14- bis 29-Jährige: Jugend nicht so grün wie gedacht

22. November 2021 - 14:07 Uhr

Die größte Sorge bereitet den meisten 14- bis 25-Jährigen in Deutschland zwar der Klimawandel. Doch laut einer Jugendstudie sind die meisten von ihnen nicht zu einem nachhaltigen Lebenswandel bereit. Das Fazit lautet: Die Politik muss handeln.

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Kommentare

Bereitschaft gering,

Also genau, dass was viele leistungsbereite Bürger, Steuerzahler und Rentner schon seit vielen Jahren sicher wussten und immer wieder geschrieben und gesagt haben.

Die Generation Greta, Neubauer usw. kann viel fordern, besonders von andern, aber ist nicht in gleichem Masse bereit persönliche Änderungen und verhaltensweißen eigenverantwortlich durchführen.

Wasser und Wein so wie immer.

Auf Wohlstand

verzichten fällt schwer. Zur Klima Demo ja,aber mit dem Auto von Mama hingefahren.

Wenn's an das Eingemachte geht, wird auch bei den Jüngeren ...

... gekniffen.
Längst sind nicht alle FFF.
Und Greta dürfte nur in wenige Fällen DAS Vorbild sein.
Man kann zwar die grüne Flagge schwenken, aber was das dann konkret bedeutet, ist vielen erst dann bewußt, wenn sie die Details vor Augen geführt bekommen.
Man darf also die jüngere Generation nicht per se für umweltbewusstes Handeln loben, tun sie nämlich nicht so durchgängig, wie es in den Medien gern rüberkommt.

wer hätte das gedacht

sind die jungen doch vernünftiger als die grüninnen um neubauer und annalena

Das Ergebnis war so erwartbar ...

das heißt nicht, dass die demonstrierenden Schüler und junge Menschen gegen ihre eigene Einstellung demonstrieren.
Sie stellen schlicht nicht die Mehrheit in ihrer Altersklasse da.

Ich habe für mich schon einige Entscheidungen getroffen.
Ein Auto ist nicht in meinem Besitz und solange die Umstände es erlauben, versuche ich es auch so zu belassen.
Selbst beim Fleischkonsum empfinde ich die Frage, ob ja oder nein, einfach für dumm.
Fleischkonsum an sich ist nichts schlimmes. Es geht um den übermäßigen Fleischkonsum.

Und ich bin überzeugt, dass jeder hier etwas ändern könnte ohne das Druck aus der Politik kommt.
Denn Druck führt zu Gegendruck.
Kann ich den privaten Besitz von Autos verbieten? Politisch vielleicht, zugleich kochen dann aber andere Probleme hoch.
Wer auf ein Automobil angewiesen ist, dem kann ich dies schlecht verbieten. Alternativen müssen her.
Und hier liegt das Problem. Wir denken immer mehr in Extremen.

Kümmern sich ums Klima aber

Kümmern sich ums Klima aber nicht um die Rente?
.
Wissen die nicht, dass ihr Lebensabend ohne Rente so fürchterlich wird, dass ihnen das Klima dann völlig egal sein kann?
.
Also wenn das nicht Grün (hinter den Ohren) ist, was dann?

Bestätigung

Die Studie bestätigt, was einem aufmerksamen Beobachter der jungen Generation schon lange bekannt ist. "Wie die Alten sungen, so zwitschern auch die Jungen".

@ schiebaer45

Zur Klima Demo ja,aber mit dem Auto von Mama hingefahren.

Können Sie diesen abgegriffenen Narrativ wenigstens durch echte Beispiele belegen?

@14:17 von werner1955

"Die Generation Greta, Neubauer usw. kann viel fordern, besonders von andern, aber ist nicht in gleichem Masse bereit persönliche Änderungen und verhaltensweißen eigenverantwortlich durchführen"

Das krankt ja schon daran, dass es keine "Generation Greta" gibt. Dieses ganze Marketinggequatsche von irgendwelchen "Generationen" halte ich für ausgemachtes Gaga. Es gibt junge Menschen, die Fahrrad fahren, vegetarisch leben und in Bio-Läden ohne Verpackung einkaufen und es gibt Menschen des gleichen Alters, die sich mit 18 sofort einen BMW kaufen, dauernd neue Klamotten shoppen und zum JunggesellInnenabschied nach Malle fliegen.

