Kommentare - Kommt mit der Inflation die Lohn-Preis-Spirale?

Kommentare

Immer diese Glaskugel

Immer diese Glaskugel Propheten. Wenn der Verkäufer merkt, dass er immer teurer anbieten kann, wird er es tun. Und wenn die Politiker immer mehr Geld brauchen und immer mehr lenken müssen, werden Steuern auch immer höher. Und irgendwann ist ein Punkt erreicht, ab dem sich das nicht mehr rechnet. Dann geht es wieder rückwärts.
Das ist im Raubtierkapitalismus nun mal so.
In der sozialen Marktwirtschaft sähe das ein klein wenig anders aus. Aber nur ganz marginal.
Da müssen wir halt jetzt durch. Deswegen jetzt prassen und Schulden machen. Im Alter werden wir so oder so arm werden.

ungebremster Kapitalismus

Was wir im Moment erleben ist Verunsicherung auf allen Seiten. Ursächlich ist hierfür vor allem die Pandemie, die sowohl reale Ausfälle, als auch sehr viel Angst und Unsicherheit verbreitet. Da wir inzischen in einem Wirtschaftssystem leben, dass stark abhängig von Spekualtionen ist, ist die Wirkung immens. Hinzu kommt, dass fast Jeder irgendwie durch die Situation gebeutelt ist und der freie Handel dominiert wird von Unverhältnismäßigkeiten. Ein Beispiel die Spritpreise. Nur ein Bruchteil der Preiserhöhung kommt durch die Umweltzulagen und die nun wieder normale Mehrwertsteuer. Auch die Verfügbarkeit und Produktionskosten können diesen Umstand nicht mehr erklären, da der Oelpreis bereits wieder stark gefallen ist. Trotzdem sind die Spritpreise überirdisch, was eine deutliche Sprache spricht. Hier macht die Wirtschaft den Preis und nicht der freie Markt. Selbst der ADAC ruft inzwischen zum Boykott gegen die hohen Spritpreise auf!

Kommt mit der Inflation die Lohn-Preis-Spirale ??

Bis jetzt gibt es allerdings nur eine Preisspirale. Und-wie in dem Artikel beschrieben, glauben Banker nicht daran, daß die bald zu Ende ist. Auch ist ja festzustellen, daß in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten eine sehr zurückhaltende Tarifpolitik gemacht wurde (Abschlüsse von 1,5% bis 2,2%), wie sie auch in dem gestrigen Verdi-Abschluss im öffentlichen Dienst zum Ausdruck kommt.

Es bleibt aber spannend ob in der Zukunft die Gewerkschaften einen realen Inflationsausgleich erstreiten (Rückrat zeigen) ?

Profit

An einer hohen Inflation verdienen die Staaten und Länder über die Mehreinnahmen bei der Mehrwertsteuer.
Genau so wie die Großkonzerne.
Das schnellste Geld wird aber in der EU mit den hohen Energiepreisen gemacht. Kein Land hat ein Interesse, dass da die Preise fallen.
Höhere Preise = Mehreinnahmen über die MWST.

08:38 von joyomaran

„Selbst der ADAC ruft inzwischen zum Boykott gegen die hohen Spritpreise auf“
Das kann er ja machen, aber was ändert es. Selbst mit den paar, die sich die hohen spritpreise am frühen Morgen gönnen, verdient der Tankstellenbetreiber genug. Und da z.zu fast im minutentakt an der preisschraubegedreht wird hat man manchmal selbst wenn man gleich losfährt Pech und der Sprit ist wieder teurer. Die Pächter müssten wieder für jede preisumstellung auf die Leiter steigen müssen. Das würde vielleicht helfen.

Geldentwertung im Turbo-Modus

Der Anstieg der Inflation über 2% begann schon vor der Pandemie und vor der Erhöhung der Benzinpreis.
Daraufhin änderte die EZB ihr Inflationsziel von maximal 2% auf ungefähr 2%, was ein gravierender Unterschied ist.
Bei 5% Inflation müsste sie nun unbedingt eingreifen, tut das aber nicht mit der Begründung, dass es sich um einen temporären Effekt handelt, der in 2022 wieder zurückgeht.
Sie kann aber nicht sagen, um wieviel das sein wird. Selbst wenn die Inflation auf 3% zurückginge würde der Kleinsparer in 10 Jahren ein Drittel seines Geldes verlieren.
Diese ganze Entwicklung halte ich für bedrohlich, allerdings hat sie weder im BT-Wahlkampf noch in den Koalitionsverhandlungen eine Rolle gespielt.
Lediglich Jens Weidmann, ehemaliger Präsident der Bundesbank trat, vermutlich aus Protest, aus dem EZB-Rat zurück.

Die Preissteigerungen mit

Die Preissteigerungen mit höherem Bedarf als letztes Jahr zu begründen ist in meinen Augen auch Quatsch. Ohne Pandemie wäre der Bedarf gar nicht zurück gegangen und an den Preisen hätte sch vermutlich nichts geändert. Auch die Panikmache es gäbe keine Weihnachtsgeschenke, keine Weihnachtsgänse oder sonstwas ist für mich auch künstliche Verknappung um eben solche Preissteigerungen zu rechtfertigen. Und dass es nächstes Jahr bei weniger Inflation billiger wird ist doch auch ein Ammenmärchen.

Verdi hat auch nur groß

Verdi hat auch nur groß rumgetönt wenigstens der Inflationsausgleich müsse kommen. Vielleicht hätten sie herrn weselsky ins Rennen schicken sollen. Dann hätte es vielleicht geklappt.
Obwohl, die 1300 Euro coronaprämie mit eingerechnet müsste es fast zum Inflationsausgleich reichen, zumindest für die Mitarbeiter im Pflegedienst.

Lohn-Preis-Spirale

Wichtig ist, dass es keine Lohnspirale gibt. Deswegen bekommt der öffentliche Dienst ja großartige 2,8% ab nächstem Dezember erst allerdings. Eine Preisspirale ist der EZB völlig egal. Je mehr Inflation, desto besser. Da lösen sich Staatsschulden über die Jahre von alleine auf. Dass das dem Ersparten der Bürger auch so geht, ist egal. Hätten der Bürger seine üppigen Lohnerhöhungen doch in Immobilien investiert und deren Preise damit noch höher getrieben, so wie es die internationalen Investoren tun.

