Sozialer Wohnungsbau: Günstiger Wohnen - für viel Geld

14. Januar 2022 - 13:53 Uhr

100.000 Sozialwohnungen pro Jahr will die Bundesregierung bauen. Das Bündnis "Sozialer Wohnen" warnt: Das sei nur realistisch, wenn deutlich mehr investiert werde. Von André Kartschall.

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Kommentare

Hoch, runter, hoch.

"Im Osten der Stadt, mit seinen großen Plattenbaugebieten, geht man nun einen neuen Weg: Die alten Wohnblöcke sollen einfach aufgestockt werden."
_
Vor 20 Jahren begann in Berlin-Marzahn der Abriss Plattenbauten. Die Elfgeschosser in meiner früheren Wohngegend wurden vor schätzungsweise 10 Jahren auf drei bis vier Etagen heruntergebaut. Wenn diese jetzt wieder aufgestockt werden sollen, klingt das nach einer schlechter Planung...

Problemviertel

Es gibt Stadtteile in den Städten, da möchte ich nicht wohnen. Ich kann einfach nicht verstehen, dass es Leute gibt, die das Glück haben, in einer Wohnung zu wohnen, die aber ihr Umfeld zerstören und ganze Wohngegenden einfach unbewohnbar machen. Und jeder andere sozial eingestellte Mensch möchte nur noch da weg. Diese Problemfälle werden aber nicht angeprangert, sondern immer nur der Staat, der zu wenig macht.

@Am 14. Januar 2022 - 16:35 Uhr von melancholeriker

Zitat: "Sieht ganz so aus, als würden Ihre Textbausteine heute mal nicht zusammenpassen. Der Einschub in der Mitte führt in die Sackgasse und originell ist Ihr ,,bububöse" schon seit den ersten 200 Malen nicht mehr.
-
Ich weiß nicht ob es so gut ist, wenn es in Mode kommt, daß hier Forenpolarisatoren einen eigenen Stuhlkreis einrichten nur mit Stühlen und Schildern drauf mit Kampfvokabeln wie ,,Flüchtlingspolitik", ,,Islam"
,,Rassismuskeule", ,,Framing" oder sonstige Hülsenfrüchte, die nur viel Wind verursachen von der Rückseite."

Es freut mich, dass Sie einen derartig (pseudo-)moralisch und emotional motivierten Kommentar schreiben können.

Was konkret ist jetzt Ihr Sachargument?

@14:04 Uhr von Autograf

>> Während sich zu DDR-Zeiten...
..., wo die 120m²-5Raum-Wohnung im Neubau mit Zentralheizung unerschwingliche 90 Mark der DDR Warmmiete gekostet hat, ...
.
Ähh, wie geht der Satz jetzt weiter? oO

Am 14. Januar 2022 - 16:02 Uhr von CoronaWegMachen

.............Da reicht es, wenn im Keller entsprechende Räumlichkeiten bereitgestellt werden...........
.
Nicht zu jeder Wohnung gehört ein Keller. Naja, zur Not gibt es ja manchmal einen Trockenraum, den könnten die Kinder ja benutzen, wenn da mal grade keine Wäsche hängt. Wenn dort das Internet funktioniert. Also in Zukunft Kinder in den Keller.

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Zu 16:27 Uhr von Vaddern "Fehler" - Gestern und heute -


Die Wohnungen an die Vonovia wurden unter CDU-geführtem Senat verkauft. Die RRG-Regierung versucht, diesen Fehler wieder rückgängig zu machen.
Das ist Politik in einer Demokratie, die tut manchmal weh.
Hat aber nichts mit "Berlin mach alles falsch" zu tun.


Ob da ein Fehler rückgängig gemacht wurde, darüber lässt sich trefflich streiten. Evtl. macht die RRG-Regierung damit erst den entscheidenden Fehler.

Richtig ist, drei Kommunalgesellschaften (Berlinovo, Howoge, Dewego) kaufen fremdfinanziert und am Abgeordnetenhaus vorbei rund 15000 Wohungen für 2,5 Mrd.€. Es gibt dadurch keine einzige Wohnung mehr in Berlin. Wer genau für den "Deal" in Zukunft bezahlen muss wird die RRG-Regierung noch aufzeigen müssen.

