CDU-Vorsitz: Wie Merz, Röttgen und Braun punkten wollen

01. Dezember 2021 - 15:20 Uhr

Heute stellen sich die Kandidaten für den CDU-Vorsitz - Merz, Röttgen und Braun - erstmals gemeinsam der Parteibasis. Favoriten- und Außenseiterrolle sind klar verteilt. Wer versucht wie zu überzeugen? Von Franka Welz.

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Kommentare

Der Kandidat ist egal!

Es ist nicht so sehr eine Frage des Kandidaten, sondern die Frage wo die CDU steht, ob sie weiter den Mittelinkskurs der ehemaligen (Noch)- Kanzlerin verfolgt, oder ob sie in der Lage ist, diesen Kurs zu korrigieren, und als Partei zu einem konservativen Wertesystem zurückzukehren.
Doch daran ist zu zweifeln!

Die CDU

Braucht erstmal einen Direktor, der die Fuhre wieder auf vordermann bringt. Komplett entkernt steht die nämlich gerade für gar nichts mehr.
Nicht links, nicht rechts!, nicht öko, nicht konservativ, .... Da ist momentan gähnende leere.

Mein Tipp

Merz macht das Rennen,denn nur er kann die CDU wieder in die Mitte führen die unter Merkel nach links gerutscht ist.Braun steht für Merkel Kurs mit weiter so und Röttgen auch nicht der die CDU auf Mitte Kurs zurück führt.

Hach ist das aber aufregend!

Kein Konzept, aber geschmeid-schmissige Formulierungen, so sind sie´s gewohnt. Es wird gewiss eine Weile dauern, bis die kapiert haben, dass sie a) ein Programm mit b) konkreten Maßnahmen haben müssen, das sie auch gewillt und in der Lage sind, umzusetzen.
.
Aber mag sein, dass den verrenteten Parteimitgliedern die Klopfersprüche des Herrn Merz am besten gefallen, da er ja auch zu dieser Generation gehört und weiß, wie die ticken.

Ältere Mitglieder

//Faktisch wird das Ergebnis der Befragung aber ein Auftrag an die Delegierten sein, der Basis auf dem Parteitag zu folgen und es dort zu bestätigen. Darauf setzen Merz und seine Mannschaft, denn der mittlerweile 66-jährige gilt als beliebt bei den vielen eher älteren CDU-Mitgliedern - der Altersdurchschnitt der rund 400.000 Parteimitglieder beträgt immerhin ziemlich genau 60 Jahre, knapp ein Viertel von ihnen sind Frauen, und gerade bei Männern kommt der als konservativ und wirtschaftsliberal geltende Merz besonders gut an, speziell in den ostdeutschen Landesverbänden.//
Kaum zu glauben,aber auch ich habe mit 18 und in den anfangs zwanzigern schon mal CDU gewählt.
Jetzt,Jahrzehnte später kann ich mir das nicht mehr vorstellen so zu wählen.
Nachdem ich mich etwas intensiver mit den Dingen beschäftige,hat sich meine Richtung komplett geändert.

Tip-Tap

"Mein Tipp Merz macht das Rennen,denn nur er kann die CDU wieder in die Mitte führen die unter Merkel nach links gerutscht ist." @schiebaer45
.
Ja, ja, in unserem Alter legen wir gern in der Mitte zu, daher die "Griffigkeit" dieser Formulierung. Merkwürdig aber, dass Piloten bzw. Busfahrer und Lokführer niemals in der Mitte sitzen. Warum nur? Vielleicht, damit sie beim Lenken konzentriert bleiben?

Merkels Kurs

Tatsache ist,egal wie man darüber denkt.
Merkekls Kurs war genau der Kurs,bei dem die CDU in vier Legislaturperioden die Bundesregierung abführte und Frau Merkel als Kanzlerin stellte.
Mit einem eher wieder "konservativen und Werte gesteuerten Kurs"von Herrn Merz,was auch immer man genau darunter versteht,glaube ich jedenfalls nicht,das damit wieder Mehrheiten zurück gewonnen werden können.
Da bin ich mir sicher,dass mit einem Herrn Röttgen oder einem Herrn Braun bessere Ergebnisse erzielt werden können.

Ich drücke Merz die Daumen!

