Kommentare - Verbraucherschützer wollen schnelles Recht auf Reparatur

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Viel wichtiger wäre es, Akkus austauschbar zu machen

das ist aktuell das größte Problem. Die Hersteller von Smartphones, Schaltungen usw. bringen absichtlich immer öfter fest verbaute Akkus auf den Markt, ist die Laufzeit eines Akkus am Ende, so muss gleich das ganze Gerät (Smartphones) ausgetauscht werden. "Argumente", wie die Wasserdichtigkeit sind dabei zumeist vorgeschoben. Es könnten zig Tonnen Elektroschrott eingespart werden. Und wenn man auch Akkus einer EU-Norm unterzieht, können auch nicht ständig verschiedene Akkus je Hersteller auf den Markt geworfen werden. Bei AG's und SE's sollte man immer genauer auf die Finger schauen, die sind der Gewinnmaximierung gesetzlich verpflichtet, nicht dem Kunden oder dem Umweltschutz.

Alles was hilft Elektroschrott oder anderen Abfall

zu vermeiden muss man gesetzlich foerdern, bzw verpflichtend machen.

Es ist eh schon nach 12.00 dafuer. Eigentlich kann man nur fragen: warum nicht schon frueher!

Was gut

für den Verbraucher klingt, ist aber weniger gut für die Hersteller, die wollen nämlich Umsatz machen, wenn wirklich so wie früher alles repariert werden kann.
Das Problem 2 ist, die Reparatur ist so teuer wie manche neue Geräte, bei den heutigen Stundensätzen, wer repariert heute noch Schuhe, sehr wenige, wer stopft noch Socken ;-).
Die Liste wäre also länger als Elektronik Artikel, früher gab es im TV eine neue Röhre einstecken, oder anderes Kleinteil wechseln, heute sind das alles Baugruppen, und die steuern fast das ganze Gerät, Reparatur viel zu teuer.
Idee sicher gut, aber ohne das neuste Smarti kann man sich unter Freunden auch nicht blicken lassen, und ein an gefressener Äbbel muss auch sein ;-).
Ich sehe die Idee positiv, nur hab ich größere Zweifel, Smarti hab ich nicht, brauch ich nicht, nur das keine Vermutung aufkommt.

Dicke Bretter bohren

Sehr guter Ansatz in den Koalitionsvereinbarungen. Da viele Elektroartikel nicht in der EU gefertigt werden, sind das richtig dicke Bretter die es zu bohren gilt. Meinen Segen hat das Ganze.
Bitte die Softwareseite nicht vergessen:
Wenn ich nur an den Elektroschrott denke den die unnötige Einführung von Windows 11 herbei führt...........
@ Eislöwe
Das mit den fest verbauten Akkus nervt aber so richtig. Der Artikel ist schon bei der Herstellung Schrott.

Zitat: "Die Hersteller von…

Zitat:
"Die Hersteller von Smartphones, Schaltungen usw. bringen absichtlich immer öfter fest verbaute Akkus auf den Markt, ist die Laufzeit eines Akkus am Ende, so muss gleich das ganze Gerät (Smartphones) ausgetauscht werden."
Ihre Aussage ist schlichtweg falsch denn -> diese Akkus können bereits JETZT gewechselt werden...
..denn z.B. die Verklebung wird am Gehäuse angewendet
das kann selbst eine kleine Elektronik-Werkstatt.
Ja - die Verklebungen wurden u.a. eingeführt damit so ein Smartphon z.B. den "Sturz" in die Badewanne übersteht -> sie sind "wasserdicht"
Ja - das bedeutet das man den Akku nun nicht mehr selbst tauschen kann
das eine Firma wie "Apple" für so einen simplen Tausch horrende Preise nimmt?
Nun die können es weil ihnen ihre "pseudo-religiöse" Kundschaft nahezu alles abnimmt.

Was nützt ein Recht auf Reparatur ...

... wenn die Reparatur so teuer und aufwendig ist, dass ein Neukauf im - immer mehr begehrten - Online-Handel gerade mal die Hälfte an Kosten aufzuwenden sind ?
Zudem lassen sich viele Geraäte gar nicht mehr reparieren. Hier fallen insbesondere die billigen Sonderangebote der Laptops und Smartphones auf. Diese Geräte können vielfach gar nicht mehr aufgeschraubt werden, oder wenn, dann droht der totale Defekt des Gerätes.
Bei Waschmaschinen, Trocknern, und Spülmaschinen sieht es besser aus. Aber auch hier lohnt häufig eine Reparatur nicht, da ein Neukauf schlimmsten Falls genau so teuer ist. Auffälig sind bei dieser genanten Gruppe der Elektrogeräte die elektronischen "Gehirne" (Steuererungen), denn diese fallen meist nach der Garantiezeit - seltsamer Weise - völlig aus, und einen Ersatz gibt es vielfach gar nicht erst, oder der Ersatz ist so teuer das eher wieder ein Neukauf des Gerätes auf jeden Fall besser ist.

Reparatur !

Ja dieses Problem sollte schon lange auf der Agenda stehen, damit endlich die Ressourcen vernünftig und nachhaltig verwendet werden.
Leider steht die unselige Gewinnmaximierung vieler Konzerne dem vernünftigen Umgang mit den Waren im Wege, weil vieles inzwischen so gebaut wird, dass es bald möglichst wieder ersetzt werden muss. Auch werden all diese Teile nicht wirklich richtig verwertet, der Schrott in Länder verschifft, wo dann Kinder ihre Gesundheit gefährden, um an begehrte Metalle und Werkstoffe zu kommen. Warum nicht hier diese Dinge echt gut wieder verwertet werden, bleibt ein Rätsel, dabei könnten doch dadurch auch neue Dinge entstehen, die hoffentlich länger halten.
Leider aber leben wir in einer Wegwerfgesellschaft, die es verlernt, mit dem Vorhandenen besser um zu gehen, auch weil wir von zu viel Werbung für Neues überflutet werden, alles im Sinne der Großen Gewinner !

