Tabaklobby findet trotz Werbeverbots neue Marketingwege

22. November 2021 - 08:23 Uhr

Schrittweise wird Tabakwerbung weiter eingeschränkt. Nichtraucherverbänden gehen die Gesetze nicht weit genug. Die Branche sucht nach neuen Marketing-Möglichkeiten. Von Peter Sonnenberg.

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Kommentare

Tabaklobby

Die Tabaklobby arbeitet wesentlich effektiver als die Politik ..... und das dann ganz legal !
Die haben scheinbar richtig "gutes" Personal
die das verstehen ,was sie machen .

Geld oder Gesundheit

Auf der einen Seite, wird mehr oder weniger, halbherzig die Werbung für Tabak weiter eingeschränkt und auf der anderen Seite wird der Konsum von Cannabis erlaubt.

Fällt mir schwer zu glauben, dass es um Gesundheitsschutz gehen soll.

Tabaklobby findet .... neue Marketingwege

Ja und? Hört endlich auf den Menschen die Freiheit des Saufens, Rauchens und Kiffens nehmen zu Wollen - schon der blanke Wille zu dergleichen, sollte durch sedierende Mittelchen ganz wie bei den Heimkindern, ausgetrieben werden.
Im Gegenzug gehören die unmittelbaren oder verbreiteten Folgeerscheinungen dann aus den, durch die öffentlichen Kassen zu blechenden "Krankheiten" ausgegliedert und wären demnach privat zu regeln und feddich... Wann wird der typisch deutsche Paternalismus endlich von der Agenda der zu pflegenden Sitten verbannt und abgeschafft?

Tabakwerbung auf Plaketen überhaupt nötig?

Wo findet die größte Tabakwerbung statt? Hinter dem Rücken der Tankstellenkassierern in den Regalen. Vom Boden bis an die Decke über mehrere Meter breit. Unübersehbar. Im Gegensatz zur Straßenwerbung wird an jeder Tanke nicht nur fürs Produkt, sondern auch die Verfügbarkeit gleich mit beworben.
Vielleicht sollte man da mal ansetzen?

Nicht nur hierzulande haben die Interessen der „Wirtschaft“ im

Zweifel immer Vorrang vor denen der Bürger

"Die Tabakindustrie ist ein Wirtschaftszweig, der seit 70 Jahren systematisch täuscht und betrügt", klagt [der Vorstand des Nichtraucherschutzverbands Deutschland] an und wirft den Konzernen "illegale Machenschaften" vor. "Das fängt bei Tricksereien wie dem bewussten Verdecken von Warnhinweisen auf Werbeplakaten an und reicht bis zu klar rechtswidrigen Werbeaktivitäten."

Das wird ihnen in einem System, in dem mit „Wachstum“ gleichbedeutend mit immer höhere Geldeinnahmen ist und Geld Macht „sichert“ (schließlich heißt es bei Wahlen nicht ohne Grund: „It’s the economy, stupid“) auch leicht gemacht.

„Möglicherweise wollen Kommunen auch nicht ganz auf Tabakwerbung verzichten, helfen die beleuchteten Reklamen doch bei Aufbau und Unterhalt von Haltestellen (…)
Der Fachverband Außenwerbung stellt fest, dass das Verbot der Tabakaußenwerbung zu einem Umsatzverlust von bis zu 20% führen werden“

„Möglicherweise“? Ohne Geld kein „Handlungsspielraum“.

Lobbyisten

Lobbyisten und Skandale gehen Hand in Hand. Wer nach Skandalen der Tabakbranche, der Pharmabranche, der Energiebranche oder der Autobranche sucht, findet Unmengen. Den meisten Politikern scheint das aber kein Problem.

Das eine und das andere... Sigrun 1954...

Rauchen und der Besitz von Zigaretten werden ja nicht verboten, schon gar nicht mit Gefängnisstrafe belegt. Es ist nur nicht mehr überall gestattet und die Werbung sollte komplett eingestellt werden.

Eine mögliche Legalisierung von Cannabis führt erst zu einem echten Jugend- und Verbraucherschutz und vor allem dazu, dass (Gefängnis-) Strafen für Erwachsene bei Besitz abgeschafft werden.