Schließlich gibt es Junge Union, Junge Liberale, Grüne Jugend, Jusos (wie heißt das bei den Blauen?). Und die haben in der Frage bestimmt unterschiedliche Ansichten

So wie nicht alle Ü60 zum Musikantenstadl gehen und nicht alle Männer am Samstag ins Stadion und nicht alle Frauen 100 Paar Schuhe haben.

um 14:17 von werner1955

Es Ist unredlich, wenn sie die Junge Generetion in einen Topf werfen und als Generation Greta bezeichnen, die nicht bereit ist, in gleichem Maße eigenverantwortlich zu handeln, so geht das fehl.
Wie verläßlich die Umfrage wirklich ist, vermag ich nicht zu beurteilen.

Re : werner1955 !

Tja, viele in der Generation "Greta" haben viel von ihren Eltern gelernt und übernommen, und wollen erst einmal leben. Das beinhaltet halt nicht gerade den Verzicht und die wirkliche Einsicht.
Natürlich müssen da viele noch sehr viel dazu lernen, aber nicht nur die Jungen, sondern auch das Mittelalter, und die Älteren. Auch da gibt es sicher einige, die auf Demos erscheinen, aber dann großartig nach Malle oder gar die Malediven fliegen, ohne sich Gedanken zu machen.
Verzichten will gelernt sein, und dies fängt schon im Kleinen an, auch bei den ganz Kleinen. Am Besten vorgelebt von den Erwachsenen, wenn diese es endlich kapiert haben !

Sankt-Florian-Prinzip

Besser kann man das Sankt-Florian-Prinzip nicht beschreiben. Das erinnert mich an Hannes Jaenicke in einer Talkshow - ich glaube Plasberg. Es ging um Windkrafträder und die Weigerung Vieler, diese in unmittelbarer Nachbarschaft hinzunehmen. Jaenike: "All diese Leute, die meckern, wollen doch auch die Heizung hochdrehen und das Licht anmachen. […] "Ich kann doch nicht mit einem 'Windkraft tötet'-Schild vor dem Landgericht Potsdam rumtapern, aber dann die Glotze laufen lassen"

Plasberg: "Moment! Genau das können Sie", unterbrach der Moderator und zeigte ein entsprechendes Bild, das Jaenicke vor dem Reinhardswald zeigt, wo 18 Windkrafträder gebaut werden sollten. In der Hand hält der 60-Jährige ein Schild mit der Aufschrift "Waldschutz ist Klimaschutz".

Wenns nicht so traurig wäre….

Jeder hat wohl Felder, wo der

Jeder hat wohl Felder, wo der Verzicht leichter fällt und andere, wo es schwierig bis unmöglich wird. Wenn ich mich durch die Stadt bewege, dann fast immer mit dem Rad. Auto in H nur per Caarsharing. Und auch überwiegend vegetarische Ernährung fällt mir nicht schwer. Auf der anderen Seite kann ( und will) ich nicht aufs Fliegen verzichten, wenn ich zwischen meinen beiden Heimaten (Kanaren/Hannover) verkehre, ist jetzt gerade wieder der Fall. Video geht halt nicht immer. Aber ich versuche es mehr einzusetzen und meine jährlichen Reisen nach D wenigstens zu reduzieren. Einfach ist das alles nicht und ich bin mir der Ambivalenz meines Verhaltens bewusst.
Im Nachhinein erklärt der Artikel auch, warum doch soviele Junge die FDP gewählt haben und nicht die Grünen.

@werner 1955

Ich sehe es immer bei meinen Enkeln, wenn ich sie auf dieses Thema anspreche.
Theoretisch sind sie die Umweltschützer, aber wenn man sie darauf anspricht auf dieses oder jenes zu verzichten, wollen sie nicht mehr soviel davon wissen.
Und mit Ihrem Satz "Wasser und Wein so wie immer" haben sie vollauf recht.

14:21 von schiebaer45

"Zur Klima Demo ja,aber mit dem Auto von Mama hingefahren."

,.,.,

Typische Klischee-Vorstellung. :-(

14:34 von na ihr Sofahelden

@ schiebaer45
Zur Klima Demo ja,aber mit dem Auto von Mama hingefahren.
.
Können Sie diesen abgegriffenen Narrativ wenigstens durch echte Beispiele belegen?