Typisch in diesem Forum …

… wie ohne viel Wissen auf die Technik eingeprügelt wird. Wenn es nach einigen Foristen ginge, würden wir wohl immer noch Schnurtelefone nutzen und ein ‚Update“ wäre ein längeres Kabel. Verbote und Pflichten können technischen Fortschritt behindern. Unsere Smartphones sind nur deshalb so dünn und leicht eben wegen dieses Fortschritts. Und wieviele betrachten dieses Forum mit ihrem Tablet?

@ Eislöwe ( 13:16 Uhr )

Bzgl. austauschbare Akkus bei Smarty

Gibt es doch: Das war bei mir vor 2 Monaten gerade eines der entscheidenden Kriterien für die Wahl meines neuen Smartphone.
-
* Akku austauschbar
* robust ( bin Tollpatsch )
* als Bonus ist es wasserdicht -unter Laborbedingungen ;o)
* leider ist es nicht induktiv aufladbar. Das wäre das Sahnehäubchen.
-
Der ganze andere Schnickschnack, wie z.B. bessere Fotos als eine Kamera oder super schneller Prozessor, waren für mich unwichtig. Man muss halt Prioritäten setzen.

Überfällig

Das wurde auch Zeit. Alle 2 Jahre neues Smartphone wg festem Akku oder Elektrogeräte, welche zufällig kurze Zeit nach Garantieablauf kaputt gehen können wir uns ökologisch nicht mehr leisten. Wir müssen uns zu nachhaltigerem Wirtschaften hin entwickeln. Da aber im Kapitalismus Gewinnmaximierung oberstes und dauerhaftes Ziel ist, werden die Unternehmen das nicht von sich aus machen. Hier ist der Staat gefragt.

13:35 Uhr von wenigfahrer - Nur ein Hinweis (auch an alle)

Sie schreiben: " Was gut für den Verbraucher klingt, ist aber weniger gut für die Hersteller, die wollen nämlich Umsatz machen.."
und Sie haben vollkommen Recht damit. ABER: das ist die Gesetzeslage. Ein Vorstand einer Aktiengesellschaft macht sich strafbar, wenn nicht genau das auch versucht wird. Gewinnmaximierung ist nicht nur ein Schlagwort, es ist sogar gesetzlich verankert. Und genau darum bin ich gegen die Privatisierung von Gesundheit. Krankenhäuser, Wohnungen usw. Gehören in die öffentliche Hand (aber das ist ein komplett anderes Thema). Da wir aber allesamt auf die Großkonzerne bei Smartphones, Autos, Anlagen usw. angewiesen sind, ist der Gesetzgeber viel mehr gefordert, als bisher. Unter der CDU/CSU gab es für die Großkonzerne immer eine gewisse Narrenfreiheit zu Lasten der Verbraucher und der Umwelt.

Am 07. Januar 2022 - 14:04 Uhr von outsideview

" Typisch in diesem Forum …

… wie ohne viel Wissen auf die Technik eingeprügelt wird. Wenn es nach einigen Foristen ginge, würden wir wohl immer noch Schnurtelefone nutzen und ein ‚Update“ wäre ein längeres Kabel. "
-
Darf man auch auch eine andere Sicht haben, ein PC mit guten Monitor und schnellem Glasfaseranschluss tut es auch, und unterwegs muss man nicht immer erreichbar sein, mal nicht erreichbar ist auch sehr schön ;-).
Und das funktioniert sogar mit Kabeln, ganz ohne W-Lan ;-).
Oder ?, und lässt sich sogar reparieren, bis auf den Monitor der gut 10 Jahre und länger hält.

13:35 Uhr von wenigfahrer


Das Problem 2 ist, die Reparatur ist so teuer wie manche neue Geräte, bei den heutigen Stundensätzen, wer repariert heute noch Schuhe, sehr wenige, wer stopft noch Socken ;-).

Das muss aber nicht sein.
Bei der Reparatur z.B. herkömmlicher PC sind (ehrliche) Stundensätze kein Thema. Netzteile z.B. sind mit ca. acht Schrauben getauscht, Steckkarten mit einer.
Schuhe können hohle Absätze haben, die keine Erneuerung wegen Verschleiß erlauben. Da muss man beim Kauf etwas mehr ausgeben (Echtleder wählen). Neue Absätze und Sohlen gibt's mittlerweile nicht nur im Versand, sondern in den Baumärkten. (Tipp: Kontaktkleber ablüften lassen und vor dem Zusammenpressen nochmal erwärmen und flüssig machen).
Auch Akkus sind oft wechselbar (Youtube konsultieren, ich kriege heute einen neuen für meinen 2014er E-Book-Reader. Aufclipsen, alten Akku mit Zahnseide rausmachen, neuen einstöpseln und fixieren).
Meine Miele Geschirrspülmaschine hält übrigens schon seit 1981. Geiz ist hier ungeil.

14:04 Uhr von outsideview

//… wie ohne viel Wissen auf die Technik eingeprügelt wird.//

Das ist nur ein Teil der Wahrheit.
Ich selbst bin seit 30Jahren Entwicklungsingenieur für Elektronische Hardware. Derzeit im Bereich Automotive.

Aus meiner Sicht behindert Reparatur und Updatefähigkeit den Fortschritt nicht. Sicher werde ich einen W48 Telefonapparat nicht auf den Stand eines Smartphones bringen können. Darum geht es auch nicht.
Aber folgende Dinge sind Fordernswert:
1) Reparatur auf Modulebene einplanen. Geräte also modularisiert entwickeln. Das wird eh so gemacht, aber am Ende wird vieles auf eine Baugruppe zusammengefasst. Aus diversen Gründen. Ich kenne die. Aber manche Trennung wäre sinnvoll machbar.
2) Aktualisierbarkeit einplanen. Warum soll ich 2 Tonnen Auto wegschmeissen, um "nur" den Antriebsstrang von zentralem Dieselmotor auf vier Radnaben-Elektromotoren umzustellen. Ich kenne die technischen Probleme dabei. Aber war hier nicht die Rede von Fortschritt? Vieles wäre machbar, einiges nicht.

Das läuft ins Leere

Schön das man die Hersteller in die Pflicht nimmt.
Das nützt aber wenig, da der Kunde nur selten mit dem Hersteller interagiert, sondern mit dem Händler.
...