Seit Jahren gibt es, egal wie die Lage ist, immer einen Grund zur "Lohnzurückhaltung". In der Krise sowieso, im Aufschwung darf der durch übertriebene Lohnforderungen nicht abgewürgt werden und jetzt eben bitte eine reine Preisspirale. 1,5% müssen reichen, damit Steigerungen von 10% bei Vorstandsbezügen und Dividenden möglich sind.

Jetzt läuft es

für die Gewerkschaften auf Do or Die hinaus.

in den Letzten 10 Jahren des Wirtschaftsaufschwungs haben sie gerade mal Inflationsausgleich erstritten, obwohl im selben Zeitraum die Umsätze der Großen teilweise um 300% gestiegen sind.

Dann haben Sie auch noch dabei mitgespielt, dass die Groko ihr bestes versucht hat um die kleinen Gewerkschaften (aka die die noch biss haben) zu entmündigen.

Sollten sie auch jetzt weiter auf Kuschel- bzw. Anbiederungskurs mit den AG bleiben, brauchen sie sich nicht wundern, wenn sie in 10 Jahren gar keine Mitglieder mehr haben...

Wer 1% vom Bruttolohn haben will der sollte auch was dafür tun...

Marodes undemokratisches Geldsystem

"Lange war Inflation kein großes Thema. Die Teuerungsrate verharrte jahrelang bei unter einem Prozent hierzulande - und trieb die Europäische Zentralbank (EZB) fast zur Verzweiflung. Denn die Geldwächter streben mittelfristig im Euro-Raum eine Inflation von zwei Prozent an, um stabile Preise zu erreichen."

Wer etwas von Wirtschaft versteht, erkennt allein in diesem mehrfach widersprüchlichen Satz die Absurditäten "unseres" Geldsystem. Wir holen jetzt monatliche (!) inflationäre Tendenzen nach, die es in den 2010er-Jahren nicht gab. Dafür spricht auch das kürzlich angehobene Inflationsziel von "0 -2%" auf jetzt "um 2%". Die "hohen" EZB-Gremien, die den Bezug zu vielen Realitäten von "Otto-Normal-Bürger" verloren haben, können angesichts der Umstände nicht einmal ahnen, wie sich das kommende Jahr wirtschaftlich demaskieren wird. Die EZB und der EURO bleiben damit eine psychologisch zu beruhigen versuchende undemokratische Institution. In BRD nicht einmal legitimiert durch direkte Wahl.

Fehlende Klarheit

Wann wurden die Lohnsteigerungen in Prozenten pro Jahr abgeschlossen oder dieser Wert der Öffentlichkeit kommuniziert? Wie viel Lohnsteigerung braucht es, um 5% Inflation auszugleichen? Der Staat kassiert ja bei den Lohnsteigerungen mit.

Lohn-Preis-Spirale?

Netter Euphemismus, welcher generiert, das die Lohnentwicklung der eigentliche Preistreiber sei, die abhängig Beschäftigten also Schuld an der Inflation seien. Ich sehe hier eher eine Preis-Lohn-Spirale, bei welcher die Preise den Löhnen enteilen. MfG KongoMüller

wes Geistes Kind

Es wird wieder offenbart auf welcher Seite die TS steht. Aktuelle Lohnforderungen beruhen ganz allein auf den Preiserhöhungen zur Gewinnmaximierung (pro Einheit) der Unternehmen.
In einem mir bekannten Unternehmen wunderbar zu sehen wo der im September beschlossene Businessplan nun mit weniger Material erfüllt werden muss also entsprechende Preis/Margen Erhöhung. Dann kann man weiterhin das Kapital wie gewohnt bedienen. Soeas führt natürlich zu drastischen Preiserhöhungen beim Endverbraucher und wenn der nun Hilfe schreit (moderate Lohnerhöhung fordert) ist der Arbeitnehmer der Böse. Da wird schon klar, wer die Medien steuert

Steigende Energiepreise

>> … Und auch die Energiepreise werden nicht weiter so rasant steigen wie 2021, glaubt Schnabel... <<

„ … werden nicht weiter so rasant steigen wie 2021 …“ - gute Formulierung! Weniger rasant ist trotzdem ein Steigen, und da zahlt halt der Endverbraucher noch mehr. Mal schauen, wie da die neue Regierung dagegenzusteuern versucht - Mittel hätte sie in der Hand (ich sage nur mal Besteuerung).
Dass Endverbraucher schon versuchen, ihren Verbrauch zu reduzieren, glaube ich zumindest.

Das Leben...

...ist kein Wunschkonzert.
Das merken immer mehr Menschen...zumindest die, die für Ihren Lebensunterhalt hart arbeiten müssen und dabei feststellen, dass es nicht mehr reicht.
Das System scheint am Limit, und eines Tages machen wir Bürger das nicht mehr mit, einfach, weil wir es uns nicht mehr leisten können

Die EZB kann viel erzählen.

Das Schreckgespenst Inflation war schon seit 2 Jahre ersichtlich. Immer wieder haben einige Bundesbanken davor gewarnt insbesondere Deutschland und die Niederlande. Aber die Südeuropa Staaten, incl. Frankreich, wollten das billige Geld, sie brauchten es um Bilanzen und Staatsschulden auf zu bessern. Zu lasten der Staaten die eine stabile Politik betrieben. Diese Geldschwemme die die Konjunktur ankurbeln sollte musste sich auswirken insbesondere die Inflation. Und nicht nur die Finanzmärkte sondern insbesondere die niedrigere Einkommensschichten und hier die Nahrungsmittel, Verbrauchsgüter, Energie und Transport.
Jetzt haben wir den Salat, 5,2 % Inflation und dies wird noch nicht das Ende der Fahnenstange sein. Und der Rückgang wird nur zögerlich kommen. Die EZB kann viel erzählen.