Ich schließe mich der Auffassung von schiebaer45 an.

Zu Ihrer Auffassung rege ich an, dass Sie zu Ihrer Auffassung Beispiele vorbringen.

Fazit: Klima-Demos von jungen Menschen zu deren Belustigung und Zeitvertreib und sich andererseits an der Luftverschmutzung und am folglichem Klimawandel beteiligen, ist ein Zeichen von Unerfahrenheit.

um 14:30 von Bender Rodriguez

>>
Kümmern sich ums Klima aber nicht um die Rente?
.
Wissen die nicht, dass ihr Lebensabend ohne Rente so fürchterlich wird, dass ihnen das Klima dann völlig egal sein kann?
.
Also wenn das nicht Grün (hinter den Ohren) ist, was dann?
<<

Schon der Ausdruck "sich um die Rente kümmern" ist falsch. Faktisch ist es nämlich jederzeit so, dass genau das verteilt wird, was erwirtschaftet wird. Und niemand kennt genau die Zukunft. Klimawandel kann man aber dafür sorgen, dass sehr, sehr wenig für den Einzelnen zu konsumieren bleibt - dann auch für die Rentner. Zwei Dinge zeigt die Studie:
1. Dass man "Verzicht" ganz neu denken muss und es nicht immer im eigenen Ermessen steht und
2. dass man es nicht (nur) in die Hände des Einzelnen legen darf, sondern gesellschaftliche Rahmenbedingungen braucht.

Diese Erkenntnis gilt am Ende für das ganze Farbenspektrum.

Die Politik irrt sich schon wieder. Auch die Grünen.

So ist das bei den 14 bis 29 Jährige, auch hier auf Eigenvorteil bedacht, nur eine Minderheit will das Allgemeinwohl an erster Stelle. Auch das meist eindeutige Symbol der zerstörte Umwelt, das Auto, wird hier heiss und innig geliebt.
Schon ernüchternd.

Konsumversunken im Hier und Jetzt

Eigentlich ganz gut,dass die meisten der Jugendlichen genauso verwöhnte Konsumfetischisten sind wie ihre Eltern.
Dann gibt das nämlich doch keinen gesellschaftlichen Generationenkonflikt, der Deutschland zerbricht.
Auf der anderen Seite zeigt sich hier generationenübergreifend eine Geisteshaltung die extrem ichbezogen ist.
Konsequenter Klimaschutz wäre eine Politik, die der Mehrheit der Deutschen zu Gute käme.
Denn die Mehrheit der Deutschen wird ja erst noch geboren.
So weit denken die meisten nicht, weil das Denken in nationalen Dimensionen heute aus der Mode gekommen ist.
Aber es ist so: die meisten Deutschen werden erst noch geboren.

Ein Glücksfall für die Bequemen und Unwilligen

Die Bequemen und Unwilligen freuen sich natürlich, wenn ein Teil der Jugend genauso bequem und unwillig ist wie man selbst.

Dann fühlt sich die eigene Untätigkeit gleich viel besser an...

Alt genug

Da ich alt genug bin, einschließlich meiner eigenen, auch noch die Jugend dreier meiner Nachfolgegenerationen zu erleben bzw. erlebt zu haben, weiß ich recht genau, dass es erstens immer ernsthaften Widerspruch zu den jeweils älteren gab und gibt und zweitens der Einfluss der älteren auf den weiteren Lebensweg und die Haltungen der Jungen doch sehr stark weitergegeben wurden und sicher auch werden.
Ich erlaube mir zu sagen: Lächelt mal ruhig wohlwollend zu Greta u.a. und wisst: So schlimm werden auch die nicht werden.
Und: Der Meeresspiegel wird ansteigen.

14:37 von Traumfahrer

Verzichten will gelernt sein, und dies fängt schon im Kleinen an, auch bei den ganz Kleinen.

Ich kann Sie schon verstehen. Aber verzichten soll der, der verzichten will und kann. Und die jüngere Generation von 14 bis 29 Jahre können ja verzichten, wenn sie es zugunsten des Klimaschutzes geht; sie sind ja keine Kindergartenkinder mehr. Man sollte schon seinen Idealismus auch vorleben.