Außerdem ist das Problem viel weiter gefasst: wenn heute selbst kleinere Karosserieteile oder andere Bauteile am PKW beschädigt sind, bleibt nur der Komplettaustausch.
...

Die „Reparatur“ besteht also aus Ausbau, Bestellung des Ersatzteils und dessen Einbau.

Die Lebensdauer von Elektronikgeräten ist fast ausnahmslos durch die Akku Lebensdauer begrenzt (bei Laptops auch die CPU Lüfter eigentlich ein Pfennigartikel), dies gilt übrigens auch für E-Autos. Ein Austausch lohnt oft nicht, weil der neue Akku plus Montage mehr kostet als das Gerät wert ist - manchmal sogar fast soviel wie ein neues Gerät!

Dazu kommt noch das bei einigen Produkten die „geplante Obsoleszenz“ ganz bewusst von Herstellern zur Umsatzförderung eingesetzt wird. Früher wurden Dinge meist massiver und mit hochwertigeren Materialien gebaut.

@13:35 Uhr von wenigfahrer

Was gut.....//

.Alles was sie beschrieben haben, entspricht der Realität, somit wird sich nicht viel ändern.
Denn Reparatur bei Elektro-Kleingeräten, Fön, Kaffeemaschine, Rasierer, elektrische Zahnbürste usw. lohnen sich überhaupt nicht, einfach zu teuer. Andere Geräte sind zu verbaut und Ersatzteile um selbst zu reparieren, sind manchmal nicht erhältlich oder zu teuer. In einer Fachwerkstatt sind die Stundenlöhne dermaßen hoch, da bleibt wirklich vielen nur der Neukauf übrig, obwohl man sich sagt (ich persönlich) schade das hätte man noch gut gebrauchen können, aber der Rubel muss rollen und die Wirtschaft laufen.

Am 07. Januar 2022 - 14:10 Uhr von Eislöwe

Da gehe ich mit Ihnen völlig konform, bei Gesundheit-Energie-Wasser- Bahn-Post-Wohnen und vieles mehr, aber das ist leider nicht mehr so, überall muss Gewinn gemacht werden, für die Anleger.
Ja der Gesetzgeber wäre schon sehr lange gefordert, aber sehr viele Dinge werden in Deutschland nicht mehr hergestellt, die kommen alle mit dem Schiff, und da sieht es mit dem Zugriff nicht gut aus.
Es gab Zeiten da war das so, da konnte alles auch repariert werden, das ist aber schon sehr lange vorbei, das wieder rückgängig zu machen, ob das klappen wird, hab ich Zweifel.

Schritt in die richtige Richtung

Wenn man die Berge von Elektroschrott verfolgt, die jährlich von Deutschland nach Accra, der Hauptstadt von Ghana verschifft, dort verbrannt werden und mit Giftstoffen den Boden die Menschen und das Klima vergiften, dann ist die Reaparaturpflicht genau der richtige Weg. Der Klimawandel ist global spürbar und es spielt daher nicht die entscheidende Rolle, wo der Elektroschrott abgelagert bzw. vernichtet wird.

@13:16 Uhr von Eislöwe

>> Viel wichtiger wäre es, Akkus austauschbar zu machen
.
Viel schlimmer finde ich, daß vieles, was früher geschraubt war, heute geklebt ist. D.h., Sie müssen erstmal das Gehäuse zerstören, um an das Innenleben zu kommen. =(

Liebe Regierung: Die Eigene Nase ist ganz nah!

...daran sollten Sie sich mal fassen!
Im Bereich der Technik wird durch Vorschriften und Gängelung leider sehr viel Fortschritt verhindert, verteuert. Und damit meine ich besonders den Fortschritt durch Aktualisierungen / Änderungen an Fahrzeugen.
Der Zulassungsaufwand für einen Elektroumbau eines Fahrzeuges ist dermaßen hoch, daß kleine Anbieter, die hier die "Großen" vor sich hertreiben könnten, nur einen Enthusiastenmarkt vorfinden und nie ein wirklicher Marktdruck entsteht.

@ Eislöweund andere: Gewinnmaximierung ist vielleicht gesetzlich verankert. Aber Resourcenendlichkeit ist eine unumstößliche Tatsache.
Die Gesetze einer Freien Marktwirtschaft sind demgegenüber nicht unumstößlich.

Ein Recht auf Reparatur bringt nur was wenn ...

... gemäss folgender Vorgabe ;
">> ... Seit März 2021 gilt in der EU bereits eine neue Ökodesign-Richtlinie mit dem Prinzip "reparieren statt wegschmeißen" ... <<"
die Geräte auch in der EU produziert werden, und das so, dass die Geräte auch zu reparieren sind (u.v.a. Accu-Tausch bei Smartphones wurde hier bereits genannt), und die Reparatur-Sets auch tatsächlich in der EU vorrätig und produziert werden.
Wie längst bekannt, ist Deutschland und die EU abhängig von Importen der Geräte aus Fernost, insb. von China. Und bleibt das so, dann bringt auch das Recht auf Reparatur nichts, weil in Fernost nicht so produziert wird wie hier die Gesetzesvorgabe ist.

@ Möbius

Die Lebensdauer von Elektronikgeräten ist fast ausnahmslos durch die Akku Lebensdauer begrenzt (bei Laptops auch die CPU Lüfter eigentlich ein Pfennigartikel), dies gilt übrigens auch für E-Autos. Ein Austausch lohnt oft nicht, weil der neue Akku plus Montage mehr kostet als das Gerät wert ist -

Ich tausche bei jedem Handy oder Laptop den Akku. Kein Ding. Ich bin kein Elektroniker, sondern Friseur. Und beim E-Auto kann das jede Werkstatt mit wenigen Handgriffen.