Ich drücke Merz die Daumen und hoffe das er es wird? Die Chancen dafür stehen aus vielerlei Grünen sehr gut dafür. Braun steht für den Merkel-Weg weiterzuführen wie sonst keiner der Dreien und das ging schon mit Lasche voll in die Hose. Röttgen würde versuchen im SPD- und Grünenlager nach potenziellen Wählern zu fischen und sich deshalb zu sehr diesen Parteien annähern und damit würde die Union sich nicht mehr genug von diesen Parteien unterscheiden. Außerdem steht Röttgen zu weit links. Merz ist der Erlkönig. Er ist sehr gebildet (Jurist) und konnte sich in den Jahren seiner Black-Rock-Zugehörigkeit ein fundiertes finanzpolitisches Wissen aneignen. Darüber verfügt er eine fundierte konservative Grundeinstellung dem ehemaligen Markenkern der Union (vor Merkels Linksdrift). Er wird sicherlich viele verprellte Unionswähler zurückholen können. Außerdem hat Merz ein Durchsetzungsvermögen und die Fähigkeit auch unpopuläre Entscheidungen zu treffen.

Am 01. Dezember 2021 um 16:01 von schiebaer45

„Mein Tipp
Merz macht das Rennen,denn nur er kann die CDU wieder in die Mitte führen die unter Merkel nach links gerutscht ist.Braun steht für Merkel Kurs mit weiter so und Röttgen auch nicht der die CDU auf Mitte Kurs zurück führt.“

Schade,

die Herrn kennen wir ja.

Ich hätte lieber Ihren kompetenten Tipp zu den Damen gelesen.

Die Herrn gehören in 8 Jahren zur Strickjackenbrigade, die Damen werden entscheidend sein.

Merkel fuhr klaren Mitte-Rechts-Kurs, rechter als Kohl

Unter den 3 ersten Beiträgen wieder die unsinnige Behauptung, Merkel hätte einen "Mitte-" oder gar "Linkskurs" gefahren.

Die CDU ist in den Merkel-Jahren sicher gesellschaftspolitisch (das, was Schröder "Gedöns" nannte) wie die SPD auch von einer rechteren Position nach links in die liberale Mitte gerückt.

Das war's aber auch schon mit dem "Linkskurs".

Wirtschafts- und Sozialpolitik Merkels waren klar rechter als unter Kohl/Blüm, was natürlich dem Rechtsrutsch der Schröder-SPD geschuldet war (nur ändert das ja nichts am Umstand).

Kernenergie ist kein Links-Rechts-Thema.

Wehrdienstaussetzung war ein Zugeständnis an den Koalitionspartner CSU (Guttenberg). Kritik bitte an München adressieren.

Und die Flüchtlingspolitik 2015 setzte nur den rechtlichen wie faktischen Status quo fort. Mit Dublin-IV wollte Merkel Sekundärmigration untersagen, scheiterte aber an der kompromisslosen Haltung Ungarns und Polens.

um 15:37 von Bender Rodriguez

>>"Braucht erstmal einen Direktor, der die Fuhre wieder auf vordermann bringt. Komplett entkernt steht die nämlich gerade für gar nichts mehr.
Nicht links, nicht rechts!, nicht öko, nicht konservativ..."<<

Ich denke entkernt hat die Union schon Merkel und Laschet hat Ihr den Rest gegeben. Selbst schuld würde man sagen. Aber Überheblichkeit kommt vor dem Fall. Ein Laschet der für den Merkel-Weg steht und deswegen auch mit dem Segen Merkels aufs Schild gestellt wurde. Ein zu spät veröffentlichtes Parteiprogramm was lieblos dahingeschmiert anmutet nach dem Motto; "wir gewinnen die Wahl ja sowieso...". Das hat die Union einzig und alleine selbst verschuldet. Dann noch einen relativ schwachen Gegner mit Borjans und Esken an der Spitze (kennt die jemand?). Daran gemessen sind die über-20% sogar noch eine Meisterleistung. Positiv denken heisst es für die Union und das bedeutet; es kann nur besser werden und besonders besser mit Merz weil das bedeutet das die Union gelernt hat.

um 16:24 von Alles für die Katz

>>"Und die Flüchtlingspolitik 2015 setzte nur den rechtlichen wie faktischen Status quo fort. Mit Dublin-IV wollte Merkel Sekundärmigration untersagen, scheiterte aber an der kompromisslosen Haltung Ungarns und Polens."<<

