Sozialer Wohnungsbau: Günstiger Wohnen - für viel Geld

14. Januar 2022 - 13:53 Uhr

100.000 Sozialwohnungen pro Jahr will die Bundesregierung bauen. Das Bündnis "Sozialer Wohnen" warnt: Das sei nur realistisch, wenn deutlich mehr investiert werde. Von André Kartschall.

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Kommentare

17:40 Uhr von Forengedöns

Das wäre ja eine Steigerung auf das Elffache. Glaub ich nicht.
Ich glaube Ihnen das hingegen sofort :)

War vermutlich nicht in jener Sendung, aber die hier verlinkte kommt dem Thema sehr nahe und ist wirklich interessant anzusehen.
Ein gutes Zitat daraus:
Wir haben ein System, das sich vom Feudalismus gar nicht so sehr unterscheidet, wie wir manchmal meinen.

Ist übrigens eine SWR-Sendung:
https://www.youtube.com/watch?v=ihKIeYpYKzg
(Kampf um Bauland - Ist Boden für alle da?)

Berlinovo gehört offensichtlich zur Wahrheit


Es ist keine Frage, die Mieten sind in deutschen Ballungsräumen und Großstädten für viele Menschen unbezahlbar geworden. München, Stuttgart, Berlin usw...
Preise - Mieten, Strom, Gas, , Lebensmittel, Steuern, Abgaben, Umlagen, Beiträge und wie man das Abkassieren auch nennt, die Grenzen des Belastbaren sind dort längst überschritten.


Aber Berlin ist da doch noch besonders!

Wohnen auf dem Schulden­berg
Die Berlinovo ist eine landeseigene Wohnungsgesellschaft. Aber sie unterscheidet sich von den übrigen sechs. Ihr Auftrag lautet: Geld verdienen –um die Schulden abzubauen, die Berlin aus dem Bankenskandal noch mit sich zieht....

https://taz.de/Wohnen-auf-dem-Schuldenberg/!5460685/

@SinnUndVerstand um 17:35

Es ist doch erstaunlich und…
>> Es ist doch erstaunlich und befremdlich, wie vielen Kommentierenden nicht klar zu sein scheint, dass Wohnen ein Grundrecht ist … <<
.
Wie kommen Sie auf die Annahme, dass es manchen Foristen nicht klar sein sollte? Aus den Kommentaren, die nicht in Ihre Überzeugung passen?
.
>> … und nicht in erster Linie ein Gewinnmaximierungsmarkt sein sollte - zumindest nicht in einer Gesellschaft, die sich 'sozial' nennen möchte. <<
.
Es ist ja gut, dass der Staat versucht, den sozialen Wohnungsbau anzukurbeln; aber wenn private Investoren Geld in den gehobenen Wohnungsbau investieren, müssen sie sich doch nicht um die soziale Komponente kümmern, oder? Die investieren in Immobilien, die sich ein bestimmtes Klientel auch leisten kann anzumieten. Ich gehöre nicht zu dem Klientel, aber das Prinzip stört mich trotzdem nicht.

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@Am 14. Januar 2022 - 17:47 Uhr von SinnUndVerstand

Zitat: "@15:35 Uhr von Klärungsbedarf
In der Tat übersteigt die notwendige Unterscheidung zwischen 'Wohnungsbau' und 'sozialem Wohnungsbau' die Differenzierungsfähigkeit mancher Vornamen-Foristen; und andere benutzen dass Thema lediglich als Vehikel für Ihre blitzgescheiten Framing-Geschichten zu Flüchtlingen und Migranten."

Doch.

Ich habe wohl zwischen dem Wohnungsbau und "sozialen" Wohnungsbau unterschieden, indem ich bspw. darauf hingewiesen habe, dass, wenn man letzteren dem Staat überlässt - insbes. den Kommunisten in Berlin - dass für diesen höheren Quadratmeterkosten entstehen als für private gebaute Penthouses auf dem Ku'-Damm.