13:36 Uhr von Anderson

Dicke Bretter sind all diese Umwelt- und Menschenrechtsthemen:
Solange freier Warenverkehr bedeutet, daß die Überregulierten EU-Anbieter gegen die unterregulierten Fernostanbieter konkurrieren müssen, ist das ein Ding der Unmöglichkeit.
Das Denken in Legislaturperioden taugt hier nicht.
Als Zehnjahresplan - oder längerfristig - könnte ich mir aber eine Binnenmarktabschottung vorstellen, die sagt: Unser Makrt ist offen für alle Produkte, die unseren Mindestanforderungen entsprechen. Dies hinsichtlich Schadstoffen, Arbeitnehmerrechten, Sicherheit, Umweltschutz.
Nur müssen diese Vorschriften dann auch einhaltbar sein. Und da scheitert's oft: Unsere Wirtschaft ist so aufgebaut, daß sie billige Produkte zweifelhafter Herkunft braucht, damit wir unsere hohen Standards für uns halten können. "Outsourcing von Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen" nenne ich das.

Am 07. Januar 2022 - 14:18 Uhr von Zuschauer49

Das weiß ich auch, aber nicht alle haben zwei rechte Hände ;-), PC kann ich selber reparieren, hab mal 3 Jahre so was gemacht, als 2. Job.
Schuhe hab ich die Ausrüstung vom Großvater noch.
Miele Geräte waschen und so weite auch, noch aus der Zeit wo ich arbeiten war, halten also sehr lange, wenn auch nicht billig.
Die anderen Dinge brauche ich nicht, außer Not Klapphandy, wo man einfach den Deckel aufschiebt und neuen Akku einlegt, älter als 10 und geht immer sehr gut.
Also mich muss man nicht überzeugen, ich hab das schon passend eingerichtet, Werkstatt hab ich auch für Hobby ;-).
Bei uns wird nicht gleich was weggeworfen, nicht mal beim Essen, liegt wohl am Alter ;-).

Das war das große Problem der Planwirtschaft

Wie bringt man jemanden dazu sich ein neues Fahrzeug, Gerät oder Maschine anzuschaffen, wenn die oder der oder das alte noch „tut“?

Das war im COMECON ein ungelöstes Rätsel.

Natürlich, geht etwas kaputt, muss man es ersetzen. Da aber Rohstoffe knapp waren, waren die Geräte oft unheimlich lange haltbar.

Nun ist ja eine der Motivationen für eine Neuanschaffung die Verbesserung der Produktqualität. Die kostendeckende Vermarktung innovativer Produkte ist aber nur bei ausreichender Nachfrage möglich. Bleibt die mangels Bedarf aus, hat die Wirtschaft ein Problem.

Im Kapitalismus, sorry: „der Marktwirtschaft“, löst man das elegant durch oft überzogene Werbeversprechen, die Konsumwünsche induzieren sollen. Um ganz sicher zu gehen, halten die Produkte immer weniger lang. Manche geben schon kurz nach dem Kauf den Geist auf.

Der Innovationsgehalt neuer Produkte oder Modelle/Versionen geht übrigens manchmal gegen null. Es gibt nur sehr selten Untersuchungen darüber.

@14:32 Uhr von Foren User

"... Ich tausche bei jedem Handy oder Laptop den Akku ... "
Ach, geht das auch obwohl die Gehäuse gar nicht mehr zu öffnen sind (so die neuste Generation der billigen Geräte aus Fernost) ?

...ttestEineMeinung #gewollte Obsoleszenz!?!

Das Schwert hat zwei Schneiden - und vielleicht keinen Griff.

Einerseits eine Industrie, deren Produkte immer kurzlebiger und unreparierbarer werden.
Andererseits Verbraucher, die genau diese Produkte kaufen.

Manche mit einem Seufzen, denn langlebigere Produkte sind meist (beim Kauf!) billiger, auch weil sie sich so selten verkaufen.

Aber der grösste Teil unserer Fernseher und Smartphones wird nicht gekauft, weil das alte Gerät nicht mehr funktioniert.

Der Grund ist vielmehr, dass Verbraucher, ein neues Gerät haben wollen.

Dass der technische Fortschritt nach nur zwei Jahren nur minimal ist, wird durch aggressive Werbung verschleiert.

Zum Glück gibt es inzwischen wieder Hersteller, die sich umbesinnen und einer (hoffentlich weiter) wachsenden Zahl von Verbrauchern langlebigere und reparable Produkte anbieten.

Schnelle und preiswerte Reparaturen

Das ist möglich. Und in einigen Ländern auch eine Selbstverständlichkeit. Vor allem in solchen Ländern wo High Tec und Hohem Lebensstil nicht das Mass aller Dingen ist. Aber Industrie, Handel und Politik haben ja alles dazu bei getragen das Reparaturen nicht mehr möglich sind. Keine Fachkräfte, keine Ausbildung, zu hohe Steuern, zu viel Bürokratie, zu komplizierte Bauweisen wo keine Reparatur mehr möglich ist, keine ordentliche Gebrauchsanweisung, keine Versandmöglichkeit für Reparaturen.

Beginnen sollte die Politik damit das KEINE Mehrwertsteuer auf Reparaturrechnungen bezahlt werden muss, das bei Firmengründung einer Reparaturwerkstatt in ersten Jahr keine Steuern bezahlt werden müssen, das Fachleute aus dem Ausland, weil die nicht mehr da sind hier arbeiten dürfen ,unbürokratisch, ohne perfekt Deutsch zu können....
Und zwar für die Gesamtbreite der Gebrauchs- und Verbrauchsgüter, vom Staubsauger bis Kleidung, von Elektroartikel bis Möbel, usw.

@ paganus

Die Gesetze einer Freien Marktwirtschaft sind demgegenüber nicht unumstößlich.
Nein, ein freier Markt ist lediglich für beide Seiten die fairste Form des Handelns.

@Foren User 14:32: Sie sind reich ?

Ein Akku beim E-Auto kostet ca. 10.000 Euro. Lebensdauer ca. 8-10 Jahre. Selbst wenn das Auto 10 Jahre in der Garage steht.

Wenn Sie ihren fahrbaren Untersatz lieben, machen Sie das mit dem Austausch eventuell genau ein Mal. Spätestens dann ist es Liebhaberei ...

Was das für den Gebrauchtwagenmarkt bedeutet, haben viele noch garnicht bedacht.

@ Corona...

Ach, geht das auch obwohl die Gehäuse gar nicht mehr zu öffnen sind (so die neuste Generation der billigen Geräte aus Fernost) ?

Jedes Gerät ist zu öffnen.