Schuldenabbau

Die altmodische Methode, die Schulden zurück zu zahlen ist passée. Heute werden die Schulden durch Geldentwertung "abgebaut". Aber klar, wir glauben weiter an das Märchen vom "Markt" der alles regelt!

08:57 von Cillie21

>>Die Pächter müssten wieder für jede preisumstellung auf die Leiter steigen müssen. Das würde vielleicht helfen.<<

Das ist natürlich Unsinn. Die Preise legen die Ölkonzerne fest.
Der Pächter erhält 0,5 oder 1 cent pro Liter ganz egal ob Benzin 1 oder 2 Euro kosten.

08:55 von Der Nachfrager

>>An einer hohen Inflation verdienen die Staaten und Länder über die Mehreinnahmen bei der Mehrwertsteuer.
Genau so wie die Großkonzerne.<<

Wie verdienen denn die Großkonzerne an der Mehrwertsteuer?

08:58 von Investigator -volle Zustimmung

es gab genug Fachleute die warnten. Die EZB hat mit der Flut an Billiggeld langfristig dafür gesorgt. Die Zinsen müssten steigen - aber was wird dann mit den Kapitaldienst der hochverschuldeten Länder wie Italien?? Die EZB hat sich in die selbst geschachtete Grube begeben. Der Letzte Notnagel : Frau Schnabel statt Jens Weidmann. Übrigens das Billiggeld ist kaum in die Real-Wirtschaft angekommen, sondern in Konsum, Aktien und Immobilien geflossen. Ob die Aktien zu teuer oder das Geld entwertet ist nur die Sichtweise. Mit Niedrigzins können auch marode Firmen überleben-schlecht für den Markt.
Corona und Energiepreise verstärken: wenn der Energiepreis steigt, auch durch Umweltauflagen, wird jedes Produkt teurer. Das ist wie eine Spirale. Das zahlt der kleine Sparer der sich Sachwerte nicht leisten kann und kleines Geld fürs Alter spart.

Eine eigentlich völlig überflüssige Angst, jedenfalls wenn es um

Wirtschaft, also die Gestaltung des (globalen) öffentlichen Gemeinwesens geht:
„Die Angst vor der Lohn-Preis-Spirale“

Um das zu merken muss man sich nur klar machen, dass Geld keine „Naturgewalt“ ist, sondern ein Instrument. Das eigentlich zum Nutzen aller da sein sollte. Und ursprünglich auch zu genau diesem Zweck - das Wirtschaftsleben für alle(!) zu vereinfachen - „erfunden“ wurde.

Schwarz-Weiß

Der Beitrag des Herrn Blech ist aus der PR-Kiste der Arbeitgeber gefischt und dementsprechend simpel.

Das Narrativ seines Artikels lautet:
Die Unternehmen haben notwendigsterweise und schwersten Herzens die Preise heraufgesetzt, weil viele Güter, die zur Produktion notwendig sind, teurer geworden sind.
Und wenn die Gewerkschaften jetzt zum Ausgleich mehr Lohn und Gehalt verlangen, zeigen sie, dass sie kein volkswirtschaftliches Unrechtsbewußtsein haben, denn sie beschwören damit die Lohn-Preis-Spirale und am Ende haben wir die Ketchup-Sauerei.
Meine Bitte:
beim nächsten Artikel beide Seiten des Tarifverhandlungstisches berücksichtigen.

und wieder haben es die Verbraucher

verpasst als Marktmacht aufzutreten.

Als die Spritpreise das Klettern begonnen haben, hätte es sofort einen totalen Boykott der preisführenden Tankstellen geben müssen.
Und zwar dauerhaft und bundesweit.

Und ja, ich bin mir der Tatsache bewußt, das ist nur ein Traum.

08:50 von Bernd Kevesligeti ... bleibt abzuwarten,...

Ob wir uns, im dritten Corona Jahr dann endlich mal wieder mit Tarifforderungen oberhalb der 5% in der ganzen Breite auseinander zu setzen haben. Schlimmeres gäbe es, sofern der Handel wieder floriert - aber auch das bleibt eben abzuwarten. Wir wissen noch nicht viel über den Wohlstand der Welt.
Wenn sich der Hunger in den Krisengebieten wieder ausbreitet, warum sollte hier weiterhin unangefochten der Wohlstand grassieren können.
Gegen die zunehmende Kapitalkonzentration in den Händen der Wenigen hilft etwas "Lohnsteigerung" eh nicht, deren Macht wächst und wächst. Sozialer "Ausgleich" gerät so zur Fiction.
Zur Nagelprobe gerät hier der Umgang mit unseren Armen - Was werden wir mit unseren Transfährleistungsempfängern tun, was macht der gemeine Hartzer mit seinen 3€ mehr, (legt er sie langfristig an oder kauft er/ sie Zigaretten)?

Das sehen

einige aber etwas anders, zumindest kann man in den Deutschen Medien auch andere Meinungen lesen.
" Die EZB indes sieht keinen Anlass zur Sorge. "
Das die EZB das so sieht, ist schon mal klar, es geht um Zinsen, die man auf keinen Fall will.
Da aber der CO2 Preis im neuen Jahr gleich weiter steigt, kann ja der Preis nicht fallen, alles muss und wird auf Produkte umgelegt, bei der Herstellung und bei Transport oder Lagerhaltung fallen höher Kosten an.
Die trägt immer der Kunde.
Dazu kommt noch höher Bedarf, schlechte Ernten und was noch so alles gibt.
Unser größtes Problem sind die Energieträger, und das wird nicht besser werden.
Und ja es ist ein Deutsches Problem, warum weiß auch jeder, keine Zinsen vernichten eine Menge privates Geld.
Und ja, die Lohnsteigerungen müssen kommen, weil die Kosten vom Arbeitnehmer immer weiter steigen, bei Miete und Nebenkosten noch dazu.
Und Fakt ist, Artikel werden so gut wie nie billiger, es ist nur weniger in der Verpackung.

Mit spekulativen Preistreibereien ...