Darüber hinaus müssten ja weniger Bürger den sozialen Wohnungsbau in Anspruch nehmen, der primäre Wohnungsmarkt durch die von mir angeführten Ursachen nicht so angespannt wäre und die Steuer- und Abgabenhöhe nicht so raubtiersozialistisch hoch wäre.

@ Cillie um 15:36 Uhr, Halle an der Saale

"In Halle wurden die Wohnblöcke, die mehr als 5 Stockwerke hatten zurück gebaut, jetzt wieder Rolle rückwärts.“
Ja, in Halle wird hoffentlich nicht so verfahren. Halle hatte immer den Ruf, hässlich zu sein. Aber die Stadt hat u.a. durch den Rückbau einiger maroder Hochhäuser sehr gewonnen. Ich muss sagen: Ich liebe Halle! Im Sommer ist dort so eine angenehme, fast mediterrane Atmosphäre – sehenswert und liebenswert. Heute hat Halle ein sehr lebendiges Stadtbild, man spürt, dass dort „richtige Menschen“ leben. Die Stadt tut etwas für ihre BürgerInnen, es gibt Kulturangebote (zur Zeit wahrscheinlich weniger), die Stadt ist gepflegt, aber nicht museal. Halle lebt und besteht nicht nur aus Touristenattraktionen.
Ich finde, der Rückbau hat der Stadt gut getan.

@ 17:31 Uhr von weingasi1

„ Die Wohnungen an die Vonovia wurden unter CDU-geführtem Senat verkauft. Die RRG-Regierung versucht, diesen Fehler wieder rückgängig zu machen.“
__
Das ist eine falsche Aussage. Vielmehr gilt :
Deutschland ist das einzige Land, das seine öffentlichen Wohnungsbestände an Finanzinvestoren verkauft hat. Die rot-rote Koalition stellt die Landesregierung, die den Rekord im Verkauf von landeseigenen Wohnungen hält und zugleich am wenigsten deswegen ins Gerede gekommen ist.
__
Noch Fragen ? Es war also NICHT die böse CDU, sondern der RRG-Senat unter "sexy-Wowi".
_
Nanana.
Sarrazin hat unter „sexy Wowi“ die meisten Wohnungen auf einmal verscherbelt, so 60.000. Begonnen damit hat aber der „schöne Eberhard“ nach der Wende, bleiben bei ges. über 200.000 Wohnungen ca. 150.000.
So wird ein Schuh draus.
_
Und selbst Sarrazin hat eingesehen, dass es dumm war.

Wohnungsengpässe gibt es nur…

Wohnungsengpässe gibt es nur in großen Städten. Dort werden I.d.R. auch hohe Gehälter gezahlt, so dass 100.000 neue Sozialwohnungen pro Jahr, insbesondere bei einem Geburtendefizit von 200.000 Menschen pro Jahr, ausreichen sollten.

@Am 14. Januar 2022 - 17:26 Uhr von SinnUndVerstand

Zitat: "Das Bündnis "Sozialer Wohnen" legt den Finger in die Wunde und verweist mit Recht auf den Missstand. Neben den veränderten Zahlen ist auch klar, dass jahrelang viel zu wenig auf bezahlbaren Wohnraum für Geringverdienende geschaut wurde."

Wenn Sie bezahlbaren Wohnraum, müssen Sie das Angebot erhöhen und die Nachfrage - wenn möglich - herunterschrauben.

Das Angebot können Sie erhöhen, wenn Sie unnötige Kosten und Bürokratien eliminieren.

Die Nachfrage reduziert man, indem man bspw. Illegale, die noch auf Kosten des Steuerzahlers in Wohnungen untergebracht sind, abschiebt.

Logo.

Das verstehen sogar Sie!

