Kommentare - Schütze von Kenosha in allen Punkten freigesprochen

20. November 2021 - 08:59 Uhr

Kaum ein US-Mordprozess stand zuletzt so im Fokus wie der gegen Kyle Rittenhouse, den Schützen von Kenosha. Am Ende stand ein Freispruch. Präsident Biden zeigte sich enttäuscht - rief aber zur Ruhe auf. Von Kathrin Brand.

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Kommentare

re 10:15 Quoll: Abgründe

>>Polizei war untätig, Innenstadt brannte
Die politische Polizeiführung war untätig.
Ein Bereitschaftspolizist (der sicherlich nicht von seiner Polizeiführung begeistert war) hat sich bei Rittenhouse und seiner Gruppe bedankt und ihnen Wasser gegeben.

Es bedarf keine Schusswaffen, um jemanden mit einem Messer abzustechen, mit einem Skateboard (oder sogar mit den Fäusten) zu erschlagen, oder eine Innenstadt in Brand zu setzten.
Aber ohne Schusswaffen sind die Verteidiger schutzlos ausgeliefert.
In den USA sind aufrechte Bürger dank des Waffenrechts nicht schutzlos. Ohne dieses Recht besteht immer die Gefahr, dass die Staatsmacht sich mit dem Mob verbündet oder gar verschmelzt.<<

Ein abgrundtiefes Statement eines sogenannten „aufrechten“ Bürgers. Einfach nur gruselig!

@fathaland

@fathaland slim
Zitat:
"09:28, Kristallin
>>Mal abgesehen, von einem Minderjährigen mit Waffe, ist es doch Vorsatz als Privatperson mit einer Waffe auf eine Demo zu gehen.<<
Ein Soldat zieht in den Krieg..."

und als Soldaten sehen sich die Angehörigen dieser Milizen.
Bitte denken Sie mal an den Bürgerkrieg zurück - das war (zunächst) ein Krieg von Milizverbänden!

Das Recht Milizen zur "Gebietsverteidigung" zu bilden steht zwar in der "Verfassung" der USA - aber das ist inzwischen derart ausgedehnt (und korrumpiert) worden - dass man LEGAL eine schiesswütige Bande von Weissen bilden kann die gegen ihre selbsterklärten/eingebildeten Feinde in den bewaffneten Kampf ziehen.
--
übrigens Kinder und Soldaten...
es ist da leider "Tradition" das schon Kinder in Uniform (und ich meine hier nicht den Trommler der Schützenlinie) in den bewaffneten Kampf ziehen - siehe Bürgerkrieg.
Altersbeschränkungen sind da niemals wirklich eingehalten worden

10:12, Zuschauer49

>>Selbstjustiz und Mord wäre es doch, wenn Rittenhouse hingefahren, sein Gewehr genommen und auf Demonstranten geschossen hätte.
Er ist aber hingefahren und Demonstranten haben versucht, sich seines Gewehrs zu bemächtigen. Wofür wohl - um es auf dem Flohmarkt zu verkaufen?!
Die Bewertung überlasse ich der Jury. Die ist in den USA dafür da. Biden hätte besser geschwiegen.<<

Sie finden es in Ordnung, wenn jemand mit einem Sturmgewehr auf eine Demo geht und es sichtbar trägt?

sehr gute Entscheidung

"Biden zeigte sich enttäuscht"
Biden sollte sich hier neutral verhalten und die Entscheidung der Jury achten und ihre Tätigkeit im Dienste der Gerechtigkeit anerkennen.

"Die Staatsanwaltschaft wiederum versuchte nachzuweisen, Rittenhouse habe die Gefahr, gegen die er sich verteidigen wollte, durch sein Auftreten erst geschaffen. "

Was für eine verdrehter Versuch hier jemanden die Schuld unterzujubeln der sich selbst vereidigt hat. Zum Glück hat dies die Jury erkannt und richtig und weise entschieden.

Hier waren die "gewalttätigen Protestler" die Täter und nicht umgekehrt.

@10:15 von Quoll

Was Sie da schreiben, ist nichts anderes als die Aufhebung des staatlichen Gewaltmonopols. Nicht ein 17jähriger mit halbautomatischer Schnellfeuerwaffe ist für Schutz und Sicherheit zuständig, sondern allein die Polizei.
Nicht auszudenken, wenn mit solch kruden Pseudoargumenten bei uns bei Quer-Denkverweiger-Demos oder Reichsbürgeraufmärschen Leute Schusswaffen dabei hätten. Es wäre eine Art staatlicher Kapitulation vor der Waffengewalt bestimmter Gruppen. Und genau das ist es auch in den USA. Das birgt nicht nur weitere Gewaltausbrüche in sich, da gefährdet letztlich die Demokratie.

Das Gesetzt sind Sie?@ 10:15 von Quoll

Sie mögen Gewalt, zur Durchsetzung "ihrer Ansichten"?

Weil Sie unterscheiden ja gerade ganz eigenmächtig nach "Ihrem Gesetz".

@ Am 20. November 2021 um 10:12 von nelumbo

Zitat: „um 10:12 von nelumbo
Rittenhouse hatte die Waffe illegal
bei sich, er war laut Gesetz nicht berechtigt, sie zu besitzen oder zu tragen. „

Offensichtlich nicht. Bzgl. dieser Anklage wurde Rittenhouse ebenfalls freigesprochen.

Und wenn er eine Waffe illegal bei sich gehabt hätte, hätte er eben eine legale Notwehrhandlung mit einer illegalen Waffe durchgeführt.

@ 10:15 von Quoll

Sie haben die Situation und den Rahmen gut beschrieben, alles klare Hinweise warum Rittenhouse freizusprechen war.

Zitat: "Die USA hatten „uns“

Zitat:
"Die USA hatten „uns“ 1949 die fortschrittlichste Demokratische Verfassung ermöglicht - wofür ich ihnen immer dankbar sein werde.
Leider hatten sie diese nicht als Blaupause für eine eigene Nachkriegsverfassungsreform in ihrem Land genutzt. Eine verpasste und ohne weitere Staatskrise kaum wiederkehrende Chance. "
Und schwarze US-Soldaten erkämpften und verteidigten diese BRD-Verfassung mit Rechten die sie in ihrer eigenen Heimat NICHT hatten - wie z.B. das Thema Rassentrennung
--
der Kern der schwarzen Bürgerrechtsbewegung bildeten als Veteranen genau diese Ex-Soldaten -> als friedliche Demonstranten liessen sie sich nicht mehr einschüchtern

@ MRomTRom

Inwiefern hatte er sie selbst herbeigeführt? Er hat wohl kaum gesagt: "Bitte, Leute, greift mich an, damit ich euch niederschießen kann!"

Fazit: Die Angreifer (=Täter) hatten es selbst in der Hand, ob es zu dieser Tat kommt. Hätten Sie ihn (= Opfer) nicht angegriffen, würden alle 3 heute noch leben.

Die Jury hat richtig entschieden und moralinsaure Kommentare aus Deutschland, wer nun das Opfer und wer der Täter sei, kann man sich hier gänzlich sparen.

nelumbo: Rittenhouse hatte die Waffe NICHT illegal

Am 20. November 2021 um 10:12 von nelumbo:
Rittenhouse hatte die Waffe illegal

Der Waffenbesitz war nach geltendem Recht in Wisconsin legal. Alle Anklagepunkte zum Besitz der Waffe wurden noch vor der Entscheidung durch die Geschworenen fallen gelassen.

D.h. in Zukunft kann jeder jeden erschießen, der ihm theoretisch die Waffe wegnehmen könnte.

Das ist, mit Verlaub, Unsinn. In den USA gilt schon lange: Wer nach einer Waffe greift, IST bewaffnet, egal ob die Gewalt über die Waffe tatsächlich erlangt wird.

Rosenbaum greift Rittenhouse zuerst an und greift, als dieser nicht weiter fliehen kann, nach der Waffe. Die Videos der Tatnacht beweisen das.

Im zweiten Fall wird dem bereits auf dem Boden liegenden Rittenhouse 2x ein Skateboard über den Kopf geschlagen und wieder nach der Waffe gegriffen.

Im dritten Fall wird zweimal mit der illegal besessenen Pistole des Angreifers auf Rittenhouses Kopf gezielt, bevor dieser feuert.

Also dreimal glasklare Notwehr.

Irritierendes Urteil, fatales Signal

Das Urteil kann ich nicht nachvollziehen und es stellt ein fatales Signal dar. Allein die Idee ständig im Selbstverteidigungsmodus unterwegs sein zu müssen, ist mir überaus fremd. Und je mehr Menschen diese Einstellung zum Leben und zur Gesellschaft innehaben, desto eher kommt es zu Situationen, in denen Menschen ihr Leben verlieren oder verletzt werden und die Täter meinen ihre Taten mit dem Verweis auf Notwehr rechtfertigen zu können. Dass dies nicht nur in den USA, sondern auch hier von so vielen gerechtfertigt wird, ist unverständlich und irritiert.

@ um 10:15 von Quoll

„Ohne dieses Recht besteht immer die Gefahr, dass die Staatsmacht sich mit dem Mob verbündet oder gar verschmelzt. Das wussten schon im 18 Jh. die Founding Fathers und daher das 2. Amendment, und folglich die Langlebigkeit der US-Demokratie.“
Ja, mit der Verbündung der Staatsmacht mit dem Mob hatten die europäischen Besatzer in Nordamerika schon in ihrer alten Heimat Erfahrungen gemacht.
Aber in erster Linie diente die allgemeine Bewaffnung in den USA damals der Ausrottung der amerikanischen Ureinwohner und dem Überleben in der vermeintlichen „Wildnis“.

@ MRomTRom

"Das war nicht seine Aufgabe, sondern die der Polizei.
Wäre er dort weggeblieben, wäre niemandem etwas passiert. Diese Verantwortung hat er auf sich geladen und wenn schon nicht Mord, so war es zumindest Totschlag."

Aha. Und wenn die Polizei das nicht schaffen sollte, ist es okay, wenn ein randalierender Mob ganze Straßenzüge zerstören, weil: Verteidigen darf man den ja dann nicht.

Queere Logik! Er hatte selbstverständlich alles Recht, seine Hilfe anzubieten und die Liegenschaften der Anwohner (hier: eine Tankstelle) zu schützen, weil die Polizei nicht an allen Plätzen gleichzeitig sein kann. Fragen Sie den TK-Besitzer, der mit Sicherheit froh war, dass da eine Gruppe von Bürgern seinen Besitz schützten.

Andere Logik: Wären die "Protestanten" friedlich durch die Straßen gezogen, wäre es nicht zu diesen Schüssen gekommen. Im Prinzip ist es also die Schuld der Randalierer unter den Protestanten, dass sich die Situation derart aufheizte und es zu diesem Akt der Selbstverteidigung kam.

@ Kristallin

Der Junge ist nicht auf eine Demo gegangen, sondern ist zum Schutze der Nachbarschaft (nicht seiner eigenen) dorthin gefahren. Dazu wäre es gar nicht erst gekommen, wenn die "demokratischen Demonstranten" friedlich protestiert hätten. Verwechseln sie also nicht Ursache und Wirkung.

10:04 von zöpfchen

"Ich hab gelesen, dass die Opfer alle weiß waren. Genau wie der Schütze."

Glauben Sie denn, dass ein schwarzer junger Mann auch freigesprochen worden wäre?

11:42, RoyalTramp

>>@ Kristallin
Der Junge ist nicht auf eine Demo gegangen, sondern ist zum Schutze der Nachbarschaft (nicht seiner eigenen) dorthin gefahren. Dazu wäre es gar nicht erst gekommen, wenn die "demokratischen Demonstranten" friedlich protestiert hätten. Verwechseln sie also nicht Ursache und Wirkung.<<

Der Junge hat sich selbst zum Soldaten ermächtigt und ist bewaffnet in den Bürgerkrieg gezogen.

Sie scheinen das gutzuheißen.

11:14, zöpfchen

>>Messer statt Gewehre
@ 20. November 2021 um 10:13 von rainer4528
09:24 von Esche999
„Wäre der private Waffenbesitz so streng reguliert wie z.B. in Deutschland, hätte der junge Mann seinen verhängnisvollen Weg gar nicht begonnen,..“

Das in Deutschland seit einiger Zeit populärste Mordinstrument ist das Messer. Hat mir noch keiner plausibel erklären können, woran das liegt.<<

Es könnte vielleicht daran liegen, daß man für ein Messer keinen Waffenschein braucht.

„Und der Mackie hat ein Messer, doch das Messer sieht man nicht...“

Die Mordrate in Deutschland ist übrigens, Messer oder nicht, historisch niedrig.

09:57 von fathaland slim

Aufschlussreich
Die Rechtsaußenfraktion, nicht nur hier im Forum, bejubelt einen jungen Mann, der mit einer Waffe auf eine Demo geht.
Das lässt wirklich tief blicken
-----------------

stimmt, das lässt tief blicken !
insbesondere das Gerichtsurteil.
Offensichtlich kommt dieses beim US Bürger so schlecht nicht an
Mir zeigt es wie unterschiedlich die Menschen sind.
(Für sie sind ja die Menschen weltweit gleich gestrickt)
mir zeigt es klar, die USA ist nicht meine Welt

@Blitzgescheit, 10:46

„Hoffe Rittenhouse verklagt jetzt die Medien, die ihn vorverurteilt haben.
>> Er ist bald ein reicher Mann“

Unrecht „gedeiht“ eben in einem System, in dem Geld alles ist (. der einzige „Wert“, der zählt).

Es wieder einmal sehr

Es wieder einmal sehr aufschlussreich, welche Foristen sich keinen Deut um das staatliche Gewaltmonopol scheren, geschweige denn um durch einen 17jährigen erschossene Opfer bei einer Demonstration. Die Heiligung von Waffentragen und die unkritische Haltung gegenüber laxen Waffengesetzen sowie die völlig Wurschtigkeit, privat Waffen auf Demonstrationen mit sich zu führen und anzuwenden, ist auch eine Offenbarung.
Bin ich froh, dass wir diese Zustände hier nicht haben. Wer weiß, was da geschehen wäre beim Marsch der Quer-Denk-Verweigerern und Reichsbürger auf den Berliner Reichstag.

@10:30 von MRomTRom|und wenn die Polizei nicht da ist?

Mit dieser Begründung hätte jede Person und jede Gruppe (auch die von Ihnen politisch abgelehnten) die Rechtfertigung, selbst Recht mit der Waffe erzwingen zu wollen und sich dann auf Notwehr herauszureden.

Jede Person und jede Gruppe (auch die von mir politisch abgelehnten) sollte das Recht haben, wenn staatliche Abhilfe nicht möglich ist (wie in der Nacht der Fall) sich gegen Gewalt zu verteidigen.

In der Nacht standen Polizei und Rechtsstaat nicht zur Verfügung. Soll man als Bürger dann zuschauen? Wegschauen? Keine Zivilcourage zeigen?
Rittenhouse war weder "Ankläger" noch "Richter". Er ist von seinen Angreifern weggerannt. Er hat nicht gerichtet, er hat sich verteidigt als es wirklich nicht anders ging.
In derselben Nacht in Kenosha versuchte ein älterer Herr sein (sicherlich mit vielen Jahren harter Arbeit aufgebautes) Matratzengeschäft mit nur einem Feuerlöscher zu retten.
Das bittere Ergebnis: sein Gebäude brannte ab und er wurde schwer verletzt, inkl Kieferbruch

Schütze von Kenosha freigesprochen

Was hat man da noch für Worte? Ja. Zwei Menschen sind mit einem Gewehr getötet worden und eine weitere Person verletzt. Woher soll man eigentlich beweisen können, dass der Schütze wirklich in Notwehr gehandelt habe und es eben nicht Totschlag gewesen ist. Ein Richter kann eben nur Recht sprechen, aber sollte sich nicht den Begriff der Gerechtigkeit auf die Fahne schreiben.

@ 14:57 von Sisyphos3

Sie kommen in Bezug auf dieses Geschworenen-Urteil allen Ernstes zu dem Eindruck "Offensichtlich kommt dieses beim US Bürger so schlecht nicht an"? Die Proteste in vielen Städten der USA zeigen eher etwas anderes: Da haben es doch viele satt, dass das staatliche Gewaltmonopol einem kaum geregelten privaten Waffentragen und Schießen geopfert wird. Da protestieren doch viele gegen diese brutale Form der Selbstjustiz. Und was diese Proteste angeht, ist die USA durchaus meine Welt.

@ 15:04 von Quoll

Um die Erschießung zweier Menschen durch einen mit einer halbautomatischen Schnellfeuerwaffe ausgestatteten 17jährigen als "Zivilcourage" hochzujubeln, muss man schon sehr die Maßstäbe verloren haben.

09:24 von Esche999

Wäre der private Waffenbesitz so streng reguliert wie z.B. in Deutschland,
-----------

in der Schweiz (wird behauptet) hätte jeder sein Gewehr im Schrank
trotzdem haben die nur 1/10 der Tötungsdelikte wie z.B. in den USA
jeder 2te USA Bürger hat eine oder mehrere Waffen zu hause
in Japan gibt´s kaum Morde, aber auch kaum Waffen

also die Gründe scheinen nicht nur in der Verfügbarkeit einer Waffe begründet zu sein

15:05 von Robert Wypchlo

Ein Richter kann eben nur Recht sprechen
----

natürlich was auch sonst !

Ronald Reagans schlauen Worte ...

Ronald Reagans schlauen Worte: "Self-defense is not only our right; it is our duty!"

Right, right on ... Reagan hat immer noch recht!

'nuff said.

15:02 von SinnUndVerstand

Bin ich froh, dass wir diese Zustände hier nicht haben
------------

das können sie aber laut sagen !
Wäre das Waffentragen erlaubt - mehr noch üblich,
definitiv ich hätte auch mal einen erschossen
von daher leben wir in einem tollen Land,
das auch seine Bürger gelegentlich vor sich selber schützt, was dummes zu tun

14:57, Sisyphos3 @09:57 von fathaland slim

>>Offensichtlich kommt dieses beim US Bürger so schlecht nicht an
Mir zeigt es wie unterschiedlich die Menschen sind.<<

Es scheint Ihnen eher zu zeigen, daß Menschen einer Nation alle gleich gestrickt sind.

>>(Für sie sind ja die Menschen weltweit gleich gestrickt)<<

Für mich ist jeder Mensch anders. Unabhängig von seiner Nationalität.

15:10 von SinnUndVerstand

ach wissen sie, von Demos halte ich nicht viel
die sind sehr wenig repräsentativ, wie ich meine

da sind Wahlen doch was anderes (wenn der Trump 46 % kriegt)
und vor allem die Tatsache dass 50 % eine oder mehrere Waffen zu hause haben
und mit der Einstellung (meine Mutmaßung) sie auch zu benutzen
und "selbstverteidigung" weiter gefasst ist als hierzulande

Was für ein Schauspieler..

Wenn man den Bericht auf ntv anschaut kommt einem in den Sinn, was für ein Schauspieler dieser Angeklagte ist..

Beim Spruch der Jury zusammenbrechen, vorher aber den mimen, der sich selbst verteidigt habe..

Gott sei Dank gibt es solche Jurys bei uns nicht.-

15:26 von Sisyphos3

<< [...] Wäre das Waffentragen erlaubt - mehr noch üblich,
definitiv ich hätte auch mal einen erschossen [...] <<

Unfassbar.
Was ist mit Ihnen passiert?
Ihre Wut muss sehr gross sein.

Läuft da jeder mit einer Waffe rum?

Wenn man sich einmal vor Augen hält, dass Waffen in den USA ausgesprochen wichtig sind und die US-Präsidenten auch schon bei der NRA vor den US-Wahlen ihre Reden gehalten haben, um ihre Wahlen zu gewinnen, dann braucht man sich nicht zu wundern, wieso so viele Menschen dort Waffen haben, sofern Waffenscheine nicht erforderlich sind als Nachweis. Das Land hat sich ja auch seit 1823 bis heute mit Afghanistan immer wieder mal in die Weltpolitik eingemischt. Eben auch militärisch. Was im Kleinen mit Waffen funktioniert, scheint dort eben auch immer wieder im Großen zu funktionieren. Der Schütze von Kenosha kann für dasselbe nicht mehr verurteilt werden. Biden pflegte selbst zu sagen, dass man es nun akzeptieren müsse. Ob man will oder auch nicht.

@ 15:25 Blitzgeschei

Das lernen Sie eben nie, dass bei Versammlungen und Demonstrationen das Gewaltmonopol des Staates unantastbar sein sollte. Da hilft auch nicht, dass Sie sich auf einen ehemaligen Cowboyschauspieler berufen, der mal eine Zeit lang im Weißen Haus residierte und weder Mumm, noch Wille noch Durchblick hatte, der Waffenlobby auch nur im geringsten entgegenzutreten.

Im Deutschlandfunk gab es mal

Im Deutschlandfunk gab es mal ein Feature, das feststellte: (tinyurl.com/tbeb3ncj) "Seit Ende der Sechzigerjahre wurden im US-amerikanischen Alltag mehr Menschen mit Pistolen und Gewehren erschossen als auf allen Schlachtfeldern zusammen, auf denen US-Soldaten seit der Gründung ihrer Nation Ende des 18. Jahrhunderts weltweit gekämpft hatten. Die Gesamtzahl? Mehr als eine Million Tote." Und in der us-amerikanischen Gesellschaft wächst seit Jahren deutlich die Kritik an den zu laxen Waffengesetzen und dem zu großen Einfluss der Waffenlobby. Kein Wunder bei diesen Zahlen.

@Am 20. November 2021 um 09:43 von Toni B.

Zitat: "Ein wichtiges Signal für weitere Störenfriede, Brandstifter und Plünderer, die unter dem Vornwand der Demonstrationsfreiheit Verbrechen begehen!"

Yes, sir!

Right on, right on!

Ich finde, Menschen, die in klarer Notwehrhandlung gehandelt haben, sollte nicht nur verteidigen werden. Man sollte sie als gutes Beispiel darstellen, an dem sich andere orientierten sollten!

@15:12 von SinnUndVerstand

Um die Erschießung zweier Menschen durch einen mit einer halbautomatischen Schnellfeuerwaffe ausgestatteten 17jährigen als "Zivilcourage" hochzujubeln, muss man schon sehr die Maßstäbe verloren haben.

Es hat mit "hochzujubeln" nichts zu tun. In den USA gibt es das Recht auf Selbstverteidigung. Nach diesen Maßstäben war es, jetzt gerichtlich bestätigt, Notwehr.

Rittenhouse und seine Gruppe sind in die Kenosha Innenstadt gefahren, um Menschen und Eigentum zu schützen. Sie wollten durch ihre Anwesenheit, weitere Gewalt in einer bereits brennenden Stadt verhindern. Das meinte ich mit Zivilcourage.
Was ohne die abschreckende Wirkung von Schusswaffen passiert, steht in meinem Kommentar, auf den Sie gerade geantwortet haben, etwas weiter unten: nämlich fürchterliche Gewalt gegen Unschuldige.

nicht nur Trump ...

Biden schafft es auch nicht, die Waffenlobby zurückzudrängen. Aus historischen Gründen nehmen die Menschen in den USA vieles selbst in die Hand, und wenn ich mir die Zustände in Berlin und dem Ruhrgebiet ansehe, befürchte ich, dass das auch in Deutschland zunehmen wird. Die wachsende Zahl an Kleinen Waffenscheinen in Deutschland spricht leider dafür.

Urteil

Klare Fehlurteil, ich habe die Bilder gesehen, schwer bewaffnet und provozierend sind sie zur Gegendomonstration gefahren und herumstolziert, haben sich stark gefühlt. Der Versuch sie zu entwaffnen war kein Angriff , die Demonstranten nicht bewaffnet. Klar Totschlag oder gar Mord.
Dieses Amerika will Vorbild sein? Verbreitet die Botschaft mit Waffengewalt und spielt den Weltpolizisten. Im eigenen Land Rassismus und Todesstrafe.

@RoyalTrump

Möglich, dass auch Anhänger der Lehren Martin Luthers in Kenosha auf der Straße waren, aber „Protestierende“ wäre die richtige Bezeichnung, nicht Protestanten.

Unklar…

Ich denke, wer gezielt mit einer Waffe in der Hand dahin geht, wo man im Vorfeld bereits davon ausgeht, dass es zu Ausschreitungen kommen kann, dem ist bewusst und klar, dass er mit der Waffe Jemanden verletzen bzw. töten wird. Das Urteil der Richter verstehe ich nicht. Es war keine Affekthandlung, sondern geplant. Zumindest hätte eine Strafe gegen Körperverletzung und in 2Fällen mit Todesfolge erfolgen müssen. Aber völlig ohne Bestrafung, setzt dies keine guten Maßstäbe für die Zukunft…

Ohne Waffe keine Notwehr

Ich will der Jury nichts unterstellen. Vielleicht ist das Urteil ja gerecht. Vielleicht war es am Ende wirklich Notwehr. Aber das Problem liegt wo anders.

Es ist nicht Aufgabe einer Privatperson mit der Waffe in der Hand, Plünderungen zu verhindern. Erst durch das Führen der Waffe durch den Angeklagten ist es zu der Notwehr(?)-Situation gekommen. Wer keine Waffe hat, muss auch nicht schießen. Die Lektion steht dem Land der Cowboys noch bevor.

Voll logisch!

Ohne die Verherrlichung der Waffe als letztes Mittel gegen Verbrecher könnte die Waffenlobby nicht so viel umsetzen. Das bestätigt dieses Urteil (Notwehr).
.
Trump hat gezeigt, dass er eine Waffe an der Wade trägt. Und dann braucht man noch eine unterm Kopfkissen, eine im Schreibtisch sowie einen Gewehrschrank mit Schrot- und Automatik-Langwaffen, dann ist man auf jeden Fall sicher!
.
In den USA gibt es mehr Schusswaffen als Einwohner. Also jedenfalls, was offiziell registrierte Waffen angeht. Ein großer Teil wird unregistriert über die Ladentheke verkauft, so dass die tatsächliche Zahl weit höher liegen dürfte.

Gaige Großkreutz (Opfer

Gaige Großkreutz (Opfer Nummer 3) hat sogar eine illegale Waffe auf Rittenhouse gerichtet und im Zeugenstand ausgesagt, dass Rittenhouse erst geschossen hat nachdem er die Waffe auf ihn richtete - auf den Fotos der Protestierer sind Waffen klar zu erkennen - bitte checken Sie ihre Fakten.

Das Notwehrrecht wurde seit Zeiten des..

Wilden Westen in den USA seit altersher schon immer sehr viel großzügiger ausgelegt, als hier in Europa!

Kein Scherz, aber es gab schon ahnungslose ausländische Touristen, die wurden allein schon aus dem Grund erschossen, weil diese ahnungslos ein fremdes Grundstück betreten haben, um nach dem richtigen Weg zu fragen!

Und die Schützen wurden in solchen Fällen fast immer freigesprochen, weil das Recht der Verteidigung mittels Waffengewalt in den USA wirklich sehr weit ausgelegt ist!

15:26 von Sisyphos3

«Bin ich froh, dass wir diese Zustände hier nicht haben.»
------------
«das können sie aber laut sagen !
Wäre das Waffentragen erlaubt - mehr noch üblich,
definitiv ich hätte auch mal einen erschossen.»

Die Gesetze bleiben die gleichen, die verbieten, wen zu erschießen, auch wenn man eine Schusswaffe bei sich hat. Messer mit sich tragen, ist nicht untersagt. Hätte man auch schon mal einen erstechen können. Ich habe Pfeil und Bogen, und war noch nie in der Nähe der Situation, dass ich damit wen erschossen hätte.

Solche Situationen entstehen nur im Extremfall der Selbstverteidigung des eigenen Lebens, oder möglicherweise als Nothilfe für andere, deren Leben durch einen Angriff bedroht ist. Für Wutbürger eignen sich auch Sportschützentum, und sogar das eher meditative Bogenschießen nicht.