Ob es den Mietern in den gekauften Wohnungen auf Dauer besser geht als beim bisherigen Eigentümer Vonovia muss sich erst zeigen. Zweifel sind angebracht. Die Ursachen der explodierenden Mieten sind nicht beseitigt.

Am 14. Januar 2022 - 16:39 Uhr von Silverfuxx

Ungenutzten Wohnraum enteignen. Und zwar ruckzuck. So von wegen `lieber leer stehen lassen als vermieten´
__
Ihre Einstellung wird Investoren bestimmt zu einem Umdenken anregen.
Bei Überlegungen hinsichtlich Mietendeckel, der quasi Unmöglichkeit einem Mieter die Wohnung zu kündigen, fördert auch nicht die Bereitschaft zu vermieten und sollte die Kommune gar noch ein Belegrecht haben, dann wird so mancher Vermieter den Tag verfluchen, an dem er die Wohnung baute/kaufte.

Das Bündnis "Sozialer Wohnen…

Das Bündnis "Sozialer Wohnen" legt den Finger in die Wunde und verweist mit Recht auf den Missstand. Neben den veränderten Zahlen ist auch klar, dass jahrelang viel zu wenig auf bezahlbaren Wohnraum für Geringverdienende geschaut wurde. Die Zahl täglich aus der Sozalbindung fallenden Wohnungen - mehr als 70 täglich (!) - ist ein atemberaubender Skandal. Bundesbauministerin Frau Geywitz braucht viele Mitstreiter für eine Wende, und zu denen muss auch Finanzminister Lindner gehören.

Ist es zumutbar, auf dem Land zu wohnen?

Alle wollen nur in die Stadt. Da wird es teuer. Es gibt Gemeinden, wo Wohnungen leer stehen und die händeringend Mieter oder Käufer suchen. Da wollen die Leute aber nicht hin und philosophieren von mangelhaften Busverbindungen. Dabei hat fast jeder in Deutschland ein Auto. Ja, aber da gibt es keine Arbeitsplätze. Wer einen Online-Arbeitsplatz mit Homeoffice hat, kann überall wohnen. Es ist sogar günstig für ihn. Denn er bezieht ein Gehalt, das an seinem Arbeitsplatz angepasst ist, lebt aber viel billiger irgendwo draußen in einer günstigen Gegend, die noch nicht einmal ein Problemviertel ist, wo keine Straßenbahn quietscht, wo man nachts noch die Stecknadel fallen hören kann und kein Licht von draußen die Nachtruhe stört. Also bei mir ist das so und ich fühle mich dort auf dem Land sauwohl.

Zu 16:27 Uhr von Vaddern

Die Wohnungen an die Vonovia wurden unter CDU-geführtem Senat verkauft. Die RRG-Regierung versucht, diesen Fehler wieder rückgängig zu machen.
__
Das ist eine falsche Aussage. Vielmehr gilt :

Deutschland ist das einzige Land, das seine öffentlichen Wohnungsbestände an Finanzinvestoren verkauft hat. Die rot-rote Koalition stellt die Landesregierung, die den Rekord im Verkauf von landeseigenen Wohnungen hält und zugleich am wenigsten deswegen ins Gerede gekommen ist.
__
Noch Fragen ? Es war also NICHT die böse CDU, sondern der RRG-Senat unter "sexy-Wowi".

@16:39 Uhr von Silverfuxx

"Habe mal gelesenen, dass mancherorts die Preise für Baugrund 1000% höher sind als noch einige Jahre zuvor."
_
Sie treffen des Pudels Kern.
Eine zentrale Rolle spielen die Bodenfrage bzw. Bodenspekulation.
Ich hatte hier schon einmal das letzte Buch von Hans-Jochen Vogel angepriesen:
"Mehr Gerechtigkeit I Wir brauchen eine neue Bodenordnung - nur dann wird auch Wohnen wieder bezahlbar"

Es ist doch erstaunlich und…

Es ist doch erstaunlich und befremdlich, wie vielen Kommentierenden nicht klar zu sein scheint, dass Wohnen ein Grundrecht ist und nicht in erster Linie ein Gewinnmaximierungsmarkt sein sollte - zumindest nicht in einer Gesellschaft, die sich 'sozial' nennen möchte.