Unterstützung für selbstorganisierte Baugenossenschaften

>>Doch laut Studie könnten es auch 8,5 Milliarden sein - und zwar, wenn die neuen Sozialwohnungen nach hohen Energieeffizienzstandards errichtet würden. Neubauten in Deutschland sollen ihren Beitrag zur Erreichung der nationalen Klimaschutzziele leisten. Das kostet Geld, für Dämmung, effiziente Heizungen, bessere Fenster. "Klimaschutz ist auch gut so, aber das ist eben nicht geschenkt"<< Na gut. Aber Klimaschutz sollte nicht das einzige Kriterium sein. Sozialverträgliches Bauen, Häuser, in denen die Menschen gerne und sicher leben, dezentrale Einkaufsmöglichkeiten und soziale Einrichtungen, grüne Oasen und Rückzugsmöglichkeiten, diese Dinge sind auch wichtig. Und es muss nicht mehr jeder mit seiner Karre bis vor die Haustür fahren.

Irgendwann werde ich selbst meine Hütte aufgeben wollen, weil sie mir zu groß ist. Aber wenn ich das scheußliche Angebot kommunaler Wohnungen sehe - da möchte ich nicht tot übern Zaun hängen.

@Wolf1905 - Luxussanierung

18:31 Uhr von Wolf1905:
"Die [privaten Investoren] investieren in Immobilien, die sich ein bestimmtes Klientel auch leisten kann anzumieten. Ich gehöre nicht zu dem Klientel, aber das Prinzip stört mich trotzdem nicht."
_
Das sollte es aber.
Wenn private Investoren günstigen Wohnraum aufkaufen, um diesen nach einer Luxussanierung teuer zu vermieten (oder einfach nur als Wertanlage liegen lassen), dann fehlt dieser Wohnraum allen anderen. Dasselbe gilt auch für Grundstücke.

16:07 Uhr von teachers voice re 15:20 Maria und Josef

>>Merken Sie wirklich nicht, dass diese „Häme“ immer wie ein Bumerang auf Sie zurückfliegt?<<

Richtig! Lao-Tse sagte: die Schmähung entehrt nur den der sie ausspricht.

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@Stotterfritz - Landflucht umkehren

18:13 Uhr von Stotterfritz:
"Wenn mehr Leute wieder aufs Land ziehen, verbessert sich auch dort die Infrastruktur. Diese Leute konsumieren nämlich, das bringt Arbeitsplätze im Dorf."
_
Das ist völlig richtig. Diese Entwicklung - sofern sie denn überhaupt existiert - wurde leider erst jetzt durch die Pandemie losgetreten.
_
In Zeiten des Internets sollte es eigentlich möglich sein, die Landflucht umzukehren.

@ 18:04 Uhr von larusso

„ @Vaddern
Entschuldigen Sie .. hat mit Ihnen nichts zu tun. Mein Fehler. Streichen Sie das '@Vaddern' bitte.“
_
Och, ich freue mich doch, wenn man mal mit mir oder über mich spricht.

Baugenossenschaften/Eigentümergemeinschaften fördern

Von den Städten würde ich mir mehr Unterstützung für Baugenossenschaften wünschen. Es gibt eine großes Interesse an selbstorganisiertem Bauen, an Baugenossenschaften. Leider gibt es in meiner Heimatgemeinde keine Unterstützung dafür. Baugrundstücke gehen an Baulöwen /Baugesellschaften. Die bauen gerne und vermieten teuer. Aber man kann nie sicher sein, wie sich die Mieten und Eigentumsverhältnisse entwickeln. Eine meiner Freundinnen ist in eine sehr schöne Neubauwohnung über einem Supermarkt gezogen. Sie wohnte keine zwei Jahre dort, da war der Vermieter schon Vonnovia. Jetzt wird bei jeder Gelegenheit „aufgewertet“ und die Miete erhöht – und das bei einem Neubau. Wer will so etwas?
Baugenossenschaften, bei denen man ein Mitspracherecht hat, wo man anteilig beteiligt ist und entweder Miete bezahlt oder Eigentum erwirbt, finde ich viel ehrlicher.