Gerade dieses Thema ist die Argumentationsgrundlage für Merkels-Linkskurs wie kein Anderes. Ein Politiker (ich weiss leider nicht mehr wer das war), sagte diesbezüglich;".. es muss doch einem Unionswähler doch befremdlich vorkommen wenn Grünen zu den Aussagen von Merkel sich freudig die Hände wund klatschen.

um 16:20 von Werner Krausss

>>"Ich hätte lieber Ihren kompetenten Tipp zu den Damen gelesen."<<

Damen stehen ja scheinbar keine für die Wahl zur Verfügung? Schlimm? Ich finde das nicht denn ich sehe dies absolut emotionslos und geschlechtsunspezifisch. Es soll derjenige den Job bekommen der ihn am besten machen wird ungeachtet des Geschlechts. Wenn es ein Frau ist, gut; wenn es ein Mann ist, gut. Wo ist das Problem? Wir konnten ja sehen wo bisher eine Frauenquote um jeden Preis hingeführt hat (siehe Frau Gaydugova im Saarland; Habeck hätte mehr Zuspruch bekommen als Baerbock..). Das kann doch nicht der richtige Weg sein denke ich?

Vorsicht vor weiteren Lobbyisten der Witschaft in der Politik

Herr Merz stand lange auf der Gehaltsliste von Blackrock - dem muss man nichts hinzufügen. Nachdem wir nun Herrn Lindner im Bereich Wirtschaft und Finanzen haben werden, wäre ein weiterer Lobbyist der Wirtschaft in einer Führungsposition wirklich besorgniserregend.

Herrn Braun könnte ich mir vorstellen - jedoch denke ich wäre Herr Rötgen am besten geeignet. Er wirkte auf mich stets aufgeräumt, gemäßigt und ausgesprochen vernünftig. Sicher ein Mensch mit dem Herzen an der richtigen Stelle.

Wir müssen wirklich aufpassen, dass nicht noch mehr wichtige Posten der Politik an Zöglinge der Wirtschaft gehen. Die Wirtschaft kennt wirklich nur Profit - im Moment fast ausschließlich der Profit der Großkonzerne. Das muss ein Ende haben.

Nachdem wir bereits ein echtes Vereilungsproblem und eine unglaublich hohe Armutsziffer haben, muss der soziale Aspekt in den Vordergrund rutschen. Herr März und soziale Aspekte ist eher ein Widerspruch - daher bliebe nur Braun und Röttgen.

Mal sehen was

dabei herauskommt, nach 16 Jahren mit einer Frau an der Spitze, wäre ein Mann auch mal gut, ob das klappt, weiß ich natürlich nicht.
Wer ist denn Mitte, sind das die die auch in der Mitte das Einkommen haben?, oder wer soll das sein.
Zweitens ist die Frage, die CDU war mal eine konservative Partei, was ist davon noch übrig, die meisten konservativen Aspekte sind doch abgeräumt, was ist heute konservativ.
Ein Zurück gibt es nicht, die restlichen Dinge sind von den anderen 3 Parteien abgedeckt, was will Merz also machen, falls Er es wird.

um 16:16 von Naturfreund 064

>>"...Merkekls Kurs war genau der Kurs,bei dem die CDU in vier Legislaturperioden die Bundesregierung abführte und Frau Merkel als Kanzlerin stellte.
Mit einem eher wieder "konservativen und Werte gesteuerten Kurs"von Herrn Merz,was auch immer man genau darunter versteht,glaube ich jedenfalls nicht,das damit wieder Mehrheiten zurück gewonnen werden können.
Da bin ich mir sicher,dass mit einem Herrn Röttgen oder einem Herrn Braun bessere Ergebnisse erzielt werden können."<<

Beinhalten Ihre Ausführungen nicht einen Widerspruch in sich? Merkel führte die Union runter und Braun oder Röttgen sollen es richten, dabei stehen doch beide eher als Merz für den Merkel-Kurz, erst recht Herr Braun? Laschet hat doch gezeigt das gerade dies beim Wähler scheinbar nicht ankommt?

16:20 von Werner Krausss

kannst mir da mal weiterhelfen? was meinste denn mit Damen der cdu? doch nicht akk und vdL, oder?

Das ist doch eine ganz einfache Fragestellung?