.. schadet die Wirtschaft sich weitgehend selbst. Da man den Euro bekanntlich nur einmal ausgeben kann, würgt eine Lohn/Preisspirale die Binnenkonjunktur ab.
Da helfen dann auch keine Konjunkturprogramme, da wird das Problem lediglich ein wenig in die Zukunft verschoben. Die Auswirkungen der MwSt.- Senkung spüren wir heute noch empfindlich.

Lohn-Preis-Spirale?

Ich würde eher eine Preis-Lohn-Spirale vermuten.
Die Preise eilen vor, die Löhne hinken nach.

Seltsam bleibt aber, dass das

Seltsam bleibt aber, dass das scheinbare Naturgesetz Inflation im Bereich der Löhne der Fachkräfte überhaupt nicht funktioniert. Bei den Pflegekräften funktioniert es schon seit mehreren Jahrzehnten nicht.
Innerhalb der letzten 20 Jahre ist mein Gehalt um ca 25% gestiegen. Meine Kosten sind dagegen um ca 50% gestiegen. Und das Wenige, dass ich mir leisten kann zu sparen, reicht ganz bestimmt nicht, um mir damit meine, hoffentlich baldigst einsetzende, Rente spürbar aufzubessern.
Zumal ich mir mit der lächerlichen Rente, die ich nach fast 45 Jahren Arbeit zu erwarten habe, absolut nicht leisten kann, auch nur ein paar Euro zu sparen.
Wenn die EZB die Abermilliarden, die sie jeden Monat (!) rausgehauenen hat, direkt an jeden einzelnen Bürger ausgezahlt hätte, hätte das vielleicht für eine geringe Inflation gesorgt, die absolut ausreichend wäre.
Ganz abgesehen davon: Welch einen Sinn hat eine (vorsätzlich ausgelöste) Inflation eigentlich?

09:41 von rr2015

aber was wird dann mit den Kapitaldienst der hochverschuldeten Länder wie Italien??
----

warum so weit blicken
reichen die 2,3 Billionen bei uns nicht ?
bei ner Verzinsung von 5 % wären dann 110 Mrd pro Jahr fällig
allein an Zinsen

Sehr wenig!

Die letzte Erhöhung gab es zum 1.1.21 (1,28%), die nächste zum 1.12.22 (2,8%) mit einer Laufzeit von 24 Monaten. Auf 12 Monate berechnet beträgt die Gehaltserhöhung ca. 1,4%, und das bei einer Inflationsrate von 5,2%. Wir erhalten also real deutlich weniger.

09:37 von Tremiro

Sie haben das nicht ganz verstanden. Ja die Preise legen die Ölkonzerne fest, die jeweiligen Betreiber schlagen noch was drauf. Früher wurden die Preise an der tanke manuell verstellt, deshalb die Leiter. Die Pächter würden sich bedanken im Stundentakt auf die Leiter zu müssen. Aber wenigstens das klappt ja digital- leider.

um 08:38 von joyomaran

Dann sollte mal jeder am Wochenende das Auto stehen lassen.

Wird denn bei der Lohn-Preis-Spirale

auch so etwas wie die gestiegene Produktivität mit eingerechnet? So einfach "Marke Ketschupflasche" kann das doch alles nicht sein, oder? Ganz schlechtes Beispiel wie ich denke.

zu recht

Soll das ein Appell sein, dass sich der Arbeiter doch gefälligst mit weniger zufrieden geben soll, damit es keine Spirale gibt?

Nicht mehr als recht, dass der Lohn folgen muss! Der Bürger leidet schon genug unter den steigenden Preisen.
Von dem abgesehen zieht der Lohn so zeitversetzt und moderat im Vergleich zur Inflation an, dass ich dies als unnötige Panikmache von einigen sehe, die gerne den Lohn klein halten würden.

Wenn Ökonomen...

...einen Prozess wie Inflation mit einer Ketchupflasche beschreiben, bin ich durchaus ein wenig beunruhigt. Und eigentlich mag ich bildhafte Vergleiche.

Lohn-Preis-Spirale?

"Die EZB beruhigt und prophezeit für 2022 niedrigere Teuerungsraten."
_____________________
2022 wird sich nicht nur eine Lohn-Preis-Spirale bemerkbar machen, sondern durch das Steigen der CO2-Abgabe werden sich sämtliche Waren weiter verteuern.
Wir haben fast ein Jahr mit extremen Teuerungsraten in allen Bereichen hinter uns. In jedem einigermaßen "gesunden" Land muss im Folgejahr die Teuerungsrate sinken, da sich die Teuerungsrate immer auf auf den Vorjahresmonat bezieht. Andernfalls ist was oberfaul, wie etwa in einem Land im nahen Osten.
Die seit Jahren praktizierte 0-Zins-Politik der EZB, um die Wirtschaft zu stützen und die "armen" EU-Staaten zu sanieren, hat den kleineren Sparern bereits unzählige Milliarden gekostet.
So leiden gerade die Kleinen nicht nur unter der momentan hohen Inflation, sondern auch unter dem seit über einem Jahrzehnt andauernden starken Wertverlust.

Wie verhält es sich

Wie verhält es sich eigentlich mit der „Inflation“ der Steuerhinterziehungen?
Norbert-Walter Borjans hat noch in seiner Zeit als Finanzminister von NRW gesagt, dass die Steuerhinterziehungen in der BRD ca 160 Milliarden Euro pro Jahr betragen.
Sigmar Gabriel hat als Wirtschaftsminister BRD diese Summe ebenfalls genannt. Auf dem „legendären“ 100% - Parteitag der SPD in 2017 hielt ein EU - Abgeordneter eine Rede, in der er von 1 Billionen Euro an Steuerhinterziehungen pro Jahr in der EU sprach. Diese Zahl wurde kurze Zeit später in einem Bericht bei t-online von einer britischen Studie bestätigt.
Aber inwieweit haben sich diese Summen in den letzten Jahren und Jahrzehnten erhöht und wieviele Geld davon wurde durch Steuerfahndung wieder eingetrieben? Gab es auch bei der Steuerfahndung eine Inflation der eingetriebenen Gelder?
Oder werden da Billionensummen einfach vergessen?

von Duzfreund 10:14

Ja, da stellen Sie berechtigte Fragen.
Und berechtigte Zweifel sind bezüglich der Kampfbereitschaft der Gewerkschaften angebracht: Ob Hoffmann, Vassilidis, Kosic oder Werneke in der Zukunft bereit sind, sich wegen einem echten Infaltionsausgleich mit den Unternehmen und danach auch den Medien und der Politik anzulegen ?
Noch vor Jahren gab es Nullrunden.
Und wie wird die Basis reagieren ? Handelt sie oder bleibt es bei einem bisschen Meckerei ?