Verläßlichkeit

Diese Untersuchung stammt anscheinend von 2014. Sie ist alles andere als aktuell. Im übrigen glaube ich einer solchen Untersuchung immer erst, wenn ich die Fragen kenne. Die Art der Fragestellung programmiert häufig schon das gewollte Ergebnis vor.

Die Alten sind das Problem

Der Text ist das argumentum ad hominem schlechthin. Die Taten der Jugend haben keine Relevanz auf den Wahrheitsgehalt wissenschaftlicher Erkenntnisse bezüglich des Klimawandels.

Das System hat nicht die Jugend erschaffen. Sie hat auch nicht die Entscheidungsgewalt und entweder gar kein Wahlrecht oder ist in der Unterzahl.

,,Die machen ja selber nicht" ist ein Argument, das nichts bringt, nichts verändert und im Endeffekt eine Ausrede ist, sich nicht verändern zu müssen.

Bauchpinselei einer ganzen Generation von Jungwählern

Die Industrie zeichnet eine Hyperrealität nach der anderen, da sich Ursprünglichkeit im großen Stile nicht vermarkten lässt. "Funrides" auf E-Rollern sorgen für ein Gefühl der Freiheit, Carbon-frei, ohne Lärm .. stellvertretend für eine Art "Leichtigkeit", die eben auch symbolhaft für eine Befreiung dieses Planeten vom Unrat der Menschheit darstellen soll. Es riecht nicht mehr nach Benzin - Beweis erbracht, und vor allem: Beitrag geleistet! Hinterfragt werden muss also nicht weiter. Und wenn erstmal web 3.0 die Menschen vollends in die hyper-realen Räume gezogen hat stellen sich Umweltfragen eh nicht mehr. Diese Welt ist sauber, Carbonfrei und v.a. auch keimfrei (wozu im Moment ja auch erzogen wird).

Alles nicht so einfach

wenn man die Kosten für Heizung und Strom mal selbst bezahlen muss und eigentlich auch auf das Smartphone verzichten müsste weil dessen Produktion auch nicht gerade ökologisch einwandfrei ist.

14:35 von dr.bashir

<< @14:17 von werner1955

"Die Generation Greta, Neubauer usw. kann viel fordern, besonders von andern, aber ist nicht in gleichem Masse bereit persönliche Änderungen und verhaltensweißen eigenverantwortlich durchführen"

Das krankt ja schon daran, dass es keine "Generation Greta" gibt. [...] Es gibt junge Menschen, die Fahrrad fahren, vegetarisch leben und in Bio-Läden ohne Verpackung einkaufen und es gibt Menschen des gleichen Alters, die sich mit 18 sofort einen BMW kaufen, dauernd neue Klamotten shoppen und zum JunggesellInnenabschied nach Malle fliegen. <<

.-.-.-

Danke.

Das wollen gewisse ältere User nun aber gerade nicht hören.
Sie wollen auf die Jugend schnauzen.
Und zwar pauschal.

Die heute 14 bis 25 Jährigen

sind laut der Umfrage nur bedingt bereit ihr Leben zu änder, um den Klimawandel ein wenig abzumildern. Aufhalten werden sie ihn ohnehin nicht, denn dafür ist es längst zu spät.

Die junge Generation ist nur zu etwa 25% bereit ihr Leben zu ändern und auf Fliegen, Auto usw. zu verzichten.

Bei der älteren Generation sieht es eher noch schlechter aus und wie man an den Kommentaren sieht, loben die Alten die Jungen ja auch noch für ihr klimaschädliches Verhalten.

Eines unterscheidet die Alten aber von den Jungen. Wenn der Klimawandel so richtig zuschlägt, dann sind wir alten längst unter der Erde, während sich die heute uneinsichtigen Jungen mit all den Folgen des Klimawandels werden auseinandersetzen müssen:
- Hitze / Dürre
- Unwetter
- Wassermangel
- Massenmigration aus unbewohnbar gewordenen Ländern.

Etwas Verständnis für die Jungen habe ich aber auch. Wenn die große Masse der Alten mit schlechtem Beispiel voran geht, fällt es schwer sich anders zu verhalten.

Kann man es der Jugend verübeln?