Der Handel verhält sich…

Der Handel verhält sich bisweilen auch grenzwertig. Als ich stundenweise im Computerservice arbeitete - für Auftragsannahme reichte meine Ausbildung als Kaufmann hin - kamen schon mal Kunden, die ihren teuren PC zu dem Elektronikmarkt geschleppt hatten, wo sie ihn gekauft hatten "Festplatte weg, nichts geht", und erhielten den Bescheid "nicht reparierbar, neu kaufen". Fragten bei uns an, ob wir als kleiner Nachbarschaftsladen eine Reparatur improvisieren könnten, vielleicht Gebrauchtteile da hätten.
Ich kannte ja die Schwächen der damaligen Computergeneration. Ringsum ca. sechs bis zehn Gehäuseschrauben geöffnet, die Flachbatterie (Standard, CR2032, ist z.B. auch in Fahrradtachos drin) für den Datenerhalt untendrin ausgetauscht und die entzückte Kundschaft hatte wieder einen funktionierenden PC mit allen ihren Daten. Wir haben nicht mal 'ne Rechnung geschrieben. Lohnte nicht das Formular, die Batterien gab's beim Buchversender ab drei Euro das Zehnerpack.

Frdl. Gruß, Zuschauer49

14:40 Uhr von BILD.DirEinDuH…

"...ttestEineMeinung #gewollte Obsoleszenz!?!
Das Schwert hat zwei Schneiden - und vielleicht keinen Griff.

Einerseits eine Industrie, deren Produkte immer kurzlebiger und unreparierbarer werden.
Andererseits Verbraucher, die genau diese Produkte kaufen."

Genau da muss die Verantwortung des Gesetzgebers ansetzen. Bestimmte Dinge im Umweltschutz kannman nicht der Masse ueberlassen. Ansonsten koennte man ja auch den Muell entsorgen wo und wie man will.

@ 14:35 Uhr von Möbius

„Im Kapitalismus, sorry: „der Marktwirtschaft“, löst man das elegant durch oft überzogene Werbeversprechen, die Konsumwünsche induzieren sollen.“
Schweden baut eine Behörde für psychologische Verteidigung auf.
Wenn die sich selbst ernst nehmen, müssen sie auch gegen verlogene Werbeversprechen vorgehen. Werbung fällt grundsätzlich auch unter psychologische Kriegsführung, denn Werbung ist ja nichts anderes als Propaganda.
Wenn das in Schweden gut klappt, spricht also nichts dagegen, auch in der BRD eine solche Behörde einzurichten.
Und dann können wir uns alle wieder auf langlebige Produkte in modularer Bauweise freuen, in denen die wesentlichen Teile auf Jahrzehnte hinaus immer wieder modernisiert werden können. Zum Schutze der Umwelt und des Klimas, der ganzen Welt und damit auch der Menschheit.
Und wenn dann nicht mehr so viel ganz Neues produziert werden muss, gibt es einen Grund mehr, endlich die Arbeitszeiten zu kürzen und alle Arbeit auf alle Menschen zu verteilen.

@ Möbius

@Foren User 14:32: Sie sind reich ?
Ich fühle mich nicht arm.
.
Ein Akku beim E-Auto kostet ca. 10.000 Euro. Lebensdauer ca. 8-10 Jahre.
Da gibt es sicher vernünftige Leasingmodelle und letzten Endes ist alles eine Rechnung, wie teuer mich der km kommt.

14:32 Uhr @ Foren User

" ... Ich bin kein Elektroniker, sondern Friseur. ... "
.
Aha, und dafür haben Sie zwei Semester in Berkley studiert.

Hören Sie auf, uns hier die Taschen vollzuhauen.

"Außerdem müssen die…

"Außerdem müssen die Produkte so hergestellt sein, dass man sie mit herkömmlichen Werkzeugen auseinanderbauen kann, ohne etwas kaputt zu machen."

Genau! Ich gehe sogar soweit, zu behaupten, Produktdesigner werden hauptsächlich dafür bezahlt, Schrauben sich auszudenken, wofür das Werkzeug noch nicht existiert. Ich frag mich immer, zuletzt bei meinem Toaster, wie, womit haben die diese fiesen Schräubchen (die auch noch so tief versenkt wurden), mit diesen noch nie gesehenen Schlitzen ganz fest zugeschraubt, oder sind das nur Attrappen und das Ding ist in Wahrheit verklebt? Nach einem halben Tag an dem Toaster hatte ich ihn soweit. Ich hatte mir Zugang zu Elektro-Platinen, Kondensatoren, etc. (ganz kompliziert ein Toaster heutzutage - vielleicht hatte der sogar noch Software, die ich nicht sah - früher nur Drähte die glühten, ohne Umwege) freigehämmert. Dann wusste ich, ich kann mir und meiner Frau einen neuen kaufen, das wäre möglich. Und nötig - bevor sie kommt und sieht, was ich

Tja ...

wird Zeit, dass hier etwas getan wird, viele Geräte könnten noch etliche Jahre länger laufen, wenn die Reparatur erschwinglich wäre.
.
Da sind viele Hersteller richtig erfinderisch, wenn es darum geht die Reparatur zu vermeiden. Dies fängt schon damit an, dass die Gehäuse oft so konstruiert sind, dass sie nicht zerstörungsfrei geöffnet werden können. Oder die Ersatzteile fast so viel wie ein Neugerät kosten (Stichwort: Steuergerät für Waschmaschine).
.
Ich hatte einen Epson-Drucker mit einer nicht selbsterklärenden Fehlermeldung, nach meiner Recherche ergab sich, dass die Tintenschwämmchen voll sind. Selbst Wechseln wäre kein Problem gewesen, nur den elektronischen Zähler zurücksetzen geht nur beim Hersteller =50€ + 2x Porto, auch genannt die Lizenz zum Gelddrucken.