Das ist doch eine ganz einfache Fragestellung? Röttgen und besonders Braun waren die liebgewonnenen Kinder von Merkel und Merz der böse Bube der nicht kuscheln wollte und deshalb verstoßen wurde. Wer von den drei Musketiere kann nun eine Kurskorrektur herbeiführen?

Ja, bitte, wählt Merz, liebe

Ja, bitte, wählt Merz, liebe Christdemokraten! Einen besseren Gefallen könnt Ihr der politischen Konkurrenz nicht tun. Das höhlt die Union weiter aus, macht sie zum Büttel eines Blackrock-Lobbyisten. Und an alle, die die "Durchsetzungskraft" von Merz loben... 2 x nicht gewählt worden; und gegen Merkel vor Jahren so was von den kürzeren gezogen, was er bis heute nicht verdaut hat.
Nur zu!

um 16:43 von joyomaran

>>"Herr Merz stand lange auf der Gehaltsliste von Blackrock - dem muss man nichts hinzufügen."<<

Ich hätte mir aber sehr gewünscht wenn Sie hier Ihren Ausführungen etwas zugefügt hätten um etwas Licht in Ihre Intensionen zu bringen? Für mich ist das von Ihnen Gesagte vorteilhaft in Bezug auf die Person Merz. Zum einen hat Merz sich durch diese Arbeit fundierte Managerkompetenzen in der Leitung eines global agierenden Unternehmens angeeignet. Zum anderen hat er sich eine fachliche Kompetenz in der Bewertung der finanzpolitischen Zusammenhänge erworben die Deutschland im EU-Verbund nützlich sein können und wo ich der felsenfesten Überzeugung bin das er diese im Sinne der deutschen Wählerinnen und Wähler einsetzen wird. Außerdem hat er genug verdient und wird deshalb nicht geldgeil auf irgendwelche Pöstchen sein wie manch anderer.

Am 01. Dezember 2021 um 16:43 von joyomaran

„jedoch denke ich wäre Herr Rötgen am besten geeignet. Er wirkte auf mich stets aufgeräumt, gemäßigt und ausgesprochen vernünftig. Sicher ein Mensch
mit dem Herzen an der richtigen Stelle.“

Da ist was dran.

Sein Herz schlägt auf der linken Seite.

um 16:46 von wenigfahrer

>>"Ein Zurück gibt es nicht, die restlichen Dinge sind von den anderen 3 Parteien abgedeckt, was will Merz also machen, falls Er es wird."<<

Also zuerst mal eine ordentliche Oppositionsarbeit leisten und dadurch das Profil der Union schärfen (Angriffsfläche bietet die Ampel ja zu genüge; diese Flanke ist so offen wie ein Scheunentor).

16:20 von Werner Krausss Am 01. Dezember 2021 um 16:01 von schie

Ich hätte lieber Ihren kompetenten Tipp zu den Damen gelesen.
#
Da fällt mir Silvia Breher ein

Die neue CDU-Bundestagsabgeordnete aus Löningen ist Fachfrau für Landwirtschaftsfragen, aber auch aktiv in ihrer Pfarrgemeinde.

#
Und Julia Klöckner, Bundesministerin für Landwirtschaft.
#
Beide Frauen sind aktiv in der CDU und könnten den alten Herren noch gehörig Beine machen.

Am 01. Dezember 2021 um 16:53 von Karl Maria Jose...

16:20 von Werner Krausss
„kannst mir da mal weiterhelfen? was meinste denn mit Damen der cdu? doch nicht akk und vdL, oder?“

Wie im Artikel zu lesen,

für Merz, Christina Stumpp aus Baden-Württemberg
für Röttgen, die 39-jährige Hamburgerin Franziska
Hoppermann
für Braun, Serap Güler, NRW Staatssekretärin für Kinder,
Familie, Flüchtlinge und Integration.

Ihre kompetente Meinung würde mich besonders interessieren.

16:55 von eine_anmerkung.

Wer von den drei Musketiere kann nun eine Kurskorrektur herbeiführen?
#
Die Frage ist leicht zu beantworten: Merz

Am 01. Dezember 2021 um 16:49 von eine_anmerkung.