@nie wieder spd - Wohnfläche

15:27 Uhr von nie wieder spd:
"In den 1960er Jahren hat meine Familie mit 4 Personen knapp 60qm sozialen Wohnungsbaus bewohnt."
> Heute haben wir eine Wohnfläche von 47,7 m² pro Kopf.
_
"Mit Blick auf kommende Pandemien, mit Heimarbeit und Heimbeschulung, müsste ja gerade im sozialen Wohnungsbau darauf geachtet werden, dass grundsätzlich wesentlich größere Wohnungen gebaut werden [...]."
> Mit Blick auf die globale Erwärmung könnte man auch auf den Einbau von Heizungen verzichten. Oder man bleibt realistisch und baut ganz normale Wohnungen.
_
"Das war doch noch im letzten Jahr ein wichtiges Thema und dient dem Wohlergehen unserer Kinder, die ja angeblich soo wichtig sind."
> Na sooo wichtig ist es dann auch wieder nicht. Kindern fehlt das Geld, um sich bei der Politik Gehör zu verschaffen.

Am 14. Januar 2022 - 17:31 Uhr von Stotterfritz

.........Also bei mir ist das so und ich fühle mich dort auf dem Land sauwohl......
.
Das kann ich gut verstehen.
.
...........Dabei hat fast jeder in Deutschland ein Auto......
.
Da bin ich wohl ein Exot. Ich habe auch nie einen Führerschein gemacht. Kompromiss war ein Umzug an den Stadtrand von Schwerin. Auch schön.

Am 14. Januar 2022 - 17:26 Uhr von SinnUndVerstand

Vater Staat wird den Wohnungsmarkt von alleine nicht stemmen können. Und Vermieter werden ja überall generell nur als gierig verteufelt. Wie viele Beiträge habe ich schon gelesen, dass private Vermieter mit wenigen Wohnungen einfach nur noch das Handtuch werfen und lieber leer stehen lassen, verkaufen oder selbst bewohnen. Das hat Gründe, die aber nicht kritisch aufgearbeitet werden. Heute haben Vermieter nur noch Pflichten und Mieter nur noch Rechte. Selbst einen Mietnomaden bekommen Sie nur schwer mit viel Geldeinsatz und Zeit wieder aus der Wohnung. Zurück bleibt eine verwüstete Wohnung, die dann wieder für viel Geld neu renoviert werden muss.

@16:39 Uhr von Silverfuxx

Habe mal gelesenen, dass mancherorts die Preise für Baugrund 1000% höher sind als noch einige Jahre zuvor.

Das wäre ja eine Steigerung auf das Elffache. Glaub ich nicht.

13:59 Uhr (und später; zuvor schon heute auch) von Sisyphos3

"wenn der Staat mal was anfängt
dann geht das mit Sicherheit in die Hose"

Er hat vor langer Zeit begonnen, Sozialwohnungen abzubauen. Sie sind aber auch wirklich mit nur wenig hier in Deutschland zufrieden, wo der Staat seine Finger drin hat. Selbst der Knast ist (siehe vorhin) Ihnen zu viel oder zu komfortabel, wenn andere drin sitzen. Ich würde mich an Ihrer Stelle ständig sowas von ärgern, wo es Menschen zu gut geht und jeden Tag demonstrieren gehen, nicht hier nur. Hier werden Sie überwiegend nur von Leuten gelesen, die Sie ausnutzen.

Wohnraum gibt es ...

... in vielen ländlichen Gemeinden wirklich noch zu erschwinglichen Preisen. Aber wenn es unbedingt München Schwabing oder Maxvorstadt sein muss, dann muss man sich über Preise nicht unbedingt beschweren.