Wutbürger sollten eigentlich auch keine Messer haben.
Außer das Gummimesser zum Indianerkostüm zu Karneval.

15:44 von werner1955

Gut und richtig so.

Angenommen zwei Ihrer Nachbarn geraten in Streit. Der eine holt sein Gewehr aus dem Haus, das er regulär als Jäger oder Sportschütze besitzt, der zweite fühlt sich bedroht und versucht es ihm zu entreißen. Daraufhin erschießt der Bewaffnete den Nachbarn. Beide wollten sich "nur" verteidigen. Sie meinen tatsächlich der Nachbar mit dem Gewehr ist im Recht und hat aus Notwehr gehandelt? Was hatte die Waffe in dieser Situation überhaupt zu suchen? Sie bevorzugen in einer angespannten Situation Eskalation statt Deeskalation? Wenn Sie sich so für Selbstjustiz engagieren, bedenken Sie, diese wird auch in Situationen stattfinden, die Sie nicht befürworten.

qAm 20. November 2021 um 16:06 von JP.124

Zitat: "Ich denke, wer gezielt mit einer Waffe in der Hand dahin geht, wo man im Vorfeld bereits davon ausgeht, dass es zu Ausschreitungen kommen kann, dem ist bewusst und klar, dass er mit der Waffe Jemanden verletzen bzw. töten wird."

Und auf die Idee gekommen, dass die Ausschreitungen fragwürdig sind und/oder dass diese überhaupt der Grund dafür war, dass Rittenhouse eine Waffe zu seinem Schutz mitgenommen hat, kommen Sie wohl nicht, wie?!

Der junge Mann...

...wollte nur seine Rechte waren...
Wer sollte es ihm verwehren?
Natürlich war es Notwehr...
ZUSATZ.
Wäre er ein Mensch mit dunkler Hautfarbe, dann vermutlich jedoch würde das Urteil anders lauten -
SCHULDIG.
Die USA sind durch und durch widersprüchlich.
Wie alles im Universum

15:55, Quoll (vielnamigster User)

>>Rittenhouse und seine Gruppe sind in die Kenosha Innenstadt gefahren, um Menschen und Eigentum zu schützen. Sie wollten durch ihre Anwesenheit, weitere Gewalt in einer bereits brennenden Stadt verhindern. Das meinte ich mit Zivilcourage.<<

Ich nenne es Selbstjustiz.

Aber mit dem Gewaltmonopol des Staates fremdeln Sie ja, wie Sie weiter oben deutlich machten. Sie scheinen sich Weimarer Verhältnisse zu wünschen.

16:14, YogSothoth

>>Gaige Großkreutz (Opfer Nummer 3) hat sogar eine illegale Waffe auf Rittenhouse gerichtet und im Zeugenstand ausgesagt, dass Rittenhouse erst geschossen hat nachdem er die Waffe auf ihn richtete - auf den Fotos der Protestierer sind Waffen klar zu erkennen - bitte checken Sie ihre Fakten.<<

Ja, so was passiert, wenn alle bewaffnet sind.

re 15:54 Blitzgescheit: Aufklärung

>>Ich finde, Menschen, die in klarer Notwehrhandlung gehandelt haben, sollte nicht nur verteidigen werden. Man sollte sie als gutes Beispiel darstellen, an dem sich andere orientierten sollten!<<

Und ich finde, dass Sie damit mir und allen Anderen mehr als deutlich klar machen, was für eine Politik und damit was für eine Gesellschaft uns blühen würde, wenn Milizen mit 17jährigen Jungen mit militärischen Schnellfeuerwaffen hier als Vorbild gelten würden.

Tiefer und zynischer kann man seine Verachtung für unsere gesellschaftlichen Nachkriegserrungenschaften nicht ausdrücken. Werden Sie hierfür jetzt von Ihrer Partei befördert? Laufen dort schon ähnliche „Vorbereitungen“?

Es kann einem nur noch Angst und Bange werden, wenn solche Parteien in Teilen Deutschlands schon wieder auf breiten Zuspruch treffen.

Aber natürlich werde ich Sie wieder ganz falsch verstanden haben!

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