@ein freier Markt ist lediglich 14:42 forenuser

"für beide Seiten die fairste Form des Handelns."
zu @@paganus

Wenn er denn noch 'frei' ist.
Das ist er durch die vielen enstandenen Oligopole ja grossenteils nicht mehr.
Insofern hat der Klimawandel auch einen 'unbeabsichtigten' postiven Effekt:

Die von den Oligopolen vorangetriebene 'geplante Obsoleszenz' ist hiermit hinfällig,
da sich das die Menschheit nicht mehr lesiten kann.

https://de.wikipedia.org/wiki/Geplante_Obsoleszenz

Am 07. Januar 2022 - 14:43 Uhr von Möbius

Hallo Möbius,

bei meinem (nicht vorhandenen) Porsche nur 3 Jahre Garantie."g"

Wie stehen Sie aber zu der Meinung des ADAC, dass man in der Regel nur Teile der Batterie tauschen muss?
Gilt das auch nach 8 (10) Jahren?

Gibt es dazu schon Untersuchungen?

@14:42 Uhr von Foren User

>> Nein, ein freier Markt ist lediglich für beide Seiten die
>> fairste Form des Handelns.
.
Wenn dem tatsächlich so wäre, dann wären heute noch Contergan, Hormonfleisch und Wein mit Frostschutzmittel frei verkäuflich. -.-

@foːɐ̯ʃtɛlʊŋsvɛlt

Da der Toaster ja auf unterschiedliche Toastzeiten einstellbar ist erklärt das wohl auch den Kondensator (RC-Zeitglied). Würd ich mal als nicht mehr aktiver Schrauber vermuten.

14:44 Uhr von Foren User

mit dem hammer oder der kreissäge sicherlich

verdient werden kann:
„Seit März 2021 gilt in der EU bereits eine neue Ökodesign-Richtlinie mit dem Prinzip "reparieren statt wegschmeißen". Hersteller von Waschmaschinen, Spülmaschinen, Kühlschränken und anderen großen Haushaltsgeräten müssen dafür sorgen, dass Ersatzteile sieben bis zehn Jahre lang verfügbar sind“
Also die Wirtschaft (genauer: Wirtschaften) den Menschen dient und nicht wie bisher oft genau umgekehrt.
Indem Nachhaltigkeit und Qualität statt des Generierens von immer mehr „Schrott“ und Ärger bei den Verbrauchern durch eingebaute Sollbruchstellen - das alles aus einem fehlgeleiteten Verständnis von Wirtschaft in einem absurden Wirtschaftssystem heraus, in dem der Begriff „Wachstum“ nach allgemeinem Verständnis mit Steigerung des „Umsatzes“ um jeden Preis, also maximaler Ressourcenverschwendung gleichgesetzt wird, das also ironischer- und zynischerweise das genaue Gegenteil von Wirtschaftlichkeit postuliert, sich „auszahlt“.
Und für demokratiekompatible Wertmaßstäbe.

>> Jedes Gerät ist zu öffnen…

>> Jedes Gerät ist zu öffnen.
.
Richtig!
.
ABER z.B. geklebte Clipsis können Sie hinterher nur noch mit GaffaTape schließen. ;(

@15:08 Uhr von Giselbert

"... Ich hatte einen Epson-Drucker mit einer nicht selbsterklärenden Fehlermeldung, nach meiner Recherche ergab sich, dass die Tintenschwämmchen voll sind. Selbst Wechseln wäre kein Problem gewesen, nur den elektronischen Zähler zurücksetzen geht nur beim Hersteller =50€ + 2x Porto ... "
Das ist typisch mit dem MS-Windows-Betriebssystem. Ähnliches geht auch mit HP-Druckern.
Mit dem Linux-Betriebssystem auf dem PC wäre das nicht passiert. Linux lässt keine Infos auf den Drucker/Druckertreiber zu. Da geht dann auch Druckerpatrone nachfüllen bis die Druckerpatrone aus mechanischen Gründen defekt ist.

Am 07. Januar 2022 - 14:52 Uhr von nie wieder spd

Am 07. Januar 2022 - 14:52 Uhr von nie wieder spdUnd

wenn dann nicht mehr so viel ganz Neues produziert werden muss, gibt es einen Grund mehr, endlich die Arbeitszeiten zu kürzen und alle Arbeit auf alle Menschen zu verteilen.

Und das Geld!

Das Suchen nach dem Fehler…

Das Suchen nach dem Fehler und das Austauschen kann teurer werden als ein Neugerät. Reparatur ist bei den heutzutage gegenüber früher deutlich komplexeren Geräten oft nicht mehr sinnvoll. Wer möchte sich schon in die Schaltungen von Steuergeräten vertiefen um einen defekten IC zu finden und auszutauschen ?

@14:25 Uhr von Adeo60

//Schritt in die richtige Richtung

Wenn man die Berge von Elektroschrott verfolgt, die jährlich von Deutschland nach Accra, der Hauptstadt von Ghana verschifft,//

. Habe meinen Elektroschrott, oder Sondermüll Sperrmüll,immer ordungsgemäß zum Bauhof gefahren oder von den WB. abholen lassen. Wenn die kommunalen Entsorgungsbetriebe sich auf diesen Weg einen schlanken Fuß machen und damit Kosten sparen wollten, sollten die EU oder die Regierungen sich zuerst mit diesen Betrieben auseinander setzen, ich "war" früher immer des festen Glaubens , das diese Betriebe, diesen Abfall ordentlich recyceln und nicht in arme Länder entsorgen, leider ist man heute schlauer, aber irgendwohin muss der Müll hin, nur nicht in die Natur, Wald, Parkplätze und unbebauten Gelände, aber da ist jeder einzelne für sich selbst verantwortlich und sollte umweltfreundlich handeln.

@ Karl Maria Jo

mit dem hammer oder der kreissäge sicherlich

Es geht auch mit Köpfchen.

Als Inhaber einer…

Als Inhaber einer Reperaturwerkstatt kann ich nur feststellen, dass den Herstellern kein noch so schäbiger Trick zu unverschämt ist, um eine Reparatur zu erschweren, zu verteuern, in die Länge zu ziehen und letztendlich wirtschaftlich unmöglich zu machen. Ein Recht auf Reparatur wird an dieser menschheitsverachtenden Situation wenig ändern, solange die Komponenten der Geräte auf maximal 5 Jahre Lebensdauer ausgelegt sind. Die Brüsseler Gesetzgebung ist viel zu löcherig. Was wirklich helfen würde, wäre eine erhebliche Heraufsetzung der Gewährleistungspflichten. Nur dann läge es im Interesse der Hersteller ein langlebiges Produkt auf den Markt zu bringen, welches im dann seltenen Reparaturfall einfach und günstig wieder in Stand zu setzen wäre. Die Justizministerin der alten Regierung ist mit diesem Vorhaben gescheitert. Bitte dringenst um einen neuen Anlauf.