Am 14. Januar 2022 - 17:31 Uhr von Stotterfritz

Denn er bezieht ein Gehalt, das an seinem Arbeitsplatz angepasst ist, lebt aber viel billiger irgendwo draußen in einer günstigen Gegend, die noch nicht einmal ein Problemviertel ist, wo keine Straßenbahn quietscht, wo man nachts noch die Stecknadel fallen hören kann und kein Licht von draußen die Nachtruhe stört. Also bei mir ist das so und ich fühle mich dort auf dem Land sauwohl.
__
Es fehlt aber häufig nicht nur Licht und Lärm, sondern eine Infrastruktur schlechthin. Gibt es Schulen ? Wo ? Gibt es Einkaufsmöglichkeiten ? Gibt es ÖPNV / Gastro/Freizeitmöglichkeiten ? Wenn man für jedes Brötchen 10 Km fahren muss, dürfte sich das Interesse dort zu wohnen in beherrschbarem Rahmen halten.

@wengasi1, 17:24


Bei Überlegungen hinsichtlich Mietendeckel, der quasi Unmöglichkeit einem Mieter die Wohnung zu kündigen, fördert auch nicht die Bereitschaft zu vermieten und sollte die Kommune gar noch ein Belegrecht haben, dann wird so mancher Vermieter den Tag verfluchen, an dem er die Wohnung baute/kaufte

Wie schön, dass ich im eigenen Haus wohne. Bei einem Vemieter wie Ihnen, dessen erste Sorge der Frage gilt, wie schnell er mich wieder rauswerfen kann, würde ich auch nicht einziehen wollen.
Auch wenn Ihnen das befremdlich erscheinen mag: es ist gar nicht Sinn des sozialen Wohnungsbaus, das Bankkonto der Vermieter zu füllen.
Auch wenn das unter früheren Regierungen anders war.

@15:35 Uhr von Klärungsbedarf

In der Tat übersteigt die notwendige Unterscheidung zwischen 'Wohnungsbau' und 'sozialem Wohnungsbau' die Differenzierungsfähigkeit mancher Vornamen-Foristen; und andere benutzen dass Thema lediglich als Vehikel für Ihre blitzgescheiten Framing-Geschichten zu Flüchtlingen und Migranten.
Am besten hilft:
ignorieren.
nicht die falschen füttern.

6:46 Uhr von Blitzgescheit

haben die jüngerinnen von sinnverstant alle nicht. sie sind halt die guten

- 17:31 Uhr von Stotterfritz

ich fühle mich dort auf dem Land sauwohl.

Stimme ihnen zu. Meine Frau hat mich 1971 nach unserer Hochzeit mit „ Gewalt" gezwungen, auf's Land zu ziehen. Nach 25 Jahren im Südwesten sind wir wieder hier. Wir wohnen hinter'm Elbdeich und haben bis auf Extrem- Hochwasser keine Probleme. Im Gegenteil.

@Stotterfritz - Homeoffice

17:31 Uhr von Stotterfritz:
"Ist es zumutbar, auf dem Land zu wohnen?"
> Prinzipiell ja.
_
"Da wollen die Leute aber nicht hin und philosophieren von mangelhaften Busverbindungen. Dabei hat fast jeder in Deutschland ein Auto."
> Pendelzeit ist Lebenszeit - und mit dem Auto zusätzlich ein Klimakiller.
_
"Wer einen Online-Arbeitsplatz mit Homeoffice hat, kann überall wohnen."
> Das ist richtig, sofern ein zuverlässiger Internetanschluss besteht. Dass das Homeoffice funktioniert, haben viele Arbeitgeber leider erst in den letzten Monaten erkannt. (Bei meinem vorletzten Arbeitgeber - öffentlicher Dienst - hätte ich eine Behinderung gebraucht, um anteilig von zuhause arbeiten zu dürfen.)
_
"Also bei mir ist das so und ich fühle mich dort auf dem Land sauwohl."
> Ich würde mich auch sauwohl fühlen. Nur leider geht das nicht mit jedem Job.