Ich sehe da schon Unterschiede. Auch auf Alkoholwerbung kann man gut verzichten und der Besitz Alkohol führt nicht zu einer Bestrafung.

@Sgrun_1954

"
Am 22. November 2021 um 08:43 von Sigrun_1954
Geld oder Gesundheit

Auf der einen Seite, wird mehr oder weniger, halbherzig die Werbung für Tabak weiter eingeschränkt und auf der anderen Seite wird der Konsum von Cannabis erlaubt.

Fällt mir schwer zu glauben, dass es um Gesundheitsschutz gehen soll."

Mit ein wenig Überlegung hätten Sie selbst auf die Lösung kommen können: Cannabis kann man nicht nur rauchen. Man kann davon Tee machen, Plätzchen backen, es in Medikamenten verwenden und sehr viel mehr.

Versuchen Sie mal Tabak-Plätzchen zu backen.

Einfach Rauchen mal so

Einfach Rauchen mal so kritisieren wie Ungeimpfte, also keine Behandlung oder auf eigene Kosten androhen, dann wars das mit der Droge. Ach warte, da sind ja viele Steuergelder zu holen...

m 09:02 von Ruxolitinib

Tabakwerbung auf Plaketen überhaupt nötig?
Wo findet die größte Tabakwerbung statt? Hinter dem Rücken der Tankstellenkassierern in den Regalen. Vom Boden bis an die Decke über mehrere Meter breit. Unübersehbar. Im Gegensatz zur Straßenwerbung wird an jeder Tanke nicht nur fürs Produkt, sondern auch die Verfügbarkeit gleich mit beworben.
Vielleicht sollte man da mal ansetzen?
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Vielleicht sollte man die ganzen Verbote und Gängelungen mal sein lassen. Die Entscheidung ob ein Volljähriger raucht oder nicht raucht, sollte ihm ganz allein überlassen werden. Ein Verbot der Tabakwerbung halte ich in einem demokratischen Staat für bedenklich.

@Harry Anslinger

"
Am 22. November 2021 um 09:07 von Harry Anslinger
Das eine und das andere... Sigrun 1954...

Rauchen und der Besitz von Zigaretten werden ja nicht verboten, schon gar nicht mit Gefängnisstrafe belegt. Es ist nur nicht mehr überall gestattet und die Werbung sollte komplett eingestellt werden.

Eine mögliche Legalisierung von Cannabis führt erst zu einem echten Jugend- und Verbraucherschutz und vor allem dazu, dass (Gefängnis-) Strafen für Erwachsene bei Besitz abgeschafft werden.

Ich sehe da schon Unterschiede. Auch auf Alkoholwerbung kann man gut verzichten und der Besitz Alkohol führt nicht zu einer Bestrafung."

Zustimmung. Ich bin zwar selber Raucher, Tabakwerbung sollte komplett verboten werden und Alkoholwerbung gleich mit. Jeder Raucher weiß, womit er sich seine Gesundheit ruiniert. "Neu-Raucher" würden durch Werbeverbot deutlich weniger. Und die Entkriminalisierung von Cannabiskonsum ist der richtige Weg. Raucher und Alkoholiker müssen ja auch nicht in den Knast.

Tabak ist eine Einstiegsdroge

Wenn irgendeine Regierung tatsächlich vorgehabt hätte, Kinder und Jugendliche vom Kiffen abzuhalten, dann wäre Tabakkonsum schon vor Jahrzehnten verboten worden.
Aber diese Zielgruppen süchtig zu machen, war ja schon der Alkoholindustrie gelungen.
In beiden Bereichen haben Lobbyisten gute Arbeit geleistet und Milliarden kassiert.
Und sicher ein paar Krümel an die Politik gespendet oder anderweitig unter Politikern verteilt.

@ hesta, um 09:29

"Vielleicht sollte man die ganzen Verbote und Gängelungen mal sein lassen..."

Leider nutzen der Appell an oder das Vertrauen auf die Vernunft vieler Menschen nicht immer.
Wir erleben es doch derzeit, Stichwort impfen.

Wenn die Tabakwerbung verboten wird, ist das doch kein Rauchverbot, sondern eine Verführung weniger.

Was soll daran bedenklich sein?