@ saschamaus75

Freier Markt bedeutet ja nicht die Abwesenheit von Regeln. Auch in einer freiheitlichen Demokratie kann ich nicht einfach überall machen, was ich gerade will. Z.B. Polizeiabsperrungen durchbrechen.

15:36 Uhr von saschamaus75

den hitzeempfindlichen Kleber können sie bei vorsichtigem Öffnen erhalten, oder selbst wieder auftragen. Kann man bestellen.

@15:03 Uhr von 'foːɐ̯ʃtɛlʊŋsvɛlt

>> Genau! Ich gehe sogar soweit, zu behaupten,
>> Produktdesigner werden hauptsächlich dafür
>> bezahlt, Schrauben sich auszudenken, wofür
>> das Werkzeug noch nicht existiert
.
Woher kennen Sie die Pentalobe-Schrauben von Apple? oO

Verbraucherschützer wollen schnelles Recht auf Reparatur...

Das ist ein guter Ansatz. Aber besser es gingen weniger Produkte so schnell kaputt.
Bei Waschmaschinen sind die Stoßdämpfer typische Sollbruchstellen. Die Wirkung der Stoßdämpfer beruht eingefettete Schaumstoffstreifen. Nach zwei Jahren ist das Fett weg, nach zweieinhalb Jahren zerbröselt der Schaumstoff und die stoßdämpfende Wirkung verringert sich. Die Unwucht des Anschleuderns geht auf das Lager und das Lager gibt nach einiger Zeit den Geist auf.

@14:40 Uhr von friedrich pete…

"... Schnelle und preiswerte Reparaturen ... "
Ja, sicher ist das möglich.
Aber nur mit Mindestlohn for ever, und davon jeden Menge, und noch viel mehr Überstunden zum Mindestlohn, und genau so viel an Leuten die sich gerne genau so ausbeuten lassen.
Wer mag auch so bis zur Rente arbeiten ?

@ saschamaus75

Ein Handy enthält Gold und andere seltene Metalle. Es hat einen Materialwert von fast 2 Euro und die Stoffe können zum Teil wiederverwertet werden.

15:26 Uhr von spax-plywood

Ich kann mich erinnern, dass ich schon eigene Toaster geöffnet und repariert habe, die weder Kondensatoren noch überhaupt Platinen hatten, bei denen man trotzdem die Toastzeiten variieren konnte. Die hatten praktisch nur Kabel, Drähte und Metallgestänge. Steuerung über Hitze, Dehnung oder so? Keine Ahnung! Aber die Mechanik und ausgehängte Stromkabel waren kein Problem. Diese Toaster hielten früher über Generationen. Waschmaschinen ähnlich. Ich habe bis vor wenigen Jahren eine einzige in meinem Leben gehabt, die mein eigen war. Hatten die schon gebraucht für die WG damals geschenkt von einer Oma bekommen; ich durfte die nach WG-Auflösung mitnehmen (andere bekamen Schränke, Tische, Stühle etc.) und eine WG-Bewohnerin, weil wir verliebt waren. Wir waren lange zusammen, heiraten aber nicht. Ich lernte später eine andere schöne Frau kennen, die heiratete ich. Sie zog zu mir, lange vor der Heirat schon, eigentlich schon nach 3 Tagen. Die W.maschine hatte ich mit ihr viele Jahre in Gebrauch.

@13:35 Uhr von wenigfahrer

>> Was gut für den Verbraucher klingt, ist aber weniger gut
>> für die Hersteller, die wollen nämlich Umsatz machen
.
Sie sollten Sich eher fragen:
Können wir es uns leisten, nichts zu tun?

15:11 Uhr von artist22

Geplante Obsoleszenz ist doch ein Kampfbegriff - übrigens gerade von jenen geprägt, die nicht reparieren. Ansonsten ist man doch froh, dass gerade billige Teile vorhersehbar den Dienst versagen, bevor es zum Verschleiß bei hochwertigen Komponenten kommt.

Genauso froh kann man auch sein, dass die Unmengen kurzlebiger Trendprodukte nicht noch auf ewige Haltbarkeit hin produziert sind - was ihre Entsorgung ja noch aufwändiger machen würde.

Ich denke wir alle, die wir hier online sind, sind uns bewusst, dass elektronische Geräte eine ziemlich kurze Halbwertszeit haben. Wir sind ja nicht mit Pentium II und Win95 im Netz (und würde das auch nicht wollen).

@ spax-plywood

Da der Toaster ja auf unterschiedliche Toastzeiten einstellbar ist erklärt das wohl auch den Kondensator (RC-Zeitglied). Würd ich mal als nicht mehr aktiver Schrauber vermuten.

Unser Toaster enthält einen Bimetsallschalter, dessen Schalterspiel per Drehknopf einstellbar ist. Die Heizdrähte erwärmen auch den Bimetallstreifen und irgendwann schließt er den Schaltstromkreis und schaltet er dann den Toaster über einen Magnetschalter aus. Wenn man sofort noch einen zweiten Toast toastet, wird er minimal heller, weil der Schalter nicht richtig abgekühlt ist. Das merkt man aber eigentlich nur, wenn man es weiß.
Ein guter Toaster geht eigentlich nie kaputt.

@ 'foːɐ̯ʃtɛlʊŋsvɛlt

Ich kann mich erinnern, dass ich schon eigene Toaster geöffnet und repariert habe, die weder Kondensatoren noch überhaupt Platinen hatten, bei denen man trotzdem die Toastzeiten variieren konnte. Die hatten praktisch nur Kabel, Drähte und Metallgestänge. Steuerung über Hitze, Dehnung oder so? Keine Ahnung!

Ein Bimetallstreifen besteht aus zwei parallel zusammengeschweißten Metallstreifen aus verschiedenen Metallen. Wird er erwärmt, dehnt sich ein Streifen stärker aus und der ganze Bimetallstreifen biegt sich. Damit kann man einen Schalter bauen. Das kennen Sie bestimmt auch noch aus dem Physikunterricht.