Am 14. Januar 2022 - 17:26 Uhr von SinnUndVerstand

Die Zahl täglich aus der Sozalbindung fallenden Wohnungen - mehr als 70 täglich (!) - ist ein atemberaubender Skandal.
__
Wieso ist das ein Skandal ? Als Baugeld teuer war, konnte man durch den öffentl. geförderten Wohnungsbau eine Immo erwerben. Musste dafür die ein- oder andere Kröte schlucken (Belegrecht !). Wenn die von Beginn an festgelegte Förderung wegfällt, dann ist das so. Das wissen ALLE Beteiligten von Anfang an. Wo ist hier der Skandal ?
Wenn überhaupt, dann ist das "billige Geld" die Ursache, dass niemand mehr eine öffentl. Förderung braucht und eben lieber KEINE Kröte schluckt. Der Skandal ist die Flutung des Marktes mit Billiggeld zum Nutzen insbesondere der hochverschuldeten Länder in der Euro-Zone, obwohl das eigentlich ausgeschlossen sein sollte gemäß dem Gedanken der "Euro-Väter".

Ich kann mich noch gut

daran erinnern wie hier in HH obere Stockwerke abgebaut wurden nur um Wohnraum knapp zu machen und die höhe der Mieten zu halten.Das war eine totale Fehlplanung denn Keiner konnte die Entwicklung auf dem Wohnung Markt durch die Wiedervereinigung der beiden D. Staaten vor raus sehen.

@Stotterfritz, @Vaddern

"Warum hat eigentlich Berlin die Sozialwohnungen in der Vergangenheit an Privatinvestoren billig verscherbelt? Jetzt fehlen diese Wohnungen."
Aus genau demselben Grund warum man den öffentlichen Dienst, die Autobahnen, die Kultureinrichtungen, Schulen, etc. kaputtgespart hat. Weil man in den 90ern aus 'unerklärlichen' Gründen sparen musste.
Aber Ihr wolltet es doch so, Ihr wählt den Mist ja seit über 30 Jahren. Privatisieren war, egal ob CDU, SPD oder FDP in der Regierung waren, immer das Mittel der Wahl um den Kommunal-, Landes- oder Bundeshaushalt zu sanieren. Stichwort: schwarze 0 ... egal welche Null das propagiert.
Wie die FDP immer zu sagen pflegt: "Der Markt wird das bestimmt regeln."
Da fällt mir nur noch ein: "Wie? Das Volk kann sich die Mieten nicht mehr leisten? Na dann soll es sich halt Paläste kaufen!"

@ 17:40 Uhr von Stotterfritz

Sie jammern auf hohem Niveau: In den vergangenen Jahren lag die Inflation bei rund 14%; die Mieten gingen durch die Decke, in Berlin haben sie sich im Schnitt verdoppelt.
.
Und Sie wollen nicht im Ernst die exorbitanten Mietpreissteigerungen mit den Schwierigkeiten mit sog. Mietnomaden rechtfertigen, oder?
.
Auch Ihre Pauschalisierung "Vermieter - nur Pflichten; Mieter - nur Rechte" ist völlig daneben, denn selbstverständlich haben beide Rechte. Versuchen Sie aber mal, bei unberechtigten Mietsteigerungen, bei nicht vorgenommenen Reparaturen, bei falschen Abrechnungen, wo Sie keine Reaktion vom Vermieter bekommen, Geld zurückzuhalten. Sie werden sich wundern, wie schnell Ihnen die Kündigung ins Haus flattert. Und bei "professionellen Vermietern" scheint das auch durchaus Masche zu sein, um sog. "Altmieter", also jahrzehntelange Mietverhältnisse durch Zermürbung los zu werden, um dann nach 'Sanierung' nochmal ordentlich auf den Mietzins drausatteln zu können.

@ 17:51 Uhr von weingasi1

Nicht so schwer zu verstehen, wo der Skandal liegt: Es fehlte an neuen Wohnungen mit Sozialbindung.

