war u.a. auch immer die, dass sich Deutschland möglichst vom Import von Energie oder dessen Vorprodukten möglichst unabhängig macht.
Richtig ist allerdings auch, dass es gewisse Vorprodukte zum Bau von Windkraftanlagen auch importiert werden müssen.
Richtig ist aber auch, dass in der Zukunft viele Vorprodukte zum Bau von Windkraftanlagen in Deutschland und in der EU produziert werden könnten (werden derzeit aus Asien oder von anderwo importiert, z.B. Chips für die Steuererung).

von schabernack 11:26

Das klingt aber abwehrend.
Laut den Meldungen im Internet, will das Land bis 2035 Weltmarktführer in Sachen Wasserstoff werden. Es gibt Meldungen im Handelsblatt und sogar die Hans-Seidel-Stiftung beschäftigt sich damit.

@schabernack 11:16: Kernfusion wird bald Realität

Sie haben die Entwicklungen vielleicht nicht mitbekommen.

Ab 2025 wird die Energierzeugung mittels Kernfusion verprobt. Alle wesentlichen physikalischen Probleme (Plasmaphysik!) sind bereits gelöst. Ab 2040 soll dann ein Prototyp erstmals ans Netz und regelmäßig und regulär Energie erzeugen und einspeisen.

Das wird wirklich eine „Energiewende“!

Windkraftanlagen uneffizient

von CoronaWegMachen@

Und wenn wir noch mehr Windkraft anlagen bauen bleibt ein Problem.
Was machen wir bei Dunkelflauten

Zitat: Selbst wenn der Ausbau der Windkraft zügig voranschreitet, wird es immer Back-up-Kapazitäten geben müssen, beispielsweise in Form von fossilen Kraftwerken. „Windkraft benötigt zwingend Systempartner, die gemeinsam die Versorgung und Netzstabilität sicher stellen.

Oliver Then, Geschäftsführer des Verbandes VGB PowerTech.

@ 09:41 Uhr Denkerist @ 09:30 Uhr von vriegel

„ Ich glaube mit ihren Ideologien haben die Grünen keinerlei Probleme. Die sog. Grünen waren mal eine pazifistische Bewegung, haben ihre Wurzeln in der Friedensbewegung. Davon haben die sich total verabschiedet. Heute himmeln sie die atomare Abschreckung an.
Daran wird es nicht liegen. Problem bei den AKW sind die Kosten. Selbst wenn der Steuerzahler die Endlagerung und damit den Großteil der Kosten trägt, rechnet es sich nicht. Zumal eine Endlagerung bisher immer schon aus technischen Gründen gescheitert ist.“

Die Grüne Basis, vor allem die alten, eher kommunistisch Orientieren haben da sehr wohl ein Problem. Habeck muss da Rücksicht nehmen. Der Gründungsmythos der Grünen beruht auf Anti-Atomkraft.

Was die Kosten betrifft: wie schon geschrieben ist es eine Frage der technologischen Entwicklung. Hätte man hier das ganze Geld investiert, wir hätten längst Mini-AKW ohne Atommüll und ohne Super-Gau-Gefahr.

Und vermutlich Spot billig.

Haben wir aber nicht…

10:00 Uhr von SinnUndVerstand

@ 09:41 Uhr von Denkerist

Die Grünen himmeln atomare Abschreckung an? Wo haben Sie das denn her? Das ist genauso Unsinn wie zu behaupten, sie hätten sich von Friedenspolitik verabschiedet. F

@ 11:26 Uhr von schabernack

"Binnennachfrage nach H2 gibt es in Russland nicht. Und nennenswerte Mengen von H2 erzeugt Russland auch noch nicht."

So ist es. Einen Großteil seiner Energie gewinnt Rußland aus Wasserkraft in Sibirien und an der Wolga - es sind wohl 40-50%. Diese lässt sich noch viel weiter ausbauen.
Nordstream2 wurde in der Tat mit Blick auf Wasserstoff konzipiert. Gegen die gibt es aber Widerstand in Deutschland seitens der Chemieindustrie - die wollen reines Erdgas.
Die Lösung der Energieprobleme wäre das Ganze natürlich. Sibirien ist groß, man könnte dort viele Windräder an geeigneten Standorten aufstellen um H2 zu produzieren.
Aber derzeit setzt man auf Konfrontation!

Der Bundeswirtschaftsminister und Bundesklimaschutzminister ...

... muss aber mit MP Söder auch über den Ausbau des Kabelnetzes sprechen. Hier kann der Bundeswirtschaftsminister eine reletiv einfache und Kosten günstige Lösung zum Thema machen.
Es werden geeignete Unterwasserkabel in die Bundeswasserstrassen gelegt, und an geeigneten Uferstellen werden die geigneten Übergabestationen errichtet.
Die Kosten werden komplett aus der Bundeskasse gezahlt.
Die Bundesnetzagentur kümmert sich um dieses Projekt, sei es mittels Europa weiter Ausschreibung so dass ein Generalunternehmen diese Projekt ausführt, oder sei es die Begleitung (staatliche Bauleitung) des Projekts.
Auch muss der Bundeswirtschaftsminister klar stellen, dass genügend geeignetes Personal und sonstige Infrastruktur bei der Bundesnetzagentur zur Verfügung steht, sodass ein solches Projekt von dort überhaupt begleitet werden kann.

Schabernack

"Mein Vorredner schwafelt über Stadtstaaten.
Sie sind nicht in der Lage, verständig zu lesen, was andere schreiben."
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Starker Tobak.
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Er redet von allen Ländern, auch den Stadtstaaten, die sich selbst versorgen sollten.
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Was habe ich also nicht verstanden? Mal abgesehen davon, ist "Schwafeln" schon sehr überheblich.
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@10:48 Uhr von tagesschlau2012

>> Bei dem größten Störfall in Biblis waren die Mitarbeiter in
>> dem AKW überfordert, da dort in einer Schicht keinerlei
>> Fachpersonal eingesetzt war.
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Ähh, und Sie fragen Sich da nicht:
WARUM war in dieser "Schicht keinerlei Fachpesonal" anwesend? oO
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Oder war das in Biblis (aus Kostengründen) evl. Standard? -.-
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Und wenn schon beim Personal 'gespart' wurde, wurde dann auch beim Material gespart? oO

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