Auf jeden Fall mitschuldig

Auf jeden Fall mitschuldig weil, mit auslösend, sind für mich die großen Discounter. Wer die Preise kennt, war schon länger erschrocken, wie diese von den Discountern trickyartig hochgeprügelt wurden. Man hat, den Gierhals nicht voll genug bekommend, den Verbraucher hintergangen, indem man zunächst die Preise unberührt ließ, aber die Packungsfüllungen um ein Drittel zurücknahm. Bei gleichem Preis aber einem Drittel weniger Ware, sind das ca 30% Preisanstieg. Wen wunderts, dass da das Geld oft nicht mehr ausreicht, um vernünftig über die Runden zu kommen.
Meine Frage: Die ganzen Jahre wurde einem fast vorwurfsvoll immer wieder berichtet, dass die Lebensmittel in Deutschland ja im europäischen Vergleich, viel zu billig wären. (Die weiteren Lebenshaltungskosten wurden dabei komischerweise in diesen Vergleich nie mit eingeführt. )
Sind die Lebensmittel jetzt endlich teuer genug?
Wie unsere migrationsfreien, deutschen Rentner mit den Schandrenten durchkommen, interessiert ja eh niemanden.

mit der Inflation kommt vor allem ...

eine Entwertung von Geldvermögen, also eine Zunahme der ökonomischen Ungleichiet im Land. Deutschland zerfällt weiter in besitzlose und besitzende Klasse, wobei erstere zunehmend von Präkariatisierung gekennzeichnet ist. Ein vor allem politisches Versagen in den Merkel-Jahren und Merkel-Verantwortung.

10:17 sollndas: Preis-Lohn-Spirale?

>>ch würde eher eine Preis-Lohn-Spirale vermuten.
Die Preise eilen vor, die Löhne hinken nach.<<

Sie bringen es auf den Punkt! Es macht tatsächlich nur Sinn, von einer L-P-S zu reden, wenn die Impulse von den Löhnen ausgehen.

Das tun sie hier aber nicht und deshalb stellt sich das Problem auch anders dar. Und diesmal sind offensichtlich auch nicht gestiegene Gewinnerwartungen primär beteiligt und damit handelt es sich auch nicht primär um ein Verteilungsproblem. Das kommt später.

Aktuell sind die Beschaffungskosten und Energiekosten die Preistreiber. Diese befinden sich aus vielerlei Gründen in einer Anpassungsphase und die wird wohl auch noch länger anhalten.

Hierauf müssen zunächst politische und unternehmerische Antworten gefunden werden und dann wird es darum gehen müssen, das Verhältnis Ausgaben zu Einnahmen auch bei den Haushalten wieder in ein möglichst stabiles Gleichgewicht zu bringen.

Nicht einfach - aber politischer und wirtschaftlicher Arbeitsalltag!

Die Mehrheit der Bevölkerung,

Die Mehrheit der Bevölkerung, auch die Gewerkschaften, verstehen das Prinzip einer Lohn-/Preisspirale. Auch, dass der Vergleich November 2020 zu November 2021 durch Sondereffekte verzerrt ist. Ein Starten der " Spirale " ist daher unwahrscheinlich.

um 10:13 von meine_eigene_meinung

,,und wieder haben es die Verbraucher
verpasst als Marktmacht aufzutreten.

Als die Spritpreise das Klettern begonnen haben, hätte es sofort einen totalen Boykott der preisführenden Tankstellen geben müssen.
Und zwar dauerhaft und bundesweit.

Und ja, ich bin mir der Tatsache bewußt, das ist nur ein Traum."

Ein bescheidener Traum...

Ein Verbraucher ist leider nunmal ein einsames, um den Fang von verbilligten Angeboten, Schnäppchen und Rabatten besorgtes Wesen. Würde es anlog zur Marktmacht eines Boykotts eine Macht durch Verweigerung einer Teilnahme an unzähligen Freveln an der Menschheit durch Unterlassung einer Reduzierung von Abgasen und Verschmutzungen der Meere oder das Vermeiden von Sklavenarbeit in ferner Nähe z. B. geben, hätte der ,,Markt" keine Macht mehr und die das fettleibige Tier fütternden Lobbyisten der Gier auch nicht. Jede(r) hat so seine Träume.

Was nicht passt wird passend gemacht.

Wenn in USA die Zinsen steigen wird auch die EZB folgen und gute Argumente finden.
Bis dahin wird Geld in den Markt gepumpt, um das Inflationstiel von 2% zu erreichen.
Danach platzen einige Blasen. Schade um sie BetongoldSpekulation.
Zeit lässt sich nicht beliebig lange kaufen.

der Prozess ist nicht mehr aufzuhalten

Selbstverständlich müssen die Löhne steigen und zwar kräftig.
Die Inflationsrate (z.Z. 5%) ist u.a. der Fluch des billigen Geldes, da die EZB nicht mehr gegensteuern kann durch Zinserhöhung - oder Senkung. Siehe meinen Beitrag von 9.41 Uhr.
Die Lohnsteigerungen sind marginal im Verhältnis zur Menge des neu geschaffenen Geldes zur EZB ( Geldmenge M3). Das BIP ist im Vergleich damit nur gering gestiegen. Also ein Ungleichgewicht.
Leider wird es immer so sein, dass die Lohnsteigerungen der tatsächlichen Inflation hinterherhinken.
Übrigens Schulden müssen irgenwann bezahlt werden oder das System kollabiert.

Inflation und neue Koalition.