@ 17:31 Uhr von Stotterfritz

"Ist es zumutbar, auf dem Land zu wohnen?
Alle wollen nur in die Stadt."
.
Tja manche haben halt Ansprüche und wollen möglichst fußläufig abends durch die Fußgängerzonen flanieren und Kulturelles darf da auch nicht fehlen.
.
"Dabei hat fast jeder in Deutschland ein Auto."
.
Bei den Energiepreisen will keiner mehr groß Pendeln ... hinzu kommen Staus und die dadurch verplemperte Zeit.

Am 14. Januar 2022 - 17:39 Uhr von Schweriner1965

Sie brauchen nur auf die Zulassungsstatistik gucken, wie viele Autos in Deutschland zugelassen sind. Die Dinger werden auch benutzt. Übrigens in die Stadt fahre ich kaum noch, nur wenn es nicht anders geht. Warum auch, seitdem die Städte die Autos für böse erklärt haben und alles tun, um sie auszusperren, kaufe ich fast nur noch bei Amazon und Ebay und woanders im Internet. Den neuesten Testballon, um Autofahrern das Leben schwer zu machen, startet gerade Karlsruhe. Also ich habe schon bei der KFZ-Versicherung die niedrigste Kilometerangabe gemacht. Ob ich sie überhaupt erreiche, glaube ich nicht. Alles, was ich brauche, bekomme ich auch hier im Umkreis in der Nähe. Ich habe auch einen Roller, der braucht noch weniger Sprit. Mit dem fahre ich fast umsonst. Öffis sind teurer. Also die Lebenshaltungskosten sind auf dem Land deutlich günstiger als in der Stadt. Und dank Corona bin ich online mit dem Arbeitgeber verbunden über Skype, Zoom, Teamview und Discord.

@Forengedöns - Raus auf's Land?

17:43 Uhr von Forengedöns:
"Wohnraum gibt es in vielen ländlichen Gemeinden wirklich noch zu erschwinglichen Preisen."
_
Stimmt.
Das nutzt nur niemandem, der täglich zur Arbeit fahren muss. Und es nutzt auch niemandem, der alle paar Tage zum Arzt muss. Und wer Spaß oder Kultur der Natur vorzieht, wird dort auch nicht glücklich.
_
Da bleibt nicht so viel übrig...

17:52 Uhr von Forengedöns

"Fachkräftemangel - Baustoffmangel
Welche Handwerker sollen denn diese Sozialwohnungen bauen? Mit welchen Baustoffen?"
.
Sie werden lachen, aber wenn die Ampel mal die Ärmel hochkrempelt, dann geht was ...

Bürokratie

Ich bin aufgrund der damit verbundenen Bürokratie seit Jahren nicht mehr bereit Teile meines Wohneigentums zu vermieten.

@ 15:52 Uhr von Tada @nie wieder spd

2x 4 k. Familie in 64 qm Wohnung gibt es in unserem Haus (8 WE).Es ist eine Genossenschaftswohnung.
Die Mieter breiten sich sehr aus, überall stehen Sachen in den Gemeinschaftsräumen.
Eine Familie könnte sich definitiv eine größere Wohnung leisten, aber sie sind geizig, belegt durch eigene Aussagen.
Es wird immer nur auf Senioren geschimpft, die in großen Wohnungen leben.
Aber wer eine gute Rente bezieht, oder einen hoch bezahlten Arbeitsplatz hat (obwohl "neue" schlechtere Verträge bekommen), gibt doch auch nichts ab.
Als ich in diese Stadt in den 80-er zog, gab es schon damals ein Mangel an Wohnungen, die Historie von Städten zeigt, dass periodisch mal mehr oder weniger Knappheit vorherrscht.

Die schönsten Altbauten werden als Fewos oder Gewerbe vermietet (z.b. Kanzleien) und Büroräume stehen leer. Davon wurden in den letzten Jahren zuviele gebaut, das sind auch Fehlbauten.