Bussi-Bussi für das Potential...

Die Situation auf dem Wohnungsmarkt ist katastrophal und daran wird sich auch nichts ändern.
Die Ampel ist, wie die Groko zuvor, nicht bereit, genügend Geld zu investieren.
Stattdessen schwurbelt die Bauministerin auf Facebook:
"Wie schaffen wir es, ...das Potential der Bauwirtschaft für den Klimaschutz wach zu küssen? "
Mit Bussi-Bussi die Häuser bauen?
Was soll man dazu sagen?
Cringe?
Metaebene?
Nein, das ist der Möglichkeitsraum der Ampel.
Da, wo Dornröschen auf Politik trifft....

16:13 Uhr von Vaddern

Die Forderungen der WFB sind mittlerweile so hoch, dass der Bau von Sozialwohnungen teuerer ist als der Bau von frei finanzierten Wohnungen.
-----
.
genau meine Rede
weshalb dann dieser Beitrag von 16:08

Am 14. Januar 2022 - 17:48 Uhr von Barbarossa 2

Sie glauben gar nicht, was für eine glückliche Kindheit meine Kinder hier hatten. Spielen im Garten mit eigenen Kaninchen, zum Bolzen ging es auf den Sportplatz. Mein Sohn bolzte dort die Lederkugel mit seinen Freunden, ich saß gemütlich im Restaurant beim Bier und schaute zu. Meine Tochter ging reiten, Voltigieren und auch Standard-Reiten für wenig Geld. Also insgesamt ein spießiges Leben. Und eines abends im Winter kamen mit bei Eisregen auf der Straße Kinder auf Schlittschuhen entgegen. Wo in der Stadt kann man so gemütlich leben? Die Bolzplätze sind dort mit hohen Zäunen umrandet und haben Betonfußböden. Die Kinder in der Stadt können von solchem Leben nur träumen. Übrigens mein Internetanschluss mit DSL50 ist ausreichend schnell für berufliche Anwendungen. Wir haben auch Glasfaserverbindung im Dorf. Aber als das eingerichtet wurde, war ich wegen Arbeitslosigkeit ziemlich klamm. Aber ich hab es nicht vergessen für die Zeit, wenn ich es brauche. Bisher habe ich es nicht vermisst.

Ganz

logisch, dass neu Zugewanderte auch entsprechenden Wohnraum brauchen. Das scheint aber nicht allen klar zu sein. Wenn in D. 100.000 Menschen in einem Jahr zuwandern, braucht es dafür mindestens 20.000 neue Wohnungen zusätzlich zu den sowieso schon geplanten. Anders gesagt, ca. 200 neue Wohnblöcke.
Das ist ähnlich wie in der kleinen Stadt in Bayern, in der ich wohne. Es werden laufend neue Baugebiete ausgewiesen, und anschließend wundert sich die Stadtverwaltung, dass die vorhandenen Kita-Plätze nicht mehr ausreichen, die Schulen aus allen Nähten platzen und nicht genügend Lehrer verfügbar sind.
Man muss solche Vorgänge einfach von Anfang an zu Ende denken.

16:39 Uhr von Vaddern

Also, bitte nicht alles auf die Flüchtlinge schieben.
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wer tut dies

nur einesw ist doch wohl logisch
wenn es bisher schon zu wenig sozialen Wohnraum gab
wird die Situation durch den zusätzlichen Bedarf von neu hinzukommenden Migranten nicht besser

Es wäre allen Anschein nach…

Es wäre allen Anschein nach Zeit für einen Bundespräsidenten, wie ihn die Linke aufgestellt hat.

Berlin

Wie Berlin Wohnengen bauen wird, können wir am Flughafen BER sehen.

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