Wenn die Gesellschaft schon seit Jahren der Jugend vorlebt, auf "pump" der nächsten Generationen zu leben, - wo soll da die konsequente Motivation herkommen, jetzt alles anders zu machen? Ja, die Bildung und das Wissen ist vorhanden, aber wenn es dann um den persönlichen Verzicht geht, kommt der Egoismus zum Vorscheinen. Nach dem Motto: Die anderen machen ja nicht mit, was nutzt denn da mein guter Vorsatz?

Mal Offtopic: Es ist grausam, hier ständig "Grünninen" und ähnlichen Schwachfug zu lesen. Zudem die Verniedlichung der Namen oder das direkte nennen der Vornamen, als ob die User gerade noch am Vortag mit den genannten Personen einen Trinken waren... Ist es so schwer, die Grundlagen der Höflichkeit einzuhalten?

"Die Jugend" gibt es nicht

In dem Artikel wird, wie in vielen Kommentaren, von "der Jugend" geschrieben, eine Formulierung die keinerlei Sinn enthält die Gruppe der 14 bis 29 jährigen (als was auch immer man jugendlich definieren will, es spielt sowieso keine Rolle), ist keine eingeitliche Gruppe mit der selbem Meinung. Jugendlich sind sowohl diejenigen, die eine sozialistische Revolution fordern, als auch die, die in Klassenchats Hitlerbildchen verschicken. Und Jugensliche sind auch diejenigen (größtenteils), die sich bei FFF fürs Klima engagieren. Das müssen aber nicht die gleichen sein, die gerne Dieselautos fahren und fliegen. Daher finde ich einige Kommentare hier etwas unsinnig, wenn sie FFF Inkonsequenz vorwerfen, auf Basus von Aussagen die andere Jugendöiche tätigen.

@Bender Rodriguez
Vielleicht haben Sie recht, aber ich glaube kaum das Wohlstand einen lebensfähigen Planeten ersetzen kann.

Das Problem ist doch weniger die Bereitschaft der Leute...

als vielmehr der Umstand, dass wirklich nachhaltiges Handeln mit unserem Wirtschaftssystem inkompatibel zu sein scheint. Es ist immer alles auf Wachstum, noch schneller noch mehr, ausgelegt. Und wer da auf zivilisatorische Errungenschaften wie Auto, Smartphone etc.pp. nicht verzichten möchte, _muss_ zwangsläufig heutzutage Produkte kaufen, die, umschreiben wir es mal höflich, nicht unbedingt auf Langlebigkeit und gute Reparierbarkeit ausgelegt sind.

Autos von 1920 fahren heute immer noch, Autos von 2020 kriegen aber eventuell in 10 Jahren einfach kein Softwareupdate mehr und müssen dann ersetzt werden. In Haushaltsgeräten werden Zahnräder aus Plastik hergestellt statt Stahl, so dass man sie nicht mehr, wie früher, vererben kann, sondern nach wenigen Jahren ersetzen muss. Bei Smartphones kann man den Akku nicht mehr tauschen und der Softwaresupport wird, ohne Not, eingestellt.

Und Subventionen gehen auch eher in Massenherstellung statt in traditionelle Betriebe.

um 14:41 von Heidemarie Bayer

>>
Ich sehe es immer bei meinen Enkeln, wenn ich sie auf dieses Thema anspreche.
Theoretisch sind sie die Umweltschützer, aber wenn man sie darauf anspricht auf dieses oder jenes zu verzichten, wollen sie nicht mehr soviel davon wissen.
Und mit Ihrem Satz "Wasser und Wein so wie immer" haben sie vollauf recht.
<<

Warum sehe ich nur zuvorderst in solchen Kommentaren den Versuch, das eigene Verhalten zu rechtfertigen ? Es sind doch nicht überwiegend die Jungen, die unsere Straßen mit Autos verstopfen oder Handys benutzen. Umgekehrt scheint aber in dem Altersbereich schon ein gewisses Problembewusstsein vorhanden zu sein, was viele der Älteren schon für sich herauskonsumiert haben. Insofern liegt der "Wasser oder Wein"-Vergleich völlig daneben. Um im Bild zu bleiben: Wir sollte alle Weinschorle trinken können in der Zukunft.