Ich bin Ex-Raucher

Ich bin - Gott sei Dank - seit 30 Jahren Ex-Raucher. Wie so viele habe ich in der Pubertät angefangen um "erwachsener" zu sein. Irgendwann war mir die Raucher Morgenprozedur zuwider: aufwachen, husten mit Auswurf, erste Zigarrette des Tages anzünden. Gott sei Dank war mein erster Anlauf aufzuhören schon erfolgreich. Ich bin dafür die Tabakindustrie wenn nötig auszubezahlen, so wie die Atomindustrie oder die Kohleindustrie,
damit diese Sucht ausgerottet wird. Alkoholsucht ausrotten ist schwieriger und "Zuckersucht" lässt sich nie ausrotten.

Tabaklobby findet trotz Werbeverbots neue Marketingwege...

Worauf ein gleichbleibender Werbeetat
der Branche auch hindeutet. Das Verbot von Tabakwerbung kann so doll nicht sein. Davon spricht ja auch der Nichtraucherschutzverband.
Und das spricht dafür, daß der Lobbyismus auch in diesem Falle zur Politik findet. Der Umsatz der Tabakindustrie in Deutschland betrug im Jahre 2020 29,5 Milliarden Euro. Der Umsatz mit Zigaretten betrug 2020 22,806 Milliarden Euro gegenüber 2008 mit 19,424 Milliarden.

Am 22. November 2021 um 09:50

Am 22. November 2021 um 09:50 von harry_up "Was soll daran bedenklich sein?"
Bedenklich ist, dass man dem Bürger die eigene Entscheidung ein weiteres Mal bevormundend abnehmen möchte. Wer auf Werbung anfällig ist, der neigt auch zu Schwächen wie Spielsucht, Fettleibigkeit usw. sind dann doch die gängigen Schlussfolgerungen, die vorschnell gezogen werden.

Es wäre einen Versuch wert..

..und würde die sogenannte Volksgesundheit vermutlich verbessern. Bei Erfolg sollte auch die Werbung für Spirituosen eingestellt werden. Wie sollen dann aber die Steuerausfälle kompensiert werden ??

@ hesta, um 09:29

"Ein Verbot der Tabakwerbung halte ich in einem demokratischen Staat für bedenklich."

In einem autoritären Staat wäre es das nicht?

Abgesehen davon könnte man das beliebig erweitern:

...dass man nachts nicht an einer roten Ampel vorbeifahren darf, obwohl weit und breit niemand zu sehen ist,
...dass sich nicht jeder Volljährige einfach eine Schusswaffe zulegen darf,
...dass volljährige Dealer ihre Waren auch nicht an Volljährige verkaufen dürfen.

Das sind jetzt deutlichere Beispiele, die Grenzen sind sicherlich fließend.
Wie gesagt, viele Menschen fassen alles so lange als erlaubt auf, wie es nicht verboten ist; andere sogar, auch wenn es ausdrücklich verboten ist.

Nicht jedes Verbot ist eine Gängelung, und das der Tabakwerbung aus meiner Sicht ganz gewiss nicht.

....ttestEineMeinung #Werbung wirkt...

... immer und bei jedem.

Dessen sollte man sich immer bewusst sein - wer es nicht glaubt kann sich ja mal ganz ehrlich die Frage beantworten, warum er sich gerade für den neuen Schokoriegel, das ach so tolle Desinfektonsmittel für den Haushalt oder die veganen Wanderstiefel entschieden hat.

Tabakprodukte sind extrem gesundheitsschädlich und machen schnell abhängig.

Für solche Produkte sollte keinerlei Werbung erlaubt sein.

Nicht im Fernsehen, nicht in Printmedien, im Kino, auf Plakaten oder an der Kasse von Supermarkt und Tankstelle.

Schon mal daran gedacht das

Schon mal daran gedacht das die Politik gar kein echtes Interesse daran hat die Werbung für Tabak zu verbieten? Einnahmen durch die Tabaksteuer im Jahre 2020, 14,6 Milliarden Euro. Nicht auszudenken wenn plötzlich die hälfte aufhört zu rauchen. Im Jahre 2004 wurde eine Anhebung der Tabaksteuer in 3 Schritten bis zum Jahre 2006 beschlossen. Da die ersten beiden Anhebungen so viele Menschen dazu brachten mit dem rauchen aufzuhören wurde 2005 die 3. Stufe ausgesetzt da die Steuereinnahmen sanken. Noch Fragen.

@Paul Falke um 10:00

"Ich bin dafür die Tabakindustrie wenn nötig auszubezahlen, so wie die Atomindustrie oder die Kohleindustrie, ..."

Ich bin absolut gegen diesen Schritt.
Ich fand auch dass die Ausbezahlung der Kohle- und Atomindustrie ein Fehler war. Denn dies fällt bei mir unter unternehmerisches Risiko.

Das Kohle- und Atomindustrie ausgezahlt wurde lag daran, dass diese ja nicht nur für Kohle- und Atomstrom sorgten, sondern für Strom allgemein.
Die massiven Abschreibungen die dann erfolgen würden, würde natürlich den Ausbau anderer Energiequellen reduzieren, wobei natürlich einige Kraftwerke schon lange abgeschrieben waren.

Am Ende wurden Aktionäre bedient auf Kosten der Steuerzahler.

Ich wäre für eine Auszahlung der Tabakindustrie, wenn jene auch die Besuche bei den Entzugskliniken bezahlt, bzw den Kosten in Krankenhäusern.
Dies wird aber nicht der Fall sein.

Am 22. November 2021

,,Vielleicht sollte man die ganzen Verbote und Gängelungen mal sein lassen. Die Entscheidung ob ein Volljähriger raucht oder nicht raucht, sollte ihm ganz allein überlassen werden. Ein Verbot der Tabakwerbung halte ich in einem demokratischen Staat für bedenklich."

Rauchen verursacht Sucht. Das wissen alle, die schon mal versucht haben, damit aufzuhören. Warum dieser Sachverhalt so wenig mit Krankheit und Schäden in Milliardenhöhe verbunden wird in der Öffentlichkeit, haben Sie den Lobbyisten und der Tabakwerbung zu verdanken, die wie eh und je diese Sucht verklärt zu einer Heldenentscheidung unabhängiger und cooler Individualisten mit Hang zum Posen und Verlachen der Warnhinweise. Mit 18 will eine zahlungspotente Schar sowieso nicht älter werden als 27. Und dann kommen die erwachsenen Abhängigen und sprechen von Cancel Culture.

@ Sigrun_1954

Zitat: "Auf der einen Seite, wird mehr oder weniger, halbherzig die Werbung für Tabak weiter eingeschränkt und auf der anderen Seite wird der Konsum von Cannabis erlaubt.
Fällt mir schwer zu glauben, dass es um Gesundheitsschutz gehen soll."
#
Dem ist nichts hinzuzufügen.
Aber vielleicht kommt man dann zugekifft nach der 2. Tüte (natürlich mit Pfefferminzblättern statt Taback) hinter das Geheimnis der uns zukünftig Regierenden.

Was ich seit Jahren nicht verstehe...

Seit Jahren erfahren wir, dass Rauchen tierisch gefährlich ist und jede Menge Kosten verursacht. Es werden Millionen für Aufklärungskampagnen ausgegeben und ich glaube kaum, dass es einen Raucher gibt, der nicht weiß, dass er oder sie etwas ungesundes macht. Steht sogar auf der Packung. Ich habe jahrelang geraucht und von meiner ersten Kippe an war mir klar, dass das nicht gut ist. Es war mir egal.

Warum ist also Rauchen überhaupt erlaubt? Es ist doch ziemlich blöde, die Werbung für etwas zu verbieten, was selbst nicht verboten ist und dann noch zu beklagen, dass die Firmen, die mit dem Produkt Geld verdienen, versuchen ihren Umsatz zu steigern.

Oder anders gefragt - wenn es bisher keine Tabakprodukt gäbe und jemand würde Zigaretten neu erfinden, hätte der eine Chance, dass ein derart gesundheitsgefährdendes Produkt erlaubt wird? Kann ich mir nicht vorstellen.

Nur zur Klärung, ich habe nichts gegen Raucher, ich habe gerne geraucht. Ich verstehe nur den Umgang mit dem Thema nicht.

@ um 10:11 von Flockenberg

„Bedenklich ist, dass man dem Bürger die eigene Entscheidung ein weiteres Mal bevormundend abnehmen möchte. Wer für Werbung anfällig ist, der neigt auch zu Schwächen wie Spielsucht, Fettleibigkeit usw. …“

Bedenklich ist, dass die eigenen Entscheidungen von Bürgern ständig durch Werbung manipuliert werden. „Wer für Werbung anfällig ist,“ trifft jeden Tag Entscheidungen, die ihm den größtmöglichen Schaden zufügen können.
Erst im Geldbeutel, dann an der Gesundheit.
Außerdem besteht Werbung immer und immer wieder aus Fakenews, die dem Bürger als Information angedreht werden und die vorsätzlich und genau darauf zielen, den Bürger zu seinem Schaden zu beeinflussen.
Werbung müßte Verboten sein!

10:19, harry_up

>>Wie gesagt, viele Menschen fassen alles so lange als erlaubt auf, wie es nicht verboten ist; andere sogar, auch wenn es ausdrücklich verboten ist.<<

Es gibt da zwei Konzepte:

Das erste: Alles, was nicht ausdrücklich verboten ist, ist erlaubt.

Das zweite: Alles, was nicht ausdrücklich erlaubt ist, ist verboten.

Ich neige ganz entschieden dem ersteren Konzept zu.

Und wenn ich etwas Verbotenes tue, dann tue ich das nicht, weil ich es für erlaubt halte, sondern weil ich das Verbot nicht einsehe. Die Konsequenzen nehme ich dann im Zweifelsfall in Kauf.

@dr.bashir Ich glaube kaum

@dr.bashir Ich glaube kaum des es beim Werbeverbot zum Rauchen um die Erwachsenen geht. Die wissen sehr wohl das rauchen ungesund ja sogar tödlich ist, sind volljährig und sollten in der Lage sein darüber selbst zu entscheiden. Ich denke eher es geht um die Heranwachsenden denen über die Werbung suggeriert wir das rauchen cool ist und beim chillen hilft. Als ich noch ein Kind war gab es bei an jedem Kiosk oder Tabakladen auch Kinderzigaretten aus Schokolade oder Kaugummi in täuschend ähnlichen Verpackungen. So wurden schon die kleinsten ans rauchen herangeführt. Es wird Zeit damit Schluss zu machen, gilt übrigens auch für Alkohol.

10:25 von melancholeriker

So lange Ideologien mitspielen, bzw. nur zu zählen scheinen.

Alkohol ist freigegeben, ebenso Nikotin
Haschisch wollen einige einige freigeben
(erst mal, wer weiß was dann folgt)
Wie muß man das werten ?

Klar kann man sich auf den Standpunkt stellen "freier Bürger"
aber dann auch bitte komplett, auch mit den möglichen Konsequenzen.
Wie sieht es damit aus ?
Von daher ist ein Werbeverbot sicherlich noch die beste Lösung
(auch für Zeitgenossen die um ihre "Menschenrechte" bangen)

121000Tote durch Zigaretten,

121000Tote durch Zigaretten, lassen corona fast harmlos erscheinen. .
.
Da wird und wurde nie so drauf reagiert, wie es eigentlich angemessen gewesen wäre.
.
Totalverbot. Wie bei Cannabis, LSD, Heroin......
.
Alkohol können wir lassen. Denn passiv mittrinken geht nunmal nicht.
.
Aber das ganze kann man dramatisch teurer machen.
.

10 Cent Steuern pro Zigarette

kassiert der Staat.
Da wundert es einige warum die Tabakwerbung nicht ganz verboten wird und es Schlupflöcher gibt.

09:08, Anderes1961

>> Cannabis kann man nicht nur rauchen. Man kann davon Tee machen, Plätzchen backen, es in Medikamenten verwenden und sehr viel mehr.

Versuchen Sie mal Tabak-Plätzchen zu backen.<<

Backen kann man die schon. Wenn man sie isst, handelt man sich eine schwere, durchaus auch tödliche Vergiftung ein.

Ich schreibe das, weil es durchaus Trübfunzeln gibt, die so etwas tun würden. Manche haben sich ja auch Chlorbleiche gegen Covidien gespritzt. Deswegen dieser ausdrückliche Warnhinweis.

Es ist extrem schwierig

Es ist extrem schwierig Tabakwerbung zu verhindern. Direkte Werbung ist stark eingeschränkt, aber die Tabakkonzerne haben geschickt z.B. in Cobranding und Markenerweiterungen investiert. Kleidung von Camel, Düfte von Davidoff und Philip Morris ist mittlerweile im Pharmabereich recht umtriebig.
Letztlich hülfe nur nikotinhaltige Produkte zu verbieten - außer zu therapeutischen Verwendungen (Nikotinpflaster).

Ansonsten hilft nur Aufklärung, nicht nur gesundheitliche (das weiß aber mittlerweile jeder), sondern Marketingaufklärung: Den Ehrgeiz wecken, nicht auf die Marketingstrategien hereinzufallen, sich nicht von der Tabakindustrie abzocken zu lassen.
Von mir sieht diese Industrie genau eines: Meinen Mittelfinger. Ich wäre für ein Verkaufsverbot nikotinhaltiger Produkte.

Der neueste Trend: die Tabakverdampfer. Der gleiche Ranz wie zuvor, aber ein sehr geschicktes Marketing und noch höhere Gewinnmargen. Hätte ich keine Moral, ich ginge in die Tabakindustrie. Destruktiver geht es kaum

@ Flockenberg, um 10:11

re @ 09:50 von harry_up

Da reden wir, denke ich, etwas aneinander vorbei.
Die Entscheidung zu rauchen oder es nicht zu tun bleibt doch jedem weiterhin selbst überlassen, auch wenn die Werbung dafür verboten würde.

Naja, und mit Ihren angenommenen Vermutungen bzgl. vorschneller Schlussfolgerungen schießen Sie jetzt doch etwas übers Ziel hinaus.

Ich bin andererseits nicht so naiv zu glauben, dass nicht beinahe jeder von uns, und da nehme ich mich ausdrücklich nicht aus, jeden Tag irgendwo irgendeiner Werbung erliegt.

....ttestEineMeinung @22. November 2021 um 10:00 von Paul Falk

"Ich bin ... seit 30 Jahren Ex-Raucher. Wie so viele habe ich in der Pubertät angefangen um "erwachsener" zu sein. Irgendwann war mir die Raucher Morgenprozedur zuwider: aufwachen, husten mit Auswurf, erste Zigarrette des Tages anzünden. Gott sei Dank war mein erster Anlauf aufzuhören schon erfolgreich. Ich bin dafür die Tabakindustrie wenn nötig auszubezahlen, so wie die Atomindustrie oder die Kohleindustrie,
damit diese Sucht ausgerottet wird. Alkoholsucht ausrotten ist schwieriger und "Zuckersucht" lässt sich nie ausrotten." [sic!]

So wie ihnen ist es schon zu Vielen ergangen.

Diese Industrie verdient ihr Geld damit, dass sie junge Menschen gezielt abhängig macht und hält.
Genau darauf zielen ihre Werbestrategien.

Ich denke nicht, dass wir sie dafür auch noch belohnen sollten.

Und es wird sich wohl auch kein Politiker finden, der nach einem Tabakverbot ein Viertel der Bevölkerung als "Junkies auf Entzug" zum Feind haben möchte...

um 10:19 von harry_up

Das führen von Waffen, oder das Brechen von Regeln im Strassenverkehr mit Tabakwerbung zu vergleichen, ist an den Haaren herbeigezogen.
Und ob ein Verbot von Tabakwerbung eine Gängelung ist mag unterschiedlich bewertet werden. Das ist eben meine Meinung, als Nichtraucher.

Tabakreklame & Tabaklobby

Es gibt bis heute den seltsamen Widerspruch, wieso es eine hemmungslose permanente Bombardierung mit Alkoholreklame im TV und auf Litfasssäulen gibt und beim Tabakkonsum es immer die Verbannung aus dem Fernsehen gegeben hat. Wie geht so etwas? Nur aus dem TV, denn auf den Plakaten gab es in den 1990er Jahren sogar Zitate wie "Ich rauche gern". Die ist eine bewusste Verharmlosung, die von der Tabaklobby bewusst des Verkaufs wegen auch noch als gesund hingestellt wird. Dann kann man eigentlich auch gleich sagen "Ich sterbe gern".

Bitte keine Werbung

für Tabak es ist eine Einstieg Droge,ebenso wie Alkohol.Aber durch die Steuern darauf verdient der Staat auch mit.

Werbung

Werbung ist auch allgemein laengst keine Produkt-Information mehr, sondern reine Manipulation. Das hat der Markt nun so "gerichtet." Natuerlich will Werbung werben und ein neues Produkt vorstellen. Doch ueber das Ziel ist man mit den Methoden schon laengst hinausgeschossen. Insbesondere wenn es um gesundheits- und umweltschaedliche Produkte geht. Die Verantwortung fuer den "Mist", den uns die Industrie unterjubelt, will sie nicht uebernehmen. Es must ja gewachsen werden. Auf Teufel komm raus. Und ergo: Imagepflege bedeutet, das Schlechte zu verstecken oder direkt das Gegenteil zu behaupten (zeigen). Konnte man sich frueher noch ueber "Waescht weisser als weiss" amusieren, so ist heutige Werbung ein psychologisch ausgefeiltes Gehirnwaescheverfahren. Man nennt sowas nicht umsonst Kampagne. Im Grunde ist eine Invasion. Werbung verbieten behindert den Markt, und das ist gut so, denn der "freie" Markt ist ein Hinderniss geworden.

@ heribix, um 10:22

"Schon mal daran gedacht...
...Noch Fragen."

Sie halten die Leserschaft offenbar für recht naiv, denn dass die Steuereinnahmen aus Tabak- und auch Alkoholprodukten dem Staat stattliche Steuereinnahmen bescheren ist ein alter Hut, und das erklärt natürlich die Halbherzigkeit des Staates bei der Bekämpfung des übermäßigen Konsums.

Aber keine Sorge:
Es gibt genügend viele Menschen, die ein Verbot von was auch immer als persönliche Aufforderung betrachten, das genaue Gegenteil zu tun.

um 10:03 von Bernd Kevesligeti

Worauf ein gleichbleibender Werbeetat
der Branche auch hindeutet. Das Verbot von Tabakwerbung kann so doll nicht sein. Davon spricht ja auch der Nichtraucherschutzverband.
Und das spricht dafür, daß der Lobbyismus auch in diesem Falle zur Politik findet. Der Umsatz der Tabakindustrie in Deutschland betrug im Jahre 2020 29,5 Milliarden Euro. Der Umsatz mit Zigaretten betrug 2020 22,806 Milliarden Euro gegenüber 2008 mit 19,424 Milliarden.
-------------------
Ihre Zahlen haben Null Aussagekraft.
2008 betrug der Preis für 20 Zigaretten, 3,85 - 4,70 €.
2021 kosten 20 Zigaretten 5,00 - 7,50 € kein Wunder das die Umsatzzahlen steigen.

Tabakreklame & Tabaklobby

HB? Ich auch! Habe ich auch! Auch eine dieser doppeldeutigen Strategien der Tabakindustrie bzw. Tabaklobby. Ja. Lustig muss die Tabakreklame sein und ja nicht den Anschein erwecken, was das für ein Zeug ist, was da konsumiert wird. Man ist eben dabei und der Spruch ist so harmlos, wie das Produkt selbst es eben ist. Und es ist ja auch nicht sehr anstrengend und überhaupt macht es ja auch jeder. So etwas nennt man ja auch Verharmlosung. Ich könnte ja schließlich auch draufgehen, wenn ich nur eine Dachziegel auf den Kopf bekomme. Und die anderen Suchtprodukte in den Läden bleiben ja auch erlaubt. Ja. Wo soll man da anfangen und ernsthaft bleiben?

@ dr.bashir

.. da gibt es ja auch nichts zu verstehen. Lobbyarbeit, wie auch auf anderen Feldern. Zudem hat man sich daran "gewöhnt", dass zig-Tausende Menschen an den Folgen des Rauchens sterben. Ist halt kein so brandaktuelles und spannendes Thema wie Corona - hier kann man sich noch profilieren. Beim Thema rauchen hört niemand mehr zu.

@Peter Kock um 08:41 Uhr

"Die Tabaklobby arbeitet wesentlich effektiver als die Politik ..... und das dann ganz legal !
Die haben scheinbar richtig "gutes" Personal
die das verstehen ,was sie machen ."

Raffinierte, manipulierende und hinterlistige Ideen zu finden, um die eigenen (Profit-) Interessen auf Kosten der Allgemeinheit umzusetzen, ist keine Kunst. Sondern nur schäbig und unethisch.
Die unmöglich lösbaren Probleme einer humanistischen Politik, trotz des Wissens, dass man immer gesamtgesellschaftlich zum Scheitern verurteilt sein wird, weil man es niemals jedem Einzelnen eines Volkes recht machen kann, sind aufgrund des Gemeinwohlgedankens der Politik ein ganz anderes Kaliber.

@11:07 von tagesschlau2012

Die Richtung wäre in meinen Augen klar: Mindestens 30 Cent Steuern pro Glimmstengel und absolut keine Tabakwerbung mehr. Übrigens ähnlich beim Zellgift Alkohol.

viel zu zögerlich

Sehr fragwürdig, warum dies alles so zögerlich umgesetzt wird. Und die Schlupflöcher sollten auch schleunigst gestopft werden.

"Großzügige Ausnahmen und Übergangsfristen"

Ich könnte mir gut vorstellen, dass dies einfach daher rührt, dass die Regierenden sich die lukrative Steuereinnahmequelle nicht so schnell versiegen lassen wollen.

@Flockenberg Zitat: "Am 22.

@Flockenberg
Zitat:
"Am 22. November 2021 um 09:50 von harry_up "Was soll daran bedenklich sein?"
Bedenklich ist, dass man dem Bürger die eigene Entscheidung ein weiteres Mal bevormundend abnehmen möchte. Wer auf Werbung anfällig ist, der neigt auch zu Schwächen wie Spielsucht, Fettleibigkeit usw. sind dann doch die gängigen Schlussfolgerungen, die vorschnell gezogen werden."

viel bedenklicher ist für mich der Umstand das der Grossteil der ausgebildeten Psychologen sich nicht als Therapeuten niederlassen (können da es gar nicht genügend von den KK gelistete Praxen gibt) sondern ihre erlernten Fähigkeiten einsetzen um z.B. die Werbeindustrie zu befähigen solche Manipulationen zu perfektionieren - so das der "normale" Mensch sich längst nicht mehr dem entziehen kann.
Es ist inzwischen eine professionelle Gehirnwäsche die man als Merketing verharmlost...
..und z.B. überforderde Eltern mit ihren quengeligen Kindern ("..will das aber haben..") an der Supermarktkasse alleine zurücklässt

Medien

Ich versuche mal einen Satz (wegen des Errötens): Darf man auch den Anteil unserer Medien erwähnen?

@fathaland slim

"Am 22. November 2021 um 11:07 von fathaland slim
09:08, Anderes1961

>> Cannabis kann man nicht nur rauchen. Man kann davon Tee machen, Plätzchen backen, es in Medikamenten verwenden und sehr viel mehr.

Versuchen Sie mal Tabak-Plätzchen zu backen.<<

Backen kann man die schon. Wenn man sie isst, handelt man sich eine schwere, durchaus auch tödliche Vergiftung ein.

Ich schreibe das, weil es durchaus Trübfunzeln gibt, die so etwas tun würden. Manche haben sich ja auch Chlorbleiche gegen Covidien gespritzt. Deswegen dieser ausdrückliche Warnhinweis."

Die gleichen Gedanken hatte ich beim Schreiben meines Posts auch. Und ich habe lange überlegt, ob ich auf speichern klicken soll. Habs aber dann bewußt doch getan, weil ich denke, daß die Menschen hier im Forum so vernünftig sind mich nicht gleich nach einem Link für ein Tabakplätzchen-Rezept zu fragen. :-)

Ja leider, solche Trübfunzeln gibt es. Da haben sie vollkommen Recht.

Rauchen in Filmen

Meiner Meinung nach sollte auch in den öffentlich-rechtlich produzierten Filmen (z.B. Tatort) oder Serien nicht mehr geraucht werden.
Das ist auch eine Art Werbung, und zwar eine öffentlich finanzierte.

@ Bender Rodriguz

Zitat: "Alkohol können wir lassen. Denn passiv mittrinken geht nunmal nicht.
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Experten sagen, dass die Dunkelziffer von Alkoholfahrten zwischen 1:300 und 1:2000 liegt.
Damit ist die Wahrscheinlichkeit bei rd. 33.000 Verkehrsunfällen unter Alkoholeinfluss und rund 13.000 Unfällen mit Personenschaden "passiv mitzutrinken" garnicht soo klein.

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