//Beinhalten Ihre Ausführungen nicht einen Widerspruch in sich? Merkel führte die Union runter und Braun oder Röttgen sollen es richten, dabei stehen doch beide eher als Merz für den Merkel-Kurz, erst recht Herr Braun? Laschet hat doch gezeigt das gerade dies beim Wähler scheinbar nicht ankommt?//
Mag vielleicht sein,dass Merz in der Basis von der CDU durchaus Punkten kann.
In der Wählerschaft allgemein gewinnt er so keine Wahlen.
Das ist zumindest meine Meinung.
Das Wahlergebnis hat jedenfalls nicht gezeigt,dass die Verluste der Union irgendeine andere "konservative Kraft "stark gemacht haben.
Es gab zwei Parteien,die Zuwachs bekamen,das waren die SPD und die Grünen.
Bei den Grünen war der Zuwachs zwar nicht so stark wie angenommen,aber trotzdem waren es etwas mehr als 5%.
Das es doch nicht so viel war ging dann zu Gunsten der SPD,

um 17:02 von SinnUndVerstand

>>"Ja, bitte, wählt Merz, liebe Christdemokraten! Einen besseren Gefallen könnt Ihr der politischen Konkurrenz nicht tun. Das höhlt die Union weiter aus, macht sie zum Büttel eines Blackrock-Lobbyisten. Und an alle, die die "Durchsetzungskraft" von Merz loben... 2 x nicht gewählt worden; und gegen Merkel vor Jahren so was von den kürzeren gezogen, was er bis heute nicht verdaut hat.
Nur zu!"<<

Werter Held des grünen Lagers! Alleine diese Ihre Zeilen bestätigen doch meine Ausführungen das Merz der richtige Mann für einen Umbruch bei der Union ist und deshalb vielen Dank hierfür.

@gjallarhorn um 15.30 Uhr, Der Kandidat ist nicht egal

"Es ist nicht so sehr eine Frage des Kandidaten, sondern die Frage wo die CDU steht, ob sie weiter den Mittelinkskurs der ehemaligen (Noch)- Kanzlerin verfolgt, oder ob sie in der Lage ist, diesen Kurs zu korrigieren, und als Partei zu einem konservativen Wertesystem zurückzukehren."
Auch die CDU ist kein starres System, sie verändert sich mit ihren Mitgliedern, durch die gesellschaftlichen Bedingungen, in der politischen Auseinandersetzung ...
Als eher konservativ denkende Frau gibt es für mich keine Alternative zur CDU. Schon gar nicht die Partei, die sich selbst so bezeichnet.

Merkels Flüchtlingspolitik war nicht anders als die Kohls

@Am 01. Dezember 2021 um 16:36

Die Flüchtlingspolitik Helmut Kohls bestand Anfang der 90er Jahre daran, sich selbstverständlich an geltendes Recht zu halten. Das hieß:

Jedem Ausländer, der einen Antrag auf Anerkennung einer Asylberechtigung stellte, war zwecks Prüfung der Aufenthalt zu gestatten.

Kohl brach nicht das Recht, sondern änderte es. Dazu benötigte er die Stimmen der SPD.

Ab 1994 war aber WIEDER jedem Drittstaatsangehörigen, der einen Antrag auf Zuerkennung internationalen Schutzes stellte, sofern SDÜ (aktuell Dublin-III) berührt war, der Aufenthalt zwecks Prüfungen zu gestatten.

An diesen Status quo hat sich Merkel gehalten, statt das Recht zu brechen.

Lesen Sie auf Seite 4 der Bundestagsdrucksache 19/21316 nach, warum Deutschland zur Aufenthaltsgestattung verpflichtet ist.

Es gibt (erst) seit 2016 eine entgegengesetzte Rechtsauffassung ("Fiktion der Nicht-Einreise"), aber konservative Regierungen pflegen, sich an bestehende Auffassungen zu halten.

um 17:10 von schiebaer45

>>"Und Julia Klöckner, Bundesministerin für Landwirtschaft."<<

Ich würde ja mal an dieser Stelle gerne den Damen das Wort reden aber sorry; Frau Klöckners bisherige Leistungen als Ministerin werden nach meiner Meinung nach nur von Herrn Maas unterboten. Das war sicherlich kein Paradebeispiel?