Warum müssen die Mittelalten

Warum müssen die Mittelalten dazulernen? Die Alten werden die Klimaumstellung nicht bezahlen und die Jungen auch nicht, siehe BVerfG Urteil. Das heisst die Mittelalten werden alles bezahlen, vom Klima über Corona bis hin dazu das die Mittelalten keine Rente mehr bekommen.

14:42 von Klärungsbedarf

Schon der Ausdruck "sich um die Rente kümmern" ist falsch. Faktisch ist es nämlich jederzeit so, dass genau das verteilt wird, was erwirtschaftet wird.

Haben Sie schon etwas von Eigenverantwortung im Alter durch eigene Altersvorsorge gehört?!

Wenn man die Berichte der jungen Leute in Hinblick auf den Klimawandel so anhört, meint man gerade, welche erheblichen Sorgen sie sich für ihre Zukunft machen. Die Wirklichkeit sieht aber anders aus. Die jungen Leute sollten sich gegenwärtig vorzugsweise Gedanken machen, wie sie mit dem Corona-Virus umgehen, um überhaupt das Klima im Alter erleben zu können. Und auch hier möchte man die Bilder in den Medien nicht anschauen: Abstand halten sind nur Phrasen für die Kids.

Fordern ja, mitmachen nein.

14:30 von Bender Rodriguez

Kümmern sich ums Klima aber nicht um die Rente?
.
Wissen die nicht, dass ihr Lebensabend ohne Rente so fürchterlich wird, dass ihnen das Klima dann völlig egal sein kann?
#
Da hatte ich in dem alter aber auch nicht an Rente gedacht. Ganz andere Dinge gingen mir im Kopf herum. Beruf,Freundin, Auto und Spass am WE , und ich sehe es bei meinen Enkeln auch nicht anders.Klima war da noch kein Thema.

@werner1955 - Können Sie sich ein Leben ohne Auto vorstellen?

14:17 von werner1955:
"Die Generation Greta, Neubauer usw. kann viel fordern, besonders von andern, aber ist nicht in gleichem Masse bereit persönliche Änderungen und verhaltensweißen eigenverantwortlich durchführen."

Da Ihre eigene Jugend wahrscheinlich länger her ist, möchte ich Sie nochmal daran erinnern: Es gibt keinen Einheitsjugendlichen, der in unzähligen Kopien diesen Planeten bevölkert.

Wenn sich jeder Fünfte ein Leben ohne Auto vorstellen kann und jeder Vierte auf Flüge verzichtet, dann ist das weitaus mehr, als im Rest der Bevölkerung.

Im Vergleich zu der Erwachsenen-Bevölkerung immer noch besser

Ja, auch bei den Jugendlichen zeigt sich die Opferbereitschaft erst, wenn es denn auch soweit ist. Gschwätzt isch schnell.

Aber im Vergleich zur Erwachsenen-Population, welche nicht müde wird, bei Umfragen zu Buche zu geben, dass man die Welt verändern müsse, dann aber die Parteien wählen, welche dem Bürger entweder sagen, wir ändern nichts, oder aber alle Änderungen täten nicht weh, scheint mir die junge Generation bereiter. Höchster Anteil an Nicht-Fleich-Essern, intakte Sparsamkeit und der Glaube daran, dass man etwas ändern könne, wenn man wolle, sind in der jungen Generation stärker ausgeprägt.
Die alte Generation hat doch das CO2-Problem auf unseren Straßen damit gelöst, dass die Messstationen weiter weg platziert wurden...und viele glauben tatsächlich, es sei damit gelöst.

um 14:47 von rareri

>>
Und die jüngere Generation von 14 bis 29 Jahre können ja verzichten, wenn sie es zugunsten des Klimaschutzes geht; sie sind ja keine Kindergartenkinder mehr. Man sollte schon seinen Idealismus auch vorleben.
<<

Zwei Irrtümer: Die Überbetonung des Verzichts. Tatsächlich geht es um ein geändertes Verhalten, was keinen Verzicht bedeuten muss.

Der zweite Irrtum ist, dass die Veränderung in der Macht des Einzelnen steht. Dann endet man wirklich im Verzicht. Kein Einzelner kann aber - um nur ein Beispiel zu nennen - eine neue Bahnstrecke bauen.