@Giselbert, 15:26

Die Zahl der Zuwanderungen ist seit 2015 deutlich zurückgegangen. Zudem müssen Sie natürlich aus die Zahl der Auswanderer aus Deutschland gegenrechnen, so dass sich in 2021 ein Überschußsaldo von ca. 220.00 ergibt. Da auch die Überalterung unserer Geselslchaft deutlich zunimmt, ist es grds. positiv, wenn jüngere Menschen nach Deutschland kommen. Nicht alle sind, wie Sie vielleicht unterstellen wollen, bildungsfern oder nicht arbeitswillig. Jedenfalls taugt das Thema Zuwanderung nicht mehr für politische Agitation.

Am 14. Januar 2022 - 17:46 Uhr von frosthorn

Wie schön, dass ich im eigenen Haus wohne. Bei einem Vemieter wie Ihnen, dessen erste Sorge der Frage gilt, wie schnell er mich wieder rauswerfen kann, würde ich auch nicht einziehen wollen.
__
Ich bin kein Vermieter ! Ich habe allerdings vor einigen Jahren für eine Wohnungsverwaltung gearbeitet und kenne die Problematiken beider Seiten Mieter/Vermieter. Nie und nirgends waren die Wohnungen bei Auszug in einem Zustand, wie bei Wohnungen, wo die Kommune Belegrecht hatte. Das ist weder ein Vorurteil noch ein Klischée, sondern selbst gemachte Erfahrung in zig-Fällen. Natürlich wollen die meisten Vermieter ihre Wohnungen auf Dauer vermieten, schliesslich sind mit einer Neuvermietung immer Umstände verbunden. Es muss aber für einen Eigentümer die Möglichkeit bestehen einen Mieter, der seinen vertraglich vereinbarten Pflichten NICHT nachkommt, auch wieder loszuwerden ohne für XXX -tausend Euronen in Vorlage zu treten für eine Räumung, die sich Jahre hinziehen könnte !

@Vaddern

Entschuldigen Sie .. hat mit Ihnen nichts zu tun. Mein Fehler. Streichen Sie das '@Vaddern' bitte.

@SinnUndVerstand - künstliche Verknappung

17:57 Uhr von SinnUndVerstand:
"Nicht so schwer zu verstehen, wo der Skandal liegt: Es fehlte an neuen Wohnungen mit Sozialbindung."
_
Das Problem ist noch etwas größer. Gerade in den gefragten Städten lohnt es sich, mit Grundstücken zu spekulieren und den vorhandenen Wohnraum als Ferienwohnungen zu vermieten. Beides trägt massiv zur Wohnungsnot bei.

@ 17:44 Stotterfritz

Na, das hätten Sie auch selbst rausfinden können: Das Recht auf Wohnen ist definiert als Menschenrecht der sog. zweiten Kategorie bzw. Generation, u.a. definiert in Art. 31 der aktuellen Europäischen Sozialcharta. Die UN haben die Stelle der Sonderberichterstattenden zum Recht auf angemessenen Wohnraum eingerichtet. Die spezifischen Regelungen und Ausführungen sind in den Ländern unterschiedlich.
Die Berliner Landesverfassung enthält den klaren Passus, dass jeder Mensch das Recht auf angemessenen Wohnraum hat.

Am 14. Januar 2022 - 17:58 Uhr von Stotterfritz

Hört sich entspannt an. Aber wie gesagt, ohne Auto - alleine schon für Besuche bei Fachärzten - geht ganz ländlich nicht. Klar ist der Roller eine gute Alternative, fehlt mir aber auch der Führerschein für. Aber für mich, 40 Jahre Köln, 14 Jahre Berlin, ist unser Stadtteil mit ca. 6000 Einwohnern schon sehr ländlich. Hauptsache man fühlt sich wohl, das tun Sie und ich auch.

17:40 Uhr von Stotterfritz

Ich kann Ihnen aufgrund meiner eigenen Erfahrungen nur zustimmen.
Die Bürokratie und die Tatsache, dass man bei Problemen (z.B. Mietnormaden, aber auch bei Schäden, die ganz normale Mieter hinterlassen) allein gelassen wird, hat auch bei mir dazu geführt, dass ich seit vielen Jahren nicht mehr vermiete.
Aus Ihrer Stellungnahme entnehme ich, dass ich damit nicht allein bin.
Ohne, insbesondere die Bürokratie, würden sich wohl viele Kleinvermieter anders entscheiden.