Am 01. Dezember 2021 um 17:10 von schiebaer45

„16:20 von Werner Krausss Am 01. Dezember 2021 um 16:01 von schie
Ich hätte lieber Ihren kompetenten Tipp zu den Damen gelesen.
#
Da fällt mir Silvia Breher ein
Die neue CDU-Bundestagsabgeordnete aus Löningen ist Fachfrau für Landwirtschaftsfragen, aber auch aktiv in ihrer Pfarrgemeinde.
Und Julia Klöckner, Bundesministerin für Landwirtschaft.
Beide Frauen sind aktiv in der CDU und könnten den alten Herren noch gehörig Beine machen.“

Danke für Ihre Antwort.

Nicht schlecht,

aber

bei Silvia Breher denke ich an das Zukunftsteam, das Armin Laschet aus dem Umfragetief helfen sollte.

Muss man ein bisschen warten, bis das vergessen ist.

16:03 von DeHahn

< Kein Konzept, aber geschmeid-schmissige Formulierungen, so sind sie´s gewohnt. Es wird gewiss eine Weile dauern, bis die kapiert haben, dass sie a) ein Programm mit b) konkreten Maßnahmen haben müssen, das sie auch gewillt und in der Lage sind, umzusetzen. >

Sie sagen dasselbe wie ich:
Ich vermisse bei der christlichen Partei schon immer konkrete Aussagen zu geplanten Maßnahmen.
Meine Behauptung ist, dass man an das "weiterso wie bisher" schon so gewohnt ist, weil es bis zur letzten Wahl immer funktionierte, dass man "vergessen" hat, dass eine Partei, die von vielen gewählt werden will, ein Programm haben sollte.

Das Programm hat Merkel geflissentlich stets vergessen, weil sie als ehrliche (?) Politikerin hätte reinschreiben müssen, dass die CDU in erster Linie Politik für die Spitzenverdiener, Großunternehmer u. Vermögenden macht.
Würde dies aber im Programm stehen, würden die Wähler, die nicht zu diesem Kreis gehören, die CDU nicht mehr wählen u. die 5%-Hürde könnte im Weg sein

16:24 von Alles für die Katz: Kurs Merkels

Sie schreiben richtig, dass Merkels Kurs weder ein Mitte- oder ein Linkskurs war.
Sie hat lediglich aus wahltaktischen Gründen immer wieder behauptet, dass die CDU eine Partei der Mitte sei.
Parteien der Mitte bekommen nämlich einen Zulauf von links und von rechts, was natürlich mehr Stimmen ergibt, als wenn man nur von der linken oder der rechten Seite einen Wählerzugewinn erzielt.

Im übrigen ließ Merkel vieles einfach laufen bzw. man nannte es oft "aussitzen".
Sie kümmerte sich um die Kontakte zu den Regierungschefs anderer Länder, um dort für die dt. Großunternehmen zu werben und machte dabei ein paar nette Reisen.

die Lobpreisung des Herrn Merz

erinnert mich irgendwie an die ganzen Vorzüge, die die gleichen Foristen seinerzeit Donald Trump zugeschrieben haben. "Ist eh schon reich und somit unkäuflich", Trump traute man deshalb zu, mit "dem Establishment" aufzuräumen, ohne zu realisieren, dass er selbt das Establishment ist. "Hat Erfahrungen als Manager". Dass er viel Erfahrung darin hat, welche Strippen man ziehen muss um Reiche noch reicher zu machen, macht ihn ausgerechnet das zum idealen "Kanzler für alle Deutschen"? Dass er "die CDU zurück nach rechts führen kann". Das wünscht sich nur, wer die CDU irgendwo in der linken Spielfeldhälfte verortet. Leute mit dieser Pespektive favorisieren aber längst eine andere "liberal-konservative" Partei. Da werden sie doch schon geholfen. Also wozu dann der Einsatz für F. Merz?

17:02 von SinnUndVerstand

< Ja, bitte, wählt Merz, liebe Christdemokraten! Einen besseren Gefallen könnt Ihr der politischen Konkurrenz nicht tun >
Psst: NIcht so laut sagen.
Nicht dass einige dann aus Trotz doch den Merz nicht wählen.

um 17:43 von Werner Krausss

>>"bei Silvia Breher denke ich an das Zukunftsteam, das Armin Laschet aus dem Umfragetief helfen sollte.
Muss man ein bisschen warten, bis das vergessen ist."<<

Dieses Zukunftsteam verpuffte doch bevor es loslegen konnte? Ich würde das nicht als Nachteil sondern völlig wertfrei sehen (Tätigkeit in diesem Team).