14- bis 29-Jährige: Jugend nicht so grün wie gedacht

Wie wer gedacht hat ??
Die Medien oder einige Vertreter davon !

Also ich kann nur für mich und mein Umfeld sprechen !
Aber meine Tochter ist keine "Verehrerin" der Greta, so wenig wie ihr gesamte Klassenstufe.

vielleicht liegt es auch

ein bisschen an Corona. Die jungen Leute haben zukünftig schon genug Einschränkungen auf die sie sich einstellen müssen. Jetzt kommt noch dieses Thema dazu. Ich habe ja selbst in meinem Alter bald schon keine richtige Lust mehr auf irgendwas und die jungen haben noch viel mehr Lebensjahre vor sich. Wie auch immer, wollte nur sagen, das ich die jungen Leute verstehen kann. Wie eben schon jemand geschrieben hat, es gibt solche und solche, in allen Altersklassen.

Einseitig

Das Bild was Schnetzer insgesamt ab gibt, läßt sehr am Wert seiner Studie zweifeln.
Es hat den Anschein, dass es ihn in erster Linie an der Vermaktung seiner Studie geht. Zumindest um die Bestätigung seines Jugendbildes.
Seine Vorschläge gehen an der Coronarealität vollkommen vorbei.
Seine Vorschläge gehen aber auch von einem verzerrten Jugendbild aus, dass ein Teil der Psychologen der Jugend überstülpen wollen.

Wirre Zitate

"Hurrelmann schätzt ein: "Der größte Gegenspieler von Veränderung ist die Komfortzone des Wohlfahrtstaats, in der sich die jüngere Generation nach dem Vorbild ihrer Eltern bequem eingerichtet hat. [...] Die große Mehrheit ist noch nicht bereit, die lieb gewordenen Gewohnheiten in den Bereichen Konsum, Mobilität, Ernährung aufzugeben"

Was hat denn der Wohlfahrtsstaat mit jugendlichem Konsum, Mobilität oder Ernährung zu tun?
Die Erwachsenen haben gerade erst ein simples Tempolimit beerdigt und die Grünen wurden für den Vorschlag, einen Tag in der Woche auf Fleisch zu verzichten gesteinigt.

Und natürlich muss die Politik hier handeln, denn dem Klimawandel ist das Verhalten von ein paar Jugendlichen herzlich egal, v.a. auch deshalb weil ihr CO2-Abdruck im Vergleich zu den restlichen Alterskohorten viel zu klein ist.

Fazit: die Jugend ist nicht besser oder schlechter als der Rest der Gesellschaft. Deshalb kann ich die diebische Freude einiger Kommentatoren hier nicht nachvollziehen.

14:34 von na ihr Sofahelden @ schiebaer45

Zur Klima Demo ja,aber mit dem Auto von Mama hingefahren.

Können Sie diesen abgegriffenen Narrativ wenigstens durch echte Beispiele belegen?
#
Da könnte ich viele Beispiele aus unseren Familien Kreis bringen. Auch meine Enkel Kinder habe ich schon zur Demo mit dem Auto gefahren und das nicht nur einmal.

Fliegen und Wohlfahrtsstaat

Was hat das eigene Auto oder regelmäßiger Fleischkonsum mit einem angeblichen deutschen Wohlfahrtsstaat zu tun?

14:51 von Francis Fortune

in jedem fersehformat nennt habeck die annalena. alle polittalker und alle mods/divers duzen sich. und wir älteren üben halt noch die neue sprache. d a kommen schon mal wortschöpfungen die richtig sind wie grüninnen oder falsch wie steuerinnenzahlerbund bei raus. hoffe, geholfen zu haben

Vielleicht?

Vielleicht sollte man mal eine Umfrage bei den jüngeren Teilnehmer einer Kreuzfahrt bezüglich deren Wahlverhalten machen? Das wäre bestimmt sehr aufschlussreich? (so ein Schiff stößt soviel Dreck wie eine kleine Stadt aus).

14:42 von Sausevind

Wenn ich meine Generation (*1955) so mit der heutigen Generation vergleiche.
Beginnend mit Einwegverpackung, vom Pizzalieferanten über McDonald bis zu dem Kaffeefritzen.
Der Müll / Kopf steigt seit Jahren, nur bei den Senioren ?

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