Die neue Koalition tritt unter schlechte Bedingungen ihr neues Amt an. Die Inflation wird sie noch schwer zu schaffen machen. Obwohl bemerkenswerterweise bislang anscheinend kaum ein Koalitionszugehöriger etwas davon merkt hat. Aber das wird diesen Winter noch kommen. Nach kurzer Rückgang haben die Weltmarktgaspreise wieder 7,5% angezogen und die Gasvorräte haben trotz Russenzusage wieder abgenommen und gleichzeitig haben unsere Freunde in Amerika wieder gedroht mit der Nordstream 2. Dies wirkt sich nicht nur auf den Gaspreis aus.

Preissteigerungen

Ob die EZB eine Glaskugel hat die denen anzeigt wie nächstes Jahr die Inflationsrate ist?
Es ist doch wie immer, die Energiepreise steigen und damit auch die Lebensmittelpreise. Heizen kostet langsam ein Vermögen, das selbe gilt für Strom und Sprit und im Januar kommt die CO2 Steuer noch drauf.
Sparbuch 0 % Zinsen, Tagesgeld 0,01 % . Da kann sich jeder ausrechnen wie sein Erspartes weniger Wert wird.

@joyomaran

Nichts von den Problemen hat irgendwas mit Kapitalismus zu tun!
* Wir haben die EZB die seit 10+ Jahren ungehemmt die Geldmenge erhöht um die PIIGS am Leben zu erhalten.
* Wir haben einen Staat der lockdowns verhängt und so Güterknappheit erzielt, obwohl es für Menschen unter 60 und ohne Vorerkrankung praktisch kein Risiko gibt.
* 2/3 (!!!) des Energiepreises sind STEUERN!
* Wer stoppt nochmal gerade Nordstream 2 ???
* Der Staat verknappt Bauland und verursacht immense Mehrkosten durch immer absurdere Bauauflagen.

Es ist geradezu aberwitzig die Probleme dem Kapitalismus in die Schuhe zu schieben.

Nun ja

Bei uns in der Firma wurden die Verkaufspreise jetzt um 8% erhöht.

Durch Änderungen in der Produktion können voraussichtlich die Kosten im kommenden Jahr um 10 bis 15% reduziert werden.

Die +8% im VK bleiben aber. Lässt sich ja gerade so gut verargumentieren, mit Corona, Lieferketten und „alles wird teurer“ ;-)

@Deeskalator - 09:08

"Jetzt läuft es
für die Gewerkschaften auf Do or Die hinaus.
in den Letzten 10 Jahren des Wirtschaftsaufschwungs haben sie gerade mal Inflationsausgleich erstritten, obwohl im selben Zeitraum die Umsätze der Großen teilweise um 300% gestiegen sind."

Wer meint, die Phänomene der Steuervermeidung sowie die EZB-Politik sind maßgeblich von den Gewerkschaften einzufangen, bzw. werden von Ihnen sogar noch toleriert, verfolgt eine ziemlich naive Sündenbock-Theorie.

"Dann haben Sie auch noch dabei mitgespielt, dass die Groko ihr bestes versucht hat um die kleinen Gewerkschaften (aka die die noch biss haben) zu entmündigen.
Sollten sie auch jetzt weiter auf Kuschel- bzw. Anbiederungskurs mit den AG bleiben, brauchen sie sich nicht wundern, wenn sie in 10 Jahren gar keine Mitglieder mehr haben..."

Klar, weil die Arbeitswelt der Zukunft ohne Gewerkschaften viel besser funktionieren kann. Lohn und Inflationsausgleiche werden von geläuterten Arbeitgebern dann ganz automatisch ausgeglichen...

Angst Panik

Die Menschen mit niedrigem Einkommen, etwa um 1800 Netto, haben Angst vor der Zukunft. Wenn sie etwa 1000 Euro Miete und Nebenkosten zahlen müssen, bleibt nichts mehr für Sparen, denn die Lebensunterhaltungskosten steigen rapide. Was ihnen noch mehr Sorge macht, sind die Auflagen für Klimaschutz und dadurch bedingte Teuerung. Etliche sprechen mit dem Arbeitgeber wegen Lohnerhöhungen. Viele stranden aber mit dem Versuch. Auch die Firmenchefs sind teilweise verunsichert und haben Pandemie bedingte Ausfälle zu kompensieren. Und wenn man die Ideen zu ÖPNV und Elektro Autos sieht, dann wissen viele auch nicht, wie sie das alles bezahlen sollen. Viele sind Pendler und können nicht mehr viel dazu zahlen. Da wundert es mich nicht, wenn man jede Diskussion ablehnt und lieber den Stimmen zuhört, die gegen Staat und Wirtschaft aufwiegeln. Darin liegt auch eine fatale Folge der unzureichenden gesellschaftlichen Diskussion. Emotion bestimmt die Diskussion, nicht Sachinhalte und greifbare Pläne.

um 08:57 von Cillie21

""08:38 von joyomaran
„Selbst der ADAC ruft inzwischen zum Boykott gegen die hohen Spritpreise auf“
Das kann er ja machen, aber was ändert es. Selbst mit den paar, die sich die hohen spritpreise am frühen Morgen gönnen, verdient der Tankstellenbetreiber genug.""

Die Tankstellenbetreiber verdienen am Sprit das Wenigste, ohne Zusatzverkauf könnten die alle zumachen.
An den hohen Energiepreisen verdient nur Einer, er greift dem Verbraucher immer tiefer in die Tasche.
Egal ob Gas, Strom, Sprit und...
Der STAAT

@ 09:31 von DeHahn

An das 'Märchen' vom "Markt, der alles regelt" habe ich noch nie geglaubt; das ist letztlich auch keine Glaubensfrage, auch wenn einige den unregulierten Kapitalismus in den Stand einer Pseudoreligion erheben.
Marx würde heute vielleicht sagen, dass nicht kritische Religion sondern unkritischer Konsum 'Opium für das Volk' ist.

Es ist schon dreist ...

... wie den Arbeitnehmern die Aufgabe zugeschoben wird, die Inflation durch "Lohnzurückhaltung" nicht weiter ausarten zu lassen.

Als ob es nicht Staat und Unternehmen gewesen wären, die die Preise hochgetrieben hätten: durch erhöhte Abgaben und Steuern (Benzin Co2 Abgabe) und völlig übertriebene Umsatzrenditeforderungen.