Am 14. Januar 2022 - 17:51 Uhr von Nachfragerin

Wenn mehr Leute wieder aufs Land ziehen, verbessert sich auch dort die Infrastruktur. Diese Leute konsumieren nämlich, das bringt Arbeitsplätze im Dorf. Übrigens ein Lebensmittelmarkt mit Bäcker ist hier im Dorf, ein Arzt mit Beerdigungsinstitut und Friedhof, 1 Kirche, 2 Friseure, 2 Restaurants, ein Sportplatz, eine Schule, ein Kindergarten und 2 Buslinien kreuzen sich. Die Internetverbindung ist auch schnell, was soll ich da vermissen. Ach ja, die Tankstelle ist 6 Km weit im nächsten Dorf. Und mein Arbeitgeber ist 600 Km weit weg in einer teuren Großstadt und zahlt auch den dort üblichen Lohn.

17:24 Uhr von weingasi1

"... und sollte die Kommune gar noch ein Belegrecht haben, dann wird so mancher Vermieter den Tag verfluchen, an dem er die Wohnung baute/kaufte."

Oder geerbt hat. Schlimm, wenn es dazu noch viele in ein oder mehreren Mehrfamilienhäusern sind. Furchtbar!

Am 14. Januar 2022 - 17:57 Uhr von SinnUndVerstand

@ 17:51 Uhr von weingasi1

Nicht so schwer zu verstehen, wo der Skandal liegt: Es fehlte an neuen Wohnungen mit Sozialbindung.
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Ja, aber WARUM fehlt es daran ? Wenn niemand Interesse an einer Förderung hat, dann gibt es eben keine neuen Wohnungen mit öffentl. Geldern, es sei denn, der Staat bzw die Kommune ist selbst Bauherr. Da der Staat/die Kommune aber bekanntermaßen "Bauherr" nicht kann, Negativbeispiele gibt es genug, ist das eben die Crux. Ein Interesse an gefördertem Wohnungeigentum, denn das ist der soziale Wohnungsbau, wird es erst wieder geben, wenn es kein billiges Geld mehr gibt.

Um es nochmal aufzuwärmen:

>>Fast 200.000 Wohnungen der städt. Gesellschaften verkaufte der Senat seit der Wende bis in die Mitte der Nuller Jahre. Von 482.000 Wohnungen in Ost- und West-Berlin waren 2005 nur noch 273.000 Wohnungen übrig... „Nur wenige Wochen nach der Privatisierung hat die GSW in großen Teilen des freifinanzierten Bestandes Mieterhöhungen bis zu 20 Prozent durchgesetzt“, schrieb der Berliner Mieterverein im Jahr 2006 in seinem „Schwarzbuch Privatisierung“.<< zit Tagesspiegel 2016.
Die neuen Eigentümer, u.a. später die Deutsche Wohnen, haben investiert, saniert, Wohnungen angenehmer (Bäder, Balkone) und sicherer (Feuerschutz) gemacht.
Zum Dank wollte der Senat die Gesellschaften enteignen. Erst selbst nix hinkriegen und dann mosern.
Nun wird der richtige Weg beschritten: Wohnungen bauen, Angebot vergrößern. Wer einen B-Schein-Anspruch hat, wird dann umziehen. Steuergelder als Mietzuschuss werden dann den Investoren/Fondsgesellschaften hoffentlich nicht mehr hinterhergeworfen.

Landgrabbing

Hallo,

man sollte auch eine andere stille Entwicklung im Auge behalten.
Stichwort "Landgrabbing".

Ich bin da ultrakonserativ.
Ich als Staat würde kein Land verkaufen, Verpachtung mit Garantien für die nächste Generation.

Allein was Aldi an Grundstücken hat.

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