@17:33 von eine_anmerkung.

Aber gerne doch und mit voller Überzeugung. Wobei es mit um die alte Volkspartei CDU fast ein bisschen leid täte, dass sie sich das antut.

@ eine_anmerkung um 16.18 Uhr, Röttgen oder Merz

Betr.Merz: "Er ist sehr gebildet (Jurist) und konnte sich in den Jahren seiner Black-Rock-Zugehörigkeit ein fundiertes finanzpolitisches Wissen aneignen. Darüber verfügt er eine fundierte konservative Grundeinstellung dem ehemaligen Markenkern der Union (vor Merkels Linksdrift). Er wird sicherlich viele verprellte Unionswähler zurückholen können. Außerdem hat Merz ein Durchsetzungsvermögen und die Fähigkeit auch unpopuläre Entscheidungen zu treffen."
Ohne Zweifel haben Sie da recht.
Vieles, was falsch läuft, verdanken wir der Uneinigkeit und schludrigen Arbeitsweise der EU. Ich frage mich nur, ob und wie Herr Merz sich mit den EU-Mitgliedsstaaten auseinandersetzen bzw. einigen will. Da ist schon sehr viel "den Bach runtergegangen". Ich fürchte, um die EU wieder auf Kurs zu bringen, braucht es mehr als einen Merz, er ist evtl zu konfrontativ.
Ich sehe in Herrn Röttgen eher einen verhandlungsstarken Politiker.

Am 01. Dezember 2021 um 17:07 von Werner Krausss

" Sein Herz schlägt auf der linken Seite. "

Ich hab ja schon einige Talk Shows gesehen, aber Links ist mir bei Ihm noch nie aufgefallen, transatlantisch aber dagegen sehr.
Würde mich wundern das die Basis den Herrn nach ganz vorn stellt, sein kann natürlich alles, in Deutschland ist man ja Überraschungen gewöhnt.
Hab gerade gelesen was das Ziel des Außenministeriums ist, und welcher Anspruch gelten soll.

Am 01. Dezember 2021 um 18:05 von eine_anmerkung.

„um 17:43 von Werner Krausss
>>"bei Silvia Breher denke ich an das Zukunftsteam, das Armin Laschet aus dem Umfragetief helfen sollte.
Muss man ein bisschen warten, bis das vergessen ist."<<
Dieses Zukunftsteam verpuffte doch bevor es loslegen konnte? Ich würde das nicht als Nachteil sondern völlig wertfrei sehen (Tätigkeit in diesem Team).“

Ihren fundierten Antworten entnehme ich,

dass Sie mit einer Alternative zur Alternativen nicht wirklich abgeneigt sind.

um 18:21 von draufguckerin

>>"Vieles, was falsch läuft, verdanken wir der Uneinigkeit und schludrigen Arbeitsweise der EU. Ich frage mich nur, ob und wie Herr Merz sich mit den EU-Mitgliedsstaaten auseinandersetzen bzw. einigen will. Da ist schon sehr viel "den Bach runtergegangen". Ich fürchte, um die EU wieder auf Kurs zu bringen, braucht es mehr als einen Merz, er ist evtl zu konfrontativ.
Ich sehe in Herrn Röttgen eher einen verhandlungsstarken Politiker."<<

Ich sehe hier eher die potenzielle Ampel als die potenzielle Oppositionspartei Union "in der Bütt" die Geschehnisse in der EU mitzugestalten. Ich bin aber auch der Überzeugung das die Union eher im Fahrwasser der EU-Mehrheit agieren würde wenn ich mir beispielsweise die Themen Migration, wo Deutschland mit seinen diesbezüglichen Ansichten (siehe beispielsweise Migranten "verteilen") einen sagen wir mal exotischen Standpunkt vertritt der von der Ampel in diese Richtung noch verstärkt wird.

17:16 von Werner Krausss

das ist das problem hier. meine meinung ist hier nur sehr eingeschränkt gefragt. 2 kenne ich nicht ansatzweise. frau güler scheint jedoch vernünftige ansichten zu vertreten

um 18:41 von Werner Krausss

>>"Ihren fundierten Antworten entnehme ich,
dass Sie mit einer Alternative zur Alternativen nicht wirklich abgeneigt sind."<<

Ob man nun meinen Antworten als fundiert bezeichnen möchte, möchte ich der Bewertung des genneigten Lesers überlassen, aber über dieses Stöckchen möchte ich nicht rüberspringen was Sie mir da entgegenhalten.

um 17:59 von frosthorn

>>"die Lobpreisung des Herrn Merz
erinnert mich irgendwie an die ganzen Vorzüge, die die gleichen Foristen seinerzeit Donald Trump zugeschrieben haben..."<<

Also ich finde diesen Vergleich schon unterirdisch, aber wollten Sie sich nicht eigentlich zurückziehen?