Dass sich dies rächt, ist jetzt schon abzusehen. Das Konsumklima ist schlecht, da marginale Tarifabschlüsse zu immensen Kaufkraftverlusten führen.

Wer Sorgen hat, wie er die nächste Heizrechnung zahlen oder wie er noch tanken soll, der verkneift sich den Konsum.

Und Staat und Unternehmer aufgepasst, bei zurückgehendem Konsum schrumpfen die Unternehmensgewinne und Steuereinnahmen.

Und Ihr seid die Verursacher des kommenden Wirtschaftsabschwungs.

Unsere Perspektive in Markt und Geldwirtschaft?

Die Sozialbeiträge steigen bereits, Sparpotenzial mag da sein- nur wem nützt es, wenn der Geldwert sinkt? Inflation hat die unselige Folge, dass Geld zwar vorhanden ist, aber die Leistung oder die Ware teurer ist. In allen wichtigen Branchen steigen die Kosten, bedingt durch unterschiedliche Ursachen, Energie und Umstellung auf alternative Ressourcen. Dennoch bleiben Altersversorgung, Pflegebedarfe, Betreuungskosten für Kinder und alte Menschen im Schlepptau der Inflation. Wir haben einen Punkt erreicht, an dem Schönreden nicht helfen. Wir werden uns damit arrangieren müssen, dass Überfluss und hoher Standard in allen Lebensbereichen enden. Und wir älteren Jahrgänge müssen endlich der jungen Generation klarmachen, dass die gesellschaftlichen Ressourcen von umfangreicher staatlicher Fürsorge enden. Weil es niemand mehr bezahlen kann und weil uns Vorhaben und gewaltiger Umbau in Deutschland Gelder in unvorstellbarer Höhe kosten werden, die andernorts fehlen. Diskutieren wir das mal!

@ 11:31 von guggi - Sozialdarwinismus

>>* Wir haben einen Staat der lockdowns verhängt und so Güterknappheit erzielt, obwohl es für Menschen unter 60 und ohne Vorerkrankung praktisch kein Risiko gibt.
...
* Der Staat verknappt Bauland und verursacht immense Mehrkosten durch immer absurdere Bauauflagen.
<<

Der Altersschnitt bei Covid19-Erkrankten auf den Intensivstationen liegt bei Mitte 55. D.h. noch zwei Verdoppelungen (Exponentialfunktion) und die unter 60jährigen füllen die Intensivstationen über den Anschlag.
Oder habe ich Sie falsch verstanden und Sie plädieren dafür jeden über 60 oder mit Vorerkrankungen die medizinische Behandlung zu verweigern.

Zum Thema Bauland - Bauland ist ein begrenzte Ressource. Deutschland ist ein dichtbesiedeltes Land, welches noch Wälder und Felder hat. Sie möchten also Deutschland gnadenlos zubetonieren, während auf dem Land die Dörfer verfallen?

/// Am 30. November 2021 um

///
Am 30. November 2021 um 11:55 von Sternenrindviech
Nun ja

Bei uns in der Firma wurden die Verkaufspreise jetzt um 8% erhöht.

Durch Änderungen in der Produktion können voraussichtlich die Kosten im kommenden Jahr um 10 bis 15% reduziert werden.

Die +8% im VK bleiben aber. Lässt sich ja gerade so gut verargumentieren, mit Corona, Lieferketten und „alles wird teurer“ ;-)///
.
Gratultion. Profitable Firmen können investieren, wettbewerbsfähig bleiben und die Zukunft der Arbeitsplätze sichern.

@ 10:55 von AufgeklärteWelt

"Deutschland zerfällt weiter in besitzlose und besitzende Klasse, wobei erstere zunehmend von Präkariatisierung gekennzeichnet ist. Ein vor allem politisches Versagen in den Merkel-Jahren und Merkel-Verantwortung."

Das ist richtig, aber ich habe keine Hoffnung, dass sich dies unter der Ampel ändert. Ich habe eher die Befürchtung, dass dies schlimmer wird.

@ bashir

Ja, es ist schwer zu verstehen, da in allen Medien die Halbwahrheit von 2,8 % herumgeistert.

Bei 2 Jahren Laufzeit ergibt das nun mal nur 1,4 % aufs Jahr gerechnet..

Bei 5,2 % Inflation.

Das heißt, real wird den Beschäftigten der Lohn um fast 4 % GEKÜRZT.

Wenn das für Sie großartig ist ...

@DeHahn Zitat: "Schuldenabbau

@DeHahn
Zitat:
"Schuldenabbau
Die altmodische Methode, die Schulden zurück zu zahlen ist passée. Heute werden die Schulden durch Geldentwertung "abgebaut". Aber klar, wir glauben weiter an das Märchen vom "Markt" der alles regelt!"

In welcher Märchenwelt ist denn die Schuldenrückzahlung von Staaten passiert?
In der Realität passiert dies seit Jahrhunderten nur soweit das man gerade noch kreditfähig bleibt um neue Schulden aufzunehmen
--
übrigens - des einen Schulden sind des anderen Vermögens
und
Infaltion gibt es seit es das Zinses-Zins-System als Basis für Wirtschaft und Finanzen gibt - also die gesamte Lebensdauer des Kapitalismus!

re 11:55 Sternenrindviech: Argumentationen

>>Bei uns in der Firma wurden die Verkaufspreise jetzt um 8% erhöht.

Durch Änderungen in der Produktion können voraussichtlich die Kosten im kommenden Jahr um 10 bis 15% reduziert werden.

Die +8% im VK bleiben aber. Lässt sich ja gerade so gut verargumentieren, mit Corona, Lieferketten und „alles wird teurer“ ;-)<<

„Argumentiert“ wird immer mit „gestiegenen Kosten“. Aber kein Käufer gibt deshalb mehr Geld aus als nötig.

Und das ist die Crux: Wenn Ihr Arbeitgeber es schafft, bei sinkenden Kosten 8% höhere Preise am Markt durchzusetzen, hat er entweder das Ei des Columbus erfunden (dann sei es ihm gegönnt) - oder er hatte vorher schlicht viel zu niedrige Preise genommen.