Akkus normieren

Nachdem endlich die Stecker bei mobilen Geräten normiert wurden, wird es Zeit, dass die Akkus ebenfalls austauschbar werden - Batterien sind es ja auch! Man muss die Hersteller eben nur mit einer Norm dazu zwingen!

Über die letzten Jahrzehnte hinweg gesehen...

Gerichte, Verfassungsschutz usw. achten immer (mehr) auf die Rechte der Bürger. Pflichten werden ausser acht gelassen.
Ich vermisse die Pflichtverhängungen durch die Politiker! Z.B. für uneigennützige gesamtgesellschaftliche Arbeiten (für ein paar Jahre mindestens > Zivildienst). Gegen Pflichten kann doch die Gesetzgebung nichts haben, zumal nichts dagegen im Grundgesetz steht. Dass z.B. Eigentum verflichtet, steht doch sogar drin.

14:26 Uhr von saschamaus75

«Viel wichtiger wäre es, Akkus austauschbar zu machen.»
.
Viel schlimmer finde ich, daß vieles, was früher geschraubt war, heute geklebt ist. D.h., Sie müssen erstmal das Gehäuse zerstören, um an das Innenleben zu kommen. =(


Verklebtes ist besser gegen Eindringen von Wasser geschützt als Verschraubtes. Fällt das verschraubte Smartphone in den Pool im Garten, dann isses hinüber. Das verklebte aber nicht.

Selbst geöffnet und wieder verschlossen kriegt man das Verklebte nicht. Die Fachwerkstatt aber schon, ohne das Gehäuse zu zerstören. Beim i-phone 11 kostet der Aufwand für Akkutausch 79,90 €. Bei meinem Business i-Phone 4 wären es 39,90 €. Beides inkl. Versand vom autorisierten Apple-Dealer.

Preise bei Apple sind hoch, andere Phone-Dealer sind günstiger. Man muss halt wissen, was man will. Das ganze mal mit Preisen in KfZ-Werkstätten vergleichen.

Akkus tauscht man nicht 2x / Jahr zu Sommer & Winter.
Und Vernageln wäre noch einfacher als Verschrauben.

ich habe in meinem Studium zum Elektroingenieur

ein Pflichtfach belegt, in dem wir explizit lernten, Informationen zu Bauteiltoleranzen, mittlerer Lebensdauer und Preisen so in die Entwicklung zu integrieren, dass statistisch eine Funktion des entwickelten Geräts knapp oberhalb der Gewährleistungszeit zu erwarten war. Abweichungen nach unten hätten die Wahrscheinlichkeit von Garantiefällen erhöht, Abweichungen nach oben die Herstellungskosten.
Was ich immer am tollsten fand: der Name das Fachs war "Qualitätssicherung".

@ Bernd Kevesligeti

... nach zweieinhalb Jahren zerbröselt der Schaumstoff und die stoßdämpfende Wirkung verringert sich. Die Unwucht des Anschleuderns geht auf das Lager und das Lager gibt nach einiger Zeit den Geist auf.

Bei verschiedenen Waschmaschinen von Miele habe ich schon verschiedene Verschleißteile ausgetauscht und war immer mit der Reparaturfreundlichkeit zufrieden. Mit den Stoßdämpfern hatte ich noch keine Probleme.
Miele hat einen guten Ruf und eine gute Position am Markt. Also haben Firmen offenbar Interesse an Kundenfreundlichkeit und arbeiten nicht nur auf Wegwerfmentalität.
Viele Vorwürfe, die man hier so hört, sind wohl etwas voreilig.

@w120 15:17: Teile der Batterie auswechseln

Interessanter Gedanke. Die Batterien sind aber aus naheliegenden Gründen luftdicht versiegelt. Ich frage mich deshalb wie das gehen soll.

Das Problem sind fast immer die Anoden. Die werden brüchig durch Korrosion und mechanische Beanspruchung. Ist übrigens auch bei den diskutierten Natriumzellen nicht anders. Ich bezweifle, dass man die Anoden so ohne weiteres austauschen, den Akku gewissermaßen „reparieren“ kann.

Deshalb: ihr 10 Jahre altes E-Auto könnte ein wirtschaftlicher Totalschaden sein, wenn der Akku es nicht mehr tut ...

Ich möchte mir seit Ewigkeiten...


...einen neuen Toaster kaufen, aber der alte will ums Verrecken den Geist nicht aufgeben.

14:44 Uhr von Foren User

Jedes Gerät ist zu öffnen.

Öffnen ist die eine Kunst.
Wieder verschließen ist die andere.

Aber man kriegt das als Friseur wohl mit viel Haarspray auch bei Verklebtem wieder hin. Oder man fönt es mit Haargel extra strong wieder zu.

@ wenigfahrer

für die Hersteller, die wollen nämlich Umsatz machen

Ein guter Hersteller will zufriedene Kunden und nachhaltige Produkte. Die sind ihm wichtiger als kurzfristiger Umsatz.

@Geplante Obsoleszenz ist doch ein Kampfbegriff - 16:01 Phonomat

Quatsch.
"Ich denke wir alle, die wir hier online sind, sind uns bewusst,
dass elektronische Geräte eine ziemlich kurze Halbwertszeit haben."

Auch widerlegt. Die meisten Teile sind wiederverwendbar.
Wenn denn gewollt und nicht verschwendet.
Und Software ist eh austauschbar/modernisierbar.

Die Gleichung mehr Wachstum = mehr Verschwendung = mehr Profit
funktioniert nicht mehr.
Und das beginnt nicht erst bei 'seltenen Erden',
unsere gibts ja bekanntlich nur 1x,
und hört nicht auf bei sauberem Trinkwassser.

Ich wäre für den Anfang...

.. schon zufrieden, wenn bei Handys und ähnlichen Geräten grundsätzlich Akku und Display modular verbaut wären und ohne Schrauberei ausgetauscht werden könnten.

Apropos Toaster: Meiner (inklusive Mini-Grill) tut's jetzt schon seit über 30 Jahren.

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