@ draufguckerin 18:21

"Ich fürchte, um die EU wieder auf Kurs zu bringen, braucht es mehr als einen Merz, er ist evtl zu konfrontativ.
Ich sehe in Herrn Röttgen eher einen verhandlungsstarken Politiker."

Das sehe ich etwas anders. Ich denke, Deutschland braucht - unabhängig von der politischen Coleur- auch Politiker, welche ein Rückrat haben und gerne auch konfrontativ sein dürfen. Das ewige" mitschwimmen" und vielleicht mal ein bisschen "naja oder aber wir könnten doch, oder nicht" sagen wird unserer Position in der EU nicht gerecht. Konfrontativ sein heißt für mich nicht poltern, sondern auch mal klare Kante zeigen. Ich denke, dass vermissen viele Bundesbürger. Diplomatie ja, Duckmäussertum nein. Ob Herr Röttgen diesen Spagat schaffen würde, wage ich zu bezweifeln.

17:03 von eine_anmerkung

Zum einen hat Merz sich durch diese Arbeit fundierte Managerkompetenzen in der Leitung eines global agierenden Unternehmens angeeignet. Zum anderen hat er sich eine fachliche Kompetenz in der Bewertung der finanzpolitischen Zusammenhänge erworben die Deutschland im EU-Verbund nützlich sein können und wo ich der felsenfesten Überzeugung bin das er diese im Sinne der deutschen Wählerinnen und Wähler einsetzen wird.

Er war Lobbyist, und nicht Manager. `Fachliche Kompetenz´ (welche auch immer man bei einem Unternehmen wie BlackRock im Management haben muss) kann man daraus sicher nicht ableiten. Die könnte man dann auch bei Fahrern oder Liftboys der Firma vermuten.

Merz ist sicher der unsozialste und abgehobenste der drei Kandidaten. "Deutsche Wählerinnen und Wähler" würden von ihm profitieren. Allerdings nur die oberen etwa zehn Prozent. Und natürlich diverse Unternehmen, die jetzt schon mehr als genug Kohle machen.

18:53 von eine_anmerkung.

dem letzten satz schliesse ich mich vollumfänglich an! leider kann ich das nicht in so schöne worte kleiden!

@ eine_anmerkung. 18:47

".. wenn ich mir beispielsweise die Themen Migration, wo Deutschland mit seinen diesbezüglichen Ansichten (siehe beispielsweise Migranten "verteilen") einen sagen wir mal exotischen Standpunkt vertritt der von der Ampel in diese Richtung noch verstärkt wird."

Es geht hier um den künftigen CDU Vorsitzenden, nicht um Migranten. Ihr
Kommentar erinnert mich an meine Asterix-Heftchen.
" poitische Dikuion achter voauuus. poitische Dikuion voaaauuuuus. Männer, Enterhaken bereithalten, die kapern wir"

Am 01. Dezember 2021 um 18:48 von Karl Maria Jose...

„17:16 von Werner Krausss
das ist das problem hier. meine meinung ist hier nur sehr eingeschränkt gefragt. 2 kenne ich nicht ansatzweise. frau güler scheint jedoch vernünftige ansichten zu vertreten“

Ja,

wenn Frau Güler in einer Talkshow
neben Herrn Kubicki sitzt und dieser
ohne Widerworte ganz ruhig bleibt, dann kann man das schon pauschal so sagen.

@ 15:30 von Gjallarhorn

" ... ob sie weiter den Mittelinkskurs der ehemaligen (Noch)- Kanzlerin verfolgt, oder ob sie in der Lage ist, diesen Kurs zu korrigieren, und als Partei zu einem konservativen Wertesystem zurückzukehren.
Doch daran ist zu zweifeln!"

Ich glaube auch nicht, dass die CDU zu den erstrebenswerten Werten zurückfindet. Die AfD wird es freuen.

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