Diese Art von Problemen wird tatsächlich der „Markt“ richten - deshalb haben wir ihn ja!

Verdi

Unter Frank Bsirske (Grüne) mussten die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes schon stetige Reallohnkürzungen hinnehmen.

Wer gedacht hat, das würde sich unter Frank Werneke (SPD) ändern, weiß es seit gestern besser.

Anstatt die Interessen der Arbeitnehmer zu vertreten, fühlen sich die Gewerkschaftsvertreter berufen, die politische Vorgabe der "Lohnzurückhaltung " überzuerfüllen.

Das Parteibuch scheint mehr zu bedeuten, als der Mitgliedsausweis der Gewerkschaft.

Applaus, Applaus

Nun wissen wir, dass die Arbeitgeber und Gewerkschaftsvertreter den Applaus für alle die, die während der letzten zwei Jahre den Laden am laufen hielten, als völlig ausreichend betrachten.

Forderungen nach einem Inflationsausgleich werden dagegen als ungehörig angesehen.

Berufswahl

Bei der Wahl des Berufs und des Arbeitgebers sollte man auch die Wertschätzung für die Tätigkeit berücksichtigen.

Da die Arbeitgeber und sogar selbst die Gewerkschaften, die geleistete Arbeit im öffentlichen Dienst so gering schätzen, dass sie den Arbeitnehmern noch nicht einmal einen Inflationsausgleich zugestehen, sondern miteinander vereinbaren, den Angestellten die Reallöhne um fast 4 % zu kürzen, kann man keinem jungen Menschen empfehlen, dort zu arbeiten.

Wer als Beschäftigter im öffentlichen Dienst ...

... die fehlende Wertschätzung des Arbeitgebers nicht mehr ertragen kann, sollte sich nach einem anderen Arbeitgeber umsehen.

Wir haben Fachkräftemangel und da die Beschäftigten im ÖD hochqualifiziert sind, ist es ein leichtes, eine neue Arbeitsstelle zu finden.

In der freien Wirtschaft dürfte es auch kein Problem sein, bei den Arbeitgebern, die händeringend Mitarbeiter suchen, auch Lohnsteigerungen durchzusetzen, die ÜBER der Inflationsrate liegen.

rer Truman Welt

Daß Nichteingreifen der EZB bei einer rasant angestiegenen Inflationsrate ist nicht nur unverständlich, sondern auch suspekt!
Die Erzählung von nachlassendem Inflationsdruck entbehrt jeder soliden eingeschätzten Faktenlage. Wenn die EZB Vorsitzende spätestens Mitte nächsten Jahres eine neue Geschichte erzählen wird, weshalb die Inflationsrate weiterhin sehr hoch ist, muss sie umgehend aus ihrem Amt entfernt werden. Sie handelt aus meiner Sicht unverantwortlich!

Es ist schon befremdlich ...

... wenn der Verhandlungsführer der Arbeitgeber sich freut, dass der Tarifabschluss den Beschäftigten "weh tut" (Originalton).

Noch befremdlicher ist es allerdings, dass sich der Verhandlungsführer der Gewerkschaft zufrieden zeigt, wenn die Beschäftigten einen Kaufkraftverlust von fast 4 % erleiden.

Wenn Verdi ...

... 5 % Tariferhöhung fordert (0,2 % UNTER der Inflationsrate) ...

... dann kommt 1,4 % heraus (aufs Jahr gerechnet bei einer Laufzeit von 2 Jahren).

Das ist ungefähr ein Viertel der ursprünglichen Forderung.

Wo haben die bei Verdi denn Verhandeln gelernt?

@8:31 von Bender Rodriguez

„Deswegen jetzt prassen und Schulden machen.“

Sehe ich etwas anders.

„Im Alter werden wir so oder so arm werden.“

Sie vielleicht. Ich nicht.

Es ist schlimm ...

... dass die Politik bestimmt, wer die Arbeitnehmer vertritt.

Ich finde, DGB Gewerkschaften wie Verdi sollten als Arbeitnehmervertreter nicht zugelassen sein.

Sie haben wiederholt und stetig gezeigt, dass sie die Interessen der Arbeitnehmer nicht vertreten wollen oder können.

Stattdessen sollten allein Spartengewerkschaften wie GDL oder Cockpit zugelassen sein. Auch wenn es dem ein oder anderem nicht gefällt. Weselsky und Co. vertreten die Interessen ihrer Mitglieder.

Und das allein ist der Zweck von Gewerkschaften, NICHTS anderes.

Eigentlich ist es recht einfach zu verstehen,

wenn die Nachfrage den Markt also steuert, ist das Volk in der Lage den Markt zu regulieren.

Warum tun wir es dann nicht?

Reduzieren wir doch einfach mal unseren Konsum auf das Wesentliche für ein Jahr und schauen dann was passiert.
Kaufen wir ein Jahr nur noch regionale Produkte, pendeln so oft es geht mit dem Fahrrad, ÖPNV oder in Fahrgemeinschaften zur Arbeit, entdecken in der Freizeit unsere Umgebung statt weit zu Reisen, usw..

Natürlich muss das jeder für sich entscheiden, denn dem Staat ist daran gelegen soviel Konsum wie möglich zu generieren, damit er die entsprechenden Steuern verbuchen kann.

Am 30. November 2021 um 10:21 von Cillie21

" Sie haben das nicht ganz verstanden. Ja die Preise legen die Ölkonzerne fest, die jeweiligen Betreiber schlagen noch was drauf. "

Das ist aber nur ein Drittel der Wahrheit, 2 Drittel sind nämlich Einnahmen vom Staat, also sind die Gewinner, nicht primär der Ölbesitzer, sondern Börsengewinne und Staat mit der zusätzlichen Mehrwertsteuer, die dann auch noch obendrauf kommt.

12:35 von Einfach Unglaublich

So lange Deutschland mit Lohndrückerei und Steuersenkungen Exportvizeweltmeister ist, sind den großen Unternehmen die zurückgehenden Gewinne durch weniger Konsum im Inland schnuppe.

Darstellung: