Studie: Die Mittelschicht in Deutschland bröckelt

Kommentare

Das ist doch das, was man heute unter Klimaschutz

versteht, denke ich. Wer weniger Geld hat, der lebt auch minimalistischer. Jede zweite Werbung wirbt mit Minimalismus und jede politische Diskussion ums Klima hat damit zu tun, dass man den Ländern nicht nur die Gelder fürs Reisen und für den Wohlstand nehmen müsste ( Enteignungen sind heute breit diskutiert; die waren mal ein Tabu), sondern sie auch quasi entmündigen müsste, weil sie sich durch Geld noch die Dinge leisten können, die sich sich nicht leisten können sollten ( Kamin, Fleisch, Auslandsreisen per Flugzeug, Auto, etc).
Das Runterfahren unseres Landes soll angeblich gegen den Klimawandel helfen, aber für innovative Energien und Mobilität braucht es eben Geld. Wer Steuern generieren will, um die Mittelschicht noch weiter zu schröpften, stiehlt die Gelder, die der Bürger selbstbestimmt und eigenverantwortlich für sich und seine Umwelt ausgeben könnte.
Eselkarren statt Auto ist halt die Strategie in ein Schwellenland ( da sind wir schon bei IT, Technik, MINT-Fächer und Schule

Wen wundert das

Halbierung Unternehmenssteuern , kein Einschreiten gegen Steuerflucht im In-und Ausland, Finanzierung der Finanzkrise auf Kosten der Kleinen, explodierende Unternehmensgewinne und Dividenden, Anlage der Gewinne in Land, Häuser, Aktien, geschrumpfte Investitionen der Unternehmen, ...

Ein Beleg mehr, diesmal in

Ein Beleg mehr, diesmal in Form einer differenzierten Studie, die zeigt, dass die arm-reich-Schere in unserem Land mehr und mehr auseinanderklafft, dass die soziale Schieflage größer geworden ist, und dass die Politik hier dringendst umsteuern muss. Dicke Bretter für eine Koalition unter Beteiligung der FDP.

Nun ja, wer konnte das auch ahnen?

Mathematisch gesehen hat die "genehmigte" Inflation von 2% p.a. (dies Jahr 5%, juhu) eine Reihe von Effekten:
1. Die Tariferhöhungen hinken IMMER hinter der Preisentwicklung her.
2. Dadurch sinkt das Realeinkommen. Auch dadurch, dass
3. Die Arbeitnehmer rutschen in der Steuertabelle höher und zahlen mehr Steuern.
4. Wer Geld hat, "investiert" in Immobilien oder Aktien und erzielt einen Einkommenszuwachs, da Rendite>Preissteigerung.
5. Sozialabgaben und Steuern sind gedeckelt, so dass hohe Einkommen weniger Abgaben haben, als die "Mittelschicht".
6. Wozu brauchen wir eine Mittelschicht, wenn´s den "Eliten" so richtig gut geht?

soviel zur seriösität der SPD-ampel

Mitglieder des Berliner SPD-Kreises Lichtenberg fordern in einem Antrag für den Parteitag vom 10. bis 12. Dezember, dass die Sozialdemokraten in einer Ampel-Koalition der FDP nicht das Finanzministerium überlassen sollten. Zuerst hatte die „Bild“ am Dienstag über den Antrag berichtet. Ein liberaler Finanzminister könnte „die Zukunft unseres Landes gefährden und die Enttäuschung unserer Wähler 12 und Wählerinnen wäre vorprogrammiert“, heißt es in dem Antrag. Außerdem stelle ein „wirtschaftsliberaler deutscher Finanzminister ‚eine systematische Gefahr‘ für die europäische Idee und den 14 grünen Wiederaufbau Europas dar“.

Juhu FDP!

Die FDP hat allen Grund zu jubeln, hat sie doch ihre "Klientel" super bedient! Und natürlich haben die (besonders "Herr" Kubicki) das Verfassungsgerichtsurteil zum pandemischen Notstand und der Rechtsmäßigkeit der Anordnungen im Sinne der Solidarität ausdrücklich BEDAUERT!

Mehr in Bildung investieren

Pandemie hin oder her, ja auch die spielt eine Rolle wieso es in den letzten 2 Jahren nochmal mehr kriselt.

Die Hauptgründe liegen allerdings woanders
-zu wenig Lehrer "vor allem junge Lehrer"
-Schulen fallen auseinander "wer im Ruhrpott groß geworden ist weiß wovon ich rede"
-Viel zu viele Schüler pro Klasse
-Kein Benehmen und hohes Aggressionspotential auf Seiten der Schüler
-Eine geringe Lernbereitschaft der Schüler

Da ich auch schon ne Weile aus der Schule raus bin, kommen da sicher noch einige Punkte hinzu

Ich bin zwar kein Fan von Lindner, aber er hat sich in den vergangenen Jahren den Mund fusselig darüber geredet. Vielleicht wird sich das mit der Ampel ein bissel ändern.

Und ich werde seit Jahren

Und ich werde seit Jahren belehrt, wir wären kein billiglohnland. Aber wenn Bertelsnann das sagt, was vollkommen offensichtlich ist, wird das so akzeptiert.
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Das, was früher mal mittelschicht war, muss doch die meisten Steuern zahlen. Dazu immer schlechtere Löhne. Keine Abschreibemöglichkeiten, wie die reichen Steuervermeider und keine Zuschüsse, wie eine Etage tiefer.
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Das Ende des Kapitalismus sieht identisch aus, wie das des Sozialismus.
Ein paar reiche und massenhaft arme Menschen.
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Komisch. Während des Feudalismus war es auch so. Im Kommunismus auch.
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Die Systeme unterscheiden sich wirklich nur marginal.

@Hans_Silberblick

Ja , so ist es , aber bitte nicht die Mißwirtschaft der Politik vergessen wie z.B. die Maut , BER , Stuttgart 21 , Wirecard und und und ......

Die Entwicklung zurück ...

ins Mittelalter.

Schon heute sieht man die heranwachsende Dienstboten-Gesellschaft. Hungerlöhne für gefährliche Tätigkeiten um jene zu bedienen, die dafür sorgen, dass die Fleißigen geringere Lohnzuwächse haben (Aktienhandel).

Unsere Gesellschaft lebt ganz nach dem Motto: "Nach Oben buckeln und nach Unten treten."
Am Ende landet man halt selber unten und wundert sich warum die die Oben nichts machen.

Man muss Maßnahmen ergreifen:
- Aufhebung der Obergrenze für Sozialversicherungsbeiträge
- jegliches Einkommen wird versteuert
- Erben ist keine Leistung, hier muss dringend und schnell nachgebessert werden
- Lohnzuwächse an die Produktivität koppeln, dann klappt das auch mit der Rente

Wo das hinführt sehen wir in

Wo das hinführt sehen wir in den USA. Die Sozialversorgung ist am Boden und es gibt keine wirkliche Mittelschicht mehr.

@Peter Kock um 11:55

"Ja , so ist es , aber bitte nicht die Mißwirtschaft der Politik vergessen wie z.B. die Maut , BER , Stuttgart 21 , Wirecard und und und ......"

Maut, BER und selbst S21 sind nicht für diese Entwicklung schuldig.
Im Gegenteil, es ist durchaus ein Mittel somit eine Mittelschicht aufzubauen/zu erhalten.
Ja, diese Projekte waren sehr sehr sehr teuer, aber das Geld ist dann meist in die Mittelschicht geflossen.

Bei Wirecard war dies nicht so der Fall. Hier muss man stärker reagieren ... oh Moment ... Scholz ... naja erinnern reicht erstmal.

Wenn wir mal ehrlich sind...

... das sind doch alles relative Zahlen und jammern auf hohem Niveau...

Sicherlich ist das Leben und die berufliche Erwerbstätigkeit schwieriger geworden, auch durch unkontrollierte Zuwanderung.

Wer was kann und auch ansonsten versucht etwas aus sich zu machen, der schafft das in der Regel auch noch heute.

Aber es sind natürlich die Folgen der Agenda 2010, die hier den größten prekären Arbeitsmarkt geschaffen hat in ganz Europa.

Das Einzelne sich massiv bereichern, das stellt niemand in Frage, das Klima ist rauer geworden, die US-amerikanischen Großkonzerne wie Amazon haben die schlechten Arbeitsbedingungen mit importiert. Andere hier kopieren das, teilweise notgedrungen.

Problematisch ist es vor allem für Alleinerziehende, die viel zu wenig Unterstützung bekommen. Oder wenn, dann in Form von Transferleistungen, aber genau davon muss und will man ja loskommen. Dafür ist u. a. die FDP angetreten.

Ganz ähnlich bei prekärer Beschäftigung. Auch hier gibts zu viele Transferleistungen

@ Nettie 11:46

Und damit das , was sie zusammenhält. Zitat Ende Das haben Sie genau auf den Punkt gebracht. Der Zerfall wird meines Erachtens aber weitergehen. Leider

11:31 von SinnUndVerstand

< Ein Beleg mehr, diesmal in Form einer differenzierten Studie, die zeigt, dass die arm-reich-Schere in unserem Land mehr und mehr auseinanderklafft, dass die soziale Schieflage größer geworden ist, und dass die Politik hier dringendst umsteuern muss. Dicke Bretter für eine Koalition unter Beteiligung der FDP. >

Mit einer FDP in einer Koalition wird es noch mehr Reiche u. noch mehr Arme geben.
Es wäre mit den "christlichen?" Parteien in der Regierung -Jamaika- genauso.
Die Mittelschicht wird weiter abnehmen.

Da ein Teil der Armen sogar CDU oder FDP wählen, da der Rest der noch vorhandenen Mittelschicht dies in noch höherem Maße wohl auch tut, fällt mir dazu nur das berühmte Zitat von Bertold Brecht mit den "Kälbern" ein. Ich nenne es nicht, weil das Nennen dieses Sprichwortes dazu führt, dass der Beitrag nicht veröffentlicht wird.
Aber "Google sei Dank" findet man alles, wenn man danach sucht.

Gut finde ich das nicht, aber andere offenbar doch.

Langsam bin ich geneigt BER

Langsam bin ich geneigt BER als effektive ABM für die Bauwirtschaft zu sehen. Irgendwie müssen die Arbeitnehmer ja zu ihrem Geld kommen.

@11:57 Shantuma -nach oben buckeln, nach unten treten...

"Die Entwicklung zurück ...

ins Mittelalter.

Schon heute sieht man die heranwachsende Dienstboten-Gesellschaft. Hungerlöhne für gefährliche Tätigkeiten um jene zu bedienen, die dafür sorgen, dass die Fleißigen geringere Lohnzuwächse haben (Aktienhandel)."

Man muss unterscheiden:

da wo es Gewerkschaften gibt, geht es den Menschen vergleichsweise gut.

aber in immer mehr Bereichen gibt es keine Gewerkschaften. Da sind Löhne und Gehälter vergleichsweise schlecht.

Und ausländische Mitbürger werden zudem gerne von großen Konzernen ausgenutzt...

"Man muss Maßnahmen ergreifen:
- Aufhebung der Obergrenze für Sozialversicherungsbeiträge"

problematisch: dann müsste man auch die Leistungshöhe unbegrenzt machen...

- jegliches Einkommen wird versteuert

ist das nicht schon so...?

- Erben ist keine Leistung, hier muss dringend und schnell nachgebessert werden

sehe ich anders

- Lohnzuwächse an die Produktivität koppeln, dann klappt das auch mit der Rente"

Das schon eher..

Ursache

Meiner Ansicht nach ist das die Folge des Neoliberalismus seit Thatcher.
Auch die Globalisierung trägt dazu bei.
Die nächste Stufe hat bereits begonnen, der Überwachungskapitalismus - Daten sammeln, handeln und zielgerichtet einsetzten.
Zudem sind die Vernetzungen zwischen Wirtschaft und Politik (u.a. Thema Lobbyismus) viel zu stark.
-
Die Folgen sehen wir nun überall (Abbau vom Sozialstaat und der sozialen Systeme).
Die Schere weitet sich nicht weiter auf, mittlerweile ist sie auseinander gerissen (um es bildlich zu beschreiben).
-
Wenn nicht sofort konsequent und Länderübergreifend gegengesteuert wird, sieht die Zukunft, meiner Ansicht nach, düster aus - eine art Neo-Feudalismus oder Kapital-Monarchie…

... und da wollen...

Und da wollen SPD und Grüne mit Ansage! (siehe Aussagen letzte Bundestagswahlen dieser Parteien) diesen Menschen noch tiefer in die Tasche greifen (Steuern, Abgaben). Ich habe schon in einigen vorherigen Kommentaren gesagt das ich nur den Kopf darüber schütteln kann wie Wähler sich derart knechten lassen wollen (mit Ansage), oder liege ich vielleicht falsch und das Wählerklientel dieser Parteien stammt nicht aus der Mittelschicht?

Am 01. Dezember 2021 um 11:50 von Sokrates86 Mehr in Bildung inv

Zuviel Bildung tut den Menschen nicht gut...würden diese somit durchschauen, dass viele BürgerInnen wissentlich und beabsichtigt abgehängt werden....
Die fetten Jahre sind vorbei....zumindest für Ottonormalverbraucher

Das Problem ist doch...

Das Problem ist doch das es immer mehr Menschen in unserer Gesellschaft gibt die einfach die Hand aufhalten, ohne der Gesellschaft eine Gegenleistung zu erbringen und das diese Menschen auf eine breite Unterstützung aus dem grün/linken Lager bauen. Demgegenüber werden die, die den Laden am laufen halten (salopp formuliert), immer weiter geschröpft und zu Letzteren gehört die Mittelschicht.

Bildung nicht wichtiger als Abstammung und Beziehungen

Bildung wird überschätzt.

Viele Top-Jobs in Deutschland werden nicht nach Qualifikation vergeben, sondern über Connections. Nicht selten spielt die Herkunft (Familie) dabei eine große Rolle.

Dazu kommt noch das „erben“ inzwischen wichtiger als „arbeiten“ ist um Vermögen aufzubauen, begünstigt durch das deutsche Erb- und Steuerrecht. Ich habe schon einige kennengelernt, die ihren Job in der „Margarinefabrik“ hingeschmissen haben weil sie den elterlichen Betrieb übernommen oder ein Mietshaus geerbt haben..,

Die OECD hat übrigens schon seit vielen Jahren „bemängelt“ (konstatiert) das Deutschland zu den Schlusslichtern bei sozialer Mobilität zählt: einmal arm, immer arm.

Jetzt mit der hohen Inflation wird sich der Prozess noch beschleunigen.

covid-strategie um 12:09

"problematisch: dann müsste man auch die Leistungshöhe unbegrenzt machen..."

Nicht unbedingt, in der Schweiz hat man den Kommunismus ausgerufen und somit die Leistungshöhe gedeckelt.

"- Erben ist keine Leistung, hier muss dringend und schnell nachgebessert werden

sehe ich anders"

Es gibt natürlich einen Freibetrag und an den will ich gar nicht erst ran.

Desweiteren würde ich alternative Lösungen vorschlagen.
Zum Beispiel die Umwandlung von Erbmasse in Firmenanteile für die Belegschaft.
Immerhin haben auch die Leute die in einem Betrieb arbeiten einen wesentlichen Anteil an dessen Erfolg/Misserfolg.
Ist dann die Erbmasse zu groß für den Erben, wird dann nicht der Betriebgeschlossen, sondern die Belegschaft wird "Miteigentümer" des Betriebes.

Mir geht es aber in erster Linie um exorbitante Vermögen welche vererbt werden und nicht um die Bäckersstube, oder die Zimmermannsbutze.

Selbst Bildung reicht nicht mehr

Ich kenne viele Master Informatik, die für 45000€/Jahr (brutto) arbeiten. Für angeblich gesuchte Fachkräfte ist das lächerlich wenig. Ausnahmen finde man höchstens in Berlin und München.

Ich habe den Eindruck dass....

Ich habe schon lange den Eindruck das Deutschland migrationspolitisch und klimapolitisch die Welt retten muss und das sich dem alles unterordnen muss? Der Ausgang der letzten Wahlen bestärken diesen meinen Eindruck. Diese Vorhaben verursachen immense Kosten die ja irgendwie aufgefangen werden müssen und seien wir doch mal ehrlich? Die Bedürfnisse der sogenannten Mittelschicht haben bei den letzten Wahlen doch keinerlei Bedeutung gespielt? Man sollte sich nur mal betrachten mit welchem Gehalt jemand als "reich" gilt und bei welchem Gehalt der "Spitzensteuersatz" greift?

13:05 von eine_anmerkung.

glaubst du, daß der akademiker sinnverstand aus der mittelschicht kommt, bei dem vollsten wissen aller dinge?

@eine_anmerkung. um 13:09

"Das Problem ist doch das es immer mehr Menschen in unserer Gesellschaft gibt die einfach die Hand aufhalten, ohne der Gesellschaft eine Gegenleistung zu erbringen und das diese Menschen auf eine breite Unterstützung aus dem grün/linken Lager bauen."

Was meinen Sie damit genau?

Die Neubürger dieses Landes, deren Einkommen meist unter Hartz4 liegt?

Oder meinen Sie die Hartz4-Empfänger, die dort nur sind, weil einige keine richtigen Löhne zahlen wollen?

Oder meinen Sie jene, jene Leute die eigentlich Geld ohne Ende hätten und dennoch vom Staat begünstigt werden? Und zwar nur, weil jene drohen, dann nicht mehr in Deutschland wohnen zu würden.
Investieren tun jene ja eh nicht in Deutschland, sondern nur in Aktien, welche die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter aufgehen lassen.
10-15% Rendite müssen erst einmal erarbeitet werden.
VW braucht 7% für den Standort Deutschland.
7% mehr Autos, jedes Jahr, oder 7% weniger Arbeiter, aber gleicher Absatz.

Die Reichen sind aber doch dafür noch reicher geworden!

Der Reichtum konzentriert sich in immer weniger Hände. hat schon Marx vor 200Jahren erkannt!
Deshalb pumpt die EZB Milliarden in den Markt - dies bereichert nur die Eigner der Unternehmen. Gezahlt wird es von den arbeitenden Menschen!
Das hier ist das Ergebnis!

@ Sokrates86 11:50

"Mehr in Bildung investieren"
Wir machen alles digital! Damit wird die Bildung noch viel schlechter als bisher! Und genau das ist gewollt.

Mit wenig Bildung erkannt man wenigstens die Zusammenhänge nicht und stört die Eliten nicht beim immer reicher werden!

@ Nettie

Ja. Die Mittelschicht ist der Kit unserer demokratischen Gesellschaft. Nun kann jeder selber darüber nachdenken, was die momentane Entwicklung langfristig bedeutet - für unsere Demokratie und für die "Werte"Gemeinschaft Europa.

Zwischen den Polen USA und CHN wirkt der "Katalysator Corona" (O-Ton K. Schwab) als Segen für eine Neugestaltung globalen Wirtschaftens. Entsprechende Aussagen lassen sich leicht recherchieren.

Der Zerfall der Mittelschicht in Europa ist absolut kein Unglück für o.g. Neugestaltung.

Armut für Viele

Peter Glotz hatte das Wort "Zweidrittelgesellsellschaft" in den frühen 80er Jahren geprägt, aber seine Partei war nicht willens, diesem Armutstrend entgegenzuwirken. Im Gegenteil.
Das Hauptproblem sind die niedrigen Löhne. Was zugenommen hat, sind auch die Tafeln und die Pfandflaschensammler.
Und wenn die Ampel jetzt Hartz IV in "Bürgergeld" umtaufen will, weiß jeder, wohin der Hase läuft.

Ich finde schon den Begriff...

Ich finde schon den Begriff "Mittelschicht" etwas sonderbar in den Themengebieten (meist finanzbehaftet, Steuern, Abgaben...) und verwende selbst lieber den Begriff "Nutzvieh" da dieser der Daseinsberechtigung dieses Klientels besser gerecht wird wie ich finde? Unsere Mittelschicht zahlt mittlerweile im EU-Vergleich die höchsten Steuern (wir haben jetzt auch Belgien überholt) und darf für die Rente mit am längsten arbeiten wobei die (Rente) dann mit am geringsten ausfällt. Ich sehe aber bis auf die FDP keine andere Partei in unserer potenziell zukünftigen Regierung die da einen Hebel ansetzen möchte?

@ Möbius 13:10

Das haben Sie richtig erkannt. Die Eignung und die Bildung ist sekundär für Top Jobs. Ist die Herkunft passend, kann man davon ausgehen, das man den Job hat.

@ 11:57 von MichaelKiel

"Wo das hinführt sehen wir in den USA. Die Sozialversorgung ist am Boden und es gibt keine wirkliche Mittelschicht mehr."

Jetzt brauchen wir nur noch eine Regierung, die uns das für gut verkauft, und dann sind wir auch bald dort!

Kapitalismus = Perpetuum mobile

Vorvorgestern: Reiche (auch) in der Pandemie noch reicher geworden. Milliardenzuwächse bei den Superreichen.

Vorgestern: Schock, Inflation beträgt 5%. Wer soll das wie bezahlen?

Gestern: Gewerkschaft hat 1,4% für jeweils nächsten beiden Jahre erstritten. Hoffentlich entsteht jetzt keine Lohn-Preis-Spirale.

Heute: Mittelschicht wird immer kleiner, dafür immer mehr unter der Armmutsgrenze. Schere zwischen Arm und Reich immer größer...

Berichterstattung ist nahezu vollständig und jährlich so wiederholbar. Der Kapitalismus hat aufgrund des Kapitalertrags- und Zinseszinseffekts nur diese eine Verlaufsrichtung. Insbesondere auch, weil auf mühevoller Arbeitslohn viel höhere Abgaben zu entrichten sind, als auf mühelose Kapitalerträge.

13:18 von Denkerist

das ist doch schön. und die umjubelte madame lagarde nimmt den bürgern mit der enteignung ihres vermögens auch die last ab, unnützes kaufen zu wollen

@Möbius um 13:10

"Bildung wird überschätzt."

Richtig, Bildung ist nicht mehr entscheidend. Zu mal Bildung eben auch vom Geldbeutel abhängig ist, auch wenn unser Bildungssystem zu großen Teilen kostenlos ist.

Vitamin B (Beziehung), wie ich es gerne nenne, ist dabei entscheidender geworden.
Das liegt aber auch am Bildungssystem welches nicht mehr für Qualität spricht.

Dies erlebe ich auch gerade bei unserem Azubi. Mathematik mit 2 abgeschlossen, aber keine Ahnung was ein Dreisatz ist.

Und wenn man als Unternehmen dann ein paar Mal auf sowas gestoßen ist, dann hört man auf nach Bildung zu sortieren und fragt dann einfach die "Bekanntschaft" des Bewerbers. Zu mal dann auch die Verantwortung vom Personaler auf den Fürsprecher wandert. Dies ist dann eine gute Ausrede, falls es doch nicht so klappt.

Wenn ich die Zahlen

vom unteren Rand sehe, dann wundere ich mich nicht mehr.
" Besonders betroffen vom Abstieg ist der untere Rand der Mittelschicht mit einem geringeren Einkommen. Dazu gehören Singles mit einem verfügbaren Nettoeinkommen zwischen 1500 und 2000 Euro sowie Familien mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern und einem Einkommen von 3000 bis 4000 Euro. "

Ein ganz großer Teil der Rentner, liegt weit unter der Single Grenze, nämlich bei 1000 -1200 Netto, nur Pensionen und einige die noch Betriebsrenten bekommen, haben mehr.
Da es immer mehr Rentner werden, steigen natürlich auch die Prozente von den Bürgern, die aus der Mitte ganz herausfallen.
Selbst Single mit 12 Euro Mindestlohn bei 170 Stunden kommen in der Steuerklasse 1 ohne Kirche, nur auf 1.456,95 € Netto.
Was sagt das über Deutschland aus, und zusätzlich noch weiter steigende Preise, ein ziemliches Armutszeugnis für den reichen Staat.

Und das im reichen Deutschland

um 13:16 von Gregory Bodendorfer

>>"Sorry, doch finde ich Ihren Kommentar nicht einleuchtend...er ist einseitig und meiner Meinung nach nicht zu Ende gedacht. Einfach polemisch "<<

Das ist Ihr gutes Recht und ich versuche meine Gedanken in einer, sagen wir mal, neutralisierten Form zu formulieren um eine Sperrung der resultierenden Kommentare vorzubeugen. Ich würde das auch lieber sehr viel drastischer formulieren. Soviel zur Polemik.

@13:12 von Shantuma

"Erben ist keine Leistung, hier muss dringend und schnell nachgebessert werden"
Als das Mövenpickgesetz verabschiedet wurde, hat seinerzeit die FDP noch ein Steuersenkungsgesetz für hohe Erbschaften durchgebracht. Es ging da um Erbschaften >1Mio.
Durch die Medien ging seinerzeit nur das Mövenpickgesetz, dort wurde dann auch zurück gerudert. Das andere blieb!
Dank FDP!
Glauben Sie, dass sich da was ändert?
Aber die Bürger wollen es doch nicht anders. Deshalb wurden doch die gewählt, die jetzt dran sind!

13:17 von Shantuma @eine_anmerkung. um 13:09

nurmal so für dein gemüt. eine gewisse firma apple hat im letzten weihnachtsquartal über 20 Mrd $ gemacht, nein, nicht umsatz sondern gewinn. zum vergleich unsere telekom macht das nichtmal an umsatz. hat aber auch keinen vorsteuergewinn von mehr als 50%

@13:09 von eine_anmerkung - grün/linke simpel Feindbilder

Zitat: "Das Problem ist doch das es immer mehr Menschen in unserer Gesellschaft gibt die einfach die Hand aufhalten, ohne der Gesellschaft eine Gegenleistung zu erbringen und das diese Menschen auf eine breite Unterstützung aus dem grün/linken Lager bauen."

Das nenne ich populistische Vorurteile aus der Stammtisch Sprüchefabrik. Sie werden dafür keine Belege anführen können, weil es sie sicherlich nicht gibt. Soziologisch betrachtet sind die allermeisten Menschen mehr als motiviert zu arbeiten und an der Gesellschaft teilzuhaben.

Problem ist, dass selbst wenn man einen Job macht, der für die Gesellschaft essentiell ist (Lehrer, Polizist, Bauarbeiter, Sozialarbeiter, Pfleger, Krankenpfleger etc. etc. etc.) man oft zu wenig verdient, um davon ein gutes Auskommen zu haben.

Da ist es wenig hilfreich, wenn auf die Grünen oder SPD geschimpft wird, die sich um Mindestlöhne, Renten, Altersversorgung kümmern. Die Schieflage muss ein Ende finden. Das Präkariat wächst, siehe Posts hier.

rer Truman Welt

Das ist lediglich der Anfang und nicht annährend von dem, was in den nächsten Jahren kommen wird.
Die erste Enteignung des Kleinbürgers, der kein Geld für große Geldanlagen hat und deshalb kein Risiko eingehen kann, weil er das Geld sicher braucht, läuft seit 2009 durch die "systembefohlene" Nullzinspolitik, damit die Hunderte von Milliarden Kredite für die Staatsverschuldungen in der EU damit finanziert werden konnten. Dies mit dem Wachstum zusammen machte sich inflationär deshalb auch nicht bemerkbar. Das ist nun vorbei! Nun startet die zweite "systembefohlene" Enteignung durch die Inkaufnahme hoher Inflation, die deshalb auch nicht mit Finanzmaßnahmen der EZB bekämpft wird. Sie entlastet die Schuldner entsprechend mit nachlassender Kaufkraft der zurückzuzahlenden Schulden. Das ganze geht zu Lasten der unteren Hälfte der Gesellschaft, weil die kapitalstarken Player ihr Geld anlegen konnten und können. Das ganze hat System! Es muss nur gesehen und verstanden werden. That´s the game!

@Hans_Silberblick

"Halbierung Unternehmenssteuern , kein Einschreiten gegen Steuerflucht im In-und Ausland, Finanzierung der Finanzkrise auf Kosten der Kleinen, explodierende Unternehmensgewinne und Dividenden, Anlage der Gewinne in Land, Häuser, Aktien, geschrumpfte Investitionen der Unternehmen, ..."

Sie kennen einen Haufen schwieriger Worte. Jetzt gilt es nur noch diese irgendwie in Zusammenhang zu kriegen.

Naja unsere noch

Naja unsere noch geschäftsführende Kanzlerin sagte doch so schön "Ein Land in dem wir gut und gerne leben"...

Mittelschicht bröckelt

Ich gehe einmal davon hat aus, dass Handwerker, Industriemitarbeiter, Kaufleute, Fachangestellte in den Pflegebereichen und auch Mitarbeiter aus dem öffentlichen Dienst zur Mittelschicht gehören.
Das sind zum großen Teil alles Berufe die keinen Nachwuchs bekommen, die Löhne und Gehälter sind hier recht gut. Wohlgemerkt gelernte Kräfte!
Heute ist es so das die Mehrzahl der Schulabgänger studieren wollen, was ja auch richtig ist. Nur wenn diese ihren Weg gehen, rutschen sie in den Bereich der Spirzenverdiener! Oder vom Hörsaal direkt in den Plenarsaal.
Vergleiche mit der USA, passen nicht. Hier ist die Schere seit Jahrzehnten zwischen arm und reich riesig. Ein Sozialsystem wie es Deutschland hat, gibt es dort nicht.
Ich war 40 Jahre in der USA, da konnte man sich privat versichern um bei Krankheit ordentlich behandelt zu werden.
Man hatte aber die Möglichkeit es vom Tellerwäscher zum Millionär zu schaffen, wenn man clever und fleißig war.

Ergebnis erwartbar

Diese Meldung ist eine gute Zusammenfassung der Regierungsarbeit der letzten 16 Jahre.
Der Gelbanteil der kommenden Ampel wird die Situation auch nicht verbessern. Es lohnt sich Vermögen zu besitzen oder zu erben. Arbeit hingegen ist unrentabel.
Die Politik redet nur. Z. B. Auch in den letzten Jahren über die Verbesserung für pflegende. Alle reden davon. Aber wo bleibt das Reden im Geldbeutel der Pflegenden. Das sind ja meistens Frauen… Siege Schlussempfehlung im Bericht. Machen wird trotzdem niemand etwas.

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